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Diese Erfindung betrifft eine Maschine
zum Biegen von Stangen aus Metall nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, insbesondere von Stangen für verstärkten Beton,
des Typs, welche aufweist zumindest eine Biegeeinheit, welche eine
Struktur mit einem oberen Stangenablagetisch aufweist, auf welchem
eine Vertikalachsenbiegeplatte drehbar montiert ist, wobei die Platte
exzentrisch versetzt einen axialen Zapfen zum Biegen der Stangen
trägt,
wobei die Struktur bewegbar auf einem Tisch montiert ist, welcher
die zu biegenden Stangen hält.
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Diese Erfindung kann sowohl auf einfache Stangebiegemaschinen
oder Systeme als auch auf Schneide- und Biegesysteme angewandt werden.
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Maschinen des vorhergehend beschriebenen
Typs waren bekannt und seit einiger Zeit in Gebrauch. Eine von derartigen
Maschinen ist beispielsweise in dem Europäischen Patent EP-B-0648577 des
Anmelders beschrieben und dargestellt. Typischerweise verkörpern diese
Maschinen zwei Biegeeinheiten des vorhergehend spezifizierten Typs,
welche im Wesentlichen identisch sind und welche sich simultan und
symmetrisch bewegen, indem sie sich einer zentralen Halterung nähern oder
von dieser entfernen entsprechend der Länge der zu biegenden Stange
und ebenso entsprechend der Position des Stangenabschnitts, welcher
gebogen werden soll. Es ist zu bemerken, dass in jedem Fall trotz
häufiger
Bezugnahme in dieser Beschreibung auf eine Maschine dieses Typs,
das heißt
auf eine Maschine mit zwei Biegeeinheiten, diese Erfindung auf irgendeinen
unterschiedlichen Maschinentyp angewandt werden kann, auch mit einer
einzigen Biegeeinheit.
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In dem im vorher genannten Europäischen Patent
dargestellten Fall werden die zwei Biegeeinheiten in zwei unterschiedlichen
Phasen eines Stangenbiegezyklus betrieben, nachdem diese in unterschiedlichen
Bereichen der Stange positioniert wurden, um der Stange die gewünschte Gestalt
zu verleihen. In jeder Phase des Bearbeitungszyklus ruhen die Stangen
mittig auf der zentralen Halterung ebenso wie auf den Biegeplatten
der zwei Biegeeinheiten in Bereichen, welche von dem mittigen Abschnitt
der Stange beabstandet sind. Jedoch zeigen Maschinen des vorgenannten
Typs eine Unzulänglichkeit.
Wenn die zwei Biegeeinheiten zu zwei wechselseitig relativ nahen
Positionen bewegt werden und, konsequenterweise, sich nahe an der
zentralen Halterung befinden, ragen die zwei äußeren Abschnitte der Stange mit
einer beträchtlichen
Länge von
den zwei Biegeeinheiten hervor und tendieren auf Grund des Effekts der
Schwerkraft dazu, sich nach unten zu biegen. In diesem Zustand tendieren
die Metallstangen dazu, einen gebogenen Zustand einzunehmen, was
das Risiko des Anhebens eines Abschnitts der Stange bedingt, welche
sich auf jeder Biegeeinheit befindet, mit dem nachfolgenden Lösen der
Stange von dem exzentrisch versetzten Zapfen, der für die Biegeoperation
verwendet wird, und mit dem Risiko einer möglichen Einwirkung des Endes
der Stange mit Maschinenteilen während
des Biegens. Naturgemäß, um diese
Unzulänglichkeit
zu verhindern, könnte
im Prinzip jede Biegeeinheit auf einfache Weise mit einem festen überhängenden
Ablagetisch ausgestattet werden, welcher sich in die Richtung des
entsprechenden Endes der Bewegungsbahn erstreckt, welcher ein Nachuntenbiegen
des abschließenden
Teils jeder Stange, das von der entsprechenden Biegeeinheit hervorragt,
verhindern würde.
Jedoch ist diese Lösung
nicht praktikabel, wenn eine Biegeeinheit in der Nähe eines
Endes seiner Bewegungsbahn positioniert wird, da in diesem Fall
ein steifer überhängender
Tisch dieser An über
das Ende der Bewegungsbahn hervorragen und auf andere Maschinenelemente
und auf umgebende Gerätschaften
Einfluss nehmen würde,
was beträchtliche
zusätzliche
Abmessungen bedingt. Eine ähnliche
Unzulänglichkeit würde ebenso
für den
Fall einer Maschine auftreten, welche eine einzige Biegeeinheit
verwendet.
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Die Aufgabe dieser Erfindung ist
es, diese Unzulänglichkeiten
zu verhindern, eine Biegemaschine zur Verfügung zu stellen, welche das
Risiko der Bogenbildung der zu biegenden Stangen, welche auf der
Biegeeinheit oder den Biegeeinheiten posi tioniert sind, zu verhindern,
selbst wenn der abschließende Teil
der Stangen mit einer beträchtlichen
Länge von der
Biegeeinheit absteht.
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Um diesen Zweck zu erfüllen, betrifft
die Erfindung eine Maschine des Typs, welcher zu Beginn dieser Beschreibung
illustriert wurde, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur der
Biegeeinheit mit einem versenkbaren bzw. wegschwenkbaren Verlängerungstisch
auf einer Seite, welcher durch eine abrollende jalousieartig geformte
und geführte
Struktur ausgebildet ist, welche auf der Ebene des Auflagetisches
der Biegevorrichtung eine obere Abzweigung mit variabler Länge und
eine untere Abzweigung aufweist, welche parallel zu und von der
oberen Abzweigung beabstandet ist.
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Wie vorhergehend erwähnt kann
diese Erfindung sowohl in einem System, das mehrere Biegeeinheiten
verkörpert,
als auch in Maschinen mit einer einzigen Biegeeinheit verwendet
werden.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
besteht die abrollende jalousieartige Struktur aus mehreren miteinander
wechselseitig gelenkig verbundenen Streifen mit Endschuhen, welche
gleitfähig
in parallelen Schienen montiert sind, welche von der oberen Abzweigung
zu der unteren Abzweigung eine halbkreisförmige Umkehrbahn definieren.
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Dank der vorgenannten Eigenschaften
wird, wenn sich die Biegeeinheit in der Nähe eines Endes der Bewegungsbahn
befindet, die obere Abzweigung der abrollenden jalousieartigen Struktur
auf eine minimale Länge
reduziert und behindert nicht auf irgendeine An und Weise das Erreichen
der Position durch die Biegeeinheit. Umgekehrt, wenn die Biegeeinheit
von dieser äußeren Position
beabstandet ist, in welcher die Stangen sich in abschließenden Positionen
befinden, deren Länge
beträchtlich über die Biegeeinheit
absteht, überbrückt die
obere Abzweigung der abrollenden jalousieartigen Struktur den gesamten
Abstand zwischen der Biegeeinheit und dem Ende der Bewegungsbahn
und bildet einen Abla getisch für
die Stangen aus, was ein Nachuntenbiegen der abschließenden Bereiche
der Stangen und die vorhergehend beschriebenen, daraus sich ergebenden
Unzulänglichkeiten
verhindert.
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Diese Erfindung soll durch die nachfolgenden
detaillierten Beschreibungen unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen als ein nicht einschränkendes Beispiel besser erläutert werden,
wobei:
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1 eine
schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Maschine gemäß dieser
Erfindung ist;
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2 einen
seitlichen Aufriß des
Endes der Maschine, gesehen von dem Teil, wo der Stangenschneidkopf
lokalisiert ist;
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3 eine
Querschnittsansicht des in 2 gezeigten
Maschinenteils ist; und
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4 eine
Vergrößerung eines
Teils aus 3 ist.
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Unter Bezugname auf die Zeichnungen
bezeichnet Bezugszeichen 1 im Allgemeinen eine Maschine, welche
dazu bestimmt ist, Metallstangen mit kreisförmigem Querschnitt für verstärkten Beton
in einige Abschnitte mit vorbestimmter Länge zu schneiden, welche dann
einer oder mehreren nachfolgenden Biegeoperationen ausgesetzt werden,
um die abschließende
gewünschte
Gestalt zu verleihen.
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Wie mehrere Male erwähnt wurde,
ist der Anwendungsfall dieser Erfindung in einem Doppel-Biegeeinheits-System
als ein nicht beschränkendes
Beispiel beschrieben. Jedoch wird verstanden werden, dass diese
Erfindung im Allgemeinen auf jeden Maschinentyp, ebenso mit einer
einzigen Biegeeinheit, angewandt werden kann.
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Gemäß einer bekannten Technik weist
die Maschine 1 einen Verlängerungstisch 2 auf,
welcher einen Kanal 3 umfasst, entlang welchem eine oder mehrere
Metallstangen 5 einer Standardlänge fortbewegt werden, die
dazu bestimmt sind, in Ab schnitte mit einer vorbestimmten Länge zerschnitten
zu werden. Ein Kopf 4 ist an einem Ende des Tisches 2 angebracht
und weist gemäß bekannter
Praxis mehrere gegeneinander rotierende Walzenpaare zum Vorschub
der Stangen 4 entlang des Kanals des Tisches 2 auf.
Wiederum gemäß der bekannten
Technik schiebt der Kopf 4 die Stangen 5 vor,
bis das Kopfende der Stangen in Kontakt mit dem Anschlag (nicht gezeigt)
kommt, dessen Position einstellbar ist. Nachdem diese Position erreicht
wurde, wird ein Hydraulikzylinder 6 betrieben, um eine
Klinge 7 herabzulassen, welche die Stange zerschneidet,
um einen Abschnitt der Stange mit einer vorbestimmten Länge auf
dem Tisch 2 zu erhalten. Eine Maschine dieses Typs ist
ebenso beschrieben und dargestellt in einer anhängigen Patentanmeldung des
Anmelders, welche eine neue und vorteilhafte Verbesserung der Struktur
des Kopfes 4, der Steuerkriterien der Anschlagmittel für die Kopfenden
der zu schneidenden Stangen und des Steuerzylinders für die Schneidklinge
betrifft.
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Nach dem Zerschneiden werden die
so auf dem Tisch 2 erhaltenen Stangenabschnitte (gewöhnlicherweise
arbeitet die Maschine mit einem Bündel von Stangen zur gleichen
Zeit) von der Seite des Schneidtisches entladen und auf einem Gerät gesammelt,
was dazu bestimmt ist, eine oder mehrere nachfolgende Biegeoperationen
der Stangen durchzuführen.
Die Biegevorrichtung weist eine zentrale Halterung 8 (im
Fall des gezeigten Beispiels fixiert) auf, welche dazu bestimmt
ist, den zentralen Abschnitt der zu biegenden Stangen aufzunehmen
und zu tragen. Des Weiteren weist die Biegevorrichtung zwei Biegeeinheiten 9,
ebenso von dem bekannten Typ, auf, welche jeweils eine bewegbare
Struktur 10 in der Längsrichtung
A des Tisches und mit einem oberen Tisch 11 aufweisen,
auf welchem eine Biegeplatte 12 mit einem exzentrisch versetzten
Zapfen 13 drehbar montiert ist, welcher dazu bestimmt ist,
die Stangen zu biegen. Die Struktur jeder Biegeeinheit 9 und
das Fördermittel
jeder Einheit entlang einer Bewegungsbahn, welche in der Längsrichtung
A des Tisches angeordnet ist, sind nicht im Detail beschrieben und
dargestellt, jedoch von technischen Experten auf dem Gebiet gut
bekannt. Zu diesem Zweck kann beispielsweise Bezug genommen werden
auf die vorhergehenden Europäischen
Patente EP-B-0648577 und EP-B-0835702 des Anmelders. Die Eliminierung
derartiger Details von den Zeichnungen dient dazu, letztere greifbarer
und leichter verständlich
zu machen. Gemäß der herkömmlichen Technik
bewegen sich die zwei Biegeeinheiten 9 simultan und symmetrisch,
wobei sie sich der zentralen Halterung 8 entweder nähern oder
sich von dieser entfernen. Wie erwähnt, wird der zentrale Abschnitt der
Stangen über
der fixierten, zentralen Halterung 8 aufgenommen, welche
herkömmlich
mit einer Stangenbefestigungsklemme ausgestattet ist, und ruhen auf
zwei Biegeplatten 12 in der Einheit 9. Diese Platten
werden um die mittigen Zapfen 13 der Platten 12 gedreht,
um die entsprechenden Abschnitte der Stangen durch die exzentrisch
versetzten Zapfen 13 zu biegen.
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Wie vorhergehend erwähnt ragen
die Endabschnitte der Stangen beträchtlich über die Vorrichtung 9,
wenn sich die zwei Biegeeinheiten 9 in einer wechselseitig
nahen Stellung befinden. Um ein Nachuntenbiegen der abragenden abschließenden Abschnitte
der Stange zu verhindern, was dazu führt, dass sich die mittigen
Abschnitte der Stange nach oben biegen mit dem möglichen Risiko eines Nachobenlösens gegenüber den
exzentrisch versetzten Biegezapfen 13, beinhaltet diese
Erfindung zwei Hilfsablagetische, welche mit den zwei Biegeeinheiten 9 in
Verbindung stehen. Was die Einheit 9 betrifft, welche von
dem Schneidkopf 4 am meisten beabstandet ist (das heißt diejenige
rechts in 1) besteht
der Hilfsablagetisch einfach aus einem Tisch 15, der fest
mit der Biegevorrichtungsstruktur verbunden ist und von der Struktur
abragt, um eine geeignete Halterung des Teils der Stangen sicher
zu stellen, welches von der Biegevorrichtung hervorsteht (naturgemäß kann die
unten beschriebene Erfindung ebenso auf die Einheit 9 angewandt
werden, welche von dem Kopf 4 am meisten beabstandet ist).
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Umgekehrt, ein Hilfsablagetisch,
welcher mit der Einheit 9 fest verbunden ist und von der
Einheit absteht, kann nicht für
die Biegeeinheit 9 eingesetzt werden, welche näher zu dem
Schneidkopf 4 ist (das heißt diejenige links in 1), da dieser Tisch den Kopf 16 der
Maschine beeinflussen würde
und das Positionieren der vorgenannten Biegeeinheit in der Nähe des Kopfes 16 verhindern
würde.
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Um diese Unzulässigkeit auszuräumen, bietet
die Maschine gemäß der Erfindung
einen versenkbaren Verlängerungstisch
auf der Seite der zuletzt genannten Einheit 9, welche dem
Kopf 16 gegenüberliegt.
Der versenkbare Verlängerungstisch 20 besteht
aus einer abrollenden jalousieartig geformten und geführten Struktur,
welche eine obere Abzweigung mit variabler Länge unter Ausbildung diese
Tisches 20 bietet, und eine untere Umkehrabzweigung 21,
welche parallel zu und unter der oberen Abzweigung 20 beabstandet
ist. Wie deutlich in den 2, 3 zu sehen ist, besteht die
Struktur aus mehreren Streifen 22, welche wechselseitig
miteinander mittels zwei seitlichen Ketten 23 gelenkig
verbunden sind mit Schuhen 24, welche in zwei parallelen
Schienen 25 geführt
sind, die auf der fixierten Struktur der Maschine montiert sind.
Die Schienen 25 beschreiben eine halbkreisförmige Bahn
in einer vertikalen Ebene, welche parallel zu der Richtung A ist,
mit einer Mittenstellung auf einer Achse 26, welche senkrecht
zu der vertikalen Ebene ist.
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Dank der vorhergehend beschriebenen Struktur
bietet, wenn sich die Einheit 9 in ihrer äußersten
Position befindet, welche am nahesten zu dem Kopf 16 der
Maschine (1) ist, die
obere Abzweigung der abrollenden jalousieartigen Struktur, welche
den Ablagetisch 20 ausbildet, ihre minimale Länge. Von
dieser Position kann die Einheit 9 sich der zentralen Halterung 8 (siehe 1) nähern. Ein Ende der abrollenden
jalousieartigen Struktur ist fest mit der vorgenannten Biegeeinheitsstruktur 9 verbunden,
für welche,
in dieser Bewegung, die Einheit die abrollende jalousieartige Struktur
schleppt, wobei konsequenterweise sich die obere Abzweigung 20 verlängert, während der
Umkehrabschnitt darunter sich verkürzt. Offensichtlich ist die
Struktur derartig angeordnet, dass, wenn die Biegeeinheit 9 ihre äußerste Position
am nahesten zu der zentralen Halterung 8 erreicht, das
gegenüberliegende
Ende 25 der abrollenden jalousieartigen Struktur immer
noch zumindest teilweise innerhalb der Führungen 25 im Eingriff
steht.
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Wie dies deutlich in der vorhergehenden
Beschreibung in Erscheinung tritt, verhindert die Maschine gemäß dieser
Erfindung den Nachteil eines Nachuntenbie gens der abschließenden Abschnitte der
zu biegenden Stangen, welche über
die Biegevorrichtungen hervorstehen, ebenso auf der Seite der Maschine,
welche sich am nahesten zu dem Schneidkopf befindet, wo ein fester
Hilfsablagetisch nicht angebracht werden kann, da dieser das Positionieren
der Biegeeinheit in der äußersten
Position am nahesten zu dem Maschinenkopf behindern würde. Selbstverständlich kann
die vorhergehend beschriebene abrollende jalousieartige Struktur
im Allgemeinen auf irgendeinen Maschinentyp angewandt werden, der
ebenso eine einzige Schneideeinheit, mit oder ohne Schneidevorrichtung
bietet. Des Weiteren können
auch die Zusammenbauzeichnungen der abrollenden jalousieartigen
Struktur und der Führungen
für deren
Bewegung hinsichtlich der hierin bereitgestellten Beschreibung im
Rahmen der anhängenden
Ansprüche
erheblich variiert werden. Eine zusätzliche bevorzugte Charakteristik
der Maschine gemäß dieser
Erfindung steht in der Anordnung eines Entladetisches für die gebogenen
Stangen auf einer Seite der Biegeeinheit oder Biegeeinheiten, und
der von einer horizontalen Stellung, in welcher er die gebogenen
Enden der Stangen trägt,
in eine geneigte Stellung bewegt werden kann, welche eine Entladerutsche
für die
gebogenen Stangen ausbildet. Bezugszeichen 50 bezieht sich
auf diesen Tisch in 1,
wo dieser in seiner geneigten Stellung gezeigt ist.