-
Die
Erfindung betrifft allgemein In-vitro-Verfahren zur Einbringung
eines pankreatisch endokrinen Phänotyps
und eine Funktion, die die Produktion von Pankreashormon in nicht-endokrinem
Gewebe einschließt, und
insbesondere Verfahren und pharmazeutische Zusammensetzungen zur
Behandlung endokriner Erkrankungen.
-
Das
endokrine Pankreas besteht primär
aus Inselzellen, die das Peptidhormon Glucagon, Insulin, Somatostatin
und pankreatisches Polypeptid synthetisieren und sezernieren. Die
Isulingenexpression wird über Steuermechanismen,
die teilweise durch Transkriptionsfaktoren vermittelt werden, auf
pankreatische β-Inselzellen
des Säugetierpankreas
beschränkt.
In anderen Zellen sind die Gene für Insulin, die anderen pankreatischen
Hormone und spezifischen Peptidasen transkriptionell still. Das
Homeodomänenprotein
PDX-1 (Pankreas- und Duodenal-Homeoboxgen 1, auch bekannt als IDX-1,
IPF-1, STF-1 oder IUF-1) spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation
der Entwicklung und Funktion von pankreatischen Inseln. PDX-1 ist
entweder direkt oder indirekt in die inselzellspezifische Expression
von verschiedenen Genen involviert ist, wie etwa beispielsweise
Insulin, Glucagon, Somatostatin, Proinsulin-Konvertase 1/3 (PC1/3),
GLUT-2 und Glucokinase. Zudem vermittelt PDX-1 die Insulingentranskription
in Reaktion auf Glucose.
-
WO 95/05463 beschreibt einen
Homeobox-Transkriptionsfaktor, der die Insulinexpression in pankreatischen
Inselzellen stimuliert.
-
Molekular
Endocrinology, 11, 1997, S. 883 bis 837, beschreibt die Verwendung
eines retroviralen Vektors zur ektopischen Expression von Insulin
aus der Leber.
-
Bei
einem Gesichtspunkt stellt die vorliegende Erfindung die Verwendung
eines Pankreas- und Duodenal-Homeobox-Polypeptids oder einer Nukleinsäure, die
ein Pankreas- und Duodenal-Homeobox-Polypeptid kodiert, bei der
Herstellung eines Medikaments zur Behandlung einer pankreas-assoziierten
Erkrankung in einem Patienten, der der Produktion von Pankreashormon
in einer anderen Zelle als einer endokrinen Zelle bedarf, wobei
die Zelle aus Muskel-, Milz-, Nieren-, Blut-, Haut- oder Leberzellen
ausgewählt
ist.
-
Bei
einem anderen Gesichtspunkt stellt die vorliegende Erfindung ein
In-vitro-Verfabren
des Einbringens oder Anreicherns eines pankreatischen Inselzellen-Phänotyps in
einer Muskel-, Milz-, Nieren-, Blut-, Haut- oder Leberzelle bereit,
wie es im unten angegebenen Anspruch 17 beansprucht wird.
-
Bei
einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein
In-vitro-Verfahren
des Induzierens der Pankreashormonproduktion in einer Muskel-, Milz-,
Nieren-, Blut-, Haut- oder Leberzelle bereitgestellt, wie es im
unten angegebenen Anspruch 18 beansprucht wird.
-
Bei
einem anderen Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird eine
Muskel-, Milz-, Nieren-, Blut-, Haut- oder Leberzelle bereitgestellt,
welche Zelle gemäß den Verfahren
der vorliegenden Erfindung erhältlich ist.
-
Die
Erfindung beruht teilweise auf der Entdeckung, dass die ektopische
Expression des Pankreas- und Duodenal-Homeoboxgens 1 (PDX-1) in
der Leber die Expression der stillen Pankreashormongene und die Verarbeitungsmaschinerie
induziert, die die Prohormone in reife biologisch aktive Hormone
umwandelt. Auf diese Wiese können
in einem Patienten Pankreashormon-, beispielsweise Insulin-, Glucagon-
und Somatostatinpegel induziert werden.
-
Sofern
es nicht anderweitig angegeben ist, weisen alle hierin verwendeten
technischen und wissenschaftlichen Begriffe die gleiche Bedeutung
auf, wie sie üblicherweise
von einen Durchschnittsfachmann im Fachgebiet, dem diese Erfindung
angehört,
verstanden wird. Im Folgenden werden geeignete Verfahren und Materialien
beschrieben, obgleich in der Praxis oder beim Testen der vorliegenden
Erfindung Verfahren und Materialien verwendet werden können, die
den hierin beschriebenen ähnlich
oder äquivalent
sind.
-
Andere
Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden detaillierten
Beschreibung und aus den Ansprüchen
ersichtlich werden.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
1 ist
eine Darstellung, die den Nachweis von mRNA in Balb/c-Mauslebergewebe
für Mausinsulin I
(mI-1), Mausinsulin II (mI-2), Humaninsulin, PDX-1 und β-Actin nach
Adenovirusbehandlung demonstriert, wie er durch RT-PCR bestimmt
wird. Spur 1: keine DNA (negative Kontrolle für PCR); Spuren 2 bis 6: Lebern von
mit AdCMV-PDX-1
behandelten Mausen; Spuren 7, 8: Lebern von mit AdCMV-PDX-1 + AdRIP-1-hIns behandelten
Mausen; Spuren 9 bis 11: Lebern aus mit AdCMV-PDX-β-gal + AdRIP-1-hIns
behandelten Kontrollmäusen;
Spuren 12, 13: Lebern von mit AdCMV-hIns behandelten Mausen; Spur 14: normales
Mauspankreas.
-
2 ist
eine Darstellung des HPLC-Elutionsprofils von mit Insulin verwandten
Peptiden, die aus Mausgewebe extrahiert wurden. Feld A zeigt das
Profil aus dem Pankreas einer mit PDX-1 behandelten Maus. Feld B
zeigt das Profil aus der Leber einer mit PDX-1 behandelten Maus.
-
3 ist
eine Darstellung, die den Nachweis von mRNA für PDX-1, Somatostatin (Somato),
Proinsulin-Konvertase PC1/3 (PC1/3), Glucagon (Glucg) und β-Actin, nachgewiesen
durch RT-PCR, demonstriert: Gesamt-RNA extrahiert aus mit PDX-1
und kontrollbehandelten Mäusen
wurde unter Verwendung eines PC1/3-spezifischen Primers revers transkribiert.
Spuren 1 bis 3: Mause, die mit AdCMV-PDX-1 behandelt wurden; Spur
6: Pankreas; Spur 7: keine cDNA (Kontrolle für PCR).
-
4 ist
eine Darstellung, die demonstriert, dass die ektopische PDX-1-Expression
in Mauselebern die STZ-induzierte Hyperglykämie bessert: C57BL/6-Männchen mit
12 bis –13
Wochen wurden mit 220 mg/kg STZ in Citratpuffer behandelt. 36 bis
48 Stunden nach STZ-Behandlung wurde den Mausen AdCMVPDX-1 (n =
15 Mäuse)
oder als Kontrolle AdCMVβ-gal
(n = 22, jedoch starben 12 nach 3 bis 5 Tagen nach der STZ-Behandlung,
zusätzlich
starben 3 Mäuse
6 bis 7 Tage nach der STZ-Behandlung)
injiziert. Bei Behandlung mit AdCMVPDX-1 trat keine Sterblichkeit
auf. Jede Behandlung schloss systemische Injektion von 2 × 109 PFU (Plaque bildende Einheiten) von rekombinantem
Adenovirus in 200 μl
Kochsalzlösung
ein. Die Glucosepegel wurden in Blutproben bestimmt, die aus der
Hohlvene gezogen wurden.
-
5 ist
eine Darstellung, die demonstriert, dass die ektopische PDX-Expression
in reifen Hepatozyten in Kultur den Insulinpromotor (Ratten-1-Promotor)
aktiviert, wobei den Zellen AdRIPhIns kozugeführt wurde. Spur 1: Zellen,
die mit AdCMV PDX-1 + AdRIP hIns behandelt wurden; Spur 2: AdCMVβ-Galactosidase
+ AdRIP hIns, Spur 3: Kontrolle.
-
6 ist
eine Darstellung, die die Induktion der Genexpression von Insulin
I und Somatostatin in primären
Monoschichtkulturen von fötalen
Hepatozyten von Fisher-Ratten
(E14) demonstriert. Fötale
Hepatozyten wurden an Tag 14 der Schwangerschaft aus Fisher-344-Rattenembryos
isoliert und auf mit Collagen bedeckten Gewebekulturschalen ausplattiert.
Die Zellen wurden mit AdCMV PDX-1 mit 2 bis 5 MOI (Multiplizität der Infektion
= Zahl der Viruspartikel pro Zelle) infiziert. Die Gesamt-RNA wurde
4 Tage nach der viralen Behandlung aus der Kultur extrahiert und
durch RT-PCR auf die Somatostatin-Genexpression analysiert. Die RNA
wurde wie bei 1 unter Verwendung von Oligo-(dT)15-Primern revers transkribiert und die Amplifizierung
durch PCR wurde unter Verwendung von Primern und Bedingungen, wie
in Tabelle 1 angegeben, durchgeführt.
Spuren 1 bis 3: Proben aus Zellen, die mit PDX-1 behandelt wurden;
Spuren 4 bis 6: unbehandelte Proben (Kontrolle); Spur 7: keine DNA.
Die PCR-Produkte wurden mit 1,7 % Agarosegelelektrophorese aufgelöst.
-
7 ist eine Darstellung, die den Effekt
von GLUT2 und GK-Überexpression
auf die Glucoseregulation von PDX-1, das an die A3/A4-Stelle am
Insulin-Promotor bindet, demonstriert. RIN-38-Zellen des Zwischendurchlaufs
wurden unbehandelt (Spur 1), mit AdCMV-GLUT2 oder AdCMV-GK (Spuren
3,4) oder mit Kontroll-AdCMV (Spur 5) behandelt studiert. 48 Stunden
nach de Virusbehandlungen wurde Kernextrakte präpariert und es wurde unter
Verwendung der A3/A4-Sequenzen als Sonden eine EMSA-Analyse durchgeführt. Letzte
zwei Spuren: 1 μl
an Anti-PDX-1-Antikörper
(eine Spende von C. Wright) wurde zu dem Kernextrakt hinzugefügt (+) und
blockierte die Komplexbildung. Präimmunserum wurde zum Kernextrakt
hinzugefügt
(–), der verwendet
wurde, um zu identifizieren, dass PDX-1 tatsächlich das Protein ist, das
am gegebenen Abschnitt des Insulin-Promotors bindet.
-
Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
-
Die
Erfindung beruht teilweise auf der Entdeckung, dass die ektopische
Expression des Pankreas- und Duodenal-Homeoboxgens 1 (PDX-1) in
der Leber einen pankreatischen Inselzellen-Phänotyp in Leberzellen induziert
und zur Expression, Produktion und Verarbeitung von Pankreashormonen
führt.
PDX-1 ist auch als IDX-1, IPF-1, STF-1 oder IUF-1 bekannt, die hierin
alle gemeinsam als „PDX" bezeichnet werden.
Die Erfindung stellt pharmazeutische Zusammensetzungen zur Behandlung
von Pankreaserkrankungen bereit.
-
Bei
ihren verschiedenen Gesichtspunkten und Ausführungsbeispielen schließt die Erfindung
das in Kontakt bringen einer Zelle in vitro mit einer Verbindung
ein, die die PDX-Expression oder -Aktivität erhöht. Die Verbindung ist ein
PDX-Polypeptid oder eine Nukleinsäure, die ein PDX-Polypeptid
kodiert. Die Nukleinsäure kann
entweder endogen oder exogen sein.
-
Wie
er hierin verwendet wird, soll der Begriff „Nukleinsäure" DNA-Moleküle (beispielsweise cDNA oder genomische
DNA), RNA-Moleküle
(beispielsweise mRNA), unter Verwendung von Nukleotidanaloga erzeugte Analoga
der DNA oder RNA und Derivate, Fragmente und Homologe davon einschließen. Das
Nukleinsäuremolekül kann einzelsträngig oder
doppelsträngig
sein. Vorzugsweise ist die Nukleinsäure eine DNA. Die Nukleinsäure kann
entweder endogen oder exogen sein.
-
Geeignete
Quellen für
Nukleinsäuren,
die PDX kodieren, schließen
beispielsweise die Human-PDX-Nukleinsäure (und die kodierten Proteinsequenzen)
ein, die als GenBank Zugriffsnummern U35632 bzw. AAA88820 erhältlich sind.
Andere Quellen schließen
Ratten-PDX-Nukleinsäure
und Proteinsequenzen ein, die als GenBank Zugriffsnummern U35632
bzw. AAA18355 hinterlegt sind. Eine zusätzliche Quelle schließt Zebrafisch-PDX-Nukleinsäure und
Proteinsequenzen ein, die als GenBank Zugriffsnummern AF036325 bzw.
AAC41260 hinterlegt sind.
-
Die
Verbindung kann dem Patienten entweder direkt (d. h. der Patient
wird direkt der Nukleinsäure oder
dem die Nukleinsäure
enthaltenden Vektor ausgesetzt) oder indirekt (d. h Zellen werden
zuerst mit der Nukleinsäure
in vitro transformiert, dann in den Patienten transplantiert) verabreicht
werden. Beispielsweise können
Säugetierzellen
aus dem Patienten isoliert und die PDX-Nukleinsäure in vitro in die isolierte
Zellen eingebracht werden. Vorzugsweise wird die Zelle in einen
autologen Patienten eingebracht. Die Verabreichungswege der Verbindung
können
beispielsweise parenterale, intravenöse, intradermale, subkutane,
orale (beispielsweise Inhalation), transdermale (topisch) transmukosale
und rektale Verabreichung einschließen. Die Verbindung kann intravenös verabreicht
werden. Vorzugsweise wird die Verbindung unter der Nierenkapsel
implantiert oder in die Pfortader injiziert.
-
Die
Zelle kann irgendeine Zelle sein, die in der Lage ist, Pankreashormone
zu produzieren, beispielsweise Muskel, Milz, Blut, Haut oder Leber.
Bei einem Ausführungsbeispiel
ist die Zelle in der Lage, als pankreatische Inselzelle zu fungieren,
d. h. nach einem extrazellularem Triggern Pankreashormone, vorzugsweise Insulin,
zu speichern, zu verarbeiten und zu sezernieren. Bei einem anderen
Ausführungsbeispiel
ist die Zelle eine Hepatozyte. Bei zusätzlichen Ausführungsbeispielen
ist die Zelle totipotent oder pluripotent. Bei alternativen Ausführungsbeispielen
ist die Zelle eine hämopoetische
Stammzelle, eine embryonale Stammzelle oder vorzugsweise eine hepatische
Stammzelle, mit Ausnahme von menschlichen embryonalen Stammzellen.
-
Der
Patient ist vorzugsweise ein Säugetier.
Das Säugetier
kann beispielsweise ein Mensch, ein nichtmenschlicher Primat, eine
Ratte, ein Hund, eine Katze, ein Pferd oder ein Rind sein.
-
Verfahren zum Induzieren der
Pankreashormonproduktion
-
Das
Medikament der Erfindung kann verwendet werden, um in einem Patienten
die Produktion von Pankreashormonen zu induzieren. Beispielsweise
kann einem Patienten die Verbindung, die die PDX-Expression oder
Aktivität
verstärkt,
in einer Menge verabreicht werden, die ausreicht, um eine Pankreashormonproduktion
zu induzieren.
-
Alternativ
kann eine Zelle aus einem Patienten bereitgestellt werden, welche
Zelle mit der Verbindung, die die PDX-Expression verstärkt, in
einer Menge in Kontakt gebracht wird, die ausreicht, um die Pankreashormonproduktion
zu steigern. Diese Zelle kann in einen Patienten eingebracht werden.
Die Pankreashormonproduktion erfolgt in vitro und nach Einbringen
der Zelle in den Patienten in vivo. Alternativ kann die Pankreashormonproduktion
nach Einbringen der Zelle in den Patienten in vivo erfolgen.
-
Das
Pankreashormon kann beispielsweise Insulin, Glucagon, Somatostatin
oder Inselamyloid-Polypeptid (IAPP) sein. Insulin kann hepatisches
Insulin oder Seruminsulin sein. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel
ist das Pankreashormon hepatisches Insulin. Bei einem alternativen
Ausführungsbeispiel
ist das Pankreashormon Seruminsulin (d. h. vollständig aus
einem Insulin verarbeitet, das beispielsweise in der Lage ist, die
Glucoseverwertung, den Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinmetabolismus
zu fördern).
-
Bei
einigen Ausführungsbeispielen
liegt das Pankreashormon in der „Prohormon"-Form vor. Bei anderen Ausführungsbeispielen
liegt das Pankreashormon in der vollständig verarbeiteten biologisch
aktiven Form des Hormons vor. Das Pankreashormon kann regulatorischer
Kontrolle unterliegen, d. h. die Sekretion des Hormons unterliegt
ernährungsbedingter
und hormoneller Kontrolle, ähnlich
den endogen produzierten Hormonen. Beispielsweise kann das Hormon
der regulatorischen Kontrolle von Glucose unterliegen.
-
Die
Zellpopulation, die der Verbindung ausgesetzt wird, d. h. damit
in Kontakt gebracht wird, kann irgendeine Zahl von Zellen sein,
d. h. eine oder mehrere Zellen, und kann in vitro, in vivo oder
ex vivo bereitgestellt werden.
-
Medikamente zur Behandlung
oder zum Verhindern von Pankreaserkrankungen
-
Das
Medikament kann zur Behandlung, d. h. Verhindern oder Verzögern des
Ausbruchs von Pankreaserkrankungen in einem Patienten verwendet
werden. Die Verbindung kann die PDX-Expression oder -Aktivität modulieren.
Mit „modulieren" ist gemeint, dass
es die Zunahme oder die Abnahme der PDX-Expression oder -Aktivität einschließt. Vorzugsweise
führt die
Modulation zu einer Änderung
der Expression oder Aktivität von
PDX in einem Patienten auf einen Pegel ähnlich oder identisch einer
Person, die nicht an der Pankreaserkrankung leidet. Nachdem sie
dem Patienten verabreicht ist, induziert die Verbindung eine nicht-pankreatische Zelle
mit einer pankreatischen Inselzellenfunktion, beispielsweise in
der Lage zu sein, Insulin, Somatostatin oder Glucagon zu exprimieren.
Die Verbindung kann die PDX-Expression
oder -Aktivität
modulieren.
-
Die
Pankreaserkrankung kann jede mit dem Pankreas assoziierte Erkrankung
sein. Beispielsweise kann das Medikament bei der Behandlung von
pankreatischem Hormonmangel (Beispielsweise Diabetes), Insulinom
und Hyperglykämie
sinnvoll sein. Im Wesentlichen würde
jede Erkrankung, die ursächlich
mit der PDX-Aktivität
verknüpft
ist, als der Behandlung zugänglich
erachtet werden.
-
Die
hierin beschriebenen PDX-modulierenden Verbindungen werden hierin,
wenn sie therapeutisch verwendet werden, als „Therapeutika" bezeichnet. Verfahren
zur Verabreichung von Therapeutika schließen intradermale, intramuskulare,
intraperitoneale, intravenöse,
subkutane, intranasale, epidurale und orale Wege ein, sind aber
nicht darauf beschränkt.
Die Therapeutika der vorliegenden Erfindung können durch jeden zweckdienlichen
Weg verabreicht werden, beispielsweise durch Infusion oder Bolusinjektion,
durch Aufnahme über
die epitheliale oder mukokutane Auskleidung (beispielsweise Mundschleimhaut,
Rektumschleimhaut und Darmschleimhaut etc.), und kann zusammen mit
anderen biologisch aktiven Wirkstoffen verabreicht werden. Die Verabreichung
kann systemisch oder lokal erfolgen. Zudem kann es vorteilhaft sein,
das Therapeutikum durch irgendeinen geeigneten Weg im zentralen
Nervensystem zu verabreichen, einschließlich intraventrikularer und
intrathekales Injektion. Die intraventrikulare Injektion kann durch
einen Intraventrikularkatheter erleichtert werden, der an einem
Reservoir (beispielsweise einem Ommaya-Reservoir) angebracht ist.
Zudem kann eine pulmonale Verabreichung unter Verwendung eines Inhalators
oder Verneblers und Formulierung mit einem Verneblungsmittel eingesetzt
werden. Es kann auch wünschenswert
sein, das Therapeutikum lokal am behandlungsbedürftigen Gebiet zu verabreichen;
dies kann beispielsweise durch lokale Infusion während einer Operation, topische
Applikation, durch Injektion, mittels eines Katheters, mittels eines
Suppositoriums oder mittels eines Implantats, erreicht werden, ohne
es darauf zu beschränken.
Es sind verschiedene Zuführungssysteme
bekannt und können
verwendet werden, um ein Therapeutikum der vorliegenden Erfindung
zu verabreichen, beispielsweise: (i) Einkapseln in Liposomen, Mikropartikeln,
Mikrokapseln; (ii) rekombinante Zellen, die in der Lage sind, das
Therapeutikum zu exprimieren; (iii) rezeptorvermittelte Endozytose
(siehe beispielsweise Wu und Wu, 1987, J Biol Chem 262: 4429-4432);
(iv) Konstruktion einer therapeutischen Nukleinsäure als Teil eines retroviralen,
adenoviralen oder anderen Vektors und dergleichen.
-
Das
Therapeutikum kann in einem Vesikel, insbesondere in einem Liposom,
zugeführt
werden. In einem Liposom wird das Protein, zusätzlich zu anderen pharmazeutisch
zulässigen
Trägern,
mit amphipatischen Wirkstoffen kombiniert, wie etwa Lipiden, die
in wässrigen
Lösungen
in aggregierter Form als Mizellen, unlösliche Monoschichten, Flüssigkristallen
oder lamellaren Schichten existieren. Geeignete Lipide zur liposomalen Formulierung
schließen
ohne Einschränkung
Monoglyceride, Diglyceride, Sulfatide, Lysolecithin, Phospholipide,
Saponin, Gallensäuren
und dergleichen ein. Die Herstellung solcher liposomaler Formulierungen
liegt innerhalb des Niveaus der Fertigkeiten im Fachgebiet, wie
sie beispielsweise im
US-Patent
Nr. 4,837,028 und
US-Patent
Nr. 4,737,323 offenbart sind, die jeweils hierin durch
Inbezugnahme übernommen
werden. Alternativ kann das Therapeutikum in einem System zur kontrollierten
Freisetzung zugeführt
werden, beispielsweise über
eine Zuführungspumpe
(siehe beispielsweise Saudek et al., 1989. New Engl J Med 321: 574)
und ein semipermeables polymeres Material (siehe beispielsweise
Howard et al., 1989. J Neurosurg 71: 105). Zudem kann das System
zur kontrollierten Freisetzung in der Umgebung des therapeutischen
Ziels (beispielsweise dem Hirn) platziert werden, wodurch lediglich
ein Teil des systemischen Dosis benötigt wird (siehe beispielsweise
Goodson, in Medical Applications of Controlled Release 1984, CRC
Press, Bocca Raton, FL).
-
Wenn
das Therapeutikum eine Nukleinsäure
ist, die ein Protein kodiert, kann die therapeutische Nukleinsäure, um
die Expression des kodierten Proteins zu fördern, dadurch in vivo verabreicht
werden, dass sie als Teil eines geeigneten Nukleinsäure-Expressionsvektors
konstruiert und dieser so verabreicht wird, dass er intrazellular
wird, beispielsweise unter Verwendung eines retroviralen Vektors
durch direkte Injektion, unter Verwendung von Mikropartikelbeschuss,
durch Beschichtung mit Lipiden oder Zelloberflächenrezeptoren oder Transfektionsmitteln
oder durch dessen Verabreichen in Verknüpfung mit einem homeoboxartigen
Peptid, das dafür
bekannt ist, in de Kern einzudringen (siehe beispielsweise Joliot
et al., 1991. Proc Natl Acad Sci USA 88: 1864-1868) und dergleichen.
Alternativ kann ein Nukleinsäure- Therapeutikum zur
Expression intrazellular und in der Wirtszellen-DNA eingebaut eingebracht
werden, durch homologe Rekombination oder episomal verbleiben.
-
Wie
er hierin verwendet wird, bedeutet der Begriff „therapeutisch wirksame Menge" die Gesamtmenge einer
jeden aktiven Komponente der pharmazeutischen Zusammensetzung, die
ausreicht, um einen bedeutenden Patientennutzen zu zeigen, d. h.
eine Behandlung, Heilung, Verhinderung oder Besserung des relevanten
medizinischen Zustands oder eine Steigerung des Grads der Behandlung,
Heilung, Verhinderung oder Besserung solcher Zustände. Wenn
er auf einen einzelnen aktiven Bestandteil, allein verabreicht,
angewendet wird, bezieht sich der Begriff auf den Bestandteil alleine.
Wenn er auf eine Kombination angewendet wird, bezieht sich der Begriff
auf kombinierte Mengen der aktiven Bestandteile, die zu einer therapeutischen
Wirkung führen,
ob in Kombination, der Reihe nach oder gleichzeitig verabreicht.
-
Die
Menge des Therapeutikums der Erfindung, die bei der Behandlung einer
bestimmten Störung
oder Erkrankung wirksam ist, wird von der Natur der Störung oder
Erkrankung abhängen
und kann durch einen Durchschnittsfachmann durch klinische Standardtechniken
bestimmt werden. Zudem können
wahlweise In-vitro-Tests
eingesetzt werden, um die optimalen Dosierungsbereiche zu identifizieren.
Die bei der Formulierung einzusetzende präzise Dosis wird auch vom Weg
der Verabreichung und von der allgemeinen Ernsthaftigkeit der Erkrankung
oder Störung
abhängen
und sollte gemäß der Beurteilung
des Praktikers und der jeweiligen Patientenumstände festgesetzt werden. Schließlich wird
der behandelnde Arzt die Menge an Protein festsetzen, mit dem jeder
einzelne Patient zu behandeln ist. Zunächst wird der behandelnde Arzt
niedrige Dosen an Protein verabreichen und die Ansprechverhalten
des Patienten beobachten. Es können
größere Dosen
an Protein verabreicht werden, bis die optimale therapeutische Wirkung
für den
Patienten erhalten wird, und an diesem Punkt wird die Dosis nicht
weiter erhöht.
Geeignete Dosisbereiche zur intravenösen Verabreichung des Therapeutikums
der vorliegenden Erfindung beragen allerdings im Allgemeinen etwa
20 bis 500 Mikrogramm (μg)
an aktiver Verbindung pro Kilogramm (kg) Körpergewicht. Geeignete Dosisbereiche
zur intranasalen Verabreichung betragen etwa 0,01 pg/kg Körpergewicht
bis 1 mg/kg Körpergewicht.
Wirksame Dosen können
aus Dosis-Wirkungs-Kurven extrapoliert werden, die aus In-vitro-
oder Tiermodell-Testsystemen abgeleitet werden. Suppositorien enthalten
den Bestandteil im Allgemeinen im Bereich von 0,5 bis 10 Gewichtsprozent;
orale Formulierungen enthalten vorzugsweise 10 % bis 95 % aktiven
Bestandteil.
-
Die
Dauer der intravenösen
Therapie unter Verwendung des Therapeutikums der vorliegenden Erfindung
wird in Abhängigkeit
von der Schwere der behandelten Krankheit und des Zustands und der
potentiellen ideosynkratischen Reaktion eines jeden einzelnen Patienten
variieren. Es ist vorgesehen, dass die Dauer einer jeden Anwendung
des Proteins im Bereich von 12 bis 24 Stunden kontinuierlicher intravenöser Verabreichung liegen
wird. Schließlich
wird der behandelnde Arzt über
die geeignete Dauer der intravenösen
Therapie unter Verwendung der pharmazeutischen Zusammensetzung der
vorliegenden Erfindung entscheiden.
-
Die
Zellen können
auch ex vivo in der Gegenwart von therapeutischen Wirkstoffen oder
Proteinen der vorliegenden Erfindung kultiviert werden, um eine
gewünschte
Wirkung an oder Aktivität
in solchen Zellen zu vermehren oder zu erzeugen. Die behandelten
Zellen können
dann zu therapeutischen Zwecken in vivo eingebracht werden.
-
In-vitro-Verfahren zum Induzieren
eines Inselzell-Phänotyps
-
Die
Erfindung beinhaltet zudem ein In-vitro-Verfahren des Induzierens
oder Anreicherns eines pankreatischen Inselzell-Phänotyps in
einer Muskel-, Milz-, Nieren-, Blut-, Haut- oder Leberzelle. Das
Verfahren beinhaltet das in Kontakt bringen der Zelle mit der Verbindung
in einer Menge, die ausreicht, um den pankreatischen Inselzell-Phänotyp zu
induzieren oder anzureichern, beispielsweise Beta-, Alpha- und Delta-Inselzellen. Vorzugsweise
erhöht
die Verbindung die PDX-Expression, -Produktion oder -Aktivität. Vorzugsweise
induziert das Verfahren einen pankreatischen β-Inselzell-Phänotyp.
-
Mit „pankreatischer
Inselzell-Phänotyp" ist gemeint, dass
die Zelle eine oder mehrere Eigenschaften zeigt, die für pankreatische
Inselzellen typisch sind, beispielsweise Hormonproduktion, -verarbeitung,
-speicherung in Sekretgranula, nahrungsbedingte und hormonell regulierte
Sekretion oder ein charakteristisches Inselzell-Genexpressionsprofil. Der pankreatische
Inselzell-Phänotyp
kann beispielsweise durch Messung der Produktion von Pankreashormon,
beispielsweise Insulin, Somatostatin oder Glucagon, bestimmt werden.
Die Hormonproduktion kann durch im Fachgebiet bekannte Verfahren
bestimmt werden, beispielsweise Immunoassay, Westernblot, Rezeptorbindungstests
oder funktionell durch die Fähigkeit,
nach Implantation in einen diabetischen Wirt Hyperglykämie zu verbessern.
-
Bei
einem Ausführungsbeispiel
ist die Zelle in der Lage, als eine pankreatische Inselzelle zu
fungieren, d. h. Pankreashormone zu speichern, verarbeiten und zu
sezernieren, vorzugsweise Insulin nach extrazellulärem Triggern.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel
ist die Zelle eine Hepatozyte, d. h. eine Leberzelle. Bei zusätzlichen
Ausführungsbeispielen
ist die Zelle totipotent oder pluripotent. Die Zellen sind keine
menschlichen embryonalen Zellen.
-
Die
Zellpopulation, die der Verbindung ausgesetzt wird, d. h. damit
in Kontakt gebracht wird, kann irgendeine Anzahl von Zellen sein,
d. h. eine oder mehrere Zellen.
-
Induzieren eines Pankreasinsel-Genexpressionsprofils
-
Die
Verbindung der vorliegenden Erfindung kann auch zum Induzieren oder
Anreichern eines Pankreasinsel-Genexpressionsprofil in einem Patienten
oder in einer Zelle. Mit „Pankreas-Genexpressionsprofil" ist gemeint, dass
ein oder mehrere Gene enthalten sind, die normalerweise transkriptionell
still sind in nicht-endokrinem Gewebe, beispielsweise PC1/3, Insulin,
Glucagon oder Somatostatin. Das Medikament kann einem Patienten
in einer Menge verabreicht werden, die ausreicht, um ein Pankreasinsel-
oder endokrines Genexpressionsprofil zu induzieren. Das Medikament
kann in einem Patienten eine PC1/3-Genexpression induzieren.
-
Die
Induktion des Pankreasinsel-Genexpressionsprofils kann unter Verwendung
von Techniken nachgewiesen werden, die einem Durchschnittsfachmann
bekannt sind. Beispielsweise können
Pankreashormon-RNA-Sequenzen mit z. B. Northernblot-Hybridisierungsanalysen,
mit auf Amplifizierung beruhenden Nachweisverfahren, wie etwa auf
reverser Transkription beruhender Polymerase-Kettenreaktion, oder
systemischem Nachweis durch Mikroarraychipanalyse nachgewiesen werden.
Alternativ kann die Expression auch auf dem Proteinniveau nachgewiesen
werden, beispielsweise durch Messen der Pegel von Polypeptiden gemessen
werden, die durch diese Gene kodiert werden. Die PC1/3-Gen- oder
Proteinexpression kann durch ihre Aktivität bei der Verarbeitung von
Prohormonen zu ihrer aktiven reifen Form nachgewiesen werden. Solche
Verfahren sind im Fachgebiet wohlbekannt und schließen beispielsweise
Immunoassays, die auf Antikörpern
gegen Proteine beruhen, die durch die Gene kodiert werden, oder
HPLC der verarbeiteten Prohormone ein.
-
Verfahren zum Identifizieren
von durch PDX modulierten Genen
-
Nukleinsäuren, die
durch PDX moduliert werden, können
durch Messen der Expression einer oder mehrerer Nukleinsäuren in
einer Testzellpopulation nachgewiesen werden, die einer Verbindung
ausgesetzt ist, die die PDX-Aktivität oder -Expression moduliert.
Die Expression der Nukleinsäuresequenzen
in der Testzellpopulation wird dann mit der Expression der Nukleinsäuresequenzen
in einer Referenzzellpopulation verglichen, welches eine Zellpopulation
ist, die der Verbindung nicht ausgesetzt worden ist, oder eine Zellpopulation
ist, die der Verbindung ausgesetzt wurde. Der Vergleich kann an
Test- und Referenzproben durchgeführt werden, die gleichzeitig
oder zu zeitlich unterschiedlichen Zeiten gemessen werden. Ein Beispiel
für Letzteres ist
die Verwendung von kompilierter Expressionsinformation, beispielsweise
eine Sequenzdatenbank, die Information über die Expressionspegel von
bekannten Sequenzen nach Verabreichung von verschiedenen Wirkstoffen
sammelt. Beispielsweise kann die Änderung des Expressionspegels
nach Verabreichung eines Verbindung mit den Veränderungen der Expression verglichen
werden, die bei den Nukleinsäuresequenzen
nach Verabreichung eines Kontrollwirkstoffs, wie etwa PDX, beobachtet
werden.
-
Eine Änderung
der Expression der Nukleinsäuresequenz
in der Zellpopulation im Vergleich zur Expression der Nukleinsäuresequenz
in der Referenzzellpopulation, die der Verbindung nicht ausgesetzt
worden ist, zeigt an, dass die Expression der Nukleinsäure durch
PDX moduliert wird.
-
Die
Testzelle kann irgendeinem Gewebe entnommen werden, das in der Lage
ist, durch PDX moduliert zu werden, beispielsweise Pankreas, Leber,
Milz oder Niere. Die Zelle kann aus nicht-endokrinem Gewebe stammen.
Vorzugsweise ist die Zelle Lebergewebe.
-
Vorzugsweise
werden Zellen in der Referenzzellpopulation aus einem soweit als
möglich
gleichen Gewebetyp wie die Testzelle gewonnen, beispielsweise Lebergewebe.
Die Kontrollzelle kann aus dem gleichen Patienten wie die Testzelle
stammen, beispielsweise aus einem Bereich in der Nähe des Bereichs
des Ursprungs der Testzelle. Alternativ kann die Kontrollzellpopulation
aus einer Datenbank für
molekulare Information stammen, die aus Zellen abgeleitet wurde,
für die
der getestete Parameter oder Zustand bekannt ist.
-
Die
Expression der Nukleinsäuren
kann auf dem RNA-Niveau unter Verwendung von im Fachgebiet bekannten
Verfahren gemessen werden. Beispielsweise kann die Northern-Hybridisierungsanalyse
unter Verwendung von Sonden, die eine oder mehrere dieser Sequenzen
erkennen verwendet werden, um die Genexpression festzustellen. Alternativ
kann die Expression unter Verwendung von auf reverser Transkription
beruhender PCR-Tests gemessen werden. Die Expression kann auch auf
dem Proteinniveau gemessen werden, beispielsweise durch Messen der
Pegel von Polypeptiden, die durch die Genprodukte kodiert werden.
Solche Verfahren sind im Fachgebiet wohlbekannt und schließen beispielsweise
Immunoassays ein, die auf Antikörpern
für Proteine
beruhen, die durch die Gene kodiert werden.
-
Wenn Änderungen
in der Genexpression mit der Genamplifikation oder -Deletion verbunden
sind, können
Sequenzvergleiche in Test- und Referenzpopulationen durch Vergleichen
relativer Mengen an untersuchten DNA-Sequenzen in den Test- und
Referenzpopulationen durchgeführt
werden.
-
Rekombinante PDX-Expressionsvektoren
und Wirtszellen
-
Bei
einem anderen Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein
Medikament nach dem unten angegebenen Anspruch 16 bereitgestellt.
-
Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „Vektor" auf ein Nukleinsäuremolekül, das in der Lage ist, eine
andere Nukleinsäure
zu transportieren, mit der sie verknüpft ist. Der Vektor ist ein
viraler Vektor (beispielsweise replikationsdefekte Retroviren, Adenviren
und adeno-assoziierte Viren), wobei zusätzliche DNA-Segmente in das
virale Genom ligiert werden. Bestimmte Vektoren sind zu autologer
Replikation in einer Wirtszelle in der Lage, in die sie eingebracht
wurden (beispielsweise Bakterienvektoren, die einen bakteriellen Replikationsursprung
haben und episomale Säugetiervektoren).
Andere Vektoren (beispielsweise nichtepisomale Säugetiervektoren) werden nach
Einbringung in eine Wirtszelle in das Genom der Wirtszelle eingebaut und
dadurch zusammen mit dem Wirtsgenom repliziert. Darüber hinaus
sind bestimmte Vektoren in der Lage, die Expression von Genen zu
steuern, mit denen sie funktionell verknüpft sind. Solche Vektoren werden
hierin als „Expressionsvektoren" bezeichnet. Der
virale Vektor ist in der Lage, auf einen bestimmten Zelltyp, ausgewählt aus
Muskel-, Milz-, Nieren-, Blut-, Haut oder Leberzelle, entweder spezifisch
oder nichtspezifisch abzuzielen.
-
Die
rekombinanten Expressionsvektoren der Erfindung umfassen eine Nukleinsäure, die
ein PDX-Polypeptid in einer Form kodiert, die zur Expression der
Nukleinsäure
in einer Wirtszelle geeignet ist, was bedeutet, dass die rekombinanten
Expressionsvektoren eine oder mehrere regulatorische Sequenzen enthalten,
die auf der Grundlage der zur Expression zu verwendenden Wirtszellen
ausgewählt
sind, die funktionell mit der zu exprimierenden Nukleinsäuresequenz
verknüpft
ist. Im Rahmen eines rekombinanten Expressionsvektors soll „funktionell
verknüpft" bedeuten, dass die
Nukleotidsequenz von Interesse mit der (den) regulatorischen Sequenz(en)
in einer Art und weise verknüpft
ist, dass die Expression der Nukleotidsequenz ermöglicht wird
(beispielsweise in einem In-vitro-Transkriptions/Translationssystem
oder in einer Wirtszelle, wenn der Vektor in die Wirtszelle eingebracht
wird). Der Begriff „regulatorische
Sequenz" soll Promotoren,
Enhancer und andere Expressionssteuerelemente einschließen (beispielsweise
Polyadenylierungssignale). Solche regulatorischen Sequenzen werden
beispielsweise bei Goeddel, Gene Expression Technology: Methods
in Enzymology 185, Academic Press, San Diego, Calif. (1990) beschrieben.
Regulatorische Sequenzen schließen
jene ein, die die konstitutive Expression einer Nukleotidsequenz
in vielen Typen von Wirtszellen steuern, und jene, die die Expression
der Nukleotidsequenz nur in einer bestimmten Wirtszelle steuern
(beispielsweise gewebespezifische regulatorische Sequenzen). Der
Fachmann wird sich darüber
im Klaren sein, dass der Entwurf des Expressionsvektors von solchen
Faktoren wie der Wahl der zu transformierenden Wirtszelle, dem Expressionspegel des
gewünschten
Proteins etc. abhängen
kann. Die Expressionsvektoren der Erfindung können in Wirtszellen eingebracht
werden, um dadurch Proteine oder Peptide herzustellen, einschließlich Fusionsproteine
oder -peptide, die durch Nukleinsäuren kodiert werden, wie hierin
beschrieben (beispielsweise PDX-Proteine, mutante Formen von PDX,
Fusionsproteine etc.).
-
Die
rekombinanten Expressionsvektoren der Erfindung können zur
Expression von PDX in prokaryotischen oder eukaryotischen Zellen
entworfen werden. Beispielsweise kann PDX in Bakterienzellen, wie
etwa E. coli, Insektenzellen (unter Verwendung von Baculovirus-Expressionsvektoren),
Hefezellen oder Säugetierzellen
exprimiert werden. Geeignete Wirtszellen werden darüber hinaus
bei Goeddel, Gene Expression Technology: Methods in Enzymology 185,
Academic Press, San Diego, Calif. (1990) diskutiert. Alternativ
kann der rekombinante Expressionsvektor in vitro transkribiert werden,
beispielsweise unter Verwendung von T7-Promotor-Regulationssequenzen
und T7-Polymerase.
-
Die
Expression von Proteinen in Prokaryoten wird häufig in E. coli mit Vektoren
ausgeführt,
die konstitutive oder induzierbare Promotoren enthalten, die die
Expression entweder von Fusionsproteinen oder von Nichtfusionsproteinen
steuern. Fusionsvektoren fügen
an ein darin kodiertes Protein eine Anzahl von Aminosäuren an, üblicherweise
am Aminoterminus des rekombinanten Proteins. Solche Fusionsvektoren
dienen typischerweise drei Zwecken: (1) um die Expression von rekombinanten
Proteinen zu steigern, (2) um die Löslichkeit des rekombinanten
Proteins zu steigern und (3) um bei der Reinigung des rekombinanten
Proteins durch Wirkung als ein Ligand bei der Affinitätsreinigung
zu helfen. Häufig
wird bei Fusionsexpressionsvektoren eine proteolytische Spaltungsstelle
an der Verbindungsstelle des Fusionsteils und des rekombinanten
Proteins eingefügt,
um die Abtrennung des rekombinanten Proteins vom Fusionsteil im
Anschluss an die Reinigung des Fusionsproteins zu ermöglichen.
Solche Enzyme und ihre verwandten Erkennungssequenzen schließen Faktor
Xa, Thrombin und Enterokinase ein. Typische Fusionsexpressionsvektoren
schließen
pGEX (Pharmacia Biotech Inc; Smith und Johnson (1988) Gene 67: 31-40),
pMAL (New England Biolabs, Beverly, Mass.) und pRIT5 (Pharmacia,
Piscataway, N. J.) ein, die jeweils Glutathion-S-Transferase (GST),
Maltose E-Bindungsprotein oder Protein A an das rekombinante Zielprotein
fusionieren.
-
Beispiele
geeigneter induzierbarer Nichtfusions-Expressionsvektoren aus E.
coli schließen
pTrc (Amrann et al., Gene 69: 301-315) und pET 11d (Studier et al.,
Gene Expression Technology: Methods in Enzymology 185, Academic
Press, San Diego, Calif. (1990) 60-89) ein.
-
Eine
Strategie, um die rekombinante Proteinexpression in E. coli zu maximieren,
ist, das Protein in einem Wirtsbakterium mit einer beeinträchtigten
Fähigkeit
zur proteolytischen Spaltung des rekombinanten Proteins zu exprimieren,
siehe Gottesman, Gene Expression Technology: Methods in Enzymology
185, Academic Press, San Diego, Calif. (1990) 119-128. Eine andere
Strategie ist es, die Nukleinsäuresequenz
der Nukleinsäure,
die in einen Expressionsvektor einzufügen ist, so zu ändern, dass
die einzelnen Kodons für
die jeweilige Aminosäure
jene sind, die in E. coli bevorzugt eingesetzt werden (Wada et al.,
(1992) Nucleic Acid Res. 20: 2111-2118). Solch eine Änderung der Nukleinsäuresequenzen
der Erfindung kann durch Standard-DNA-Synthesetechniken ausgeführt werden.
-
Bei
einem anderen Ausführungsbeispiel
ist der PDX-Expressionsvektor ein Hefe-Expressionsvektor. Beispiele für Vektoren
zur Expression in der Hefe S. cerevisiae schließen pYepSec1 (Baldari, et al.,
(1987) EMBO J 6: 229-234), pMFa (Kurjan und Herskowitz, (1982) Cell
30: 933-943), pJRY88 (Schulz et al., (1987) Gene 54: 113-123), pYES2 (Invitrogen
Corporation, San Diego, Calif.) und picZ (In Vitrogen Corp, San
Diego, Calif.) ein.
-
Alternativ
kann PDX in Inselzellen unter Verwendung von Baculovirus-Expressionsvektoren
exprimiert werden. Zur Expression von Proteinen in kultivierten
Inselzellen (beispielsweise SF9-Zellen) erhältliche Baculovirus-Vektoren
schließen
die pAc-Reihe (Smith et al. (1983) Mol Cell Biol 3: 2156-2165) und
die pVL-Reihe (Lucklow und Summers (1989) Virology 170: 31-39) ein.
-
Die
Nukleinsäure
der Erfindung kann in Säugetierzellen
unter Verwendung eines Säugetier-Expressionsvektors
exprimiert werden. Beispiele für
Säugetier-Expressionsvektoren
schließen
pCDM8 (Seed (1987) Nature 329: 840) und pMT2PC (Kaufan et al. (1987)
EMBO J 6: 187-195). Wenn sie in Säugetierzellen verwendet werden,
wird die Kontrollfunktion des Expressionsvektors häufig durch
virale regulatorische Elemente bereitgestellt. Beispielsweise sind üblicherweise
verwendete Promotoren aus Polyoma, Adenovirus 2, Cytomegalovirus
und Simian-Virus 40 abgeleitet. Für andere geeignete Expressionssysteme
sowohl für
prokaryotische als auch eukaryotische Zellen siehe beispielsweise
die Kapitel 16 und 17 von Sambrook et al., Molecular Cloning: A
Laboratory Manual. 2. Auflage, Cold Spring Harbor Laboratory, Cold
Spring Harbor Laboratory Press, Cold Spring Harbor, N. Y., 1989.
-
Bei
einem anderen Ausführungsbeispiel
ist der rekombinante Säugetier-Expressionsvektor
in der Lage, die Expression der Nukleinsäure vorzugsweise in einem bestimmten
Zelltyp zu steuern (beispielsweise werden gewebespezifische regulatorische
Elemente verwendet, um die Nukleinsäure zu exprimieren). Gewebespezifische
regulatorische Elemente sind im Fachgebiet bekannt. Nichtlimitierende
Beispiele geeigneter gewebespezifischer Promotoren schließen den
Albumin-Promotor (leberspezifisch; Pinkert et al. (1987) Genes Dev
1: 268-277), lymphoidspezifische Promotoren (Calme und Eaton (1988)
Adv Immunol 43: 325-275),
insbesondere Promotoren von T-Zell-Rezeptoren (Winoto und Baltimore
(1989) EMBO J 8: 729-733) und Immunglobulinen (Banerji et al. (1983)
Cell 33: 729-740; Queen und Baltimore (1983) Cell 33: 741-748),
neuronspezifische Promotoren (beispielsweise den Neurofilament-Promotor;
Byrne und Ruddle (1989) PNAS 86: 5473-5477), pankreasspezifische
Promotoren (Edlund et al. (1985) Science 230: 912-916) und brustdrüsenspezifische
Promotoren (beispielsweise den Milchserum-Promotor;
US-Patent
Nr. 4,873,316 und die europäische Patentanmeldung Nr. 264166).
Entwicklungsregulierte Promotoren sind ebenfalls umfasst, beispielsweise
Maus-hox-Promotoren (Kessel und Gruss (1990) Science 249: 374-379)
und der α-Fetoprotein-Promotor (Campes
und Tilghman (1989) Genes Dev 3: 537-546).
-
Die
Erfindung stellt zudem einen rekombinanten Expressionsvektor bereit,
der ein DNA-Molekül
der Erfindung umfasst, das in Antisense-Richtung in den Expressionsvektor
kloniert ist. Das heißt,
das DNA-Molekül
ist mit einer regulatorischen Sequenz auf solche Art und Weise funktionell
verknüpft,
dass die Expression (durch Transkription des DNA-Moleküls) eines
RNA-Moleküls
ermöglicht
wird, das zur PDX-mRNA antisense ist. Es können regulatorische Sequenzen
ausgewählt
werden, die funktionell mit einer in Antisense-Richtung klonierten Nukleinsäure verknüpft sind
und die die kontinuierliche Expression des Antisense-RNA-Moleküls in einer
Vielzahl von Zelltypen steuern, beispielsweise können virale Promotoren und/oder
Enhancer oder regulatorische Sequenzen ausgewählt werden, die die konstitutive,
gewebespezifische oder zelltypspezifische Expression von Antisense-RNA steuern. Der
Antisense-Expressionsvektor kann in Form eines rekombinanten Plasmids,
Phagemids oder attenuierten Virus vorliegen, in welchen Antisense-Nukleinsäuren unter
der Kontrolle eines hochwirksamen regulatorischen Bereichs produziert
werden, dessen Aktivität
durch den Zelltyp bestimmt wird, in den der Vektor eingebracht wird.
Für eine
Diskussion der Regulation der Genexpression unter Verwendung von
Antisense-Genen siehe Weintraub et al., Antisense-RNA as a molecular
tool for genetic analysis, Reviews – Trends in Genetics, Bd. 1(1)
1986.
-
Ein
weiterer Gesichtspunkt der Erfindung betrifft Wirtszellen, in die
ein rekombinanter Expressionsvektor der Erfindung eingebracht worden
ist. Die Begriffe „Wirtszelle" und „rekombinante
Wirtszelle" werden
hier untereinander austauschbar verwendet. Es versteht sich von
selbst, dass diese Begriffe nicht nur eine bestimmte Patientenzelle,
sondern auch die Nachkommen oder potentiellen Nachkommen dieser
Zelle betreffen. Weil bei aufeinanderfolgenden Generationen aufgrund
von Mutation oder Umwelteinflüssen
bestimmte Modifikationen auftreten können, sind diese Nachkommen
tatsächlich
nicht unbedingt mit der Mutterzelle identisch, sind aber noch im
Umfang des Begriffs, wie er hierin verwendet wird, enthalten. Zudem
können
die Wirtszellen moduliert werden, wenn sie einmal PDX exprimieren,
und können
entweder ihre ursprünglichen
Eigenschaften behalten oder verlieren.
-
Eine
Wirtszelle kann eine prokaryotische oder eukaryotische Zelle sein.
Beispielsweise kann ein PDX-Protein in Bakterienzellen, wie E. coli,
Insektenzellen, Hefe- oder Säugetierzellen
(wie etwa Ovarzellen des chinesischen Hamsters (CHO) oder COS-Zellen) exprimiert
werden. Alternativ kann eine Wirtszelle eine unreife Säugetierzelle,
d. h. eine pluripotente Stammzelle. Eine Wirtszelle kann auch aus
anderem menschlichen Gewebe gewonnen werden. Andere geeignete Wirtszellen
sind dem Fachmann geläufig.
-
Vektor-DNA
kann über
herkömmliche
Transformations-, Transduktions-, Infektions- oder Transfektionsverfahren in prokaryotische
oder eukaryotische Zelleneingebracht werden. Die Begriffe „Transformation", „Transduktion", „Infektion" und „Transfektion", wie sie hier verwendet
werden, sollen sich auf eine Vielzahl von im Fachgebiet bekannten
Verfahren zum Einbringen fremder Nukleinsäure (beispielsweise DNA) in
eine Wirtszelle beziehen, einschließlich Calciumphosphat- oder Calciumchlorid-Kopräzipitation,
DEAE-Dextran-vermittelte Transfektion, Lipofektion oder Elektroporation.
Zudem kann die Transfektion durch ein Transfektionsmittel vermittelt
werden. Mit „Transfektionsmittel
soll irgendeine Verbindung umfasst sein, die den Einbau von DNA in
die Wirtszelle vermittelt, beispielsweise Liposom. Geeignete Verfahren
zur Transformation oder Transfektion von Wirtszellen können bei
Sambrook et al. (Molecular Cloning: A Laboratory Manual. 2. Auflage,
Cold Spring Harbor Laboratory, Cold Spring Harbor Laboratory Press,
Cold Spring Harbor, N. Y., 1989) und in anderen Laborhandbüchern gefunden
werden.
-
Die
Transfektion kann „stabil" (d. h. Einbau der
fremden DNA in das Wirtsgenom) oder „transient" (d. h. DNA wird in der Wirtszelle episomal
exprimiert) sein.
-
Es
ist für
die stabile Transfektion von Säugetierzellen
bekannt, dass je nach verwendetem Expressionsvektor und verwendeter
Transfektionstechnik nur ein kleiner Anteil der Zellen die fremde
DNA in ihr Genom einbaut, der Rest der DNA bleibt episomal. Um diese
Bestandteile zu identifizieren und zu selektieren, wird im Allgemeinen
ein Gen, das einen selektierbaren Marker (z. B. Resistenz gegen
Antibiotika) kodiert, zusammen mit dem Gen von Interesse in die
Wirtszellen eingebracht. Verschiedene selektierbare Marker umfassen
jene, die eine Resistenz gegen Medikamente verleihen, wie etwa G418,
Hygromycin und Methotrexat. Die Nukleinsäure, die einen selektierbaren
Marker kodiert, kann in eine Wirtszelle auf dem gleichen Vektor
eingebracht werden, wie derjenige, der PDX kodiert, oder kann auf
einem gesonderten Vektor eingebracht werden. Zellen, die mit der
eingebrachten Nukleinsäure
stabil transfiziert wurden, können
durch Medikamentenselektion identifiziert werden (beispielsweise
werden Zellen, die das selektierbare Markergen eingebaut haben, überleben, während die
anderen Zellen absterben). Die durch PDX modulierten Zellen oder
die tranfizierten Zellen können durch
die Induktion der Expression eines endogenen Reportergens identifiziert
werden. Der Promotor kann der Insulin-Promotor sein, der die Expression
von grün
fluoreszierendem Protein steuert.
-
Bei
einem Ausführungsbeispiel
ist die PDX-Nukleinsäure
in einem viralen Vektor vorhanden. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel
ist die PDX-Nukleinsäure
in einem Virus eingekapselt. Bei einigen Ausführungsbeispielen infiziert
das Virus vorzugsweise pluripotente Zellen verschiedener Gewebetypen,
beispielsweise hämatopoetische
Stammzellen, neuronale Stammzellen, hepatische Stammzellen oder
embryonale Stammzellen, vorzugsweise ist das Virus hepatotrop. Mit „hepatotrop" ist gemeint, dass
das Virus die Fähigkeit besitzt,
bevorzugt die Zellen der Leber entweder spezifisch oder nichtspezifisch
anzugreifen. Bei weiteren Ausführungsbeispielen
ist das Virus ein moduliertes Hepatitisvirus, SV-40 oder Epstein-Barr-Virus.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel
ist das Virus ein Adenovirus.
-
Gentherapie
-
Eine
Nukleinsäure
oder Nukleinsäuren,
die ein PDX-Polypeptid oder funktionelle Derivate davon kodiert
bzw. kodieren, kann mittels Gentherapie verabreicht werden. Gentherapie
bezieht sich auf eine Therapie, die dadurch ausgeführt wird,
dass einem Patienten eine spezielle Nukleinsäure verabreicht wird. Die Nukleinsäure produziert
ihr kodiertes Peptid bzw. ihre kodierten Peptide, die dann dazu
dienen, durch Modulieren der Funktion einer zuvor genannten Erkrankung
oder Störung,
beispielsweise Diabetes, eine therapeutische Wirkung auszuüben. Es
kann irgendeine der innerhalb des Fachgebiets verfügbaren,
die Gentherapie betreffenden Methodiken eingesetzt werden, siehe
beispielsweise Goldspiel et al., 1993, Clin Pharm 12; 488-505.
-
Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
umfasst das Medikament der Erfindung eine Nukleinsäure, die
ein Teil eines Expressionsvektors zum Exprimieren des zuvor genannten
PDX-Polypeptids innerhalb eines geeigneten Wirts ist. Bei einem
speziellen Ausführungsbeispiel
besitzt solch eine Nukleinsäure
einen Promotor, der funktionell mit kodierenden Bereichen eines
PDX-Polypeptids verknüpft
ist. Der Promotor kann induzierbar oder konstitutiv und wahlweise
gewebespezifisch sein. Der Promotor kann beispielsweise viralen oder
Säugetierursprung
besitzen. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel
wird ein Nukleinsäuremolekül verwendet,
bei dem kodierende Sequenzen (und irgendwelche anderen gewünschten
Sequenzen) von Bereichen flankiert werden, die die homologe Rekombination
an einer gewünschten
Stelle innerhalb des Genoms fördern, wodurch
für die
intrachromosomale Expression von Nukleinsäuren gesorgt wird, siehe beispielsweise
Koller und Smithies, 1989, Proc Natl Acad Sci USA 86; 8932-8935.
Die Nukleinsäure,
die zugeführt
wird, kann episomal bleiben und ein endogenes und ansonst stilles
Gen induzieren.
-
Die
Zuführung
der therapeutischen Nukleinsäure
in einen Patienten kann entweder direkt (d. h. der Patient wird
der Nukleinsäure
oder dem die Nukleinsäure
enthaltenden Vektor direkt ausgesetzt) oder indirekt (d. h. Zellen
werden zuerst in vitro mit der Nukleinsäure in Kontakt gebracht, dann
in den Patienten transplantiert) erfolgen. Diese zwei Vorgehensweisen
sind jeweils als In-vivo- oder Ex-vivo-Gentherapie bekannt. Die
Nukleinsäure
kann zur direkten Verabreichung in vivo vorliegen, wobei sie exprimiert
wird, um das kodierte Produkt zu exprimieren. Dies kann durch irgendeines
von zahlreichen im Fachgebiet bekannten Verfahren bewerkstelligt
werden, die das Konstruieren der Nukleinsäure als Teil eines geeigneten
Nukleinsäure-Expressionsvektors und
Verabreichen desselben auf eine Art und Weise, so dass es intrazellular
wird (beispielsweise durch Infektion unter Verwendung eines defekten
oder abgeschwächten
Retrovirus oder eines anderen viralen Vektors, siehe das
US-Patent Nr. 4,980,286 ), direktes
Injizieren nackter DNA, Verwendung von Mikropartikelbeschuss (beispielsweise „Gene Gun
®", Biolistic, DuPont),
Beschichten der Nukleinsäuren
mit Lipiden, Verwenden assoziierter Zelloberflächenrezeptoren/Transfektionsmitteln,
Einkapseln in Liposomen, Mikropartikeln oder Mikrokapseln, Verabreichung
in Verknüpfung
mit einem Peptid, das dafür
bekannt ist, in den Kern einzudringen, oder Verabreichung in Verknüpfung mit
einem Liganden, der für
rezeptorvermittelte Endozytose prädisponiert ist (siehe beispielsweise
Wu und Wu, 1987, J Biol Chem 262: 4429-4432), die verwendet werden
kann, um auf Zelltypen abzuzielen, die spezifisch die Rezeptoren
von Interesse exprimieren, etc. einschließen, sind aber nicht darauf
beschränkt.
-
Eine
weitere Vorgehensweise zur Gentherapie umfasst das Transferieren
eines Gens in eine Zelle in In-vitro-Gewebekultur durch solche Verfahren,
wie etwa Elektroporation, Lipofektion, durch Calziumphosphat vermittelte
Transfektion, virale Infektion oder dergleichen. Im Allgemeinen
schließt
die Transfermethodik die gleichzeitige Übertragung eines selektierbaren
Markers auf die Zelle ein. Die Zellen werden dann unter Selektionsdruck
gesetzt (beispielsweise antibiotische Resistenz), so dass die Isolierung
jener Zellen erleichtert wird, die das transferierte Gen aufgenommen
haben und dieses exprimieren. Diese Zellen werden dann einem Patienten
zugeführt.
-
Vor
der In-vivo-Verabreichung der sich ergebenden rekombinanten Zelle
kann die Nukleinsäure
durch irgendein im Fachgebiet bekanntes Verfahren in eine Zelle
eingebracht werden, die Transfektion, Elektroporation, Mikroinjektion,
Infektion mit einem die Nukleinsäuresequenz
von Interesse enthaltenden viralen oder Bakteriophagenvektor Zellfusion,
durch Chromosomen vermittelter Gentransfer, durch Mikrozellen vermittelter Gentransfer,
sphäroplastische
Fusion und ähnliche
Methodiken, die sicherstellen, dass die nötigen Entwicklungs- und physiologischen
Funktionen der Empfängerzellen
nicht durch den Transfer gestört
werden, einschließt,
aber nicht darauf beschränkt
ist. Die gewählte
Technik sollte für
einen stabilen Transfer der Nukleinsäure in die Zelle sorgen, so
dass die Nukleinsäure
durch die Zelle exprimierbar ist. Vorzugsweise ist die transferierte
Nukleinsäure
durch den Zellnachkommen erblich und exprimierbar. Alternativ kann
die transferierte Nukleinsäure
episomal bleiben und die Expression der sonst stillen endogenen
Nukleinsäure
induzieren.
-
Die
sich ergebenden rekombinanten Zellen können einem Patienten durch
verschiedene im Fachgebiet bekannte Verfahren zugeführt werden,
die Injektion von Epithelialzellen (beispielsweise subkutan), Anwendung
von rekombinanten Hautzellen als ein Hauttransplantat am Patienten
und intravenöse
Injektion von rekombinanten Blutzellen (beispielsweise hämatopoetische
Stamm- oder Progenitorzellen) oder Leberzellen. Die Gesamtmenge
an Zellen, die zur Verwendung vorgesehen sind, hängt von der gewünschten
Wirkung, dem Patientenstatus und dergleichen ab und kann durch einen
Fachmann bestimmt werden.
-
Zellen,
in denen eine Nukleinsäure
zum Zweck der Gentherapie eingebracht werden kann, umfassen irgendeinen
gewünschten,
zugänglichen
Zelltyp und kann xenogen, heterogen, syngen oder autogen sein. Die Zelltypen
schließen
ausdifferenzierte Zellen, wie etwa Epithelialzellen, Endothelialzellen,
Keratinozyten, Fibroblasten, Muskelzellen, Hepatozyten und Blutzellen
oder verschiedene Stamm- oder Progenitorzellen, insbesondere nichtembryonale
Herzmuskelzellen, Leberstammzellen (Internationales Patent
WO 94/08598 ), neuronale
Stammzellen (Stemple und Anderson, 1992, Cell 71: 973-985), hämatopoetische
Stamm- oder Progenitorzellen, beispielsweise wie sie aus Knochenmark,
Nabelschnurblut, peripherem Blut, fötaler Leber und dergleichen
erhalten werden, ein, sind aber nicht darauf beschränkt. Die
zur Gentherapie eingesetzten Zellen können vorzugsweise autolog zum
Patienten sein.
-
Pharmazeutische Zusammensetzung
-
Die
Verbindung, d. h. ein erfindungsgemäßes PDX-Polypeptid oder eine
Nukleinsäure,
die ein PDX-Polypeptid kodiert (hierin auch als „aktive Verbindungen" bezeichnet), kann
in pharmazeutische Zusammensetzungen eingearbeitet werden, die zur
Verabreichung geeignet sind. Solche Zusammensetzungen umfassen typischerweise
das Nukleinsäuremolekül oder das
Protein und einen pharmazeutisch zulässigen Träger. Wie er hierin verwendet
wird, soll „pharmazeutisch
zulässiger
Träger" irgendeines und
alle Lösungsmittel, Dispersionsmedien,
Beschichtungen, antibakteriellen und antimykotischen Wirkstoffe,
isotonischen und absorptionsverzögernden
Mittel und dergleichen einschließen, die mit der pharmazeutischen
Verabreichung kompatibel sind. Geeignete Träger werden in der neuesten
Ausgabe von Remington's
Pharmaceutical Sciences, einem Standardreferenztext im Fachgebiet,
beschrieben. Bevorzugte Beispiele solcher Träger oder Verdünnungsmittel
schließen
Wasser, Kochsalzlösung,
Fingers-Lösung,
Dextroselösung
und 5 %-iges menschliches Serumalbumin ein, sind aber nicht darauf
beschränkt.
Liposomen und nichtwässrige
Vehikel, wie etwa Fettöle,
können
ebenso verwendet werden. Die Verwendung solcher Medien und Wirkstoffe
für pharmazeutisch
aktive Substanzen ist im Fachgebiet wohlbekannt. Insoweit nicht
irgendein herkömmliches
Medium oder Mittel inkompatibel mit der aktiven Verbindung ist,
wird deren Verwendung in der Zusammensetzung ins Auge gefasst. Zudem
können
zusätzliche
aktive Verbindungen in die Zusammensetzung aufgenommen werden.
-
Eine
pharmazeutische Zusammensetzung der Erfindung wird so formuliert,
dass sie mit dem beabsichtigten Verabreichungsweg kompatibel ist.
Beispiele für
Verabreichungswege schließen
parenterale, beispielsweise intravenöse, intradermale, subkutane,
orale (beispielsweise Inhalation), transdermale (topische), transmukosale
und rektale Verabreichung ein. Lösungen
oder Suspensionen, die parenteralen, intradermalen oder subkutanen
Anwendung verwendet werden, können
die folgenden Komponenten enthalten: ein steriles Verdünnungsmittel,
wie etwa Wasser zur Injektion, Kochsalzlösung, Fettöle, Polyethylenglykole, Glycerin,
Propylenglykol oder andere synthetische Lösungsmittel, antibakterielle
Wirkstoffe, wie etwa Benzylalkohol oder Methylparabene, Antioxidantien,
wie etwa Ascorbinsäure
oder Natriumbisulfit, Chelatbildner, wie etwa Ethylendiamintetraessigsäure, Puffer,
wie etwa Acetate, Citrate oder Phosphate, und Mittel zur Einstellung
der Tonizität,
wie etwa Natriumchlorid oder Dextrose. Der pH kann mit Säuren oder
Basen, wie etwa Chlorwasserstoffsäure oder Natriumhydroxid eingestellt
werden. Die parenterale Zusammensetzung kann in Ampullen, Wegwerfspritzen
oder Mehrfachdosisfläschchen
enthalten sein, die aus Glas oder Kunststoff gefertigt sind.
-
Zur
Injektionsanwendung geeignete pharmazeutische Zusammensetzungen
schließen
sterile wässrige
Lösungen
(wo wasserlöslich)
oder Dispersionen und sterile Puder für die provisorische Herstellung
steriler injizierbarer Lösungen
oder Dispersionen. Für
die intravenöse
Verabreichung schließen
geeignete Träger
physiologische Kochsalzlösung,
bakteriostatisches Wasser, Cremophor ELTM (BASF,
Parsippany, N. J.) oder phosphatgepufferte Kochsalzlösung (PBS)
ein. In allen Fällen
muss die Zusammensetzung steril sein und sollte dermaßen flüssig sein,
dass eine leichte Spritzfähigkeit
besteht. Es sollte unter den Bedingungen der Herstellung und Lagerung
stabil sein und muss gegen die Kontaminationswirkung von Mikroorganismen,
wie etwa Bakterien und Pilzen, bewahrt werden. Der Träger kann
ein Lösungsmittel
oder Dispersionsmedium sein, das beispielsweise Wasser, Ethanol,
Polyol (beispielsweise Glycerin, Propylenglykol und flüssiges Polyethylenglykol
und dergleichen) und geeignete Mischungen davon enthält. Die
geeignete Fluidität
kann beispielsweise durch die Verwendung einer Beschichtung, wie
etwa, Lecithin, durch die Aufrechterhaltung der erforderlichen Partikelgröße im Fall
der Dispersion und durch die Verwendung von Tensiden aufrechterhalten
werden. Die Verhinderung der Wirkung von Mikroorganismen kann durch
verschiedene antibakterielle und antimykotische Wirkstoffe, beispielsweise
Parabene, Chlorbutanol, Phenol, Ascorbinsäure, Thimerosal und dergleichen,
erreicht werden. In vielen Fällen
wird es zweckmäßig sein,
isotonische Mittel in der Zusammensetzung zu enthalten, beispielsweise
Zucker, Polyalkohole, wie etwa Manitol, Sorbitol, Natriumchlorid.
Eine anhaltende Absorption der injizierbaren Zusammensetzung kann
dadurch bewirkt werden, dass in der Zusammensetzung ein Mittel enthalten
ist, das die Absorption verzögert,
beispielsweise Aluminiummonostereat und Gelatine.
-
Sterile
injizierbare Lösungen
können
durch Aufnahme der aktiven Verbindung (beispielsweise ein PDX-Polypeptid
oder eine PDX kodierende Nukleinsäure) in der erforderlichen
Menge eines geeigneten Lösungsmittels
mit einem Bestandteil oder einer Kombination von Bestandteilen,
die oben aufgezählt
wurden, wenn erforderlich, gefolgt von Sterilfiltration. Im Allgemeinen
werden Dispersionen durch Aufnahme der aktiven Verbindung in ein
steriles Vehikel hergestellt, das ein Basisdispersionsmedium und
die erforderlichen anderen oben aufgezählten Bestandteile enthält. Im Fall
steriler Puder zur Herstellung steriler injizierbarer Lösungen sind
Verfahren zur Herstellung das Vakuumtrocknen und Gefriertrocknen,
die einen Puder der aktiven Bestandteile plus irgendeinen zusätzlichen
gewünschten
Bestandteil aus einer zuvor sterilfiltrierten Lösung davon ergibt.
-
Orale
Zusammensetzungen beinhalten im Allgemeinen ein inertes Verdünnungsmittel
oder einen genießbaren
Träger.
Sie können
in Gelatinekapseln eingeschlossen werden oder in Tabletten gepresst
werden. Zum Zweck der oralen therapeutischen Verabreichung kann
die aktive Verbindung mit Trägersubstanzen
aufgenommen werden und in der Form von Tabletten, Pastillen oder
Kapseln verwendet werden. Orale Zusammensetzungen können auch
unter Verwendung eines flüssigen
Trägers
zur Verwendung als Mundwasser hergestellt werden, wobei die Verbindung
im flüssigen
Träger
oral angewendet und bewegt und ausgespuckt oder geschluckt wird.
Als Teil der Zusammensetzung können
pharmazeutisch kompatible Bindemittel und/oder Hilfsmaterialien
enthalten sein. Die Tabletten, Pillen, Kapseln, Pastillen und dergleichen
kann irgendeine der folgenden Bestandteile oder Verbindungen ähnlicher
Natur enthalten: ein Bindemittel, wie etwa mikrokristalline Cellulose,
Tragantgummi oder Gelatine, einen Arzneiträger, wie etwa Stärke oder
Laktose, ein Sprengmittel, wie etwa Alginsäure, Primogel oder Maisstärke, ein
Schmiermittel, wie etwa Magnesiumstearat oder Sterotes; ein Gleitmittel,
wie etwa kolliadales Siliziumdioxid, einen Süßungsmittel, wie etwa Sucrose
oder Saccharin, oder einen Aromastoff, wie etwa Pfefferminze, Methylsalicylat
oder Orangenaroma.
-
Zur
Verabreichung durch Inhalation werden die Verbindungen in der Form
eines Aerosolsprays aus einem unter Druck stehenden Behälter oder
Spender, der ein geeignetes Treibmittel enthält, beispielsweise ein Gas,
wie etwa Kohlendioxid, oder einem Vernebler zugeführt.
-
De
systemische Verabreichung kann auch durch transmukosale oder transdermale
Mittel erfolgen. Zur transmukosalen oder transdermalen Verabreichung
werden für
die zu durchdringende Barriere geeignete Durchdringungsmittel in
der Formulierung verwendet. Solche Durchdringungsmittel sind im
Allgemeinen im Fachgebiet bekannt und schließen beispielsweise zur transmukosalen
Verabreichung Tenside, Gallensalze und Fusidinsäurederivate ein. Die transmukosale
Verabreichung kann durch die Verwendung von Nasensprays oder Suppositorien
bewerkstelligt werden. Zur transdermalen Verabreichung wird die
aktive Verbindung in Salben, Balsame, Gele oder Cremes formuliert,
wie es im Fachgebiet allgemein bekannt ist.
-
Die
Verbindungen können
auch in der Form von Suppositorien (beispielsweise mit herkömmlichen Suppositoriengrundlagen,
wie etwa Kakaobutter und andere Glyceride) oder Bleibeklistiere
zur rektalen Verabreichung hergestellt werden.
-
Bei
einem Ausführungsbeispiel
werden die aktiven Verbindungen mit Trägern angefertigt, die die Verbindung
gegen schnelle Eliminierung aus dem Körper schützen werden, wie etwa eine
Formulierung zur kontrollierten Freisetzung, einschließlich Implantate
und mikroverkapselte Zuführungssysteme.
Es können
biologisch abbaubare, biokompatible Polymere verwendet werden, wie
etwa Ethylenvinylacetat, Polyanhydride, Polyglykolsäure, Collagen,
Polyorthoester und Polymilchsäure.
Die Verfahren zur Herstellung solcher Formulierungen werden dem
Fachmann geläufig
sein. Die Materialien können
zudem kommerziell von Alza Corporation und Nova Pharmaceuticals,
Inc. erhalten werden. Liposomale Suspensionen (einschließlich Liposomen,
die gezielt auf infizierte Zellen ausgerichtet sind, mit monoklonalen
Antikörpern
gegen virale Antigene) können ebenso
als pharmazeutisch zulässige
Träger
verwendet werden. Diese können
gemäß den dem
Fachmann bekannten Verfahren hergestellt werden, wie sie im
US-Patent Nr. 4,522,811 beschrieben
sind.
-
Es
ist zur Erleichterung der Verabreichung und Einheitlichkeit der
Dosierung besonders vorteilhaft, orale oder parenterale Zusammensetzungen
in der Form von Dosiseinheiten zu formulieren. Die Form der Dosiseinheiten,
wie sie hierin verwendet wird, bezieht sich auf physikalisch diskrete
Einheiten, die als einheitliche Dosierungen für den zu behandelnden Patienten
taugen, wobei jede Einheit eine festgelegte Menge an aktiver Verbindung
enthält,
die so berechnet ist, dass sie in Verbindung mit dem erforderlichen
pharmazeutischen Träger
die gewünschte
Wirkung erzeugt. Die Spezifikation für die Form der Dosiseinheiten
der Erfindung wird durch die individuellen Eigenschaften der aktiven
Verbindung und die bestimmte therapeutische Wirkung, die zu erzielen
ist, diktiert und davon direkt abhängen.
-
Die
Nukleinsäuremoleküle können in
Vektoren eingebracht werden und als Gentherapievektoren verwendet
werden. Gentherapievektoren können
einem Patienten durch irgendeine einer Anzahl von Wegen zugeführt werden,
wie sie beispielsweise im
US-Patent
Nr. 5,703,055 beschrieben sind. Die Zuführung kann demgemäß auch intravenöse Injektion,
lokale Verabreichung (siehe
US-Patent
Nr. 5,328,470 ) oder stereotaktische Injektion (siehe beispielsweise
Chef et al.,1994, PNAS 91: 3054-3057) einschließen. Die pharmazeutische Zubereitung
des Gentherapievektors kann den Gentherapievektor in einem zulässigen Verdünnungsmittel
einschließen
oder kann eine Matrix mit langsamer Freisetzung umfassen, in der
das Genzuführungsvehikel eingebettet
ist. Alternativ kann die pharmazeutische Zubereitung, wo der komplette
Genzuführungsvektor
intakt aus rekombinanten Zellen hergestellt werden kann, beispielsweise
retrovirale Vektoren, eine oder mehrere Zellen enthalten, die das
Genzuführungssystem
produzieren.
-
Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen können zusammen mit Anweisungen
zur Verabreichung in einem Behälter,
in einer Packung oder in einem Spender enthalten sein.
-
Die
Erfindung wird in den folgenden Beispielen weiter beschrieben werden.
-
Spezielle Beispiele
-
Beispiel 1: Rekombinante Adenoviren
-
AdCMVPDX-1
wurde so konstruiert, wie es bei R. Seijffers et al., Endocrinology
140: 1133 (1999) beschrieben ist. Es enthält die STF-1 cDNA, das Rattenhomologe
von PDX-1, ligiert in die BamH1-Stelle des pACCMVpLpA-Vektors.
-
AdCMVβ-gal enthält das Kernlokalisierungssignal
für β-Galaktosidase.
-
AdCMV-hIns
enthält
die Humaninsulin-cDNA unter der Kontrolle des heterologen Cytomegalovirus-Promotors.
-
AdRIP-1-hIns
enthält
die Humaninsulin-cDNA unter der Kontrolle des Ratteninsulin-Promotors-1 (RIP-1).
RIP-1 sind 410 Basen der 5'-flankierenden
DNA-Region des Insulin-1-Gens.
-
Beispiel
2: Bestimmung der durch PDX-1 induzierten Insulingenexpression und
Aktivierung des ektopisch kozugeführten Insulin-Promotors.
-
Um
die Wirkung der ektopischen PDX-1-Expression in der Leber zu beurteilen,
wurden männliche Balb/c-
und C57BL/6-Mäuse
(11 bis 14 Wochen alt) mit 2 × 109 Plaque bildenden Einheiten (in 0,2 ml Kochsalzlösung) von
AdCMV-PDX-1 rekombinantem Adenovirus in die Schwanzvene injiziert.
Als Kontrollen wurden Mäuse
gleicherweise mit AdCMVβ-gal
oder AdCMV-hIns und AdRIP-1-hIns rekombinantem Adenovirus injiziert.
Die Tiere wurden in einer klimatisierten Umgebung unter einem 12-stündigen Hell-/Dunkelzyklus
bei einer unbeschränkten
Diät untergebracht
und eine Woche nach der Virusverabreichung getötet. Für die Isolierung der Gesamt-RNA
wurden die Leber, die Milz, das Pankreas und die Niere freigelegt
und wurden unmittelbar in flüssigem
Stickstoff gefroren und bei –70 °C gelagert.
-
Die
PDX-1- und Insulingenexpression wurde durch RT.PCR bestimmt. Die
Gesamt-RNA wurde
aus den gefrorenen Geweben unter Verwendung von RNAzol (CINNABIOTEX)
isoliert. RNA-Proben wurden mit 10 μl DNase I (Promega) behandelt.
-
cDNA
wurde durch reverse Transkription unter Verwendung von 1μg DNA-freier
Gesamt-RNA und 0,5 μg
Oligo(dT)15 hergestellt. 1,5 μl an RT-Reaktion
wurde unter Verwendung von Primer und PCR-Bedingungen, wie sie unten
in Tabelle 1 angegeben sind, amplifiziert. Die PCR wurde in einem
GeneAmp-PCR-System 2400 (Perkin Elmer) ausgeführt und die Produkte wurden
in einem 1,7 % Agarosegel getrennt. Für jede RNA-Probe wurde eine
separate PCR-Reaktion ohne reverse Transkriptase ausgeführt, um
sicherzustellen, dass das amplifizierte Produkt nicht von einer
DNA-Kontamination herrührte.
Die Primer wurde so entworfen, dass nur die Ratten-PDX-1-Expression,
nicht das Maus-Homologe erfasst wurde. Die Primer für die mI-2-Aplifikation
sind auf unterschiedlichen Exons lokalisiert. Der erste Schritt
der Probendenaturierung war für
alle amplifizierten Gene identisch: 1 Minute bei 94 °C.
-
Die
Analyse der Gesamt-RNA ergab, dass die AdCMV-PDX-1-Verabreichung
hauptsächlich
zu einer PDX-1-Expression in der Leber führte. Die Milz, das Pankreas
und die Niere aus denselben Mäusen
wurden durch RT-PCR negativ auf das Ratten-Homologe von PDX-1 getestet.
-
75
% (25 von 35) der Mäuse,
die positiv auf das Ratten-PDX-1-Signal getestet wurden, exprimierten das
mI-2-Gen, wohingegen 35 % der Mäuse
das mI-1-Gen exprimierten (1). Um zu
bestimmen, ob diese Disparität
der Expression zwischen mI-2 und mI-1 davon herrührt, dass der mI-1-Promotor
durch die Identität oder
die Pegel der Transkriptionsfaktoren, die in den PDX-1 exprimierenden
Leberzellen vorhanden sind, unterschiedlich aktiviert wurde, wurde
den Mausen wie oben beschrieben AdRIP-1-hIns rekombinanter Adenvirus
zusammen mit AdCMV-PDX-1 zugeführt.
Wie es in 1 demonstriert wird, wurden
bei Lebern, bei denen PDX-1 nur die Expression des endogenen mI-2
induzierte, auch der Ratteninsulin-1-Promotor (RIP-1) aktiviert. Dies
deutet darauf hin, dass die unterschiedlichen Pegel an DNA-Methylierung oder
die verschiedene Chromatinstruktur die Ursache für die geringe Wirksamkeit der
Aktivierung der endogenen mI-1-Expression durch PDX-1-Expression in der
Leber sein könnten.
Darüber
hinaus demonstrieren diese Daten die Kapazität, den β-zellspezifischen Insulinpromotor
in der Leber bei Kozuführung
mit PDX zu aktivieren.
-
Die
Expression der endogenen Mausinsulin- und der ektopischen Humaninsulingene
wurde jeweils nicht durch die Behandlung mit der gleichen Konzentration
an rekombinantem Kontroll-Adenoviren AdCMVβ-gal oder AdCMV-hIns und AdRIP-1-hIns erhalten (n
= 20). Diese Ergebnisse demonstrieren, dass PDX-1 essentiell und
ausreichend ist, um die Expression der endogenen Insulingene zu
induzieren und RIP-1 in
einem extra-pankreatischen Gewebe zu aktivieren.
-
Beispiel 3: Bestimmung von durch PDX-1
induzierter Somatostatin-Genexpression und Proteinproduktion in vivo
-
Die
Tiere wurden wie in Beispiel 2 beschrieben mit rekombinanten Adenviren
behandelt. Die Somatostatin-Genexpression wurde wie in Beispiel
2 beschrieben durch RT-PCR gemäß den in
Tabelle 1 beschriebenen Bedingungen bestimmt.
-
Wie
in 3 demonstriert, zeigten Lebern in Mäusen, die
mit AdCMV-PDX-1 behandelt wurden, Somatostatin-Genexpression. Mäuse, die
mit AdCMV-PDX-1 behandelt wurden, zeigten positive Anfärbung für das Somatostatinprotein
in Lebergewebe, das durch Immunchemie analysiert wurde. Mit AdCMVβ-gal behandelte
Mäuse exprimierten
kein Somatostatin.
-
Beispiel 4: Bestimmung der durch PDX-1
induzierten Glucagon-Genexpression
-
Die
Tiere wurden wie oben in Beispiel 2 beschrieben mit AdCMV-PDX-1
rekombinantem Adenvirus behandelt. Die Glucagon-Genexpression wurde
wie oben in Beispiel 2 beschrieben durch RT-PCR unter Verwendung
der in Tabelle 1 beschriebenen Bedingungen und Primer bestimmt.
-
Wie
in 3 demonstriert, zeigten Lebern in Mäusen, die
mit AdCMV-PDX-1 behandelt wurden, Glucagon-Genexpression. Mit AdCMVβ-gal behandelte
Mause exprimierten kein Glucagon.
-
Beispiel 5: Bestimmung der durch Prohormon
Konvertase 1/3 induzierte Genexpression
-
Die
Tiere wurden wie oben in Beispiel 2 beschrieben mit einem rekombinanten
Adenvirus behandelt. Die Prohormon Konvertase 1/3 (PC1/3) Genexpression
wurde wie oben in Beispiel 2 beschrieben durch RT-PCR bestimmt,
mit der Ausnahme, dass cDNA unter Verwendung eines genspezifischen
Oligonukleotids (TCCAGGTGCCTACAGGATTCTCT) anstelle von Oligo(dT)
15 revers transkribiert wurde. Wie in
3 demonstriert,
zeigten nur Leber von Tieren, die mit PDX-1 behandelt wurden, die
Induktion von PC1/3-Expression, den Proteasen aus der Kexin-Familie angehörig, ist
die PC1/3-Expression auf endokrine und neuroendokrine Zellen mit
reguliertem sekretorischen Pfad beschränkt. Zusammen mit der Kapazität, die produzierten Hormone
in intrazellularen Kompartimenten zu speichern, deutet dies auf
eine PDX-1-abhängige
Induktion eines endokrinen Phänotyps
hin, was die Induktion des regulierten Pfads zu Hormonproduktion,
-verarbeitung, -speicherung und -ausscheidung einschließt. Tabelle 1: RT-PCR-Analyse zur Bestimmung
von durch PDX-1 induzierter Genexpression
| Gen | Primersequenzen
5'-3 | PCR-Bedingungen |
| | | PCR-Produkt | Anlagerung | Verlängerung | |
| | | | °C | sec | °C | sec | Zyklen |
| Ratten-PDX-1 (ektopisch) | F:
CCAGTTTGCAGGCTCGCTGG R: GCTGCGTATGCACCTCCTGC | 279 bp | 62 | 60 | 72 | 60 | 31 |
| Humaninsulin (ektopisch) | F:
CTTTGTGAACCAACACCTGTGC R: GCAGATGCTGGTACAGCATTGT | 239 bp | 63 | 60 | 72 | 60 | 38 |
| Mausinsulin
I | F:
TTGCCCTCTGGGAGCCCAAA R: CAGATGCTGGTGCAGCACTG | 253 bp | 62 | 60 | 72 | 60 | 38 |
| Mausinsulin
II | F:
TCTTCCTCTGGGAGTCCCAC R: CAGATGCTGGTGCAGCACTG | 259 bp | 62 | 60 | 72 | 60 | 38 |
| Maus-β-Actin | F:
ATGGATGACGATATCGCT R: ATGAGGTAGTCTGTCAGGT | 500 bp 5 | 56 | 45 | 72 | 60 | 35 |
| Maus-PC1/3 | F:
CTGGTTGTCTGGACC TCTGAGTA R:CCAACAGCAGAAGTGAGTGTGAC | 361 bp | 55 | 45 | 72 | 60 | 38 |
| Maus-PDX-1 (endogen) | F:
CAAGCTCGCTGGGATCACTGGAGCAG R: GATGTGTCTCTCGGTCAAGTTCAACATC | 421 bp | 58 | 45 | 72 | 60 | 38 |
| Maus-
und Rattensomatostatin | F:
CCTGGCTTTGGGCGGTGTCA R: CTCGGGCTCCAGGGCATCATTC | 165 bp | 68 | 45 | 72 | 60 | 38 |
| Mausglucagon | F:
ACCAGCGACTACAGCAAATACCTC R: AGCAATGGCGACTTCTTCTGG | 242 bp | 60 | 45 | 72 | 60 | 38 |
| Ratteninsulin
I | F:
GTGACCAGCTACAATCATAG R:AGTTCTCCAGTTGGTAGAGG | 370 bp | 57 | 45 | 72 | 60 | 38 |
| Ratten-β-Actin | F:
CGTAAAGACCTCTATGCCAA R: AGCCATGCCAAATGTGTCAT | 350 bp | 57 | 45 | 72 | 60 | 35 |
-
Beispiel 6: PDX-1-induzierte Proinsulinsynthese
in Lebern
-
Die
Tiere wurden wie in Beispiel 2 beschrieben mit rekombinanten Adenviren
behandelt. Die Leber, die Milz, das Pankreas und die Niere wurden
freigelegt. Teile des Gewebes wurden zum immunhistochemischen Anfärben in
4 % Formaldehyd fixiert und in Paraffin eingebettet. Die restlichen
Leber- und Pankreasgewebe wurden zur RIA-Bestimmung des IRI-Gehalts
in 70 % Ethanol – 0,18
N HCl homogenisiert, lyophilisiert und in PBS (phosphatgepufferte
Kochsalzlösung)
resuspendiert.
-
Immunhistochemie
-
Schnitt
mit 5 μm
der in Paraffin eingebetteten Gewebe wurden deparaffiniert, in 3
% H2O2 inkubiert
und dann entweder in Citratpuffer zur Antigengewinnung vor der Inkubation
in Blockierungslösung
mit Mikrowellen behandelt (PDX-1-Nachweis) oder unmittelbar der
Blockierungslösung
ausgesetzt (Insulinnachweis). (HistomouseTM-SP
Kit, Zymed Laborstories, Ca, USA).
-
PDX-1-Nachweis:
Die Schnitte wurden über
Nacht bei 4 °C
mit gegen den N-terminalen
Abschnitt von Frosch-PDX-1 gezüchtetem
Antiserum inkubiert.
-
Insulinnachweis:
Die Schnitte wurden 1 Stunde lang bei 37 °C mit monoklonalem Anti-Humaninsulin (Sigma,
St. Lous MO) inkubiert.
-
Die
Objektträger
wurden 30 Minuten lang dem sekundären biotinylierem IgG ausgesetzt,
in Streptavidin-Peroxidase gefolgt von Chromogen-Peroxidlösung inkubiert.
-
Die
Immunhistochemische Analyse der Leberschnitte von mit PDX-1 behandelten
Mäusen
zeigten eine Expression des Homeoproteins in 30 bis 60 % der Hepatozytenkerne,
wobei 0,1 bis 1 % der Leberzellen positiv auf (Pro)Insulin angefärbt wurden.
Mit Kontroll-AdCMVβ-gal
behandelte Lebern färbten
sich nicht positiv auf (Pro)Insulin an, obwohl in 50 % der Kerne β-Galactosidaseaktivität evident
war. Lebern aus mit AdCMV-hIns behandelten Mäusen färbten sich bei den hepatischen
Schnitten nicht positiv auf Insulin an, obwohl das Serum-IRI aus
denselben Mäusen
dreifach erhöht
war, als es Serum-IRI-Pegel in mit PDX-1 behandelten Mäusen war.
Die Tatsache, dass die ektopische Expression von PDX-1, aber nicht
von Insulin, zu positiver Immunfärbung
für (Pro)Insulin
führte,
mag auf die Induktion einer zellularen Modulation hindeuten, die
die Insulinspeicherung in einer kleinen Subpopulation von Leberzellen
(sekretorische Vesikel, die dem regulierten Pfad angehören, charakteristisch
für endokrine
Zellen, aber nicht für
Leberzellen), welche sich zu einem β-Zellenphänotyp verändert haben.
-
Radioimmunoassay
-
Um
zu bestimmen, ob hepatisches Insulin-mRNA effektiv in Protein übertragen
wird, wurde der Gehalt an immunreaktivem Insulin (IRI) in aus hepatischem
Gewebe stammenden Extrakten durch Radioimmunoassay (RIA) getestet.
Lebern aus mit PDX-1
behandelten Mäusen,
die positiv auf Insulin-Genexpression getestet wurden (1),
enthielten etwa 25-mal mehr IRI als Lebern von mit einem Kontrollvirus
behandelten Tieren (Tabelle 2). Mittlere IRL-Pegel in aus mit PDX-1
behandelten Lebern stammenden Extrakten betrugen 20,7 ± 3,97 μU/mg Protein,
während
der IRI in Kontrolllebern nur 0,78 ± 0,25 μU/mg Protein betrug. Der Hintergrundpegel
an Insulin, der in Kontrollleberproben gemessen wurde, repräsentiert
möglicherweise
Insulin (pankreatischen Ursprungs), das an seine Rezeptoren gebunden
ist, die bei diesem Ursprung reichlich vorhanden sind. Während in
Extrakten aus mit PDX-1 behandelten Lebern erfasstes PDX-1 <1 % der in den pankreatischen Extrakten
(Tabelle 2) ermittelten Pegel betrug, waren die IRL-Pegel bei mit
PDX-1 behandelten Mäusen
fast 3-mal höher
im Vergleich zu Kontrollen (jeweils 323 ± 48,4 gegen 118,2 ± 23,7 μU/ml (Tabelle
2)), was darauf hinweist, dass Insulin synthetisiert wurde und ein
großer
Anteil davon in den Blutstrom sezerniert wurde. Diese Daten weisen
darauf hin, dass die durch die molekulare Manipulation induzierte
Insulin-Genexpression erfolgreich in spezifische hepatische Produktion
des Pro-/Hormons übertragen
wurde.
-
Immunreaktives
Insulin, das in mit PDX-1 behandelten Lebern gefunden wurde, betrug
weniger als 1 % der IRL-Pegel in pankreatischen Extrakten (Tabelle
2). Die IRI-Werte,
die durch Radioimmunoassay (IRA) in Leberextrakten bestimmt wurden,
können
die tatsächliche
Insulinproduktion in diesem Organ unterschätzen. Der Antikörper, den
wir für
den IRA verwendeten, bindet bevorzugt an das verarbeitete Hormon
und weist nur 60 % Kreuzreaktivität mit Proinsulin auf, von dem
erwartet wird, dass es hauptsächlich
in Hepatozyten und zu wesentlich geringerem Maße in Pankreas vorhanden ist.
-
Beispiel 7: Blutglucose- und Seruminsulinpegel
-
Die
Tiere wurden wie in Beispiel 2 beschrieben mit rekombinantem Adenvirus
behandelt. Vor der Tötung
wurde zur Bestimmung der Glucosekonzentration (Accutrend® GC,
Boehringer Mannheim, Mannheim, Deutschland) und der Insulinpegel
durch Radioimmunoassay (Coat-a-count, DPC, Los Angeles, CA, USA,
unter Verwendung von Ratteninsulinstandards (Linco) weist der verwendete
Anti-Insulin-Antikörper nur
60 % Kreuzreaktivität
mit Humanproinsulin auf) Blut aus der unteren Hohlvene gezogen.
-
Mit
AdCMV-PDX-1 rekombinantem Adenviren behandelte Mäuse waren nicht hyperglykämisch, ihre Blutglucosepegel
waren jedoch signifikant niedriger als die von Mäusen, die mit AdCMVβ-gal oder
AdCMV-Luc behandelt wurden (jeweils 197 ± 11,2 gegen 228 ± 15,74
mg/dl (Tabelle 2)). Die Plasmapegel des immunreaktiven Insulins
waren signifikant höher
bei mit PDX-1 behandelten Mausen im Vergleich zu Kontrollen (jeweils 323 ± 48,4
gegen 118,2 ± 23,7 μU/ml (Tabelle
2)).
-
Die
dreifache Erhöhung
der Serum-IRI-Pegel bei mit PDX-1 behandelten Mäusen kann nicht selbst die 25-fache
Zunahme (siehe Tabelle 2) des hepatischen IRL-Gehalts erklären, der
sich bei Extrakten von mit PDX-1 behandelten Lebern zeigt. Somit
rührt die
Zunahme des hepatischen Pro-/Insulingehalts von lokaler Produktion
her. Tabelle 2: Pegel an Blutglucose und immunreaktivem
Insulin (IRI) in Serum und Leberextrakten.
| | Mit
einem Kontrollvirus behandelte Mäuse | Mit
AdCMV-PDX-1 behandelte Mäuse |
| Blutglucose,
mg/dl | 228 ± 15,74
(n = 18) | 197 ± 11,2
(n = 40) |
| Serum-IRI, μU/ml | 118 ± 23,7
(n = 14) | 323 ± 48,4
(n = 26) |
| Leberextrakt-IRI μU/mg Protein | 0,78 ± 0,25
(n = 10) | 20,7 ± 3,97
(n = 12) |
| Pankreasextrakt-IRI μU/mg Protein | 2627 ± 24 (n
= 6) | |
-
Beispiel 8: HPLC-Analyse von insulin-verwandten
Peptiden
-
Die
Tiere wurden wie bei Beispiel 2 beschrieben mit rekombinantem Adenvirus
behandelt. Die Leber und das Pankreas wurden freigelegt und in 70
% Ethanol – 0,18
N HCl homogenisiert, lyophilisiert und zur HPLC-Analyse in 0,1 M
HCl – 0,15
% BSA resuspendiert.
-
Mit
Insulin verwandte Peptide aus der Leber und pankreatischen Extrakten
wurden durch Umkehrphasen-HPLC unter Verwendung einer Lichrospher
100 RP-18 Säule
(Merck, Darmstadt, Deutschland) und Elutionsbedingungen wie von
Gross et al. beschrieben aufgelöst.
Fraktionen von 1 ml wurden in Röhrchen
gesammelt, die 0,1 ml 0,1 % BSA in Wasser enthielten, in einem Speed-Vac-Gerät getrocknet
und zur Peptidbestimmung durch RIA in 1 ml Puffer (0,1 % BSA in
PBS) rekonstituiert. Zur jeweiligen Bestimmung des Maus- oder Human-IRI
wurden Guineaschwein-Antischweineinsulin-Antikörper (Linco,
St. Charles, MO) entweder mit Ratten- oder mit Humaninsulinstandards
verwendet.
-
Die
HPLC-Analyse des hepatischen IRI-Gehalts aus mit PDX-1 behandelten
Mausen zeigten 59 ± 7 %
(n = 3) Konversion in vollständig
verarbeitetes mI-1 und mI-2. Im Vergleich dazu enthielten pankreatische Extrakte
85 ± 5
% (n = 3) reifes Insulin ( 2), wohingegen
die ektopische Expression von Humaninsulin (AdCMV-hIns) nicht zu
Retention von IRI in den Leberzellen führte, mit der Ausnahme für eine Leber,
bei der das meiste des extrahierten IRI unreifes Insulin war. Dies
steht im Einklang mit früheren
Beobachtungen bei transfizierten FAO-Zellen, bei denen keine Retention
des Insulingenprodukts beobachtet wird und das meiste davon durch
den konstitutiven sekretorischen Pfad sezerniert wird. Diese Daten
demonstrieren, dass die ektopische PDX-1-Expression in der Leber
eine zellulare Maschinerie induziert, die für endokrines Gewebe charakteristisch
ist, das in der Lage ist, das induzierte Prohormon zu verarbeiten,
und sie nicht induziert wird, wenn nur Proinsulin in der Leber ektopisch
exprimiert wird, wodurch durch ektopische PDX-1-Expression ein erweiterter β-Zellen-Phänotyp in
Leberzellen induziert wird.
-
Beispiel 9: Biologische Aktivität der hepatischem
Pro-/Insulin-Produktion
-
Es
wurde die Fähigkeit
der durch PDX-1 induzierten hepatischen Insulinproduktion, Blutglucosepegel in
diabetischen Mausen zu kontrollieren, untersucht. C57BL/6-Mäuse wurden mit Ketoazidose,
24 Stunden nach intraperitonaler STZ-Injektion von 200 mg/kg diabetisch
gemacht (> 600 mg/dl).
24 bis 48 Stunden nach STZ-Injektion wurden die Mäuse entweder
mit AdCMV-PDX-1 oder mit AdCMVβ-gal
(Kontrolle) rekombinantem Adenovirus behandelt, die in Kochsalzlösung über die
Schwanzvene verabreicht wurden. Wie es in 4 demonstriert
wird, zeigten mit AdCMV-PDX-1 behandelte Mäuse beginnend zwei Tage nach
der Behandlung mit dem rekombinanten Adenvirus eine graduelle Abnahme
der Blutglucosepegel von etwa 600 auf 200 bis 300 mg/dl. Im Gegensatz
dazu blieb die Hyperglykämie
bei den mit AdCMVβ-gal
behandelten Kontrollmäusen bestehen
und wurde von einer gesteigerten Sterberate begleitet, 12 von 22
getesteten Mäusen
starben mit schwerer Ketoazidose 1 bis 3 Tage nach der Adenovirusbehandlung.
Darüber
hinaus verloren beide Gruppen nach Induktion der Hyperglykämie an Gewicht
und erlangten es nicht wieder zurück; bevor sie getötet wurden. Zusammenfassend
demonstrieren die Daten, dass die Expression von PDX-1 ausreicht,
um die Produktion von reifem, biologisch aktivem Insulin in der
Leber zu induzieren, das die Hyperglykämie in Mäusen verbessert, die eine fehlende β-Zellenfunktion aufweisen.
-
Beispiel 10: In-vitro-Aktivierung des
Insulin-Promotors durch ektopische PDX-1-Expression
-
PDX-1
aktiviert den Ratteninsulin-I-Promotor, wenn es zusammen mit einem
rekombinanten Adenovirus AdRip-1 hIns zugeführt wird, bei dem die Humaninsulin-Expression durch
einen Ratteninsulin-1-Promotor zugeführt wird (siehe Beispiel 2
und 1). PDX-1 zeigte sich als ausreichend, um den
Ratteninsulin-1-Promotor in vitro in Rattenleberzellen zu aktivieren.
Primare Kulturen von reifen und fatalen Hepatozyten wurden auf mit
Kollagen-1 bedeckten Kulturschalen in serumfreien, chemisch definierten
Medien kultiviert. Zwei Tage nach Plattieren wurden die Zellen entweder
mit AdCMV-PDX-1 und AdRip-1 hIns oder mit AdCMVβ-gal und AdRip-1 hIns behandelt.
48 Stunden nach der adenoviralen Behandlung wurde die gesamt-RNA extrahiert und die
Proinsulin-Genexpression wurde wie in Beispiel 2 beschrieben gemessen.
-
PDX-1
aktivierte das ektopisch exprimierte RIP-hIns (Ratteninsulinpromotor-I,
410 bp dieses Promotors, die das Humaninsulin steuern, eingebracht über ein
rekombinantes Adenvirus), während β-gal keine
solche Kapazität
aufwies (5).
-
Beispiel 11: In-vitro-Induktion der endogenen
Somatostatin-Genexpression in Hepatozyten
-
Primäre Kulturen
von Hepatozyten, die aus fatalen E14-Fisher-344-Ratten isoliert
wurden, wurden kultiviert und mit rekombinanten Adenoviren behandelt,
wie es in Beispiel 9 beschrieben ist. Die Somatostatin-Genexpression
wurde wie in Beispiel 2 beschrieben in revers transkribierten RNA-Proben
unter Verwendung von Primern und RT-PCR-Bedingungen ermittelt, wie
sie in Tabelle 1 beschrieben sind.
-
Die
Daten demonstrieren, dass die ektopische PDX-1-Expression in Hepatozyten
in vitro die Expression der endogenen, ansonst stillen Somatostatin-Genexpression
in Hepatozyten in vitro induziert (6).
-
Beispiel 12: In-vitro-Induktion der endogenen
Insulin-Genexpression in Hepatozyten
-
Primäre Kulturen
von Hepatozyten, die aus fötalen
E14-Fisher-344-Ratten isoliert wurden, wurden kultiviert und mit
rekombinanten Adenviren behandelt, wie es in Beispiel 10 beschrieben
ist. Die Ratteninsulin-I-Genexpression wurde wie in Beispiel 2 beschrieben
in revers transkribierten RNA-Proben unter Verwendung von Primern
und RT-PCR-Bedingungen ermittelt, wie sie in Tabelle 1 beschrieben
sind.
-
Die
Daten demonstrieren, dass die ektopische PDX-1-Expression in primären Kulturen
von fötalen
Hepatozyten in vitro die Expression der endogenen, ansonst stillen
Insulin-Genexpression
induziert (6).
-
Beispiel 13: Ektopische PDX-1-Expression
in Leberzellen induziert eine intrazellulare Kompartimentchrakteristik
von endokrinen und neuroendokrinen Zellen, was die Retention der
produzierten Hormone und ihre regulierte Sekretion ermöglicht
-
Die
Mäuse wurden
wie in Beispiel 2 beschrieben entweder mit Ad-CMVhIns oder mit AdCMVPDX-1 behandelt.
Die Behandlung führte
zu einer dreifachen Zunahme des Serum-IRI, was die Humaninsulinproduktion
durch Leberzellen demonstriert (1). Zellen,
die durch Immunhistochemie für
Insulinprotein positive waren, wurden nur bei der AdCMVPDX-Behandlung
festgestellt. Darüber
hinaus stellte die HPLC-Analyse von Leberextrakten nur Spuren von
IRI in Leberextrakten fest, die bei den mit Ad-CMVhIns behandelten Mäusen alle
unverarbeitet waren, im Vergleich zur 25-fachen Zunahme bei den
mit AdCMVPDX-1 behandelten Mäusen.
Darüber
hinaus war 59 % des Insulins, das in AdCMVPDX-1 behandelten Mäusen produziert
wurde, verarbeitet. Zudem zeigten nur Lebern, die mit AdCMVPDX-1
behandelt wurden, die Induktion des das Prohormon verarbeitenden
Enzyms PC1/3, was nur für
Zellen charakteristisch ist, die für den regulierten Pfad der
Insulinverarbeitung, -speicherung und regulierten Sekretion in der
Lage sind. Diese Daten demonstrieren, dass PDX die regulierte Sekretion
von Insulin in Leberzellen induziert.
-
Beispiel 14: Identifizierung von durch
PDX modulierten Nukleinsäuren
-
Nukleinsäuren, die
durch PDX moduliert werden, werden durch ektopische PDX-Expression identifiziert.
Nukleinsäuren,
die nicht in kontrollbehandeltem extra-pankreatischem Inselgewebe exprimiert
werden, im Vergleich zu pankreatischen Gewebe, werden durch PDX
moduliert. Diese so identifizierten Nukleinsäuren werden als therapeutische
Verbindungen verwendet, um pankreatisch assoziierte Störungen zu
behandeln.
-
Die
Identifizierung der Zielgene wird entweder durch subtraktive Bibliotheken,
kommerziell erhältliche Mikroarraychips
(Incyte oder Affimetrix) oder Membranhybridisierungen (CLONTECH
AtlasTM-Expressionsarrays oder Multiple
Tissue Northern (MTN®) Blots) ausgeführt. Die
RNA-Isolierung aus behandelten Geweben, seine Reinigung und cDNA-Sondensynthese
wird gemäß der Herstellerangaben
ausgeführt.
-
Die
Gene, die im PDX-behandelten nichtpankreatischen Inselgewebe exprimiert
werden und auch in den mit pankreatischen Inseln sondierten Membranen
oder Chips vorhanden sind, aber nicht im kontrollbehandelten nichtpankreatischen
Inselgewebe, sind die direkten und nichtdirekten PDX-Zielgene, die
das Inselzellen-Eigenschaftsprofil
der Genexpression repräsentieren.
Die Diskriminierung zwischen direkt und indirekt wird durch Kandidatenzielgenpromotoranalyse
durch Elektromobilitätsshift-Assay
(EMSA) wie in 7 und Promotor-Footprinting
(wie bei Sambrook et al., Molecular Cloning: A Laboratory Manual.
2. Auflage, Cold Spring Harbor Laboratory, Cold Spring Harbor Laboratory
Press, Cold Spring Harbor, N. Y., 1989 beschrieben) geklärt.
-
Beispiel 15: Induzieren der regulierten
Expression eines gewünschten
ektopisch exprimierten Gens in Wirtsgewebe
-
Dieses
Beispiel illustriert die Induktion der regulierten Expression irgendeines
Reporters zusätzlich
zu Insulin. Wenn PDX den Insulinpromotor in nichtpankreatischem
Inselgewebe aktiviert und ihre Glucose- und Wachstumsfaktor-Erkennungsfähigkeit
vermittelt, dann wird irgendein zusätzlicher Promotor gleichfalls
durch Glucose und Wachstumsfaktoren reguliert. Demgemäß kann diese
Erfindung dazu eingesetzt werden, die Expression zahlreicher sezernierter
oder nicht sezernierter Faktoren, wie etwa beispielsweise Glucagon,
Wachstumshormon, Steroidhormone, die durch den Insulinpromotor gesteuert
werden, womit ihre Transkription und regulierte Sekretion kontrolliert
wird, aus einem sonstigen nichtendokrinen Gewebe ernährungsbedingt
und hormonell zu regulieren (7).
-
Beispiel 16: Identifizierung der PDX-Lage
in der Hierarchie von für β- oder Inselzellen
spezifischen Transkriptionsfaktoren
-
Dieses
Beispiel illustriert die Identifizierung der PDX-Lage in der Hierarchie
von für β- oder Inselzellen spezifischen
Transkriptionsfaktoren. Jeder in pankreatischen Inseln exprimierte,
aber nicht durch ektopische PDX-1-Expression in der Leber induzierte Transkriptionsfaktor
könnte
mit PDX zur Induktion eines umfangreicheren, vollständigeren
oder nahezu vollständigen β-Zellenphänotyps in
nichtpankreatischem Gewebe, wie etwa der Leber, kooperieren. Der
Nachweis der induzierten Expression von inselzellspezifischen Transkriptionsfaktoren
in der Leber wird wie in Beispiel 2 beschrieben unter Verwendung
der geeigneten Primer und Bedingungen, deren Beispiel in Tabelle
1 ausgeführt
ist, ausgeführt.
-
Ein
zusätzliches
Verfahren, die Aktivität
der Transkriptionsfaktoren gemäß Beispiel
2 positiv zu analysieren wird durch Footprinting und durch Elektromobilitätsshift-Assay
(EMSA) ausgeführt:
Kernextrakte (3 bis 4 μg
an Protein) wurden 10 Minuten lang auf Eis in DNA-Bindungsmischung,
enthaltend 10 % Glycerin, 15 mM Hepes (pH 7,9), 150 mM KCl, 5 mM
DTT und 0,3 μg
a Poly-dIdC, Poly-dAdT (Sigma, St-Louis MO) inkubiert. Nach der
ersten Inkubation wurden für
eine zusätzliche
25 minütige
Inkubation auf Eis ungefähr
0,2 ng der Sonde hinzugegeben. Die Bindungsreaktion wurde auf einem
nativen 4 % Polyacrylamidgel analysiert.
-
Oligonukleotide
(Sonden): Synthetische doppelsträngige
Oligonukleotide wurden unter Verwendung des Klenow-Fragments von
DNA-Polymerase mit [α32P] endmarkiert. Die Sequenzen der Oligonukleotide A3/A4,
welches ein Beispiel für
eine PDX-1-Bindungsstelle (eine davon) auf dem Insulinpromotor 5'-GATCTGCCCCTTGTTAATAATCTAATG-3' (SEQ ID NO: 24)
ist. Die Sequenz für
Al (zusätzliche
PDX-1-Bindungsstelle am Insulinpromotor) ist 5'-GATCCGCCCTTAATGGGCCAAACGGCA-3' (SEQ ID NO: 25).
Die markierten Oligos werden als Sonden für Elektromobilitätsshift-Assays
verwendet, wie es in 7 beschrieben
ist. Die Identität
von PDX-1 wird durch Supershift unter Verwendung eines spezifischen
Antikörpers
doppelgeschätzt,
der verhindert, dass sich PDX-1 an seine verwandte Stelle am Promotor
bindet, oder der das Molekulargewicht des Komplexes erhöht, der
mit PAGE (Antikörper
+ pdx-1 + Sonde) abgetrennt wurde, im Vergleich zu dem, der nur
pdx-1 + markierte Sonde enthält
(letzte zwei Spuren in 7).