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DE60100431T2 - Arzneistoffkombination zur behandlung von kopfschmerzen mit mirtazapine und paracetamol oder nicht-steroiden entzündungshemmenden mitteln - Google Patents

Arzneistoffkombination zur behandlung von kopfschmerzen mit mirtazapine und paracetamol oder nicht-steroiden entzündungshemmenden mitteln Download PDF

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DE60100431T2
DE60100431T2 DE60100431T DE60100431T DE60100431T2 DE 60100431 T2 DE60100431 T2 DE 60100431T2 DE 60100431 T DE60100431 T DE 60100431T DE 60100431 T DE60100431 T DE 60100431T DE 60100431 T2 DE60100431 T2 DE 60100431T2
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DE
Germany
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mirtazapine
combination
treatment
nsaid
paracetamol
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Victor Johannes Nickolson
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Akzo Nobel NV
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Akzo Nobel NV
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Kombination mit Paracetamol oder einem nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimittel (NSAID), oder einem pharmazeutisch verträglichen Salz oder Solvat davon, und einem anderen Arzneimittel, und betrifft ferner eine Patientenpackung, die Dosiseinheiten mit Paracetamol oder einem NSAID oder Mirtazapine umfasst, und ein Verfahren zur Behandlung von Kopfschmerzen und verwandten Beschwerden.
  • Kopfschmerzen sind eine wesentliche Ursache für ein Unwohlsein und ein Grund für eine beträchtliche Kapazitätsminderung des Betreffenden im täglichen Leben. Viele Arzneimittel sind vorhanden, um diese Beschwerden zu bekämpfen. Kopfschmerzen sind in ihrer schwersten Form Teil eines Komplexes von Symptomen, die Migräne definieren. Andere Formen von Kopfschmerzen treten zeitweise oder periodisch während der Menstruation oder aufgrund von Stress auf. Letzterer ist als Spannungskopfschmerz bekannt. Üblicherweise werden Analgetika wie Paracetamol oder nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel eingesetzt, um die Beschwerden zu bekämpfen. Bei vielen Erscheinungsformen von Kopfschmerzen ist der Einsatz eines einzelnen Arzneimittels nicht ausreichend und es wird auf Kombinationen von Arzneimitteln aus diesem Gebiet zurückgegriffen. Bei Migräne sind solche Kombinationen mit Analgetika, nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSAID's), Mutterkorn-Alkaloiden, Antiserotonine und Anti-Histaminen möglich. Diese Kombinationen können aufgrund der zusätzlichen Effekte der Bestandteile ihrer Kombi nation Vorteile haben. Besonders wünschenswert ist ein wahrhaftiger Synergieeffekt von zwei Arzneimitteln, in dem Sinne, dass die Wirkung der Kombination besser ist als ein rein additiver Effekt der Effekte der beiden Arzneimittel bei einem einzelnen Patienten. Es gibt nur eine sehr geringe Anzahl von synergistischen therapeutischen Arzneimittelwechselwirkungen, die im Bereich der Behandlung von Kopfschmerzen akzeptiert worden sind. Das Auffinden von effektiven Arzneimittel-Therapien und effektiveren Kombinationen ist daher eine fortdauernde Aufgabe. Es ist das Ziel dieser Erfindung, die Mittel zur Behandlung von Kopfschmerzen und insbesondere von Mitteln zur Behandlung von Spannungskopfschmerzen zu verbessern. Es ist ein weiteres Ziel dieser Erfindung, die Effizienz von gewöhnlichen Analgetika und einem NSAID für die Behandlung von Spannungskopfschmerzen zu verbessern.
  • Obwohl Kombinationen von Paracetamol oder NSAID's mit anderen Arzneimitteln bekannt sind (siehe beispielsweise van Gerven et al. in British J Clinical Pharmacology Band 41, Seiten 475 bis 481, 1996), ist nun gefunden worden, dass das Kombinieren von Paracetamol oder einem NSAID mit dem antidepressiven Arzneimittel Mirtazapine einen extrem vorteilhaften Effekt in der Behandlung von Kopfschmerzen hat.
  • Die Erfindung liefert eine Kombination gemäss dem eingangs genannten Abschnitt, wobei bei der Kombination das andere Arzneirnittel Mirtazapine ist oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz oder Solvat davon, optional zusammen mit einem oder mehreren pharmazeutisch verträglichen Trägern. Insbesondere liefert die Erfindung eine Kombination mit einer gewissen Menge von Mirtazapine oder einem pharmazeutisch verträglichen Salz oder Solvat von diesem und eine Menge von Paracetamol oder einem NSAID oder einem pharmazeutisch verträglichen Salz oder Solvat davon, optional zusammen mit einem oder mehreren pharmazeutisch verträglichen Trägern, wobei die Menge an Paracetamol oder dem NSAID und die Menge von Mirtazapine dergestalt sind, dass die Wirkungen der Kombination vorteilhafter ist als die addierten Wirkungen der Mengen von jedem Wirkstoff einzeln genommen. Somit weist die Kombination von Paracetamol oder einem NSAID mit Mirtazapine tatsächlich eine synergistische Wechselwirkung auf, wenn sie bei der Behandlung von Kopfschmerzen eingesetzt wird. Infolgedessen hat der kombinierte Einsatz von Mirtazapine und einem NSAID oder Paracetamol bessere Wirkungen bei mehr Patienten im Vergleich mit dem Einsatz von Paracetamol oder einem NSAID alleine. Die bessere Wirkung kann in weniger Nebenwirkungen liegen oder einer schnelleren oder vollständigeren Wiederherstellung bei einzelnen Patienten oder im Gesamtresultat der Behandlung einer Gruppe von Patienten. Der bevorzugte Einsatz der Kombination wird bei der Behandlung von Spannungskopfschmerzen sein.
  • Mirtazapine (Org 3770; beschrieben in US-Patent 4,062,848) ist ein modernes Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen mit vorteilhaften Nebeneffektprofilen und sehr geringen Risiken für eine tödliche Überdosis. Für die Erwähnung von Mirtazapine im Bereich der Behandlung von Kopfschmerzen siehe WO 98/19674. Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel, die die bevorzugten Arzneimittel zur Kombination mit Mirtazapine sind, sind aus verschiedenen chemischen Klassen wie Salicylverbindungen, Pyrazolonen oder Arylpropionverbindungen bekannt. Beispiele von besonders bekannten NSAID sind: Aceclofenac, Antipyrin, Aspirin (Acetylsalicylsäure), Benoxaprofen, Butibufen, Carprofen, Celecoxib, Diclofenac, Dipyron, Etodolac, Flosulid, Flurbiprofen, FR 140423, Ibufenac, Ibuprofen, Indomethacin, Ketoprofen, Ketorolac, Lornoxicam, Loxoprofen, Lysin, Clonixinat, M-5011, Mclofenamidsäure, Meloxicam, Metiazinsäure, Nabumeton, Naproxen, NS-398, Numesulid, Oxyphenbutazon, D-Penizillamin, Phenylbutazon, Piroxicam, Pyrazolon, Rofecoxib, Salsalat, Salicylat, SC-58236, SC-58560, Sulfasalasin, Sulindac, Tiaprofensäure, Tenidap, Tenoxicam, Tepoxalin, Tolfenamidsäure, Tolmetin und Zaltoprofen. Alle diese NSAID's können in Kombination mit Mirtazapine eingesetzt werden mit der gewünschten Verbesserung der Wirkung. Die Kombination von Ibuprofen mit Mirtazapine ist eine bevorzugtere Kombination gemäss der Erfindung.
  • Bei NSAID's wird angenommen, dass sie als Inhibitoren für die Enzym-Cyclooxygenase (COX) wirken, welche in der Biosynthese von Prostaglandinen eingebunden sind. Es sind zwei Iso-Enzyme gefunden worden, die als COX-1 und COX-2 bezeichnet werden. Es ist das Enzym COX-2 das am meisten in Geweben mit einer entzündlichen Antwort exprimiert ist. Diejenigen NSAID, die COX-2 selektiver inhibieren, haben angenommenerweise weniger Nebenwirkungen im allgemeinen System, insbesondere auf den Magen. Die NSAID, die in selektiverer Weise COX-2 inhibieren, sind Carprofen, Celecoxib, Etodolac, Flosulide, Nabumeton, Numesulid, Rofecoxib und SC-58236.
  • Somit betrifft die vorliegende Erfindung die Verabreichung von zwei verschiedenen Arzneimitteln aus verschiedenen pharmakologischen Kategorien, ein Arzneimittel, das die therapeutische Wirkung des anderen Arzneimittels in der Behandlung von Kopfschmerzen verbessert.
  • Es wird hervorgehoben, dass Mirtazapine und die NSRID's und die Salze von diesen eines oder mehrere Zentren an Chiralität aufweisen können und als Stereoisomere inklusive Diastereomere und Enantiomere existieren. Die vorliegende Erfindung umfasst die oben genannten Stereoisomere in ihrem Rahmen und jedes der einzelnen (R) und (S) Enantiomere der Verbindungen und ihrer Salze, im wesentlichen frei, d. h. zusammen mit weniger als 5%, vorzugsweise weniger als 2% und insbesondere weniger als 1% des jeweils anderen Enantiomer und Mischungen von solchen Enantiomeren in jeglichen Proportionen inklusive razemischer Mischungen mit im wesentlichen gleichen Mengen von Enantiomeren.
  • Die folgende Beschreibung der benutzten Begriffe dient dazu, besser zu erläutern, was mit der Erfindung bewirkt wird.
  • Der Arzneimittelname Mirtazapine betrifft auch die individuellen (R) und (S) Enantiomere von Mirtazapine. Diese können benutzt werden wie ihre Salze; im wesentlichen frei von dem anderen Enantiomer oder als Mischungen von solchen Enantiomeren in jeglichen Proportionen.
  • Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich alle Mengen von aktiven Komponenten auf das Gewicht von Mirtazapine als Basis odervon Paracetamol oder den NSAID's als Base oder Säure ohne Einschluss einer Menge an Kristallwasser oder hinzugefügter Säure oder Base, um ein zusätzliches Salz zu bilden. Gemäss der in dieser Beschreibung eingesetzten Terminologie sind Paracetamol oder die NSAID's, zumindest als ein Bestandteil, und Mirtazapine, als mindestens ein zweiter Bestandteil, die Wirkstoffe oder aktiven Bestandteile der Kombination.
  • Pharmazeutisch verträgliche Zusatzsalze sind diejenigen, die beispielsweise mit Salzsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Zitronensäure, Bernsteinsäure oder Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid erhalten werden können.
  • Die Begriffe pharmazeutisch verträgliche Träger und Exzipient oder Arzneistoffträger beziehen sich auf diejenigen Substanzen, von denen im Stand der Technik bekannt ist, dass sie als Füller oder Trägermaterial in Pillen, Tabletten, Kapseln usw. gestattet sind. Die Substanzen sind üblicherweise für diesen Zweck von den Gesundheitsorganisationen zugelassen und als pharmakologische Agenten inaktiv. Eine Zusammenstellung von pharmazeutisch verträglichen Trägern und Arzneistoffträgern kann beispielsweise im Handbook of Pharmaceutical excipients (2. Auflage von A. Wade und P. J. Weller; veröffentlicht von der American Pharmaceutical Association, Washington und The Pharmaceutical Press, London im Jahre 1994) gefunden werden. Insbesondere Laktose, Stärke, Zellulose-Derivate und andere oder Mischungen davon können als Träger für die Wirkstoffe oder die Kombination gemäss dieser Erfindung eingesetzt werden.
  • Der Begriff Kombination bezieht sich auf jede Vorlageform bei dem die Intention zum Einsatz von Mirtazapine in Kombination mit Paracetamol oder einem NSAID gesehen werden kann. Solche Kombinationen mit Mirtazapine können sich in dieser Beschreibung auch auf Kombinationen gemäss der Erfindung beziehen.
  • Es ist festzuhalten, dass die Verbindungen der Kombination gleichzeitig abgegeben werden können, entweder in derselben oder anderer pharmazeutischer Zusammensetzung oder sequentiell. Falls eine sequentielle Verabreichung erfolgt, sollte die Verzögerung bei der Verabreichung des zweiten (oder zusätzlichen) aktiven Wirkstoffes nicht so sein, um die Vorteile der effizienten Wirkung der Kombination der Wirkstoffe zu verlieren. Ein minimales Erfordernis für eine Kombination gemäss dieser Beschreibung ist, dass die Kombination dafür vorgesehen ist, kombiniert eingenommen zu werden mit der Wirkung des vorteilhaften Effektes durch die Kombination der Wirkstoffe. Die vorgesehene Benutzung einer Kombination kann begünstigt werden durch Einrichtungen, Anweisungen, Vorkehrungen, Adaptationen und/oder anderen Mitteln, um der Kombination gemäss der Erfindung zum Erfolg zu verhelfen.
  • Beispielsweise kann eine Kombination geeignet gemacht werden durch das Hinzufügen von Instruktionen oder Hilfen oder Bestimmungshinweisen für den kombinierten Einsatz. Bestimmungen für den kombinierten Einsatz können beispielsweise in den Eigenschaften einer Verabreichung von Dosierungseinheiten der Wirkstoffe der Kombination liegen. Die Wirkstoffe können so in getrennten Dosierungseinheiten vorliegen, aber es kann immer noch die Kombination den bestimmenden Effekt haben, den Einsatz der Dosierungseinheiten der Kombination in einer vorbestimmten Abfolge und/oder zu vorbestimmten Zeiten durch die Eigenschaften des Abgabegerätes zu induzieren. Ein bevorzugter bestimmender Effekt zum kombinierten Einsatz ist natürlich die Formulierung von beiden Wirkstoffen der Kombination in einer pharmazeutischen Komposition.
  • Somit liefert gemäss einem Aspekt die vorliegende Erfindung eine pharmazeutische Komposition mit Mirtazapine oder einem pharmazeutisch verträglichen Salz oder Solvat davon, und umfassend Paracetamol oder ein NSAID oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz oder Solvat von diesem.
  • Es bestehen verschiedene Arten von Kopfschmerzbeschwerden bei der Bevölkerung. Spannungskopfschmerzen ist eine der häufigsten Formen innerhalb dieser Gruppe von Beschwerden. Die Charakteristik liegt darin, dass der Schmerz sich typischerweise drückend oder zusammenziehend von milder bis moderater Stärke anfühlt, wobei dies beidseitig in Bezug auf den Ort ist und sich nicht mit üblicher körperlicher Tätigkeit verschlechtert. Es gibt keine Übelkeit, aber eine störende Überempfindlichkeit auf Licht oder Geräusche kann auftreten. Spannungskopfschmerzen werden vorzugsweise mit einer Kombination gemäss dieser Erfindung behandelt. Es gibt zwei Typen von Spannungskopfschmerzen: episodische Spannungskopfschmerzen und chronische Spannungskopfschmer zen. Erstere sind dadurch gekennzeichnet, dass wiederholt auftretende Kopfschmerzen von Minuten zu Tagen bestehen. Chronische Spannungskopfschmerzen sind gekennzeichnet durch das Auftreten an mindestens 15 Tagen pro Monat für mindestens 6 Monate.
  • Das für eine Behandlung gemäss dieser Erfindung geeignete Subjelct ist eine menschliche Person. Männer oder Frauen reagieren häufig unterschiedlich auf Arzneimittelbehandlungen und unterscheiden sich in ihren Beschwerden in Bezug auf Art, Frequenz des Auftretens und Stärke des Kopfschmerzes. Auch bestehen Unterschiede in den Behandlungsmethoden für Personen mit Kopfschmerzen bezüglich verschiedenen Altersgruppen. Alte Menschen, heranwachsende und post-menopausale Altersgruppen haben jeweils unterschiedliche Bedürfnisse bei der Behandlung. Solche unterschiedliche Faktoren sind in Betracht zu ziehen bei der Auswahl der Behandlung gemäss der Erfindung und bei der Auswahl der exakten Dosierung für die Wirkstoffe bei der Behandlung.
  • Für den Einsatz der Kombination gemäss der vorliegenden Erfindung sollten die Wirkstöffe so vorliegen, dass effektive Mengen für die Behandlung verfügbar sind. Die Menge einer Kombination von Mirtazapine (oder einem pharmazeutisch verträglichen Salz oder Solvat davon) und Paracetamol oder einem NSAID (oder einem pharmazeutisch verträglichen Salz oder Solvat davon), erfordern, um die vorteilhaften Wirkungen zu erzielen, unterschiedliche Mengen und diese sind schlussendlich von der Verschreibung durch den Arzt abhängig. Die zu berücksichtigenden Faktoren umfassen die Art der Verabreichung und die Art der Formulierung, das Körpergewicht des Patienten, Alter und allgemeine Verfassung und die Art und Stärke der zu behandelnden Kopfschmerzen. Allgemein erfordern parenterale Gaben eine geringere Dosierung als andere Abgabemethoden, zumal diese mehr von der Absorption abhängen.
  • Dosierungen von Paracetamol oder NSAID's zum Durchführen der Erfindung liegen in dem Bereich, der üblicherweise für einen bestimmten Bestandteil vorgesehen ist. Beispielsweise liegt für Ibuprofen die vorgesehene Dosis innerhalb eines Bereichs zwischen 10 und 400 mg pro Empfänger und Tag, wobei eine Dosis im Bereich zwischen 100 und 300 mg der bevorzugtere Bereich ist, innerhalb dessen eine Dosis für die Kombination auszuwählen ist. Der Empfänger ist die Person, die die Wirkstoffe der Kombination zur Behandlung von Kopfschmerzen empfängt.
  • Dosierungen für Mirtazapine liegen im allgemeinen im Bereich zwischen 0,1 und 60 mg pro Empfänger und Tag. Es können jedoch die täglichen Dosen für einen Empfänger vorzugsweise zwischen 0,1 und 10 mg und insbesondere weniger als 5 mg betragen.
  • Da die Dosis an Mirtazapine, die geeignet ist, um den synergistischen Effekt mit Paracetamol oder einem NSAID bei Kopfschmerzen zu erhalten, weit unterhalb der derzeit erhältlichen Dosierungsmengen liegt, ist es ein anderer Aspekt der Erfindung, dass sie den Einsatz von Mirtazapine zur Herstellung eines Medilcamentes zur Behandlung von Kopfschmerzen beschreibt, welche Behandlung die Verabreichung von Mirtazapine mit einer Einheitsbehandlungsdosis umfasst, die mehr als 0,1 und weniger 5 mg Mirtazapine umfasst, was mit anderen Worten eine Einheitsbehandlungsdosis (innerhalb des Bereiches) zwischen 0,1 und 5 mg Mirtazapine ergibt.
  • Während es möglich ist, dass die Wirkstoffe der Kombination als Rohchemikalien angewendet werden, ist es vorteilhaft, diese als pharmazeutische Komposition vorzulegen, in diesem Zusammenhang auch als pharmazeutische Formulierung oder Zusammensetzung bezeichnet. Geeignete Kompositionen umfassen solche, die für orale, relctale, nasale, topische (inkl. transdermale, buccale und sublinguale), vaginale oder parenterale (einschliessend subkutane, intramusltuläre, intravenöse und intradermale) Verabreichung geeignet sind. Pharmazeutische Kompositionen gemäss der vorliegenden Erfindung umfassen Mirtazapine oder Paracetamol oder ein NSAID oder eine Kombination davon mit Mirtazapine zusammen mit einem oder mehreren pharmazeutisch verträglichen Trägern oder Arzneistoffträgern und optional anderen therapeutischen Mitteln. Die vorliegende Erfindung liefert ferner Kompositionen gemäss der Erfindung zum Einsatz bei der Behandlung von Kopfschmerzen. Weiterhin umfasst die Erfindung den Einsatz von Mirtazapine und Paracetamol oder eines NSAID bei der Herstellung eines Medikamentes mit Mirtazapine und Paracetamol oder einem NSAID mit verbesserter Wirksamkeit für die Behandlung von Kopfschmerzen. Dieses Medikament hat einen verbesserten Effekt oder weniger Nebenwirkungen im Vergleich zu jedem einzelnen Arzneiwirkstoff. Der bevorzugte Einsatz des Medikamentes wird die Behandlung von Spannungskopfschmerzen sein. Die Erfindung umfasst auch den Einsatz von Mirtazapine und Paracetamol oder einem NSAID bei der Herstellung von Medikamenten zur Verabreichung in Kombination (entweder gleichzeitig oder aufeinanderfolgend) jeweils mit Paracetamol oder einem NSAID, oder mit Mirtazapine für die Behandlung von Kopfschmerzen.
  • Ein wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass sie ein Verfahren zur Behandlung eines Individuums einer Wirbeltierrasse bietet, beispielsweise eines Säugetiers inkl. eines menschlichen Patienten, der an Kopfschmerzen leidet, wobei das Behandlungsverfahren die Verabreichung einer wirksamen Menge an Mirtazapine in Kombination mit Paracetamol oder einem NSAID umfasst. Die gewünschten täglichen Dosen für eine Behandlung werden vorzugsweise als einzelne Dosis oder in zwei oder drei Unterdosen in geeigneten Zeitintervallen über den Tag hin abgegeben. In der Praxis bedeutet dies unter anderem, Dosierungsein heiten mit Mirtazapine und Dosierungseinheiten mit Paracetamol oder einem NSAID in einer Kombination vorzusehen oder Dosierungseinheiten mit Mirtazapine und Paracetamol oder einem NSAID zur Verabreichung an einen Empfänger oder zur Einnahme durch einen Empfänger für die Behandlung vorzusehen.
  • Gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann eine Mischung aus Mirtazapine und Paracetamol oder einem NSAID als pharmazeutische Formulierung in Form von Dosiseinheiten vorgesehen sein, beispielsweise zur Verabreichung in Form einer Tablette, einer Pille, einer Kapsel oder ähnlichem. Solche Dosierungsformen sind im Stand der Technik bekannt und beispielsweise in dem Standardwerk Gennaro et al., Remingtons's Pharmaceutical Sciences, (18. Edition, Mack Publishing Company, 1990, siehe insbesondere Teil 8: Pharmaceutical Preparations and Their Manufacture) beschrieben. Durch das Mittel von pharmazeutisch geeigneten Flüssigkeiten können die Verbindungen auch als Injektionspräparation in Gestalt einer Lösung, einer Suspension, einer Emulsion oder als Spray, beispielsweise als Nasenspray, angewandt werden.
  • Für die Zubereitung der pharmazeutischen Komposition und insbesondere der Dosierungseinheiten liefert die vorliegende Erfindung einen Prozess für die Zubereitung einer pharmazeutischen Formulierung mit Mirtazapine und Paracetamol oder einem NSAID, welches Verfahren das Zusammenbringen einer Menge von Mirtazapine (oder einem pharmazeutisch verträglichen Salz davon) und einer Menge an Paracetamol oder einem NSAID (oder einem pharmazeutisch verträglichen Salz davon) mit einem oder mehreren pharmazeutischen Arzneistoffträgern umfasst.
  • Insbesondere werden heutzutage pharmazeutische Formulierungen dem Patienten in „Patientenpackungen" verschrieben, die eine An zahl von Dosierungseinheiten oder andere Mittel zur Verabreichung von abgemessenen Dosiseinheiten umfassen, die zum Einsatz während einer bestimmten Behandlungsperiode in einer einzelnen Packung vorgesehen sind, üblicherweise einem sogenannten Blisterpack. Patientenpackungen haben einen Vorteil gegenüber üblichen Verschreibungsformen, wo ein Apotheker die an einen Patienten abzugebende Menge an einem Arzneimittel aus einer Menge herausteilt, so dass der Patient immer Zugriff auf die in dem Patientenpack enthaltene Packungsbeilage hat, die üblicherweise bei üblichen Verschreibungen fehlt. Das Vorsehen einer Packungsbeilage hat eine Verbesserung der Befolgung der ärztlichen Anweisungen durch den Patienten gezeitigt. Damit liefert die Erfindung weiterhin eine pharmazeutische Formulierung, wie oben beschrieben, in Kombination mit Verpackungsmaterial, welches für diese Formulierungen geeignet ist. Bei solch einer Patientenverpackung kann der Zweck einer Formulierung für die Kombinationsbehandlung von Kopfschmerzen durch Instruktionen, Anweisungen, Bestimmungen, Adaptionen und/oder anderen Mitteln zur Hilfe für die zur Behandlung am meisten geeignete Formulierung erreicht werden. Solche Massnahmen machen eine Patientenpackung besonders geeignet für den Einsatz zur Behandlung mit der Kombination gemäss der vorliegenden Erfindung.
  • Insbesondere gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst eine Packung getrennte Dosiseinheiten, wobei eine oder mehrere von jenen Mirtazapine oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz von diesem und eine oder mehrere von jenen Paracetamol und/oder ein NSAID oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz davon enthalten. Eine Packung umfasst genug Tabletten, Kapseln oder ähnliches, um einen Patienten für eine vorbestimmte Zeitdauer, beispielsweise eine Woche zu behandeln.
  • So liefert die Erfindung eine Patientenpackung für die Behand lung von Kopfschmerzen mit Mitteln zur Verabreichung von abgemessenen Dosiseinheiten in Kombination mit Verpackungsmaterial, welches für die besagten Dosiseinheiten geeignet ist, wobei die Patientenpackung Mirtazapine und Paracetamol oder ein NSAID umfasst und optional, dass die besagten Verpackungsmaterialien Mittel enthalten, um einem Empfänger zu helfen, die Dosiseinheiten in einer für die Kopfschmerzbehandlung möglichst geeigneten Weise einzusetzen.
  • Ferner liefert die Erfindung solch eine Patientenpackung für die Behandlung von Kopfschmerzen mit Mitteln zur Verabreichung von abgemessenen Dosiseinheiten in Kombination mit Verpackungsmaterial, welches für die besagten Dosiseinheiten geeignet ist, welche Dosiseinheiten pharmazeutische Hilfsmittel und Mirtazapine in einer Menge zwischen 0,1 und 5 mg umfassen und optional, dass das besagte Verpackungsmaterial Mittel umfasst, um einem Empfänger zu helfen, die Dosiseinheiten in einer für die Kopfschmerzbehandlung möglichst geeigneten Weise einzusetzen.
  • Die Komposition (Zusammensetzung) gemäss dieser Erfindung können durch jegliche Verfahren hergestellt werden, die in der Pharmazie bekannt sind, beispielsweise unter Einsatz von Verfahren wie solche, die in dem Buch von Gennaro et al., Remingtons's Pharmaceutical Sciences, (18. Edition, Mack Publishing Company, 1990, siehe insbesondere Teil 8: Pharmaceutical Preparations and their Manufacture) beschrieben sind. Solche Verfahren umfassen den Schritt des in Kontakt bringen eines Wirkstoffes mit einem Träger, der eine oder mehrere nebengeordnete Bestandteile hat. Solche nebengeordneten Bestandteile umfassen solche, die im Stand der Technik bekannt sind, wie Füller, Binder, Verdünner, Zersetzungshilfen, Gleitmittel, Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Benetzungsstoffe.
  • Formulierungen, die für die orale Verabreichung geeignet sind, können als diskrete Einheiten wie Pillen, Tabletten oder Kapseln vorgelegt werden, die jeweils eine vorbestimmte Menge von Wirkstoff(en) enthalten, wie ein Puder oder Granulat, oder als eine Lösung oder eine Suspension vorliegen. Der/die Wirkstoff (e) können auch als Bolus oder Paste vorhanden sein oder sie können innerhalb von Liposomen enthalten sein.
  • Formulierungen für die rektale Verabreichung können als Zäpfchen oder Einlauf vorgelegt werden.
  • Für die parenterale Verabreichung geeignete Formulierungen umfassen wässrige und nichtwässrige sterile Injektionen. Die Formulierungen können in Einzeldosen- oder Mehrfachdosenbehältern vorliegen, beispielsweise abgedichtete Fläschchen und Ampullen, und können in einem gekühlten, getrockneten (lyophilisierten) Zustand gespeichert werden, der vor dem Einsatz nur das Hinzufügen von einem sterilen, flüssigen Träger, beispielsweise Wasser, erfordert.
  • Formulierungen, die zur Verabreichung für eine nasale Inhalation geeignet sind, umfassen feine Stäube oder Dämpfe, die durch abgemessene, die Dosis umfassend unter Druck stehende Aerosole, Vernebler und Insufflatoren erzeugt werden können.
  • Um Dosiseinheiten, z. B. Tabletten, herzustellen, wird der Einsatz von bekannten Zusatzstoffen wie Füllern, Farbstoffen, polymere Bindemitteln und ähnlichem vorgesehen. Im Allgemeinen kann jeder pharmazeutisch akzeptable Zusatzstoff, der nicht mit der Wirkungsweise der aktiven Wirkstoffe interferiert, eingesetzt werden. Geeignete Mengen von Wirkstoffen sind beispielsweise eine Tablette mit 0,1 bis 60 mg Mirtazapine und typischerweise 0,5 bis 500 mg eines NSAID. Bei einem bestimmten Beispiel wird eine Tablette 4 mg Mirtazapine und 200 mg Ibuprofen erhalten.
  • Mirtazapine kann entsprechend dem Einsatz des Verfahrens hergestellt werden, welches in der US 4,062,848 beschrieben worden ist und welches hiermit in die Offenbarung aufgenommen wird. Paracetamol und ein NSAID können mit jedem nach dem Stand der Technik bekannten Verfahren hergestellt werden. Typischerweise werden die erwähnten Verbindungen mit den Verfahren hergestellt, die in den Patenten beschrieben sind, die diese Verbindungen betreffen.
  • Die Erfindung wird weiter durch die folgenden Beispiele beschrieben.
  • Beispiel 1
  • Mirtazapine wird in Dosiseinheiten von 0,5 mg, 1,5 mg und 4,5 mg Mirtazapine formuliert. Die Dosiseinheiten umfassen 0,5 mg (als Tablette) mit der Komposition wie in Tabelle 1 dargestellt: Tabelle 1:
    Figure 00150001
  • Zur Herstellung von Tabletten ist eine 1000 Gramm Granulat Charge mit der in der Tabelle 1 angezeigten Komposition durch Vorab mischung der kompletten Menge von Mirtazapine (Basis) mit 100 Gramm Laktose 200 M in einem 1 Liter Glasbehälter für 10 Minuten auf einem Turbulamischer mit 22 Umdrehungen pro Minute (UpM) hergestellt worden. Die Mischung ist dann durch ein 150 μm Sieb gesiebt worden, und zwar vor und nach einer weiteren Zugabe von 20 Gramm Laktose 200 M. Die Granulierung ist in einem Scherkräfte aufweisenden Mischgranulator mit dem Rest der Laktose, der Maisstärke und der Hydroxypropyl-Zellulose durchgeführt worden. Das Granulat wurde dann in einem Schubladen-Vakuum-Trockner getrocknet, der mit einer konischen Siebblechmühle versehen worden ist, und mit Aerosil und Magnesiumstearat gemischt. Die 65 mg Tabletten wurden mit einem Durchmesser von 5 mm komprimiert und weisen einen Konvexitätsradius von 7,5 mm auf. Die Tabletten mit 1,5 und 4,5 mg Mirtazapine sind in ähnlicher Weise hergestellt worden, wobei die Menge an Laktose angepasst worden ist, um der erhöhten Menge von Mirtazapine angepasst zu sein.
  • Die Dosierungseinheiten mit 1,5 mg und 4,5 mg Mirtazapine sind in analoger Weise unter kompensierender Verminderung der Menge von Laktose 200 Mesh hergestellt worden.
  • Beispiel 2
  • Eine 55 Jahre alte Frau, die episodisch an Spannungskopfschmerzen gelitten hat, sprach nicht auf die Behandlung mit Ibuprofen an. Dieses Arzneimittel verminderte nicht die Symptome, wenn es in der allgemein empfohlenen Dosis von 200 mg gegeben worden ist, aber auch nicht bei der erhöhten Dosis von 400 mg.
  • Das Hinzufügen von 3 bis 4 mg Mirtazapine (Remeron®) zu den 200 mg Ibuprofen führte jedoch zu einem vollständigen Verschwinden des Kopfschmerzes. Mirtazapine alleine hatte nicht diesen Effekt. Es wird daraus geschlossen, dass bei dieser Person die Akutbehandlung des Spannungskopfschmerzes mit einer Kombination einer normalen Dosis von Ibuprofen und einer geringen Dosis an Mirtazapine erfolgreich ist und dass Ibuprofen und Mirtazapine in synergistischer Weise zusammenwirken, da keiner der Wirkstoffe alleine den gewünschten Effekt aufgewiesen hat.

Claims (10)

  1. Eine Kombination umfassend Paracetamol oder ein nichtsteroidales entzündungshemmendes Arzneimittel (NSAID) oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz oder Solvat davon, und ein anderes Arzneimittel, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Arzneimittel Mirtazapine oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz oder Solvat davon ist, optional zusammen mit einem oder mehreren pharmazeutisch verträglichen Trägern.
  2. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kombination eine pharmazeutische Zusammensetzung umfasst, die sowohl Mirtazapine und Paracetamol oder ein NSAID umfasst, optional zusammen mit einem oder mehreren pharmazeutisch verträglichen Trägern.
  3. Kombination nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kombination mit dem NSAID Ibuprofen vorliegt.
  4. Verwendung von Mirtazapine in Kombination mit Paracetamol oder einem NSAID bei der Herstellung eines Medikamentes für die Behandlung von Kopfschmerzen.
  5. Verwendung von Mirtazapine bei der Herstellung eines Medikamentes, dadurch gekennzeichnet, dass das Medikament für die Behandlung von Kopfschmerzen vorgesehen ist, welche Behandlung die Verabreichung von Mirtazapine in Kombination mit Paracetamol oder einem NSAID umfasst.
  6. Verwendung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verabreichung von Mirtazapine eine Behandlungsdosiseinheit zwischen 0,1 und 5 Milligramm Mirtazapine umfasst.
  7. Verwendung von Paracetamol oder einem NSAID bei der Herstellung eines Medikamentes zur Behandlung von Kopfschmerzen, dadurch gekennzeichnet, dass das Medikament zur Verabreichung in Kombination mit Mirtazapine vorgesehen ist.
  8. Verwendung nach einem der vorstehenden Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfschmerzen Spannungskopfschmerzen sind.
  9. Eine Patientenpackung für die Behandlung von Kopfschmerzen mit Mitteln zur Verabreichung von abgemessenen Dosiseinheiten in Kombination mit Verpackungsmaterial, welches für die besagten Dosiseinheiten geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Patientenpackung Mirtazapine umfasst und Paracetamol oder ein NSAID umfasst, und optional dass das besagte Verpackungsmaterial Mittel umfasst, um einem Empfänger zu helfen, die für die Behandlung der Kopfschmerzen geeignetsten Dosiseinheiten zu benutzen.
  10. Patientenpackung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der abgemessenen Dosiseinheiten Mirtazapine in einer Menge zwischen 0,1 und 5 mg umfasst.
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