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Die
Erfindung betrifft Mehrbandfunksysteme und insbesondere einen Aufbau
zur Trennung von Signalen eines Empfangs- und eines Sendezweigs
als auch ein Verfahren zum Betreiben eines Mehrbandfunksystems.
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Allgemein
liegen innerhalb eines herkömmlichen
modernen Time Division Duplex (TDD) Aufbaus wie in 4 in
jedem der Empfangs- und Sendezweige wenigstens zwei wählbare Funkfrequenzfilter
vor, da mehr als ein Frequenzband unterstützt wird. Innerhalb jedes Zweigs
sind die Funkfrequenzfilter parallel angeordnet und diese sind über wenigstens
ein Paar von Multiplexerschaltern auswählbar. Die Funkfrequenzfilter
weisen Durchlässigkeitsbereichsfunktionen
auf, wobei die Durchlässigkeitsbereichsfunktionen
jedes Funkfrequenzfilters innerhalb jedes Zweiges für ein bestimmtes
Frequenzband, das jeweils verschieden ist von den entsprechenden
Frequenzbändern
der weiteren Frequenzfilter, verantwortlich sind. Die Paare von
Multiplexerschaltern werden mittels eines Bandauswahlsignals angesteuert.
Während
des Betriebs treten zudem in beiden Empfangs- und Sendezweigen Signale
durch Frequenzfilter hindurch, wobei deren Eigenschaften für ein und
dasselbe Frequenzband geeignet sind, d.h. die Bandauswahl erfolgt
durch Umschalten diskreter Bandauswahlfilter auf „ein" oder „aus" im RF Signalpfad
des empfangenden oder sendenden Zweigs. Der Empfangszweig weist
zudem einen Demodulator auf und der Sendezweig enthält einen
Modulator zur Abwärts-/Aufwärtskonvertierung
des empfangenen RF Signals nach IF und des nach RF zu übertragenden IF
Signals auf Basis eines vom Oszillator bereitgestellten Trägersignals.
Das Trägersignal
wird vom Oszillator entweder dem Demodulator oder dem Modulator über einen
Empfangs-/Sendeschalter
zugeführt,
der seinerseits über
ein Empfangs-/Sendeauswahl-
oder Steuersignal angesteuert wird.
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Ein
weiteres Detail dieser herkömmlichen Anordnung
von 4 wird später
detaillierter diskutiert. Da Schalter für RF im GHz Bereich typische
Isolati onswerte von weniger als 25 dB aufweisen, tritt beim Betrieb
einer solchen TDD Anordnung über
die Sendeantenne des Sendezweigs ein Verlust des Empfangssignals
vom sendenden Zweig zum empfangenden Zweig auf. Für hochempfindliche
Funksysteme, insbesondere im Hochfrequenzbereich, wie HiperLAN2
(H/2) oder IEEE802.11 (802.11), ist es jedoch erforderlich, dass
der RF Verlust kleiner als die RX Empfindlichkeit von etwa –85 dBm
ist.
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Um
diesen Verlust der herkömmlichen
Anordnung zu überwinden,
werden zusätzliche
Schalter für
Lasten vorgesehen, über
die dem Sendezweig Signale zugeführt
werden und im Betriebs-Empfangsmodus der Anordnung aktiviert werden,
wodurch im Sendemodus eine höhere
Dämpfung
des zu sendenden Signals verursacht wird. Insbesondere wird der Oszillator
vom Modulator (Mixer) des Sendezweigs „aus" (ab) geschaltet und der IF Pfad wird
vom Sendezweig „aus" (ab) geschaltet.
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Somit
weist diese herkömmliche
Anordnung zwei Nachteile auf, nämlich
höhere
Produktionskosten aufgrund der zusätzlichen Schalter und eine
unerwünschte
Signaldämpfung.
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Ein
Mehrbandfunksystem gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren zum Betreiben eines Mehrbandfunksystems
sind in
US-A 6,023,609 offenbart.
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Es
ist eine Aufgabe dieser Erfindung, den herkömmlichen Aufbau zu verbessern,
so dass eine bessere Trennung bei geringeren Herstellungskosten und
ohne zusätzliche
Dämpfung
im Sendesignalpfad aufgrund von Maßnahmen zur Trennung erzielt
wird. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, den Betrieb des
Mehrbandfunksystems zu modifizieren, so dass eine Signaltrennung
im Empfangsmodus verbessert wird.
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Diese
Aufgabe wird über
ein Mehrbandfunksystem gemäß dem Patentanspruch
1 gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen
sind in den Patentansprüchen
2 bis 4 definiert. Das Verfahren zum Betreiben eines Mehrbandfunksystems
gemäß der Erfindung ist
im unabhängigen
Patentanspruch 5 beschrieben.
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Somit
weist ein Mehrbandfunksystem gemäß der Erfindung
einen Empfangszweig und einen Sendezweig auf, die jeweils mehr als
ein verschiedenes Frequenzband unterstützen. Eine Empfangs-/Sende-Filterauswahleinrichtung
steuert Funkfrequenzfilter im Empfangsmodus, die innerhalb des jeweiligen
Empfangszweigs und Sendezweigs enthalten sind, so dass Funksignale
eines Frequenzbands, die durch den Empfangszweig hindurchgetreten
sind, im Sendezweig gesperrt werden.
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Zudem
steuert ein erfindungsgemäßes Verfahren
zum Betreiben eines Mehrbandfunksystems mit einem Empfangszweig
und einem Sendezweig innerhalb des Empfangszweigs und des Sendezweigs
enthaltene Funkfrequenzfilter im Empfangsmodus, so dass Funksignale
eines Frequenzbands, die durch den Empfangszweig hindurchgetreten
sind, im Sendezweig gesperrt werden.
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Somit
werden zwei Nachteile des herkömmlichen
Aufbaus, nämlich
die höheren
Herstellungskosten aufgrund zusätzlicher
Schalter und unerwünschte
Signaldämpfung,
vermieden. Insbesondere tritt erfindungsgemäß bei Aufrechterhaltung geringerer
Verluste keine unerwünschte
Signaldämpfung auf,
da die zusätzlichen
Schalter, die bei bekannter Technik erforderlich sind, erfindungsgemäß obsolet werden.
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Zusätzlich zum
oben beschriebenen herkömmlichen
Aufbau gibt diese Erfindung eine Empfangs-/Sende-Filterauswahleinrichtung
an, die mittels eines Empfangs-/Sendesteuersignals und eines primären Bandauswahlsignals
angesteuert werden. Sekundäre
Bandauswahlsignale werden ausgegeben und zu den Sendezweigen gesendet.
Zudem werden die zusätzlichen
Schalter der herkömmlichen Anordnung,
die Eingangssignale des Sendezweigs mit Lasten verschalten, weggelassen.
Zudem wird das Mehrbandfunksystem in seinem Empfangsmodus derart
betrieben, dass Signale, die durch die Filter in beiden Zweigen
hindurchtreten wollen, im Sendezweig gesperrt werden, da beide Filter,
durch welche die Signale hindurchtreten wollen, für verschiedene
Frequenzbänder
verantwortlich sind, d. h. Durchlässigkeitsbänder in verschiedenen Frequenzbändern aufweisen.
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Der
Gegenstand der Erfindung wird derart betrieben, dass im Empfangsmodus
ein Filter im Empfangszweig ausgewählt wird, der für ein erstes Frequenzband
verantwortlich ist, und ein Filter im Sendezweig ausgewählt wird,
der für
ein zweites vom ersten Frequenzband verschiedenes Frequenzband verantwortlich
ist. Dies führt
dazu, dass beim Empfang von Hochfrequenzsignalen eines ersten Frequenzbandes
diese nicht miteinander interferieren können, da sie im Sendezweig
gesperrt werden, so dass im Empfangsmodus nahezu kein Verlust zwischen
den Zweigen auftritt.
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Zudem
ist es im Hinblick auf die Herstellung günstiger, einen Aufbau anzugeben,
der die Empfangs-/Sende-Filterauswahleinrichtung aufweist anstelle
verschiedene Schalter und Lasten wie beim herkömmlichen Aufbau bereitzustellen.
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Die
Erfindung wird aus der nachfolgenden Beschreibung einer beispielhaften
Ausführungsform in
Zusammenhang mit den begleitenden Abbildungen ersichtlicher, wobei
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1 ein
Mehrbandfunksystem gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung zeigt,
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2 und 3 jeweils
teilweise zweite und dritte Ausführungsformen
der Erfindung zeigen und
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4 einen
herkömmlichen
Aufbau darstellt.
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4 zeigt
einen herkömmlichen
Aufbau wie im einleitenden Teil dieser Beschreibung kurz diskutiert
wurde. In der oberen Hälfte
von 4 ist ein Empfangszweig RX dargestellt, der mit
gestrichelten Linien gekennzeichnet ist. Der Empfangszweig RX weist
neben weiteren Elementen erste und zweite Funkfrequenzfilter RF1,
RF2 auf. Jeder der Funkfrequenzfilter RF1, RF2 stellt ein Bandsperrfilter
dar. Jeder dieser Funkfrequenzfilter RF1, RF2 dient dem Hindurchlassen
von Signalen, die Teil eines bestimmten Frequenzbands sind, wobei
das mit dem ersten Funkfrequenzfilter RF1 verknüpfte Frequenzband verschieden
ist von dem mit dem zweiten Funkfrequenzfilter RF2 verknüpften Frequenzband.
Beispielsweise können
die Filter das obere und untere Frequenzband von H/2 oder 802.11a
unterstützen. Die
Funkfrequenzfilter RF1, RF2 sind parallel zueinander angeordnet.
Diese sind voneinander getrennt und über ein Paar von Multiplexerschaltern
RSW1, RSW2 auswählbar.
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Innerhalb
des Empfangszweiges RX ist ebenso ein Demodulator RSW angeordnet
zum Abwärtskonvertieren
eines empfangenen und gefilterten Signals in den Zwischenfrequenzbereich.
Der Demodulator RSW empfängt
eine Trägersignalausgabe
von einem Oszillator CS über
einen Emp fangs/Sendeschalter RTSW, der seinerseits über ein Empfangs/Sendesteuersignal
RTCS angesteuert wird. Falls das Empfangs/Sendesteuersignal RTCS in
einem Zustand „Empfangen" ist, veranlasst
dieses den Empfangs/Sendeschalter RTSW dazu, das Trägersignal
zum Demodulator RSW hindurchzulassen, so dass ein empfangenes Signal
nach IF demoduliert werden kann. Andernfalls erfolgt keine Demodulation.
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Das
Paar von Multiplexerschaltern RSW1, RSW2 wird mittels eines Bandauswahlsignals
BSS aktiviert. Falls das Bandauswahlsignal BSS in einem ersten Zustand
ist, werden die Multiplexerschalter RSW1, RSW2 in einen ersten Zustand
geschaltet, so dass ein empfangenes Signal durch den ersten Funkfrequenzfilter
RF1 im Empfangszweig RX hindurchtreten kann. Andernfalls werden
die Multiplexerschalter RSW1, RSW2 in einen zweiten Zustand geschaltet,
so dass ein empfangenes Signal durch den zweiten Funkfrequenzfilter
RF2 im Empfangszweig RX hindurchtreten kann.
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Parallel
zum Empfangszweig RX ist ein Sendezweig TX angeordnet. Dieser weist ähnliche
Elemente wie der Empfangszweig RX auf, wie oben erläutert wurde:
ein Paar Funkfrequenzfilter TF1, TF2, ein Paar Multiplexerschalter
TSW1, TSW2 und einen Modulator TSW zur Aufwärtskonvertierung eines von IF
nach RF (Funkfrequenz) zu übertragenden
Signals. Der Betrieb dieser Elemente im Sendezweig TX entspricht
ebenfalls dem Betrieb der entsprechenden Elemente im Empfangszweig
RX.
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Zudem
wird die Trägerfrequenzausgabe
vom Oszillator CS dem Sendezweig TX über den Empfangs/Sendeschalter
RTSW und einen ersten zusätzlichen
Schalter SW1 zugeführt
und das IF Signal wird dem Sendezweig TX über einen zweiten zusätzlichen
Schalter SW2 zugeführt.
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Das
Bandauswahlsignal BSS wird, wie bereits erläutert, jedem der Multiplexerschalter
RSW1, RSW2, TSW1, TSW2 in beiden Zweigen RX, TX zugeführt. Dessen
Zweck ist es, in jedem der Zweige RX, TX einen passenden Funkfrequenzfilter
(entweder RF1 und TF1 oder RF2 und TF2) entsprechend dem gewählten Frequenzband,
innerhalb dem ein Signal zu empfangen oder zu senden ist, auszuwählen. Um
ein Beispiel zu geben: falls ein Signal innerhalb eines ersten Frequenzbandes
zu empfangen ist, werden alle Multiplexerschalter RSW1, RSW2, TSW1, TSW2
in eine erste Position gebracht, so dass die Signalpfade zwischen
den Multiplexerschaltern RSW1 und RSW2 und entsprechend zwischen
TSW1 und TSW2 über
die ersten Funkfrequenz filter RF1 und TF1 verlaufen. Dasselbe geschieht
beim Senden eines Signals innerhalb des ersten Frequenzbandes. Falls
jedoch ein Signal innerhalb eines zweiten Frequenzbandes zu empfangen
oder zu senden ist, werden die Multiplexerschalter RSW1, RSW2, TSW1, TSW2
in eine zweite Position gebracht, so dass Signalpfade zwischen den
Multiplexerschaltern RSW1 und RSW2 und entsprechend zwischen TSW1
und TSW2 über
die zweiten Funkfrequenzfilter RF2 und TF2 verlaufen.
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Wie
oben erläutert
wurde, ist zwischen dem Empfangszweig RX und dem Sendezweig TX ein Empfangs/Sendeschalter
RTSW angeordnet, der über
ein Empfangs/Sendesteuersignal RTCS angesteuert wird. Der Zweck
dieses Empfangs/Sendesteuersignals RTCS ist es, abhängig vom
Status des Empfangs/Sendesteuersignals RTCS, eine Trägersignalausgabe
vom Oszillator CS entweder auf den Demodulator RSW im Empfangszweig
RX oder auf den Modulator TSW im Sendezweig TX zu schalten. Während einer
der beiden Ausgänge
des Empfangs/Sendeschalters RTSW unmittelbar mit dem Demodulator
RSW im Empfangszweig RX verbunden ist, ist der andere Ausgang des
Empfangs/Sendeschalters RTSW mit dem Modulator TSW im Sendezweig
TX über
den ersten zusätzlichen
Schalter SW1, der ebenso von dem Empfangs/Sendesteuersignal RTCS
gesteuert wird, verbunden, als auch über den zweiten zusätzlichen
Schalter SW2, der zwischen dem Modulator TSW im Sendezweig TX und
dem Eingang des Sendezweigs TX positioniert ist, wo das zu sendende
Signal dem Sendezweig TX zugeführt
wird.
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Der
Betrieb und der Zweck der beiden zusätzlichen Schalter SW1, SW2
ist wie folgt: jeder der beiden zusätzlichen Schalter SW1, SW2
kann in einen Zustand geschaltet werden, in dem deren leitfähige Pfade
an Lasten angeschlossen sind, die in 4 als Widerstände gekennzeichnet
sind. Der Grund hierfür
liegt darin, dass im Empfangsmodus ein Verlust eines empfangenen
Signals von einer mit dem Sendezweig TX verknüpften Antenne ANTX zum Empfangszweig
RX auftritt, obgleich die Trennung zwischen den Zweigen RX, TX sehr
hoch ist. Um diesen Verlust abzuschwächen, werden die beiden zusätzlichen
Schalter SW1, SW2 im Empfangsmodus in einen Zustand geschaltet,
in dem deren leitfähige
Pfade mit den Lasten verbunden sind. Jedoch wurde herausgefunden,
dass die gewünschte
Abschwächung
des Verlustes weiterhin nicht ausreichend ist, um eine sehr hohe
Trennung zwischen den Zweigen RX, TX zu erzielen. Und selbst falls
dieser herkömmliche
Aufbau im Sendemodus betrieben wird, wird das zu sendende Signal
(das Senden erfolgt selbstverständlich über den
Sendezweig TX) auf uner wünschte
Weise durch den zweiten zusätzlichen Schalter
SW2 abgeschwächt
und die Trägersignalausgabe
des Oszillators CS wird auf unerwünschte Weise durch den ersten
zusätzlichen
Schalter SW1 abgeschwächt.
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Diese
Nachteile werden mit einem Aufbau gemäß der Erfindung überwunden,
wie bereits kurz dargestellt wurde. In 1 ist eine
erste Ausführungsform
gezeigt. Die Anordnung gemäß der Erfindung
weist ebenso einen Empfangszweig RX und einen Sendezweig TX auf,
die mit dem Empfangszweig RX und Sendezweig TX des herkömmlichen
Aufbaus übereinstimmen.
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Jedoch
sind erfindungsgemäß die ersten und
zweiten Schalter SW1, SW2 des herkömmlichen Aufbaus als auch die
hiermit verbundenen Lasten weggelassen.
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Ein
Empfangs/Sendeschalter RTSW ist direkt zwischen den Demodulator
RSW des Empfangszweigs RX, den Modulator TSW des Sendezweigs TX
und den das jeweilige Trägersignal
ausgebenden Oszillator CS angeschlossen. Der Empfangs/Sendeschalter
RTSW wird über
ein Empfangs/Sendesteuersignal RTCS gesteuert, wie dies auch beim
herkömmlichen
Aufbau der Fall ist. Zusätzlich
zum herkömmlichen
Aufbau weist der erfindungsgemäße Aufbau
eine Empfangs/Sende-Filterauswahleinrichtung RTFS mit zwei Eingängen auf.
An einen ersten Eingang wird das Empfangs/Sendesteuersignal RTCS
angelegt. An einen zweiten Eingang wird ein primäres Bandauswahlsignal BSS angelegt,
das mit dem Bandauswahlsignal BSS des herkömmlichen Aufbaus übereinstimmt.
Die Empfangs/Sende-Filterauswahleinrichtung
RTFS gibt ein erstes und ein zweites sekundäres Bandauswahlsignal BSS1
und BSS2 aus, wobei beide Auswahlsignale BSS1, BSS2 von dem Empfangs/Sendesteuersignal
RTCS und von dem primären
Bandauswahlsignal BSS abgeleitet werden. Ein entsprechendes erstes
sekundäres Bandauswahlsignal
BSS1 wird einem Paar von Multiplexerschaltern RSW1, RSW2 des Empfangszweigs
RX eingespeist. Die zweiten sekundären Bandauswahlsignale BSS2
werden dem Paar von Multiplexerschaltern TSW1, TSW2 des Sendezweigs TX
eingespeist.
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Der
Betrieb des erfindungsgemäßen Aufbaus
erfolgt im Empfangszustand wie folgt:
Falls in einem ersten
Fall ein Signal mit einer Frequenz innerhalb eines ersten Frequenzbandes
innerhalb des Empfangszweigs RX über
eine mit dem Empfangszweig RX verknüpfte Antenne ANRX empfangen
werden soll, erzeugt die Empfangs/Sende-Filterauswahleinrichtung
RTFS das erste sekundäre Bandauswahlsignal
BSS1 auf Basis des Empfangs/Sendesteuersignals RTCS und des primären Bandauswahlsignals
BSS, so dass das Paar von Multiplexerschaltern RSW1, RSW2 im Empfangszweig
RX in eine erste Position geschaltet wird, wodurch das über die
Antenne ANRX empfangene Signal durch den ersten Funkfrequenzfilter
RF1 des Empfangszweigs RX hindurchtritt. Dieser Funkfrequenzfilter
RF1 weist eine Durchlassbereichsfunktion, die auf das erste Frequenzband
abgestimmt ist, auf.
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Zur
selben Zeit erzeugt die Empfangs/Sende-Filterauswahleinrichtung
RTFS das zweite sekundäre
Bandauswahlsignal BSS2 auf Basis des Empfangs/Sendesteuersignals
RTCS und des primären Bandauswahlsignals
BSS, so dass das Paar von Multiplexerschaltern TSW1, TSW2 im Sendezweig TX
in eine zweite Position geschaltet wird, so dass ein Signalpfad
durch den zweiten Funkfrequenzfilter TF2 des Sendezweigs TX vorliegt.
Der zweite Funkfrequenzfilter TF2 weist ebenso eine Durchlassbereichsfunktion
auf, die an ein zweites Frequenzband, welches vom ersten Frequenzband
verschieden ist, angepasst ist, wodurch der Filter eine Sperrbereichsfunktion
im ersten Frequenzband aufweist.
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Wird
somit der erfindungsgemäße Aufbau
im Empfangsmodus betrieben und wird das vom Empfangszweig über die
Antenne ANRX zu empfangende Signal ebenso vom Sendezweig TX über die
mit dem Sendezweig TX verknüpfte
Antenne ANTX empfangen, kann dieses Signal nicht durch den Sendezweig
TX hindurchtreten und damit über
den Modulator TSW und den Demodulator RSW und den Empfangs/Sendeschalter
RTSW dem Empfangszweig RX einen Verlust zufügen, da es von dem zweiten
Funkfrequenzfilter TF2 gesperrt wird, weil der zweite Funkfrequenzfilter
TF2 eine Sperrbereichsfunktion aufweist, die nicht mit dem Frequenzband des
empfangenen Signals übereinstimmt.
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Es
ist einfach zu verstehen, dass in einem zweiten Fall, bei dem innerhalb
des Empfangszweigs RX ein Signal, dessen Frequenz innerhalb eines
Bereichs eines zweiten Frequenzbands liegt, zu empfangen ist, das
Paar von Multiplexerschaltern RSW1, RSW2 im Empfangszweig RX über das
erste sekundäre
Bandauswahlsignal BSS1 derart geschaltet wird, dass das Signal durch
den zweiten Funkfrequenzfilter RF2 tritt, der für das zweite Frequenzband zuständig ist.
Zur selben Zeit wird das Paar von Multiplexerschaltern TSW1, TSW2
innerhalb des Sendezweigs TX über
das zweite sekundäre
Bandauswahlsignal BSS2 in einen Zustand geschaltet, in dem eine Verbindung
zwischen diesen Multiplexerschaltern TSW1, TSW2 über den ersten Funkfrequenzfilter TF1
des Sendezweigs TX erreicht wird. Der hierdurch erzielte Effekt
stimmt mit dem im vorhergehenden Beispiel beschriebenen Effekt überein:
das vom Empfangszweig RX zu empfangende Signal wird empfangen und
durch den Empfangszweig RX geführt,
wobei im Falle, dass dieses eine und selbe Signal ebenso vom Sendezweig
TX (über
dessen verknüpfte
Antenne ANTX) empfangen wird, es innerhalb des ersten Funkfrequenzfilters
TF1 dieses Zweigs RX über
(die) geeignete Umschaltung der Multiplexerschalter TSW1, TSW2 des
Sendezweigs TX gesperrt wird.
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2 zeigt
einen Teil einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung. Die in 2 gezeigten Elemente können entweder
innerhalb des Empfangszweigs RX oder innerhalb des Sendezweigs TX
angeordnet sein. Dies wird dadurch gekennzeichnet, dass entweder
mit dem Empfangszweig RX oder mit dem Sendezweig TX verknüpfte Bezugskennzeichen verwendet
werden, die voneinander jeweils durch ein Semikolon getrennt sind. 2 zeigt
die Kombination eines Paars von Multiplexerschaltern RSW1, RSW2
(oder: TSW1, TSW2) mit einer Gruppe von 3 Funkfrequenzfiltern RF1,
RF2, RF3 (oder: TF1, TF2, TF3). Jeder der Multiplexerschalter RSW1,
RSW2 (oder: TSW1, TSW2) wird von ein und demselben der sekundären Bandauswahlsignale
BSS1, BSS2 angesteuert. Jedes der sekundären Bandauswahlsignale BSS1,
BSS2 weist Information darüber
auf, welche Funkfrequenzfilter RF1, RF2, RF3 (oder: TF1, TF2, TF3)
zwischen die Gruppe von Multiplexerschalter RSW1, RSW2 (oder: TSW1,
TSW2) zu schalten ist. Der weitere Betrieb dieser zweiten Ausführungsform stimmt
mit demjenigen der ersten Ausführungsform, welche
bereits beschrieben wurde, überein,
d.h. im Empfangszustand wird ein Funkfrequenzfilter TF1, TF2, TF3
ausgewählt,
um in den Sendepfad des Sendezweigs TX geschaltet zu werden, wobei
der Funkfrequenzfilter einen verschiedenen Durchlässigkeitsbereich
aufweist als der Funkfrequenzfilter RF1, RF2, RF3, der ausgewählt wird,
um in den Sendepfad des Empfangszweigs RX geschaltet zu werden.
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3 zeigt
einen Teil einer dritten Ausführungsform
der Erfindung. Die in 3 gezeigten Elemente können entweder
innerhalb des Empfangszweigs RX oder innerhalb des Sendezweigs TX
angeordnet sein. Dies wird dadurch gekennzeichnet, indem Bezugkennzeichen
verwendet werden, die entweder dem Empfangszweig RX oder dem Sendezweig
TX zugeordnet sind, wobei die se voneinander über ein entsprechendes Semikolon
getrennt sind. 3 zeigt die Kombination von
zwei Paaren von Multiplexerschaltern RSW11,
RSW12, RSW21, RSW22 (oder: TSW11, TSW12, TSW21, TSW22) mit einer Gruppe von drei Funkfrequenzfiltern
RF1, RF2, RF3 (oder TF1, TF2, TF3). Zusätzlich zu den sekundären Bandauswahlsignalen
BSS1, BSS2 wird ein weiteres Paar sekundärer Bandauswahlsignale BSS11, BSS21, die ebenso
von der Empfangs/Sende-Filterauswahleinrichtung RTFS erzeugt werden, bereitgestellt.
Jedes Paar der Multiplexerschalter RSW11,
RSW12, RSW21, RSW22 (oder: TSW11, TSW12, TSW21, TSW22) wird entweder von ein und demselben sekundären Bandauswahlsignal
BSS1, BSS2 oder von einem zusätzlichen
Paar sekundärer Bandauswahlsignale
BSS11, BSS21 angesteuert.
Jedes der sekundären
Bandauswahlsignale BSS1, BSS2, BSS11, BSS21 weist Information darüber auf, welcher der Funkfrequenzfilter
RF1, RF2, RF3 (oder: TF1, TF2, TF3) zwischen die Gruppe von Multiplexerschaltern
RSW11, RSW12, RSW21, RSW22 (oder TSW11, TSW12, TSW21, TSW22) geschaltet
werden soll. Der weitere Betrieb dieser dritten Ausführungsform
stimmt mit den bereits beschriebenen ersten und zweiten Ausführungsformen überein.
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Auf
diese Weise ist es möglich,
ebenso Mehrbandfunksysteme mit jeweils mehr als drei Funkfrequenzfiltern
im Empfangszweig RX und im Sendezweig TX zu gestalten.
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Darüber hinaus
kann ein Hochfrequenz-Mehrbandfunksystem gemäß der Erfindung, das einen
Empfangszweig RX und einen Sendezweig TX aufweist, welche jeweils
mehr als ein verschiedenes Frequenzband unterstützen, und das eine Empfangs/Sende-Filterauswahleinrichtung RTFS
enthält,
innerhalb des Empfangszweigs RX und des Sendezweigs TX enthaltene
Funkfrequenzfilter im Empfangsmodus auch auf andere Weise steuern,
so dass Funksignale eines Frequenzbandes, die durch den Empfangszweig
RX hindurchtreten, im Sendezweig TX gesperrt werden.
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Beispielsweise
kann die Unterstützung
verschiedener Frequenzbänder
mit Hilfe schaltbarer Filter realisiert werden, deren Durchlass-
und Sperrbänder
umschaltbar sind, anstelle eine Auswahl eines entsprechenden Filters
von mehreren Filtern vorzunehmen, wodurch der Filter im Sendezweig
TX derart geschaltet wird, dass dieser während des Empfangs sein Sperrband
im Bereich des Durchlassbandes des Filters im Empfangszweig RX einnimmt.
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Darüber hinaus
kann das Durchlassband/die Durchlassbänder und das Sperrband/die
Sperrbänder
des Empfangszweigs (RX) und des Sendezweigs (TX) derart ausgewählt werden,
dass ein oder mehrere seriell verbundene Filter ausgewählt werden, wodurch
die Filter im Sendezweig TX derart geschaltet werden, dass diese
während
des Empfangs ihr Sperrband im Bereich des Durchlassbandes der Filter
im Empfangszweig RX einnehmen.
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Darüber hinaus
kann eine Kombination obiger und/oder weiterer Möglichkeiten zur Auswahl verschiedener
Bänder
auf die Erfindung übertragen
werden, da die Lehre der Erfindung, die Filter im Sendezweig TX
so auszuwählen,
dass diese während
des Empfangs ihr Sperrband im Bereich des Durchlassbandes der Filter
im Empfangszweig RX einnehmen, in jedem Fall erfüllt werden kann.