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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Katalysator, der zur Hydroraffination
und zum Hydrocracken von Kohlenwasserstoffbeschickungen unter Wasserstoffdruck
verwendbar ist, wobei der Katalysator mindestens einen Zeolithen,
bevorzugt einen Y- oder beta-Zeolithen, und mindestens eine Oxidmatrix umfasst,
wobei der Zeolith in seinem porösen
Netzwerk mindestens ein Metall der Gruppe VIB (Gruppe 6 gemäß der neuen
Notation des Periodensystems der Elemente: Handbook of Chemistry
and Physics, 76. Auflage, 1995-1996), bevorzugt Molybdän und Wolfram,
und/oder mindestens ein Edelmetall oder Nichtedelmetall der Gruppe
VIII (Gruppen 8, 9 und 10) des Periodensystems, bevorzugt Cobalt,
Nickel und Eisen enthält.
Die Oxidmatrix enthält
mindestens ein hydro-dehydrierendes Metall, bevorzugt der Gruppe
VIB, vorteilhafterweise Molybdän
und Wolfram, und/oder mindestens ein Metall der Gruppe VIII, vorteilhafterweise
Cobalt, Nickel und Eisen. Es ist mindestens ein Promoter-Element (Phosphor,
Bor, Silicium) vorhanden.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch das Verfahren zur Herstellung
des Katalysators sowie seine Verwendung zum Hydrocracken von Kohlenwasserstoffbeschickungen,
wie etwa Erdölschnitten und
aus Kohlenstoff stammende Schnitte, die Schwefel und Stickstoff
in Form organischer Verbindungen enthalten, wobei die Beschickungen
gegebenenfalls Metalle und/oder Sauerstoff enthalten.
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Das
herkömmliche
Hydrocracken von Erdölschnitten
ist ein sehr wichtiges Verfahren des Raffinierens, das es ermöglicht,
aus überschüssigen schweren
Kohlenwasserstoffbeschickungen leichtere Fraktionen, wie etwa Benzin,
Kerosine und leichte Dieselkraftstoffe herzustellen, die vom Raffinierer
gewünscht
werden, um seine Produktion an die Nachfragestruktur anzupassen.
Im Vergleich zum katalytischen Cracken besteht der Nutzen des katalytischen Hydrocrackens
darin, auf selektivere Weise Mitteldestillate, Kerosine und Dieselkraftstoffe
von sehr guter Qualität
zu liefern.
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Die
beim herkömmlichen
Hydrocracken verwendeten Katalysatoren sind alle bifunktionnellen Typs,
bei dem eine Säurefunktion
mit einer hydrierenden Funktion assoziiert wird. Die Säurefunktion
wird im Allgemeinen durch Träger
vom Typ kristallisierter Alumosilicate eingebracht, die Zeolithe
genannt werden. Die hydrierende Funktion wird entweder durch ein
oder mehrere Metalle der Gruppe VIII des Periodensystems der Elemente
eingebracht, wie etwa Eisen, Cobalt, Nickel, Ruthenium, Rhodium,
Palladium, Osmium, Iridium und Platin, oder durch eine Assoziation
mindestens eines Metalls der Gruppe VI des Periodensystems der Elemente,
wie etwa Chrom, Molybdän
und Wolfram, und mindestens einem, im Allgemeinen nicht edlen, Metall
der Gruppe VIII, wie etwa Co, Ni und Fe.
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Die
Träger
vom Zeolith-Typ, zum Beispiel vom reinen oder desaluminierten Y- oder auch beta-Typ,
haben eine sehr starke Azidität.
Diese Träger gewährleisten
daher die Säurefunktion
der Katalysatoren zum Hydrocracken. Diese Systeme sind aktiv und
die gebildeten Produkte sind von guter Qualität. Der Nachteil dieser katalytischen
Systeme auf der Basis eines Zeolithen ist eine Verschlechterung
der Selektivität
für Mitteldestillate
(Diesel + Kerosin), wenn die Zeolithmenge erhöht wird. Dies begrenzt daher
die Zeolithmenge, die in dem Katalysator benutzt werden kann, und
daher das Aktivitätsniveau, das
erreicht werden kann, wenn gleichzeitig eine gute Selektivität für Mitteldestillate
bewahrt werden soll.
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Die
US-Patentschrift 3,853,747 beschreibt Katalysatoren
zum Hydrocracken, die eine verbesserte Aktivität aufweisen, die einen Zeolithen
aus kristallinem Alumosilicat und ein hydrierendes Metall, das zur
Gruppe VIB des Periodensystems der Elemente gehört, umfassen. Diese Katalysatoren
werden durch die Zugabe des Metalls, das zur Gruppe VIB gehört, zum
Zeolithen in einem wässrigen
sauren Medium hergestellt, was den Erhalt des Metalls der Gruppe
VIB in nicht löslicher
Form ermöglicht.
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Die
Anmelderin hat entdeckt, dass es, um einen Katalysator zum Hydrocracken
zu erhalten, der eine starke Aktivität und eine gute Selektivität für Mitteldestillate
hat, vorteilhaft ist, ein Promotor-Element einzutragen und in das
poröse
Netzwerk des Zeolithen eine hydrierende Phase einzuführen, die
dadurch die hydro-dehydrierende Phase verstärkt, die auf der Oxidmatrix
vorhanden ist, und es auch vorteilhaft ist, eine große Zeolithmenge
zu verwenden. Die hydrierende Funktion, die in den Zeolithen eingeführt wird,
wird durch mindestens ein Metall oder eine Metallverbindung der
Gruppe VI und/oder mindestens ein Metall oder eine Metallverbindung
der Gruppe VIII gewährleistet.
Es kann vorteilhafterweise eine Kombination aus Metallen der Gruppe
VI und/oder eine Kombination aus Metallen der Gruppe VIII verwendet werden.
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Genauer
gesagt betrifft die Erfindung einen Katalysator, der mindestens
eine Matrix, mindestens einen Zeolithen und mindestens ein hydro-dehydrierendes
Element enthält,
das in der Matrix lokalisiert (das heißt, auf dem Katalysator abgelagert
oder in der Matrix enthalten) ist, einen Katalysator bei dem der
Zeolith in seinem porösen
Netzwerk mindestens ein Element der Gruppe VIB und gegebenenfalls
der Gruppe VIII enthält,
wobei der Katalysator ferner mindestens ein Promoter-Element enthält, ausgewählt aus
der Gruppe, gebildet aus Bor und Phosphor, wobei der Katalysator
geeignet ist, durch das Verfahren nach Anspruch 1 und nach den abhängigen Ansprüchen hergestellt
zu werden.
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Der
Katalysator der vorliegenden Erfindung beinhaltet im Allgemeinen
in Gew.-% im Verhältnis zur
Gesamtmasse des Katalysators:
- – 0,1 bis
99 %, oder auch 0,1 bis 98,7 % oder auch 0,1 bis 95 % und bevorzugt
von 0,1–90
%, bzw. 0,1–85
%, mindestens eines Zeolithen, bevorzugt eines Y-Zeolithen oder eines beta-Zeolithen,
wobei der Gehalt an Zeolith vorteilhafterweise mindestens 5 Gew.-%,
bevorzugt mindestens 15 Gew.-% bzw. mindestens 20 Gew.-% beträgt,
- – 1
bis 99,7 % oder 1 bis 98,8 %, bevorzugt von 10 bis 98 %, und noch
stärker
bevorzugt von 15 bis 95 % mindestens einer amorphen Oxidmatrix, bevorzugt
einer Aluminiumoxid- oder einer Siliciumdioxid-Aluminiumoxidmatrix,
- – mindestens
eines der Elemente der Gruppen VIB und/oder VIII in einem Anteil
von:
• 0,1
bis 40 %, bevorzugt von 3 bis 45 % und noch stärker bevorzugt von 5 bis 30
% von Metallen der Gruppe VIB (ausgedrückt in % des Oxids),
• 0,1 bis
30 %, bevorzugt von 0,1 bis 25 % und noch stärker bevorzugt von 0,1 bis
20 % von Metallen der Gruppe VIII (ausgedrückt in % des Oxids),
- – höchstens
20 %, oder auch 0,1–20
%, bevorzugt von 0 bis 15 % und noch stärker bevorzugt von 0 bis 10
% (ausgedrückt
in % des Oxids), mindestens eines Promoter-Elements, ausgewählt aus der
Gruppe, gebildet aus Bor, Phosphor,
und gegebenenfalls 0–20 %, bevorzugt
von 0,1–15
% oder auch von 0,1–10
% mindestens eines Elements, ausgewählt aus der Gruppe VIIA, bevorzugt
Fluor,
einen Katalysator, bei dem der Zeolith in seinem porösen System
mindestens ein Element der Gruppe VIB und gegebenenfalls der Gruppe
VIII enthält,
in einem Anteil von (in Gew.-% in dem Katalysator):
- – 0,1
bis 10 %, bevorzugt von 0,1 bis 5 %, und noch stärker bevorzugt von 0,1 bis
3 Gew.-% des Oxids mindestens eines Metalls der Gruppe VIB,
- – 0,1
bis 10 %, bevorzugt von 0 bis 7 %, und noch stärker bevorzugt von 0 bis 5
Gew.-% des Oxids mindestens eines Metalls der Gruppe III,
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Das
Metall der Gruppe VIB, das in dem porösen Netzwerk des Zeolithen
enthalten ist, kann gleich oder verschieden von dem sein, das in
der Matrix enthalten ist. Auf die gleiche Weise kann das Metall
der Gruppe VIII, das in dem Zeolithen enthalten ist, gleich oder
verschieden von dem sein, das in der Matrix enthalten ist.
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Der
Nachweis der Gegenwart der hydrierenden Phase in dem porösen Netzwerk
des Zeolithen kann durch diverse Methoden durchgeführt werden, die
dem Fachmann bekannt sind, wie zum Beispiel die elektronische Mikrosonde
und die Transmissionselektronenmikroskopie, die mit einem Röntgenenergiedispersiven
Spektrometer mit einem Detektor ausgestattet ist, der die Identifizierung
und die Quantifizierung der Elemente ermöglicht, die in den Kristallen des
Zeolithen und in der Oxidmatrix vorhanden sind.
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Der
bevorzugte Katalysator umfasst mindestens ein Element aus GVIB in
dem Zeolithen, mindestens ein Element aus GVIII in der Matrix und
mindestens ein Promoter-Element (d. h. im Wesentlichen in der Matrix
lokalisiert und auf der Matrix abgelagert).
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Der
Katalysator der vorliegenden Erfindung weist eine sehr hohe Hydrocrackingaktivität von Kohlenwasserstoffschnitten
und eine höhere
Selektivität als
die katalytischen Formulierungen auf, die aus dem Stand der Technik
bekannt sind. Ohne auf irgendeine Theorie festgelegt werden zu wollen, scheint
es, dass diese besonders hohe Aktivität der Katalysatoren der vorliegenden
Erfindung auf die gleichzeitige Gegenwart einer hydrierenden Funktion auf
der Matrix und einer besonderen hydrierenden Funktion innerhalb
des porösen
Netzwerks des Zeolithen, in Kombination mit der Gegenwart eines
Promoter-Elements zurückzuführen ist.
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Genauer
gesagt umfasst eine Methode zur Herstellung die folgenden Schritte:
- a) Einführen
in den Zeolithen mindestens eines Elements der Gruppe VIB und gegebenenfalls
der Gruppe VII,
- b) Mischen mit der Matrix und Formen, um den Träger zu erhalten;
- c) Einführen
mindestens eines Promoter-Elements durch Imprägnieren und Einführen mindestens
eines hydro-dehydrierenden Elements in die Matrix oder auf den Träger durch
eine der folgenden Methoden:
– Zugeben mindestens einer
Verbindung des Elements beim Formen, um mindestens einen Teil des
Elements einzuführen,
– Imprägnieren
des Trägers
mit mindestens einer Verbindung des Elements;
- d) Trocknen und Kalzinieren des erhaltenen Endprodukts und gegebenenfalls
Trocknen und/oder Kalzinieren des Produkts, das am Ende der Schritte
a) oder b) oder nach einer Imprägnierung erhalten
wird.
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Das
Promoter-Element ist im Wesentlichen auf der Matrix lokalisiert.
Somit ist das Silicium-Promoter-Element in amorpher Form und im
Wesentlichen auf der Matrix lokalisiert.
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Das
eingeführte
Silicium, das im Wesentlichen auf der Matrix des Trägers lokalisiert
ist, kann durch Techniken, wie etwa der Castaing-Mikrosonde (Verteilungsprofil
der verschiedenen Elemente), Transmissionselektronenmikroskopie,
gekoppelt mit einer Röntgenstrahlenanalyse
der Bestandteile des Katalysators, oder auch durch Kartierung der
Verteilung der Elemente, die in dem Katalysator vorhanden sind,
mittels elektronischer Mikrosonde, charakterisiert werden. Diese
lokalen Analysen liefern die Lokalisierung der diversen Elemente,
insbesondere die Lokalisierung des amorphen Siliciumdioxids auf der Matrix,
die auf die Einführung
des Siliciums zurückzuführen ist.
Die Lokalisierung des Silicium des Gerüsts des Zeolithen wird ebenfalls
offenbart. Im Übrigen kann
eine quantitative Bewertung der lokalen Gehalte an Silicium und
anderer Elemente durchgeführt werden.
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Andererseits
ist die NMR des 27Al-Festkörpers mit
Magic Angle Spinning eine Technik, die es ermöglicht, die Gegenwart des amorphen
Siliciumdioxids nachzuweisen, das in den Katalysator gemäß der in
der vorliegenden Erfindung beschriebenen Vorgangsweise eingeführt wurde.
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Der
Katalysator der vorliegenden Erfindung wird gemäß der folgenden drei Schritte
hergestellt:
- a) Einführen mindestens eines Metalls
der Gruppe VIB und gegebenenfalls mindestens eines Metalls der Gruppe
VIII in den Zeolithen, gefolgt von einer Kalzinierung, ohne vorheriges
Trocknen, bei einer Temperatur von 250 bis 800°C,
- b) Formen der Mischung des Zeolithen, der das Metall der Gruppe
VIB und/oder das Metall der Gruppe VIII enthält, der in Schritt a) erhalten
wurde, mit der Oxidmatrix. Eine der bevorzugten Methoden zur Formgebung
in der vorliegenden Erfindung besteht darin, den Zeolithen in ein
feuchtes Aluminiumoxidgel über
mehrere Dutzend Minuten zu verkneten, dann die so erhaltene Paste
durch eine Düse
zu geben, um Extrudate mit einem Durchmesser bevorzugt im Bereich
zwischen 0,4 und 8 mm zu formen. Das Einführen der Elmente der Gruppe
VIB und/oder VIII, die der Zeolith nicht umfasst, kann gegebenenfalls
in diesem Schritt durch Zugabe mindestens einer Verbindung dieses
Elements stattfinden, um mindestens einen Teil dieses Elements einzuführen. Diese
Einführung
kann von der Einführung
von Phosphor, Bor und/oder Silicium und gegebenenfalls der Einführung des
Elements der Gruppe VIIA (zum Beispiel Fluor) begleitet werden.
Der geformte Festkörper wird
dann gegebenenfalls bei einer Temperatur im Bereich zwischen 60
und 250°C
getrocknet und bei einer Temperatur von 250 bis 800°C kalziniert.
- c) Einführen
der Elemente der Gruppe VIB und/oder VIII, des Promoter-Elements
(wie etwa Phosphor), gegebenenfalls des GVIIA-Elements, durch Ablagerung
auf dem (kalzinierten oder getrockneten und bevorzugt kalzinierten) Träger, der in
Schritt b) erhalten wurde, wenn sie in Schritt b) nicht vollständig eingeführt wurden.
Eine Methode der Ablagerung, die dem Fachmann gut bekannt ist, ist
die Imprägnierung
des Trägers
mit einer Lösung,
die die Elemente der Gruppe VIB und/oder VIII und das Promoter-Element
(zum Beispiel Phosphor) enthält.
Der Ablagerung folgt dann gegebenenfalls das Trocknen bei einer
Temperatur im Bereich zwischen 60 und 250°C und gegebenenfalls Kalzinieren
bei einer Temperatur im Bereich zwischen 250 und 800°C.
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Die
Oxidmatrix wird üblicherweise
ausgewählt
aus der Gruppe, gebildet aus den Übergangsaluminiumoxiden, den
Siliciumdioxid-Aluminiumoxiden und deren Mischungen. Es ist bevorzugt,
Matritzen zu verwenden, die Aluminiumoxid enthalten, in allen Formen,
die dem Fachmann bekannt sind, zum Beispiel gamma-Aluminiumoxid.
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Die
bevorzugte Zeolithquelle ist der Y-Zeolith oder auch der beta-Zeolith
in allen ihren Formen. Der Zeolith kann Wasserstoffform haben oder
mindestens teilweise mit Metallkationen ausgetauscht sein, zum Beispiel
mit Hilfe von erdalkalischen Metallkationen und/oder Seltenerdenmetallkationen
mit Atomnummern von 57 bis einschließlich 71. Der Zeolith kann
mindestens zum Teil (d. h. mehr oder weniger) desaluminiert sein,
wie dem Fachmann gut bekannt ist.
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Die
Quellen der Elemente der Gruppe VIB, die verwendet werden können, sind
dem Fachmann gut bekannt. Zum Beispiel werden aus den Quellen für Molybdän und Wolfram
bevorzugt die Ammoniumoxide und die Ammoniumsalze, wie etwa Ammoniummolybdat,
Ammoniumheptamolybdat und Ammoniummetawolframat verwendet.
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Die
Quellen der Elemente der Gruppe VIII, die verwendet werden können, sind
dem Fachmann gut bekannt. Es werden zum Beispiel Nitrate, Sulfate, Halogenide
verwendet.
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Die
bevorzugte Phosphorquelle ist Orthophosphorsäure H3PO4, aber deren Salze und Ester, wie die Ammoniumphosphate,
eignen sich ebenfalls. Phosphomolybdänsäure und deren Salze, Phosphowolframsäure und
deren Salze können
vorteilhafterweise ebenfalls benutzt werden. Phosphor kann zum Beispiel
in Form einer Mischung aus Phosphorsäure und einer basischen organischen
Verbindung eingeführt
werden, die Stickstoff enthält,
wie etwa Ammoniak, primäre
und sekundäre
Amine, cyclische Amine, Verbindungen der Pyridinfamilie und Chinoleine und
Verbindungen der Pyrrolfamilie.
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Es
können
zahlreiche Siliciumquellen benutzt werden. Somit können Ethylorthosilicat Si(OEt)4, Siloxane, Polysiloxane, Silicone, Siliconemulsionen,
Halogenidsilicate, wie etwa Ammoniumfluorsilicat (NH4)2SiF6 oder Natriumfluorsilicat Na2SiF6, verwendet
werden. Silicomolybdänsäure und
deren Salze, Silicowolframsäure
und deren Salze können
vorteilhafterweise ebenfalls benutzt werden. Das Silicium kann zum
Beispiel durch Imprägnierung
von Ethylsilicat als Lösung
in einer Wasser/Alkohol-Mischung zugefügt werden. Das Silicium kann
zum Beispiel durch Imprägnierung
einer Siliciumverbindung vom Typ Silicon oder Kieselsäure zugefügt werden,
die in Wasser suspendiert ist.
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Die
Borquelle kann Borsäure,
bevorzugt Orthoborsäure
H3BO3, Ammoniumbiborat
oder -pentaborat, Boroxid, Borester sein. Das Bor kann zum Beispiel
in Form einer Mischung aus Borsäure,
sauerstoffhaltigem Wasser und einer basischen organischen Verbindung
eingeführt
werden, die Stickstoff enthält,
wie etwa Ammoniak, primäre
und sekundäre Amine,
cyclische Amine, Verbindungen der Pyridinfamilie und Chinoleine
und Verbindungen der Pyrrolfamilie. Das Bor kann zum Beispiel über eine
Lösung aus
Borsäure
in einer Wasser/Alkohol-Mischung eingeführt werden.
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Die
Quellen der Elemente der Gruppe VIIA, die verwendet werden können, sind
dem Fachmann gut bekannt. Zum Beispiel können die Fluoridanionen in
Form von Fluorwasserstoffsäure
oder deren Salzen eingeführt
werden. Diese Salze werden mit alkalischen Metallen, Ammonium oder
einer organischen Verbindung gebildet. In diesem letztgenannten
Fall wird das Salz vorteilhafterweise in der Reaktionsmischung mittels
Reaktion zwischen der organischen Verbindung und der Fluorwasserstoffsäure gebildet. Es
ist ebenfalls möglich,
hydrolysierbare Verbindungen zu verwenden, die Fluoridanionen in
Wasser freisetzen können,
wie Ammoniumhexafluorosilicat (NH4)2SiF6, Siliciumtetrafluorid
SiF4 oder Natriumtetrafluorid Na2SiF6. Das Fluor
kann zum Beispiel durch Imprägnierung
einer wässrigen
Lösung
aus Fluorwasserstoffsäure
oder Ammoniumfluorid eingeführt werden.
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Die
hydrierende Funktion, die die Matrix betrifft, wie sie zuvor definiert
wurde, kann in den Katalysator in verschiedenen Herstellungsstadien
und auf verschiedene Arten eingeführt werden. Sie kann nur zum
Teil eingeführt
werden (zum Beispiel in dem Fall der Assoziationen von Metalloxiden
der Gruppen VI und VIII) oder in ihrer Gesamtheit zum Zeitpunkt
des Verknetens der Aluminiumoxidquelle und des Zeolithen in Schritt
b), wobei der Rest des (der) hydrierenden Elements (Elemente) dann
nach dem Verkneten, und im Allgemeinen nach der Kalzinierung eingeführt wird.
Vorzugsweise wird das Metall der Gruppe VIII, unabhängig vom
Einführungsmodus,
gleichzeitig mit oder nach dem Metall der Gruppe VI eingeführt.
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Die
hydrierende Funktion kann auch durch eine oder mehrere Ionenaustauschvorgänge auf
dem kalzinierten Träger
(Zeolith, der in der Aluminiumoxidmatrix dispergiert ist), mit Hilfe
von Lösungen
eingeführt
werden, die die Vorläufersalze
der ausgewählten
Metalle enthalten, wenn diese zur Gruppe VIII gehören. Die
hydrierende Funktion (Gruppe VIII) ist also gleichzeitig im porösen Netzwerk
des Zeolithen und auf der Matrix lokalisiert. In diesem Fall kann
in Betracht gezogen werden, die Menge an Metall der Gruppe VIII,
die in den Zeolithen vor dessen Formgebung eingeführt wird,
zu begrenzen bzw. diesen Schritt sogar wegfallen zu lassen.
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In
diesem Fall wird der Katalysator hergestellt durch:
- a) gegebenenfalls Einführen
in den Zeolithen mindestens eines Teils mindestens eines Elements der
Gruppe VIII,
- b) Mischen mit der Matrix und Formen und Kalzinieren, um den
kalzinierten Träger
zu erhalten;
- c) Ionenaustausch auf dem kalzinierten Träger mit einer Lösung aus
mindestens einer Verbindung der Gruppe VIII, und Einführen mindestens
eines Promoter-Elements durch Imprägnieren,
- d) Trocknen und Kalzinieren des erhaltenen Endprodukts und gegebenenfalls
Trocknen und/oder Kalzinieren des Produkts, das am Ende von Schritt
a) erhalten wird.
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Die
hydrierende Funktion, die die Matrix betrifft, kann auch durch eine
oder mehrere Imprägnierungsvorgänge des
geformten und kalzinierten Trägers
eingeführt
werden, durch eine Lösung
der Vorläufer
der Oxide der Metalle der Gruppen VIII, wenn die Vorläufer der
Oxide der Metalle der Gruppe VI zuvor zum Zeitpunkt des Verknetens
des Trägers
eingeführt
wurden.
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Die
hydrierende Funktion kann schließlich durch einen oder mehrere
Imprägnierungsvorgänge des
kalzinierten Trägers
eingeführt
werden, der aus dem Zeolithen und der Aluminiumoxidmatrix besteht, die
gegebenenfalls mit P dotiert ist, mittels Lösungen, die die Vorläufer der
Metalloxide der Gruppen VI und/oder VIII enthalten, wobei die Vorläufer der
Metalloxide der Gruppe VIII bevorzugt nach jenen der Gruppe VI oder
gleichzeitig mit diesen letztgenannten eingeführt werden.
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In
dem Fall, in dem die Elemente in mehreren Imprägnierungen der entsprechenden
Vorläufersalze
eingeführt
werden, muss ein Schritt der Zwischenimprägnierung des Katalysators bei
einer Temperatur im Bereich zwischen 250 und 600°C durchgeführt werden.
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Die
Einführung
von Phosphor, Bor in den Katalysator kann in verschiedenen Herstellungsstadien und
auf verschiedene Arten ausgeführt
werden. Eine bevorzugte Methode gemäß der Erfindung besteht darin,
eine wässrige
Lösung
aus mindestens einem Element der Gruppe VI und/oder mindestens einem Element
der Gruppe VIII und einer Phosphor-, Bor- und/oder Siliciumverbindung
herzustellen und eine so genannte Trockenimprägnierung vorzunehmen, bei der
das Porenvolumen des Vorläufers
durch die Lösung
gefüllt
wird.
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Die
Imprägnierung
des Molybdäns
und/oder des Wolframs kann durch die Zugabe von Phosphorsäure zu den
Lösungen
erleichtert werden, wodurch es möglich
ist, auch den Phosphor einzuführen,
um die katalytische Aktivität
zu fördern.
Andere Phosphorverbindungen können
verwendet werden, wie dem Fachmann gut bekannt ist.
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Phosphor,
Bor können
durch eine oder mehrere Imprägnierungsvorgänge mit
einer Überschusslösung auf
dem kalzinierten Vorläufer
eingeführt
werden.
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Eine
bevorzugte Methode besteht darin, zum Beispiel durch Imprägnierung,
das oder die ausgewählten)
Vorläuferelement(e),
auf den kalzinierten oder nicht kalzinierten, bevorzugt kalzinierten
Vorläufer
abzulagern. Hierfür
wird eine wässrige
Lösung aus
mindestens einem Borsalz, wie etwa Ammoniumbiborat oder Ammoniumpentaborat
in alkalischem Medium und in Gegenwart von sauerstoffhaltigem Wasser
hergestellt, und es erfolgt eine so genannte Trockenimprägnierung,
bei der das Porenvolumen des Vorläufers mit der Lösung gefüllt wird,
die Bor enthält.
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Die
Katalysatoren, die durch die vorliegende Erfindung erhalten werden,
werden in Form von Körnern
mit unterschiedlichen Formen und Abmessungen geformt. Sie werden
im Allgemeinen in Form von zylindrischen oder mehrlappigen Extrudaten,
wie etwa zweilappigen, dreilappigen, oder mehrlappigen Extrudaten
mit gerader oder gedrehter Form verwendet, sie können aber gegebenenfalls in
Form von zerkleinerten Pulvern, Plättchen, Ringen, Kugeln, Rädern gefertigt
und benutzt werden. Sie weisen eine spezifische Oberfläche, gemessen
durch Stickstoffadsorption gemäß der BET-Methode
(Brunauer, Emmett, Teller, J. Am. Chem. Soc., Vol. 60, 309–316 (1938))
von mehr als 100 m2/g, ein Porenvolumen, gemessen
mittels Quecksilber-Porosimetrie im Bereich zwischen 0,2 und 1,5
cm3/g und eine Größenverteilung der Poren auf,
die monomodal, bimodal oder polymodal sein kann. Die Katalysatoren
der vorliegenden Erfindung haben bevorzugt eine monomodale Porenverteilung.
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Verwendung zur Transformation
der Kohlenwasserstoffschnitte
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Die
so erhaltenen Katalysatoren werden im Allgemeinen zum Hydrocracken
insbesondere von Kohlenwasserstoffschnitten vom Typ Destillat (Kerosin,
Diesel), Vakuumdestillat, entasphaltierten Rückständen oder ähnlichem verwendet, wobei die Schnitte
gegebenenfalls vorher hydrobehandelt sein können.
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Die
behandelten Kohlenwasserstoffbeschickungen haben Anfangssiedepunkte
von mindestens 150°C,
bevorzugt von mindestens 350°C,
und noch vorteilhafter handelt es sich um einen Schnitt, der zwischen
350 und 620°C
siedet.
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Die
mit dem Katalysator der Erfindung hydrogecrackten Schnitte sind
bevorzugt solche, bei denen mindestens 80 Vol.-% Verbindungen entsprechen,
deren Siedepunkte bei mindestens 320°C, und bevorzugt zwischen 350
und 620°C
liegen (das heißt, die
Verbindungen entsprechen, die mindestens 15 bis 20 Kohlenstoffatome
enthalten). Sie enthalten im Allgemeinen Heteroatome, wie etwa Schwefel
und Stickstoff. Der Stickstoffgehalt liegt normalerweise im Bereich
zwischen 1 und 5.000 Gew.-ppm und der Schwefelgehalt zwischen 0,01
und 5 Gew.-%.
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Die
Bedingungen des Hydrocrackens, wie etwa Temperatur, Druck, Wasserstoffrecyclingrate, Volumengeschwindigkeit
pro Stunde, können
in Abhängigkeit
von der Natur der Beschickung, der Qualität der gewünschten Produkte und den Anlagen, über die
der Raffinierer verfügt,
sehr variabel sein. Die Temperatur ist im Allgemeinen größer als
200°C und
häufig
im Bereich zwischen 250°C
und 480°C. Der
Druck ist größer als
0,1 MPa und häufig
größer als
1 MPa. Die Wasserstoffrecyclingrate liegt bei mindestens 50 und
häufig
im Bereich zwischen 80 und 5.000 Normalliter Wasserstoff pro Liter
Beschickung. Die Volumengeschwindigkeit pro Stunde liegt im Allgemeinen
im Bereich zwischen 0,1 und 20 Beschickungsvolumen pro Katalysatorvolumen
pro Stunde.
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Der
Katalysator der vorliegenden Erfindung kann in diversen Hydrocracking-Verfahren benutzt werden,
bei denen ein oder mehrere Reaktoren hintereinander assoziiert werden,
die voneinander getrennt sind oder nicht, mit Recycling der Rückstände oder
nicht.
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Der
Katalysator kann also zum Beispiel in Verfahren in einem Schritt
benutzt werden, mit einem oder mehreren Katalysatoren mit oder ohne
Recycling der Gase und der Flüssigkeit
oder in Verfahren in zwei Schritten, mit einem oder mehreren Katalysatoren,
mit oder ohne Trennung zwischen den beiden Reaktoren, mit oder ohne
Recycling der Gase und der Flüssigkeit.
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Die
Katalysatoren der vorliegenden Erfindung werden bevorzugt einer
Schwefelbehandlung unterzogen, die es ermöglicht, mindestens zum Teil die
Metallspezies in Sulfide zu transformieren, bevor diese mit der
zu behandelnden Beschickung in Kontakt gebracht werden. Diese Aktivierung
durch Schwefelbehandlung ist dem Fachmann gut bekannt und kann mittels
jeder Methode durchgeführt
werden, die in der Literatur bereits beschrieben wurde.
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Eine
herkömmliche
Methode zur Schwefelbehandlung, die dem Fachmann gut bekannt ist,
besteht darin, in Gegenwart von Schwefelwasserstoff auf eine Temperatur
im Bereich zwischen 150 und 800°C,
bevorzugt zwischen 250 und 600°C,
im Allgemeinen in einer Reaktionszone mit durchströmtem Bett
zu erhitzen.
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Der
Katalysator der vorliegenden Erfindung kann bevorzugt zum Hydrocracken
von Schnitten (wie etwa jenen vom Typ Vakuumdestillat) verwendet werden,
die stark mit Schwefel und Stickstoff beladen sind, und die zuvor
einer Hydrobehandlung unterzogen wurden. In diesem Fall läuft das
Umwandlungsverfahren eines Erdölschnitts
in zwei Schritten ab, wobei der Katalysator gemäß der Erfindung im zweiten
Schritt verwendet wird.
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Der
Katalysator 1 des ersten Schritts hat eine Funktion zur Hydrobehandlung
und umfasst bevorzugt eine Matrix auf der Basis von Aluminiumoxid, und
enthält
bevorzugt keinen Zeolithen, und mindestens ein Metall, das eine
hydrierende Funktion hat. Diese Matrix kann auch aus Siliciumdioxid,
Siliciumdioxid-Aluminiumoxd, Boroxid, Magnesiumoxid, Zirkoniumoxid,
Titanoxid oder einer Kombination dieser Oxide bestehen oder dies
beinhalten. Die hydrodehydrierende Funktion wird durch mindestens
ein Metall oder eine Metallverbindung der Gruppe VIII gewährleistet,
wie etwa Nickel oder vor allem Cobalt. Es kann eine Kombination
aus mindestens einem Metall oder einer Metallverbindung der Gruppe
VI (vor allem Molybdän
oder Wolfram) und mindestens einem Metall oder einer Metallverbindung
der Gruppe VIII (vor allem Cobalt oder Nickel) des Periodensystems
der Elemente verwendet werden. Die Gesamtkonzentration an Metalloxiden
der Gruppen VI und VIII liegt im Bereich zwischen 5 und 40 Gew.-%,
und bevorzugt zwischen 7 und 30 Gew.-%, und das Gewichtsverhältnis, ausgedrückt als
Metalloxid in Metall (oder Metallen) der Gruppe VI zu Metall (oder
Metallen) der Gruppe VIII liegt im Bereich zwischen 1,25 und 20, und
bevorzugt zwischen 2 und 10. Ferner kann dieser Katalysator Phosphor
enthalten. Der Gehalt an Phosphor, ausgedrückt als Konzentration an Diphosphorpentoxid
P2O5 wird im Allgemeinen
bei höchstens
15 %, bevorzugt im Bereich zwischen 0,1 und 15 Gew.-%, und bevorzugt
im Bereich zwischen 0,15 und 10 Gew.-% liegen. Er kann auch Bor
in einem (Atom)verhältnis
B/P = 1,02–2
enthalten, wobei die Summe der Gehalte an B und P, ausgedrückt in Oxiden,
bei 5–15
Gew.-% liegt.
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Der
erste Schritt läuft
im Allgemeinen bei einer Temperatur von 350–460°C, bevorzugt von 360–450°C, einem
Druck größer als
2 MPa, bevorzugt größer als
5 MPa ab, einer Volumengeschwindigkeit pro Stunde von 0,1–5 h–1 und
bevorzugt 0,2–2 h–1,
und mit einer Wasserstoffmenge von mindestens 100 NI/NI Beschickung,
und bevorzugt 260–3.000 NI/NI
Beschickung ab.
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Für den Schritt
der Umwandlung mit dem Katalysator gemäß der Erfindung (oder zweitem
Schritt) sind die Temperaturen im Allgemeinen größer oder gleich 230°C und liegen
häufig
im Bereich zwischen 300°C
und 430°C.
Der Druck ist im Allgemeinen größer als
2 MPa und bevorzugt größer als
5 MPa. Die Wasserstoffmenge liegt bei einem Minimum von 100 l/l
Beschickung und häufig
im Bereich zwischen 200 und 3.000l/l Wasserstoff pro Liter Beschickung.
Die Volumengeschwindigkeit pro Stunde liegt im Allgemeinen im Bereich
zwischen 0,15 und 10 h–1.
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Es
können
mehrere Formen des Hydrocrackens verwendet werden. In einer ersten
Form des Hydrocrackens ist der Druck im mittleren Bereich. Der Katalysator
gemäß der Erfindung
wird daher bei einer Temperatur im Allgemeinen größer oder
gleich 230°C
oder 300°C,
im Allgemeinen bei höchstens 480°C, und häufig im
Bereich zwischen 350°C
und 450°C
benutzt. Der Druck ist im Allgemeinen größer als 2 MPa und kleiner oder
gleich 12 MPa. Ein Mitteldruckbereich, der bei 7,5–11 MPa,
bevorzugt bei 7,5–10
MPa oder auch bei 8–11
MPa und vorteilhafterweise bei 8,5–10 MPa liegt, ist besonders
interessant. Die Wasserstoffmenge liegt bei einem Minimum von 100
Normalliter Wasserstoff pro Liter Beschickung, und häufig im
Bereich zwischen 200 und 3.000 Normalliter Wasserstoff pro Liter
Beschickung. Die Volumengeschwindigkeit pro Stunde liegt im Allgemeinen
im Bereich zwischen 0,1 und 10 h–1.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann der Katalysator der vorliegenden Erfindung zum Hydrocracken
unter Bedingungen von hohem Wasserstoffdruck von mindestens 8,5
MPa, bevorzugt mindestens 9 MPa oder mindestens 10 MPa benutzt werden.
Die behandelten Schnitte sind zum Beispiel vom Typ Vakuumdestillat,
die stark mit Schwefel und Stickstoff beladen sind, und die zuvor
einer Hydrobehandlung unterzogen wurden. In diesem Fall läuft das
Umwandlungsverfahren eines Erdölschnitts
im Allgemeinen in zwei Schritten ab, wobei der Katalysator gemäß der Erfindung
im zweiten Schritt verwendet wird.
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Für den Schritt
der Umwandlung mit dem Katalysator gemäß der Erfindung sind die Temperaturen im
Allgemeinen größer oder
gleich 230°C
und liegen häufig
im Bereich zwischen 300°C
und 430°C.
Der Druck ist im Allgemeinen größer als
8,5 MPa und bevorzugt größer als
10 MPa. Die Wasserstoffmenge liegt bei einem Minimum von 100 l/l
Beschickung und häufig
im Bereich zwischen 200 und 3.000 l/l Wasserstoff pro Liter Beschickung.
Die Volumengeschwindigkeit pro Stunde liegt im Allgemeinen im Bereich zwischen
0,15 und 10 h–1.
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Es
werden also Umwandlungsniveaus erreicht, die größer sind als jene, die in der
zuvor beschriebenen ersten Ausführungsform
erhalten werden.
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Unter
diesen Bedingungen weisen die Katalysatoren der vorliegenden Erfindung
eine bessere Umwandlungsaktivität
und eine bessere Selektivität für Mitteldestillate
auf als die im Handel erhältlichen Katalysatoren.
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Der
Katalysator gemäß der Erfindung
ist ebenfalls zur Hydroraffination (HDS, HDN und vor allem zur Hydrierung
von Aromaten) verwendbar. Die Temperatur ist im Allgemeinen größer als
200°C und häufig im
Bereich zwischen 280°C
und 480°C.
Der Druck ist im Allgemeinen größer als
0,1 MPa und häufig
größer als
1 MPa. Die Gegenwart von Wasserstoff ist im Allgemeinen mit einer
Wasserstoffrecyclingrate im Allgemeinen von. mindestens 80 und häufig im
Bereich zwischen 100 und 4.000 Liter Wasserstoff pro Liter Beschickung
notwendig. Die Volumengeschwindigkeit pro Stunde liegt im Allgemeinen
im Bereich zwischen 0,1 und 20 h–1.
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Die
folgenden Beispiele illustrieren die vorliegende Erfindung ohne
jedoch ihren Umfang einzuschränken.
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Beispiel 1: Fertigung eines nicht erfindungsgemäßen Katalysators
A
-
Der
Katalysator A wird auf die folgende Weise gefertigt: Es werden 20
Gew.-% eines Y-Zeolithen mit einem Kristallparameter gleich 2,429
nm und einem Si/Al-Gesamtverhältnis von
13,6 und einem Si/Al-Verhältnis
des Gerüsts
von 19 verwendet, das mit 80 Gew.-% Aluminiumoxid vom Typ SB3, das
von der Firma Condea geliefert wird, gemischt wird. Die verknetete
Paste wird anschließend
durch eine Düse mit
einem Durchmesser von 1,4 mm extrudiert. Die Extrudate werden anschließend über Nacht
bei 120°C
unter Luft getrocknet, dann bei 550°C unter Luft kalziniert. Die
Extrudate werden trockenimprägniert,
das heißt,
Füllen
des Porenvolumens mit einer wässrigen
Lösung
aus einer Mischung aus Ammoniumheptamolybdat, Nickelnitrat und Orthophosphorsäure, um
2,2 Gew.-% Nickeloxid NiO, 12,3 Gew.-% Molybdänoxid MoO3,
4,4 Gew.-% Phosphoroxid P2O5 abzulagern, über Nacht
bei 120°C
unter Luft getrocknet und schließlich unter Luft bei 550°C kalziniert. Der
fertige Katalysator enthält
also 16,2 Gew.-% des Y-Zeolithen.
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Beispiel 2: Fertigung eines nicht erfindungsgemäßen Katalysators
B
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Der
Katalysator B wird auf die folgende Weise gefertigt: Es werden 70
Gew.-% eines Y-Zeolithen mit einem Kristallparameter gleich 2,429
nm und einem Si/Al-Gesamtverhältnis von
13,6 und einem Si/Al-Verhältnis
des Gerüsts
von 19 verwendet, das mit 30 Gew.-% Aluminiumoxid vom Typ SB3, das
von der Firma Condea geliefert wird, gemischt wird. Die verknetete
Paste wird anschließend
durch eine Düse mit
einem Durchmesser von 1,4 mm extrudiert. Die Extrudate werden anschließend über Nacht
bei 120°C
unter Luft getrocknet, dann bei 550°C unter Luft kalziniert. Die
Extrudate werden trockenimprägniert,
das heißt,
Füllen
des Porenvolumens mit einer wässrigen
Lösung
aus einer Mischung aus Ammoniumheptamolybdat, Nickelnitrat und Orthophosphorsäure, um
1,5 Gew.-% Nickeloxid NiO, 7,3 Gew.-% Molybdänoxid MoO3 und
2,5 Gew.% Phosphoroxid P2O5 abzulagern.
Die feuchten Extrudate werden anschließend über Nacht bei 120°C unter Luft
getrocknet und schließlich
bei 550°C
unter Luft kalziniert. Der fertige Katalysator enthält 62,1
Gew.-% des Y-Zeolithen.
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Beispiel 3: Fertigung der erfindungsgemäßen Katalysatoren
C und D
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Die
Katalysatoren C und D werden auf die folgende Weise gefertigt: Es
wird zuerst ein Pulver des Y-Zeolithen mit einem Kristallparameter
gleich 2,429 nm und einem Si/Al-Gesamtverhältnis von 13,6 und einem Si/Al-Verhältnis des
Gerüsts
von 19 hergestellt, das mit einer wässrigen Lösung aus Ammoniumheptamolybdat
imprägniert
wird, um 2,4 Gew.-% MoO3 im Verhältnis zum
Zeolithen, abzulagern. Ohne vorheriges Trocknen wird bei 500°C 2 Std.
lang unter trockener Luft kalziniert.
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Um
den Katalysator C zu erhalten, werden 20 Gew.-% des mit Molybdän imprägnierten
Zeolithen verwendet, der oben hergestellt wurde, der mit 80 Gew.-%
des Aluminiumdioxids vom Typ SB3 gemischt wird, das von der Firma
Condea geliefert wird, gemischt wird. Die verknetete Paste wird
anschließend
durch eine Düse
mit einem Durchmesser von 1,4 mm extrudiert. Die Extrudate werden
anschließend über Nacht
bei 120°C
unter Luft getrocknet, dann bei 550°C unter Luft kalziniert. Die
Extrudate werden trockenimprägniert,
das heißt
Füllen
des Porenvolumens mit einer wässrigen
Lösung
aus einer Mischung aus Ammoniumheptamolybdat, Nickelnitrat und Orthophosphorsäure, über Nacht
bei 120°C unter
Luft getrocknet, und anschließend
unter Luft bei 550°C
kalziniert. Die Zusammensetzung der Imprägnierungslösung wird so berechnet, um
auf dem fertigen Katalysator 2,2 Gew.-% Nickeloxid NiO, 12,3 Gew.-%
Molybdänoxid
MoO3, 4,4 Gew.-% Phosphoroxid P2O5 und 16,2 Gew.-% des Y-Zeolithen zu erhalten.
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Um
den Katalysator D zu erhalten, wird eine Menge von 70 Gew.-% des
mit Molybdän
imprägnierten
Zeolithen, der oben hergestellt wurde, auf 30 Gew.-% des Aluminiumdioxids
vom Typ SB3 verwendet, das von der Firma Condea geliefert wird.
Die verknetete Paste wird anschließend durch eine Düse mit einem
Durchmesser von 1,4 mm extrudiert. Die Extrudate werden anschließend über Nacht
bei 120°C unter
Luft getrocknet, dann bei 550°C
unter Luft kalziniert. Die Extrudate werden anschließend trockenimprägniert,
das heißt,
Füllen
mit einer wässrigen
Lösung
aus einer Mischung aus Ammoniumheptamolybdat, Nickelnitrat und Orthophosphorsäure, um
1,5 Gew.-% Nickeloxid NiO, 5,0 Gew.-% Molybdänoxid MoO3 und
2,5 Gew.-% Phosphoroxid P2O5 abzulagern. Über Nacht
wird bei 120°C
unter Luft getrocknet und schließlich unter Luft bei 550°C kalziniert. Unter
Berücksichtigung
der anfänglichen
Gegenwart von Molybdän
in dem Zeolithen, enthält
der Katalysator in Oxidgewicht: 1,5 Gew.-% Nickeloxid NiO, 7,3 Gew.-%
Molybdänoxid
MoO3, 2,5 Gew.-% Phosphoroxid P2O5. Der fertige Katalysator enthält 60,4 Gew.-%
des Y-Zeolithen.
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Beispiel 4: Analysen der Katalysatoren
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Die
beiden Katalysatoren A und C, die nur etwa 16 % des Zeolithen enthalten
wurden analysiert, um die Gegenwart oder das Fehlen von Molybdän in dem
Zeolithen nachzuweisen. Der Nachweis der Gegenwart von Molybdän in dem Zeolithen,
wenn die hydrierende Phase, hier Aluminiumoxid, die auf der Oxidmatrix
abgelagert ist, viel Molybdän
enthält,
ist nämlich
der schwierigste Fall, insbesondere für starke Zeolithgehalte.
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Die
erste Methode, die benutzt wird, ist die Transmissionselektronenmikroskopie,
die ausgestattet ist mit einem Röntgenenergie-dispersiven
Spektrometer ausgestattet ist, das die Identifizierung und Quantifizierung
der Elemente ermöglicht,
die in den Kristallen des Zeolithen vorhanden sind.
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Hierfür wird ein
Transmissionselektronenmikroskop JEOL 2010R URP benutzt, das mit
einem Röntgenenergie-dispersiven
Spektrometer X TRACOR ausgestattet ist, das selbst mit einem Detektor Z-MAX30
ausgestattet ist. Die Extrudate der Katalysatoren werden in einem
Mörser
fein gemahlen. Das Pulver wird in Harz eingeschlossen, um für die beiden
Katalysatoren ultrafeine Schnitte mit einer Dicke von etwa 700 Å auszuführen. Die
produzierten Schnitte werden auf Cu-Gittern gesammelt, die mit einer
C-Membran mit Löchern
bedeckt sind, die als Träger
für das
Präparat
dienen. Diese Präparate
werden unter einer IR-Lampe
getrocknet bevor sie in das Transmissionselektronenmikroskop eingeführt werden,
wo sie für
einige Minuten einem primären
Vakuum, dann während
der gesamten Beobachtung einem sekundären Vakuum ausgesetzt werden.
Das Elektronenmikroskop ermöglicht
sehr gut, die Kristalle des Zeolithen mit einer Größe von etwa
0,4 Mikron zu identifizieren, die in der Aluminiumoxidmatrix dispergiert
sind. Anschließend
wird eine bestimmte Anzahl von lokalen Analysen (15 bis 20) auf
diversen Zonen der Matrix und auf diversen Kristallen des Zeolithen
mit einer Strahlsonde mit einem Durchmesser von 0,1 Mikron durchgeführt. Die
quantitative Behandlung des Signals ermöglicht es, die relative Konzentration
in Atom-% der Elemente (abgesehen von Sauerstoff) zu erhalten.
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Tabelle
1 fasst die Ergebnisse zusammen, die für die Proben A und C erhalten
wurden, die in den obigen Beispielen beschreiben wurden. Tabelle 1
| Katalysator | analysierte Zone | Si | Al | Ni | Mo | Si/Al | Ni/Mo |
| | | At.-% | At.-% | At.-% | At.-% | At./At. | At./At. |
| A | Zeolith | 93 | 6,8 | 0,05 | 0 | 14,8 | – |
| A | Aluminiumoxid | 1,6 | 91,4 | 2 | 4,9 | 0 | 0,4 |
| C | Zeolith | 92,5 | 6,1 | 0,05 | 0,8 | 16,6 | 0,06 |
| C | Aluminiumoxid | 0,3 | 88,9 | 3,7 | 7,1 | 0 | 0,5 |
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In
Tabelle 1 ist zu beobachten, dass der Katalysator A Kristalle des
Y-Zeolithen ohne Molybdän enthält. Die
nachgewiesene Menge an Ni offenbart die Ungenauigkeit der Messung.
Dagegen ermöglicht diese
Analysetechnik im Katalysator C zweifelsfrei die Gegenwart von Molybdän in den
Kristallen des Y-Zeolithen
nachzuweisen.
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Die
zweite Technik die benutzt wird, ist die elektronische Mikrosonde.
Einige Extrudate werden mit Harz umhüllt, dann bis auf ihren Durchmesser
poliert und mit Kohlenstoff metallisiert. Die Probe wird in einen
Apparat JXM 880 eingeführt,
um an unterschiedlichen Punkten die lokalen Zusammensetzung an Al,
Si, Mo und Ni zu analysieren.
-
Wenn
die Auflösung
in einer Größenordnung von
einigen Kubikmikron ist, enthält
jede analysierte Zone entweder nur Zeolith oder nur Aluminiumoxid, oder
eine Mischung der beiden Phasen.
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Um
die Gegenwart von Molybdän
in dem Y-Zeolithen im Fall der Probe C besser zu demonstrieren,
werden folgende Berechnungen vorgenommen. Für jeden Analysepunkt wird die
Konzentration gemessen, ausgedrückt
in Gew.-% des Oxids von Al, Si, Mo und Ni. Ausgehend von der Konzentration
an Oxid von Al und von Si und dem Si/Al-Atomverhältnis des Zeolithen wird das
Al2O3/(Y-Zeolith
+ Al2O3)-Masseverhältnis an jedem Punkt abgeleitet. Anschließend kann
ein Diagramm erstellt werden, das die Konzentration an Mo, gemessen
in Abhängigkeit
vom Al2O3/(Y-Zeolith
+ Al2O3)-Masseverhältnis verknüpft. Für den Katalysator
A sollten die Messpunkte, die keinen Zeolithen enthalten, und für die daher
Al2O3/(Y-Zeolith
+ Al2O3) = 1 gilt,
etwa 14 bis 18 Gew.-% MoO3 enthalten. Umgekehrt
sollten die Messpunkte, die keine Matrix enthalten und für die daher Al2O3/(Y-Zeolith +
Al2O3) = 0 gilt,
kein MoO3 enthalten. Wenn alle Zwischenmessungen,
die den Mischungen entsprechen, auf dieser Art von Diagramm gruppiert werden,
wird eine lineare Relation zwischen Mo-Konzentration und dem Al2O3/(Y-Zeolith +
Al2O3)-Verhältnis erhalten,
die Null schneidet, wie 1 in der Tat zeigt. Für den Katalysator
C sollten die Messpunkte, die keine Matrix enthalten, und für die daher Al2O3/(Y-Zeolith +
Al2O3) = 0 gilt,
MoO3 enthalten. Dies ergibt eine lineare
Relation zwischen der MoO3-Konzentration
und dem Al2O3/(Y-Zeolith
+ Al2O3)-Verhältnis, die
den Mittelwert der MoO3-Konzentration in
dem Zeolithen schneidet, wie 2 in der
Tat zeigt.
-
Der
Vergleich von 1 und 2 zeigt
eindeutig, dass die Ordinate am Anfang, die die MoO3-Konzentration
des analysierten Katalysators für
den Katalysator A (kein Mo im Y-Zeolithen) angibt, null ist, und
im Fall des Katalysator C (etwa 1,1 % Mo in dem Y-Zeolithen) bei
etwa 1,1 % liegt. Es ist festzuhalten, dass in 1 und 2 die
gleiche Prozedur für
Nickel angewendet werden kann, und dass in beiden Fällen die
Ordnungszahl am Anfang die Abwesenheit von Nickel in dem Zeolithen
anzeigt, was in der Tat für
die Katalysatoren A und C der Fall ist, die oben beispielhaft angeführt wurden.
-
Beispiel 5: Vergleich der Katalysatoren
zum Hydrocracken eines Vakuumdestillats bei Mitteldruck.
-
Die
Katalysatoren, deren Herstellungsweisen in den vorhergehenden Beispielen
beschrieben wurden, werden unter den Bedingungen des Hydrocracken
bei Mitteldruck auf eine Erdölbeschickung angewendet,
deren wesentlichen Merkmale die folgenden sind:
| Anfangspunkt | 365°C |
| Punkt
10% | 430°C |
| Punkt50% | 472°C |
| Punkt90% | 504°C |
| Endpunkt | 539°C |
| Fließpunkt | +39°C |
| Dichte
(20/4) | 0,921 |
| Schwefel
(Gew.-%) | 2,38 |
| Stickstoff | 1130(Gew.-ppm) |
-
Die
katalytische Testeinheit umfasst zwei Festbettreaktoren mit aufsteigender
Zirkulation der Beschickung ("up-flow"). In jeden der Reaktoren
werden 40 ml Katalysator eingeführt.
Im ersten Reaktor, demjenigen den die Beschickung zuerst passiert, wird
der Katalysator des ersten Schritts der Hydrobehandlung HTH548,
der von der Firma Procatalyse verkauft wird, eingeführt, der
ein Element der Gruppe VI und ein Element der Gruppe VIII umfasst,
die auf Aluminiumoxid abgelagert sind. In dem zweiten Reaktor, demjenigen,
den die Beschickung zuletzt passiert, wird der Katalysator zum Hydrocracken
(A, B. C oder D) eingeführt.
Die zwei Katalysatoren werden einem Schritt der In-situ-Sulfurierung vor
der Reaktion unterzogen. Es ist festzuhalten, dass jede Methode der
In-situ- oder Ex-situ-Sulfurierung geeignet ist. Sobald die Sulfurierung
realisiert ist, kann die oben beschriebene Beschickung transformiert
werden. Der Gesamtdruck liegt bei 8,5 MPa, die Wasserstoffdurchflussmenge
liegt bei 500 Liter gasförmigem Wasserstoff
pro Liter eingespeister Beschickung, die Volumengeschwindigkeit
pro Stunde liegt bei 0,8 h–1. Die beiden Reaktoren
arbeiten bei der gleichen Temperatur.
-
Die
katalytischen Leistungen werden mittels der Bruttoumwandlung bei
400°C (BU),
durch die Bruttoselektivität
(BS) und mittels Hydrodesulfurierungsumwandlungen (HDS) und Hydrodenitrierungsumwandlungen
(HDN) ausgedrückt.
Die katalytischen Leistungen werden auf dem Katalysator gemessen,
nachdem ein Zeitraum der Stabilisierung von im Allgemeinen mindestens
48 Stunden, eingehalten wurde.
-
Die
Bruttoumwandlung BU wird angenommen als:
BU = Gew.-% von 380°Cminus des Abflusses
-
Die
Bruttoselektivität
BS wird angenommen als:
BS = 100·Gewicht der Fraktion (150°C-380°C)/Gewicht
der Fraktion 380°Cminus des Abflusses
-
Hydrodesulfurierungsumwandlung
HDS wird angenommen als:
HDS = (SAusgang – SAbfluss)/SAusgang·100 =
(24.600 – SAbfluss)/24.600·100
-
Die
Hydrodenitrierungsumwandlung HDN wird angenommen als:
HDN =
(NAusgang – NAbfluss)/NAusgang·100
= (1130 – NAbfluss)/1130·100
-
In
der folgenden Tabelle berichten wir über die Merkmale der Katalysatoren
und deren Leistungen: Bruttoumwandlung BU bei 400°C, Bruttoselektivität BS, Hydrodesulfurierungsumwandlung
HDS und die Hydrodenitrierungsumwandlung HDN für die vier Katalysatoren.
| | A | B | C | D |
| Zeolith (%) | 16,2 | 62,1 | 16,2 | 60,4 |
| NiO (%) | 2,2 | 1,5 | 2,2 | 1,5 |
| MoO3(%) | 12,3 | 7,3 | 12,3 | 7,3 |
| P2O5 (%) | 4,4 | 2,5 | 4,4 | 2,5 |
| MoO3 im Zeolithen (Gew.-%) im Zeolithen) | 0 | 0 | 2,4 | 2,4 |
| BU (Gew.-%) | 48,7 | 54,8 | 49,3 | 56,9 |
| BS | 80,3 | 72,6 | 82,0 | 79,9 |
| HDS (%) | 99,4 | 96,3 | 99,6 | 99,7 |
| HDN (%) | 96,6 | 87,1 | 97,8 | 98,9 |
-
Der
Vergleich des Katalysators C mit dem Katalysator A, die die gleiche
Menge an Y-Zeolith, Oxidmatrix, hydro-dehydrierenden Elementen und Phosphor
enthalten, zeigt, dass die Gegenwart einer hydrierenden Phase, die
in dem porösen
Netzwerk des Zeolithen enthalten ist, ein besseres Umwandlungsniveau
der Fraktion 380°C
ergibt als der Katalysator A, der diese nicht enthält.
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Die
Selektivität
hat das gleiche Niveau während
die HDS- und HDN-Aktivitäten
etwas erhöht sind.
Im Fall der Katalysatoren B und D, die eine große Zeolithmenge enthalten,
ist eine sehr deutliche Verbesserung der Umwandlung, der Selektivität und der
HDS- und HDN-Aktivität
festzustellen, wenn eine hydrierende Funktion in dem porösen Netzwerk
des Zeolithen vorhanden ist. Ferner wird beobachtet, dass beim Vergleich
von Katalysator A und Katalysator D, mit dem Katalysator D eine ähnliche
Selektivität,
das heißt,
eine gute Selektivität
erhalten wir, während
die Umwandlung sehr deutlich erhöht
wurde. Im Übrigen
weisen die Katalysatoren C und D, die Mo im porösen Netzwerk enthalten den
Vorteil auf, bessere Leistungen bei der Hydrobehandlung (Hydrodesulfurierung
und Hydrodenitrierung) zu ergeben.
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Beispiel 4: Vergleich der Katalysatoren
zum Hydrocracken eines Vakuumdestillats bei höherem Druck.
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Die
Katalysatoren, deren Herstellungsweisen in den vorhergehenden Beispielen
beschrieben wurden, werden unter den Bedingungen des Hydrocracken
bei höherem
Druck (12 MPa) auf eine Erdölbeschickung
angewendet, deren wesentlichen Merkmale die folgenden sind:
| Anfangspunkt | 277°C |
| Punkt
10% | 381°C |
| Punkt
50 % | 482°C |
| Punkt
90 % | 531°C |
| Endpunkt | 545°C |
| Fließpunkt | +36°C |
| Dichte
(20/4) | 0.919 |
| Schwefel
(Gew.-%) | 2.46 |
| Stickstoff
(Gew.-ppm) | 930 |
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Die
katalytische Testeinheit umfasst zwei Festbettreaktoren mit aufsteigender
Zirkulation der Beschickung ("up-flow"). In jeden der Reaktoren
werden 40 ml Katalysator eingeführt.
Im ersten Reaktor, demjenigen den die Beschickung zuerst passiert, werden
der Katalysator „1" des ersten Schritts
der Hydrobehandlung HTH360, der von der Firma Procatalyse verkauft
wird, eingeführt,
der ein Element der Gruppe VI und ein Element der Gruppe VIII umfasst, die
auf Aluminiumoxid abgelagert sind. In dem zweiten Reaktor, demjenigen,
den die Beschickung zuletzt passiert, wird der Katalysator „2" des zweiten Schritts,
das heißt,
der Katalysator zur Hydroumwandlung eingeführt. Die zwei Katalysatoren
werden einem Schritt der In-situ-Sulfurierung vor der Reaktion unterzogen.
Es ist festzuhalten, dass jede Methode der In-situ- oder Ex-situ-Sulfurierung
geeignet ist. Sobald die Sulfurierung realisiert ist, kann die oben beschriebene
Beschickung transformiert werden. Der Gesamtdruck liegt bei 12 MPa,
die Wasserstoffdurchflussmenge liegt bei 1000 Liter von gasförmigen Wasserstoff
pro Liter eingespeister Beschickung, die gesamte Volumengeschwindigkeit
pro Stunde liegt bei 0,9 h–1. Die Temperatur des
ersten Reaktors liegt bei 390°C.
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Die
katalytischen Leistungen werden durch die Temperatur, die es ermöglicht,
ein Bruttoumwandlungsniveau von 70 % zu erreichen, und durch die
Bruttoselektivität
ausgedrückt.
Die katalytischen Leistungen werden auf dem Katalysator gemessen, nachdem
ein Zeitraum der Stabilisierung von im Allgemeinen mindestens 48
Stunden, eingehalten wurde.
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Die
Bruttoumwandlung BU wird angenommen als:
BU = Gew.-% von 380°Cminus des Abflusses
-
Die
Bruttoselektivität
BS wird angenommen als:
BS = 100·Gewicht der Fraktion (150°C-380°C)/Gewicht
der Fraktion 380°C
minus des Abflusses
-
Die
Reaktionstemperatur des zweiten Reaktors, der den Katalysator zur
Hydroumwandlung (A, B, C oder D) enthält, wird festgelegt, um eine
Bruttoumwandlung BU gleich 70 Gew.-% zu erreichen. In der folgenden
Tabelle berichten wir die Reaktionstemperatur und die Bruttoselektivität für die vier
Katalysatoren A, B, C und D.
| | T(°C) für 70 % Bruttoumwandlung | BS |
| A | 386 | 65 |
| B | 366 | 43 |
| C | 384 | 67 |
| D | 365 | 64 |
-
Die
Verwendung von Katalysator B, der eine große Menge an Y-Zeolith im Verhältnis zum
Katalysator A enthält,
zeigt, dass, wenn die Zeolithmenge erhöht wird, die Aktivität des Katalysators,
angezeigt durch das Temperaturniveau, das erforderlich ist, um 70
% Umwandlung der Beschickung zu erhalten, stark erhöht wird,
aber zu einem sehr starken Verlust an Selektivität führt. Die Gegenwart einer hydrierenden
Phase innerhalb des porösen
Netzwerks des Zeolithen, die mit den Proben C und D erhalten wird, zeigt,
dass das sehr gute Selektivitätsniveau
des Katalysators A aufrechterhalten wird. Die Probe D hat aufgrund
der Gegenwart eines starken Zeolithgehalts eine viel bessere Aktivität als Katalysator
C. Die Zugabe eines Metalls der Gruppe VIB innerhalb des porösen Netzwerks
des Zeoliths ist daher besonders vorteilhaft, um sehr aktive und
sehr selektive Katalysatoren zum Hydrocracken von Mitteldestillaten
sind.