-
Technisches Gebiet
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Gen, das an einem Transport eines
organischen Anions (organischen negativ geladenen Ions) beteiligt
ist, und ein Polypeptid, für
welches das Gen codiert. Genauer gesagt betrifft die vorliegende
Erfindung einen Organisches-Anion-Transporter OAT4 von einem Plazenta-Typ,
ein Gen, das dafür
codiert, eine Sonde für
den Nachweis des Gens und einen Antikörper, der in der Lage ist,
das Protein zu erkennen.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Niere
und Leber spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und bei der
Ausscheidung von Xenobiotika und Pharmazeutika. Die Harnröhrenzellen
der Niere sind Epithelzellen, die eine Polarität aufweisen, und treten mit
dem Blut über
eine basolaterale Membran in Kontakt, um eine Übertragung von verschiedenen
Substanzen auszuführen.
Es ist aus den physiologischen Studien bis heute vorhergesagt worden,
dass ein Teil des organischen Ions in die Niere durch einen Transport-Träger (Transporter) über eine
basolaterale Membran inkorporiert wird, und auch, dass ein organisches
Anion, das durch den Stoffwechsel in den Zellen erzeugt wird, durch
den Transporter ausgeschieden wird.
-
Da
ein organisches Anion Pharmazeutika und Umweltgifte oder viele der
Metaboliten davon beinhaltet, war ein Organisches-Anion-Transportsystem
weithin als ein Xenobiotika-Ausscheidungssystem oder ebenso ein
Pharmazeutika-Transportsystem bekannt.
-
Eine
Inkorporierung eines organischen Anions durch Harnröhrenzellen
ist durch ein experimentelles System unter Verwendung eines Perfusions-Verfahrens
eines isolierten Organs, eines Vesikelsystems einer isolierten Zellmembran
etc. untersucht worden. Jedoch ist es der herkömmlichen Mittel zufolge schwierig,
das Organisches-Anion- Transportsystem über die
basolaterale Membran bis ins Einzelne zu analysieren, und es gab
einen Bedarf, dass der Transporter per se isoliert und analysiert
wird.
-
Ein
Organisches-Anion-Transport erfolgt auch in anderen Geweben als
der Niere und der Leber. Die Plazenta ist ein Gewebe, wo der Materialaustausch
zwischen dem Fötus
und dem Körper
der Mutter aktiv durchgeführt
wird und die Substanzen, die für
den lebenden Organismus notwendig sind, was Saccharide und Aminosäuren einschließt, in effizienter
Weise zum Fötus
aus dem Körper
der Mutter über
einen Transporter transportiert werden.
-
Auf
der anderen Seite spielt die Plazenta auch eine Rolle als eine Gewebeschranke
für den
Fötus gegen
die äußere Umwelt.
Die Plazenta weist eine bestimmte Art von Beschränkung gegen einen freien Transfer der
durch den Körper
der Mutter eingenommenen Xenobiotika zum Fötus auf, und von einem Teil
einer solchen Funktion nimmt man an, dass er durch eine Entfernung
der Xenobiotika aus dem Kreislauf eines Fötus durch einen Xenobiotikum-Ausscheidungs-Transporter
stattfindet.
-
Darüber hinaus
finden auch verschiedene Stoffwechselreaktionen selbst im Körper des
Fötus statt, und
als eine Folge wird ein organisches Anion erzeugt. Aufgrund einer
anatomischen Besonderheit des Fötus wird
der größte Teil
der Ausscheidung von solchen Metaboliten über die Plazenta durchgeführt. Es
ist vernünftig,
zu dem Schluss zu kommen, dass ein Organisches-Anion-Transporter
in der Plazenta vorhanden ist und eine solche Rolle spielt.
-
Als
solches nimmt man an, dass der Transport von Xenobiotika (insbesondere
der Transport eines organischen Anions) in der Plazenta eine wichtige
Rolle für
das Wachstum und die genetische Toxizität eines Fötus spielt. Jedoch waren die
Einzelheiten der Übertragung
darin anders als bei der Niere und der Leber unbekannt.
-
Die
Erfinder der vorliegenden Anmeldung haben einen Organisches-Anion-Transporter
OAT1 (J. Biol. Chem., Band 272, Seiten 18526–18529, 1997), OAT2 (FEBS Letter,
429, Seiten 179–182,
1998) und OAT 3 (J. Biol. Chem., Band 274, Seiten 13675–13680,
1999), welche eine zentrale Rolle in Niere, Leber, Gehirn etc. spielen,
isoliert und darüber
berichtet. Patentanmeldungen für
sie sind bereits ebenfalls eingereicht worden. OAT1, OAT2 und OAT3
sind die Transporter, die in der Lage sind, zahlreiche organische
Anionen mit unterschiedlichen chemischen Strukturen zu transportieren,
und sie führen
den Transport von verschiedenen anionischen Pharmazeutika ebenfalls
durch.
-
Eine
Isolierung und Identifizierung von OAT1, OAT2 und OAT3 zeigt, dass
die Organisches-Anion-Transporter eine Familie bilden. Die Mitglieder
dieser Familie waren dafür
bekannt, dass sie nicht nur in Organen wie der Niere und der Leber
exprimiert werden, die eine zentrale Rolle in der externen Ausscheidung von
Xenobiotika spielen, sondern auch im Gehirn, das eine Gewebeschranke
bildet.
-
Aus
diesen Tatsachen heraus haben die Erfinder der vorliegenden Anmeldung
die Anwesenheit eines Organisches-Anion-Transporters in der Plazenta
als eine funktionale Einheit der Gewebeschranke und als einen Weg
für die
Ausscheidung von Metaboliten des Fötus vorhergesagt und haben
einen neuen Organisches-Anion-Transporter isoliert, der in der Plazenta
vorhanden ist.
-
Offenbarung der Erfindung
-
Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein neues Organisches-Anion-Transporter-Gen, das an einem
Organisches-Anion-Transport in der Plazenta beteiligt ist, und auch
einen Organisches-Anion-Transporter, der ein Polypeptid ist, für das das
Gen codiert, zu identifizieren und zur Verfügung zu stellen. Andere Ziele sind
aus den folgenden Beschreibungen ersichtlich.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
Die 1 zeigt
eine organisches-Anion-inkorporierende Aktivität, wenn OAT4 der vorliegenden
Erfindung in Oozyten von Xenopus laevis exprimiert wird.
-
Die 2 zeigt
das Ergebnis eines dynamischen Tests des Transports von Estronsulfat
und Dehydroepiandrosteronsulfat unter Verwendung der Oozyten, in
denen der OAT4 der vorliegenden Erfindung exprimiert wird.
-
Die 3 zeigt
die Auswirkung durch die Gegenwart von verschiedenen Kationen beim
Transport von Estronsulfat, unter Verwendung der Oozyten, in denen
der OAT4 der vorliegenden Erfindung exprimiert wird.
-
Die 4 zeigt
das Ergebnis des Tests der Transport-Hemmung von verschiedenen organischen
Substanzen bei einem Organisches-Anion-Transport von OAT4 der vorliegenden
Erfindung.
-
Die 5 zeigt
das Ergebnis des Tests der Transport-Hemmung von OAT4 durch verschiedene
Sulfat-Konjugate und Glucuronsäure-Konjugate.
-
Die 6 ist
ein fotografisches Bild, das das Ergebnis der Northern-Blotting-Analyse
des OAT4-Gens der vorliegenden Erfindung zeigt.
-
Beschreibung von Ausführungsformen
-
Wie
bereits erwähnt,
haben die Erfinder der vorliegenden Anmeldung drei Organisches-Anion-Transporter – OAT1,
OAT2 und OAT3 isoliert. Sie weisen eine Homologie in einer Aminosäuresequenz
in einem Grad von etwa 40% zueinander auf. Auf der Grundlage solcher
Sequenzen wurde eine EST-Datenbank (Datenbank exprimierter Sequenz-Tags
(expressed sequence tag database)) abgefragt, und eine neue cDNA,
die eine Homologie zu OAT1, 2 und 3 aufwies, wurde identifiziert.
Unter Verwendung dieses cDNA-Fragments wurde ein neuer Klon (OAT4),
von welchem bisher nicht berichtet worden ist, aus einer cDNA-Bibliothek
einer menschlichen Niere identifiziert und als ein Plazenta-Typ
bestätigt.
-
Demgemäß betrifft
die vorliegende Erfindung einen Organisches-Anion-Transporter OAT4
von einem Plazenta-Typ. Insbesondere betrifft sie einen Organisches-Anion-Transporter, der
eine Aminosäuresequenz der
SEQ ID Nr.: 2 der Sequenzauflistung oder eine Aminosäuresequenz,
worin 1 bis 55 Aminosäurerest(e)
der SEQ ID Nr.: 2 substituiert oder deletiert ist/sind, umfasst.
-
Der
Organisches-Anion-Transporter OAT4 eines Plazenta-Typs gemäß der vorliegenden
Erfindung kann ein Organisches-Anion-Transporter OAT4 eines Plazenta-Typs sein, welcher
eine Fähigkeit
aufweist, ein organisches Anion, wie Estronsulfat, Dehydroepiandrosteronsulfat
und/oder Ochratoxin A zu inkorporieren.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft auch eine Nukleinsäure oder
vorzugsweise eine DNA, die eine Basensequenz aufweist, die für ein Protein
codiert, das eine Aminosäuresequenz
der SEQ ID Nr.: 2 der Sequenzauflistung besitzt oder das eine Aminosäuresequenz
besitzt, wo ein Teil der Aminosäuren
deletiert sein kann und (eine) andere Aminosäure(n) damit substituiert oder
daran angefügt
sein kann/können,
oder eine Basensequenz aufweist, die damit unter einer stringenten
Bedingung hybridisieren kann. Sie betrifft auch das Gen, das für den oben
erwähnten
Anion-Transporter OAT4 von einem Plazenta-Typ der vorliegenden Erfindung
codiert.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Nukleinsäure oder
vorzugsweise eine DNA, die eine Basensequenz aufweist, die mindestens
14 zusammenhängende
Basen oder vorzugsweise mindestens 20 zusammenhängende Basen der DNA umfasst,
welche die durch die SEQ ID Nr.: 1 der Sequenzauflistung gezeigte
Basensequenz oder eine komplementäre Kette davon aufweist. Die
Nukleinsäure,
wie die DNA, ist als eine Sonde für den Nachweis, die Identifizierung
oder die quantitative Bestimmung des Gens nützlich, das für den oben
genannten Organisches-Anion-Transporter OAT4 eines Plazenta-Typs
der vorliegenden Erfindung codiert.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft darüber hinaus einen Antikörper, der
in der Lage ist, den oben erwähnten
Organisches-Anion-Transporter OAT4 eines Plazenta-Typs der vorliegenden
Erfindung zu erkennen.
-
Der
Organisches-Anion-Transporter OAT4 der vorliegenden Erfindung ist
ein Transporter, der eine Substratselektivität von einem weiten Bereich
mit einem Vermögen
aufweist, ein organisches Anion mit einer unterschiedlichen chemischen Struktur
zu transportieren (inkorporieren). Der Organisches-Anion-Transporter OAT4
eines Plazenta-Typs der vorliegenden Erfindung besitzt ein Vermögen, ein
organisches Anion, wie Estronsulfat, Dehydroepiandrosteronsulfat
und/oder Ochratoxin A zu inkorporieren
-
Die
Erfinder der vorliegenden Anmeldung haben eine EST-Datenbank, die
der Öffentlichkeit
offengelegt worden ist, auf der Grundlage einer Basensequenzinformation
für OAT1,
OAT2 und OAT3 abgefragt, welche bereits durch die Erfinder der vorliegenden
Anmeldung isoliert waren, woraufhin sie ein neues cDNA-Fragment
H12876 erhalten haben, das eine Homologie zu OAT1, OAT2 und OAT3
aufwies. Unter Verwendung einer Sonde, in der dieses H12876 mit 32P markiert war, screenten die Erfinder
der vorliegenden Anmeldung eine cDNA-Bibliothek von humaner Niere,
die bereits errichtet war.
-
Als
ein Ergebnis wurde eine neue cDNA (hOAT4-cDNA) erhalten, welche
eine organisches-Anion-transportierende Aktivität besaß. Die Bestimmung der Basensequenz
der resultierenden cDNA (OAT4-cDNA) wurde durch einen automatischen
Sequenzierer (hergestellt von Applied Biosystems) unter Verwendung eines
spezifischen Primers durchgeführt,
und es wurde herausgefunden, dass sie eine Basensequenz besitzt, die
in der SEQ ID Nr.: 1 der Sequenzauflistung gezeigt ist.
-
Um
zu bestätigen,
dass der resultierende OAT4 eine Organisches-Anion-Transport-Aktivität besitzt, wurde
cRNA (eine RNA, die zu der cDNA komplementär ist) aus einem Plasmid, welches
diese cDNA enthält, gemäß eines
Verfahrens von Sekine et al. (Sekine, T., et al., J. Biol. Chem.,
Band 272, Seiten 18526–18529, 1997)
präpariert,
und in Oozyten von Xenopus laevis injiziert, und die Oozyten wurden
einem Inkorporierungsexperiment für verschiedene organische Anionen
und organische Kationen unterzogen, welche mit Radioisotopen markiert
waren.
-
Das
Ergebnis ist in der 1 gezeigt. Wie in der 1 gezeigt,
wurde herausgefunden, dass die Oozyten, die den OAT4 exprimierten, 3H-Estronsulfat, 3H-Dehydroepiandrosteronsulfat
und 3H-Ochratoxin A inkorporierten. Im Gegensatz
dazu wurde für 14C-TEA (Tetraethylammonium), welches ein
typisches organisches Kation ist, keine Inkorporierung beobachtet.
-
Danach
wurden die oben erwähnten
Oozyten, in welche OAT4-cRNA injiziert war, dazu verwendet, die Änderungen
in der Menge an Estronsulfat, Dehydroepiandrosteronsulfat und Ochratoxin
A, die durch den OAT4 der vorliegenden Erfindung bei verschiedenen
Konzentrationen inkorporiert wurden, zu untersuchen, wobei ein dynamischer
Michaelis-Menten-Test für
einen Organisches-Anion-Transport durchgeführt wurde.
-
Das
Ergebnis ist in der 2 gezeigt. Als ein Ergebnis
wurde herausgefunden, dass der OAT4 der vorliegenden Erfindung die
inkorporierte Menge des organischen Anions in Abhängigkeit
von der Konzentration erhöhte.
Es wurde herausgefunden, dass die Km-Werte von Estronsulfat und
Dehydroepiandrosteronsulfat 1,01 ± 0,15 μM bzw. 0,63 ± 0,04 μM betrugen.
-
Es
wurde die Abhängigkeit
des OAT4 der vorliegenden Erfindung von Natrium bei einem Organisches-Anion-Transport
untersucht. Eine Inkorporierung von Estronsulfat durch OAT4 wurde
in Anwesenheit von verschiedenen extrazellulären Kationen getestet. Das
Ergebnis ist in der 3 gezeigt. Wie in der 3 gezeigt,
wurde eine Inkorporierungs-Aktivität von Estronsulfat über den
OAT4 bemerkt, wenn Natrium-Ion, Cholin-Ion und Lithium-Ion als ein
extrazelluläres
Ion vorhanden sind, und selbst wenn das extrazelluläre Natrium
durch Lithium und Cholin ersetzt wird, gab es keine Veränderung
im Transport von Estronsulfat über
den OAT4, woraufhin abgeklärt
wurde, dass der OAT4 ein Organisches-Anion-Transporter ist, der
unabhängig
vom extrazellulären
Natrium war.
-
Ferner,
um die Substrat-Selektivität
von OAT4 der vorliegenden Erfindung zu untersuchen, wurden verschiedene
ionische Substanzen zu einem experimentellen System der Inkorporierung
von 3H-Estronsulfat hinzugefügt und der
Einfluss dadurch wurde getestet (Inhibierungs-Experiment).
-
Das
Ergebnis ist in der 4 gezeigt. Als ein Ergebnis
inhibierten verschiedene anionische Substanzen (wie Probenecid,
Penicillin G, Indomethacin, Ibuprofen, Diclo fenac, Furosemid, Bumetanid,
Bromsulfophthalein, Cholsäure
und Taurocholsäure)
in signifikanter Weise den Transport von 3H-Estronsulfat
durch OAT4, aber kationische Substanzen, wie Tetraethylammonium
und anorganische Sulfate zeigten keine inhibierende Wirkung. Aus
dem oben genannten Ergebnis wurde verdeutlicht, dass der OAT4 ein
multi-selektiver Organisches-Anion-Transporter war.
-
Da
der OAT4 der vorliegenden Erfindung eine Inkorporierungs-Aktivität für Konjugate
der beiden Sulfate, d. h. Estronsulfat und Dehydroepiandrosteronsulfat,
zeigte, wurde ein inhibierendes Experiment durchgeführt, um
zu prüfen,
ob verschiedene Sulfat-Konjugate
und Glucuronat-Konjugate eine Wechselwirkung mit OAT4 zeigten. Das
Ergebnis ist in der 5 gezeigt. Als ein Ergebnis
zeigten alle Sulfat-Konjugate mit Ausnahme von Minoxidil-Sulfat
eine Wechselwirkung mit OAT4. Im Gegensatz dazu zeigten Glucuronat-Konjugate nur
eine schwache Wechselwirkung mit OAT4, mit Ausnahme von α-Naphthyl-β-Glucuronid.
-
Anschließend wurde
eine Northern-Blot-Analyse durchgeführt, um zu untersuchen, an
welcher Stelle von menschlichem Gewebe das OATA4 des Vorliegenden
exprimiert wird.
-
Das
Ergebnis des Northern-Blottings ist in der 6 gezeigt.
Als ein Ergebnis wurde herausgefunden, dass eine starke Bande nur
in der Niere und der Plazenta bei dem OAT4 der vorliegenden Erfindung
nachgewiesen wurde, und folglich, dass der OAT4 der vorliegenden
Erfindung ein Plazenta-Typ war.
-
Folglich
ist der OAT4 der vorliegenden Erfindung ein Organisches-Anion-Transporter
von einem humanen Plazenta-Typ, und, in der vorliegenden Erfindung,
wird jener als ein Organisches-Anion-Transporter OAT4 von einem
Plazenta-Typ bezeichnet.
-
In
Bezug auf das Protein der vorliegenden Erfindung können zusätzlich zu
jenem, das eine Aminosäuresequenz
besitzt, welche durch die SEQ ID Nr.: 2 gezeigt ist, jene beispielhaft
angegeben werden, bei denen eine oder mehrere Aminosäure(n) in
der durch die SEQ ID Nr.: 2 gezeigten Aminosäuresequenz deletiert oder substituiert
ist/sind. Eine Deletion oder Substitution von (einer) Aminosäure(n) kann
innerhalb eines solchen Umfangs liegen, dass eine Organisches-Anion-Transport-Aktivität nicht
verloren geht und die Zahl(en) von 1 bis 55 Aminosäure(n) beträgt/betragen.
Solch eine Aminosäure
weist in Bezug auf eine Aminosäuresequenz zu
der durch die SEQ ID Nr.: 2 gezeigten Aminosäuresequenz eine Homologie in
einem Grad von normalerweise 75% oder vorzugsweise von 90% auf.
-
In
der vorliegenden Erfindung wird eine Hybridisierung unter einer
stringenten Bedingung normalerweise in solch einer Art und Weise
ausgeführt,
dass die Hybridisierung in einer Hybridisierungslösung von
5 × SSC
oder einer dazu ähnlichen
Salzkonzentration bei der Temperaturbedingung von 37–42°C während etwa 12
Stunden durchgeführt
wird, ein vorbereitendes Waschen mit einer Lösung von 5 × SSC oder einer dazu ähnlichen
Salzkonzentration durchgeführt
wird und anschließend
ein Waschen mit einer Lösung
von 1 × SSC oder
einer dazu ähnlichen
Salzkonzentration durchgeführt
wird. Um eine höhere
Stringenz zu erreichen, kann es ausgeführt werden, indem ein Waschen
in einer Lösung
von 0,1 × SSC
oder einer dazu ähnlichen
Salzkonzentration durchgeführt
wird.
-
Eine
Nukleinsäure,
die einer Hybridisierung bei einer stringenten Bedingung in der
vorliegenden Erfindung unterzogen werden kann, schließt jene
ein, die einer Hybridisierung unter den oben genannten Bedingungen
unterzogen werden kann.
-
Es
ist auch möglich,
dass der Organisches-Anion-Transporter und das Gen davon gemäß der vorliegenden
Erfindung mit Hilfe eines Screenings isoliert und erhalten wird,
bei dem Gewebe oder Zellen von einem geeigneten Säuger zusätzlich zum
Menschen als eine Genquelle verwendet werden. In Hinblick auf den
Säuger
können
nicht menschliche Tiere, wie Hunde, Rinder, Pferde, Ziegen, Schafe,
Affen, Schweine, Kaninchen, Ratten und Mäuse verwendet werden. Das Screening
und die Isolierung des Gens kann vorteilhafterweise mit Hilfe eines
Homologie-Screenings, eines PCR-Screenings
etc. durchgeführt
werden.
-
Was
die resultierende cDNA betrifft, wird ihre Basensequenz durch ein
herkömmliches
Verfahren bestimmt, und eine translatierte Region wird analysiert,
wobei das dafür
codierte Protein oder die Aminosäuresequenz
von OAT4 bestimmt werden kann.
-
Die
Tatsache, dass die resultierende cDNA eine cDNA eines Organisches-Anion-Transporters ist,
oder in anderen Worten, das Genprodukt, das durch die cDNA codiert
wird, ein Organisches-Anion-Transporter ist, kann zum Beispiel wie
folgt überprüft werden.
Somit wird cRNA, die aus der resultierenden OAT4-cDNA präpariert
wurde, in Oozyten für
eine Exprimierung eingeführt,
und ein Vermögen,
das organische Anion in Zellen zu transportieren (inkorporieren),
kann durch das Messen der Expression des Substrats in die Zellen
mit Hilfe eines herkömmlichen
Expressions-Experiments (Sekine, et al., J. Biol. Chem., Band 272,
Seiten 18526–18529,
1997) unter Verwendung eines geeigneten Anions als ein Substrat
bestätigt
werden.
-
Es
ist auch möglich,
dass das Expressions-Experiment, welches genauso ist, wie in den
oben erwähnten
exprimierten Zellen, angewendet wird, um die Transportcharakteristik
und die Substratspezifität
von OAT4 zu untersuchen.
-
Wenn
eine geeignete cDNA-Bibliothek oder genomische DNA-Bibliothek, die
aus einer unterschiedlichen genetischen Quelle erzeugt wurde, unter
Verwendung der OAT4-cDNA
gescreent wird, ist es möglich, ein
homologes Gen, ein chromosomales Gen etc. zu isolieren, die von
verschiedenen Geweben und verschiedenen lebenden Körpern abgeleitet
sind.
-
Es
ist ferner möglich,
das Gen aus einer cDNA-Bibliothek durch ein herkömmliches PCR-Verfahren unter
Verwendung eines synthetischen Primers zu isolieren, der auf der
Grundlage der Information der offenbarten Basensequenz (oder eines
Teils von ihr), welche in der Basensequenz (SEQ ID Nr.: 1) gezeigt
ist, des Gens der vorliegenden Erfindung entworfen wurde.
-
Die
DNA-Bibliothek, wie eine cDNA-Bibliothek und eine genomische DNA-Bibliothek
kann durch ein Verfahren erzeugt werden, das zum Beispiel in Molecular
Cloning von Sambrook, J., Fritsh, E. F. und Maniatis, T., veröffentlicht
durch Cold Spring Harbor Laboratory Press, 1989, genannt ist. Wenn
eine Bibliothek im Handel erhältlich
ist, kann jene ebenso gut verwendet werden.
-
Der
Organisches-Anion-Transporter (OAT4) der vorliegenden Erfindung
kann zum Beispiel mit Hilfe einer Gen-Rekombinations-Technik unter
Verwendung von cDNA, die für
den Organisches-Anion-Transporter codiert, hergestellt werden. Zum
Beispiel wird DNA (cDNA oder dergleichen), die den Organisches-Anion-Transporter
codiert, in einen geeigneten Expressionsvektor inkorporiert, und
die resultierende rekombinante DNA kann in eine geeignete Wirtszelle
eingeführt
werden. Beispiele für
das Expressionssystem (Wirt-Vektor-System) für die Herstellung eines Polypeptids
sind Expressionssysteme von Bakterien, Hefe, Insektenzellen und
Säugerzellen.
Um ein funktionales Protein unter ihnen zu erhalten, ist es wünschenswert,
Insektenzellen und Säugerzellen
zu verwenden.
-
Zum
Beispiel, um ein Polypeptid in einem Säuger zu exprimieren, wird DNA,
die für
einen Organisches-Anion-Transporter codiert, in eine stromabwärts zu einem
geeigneten Promotor (wie einem SV40-Promotor, LTR-Promotor und Elongation-1α-Prornotor) gelegene
(Stelle) in einem geeigneten Expressionsvektor (wie einem Vektor
eines Retrovirus, einem Papilloma-Virus, einem Vaccinia-Virusvektor
und einem Vektor eines SV40-Typs) insertiert, woraufhin ein Expressionsvektor
konstruiert wird. Anschließend
werden geeignete tierische Zellen unter Verwendung des resultierenden
Expressionsvektors einer Transformation unterzogen, und der Transformant
wird in einem geeigneten Medium inkubiert, um ein gewünschtes
Polypeptid zu erhalten. Beispiele für die Säugerzellen, die als ein Wirt
verwendet werden, sind Zellstämme,
die COS-7-Zellen von Affen, CHO-Zellen vom chinesischen Hamster,
humane Hela-Zellen, Primärkulturen-Zellen,
die von Nierengeweben abgeleitet sind, LLC-PK1-Zellen, die von der
Niere eines Schweins abgeleitet sind, OK-Zellen, die von einer Opossum-Niere
abgeleitet sind, etc. einschließen.
-
Im
Hinblick auf die cDNA, die für
einen Organisches-Anion-Transporter OAT4 codiert, kann zum Beispiel
die cDNA verwendet werden, welche eine Basensequenz besitzt, die
in der SEQ ID Nr.: 1 gezeigt ist, und darüber hinaus ist es nicht auf
die oben erwähnte
cDNA beschränkt,
sondern DNA, die zu der Aminosäuresequenz
korrespondierend ist, wird entworfen, und die für das Polypeptid codierende
DNA kann verwendet werden. In diesem Fall war/waren 1–6 Art(en)
eines Codons für
die Codierung jeder Aminosäure
bekannt, und, obwohl ein beliebiges Codon für die Anwendung ausgewählt werden kann,
kann eine Sequenz entworfen werden, die eine höhere Expression aufweist, wenn
zum Beispiel eine häufige
Nutzung eines Codons durch den Wirt, welcher bei der Expression
zur Anwendung kommt, in Betracht gezogen wird. Wie im Fall der chemischen Synthese
von DNA und einer Fragmentierung der oben genannten cDNA kann die
DNA, welche eine entworfene Basensequenz besitzt, zum Beispiel mit
Hilfe einer partiellen Modifizierung der Basensequenz hergestellt werden.
Eine künstliche
partielle Modifizierung einer Basensequenz und die Einführung einer
Variation darin kann durch eine ortsgerichtete Mutagenese (Mark,
D. F., et al: Proc. Natl. Acad. Sci. USA, Band 18, Seiten 5662–5666, 1984)
etc. unter Verwendung eines Primers durchgeführt werden, der ein synthetisches
Oligonukleotid umfasst, das für
die gewünschte
Modifikation codiert.
-
Das
Nukleotid (Oligonukleotid oder Polynukleotid), das an das Gen des
Organisches-Anion-Transporters
der vorliegenden Erfindung unter einer stringenten Bedingung hybridisiert,
kann als eine Sonde für
einen Nachweis für
das Organisches-Anion-Transporter-Gen
verwendet werden, und darüber
hinaus kann es als Antisense-Oligonukleotid,
Ribozym, Decoy (Lockmittel) etc. für eine Modulierung der Expression
des Organisches-Anion-Transporters eingesetzt werden. Im Hinblick
auf ein solches Nukleotid, kann zum Beispiel ein Nukleotid verwendet
werden, das eine Teilsequenz von normalerweise nicht weniger als
14 zusammenhängenden
Basen in der Basensequenz, die in der SEQ ID Nr.: 1 gezeigt ist,
oder einer komplementären
Sequenz davon enthält,
und um spezifischer zu hybridisieren kann eine längere Sequenz, wie nicht weniger
als 20 Basen oder nicht weniger als 30 Basen als eine Teilsequenz
verwendet werden.
-
Es
ist auch möglich,
dass der Organisches-Anion-Transporter der vorliegenden Erfindung
oder ein Polypeptid, das die immunologische Homologie dazu besitzt,
dazu verwendet wird, um einen Antikörper dazu zu erhalten, und
der Antikörper
in der Lage ist, für
den Nachweis, die Reinigung etc. des Organisches-Anion-Transporters
eingesetzt zu werden. Der Antikörper
kann hergestellt werden, indem der Organisches-Anion-Transporter der vorliegenden Erfindung
oder ein Fragments davon oder ein synthetisches Peptid, das eine Teilsequenz
davon besitzt, als ein Antigen verwendet werden. Ein polyklonaler
Antikörper
kann durch ein herkömmliches
Verfahren hergestellt werden, bei dem ein Antigen in ein Wirtstier
(wie eine Ratte oder ein Kaninchen) eingeimpft wird und Immunserum
erhalten wird, während
ein monoklonaler Antikörper
durch eine herkömmliche
Art, wie ein Hybridoma-Verfahren, hergestellt werden kann.
-
Beispiele
-
Die
vorliegende Erfindung wird jetzt durch die folgenden Beispiele weiter
veranschaulicht werden, obgleich jene Beispiele die vorliegende
Erfindung nicht einschränken.
-
In
den folgenden Beispielen wird jede Arbeitsweise, wenn nicht anders
aufgeführt,
durch ein Verfahren durchgeführt,
das in Molecular Cloning von Sambrook, J., Fritsh, E. F. und Maniatis,
T., veröffentlicht
durch Cold Spring Harbor Laboratory Press, 1989, erwähnt ist,
oder gemäß der Anleitung
für die
Verwendung des im Handel erhältlichen
Produktes, wenn ein im Handel erhältlicher Kit verwendet wird.
-
Beispiel 1. Isolierung der cDNA vom multispezifischen
Organisches-Anion-Transporter 4 (OAT4) und Analyse davon.
-
Eine
offengelegte EST-Datenbank wurde auf der Grundlage einer Basensequenzinformation
von OAT1, OAT2 und OAT3 untersucht, die bereits durch die Erfinder
der vorliegenden Anmeldung isoliert waren. Als ein Ergebnis wurde
ein neues cDNA-Fragment
12876 erhalten, das eine Homologie mit OAT1, OAT2 und OAT3 aufwies.
-
Eine
cDNA-Bibliothek von menschlicher Niere, welche bereits aufgebaut
war, wurde unter Verwendung einer Sonde gescreent, in der das resultierende
H12876 mit 32P markiert war. Es wurde eine
Hybridisierung eine Nacht und einen Tag lang in einer Lösung für die Hybridisierung
bei 37°C
durchgeführt,
und danach wurde die Filtermembran mit einem 0,1 × SSC/0,1%
SDS bei 37°C
gewaschen. Hinsichtlich der Hybridisierungslösung wurde ein Puffer von einem
pH-Wert 6,5 verwendet, der 50% Formamid, 5 × Standard-Kochsalz-Citrat
(SSC), 3 × Denhardts
Lösung,
0,2% SDS, 10% Dextransulfat, 0,2 mg/ml modifizierte Lachssperma-DNA,
2,5 mM Natrium-Pyrophosphat,
25 mM MES und 0,01% Antischaum B (hergestellt von Sigma) enthielt.
-
Ein
Klon, der in λ-Zip-Lox
hinein isoliert wurde, wurde ferner einer Subklonierung in einen
Plasmidvektor pZL durch ein in vivo-Exzisionsverfahren unterzogen.
Als ein Ergebnis wurde eine neue cDNA (hOAT4-cDNA) präpariert,
die eine organisches-Anion-transportierende
Aktivität
besaß.
-
Die
Bestimmung einer Basensequenz der oben hergestellten cDNA (OAT4-cDNA)
wurde durch einen automatischen Sequenzierer (hergestellt von Applied
Biosystems) unter Verwendung eines spezifischen Primers durchgeführt. Die
Basensequenz ist in der SEQ ID Nr.: 1 der Sequenzauflistung gezeigt.
-
Beispiel 2. Charakterisierung der OAT4-Funktion.
-
Aus
einem die OAT4-cDNA enthaltenden Plasmid wurde cRNA (eine RNA, die
zu der cDNA komplementär
ist) in vitro unter Verwendung einer T7-RNA-Polymerase erzeugt (Sekine,
T., et al., J. Biol. Chem., Band 272, Seiten 18526–18529,
1997).
-
Die
resultierende cRNA wurde in Oozyten von Xenopus laevis gemäß des bereits
berichteten Verfahrens (Sekine, T., et al., J. Biol. Chem., Band
272, Seiten 18526–18529,
1997) injiziert, und die Oozyten wurden einem Inkorporierungsexperiment
unter Verwendung von verschiedenen markierten organischen Anionen
und organischen Kationen unterzogen. Als ein Ergebnis wurde herausgefunden,
wie es in der 1 gezeigt ist, dass die Oozyten,
in denen OAT4 exprimiert wurde, eine Inkorporierung von 3H-Estronsulfat, 3H-Dehydroepiandrosteronsulfat
und 3H-Ochratoxin A zeigten. Im Gegensatz
dazu wurde eine Aufnahme von 14C-TEA (Tetraethylammonium),
was ein typisches organisches Kation darstellt, nicht beobachtet.
-
Beispiel 3. Kinetischer Test von OAT4
für einen
Organisches-Anion-Transport
-
Ein
dynamischer Michaelis-Menten-Test wurde für einen Organisches-Anion-Transport
von OAT4 durchführt.
Es wurden die Änderungen
in der Aufnahmemenge von verschiedenen Konzentrationen von Estronsulfat
und Dehydroepiandrosteronsulfat durch OAT4 getestet, wobei die Konzentrationsabhängigkeit
von jenen Substraten durch OAT4 untersucht wurde. Das Aufnahmeexperiment
von markiertem Estronsulfat und Dehydroepiandrosteronsulfat wurde
gemäß des oben
erwähnten
Verfahrens unter Verwendung von Oozyten durchgeführt, in welche OAT4-cRNA injiziert
wurde.
-
Als
ein Ergebnis betrugen die Km-Werte von Estronsulfat und Dehydroepiandrosteronsulfat
1,01 ± 0,15 μM bzw. 0,63 ± 0,04 μM (Verweis
auf die 2).
-
Beispiel 4. Test auf die Kationenabhängigkeit
beim Organisches-Anion-Transport von OAT4.
-
Die
Natrium-Abhängigkeit
von OAT4 bei einem Organisches-Anion-Transport wurde untersucht. Selbst
wenn extrazelluläres
Natrium durch Lithium und Cholin ersetzt wurde, gab es keine Änderung
im Transport von Estronsulfat über
den OAT4, und es wurde deutlich gemacht, dass der OAT4 ein Organisches-Anion-Transporter
ist, der von extrazellulärem
Natrium unabhängig
ist (Verweis auf die 3).
-
Um
die Substrat-Selektivität
von OAT4 weiter zu untersuchen, wurden verschiedene anionische Substanzen
zu einem System in einem Aufnahmeexperiment-System von 3H-Estronsulfat
in Oozyten hinzugefügt, in
welche OAT4-cRNA injiziert wurde, und die Auswirkung wurde untersucht
(Inhibierungsexperiment). Ein Aufnahmeexperiment von 3H-Estronsulfat
wurde gemäß des oben
genannten Verfahrens unter Verwendung von Oozyten durchgeführt, in
welche OAT4-cRNA injiziert wurde. Eine Aufnahme von 50 nM 3H-Estronsulfat wurde bei der Gegenwart und
Abwesenheit von 500 μM
an verschiedenen Verbindungen (unmarkiert) gemessen. Das Ergebnis
war, dass verschiedene anionische Substanzen (wie Probenecid, Penicillin
G, Indomethacin, Ibuprofen, Diclofenac, Furosemid, Bumetanid, Bromsulfophthalein,
Cholsäure
und Taurocholsäure)
den Transport von 3H-Estronsulfat durch
OAT4 in signifikanter Weise inhibierten (Verweis auf die 3).
Auf der anderen Seite zeigten kationische Substanzen, wie Tetraethylammonium
und anorganische Sulfate, überhaupt
keine inhibierende Wirkung (Verweis auf die 4). Aus
den oben genannten Ergebnissen wurde klar gemacht, dass der OAT4
ein multi-spezifischer Organisches-Anion-Transporter ist.
-
Beispiel 5. Aufnahmetest von verschiedenen
Sulfat-Konjugaten und Glucuronsäure-Konjugaten durch
OAT4.
-
OAT4
zeigte eine Aufnahme-Aktivität
für Konjugate
der beiden Sulfate – Estronsulfat
und Dehydroepiandrosteronsulfat –, und daher wurde ein inhibitorischer
Test durchgeführt,
um herauszufinden, ob verschiedene Sulfat-Konjugate und Glucuronsäure-Konjugate ebenfalls
eine Wechselwirkung mit OAT4 zeigten. Wie in der 5 gezeigt,
zeigten alle Sulfat-Konjugate mit Ausnahme von Minoxidil-Sulfat
eine Wechselwirkung mit OAT4. Im Gegensatz dazu zeigten Glucuronsäure-Konjugate
nur eine schwache Wechselwirkung mit OAT4, mit Ausnahme von α-Naphthyl-β-Glucuronid.
-
Beispiel 6. Northern-Blotting-Analyse
vom OAT4-Gen
-
Es
wurde eine Analyse der Expression (Northern-Blotting) vom OAT4-Gen
in verschiedenen Geweben des Menschen durchgeführt. Volllängen-cDNA von OAT4 wurde mit 32P-dCTP markiert, und diese wurde als eine
Sonde für
die Durchführung
einer Hybridisierung von einem Filter (hergestellt von Clonetec)
verwendet, auf den RNA geblottet wurde, die aus verschiedenen Geweben
vom Menschen extrahiert worden ist. Die Hybridisierung wurde über Nacht
unter Verwendung einer Hybridisierungslösung durchgeführt, die
die Volllängen-cDNA
des OAT4 enthielt, und der Filter wurde bei 65°C mit einem 0,1 × SSC gewaschen,
der 0,1% SDS enthielt. Als ein Ergebnis des Northern-Blottings wurde
eine starke Bande nur in den Fällen
von Niere und Plazenta nachgewiesen (Verweis auf die 6).
Im Übrigen
zeigen die Blots in der 6 Gehirn, Herz, Skelettmuskel,
Dickdarm bzw. Kolon, Thymus, Milz, Niere, Leber, Dünndarm,
Plazenta, Lunge und periphere Blut-Leukozyten von links nach rechts.
-
Industrielle Anwendbarkeit
-
Die
vorliegende Erfindung stellt einen neuen Organisches-Anion-Transporter
OAT4 von einem Plazenta-Typ und ebenfalls ein Gen, das dafür codiert,
zur Verfügung.
Ein Transporter ist ein Protein, das eine Substanz, die für die Aufrechterhaltung
des Lebens von Zellen notwendig ist, genau wie ein Kanal, inkorporiert oder
ausscheidet, und seine Anomalie verursacht verschiedene Erkrankungen.
Insbesondere wird der Organisches-Anion-Transporter OAT4 eines Plazenta-Typs
gemäß der vorliegenden
Erfindung selektiv in der Niere und der Plazenta exprimiert, und
seine Aufklärung
ist für
die Vorbeugung und Behandlung von verschiedenen Nierenerkrankungen
und einem abnormalen Wachstum des Fötus nützlich. SEQUENZAUFLISTUNG