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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Netzwerkeinrichtungsverwaltungsvorrichtung und
ein Verfahren zur Verwaltung von beispielsweise mit einem Computernetzwerk
verbundenen Verwaltungseinrichtungen.
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Hintergrund der Erfindung
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Ein
Computer verbindendes Lokalbereichsnetz (LAN) ist weit verbreitet.
Dieses Lokalbereichsnetz kann in einem Stockwerk eines Gebäudes, im gesamten
Gebäude, über Gebäude hinweg
(im Umfeld), in einer lokalen Region, oder über einen weiten Bereich aufgebaut
sein. Derartige Netzwerke können ferner
mit einem weltweiten Netzwerk zusammengeschaltet und mit diesem
verbunden sein. Diese verbundenen LANs weisen manchmal unterschiedliche Hardwaretechnologien
zur Verbindung und mehrere Netzwerkprotokolle auf.
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Jeder
einzelne Benutzer kann ein separates einfaches LAN verwalten. D.h.,
der Benutzer kann Einrichtungen austauschen, Software installieren und
Probleme behandeln.
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Andererseits
erfordert ein großangelegtes kompliziertes
LAN und eine große
Gruppe von zusammen geschalteten LANs eine „Verwaltung". Im Allgemeinen
bedeutet „Verwaltung" eine Verwaltung sowohl
durch einen menschlichen Netzwerkverwalter als auch durch Software,
die von dem Verwalter verwendet wird. In dieser Beschreibung bedeutet „Verwaltung" die Verwaltung durch
Software zur Verwaltung des gesamten Systems, und ein „Benutzer" ist eine Person,
der die Netzwerkverwaltungssoftware verwendet. Dieser Benutzer ist üblicherweise
eine Person, die für
die Systemverwaltung zuständig
ist. Der Benutzer kann Verwaltungsdaten im Netzwerk unter Verwendung
der Netzwerkverwaltungssoftware erhalten und ändern.
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Ein
großangelegtes
Netzwerksystem ist ein dynamisches System, das eine kontinuierliche
Hinzufügung
und Entfernung von Einrichtungen, eine Aktualisierung von Software
und eine Erfassung von Problemen erfordert. Großangelegte Netzwerksysteme
umfassen verschiedene Systeme, die verschiedenen Personen gehören und
von verschiedenen Händlern
bereitgestellt werden.
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Eine
große
Anzahl von Standardorganisationen haben verschiedene Versuche zur
Bereitstellung eines Verfahrens zur Verwaltung von Einrichtungen in
Netzwerken vorgeschlagen, die ein derartiges großangelegtes Netzwerksystem
bilden. Die Internationale Standardisierungsorganisation (ISO) hat
ein vielseitiges Bezugssystem vorgeschlagen, das systemunabhängiges Kommunikations-(„Open System Interconnection", OSI) Modell genannt
wird. Das OSI-Modell eines Netzwerkverwaltungsprotokolls wird allgemeines
Verwaltungsinformationsprotokoll („Common Management Information
Protocol", CMIP)
genannt. Dieses CMIP ist in Europa ein allgemeines Netzwerkverwaltungsprotokoll.
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In
den vergangenen Jahren wurde als Netzwerkverwaltungsprotokoll mit
größeren Gemeinsamkeiten
ein einfaches Netzwerkverwaltungsprotokoll („Simple Network Management
Protocol", SNMP)
als Abwandlung von CMIP verfügbar.
(„Introduction
to TCP/IP Network Management: Aiming at Practical Management", M. T. Rose/ übersetzt
von Takeshi Nishida, K.K. Toppan, 20. August 1992, erste Ausgabe.)
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Gemäß dieser
SNMP-Netzwerkverwaltungstechnologie enthält ein Netzwerkverwaltungssystem zumindest
eine Netzwerkverwaltungsstation (NMS), mehrere Verwaltungsobjektknoten
jeweils mit einem Agenten und ein Netzwerkverwaltungsprotokoll,
das von der Netzwerkverwaltungsstation und den Agenten zum Austauschen
von Verwaltungsinformationen verwendet wird. Der Benutzer kann Daten über das Netz
durch Kommunizieren mit einer Agentensoftware auf einem Verwaltungsobjektknoten
unter Verwendung von Netzwerkverwaltungssoftware auf der NMS erhalten
oder ändern.
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Ein
Agent ist eine Software, die als Hintergrundprozess für jeden
Verwaltungsobjektknoten (Zieleinrichtung) läuft. Fordert der Benutzer eine
Einrichtung im Netzwerk zum Senden von Verwaltungsdaten auf, gibt
die Verwaltungssoftware Objektidentifizierungsinformationen in ein
Verwaltungspaket oder einen -Rahmen und sendet ihn zum Agenten (Zielagenten
der Zieleinrichtung). Der Agent interpretiert diese Objektidentifizierungsinformationen,
extrahiert den Objektidentifizierungsinformationen entsprechende
Daten und gibt die Daten durch Anordnung dieser in einem Paket an
den Benutzer. Zum Extrahieren der Daten wird in manchen Fällen ein
entsprechender Prozess aufgerufen.
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Jeder
Agent hält
Daten hinsichtlich seines eigenen Zustands in der Form einer Datenbank.
Diese Datenbank wird Verwaltungsinformationsbasis („Management
Information Base",
MIB) genannt. 4 zeigt eine Darstellung des
Konzepts des Aufbaus dieser MIB. Wie in 4 gezeigt
hat die MIB eine Baumdatenstruktur und alle Knoten sind eindeutig
nummeriert. In 4 ist eine in Klammern an jedem
Knoten geschriebene Nummer der Identifizierer dieses Knotens. Beispielsweise
ist in 4 der Identifizierer eines Knotens 401 die
1. Der Identifizierer eines Knotens 402 ist als 1-3 dargestellt,
da dieser Knoten 402 3 unterhalb des Knotens 401 liegt.
Gleichermaßen
ist der Identifizierer eines Knotens 403 als 1-3-6-1-2
dargestellt. Dieser Knotenidentifizierer wird auch Objektidentifizierer
genannt.
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Diese
MIB-Struktur wird Struktur der Verwaltungsinformationen („Structure
of Management Information",
SMI) genannt und ist durch RFC1155 Structure and Identification
of Management Information for TCP/IP-based Internet definiert.
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4 zeigt
lediglich einen Teil der als Standard definierten MIB.
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Nachstehend
wird das SNMP kurz beschrieben. Ein (nachstehend als Verwaltungseinrichtung bezeichneter)
PC, auf dem eine Netzwerkverwaltungs-Nutzsoftware arbeitet, und
eine (nachstehend als Agent bezeichnete) Verwaltungsobjektnetzwerkeinrichtung,
in der ein SNMP-Agent arbeitet, kommunizieren miteinander unter
Verwendung von SNMP. Dieses SNMP umfasst fünf Befehlsarten, die Get-request, Get-next-request,
Get-response, Set-request und Trap genannt werden. 8 zeigt
die Art und Weise, wie diese Befehle zwischen der Verwaltungseinrichtung
und dem Agenten ausgetauscht werden.
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Get-request
und Get-next-request sind Befehle, die von der Verwaltungseinrichtung
zum Agenten zur Erfassung des Werts eines MIB-Objekts des Agenten
gesendet werden. Beim Empfang dieser Befehle sendet der Agent den
Befehl Get-response zu der Verwaltungseinrichtung zum Informieren
der Verwaltungseinrichtung über
den MIB-Wert (801 und 802).
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Set-request
ist ein Befehl, der von der Verwaltungseinrichtung zum Agenten zum
Einstellen des Werts des MIB-Objekts des Agenten gesendet wird.
Beim Empfang dieses Befehls sendet der Agent den Befehl Get-response
zu der Verwaltungseinrichtung zum Informieren der Verwaltungseinrichtung über das
eingestellte Ergebnis (803).
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Trap
ist ein Befehl, der vom Agenten zur Verwaltungseinrichtung zum Informieren
der Verwaltungseinrichtung über
eine Änderung
im Zustand des Agenten gesendet wird (804).
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7 zeigt
die Befehlsformate abgesehen von Trap, d.h., die Formate von Get-request, Get-next-request,
Get-response und Set-request.
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700 bezeichnet
eine SNMP-Nachricht. Diese SNMP-Nachricht 700 enthält eine
Version 701, einen Gemeinschaftsnamen 702 und
einen Bereich 703, der PDU genannt wird. 710 zeigt
Einzelheiten dieser PDU 703. Die PDU 710 enthält einen
PDU-Typ 711, eine
Anforderungs-ID 712, einen Fehlerstatus 713, einen
Fehlerindex 714 und MIB-Informationen 715. Der
PDU-Typ 711 speichert
einen Wert zum Identifizieren des Befehls. D.h., ist der Wert dieses
Feldes 0, 1, 2 oder 3, ist der Befehl jeweils Get-request, Get-next-request,
Get-response oder
Set-request. Der Fehlerstatus 713 speichert einen Wert,
der Fehlerinformationen angibt. Gibt es keinen Fehler, ist der Wert
in diesem Feld 0. Die MIB-Informationen 715 speichern
ein Paar einer Objekt-ID und ihres Werts.
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Nachstehend
wird ein groß angelegtes
Netzwerk beschrieben, das eine Verwaltung benötigt.
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1 zeigt
eine Darstellung eines groß angelegten
Netzwerks, in dem eine Netzwerkkarte (NB) 101 zur Verbindung
mit einem Netzwerk mit einem Drucker 102 mit einer offenen
Architektur verbunden ist und dieser Drucker 102 über die
Netzwerkkarte 101 mit einem LAN verbunden ist. Die NB 101 ist
mit einem Lokalbereichsnetzwerk (LAN) 100 über eine LAN-Schnittstelle
wie die Ethernet-Schnittstelle 10Base-2 mit einer Koaxialverbindungseinrichtung oder
die 10Base-T mit RJ-45 verbunden.
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Eine
Vielzahl von Personalcomputern (PCs), wie ein PC 103 und
ein PC 104, sind auch mit dem LAN 100 verbunden.
Diese PCs können
mit der NB 101 unter der Steuerung eines Netzwerkbetriebssystems
kommunizieren. Einer dieser PCs, beispielsweise der PC 103,
kann als Netzwerkverwaltungseinrichtung bestimmt sein. Ein lokaler
Drucker, wie ein Drucker 105, der mit dem PC 104 verbunden
ist, kann mit einem PC verbunden werden.
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Des
Weiteren ist ein Dateiserver 106 mit dem LAN 100 zur
Verwaltung eines Zugriffs auf Dateien verbunden, die auf einer Netzwerkplatte 107 mit
großer
Kapazität
(beispielsweise 10 Gigabyte) gespeichert sind. Ein Druckserver 108 veranlasst
Drucker, wie verbundene Drucker 109a und 109b und
den Drucker 105 an einem entfernten Ort, zur Durchführung eines
Druckens. Mit diesem LAN 100 können auch weitere (nicht gezeigte)
Peripherieeinrichtungen verbunden sein.
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Insbesondere
kann in dem in 1 gezeigten Netzwerk eine Netzwerksoftware
wie Novell oder Unix zum effektiven Durchführen von Kommunikationen zwischen
verschiedenen Netzwerkkomponenten verwendet werden. Es ist möglich, eine
beliebige Netzwerksoftware zu verwenden, beispielsweise NetWare
(Marke von Novell Corporation; diese wird nachstehend weggelassen)
von Novell Corporation. Eine ausführliche Beschreibung dieses
Softwarepakets gibt es in der Onlinedokumentation des NetWare-Pakets.
Diese kann zusammen mit dem NetWare-Paket von der Novell Corporation
bezogen werden.
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Nachstehend
wird die in 1 gezeigte Anordnung kurz beschrieben.
Der Dateiserver 106 funktioniert als Dateiverwaltungseinrichtung
zum Empfangen, Speichern, Einreihen, Zwischenspeichern und Übertragen
von Datendateien zwischen LAN-Komponenten. Beispielsweise werden
durch die PCs 103 und 104 gebildete Datendateien
zum Dateiserver 106 übertragen.
Der Dateiserver 106 ordnet diese Datendateien in einer
Reihenfolge an und überträgt die angeordneten
Datendateien entsprechend einem Befehl vom Druckserver 108 zum Drucker 109a.
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Jeder
der PCs 103 und 104 ist ein allgemeiner PC, der
eine Datendatei bilden, die gebildete Datendatei zum LAN 100 senden,
eine Datei vom LAN 100 empfangen und derartige Dateien
anzeigen und/oder verarbeiten kann. Obwohl in 1 Personalcomputer
gezeigt sind, können
auch andere Computer enthalten sein, die zur Ausführung der
Netzwerksoftware geeignet sind. Wird beispielsweise Unix verwendet,
können
Unix-Arbeitsplatzstationen enthalten sein. Diese Arbeitsplatzstationen
können unter
geeigneten Bedingungen zusammen mit den in 1 gezeigten
PCs verwendet werden.
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Im
Allgemeinen stellt ein LAN, wie das LAN 100, Dienste für eine einigermaßen lokale
Benutzergruppe, beispielsweise eine Benutzergruppe in einem Stockwerk,
oder über
eine Vielzahl von aufeinanderfolgenden Stockwerken in einem. Gebäude bereit.
Befindet sich beispielsweise ein bestimmter Benutzer von anderen
Benutzern entfernt, wie wenn ein Benutzer in einem anderen Gebäude oder
in einer anderen Präfektur
vorhanden ist, kann ein Weitbereichsnetzwerk (WAN) aufgebaut werden.
Das WAN ist grundlegend eine Gruppe, die durch Verbinden einer Vielzahl
von LANs durch digitale Hochgeschwindigkeitsleitungen gebildet wird,
wie durch Hochgeschwindigkeitstelefonleitungen eines Dienste integrierenden
digitalen Netzwerks (ISDN). Dementsprechend bilden das LAN 100,
ein LAN 110 und ein LAN 120 wie in 1 gezeigt
ein WAN, da sie über
ein Modem/einen Umsetzer 130 und ein Basisnetz 140 verbunden
sind. Diese Verbindungen sind einfache elektrische Verbindungen,
wobei mehrere Busse verwendet werden. Jedes LAN umfasst dedizierte
PCs und enthält üblicherweise
einen Dateiserver und einen Druckserver, obwohl diese nicht immer
erforderlich sind.
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Wie
in 1 gezeigt, enthält das LAN 110 daher
PCs 111 und 112, einen Dateiserver 113,
eine Netzwerkplatte 114, einen Druckserver 115 und
Drucker 116 und 117. Dagegen enthält das LAN 120 lediglich
PCs 121 und 122. Mit beliebigen dieser LANs 100, 110 und 120 verbundene
Einrichtungen können auf
Funktionen von Einrichtungen in den anderen LANs über die
WAN-Verbindungen zugreifen.
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Als
Beispiel der Form einer Installierung eines Agenten kann ein Agent
in einer Netzwerkkarte zur Verbindung eines Druckers mit einem Netzwerk installiert
sein. Dies ermöglicht
die Verwaltung des Druckers durch die Netzwerkverwaltungssoftware. Der
Benutzer kann Informationen über
einen zu steuernden Drucker durch Verwendung der Netzwerkverwaltungssoftware
erhalten, oder den Zustand des Druckers ändern. Insbesondere kann der Benutzer auf
einer Flüssigkristallanzeige
eines Druckers angezeigte Zeichenketten erfassen oder kann die vorgegebene
Papierzuführkassette ändern. Nachstehend wird
ein System beschrieben, in dem eine Netzwerkkarte (NB) mit einem
Agenten mit einem Drucker verbunden ist. Wie in 2 gezeigt
ist die NB 101 vorzugsweise in einem internen Erweiterungs-I/O-Schlitz
enthalten, um als „eingebetteter Netzwerkknoten" mit den folgenden
Prozess- und Datenspeicherfunktionen zu dienen. Die Konfiguration
dieser NB 101 liefert den Vorteil, dass charakteristische
Hilfsfunktionen zur Steuerung und Verwaltung eines großen Mehrfachbereichs-WAN
vorhanden sind. Diese Hilfsfunktionen enthalten eine Druckersteuerung
und eine Statusbeobachtung von einer entfernten Stelle (beispielsweise
einem Büro
eines Netzwerkverwalters) im Netzwerk, eine automatische Verwaltung
der Druckerkonfiguration zur Bereitstellung der garantierten Anfangsumgebung
für den nächsten Benutzer
nach jedem Druckauftrag, und ein Druckprotokoll und eine Verwendungsstatistik,
die die Druckerbelastungsmenge charakterisieren und einen Zugriff über das
Netzwerk ermöglichen,
um einen Zeitplan für
einen Tonerkassettenaustausch festzulegen.
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Ein
wichtiger Faktor beim Entwurf dieser NB ist eine Funktion zum Zugreifen
auf den Druckersteuerstatus von der NB 101 über eine
bidirektionale Schnittstelle, wie einen gemeinsam genutzten Speicher.
Anstelle eines gemeinsam genutzten Speichers kann auch eine Schnittstelle
wie eine SCSI-Schnittstelle verwendet werden. Diese ermöglicht die Übertragung
von Druckerbetriebsinformationen zu der NB 101 oder zu
einem externen Netzwerkknoten, so dass eine Anzahl bequemer Hilfsfunktionsprogramme
gebildet wird. Druckbilddaten- und Steuerinformationsblöcke werden
durch einen Mikroprozessor auf der NB 101 gebildet, in
den gemeinsam genutzten Speicher geschrieben und durch den Drucker 102 geladen.
Analog werden Druckerstatusinformationen vom Drucker 102 dem
gemeinsam genutzten Speicher zugeführt und durch den NB-Prozessor
geladen.
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2 zeigt
einen Ausschnitt des Zustands, in dem die NB 101 im Drucker 102 installiert
ist. Wie in 2 gezeigt umfasst diese NB 101 eine
Platine 101a mit einer Abdeckung 101b zur Verbindung
mit dem Netzwerk und ist mit einer Druckerschnittstellenkarte 150 über eine
Verbindungseinrichtung 170 verbunden. Diese Druckerschnittstellenkarte 150 steuert die
Druckereinrichtung des Druckers 102 direkt. Druckdaten
und ein Druckerstatusbefehl werden von der NB 101 in die
Druckerschnittstellenkarte 150 über die Verbindungseinrichtung 170 eingegeben.
Druckerstatusinformationen werden von der Druckerschnittstellenkarte 150 über die
Verbindungseinrichtung 170 erhalten. Die NB 101 kommuniziert
diese Informationen im LAN 100 über eine Netzwerkverbindungseinrichtung
der Abdeckung 101b. Gleichzeitig kann der Drucker 102 Druckdaten
von einem herkömmlichen
seriellen Anschluss 102a und parallelen Anschluss 102b empfangen.
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3 zeigt
ein Blockschaltbild der elektrischen Verbindungen zwischen der NB 101,
dem Drucker 102 und dem LAN 100. Die NB 101 ist
mit dem LAN 100 über
die LAN-Schnittstelle
und mit dem Drucker 102 über die Druckerschnittstellenkarte 150 verbunden.
Diese NB 101 enthält
einen Mikroprozessor 301 zur Steuerung der NB 101,
ein ROM 303, das Arbeitsprogramme des Mikroprozessors 301 speichert, ein
RAM 302, das der Mikroprozessor 301 als Arbeitsbereich
zur Ausführung
der Programme verwendet, und einen gemeinsam genutzten Speicher 200, durch
den die NB 101 und die Druckerschnittstellenkarte 150 Daten
austauschen. Diese Komponenten sind über einen internen Bus verbunden.
Das ROM 303 speichert ein Programm, das der NB 101 erlaubt, als
SNMP-Agent zu arbeiten. Der Mikroprozessor 301 arbeitet
entsprechend den im ROM 303 gespeicherten Programmen und
verwendet das RAM 302 als Arbeitsbereich. Der Mikroprozessor 301 verwendet
auch den gemeinsam genutzten Speicher 200 als Pufferbereich
zur Kommunikation mit der Druckerschnittstellenkarte 150.
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Ein
Mikroprozessor 151 auf der Druckerschnittstellenkarte 150 greift
auf Daten der NB 101 über
den gemeinsam genutzten Speicher 200 der NB 101 zu.
Dieser Mikroprozessor 151 auf der Druckerschnittstellenkarte 150 kommuniziert
auch mit einer Druckereinrichtung 160, die tatsächlich ein
Druckverfahren bedient.
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Nachstehend
wird ein PC beschrieben, auf dem die Netzwerkverwaltungssoftware
arbeitet.
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5 zeigt
ein Blockschaltbild des Aufbaus eines PCs, auf dem die Netzwerkverwaltungssoftware
arbeiten kann. Gemäß 5 ist
ein PC 500 ein PC, auf dem die Netzwerkverwaltungssoftware
arbeitet und ist dem in 1 gezeigten PC 103 äquivalent. Dieser
PC 500 enthält
eine CPU 501, die ein Netzwerkverwaltungsprogramm ausführt, das
in einem ROM 502 oder auf einer Festplatte (HD) 511 gespeichert
oder von einem Diskettenlaufwerk (FD) 512 zugeführt wird,
wodurch individuelle, mit einem Systembus 504 verbundene
Einrichtungen allgemein gesteuert werden.
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Ein
RAM 503 fungiert als Hauptspeicher und Arbeitsbereich für die CPU 501.
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Eine
Tastatursteuereinrichtung (KBC) 505 steuert Eingabeanweisungen
von einer Tastatur (KB) 501, einer Zeigeeinrichtung (nicht
gezeigt) und dergleichen. Eine CRT-Steuereinrichtung (CRTC) 506 steuert
die Anzeige einer CRT-Anzeigeeinrichtung (CRT) 510.
Eine Plattensteuereinrichtung (DKC) 507 steuert einen Zugriff
auf die Festplatte (HD) 511 und eine Diskettensteuereinrichtung
(FD) 512, die ein Bootprogramm, verschiedene Anwendungen,
Editierdateien, Benutzerdateien und das Netzwerkverwaltungsprogramm
speichern. Eine Netzwerkschnittstellenkarte (NIC) 508 tauscht
bidirektional Daten mit Agenten oder Netzwerkeinrichtungen über das
LAN 100 aus.
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Der
Aufbau dieser Netzwerkverwaltungssoftware gemäß dem Stand der Technik wird
nun beschrieben.
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Eine
Netzwerkverwaltungsvorrichtung dieses Stands der Technik ist auf
einem PC mit derselben Konfiguration wie der PC realisiert, der
die in 5 gezeigte Netzwerkverwaltungsvorrichtung realisieren
kann. Die Festplatte (HD) 511 speichert ein Programm der
Netzwerkverwaltungssoftware gemäß der betroffenen
Anwendung, die den Hauptteil des Betriebs in der nachstehend angeführten gesamten Beschreibung
bildet. In der folgenden gesamten Beschreibung ist der Haupthardwareteil
der Ausführung die
CPU 501, wenn nichts anderes bestimmt ist.
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Andererseits
ist der Hauptsoftwareteil der Steuerung die auf der Festplatte (HD) 511 gespeicherte
Netzwerkverwaltungssoftware. Bei diesem Stand der Technik wird Windows
95 (Microsoft Corporation) als Betriebssystem (OS) angenommen. Allerdings
gibt es keine besondere Einschränkung
hinsichtlich des Betriebssystems.
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Das
Netzwerkverwaltungsprogramm gemäß der betroffenen
Anwendung kann auch von einem Speichermedium zugeführt werden,
auf dem es gespeichert ist, wie einer Diskette oder einem CD-ROM. In
diesem Fall wird das Programm aus dem Speichermedium durch die Diskettensteuereinrichtung (FD)
512 wie in 5 gezeigt oder einen (nicht
gezeigten) CD-ROM-Treiber
ausgelesen und auf der Festplatte (HD) 511 installiert.
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6 zeigt
eine Darstellung der Modulkonfiguration der Netzwerkverwaltungssoftware
gemäß diesem
Stand der Technik. Diese Netzwerkverwaltungssoftware ist auf der
in 5 gezeigten Festplatte 511 gespeichert
und wird durch die CPU 501 ausgeführt. Während dieser Ausführung verwendet
die CPU 501 das RAM 503 als Arbeitsbereich.
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Gemäß 6 zeigt
ein Einrichtungslistenmodul 601 eine Liste von mit dem
Netzwerk verbundenen Einrichtungen an. Die Art und Weise, wie diese
Liste angezeigt wird, wird nachstehend an Hand von 15 beschrieben.
Ein Systemsteuermodul 602 steuert andere Module entsprechend
Anweisungen von der Einrichtungsliste. Ein Konfigurator 603 ist
ein Modul, das eine spezielle Verarbeitung hinsichtlich Netzwerkeinstellungen
eines Agenten durchführt.
Ein Suchmodul 604 sucht nach einer mit dem Netzwerk verbundenen
Einrichtung. Durch dieses Suchmodul 604 gefundene Einrichtungen
werden in der Form einer Liste durch die Einrichtungsliste 601 angezeigt.
Ein NetWare-Auftragsmodul 605 erfasst den Status eines
Druckauftrags vom Netzwerkserver unter Verwendung einer NetWare-API 616.
Diese NetWare-API ist beispielsweise in „NetWare Programmer's Guide for C" von Novell Corporation
beschrieben. Dieses Buch kann von der Novell Corporation bezogen
werden. Benutzerschnittstellen-(UI) Module 606 und 607 zeigen
(nachstehend beschriebene) Einrichtungsdetailfenster an. Diese UI-Module
sind in einer Eins-zu-eins-Entsprechung mit Einrichtungen vorhanden,
deren detaillierte Informationen anzuzeigen sind. Steuermodule 608 und 609 führen eine
für eine
Einrichtung eindeutige Steuerung durch, von der ausführliche
Informationen zu erfassen sind. Wie die UI-Module sind diese Steuermodule
in einer Eins-zu-eins-Entsprechung mit Einrichtungen vorhanden,
deren ausführliche
Informationen anzuzeigen sind. Das Steuermodul A 608 und das
Steuermodul B 609 erfassen MIB-Daten von einer Verwaltungsobjekteinrichtung
unter Verwendung eines MIB-Verarbeitungsmoduls 610 und übertragen die
Daten jeweils zu dem UI-A-Modul 606 und dem UI-B-Modul 607.
Das MIB-Verarbeitungsmodul 610 wird
nachstehend einfach als MIB-Modul
bezeichnet.
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Dieses
MIB-Modul 610 wandelt einen Objektidentifizierer und einen
Objektschlüssel
um. Dieser Objektschlüssel
ist eine ganze Zahl mit 32 Bit mit einer Eins-zu-eins-Entsprechung
mit einem Objektidentifizierer. Der Objektidentifizierer ist ein
Identifizierer mit variabler Länge,
der beim Installieren der Netzwerkverwaltungssoftware schwierig
zu handhaben ist. Daher wird bei der Netzwerkverwaltungssoftware
gemäß der betroffenen
Anwendung intern ein Identifizierer fester Länge mit einer Eins-zu-eins-Entsprechung
mit diesem Objektidentifizierer verwendet. Module höherer Ordnung
als dieses MIB-Modul 610 verarbeiten MIB-Informationen
unter Verwendung dieses Objektschlüssels. Dies erleichtert die
Installation der Netzwerkverwaltungssoftware.
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Ein
SNMP-Modul 611 überträgt und empfängt SNMP-Pakete.
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Ein
gemeinsames Transportmodul 612 absorbiert den Unterschied
eines Protokolls niedriger Ordnung zum Transportieren von SNMP-Daten.
In der Praxis überträgt ein IPX-Handler 613 oder
ein UDP-Handler 614 Daten entsprechend einem vom Benutzer
vor dem Betrieb ausgewählten
Protokoll. Als UDP-Handler ist tatsächlich WinSock 617 installiert.
(WinSock ist beispielsweise im Handbuch von Windows socket API v1.1
beschrieben. Diese Druckschrift ist vielerorts erhältlich,
beispielsweise im Visual C++ Paket als Compiler von der Microsoft
Corp.)
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Ein
vom Konfigurator 603 verwendetes aktuelles Protokoll 615 ist
das IPX-Protokoll oder das UDP-Protokoll, das vom Benutzer vor dem
Betrieb ausgewählt
wird.
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Nachstehend
wird eine bei diesem Stand der Technik verwendete Schnittstelle
zwischen dem Suchmodul 604 und dem MIB-Modul 610 beschrieben.
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Das
MIB-Modul 610 stellt eine API (Anwendungsprogrammschnittstelle, „Application
Program Interface"),
die in der Sprache C geschrieben und in 9 gezeigt
ist, für
ein Modul hoher Ordnung bereit.
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Zu
Beginn ruft das Modul hoher Ordnung eine MIBOpen-API 901 zum Öffnen einer
Schnittstelle (die Anschluss genannt wird) auf, die der bestimmten
Adresse zwischen diesem Modul hoher Ordnung und dem MIB-Modul entspricht.
Das MIB-Modul gibt einen Identifizierer (der Anschlussidentifizierer
genannt wird) zum Identifizieren der offenen Schnittstelle zu dem
Modul hoher Ordnung zurück.
Dieser Anschlussidentifizierer wird zu einem ersten Argument, Anschluss,
der MIBOpen-API 901 zurück
gegeben. Danach tauscht das Modul hoher Ordnung Daten mit dem MIB-Modul
unter Verwendung des Anschlussidentifizierers aus.
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Die
hier bestimmte Adresse (ADDR) ist die Adresse eines Betriebsprotokolls,
d.h, eine IP-Adresse, wenn das IP-Protokoll arbeitet, und eine NetWare-Adresse,
wenn das NetWare-Protokoll arbeitet. Es kann auch eine Rundsendeadresse
bestimmt werden.
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Ist
der Anschluss durch Bestimmung einer Rundsendeadresse geöffnet, kann
das Modul hoher Ordnung mit einer Vielzahl von Einrichtungen kommunizieren,
die auf diese Rundsendeadresse antworten.
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Verwendet
das Modul hoher Ordnung den Anschluss nicht mehr, schließt das Modul
den Anschluss durch Aufrufen einer MIBClose-API 904.
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Zum
Auslesen eines MIB-Objekts ruft das Modul hoher Ordnung eine MIBReadObject-API 902 auf.
Zum Aufrufen dieser MIBReadObjects-API 902 bestimmt das
Modul hoher Ordnung einen Anschlussidentifizierer und den Objektschlüssel des
auszulesenden MIB-Objekts und bestimmt auch die Adresse einer Rückruffunktion,
mit der das MIB-Modul den Host über
den ausgelesenen MIB-Objektwert informiert.
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Wird
die MIBReadObjects-API 902 aufgerufen, wird ein Befehl
Get-request des SNMP erzeugt und auf dem Netz übertragen. Wie in 8 gezeigt überträgt eine
Einrichtung mit einem Agenten, der auf diesen Befehl Get-request
antwortet, einen Befehl Get-response.
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Zum
Schreiben von Daten in einem MIB-Objekt ruft das Modul hoher Ordnung
eine MIBWriteObjects-API 903 auf. Zum Aufrufen dieser MIBWriteObjects-API 903 bestimmt
das Modul hoher Ordnung einen Anschlussidentifizierer und den Objektschlüssel und
einen Wert des MIB-Objekts, in das zu schreiben ist, und bestimmt
auch die Adresse einer Rückruffunktion,
mit der das MIB-Modul den Host über
das Ergebnis des Schreibvorgangs informiert.
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Wird
die MIBWriteObjects-API 903 aufgerufen, wird ein Befehl
Get-request des SNMP erzeugt und auf dem Netz übertragen. Wie in 8 gezeigt überträgt eine
Einrichtung mit einem Agenten, der auf diesen Befehl Get-request antwortet,
einen Befehl Get-response.
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Die
Rückruffunktion
informiert das Modul hoher Ordnung über das Ergebnis der MIBReadObjects-API 902 oder
MIBWriteObjects-API 903. Insbesondere informiert diese
Rückruffunktion
den Host über
die Einrichtungsadresse und die Inhalte des empfangenen Befehls
Get-response.
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Wird
die MIBReadObjects-API 902 für einen durch Bestimmung einer
Rundsendeadresse geöffneten
Anschluss aufgerufen, ist die Zieladresse eines Pakets (eines IP-Pakets
für das
IP-Protokoll und eines
IPX-Pakets für
das NetWare-Protokoll) zum Tragen des Befehls Get-request, der auf
dem Netz übertragen
wird, die Rundsendeadresse. Da dieses Paket daher durch eine Vielzahl
von Einrichtungen empfangen wird, antwortet eine Vielzahl von Einrichtungen
auf den Befehl Get-request. D.h., die Verwaltungseinrichtung empfängt eine
Vielzahl von Get-response-Befehlen. In diesem Fall führt die
Rückruffunktion
viele Male ein Rufen unter Verwendung desselben Anschlussidentifizierers
und verschiedener Einrichtungsadressen durch. Das Modul hoher Ordnung
kann eine Einrichtung identifizieren, von der der Rückruf gesendet
wird, indem die Adressinformationen überprüft werden.
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Nachstehen
wird ein praktischer Datenfluss beschrieben. Entsprechend einer
Anforderung vom Host führt
das MIB-Modul 610 eine Verarbeitung wie eine Umwandlung
vom Objektschlüssel
in die Objekt-ID durch und sendet eine Befehlsübertragungsanforderung zum
SNMP-Modul 611. Beim Empfangen dieser Übertragungsanforderung vom
MIB-Modul 610 bildet das SNMP-Modul 611 die SNMP-PDU im
RAM 503 und sendet eine Übertragungsanforderung zum
gemeinsamen Transportmodul 612. Das gemeinsame Transportmodul 612 führt eine
vorbestimmte Verarbeitung wie ein Hinzufügen des Headers unter Verwendung
des Betriebsprotokolls durch und sendet eine Paketübertragungsanforderung
zum WinSock-Modul 617, wenn das Betriebsprotokoll das TCP/IP-Protokoll
ist, oder zum NetWare-API-Modul 616, wenn das Betriebsprotokoll
das NetWare-Protokoll ist. In der folgenden Beschreibung wird angenommen,
dass das Betriebsprotokoll das TCP/IP-Protokoll ist. Das WinSock-Modul 617 wandelt
das Paket, dessen Übertragung
angefordert wird, in ein IP-Paket um und fordert das Betriebssystem
zum Übertragen
der Daten über
das Netzwerk auf. Das Betriebssystem schreibt die Daten im RAM 503 über den
Systembus 504 in den NIC 508. Der NIC 508 wandelt
die geschriebenen Daten in einen vorbestimmten Rahmen um und überträgt den Rahmen
zum LAN 100.
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Ein
Paket von einer mit dem LAN 100 verbundenen Einrichtung
wird durch den NIC 508 empfangen. Dieser NIC 508 informiert
das Betriebssystem durch einen Interrupt über den Paketempfang. Das Betriebssystem
liest das empfangene Paket vom NIC 508 über den Systembus 504 und
platziert das ausgelesene Paket im RAM 503. Das Betriebssystem
informiert das WinSock-Modul 617 oder das NetWare-API-Modul 616 über den
Paketempfang, wenn das Betriebsprotokoll oder das vom empfangenen
Paket bestimmte Protokoll das TCP/IP-Protokoll bzw. das NetWare-Protokoll
ist. In der folgenden Beschreibung wird angenommen, dass das Betriebsprotokoll
das TCP/IP-Protokoll ist. Das WinSock-Modul 617 überprüft auf der
Grundlage der Adresse im empfangenen Paket, ob das empfangene Paket
an sich selbst adressiert ist. Ist das empfangene Paket nicht an
sich selbst adressiert, verwirft das WinSock-Modul 617 das
empfangene Paket. Ist das empfangene Paket an sich selbst adressiert,
aktiviert das WinSock-Modul 617 den UDP-Handler 614 zum Informieren
des gemeinsamen Transportmoduls 612 über den Paketempfang. Das gemeinsame
Transportmodul 612 führt
eine vorbestimmte Verarbeitung wie das Entfernen des Transportheaders
durch und informiert das SNMP-Modul 611 über den
Paketempfang. Das SNMP-Modul 611 führt eine vorbestimmte Verarbeitung
wie ein Entfernen des SNMP-Headers durch und informiert das MIB-Modul über den PDU-Empfang.
Das MIB-Modul 610 führt
eine vorbestimmte Verarbeitung durch, wandelt die empfangenen Informationen
in eine durch die MIB-API bestimmte Form um und ruft die Rückruffunktion
des Moduls hoher Ordnung auf, wodurch das Modul hoher Ordnung über die
Antwort von der Einrichtung informiert wird.
-
In
der folgenden Beschreibung wird die Netzwerkverwaltungssoftware
gemäß der betroffenen
Anwendung mit „NetSpot" bezeichnet.
-
Zum
Installieren von NetSpot erforderliche Dateien werden üblicherweise
unverändert
auf einem physikalischen Medium wie einer Diskette (FD) oder einer
CD-ROM aufgezeichnet verteilt oder über das Netzwerk übertragen.
Der Benutzer erhält
diese zum Installieren von NetSpot erforderlichen Dateien durch
diese Mittel und beginnt mit dem Installieren von NetSpot entsprechend
einer vorbestimmten Installierungsprozedur. Die NetSpot-Installierungsprozedur
gleicht Installierungsprozeduren anderer allgemeiner Software. D.h.,
aktiviert der Benutzer den NetSpot-Installierer auf einem Personalcomputer (PC),
führt dieser
Installierer automatisch die Installation aus. Der Installierer
kopiert zum Betrieb von NetSpot erforderliche Dateien auf die Festplatte
des PCs und korrigiert Dateien oder bildet neue Dateien, die für den Betrieb
von NetSpot erforderlich sind, während
er dem Benutzer die Eingabe von Informationen nach Bedarf erlaubt.
-
Nachstehend
wird eine Suchsequenz in diesem herkömmlichen Netzwerkverwaltungsprogramm beschrieben.
-
10 zeigt
eine Darstellung der Suchsequenz bei diesem herkömmlichen Netzwerkverwaltungsprogramm.
-
Gemäß 10 ist
ein Suchmodul 1030 ein Suchmodul des Netzwerkverwaltungsprogramms und
entspricht 604 in 6. Ähnlich wie
andere Module des Netzwerkverwaltungsprogramms wird dieses Suchmodul
durch die in 5 gezeigte CPU 501 auf
dem in 1 gezeigten PC 103 ausgeführt.
-
Eine
Einrichtung 1031 ist eine Einrichtung, die mit dem Netzwerk
verbunden ist, auf der ein SNMP-Agent arbeitet, und die mit einem
Drucker ausgerüstet
ist, der lediglich eine Standart-MIB aufweist. Ein Beispiel ist
ein MB 118 in 1. Eine Standard-MIB ist eine
durch RFC1213, RFC1514 und RFC1759 vorgeschriebene MIB.
-
Eine
Einrichtung 1032 ist eine Einrichtung, die mit dem Netzwerk
verbunden ist, in der ein SNMP-Agent arbeitet und die mit einem
Drucker mit einer Standard-MIB und einer für die Firma eindeutigen privaten
MIB ausgerüstet
ist. Ein Beispiel ist die in 1 gezeigte
NB 101. Bei diesem Stand der Technik wird angenommen, dass
die für
die Firma eindeutige private MIB an der NB 101 befestigt
ist. Diese für
die Firma eindeutige private MIB ist ein MIB-Objekt unter dem durch
den Knoten 408 in 4 angegebenen
Canon-Knoten.
-
Gibt
ein Modul hoher Ordnung eine Suchstartanweisung aus, bestimmt dieses
Suchmodul 1030 eine Rundsendeadresse und sendet ein Get-request-SNMP-Paket
zur Erfassung des Einrichtungsstatus und des Einrichtungstyps zum
Netzwerk (1001 und 1002). Dieses Paket wird allen
mit dem Netzwerk verbundenen Einrichtungen zugestellt.
-
Als
abzufragendes MIB-Objekt verwendet eine Nachricht 1001 in 10 lediglich
die Standard-MIB, und eine Nachricht 1002 verwendet die
private MIB. Verschiedene MIB-Objekte werden sowohl zum Auffinden
von Einrichtungen, die mit der privaten MIB ausgestattet sind, als
auch von Einrichtungen abgefragt, die nur mit der Standard-MIB ausgestattet sind.
-
Als
Antwort auf dieses SNMP-Paket sendet jede Netzwerkeinrichtung mit
dem SNMP-Agenten ein Antwortpaket (Nachrichten 1003-1006).
-
Die
Nachricht 1003 ist die Antwort von einer Einrichtung 1031 auf
das Rundsendepaket 1001, das die Standard-MIB abfragt,
wodurch ein dem Status der Einrichtung 1031 entsprechender
Wert zurückgegeben
wird. Die Nachricht 1004 ist die Antwort von einer Einrichtung 1032 auf
das Rundsendepaket 1001, das die Standard-MIB abfragt,
wodurch ein dem Status der Einrichtung 1032 entsprechender
Wert zurück gegeben
wird. Die Nachricht 1005 ist die Antwort von der Einrichtung 1031 auf
das Rundsendepaket 1002, das die private MIB abfragt. Da
die Einrichtung 1031 die private MIB nicht befestigt hat,
wird noSuchName als Fehler zurückgegeben.
Die Nachricht 1006 ist die Antwort von der Einrichtung 1032 auf
das Rundsendepaket 1002, das die private MIB abfragt, wodurch ein
dem Status der Einrichtung 1032 entsprechender Wert zurück gegeben
wird.
-
Ist
eine vorbestimmte Zeit seitdem Beginn der Suche vergangen, läuft ein
primärer
Antwortzeitgeber 1023 ab. Daher überträgt das Suchmodul 1030 zur
Erfassung ausführlicherer
Informationen ein SNMP-Paket zu jeder Einrichtung.
-
D.h.,
die Einrichtung 1031 hat den Fehler noSuchName hinsichtlich
der privaten MIB zurück
gegeben, bevor der primäre
Suchzeitgeber 1023 abläuft.
Daher wird durch Bezugnahme auf diese Einrichtung, die den Fehler
als Einrichtung zurück
gegeben hat, die der privaten MIB nicht entspricht, d.h., als Einrichtung,
die lediglich der Standard-MIB entspricht, werden ausführlichere
Informationen unter Verwendung der Standard-MIB erfasst. Diese Erfassung
und die Antwort von der Einrichtung 1031 sind jeweils Nachrichten 1007 und 1008.
-
Gleichermaßen hat
die Einrichtung 1032 normale Antworten sowohl auf die Standard-MIB
als auch auf die private MIB zurück
gegeben. Daher werden hinsichtlich dieser Einrichtung, die die private MIB
aufweist, ausführlichere
Informationen unter Verwendung der privaten MIB erfasst.
-
Diese
Erfassung und die Antwort von der Einrichtung 1032 sind
jeweils Nachrichten 1009 und 1010.
-
Vergeht
weitere Zeit und läuft
ein Einrichtungsantwortzeitgeber 1021 ab, wird das Modul
hoher Ordnung über
die Informationen der Einrichtungen informiert, die bis zu diesem
Punkt gefunden wurden.
-
Vergeht
weitere Zeit und läuft
ein Suchintervallzeitgeber 1022 ab, startet das Suchmodul 1030 die
Suche erneut. Die Sequenz ist exakt die Gleiche wie der vorstehend beschriebene
Ablauf, weshalb auf eine ausführliche
Beschreibung verzichtet wird.
-
Bei
dem vorstehend beschriebenen Stand der Technik sucht die Einrichtungsverwaltungsvorrichtung
nach Einrichtungen durch aktive Übertragung
von Rundsendpaketen in das Netzwerk.
-
Sind
alle Rundsendepakete somit übertragen,
senden alle Netzwerkeinrichtungen, die auf das SNMP antworten können, Rückgabepakete
auf die Rundsendepakete. Dies erhöht den Verkehr des Netzwerks
erheblich. Periodische Übertragungen von
Rundsendepaketen bedeuten ein periodisches Auftreten des Verkehranstiegphänomens,
das durch die Rundsendepakete verursacht wird. Eine derartige Situation
ist vom Gesichtspunkt der Netzwerkbelastung und Verwaltung nicht
zu bevorzugen. Die Übertragung
von Rundsendepaketen sollte so gering als möglich sein.
-
Die
EP-A-0896454 beschreibt
ein Netzwerksystem, in dem Endgeräteinrichtungen, wie Drucker, durch
eine Verwaltungseinrichtung über
das Netzwerk verwaltet werden. Die Verwaltungseinrichtung erzeugt
Anforderungsnachrichten, die zu der Endgeräteinrichtung gesendet werden,
um Informationen zu erhalten, die zur Verwaltung erforderlich sind,
wobei das vorstehend beschriebene SNMP als Protokoll verwendet wird.
-
Aus
der
US-A-5909549 ist
die Bereitstellung eines automatischen Entdeckungsvorgangs für verwaltete
Einrichtungen zur Eingabe von Einrichtungsinformationen in einem
Netzwerkverwaltungssystem entweder durch einen Vorgang „auto discovery
trag" oder einen
Vorgang „router
ARP cache process" bekannt.
Bei dem Vorgang „auto
discovery trag" sendet die
verwaltete Einrichtung Selbstaufdeckungs- Abfangrahmen zu der Netzwerkverwaltungsstation
zu vorbestimmten Zeitintervallen und die Verwaltungsstation sendet
einen SNMP-Get-response-Rahmen zu der verwalteten Einrichtung. Im
Vorgang „router
ARP cache" sendet
die verwaltete Einrichtung einen Ping-Rahmen zu einem vorgegebenen
Router, bis der SNMP-Get-request-Rahmen von der Netzwerkverwaltungsstation
empfangen wird.
-
Die
vorliegende Erfindung wurde unter Berücksichtigung des vorstehend
genannten Stands der Technik ausgebildet und soll eine Netzwerkeinrichtungsverwaltungsvorrichtung
und ein Verfahren zur Erfassung von Informationen einer Netzwerkeinrichtung
ohne Erhöhen
der Belastung eines Netzwerks bereitstellen.
-
Ausgestaltungen
der Erfindungen sind in den beigefügten Patentansprüchen definiert.
-
Ein
Ausführungsbeispiel
weist den folgenden Aufbau auf. D.h., eine Vorrichtung zur Verwaltung
eines Netzwerks, mit dem eine Einrichtung verbunden ist, die ein
Netzwerkverwaltungspaket zumindest einmal nach Aktivierung rundsendet,
umfasst eine Paketempfangseinrichtung zum Empfangen eines Pakets,
eine Paketbestimmungseinrichtung zur Bestimmung, ob das durch die
Paketempfangseinrichtung empfangene Paket ein Netzwerkverwaltungspaket ist,
eine Einrichtungsadressenerfassungseinrichtung zur Erfassung der
Adresse einer Einrichtung aus dem Paket, die das Paket gesendet
hat, wenn die Paketbestimmungseinrichtung bestimmt, dass das Paket ein
Netzwerkverwaltungspaket ist, und eine Einrichtungsadressenregistriereinrichtung
zum Registrieren der Einrichtungsadresse.
-
Eine
weitere Vorrichtung zur Verwaltung eines Netzwerks, mit dem eine
Einrichtung verbunden ist, die ein Netzwerkverwaltungspaket zumindest
einmal nach Aktivierung rundsendet, umfasst eine Paketempfangseinrichtung
zum Empfangen eines Pakets, eine Paketbestimmungseinrichtung zur
Bestimmung, ob das durch die Paketempfangseinrichtung empfangene
Paket ein Netzwerkverwaltungspaket ist, eine Sendeeinrichtung zum
Senden eines Verifizierungspakets zu einer Einrichtung, die das
Paket gesendet hat, zum Verifizieren, dass die Einrichtung ein Überwachungsobjekt
ist, wenn die Paketbestimmungseinrichtung bestimmt, dass das empfangene Paket
ein Netzwerkverwaltungspaket ist, und eine Einrichtungsadressenregistriereinrichtung
zum Registrieren des Status der Einrichtung auf der Grundlage einer
Antwort auf das Verifizierungspaket, die die Antwort zurückgegeben
hat, zusammen mit der Adresse.
-
Vorzugsweise
ist die Antwort eine normale Antwort, wenn eine Einrichtung als
Antwortquelle ein Verwaltungsobjekt ist, und enthält Informationen,
die den Betriebszustand der Einrichtung angeben.
-
Vorzugsweise überträgt die Sendeeinrichtung
ein Verifizierungspaket zur Erfassung des Status eines Druckers,
und ist eine Antwort auf das Verifizierungspaket eine normale Antwort,
registriert die Adressenregistriereinrichtung Informationen, die
angeben, dass die Einrichtung ein Drucker ist, zusammen mit der
Adresse der Einrichtung als Antwortquelle.
-
Weitere
Merkmale und Vorteil der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung
in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen ersichtlich, in denen
gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Abschnitte in den Figuren
bezeichnen.
-
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
-
1 zeigt
eine Darstellung eines Aufbaus, in dem eine Netzwerkkarte zur Verbindung
eines Druckers mit einem Netzwerk mit einem Drucker mit einer offenen
Architektur verbunden ist,
-
2 zeigt
eine Schnittansicht gemäß einem
Stand der Technik, wobei eine Netzwerkkarte, an der ein Agent angebracht
ist, mit einem Drucker verbunden ist,
-
3 zeigt
ein Blockschaltbild der elektrischen Verbindungen zwischen der Netzwerkkarte, dem
Drucker und einem LAN,
-
4 zeigt
eine Darstellung des Konzepts einer MIB-Struktur,
-
5 zeigt
ein Blockschaltbild des Aufbaus eines PCs, in dem eine Netzwerkverwaltungssoftware
arbeiten kann,
-
6 zeigt
eine Darstellung der Modulkonfiguration der Netzwerkverwaltungssoftware,
-
7 zeigt
eine Darstellung des Formats einer SNMP-Nachricht,
-
8 zeigt
eine Darstellung eines Austauschs von SNMP-Befehlen zwischen einer Verwaltungseinrichtung
und einem Agenten,
-
9 zeigt
eine Darstellung einer MIB-Modul-API,
-
10 zeigt
eine Darstellung einer Kommunikationssequenz zwischen einem Suchmodul
und Einrichtungen gemäß dem Stand
der Technik,
-
11 zeigt
eine Darstellung der Anordnung von Einrichtungen in einem Netzwerk,
-
12 zeigt
ein Ablaufdiagramm des Betriebs eines Abfang-Überwachungsprogramms,
-
13 zeigt
ein Ablaufdiagramm eines Betriebs einer Anzeige einer Einrichtungsliste,
-
14 zeigt
eine Darstellung, wie die Einrichtungsliste angezeigt wird,
-
15 zeigt
ein Ablaufdiagramm des Betriebs eines Abfang-Überwachungsprogramms
gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel,
-
16 zeigt
eine Darstellung, wie eine Einrichtungsliste gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
angezeigt wird, und
-
17 zeigt
eine Darstellung einer Speicherabbildung in einem Speichermedium
einer Netzwerkverwaltungssoftware gemäß Ausführungsbeispielen der Erfindung.
-
Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
-
(Erstes Ausführungsbeispiel)
-
Wie
vorstehend gemäß dem Stand
der Technik beschrieben haben die SNMP-Definitionen einen Befehl,
der „Trag" bzw. Abfangen genannt
wird. Dieses Abfangen enthält
mehrere Arten, und eine von diesen wird Kaltstartabfangen bzw. Kaltstartabfangpaket
genannt, das zu einem Netzwerk rundgesendet wird, wenn eine Einrichtung
aktiviert wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel
wird das Hinzufügen
einer neuen Einrichtung zu dem Netzwerk durch Einfangen dieses Kaltstartabfangens
bzw. Kaltstartabfangpakets erfasst.
-
Das
Ausführungsbeispiel
wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
beschrieben.
-
11 zeigt
eine Darstellung der Anordnung verschiedener Einrichtungen in einem
Netzwerk.
-
Ein
Computer 1101 führt
ein Netzwerkeinrichtungsverwaltungsprogramm aus. Ein Adressenverzeichnis
arbeitet im Verzeichnisserver 1102. Eine Einrichtung 1103,
die ein Abfangüberwachungsprogramm
ausführt, überwacht
ein Abfangpaket. Diese Einrichtung zur Ausführung des Abfangüberwachungsprogramms
wird nachstehend einfach als Abfangüberwachungseinrichtung bezeichnet.
Die Konfigurationen dieser Computer 1101, 1102 und 1103 können mit
der in 5 gemäß der Beschreibung des
Standes der Technik identisch sein. Allerdings sind im Verzeichnisserver 1102 und
der Abfangüberwachungseinrichtung 1103 I/O-Einrichtungen
zum Kommunizieren mit dem Benutzer, wie eine Tastatursteuereinrichtung 505,
eine Tastatur 509, eine CRT-Steuereinrichtung 506 und eine
CRT 510 nicht immer erforderlich. Diese Computer 1101, 1102 und 1103 können auch
Einzelcomputer sein.
-
Das
Adressenverzeichnis ist ein sogenanntes Telefonverzeichnis, das
zum Netzwerk gehört und
verschiedene Informationsteile speichert. Ein praktisches Beispiel
des Verzeichnissystems ist das LDAP („Lightweight Directory Access
Protocol", Leichtes
Verzeichniszugangsprotokoll). Die Definitionen dieses LDAP sind
in RFC1777 beschrieben, der durch die IETF ausgegeben wird. Ein
Beispiel eines Handbuchs ist „LDAP
Internet Directory Application Programming", herausgegeben von Prentice-Hall, 01.
November 1997.
-
Bei
diesem Ausführungsbeispiel
wird angenommen, dass ein LDAP-Server als Verzeichnisserver verwendet
wird. Allerdings können
andere Ausführungsbeispiele
einen von einem LDAP-Server verschiedenen Verzeichnisserver verwenden.
-
12 zeigt
ein Ablaufdiagramm des Betriebs eines Abfangüberwachungsprogramms, das in der
Abfangüberwachungseinrichtung 1103 arbeitet. Es
wird angenommen, dass dieses Abfangüberwachungsprogramm derart
eingestellt ist, dass es gleichzeitig mit der Aktivierung der Abfangüberwachungseinrichtung 1103 zu
aktivieren ist, oder durch die Verwaltungseinrichtung des Netzwerks
explizit aktiviert wird. Es wird auch angenommen, dass die Einrichtung 1103,
die das Abfangüberwachungsprogramm
ausführt,
den in 5 gezeigten Aufbau hat.
-
In
diesem Abfangüberwachungsprogramm wird
in Schritt S1201 die Einrichtung mit dem Verzeichnisserver 1102 über das
Netzwerk zum Vorbereiten einer Registrierung von Informationen verbunden.
Es wird angenommen, dass die Adresse des zu verbindenden Verzeichnisservers
zuvor durch die Systemverwaltungseinrichtung registriert wurde,
und diese Adresse beispielsweise in einer Datei aufgezeichnet und
auf einer Festplatte 511 gespeichert ist. In Schritt S1202
wird überprüft, ob ein
Paket empfangen wurde. Dies wird durch Überprüfung des Status eines NIC 508 durch
das Betriebssystem durch Aufrufen einer durch das Betriebssystem
bereitgestellten API durchgeführt.
Ist ein Paket empfangen worden, geht der Ablauf zu Schritt S1203
zum Überprüfen über, ob
das empfangene Paket ein SNMP-Abfangpaket
ist. Ist das Format des empfangenen Pakets mit dem in 7 beschriebenen
SNMP-Paket konsistent und gibt der Feldwert eines PDU-Typs 711 ein
Abfangen an, wird bestimmt, dass das empfangene Paket ein SNMP-Abfangpaket
ist. Wird in Schritt S1203 bestimmt, dass das empfangene Paket ein SNMP-Paket
ist, geht der Ablauf zu Schritt S1204 über. In Schritt S1204 wird
die Adresse einer Sendequelleneinrichtung durch Überprüfen des Sendequellenadressfelds
des empfangenen Pakets extrahiert. Der Ablauf geht dann zu Schritt
S1205 zum Senden der Adresse der Einrichtung zu dem Verzeichnisserver 1102,
die in Schritt S1204 extrahiert wurde, und zum Registrieren der
Adresse im Adressenverzeichnis über.
-
Wird
in Schritt S1203 andererseits bestimmt, dass kein SNMP-Abfangpaket
empfangen wurde, geht der Ablauf zu Schritt S1206 zum Durchführen eines
Empfangsvorgangs über,
der von einem SNMP-Abfangempfang verschieden ist. Wird in Schritt
S1202 andererseits bestimmt, dass kein Paket empfangen wurde, geht
der Ablauf zu Schritt S1207 zur Durchführung einer vom Paketempfang verschiedenen
Verarbeitung über.
-
Ist
die Verarbeitung in Schritt S1205, S1206, bzw. S1207 abgeschlossen,
kehrt der Ablauf zu Schritt S1202 zum Fortsetzen des Prozesses zurück.
-
13 zeigt
ein Ablaufdiagramm eines Betriebs einer Anzeige einer Einrichtungsliste
im durch den Client 1101 ausgeführten Einrichtungssteuerprogramm.
Der in 13 gezeigte Ablauf wird aktiviert, wenn
das Einrichtungsverwaltungsprogramm durch den Client 1101 oder
explizit durch eine Betätigung durch
den Benutzer aktiviert wird.
-
Bei
diesem Einrichtungslistenanzeigebetrieb wird in Schritt S1301 die
Einrichtung mit dem Verzeichnisserver verbunden. Es wird angenommen, dass
die zu verbindende Adresse des Verzeichnisservers zuvor durch die
Systemverwaltungseinrichtung registriert und beispielsweise in einer
Datei aufgezeichnet und auf der Festplatte 511 gespeichert wurde.
Diese Adresse ist die gleiche wie die Adresse des Verzeichnisservers,
mit dem das Abfangüberwachungsprogramm
verbunden ist. In Schritt S1302 werden im Adressenverzeichnis registrierte
Informationen aus dem in Schritt S1301 verbundenen Verzeichnisserver
extrahiert. In Schritt S1301 wird die CRTC 506 zum Anzeigen
der in Schritt S1302 erfassten Informationen auf der CRT 501 veranlasst.
-
14 zeigt
eine Darstellung der Art und Weise, wie die Informationen in Schritt
S1303 angezeigt werden. Eine Liste der Adressen der Einrichtungen,
die aus dem Verzeichnisserver erfasst worden sind, werden in einem
Fenster 1401 angezeigt.
-
Wie
vorstehend beschrieben fängt
das Abfangüberwachungsprogramm
ein Kaltstartabfangpaket ein, das eine Einrichtung beim Aktivieren
auf dem Netz rundsendet, erfasst die Adresse der Einrichtung und
registriert die Adresse im Verzeichnisserver. Dies ermöglicht der
Einrichtungsverwaltungsvorrichtung die Erfassung der Adressen von
Einrichtungen, die mit dem Netzwerk verbunden sind, indem auf die Adressen
dieser Einrichtungen Bezug genommen wird, die in dem Verzeichnisserver
registriert sind, ohne aktiv nach diesen Einrichtungen zu suchen. Dies
beseitigt das Erfordernis einer aktiven Ausgabe eines Suchpakets
durch die Einrichtungsverwaltungsvorrichtung und verringert somit
den Verkehr im Netzwerk.
-
(Zweites Ausführungsbeispiel)
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Ein
Abfangpaket ist ein allgemeines Paket in der Einrichtungsverwaltung
durch das SNMP. Daher ist es günstig,
wenn eine Abfangüberwachungseinrichtung 1103 ein
eingefangenes Abfangpaket in einem Adressenverzeichnis nach einer
Verifizierung registriert, dass das Paket von einem Einrichtungstyp ist,
nach dem zu suchen ist, da ein Client später auf das Adressenverzeichnis
zugreift. D.h., möchte
der Client lediglich einen Netzwerkdrucker steuern, ist es vorzuziehen,
dass ein Abfangpaket im Adressenverzeichnis registriert wird, nachdem
verifiziert wurde, dass die Einrichtung, die dieses Paket gesendet
hat, ein Drucker ist.
-
Empfängt die
Abfangüberwachungseinrichtung 1103 ein
Abfangpaket, können
ferner ausführlichere
Informationen über
eine Einrichtung durch Verwenden eines Pakets zur Abfrage des Status
der Einrichtung als Paket zur Überprüfung des
Einrichtungstyps erhalten werden. Die Aufgabe des zweiten Ausführungsbeispiels
der Erfindung besteht in der Verbesserung dieser Punkte.
-
Bei
diesem zweiten Ausführungsbeispiel wird
angenommen, dass eine zu steuernde Netzwerkeinrichtung ein Netzwerkdrucker
ist.
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15 zeigt
ein Ablaufdiagramm zur Beschreibung des Betriebs eines durch die
Abfangüberwachungseinrichtung 1103 ausgeführten Abfangüberwachungsprogramms.
-
In 15 sind
die Schritte S1501 bis S1504 exakt die Schritte S1201 bis S1204,
die unter Bezugnahme auf 12 des
ersten Ausführungsbeispiels beschrieben
wurden, weshalb auf eine ausführliche Beschreibung
verzichtet wird. Gleichermaßen
sind die Schritte S1508 und S1509 die gleichen wie die Schritte
S1206 und S1207, weshalb auf ihre ausführliche Beschreibung verzichtet
wird.
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Durch
die Prozedur in den Schritten S1501 bis S1504 wird ein Abfangbefehl
empfangen und eine Adresse wird aus diesem Paket erfasst. In Schritt S1505
wird ein SNMP-Paket zur Erfassung eines MIB-Objekts, von dem angenommen
wird, dass es durch einen Netzwerkdrucker implementiert ist, übertragen,
um zu verifizieren, dass eine Einrichtung, die das Abfangpaket gesendet
hat, ein Netzwerkdrucker ist. Insbesondere wird ein Paket Get-next-request
zu dem Netzwerkdrucker beispielsweise zur Erfassung von hrPrinterDetectedErrorState
gemäß RFC1514 Host
Resources MIB gesendet. Dieses MIB-Objekt stellt den Status eines
Druckers dar. Durch die Verwendung dieses MIB-Objekts als Informationen
zur Abfrage einer Einrichtung ist es möglich, zu verifizieren, dass
die Einrichtung ein Drucker ist, und gleichzeitig ausführlichere
Informationen über
die Einrichtung zu erhalten.
-
Wird
andererseits in Schritt S1503 bestimmt, dass das Paket ein von einem
SNMP-Abfangpaket verschiedenes Paket ist, geht der Ablauf zu Schritt S1506
zur Überprüfung über, ob
das Paket ein SNMP-Paket sowie eine normale Antwort ist, die einen
Netzwerkdrucker angibt. D.h., ist der Wert eines Get-next-request-Packetanforderungs-ID-Feldes 712 (7),
das in Schritt S1505 übertragen
wird, gleich dem Wert des empfangenen Pakets, ist das empfangene
Paket ein Paket Get-response,
das dem in Schritt S1505 gesendeten Paket Get-next-request entspricht. Gleichzeitig
wird überprüft, ob die
Objekt-ID der erfassten MIB, die in einem MIB-Informationsfeld 715 des empfangenen
Pakets enthalten ist, hrPrinterDetectedErrorState.X ist. X ist ein
Indexwert, der eine Druckereinrichtung in einem MIB-Agenten der
Einrichtung angibt, die das Abfangpaket gesendet hat.
-
Ist
die Objekt-ID der erfassten MIB hrPrinterDetectedErrorState.X, wird
bestimmt, dass die Einrichtung, die das Abfangpaket gesendet hat,
ein Netzwerkdrucker ist, und der Ablauf geht zu Schritt S1507 über. Liegt
die Objekt-ID neben der hrPrinterDetectedErrorState angebenden ID
oder gibt der Wert in einem Fehlerstatusfeld 713 das Fehlen
eines Objekts an (noSuchObject), wird bestimmt, dass die Einrichtung,
die das Abfangpaket gesendet hat, kein Drucker ist, und der Ablauf
geht zu Schritt S1508 über.
-
In
Schritt S1507 werden die Netzwerkadresse der Einrichtung, die das
Abfangpaket gesendet hat, ein Flag, das angibt, dass die Einrichtung
ein Drucker ist, und der in Schritt S1506 erfasste Wert von hrPrinterDetectedErrorState.X
im in Schritt S1501 verbundenen Verzeichnisserver (LDAP-Server)
registriert.
-
16 zeigt
eine Darstellung der Art und Weise, wie der Client 1101 die
in Schritt S1507 registrierten Informationen anzeigt. Der Anzeigeablauf
ist mit dem in 13 beschriebenen identisch,
weshalb auf eine ausführliche
Beschreibung verzichtet wird.
-
Unterschiede
zwischen den in 13 gezeigten Einrichtungsinformationen
bestehen darin, dass ein Icon angibt, dass die Einrichtung ein Drucker
ist, und Informationen hinsichtlich des Status der Einrichtung hinzugefügt sind.
Beispielsweise zeigt ein Icon 1603, dass eine Art Warnfehler
in der Einrichtung auftritt. Ein Icon 1602 gibt an, ob
nicht verifiziert ist, dass der Einrichtungstyp ein Drucker ist.
Wie vorstehend beschrieben fängt
das Abfangüberwachungsprogramm
ein Kaltstartabfangpaket ein, das eine Einrichtung im Netzwerk beim
Aktivieren rundsendet, um die Adresse der Einrichtung zu erfassen, und
fragt die Einrichtung mit dieser Adresse über deren Status ab. Entsprechend
einer Antwort auf diese Abfrage registriert die Abfangüberwachungseinrichtung
den erhaltenen Status der Einrichtung zusammen mit der Adresse im
Verzeichnisserver. Dies ermöglicht
der Abfangüberwachungseinrichtung
die Erfassung der Adressen von mit dem Netzwerk verbundenen Einrichtungen,
ohne aktiv nach diesen Einrichtungen zu suchen. Dies macht das Erfordernis
einer aktiven Ausgabe eines Suchpakets durch die Einrichtungsverwaltungsvorrichtung überflüssig und
verringert den Verkehr im Netzwerk. Da außerdem der Status einer Einrichtung
abgefragt wird, können
der Typ und der Betriebszustand der Einrichtung im Verzeichnis registriert
werden. Daher kann der Benutzer ausführlichere Informationen erhalten.
-
Das
erfindungsgemäße Netzwerkeinrichtungssuchprogramm
wie vorstehend beschrieben kann auch durch einen in 5 gezeigten
PC 500 entsprechend einem extern installierten Programm ausgeführt werden.
In diesem Fall wird das Programm zusammen mit Informationsteilen,
die das Programm enthalten, von einem externen Speichermedium wie
einer CD-ROM, einem
Flash-Speicher oder einer Diskette oder über ein Netzwerk wie eine E-Mail
oder eine Personalcomputerkommunikation geladen. Die Erfindung wird
in einem Fall angewendet, in dem das Programm so dem PC 500 von
einem Speichermedium zugeführt
wird.
-
17 zeigt
eine Darstellung der Speicherabbildung einer CD-ROM als Beispiel
eines Speichermediums. Ein Verzeichnisinformationsbereich 9999 speichert
Verzeichnisinformationen und gibt die Positionen eines Bereichs 9998,
der das folgende Installationsprogramm speichert, und eines Bereichs 9997 an,
der das Netzwerkeinrichtungssteuerprogramm speichert.
-
Der
Programmbereich 9998 ist ein Bereich, der das Installationsprogramm
speichert. Der Netzwerkeinrichtungssteuerprogrammbereich 9997 ist
ein Bereich, der das Netzwerkeinrichtungssteuerprogramm speichert.
-
Ist
das erfindungsgemäße Netzwerksteuerprogramm
auf dem PC 500 zu installieren, wird das im Bereich 9998 gespeicherte
Installationsprogramm in das System geladen und durch die CPU 501 ausgeführt. Dieses
durch die CPU 501 ausgeführte Installationsprogramm
liest das Netzwerkeinrichtungssteuerprogramm aus dem Bereich 9997 aus
und speichert das ausgelesene Programm auf einer Festplatte 511.
-
Die
Erfindung kann bei einem System oder einer integrierten Vorrichtung
aus einer Vielzahl von Einrichtungen (beispielsweise einem Hostcomputer, einer
Schnittstelle und einer Leseeinrichtung) oder bei einer Vorrichtung
aus einer einzelnen Einrichtung angewendet werden.
-
Ausführungsbeispiele
könne gebildet
werden, indem einem System oder einer Vorrichtung ein Speichermedium
zugeführt
wird, das Programmcodes der in 12, 13 oder 15 beschriebenen
Prozedur zur Durchführung
der vorstehend beschriebenen Funktionen der Ausführungsbeispiele speichert,
und die im Speichermedium gespeicherten Programmcodes durch einen
Computer (oder eine CPU oder MPU) des Systems oder der Vorrichtung ausgelesen
und ausgeführt
werden.
-
In
diesem Fall realisieren die aus dem Speichermedium ausgelesenen
Programmcodes die vorstehenden neuen Funktionen und das Speichermedium,
das diese Programmcodes speichert, bildet einen Aspekt der Erfindung.
-
Als
Speichermedium zur Bereitstellung der Programmcodes kann beispielsweise
eine Diskette, Festplatte, optische Platte, magnetooptische Platte, CD-ROM,
CD-R, ein Magnetband oder eine nicht flüchtige Speicherkarte und ein
ROM verwendet werden.
-
Neben
der Realisierung der vorstehend beschriebenen Funktionen gemäß den vorstehenden Ausführungsbeispielen
durch Ausführung
der Programmcodes, die durch einen Computer gelesen werden, umfasst
die Erfindung einen Fall, in dem ein Betriebssystem oder dergleichen,
das auf dem Computer arbeitet, einen Teil oder die gesamte tatsächliche
Verarbeitung auf der Grundlage von Anweisungen durch die Programmcodes
durchführt
und die Funktionen der vorstehenden Ausführungsbeispiele realisiert.
-
Die
Erfindung umfasst auch einen Fall, in dem nach dem Schreiben der
aus dem Speichermedium gelesenen Programmcodes in einen Speicher einer
Funktionserweiterungskarte, die in den Computer eingefügt ist,
oder einer Funktionserweiterungseinheit, die mit dem Computer verbunden
ist, eine CPU oder dergleichen der Funktionserweiterungskarte oder
der Funktionserweiterungseinheit einen Teil oder die gesamte tatsächliche
Verarbeitung auf der Grundlage von Anweisungen von den Programmcodes
ausführt
und die Funktionen der vorstehenden Ausführungsbeispiele realisiert.
-
Die
vorliegende Erfindung ist auch in einem Fall anwendbar, in dem das
Programm der Software zum Erreichen der Funktionen der vorstehenden Ausführungsbeispiel
von einem Speichermedium, das die Programmcodes des Programms aufzeichnet, über eine
Kommunikationsleitung wie eine Personalcomputerkommunikation dem
Benutzer zugeführt
wird.
-
Gemäß der vorstehend
beschriebenen Erfindung kann die Einrichtungsverwaltungsvorrichtung Informationen über eine
Netzwerkeinrichtung ohne aktive Übertragung
eines Rundsendepakets erfassen. Dies kann eine Erhöhung der
Belastung des Netzwerks verhindern, die durch die Einrichtungssuche
verursacht wird.
-
Da
viele offensichtlich sehr verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung
ausgestalten werden können,
ist ersichtlich, dass die Erfindung nicht auf die bestimmten Ausführungsbeispiele
beschränkt
ist, sondern lediglich durch die beigefügten Patentansprüche definiert
ist.
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Das
Computerprogramm kann ferner in elektronischer Form beispielsweise
durch Herunterladen des Codes über
ein Netzwerk wie das Internet erhalten werden. Somit ist entsprechend
einem weiteren Aspekt der Erfindung ein elektrisches Signal ausgestaltet,
das Prozessor implementierbare Anweisungen zur Steuerung eines Prozessors
zur Ausführung des
vorstehend beschriebenen Verfahrens trägt.