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Fachgebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Verbindung, die durch chemische
Synthese erzeugt werden kann und die eine doppelsträngige DNA
gleichzeitig alkylieren und spalten kann, eine Methode zum Alkylieren von
DNA unter Verwendung dieser Verbindung, eine Methode zum Spalten
von doppelsträngiger
DNA und eine pharmazeutische Zusammensetzung unter Verwendung dieser
Verbindung.
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Hintergrund
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Die
Basensequenz des Gesamtgens, unsere menschliche "Blaupause des Lebens", wird innerhalb weniger Jahre durch
das Humane Genomprojekt aufgeklärt
sein. Die Tatsache, dass eine Erkrankung oder ein Alterungsprozess
auftritt, wenn diese Blaupause beschädigt ist oder einen Schaden
erwirbt, ist wohl bekannt. Als Ergebnis der Fortschritte im Humanen
Genomprojekt können
viele Krankheiten, einschließlich
Krebs, auf der DNA-Ebene verstanden werden und kann die gesamte
medizinische Wissenschaft, einschließlich der Diagnose und Prophylaxe,
in revolutionärer
Weise verändert
werden. Weiterhin wird in hohem Maße eine therapeutische Methode
erwartet, die auf einem Verständnis
dieser Krankheiten auf der DNA-Ebene basiert, nämlich die Entwicklung pharmazeutischer
Produkte, die auf das Verursachergen einer Erkrankung und sein Produkt
gerichtet sind, wobei aber Vermittlerstudien zur Anwendung von Grundlagenstudien
auf die klinischen Studien soeben erst aufgenommen worden sind.
Die derzeit verwendeten Antikrebsmittel sind Antibiotika, die in
erster Linie durch Screening ausgewählt werden und die ursprünglich nicht
durch Mi kroorganismen für
den Zweck ihrer zytotoxischen Wirkung auf Krebszellen produziert
worden sind, und unter welchen nahezu keine auf molekularbiologischen
Kenntnissen von Krebs basierenden Substanzen bekannt sind. Wenn
die Expression des intrazellulären
spezifischen Gens extrazellulär
frei kontrolliert werden kann, so kann schließlich eine therapeutische Methode
auf der Genebene gefunden werden.
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Vor
kurzem haben wir festgestellt, dass das Antibiotikum Duocarmycin
einen Heterodimer mit einem Molekül einer anderen Spezies bildete,
wie etwa Distamycin, und in der Zusammenwirkung eine molekulare Erkennung
von DNA erreichten, wobei eine wirksame Alkylierung der Basensequenz
im Vergleich zur lediglichen Nutzung von Duocarmycin erreicht werden
kann (Proc. Natl. Acad. Sci. USA 93, 14405, 1996). Ausgehend von
dem Ergebnis dieser Entdeckung wird Pyrrol-Imidazol-Polyamid an
die Alkylierungsstelle von Duocarmycin als einer DNA-Erkennungsstelle
gebunden, und so haben wir erfolgreich ein Molekül synthetisiert, das DNA an
irgendeiner ihrer Basensequenzen selektiv alkylieren kann (
Japanische Patentanmeldung Nr. Hei 10-260710 ).
Allerdings können
die Verbindungen, die lediglich mit Pyrrol-Imidazol-Polyamid als der
DNA-Erkennungsstelle in der Alkylierungskomponente von Duocarmycin
binden, nicht nur eine ungenügende
Alkylierungsaktivität
aufweisen, sondern auch lediglich die Basensequenz eines Stranges
alkylieren.
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Wir
haben die Alkylierungsreaktion mit diesen Molekülen und der DNA unter Anwendung
eines Computermodells, etwa der Molekulardynamik dieser Verbindungen,
detailliert untersucht und dabei festgestellt, dass als ein Ergebnis
der Insertion des Linkers, wie etwa einer Vinylgruppe, in die Lokalisation
der Cyclopropan-Komponente (Segment A), welches eine reaktive Stelle
von Duocarmycin ist, eine verbesserte Alkylierungsleistung der DNA
erwartet werden könnte.
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Offenbarung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt Alkylierungsmittel mit einer verbesserten
Leistung der DNA-Alkylierung bereit. Weiterhin haben wir in der
vorliegenden Studie festgestellt, dass das Alkylierungsmittel der
vorliegenden Erfindung ein Dimer-artiges Verhalten als auch eine
gleichzeitige Alkylierung und Spaltung der doppelsträngigen DNA
zeigte und eine Wirkung als ein künstliches Restriktionsenzym
für die
spezifische Basensequenz aufwies.
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Folglich
stellt die vorliegende Erfindung eine neue chemische Spezies bereit,
die doppelsträngige
DNA gleichzeitig alkylieren und spalten kann. Außerdem stellt die vorliegende
Erfindung eine Methode zur Alkylierung und Spaltung von DNA unter
Verwendung dieser chemischen Spezies bereit.
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Die
vorliegende Erfindung stellt außerdem
Antikrebsmittel unter Verwendung der Verbindung bereit.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 zeigt
eine zeichnerische Darstellung einer Fotografie, die das Ergebnis
einer Reaktion von ImPyLDu86 der vorliegenden Erfindung und DNA
zeigt.
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2 zeigt
die Basensequenz von DNA und die chemische Struktur von ImPyLDu86,
das in dem Experiment verwendet wurde.
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3 zeigt
eine schematische Darstellung der Spaltstelle von DNA durch eine
Verbindung der vorliegenden Erfindung.
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Beste Ausführungsform der Erfindung
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Die
Verbindung der vorliegenden Erfindung ist eine durch die folgende
Formel dargestellte Verbindung (im Folgenden bezeichnet als "PyPyLDu86"):
oder eine
durch die folgende Formel dargestellte Verbindung (im Folgenden
bezeichnet als "ImPyLDu86"):
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Die
obigen Verbindungen erkennen eine Basensequenz TGACG oder CGACG,
oder den komplementären
Strang davon.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung einer Verbindung der
Erfindung in einem Prozess zur Alkylierung einer spezifischen Basensequenz
eines Doppelstrangs von DNA.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch die Verwendung einer Verbindung
der Erfindung in einem Prozess zur Spaltung einer spezifischen Basensequenz
eines Doppelstrangs von DNA.
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Bei
diesen Verwendungen ist es bevorzugt, dass die spezifische Basensequenz
TGACG oder CGACG, oder ein komplementärer Strang davon, ist.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch eine pharmazeutische Zusammensetzung,
umfassend eine Verbindung der Erfindung und einen pharmazeutisch
akzeptablen Träger
dafür.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft darüber hinaus eine Verbindung
der Erfindung zur Verwendung bei einer Methode zur Behandlung des
menschlichen oder tierischen Körpers.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft darüber hinaus die Verwendung einer
Verbindung der Erfindung in der Herstellung eines Medikaments zur
Verwendung bei einer Methode zur Behandlung des menschlichen oder
tierischen Körpers
auf Krebs.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können gemäß einer bekannten Me thode
erzeugt werden.
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Beispiele
der Herstellung der obigen ImPyLDu86 (7a) und IPyPyLDu86 (7b) sind
in dem folgenden chemischen Reaktionsschema gezeigt. Die Zahlen
unter jeder Verbindung in dem Reaktionsschema geben die Verbindungs-Nr.
an.
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Jede
Reaktion verläuft
wie folgt: a) eine Behandlung mit Benzotriazol-1-yloxytris(dimethylamino)phosphoniumhexafluorphosphat
(BOP) und NaBH4 in THF; b) eine Behandlung
mit MnO2 in THF; c) eine Behandlung mit
Triethylphosphonacetat und NaH in THF; d) eine Behandlung mit Natriumhydroxid
in Wasser/Methanol; e) eine Behandlung mit 1,1'-Carbonyldiimidazol in DMF; und f) eine
Behandlung mit Segment A von DU86 unter Verwendung von NaH in DMF.
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Die
Reaktivitäten
des derart erhaltenen PyPyLDu86 und ImPyLDu86 mit DNA wurden untersucht.
Das Ergebnis der Alkylierung unter Verwendung von ImPyLDu86 ist
in 1 gezeigt. Die bei diesem Experiment verwendete
DNA und eine Struktur des verwendeten ImPyLDu86 sind in 2 gezeigt.
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Das
linke Elektrophoresemuster ist das Ergebnis des oberen Strangs der
doppelsträngigen
DNA, und das rechte Elektrophoresemuster ist das Ergebnis des unteren
Strangs der doppelsträngigen
DNA. Die Alkylierungsstelle kann durch wärmeinduzierte Strangspaltung
beobachtet werden. Als ein Ergebnis wird die doppelsträngige DNA
hauptsächlich
an der Stelle 1 und der Stelle 2 der beiden Stränge durch die niedrigere Konzentration
gespalten, wobei eine gleichzeitige Alkylierung der beiden Stränge bestätigt werden
kann. Von keinen Verbindungen ist eine derartige Spaltung bekannt,
weshalb die Verbindung der vorliegenden Erfindung in diesem Sinne
als ein künstliches
Restriktionsenzym bezeichnet werden kann. Die Leistung der Spaltung
wurde als sich einem hohem Verhältnis
von 70 % annähernd
befunden, wie anhand einer Menge des verwendeten ImPyLDu86 errechnet,
was eine ungewöhnlich
hohe Leistung im Vergleich zu der des zuvor synthetisierten Moleküls darstellt
(siehe
japanische Patentanmeldung
Nr. Hei 10-260710 ).
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Ein
Grund für
das Auftreten der gleichzeitigen Alkylierung an den beiden Strängen kann
der sein, wie in 3 gezeigt, dass eine Dimerisation
von ImPyLDu86 das GC-Basenpaar
durch Konstruieren der bevorzugten Stapelung der Linker-Komponente
und des Imidazols erkennt und es spezifisch mit der Erkennungssequenz
auf der doppelsträngigen
DNA bindet. Als Folge wurde gezeigt, dass der Linker, der vorgeschlagen und
durch molekulares Designing inseriert wurde, die Reaktivität der Ver bindung
erhöhen
könnte
und als eine Erkennungseinheit durch Paarung mit Imidazol verwendet
werden könnte.
Basierend auf dieser Kenntnis können
wir behaupten, dass wir einen Schritt zu auf das molekulare Design
dieses neuen Typs von Wirkstoffen für die auf eine spezifische
Sequenz der DNA zielende Gentherapie unternommen haben.
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Die
zytotoxische Aktivität
der Verbindung der vorliegenden Erfindung, die auf den im Vorangegangenen
beschriebenen Eigenschaften basiert, wurde untersucht. Die zytotoxischen
Aktivitäten
von PyPyLDu86 und ImPyLDu86 der vorliegenden Erfindung und des bekannten
Antikrebsmittels Duocarmycin auf HeLaS3-Zellen
(uterozervikale Plattenepithelkarzinomzellen) wurden getestet. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. Die Ergebnisse zeigen, dass
die Verbindungen der vorliegenden Erfindung etwa 3-7-fache Aktivitäten im Vergleich
zu Duocarmycin aufweisen.
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Die
Verbindung der vorliegenden Erfindung ist als ein Antikrebsmittel
nützlich
und kann als eine pharmazeutische Zusammensetzung unter Hinzufügung eines
pharmazeutisch akzeptablen Trägers
hergestellt werden. Die Verbindung der vorliegenden Erfindung kann
in Abhängigkeit
von den Symptomen oral oder parenteral verabreicht werden. Eine
wirksame Dosis der pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung
kann, in Abhängigkeit
von den Bedingungen und Symptomen des Patienten, generell innerhalb
eines Bereichs von 1 μg-100
mg/kg/Tag gewählt
werden. Die pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung
kann mittels einer herkömmlichen
Methode für
die Präparierung
zur Injektion formuliert werden.
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Beispiele
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung konkreter.
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Die
Abkürzungen
der in den folgenden Beispielen verwendeten Reagentien sind wie
folgt.
- DIEA:
- N,N-Diisopropylethylamin,
- DMF:
- N,N-Dimethylformamid,
- THF:
- Tetrahydrofuran und
- BOP:
- Benzotriazol-1-yloxytris(dimethylamino)phosphoniumhexafluorphosphat.
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In
den folgenden Beispielen wurden die Reaktionen mittels Dünnschichtchromatographie
(TLC) unter Verwendung von 0,25 mm-Kieselgel 60-Platten, imprägniert mit
254 nm-Fluoreszenzindikator (Merck), überwacht. Die TLC-Platten wurden
mittels UV-Licht sichtbar gemacht.
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Im
NMR-Spektrum wurde Tetramethylsilan als dem internen Standard verwendet,
und die chemischen Verschiebungen der 1H-NMR-Spektren
wurden in ppm aufgezeichnet.
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Die
EI-(Elektronenimpakt)-Massenspektren wurden auf einem JNM-AX 505
aufgezeichnet, und ESIMS (Elektrosprayionisations-Massenspektren)
wurden auf einem PE SCIEX API 165 aufgezeichnet. Ex Taq DNA-Polymerase
und das Filterrohr (Suprec-02) wurden bezogen von Takara Shuzo Co.,
der Thermosequenase-Core-Sequenzierkit
und der Ladefarbstoff (Dimethylformamid mit Fushin-Rot) von Amersham
Co., am 5'-Ende
Texas-Rot-modifiziertes DNA-Oligomer (18mer) von Kurabo Co. und
50 % Long Ranger-Gellösung von
FMC Bioproducts. Die Polyacrylamid-Gelelektrophorese wurde auf einem HITACHI
5500-S DNA-Sequenzierer vorgenommen.
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Beispiel 1: Herstellung der Verbindung
2a (X = N)
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NaBH4, 98 mg (2,59 mmol) wurde einer Lösung von
204,8 mg (0,67 mmol) der Verbindung 1a, BOP 326,3 mg (0,74 mmol)
und DIEA, 170 μl
in THF, 30 ml, zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde für 3 Stunden bei
Raumtemperatur gerührt,
und das Lösungsmittel
wurde in vacuo herausdestilliert, um einen Rückstand zu erhalten, dem CH3OH, 20 ml, und Wasser, 5 ml, zugegeben wurde.
Die Lösung
wurde für
1 Stunde bis zum Erhalt einer klaren Lösung gerührt. Die Lösungsmittel wurden in vacuo
entfernt, und der resultierende gelbe Rückstand wurde mittels Flashchromato graphie
unter Verwendung von CH3OH und CH2Cl2 gereinigt, wodurch die
angestrebte Verbindung 2a erhalten wurde, 92,6 mg, Ausbeute 47,4
%.
1H NMR(DMSO-d6) δ
10,24
(s, 1H), 9,62 (s, 1H), 7,38 (s, 1H), 7,10 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,09
(d, J = 2,0 Hz, 1H), 4,86 (t, J = 5,5 Hz, 1H), 4,34 (d, J = 5,5
Hz, 2H), 3,93 (s, 3H), 3,54 (s, 3H), 2,01 (s, 3H).
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Beispiel 2: Herstellung der Verbindung
2b (X = CH)
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Verbindung
2b wurde in einer Ausbeute von 68,5 % in einer ähnlichen Weise wie die Verbindung
2a erhalten.
1H NMR (DMSO-d6) δ
9,76
(s, 1H), 9,64 (s, 1H), 7,10 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 7,05 (d, J = 2,0
Hz, 1H), 6,78 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,01 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 4,82
(t, J = 5,5 Hz, 1H), 4,34 (d, J = 5,5 Hz, 2H), 3,80 (s, 3H), 3,53
(s, 3H), 1,96 (s, 3H).
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Beispiel 3: Herstellung der Verbindung
3a (X = N)
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Ein
Gemisch aus 85 mg (0,29 mmol) der Verbindung 2a und aktiviertes
MnO2 (85 %), 550 mg, wurde in THF, 30 ml,
eingebracht, und das Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 1,5 Stunden
gerührt
und filtriert. Der durch Entfernung des Lösungsmittels in vacuo erhaltene
Rückstand
wurde mittels 1H NMR analysiert, um zu bestätigen, dass
der Rückstand
eine ausreichende Reinheit zur Verwendung im nächsten Reaktionsschritt ohne
weitere Reinigung aufwies.
1H NMR (DMSO-d6) δ
10,21
(s, 1H), 10,18 (s, 1H), 9,50 (s, 1H), 7,63 (s, 1H), 7,43 (s, 1H),
7,10 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 3,94 (s, 3H), 2,84 (s, 3H), 2,02 (s, 3H).
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Beispiel 4: Herstellung der Verbindung
3b (X = CH)
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Verbindung
3b wurde in einer Ausbeute von 68,5 % in einer ähnlichen Weise wie die Verbindung
3a erhalten.
1H NMR (DMSO-d6) δ
9,99
(s, 1H), 9,80 (s, 1H), 9,49 (s, 1H), 7,57 (s, 1H), 7,14 (d, J =
1,0 Hz, 1H), 6,98 (d, J = 1,0 Hz, 1H), 6,88 (d, J = 2,0 Hz, 1H),
3,87 (s, 3H), 3,82 (s, 3H), 1,97 (s, 3H).
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Beispiel 5: Herstellung der Verbindung
4a (X = N)
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NaH
(60 %), 23,1 mg (0,58 mmol) wurde in THF, 6 ml, gelöst und Triethylphosphonacetat,
116 ml, wurde dem unter Eiskühlung
zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde für 5 Minuten gerührt, und
eine Lösung der
in 25 ml THF gelösten
Verbindung 3a wurde dem zugegeben. Das resultierende Gemisch wurde über Nacht
gerührt.
THF wurde in vacuo heraus destilliert. Der erhaltene Rückstand
wurde unter Verwendung von Ethylacetat einer Flashchromatographie
unterzogen. Verbindung 4a wurde als ein gelber Feststoff zu 88,5
mg in einer Ausbeute von 84 % erhalten (Ausbeute aus zwei Schritten,
basierend auf 2a).
1H NMR (DMSO-d6) δ
10,25
(s, 1H), 9,87 (s, 1H), 7,51 (d, J = 15,9 Hz, 1H), 7,44 (d, J = 1,8
Hz, 1H), 7,42 (s, 1H), 6,84 (d, J = 1,8 Hz, 1H), 6,11 (d, J = 15,9
Hz, 1H), 4,16 (q, J = 7,0 Hz, 2H), 4,13 (s, 3H), 3,70 (s, 3H), 2,02
(s, 3H), 1,24 (t, J = 7,0 Hz, 3H).
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Beispiel 6: Herstellung der Verbindung
4b (X = CH)
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Verbindung
4b wurde in einer Ausbeute von 55 % in einer ähnlichen Weise wie die Verbindung
4a erhalten.
1H NMR (DMSO-d6) δ
9,87
(s, 1H), 9,78 (s, 1H), 7,51 (d, J = 15,5 Hz, 1H), 7,39 (d, J = 2,0
Hz, 1H), 7,13 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,85 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,73
(d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,07 (d, J = 15,5 Hz, 1H), 4,16 (q, J = 7,0
Hz, 2H), 3,82 (s, 3H), 3,68 (s, 3H), 1,97 (s, 3H), 1,23 (t, J =
7,0 Hz, 3H).
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Beispiel 7: Herstellung der Verbindung
5a (X = N)
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2N
verdünntes
NaOH, 1,5 ml, und 3 ml Wasser wurden einer Lösung von 70 mg (0,2 mmol) der
Verbindung 4a in CH3OH, 5 ml, zugegeben.
Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 4,5 Stunden gerührt.
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Nach
der Entfernung des Lösungsmittels
durch Vakuumdestillation wurden 20 ml Wasser dem Rückstand
zugegeben. Die resultierende Lösung
wurde filtriert, und das Filtrat wurde mit 2N HCl auf pH 2–3 angesäuert. Das
derart erhaltene gelartige Präzipitat
wurde durch Filtration gesammelt und getrocknet, wodurch 43 mg der
Verbindung 5a in einer Ausbeute von 67 % erhalten wurden.
1H NMR (DMSO-d
6) δ
10,24
(s, 1H), 9,84 (s, 1H), 7,43 (d, J = 15,0 Hz, 1H), 7,41 (s, 1H),
7,40 (s, 1H), 6,78 (s, 1H), 6,03 (d, J = 15,0 Hz, 1H), 3,94 (s,
3H), 3,67 (s, 3H), 3,86 (s, 3H);
ESIMS m/e
| Als
C15H16N5O4: | Berechneter
Wert (M-H) 330,3 |
| | Beobachteter
Wert 330,2 |
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Beispiel 8: Herstellung der Verbindung
5b (X = CH)
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Verbindung
5b wurde in einer Ausbeute von 57 % in einer ähnlichen Weise wie die Verbindung
5a erhalten.
1H NMR (DMSO-d
6) δ
9,83
(s, 1H), 9,78 (s, 1H), 7,38 (d, J = 16,0 Hz, 1H), 7,34 (s, 1H),
7,13 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,84 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,64 (s, 1H),
5,99 (d, J = 16,0 Hz, 1H), 3,82 (s, 3H), 3,65 (s, 3H), 1,99 (s,
3H);
ESIMS m/e
| Als
C16H17N4O4: | Berechneter
Wert (M-H) 329,3 |
| | Beobachteter
Wert 329,4 |
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Beispiel 9: Herstellung der Verbindung
6a (X = N)
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1,1'-Carboxyldiimidazol,
49,9 mg (0,31 mmol), wurde einer Lösung von 26,4 mg (0,08 mmol)
der Verbindung 5a in 2 ml DMF zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt, und
20 ml Wasser wurden zugegeben. Das Gemisch wurde filtriert, wodurch
20,5 mg der Verbindung 6a als ein gelbes Präzipitat in einer Ausbeute von
68 % erhalten wurden.
1H NMR (DMSO-d
6) δ
10,23
(s, 1H), 10,04 (s, 1H), 8,67 (s, 1H), 7,90 (d, J = 1,0 Hz, 1H),
7,88 (d, J = 15,5 Hz, 1H), 7,50 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 7,44 (s, 1H),
7,32 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 7,16 (d, J = 15,5 Hz, 1H), 7,10 (s, 1H),
3,96 (s, 3H), 3,79 (s, 3H), 2,03 (s, 3H);
ESIMS m/e
| Als
C18H18N7O3: | Berechneter
Wert (M-H) 380,4 |
| | Beobachteter
Wert 380,4 |
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Beispiel 10: Herstellung der Verbindung
6b (X = CH)
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Verbindung
6b wurde in einer Ausbeute von 80 % in einer ähnlichen Weise wie die Verbindung
6a erhalten.
1H NMR (DMSO-d
6) δ
10,1
(s, 1H), 9,82 (s, 1H), 8,68 (s, 1H), 7,91 (t, J = 2,0 and 2,0 Hz,
1H), 7,87 (d, J = 15,0 Hz, 1H), 7,48 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 722 (d,
J = 2,0 Hz, 1H), 7,16 (d, J = 1,5 Hz, 1H), 7,14 (d, J = 15,0 Hz,
1H), 7,10 (s, 1H), 6,89 (d, J = 1,5 Hz, 1H), 3,84 (s, 3H), 3,78
(s, 3H), 1,97 (s, 3H);
ESIMS m/e
| Als
C19H19N6O3: | Berechneter
Wert (M-H) 379,4 |
| | Beobachteter
Wert 379,4 |
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Beispiel 11: Herstellung der Verbindung
7a (X = N)
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Eine
Lösung
von 6,1 mg (0,024 mmol) des Segments A von DU86, gelöst in 0,3
ml DMF, wurde einer Lösung
von 3,2 mg (0,08 mmol) Natriumhydrid (60 %), gelöst in 0,3 ml DMF bei –50°C, zugegeben.
Das Gemisch wurde bei –50
bis –40°C für 3 Stunden
gerührt.
Danach wurde eine Lösung
von 10,8 mg (0,028 mmol) der Verbindung 6a, gelöst in 1 ml DMF, bei –50°C zugegeben,
das Reaktionsgemisch weiter bei –40°C für 5 Stunden gerührt und
bei –30°C in einem
Kühlschrank
für 2 Tage
stehen gelassen. Dann wurden 3 ml Natriumphosphatpuffer (0,01 M)
zugegeben, und das Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 5 Minuten
gerührt.
Der durch Herausdestillieren des Lösungsmittels in vacuo erhaltene
gelbe Rückstand
wurde mittels Flashchromatographie unter Verwendung von CH
3OH und CHCl
3 gereinigt,
wodurch 12,3 mg der Verbindung 7a in einer Ausbeute von 91 % erhalten
wurden.
1H NMR (DMSO-d
6) δ
12,36
(s, 1H), 10,24 (s, 1H), 9,97 (s, 1H), 7,58 (d, J = 15,0 Hz, 1H),
7,43 (s, 1H), 7,41 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,99 (d, J = 2,0 Hz, 1H),
6,85 (s, 1H), 6,58 (d, J = 15,0 Hz, 1H), 4,29 (d, J = 10,5 Hz, 1H),
4,19 (dd, J = 5,0 Hz und 4,5 Hz, 1H), 3,95 (s, 3H), 3,73 (s, 3H),
3,72 (s, 3H), 3,46 (m, 1H), 2,47 (s, 3H), 2,08 (m, 1H), 2,02 (s,
3H), 1,29 (t, J = 4,5 und 3,5 Hz, 1H);
ESIMS m/e
| Als
C29H28N7O6: | Berechneter
Wert (M-H) 570,6 |
| | Beobachteter
Wert 570,4 |
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Beispiel 12: Herstellung der Verbindung
7b (X = CH)
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Verbindung
7b wurde in einer Ausbeute von 77 % in einer ähnlichen Weise wie die Verbindung
7a erhalten.
1H NMR (DMSO-d
6) δ
12,36
(s, 1H), 9,90 (s, 1H), 9,80 (s, 1H), 7,57 (d, J = 15,0 Hz, 1H),
7,38 (d, 1,5 Hz, 1H), 7,14 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,88 (d, 1,5 Hz,
1H), 6,86 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,84 (s, 1H), 6,56 (d, J = 15,0 Hz,
1H), 4,29 (d, J = 10,5 Hz, 1H), 4,19 (dd, J = 4,0 und 4,5 Hz, 1H),
3,83 (s, 3H), 3,73 (s, 1H), 3,71 (s, 1H), 3,46 (m, 1H), 2,47 (s,
3H), 2,09 (m, 1H), 1,97 (s, 3H), 1,29 (t, J = 4,5 und 3,5 Hz, 1H);
ESIMS
m/e
| Als
C30H29N6O6: | Berechneter
Wert (M-H) 569,6 |
| | Beobachteter
Wert 569,5 |
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Beispiel 13: Alkylierung von 450 bp-DNA-Fragmenten
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(1) Präparierung
von am 5'-Ende Texas-Rot-modifiziertem
450 bp-DNA-Fragment
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Die
am 5'-Ende Texas-Rot-modifizierten
450 bp-DNA-Fragmente pUC18 F780*-1229 und pUC18 R1459*-1908 (diese
sind komplementär)
wurden mittels der PCR-Methode
unter Verwendung von am 5'-Ende Texas-Rot-modifizierten
18-meren als Primern präpariert
und mittels Filtration unter Verwendung von Suprec-02 gereinigt.
Die Konzentration wurde durch Ethidiumbromid-Färbung bestimmt. Das Sternchen
(*) zeigt die Stelle der Texas-Rot-Modifikation an, und die Ziffern
zeigen die Nukleotid-Nummerierung
vom Replikationsursprung aus.
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(2) Hochauflösende Gelelektrophorese
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Ein
standardmäßiges Reaktionsgemisch,
das am 5'-Ende Texas-Rot-markierte
DNA-Fragment, 60 nM,
DMF 5 % (v/v) und verschiedene Konzentrationen an Wirkstoffen in
insgesamt 10 μl
Natriumphosphatpuffer (pH 7,0), 12,5 mM, enthielt, wurde in ein
Mikrozentrifugierröhrchen
(Eppendorf-Röhrchen)
eingebracht und bei Raumtemperatur über Nacht stehen gelassen.
Kälberthymus-DNA
(5 mM, 1 μl)
wurde dem zugegeben und bei 90°C
für 5 Minuten
erhitzt. Die DNA wurde mittels Ethanol-Präzipitation abgesammelt. Die
derart erhaltene DNA wurde in Ladefarbstoff (DMF-Lösung von
Fushin-Rot), 8 μl,
gelöst.
Die Probenlösung
wurde bei 94°C
für 20
Minuten zur Denaturierung der DNA erhitzt und sofort auf 0°C abgekühlt. Ein
Aliquot von 2 μl
wurde auf Polyacrylamidgel unter Verwendung von 6 % Long Ranger
(Markenname)-Gellösung unter
Verwendung eines 5500-S DNA Sequenziersystems elektrophoretisch
behandelt.
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Beispiel 14: Wachstums-inhibitorischer
Test auf HeLaS3-Zellen
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Eine
0,75 ml-Suspension von HeLaS3-Zellen, 2,67 × 104 Zellen/ml, in MEM-Medium, das 10 % fötales Rinderserum
und 2 mM Glutamin enthielt, wurde in jedes Well einer 24-Well-Zellkulturplatte
dispensiert. Nach der Inkubation in einem CO2-Inkubator
bei 37°C über Nacht
wurden 0,25 ml-Portionen jeder der in Tabelle 1 gezeigten Testverbindungen,
die entsprechend mit Medium verdünnt
waren, in jedes Well eingebracht.
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Nachdem
die Zellen für
72 Stunden im CO
2-Inkubator inkubiert waren,
wurde der Kulturüberstand
entfernt und die Zellen wurden unter Verwendung von Trypsin-Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)
dispergiert und abgesammelt. Die Zellzählungen wurden auf einem Zellzähler vorgenommen,
und die Zellzählungen
ohne Behandlung und die Zellzählungen,
die mit bekannten Konzentrationen der Testverbindung behandelt waren, wurden
verglichen, um die Konzentration der Testverbindung zu berechnen,
die 50 % des Zellwachstums hemmt (IC
50).
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt.
| Testverbindung | IC50 (nM) |
| PyPyLDu86 | 1,5 |
| ImPyLDu86 | 0,7 |
| Duocarmycin | 4,7 |
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Industrielle Anwendbarkeit
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine chemisch synthetisierte Verbindung
bereit, die doppelsträngige DNA
gleichzeitig alkylieren und spalten kann. Die Verbindung ist nicht
nur als künstliches
Restriktionsenzym nützlich,
sondern auch für
das gentherapeutische Anzielen der spezifischen Basensequenz nützlich.