DE3531325A1 - Piezoelektrische schwingkoerper und mit denselben ausgestatteter lautsprecher - Google Patents
Piezoelektrische schwingkoerper und mit denselben ausgestatteter lautsprecherInfo
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Description
Piezoelektrische Schwingkörper und mit denselben ausgestatteter Lautsprecher
Die Erfindung betrifft ein piezoelektrisches Schwingelement oder einen Schwingkörper mit einer piezoelektrischen
Schwingplatte oder Membran, die für elektroakustische Wandler benutzt wird, und bezieht sich auch auf einen piezoelektrischen,
elektroakustischen Wandler, der mit einem solchen piezoelektrischen Schwingkörper versehen ist.
Unter den vielen neuen keramischen Massen gilt besonderes Interesse einer piezoelektrischen Schwingplatte oder Membran
aus einem hoch piezoelektrischen keramischen Werkstoff, dessen Piezowirkung sich für die elektromechanische oder
mechanisch-elektrische Wandlung besonders gut eignet. Bekannte piezoelektrische Schwingkörper bestehen häufig aus
einem dünnen Metallblech, welches an einer oder beiden Seiten mit einer piezoelektrischen Schicht versehen ist, die
aus einer runden, dünnen Scheibe im Durchmesser von 20 bis 30 mm aus hoch piezoelektrischer Keramik besteht, die beispielsweise
aus Zirkon, Bleititanat etc. zusammengesetzt ist und eine Elektrodenoberfläche zur Polarisierung hat.
Die grundlegende Bewegung eines dreilagigen piezoelektrisehen
Schwingkörpers 1, der als bimorph bezeichnet wird, ist im Schnitt in Fig. 12 dargestellt. Wenn zwischen den
Elektrodenoberflächen piezoelektrischer Plättchen 2a und 2b und eines Metallblechs 3 eine Signalspannung e angelegt
wird, treten an den piezoelektrischen Plättchen 2a und 2b Expansions- und Kontraktionsspannungen in entgegengesetzter
Richtung auf, die in Scherspannungen umgewandelt werden, welche zwischen den piezoelektrischen Plättchen und dem
Metallblech 3 wirken und eine Schwingbewegungskraft F in vertikaler Richtung hervorrufen.
Wenn der Schwingkörper 1 an seiner Außenkante an einem Anlenkungspunkt
4 abgestützt wird, entsteht ein Schwingungstyp der sogenannten konvexen Linsenform, bei dem der mittlere
Bereich mit der maximalen Amplitude schwingt. Der durch diese Schwingbewegungskraft F erzeugte Schall kann in
piezoelektrischen Summern, Glocken, Klingeln usw. genutzt werden. Andererseits kann der piezoelektrische Schwingkörper
1 auch zur Herstellung eines kleinen Lautsprechers oder dgl. verwendet werden, wobei er, wie in Fig. 13 gezeigt,
in ein Gehäuse 6 eingebaut und in der Mitte mit dem Scheitelpunkt eines Schallabstrahlers 5 antriebsmäßig verbunden
wird.
Es ist bekannt, daß piezoelektrische Keramiken einen Elastizitätsmodul haben, der im wesentlichen mit dem eines
Quarzkristalls vergleichbar ist (E = 83x109 (N/m2)). Der
durch den Schichtaufbau dünner Scheiben auf dem Metallblech 3 erhaltene piezoelektrische Schwingkörper 1 zeichnet
sich in seinen physikalischen Eigenschaften durch reduzierten Innenverlust und einen hohen Q-Wert aus (Resonanzempfindlichkeit) . Er hat eine scharfe Resonanzspitze
und seine Resonanzfrequenz fQ liegt insgesamt in einem hochfrequenten Bereich von ca. 2 bis 5 kHz. Da Keramik
zerbrechlich und nicht leicht zu dünnen Plättchen zu formen ist, ist es schwierig und unwirtschaftlich, die Resonanzfrequenz
f» zu reduzieren.
Bei einer Untersuchung der Schwingungserscheinung des piezoelektrischen
Schwingkörpers 1 in der Nähe des Resonanzpunktes zeigt sich, wie in Fig. 14 dargestellt, daß im
Steifheitsbewegungsbereich an der niederfrequenten Seite der Resonanzspitze f,,- die Kurve der Amplitude d.. konstant
und im Beharrungsbewegungsbereich an der hochfrequenten Seite die Kurve der Schwinggeschwindigkeit V1 konstant ist.
Fig. 15 ist ein Ersatzschaltbild des in Fig. 13 gezeigten kleinen Lautsprechers. Der piezoelektrische Schwingkörper
1 hat mechanische Impedanzen z. und zQ und einen kegelförmigen
Schallabstrahler 5, die in Reihe geschaltet sind. Dabei ist die Impedanz Z1 viel größer als z„. Daraus ergibt
sich, daß die Geschwindigkeit vQ im kegelförmigen Schallabstrahler 5 völlig von der Impedanz Z1 bestimmt ist, was
eine Bewegung des Schallabstrahlers 5 ähnlich der Darstellung in Fig. 14 hervorruft.
Wenn ein akustischer Strahler einen konstanten Schalldruck innerhalb einer bestimmten Bandbreite im freien Raum abgeben
soll, ist es gemäß der .Akustiktheorie grundsätzlich erforderlich, daß der Schallabstrahler mit konstanter Geschwindigkeit
schwingt. Bei dem in Fig. 13 gezeigten bekannten, kleinen Lautsprecher ergibt sich hinsichtlich der
Kurven des abgestrahlten Schalldrucks ein verhältnismäßig hoher Schalldruck an der hochfrequenten Seite des Resonanzpunktes
f0, während der abgegebene Schalldruck an der niederfrequenten
Seite mit der Frequenz stark abfällt. Da der Resonanzpunkt fq des piezoelektrischen Schwingkörpers 1,
wie gesagt, bei ca. 2 bis 5 kHz liegt, ist der Ton des erzeugten Schalls schwach. Das liegt daran, daß nur der hochfrequente
Bereich stark vertreten ist, während der niederfrequente Bereich schwach ist. Da die piezoelektrischen
Plättchen 2a und 2b außerdem einen hohen Q-Wert haben, ist der Resonanzpunkt fQ einer ausgeprägten Resonanzspitze zugeordnet,
und bei den häufig auftretenden hohen harmonischen Deformationskomponenten ist das Ansprechen unregelmäßig,
und das Niveau des abgegebenen Schalldrucks sinkt in den mittleren und niederen Frequenzbereichen. Der so aufgebaute
Lautsprecher ist nicht allgemein verwendbar. Um diese Nachteile zu vermeiden, ist vorgeschlagen worden,
einerseits den Resonanzpunkt f« bei Verwendung eines speziellen,
großen piezoelektrischen Schwingkörpers zu reduzieren und andererseits auf der Oberfläche der piezoelektrischen
Plättchen 2a und 2b oder in der Nähe des Anlenkungspunktes 4 ein viskoelastisches Harz aufzutragen, um
dadurch den Q-Wert abzusenken. Das sind jedoch wenig wirksame
Mittel, denn ζ.. ist zu hoch und der Resonanzpunkt fQ1
liegt in der Nähe der Obergrenze des Hörbereichs (3 bis 5 kHz). Mit herkömmlichen Mitteln ist keine freie Steuerung
möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, unter Verwendung einer normalen piezoelektrischen Schwingmembran, die verhältnismäßig
klein und leicht herzustellen ist, einen piezoelektrischen Schwingkörper zu schaffen, bei dem die Schalldruckabgabe
im niederfrequenten Bereich erhöht und der Schalldruck flach ist. Aufgabe der Erfindung ist auch die Schaffung
eines piezoelektrischen Wandlers mit einem piezoelektrischen Schwingkörper, dessen Schalldruckabgabeniveau mit dem eines
herkömmlichen Wandlers mit Permanentmagnet und beweglicher Spule vergleichbar ist, dessen akustische Eigenschaften im
hörbaren Wiedergabebereich zufriedenstellend sind, ohne daß schädliche Spitzen auftreten, und der außerdem dünn und
flach und leicht an Gewicht ist.
Aufgabe der Erfindung ist es auch, einen piezoelektrischen Lautsprecher zu schaffen, der einen großen Einsatzbereich
hat und eine Vielzahl piezoelektrischer Schwingkörper sowie einen kegelförmigen akustischen Abstrahler aufweist, mit
dessen Oberseite die Schwingkörper über entsprechende Verbinder so verbunden sind, daß die durch eine Unterteilung
des Wiedergabebereichs erhaltenen Schwingbewegungskräfte einander überlagert werden.
Dazu wird gemäß der Erfindung ein piezoelektrischer Schwingkörper geschaffen, bei dem in der Nähe des Schwerpunktes
einer piezoelektrischen Schwingmembran über eine viskoelastische Schicht ein Gewicht so angebracht ist, daß die
Schwingbewegungskraft bzw. die Verlagerung der piezoelektrischen Schwingmembran im wesentlichen an der Außenkante
abgenommen wird.
Gemäß der Erfindung wird auch ein piezoelektrischer Lautsprecher geschaffen, der eine Vielzahl piezoelektrischer
Schwingkörper aufweist, die an ihren Umfangskanten über
Verbinder miteinander verbunden sind und von denen einer an seiner Umfangskante unmittelbar mit einem Schallabstrahler
verbunden ist, um diesem eine Schwingbewegungskraft im wesentlichen im hochfrequenten Bereich zu vermitteln, während
die benachbarten übrigen Schwingkörper eine zur Aufteilung mittlerer und niederfrequenter Bereiche geeignete
Schwingbewegungskraft zum Erregen erzeugen.
Im folgenden ist die Erfindung mit weiteren vorteilhaften
Einzelheiten anhand schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 ein Ersatzschaltbild eines piezoelektrischen Schwingkörpers gemäß der Erfindung;
Fig. 2 ein Ersatzschaltbild, in welchem die variable Impedanz Z2 gemäß Fig. 1 in Form paralleler Elemente
für eine Beharrungsmasse m2 und viskoelastische Widerstände
C2 und r2 dargestellt ist; Fig. 3 eine Darstellung des Grundaufbaus eines piezoelektrischen
Schwingkörpers gemäß der Erfindung; Fig. 4 ein Kurvendiagramm des in Fig. 3 gezeigten piezoelektrischen
Schwingkörpers;
Fig. 5a bis 5f Ansichten verschiedener Ausführungsbeispie-Ie
piezoelektrischer Schwingkörper, bei denen jeweils ein Gewicht über eine viskoelastische Schicht
mit einer piezoelektrischen Schwingmembran verbunden ist;
Fig. 6a und 6b Ansichten weiterer Ausführungsbeispxele von piezoelektrischen Schwingkörpern gemäß der Erfindung,
bei denen zwischen einem Gewicht oder einer piezoelektrischen Schwingmembran und einem
Befestigungsglied ein Polster eingeschoben ist; Fig. 7 eine Draufsicht auf eine piezoelektrische Schwingmembran,
die längs ihres Umfanges durch Schlitze unterteilt ist;
Fig. 8 bis 10 Beispiele elektroakustischer Wandler mit piezoelektrischen Schwingkörpern gemäß der Erfindung
;
Fig. 11a und 11b einen Schnitt bzw. eine Draufsicht auf
weitere Ausführungsbeispiele elektroakustischer Wandler mit piezoelektrischen Schwingkörpern gemäß
der Erfindung;
Fig. 12 eine Beispieldarstellung der Grundbewegung einer piezoelektrischen Schwingmembran;
Fig. 13 eine Darstellung eines kleinen Lautsprechers mit der in Fig. 12 gezeigten piezoelektrischen Schwingmembran;
Fig. 14 eine graphische Darstellung der Bewegung der piezoelektrischen
Schwingmembran gemäß Fig. 12; Fig. 15 ein Ersatzschaltbild des Lautsprechers gemäß Fig. 13;
Fig. 16 eine graphische Darstellung der Bewegungen des Lautsprechers
gemäß Fig. 13;
Fig. 17 einen Schnitt durch einen piezoelektrischen Lautsprecher mit einer Vielzahl piezoelektrischer
0 Schwingkörper;
Fig. 18 und 19 graphische Darstellungen der an die Schwingkörper im Lautsprecher gemäß Fig. 17 angelegten
Signalspannungen und des synthetisch zusammengesetzten Schalldrucks der Schwingkörper;
Fig. 20 ein Ausführungsbeispiel einer Verbindungsschaltung
zum Erzeugen der an die piezoelektrischen Schwingkörper des Lautsprechers gemäß Fig. 17 anzulegenden
Signalspannungen;
Fig. 21A einen Schnitt durch einen piezoelektrischen Schwingkörper gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung zum Unterdrücken der Stehwellenschwingung;
Fig. 21B eine Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 21A zur Darstellung des Schwingungstyps desselben;
Fig. 22 eine graphische Darstellung der Frequenzgangkurven
des piezoelektrischen Schwingkörpers gemäß Fig. 21A im Vergleich zu denen eines herkömmlichen Schwingkörpers;
Fig. 23A ein weiteres Ausführungsbeispiel eines piezoelektrischen
Schwingkörpers zum Unterdrücken der Stehwellenschwingung ;
Fig. 23B eine Ansicht der Rückseite des in Fig. 23A gezeigten Ausführungsbeispiels;
Fig. 24A eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines piezoelektrischen Trichter-Lautsprechers
aus einem piezoelektrischen Schwingkörper zum Unterdrücken der Stehwellenschwingung;
Fig. 24B eine Ansicht der Rückseite des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 24A;
Fig. 25A und 25B einen Schnitt bzw. eine Draufsicht auf einen bekannten piezoelektrischen Schwingkörper;
Fig. 26 eine graphische Darstellung des durch die Stehwelle des piezoelektrischen Schwingkörpers gemäß Fig. 25A
entstehenden Frequenzganges;
Fig. 27 bis 29 perspektivische und geschnittene Ansichten der in einem weiteren Ausführungsbeispiel eines
piezoelektrischen Schwingkörpers verwendeten Teile; Fig. 30 einen Schnitt durch einen piezoelektrischen Schwingkörper
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel;
Fig. 31 und 32 Ersatzschaltbilder des piezoelektrischen Schwingkörpers gemäß Fig. 30 und eines Teils desselben;
Fig. 33 einen Schnitt durch einen piezoelektrischen, kegelförmigen
Lautsprecher mit dem in Fig. 30 dargestellten Schwingkörper;
Fig. 34 und 35 einen Schnitt bzw. eine graphische Darstellung des Schwingungstyps des in Fig. 30 gezeigten
piezoelektrischen Schwingkörpers;
Fig. 36 eine Schnittansicht eines piezoelektrischen Schwingkörpers
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Erfindung ist mit dem Schwingungstyp oder Schwingverhalten einer piezoelektrischen Schwingplatte oder Schwingmembran
verwirklicht. Die Geschwindigkeit und Amplitude eines solchen Schwingkörpers 1 am Außenumfang hat die Min-
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destwerte beim Modus der konvexen Linse und die Höchstwerte
beim Modus der konkaven Linse. Es ist experimentell nachgewiesen, daß ein solcher Schwingungsmodus verhältnismäßig
einfach mit Hilfe einer veränderlichen Impedanz z2 steuerbar
ist, wobei an der Stelle des Schwerpunktes eine Belastung aufgebracht wird.
Fig. 1 ist ein Ersatzschaltbild eines Schwingsystems mit einer veränderlichen Impedanz z2 gemäß der Erfindung. Diese
veränderliche Impedanz Z2 ist zwischen Punkten a und b
eingesetzt, die zwischen z- und zQ festgelegt sind, und dient
als Last oder Verbraucher, um eine Geschwindigkeit v~ so
gleichbleibend wie möglich zu halten, die durch eine Schwingbewegungskraft E1 in die Last 2Q eingeht. Die
Schwingbewegungskraft wird im Verhältnis zu einer durch sequentielle Änderung der Reaktanz entsprechend der Schwingfrequenz
aufgedrückte Signalspannung e induziert.
In Fig. 2 ist z2 in Form paralleler Elemente einer Beharrungsmasse
iru und viskoelastischer Widerstände C2 und r2
ausgedrückt, und die Impedanz kann insgesamt in einem Bereich liegen, der durch den Ausdruck Z1
>> zQ <_ Z2 festgelegt
ist, obwohl sie je nach den erforderlichen Bedingungen, beispielsweise nach Betriebsbereich, Wandlerempfindlichkeit
und dgl. unterschiedlich sein kann.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel in Form eines piezoelektrischen
Sohwingkörpers 10, der einen einfachen Aufbau hat und bei dem ein Gewicht 8 (nu) der Beharrungsmasse m2
mit der Stelle oder in der Nähe der Stelle des Schwerpunktes einer piezoelektrischen Schwingmembran 1 über viskoelastische
Schichten 7 (c2, r2) verbunden ist. Die Membran oder
Platte besteht insgesamt aus einer Scheibe, die als bimorph oder unimorph bezeichnet wird und bei der piezoelektrische
Plättchen 2a und 2b schichtartig an einer oder beiden Seiten eines Metallblechs 3 vorgesehen sind.
Wenn zwischen den Elektrodenflächen der Plättchen 2a und
2b und des Metallblechs 3 eine Signalspannung e angelegt wird, bewegt sich der Außenumfang 9. Im niederfrequenten
Bereich von höchstens 500 Hz ist die piezoelektrische Schwingmembran im mittleren Bereich stark festgehalten und
bewegt sich gemäß dem konkaven Linsentyp, wobei der Außenumfang 9 mit der größtmöglichen Amplitude schwingt, da Z2
als Massenreaktanz wirkt (nu in Fig. 2) . Im mittleren Frequenzbereich
von 500 Hz bis 3 kHz nähern sich die viskoelastischen Widerstände C2, r2 und die Beharrungsmasse nu
einem gleichen Wert an, wobei z- eine relative Steigerung
erfährt und das Festhalten allmählich aufgehoben wird, so daß die Tangente der Schwingung sich zum Außenumfang hin
bewegt, was zu einer Amplitude mittlerer Größe führt. In einem 3 kHz nicht unterschreitende^ hochfrequenten Bereich
verhält sich z2 im wesentlichen wie der elastische Widerstand
c_ und der viskose Widerstand r2, wodurch das Festhalten
weiter beträchtlich aufgehoben wird und der Schwingungsmodus in den konvexen Linsentyp übergehen kann.
Am Resonanzpunkt f^-, erzeugt der viskose Widerstand r2 eine
Bremswirkung, die die Ausbildung jeglicher Resonanzspitze verhindert. In Fig. 4 sind die Schwingungstypen und die
Änderungen der veränderlichen Impedanz Z2 an drei einzelnen
Frequenzpunkten fQ0>
f1Q1 und fQ- gezeigt, wobei fQQ
der Resonanzpunkt eines Schallabstrahlers ist, f'.. der
Resonanzpunkt, der durch die Addition des Z2 bildenden Wertes
nu zu m1 der piezoelektrischen Schwingmembran 1 resultiert
(ca. 1 kHz), während f^... der Resonanzpunkt beim konvexen
Linsenmodus der piezoelektrischen Schwingmembran 1 ist. Die mit Z0 bezeichnete Kurve in Fig. 4 gibt die Impedanz
am Antriebspunkt des Schallabstrahlers wieder. Von einer mittleren Frequenz fällt sie steil auf fQ0· Hierdurch
wird der Antrieb des Schallabstrahlers erleichtert, die Geschwindigkeit vQ der Schwingung leichter erregt und der
niederfrequente Bereich verstärkt. Die vorgenannte Bewegung ermöglicht es, den Schwingungstyp des piezoelektrischen
Schwingkörpers 10 durch die in der Nähe des Schwer-
punktes befestigte veränderliche Impedanz z2 zu steuern,
die Geschwindigkeit v» der Schwingung wesentlich abzuflachen
und den entstehenden Schalldruck PQ des Schallabstrahlers
an den Außenumfang 9 anzulegen. Das alles geht aus Fig. 4 hervor.
Ein weiteres wesentliches Merkmal des piezoelektrischen Schwingkörpers 10 gemäß der Erfindung besteht darin, daß,
anders als beim herkömmlichen Verfahren, bei dem ein großer Widerstandsverlust in einen Schwingkreis eingesetzt wird,
um jegliche Resonanzspitzen abzumildern und flache Kurven zu erzielen, der Schwingungstyp durch die Wirkung der mechanischen
Reaktanz der veränderlichen Impedanz gesteuert wird, die entsprechend der Frequenz veränderlich ist, um
auf diese Weise eine annähernd konstante Schwinggeschwindigkeit zu erhalten. Wegen der sehr stark verringerten Verluste
im Schaltkreis ist der Wirkungsgrad des Wandlers ausserordentlich stark erhöht.
Das in Fig. 3 gezeigte Gewicht 8 kann aus einer abgeflachten
Bleikugel mit einem Gewicht von 1 bis 5 g bestehen und kann in zwei Teile unterteilt sein, um an beiden Seiten der
Schwingmembran 1 vorgesehen zu werden, wie gestrichelt dargestellt.
Die viskoelastischen Schichten 7 (c», r~) können
aus Gemischen verschiedener synthetischer Gummis mit unveränderlichen viskoelastischen Eigenschaften bestehen, vorausgesetzt
daß sie ausreichend sind, um das Gewicht 8 bei der Bewegung stabil abzustützen. Geeignete Stoffe sind z. B.
Butyl-, Urethan- und Silikonkautschuk mit Zusätzen zum Einstellen der Viskoelastizität. Es eignen sich auch geschäumte
Folien der genannten Stoffe.
Da es nicht ganz einfach ist, das Ausmaß der dynamischen Viskoelastizität dieser Werkstoffe zu messen, muß ihre
Nützlichkeit durch Versuche beurteilt werden. Auf jeden Fall sollte ein Werkstoff gewählt werden, dessen Temperaturabhängigkeit
gering ist.
In Fig. 5a und 5b sind Ausführungsbeispiele gezeigt, bei denen das Gewicht 8 über eine viskoelastische Schicht 7
mit der piezoelektrischen Schwingmembran 1 des Schwingkörpers 10 gemäß der Erfindung verbunden ist. In Fig. 5a ist
unter Berücksichtigung der Bewegungsstabilität und Adhäsion das Gewicht 8 in abgeflachter Spindelform gezeigt und
an einer monomorphen Metallplatte angebracht. Gemäß Fig.
5b kann das Gewicht 8 auch kegelstumpfförmige Gestalt haben,
wodurch die wirksame Berührungsfläche mit der viskoelastischen Schicht 7 vergrößert und der Schwerpunkt tiefer
gelegt wird, was die Stabilität vergrößert. Fig. 5c zeigt eine weitere Alternative des Gewichts 8 in Form eines Ringes,
der mit einer viskoelastischen Schicht 7 von ähnlicher Gestalt in seiner Lage angebracht ist. Dies Ausführungsbeispiel
eignet sich für ein verhältnismäßig großes Gewicht. In Fig. 5d ist das Gewicht 8 in einen Hauptteil 8a und
einen Ringteil 8b unterteilt, die konzentrisch mit Hilfe viskoelastischer Schichten 7a und 7b angebracht sind, um
das Auftreten von Stehwellen an der Außenseite des Hauptteils 8a zu verhindern. In Fig. 5e ist das Gewicht 8 mit
den viskoelastischen Schichten 7 abwechselnd schichtweise unterteilt angeordnet, um die Auswirkung der Masse zu verteilen
und dadurch den Schwingungsmodus zu regulieren und einen flachen Verlauf innerhalb des Bewegungsbereichs zu
erzielen. Bei der in Fig. 5f gezeigten Alternative ist am Metallblech 3 in senkrechter Richtung ein dünnes Rohr 3a
vorgesehen, auf das ein ringförmiges Gewicht 8c unter Zwischenschaltung einer rohrförmigen viskoelastischen Schicht
7c aufgesetzt ist, wobei die Schleifbeanspruchung ausgenutzt
wird. In diesem Fall kann eine große Amplitude aufgenommen werden.
Wenn nötig, können zwischen dem Gewicht 8 oder der piezoelektrischen
Schwingmembran 1 und einem Befestigungsteil 18, z. B. einem Lautsprecherrahmen gemäß Fig. 6a und 6b zur
Ausschaltung parasitärer Schwingungen Polster 16, 28 als Dämpfungsmittel eingesetzt werden, die z. B. aus einfach
expandiertem Urethanschaumstoff bestehen.
Insgesamt kann die piezoelektrische Schwingmembran 1 die Form eines Ringes haben. Gemäß der Erfindung schwingt die
Membran im grundlegenden konkaven Linsentyp, so daß Expansions-
und Kontraktionsbeanspruchungen hauptsächlich am Außenrand auftreten, was eine Verformung der Membran verhindert.
Hierauf ist der Anstieg des Resonanzpunktes fQ-
und folglich des Wertes z.. zurückzuführen. Bei einer entsprechenden
Ausführungsform ist eine radiale Anordnung einer entsprechenden Anzahl (6 bis 8) von Schlitzen 24 in
den Umfang der scheibenförmigen Membran eingeschnitten, während der mittlere Bereich 2 3 unversehrt und zweckmäßigerweise
mit viskosem Werkstoff gefüllt ist. Für den Aufbau von kleinen Gegenständen, wie Mikrophonen, kleinen Empfängern
und dgl. kann deshalb erfindungsgemäß die Membran extrem verkleinert werden. Und das hat entsprechende Verkleinerungen
der Schwingungskonstanten des Gewichts 8 (m,) und der viskoelastischen Schichten (c-, r^) zur Folge, die
eine Verbesserung der Wandlerempfindlichkeit und eine Erweiterung
des Betriebsbereichs ermöglichen. Die an den Schlitzen 24 vorgesehenen Elektrodenflächen sind im mittleren
Bereich 23 miteinander verbunden, so daß der Empfang einer Signalspannung so einfach ist wie bei einer normalen
Scheibe.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel eines elektroakustischen Wandlers beschrieben, in dem ein piezoelektrischer
Schwingkörper 10 gemäß der Erfindung verwendet ist. Fig. 8 zeigt als typisches Beispiel einen Schallabstrahler
11 (itu) in gewölbter Form, der an einem äußeren
Gehäuse 14 über einen gewählten Ringrand (cQr0) kippbar abgestützt
ist, wobei der Außenrand des Schwingkörpers 10 mit der Grenzfläche 13 zwischen dem Schwingkörper 10 und
dem Rand 12 verbunden ist. Zuvor wird anhand der wirksamen Masse nu des piezoelektrischen Schwingkörpers 10 eine Randnachgiebigkeit
(Cq) bestimmt und der Resonanzpunkt ffin des
gewölbten Schallabstrahlers 11 auf ca. 200 bis 300 Hz festgelegt. Wenn eine öffnung vorliegt, die größer ist als
eine mittlere öffnung (50 bis 100 mm), kann zwischen dem
B Γ
* 1
Gewicht 8 und dem Boden des äußeren Gehäuses 14 hilfsweise ein elastisches Polster 16 angeordnet werden. Dies entspricht
C^r-, in Fig. 6a und unterdrückt jede überschüssige
Amplitude des Gewichts 8 (rru) im niederfrequenten Bereich
zur Eliminierung parasitärer Schwingungen, was folglich zur Stabilisierung beiträgt. Bevorzugte Verwendung findet
dies Ausführungsbeispiel als gegen Regentropfen gesicherter Lautsprecher und für andere Außengeräte von Sprechanlagen,
Warnanlagen mit synthetisch gebildetem Schall und dgl.
Fig. 9 zeigt ein vereinfachtes Ausführungsbeispiel, bei dem
eine piezoelektrische Schwingmembran unmittelbar und ohne
Rückgriff auf einen bestehenden Schallabstrahler als solcher dient. Dies Ausführungsbeispiel eignet sich insbesondere
für Telephonsender/Empfängerkombinationen. Der Ubertragungsbereich bei Telephonschaltungen liegt im Größenordnungsbereich
von 300 Hz bis 3,5 kHz und kann auf folgende ' Weise erzielt werden: Am Außenrand 9 des Metallblechs 3
der piezoelektrischen Schwingmembran wird ein gewellter Ringrand 17 befestigt, um eine Nachgiebigkeit von C0 und
einen niederfrequenten Resonanzpunkt fQQ von ca. 300 Hz
festzulegen. Der erste Resonanzpunkt ffi1 für- den konvexen
Linsenmodus der Schwingmembran 1 wird auf ca. 3 kHz festgelegt, wobei eine Feineinstellung mit Hilfe einer an der
Rückseite angebrachten akustischen Schaltung erzielt wird.
Durch die Kapazität einer vorderen Kammer 20 und die Inertanz
einer Öffnung 19 in einem Befestigungsteil 18 in Form
einer Kappe wird ein Tiefpaßfilter von ca. 3,5 kHz gebildet, um unnötigen hohen harmonischen Schall auszuschließen.
Zwischen dem Gewicht 8 und dem Boden des äußeren Gehäuses 14 ist ein schwammartiges Polster 16 (r3) eingesetzt, um
den Antrieb in der Geschwindigkeit einzustellen und eine Verschlechterung bei niedrigen Frequenzen zu verhindern, die
sonst auftreten könnte, wenn die Berührung zwischen der Hörmuschel und der Ohrmuschel nicht zufriedenstellend ist.
Auf diese Weise wird die Klarheit verbessert. Das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 9 kann im wesentlichen unmittelbar als Telephonmikrophon Verwendung finden. In dem Fall
kann in einer Kammer 22 an der Rückseite zur Verstärkung des Rufniveaus ein IC-Verstärker und ein Stoßspannungsschlucker
eingebaut sein. Es sei darauf hingewiesen, daß diese auch an der Außenseite vorgesehen sein können. Im
Vergleich zu einem herkömmlichen Kohleempfänger ist dies Ausführungsbeispiel zuverlässiger, weniger geräuschvoll
und läßt sich warten.
Fig. 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Trichterlautsprechers,
in welchem ein trichterförmiger Schallabstrahler 25 aus einer Papierbahn oder Plastikfolie geformt und über
einen Sickenrand 26 mit einem Rahmen 27 kippbar verbunden ist. Der piezoelektrische Schwingkörper 10 ist am Außenrand
9 mit der Verbindungsstelle 28 zwischen der Oberseite des Schallabstrahlers 25 und einer Kalotte 29 verbunden, und
eine Signalspannung e wird zum Antrieb des Schallabstrahlers 25 an einen Anschluß angelegt. Dieser Lautsprecher wird bevorzugt
für kleine Taschenradios, Bandkassettengeräte und dgl., an die über einen kleinen Zusatztransformator eine
einzige Spannung angelegt wird. Dieser Lautsprecher kann nämlich mit geringem Gewicht und sehr dünn, z. B. mit einer
Dicke von höchstens 10 mm konstruiert werden. Außerdem eignet
er sich zum Ersatz von Lautsprechern mit Permanentmagnet für den Fall, daß es erwünscht ist, jegliche Magnetflußverluste
zu vermeiden.
Fig. 11 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel in Form eines Schallabstrahlers 30 aus einer halbharten, geschäumten,
ebenen Platte aus Styrolschaumstoff und dgl. Der Schallabstrahler 30 kann eine rechteckige Gestalt mit einem
Verhältnis von Länge zu Breite von ca. 4:3 haben, wobei eine Kante über ein weiches Schaumstoffglied 31 mit einem
Rahmen 32 fest verbunden ist. Die Mitte Q des piezoelektrischen Schwingkörpers 10 ist an einer gewählten Stelle
fixiert, von der aus die zum Rand des Schallabstrahlers führenden Abstände R sich vorzugsweise in Winkelrichtung
unterscheiden, so daß die vorzugsweise bei einer bestimmten Frequenz auftretenden Stehwellen verteilt werden. Es sei
darauf hingewiesen, daß der piezoelektrische Schwingkörper 10 in eine öffnung im Schallabstrahler 30 eingesetzt und
längs des Umfangs derselben befestigt ist. Die Empfindlichkeit
und Tonqualität dieses einfachen Lautsprechers erreicht nicht die mit dem Trichterlautsprecher gemäß Fig.
gegebenen Werte. Allerdings ist dieser Lautsprecher am besten geeignet für einen einfachen Schallerzeuger zum Einbau
in ein elektronisches Musikinstrument oder Spielzeug.
Wie schon erwähnt, ist bei dem piezoelektrischen Schwingkörper gemäß der Erfindung in der Nähe des Schwerpunktes
einer piezoelektrischen Schwingmembran ein Gewicht über eine viskoelastische Schicht befestigt. Im niederfrequenten
Bereich wirkt dies Gewicht als Beharrungsmasse, wodurch die piezoelektrische Membran im mittleren Bereich stark festgehalten
ist und folglich den konkaven Linsenmodus annimmt, bei dem der Außenrand mit maximaler Amplitude schwingt und
deshalb einen höheren Schalldruck in diesem Bereich erzeugt. Im hochfrequenten Bereich trägt die viskoelastische Schicht
gemäß der Erfindung dazu bei, daß das Festhalten des mittleren Bereichs der piezoelektrischen Membran verringert
wird, so daß die Signalfrequenz steigt und die Membran mit der gewünschten konstanten Geschwindigkeit angetrieben wird.
Ferner wird die Schwingung am Resonanzpunkt der piezoelektrischen Membran durch den viskosen Widerstand der viskoelastischen
Schicht eingeschränkt, wodurch vom niedrigen zum hohen Frequenzbereich die Schalldruckabgabe flach ist.
Da die Schaltungsverluste reduziert oder begrenzt sind, wird eine wirksame Umwandlung von Elektrizität in Schall
erreicht.
Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen unter
Hinweis auf Fig. 17 bis 20 erläutert werden.
In Fig. 17 ist ein piezoelektrischer Lautsprecher im Schnitt gezeigt, der aus einer Vielzahl piezoelektrischer
Schwingkörper gemäß der Erfindung aufgebaut ist. Wie aus Fig. 17 bis 20 hervorgeht, ist an jedem piezoelektrischen
Schwingkörper 51, 55 und 59 ein Gewicht 53, 57 und 61 in der Nähe des Schwerpunktes über eine viskoelastische Schicht
52, 56 bzw. 60 angebracht. Hierdurch entstehen zusammengesetzte piezoelektrische Schwingkörper mit Festklemmung in
der Mitte. Der mittlere Schwingkörper 51 ist am Umfangsrand unmittelbar mit der Oberseite 63 eines trichterförmigen
Schallabstrahlers 67, z. B-. aus Papier verbunden. Die Außenkante
des Schallabstrahlers 67 ist über einen gewellten, elastischen Rand 62 angeschlossen und vollkommen abgestützt.
Die äußeren piezoelektrischen Schwingkörper 55 und 59 sind
jeweils längs ihres Umfangsrandes über entsprechende Verbinder 54 und 58 mit dem Außenumfang des mittleren Schwingkörpers
51 verbunden. Das hinterste Gewicht 57 ist über einen viskoelastischen Verbinder 64 lose in der Mitte dieses
Schwingkörpers angebracht, während das Gewicht 61 über einen Verbinder 65 lose mit dem Gewicht 53 verbunden ist.
Die jeweiligen piezoelektrischen Schwingmembrane können entweder monomorph oder bimorph sein. Es sei jedoch erwähnt,
daß das hier gezeigte Ausführungsbeispiel von der monomorphen Art ist, wobei die elektromotorischen Kräfte in der
gleichen Phase liegen. Die Verbinder 54 und 58 bestehen aus einem Werkstoff, der sich durch Elastizität, viskosen Widerstand
und geringe Masse auszeichnet und in verschiedenen Bereichen geringe Übertragungsverluste hat. Beispielsweise
können die Verbinder aus synthetischem Gummi, wie Chloropren oder Butyl und dgl. bestehen und rechteckig oder von
runder Säulenform sein. Eine kreisförmige Anordnung von ca. 6 bis 8 dieser Säulen ist am umfangsrand jedes piezoelektrischen
Schwingkörpers 55 oder 59 in gleichmäßigen Abständen befestigt. Der nötige tibertragungsbeiwert wird unter
Berücksichtigung der Härte des Gummis und der Querschnittsfläche, Länge und Anzahl kleiner Säulen bestimmt.
Es sei angenommen, daß die an die piezoelektrischen Schwingkörper 51, 55 und 59 anzulegenden Signalspannungen e., e2
und e3 gemäß Fig. 18 entsprechend den unterteilten Frequenzbereichen
verteilt sind, und daß das Niveau der anzulegenden
Spannung so festgelegt wird, daß unter Berücksichtigung der Zwischenverluste bei der übertragung die Bedingung
e.. < e2 *■ ei erfüllt ist. Wie insgesamt in Fig. 19 gezeigt,
teilen sich die piezoelektrischen Schwingkörper 51, 55 und 59 die hohen, mittleren und niedrigen Frequenzbereiche zwischen
f. bis f2, f2 bis f_ und f-. bis f , wodurch der abgestrahlte
Schalldruck PQ insgesamt flache Druckkurven hat
und die Wandlerempfindlichkeit verbessert ist. Es sei darauf
hingewiesen, daß bei dem piezoelektrischen Lautsprecher gemäß der Erfindung die im mittleren Frequenzbereich auftretenden
parasitären Schwingungen von den verschiedenen Widerstandskomponenten der kombinierten Impedanzen K.. und
K2 der Verbinder 64 und 65 so stark absorbiert werden, daß
sie im wesentlichen verschwinden.
Unter Hinweis auf Fig. 20 wird die Erzeugung der an die piezoelektrischen Schwingkörper 51, 55 und 69 anzulegenden
Signalspannungen e.. , e2 und e3 erläutert. Da die piezoelektrischen
Schwingkörper jeweils eine Kapazität von ca. 0,1 F und eine Reaktanz von ca. 15 kj&bei 1 kHz haben, kann die
Impedanz zQ der Primärspule unter Verwendung eines Zusatztransformators
T.. mit einem Windungsverhältnis von ca. 1:10 auf üblicherweise 8 eingestellt werden, wie in Fig.
20 gezeigt, wodurch als Sekundärspannungen die Signalspannungen e.., e2 und e3 im Verhältnis zur Primär spannung eQ
des Zusatztransformators T1 erhalten werden.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung soll unter Hinweis auf Fig. 21 bis 26 erläutert werden.
In Fig. 21A ist ein piezoelektrischer Schwingkörper im
Schnitt gezeigt, der zum Unterdrücken der Stehwellenschwingung benutzt wird, und Fig. 21B zeigt den Schwingungstyp.
Wie Fig. 21A zeigt, ist der piezoelektrische Schallabstrahler unimorph und weist eine piezoelektrische Schwingmembran
101 auf, die an einem dünnen Metallblech 102 angebracht ist. Zu dem Schallabstrahler gehört ferner ein hauptsächliches
Gewicht 104, welches längs der Mittelachse A-A1 über eine
viskoelastische Schicht 103 angebracht ist. Zusätzlich zu diesem hauptsächlichen Gewicht 104 ist ein Hilfsgewicht
108 über eine viskoelastische Schicht'107 in einem Abstand
r1 von der Achse A-A' angebracht. Das Hilfsgewicht 108 kann
in der gleichen Ebene wie das hauptsächliche Gewicht 104 angebracht sein. Gemäß einer Alternative kann es aber auch,
wie in Fig. 21A gezeigt, an der dem Gewicht 104 gegenüberliegenden
Seite mit der piezoelektrischen Membran verbunden sein. Wenn das Hilfsgewicht 108 über eine viskoelastische
Schicht 107 in demjenigen Bereich angebracht ist, der dem Bereich von Spitze-zu-Spitze der Stehwellenschwingung entspricht,
wird überschüssige Stehwellenschwingung vom viskoelastischen Widerstand der Schicht 107 absorbiert. Fig. 22
zeigt Frequenzgangkurven gegenüber der Geschwindigkeit v^.
Die durchgezogene Linie a zeigt, daß Stehwellenschwingung wirksamer abgeschwächt wird als beim Stand der Technik,
der mit der durchgezogenen Linie b angedeutet ist. Es ist zweckmäßig, wenn der Abstand r1 zwischen der Mittelachse
A-A1 und der exzentrischen Achse C-C des piezoelektrischen
Schallabstrahlers etwa 70 bis 80 % des Radius r~ entspricht
und das Hilfsgewicht 108 etwa der Hälfte des hauptsächlichen Gewichts 104 entspricht, üblicherweise ca. 1,2 Gramm.
Fig. 23A ist eine Schnittansicht und Fig. 23B eine Rückansieht
eines weiteren Ausführungsbeispiels eines piezoelektrischen Schwingkörpers gemäß der Erfindung zum Unterdrükken
der Stehwellenschwingung.
Wie Fig. 23A zeigt, ist ein hauptsächliches Gewicht 104 an
der Oberseite eines piezoelektrischen Schallabstrahlers über eine viskoelastische Schicht 103 in der Mittelachse
A-A1 angebracht. An der Rückseite ist ein ringartiges Gewicht
110 über eine viskoelastische Schicht 109 von im wesentlichen der gleichen Gestalt angebracht, welches einen
Radius r2 hat. Das Gewicht 110 in Form des Ringes kann in
derselben Ebene wie das hauptsächliche Gewicht 104 mit der
piezoelektrischen Schwingmembran verbunden sein. Gemäß
einer Alternative kann es aber an der dem Gewicht 104 gegenüberliegenden
Seite an der piezoelektrischen Schwingmembran angebracht sein, wie in Fig. 2 3A gezeigt.
Wenn der Radius r2 des ringförmigen Gewichts 110 so gewählt
ist, daß das Gewicht in demjenigen Bereich liegt, der dem Bereich von Spitze-zu-Spitze der Stehwelle 2 der halben
Wellenlänge (7l/2) entspricht, was in Fig. 23A durch eine gestrichelte Linie gezeigt ist, wird die Bezugsschwingung
f~ durch die Absorptionswirkung der viskoelastischen
Schicht 109 in eine Schwingung f, umgewandelt, so daß am
äußeren Ende 105 die abgegebene Schwinggeschwindigkeit V-erhöht
wird. Folglich wird die tiefe Delle am Punkt f0 in
der Kurve a in Fig. 22 abgeflacht. Ähnlich wird die Spitze bei f1 abgeflacht. Auf lange Sicht wird die ganze Kurve a
abgeflacht, wie es durch die Kurve b in Fig. 22 angedeutet ist.
Fig. 24A ist eine Schnittansicht eines piezoelektrischen Trichterlautsprechers unter Verwendung eines piezoelektrischen
Schwingkörpers gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung zum Unterdrücken der Stehwellenschwingung.
Fig. 24B ist eine Ansicht des Ausführungsbeispiels von der Rückseite.
Gemäß Fig. 24A ist das äußere Ende 105 des piezoelektrischen
Schwingkörpers gemäß der Erfindung, an dem das Hilfsgewicht
108 gemäß Fig. 21A angebracht ist, mit der Aufwärtsbiegung
des Scheitelbereichs eines trichterförmigen Schallabstrahlers 111 verbunden, und ein Öffnungsbereich des
Schallabstrahlers 111 ist über einen elastischen Rand 112
an einem festen Teil 113 abgestützt, wodurch ein piezoelektrischer Trichterlautsprecher entsteht. Grundsätzlich kann
das hauptsächliche Gewicht 104 auf der Mittelachse A-A1 angebracht
sein. In manchen Fällen ist jedoch vorzuziehen, das Gewicht 104 auf einer Achse B-B1 anzuordnen, die gegenüber
der Mittelachse A-A' um das Ausmaß S exzentrisch verläuft, um die regelmäßig erzeugte Stehwellenschwingung ein-
zuebnen. Wenn es zu groß gewählt ist, wird eine unregelmässige
Schwingung hervorgerufen. Infolgedessen ist vorzugsweise S auf einen Wert von höchstens 2-bis 3 mm einzustellen.
Wenn andererseits das Hilfsgewicht 108 auf einer Achse C-C
angeordnet wird, die in der Nähe des äußeren Endes 105 liegt und von der Mittelachse A-A1 einen Abstand r- hat,
wird die Stehwellenschwingung durch die leicht exzentrisch zueinander liegenden beiden'Gewichte 104 und 108 wirksamer
unterdrückt.
Wenn bei einem piezoelektrischen Trichterlautsprecher dieser Bauart eine Signalspannung e von außen zwischen der
Membran 101 und dem dünnen Metallblech 102 angelegt wird, erzeugt dies eine Schwingbewegungskraft F. am äußeren Ende
105 der piezoelektrischen Schwingmembran, die den Schallabstrahler
111 mit einer Geschwindigkeit V1 antreibt, wodurch
ein abstrahlender Schalldruck PQ in Vorwärtsrichtung erzeugt wird. So ist es möglich, einen piezoelektrischen
Trichterlautsprecher mit größerer Wandlerempfindlichkeit und verbesserten Frequenzgangkurven zu schaffen.
Wie schon erwähnt, schafft die Erfindung ein Verfahren zum Unterdrücken der Stehwellenschwingung des piezoelektrischen
Schwingkörpers, bei dem ein Hauptgewicht über eine viskoelastische Schicht um den mittleren Bereich eines piezoelektrischen
Schallerzeugers angebracht und ein Hilfsgewicht innerhalb des äußeren Endes einer piezoelektrischen Schwingmembran
angeordnet ist, was das Schwingsystem unsymmetrisch macht. Die an der piezoelektrischen Schwingmembran auftretende
Stehwellenschwingung kann dadurch wirksamer unterdrückt werden.
Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen anhand von Fig. 27 bis 36 erläutert werden.
Fig. 27 bis 29 sind verschiedene Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels eines piezoelektrischen Schwingkörpers
gemäß der Erfindung. Fig. 27 -/.elyl ein Beispiel eines uni-
morphen piezoelektrischen Schallabstrahlers 116 mit einem
dünnen Metallblech 117, an dessen einer Seite ein piezoelektrisches
Plättchen 119 mit einer Elektrode angebracht ist. Der Schallabstrahler 116 hat eine kleine Öffnung 118
in der Nähe der Mitte. Ferner ist der innere Bereich 120b des Schallabstrahlers 116 in der Nähe der kleinen Öffnung
118 mit einem länglichen Isolierbereich versehen, der keine Elektrodenoberfläche hat, so daß längs dieser Oberfläche
keine Entladung bei der angelegten Signalspannung erfolgt.
Fig. 28 zeigt einen Abstandssitz 121, der als viskoelastisches Glied dient und aus visko^lastischem Werkstoff, beispielsweise
Schaumgummi, wie Urethanschaum in einer Dicke von 0,8 bis 1,0 mm besteht und an beiden Seiten hautartige
Schichten 123 hat, die bei der Schäumung gebildet sind.
Fig. 29 zeigt ein Gewicht 124 in Form einer Hantel, die aus zwei gleichwertigen, halbkreisförmigen Gewichten 125a und
125b besteht, welche durch eine Verbindungsstänge 126 miteinander
verbunden sind. Das Gewicht kann z. B. eine Bleikugel sein, die insgesamt ca. 2 g wiegt.
In Fig. 30 ist ein piezoelektrischer Schwingkörper gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung im Schnitt
gezeigt. Dieser Schwingkörper besteht aus den in Fig. 27 bis 29 gezeigten Teilen. In der Reihenfolge ihrer Anbringung
werden zwei Abstandssitze 121 an beiden Seiten der kleinen Öffnung 118 angebracht, die in der Nähe des mittleren
Bereichs des piezoelektrischen Schallabstrahlers 116
ausgebildet ist. Dann wird die Verbindungsstelle 126, mit der ein Gewicht 125a schon verbunden ist, durch die kleinen
Öffnungen 122 in den Abstandssitzen Ϊ21 eingesteckt und mit dem anderen Gewicht 125b verbunden, so daß beide Gewichte
125a und 125b durch die Verbindungsstänge 126 fest vereinigt sind. Dann wird ein flüssiges RTV-Silikonkautschuk-Klebemittel
über den Verbindungsflächen aufgebracht, um Klappergeräusche zu vermeiden und zu verhindern, daß die Verbindungsstange
126 mit der kleinen Öffnung 118 in Berührung tritt.
Der in Fig. 30 gezeigte piezoelektrische Schwingkörper arbeitet wie folgt: Wenn von außen zwischen dem dünnen Metallblech
117 und der piezoelektrischen Schwingmembran 119 eine
Signalspannung e angelegt wird, tritt in der Membran 119
durch die Piezowirkung eine Expansions/Kontraktionskraft entsprechend der aufgedrückten Signalspannung e auf, so daß
durch die entstehende Scherspannung eine Verformung gegenüber dem Metallblech 117 auftritt. Da jedoch gemäß der Erfindung
aus dem Gewicht 124 und den Abstandssitzen 121 aus viskoelastischem Material mechanische Impedanz resultiert,
die dem mittleren Bereich des Schallabstrahlers 116 hinzugefügt ist, wird dieser in der Nähe seines mittleren Bereichs
festgehalten. Folglich unterliegt der Schallabstrahler
der Bezugsspannung, die dem Schwingungstyp der konkaven
Linse folgt, wie durch eine gestrichelte Linie angedeutet. Am äußeren Ende 127 des Schallabstrahlers 116 wird eine
Schwingbewegungskraft F- abgenommen, die mit der maximalen
Amplitude schwingt, um das Schwingsystem mit einer Geschwindigkeit v^ anzutreiben.
Die Arbeitsweise eines solchen Antriebssystems wird anhand
von Fig. 31 und 32 erläutert, die Ersatzschaltbilder darstellen. Eine Impedanz Z1 (m1c-r1), die den piezoelektrischen
Schallabstrahler 116 darstellt, bildet eine direkte Reihenschaltung mit einer festhaltenden Impedanz z2
(m2c2r2) ' ^e ^as Gewicht 124 (m2) und die Abstandssitze
121 (c2r2) aufweist, und eine der Schwingbewegungskraft
F2 von z- zugeordnete Geschwindigkeit V1 wird von z„ gesteuert.
Da die inneren Bauelemente die parallelgeschalteten Elemente aufweisen, die eine Masse m~, eine Nachgiebigkeit
C2 und einen viskosen Widerstand r2 aufweisen, wie in
Fig. 32 gezeigt, hat die Massenreaktanz den Hauptanteil am Festhalten des piezoelektrischen Schallabstrahlers 116 in
der Nähe des mittleren Teils desselben bei einem niedrigen Frequenzbereich, so daß das äußere Ende 127 mit größerer
Amplitude schwingt. In den mittleren und hohen Frequenzbereichen wird jedoch das Ausmaß des Festhaltens hauptsächlich
durch die Nachgiebigkeit c2 reduziert und das hat zur
Folge, daß das äußere Ende 127 mit kleinerer Amplitude schwingt. Folglich wird die Geschwindigkeit V1 in Abhängigkeit
von der Betriebsfrequenz gesteuert, was es möglich macht, die mit den Anschlüssen x-y von z„ verbundene Last
ζ etwa mit konstanter Geschwindigkeit v„ anzutreiben.
Fig. 33 ist eine Schnittansicht eines piezoelektrischen Trichterlautsprechers, der aus den vorstehend beschriebenen
piezoelektrischen Schwingkörpern aufgebaut ist. Bei diesem Trichterlautsprecher ist das äußere Ende 127 des
Schallabstrahlers 116 mit der Aufwärtsbiegung eines trichterförmigen
Schallabstrahlers 128 (mQ) von entsprechender Größe verbunden, dessen Außenrand über eine elastische
Kante 129 (cQrQ) mit einem festen Glied 130 verbunden ist.
Wenn der Schallabstrahler 128 mit konstanter Geschwindigkeit vQ angetrieben wird, wird grundsätzlich ein konstanter
Schalldruck Pn in Vorwärtsrichtung abgestrahlt. In dem Ersatzschaltbild
gemäß Fig. 31 ist zu sehen, daß die Impedanz Zq (ituc^r«) des Schallabstrahlers 128 mit den Anschlüssen
χ und y der festhaltenden Impedanz z.~ (iruc-r«) verbunden
ist.
Fig. 34 ist eine Schnittansicht zur Erläuterung des Schwingungstyps
des in Fig. 30 gezeigten piezoelektrischen Schwingkörpers. Der piezoelektrische Schallabstrahler 116
ist ein Schichtaufbau, der die Schwingmembran 119 und das dünne Metallblech 117 aufweist. Aus diesem Grund entsteht
zusätzlich zu der Bezugsspannung eine Stehwellenschwingung, weil die sogenannte Resonanzempfindlichkeit Q hoch ist. So
entsteht z. B. im niedrigen Frequenzbereich eine Vielzahl von Deutlichkeitsschwingungen, wie f.. bis f-., die in Fig.
34 mit gestrichelten Linien gezeigt sind. Der Frequenzgang der Geschwindigkeit v- des äußeren Endes 127 des piezoelektrischen
Schallabstrahlers 116 ist in Fig. 35 mit durchgezogener Linie gezeigt. Hieraus ist erkennbar, daß deutliche
sinusförmige Kurven mit dem Maximum und dem Minimum hauptsächlich im niederfrequenten Bereich auftreten. Das
kann zur Folge haben, daß die Verwendung eines solchen
Schallabstrahlers in Lautsprechern nicht begehrt ist, da
der Frequenzgang gestört ist, was die Tonqualität verschlechtert. Andererseits ist hier zu sehen, daß die genannten
Schwingungen der Deutlichkeitsstehwelle eine wichtige Auswirkung auf Verringerungen der dynamischen Impedanz
des Schallabstrahlers 116 und auf Erhöhungen der Wandlerempfindlichkeit
desselben haben. Die Deutlichkeitsschwingungen sollten also nicht bedingungslos unterdrückt werden.
Gemäß der Erfindung wird die Stehwellensehwingung je nach der Dämpfungswirkung des viskosen Widerstands r„ der beiden
in Fig. 30 gezeigten Abstandssitze 121 absorbiert. Folglich ist die Wahl des Materials für die Abstandssitze 121 schwierig,
denn das Material sollte einen dynamischen viskosen Widerstand haben und einen niedrigen Temperaturbeiwert aufweis'sn
und von Änderungen der Außentemperatur wenig beeinflußt werden. Es gibt aber nur eine geringe Anzahl von Werkstoffen,
die einen stabilen Koeffizienten der Viskoelastizität
haben. In Versuchen ist vom Erfinder festgestellt worden, daß ein zufriedenstellendes Material in einer geschäumten
Masse auf Basis von Butylkautschuk in einer Dicke von ca. 0,8 bis 1,0 mm und mit feinem Schaum im Innern zu sehen
ist. Noch günstiger ist ein Werkstoff, auf dessen Außenseite eine Haut gebildet ist. Selbst die genannte geschäumte
Masse aus Butylkautschuk hat jedoch unter strengen Temperaturbedingungen keine ausreichenden viskoelastischen Eigenschaften.
In Fig. 36 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
piezoelektrischen Schwingkörpers im Schnitt gezeigt. Der gezeigte Schallabstrahler 116 hat einen ähnliehen
Aufbau wie das Beispiel gemäß Fig. 30. Der Schallabstrahler 116 hat in der Mitte eine kleine Öffnung 118, um
die herum an beiden Seiten zwei schalenförmige Abstandssitze
130a und 130b auf Gummibasis schichtartig vorgesehen sind, die zwei kleine Kammern 132a und 132b begrenzen.
Die Kammern 132a und 132b stehen durch einen engen Raum 134 miteinander in Verbindung, den eine die beiden
Gewichte verbindende Stange 131 gegenüber dem Umfang der
kleinen öffnung 118 begrenzt. Jede der Kammern 132a und
132b ist mit Silikonöl 133 gefüllt, dessen dynamische Viskosität etwa 1000 cPs beträgt und das ein viskoses öl ist.
Das Silikonöl 133 kann durch den engen Raum 134 zwischen der oberen und der unteren Kammer 132a und 132b hin- und
herfließen. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird der viskose Widerstand des Öls beim* Fließen ausgenutzt. Durch Steuern
der Viskosität des Silikonöls 133 und des engen Raums kann der benötigte viskose Widerstand in einem weiteren Bereich
erhalten werden. Außerdem ist das Silikonöl 133, ausgedrückt
in dynamischer Viskosität, ein stabiler Stoff/ dessen Temperaturabhängigkeit mit der von reinem Wasser vergleichbar
ist. Dies Öl ist in seiner Viskosität stabiler als der vorstehend genannte Butylkautschuk und kann folglieh
außen herrschende strenge Temperaturbedingungen besser aushalten.
Bei diesem Ausführungsbeispiel eines piezoelektrischen
Schwingkörpers gemäß der Erfindung sind zwei Gewichte über die zugehörigen viskoelastischen Schichten mittels einer
Verbindungsstange miteinander verbunden, die durch eine
kleine Öffnung im mittleren Bereich einer Schwingmembran ragt, wodurch der mittlere Bereich dieser Membran im wesentlichen
festgehalten ist. So wird eine stabile Schwingung selbst dann erhalten, wenn sich die Außentemperatur
ändert. Außerdem ist der Zusammenbau so einfach, daß sehr zuverlässige Produkte bei niedrigem Preis zu liefern sind.
- Leerseite
Claims (12)
1. Piezoelektrischer Schwingkörper, gekennzeichnet durch eine piezoelektrische
Schwingmembran (1) und ein mit derselben über eine viskoelastische
Schicht (7) in der Nähe des Schwerpunktes ' ' verbundenes Gewicht (8), wcöei die Schwingbewegungskraft
(F1) der piezoelektrischen Schwingmembran am
Außenrand (9) abgenommen wird.
2. Schwingkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß die viskoelastisehe
Schicht aus feingeschäumtem Werkstoff, wie Butyl-, Urethan- oder Silikonkautschuk besteht. ^
3. Schwingkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß das Gewicht eine Anordnung aus einem säulenartigen Hauptgewicht und einem
ringförmigen Nebengewicht aufweist.
4. Schwingkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß das Gewicht über eine viskoelastische Schicht mit einer dünnen Säule
verbunden ist, die an einem die piezoelektrische Schwingmembran bildenden Metallblech vorgesehen ist.
5. Schwingkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß die piezoelektrische Schwingmembran in scheibenartiger Gestalt mit
einer radialen Anordnung feiner eingeschnittener Spalte versehen ist, die mit einem viskosen Werkstoff gefüllt sind,
wodurch die Membran in eine Vielzahl gleichmäßiger feiner Stücke unterteilt ist.
6. Piezoelektrischer Lautsprecher mit einer Vielzahl
piezoelektrischer Schwingkörper,
dadurch gekennzeichnet , daß jeder Schwingkörper eine piezoelektrische Schwingmembran und ein in der
Nähe des Schwerpunktes über eine viskoelastische Schicht mit derselben verbundenes Gewicht aufweist, und daß die
Schwingbewegungskraft am Außenrand desselben abnehmbar ist, und daß die Umfangsränder der Schwingkörper durch Verbinder
miteinander verbunden sind, daß einer der Schwingkörper an seinem Umfangsrand unmittelbar mit einem trichterförmigen
Schallabstrahler verbunden ist, der ihm eine Schwingbewegungskraft
hauptsächlich in einem hochfrequenten Bereich gibt, und daß die übrigen, diesem benachbarten Schwingkörper
eine Schwingbewegungskraft erzeugen, und geeignet sind, die mittleren und niederen Frequenzbereiche zur Erregung
des trichterförmigen Schallabstrahlers untereinander zu teilen.
7. Lautsprecher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß von der Vielzahl
der piezoelektrischen Schwingkörper der unmittelbar mit dem trichterförmigen Schallabstrahler verbundene
Schwingkörper hauptsächlich so ausgelegt ist,daß er den hochfrequenten
Bereich teilt und erregt, während die anderen, ihm benachbarten Schwingkörper hauptsächlich geeignet sind,
die mittleren und niedrigen Frequenzbereiche gemeinsam zu haben . und zu erregen.
8. Piezoelektrischer Lautsprecher mit einem piezoelektrischen Schwingkörper,
dadurch gekennzeichnet , daß ein Hauptgewicht in der Nähe des mittleren Bereichs eines piezoelektrischen
Schallabstrahlers über eine viskoelastische Schicht angebracht ist, die den Schallabstrahler um den mittleren Be-
reich herum festhält,und daß die Schwingbewegungskraft am
äußeren Ende abnehmbar ist, und daß ein Hilfsgewicht innerhalb des äußeren Endes des Schallabstrahlers angeordnet
und über eine viskoelastische Schicht angebracht ist.
9. Piezoelektrischer Lautsprecher nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , daß ein ringförmiges
Gewicht als Hilfsgewicht im wesentlichen konzentrisch über eine viskoelastische Schicht mit dem Hauptgewicht verbunden
ist.
10. Piezoelektrischer Lautsprecher, dadurch gekennzeichnet , daß zwei Gewichtemi
teinander. über zugeordnete viskoelastische Schichten mittels einer Verbindungsstänge verbunden sind, die sich durch
eine in der Nähe des mittleren Bereichs eines piezoelektrischen Schallabstrahlers ausgebildete kleine Öffnung erstreckt,
wobei der Schallabstrahler um den mittleren Bereich herum festgehalten ist und die Schwingbewegungskraft
am äußeren Ende des Schallabstrahlers abnehmbar ist.
11. Piezoelektrischer Lautsprecher nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß die viskoelastische
Schicht ein Glied ist, welches aus einem geschäumten, einen feinen Schaum aufweisenden synthetischen Kautschuk
besteht.
12. Piezoelektrischer Lautsprecher nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß zwei schalenförmige
Abstandssitze als viskoelastische Glieder vorgesehen sind, die schichtartig an beiden Seiten einer im Schallabstrahler
ausgebildeten kleinen öffnung so angeordnet sind, daß sie zwei kleine Kammern begrenzen, die mit viskosem Öl
gefüllt sind, welches durch einen von der kleinen öffnung und der Verbindungssfeange begrenzten Raum fließen kann, wobei
der beim Fließen auftretende viskose Widerstand nutzbar ist.
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| JP3351185A JPS61192199A (ja) | 1985-02-20 | 1985-02-20 | 圧電形スピ−カ |
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| JP15361685A JPS6214599A (ja) | 1985-07-12 | 1985-07-12 | 圧電振動素子の定在波振動の抑制方法 |
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ID=27521532
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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