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TECHNISCHES
GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fördern der
Effizienz der Geneinführung
in Pflanzenzellen.
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STAND DER
TECHNIK
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Das
Verfahren zur Transformation unter Verwendung von Agrobacterium
hat eine Anzahl ausgezeichneter Merkmale einschließlich im
allgemeinen der hohen Effizienz, der kleinen Anzahl von Kopien des
eingeführten
Gens, des Merkmals, daß das
Gen ohne Fragmentierung einer T-DNA genannten speziellen Region eingeführt werden
kann, und des Merkmals, daß die
Frequenz der Mutation, erfolgt während
der Kultivierung, niedrig ist, weil Transformanten durch Kultivierung
für einen
kurzen Zeitraum erhalten werden können. Daher wird das Verfahren
weitverbreitet als das brauchbarste Verfahren zum Transformieren
verschiedener Pflanzen verwendet.
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Wenn
auch das Agrobacterium-Verfahren ein äußerst ausgezeichnetes Verfahren
zum Transformieren von Pflanzen ist, ist, ob die Transformation
erfolgreich ist oder nicht, von der Pflanzenspezies, dem Genotyp
und dem Pflanzengewebe, die verwendet werden, abhängig und
variiert die Transformationseffizienz in großem Maße (Potrykus et al. 1998 (Referenz
(33))). Das heißt,
es gibt Spezies, bei denen die Transformation nicht erfolgreich
gewesen ist, und Spezies, bei denen die Transformation nur mit begrenzten
Varietäten
erreicht werden kann. Weiterhin gibt es Spezies, bei denen das zu
verwendende Gewebe begrenzt ist, so daß eine große Menge von Materialien nicht
behandelt werden kann. Um eine praktische Varietät durch genetische Rekombination
herzustellen, ist es notwendig, eine große Anzahl transformierter Pflanzen
herzustellen und die Linie mit dem gewünschten Charakter daraus auszuwählen. Jedoch
ist gegenwärtig
der Typ von Pflanzen, bei denen eine große Anzahl transformierter Pflanzen
für diesen
Zweck hergestellt werden kann, begrenzt. So wird nachdrücklich gefordert,
ein verbessertes Verfahren auszuwählen, durch welches dieses
Problem überwunden werden
kann.
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Obwohl
das Verfahren zur Transformation über Agrobacterium sich in dem
Ausgangsmaterial, der Zusammensetzung des Kulturmediums und dergleichen
unterscheidet, ist es für
das Agrobacterium-Verfahren fast
allgemein üblich,
daß das
Verfahren Herstellen des Kontakts eines Gewebes, welches ein Ausgangsmaterial
ist, mit einer Suspension von Agrobacterium, Auswählen transformierter
Zellen nach dem Cokultivieren und Züchten transformierter Pflanzen
umfaßt.
Das Agrobacterium wird infiziert, ohne eine spezielle Behandlung
durchzuführen,
ausgenommen eine Sterilisationsbehandlung, die wie erforderlich
ausgeführt
wird (Rogers et al. 1988 (Referenz 34)), Visser 1991 (Referenz 38)),
McCormick 1991 (Referenz 29)), Lindsey et al. 1991 (Referenz 28))).
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EP-A-0116718
(Max Planck Gesellschaft) offenbart die Zentrifugation von Protoplastmaterial
vor der Infektion durch Agrobakterien. WO 96/29419 A offenbart die
Zentrifugation von Mikrosporen nach der Cokultivierung mit Agrobakterien.
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So
sind Untersuchungen zum Verbessern des Transformationssystems hauptsächlich mit
dem Agrobacterium-Stamm, der Konstitution des Vektors, der Zusammensetzung
des Mediums, den Typen von Selektionsmarkergen und Promotor, dem
Typ des als Material verwendeten Gewebes und dergleichen ausgeführt worden.
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Andererseits
sind Untersuchungen zum Verändern
der Pflanzengewebe vor der Infektion mit Agrobacterium zu einem
physiologischen Zustand, in welchem es wahrscheinlich ist, daß die Gene
eingeführt
werden, kaum gemacht worden. Wenn der physiologische Zustand des
Gewebes durch eine einfache Behandlung zu einem derartigen physiologischen
Zustand verändert
werden kann, ist das Verfahren sehr nützlich, und es wird erwartet,
daß zusätzlich zu
der Förderung
der Transformationseffizienz Transformation für die Spezies oder die Genotypen
erreicht werden kann, mit denen Transformation bisher schwierig
gewesen ist, das ist ein hervorragender Effekt. Bekannte Untersuchungen über die
Vorbehandlung von Pflanzengewebe schließen Behandlung mit der Teilchenkanone
(Bidney et al., 1992 (Referenz (5))) und Ultraschallbehandlung (Trick
et al., 1997 (Referenz (37))) ein. Beide von diesen Verfahren haben
das Ziel, die Invasion von Bakterien in das Pflanzengewebe zu fördern, indem
physikalisch das Gewebe verletzt wird, um die Anzahl von infizierten
Pflanzenzellen zu erhöhen.
Jedoch sind diese Verfahren nicht mehr als Entwicklungen des Blattscheibenverfahrens (Horsch
et al., 1985 (Referenz (17))) und nicht Behandlungen, die auf neuen
Konzepten basieren. Der Grad der Wirksamkeit und die Universalität der Verfahren
sind nicht geklärt
worden und sie werden nicht als allgemeine Verfahren verwendet.
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OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
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Dementsprechend
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum
Fördern
der Effizienz der Geneinführung
in Pflanzenzellen bereitzustellen, durch welches Geneinführung einfach
mit einer höheren
Effizienz als der der herkömmlichen
Geneinführung
durch das Agrobacterium-Verfahren erreicht werden kann, ohne das
Gewebe zu verletzen.
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Die
Erfinder haben intensiv geforscht, um zu entdecken, daß in dem
Geneinführungsverfahren
unter Verwendung von Agrobacterium die Geneinführungseffizienz signifikant
durch Zentrifugieren der Pflanzenzellen oder des Pflanzengewebes,
die der Geneinführung
unterworfen werden, gefördert
werden kann, wodurch die vorliegende Erfindung abgeschlossen wurde.
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Das
heißt,
die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Fördern der
Effizienz der Geneinführung in
Pflanzenzellen oder Pflanzengewebe von einkeimblättrigen Angiospermen durch
ein Bakterium, gehörend zu
der Gattung Agrobacterium, bereit, wobei das Verfahren Zentrifugieren
der Zellen der einkeimblättrigen Pflanzen
oder des Pflanzengewebes unter einer zentrifugalen Beschleunigung
von 1000 g bis 150000 g für
1 Sekunde bis 4 Stunden umfaßt,
wobei die Geneinführung
nach dem Zentrifugieren der Pflanzenzellen oder des Pflanzengewebes
ausgeführt
wird; oder die Pflanzenzellen oder das Pflanzengewebe mit dem Bakterium in
Kontakt gebracht werden, während
die Zentrifugation durchgeführt
wird.
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Durch
die vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zum Fördern der
Effizienz der Geneinführung
in Pflanzenzellen, durch welches Geneinführung einfach mit einer höheren Effizienz
als der der herkömmlichen Geneinführung durch
das Agrobacterium-Verfahren erreicht werden kann, ohne das Gewebe
zu verletzen, bereitgestellt worden.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Zeichnung, um ein Verfahren zum Konstruieren von pTOK233 zu
zeigen, welches ein Beispiel von superbinären Vektoren ist, das vorzugsweise
in der vorliegenden Erfindung angewendet werden kann.
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2 ist
eine Genkarte von pSB133, welches ein Beispiel von superbinären Vektoren
ist, das vorzugsweise in der vorliegenden Erfindung angewendet werden
kann.
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3 ist
eine schematische Ansicht, um das intermediäre Vektorsystem und binäre Vektorsystem
zu zeigen, welche die hauptsächlichen
zwei Vektorsysteme von Bakterien, gehörend zu der Gattung Agrobacterium,
sind.
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4 ist
eine schematische Ansicht, die zwei binäre Vektorsysteme, abgeleitet
von dem supervirulenten Stamm A281 von Agrobacterium tumefaciens,
zeigt.
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In
den vorstehenden Zeichnungen bezeichnen die folgenden Referenzsymbole
die folgenden Bedeutungen.
- virB: das virB-Gen in der Virulenzregion
des Ti-Plasmids pTiBo542, enthalten in Agrobacterium tumefaciens A281
- virC: das virC-Gen in der Virulenzregion des Ti-Plasmids pTiBo542,
enthalten in Agrobacterium tumefaciens A281
- virG: das virG-Gen in der Virulenzregion des Ti-Plasmids pTiBo542,
enthalten in Agrobacterium tumefaciens A281
- BL: linke Grenzsequenz von T-DNA von Bakterien, gehörend zu
der Gattung Agrobacterium
- BR: rechte Grenzsequenz von T-DNA von Bakterien, gehörend zu
der Gattung Agrobacterium
- TC: Tetracyclin-resistentes Gen
- SP: Spectinomycin-resistentes Gen
- IG: Intron-GUS-Gen
- HPT: Hygromycin-resistentes Gen
- K: Stelle des Restriktionsenzyms KpnI
- H: Stelle des Restriktionsenzyms HindIII
- Ampr: Ampicillin-resistentes Gen
- BAR: bar-Gen
- Pnos: Promotor von Nopalin-Synthetase-Gen
- Tnos: Terminator von Nopalin-Synthetase-Gen
- P35S: CaMV-355-Promotor
- COS, cos: COS-Stelle des λ-Phagen
- ORI, ori: Replikationsursprung von ColE1
- NPT, NPTII Kanamycin-resistentes Gen
- Vir: gesamte vir-Region des Ti-Plasmids von Bakterien, gehörend zur
Gattung Agrobacterium
- S Vir: gesamte vir-Region des Ti-Plasmids pTiBo542 von supervirulenten
Bakterien, gehörend
zur Gattung Agrobacterium
- s vir*: Fragment, enthaltend einen Teil der vir-Region des Ti-Plasmids
pTiBo542
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BESTE ART ZUR AUSFÜHRUNG DER
ERFINDUNG
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Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung zum Fördern der Effizienz der Geneinführung in
Pflanzenzellen durch ein Bakterium, gehörend zu der Gattung Agrobacterium,
umfaßt
Zentrifugieren der Pflanzenzellen oder des Pflanzengewebes. Die
Pflanzenzellen oder das Pflanzengewebe können mit dem Bakterium, gehörend zu
der Gattung Agrobacterium, unter normaler Schwerkraft nach dem Zentrifugieren
der Pflanzenzellen oder des -gewebes in Kontakt gebracht werden
oder die Pflanzenzellen oder das -gewebe können mit dem Bakterium, gehörend zur
Gattung Agrobacterium, während
des Zentrifugieren der Pflanzenzellen oder des -gewebes in Kontakt
gebracht werden.
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Die
Bedingungen für
die Zentrifugation sind 1000 g bis 150000 g. Die Zeit für die Zentrifugation
kann abhängig
von der zentrifugalen Beschleunigung, dem Typ der verwendeten Pflanze
und so weiter geeignet ausgewählt
werden und beträgt
nicht weniger als eine Sekunde. Wenn die zentrifugale Beschleunigung
groß ist,
kann die Effizienz der Einführung
von Genen signifikant gefördert
werden, sogar wenn die Zentrifugationszeit sehr kurz, zum Beispiel
1 Sekunde, ist. Andererseits kann, wenn die zentrifugale Beschleunigung
klein ist, die Effizienz der Einführung von Genen signifikant
gefördert
werden, indem die Zentrifugation für eine lange Zeit durchgeführt wird.
Die geeigneten Zentrifugationsbedingungen für die speziellen Pflanzenzellen
oder das Gewebe können
leicht durch ein Routineexperiment ausgewählt werden.
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Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung ist durch Verwendung der Pflanzenzellen
oder des Pflanzengewebes, welche zentrifugiert werden, oder durch
Inkontaktbringen der Pflanzenzellen oder des Pflanzengewebes mit
einem Bakterium, gehörend
zur Gattung Agrobacterium, während
des Durchführens
der Zentrifugation gekennzeichnet und als Verfahren zur Geneinführung oder
Transformation per se unter Verwendung des Bakteriums, gehörend zur
Gattung Agrobacterium, kann ein bekanntes Verfahren angewendet werden
wie es ist.
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Das
Verfahren zur Geneinführung
oder Transformation per se in Pflanzen unter Verwendung eines Bakteriums,
gehörend
zu der Gattung Agrobacterium, ist auf dem Fachgebiet bekannt und
wird weitverbreitet verwendet.
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Es
ist seit einer langen Zeit bekannt, daß ein Bodenbakterium Agrobacterium
(Agrobacterium tumefaciens) Wurzelhalskrankheit in einer Anzahl
von zweikeimblättrigen
Pflanzen verursacht. In den 1970ern wurde entdeckt, daß das Ti-Plasmid
die Virulenz betrifft und daß die
T-DNA, welche ein Teil des Ti-Plasmids ist, in das Pflanzengenom
eingeschlossen wird. Danach wurde nachgewiesen, daß die T-DNA
Gene enthält,
die an der Synthese von Hormonen (Cytokine und Auxine) teilnehmen,
die zur Induktion von Tumor erforderlich sind, und daß die Gene
trotz der Tatsache, daß die
Gene bakterielle Gene sind, in Pflanzen exprimiert werden. Eine Gruppe
von Genen, existierend in der Virulenzregion (vir-Region) in dem
Ti-Plasmid, ist für
die Excision von T-DNA und ihren Transfer in Pflanzen erforderlich
und die Grenzsequenzen, existierend an beiden Enden der T-DNA, sind
notwendig, damit die T-DNA exzidiert wird. Agrobacterium rhizogenes,
welches ein anderes Bakterium, gehörend zu der Gattung Agrobacterium,
ist, hat ein ähnliches
System an dem Ri-Plasmid (3 und 4).
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Da
T-DNA in das Pflanzengenom durch Infektion mit Agrobacterium eingeschlossen
wird, wird erwartet, daß ein
gewünschtes
Gen in das Pflanzengenom durch Insertieren des gewünschten
Gens in die T-DNA eingeschlossen
werden kann. Jedoch war es, da das Ti-Plasmid so groß wie nicht
weniger als 190 kb ist, schwierig, ein Gen durch eine Standardtechnik
der genetischen Manipulation in die T-DNA zu insertieren. So wurde
ein Verfahren zum Einführen
eines fremden Gens in die T-DNA entwickelt.
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Zuerst
wurden entschärfte
Stämme
wie beispielsweise LBA4404 (Hoekema et al., 1983 (Referenz (12))),
C58C1(pGV3850) (Zambryski et al., 1983 (Referenz (40))), und GV3Ti11SE
(Fraley et al., 1985 (Referenz (9))), die tumorerzeugende Ti-Plasmide
haben, aus welchen Hormonsynthetasegene eliminiert wurden, hergestellt
(
3). Zwei Verfahren, die einen derartigen Stamm
anwenden, das heißt
ein Verfahren, durch welches ein gewünschtes Gen in das Ti-Plasmid
von Agrobacterium eingeführt
wird, und ein Verfahren, durch welches eine T-DNA mit einem gewünschten
Gen in Agrobacterium eingeführt
wird, wurden entwickelt. Eines dieser Verfahren ist das Verfahren
mit dem sogenannten intermediären
Vektor (Fraley et al., 1985 (Referenz (9)); Fraley et al., 1983
(Referenz (10)); Zambryski et al., 1983 (Referenz (40)), die japanische
offengelegte Patentanmeldung (Kokai) Nr. 59-140885 (
EP116718 )). In diesem Verfahren wird
ein intermediärer
Vektor, welcher durch Techniken genetischer Manipulation leicht
zu handhaben ist, in welchen ein gewünschtes Gen insertiert werden
kann und welcher in E. coli repliziert werden kann, in die T-DNA
in dem Ti-Plasmid vom entschärften
Typ von Agrobacterium durch Drei-Eltern-Paarung
eingeführt
(Ditta et al., 1980 (Referenz (8))). Ein anderes Verfahren ist das
Verfahren mit dem sogenannten binären Vektor (
3),
welches auf der Tatsache basiert, daß, obwohl die vir-Region für die T-DNA
notwendig ist, es, um in Pflanzen eingeschlossen zu werden, nicht
notwendig ist, daß die
T-DNA und die vir-Region
in dem gleichen Plasmid existieren ((Hoekema et al., 1983). Die
vir-Region enthält
virA, virB, virC, virD, virE und virG (Plant Biotechnology Encyclopedia
(Enterprise Co., Ltd. (1989))), und die vir-Region ist definiert
als diejenige, die alle von virA, virB, virC, virD, virE und virG enthält. So ist
der binäre
Vektor ein kleines Plasmid, welches in sowohl Agrobacterium als
auch E. coli replizierbar ist, und dieses Plasmid wird in Agrobacterium
mit einem Ti-Plasmid vom entschärften
Typ eingeführt. Die
Einführung
des binären
Vektors in Agrobacterium kann durch Elektroporationsverfahren, Drei-Eltern-Paarung
oder dergleichen ausgeführt
werden). Binärer
Vektor schließt
pBIN19 (Bevan, 1984 (Referenz (4))), pB1121 (Jefferson, 1987 (Referenz
(19))), pGA482 (An et al., 1988 (Referenz (2))), die japanische
offengelegte Patentanmeldung (Kokai) Nr. 60-70080 (
EP120516 )) ein, und basierend auf diesen
Vektoren ist eine Anzahl neuer binärer Vektoren konstruiert worden.
In dem System des Ri-Plasmids sind ähnliche Vektoren konstruiert worden
und werden zur Transformation verwendet.
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Agrobacterium
A281 (Watson et al., 1975 (Referenz (39))) ist ein supervirulenter
Stamm, dessen Wirtsspektrum weit ist und dessen Effizienz der Transformation
höher ist
als die anderer Stämme
(Hood et al., 1987 (Referenz (13)); Komari 1989 (Referenz (21))).
Dieses Merkmal wird durch ein Ti-Plasmid pTiBo542, enthalten in
A281, zustandegebracht (Hood et al., 1984 (Referenz (16)); Jin et
al., 1987 (Referenz (20)); Komari et al., 1986 (Referenz (24))).
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Zwei
neue Systeme unter Verwendung von pTiBo542 sind entwickelt worden.
Ein System benutzt die Stämme
EHA101 (Hood et al., 1986) und EHA105 (Hood et al., 1993), die ein
Ti-Plasmid enthalten, welches ein entschärfter Typ von pTiBo542 ist.
Durch Anwenden dieser Stämme
auf das vorstehend erwähnte
binäre Vektorsystem
wurde ein System mit einer hohen Effizienz der Transformation erreicht,
welches zur Transformation verschiedener Pflanzen weitverbreitet
verwendet wird. Ein anderes System ist ein „super-binäres" Vektorsystem (Hiei et al., 1994 (Referenz
(11)); Ishida et al., 1996 (Referenz (18)); Komari et al., 1999
(Referenz (26)), WO94/00977, WO95/06722) (4). Da dieses
System ein Ti- Plasmid
vom entschärften
Typ mit der vir-Region (virA, virB, virC, virD, virE und virG) (jede
von diesen kann nachstehend auch als „vir-Fragment-Region" bezeichnet werden)
und ein Plasmid mit T-DNA umfaßt,
ist dieses eine Art des binären
Vektorsystems. Jedoch ist es von dem binären Vektor insofern verschieden,
als ein superbinärer
Vektor (Komari, 1990a (Referenz (22))), in dem ein vir-Region-Fragment
(vorzugsweise ein Fragment, enthaltend mindestens virB oder virG,
stärker
bevorzugt ein Fragment, mindestens enthaltend virB und virG), dem
im wesentlichen mindestens eines von den Fragmenten der vir-Region fehlt, in
das Plasmid mit der T-DNA, d.h. den binären Vektor, eingeschlossen
wird. Um eine T-DNA-Region
einzuführen,
in welche ein gewünschtes
Gen in ein Agrobacterium mit dem superbinären Vektor insertiert worden
ist, kann homologe Rekombination über das Verfahren der Drei-Eltern-Paarung
als leichtes Verfahren angewendet werden (Komari et al., 1996 (Referenz
(25))). Es wurde nachgewiesen, daß der superbinäre Vektor
für eine
Anzahl von Pflanzenspezies viel höhere Transformationseffizienz
als die vorstehend beschriebenen verschiedenen Vektorsysteme ergibt
(Hiei et al., 1994 (Referenz (11)); Ishida et al., 1996 (Referenz
(18)); Komari, 1990b (Referenz (23)); Li et al., 1996 (Referenz
(27)); Saito et al., 1992 (Referenz (35))).
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung ist das Wirtsbakterium,
gehörend
zu der Gattung Agrobacterium, nicht beschränkt und Agrobacterium tumefaciens
(z.B. das vorstehend beschriebene Agrobacterium tumefaciens LBA4404
(Hoekema et al., 1983 (Referenz (12))) und EHA101 (Hood et al.,
1986 (Referenz (15))) können
vorzugsweise angewendet werden.
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Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung kann auf ein beliebiges der
Geneinführungssysteme
angewendet werden, so lange wie es auf der Expression der Gruppe
von Genen in der vir-Region in dem Bakterium, gehörend zu
der Gattung Agrobacterium, beruht, um signifikante Wirkung zu erhalten.
So kann das Verfahren der vorliegenden Erfindung auf ein beliebiges
der Vektorsysteme, wie beispielsweise die vorstehend beschriebenen
intermediären
Vektoren, binären
Vektoren, supervirulenten binären
Vektoren und superbinären
Vektoren, angewendet werden, um die vorteilhafte Wirkung der vorliegenden
Erfindung zu erhalten. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung
kann auch auf die Vektorsysteme angewendet werden, die durch Modifizierung dieser
Vektoren erhalten werden (z.B. diejenigen, wobei die gesamte oder
ein Teil der vir-Region eines Bakteriums, gehörend zu der Gattung Agrobacterium,
exzidiert und zusätzlich
in das Plasmid eingeschlossen wird, oder die gesamte oder ein Teil
der vir-Region eines Bakteriums gehörend zu der Gattung Agrobacterium,
exzidiert wird und in Agrobacterium als Teil eines neuen Plasmids
eingeführt
wird). Weiterhin ist es unnötig
zu sagen, daß durch
das Verfahren der vorliegenden Erfindung die Effizienz der Einführung der
T-DNA-Region von Wildtyp-Agrobacterium gefördert wird, so daß die Effizienz
der Infektion gefördert
wird.
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Das
gewünschte
Gen, das in die Pflanze eingeführt
werden soll, kann in eine Restriktionsstelle in der T-DNA-Region
des vorstehend beschriebenen Plasmids durch ein herkömmliches
Verfahren insertiert werden, und das Agrobacterium, in welches das
gewünschte
Gen eingeschlossen wurde, kann basierend auf einem geeigneten Selektionsmarker
wie beispielsweise einem arzneimittelresistentem Gen gegen ein Arzneimittel wie
beispielsweise Kanamycin oder Paromomycin ausgewählt werden. In Fällen, wo
das Plasmid groß ist
und eine Anzahl von Restriktionsstellen hat, ist es nicht immer
leicht, die gewünschte
DNA durch ein gewöhnliches Subklonierungsverfahren
in die T-DNA-Region zu insertieren. In einem derartigen Fall kann
die gewünschte DNA
durch das Verfahren der Drei-Eltern-Paarung unter Nutzung der homologen
Rekombination in der Zelle des Bakteriums, gehörend zu der Gattung Agrobacterium,
insertiert werden.
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Einführung des
Plasmids in ein Bakterium, gehörend
zu der Gattung Agrobacterium, wie beispielsweise Agrobacterium tumefaciens
kann durch ein bekanntes Verfahren einschließlich des vorstehend erwähnten Verfahrens
der Drei-Eltern-Paarung, des Elektroporationsverfahrens, des Elektroinjektionsverfahrens
und chemischer Behandlungen mit PEG oder dergleichen ausgeführt werden.
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Das
Gen, welches in die Pflanze eingeführt werden soll, ist im Prinzip
wie in dem herkömmlichen
Verfahren zwischen der linken und rechten Grenzsequenz der T-DNA
angeordnet. Jedoch kann, da das Plasmid ringförmig ist, das Plasmid nur eine
Grenzsequenz enthalten. Alternativ kann in Fällen, wo eine Mehrzahl von Genen
an verschiedenen Stellen angeordnet werden soll, das Plasmid drei
oder mehrere Grenzsequenzen enthalten. Alternativ kann die Anordnung
des gewünschten
Plasmids in dem Ti- oder Ri-Plasmid
in der Zelle des Bakteriums, gehörend
zu der Gattung Agrobacterium, durchgeführt werden oder das gewünschte Gen kann
in einem anderen Plasmid angeordnet werden. Weiterhin kann das gewünschte Gen
in einer Mehrzahl von Typen von Plasmiden angeordnet werden.
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Einführung eines
Gens in die Pflanzenzellen über
ein Bakterium, gehörend
zu der Gattung Agrobacterium, kann erreicht werden, indem einfach
der Kontakt der Pflanzenzellen oder des Pflanzengewebes mit dem
Bakterium, gehörend
zu der Gattung Agrobacterium, hergestellt wird. Zum Beispiel wird
eine Zellsuspension des Bakteriums, gehörend zu der Gattung Agrobacterium,
mit einer Populationsdichte von etwa 106 bis 1011 Zellen/ml hergestellt, und die Pflanzenzellen
oder das Pflanzengewebe werden für
etwa 3 bis 10 Minuten in die Suspension eingetaucht, nachfolgend
das Reaktionsergebnis auf einem festen Medium für mehrere Tage cokultiviert,
wodurch die Einführung
des Gens erreicht wird.
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Die
Zellen oder das Gewebe, die der Geneinführung unterworfen werden sollen,
sind überhaupt
nicht eingeschränkt
und können
ein Blatt, eine Wurzel, ein Stamm, eine Frucht oder irgendein anderer
Teil der Pflanze sein. Weiterhin können dedifferenziertes Gewebe
wie beispielsweise ein Kallus oder ein nicht dedifferenziertes Gewebe
wie beispielsweise ein Embryo angewendet werden.
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Wie
in den folgenden Beispielen konkret gezeigt werden wird, wird durch
das Verfahren der vorliegenden Erfindung die Effizienz der Geneinführung signifikant
gefördert,
wenn mit dem herkömmlichen
Agrobacterium-Verfahren verglichen wird.
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BEISPIELE
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Die
vorliegende Erfindung wird jetzt durch Beispiele davon beschrieben.
Es sollte bemerkt werden, daß die
vorliegende Erfindung nicht auf die folgenden Beispiele eingeschränkt ist.
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BEISPIEL 1
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(1) Agrobacterium-Stämme und
Plasmide
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Als
das Agrobakterium und seine Vektoren wurden LBA4404(pBI121) (pBI121
ist im Handel von CLONETECH, US, erhältlich) (Jefferson RA 1987
(Referenz (19))), LBA4404(pIG1121Hm) (Hiei, Y. et al., 1994 (Referenz
(11))), LBA4404(pTOK233) (Hiei et al., 1994 (Referenz (11))) und
LBA4404(pSB133) (2) verwendet.
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Die
Konstruktion von pSB133 wurde wie folgt ausgeführt: Ein DNA-Fragment mit einer
Größe von 6,2 kb,
erhalten durch Digestieren von pGA482 (An G et al., 1985 (Referenz
(3))) mit einem Restriktionsenzym SalI, wurde mit einem DNA-Fragment
mit einer Größe von 5,1
kbp, erhalten durch Digestieren von pSB11 (Komari et al., (Referenz
(25))) mit SalI, ligiert, um ein Plasmid herzustellen. Dieses Plasmid
wurde dann mit den Restriktionsenzymen EcoRI und BglII digestiert,
um ein DNA-Fragment
mit einer Größe von 8,6
kb zu erhalten. Dieses DNA-Fragment wurde abgestumpft und ein BglII-Linker
(im Handel erhältlich
von TaKaRa) wurde darin insertiert, um ein Plasmid pSB27 zu erhalten.
Das pSB27 wurde mit einem Restriktionsenzym HindIII digestiert, und
ein DNA-Fragment mit einer Größe von 3,1
kb, enthaltend 35S-Promotor und ein Intron-GUS-Gen, welches Fragment
durch Digestieren von pIG221 erhalten wurde (Ohta S et al., 1990
(Referenz (32)), wurde darin insertiert, um pSB33 zu erhalten. Das
pSB33 wurde in E. coli LE392 eingeführt und dann in Agrobacterium LBA4404,
enthaltend pSB1 (Komari et al., 1996 (Referenz (25))) durch das
Verfahren der Drei-Eltern-Paarung eingeführt (Ditta G et al., 1980 (Referenz
(8))). Das pSB133 wurde durch homologe Rekombination zwischen pSB1
und pSB33 in der Zelle von Agrobacterium erhalten. Die T-DNA-Region
von pBI121 enthält
ein Kanamycinresistentes Gen (nptII), gesteuert durch den Promotor
des Nopalin-Synthetase-Gens (nos), und ein GUS-Gen, gesteuert durch den 35S-Promotor
des Blumenkohlmosaikvirus (CaMV). Jede der T-DNA-Regionen von pIGl21Hm
und pTOK233 enthält
ein nptII-Gen, gesteuert durch den nos-Promotor, ein hpt-Gen, gesteuert
durch den 35S-Promotor, und ein GUS-Gen, gesteuert durch den 35S-Promotor,
welches GUS-Gen Intronen
des Katalase-Gens der Kastor-Bohne enthält. Die T-DNA-Region von pSB133
enthält
ein nptII-Gen, gesteuert durch den nos-Promotor, und ein GUS-Gen,
gesteuert durch den 35S-Promotor von CaMV, welches GUS-Gen Intronen
des Katalase-Gens der Kastor-Bohne enthält (2). Die
Plasmide pSB133 und pTOK233 sind superbinäre Vektoren mit hohen Fähigkeiten
zur Transformation (Komari, T. et al., 1999 (Referenz (26))).
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(2) Probenvarietäten und
Gewebe
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Als
Probenvarietäten
wurden Koshihikari und Tsukinohikari verwendet, welche Varietäten von
japanischem Reis sind. Spelzen von unreifen Samen wurden 8 bis 14
Tagen nach dem Blühen
entfernt und die Samen wurden mit 70 %igem Ethanol für mehrere
Sekunden und mit 1 %iger wässeriger
Natriumhypochloritlösung,
enthaltend Tween 20, für
15 Minuten sterilisiert. Nachdem die Samen mehrere Male mit sterilisiertem Wasser
gewaschen worden waren, wurden unreife Embryos mit Längen von
1,5 bis 2 mm exzidiert und als Probengewebe verwendet.
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(3) Zentrifugationsbehandlung
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Die
unreifen Embryos von Reis wurden in Röhrchen, enthaltend sterilisiertes
Wasser, plaziert und unter Verwendung einer Mikrohochgeschwindigkeitszentrifuge,
einer großen
Hochgeschwindigkeitszentrifuge oder einer Ultrahochgeschwindigkeitszentrifuge
unter einer Beschleunigung von 760 g bis 150000 g zentrifugiert.
Nach der Zentrifugation wurden die unreifen Embryos mit Agrobacterium
infiziert.
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(4) Infektion und Cokultivieren
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Das
Verfahren zur Infektion der unreifen Embryos und das Verfahren zum
Cokultivieren waren in Übereinstimmung
mit den Verfahren von Hiei et al. (1994) (Referenz (11)). Das heißt, nach
der Zentrifugation wurde das sterilisierte Wasser in jedem Röhrchen entfernt
und eine Suspension von Agrobacterium wurde hinzugegeben, nachfolgend
das Gemisch mit einem Vortex-Mischer für 5 bis 30 Sekunden gerührt.
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Die
Suspensionen von Bakterien wurden hergestellt, indem Kolonien von
Agrobacterium, kultiviert auf AB-Medium (Chilton, M-D et al., 1974
(Referenz (6))), mit einer Platinschleife gesammelt wurden und die
gesammelten Bakterien in modifiziertem AA-Medium (hauptsächliche
anorganische Salze von AA, AA-Aminosäuren und AA-Vitamine (Toriyama
K. et al., 1985 (Referenz (36))), nebensächliche Salze von MS (Murashige, T
et al., 1962 (Referenz (30))), 1,0 g/l Casaminosäure, 100 μM Acetosyringon, 0,2 M Saccharose,
0,2 M Glucose) suspendiert wurden. Nachdem das Gemisch von unreifen
Embryos und die Suspension von Agrobacterium bei Raumtemperatur
für etwa
5 Minuten stehen gelassen wurden, wurden die unreifen Embryos zum
Cokultivieren auf ein Gewebe aufgebracht. Als Medium zum Cokultivieren
wurde 2N6-AS-Medium (Hiei et al. 1994 (Referenz (11))) verwendet,
außer
daß die
anorganischen Salze davon zu der Zusammensetzung von R2-Medium (Ohira
et al. 1973 (Referenz (31))) verändert
wurden. Es sollte jedoch bemerkt werden, daß die hauptsächlichen
anorganischen Salze (KNO3, KH2PO4, CaCl22H2O, MgSO47H2O) zu dem Medium mit halber Konzentration
hinzugegeben wurden. Die Dichte der Bakterienzellen, die infiziert
werden sollten, wurde auf 1 × 108 bis 1 × 109 cfu/ml eingestellt. Das Cokultivieren wurde
für 3 bis
13 Tage ausgeführt
und ein Teil des unreifen Embryos wurde mit X-Gluc behandelt, um die Expression des
GUS-Gens zu überprüfen (Hiei
et al. 1994) (Referenz (11)). Das heißt, sofort nach dem Cokultivieren
wurde das Gewebe in 0,1 M Phosphat-Puffer (pH 6,8), enthaltend 0,1%
Triton X-100, eingetaucht und wurde bei 37°C für 1 Stunde stehen gelassen.
Nach dem Entfernen von Agrobacterium mit Phosphatpuffer wurde Phosphatpuffer,
enthaltend 1,0 mM 5-Brom-4-chlor-3-indolyl-β-D-glucuronsäure (X-gluc) und 20% Methanol,
hinzugegeben. Nach dem Inkubieren des Reaktionsergebnisses bei 37°C für 24 Stunden
wurden unter dem Mikroskop Gewebeteilchen, gefärbt in blau, beobachtet.
-
(5) Auswahl von transformierten
Zellen
-
Nach
dem Cokultivieren wurden die unreifen Embryos und Kalli in ein primäres Selektionsmedium, enthaltend
250 mg/l Carbenicillin und 250 mg/l Cefotaxim und weiterhin enthaltend
200 mg/l Paromomycin oder 10 bis 30 mg/l Hygromycin, überführt und
bei 30°C
unter Lichtbedingungen für
1 bis 2 Wochen kultiviert. Als primäres Selektionsmedium wurde
2N6K-Medium, beschrieben bei Hiei et al. (1994) (Referenz (11)),
ergänzt
mit D-Sorbitol zu 30 g/l, verwendet (K-Medium). Weiterhin wurde
ein Medium (N-Medium), welches das gleiche wie das 2N6-Medium war
(anorganische Salze und Vitamine von N6 (Chu C. C. 1978 (Referenz
(7))), 1 g/l Casaminosäure,
2 mg/l 2,4-D), außer
daß die
Konzentration von (NH4)2SO4 zu 232 mg/l verändert wurde und daß die Aminosäuren des
AA-Mediums (Toriyama et al., 1985 (Referenz (36))) ergänzt wurden,
ebenfalls im Test verwendet.
-
Die
Kalli, erzeugt auf dem primären
Selektionsmedium, wurden in ein sekundäres Selektionsmedium, enthaltend
250 mg/l Cefotaxim und 250 mg/l Carbenicillin und weiterhin enthaltend
200 mg/ml Paromomycin oder 80 mg/l Hygromycin, überführt und bei 30°C unter Lichtbedingungen
für 1 bis
2 Wochen kultiviert. Als sekundäres
Selektionsmedium wurde ein Medium, welches das gleiche war wie das
N6-7-Medium, beschrieben bei Hiei et al. (1994) (Referenz (11)),
außer
daß die
Konzentration von (NH4)2SO4 zu 232 mg/l verändert wurde und daß die Aminosäuren des
AA-Mediums (Toriyama et al., 1985 (Referenz (36))) ergänzt wurden,
verwendet. Zu dem Paronomycin enthaltenden primären und sekundären Selektionsmedium
wurde als Verfestiger Agarose zu 8 g/l hinzugegeben. Die Rate der
auftauchenden resistenten Kalli wurde nach der sekundären Selektion
untersucht.
-
(6) Regeneration von Transformanten
-
Die
Kalli, resistent gegenüber
den Arzneimitteln der Selektion, erhalten aus den Scutella von unreifen Embryos,
wurden auf N6S3-Medium (Hiei et al. 1994 (Referenz (11))) zur Regeneration,
enthaltend 250 mg/l Carbenicillin und 250 mg/l Cefotaxim und weiterhin
enthaltend 100 mg/l Paromomycin oder 50 mg/l Hygromycin, aufgebracht.
-
(7) Überprüfen der GUS-Expression in regenerierten
Pflanzen
-
Blätter von
regenerierten Pflanzen, resistent gegenüber den Arzneimitteln, erhalten
durch Kultivieren zur Regeneration bei 25°C unter Lichtbedingungen für 4 bis
5 Wochen, wurden auf die Expression von GUS-Gen überprüft, indem sie mit X-Gluc in
der gleichen Weise wie vorstehend erwähnt behandelt wurden (Hiei
et al. 1994 (Referenz (11))). Die regenerierten Pflanzen wurden
in 500-fach verdünnte
wässerige
Hyponex-Lösung
transplantiert und bei 25°C
unter Lichtbedingungen für
etwa 2 Wochen kultiviert, nachfolgend in Töpfe in einem Gewächshaus
transplantiert.
-
(8) Ergebnisse
-
(i) Diskussion über Auswirkungen
durch Zentrifugationsbehandlung
-
Unter
Verwendung einer Mikrohochgeschwindigkeitszentrifuge, großen Hochgeschwindigkeitszentrifuge
und einer Ultrahochgeschwindigkeitszentrifuge wurde die Auswirkung
durch die Zentrifugationsbehandlung auf die unreifen Embryos von
Reis getestet. Das Ergebnis war, daß die Effizienz der Geneinführung gefördert wurde,
wenn die Beschleunigung innerhalb des Bereichs von 10 kg bis 100
kg war (Tabellen 1, 2, 3 und 6). Was die Behandlungszeit betrifft,
wurde vorteilhafte Wirkung klar bei der Behandlung für 10 Minuten
beobachtet (Tabellen 4 und 5). Die Frequenz der transienten Expression
von GUS war zwischen den Varietäten, das
heißt
zwischen Koshihikari und Tsukinohikari, nicht unterschiedlich. Da
nicht nur die Auswirkung zum Fördern
der Effizienz der Geneinführung,
sondern auch die Auswirkung zum Induzieren der Erzeugung von Kallus beobachtet
wurde, ließ das
darauf schließen,
daß Zentrifugationsbehandlung
für Induktion
und Wachstum von Kalli und beim Kultivieren von Pflanzen, die andere
Spezies einschließen,
wirksam ist.
-
Wie
in Tabelle 6 angegeben ist, wurde die Induktion von Kalli aus den
unreifen Embryos von Tsukinohikari überhaupt nicht beobachtet,
wenn die Zentrifugation mit 250 kg für 60 Minuten unter Verwendung
der Ultrahochgeschwindigkeitszentrifuge ausgeführt wurde. Jedoch wurde Induktion
von Kalli beobachtet, wenn die Zentrifugation mit 110 kg für 60 Minuten
ausgeführt
wurde, und Expression von GUS wurde ebenfalls mit hoher Rate beobachtet. Ähnlich wurde,
wie für
Koshihikari, Induktion von Kalli aus den unreifen Embryos von Tsukinohikari überhaupt
nicht beobachtet, wenn die Zentrifugation mit 250 kg für 60 Minuten
unter Verwendung der Ultrahochgeschwindigkeitszentrifuge ausgeführt wurde.
Ausgehend von diesen Ergebnissen denkt man, daß der vorteilhafte Effekt durch
Zentrifugation für
den unreifen Embryo von Reis bei einer Beschleunigung zwischen 5
kg bis 200 kg erhalten wird. So wird angesichts der Einfachheit
der Behandlung gedacht, daß, wenn
eine Mikrohochgeschwindigkeitszentrifuge oder eine große Hochgeschwindigkeitszentrifuge
verwendet wird, die Behandlung mit 20 kg oder 40 kg geeignet ist.
Weiterhin wurde, wie in den Tabellen 9, 10 und 11 angegeben, nachgewiesen,
daß durch
die Zentrifugationsbehandlung mit 20 kg für 60 Minuten Transformation unter
Verwendung eines unreifen Embryos nicht nur für LBA4404(pSB1333) mit einem
superbinären
Vektor, von dem bekannt ist, eine hohe Transformationsfähigkeit
zu haben, sondern auch für
LBA4404 (pIG121Hm), enthaltend einen gewöhnlichen binären Vektor,
erreicht werden kann.
-
(ii) Diskussion über Zentrifugationsbehandlung
und Dauer des Cokultivierens
-
Wie
in den Tabellen 7 und 8 angegeben ist, war die Effizienz der GUS-Expression,
beobachtet in dem transienten Assay, höher, wenn die Dauer des Cokultivierens
6 oder 13 Tage betrug, als wenn die Dauer des Cokultivierens 3 Tage
betrug. In einem anderen Experiment wurde eine hohe GUS-Expression
beobachtet, wenn die Dauer des Cokultivierens 9 Tage betrug. Verschiedene
unreife Embryos, welche einer verschiedenen Dauer des Cokultivierens
unterzogen wurden, werden jetzt auf einem primären Selektionsmedium (10 ppm
Hygromycin, 200 ppm Paromomycin) kultiviert und es gibt eine Tendenz,
daß die
Rate des Auftauchens von Arzneimittel-resistenten Kalli in der für 9 oder
13 Tage cokultivierten Gruppe kleiner als in der für 3 oder
6 Tage cokultivierten Gruppe ist.
-
(iii) Untersuchung der
Effizienz der Transformation durch Zentrifugationsbehandlung
-
Jetzt
werden die GUS-positiven Transformanten (Tabelle 4 und 5), hergestellt
wie vorstehend beschrieben, akklimatisiert und das Kultivieren wird
fortgesetzt. Für
einige Linien wurden Samen gesammelt und die Fruchtbarkeit wurde überprüft. Das
Ergebnis war, daß keine
Unterschiede in Morphologie und Fruchtbarkeit zwischen den zentrifugierten
Transformanten und den nichtbehandelten Transformanten (Koshihikari
und Tsukinohikari) beobachtet wurden.
-
Hiei
et al. (1994 (Referenz (11))) berichteten, daß Transformation mit einer
relativ hohen Effizienz unter Verwendung von Kalli von Reis erreicht
werden kann. Aldemita RR et al. 1996 (Referenz (1)) berichteten
einen Fall von Transformation unter Verwendung eines unreifen Embryos
von Reis. Um diese Transformationsverfahren wirksamer und stabiler
auszuführen,
ist das vorstehend beschriebene Verfahren der Zentrifugationsbehandlung
sehr wirksam. Insbesondere kann es, obwohl die Qualität des unreifen
Embryos wahrscheinlich abhängig
von der Umgebung des Kultivierens variiert, so daß es nicht
leicht ist, immer ein zur Transformation geeignetes unreifes Embryo
zu erhalten, möglich
sein, hohe Effizienz der Transformation zu halten, indem der unreife
Embryo der Zentrifugationsbehandlung unterworfen wird. Hiei et al.
(1994) (Referenz (11)) zeigten, daß ein superbinärer Vektor
mit einer hohen Transformationsfähigkeit
die Effizienz der Transformation von Reis fördert. Nach Aldemita RR et
al. 1996 (Referenz (1)) wurden Transformanten nur in dem Test unter
Verwendung von LBA4404(pTOK233), enthaltend einen superbinären Vektor,
erhalten. Durch das Verfahren der Zentrifugationsbehandlung gemäß der vorliegenden
Erfindung wird, sogar wenn ein gewöhnlicher binärer Vektor
verwendet wird, eine hohe Effizienz der Transformation erreicht,
welche vergleichbar mit oder sogar höher ist als die, die in der
Transformation unter Verwendung eines superbinären Vektors erreicht wird.
Weiterhin kann durch Anwenden sowohl des superbinären Vektors
als auch des Verfahrens der Zentrifugationsbehandlung die Effizienz
noch stärker
gefördert
werden. Weiterhin wird noch erwartet, daß Transformanten durch Anwenden des
Verfahrens der Zentrifugationsbehandlung für die Varietäten, mit
welchen ein Transformant bisher nicht erhalten worden ist, erhalten
werden können. TABELLE
1 Verschiedene Zentrifugationsbehandlungen und Ergebnisse der GUS-Expression
nach dem Cokultivieren (Probenstamm: LBA4404/pSB133)

- Zeit der Zentrifugationsbehandlung: 10
Minuten; Dauer des Cokultivierens: 3 bis 5 Tage; Anzahl der GUS-positiven
unreifen Embryos/Anzahl der unreifen Embryos der Probe
- Die Symbole in Klammern zeigen das Gebiet der Region in den
Scutella an, in welchen GUS exprimiert wurde: –: keines; +: klein; ++: mittel;
+++: groß
TABELLE
2 Rate des Auftauchens von Paromomycin-resistenten Kalli von unreifen
Embryos von Koshihikari (Probenstamm: LBA4404/pSB133) - Anzahl der unreifen Embryos, von welchen
resistente Kalli erhalten wurden/Anzahl der unreifen Embryos der Probe, überprüft nach
Vervollständigung
der sekundären
Selektion
- Zeit der Zentrifugationsbehandlung: 10 Minuten; Dauer des Cokultivierens:
3 bis 5 Tage
TABELLE
3 Rate des Auftauchens von Paromomycin-resistenten Kalli von unreifen
Embryos von Tsukinohikari (Probenstamm: LBA4404/pSB133) - Anzahl der unreifen Embryos, von welchen
resistente Kalli erhalten wurden/Anzahl der unreifen Embryos der Probe, überprüft nach
Vervollständigung
der sekundären
Selektion
- Zeit der Zentrifugationsbehandlung: 10 Minuten; Dauer des Cokultivierens:
3 bis 5 Tage
TABELLE
4 Zeit der Zentrifugationsbehandlung und Ergebnisse der GUS-Expression
nach dem Cokultivieren - Zentrifugale Beschleunigung: 20000 g; Probenvarietät: Koshihikari;
- Anzahl von GUS-positiven unreifen Embryos/Anzahl von unreifen
Embryos der Probe des Gebiets in den Scutella, in welchen GUS exprimiert
wurde. +: klein; ++: mittel; +++: groß
TABELLE
5 Zeit der Zentrifugationsbehandlung und Rate des Auftauchens von
Paronomycin-resistenten
Kalli (Varietät:
Koshihikari) - Zentrifugale Beschleunigung: 20000 g; Dauer
des Cokultivierens: 3 bis 5 Tage, überprüft nach Vervollständigung
der sekundären
Selektion;
- Anzahl von unreifen Embryos, von welchen resistente Kalli erhalten
wurden/Anzahl von unreifen Embryos der Probe
TABELLE
6 Zeit der Zentrifugationsbehandlung und GUS-Expression nach dem
Cokultivieren (Varietät:
Tsukinohikari) - Probenstamm: LBA4404/pIG121Hm; Zeit der
Zentrifugationsbehandlung: 60 Minuten
- 1) Mikrohochgeschwindigkeitszentrifuge; 2) große Hochgeschwindigkeitszentrifuge;
3) Ultrahochgeschwindigkeitszentrifuge
- Rate von GUS-exprimiertem Gebiet in den Scutella: –: keines: ±: <1/8; +: 1/8-1/4;
++: >1/4
TABELLE
7 Zentrifugationsbehandlung, Dauer des Cokultivierens und GUS-Expression
nach dem Cokultivieren (Varietät:
Tsukinohikari) - Probenstamm: LBA4404/pIG121Hm; 1) Mikrohochgeschwindigkeitszentrifuge;
2) große
Hochgeschwindigkeitszentrifuge; Zentrifugation wurde für 60 Minuten
mit der angezeigten Umdrehung ausgeführt
- Rate von GUS-exprimiertem Gebiet in den Scutella: -: keines: ±: <1/8; +: 1/8-1/4;
++: >1/4
TABELLE
8 Zentrifugationsbehandlung, Dauer des Cokultivierens und GUS-Expression
nach dem Cokultivieren (Varietät:
Koshihikari) - Probenstamm: LBA4404/pIG121Hm; 1) Mikrohochgeschwindigkeitszentrifuge;
2) große
Hochgeschwindigkeitszentrifuge; Zentrifugation wurde für 60 Minuten
mit der angezeigten Umdrehung ausgeführt
- Rate von GUS-exprimiertem Gebiet in den Scutella: –: keines: ±: <1/8; +: 1/8-1/4;
++: >1/4
TABELLE
9 Ergebnisse der Transformation durch LBA4404/(pBI121) (Varietät: Tsukinohikari) - Zentrifugationsbehandlung: 20 kg – 60 Minuten;
Dauer des Cokultivierens: 5 Tage TABELLE
10 Ergebnisse der Transformation durch LBA4404(pIG121Hm) (Varietät: Tsukinohikari)
- Zentrifugationsbehandlung: 20
kg – 60
Minuten; Dauer des Cokultivierens: 5 Tage TABELLE
11 Ergebnisse der Transformation durch LBA4404(pBI121) (Varietät: Koshihikari)
- Zentrifugationsbehandlung: 20
kg – 60
Minuten; Dauer des Cokultivierens: 5 Tage TABELLE
12 Ergebnisse der Transformation durch LBA4404(pSB133) (Varietät: Koshihikari)
- Zentrifugationsbehandlung: 20
kg – 60
Minuten; Dauer des Cokultivierens: 3 Tage
-
BEISPIEL 2
-
Unreife
Embryos von Mais mit einer Größe von etwa
1,2 mm (Varietät:
A188, erhalten vom National Institute of Agrobiological Resources,
The Ministry of Agriculture, Forestry and Fisheries) wurden aseptisch
gesammelt und einmal mit flüssigem
LS-inf-Medium gewaschen. In ein Zentrifugenröhrchen, enthaltend den unreifen
Embryo und 2,0 ml LS-inf-Medium, enthaltend 100 μM Acetosyringon, wurde eine
Suspension von Agrobacterium tumefaciens LBA4404(pSB131) (Ishida
et al. 1996 (Referenz (18))) zu einer Populationsdichte von etwa
1 × 109 cfu/ml hinzugegeben und das resultierende
Gemisch wurde mit 40000 g bei 4°C
für 30
Minuten zentrifugiert. Der Kontrollembryo wurde in der gleichen
Zellsuspension bei Raumtemperatur für 30 Minuten stehen gelassen.
Nach der Behandlung wurde das Gemisch sanft gerührt und auf LS-AS-Medium derart
aufgebracht, daß die
Oberfläche
des Hypocotyls das Medium berührte.
Andererseits wurde die Infektion von unreifen Embryos nach der Zentrifugationsbehandlung
wie folgt ausgeführt:
Aseptisch gesammelte Embryos wurden einmal mit flüssigem LS-inf-Medium
gewaschen und in Zentrifugenröhrchen,
enthaltend das gleiche Medium, überführt, nachfolgend
mit 20 kg oder 40 kg bei 4°C
für 1 Stunde
zentrifugationsbehandelt. Die Kontrollprobe wurde in dem flüssigen Medium
bei Raumtemperatur für
1 Stunde stehen gelassen. Nach der Behandlung wurde das flüssige Medium
entfernt und eine Suspension von LBA4404(pSB131) mit einer Populationsdichte
von etwa 1 × 109 cfu/ml wurde hinzugegeben, nachfolgend
das Gemisch sanft gerührt. Nachdem das
Gemisch bei Raumtemperatur für
5 Minuten stehen gelassen worden war, wurden die Embryos auf LS-AS-Medium,
enthaltend 10 μM
AgNO3, derart aufgebracht, daß die Oberfläche jedes
Hypocotyls das Medium berührte.
Nach dem Cokultivieren in der Dunkelheit bei 25°C für 3 Tage wurde ein Aliquot
der unreifen Embryos als Probe genommen und die transiente Expression
des GUS-Gens wurde durch die Behandlung mit X-gluc wie in Beispiel
1 überprüft. Das
vorstehend beschriebene Medium und das Verfahren zum Kultivieren waren
in Übereinstimmung
mit Ishida, Y. et al. 1996 (Referenz (18)).
-
Die
transiente Expression des GUS-Gens in den unreifen A188-Embryos,
infiziert mit LBA4404(pSB131), wird in Tabelle 13 gezeigt. Obwohl
jeder Embryo Expression des GUS-Gens zeigte, zeigte eine Anzahl
der unreifen Embryos, unterworfen der Zentrifugationsbehandlung,
Expression in größerem Gebiet
als die unreifen Embryos der Kontrolle. Die Zunahme in den Gen-eingeführten Stellen
durch die Zentrifugationsbehandlung wurde in beiden Fällen beobachtet,
wobei die Zentrifugationsbehandlung zusammen mit dem Agrobacterium
durchgeführt
wurde und wobei das Agrobacterium nach der Zentrifugationsbehandlung
infiziert wurde. Weiterhin wurde Expression des GUS-Gens in größerem Gebiet
beobachtet als in dem der Kontrolle, sogar wenn die Intensität der Zentrifugation
und die Zeit der Behandlung verändert
wurden.
-
Durch
diese Ergebnisse ließ sich
auf die Möglichkeit
schließen,
daß durch
Kultivieren der unreifen Embryos nach der Zentrifugationsbehandlung
auf einem Selektionsmedium transformierte Pflanzen mit höherer Effizienz
als der der Kontrolle erhalten werden. Weiterhin ließ sich auf
die Möglichkeit
schließen,
daß die
Maisvarietäten
(Ishida et al. 1996 (Referenz (18))) anders als A188, welche bisher
nicht durch das herkömmliche Agrobacterium-Verfahren
transformiert werden konnten, durch die Zentrifugationsbehandlung
transformiert werden können. TABELLE
13 Transiente Expression von GUS-Gen in unreifen A188-Embryos
- Die Kontrolle wurde unter 1 g behandelt.
- In Test 1 wurde die Zentrifugationsbehandlung in Anwesenheit
von Agrobacterium durchgeführt.
- In Test 2 wurde Agrobacterium nach der Zentrifugationsbehandlung
infiziert.
-
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