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Die
Erfindung der vorliegenden Anmeldung betrifft ein optisch aktives
fluoriertes Binaphthol-Derivat. Insbesondere betrifft sie ein optisch
aktives fluoriertes Binaphthol-Derivat,
das als asymmetrischer Katalysator mit hervorragender Reaktionsausbeute
und optischer Selektivität
geeignet ist, einen asymmetrischen Metallkatalysator, der dieses
verwendet, und ferner ein Verfahren zur asymmetrischen Synthese
unter Verwendung dieses asymmetrischen Metallkatalysators.
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STAND DER TECHNIK
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Die
asymmetrische Synthese hat als ein Verfahren zur Synthese organischer
Verbindungen, die in Arzneistoffen oder dergleichen als biologisch
wirksame Substanzen verwendet werden, große Beachtung gefunden. Optisch
aktive Binaphthole waren als Substanzen bekannt, die Katalysatoren
oder Reaktionsbeschleuniger für
solche asymmetrischen Synthesen bilden.
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Zum
Beispiel waren asymmetrische Metallkomplexe, die durch Reaktion
von optisch aktiven Binaphtholen und Metallverbindungen gebildet
werden, bekannt.
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Bei
den bisher vorgeschlagenen optisch aktiven Binaphtholen, wie z.B.
bei halogensubstituierten Binaphtholen (siehe Haruro Ishitani et
al., J. Am. Chem. Soc. 1997, 119, 7153–7159), sind jedoch Verbesserungen
der Reaktionsausbeute und der optischen Ausbeute (Selektivität) nicht
leicht zu erzielen, wenn diese in asymmetrischen Synthesereaktionen
verwendet werden, was zu Problemen bei der praktischen Verwendung führt.
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Demgemäß will die
Erfindung der vorliegenden Anmeldung zur Lösung der oben genannten Probleme des
Stands der Technik ein neues optisch aktives Binaphthol-Derivat, das als
asymmetrischer Katalysator geeignet ist, mit dem höhere Reaktionsausbeuten
und höhere
optische Ausbeuten (Selektivität)
bei asymmetrischen Synthesereaktionen erzielt werden können, einen
asymmetrischen Metallkatalysator, der dieses verwendet, und ein
Verfahren zur asymmetrischen Synthese zur Verfügung stellen.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Als
Lösung
der oben genannten Probleme stellt die Erfindung der vorliegenden
Anmeldung erstens ein durch die folgende Formel (I)
(worin R
1 und
R
2 jeweils eine fluorierte Kohlenwasserstoffgruppe
bedeuten) dargestelltes optisch aktives fluoriertes Binaphthol-Derivat
zur Verfügung,
und zweitens stellt sie das optisch aktive fluorierte Binaphthol-Derivat zur
Verfügung,
bei dem die fluorierte Kohlenwasserstoffgruppe von R
1 und
R
2 eine Perfluoralkylgruppe ist.
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Darüber hinaus
stellt die Erfindung der vorliegenden Anmeldung drittens ein Verfahren
zur Herstellung des optisch aktiven fluorierten Binaphthol-Derivats
der ersten oder zweiten Erfindung zur Verfügung, umfassend die Substitution
des Halogenatoms (X) eines optisch aktiven halogenierten Binaphthol-Derivats,
dargestellt durch die folgende Formel (II)
(wobei X ein Halogenatom
bedeutet und R eine Schutzgruppe bedeutet), durch eine fluorierte
Kohlenwasserstoffgruppe und die Eliminierung der Schutzgruppe (R).
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Die
Erfindung der vorliegenden Anmeldung stellt viertens einen asymmetrischen
Metallkatalysator zur Verfügung,
der das optisch aktive fluorierte Binaphthol-Derivat der ersten
oder zweiten Erfindung und ein Metall umfasst, und fünftens wird
ein asymmetrischer Metallkatalysator, bei dem das Metall zumindest
ein Element ist, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Bor, Aluminium, Titan, Zirkonium,
Lanthaniden, Gallium, Bismut, Silizium und Zinn, zur Verfügung gestellt.
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Darüber hinaus
stellt die Erfindung der vorliegenden Erfindung sechstens ein Verfahren
zur asymmetrischen organischen Synthese zur Verfügung, umfassend die Bildung
einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung durch Verwendung des asymmetrischen
Metallkatalysators der vierten oder fünften Erfindung.
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BESTE AUSFÜHRUNGSFORM
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung der vorliegenden Anmeldung hat die oben genannten charakteristischen
Merkmale; nachfolgend werden ihre Ausführungsformen beschrieben.
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Erstens
wird bei der Erfindung der vorliegenden Anmeldung das durch die
oben genannte Formel (I) dargestellte optisch aktive fluorierte
Binaphthol-Derivat zur Verfügung
gestellt. Bei diesem Derivat sind die Symbole R1 und
R2 in Formel (I) fluorierte Kohlenwasserstoffgruppen,
die Kohlenwasserstoffgruppen bedeuten, bei denen Wasserstoffatome
durch Fluoratome ersetzt sind. Als Kohlenwasserstoffgruppen kommen
gesättigte
oder ungesättigte
aliphatische Kohlenwasserstoffgruppen in Betracht. Die fluorierten
Kohlenwasserstoffgruppen in der oben genannten Formel (I) der Erfindung
sollen diese Gruppen, substituiert durch Fluoratome, sein. Perfluoralkylgruppen
sind als fluorierte Kohlenwasserstoffgruppen besonders bevorzugt.
Beispiele dafür
sind u.a. -CF3, -C2F5, -C2F3 und
-C3F7.
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Solche
fluorierten Kohlenwasserstoffgruppen können an verschiedene Positionen
eines Naphthalinrings des Binaphthols gebunden sein, typische Beispiele
wären diejenigen,
die an die symmetrischen Positionen gebunden sind, wie z.B. 6,6'- und 3,3'-.
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Natürlich können bei
dem optisch aktiven fluorierten Binaphthol-Derivat der Erfindung,
obwohl es in der Formel nicht gezeigt ist, die Substituenten auch
an den Naphthalinring gebunden sein.
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Ferner
ist die oben genannte fluorierte Kohlenwasserstoffgruppe nicht auf
eine an jedem Naphthalinring beschränkt, sondern es können nach
Bedarf mehrere Gruppen an verschiedene Positionen des Naphthalinrings
gebunden sein.
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Das
obige optisch aktive fluorierte Binaphthol-Derivat der Erfindung
kann durch die wie zuvor beschriebene Substitution des durch Formel
(II) dargestellten halogenierten Binaphthol-Derivats erzeugt werden.
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Um
ein solches Verfahren genauer zu beschreiben, wird zum Beispiel
bei der vorliegenden Erfindung (R)-6,6'-(α,α,α)-Trifluormethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthyl (Verbindung
1), dargestellt durch die folgende Formel
zur Verfügung gestellt, das durch Substitution
des Halogenatoms durch eine fluorierte Kohlenwasserstoffgruppe hergestellt
werden kann, wie es zum Beispiel in dem folgenden Reaktionsschema
gezeigt ist.
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Durch
das gleiche Verfahren kann auch zum Beispiel (R)-3,3'-(α,α,α)-Trifluormethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthyl (Verbindung 5), dargestellt
durch die folgende Formel
hergestellt werden.
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Das
optisch aktive halogenierte Binaphthol-Derivat der oben genannten
Formel (II) kann leicht als kommerzielles Produkt oder durch bekannte
Verfahren hergestellt werden. Es ist ferner unnötig zu erwähnen, dass, wenn die Schutzgruppe
(R) nicht benötigt
wird, eine Verbindung mit -OH direkt als Ausgangsmaterial verwendet
werden kann. Die Substitutionsreaktion ist nicht auf das obige Verfahren
beschränkt,
und verschiedene Verfahren stehen zur Verfügung.
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Zum
Beispiel wird bei dem durch das oben genannte Reaktionsschema dargestellten
Verfahren eine Methoxymethylgruppe als Schutzgruppe (R) verwendet.
Es können
jedoch verschiedene Gruppen als diese Schutzgruppe verwendet werden.
Ferner kann das als Ausgangsmaterial verwendete Diiod-Substitutionsprodukt
aus dem entsprechenden Dibrombinaphthol synthetisiert werden. Detaillierte
Beispiele für
die Reaktion sind im Beispielteil beschrieben.
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Zum
Beispiel kann das durch das obige Verfahren erhaltene optisch aktive
fluorierte Binaphthol-Derivat der vorliegenden Erfindung wirkungsvoll
als die asymmetrische Hilfsgruppe oder der asymmetrische Ligand
bei der asymmetrischen Synthese verwendet werden. Das heißt, asymmetrische
Katalysatoren, die das optisch aktive fluorierte Binaphthol-Derivat
und Metall enthalten, werden durch die Erfindung zur Verfügung gestellt.
In diesem Fall kann das Metall zum Beispiel Bor, Aluminium, Titan,
Zirkonium, Lanthanide (Scandium, Ytterbium, Lanthan), Gallium, Bismut,
Silizium und Zinn sein. Diese metallischen Elemente können den
asymmetrischen Metallkatalysator bilden, indem sie mit dem optisch
aktiven fluorierten Binaphthol-Derivat in einem Lösungsmittel
in Form von Halogeniden, Alkoxiden oder Komplexen vermischt oder
umgesetzt werden.
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Ein
solcher asymmetrischer Katalysator kann ferner eine geeignete Koordinationsverbindung
oder aktive Verbindung enthalten. Beispiele dafür sind u.a. Amine, Imidazole
und Phosphine.
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Solche
asymmetrischen Metallkatalysatoren können wirkungsvoll bei einer
asymmetrischen Synthesereaktion verwendet werden, indem zum Beispiel
durch Reaktionen, wie z.B. Aldol-Kondensation, Diels-Alder-Reaktion,
Alkylierung, Allylierung oder dergleichen, eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung
gebildet wird. Die Ausbeute der asymmetrischen Synthese sowie die
optische Ausbeute und die Selektivität werden extrem hoch.
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Dementsprechend
sind nachstehend Beispiele angegeben, um die Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung detaillierter zu beschrieben.
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BEISPIELE
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<Beispiel 1>
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(R)-6,6'-(α,α,α)-Trifluormethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthyl als die
oben beschriebene Verbindung 1 wurde gemäß dem folgenden Reaktionsschema
synthetisiert.
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(A) Synthese von Verbindung
3: (R)-6,6'-Dibrom-2,2'-di(methoxymethyl)oxy-1,1'-binaphthyl
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Eine Ölsuspension
von Natriumhydrid (60%ig, 9,0 g, 225 mmol) wurde mit Petrolether
gewaschen und getrocknet, wonach wasserfreies Tetrahydrofuran (150
ml) zugegeben wurde. Nach dem Abkühlen der Lösung auf 0°C wurde eine Lösung (lösliche Menge)
von (R)-6,6'-Dibrom-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthyl (Verbindung 2,
10 g, 22,5 mmol) in wasserfreiem THF tropfenweise zugegeben. Nach
Beendigung der tropfenweisen Zugabe wurde die Mischung bei derselben
Temperatur 1 Stunde gerührt,
wonach Chlormethylmethylether (17,1 ml, 225 mmol) zugegeben wurde.
Diese Mischung wurde bei Raumtemperatur gerührt, bis das Ausgangsmaterial,
Verbindung 2, durch DC nicht mehr nachgewiesen werden konnte.
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Nach
der Zugabe einer kleinen Menge Methanol, um die Reaktion zu beenden,
wurden Ethylacetat und eine gesättigte
wässrige
Ammoniumchloridlösung
zur Trennung zugegeben. Anschließend wurde die organische Schicht
der Reihe nach mit Wasser und einer gesättigten wässrigen Natriumchloridlösung gewaschen.
Die organische Schicht wurde sorgfältig über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet, eingeengt und aus Methylenchlorid umkristallisiert.
Dabei wurde Verbindung 3 fast quantitativ (11,7 g) erhalten.
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(B) Synthese von Verbindung
4: (R)-6,6'-Diiod-2,2'-di(methoxymethyl)oxy-1,1'-binaphthyl
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Verbindung
3 (8,75 g, 16,4 mmol) wurde in wasserfreiem Tetrahydrofuran (80
ml) gelöst.
Zu dieser Lösung
wurden etwa 1,5 M einer n-Butyllithium/Hexan-Lösung (32 ml, 49,2 mmol) langsam
tropfenweise bei –78°C zugegeben.
Nach Beendigung der tropfenweisen Zugabe wurde die Mischung 30 Minuten
gerührt.
Zu dieser Lösung
wurde tropfenweise eine Lösung
von Iod (12,5 g, 49,2 mmol) in Tetrahydrofuran (10 ml) zugegeben.
Die Reaktionslösung
wurde etwa 12 Stunden gerührt,
während
die Temperatur allmählich
auf etwa Raumtemperatur angehoben wurde.
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Wasser
wurde vorsichtig zugegeben, um die Reaktion zu beenden, wonach das
gleiche Volumen einer 10%igen wässrigen
Natriumhydrogensulfitlösung
zugegeben wurde, während
die Lösung
einige Zeit gerührt wurde.
Als die Farbe der organischen Schicht nach transparent gelb umschlug,
wurde die Schicht abgetrennt und der Reihe nach mit einer gesättigten
wässrigen
Natriumhydrogencarbonatlösung,
Wasser und einer gesättigten
wässrigen
Natriumchloridlösung
gewaschen. Die Lösung
wurde sorgfältig über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet, eingeengt und anschließend durch
Kieselgel-Säulenchromatographie
gereinigt. Es wurde Verbindung 4 erhalten (7,33 g, 71%).
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(C) Synthese von Verbindung
1: (R)-6,6'-(α,α,α)-Trifluormethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthyl
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Eine
große
Menge an Trifluormethylkupferreagenz wurde gemäß dem Verfahren von D. J. Burton
et al. (J. Am. Chem. Soc. 1985, 107, 5014–5015; J. Am. Chem. Soc. 1986,
108, 832–834)
hergestellt, Verbindung 4 (360 mg, 0,57 mmol) wurde zugegeben, und
man rührte
12 Stunden bei 80°C.
Die Reaktionsmischung wurde mit Benzol (50 ml) und Wasser (50 ml)
versetzt und zur Trennung einen Tag gerührt. Die organische Schicht wurde
abgetrennt, mit Wasser und einer gesättigten wässrigen Natriumchloridlösung gewaschen
und dann über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Einengen wurde das
Produkt durch Säulenchromatographie
(Benzol:Hexan = 1:1) gereinigt und (R)-6,6'-(α,α,α)-Trifluormethyl-2,2'-di(methoxymethyl)oxy-1,1'-binaphthyl (296,5
mg, 98%) erhalten.
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Diese
Substanz wurde in Methylenchlorid (5 ml) und Methanol (5 ml) gelöst und durch
Zugabe einer wasserfreien Salzsäure-Methanol-Lösung bei
0°C umgesetzt,
während
der Reaktionsverlauf durch DC überwacht
wurde. Als das Ausgangsmaterial verschwunden war, wurde das Produkt
zur Trennung mit Wasser und Methylenchlorid verdünnt.
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Die
organische Schicht wurde der Reihe nach mit einer gesättigten
wässrigen
Natriumhydrogencarbonatlösung,
Wasser und einer gesättigten
wässrigen
Natriumchloridlösung
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und anschließend durch
Kieselgel-Säulenchromatographie
gereinigt. Es wurde Verbindung 1 erhalten (quantitativ).
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Die
physikalischen Eigenschaften von Verbindung 1 sind wie folgt.
1H-NMR (CDCl3): δ = 5,26 (s,
2H), 7,18 (d, 2H, J = 8,5 Hz), 7,46 (d, 2H, J = 8,5 Hz), 7,48 (d,
2H, J = 8,8 Hz), 8,08 (d, 2H, J = 8,8 Hz), 8,20 (s, 2H).
13C-NMR (CDCl3): δ = 110,7,
119,3, 123,3 (q, J = 2,1 Hz), 124,3 (q, J = 272,1 Hz), 125,0, 126,25
(q, J = 4,1 Hz), 126,29 (q, J = 32,1 Hz), 128,3, 132,6, 134,9, 154,5.
IR
(KBr): 3465, 3038, 1633, 1311, 1198, 1152 cm–1.
Schmp.
112–113°C.
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<Beispiel 2>
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(R)-3,3'-(α,α,α)-Trifluormethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthyl als Verbindung
5 wurde gemäß dem folgenden
Reaktionsschema synthetisiert.
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(A) Synthese von Verbindung
7: (R)-2,2'-Di(methoxymethyl)oxy-1,1'-binaphthyl
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Eine Ölsuspension
von Natriumhydrid (60%ig, 14 g, 350 mmol) wurde mit Petrolether
gewaschen und getrocknet, wonach wasserfreies Tetrahydrofuran (200
ml) zugegeben wurde. Diese Lösung
wurde auf 0°C
abgekühlt
und tropfenweise mit einer Lösung
(lösliche
Menge) von (R)-2,2'-Dihydroxy-1,1'-binaphthyl (Verbindung
6, 10 g, 35 mmol) in wasserfreiem THF tropfenweise versetzt. Nach
Beendigung der tropfenweisen Zugabe wurde die Mischung bei derselben
Temperatur 1 Stunde gerührt
und mit Chlormethylether (26,6 ml, 350 mmol) versetzt. Diese Mischung
wurde bei Raumtemperatur gerührt,
bis das Ausgangsmaterial, Verbindung 6, durch DC nicht mehr nachgewiesen
werden konnte.
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Nach
der Zugabe einer kleinen Menge Methanol, um die Reaktion zu beenden,
wurden Ethylacetat und eine gesättigte
wässrige
Ammoniumchloridlösung
zur Trennung zugegeben. Anschließend wurde die organische Schicht
der Reihe nach mit Wasser und einer gesättigten wässrigen Natriumchloridlösung gewaschen.
Die organische Schicht wurde sorgfältig über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet, eingeengt und aus Methylenchlorid umkristallisiert.
Dabei wurde Verbindung 7 fast quantitativ (13 g) erhalten.
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(B) Synthese von Verbindung
8: (R)-3,3'-Diiod-2,2'-di(methoxymethyl)oxy-1,1'-binaphthyl
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Verbindung
7 (6,48 g, 17,3, mmol) wurde in wasserfreiem Ether (200 ml) gelöst; zu der
Lösung
wurden etwa 1,5 M einer n-Butyllithium/Hexan-Lösung (33 ml, 49,5 mmol) langsam
tropfenweise bei 0°C
zugegeben. Nach Beendigung der tropfenweisen Zugabe wurde die Mischung
3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt
und wieder auf 0°C
abgekühlt,
wonach eine Lösung
von Iod (12,3 g, 49,5 mmol) in Tetrahydrofuran (10 ml) tropfenweise
zugegeben wurde. Die Lösung
wurde etwa 12 Stunden gerührt,
während
die Temperatur allmählich
auf etwa Raumtemperatur angehoben wurde. Nachdem Wasser vorsichtig
zugegeben worden war, um die Reaktion zu beenden, wurde das gleiche
Volumen einer 10%igen wässrigen
Natriumhydrogensulfitlösung
zugegeben und einige Zeit gerührt.
Als die Farbe der organischen Schicht nach transparent gelb umschlug,
wurde die Schicht abgetrennt und der Reihe nach mit einer gesättigten
wässrigen
Natriumhydrogencarbonatlösung, Wasser
und einer gesättigten
wässrigen
Natriumchloridlösung
gewaschen. Das Produkt wurde sorgfältig über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet, eingeengt und anschließend durch Kieselgel-Säulenchromatographie
gereinigt. Es wurde Verbindung 8 erhalten (8,74 g, 80%).
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(C) Synthese von Verbindung
5: (R)-3,3'-(α,α,α)-Trifluormethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthyl
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Eine
große
Menge an Trifluormethylkupferreagenz wurde gemäß dem Verfahren von D. J. Burton
et al. (J. Am. Chem. Soc. 1985, 107, 5014–5015; J. Am. Chem. Soc. 1986,
108, 832–834)
hergestellt, Verbindung 8 (360 mg, 0,57 mmol) wurde zugegeben, und
man rührte
12 Stunden bei 80°C.
Die Reaktionsmischung wurde mit Benzol (50 ml) und Wasser (50 ml)
versetzt und zur Trennung einen Tag gerührt. Die organische Schicht wurde
abgetrennt, mit Wasser und einer gesättigten wässrigen Natriumchloridlösung gewaschen
und dann über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet.
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Nach
dem Einengen wurde das Produkt durch Säulenchromatographie (Benzol:Hexan
= 1:1) gereinigt, um (R)-6,6'-(α,α,α)-Trifluormethyl-2,2'-di(methoxymethyl)oxy-1,1'-binaphthyl zu erhalten.
Diese Verbindung wurde in Methylenchlorid (5 ml) und Methanol (5
ml) gelöst
und durch Zugabe einer wasserfreien Salzsäure-Methanol-Lösung bei
0°C umgesetzt,
während
der Reaktionsverlauf durch DC überwacht
wurde. Als das Ausgangsmaterial verschwunden war, wurde das Produkt
zur Trennung mit Wasser und Methylenchlorid verdünnt. Die organische Schicht
wurde der Reihe nach mit einer gesättigten wässrigen Natriumhydrogencarbonatlösung, Wasser
und einer gesättigten
wässrigen
Natriumchloridlösung
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und anschließend durch
Kieselgel-Säulenchromatographie
gereinigt, um Verbindung 5 zu erhalten.
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Die
physikalischen Eigenschaften von Verbindung 5 sind wie folgt.
1H-NMR (CDCl3): δ = 5,34 (s,
2H), 7,12 (d, 2H, J = 8,2 Hz), 7,44–7,51 (m, 4H), 8,00 (d, 2H,
J = 7,6 Hz), 8,20 (s, 2H).
13C-NMR
(CDCl3): δ =
112,2, 118,8 (q, J = 21,0 Hz), 123,3 (q, J = 273,1 Hz), 123,9, 125,5,
127,8, 129,7, 130,0, 130,4 (q, J = 5,2 Hz), 134,6, 149,4.
IR
(KBr): 3549, 3063, 1628, 1331, 1209, 1132 cm–1.
Schmp.
241°C.
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<Beispiel 3>
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Verbindung
1: (R)-6,6'-(α,α,α)-Trifluormethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthyl, erhalten
in Beispiel 1, wurde als eine Komponente in einem asymmetrischen
Metallkatalysator mit Zirkonium verwendet; eine katalytische asymmetrische
Mannich-Reaktion wurde gemäß der folgenden
Reaktionsformel durchgeführt,
um ein Aminokohlenstoffderivat zu synthetisieren.
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Das
heißt,
zunächst
wurde eine Methylenchloridlösung
(0,25 ml) von Zirkoniumtetra-t-butoxid (0,025 mmol) zu einer Methylenchloridlösung (0,5
ml) von Verbindung 1 (23,2 mg, 0,055 mmol) und 1-Methylimidazol (2,5
mg, 0,030 mmol) zugegeben und 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt, um
eine Methylenchloridlösung eines
optisch aktiven Zirkoniumkatalysators herzustellen.
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Diese
Katalysatorlösung
wurde auf –78°C abgekühlt und
mit einer Methylenchloridlösung
(1,0 ml) von N-Benzyliden-2-hydroxyanilin (49,5 mg, 0,25 mmol) und
1-Methoxy-1-trimethylsilyloxymethylpropen
(52,3 mg, 0,30 mmol) versetzt. Nach 20 Stunden wurde die Reaktion
mit einer gesättigten
wässrigen
Natriumhydrogencarbonatlösung
beendet und die organische Schicht mit Methylenchlorid extrahiert.
Diese Lösung
wurde eingeengt und 1 Stunde bei 0°C gerührt, nachdem eine Lösung aus
verdünnter
Salzsäure/Tetrahydrofuran
zugegeben worden war. Die Reaktion wurde erneut mit einer wässrigen
Natriumhydrogencarbonatlösung
beendet und gemäß herkömmlichen
Verfahren behandelt, um das in der oben genannten Reaktionsformel
gezeigte Produkt zu ergeben (73,0 mg, Ausbeute 97%).
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Für die optische
Reinheit des resultierenden Produkts wurden durch Hochleistungs-Flüssigchromatographie
unter Verwendung einer optisch aktiven Säule 91% gemessen, ein Überschuss
zugunsten der (R)-Verbindung.
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INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
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Wie
es im Detail beschrieben wurde, werden von der Erfindung der vorliegenden
Anmeldung ein neues optisch aktives Binaphthol-Derivat, das sich
als asymmetrischer Katalysator oder dergleichen eignet, mit dem
eine höhere
Reaktionsausbeute und eine höhere
optische Ausbeute (Selektivität)
bei der asymmetrischen Synthese erzielt werden kann, ein asymmetrischer
Katalysator, der dieses verwendet, und ein Verfahren zur asymmetrischen
Synthese zur Verfügung
gestellt.