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DE600867C - Verfahren zum Faellen von organischen Celluloseestern aus der Reaktionsmischung - Google Patents

Verfahren zum Faellen von organischen Celluloseestern aus der Reaktionsmischung

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Publication number
DE600867C
DE600867C DEK126382D DEK0126382D DE600867C DE 600867 C DE600867 C DE 600867C DE K126382 D DEK126382 D DE K126382D DE K0126382 D DEK0126382 D DE K0126382D DE 600867 C DE600867 C DE 600867C
Authority
DE
Germany
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ether
cellulose
ester
esters
cellulose esters
Prior art date
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Expired
Application number
DEK126382D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kodak GmbH
Original Assignee
Kodak GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Kodak GmbH filed Critical Kodak GmbH
Application granted granted Critical
Publication of DE600867C publication Critical patent/DE600867C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B3/00Preparation of cellulose esters of organic acids
    • C08B3/22Post-esterification treatments, including purification
    • C08B3/26Isolation of the cellulose ester
    • C08B3/28Isolation of the cellulose ester by precipitation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zum Fällen von organischen Celluloseestern aus der Reaktionsmischung Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, höhere Fettsäureester oder gemischte Ester der Cellulose aus den Reaktionsbädern zu fällen und zu waschen unter Anwendung von Äthern der höheren Alkohole, beispielsweise Isopropyläther. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft die Anwendung derartiger Äther als ein Fälimittel für organische Celluloseester im allgemeinen.
  • Bislang ist als Fällmittel zum Niederschlagen oder Trennen der höheren Fettsäureester der Cellulose aus den Reaktionsbädern entweder Methylalkohol oder Athyläther benutzt worden. Da die Reaktionsmischung Fettsäuren und auch Schwefelsäure enthält, so werden, wie es ohne weiteres einleuchtet, bei der Verwendung von Methylalkohol Ester gebildet. Beispielsweise wird sich aus der im Bad etwa vorhandenen Essigsäure Methylacetat bilden. Diese Esterbildung führt nicht nur zu einem Verlust an Methylalkohol und Essigsäure, sondern es wird dabei auch eine Verunreinigung in das Bad in Gestalt des Methylacetats hineingebracht, und schließlich wird, da viele Celluloseester mit höheren Fettsäuregruppen in, Methylacetat löslich sind, ein Verlust an Celluloseestern selbst eintreten.
  • Äthyläther ist nun, wie festgestellt wurde, ein gutes Fällmittel, indem es z. die gewünschten Eigenschaften als Lösungsmittel für alle Bestandteile des Acetylierungsbades aufweist, ausgenommen die Celluloseester, und z., weil es inert gegenüber allen Bestandteilen des Reaktionsbades ist. Wenn jedoch Äthyläther für das Fällen und Wässern der Celluloseester benutzt wird, so tritt ein ausgesprochener Nachteil in Erscheinung, weil infolge der Flüchtigkeit dieses Äthers ein beträchtlicher Verlust durch Verdunstung eintritt. Der Verlust des Äthyläthers durch Verdunstung ist beträchtlich, selbst wenn bei der praktischen Durchführung des Verfahrens gewöhnliche Temperaturen benutzt werden; er ist beträchtlich selbst unter den günstigsten Bedingungen.
  • Es darf auch nicht vergessen werden, daß beide bisher erwähnten Fällmittel bei ihrer Anwendung eine ausgesprochen giftige physiologische Wirkung auf den menschlichen Organismus ausüben. Es ist wohlbekannt, daß Methylalkohol die Augen stark angreift und der vom menschlichen Körper absorbierte Äther eine narkotisierende Wirkung ausübt, die der aufgenommenen Menge direkt proportional ist. Wenn der Verlust des Äthers mit der damit verbundenen Gefahr vermieden werden soll, so müssen entweder niedrige Temperaturen für die Arbeit angewendet werden, oder aber man muß eine entsprechende Flüssigkeit benutzen, die im wesentlichen die gleichen wünschenswerten Eigenschaften des Äthyläthers aufweist, aber bei einem wesentlich geringeren Dampfdruck.
  • Erfindungsgemäß ist festgestellt worden, daß die Äther der höheren Alkohole, wie z. B.. die Iso- und Normalpropyläther, ebenso die Butyl-oder die Amyläther u. a. m., all die vorerwähnten Vorteile des Äthyläthers aufweisen, ohne jedoch gleichzeitig den Nachteil von Verlusten durch Verdunstung und die damit verbundene Gefahr für die Arbeiter zu besitzen. Erfindungsgemäß ist ferner festgestellt worden, daß die organischen Celluloseester, die aus ihrer wasserfreien Reaktionsmasse mit Hilfe der neuen Äther niedergeschlagen werden, durchsichtig sind oder daß sie kolloidisiert werden mit vorteilhaft unterschiedlichen Formen von der trüben Form, in der die Celluloseester gewöhnlich erhalten werden. Dadurch wird offensichtlich die Verfahrensstufe ausgeschaltet, in der man bisher die Celluloseester wieder neu auflösen mußte, um kolloidisierte Celluloseester in Form von Film, Fäden usw. zu erzielen.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung wird in der Weise durchgeführt, daß ein organischer Celluloseester aus seiner Reaktionsmasse, die den Celluloseester und die verschiedenen Reaktionsmittel enthält, die während der Acetylierungsstufe nicht verbraucht wurden, durch Einrühren oder Eingießen der Masse in einen Äther eines höheren Alkohols niedergeschlagen wird, worauf der gebildete Niederschlag durch Filtration von der Flüssigkeit abgetrennt wird. Die Trennung der Flüssigkeit von dem Niederschlag kann in wohlbekannter Weise erfolgen, z. B. in Filterpressen, in Zentrifugen und ähnlichen Vorrichtungen. Nachdem der Celluloseester abgetrennt wurde, wird er mit einem höheren Äther in wohlbekannter Weise gewaschen oder extrahiert, z. B. nach dem Gegenstromprinzip oder in einem kontinuierlichen Wasch- und Trockenverfahren. Kontinuierlich kann das Wasch- oder Extraktionsverfahren dadurch.ausgeführt werden, daß man den Äther auf den Celluloseester aufspritzt und ihn dann vom Ester fort in einen Raum leitet, wo er durch Verdunsten von den Unreinigkeiten getrennt wird, die aus dem Celluloseester extrahiert wurden. Durch Kondensieren der Ätherdämpfe und dadurch, daß der kondensierte Äther erneut mit dem Celluloseester in Berührung gebracht wird, kann das Waschverfahren kontinuierlich gestaltet werden. Beispiel r Ein Celluloseacetatcollodium, das Essigsäure, einen Katalysator und Celluloseacetat mit 380/, Acetylgehalt enthält, das durch eine Hydrolysierungsphase in einem Acetylierungsverfahren erzielt wurde, wird durch Eingießen in einen Überschuß von Isopropyläther niedergeschlagen. Der Niederschlag wird abfiltriert und durch Extrahieren oder Waschen mit Isopropyläther gereinigt.
  • Beispiel 2 Ein Collodium eines Celluloseacetatstearats, in dem Äthoxyeisessigsäure (vom Äthoxyessigsäureanhydrid herrührend, das in dem Acetylierungsverfahren benutzt wurde), Stearinsäure und Celluloseacetatstearat mit 380/, Stearylgehalt vorhanden sind, wird mit 5o"/, seines Volumens Isopropyläther verdünnt ünd dann niedergeschlagen durch Eingießen in einen Überschuß von Isopropyläther. Der Niederschlag wurde dann abfiltriert und durch Extrahieren oder Waschen mit Isopropyläther gereinigt. Infolge des Überschusses an Lösungsmittel in der. Reaktionsmasse wird durch den anfänglich zugegebenen Zusatz von 5o°/, Isopropyläther der Celluloseester nicht niedergeschlagen. Wenn jedoch die Gesamtmasse in den Überschuß des Äthers eingegossen wird, tritt Ausfällung ein. Das Fällen kann auch in der Form durchgeführt werden, daß man die Reaktionsmischung direkt in den Äther eingießt, obgleich ein. etwas flockigeres, offeneres Produkt dadurch erzielt wird, daß man der Mischung im voraus etwas Äther zusetzt.
  • Es ist nicht notwendig, den Äther eines höheren Alkohols allein als Fällmittel anzuwenden. Statt dessen kann auch eine Mischung des Äthers mit einem Lösungsmittel für den Celluloseester selbst als Fällmittel. angewandt werden. In diesem Fall wird vorzugsweise das gleiche Lösungsmittel in der Fällmischung verwendet, das auch schon als Lösungsmittel während der Esterifizierung verwendet wurde. Beispielsweise wird man, wenn eine organische Säure, wie Essigsäure, als Lösungsmittel für die Esterifizierung verwendet wurde, vorzugsweise auch eine Essigsäure- (oder irgendeine andere organische Säure) Äthermischung verwenden. Wenn Äthylenchlorid als Lösungsmittel angewendet wurde, wird man es vorzugsweise auch als einen der Bestandteile des Fällbades anwenden. Diese Lösungsmittel-Äther-Type als Fällmittel kann angewendet werden für das Niederschlagen von Celluloseestern im allgemeinen, sowohl für einfache wie auch für gemischte Celluloseester. Jedoch steigert sich, wenn die Ester höhere Radikale enthalten, die Löslichkeit mit der Länge der Radikale. Folgerichtig soll daher die Konzentration des Lösungsmittels herabgesetzt werden. Da andererseits auch die Löslichkeit der Ester mit geringerem Acylgehalt steigt, so sollte ebenfalls ein geringerer Teil Lösungsmittel zum Äther verwendet werden, je mehr der Ester hydrolysiert ist. Beispielsweise kann eine Essigsäurelösung eines Celluloseacetats mit 4o °/o Acetylgehalt in Isopropyläther mit 5o bis 55 °/o Essigsäuregehalt niedergeschlagen werden. Wenn jedoch das Celluloseacetat bis zu einem Acetylgehalt von 38 0/a hydrolisiert wurde, so sollte die Konzentration der Essigsäure in dem Äther nur 4o bis 45 °/o betragen, um beste Ergebnisse zu erzielen. . Beispiel 3 Ein Celluloseacetat mit 4o °/o Acetylgehalt in einer Lösung von 4 Teilen Äthylenchlorid zu einem Teil Eisessig kann in einem Äther, der 45 bis 500A Äthylenchlorid enthält, gut ausgefällt werden. Beispiel 4 Ein Cellulosediacetatmonopropionat in einer Lösung von 5o Teilen Essigsäure und 5o Teilen Propionsäure wird am besten in einem Äther, der 2o bis 25 °/o der gemischten Säuren enthält, niedergeschlagen.
  • Es wurde oben schon betont, daß der organische Celluloseesterniederschlag, der durch die Anwendung der Äther der höheren Alkohole erzielt wird, durchsichtig und brillant ist im Gegensatz zu dem matten und trüben Aussehen der nach den bekannten Methoden erzielten niedergeschlagenen Celluloseester. Erfindungsgemäß ist nun festgestellt worden, daß das neue Verfahren auch angewendet werden kann, um Film oder Filmlösungen auszugießen oder Fäden zu spinnen direkt unter Verwendung des Originalesterifizierungsbades, ohne daß man den Celluloseester vorher niederschlagen und wieder auflösen muß, bevor man mit der Bildung des Films oder des Fadens beginnt. Beispielsweise können die Lösungen der letzten Beispiele wenn man Fäden erzielen will, nach der Verdünnung mit Isopropyläther, durch eine Düse in ein Isopropylätherfällbad ausgepreßt werden. Diese Fäden sind geeignet für Kunstseide und ähnliche Zwecke. Ebenso können die obenerwähnten Lösungen nach Verdünnung mit Isopropyläther direkt auf Rollen in ein Isopropylätherfällbad ausgegossen werden, um Film oder Folien aus Cellulosederivaten zu erzielen. Da diese Faden- oder Filmbildung direkt aus der Reaktionsmischung, erzielt wird, so werden beträchtliche Verfahrensstufen erspart und -somit auch Zeit gewonnen.
  • Wenn es jedoch vorgezogen wird, so kann der Celluloseester aus der Reaktionsmischung niedergeschlagen und gewaschen werden, vorzugsweise mit einem Äther eines höheren Alkohols. Er wird dann in einem Lösungsmittel wieder aufgelöst, wie z. B, in Äthylen- oder Propylenchlorid. Diese Lösung kann man erneut mit Hilfe des höheren Alkoholäthers niederschlagen unter Bildung von Fäden, Fasern, Folien oder durch andere Methoden, wie sie allgemein bekannt sind. Es leuchtet ein, daß das Produkt, das durch eine solche zweite Fällung erzielt worden ist, stärker gereinigt ist und daher freier von Fehlern als das Erzeugnis des ersten direkten Fällens aus der Reaktionsmischung. In den Fällen, wo daher die Reinheit des Endproduktes von wesentlicher Bedeutung ist und die Wirtschaftlichkeit erst in zweiter Reihe betrachtet werden muß, wird also eine solche Wiederausfällung vorgezogen, wie sie oben beschrieben wurde.
  • Es sei hier ausdrücklich bemerkt, daß in den angegebenen Beispielen, in. denen Isopropyläther verwandt wurde, die Äther anderer höherer Alkohole, sowohl einfache wie auch gemischte, als Fällmittel in ähnlicher Weise verwendet werden können. So z. B. können Normalpropyläther oder die Äther der verschiedenen Butyl- und Amylalkohole als Fäll- und Waschmittel angewendet werden, ebenso wie auch die verschiedenen gemischten Äther, die zum mindesten eine höhere Alkoholgruppe enthalten, wie z. B. methyltertiärer Butyläther, äthyltertiärer Butyläther, isopropyltertiärer Butyläther, methyltertiärer Amyläther usw.
  • Es ist festgestellt worden, daß durch die neuen Fällmittel Celluloseester fest auf verschiedene Oberflächen aufgebracht werden können, wenn sie direkt auf diese Oberfläche aus einer Lösung, die ein Lösungsmittel mit einem niedrigeren Siedepunkt als das Fällmittel enthält, ausgefällt werden. Dieser besondere Umstand kann beispielsweise nutzbringend verwertet werden beim Überziehen von Glas, wie z. B. von Flaschen, oder zum Aufeinanderschichten von Glas. Eine Flasche kann in die Lösung eingetaucht werden, indem man vorzugsweise vorher mit Isopropyläther verdünnt hat. Die Flasche mit der anhaftenden Celluloseesterlösung wird dann in, den Isopropyläther eingetaucht. Ein fester, durchsichtiger, fest anhaftender Überzug eines Cellulos-.esters wird auf der Flasche gebildet. Wenn man es vorzieht, kann man auch einen Teil des niedrig siedenden Lösungsmittels in. geeigneter Weise austreiben, indem man auf diese Weise die Verfahrensstufe umgeht, in der die Flasche in Isopropyläther eingetaucht wird. Auf diese Weise wird die Flasche verstärkt und splittersicher gemacht.
  • Splittersicheres oder geschichtetes Glas in Plattenform kann in der Weise hergestellt werden, daß man eine Schicht eines Celluloseesters auf einer Glasplatte nach dem Verfahren der Erfindung niederschlägt und dann mit einer anderen Glasplatte zusammenpreßt. Wenn man dies vorzieht, kann man während des Zusammenpressens auch Hitze anwenden.
  • Obwohl das Verfahren der Erfindung beschrieben ist als ein Verfahren zum Trennen bestimmter einfacher oder gemischter Celluloseester von ihren Lösungen, die Fettsäuregruppen höher als Essigsäure enthalten, so kann trotzdem dieses Niederschlagsverfahren auch angewendet werden, um jeden organischen Celluloseester aus seinem Reaktionsbad niederzuschlagen, wie beispielsweise Cellulosenitratacetat, Cellulosenitratacetatpropionat usw. Da für gewöhnlich Wasser als Fällmittel für das Celluloseacetat aus dem Reaktionsbad angewandt wird, so wird das Verfahren gemäß der Erfindung seine hauptsächliche Anwendungsweise (wenigstens soweit als die Erzeugung des Esters in Frage kommt) in der Trennung der höheren Ester, wie z. B. der Cellulosepropionate, -butyrate, -acetatpropionate, -acetatstearate, -acetatbutyrate, -acetatstearatpalmitate usw., von denkeaktionsbädern finden, in denen sie erzeugt wurden, wie beispielsweise in dem amerikanischen Patent i 8oo 86o beschrieben ist.
  • Weitere Anwendungsgebiete des Verfahrens sind Fachleuten ohne weiteres klar, indem es zahlreiche Fälle gibt, in denen durchsichtige oder kolloidisierte Celluloseester von hohem Wert sind, so daß das Verfahren gemäß der Erfindung durch die angegebenen Beispiele in keiner Weise beschränkt ist.
  • Beispielsweise jedoch kann. das Verfahren gemäß der Erfindung benutzt werden, um Ester in Pulverform herzustellen, indem ein besonderer organischer Celluloseester in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Aceton oder Äthylendichlorid, aufgelöst wird, und indem dann der Ester mit Hilfe von Isopropyläther gefällt wird, wobei man vorzugsweise ein Umrühren mit sehr hoher Geschwindigkeit vornimmt. Nach dem Ausfällen wird die flüssige Mischung abfiltriert oder verdunstet. Wie schon erwähnt, kann man vorzugsweise die Lösung auch schon vorher mit Isopropyläther verdünnen, bevor der Ester direkt niedergeschlagen wird. Es ist beispielsweise ganz bestimmt festgestellt worden, daß durch das Zufügen von Isopropyläther zu einer Acetonlösung von Celluloseacetatpropionat ein sehr fein verteilter Niederschlag des Esters ausgefällt wird. Andererseits erzielt man durch Zufügen von Isopropyläther zu einer Acetonlösung eines Celluloseacetatstearats einen mehr gallertartigen Niederschlag ohne direkte Ausfällung. (Obwohl man ein Gel in der Industrie meistens nicht zu erzielen wünscht, kann man es daher in dieser Weise breiten.) Jedoch kann man Celluloseacetatstearat aus einer Acetonlösung niederfällen, wenn man die Lösung in Isopropyläther eingießt unter gleichzeitigem Rühren. Die verschiedenen organischen Celluloseester, die nach einer dieser Methoden niedergeschlagen werden können, können, nachdem die grundsätzliche Methode einmal bekannt ist, durch Experiment daraufhin geprüft werden. Die notwendigen Vorkehrungen dazu sind Fachleuten ohne weiteres einleuchtend, wenn gelegentlich die Frage auftaucht, einen bestimmten organischen Celluloseester auszufällen. Aus dem Vorhergehenden wird man jedoch erkennen, daß es z. B. besser ist, die niedrigen Ester dadurch auszufällen, daß man den Äther der Acetonlösung zusetzt, und die höheren Ester dadurch, daß man die Lösung dem Äther zusetzt. Wegen der ungewöhnlichen Eigenschaften der Celluloseester, die mit Isopropyläther ausgefällt sind, können Celluloseester in Pulverform sogar aus den Reaktionsmischungen selbst nach dem Verfahren der, vorliegenden Erfindung bereitet werden.
  • Im Sinne der Erfindung bezieht sich der Ausdruck höhere Alkohole auf Alkohole mit mehr Kohlenstoffatomen als Äthylalkohol. Wie auch schon aus den Beispielen hervorgeht, sind unter den höheren Alkoholen einwertige aliphatische Alkohole verstanden, besonders die Alkohole, die zu der Serie von Homologen gehören, die mit dem Methylalkohol beginnt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Fällen von organischen Celluloseestern aus der Reaktionsmischung, dadurch gekennzeichnet, daß der Ester mit Hilfe eines Äthers eines höheren Alkohols als Äthylalkohol ausgefällt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der organische Celluloseester von seinem Lösungsmittel durch Waschen mit einem Äther eines höheren Alkohols als Äthylalkohol befreit wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung eines gemischten Äthers, der eine höhere Alkylgruppe enthält. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Celluloseesterlösung vor dem Ausfällen eine zum Ausfällen des Esters ungenügende Menge des höheren Äthers zugemischt wird und daß das Ausfällen in einem Überschuß des Äthers erfolgt.
DEK126382D 1931-07-28 1932-07-27 Verfahren zum Faellen von organischen Celluloseestern aus der Reaktionsmischung Expired DE600867C (de)

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