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DE60033683T2 - Elektrische schaltvorrichtung - Google Patents

Elektrische schaltvorrichtung Download PDF

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DE60033683T2
DE60033683T2 DE60033683T DE60033683T DE60033683T2 DE 60033683 T2 DE60033683 T2 DE 60033683T2 DE 60033683 T DE60033683 T DE 60033683T DE 60033683 T DE60033683 T DE 60033683T DE 60033683 T2 DE60033683 T2 DE 60033683T2
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DE
Germany
Prior art keywords
switching device
current
contact elements
switching
semiconductor device
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE60033683T
Other languages
English (en)
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DE60033683D1 (de
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Magnus Backman
Jan-Anders Nygren Nolemo
Philip Kjaer
Lennart Balgard
Jan Smede
Per Larsson
Ove Albertsson
Jan Johansson
Falah Al-Hosini
Lars Jonsson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ABB Technology AG
Original Assignee
ABB Technology AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE60033683T2 publication Critical patent/DE60033683T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/54Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switching device and for which no provision exists elsewhere
    • H01H9/541Contacts shunted by semiconductor devices

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  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
  • Power Conversion In General (AREA)
  • Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)
  • Keying Circuit Devices (AREA)
  • Control Of Electric Motors In General (AREA)

Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG UND STAND DER TECHNIK
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Schaltvorrichtung für Wechselstrom, die mindestens zwei Kontaktelemente, welche in einem Strompfad durch die Schaltvorrichtung angeordnet sind, und eine Halbleitervorrichtung, welche in der Lage ist, einen durch sie hindurchgehenden Strom in mindestens einer ersten Sperrrichtung zu sperren, und eine Einheitumfasst, welche geeignet ist, um ein Öffnen eines Strompfads durch die Schaltvorrichtung zu steuern, indem sie ein erstes der Kontaktelemente zum Öffnen für eine Übertragung des Stroms durch die Schaltvorrichtung an die Halbleitervorrichtung, wenn sich diese in dem leitenden Zustand befindet oder in diesen übergeht, und dann das zweite Kontaktelement zum Öffnen steuert, wenn sich die Halbleitervorrichtung in einem Zustand des Sperrens eines durch sie hindurchgehenden Stroms befindet, um den Strom durch die Schaltvorrichtung zu unterbrechen.
  • Derartige elektrische Schaltvorrichtungen werden gewöhnlich Hybridunterbrecher genannt, und es ist für diese charakteristisch, dass sie in der Lage sind, ein lichtbogenfreies Unterbrechen des Strompfads durch die Schaltvorrichtung zu erreichen, da dies stattfindet, wenn sich die Halbleitervorrichtung in einem Sperrzustand befindet und kein Strom durch die Schaltvorrichtung fließt. Bei Schaltvorrichtungen mit Kontaktelementen, die den durch sie hindurchgehenden Strom unterbrechen, und bei denen entsprechend ein Lichtbogen erzeugt wird, muss der Gasdruck im Inneren des verwendeten Unterbrechers hoch sein, um eine ausreichende Isolierung und Unterbrechungsleistung zu erzielen, oder im Inneren des Unterbrechers muss aus demselben Grund ein Vakuum geschaffen werden. In dem ersten Fall wird eine beträchtliche Energiemenge benötigt, um den Lichtbogen auszublasen, während in dem zweiten Fall ein vergleichsweise hoher Kontaktdruck für einen guten Kontakt erforderlich ist, was eine nicht zu vernachlässigende Energiemenge verbraucht. Bei einer Schaltvorrichtung gemäß der Einleitung mit einem in der erwähnten Weise lichtbogenfreien Unterbrechen kann die entsprechende Energiemenge stattdessen verwendet werden, um das Unterbrechen schneller zu machen, um dadurch verschiedene Typen von elektrischen Geräten, die mit dem Strompfad verbunden sind, bei einem Auftreten von Fehlern besser zu schützen und den Materialverschleiß von Kontakten zu verringern, welche in dem zweiten Kontaktelement umfasst sind.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf irgendeinen speziellen Arbeitsstrombereich durch eine derartige elektrische Schaltvorrichtung in dem geschlossenen Zustand beschränkt und auch nicht auf irgendwelche speziellen Spannungspegel, die in dem Strompfad existieren, aber es soll trotzdem erwähnt werden, dass sie für Mittelspannung, d.h. entsprechend 1–52 kV Systemspannung, bei welcher der in Frage kommende Arbeitsstrom typischerweise 1 kA sein kann, besonders nützlich ist, aber sowohl niedrigere als auch höhere Spannungen und Ströme als diese sind vorstellbar.
  • Eine derartige elektrische Schaltvorrichtung wird allgemein verwendet, um ein Unterbrechen eines Strompfads zu erzielen, wenn ein beliebiger Fehler, beispielsweise ein Kurzschluss, entlang des Strompfads auftritt. Der Fehler kann beispielsweise durch ein Durchtrennen eines Wechselstromverteilungsnetzwerkkabels durch eine Grabmaschine verursacht werden. Dann ist es wichtig, den Strom schnell zu unterbrechen, um einen Schaden an Personen und Material zu minimieren. Es ist nicht notwendig, aber gut möglich, dass das zweite Kontaktelement einer derartigen Schaltvor richtung ein für das Auge sichtbares Unterbrechen ausführt, d.h. als ein Unterbrecher wirkt, was erforderlich ist, wenn das Unterbrechen des Stroms durchgeführt wird, um einen beliebigen Typ von Wartungsarbeiten entlang des Strompfads auszuführen, beispielsweise nachdem ein Baum auf eine Übertragungsleitung gefallen ist.
  • Eine Schaltvorrichtung dieses Typs ist besonders gut dafür geeignet, in einem Schaltgerät zur Elektrizitätsversorgung in der Industrie oder in Verteilungs- oder Übertragungsnetzwerken angeordnet zu werden. Es soll auch erwähnt werden, dass sie vorteilhaft verwendet werden kann, um zu einem schnellen Trennen eines Generators und anderer Vorrichtungen von einem Wechselspannungsnetzwerk in der Lage zu sein, um diese gegen verschiedene Typen von Störungen oder Fehlern an dem Wechselspannungsnetzwerk zu schützen.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass der voranstehend erwähnte "leitende Zustand" weit ausgelegt werden muss und es nicht erforderlich ist, dass eine Komponente, die in den leitenden Zustand wechselt oder sich in diesem befindet, tatsächlich leitet, aber es ist beabsichtigt, auch das abzudecken, dass sie in diesem Augenblick zum Leiten gebracht werden kann, wenn das gewünscht sein sollte, was bei einer Halbleitervorrichtung vom Einschalttyp, beispielsweise einem Thyristor, der Fall sein könnte, während stattdessen eine passive Halbleitervorrichtung in der Form einer Diode in dem leitenden Zustand, wie er hier definiert ist, immer leiten wird.
  • Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass das "Kontaktelement" alle Typen von Elementen zum Öffnen und Schließen eines elektrischen Kreises umfasst, bei welchen beispielsweise, obwohl nicht notwendigerweise, beim Öffnen des Kontaktelements eine physikalische Trennung von zwei Teilen stattfinden kann, während ein Spalt zwischen diesen ausgebildet wird, und dies kann beispielsweise stattfinden, indem ein beweglicher Kontakt bewegt wird, welcher zwei gegenseitig beabstandete Kontakte verbindet, so dass diese nicht länger miteinander in Verbindung stehen, oder durch die Tatsache, dass ein beweglicher Kontakt gegen einen festen Kontakt drückt und davon wegbewegt wird. Es sind auch Kontaktelemente ohne eine physikalische Trennung von Kontakten beim Öffnen vorstellbar.
  • Bereits bekannte elektrische Schaltvorrichtungen des in der Einleitung erwähnten Typs, wie zum Beispiel diejenige, die durch US 4 459 629 bekannt ist, weisen eine vergleichsweise teure Steuerungselektronik auf, um ein Öffnen der zwei Kontaktelemente, wenn ein Wunsch besteht, den Strompfad zu unterbrechen, oder ein Schließen der Kontaktelemente, wenn der Strompfad wiederhergestellt werden soll, auf eine wohldefinierte Weise durch eine exakte Koordination auszuführen, welche von der Steuerung der zwei Kontaktelemente gefordert ist.
  • Ein anderer Nachteil von bereits bekannten sogenannten Hybridunterbrechern besteht darin, dass sie Wünsche bezüglich der Geschwindigkeit offen lassen, mit der das Unterbrechen stattfinden kann, da auf eine gewisse Stellung der Wechselspannung für den Strompfad gewartet werden muss, bevor der Unterbrechungsvorgang gestartet werden kann. Es wurde versucht, dieses Problem durch ein Anordnen von Halbleitervorrichtungen in verschiedenen Schaltkreisen einer derartigen elektrischen Schaltvorrichtung zu lösen, um separate Halbleitervorrichtungen bei verschiedenen Stellungen des augenblicklichen Wechselstroms in dem Strompfad zu verwenden, um die Zeitspanne zwischen einem Entdecken eines Unterbrechungsbedarfs und einem abgeschlossenen Öffnen des Strompfads durch die Schaltvorrichtung zu verkürzen. Die Halbleitervorrichtungen machen jedoch einen beträchtlichen Teil der Gesamtkosten einer derartigen Schaltvorrichtung aus, was bedeutet, dass eine solche Lösung teuer wird.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine elektrische Schaltvorrichtung des in der Einleitung definierten Typs zu schaffen, welche eine Möglichkeit zu einer schnellen Öffnung des Strompfads unabhängig von der augenblicklichen Stellung des Wechselstroms zeigt, wenn ein Bedarf dafür auftritt, ohne die Schaltvorrichtung übertrieben teuer zu machen, und welche gleichzeitig nur eine niedrige Steuerungsenergie benötigt.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Tatsache gelöst, dass die Gesamtanzahl der Kontaktelemente der Schaltvorrichtung mindestens vier beträgt, wobei in jedem von zwei Zweigen, die in dem Strompfad parallel geschaltet sind, zwei in Reihe geschaltet sind, dass die Halbleitervorrichtung zu einem miteinander Verbinden der Mittelpunkte zwischen den zwei Kontaktelementen eines jeden Zweigs angeordnet ist, dass die Schaltvorrichtung mindestens ein Element umfasst, welches geeignet ist, um die Richtung des Stroms durch die Schaltvorrichtung zu detektieren, dass die Steuerungseinheit geeignet ist, um ein Öffnen des Strompfads durch ein Steuern des ersten Kontaktelements, welches bezüglich der vorherrschen Stromrichtung vor dem Mittelpunkt eines ersten Zweiges gelegen ist, zum Öffnen und eines zweiten Kontaktelements des zweiten Zweigs, welches bezüglich der Stromrichtung nach dem Mittelpunkt gelegen ist, zum Öffnen zu steuern, um den Strom an einen temporären Strompfad durch die Halbleitervorrichtung zu transferieren, wenn diese sich in dem leitenden Zustand befindet oder in diesen übergeht, und dann den Strompfad durch die Schaltvorrichtung zu unterbrechen, wenn sich die Halbleitervorrichtung in einem Zustand des Sperrens des durch sie hindurchgehenden Stroms befindet, indem mindestens ein Kontaktelement der Schaltvorrich tung, welches in dem temporären Strompfad durch die Halbleitervorrichtung angeordnet ist, geöffnet wird, und dass die Steuerungseinheit geeignet ist, um auf der Grundlage von Informationen von dem Detektierelement zu wählen, welcher Zweig der erste sein soll.
  • Durch diesen Entwurf der Schaltvorrichtung kann eine vorbestimmte Unterbrechungssequenz gestartet werden, sobald ein Bedarf dafür detektiert wird, obwohl die Schaltvorrichtung eine einzige Halbleitervorrichtung aufweisen kann, da die Kontaktelemente immer so gesteuert werden können, dass ein temporärer Strompfad in ein und dieselbe Richtung durch die Halbleitervorrichtung unabhängig von der Richtung des Wechselstroms durch die Schaltvorrichtung bewerkstelligt werden kann. Die Kosten für Halbleitervorrichtungen können auf diese Weise mindestens halb so hoch mit Bezug auf andere bekannte Hybridunterbrecher mit ähnlicher Geschwindigkeit sein, welche zwei in entgegengesetzte Richtungen gerichtete Halbleitervorrichtungen anstelle von einer aufweisen.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Steuerungseinheit geeignet, um nach dem Transfer an den temporären Strompfad a) das zweite Kontaktelement des ersten Zweiges und/oder b) das erste Kontaktelement des zweiten Zweiges zu öffnen, um den Strompfad durch die Schaltvorrichtung zu unterbrechen. Durch eine Verwendung eines dieser Kontaktelemente zum Unterbrechen des temporären Strompfads ist es möglich, die Anzahl der Kontakte der Schaltvorrichtung und dadurch die Kosten dafür niedrig zu halten.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Schaltvorrichtung mindestens ein bewegliches Kontaktteil, welches angeordnet ist, um eine galvanische Verbindung zwischen zwei festen Kontakten des jeweiligen Kontaktelements herzustellen und diese Verbin dung zum Schließen bzw. Öffnen des Kontaktelements zu unterbrechen. Dies begründet eine einfache und zuverlässige Weise zum Betätigen der Kontaktelemente.
  • Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterentwicklung der zuletzt erwähnten Ausführungsform der Erfindung weist die Schaltvorrichtung ein einziges bewegliches Teil für alle Kontaktelemente auf, welche entlang ein und desselben der parallel geschalteten Zweige angeordnet sind, wobei das bewegliche Teil geeignet ist, um in dem geschlossenen Zustand der Schaltvorrichtung alle Kontaktelemente des in Frage kommenden Zweiges zu schließen, und dass die Einheit geeignet ist, um dieses bewegliche Teil zu steuern, so dass es eine einzige mechanische Bewegung zum Öffnen oder Schließen der Kontaktelemente des jeweiligen Zweiges ausführt. Dies führt zu der Möglichkeit einer sehr einfachen Steuerung der separaten Kontaktelemente, so dass keine komplizierte Steuerungselektronik dafür erforderlich ist. Dann ist es besonders vorteilhaft, wenn die zwei beweglichen Teile zum Öffnen bzw. Schließen des Strompfads durch die Schaltvorrichtung durch eine einzige mechanische Bewegung einer Einheit miteinander verbunden sind, von welcher die zwei beweglichen Teile umfasst sind. Dadurch kann das Öffnen und das Schließen des Strompfads durch die Schaltvorrichtung stattfinden, während das Öffnen bzw. das Schließen der verschiedenen Kontaktelemente durch sehr einfache Mittel perfekt synchronisiert wird. Ein anderer Vorteil besteht darin, dass eine einzige Antriebsanordnung zum Erzielen aller Öffnungen verwendet werden kann, indem die Einheit und dadurch beide beweglichen Teile angetrieben werden, um eine Bewegung ausführen. Es wird in diesem Kontext darauf hingewiesen, dass die zwei beweglichen Teile auf eine solche Weise verbunden sein können, dass sie in der Praxis durch ein und dasselbe Teil gebildet sind, aber es ist dann erforderlich, dass die Abschnitte dieses Teils, welche eines der beweglichen Teile bilden, jeweils mit Bezug zueinander elek trisch isoliert sind. Durch die Tatsache, dass das Öffnen oder Schließen der elektrischen Schaltvorrichtung durch eine einzige mechanische Bewegung stattfindet, werden verbesserte Möglichkeiten zur Beschleunigung der Arbeitsweise erlangt, da nur eine Beschleunigung eines beweglichen Teils erforderlich ist.
  • Gemäß einer sehr bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Schaltvorrichtung ein Antriebselement, welches elektrisch gesteuert ist und geeignet ist, um eine Bewegung des beweglichen Teils der Schaltvorrichtung zum Öffnen oder Schließen von davon umfassten Kontaktelementen auszuführen, und es ist besonders vorteilhaft, wenn dieses Antriebselement eine elektromagnetische Maschine in der Form eines Elektromotors ist. Durch Verwenden eines solchen Antriebselements wird es möglich, die Bewegung des beweglichen Teils zum Unterbrechen und Schließen sehr genau zu steuern und beispielsweise sicherzustellen, dass eine Trennung von zwei Kontakten bei einer speziellen Phasenstellung des Wechselstroms stattfindet. Durch ein Anordnen einer Steuerungseinheit in der Form einer elektronischen Einheit, welche geeignet ist, um das Antriebselement zu steuern, ist es dann auch möglich, die Bewegung des beweglichen Teils auch dann zu beeinflussen, wenn diese bereits gestartet wurde, um Anpassungen an neue Parametermesswerte, wie zum Beispiel Strom oder Spannung, durchzuführen und den gesamten Vorgang möglicherweise zu unterbrechen, wenn entdeckt wird, dass dafür nicht länger irgendein Bedarf besteht oder dass die Bewegung beispielsweise eher in die entgegengesetzte Richtung stattfinden soll. Darüber hinaus ist diese Ausführungsform für eine Koordination mit einer Vorhersage der künftigen Entwicklung des Stroms durch die Schaltvorrichtung, wie zum Beispiel eines künftigen Nulldurchgangs des Stroms, geeignet, um ein Unterbrechen des Stroms durch die Schaltvorrichtung mit einer solchen Vorhersage zu koordinieren, um beispielsweise sicherzustellen, dass die Komponente mit der Fähigkeit zum Sperren von Strom nur während einer sogenannten kurzen Halbwelle Strom leiten wird. Durch die Möglichkeit auf diese Weise sicherzustellen, dass die Halbleitervorrichtung, beispielsweise eine Diode, nur während einer sehr kurzen Zeitspanne in der Größenordnung einer halben Stromperiode Strom leiten muss, muss diese Komponente nicht dafür ausgelegt werden, dass sie fähig ist, Arbeitsströme während einer langen Zeitspanne auszuhalten, aber es kann stattdessen erlaubt sein, sie wesentlich zu überlasten, wenn sie leiten muss, da dies nur während einer sehr kurzen Zeitspanne stattfindet. Das bedeutet, dass weniger solche Halbleitervorrichtungen verwendet werden können als andernfalls der Fall wäre, wenn sie die in Frage kommenden Ströme für eine lange Zeitspanne aushalten müssten.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Kontaktelemente, welche zu ein und demselben der zwei Zweige gehören, entlang eines Kreisbogens angeordnet. Dies ermöglicht ein Schließen oder Öffnen des Strompfads durch die Schaltvorrichtung durch eine Drehung des beweglichen Teils, was sowohl die Flexibilität als auch die Möglichkeit verbessert, das bewegliche Teil nach einer gewissen Bewegung desselben schnell an eine andere Stellung zu bewegen, als es zuvor aufwies. Nach einem Öffnen des Strompfads durch ein Drehen des beweglichen Teils in eine Richtung ist es beispielsweise möglich, den Strompfad entweder durch ein Drehen des beweglichen Teils zurück in die geschlossene Stellung in die entgegengesetzte Drehrichtung oder durch ein Fortführen der Drehung des beweglichen Teils, bis die geschlossene Stellung erreicht ist, wieder zu schließen. Es wird auch einfacher, die Schaltvorrichtung beispielsweise durch einen Elektromotor zu betreiben.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Kontaktelemente, welche zu ein und demselben der zwei Zweige gehö ren, entlang einer geraden Linie angeordnet, und die Kontaktelemente sind geeignet, um durch das bewegliche Teil durch eine Relativbewegung eines männlichen und eines weiblichen Mittels für einen Eingriff miteinander geschlossen zu werden. Dies ermöglicht es, dass die Kontakte eines solchen Kontaktelements in der geschlossenen Stellung einen kontinuierlich umgebenden elektrischen Kontakt miteinander ohne irgendeine Unterbrechung erhalten, so dass Probleme aufgrund unsymmetrischer Kontakt- und Stromkräfte vermieden werden. Es hat sich dann als vorteilhaft herausgestellt, das bewegliche Teil als das männliche Mittel zu entwerfen und Anordnungen so zu treffen, dass ein weibliches Kontaktmittel geeignet ist, um um das bewegliche Teil herum bei einer Bewegung desselben in das weibliche Mittel zum Tragen zu kommen.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Schaltvorrichtung Elemente, die geeignet sind, um die Richtung und die Stärke des Stroms durch die Schaltvorrichtung im Wesentlichen kontinuierlich zu detektieren und Informationen darüber an die Steuerungseinheit zu senden, wodurch es der Steuerungseinheit ermöglicht wird, augenblicklich auf Unregelmäßigkeiten des Stroms zu reagieren, was ein Unterbrechen des in Frage kommenden Strompfades begründen könnte.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Schaltvorrichtung eine Strombegrenzungsvorrichtung, die parallel zu der Halbleitervorrichtung geschaltet ist, und die Strombegrenzungsvorrichtung ist geeignet, um bei einer daran anliegenden Spannung leitend zu werden, die nahe bei der Maximalspannung liegt, welche von der Halbleitervorrichtung ausgehalten wird. Aufgrund der Tatsache, dass in dem geschlossenen und dem geöffneten Zustand der Schaltvorrichtung keine Spannung an die Halbleitervorrichtung und damit auch nicht an die Strombegrenzungsvorrichtung angelegt wird, ist dies möglich, so dass diese nicht durch irgendwelche durch sie hindurchgehenden Leckströme erwärmt wird. Durch die Spannungsbegrenzungsvorrichtung, die ein Varistor sein kann, kann die erste Spannungsspitze begrenzt werden, welche an der Halbleitervorrichtung durch die zurückkehrende Spannung nach einem Öffnen des ersten Kontaktelements auftritt, was es in dem Fall einer einzigen Halbleitervorrichtung ermöglicht, sie so auszulegen, dass sie in der Lage ist, eine niedrigere wiederkehrende Spannung in ihrer Sperrrichtung auszuhalten und dadurch weniger teuer als andernfalls ist, aber insbesondere in dem Fall, dass mehrere Halbleitervorrichtungen in Reihe geschaltet sind, kann die Anzahl solcher in Reihe geschalteter Halbleitervorrichtungen mit einer vorbestimmten Spannungswiderstandsfähigkeit durch eine Anordnung eines solchen Varistors parallel zu jeder Halbleitervorrichtung verringert werden. Hierdurch wird vermieden, dass an irgendeiner einzelnen Halbleitervorrichtung eine höhere Spannung anliegt, als sie aushalten kann, während an anderen Halbleitervorrichtungen eine niedrigere Spannung anliegt.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Schaltvorrichtung ein Mittel, das geeignet ist, um die Spannung zum Ansteigen zu beeinflussen, wenn zwei Kontakte in Verbindung mit einem Öffnen des ersten Kontaktelements getrennt werden. Die Spannung liegt bei der Kontakttrennung normalerweise in der Größenordnung von 12–15 V, und sie treibt den Transfer des Stroms an die Halbleitervorrichtung, die parallel damit verbunden ist. Je höher diese Spannung ist, desto schneller kann der Strom in die Halbleitervorrichtung eingespeist werden. Durch die Anordnung dieses Mittels wird weniger Materialverschleiß erreicht, und auch die Kontaktstellung wird bezüglich der Isolierung stabiler sein.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Mittel mehrere erste Kontaktelemente, die in Reihe geschaltet und geeignet sind, um im Wesentlichen gleichzeitig geöffnet zu werden, um den Strom an die Halbleitervorrichtung zu transferieren. Die Spannung zum Antreiben der Leitung der Halbleitervorrichtung kann durch eine solche Reihenschaltung mehrerer Kontaktelemente erhöht werden, da diese Spannung durch eine Addition der Spannungen der in Reihe geschalteten Kontaktelemente gebildet wird, mit genau dem vorteilhaften. Ergebnis als einer Konsequenz.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Mittel durch die Tatsache gebildet, dass die von dem ersten Kontaktelement umfassten Kontakte zumindest einen Teil an verdampfendem Material aufweisen, welches geeignet ist, um erwärmt und zu Gasen verdampft zu werden für ein Gas, welches auf einem Bogen strömt, wenn die zwei Kontakte beim Öffnen des ersten Kontaktelements getrennt werden, was auch eine höhere Bogenspannung und eine schnellere Kommutierung des Stroms an die Halbleitervorrichtung verursacht.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Halbleitervorrichtung eine Diode, welche oft bevorzugt werden wird, da eine solche Lösung mit Bezug auf andere steuerbare Halbleitervorrichtungen kostengünstig und auch sehr zuverlässig ist. Es ist jedoch auch vorstellbar, dass die Halbleitervorrichtung steuerbar ist, wie zum Beispiel ein Thyristor, und sie kann auch von einem Abschalttyp sein, wie zum Beispiel ein GTO oder ein IGBT, um einen schnelleren Unterbrechungsvorgang zu ermöglichen. Es könnte auch in einigen Situationen von Vorteil sein, eine bidirektionale Halbleitervorrichtung anzuordnen, d.h. eine Halbleitervorrichtung, die in beide Richtungen sperren und leiten kann, wie zum Beispiel ein BCT (bi-directionally controlled thyristor).
  • Wenn eine Halbleitervorrichtung aus einem Material mit einer breiten Bandlücke zwischen dem Valenzband und dem Leitungsband verwendet wird, d.h. einer Bandlücke, die 2,5 eV überschreitet, wie zum Beispiel SiC und Diamant, kann die Schaltvorrichtung mit vergleichsweise hohen Spannungen umgehen, während sie eine geringe Anzahl von Halbleitervorrichtungen verwendet.
  • Die Erfindung betrifft auch vorteilhafte Verwendungen einer wie voranstehend beschriebenen Schaltvorrichtung gemäß den beigefügten Ansprüchen, und aus der voranstehenden Erörterung werden deren Vorteile ohne jeden Zweifel offenbar.
  • Die Erfindung betrifft auch ein Schaltgerät zur Elektrizitätsversorgung in der Industrie oder in Verteilungs- und Übertragungsnetzwerken, das mit einer erfindungsgemäßen elektrischen Schaltvorrichtung versehen ist.
  • Weitere Vorteile sowie vorteilhafte Merkmale der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung und den anderen abhängigen Ansprüchen offenbar.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen folgt nachfolgend eine Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung, die als Beispiele aufgeführt sind.
  • In den Zeichnungen:
  • 13 sind vereinfachte Schaltpläne, die eine elektrische Schaltvorrichtung gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in einer geschlossenen, temporär geschlossenen bzw. geöffneten Stellung darstellen;
  • 46 sind vereinfachte Ansichten, die eine elektrische Schaltvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in den Stellungen gemäß 13 darstellen;
  • 79 sind vereinfachte Ansichten, die eine elektrische Schaltvorrichtung gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in den Stellungen gemäß 13 darstellen;
  • 1012 sind vereinfachte Ansichten, die eine elektrische Schaltvorrichtung gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in den Stellungen gemäß 13 darstellen;
  • 1315 sind vereinfachte Ansichten, die eine elektrische Schaltvorrichtung gemäß einer vierten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in den Stellungen gemäß 13 darstellen;
  • 16 stellt eine mögliche Modifikation einer erfindungsgemäßen Schaltvorrichtung sehr schematisch dar;
  • 17 stellt dar, wie sich der Strom I durch und eine an den Halbleitervorrichtungen der Ausführungsform gemäß 16 anliegende Spannung U über die Zeit im Vergleich mit der Ausführungsform gemäß einer der 415 entwickeln;
  • 18 ist ein vereinfachter Schaltplan, der eine mögliche Verwendung einer erfindungsgemäßen elektrischen Schaltvorrichtung zum Einschalten und Ausschalten von Kondensatoren an einem Wechselspannungsnetzwerk zur Blindleistungsregelung darstellt;
  • 19 stellt eine zusätzliche bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sehr schematisch dar;
  • 20 stellt noch eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sehr schematisch dar;
  • 21 und 22 stellen einen Teil einer Schaltvorrichtung in zwei verschiedenen Stellungen dar, wenn der durch sie hindurchgehende Strom unterbrochen wird;
  • 23 und 24 sind schematische Schaltpläne, die zwei mögliche Wege zur Anordnung von erfindungsgemäßen elektrischen Schaltvorrichtungen zum Starten eines Elektromotors darstellen; und
  • 25 ist eine Ansicht entsprechend 4, die darstellt, wie zwei erfindungsgemäße elektrische Schaltvorrichtungen in Reihe geschaltet werden können.
  • GENAUE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
  • Der allgemeine Aufbau einer erfindungsgemäßen elektrischen Schaltvorrichtung für Wechselstrom ist in 1 schematisch dargestellt, und diese ist in einen Strompfad 1 geschaltet, um in der Lage zu sein, diesen Pfad schnell zu öffnen und zu schließen. Pro Phase ist eine solche Schaltvorrichtung angeordnet, so dass ein Dreiphasennetzwerk drei solche Schaltvorrichtungen an ein und derselben Stelle aufweist. Die Schaltvorrichtung umfasst zwei in dem Strompfad parallel geschaltete Zweige 2, 3, und jeder weist mindestens zwei in Reihe geschaltete mechanische Kontaktelemente 47 auf. Eine Halbleitervorrichtung 8 in der Form einer Diode ist geeignet, um die Mittelpunkte 9, 10 zwischen den zwei Kontaktelementen eines jeden Zweigs miteinander zu verbinden.
  • Die Schaltvorrichtung umfasst auch ein Detektierelement 11, das schematisch dargestellt ist und geeignet ist, um die Richtung und die Stärke des Stroms in dem Strompfad zu detektieren und Informationen darüber an eine Einheit 12 zu senden, welche geeignet ist, die Kontaktelemente 47 auf eine Weise zu steuern, die nachfolgend weiter beschrieben wird. Die Steuerungseinheit weiß auf diese Weise jederzeit, wie der Strom augenblicklich aussieht und ist augenblicklich in der Lage, die Kontaktelemente in der gewünschten Weise zu steuern.
  • Die Funktion dieser elektrischen Schaltvorrichtung ist wie folgt: wenn ein Wunsch zur Unterbrechung des Strompfads 1 auftritt, beispielsweise durch die Detektion eines sehr hohen Stroms in dem Strompfad 1 durch das Detektierelement 11, welcher durch einen Kurzschluss in dessen Verlauf verursacht sein kann, entscheidet die Steuerungseinheit 12 zuerst, welche zwei Kontaktelemente, hier die Kontaktelemente 5 und 6 (siehe 2), geöffnet werden müssen, um einen temporären Strompfad durch die Halbleitervorrichtung 8 zu bilden. Daher hängt diese Entscheidung davon ab, in welcher Stellung sich der Strom in dem Strompfad dann befindet. In der Stellung gemäß 1 fließt der gesamte Strom durch die Schaltvorrichtung durch die zwei Zweige 2, 3 und nichts durch die Diode. Wenn nun das Unterbrechen stattfinden soll, muss der Strom so schnell wie möglich transferiert werden, um stattdessen durch die Diode zu fließen. Der Strom kann aus einer gewissen Richtung in die Diode während des Teils einer Wechselstromperiode geschaltet werden, der zwischen dem Zeitpunkt kurz bevor die Diode vorwärts vorgespannt wird, bis die Diode das nächste Mal rückwärts vorgespannt wird, liegt. Das bedeutet, wenn in der Praxis eine ganze Periode 20 ms beträgt, dass ein Öffnen der Kontaktelemente gemäß 2 beispielsweise etwa 2 ms vor einem Nulldurchgang in Richtung der Vorwärtsvorspannung bis zu dem nächsten Nulldurchgang stattfinden kann. Wenn die falsche Halbperiode der Wechselspannung zum Öffnen der Kontaktelemente 5 und 6 gemäß diesen Bedingungen vorherrscht, können dann stattdessen die Kontaktelemente 4 und 7 unmittelbar geöffnet werden, um stattdessen diesen temporären Strompfad zu bilden. Dementsprechend kann dieser temporäre Strompfad unmittelbar nach einem Detektieren des Bedarfs für ein Öffnen der Schaltvorrichtung gebildet werden. Durch eine Verwendung eines elektrisch gesteuerten Antriebselements, einer elektronischen Einheit zu dessen Steuerung und einer Vorhersage eines zukünftigen Nulldurchgangs des Stroms kann das Öffnen dieses ersten Kontaktelements gesteuert werden, so dass es im Wesentlichen bei einem solchen Nulldurchgang stattfindet, was bedeutet innerhalb von etwa 0,5 ms vor und etwa 0,5 ms nach einem solchen Nulldurchgang. Dies bedeutet, dass der Strom, der umkommutiert werden muss, um durch die Diode zu fließen, klein ist und die Kommutierung daher schnell stattfinden kann, ohne irgendwelche hohen Anforde rungen an Mittel zur Erhöhung der an diesem Kontaktelement anliegenden Spannung.
  • Wenn die in 2 dargestellte temporäre geschlossene Stellung durch ein Öffnen der Kontaktelemente 5, 6 erreicht ist, wird in dem Spalt zwischen den Kontakten des jeweiligen Kontaktelements ein kleiner Funke erzeugt, der zu einer Spannung von üblicherweise 12–15 V führt, welche den Transfer des Stroms durch die Diode 8 antreibt. Mit Bezug auf 46 und 21 und 22 werden mögliche Wege zur Beschleunigung des Stromtransfers nachfolgend weiter beschrieben.
  • Wenn dann die an der Schaltvorrichtung anliegende Spannung die Richtung wechselt, wird kein Strom dort hindurchfließen, aber an der Diode 8, die dann rückwärts vorgespannt ist, wird eine Spannung aufgebaut, und mindestens eines der zwei anderen Kontaktelemente 4, 7 wird nun geöffnet, so dass der temporäre Strompfad unterbrochen ist, wobei diese Unterbrechung lichtbogenfrei stattfinden kann, da zum Zeitpunkt der Unterbrechung kein Strom durch den Kontaktort fließt. Dadurch wird die vollständig geöffnete Stellung gemäß 3 erhalten. Bei dieser Unterbrechung ist es wichtig, dass sie so schnell stattfindet, dass die an der Diode 8 anliegende Spannung nicht wieder die Richtung wechselt und diese zu leiten beginnt. Durch die Tatsache, dass die Frequenz des Öffnens der Kontaktelemente in Abhängigkeit von der Stellung des Wechselstroms gesteuert werden kann, wenn ein Bedarf zum Öffnen der Schaltvorrichtung auftritt, kann die Schaltvorrichtung zwischen die geschlossene Stellung und die vollständig geöffnete Stellung gemäß 3 innerhalb einer Zeitspanne gebracht werden, die wesentlich kürzer als eine Periode ist, üblicherweise immer innerhalb von 15 ms bei einer Frequenz von 50 Hz der Wechselspannung.
  • Aufgrund der Tatsache, dass in der geschlossenen Stellung der Schaltvorrichtung der Strom niemals durch die Diode 8 fließt, müssen die Kontaktelemente 47 nur für den Arbeitsstrom ausgelegt werden, der beispielsweise 1000 A betragen kann, während die Diode für einen möglichen Kurzschlussstrom ausgelegt wird, welcher in einem solchen Fall 25 kA betragen kann. Sie muss diesen Strom jedoch nur während einer sehr kurzen Zeitspanne aushalten, und die Auslegung der Diode kann durchgeführt werden, ohne dass irgendwelche Überlegungen zu irgendeinem kontinuierlichen Arbeitsstrom durch die Schaltvorrichtung angestellt werden müssen. Darüber hinaus muss die Diode für eine zurückkehrende Spannung ausgelegt werden, die während einer kurzen Zeitspanne nach einem Öffnen der zwei zuerst geöffneten Kontaktelemente daran anliegt. Diese kann in dem Fall einer Netzwerkspannung von 12 kV beispielsweise etwa 20 kV betragen. Die Kontaktelemente der Schaltvorrichtung müssen selbst jedoch in der geöffneten Stellung gemäß 3 in der Lage sein, eine wesentlich höhere sogenannte Impulsspannung auszuhalten, welche in diesem Fall 75 kV betragen kann.
  • Die Schaltvorrichtung kann vorteilhafterweise auf eine solche Weise angeordnet werden, dass die Unterbrechungsstelle in der Stellung gemäß 3 sichtbar ist, d.h. als Unterbrecher, so dass in dieser Stellung Arbeiten entlang des Strompfads ausgeführt werden können. Die Verwendung der gleichen Halbleitervorrichtung in dem temporären Strompfad unabhängig davon, welche Richtung dieser durch die Schaltvorrichtung nimmt, ermöglicht durch eine wesentliche Verringerung der Anzahl an Halbleitervorrichtungen große Kosteneinsparungen mit Bezug auf bereits bekannte Schaltvorrichtungen dieses Typs.
  • In 46 ist schematisch dargestellt, wie eine elektrische Schaltvorrichtung für Wechselstrom gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit der in 13 dargestellten Funktion aufgebaut ist. Diese weist zwei bewegliche Kontaktteile 13, 14 auf, welche geeignet sind, um eine galvanische Verbindung mit zwei festen Kontakten des jeweiligen Kontaktelements zum Schließen des Kontaktelements herzustellen. Das jeweilige bewegliche Teil ist so angeordnet, um alle Kontaktelemente eines Zweiges jedes der Zweige 2, 3 in dem geschlossenen Zustand der Schaltvorrichtung zu schließen. Zwei zusätzliche feste Kontakte 9', 10' sind hier auch zwischen den zwei Kontaktelementen des jeweiligen Zweiges und einem Zweig 15 zwischen den zwei anderen Zweigen, in welchem die Halbleitervorrichtung angeordnet ist, angeordnet, und diese festen Kontakte sind auch geeignet, um durch das jeweilige bewegliche Teil 13, 14 galvanisch miteinander verbunden zu werden. Die zwei beweglichen Teile 13, 14 sind starr miteinander verbunden, indem sie auf ein und derselben Scheibe 16 angeordnet sind, welche so angeordnet ist, dass sie in der Lage ist, frei um eine Mittelachse 17 zu rotieren. Aus der voranstehenden Beschreibung ist ersichtlich, wie die elektrische Schaltvorrichtung gemäß 46 von der geschlossenen Stellung gemäß 4 in die vollständig geöffnete Stellung gemäß 6 überführt wird, und es ist dementsprechend der Zustand des Stroms durch die Schaltvorrichtung, der zu dem Zeitpunkt vorherrscht, an dem ein Bedarf zum Öffnen detektiert wird, der entscheidet, in welche Richtung die beweglichen Teile 13, 14 zu der schnellstmöglichen Öffnung der Schaltvorrichtung rotieren sollen. Ein elektrisch gesteuertes Antriebselement 52 in der Form eines Elektromotors ist geeignet, um die Bewegung der beweglichen Teile 13, 14 anzutreiben. Die Steuerungseinheit 12 ist eine elektronische Einheit, so dass die Bewegung der beweglichen Teile 13, 14 sehr genau gesteuert werden und nachgestellt oder unterbrochen werden kann, solange sie andauert.
  • Zwei Alternativen zur schnellen Kommutierung des Stroms, der durch die Diode fließen soll, wenn das Öffnen eines ersten Kontaktelements stattge funden hat, sind auch in 46 gezeigt. Eine Alternative ist in der Form von widerstandserhöhenden Komponenten 53 gezeigt, die zwischen der Verbindung des jeweiligen Kontakts mit dem Strompfad 1 und dem Kontakt angeordnet sind. Diese widerstandserhöhende Komponente soll durch die elektronische Einheit 12 gesteuert werden, um entweder einen vernachlässigbaren Widerstand in dem geschlossenen Zustand der Schaltvorrichtung gemäß 4 aufzuweisen oder einen vergleichsweise hohen Widerstand zu erhalten, um eine daran anliegende Spannung aufzunehmen. Die widerstandserhöhende Komponente kann ein Widerstand mit einem steuerbaren Widerstandswert sein, beispielsweise ein Pulver mit einem sehr geringen Widerstandswert, wenn ein äußerer Druck darauf ausgeübt wird, welches aber einen hohen Widerstandswert erhält, wenn der Druck entfernt wird, oder eine steuerbare Halbleitervorrichtung, welche eine niedrige Spannung im eingeschalteten Zustand aufweist, aber welche abgeschaltet werden kann, um dann den Widerstand dadurch beträchtlich zu erhöhen.
  • Es ist hier auch dargestellt, wie es ein spannungserhöhendes Mittel 54 gibt, das den widerstandserhöhenden Komponenten 53 entspricht, welches hier einen Ladekondensator umfasst, der geeignet ist, um zwischen benachbarte Kontakte des ersten Kontaktelements der Schaltvorrichtung eingeschaltet zu werden, wenn dieses geöffnet werden soll, um den Strom schnell durch die Diode 8 zu transferieren. Dies ist nur für die Kontaktelemente 4 und 5 gezeigt, aber die entsprechende Anordnung besteht vorzugsweise auch für die Kontaktelemente 6 und 7. Durch ein Koordinieren der Trennung der Kontakte des ersten Kontaktelements mit der Steuerung der widerstandserhöhenden Komponente 53 zur Erhöhung deren Widerstandswerts oder des spannungserhöhenden Mittels 54 zur Erhöhung der Spannung durch die Steuerungseinheit 12 kann eine an der Diode 8 an liegende Spannung sehr schnell aufgebaut werden, und der Transfer des Stroms, der durch die Diode fließen soll, wird dadurch schnell stattfinden.
  • In 79 ist schematisch dargestellt, wie eine Schaltvorrichtung gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zwischen einer geschlossenen Stellung (7), einer temporär geschlossenen Stellung (8) und einer geöffneten Stellung (9) bewegt wird. Auch diese Schaltvorrichtung weist zwei bewegliche Kontaktteile 18, 19 auf, welche hier einen stangenartigen Entwurf aufweisen und geeignet sind, um als männliche Mittel zu funktionieren, welche geeignet sind, um in weiblichen Mitteln in der Form von Kontaktringen 20 für einen umgebenden elektrischen Kontakt damit aufgenommen zu werden. Die zwei Kontaktelemente 18 und 19 sind starr miteinander zu einer einzigen Einheit verbunden und sie sind geeignet, um parallel zueinander in ein und dieselbe Richtung zum Öffnen oder Schließen der Schaltvorrichtung bewegt zu werden. Die augenblickliche Richtung des Stroms durch die Schaltvorrichtung entscheidet, in welche Richtung, in 7 nach oben oder nach unten, sich die stangenartigen Komponenten bewegen werden, um ausgehend von der Stellung gemäß 7 ein Öffnen der Schaltvorrichtung auszuführen. Wenn die Stromrichtung die in 7 gezeigte ist, wird eine Entscheidung getroffen, die beweglichen Teile 18, 19 nach unten zu bewegen, um einen temporären Strompfad durch die Diode 8 so schnell wie möglich zu bilden.
  • Eine Schaltvorrichtung gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in 1012 dargestellt, und diese unterscheidet sich von derjenigen gemäß 79 durch die Tatsache, dass die zwei beweglichen Teile 18, 19 hier durch eine Kipphebelanordnung 21 wechselseitig verbunden sind und sie sich im Wesentlichen parallel zueinander aber in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Die augenblickliche Stellung des Stroms durch die Schaltvorrichtung entscheidet, wenn ein Be darf für ein Öffnen detektiert wird, welches der zwei beweglichen Kontaktteile 18, 19 ausgehend von der Stellung gemäß 10 nach oben bewegt werden soll und welches nach unten bewegt werden soll, um den temporären Strompfad durch die Diode 8 so schnell wie möglich zu bilden.
  • Bei der Ausführungsform gemäß 1315 wurden die zwei beweglichen Kontaktteile 18, 19 mechanisch miteinander verbunden, um zusammen in ein und dieselbe Richtung entlang einer im Wesentlichen geraden Linie bewegt zu werden. Die Teile sind dort mit Bezug zueinander elektrisch isoliert. In welche Richtung sich die beweglichen Teile aus der geschlossenen Stellung gemäß 13 bewegen sollen, um die temporär geschlossene Stellung so schnell wie möglich zu erhalten, hängt von der Stellung des Wechselstroms ab, die zu dem Zeitpunkt der Detektion des Bedarfs für eine Unterbrechung vorherrscht.
  • Zwei zusätzliche Aspekte der vorliegenden Erfindung sind in 16 dargestellt, wobei der eine auf einer Reihenschaltung mehrerer Halbleitervorrichtungen 2225 basiert, um in der Lage zu sein, nach einem Unterbrechen des Strompfads gemeinsam eine gewisse zurückkehrende Spannung aufzunehmen. Daher kann bei allen voranstehend gezeigten Ausführungsformen jedes Diodensymbol durch eine Anzahl von in Reihe geschalteten Dioden auf diese Weise ersetzt werden. Es ist hier auch möglich, ein Material mit einer breiten Bandlücke zwischen dem Valenzband und dem Leitungsband zu wählen, wie zum Beispiel SiC oder Diamant, um eine geringere Anzahl der für eine gegebene Spannung erforderlichen Halbleitervorrichtungen zu erhalten.
  • Der andere Aspekt besteht in einer Parallelschaltung eines Varistors 2629, vorzugsweise aus ZnO, mit jeder Halbleitervorrichtung, wobei der Varistor geeignet ist, bei einer daran anliegenden Spannung, die nahe bei der Maximalspannung liegt, welche die Halbleitervorrichtung aushalten kann, das Leiten anzufangen. Dies kann durch die Tatsache erreicht werden, dass die Varistoren normalerweise überhaupt keinen Strom leiten, da keine Spannung daran angelegt wird, aber sie werden eine daran anliegende Spannung nur in Verbindung mit dem Übergang zwischen der temporär geschlossenen und der vollständig geöffneten Stellung empfangen. In 17 ist dargestellt, wie sich die Spannung U, die an den Halbleitervorrichtungen 2225 in einer umgekehrten Richtung dazu anliegt, über die Zeit t entwickelt, wenn die daran anliegende Spannung in der temporär geschlossenen Stellung zum Zeitpunkt Null ansteigt. Die gestrichelte Linie zeigt, wie sich die an den Dioden anliegende Spannung in der Abwesenheit von Varistoren entwickelt und die durchgezogene Linie mit Varistoren. Es zeigt sich daher, dass die Varistoren die erste Spannungsspitze abschneiden. Wenn beispielsweise vier 5 kV-Dioden in einem System mit einer Netzwerkspannung von 12 kV und einer normalen zurückkehrenden Spannung von 22 kV in Reihe geschaltet sind, können auf diese Weise die Varistoren anfangen, einen kleinen Strom während der kurzen Zeitspanne (etwa 10 μs), welche die Spitze der zurückkehrenden Spannung dauert, zu leiten, so dass diese Spannungsspitze auf 18 kV heruntergebracht werden kann. Das bedeutet, dass nicht fünf in Reihe geschaltete Dioden erforderlich sind, sondern nur vier, um in der Lage zu sein, sich um die zurückkehrende Spannung zu kümmern. Die Änderung des Stroms I ist auf der linken Seite (vor) der Zeit Null dargestellt. Durch ein derartiges Parallelschalten eines separaten Varistors mit jeder Halbleitervorrichtung wird es vermieden, dass irgendeine einzelne Halbleitervorrichtung eine höhere daran anliegende Spannung erhält, als sie aushalten kann, während andere Halbleitervorrichtungen eine niedrigere daran anliegende Spannung erhalten. Es ist auch möglich, zu den Halbleitervorrichtungen parallel geschaltete Widerstandswerte oder Kapazitäten anzuordnen, um die Span nung im Wesentlichen gleichmäßig über die Halbleitervorrichtungen zu verteilen.
  • Eine mögliche Anwendung einer erfindungsgemäßen Halbleitervorrichtung zum Einschalten von Kondensatoren 30 an ein Dreiphasenwechselspannungsnetzwerk 31 zur Blindleistungsregelung ist in 18 dargestellt. Eine erfindungsgemäße Schaltvorrichtung kann dann zwei Unterbrecher 32, 33, wie in 18 dargestellt ist, ersetzen. Wenn der Kondensator 30 mit der in Frage kommenden Phase des Wechselspannungsnetzwerks verbunden wird, kann zuerst ein Unterbrecher 32 geschlossen werden. Dann werden Thyristoren 51, die den Unterbrecher 32 mit der in Frage kommenden Phase verbinden, eingeschaltet, so dass der Kondensator 30 zu einem gewünschten Zeitpunkt zugeschaltet wird. Dann wird der Unterbrecher 33 geschlossen. Dann wird der Unterbrecher 32 geöffnet, so dass die Thyristoren nicht länger leiten müssen, aber der Unterbrecher 33 ist geschlossen und die Zuschaltung des Kondensators ist abgeschlossen. Durch ein Zuschalten zunächst der Diode auf diese Weise, wenn der in Frage kommende Kondensator zu dem Netzwerk zugeschaltet werden soll, können transiente Spannungen an dem Netzwerk begrenzt werden, die aus einer gewissen Restspannung des Kondensators entspringen.
  • In 20 ist dargestellt, wie es möglich ist, Halbleitervorrichtungen 38, 39 parallel zu schalten, um in der Lage zu sein, einen gewissen Kurzschlussstrom aufzunehmen oder nur aus Redundanzgründen, so dass eine Schaltvorrichtung auf eine gewünschte Weise funktionieren kann, sogar wenn eine beliebige Diode in einer sogenannten Packung von in Reihe geschalteten Dioden ausfällt.
  • In 21 ist schematisch dargestellt, wie es möglich sein kann, ein bewegliches Teil 43, 44, das die Kontaktelemente 4 und 7 sowie 5 und 6 kreuzweise verbindet, anzuordnen, so dass jedes bewegliche Teil geeignet ist, um alle ihm zugeordneten Kontaktelemente in der geschlossenen Stellung der Schaltvorrichtung zu schließen (für das Teil 43 die Kontaktelemente 4 und 7), wobei jedes bewegliche Teil geeignet ist, um eine einzige mechanische Bewegung zum Öffnen und Schließen der ihm zugeordneten Kontaktelemente auszuführen.
  • In 22 ist dargestellt, wie ein Mittel aussehen kann, das geeignet ist, um die Spannung zum Ansteigen bei einem Trennen von zwei Kontakten in Verbindung mit einem Öffnen des ersten Kontaktelements zu beeinflussen. Wir nehmen nun an, dass das erste Kontaktelement zwei feste Kontakte 40, 41 aufweist, welche geeignet sind, um in dem geschlossenen Zustand durch ein bewegliches Teil 45 galvanisch verbunden zu werden. Das bewegliche Teil 45 ist an seinem einen Ende mit einem Abschnitt 42 eines Materials mit einem vergleichsweise hohen spezifischen Widerstand versehen, so dass der Widerstandswert zwischen dem beweglichen Teil 45 und dem Kontakt 40 und dadurch zwischen den zwei Kontakten 40 und 41 zu Beginn der Trennung (der Stellung entsprechend 23) erhöht wird, während ein zwischen diesen Kontakten hindurchgehender Strom ermöglicht wird, so dass eine Spannung, welche den Transfer des Stroms durch die Halbleitervorrichtung antreibt, erhöht wird. Der Abschnitt 42 kann beispielsweise aus Graphit bestehen.
  • Ein anderer Vorteil einer erfindungsgemäßen elektrischen Schaltvorrichtung wird dank der Tatsache erreicht, dass in dem Fall einer Dreiphasenspannung, welche am häufigsten vorkommt, die drei elektrischen Schaltvorrichtungen für jede Phase vollständig unabhängig voneinander steuerbar angeordnet sind, was bei derartigen bereits bekannten Schaltvorrichtungen nicht der Fall ist, welche miteinander mechanisch verbunden sind, so dass sie alle gleichzeitig geöffnet oder geschlossen werden müssen.
  • Wenn ein Fehler in der Nähe eines Generators auftritt, der mit einem Wechselstromnetzwerk verbunden ist, ist es möglich, dass eine Spannungsasymmetrie in einer beliebigen Phase existieren kann und es mehrere Perioden dauert, bevor sie Null wird, was bedeutet, dass für die bereits bekannten elektrischen Schaltvorrichtungen eine Notwendigkeit bestand, mit dem Unterbrechen zu warten, bis sichergestellt ist, dass ein Nulldurchgang für alle Phasen erreicht wurde, was eine Verzögerung in der Größenordnung von 100 ms bedeuten kann. Dank der erfindungsgemäßen Anordnung von elektrischen Schaltvorrichtungen, die unabhängig steuerbar sind, kann ein Unterbrechen der Phasen, bei denen Symmetrie herrscht, früher stattfinden, als für die Phase mit der Asymmetrie, so dass die schädlichen Folgen der durch einen Fehler erzeugten Ströme beträchtlich verringert werden können.
  • Eine mögliche Anwendung eines erfindungsgemäßen Unterbrechers für Motorstarts ist in 23 und 24 dargestellt. Es ist hier gezeigt, wie die Schaltvorrichtungen 46, 47 gemäß beispielsweise 4 angeordnet sind, und diese können ein bewegliches Teil 13, 14 gemeinsam haben. Eine der Schaltvorrichtungen wird dann durch eine Drosselspule 49 mit dem Motor 48 verbunden, während die andere mit dem Motor direkt verbunden ist. Die meisten Energienetzwerke sind nicht steif genug, um einen Start von direkt damit verbundenen großen Motoren zu erlauben, da diese so viel Energie ziehen, dass die Spannung auf dem Netzwerk viel zu stark verringert wird. Dieses Problem kann durch ein Starten des Motors gemäß verschiedener Startmethoden gelöst werden, zum Beispiel durch einen Drosselspulenstart, einen Kondensatorstart oder einen Transformatorstart, wobei ein Drosselspulenstart hier dargestellt ist. Wenn der Motor gestartet werden soll, muss die in 23 links zu sehende Schaltvorrichtung in eine geschlossene Stellung gebracht werden, so dass der Motor 48 eine Einspeisung durch die Drosselspule 49 empfängt. Wenn es nun aus irgendei nem Grund gewünscht ist, den Start zu unterbrechen, können die Kontakte dieser Schaltvorrichtung geöffnet werden. Wenn der Motor dann eine synchrone Drehzahl erreicht hat, kann die Drosselspule 49 dadurch abgeschaltet werden, dass die Schaltvorrichtung in eine geöffnete Stellung gebracht wird, während die Schaltvorrichtung 47 in eine geschlossene Stellung gebracht wird.
  • Wenn ein Kurzschluss in einem beliebigen mit dem Strompfad 1 verbundenen Gerät auftritt, wird der Motor 48 dann anfangen, als ein Generator zu laufen und der Fehlerstelle Energie zuführen, bevor der Fehler abgeschaltet wird. Es besteht hier eine Möglichkeit, diesen Effekt zu begrenzen, indem in einem solchen Fall die Schaltvorrichtung 46 geschlossen und die Schaltvorrichtung 47 geöffnet wird, so dass der Kurzschlussbeitrag des Motors an die Fehlerstelle begrenzt wird und gleichzeitig das Abbremsen des Motors verringert wird. Wenn in dem Motor ein Kurzschluss auftritt oder ein geplanter Stopp durchgeführt werden soll, wird dann die Schaltvorrichtung 47 geöffnet.
  • Die zwei Schaltvorrichtungen 46 und 47 sind in 24 durch ein Kästchen 50 zusammengefasst, und es ist hier gezeigt, dass die Schaltvorrichtungen genauso gut in einer direkten Verbindung mit dem Motor angeordnet werden können, wobei eine Drosselspule zwischen den Schaltvorrichtungen und dem Wechselspannungsnetzwerk 1 angeordnet ist.
  • In 25 ist dargestellt, wie zwei elektrische Schaltvorrichtungen 55 von dem in 4 gezeigten Typ Mittel 56 aufweisen, um in Reihe geschaltet zu werden, so dass sie zusammen eine höhere daran anliegende Spannung in dem unterbrochenen Zustand aushalten, als wenn nur eine Schaltvorrichtung angeordnet wäre. Es ist natürlich möglich, mehr als zwei solche Schaltvorrichtungen in Reihe anzuordnen. Die Schaltvorrichtungen kön nen dann mechanisch starr miteinander verbunden und durch ein einziges Antriebselement gleichzeitig gesteuert werden, aber die Bereitstellung einer Möglichkeit zur individuellen Steuerung der Schaltvorrichtungen ist ebenso denkbar.
  • Bevorzugte Anwendungen einer erfindungsgemäßen elektrischen Schaltvorrichtung bestehen in einem Strombegrenzer oder in Reihenschaltung mit einem Strombegrenzer oder als ein Unterbrecher, als ein Schutz zum Erzielen einer Stromunterbrechung und/oder einem Abtrennen von Teilen in einem elektrischen Kreis, die an beiden Seiten davon gelegen sind, beim Auftreten von Fehlern, beispielsweise Kurzschlüssen, zum Einschalten und/oder Ausschalten von normalen Arbeitsströmen in einem elektrischen Kreis, als Trennungsvorrichtung, als Erdungsvorrichtung zum Erden eines elektrischen Kreises, zum Zuschalten und Wegschalten eines Generators mit Bezug auf ein Wechselspannungsnetzwerk, zum Zuschalten und Wegschalten einer resistiven Last mit Bezug auf ein Wechselspannungsnetzwerk, zum Zuschalten und Wegschalten einer resistiven, kapazitiven oder induktiven Last mit Bezug auf ein Wechselspannungsnetzwerk, zum Unterbrechen von Strompfaden in Schaltgeräten zur Elektrizitätsversorgung in der Industrie oder in Verteilungs- oder Übertragungsnetzwerken und zum Drosselspulenstart eines Elektromotors, der mit einem Wechselspannungsnetzwerk verbunden ist.
  • Bevorzugt ist auch eine Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, die Strommesselemente, eine zur Ausführung eines Stromvorhersagealgorithmus geeignete elektronische Einheit und ein elektrisch gesteuertes Antriebselement, beispielsweise einen Motor, umfasst, um ein Öffnen des ersten Kontaktelements im Wesentlichen bei einem Nulldurchgang des Stroms durch die Schaltvorrichtung zu erreichen.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung keineswegs auf die voranstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen begrenzt, sondern für einen Fachmann sind viele Möglichkeiten zu Modifikationen davon offensichtlich, ohne von der Grundidee der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen definiert ist, abzuweichen.
  • Es ist zum Beispiel möglich, die Spannung von mindestens einem Funken zu erhöhen, der erzeugt wird, wenn zwei Kontakte in Verbindung mit einem Öffnen von Kontaktelementen zum Bilden des temporären Strompfads einer erfindungsgemäßen Schaltvorrichtung getrennt werden, d.h. die Spannung, welche dann an der Halbleitervorrichtung resultieren wird und den Transfer des dort hindurchgehenden Stroms antreiben wird. Es ist möglich, dies durch ein Ersetzen jedes Kontaktelements durch eine Reihenschaltung mehrerer Kontaktelemente zu erreichen. Die Spannung, die den Strom durch die Halbleitervorrichtung treibt, wird um eine gegebene Spannung, beispielsweise 12–15 V, für jedes derartige in Reihe geschaltete Kontaktelement erhöht. Es ist auch möglich, zumindest einige der in den Kontaktelementen umfassten Kontakte aus einem verdampfenden Material, wie zum Beispiel Teflon, herzustellen, welches geeignet ist, um erwärmt und zu Gasen verdampft zu werden für ein Gas, welches auf dem Funken strömt, wenn zwei Kontakte beim Öffnen des in Frage kommenden Kontaktelements getrennt werden, was eine höhere Spannung bedeutet. Ein solches verdampfendes Material ist ein Material, das in der Lage ist, zu Gasen verdampft zu werden.
  • Es ist auch möglich, die voranstehend gezeigten Dioden gegen andere Halbleitervorrichtungen auszutauschen, welche die Fähigkeit zum Sperren in mindestens eine Richtung gemäß der voranstehenden Erörterung aufweisen.
  • Es ist nicht absolut notwendig, dass das Schließen und das Öffnen der Kontaktelemente einer erfindungsgemäßen Schaltvorrichtung durch eine Bewegung von zwei in derselben Einheit umfassten beweglichen Kontaktelementen stattfindet, und es ist nicht einmal notwendig, dass es durch eine Bewegung eines beweglichen Kontaktteils, das mehreren Kontaktelementen gemeinsam ist, stattfindet. Stattdessen kann jedes der Kontaktelemente vollständig getrennt steuerbar sein und beispielsweise aus sogenannten Thomson-Spulen bestehen, welche dann gemäß derselben Zeitenfolge geschaltet werden, wie sie beispielsweise in 13 dargestellt ist.

Claims (60)

  1. Elektrische Schaltvorrichtung für Wechselstrom, umfassend Kontaktelemente (47), welche in einem Strompfad durch die Schaltvorrichtung angeordnet sind, und eine Halbleitervorrichtung (8), welche in der Lage ist, einen durch sie hindurchgehenden Strom in mindestens einer ersten Sperrrichtung zu sperren, und eine Einheit (12), welche geeignet ist, um ein Öffnen eines Strompfads durch die Schaltvorrichtung so zu steuern, dass sie ein erstes der Kontaktelemente zum Öffnen für eine Übertragung des Stroms durch die Schaltvorrichtung an die Halbleitervorrichtung (8), wenn sich diese in dem leitenden Zustand befindet oder in diesen übergeht, und dann das zweite Kontaktelement zum Öffnen steuert, wenn sich die Halbleitervorrichtung in einem Zustand des Sperrens eines durch sie hindurchgehenden Stroms befindet, um den Strom durch die Schaltvorrichtung zu unterbrechen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtanzahl der Kontaktelemente (47) der Schaltvorrichtung mindestens vier beträgt, wobei in jedem von zwei Zweigen, die in dem Strompfad parallel geschaltet sind, zwei in Reihe geschaltet sind, dass die Halbleitervorrichtung (8) zum Verbinden der Mittelpunkte (9, 10) zwischen den zwei Kontaktelementen eines jeden Zweigs miteinander angeordnet ist, dass die Schaltvorrichtung mindestens ein Element (11) umfasst, welches geeignet ist, um die Richtung des Stroms durch die Schaltvorrichtung zu detektieren, dass die Steuerungseinheit (12) geeignet ist, um ein Öffnen des Strompfads zu steuern durch Steuern des ersten Kontaktelements (6), welches bezüglich der vorherrschenden Stromrichtung vor dem Mittelpunkt eines ersten Zweiges gelegen ist, zum Öffnen und eines zweiten Kontaktelements (5) des zweiten Zweiges, welches bezüglich der Stromrichtung nach dem Mittelpunkt gelegen ist, zum Öffnen, um den Strom an einen temporären Strompfad durch die Halbleitervorrichtung zu transferieren, wenn diese sich in dem leitenden Zustand befindet oder in diesen übergeht, und dann den Strompfad durch die Schaltvorrichtung zu unterbrechen, wenn sich die Halbleitervorrichtung in einem Zustand des Sperrens des durch sie hindurchgehenden Stroms befindet, indem mindestens ein Kontaktelement der Schaltvorrichtung, welches in dem temporären Strompfad durch die Halbleitervorrichtung angeordnet ist, geöffnet wird, und dass die Steuerungseinheit geeignet ist, um auf der Grundlage von Informationen von dem Detektierelement zu wählen, welcher Zweig der erste sein soll.
  2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit geeignet ist, um nach dem Transfer an den temporären Strompfad a) das zweite Kontaktelement (7) des ersten Zweiges und/oder b) das erste Kontaktelement (4) des zweiten Zweiges zu öffnen, um den Strompfad durch die Schaltvorrichtung zu unterbrechen.
  3. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein zusätzliches Kontaktelement (9', 10') umfasst, welches zwei Kontakte aufweist, die zueinander beweglich zwischen einem der Mittelpunkte und dem Zweig zwischen den zwei Mittelpunkten angeordnet sind, in welchem die Halbleitervorrichtung (8) angeordnet ist, und dass die Einheit (12) geeignet ist, um ein Öffnen dieses zusätzlichen Kontaktelements zum Unterbrechen des temporären Strompfads durch die Schaltvorrichtung zu steuern.
  4. Schaltvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei zusätzliche Kontaktelemente (9', 10') umfasst, welche jeweils zwischen einem der Mittelpunkte und dem Zweig, der die Halbleitervorrichtung (8) umfasst, angeordnet sind.
  5. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente mechanische Kontaktelemente sind, die jeweils mindestens zwei Kontakte aufweisen, die zueinander beweglich sind.
  6. Schaltvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein bewegliches Kontaktteil (13, 14, 18, 19) umfasst, welches angeordnet ist, um eine galvanische Verbindung zwischen zwei festen Kontakten des jeweiligen Kontaktelements herzustellen und diese Verbindung zum Schließen bzw. Öffnen des Kontaktelements zu unterbrechen.
  7. Schaltvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein einzelnes bewegliches Teil (13, 14, 18, 19) für alle Kontaktelemente aufweist, welche entlang ein und desselben parallel geschalteten Zweiges angeordnet sind, dass das bewegliche Teil geeignet ist, um in dem geschlossenen Zustand der Schaltvorrichtung alle Kontaktelemente des fraglichen Zweiges zu schließen, und dass eine Einheit (12) geeignet ist, um dieses bewegliche Teil so zu steuern, dass es eine einzige mechanische Bewegung zum Öffnen oder Schließen der Kontaktelemente des jeweiligen Zweiges ausführt.
  8. Schaltvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei bewegliche Teile (43, 44) aufweist, eines für jedes Paar von ersten Kontaktelementen des einen Zweiges und von zweiten Kon taktelementen des gegenüberliegenden Zweiges, dass jedes bewegliche Teil (43, 44) geeignet ist, um in dem geschlossenen Zustand der Schaltvorrichtung alle dem Teil zugeordneten Kontaktelemente zu schließen, und dass die Einheit (12) geeignet ist, um jedes bewegliche Teil so zu steuern, dass es eine einzige mechanische Bewegung zum Öffnen oder Schließen der diesem zugeordneten Kontaktelemente ausführt.
  9. Schaltvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei beweglichen Teile (13, 14, 18, 19) miteinander verbunden sind zum Öffnen bzw. Schließen des Stroms durch die Schaltvorrichtung durch eine einzige mechanische Bewegung einer Einheit (16), von welcher die zwei beweglichen Teile umfasst sind.
  10. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Antriebselement (52) umfasst, welches elektrisch steuerbar ist und geeignet ist, um eine Bewegung des beweglichen Teils (13, 14) der Schaltvorrichtung zum Öffnen oder Schließen der davon umfassten Kontaktelemente auszuführen.
  11. Schaltvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement (52) eine elektromagnetische Maschine ist.
  12. Schaltvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement (52) ein Elektromotor ist.
  13. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Steuerungseinheit (12) in der Form einer elektronischen Einheit umfasst, welche geeignet ist, das Antriebselement zu steuern.
  14. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente, welche zu ein und demselben der zwei Zweige gehören, entlang eines Kreisbogens angeordnet sind.
  15. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente, welche zu den zwei Zweigen gehören, entlang ein und desselben Kreises angeordnet sind.
  16. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente, welche zu ein und demselben der zwei Zweige gehören, entlang einer geraden Linie angeordnet sind.
  17. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktmittel geeignet sind, um durch das bewegliche Teil durch eine Relativbewegung eines männlichen (18, 19) und eines weiblichen (20) Mittels in Eingriff miteinander geschlossen zu werden.
  18. Schaltvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Teil (18, 19) das männliche Mittel bildet und dass ein weibliches Kontaktmittel (20) geeignet ist, um dort rundum zum Tragen zu kommen, wenn das bewegliche Teil in das weibliche Mittel bewegt wird.
  19. Schaltvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei bewegliche Teile (18, 19) umfasst, welche durch die Steuerungseinheit gesteuert werden sollen, um sich zum Schließen der Kontaktelemente eines jeden Zweiges in einer geradlinigen Bewegung im Wesentlichen parallel zueinander in dieselbe Richtung und zum Öffnen beide in die der Schließrichtung entgegengesetzte Richtung zu bewegen.
  20. Schaltvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei bewegliche Teile (18, 19) umfasst, welche durch die Steuerungseinheit gesteuert werden sollen, um sich zum Schließen des Kontaktelements eines jeden Zweiges in einer geradlinigen Bewegung im Wesentlichen parallel zueinander in entgegengesetzte Richtungen und zum Öffnen beide in die ihrer Schließrichtungen entgegengesetzte Richtungen zu bewegen.
  21. Schaltvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente der zwei Zweige entlang ein und derselben im Wesentlichen geraden Linie angeordnet sind, wobei die Kontaktelemente des jeweiligen Zweiges aufeinander folgen, und dass die zwei beweglichen Teile (18, 19) für den jeweiligen Zweig in Reihe geschaltet sind und die Steuerungseinheit geeignet ist, um sie so zu steuern, dass sie sich zum Schließen des Strompfads entlang der im Wesentlichen geraden Linie in ein und dieselbe Richtung bewegen und zum Öffnen beide in die der Schließrichtung entgegengesetzte Richtung bewegen.
  22. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit (12) geeignet ist, um die beweglichen Teile (13, 14, 18, 19) so zu steuern, dass sie sich in Abhängigkeit von der Stromrichtung, welche durch das Detektierelement (11) detektiert wird, aus dem geschlossenen Zustand der Schaltvorrichtung in die eine oder die andere Richtung entlang ihres Bewegungspfades bewegen.
  23. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Detektierelement (11) geeignet ist, um im Wesentlichen kontinuierlich die Richtung und die Größe des Stroms durch die Schaltvorrichtung zu detektieren und Informationen darüber an die Steuerungseinheit (12) zu senden.
  24. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere der Halbleitervorrichtungen (2225) umfasst, welche in Reihe geschaltet sind und geeignet sind, um in dem Sperrzustand gemeinsam eine Spannung über die Schaltvorrichtung zu halten.
  25. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel (56) umfasst, um sie in Reihe mit einer anderen derartigen Schaltvorrichtung (55) zu schalten, um eine Reihenschaltung derartiger elektrischer Schaltvorrichtungen zu erhalten, die geeignet sind, um in dem unterbrochenen Zustand der Schaltvorrichtungen gemeinsam eine Spannung über die Reihenschaltung zu halten.
  26. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere der Halbleitervorrichtungen (38, 39) umfasst, welche parallel geschaltet sind und geeignet sind, um sich nach dem Öffnen des ersten Kontaktelements gemeinsam um den Strom durch die Schaltvorrichtung zu kümmern.
  27. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spannungsbegrenzungsvorrichtung (2629) parallel zu der Halbleitervorrichtung (2225) geschaltet ist und dass die Vorrichtung geeignet ist, um bei einer darüber anliegenden Spannung, welche nahe bei der Maximalspannung liegt, die von der Halbleitervorrichtung ausgehalten wird, leitend zu werden.
  28. Schaltvorrichtung nach Anspruch 24 und 27, dadurch gekennzeichnet, dass jede Halbleitervorrichtung eine damit parallel geschaltete Spannungsbegrenzungsvorrichtung (2629) für eine im Wesentlichen gleichmäßige Verteilung der Spannung über die Reihenschaltung der Halbleitervorrichtungen auf die einzelnen Halbleitervorrichtungen aufweist.
  29. Schaltvorrichtung nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungsbegrenzungsvorrichtung ein Varistor ist.
  30. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel umfasst, die geeignet sind, um beim Trennen von zwei Kontakten in Verbindung mit einem Öffnen des ersten Kontaktelements zunehmend auf die Spannung zu wirken.
  31. Schaltvorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel mehrere in Reihe geschaltete erste Kontaktelemente umfassen, welche geeignet sind, um im Wesentlichen gleichzeitig geöffnet zu werden, um den Strom an die Halbleitervorrichtung zu übertragen.
  32. Schaltvorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel eine oder mehrere Komponenten (42) umfassen, welche geeignet ist bzw. sind, um den Widerstand zwischen den zwei Kontakten zu Beginn der Trennung der beiden zu erhöhen, während sie einen Strom zwischen diesen Kontakten durch sie hindurch zulässt bzw. zulassen.
  33. Schaltvorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente (53), die den Widerstand erhöht, durch eine Halbleitervorrichtung gebildet ist, die zum Abschalten steuerbar ist, um die Spannung zwischen den zwei Kontakten zu erhöhen.
  34. Schaltvorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente (53), die den Widerstand erhöht, durch einen Widerstand mit einem steuerbaren Widerstandswert gebildet ist und geeignet ist, um im geschlossenen Zustand der Schaltvorrichtung einen unbedeutenden Widerstandswert aufzuweisen und gesteuert zu werden, um einen wesentlichen Widerstandswert zu erhalten, um die Spannung zwischen den zwei Kontakten zu erhöhen.
  35. Schaltvorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente (54), welche die Spannung erhöht, einen geladenen Kondensator umfasst, der geeignet ist, um zwischen die beiden Kontakte des ersten Kontaktelements geschaltet zu werden, wenn dieses geöffnet werden soll.
  36. Schaltvorrichtung nach Anspruch 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten durch die Tatsache gebildet werden, dass die von dem ersten Kontaktelement umfassten Kontakte zumindest einen Teil an verdampfendem Material aufweisen, wel ches geeignet ist, um erwärmt und zu Gasen verdampft zu werden für ein Gas, welches auf einem Bogen strömt, wenn die zwei Kontakte beim Öffnen des ersten Kontaktelements getrennt werden.
  37. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbleitervorrichtung eine Diode ist.
  38. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbleitervorrichtung steuerbar ist.
  39. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbleitervorrichtung von einem Abschalttyp ist.
  40. Schaltvorrichtung nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbleitervorrichtung ein Thyristor ist.
  41. Schaltvorrichtung nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbleitervorrichtung bidirektional ist, d.h. dass sie in der Lage ist, in beide Richtungen zu sperren und zu leiten.
  42. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbleitervorrichtung aus einem Material besteht, welches eine Bandlücke zwischen dem Valenzband und dem Leitungsband aufweist, die 2,5 eV überschreitet, wie beispielsweise SiC und Diamant.
  43. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausgelegt ist, um bei einer Systemspannung zwischen 1–52 kV zu arbeiten.
  44. Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie geeignet ist, um in dem geschlossenen Zustand einen Betriebsstrom von mindestens 1 kA, vorzugsweise mindestens 2 kA, auszuhalten.
  45. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche als Strombegrenzer oder in Reihenschaltung mit einem Strombegrenzer.
  46. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 als Schutz zum Erzielen einer Stromunterbrechung und/oder zum Abschalten von Teilen in einer elektrischen Schaltung, welche an beiden Seiten davon angeordnet ist, wenn ein Fehler, wie z.B. ein Kurzschluss, auftritt.
  47. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 zum Ein- und/oder Ausschalten von Normalbetriebsströmen einer elektrischen Schaltung.
  48. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 als Unterbrecher.
  49. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 als Erdungseinrichtung zum Erden einer elektrischen Schaltung.
  50. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 zum Einschalten und Ausschalten eines Generators mit Bezug auf ein Wechselspannungsnetzwerk.
  51. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 zum Einschalten und Ausschalten einer resistiven Last mit Bezug auf ein Wechselspannungsnetzwerk.
  52. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 zum Einschalten und Ausschalten einer kapazitiven Last mit Bezug auf ein Wechselspannungsnetzwerk.
  53. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 zum Einschalten und Ausschalten einer induktiven Last mit Bezug auf ein Wechselspannungsnetzwerk.
  54. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 zum Unterbrechen und Schließen von Strompfaden in Schaltgeräten zur Elektrizitätsversorgung in der Industrie oder in Verteilungs- und Übertragungsnetzwerken.
  55. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 für einen Drosselstart eines Elektromotors, der mit einem Wechselspannungsnetzwerk verbunden ist.
  56. Verwendung einer Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 zum Einschalten und Ausschalten einer Vorrichtung zur Blindleistungsregelung mit Bezug auf ein Wechselspannungsnetzwerk.
  57. Verwendung nach Anspruch 56, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontaktelement eines jeden der zwei parallel geschalteten Zweige mit der Wechselspannungsleitung verbunden sein soll und die an deren zwei Kontaktelemente dieser Zweige mit Komponenten (30) verbunden sein sollen, welche von der Vorrichtung zur Blindleistungsregelung umfasst sind.
  58. Verwendung nach Anspruch 56 oder 57, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung zum Einschalten und Ausschalten von Kondensatoren (30) an eine Wechselspannungsleitung verwendet wird.
  59. Anlage für ein Mehrphasennetzwerk mit mehreren Schaltvorrichtungen nach einem der Ansprüche 1 bis 44, mit einer Schaltvorrichtung für jede Phase, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtungen unabhängig voneinander steuerbar sind.
  60. Schaltgerät zur Elektrizitätsversorgung in der Industrie oder in Verteilungs- oder Übertragungsnetzwerken, dadurch gekennzeichnet, dass es eine elektrische Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44 umfasst.
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