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DE60030143T2 - Vefahren zum Spritzgießen von Kunststoffen mit metallischem Aussehen - Google Patents

Vefahren zum Spritzgießen von Kunststoffen mit metallischem Aussehen Download PDF

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Gießen von Kunststoffen mit metallischem Aussehen und insbesondere eine Spritzgießform mit auswechselbaren Angusseinsätzen, die geschmolzenes thermoplastisches Material der Formkavität zuführen.
  • Wie in dieser Beschreibung verwendet, ist ein Farbmittel jedes Material, welches dazu geeignet ist, dem Medium, in welchem es verwendet wird, Farbe zu vermitteln. Das Farbmittel kann in dem Medium löslich oder unlöslich sein. Im Allgemeinen können Farbmittel in zwei große Kategorien unterteilt werden, Pigmente und Farbstoffe. Wie in dieser Beschreibung verwendet, kann ein Pigment organisch oder anorganisch, natürlich oder synthetisch sein und ist grundsätzlich in dem Medium, in welchem es verwendet wird unlöslich, wohingegen ein Farbstoff grundsätzlich in dem Medium, in welchem er verwendet wird, löslich ist.
  • Wie in dieser Beschreibung verwendet, umfasst eine Unterkategorie von Pigmenten solche Pigmente, die zur Modifizierung der optischen Eigenschaften des Mediums verwendet werden, in welchem diese Anwendung finden, beispielsweise solche Eigenschaften wie Lichtreflektivität, Lichtbrechung, Lichtadsorptionsvermögen oder Lichtdurchlässigkeit. Eine Unterkategorie von Pigmenten, die zur Modifizierung der optischen Eigenschaften des Mediums verwendet werden, in dem diese Anwendung finden, sind lichtreflektierende Pigmente. Lichtreflektierende Pigmente umfassen, sind jedoch nicht beschränkt hierauf, metallische Pigmente (ebenso bekannt als metallische Flockenpigmente) und Glitter (ebenso bekannt als Flitter oder Flitterplättchen). Ein metallisches Pigment ist ein Partikel oder eine Flocke, die im Allgemeinen aus Metall oder einer Legierung bestehen, die zur Modifizierung der optischen Eigenschaften des Mediums verwendet werden, wie beispielsweise die Lichtreflektivität oder, um ein metallisches Aussehen zu erzielen. Die am häufigsten verwendeten Metalle umfassen, sind aber nicht beschränkt hierauf, Gold, Silber, Aluminium, Kupfer, Bronze und Zink. Von Metallen verschiedene Materialien, die verwendet werden können, um ein metallisches Aussehen zu erzielen, umfassen Minerale (beispielsweise Glimmer) oder Glas. Diese Materialien werden im Allgemeinen in Flockenform verwendet.
  • Typischerweise umfassen gegossene Kunststofferzeugnisse Automobilkarosserieteile, Schürzen und Verkleidungen. In der Automobilindustrie ist ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung solcher Erzeugnisse das Spritzgießen von Kunststoff, vorzugsweise das Spritzgießen einer Kunststoffzusammensetzung. Spritzgießen wird gegenüber anderen Kunststofftormgebungstechniken bevorzugt, weil es die Vorzüge einer Massenherstellung mit verhältnismäßig kostengünstigen Materialien verbindet.
  • Nach dem Gießvorgang wird oftmals solchen Automobilerzeugnissen ein metallisches Aussehen in Form einer Beschichtung vermittelt. Typischerweise wird dies durch eine Lackierung unter Verwendung von metallischer Farbe erzielt. Eine metallische Farbe ist eine Farbe unter Verwendung von metallischen Pigmenten, wie sie vorstehend definiert worden sind.
  • Kürzlich ist der Wunsch aufgetreten, das nachträgliche Vermitteln eines metallischen Aussehens durch Behandlung nach dem Gießen, beispielsweise mittels einer metallischen Farbe, auf solche Automobilerzeugnisse zu eliminieren. Es besteht das Bedürfnis, das metallische Erscheinungsbild für solche Automobilerzeugnisse während des Formvorgangs oder des Gießvorgangs des Erzeugnisses selbst zu erzeugen. Das Einbeziehen des metallischen Erscheinungsbildes für solche Automobilerzeugnisse während der Herstellung des Erzeugnisses ist gewünscht, um die Kosten und das Freisetzen potentiell gefährlicher flüchtiger organischer Zusammensetzungen (VUCs) in die Atmosphäre, wie es beim Lackiervorgang üblich ist, zu reduzieren.
  • Es ist insbesondere wünschenswert, das metallische Aussehen solcher Automobilerzeugnisse bereits in die Zusammensetzung einzubeziehen, die zum Formen oder Gießen des Automobilerzeugnisses selbst Anwendung findet. Es ist ebenso wünschenswert, dass die Zusammensetzung des Automobilerzeugnisses ein Kunststoffmaterial umfasst, vorzugsweise ein thermoplastisches Material. Es wird weiterhin gewünscht, das erwähnte bevorzugte thermoplastische Material durch einen Gießprozess, insbesondere durch Spritzgießen zu verarbeiten.
  • Kürzlich wurden Versuche unternommen, das metallische Aussehen durch Spritzgießen von thermoplastischem Material in Automobilerzeugnisse einzubeziehen. Durch Versuche wurde herausgefunden, dass ein akzeptables Maß an Qualität der gegossenen Automobilerzeugnisse mit einem Spritzgießverfahren und Änderungen der Kunststoffzusammensetzung erzielbar ist. Dies wird durch die vorderen und hinteren Schürzen und Verkleidungen des 1999er Modells Jeep Grand Cherokee Laredo veranschaulicht, die unter Verwendung des Spritzgießverfahrens mit Solvey Engineered Polymers' Sequel 1440 aus der Klasse der thermoplastischen Olefine (TPO) hergestellt wurden.
  • Es hat sich jedoch herausgestellt, dass das benötigte Spritzgießverfahren und die Änderungen der Zusammensetzung zur Erzeugung eines akzeptablen Maßes an Qualität sich mit jeder einzelnen verwendeten thermoplastischen Zusammensetzung signifikant ändern können. Insbesondere wurde herausgefunden, dass bei Verwendung von verschiedenen metallischen Pigmenten zur Erzielung von verschiedenen metallischen Erscheinungsbildern und/oder Farben die Änderungen des Spritzgießverfahrens und der Zusammensetzungen, die zur Erzeugung eines akzeptablen Ausmaßes an Qualität erforderlich sind, signifikant variieren können. In einigen Fällen wurde ebenso herausgefunden, dass selbst die Veränderung des Spritzgießverfahrens und der thermoplastischen Zusammensetzung innerhalb akzeptabler Grenzen nicht zu einem akzeptablen Ausmaß an Qualität führen kann. Typischerweise erfüllten solche Erzeugnisse kein akzeptables Maß an Qualität wegen verschiedenen metallischen Aussehens an verschiedenen Stellen der Oberfläche des Erzeugnisses. Dieses verschiedene metallische Aussehen tritt am wahrnehmbarsten in Bereichen der Oberfläche auf, die durch Zusammenflusslinien eingenommen werden, im Gegensatz zu solchen Bereichen der Oberfläche ohne Zusammenflusslinien. Zusammenflusslinien (ebenso bekannt als Verbindungslinien, Fließlinien oder Schweißmale) in einem gegossenen Kunststofferzeugnis markieren das Zusammentreffen verschiedener Kunststofffließfronten innerhalb der Form. Nach Whittington's Dictionary of Plastics, 3. Ausgabe, haben sich die Fließfronten bereits abgekühlt und mit einer Haut versehen, bevor diese zusammentreffen, oder hatten im geschmolzenen Zustand wenig Zeit zur Interdiffusion von molekularen Bestandteilen über deren Grenzfläche.
  • Aufgrund der vorbeschriebenen Schwierigkeit erfolgte versuchsweise die Änderung von Vorrichtungen zusätzlich zur Änderung des Spritzgießverfahrens und der thermoplastischen Zusammensetzungen. Spezifische Vorrichtungsänderungen befassten sich mit Änderungen der für das Spritzgießverfahren verwendeten Spritzgießform. Insbesondere befassten sich Formänderungen mit der Angussgestaltung wie beispielsweise Größe, Konfiguration und Lage. Beim Spritzgießverfahren ist der Anguss der Kanal, durch welchen der geschmolzene Kunststoff vom Einlauf in den Formhohlraum fließt. In Experimenten wurde herausgefunden, dass das Ändern der Angussgestaltung der Spritzgießform zusätzlich zu Änderungen des Spritzgießverfahrens und der thermoplastischen Zusammensetzungen zu einem akzeptablen Maß an Qualität führt. Mit anderen Worten, die Angussgestaltung hatte eine Auswirkung auf die Steuerung verschiedener Kunststofffließfronten und die Zusammenflusslinienbildung innerhalb des Formhohlraums derart, dass das metallische Erscheinungsbild über die Oberfläche des Teils gleichmäßiger gestaltet werden konnte, um ein akzeptables Maß an Qualität zu erzeugen. Verschiedene Angussgestalten für Spritzgießformen für jede thermoplastische Zusammensetzung konnten jedoch nur durch signifikante Änderungen der Spritzgießform erzielt werden, die zeitaufwändig waren und daher für Massenproduktion nicht geeignet sind. Alternativ wären Änderungen der Spritzgießform entbehrlich, wenn für jede thermoplastische Zusammensetzung eine andere Spritzgießform hergestellt würde. Unter Berücksichtigung der Größe von Automobilteilen sind jedoch die Kosten für verschiedene Spritzgießformen für jede thermoplastische Zusammensetzung prohibitiv.
  • Die Verwendung von Angussstellen in Spritzgießformen ist bekannt. Die japanische Veröffentlichung JP 5031767A scheint eine Oberflächenbehandlung der Stirnflächen durch ein Ionenimplantationsablagerungsverfahren zur Verschleißminderung zu betreffen.
  • In der Veröffentlichung Nr. XP002273645 von ANTEC 1996 Kunststoffe, Band 1, Verarbeitung, Gesellschaft von Kunststoffingenieuren, mit dem Titel „Effects Of Gate Design On The Processing Latitude Of Engineering Thermoplastics" beschreibt der Autor ein Experiment unter Verwendung drei verschiedener Anguss- bzw. Anschnitttypen (Vorkammer, mit rechtwinklig abgelenktem Anguss und Tunnelanschnitt) um Übereinstimmung des Teilegewichts zu maximieren.
  • In „Oberflächenfehler an thermoplastischen Spritzgießteilen", Teil 1, „Plastverarbeiter", Zechner und Hüthig Verlag GmbH, Speyer/Rhein, De, Band 46 Nr. 4, 1. April 1995 (1995-04-01) Seiten 92, 95-97, XP 000510880 ISSN: 0032-1338 und Teil 2, Band 46, Nr. 5, 01. Mai 1995 (1995-05-01) Seiten 24, 26-28, XP000504734 ISSN: 0032-1338, von Theinel, P. et al, beschreiben die Autoren Oberflächendefekte von spritzgegossenen Teile und die Bedeutung der Angussgestaltung.
  • Schließlich beschreib Wheeler in „Metallic Pigments in Polymers" 1. September 1999 (1999-09-01) RAPRA, London, XP002273646 die Formwerkzeuggestaltung für metallische Pigmente und erwähnt die begrenzten Möglichkeiten, vorhandene Werkzeuge zu modifizieren und dass eine Vielzahl von Angussstellen eine Vielzahl von frontalen Zusammenflusslinien bedeutet. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spritzgießverfahren bereitzustellen, welches die schnelle und kostengünstige Änderungen der Anschnittgestaltung erleichtert, sowie eine kostengünstige Massenproduktion von spritzgegossenen Automobilteilen aus thermoplastischem Material mit einem metallischen Erscheinungsbild ermöglicht.
  • Andere Vorzüge der vorliegenden Erfindung werden einfach erkannt, da diese unter Bezugnahme auf die folgende detaillierte Beschreibung in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen verständlich wird. In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 eine perspektivische Darstellung einer Spritzgießvorrichtung eines Zufuhrsystems, wobei die Form und das Zufuhrsystem teilweise aufgebrochen dargestellt sind;
  • 2 eine Draufsicht auf einen spritzgegossenen Artikel, die auch den Anguss zeigt; und
  • 3 eine seitliche Schnittansicht eines ähnlichen Ausführungsbeispiels der Erfindung, die die Form und das Zufuhrsystem entlang einer vertikalen Ebene durch den Angussverteiler und den Anguss zeigt.
  • Unter Bezugnahme auf die Figuren, in welchen gleiche Bezugszeichen gleiche oder einander entsprechende Teile in verschiedenen Ansichten bezeichnen, ist eine Spritzgießvorrichtung mit 10 bezeichnet. Die Spritzgießvorrichtung 10 umfasst erste und zweite Formabschnitte 12, 14, die einen Formhohlraum 16 definieren. Das Materialzufuhrsystem 18 umfasst ein langgestrecktes Angussteil 20, das mit dem Formhohlraum 16 kommuniziert. Das Zufuhrsystem 18 umfasst einen Angussverteiler 22, der mit dem Angussteil 20 kommuniziert.
  • Nachstehend wird die Erfindung detailliert beschrieben. Vorzugsweise sind das Angussteil 20 und das Angussverteilerteil 22 durch zwei Austauschbare Elemente 41, 42 definiert, welche von den ersten und zweiten Formabschnitten 12, 14 trennbar sind und Ausnehmungen 50, 60 in fester aber entfernbarer Art und Weise mittels bekannter Bolzen, Schrauben oder dergleichen (nicht gezeigt) belegen. Gleichwohl können in anderen Ausführungsbeispielen das Angussteil 20 und das Angussverteilerteil 22 durch nur ein separates Element (d.h., nur ein austauschbares Element) eines der Formabschnitte 12, 14 definiert sein.
  • Ausgehend von dem stromaufwärts entfernt angeordnetsten Punkt in dem Zufuhrsystem 18 der Formabschnitte 12, 14 umfasst das Zufuhrsystem zunächst einen Einlauf 28. Der Einlauf 28 versorgt das Angußverteilerteil 22 mit geschmolzenem Kunststoff und insbesondere mit einer thermoplastischen Zusammensetzung. Alternativ kann der Einlauf 28 direkt das Angussteil 20 bedienen, ohne Verwendung eines Angussverteilerteils 22. Diese Diskussion befasst sich nicht mit Spritzgießelementen stromaufwärts des Einlaufs 28 in den Formabschnitten 12, 14. Solche Elemente können beispielsweise umfassen eine Heißkanalverteiler und zugehörige Düsen, etc. Die exakte Art und Weise, in welcher das geschmolzene Material an dem Angussteil 20 angelangt, ist für die vorliegende Erfindung nicht wichtig; jedenfalls sind dem Fachmann verschiedenste Mittel zur Zufuhr von geschmolzenem Kunststoff bekannt. Auch der Begriff „Zufuhrsystem" umfasst zahlreiche Ausführungsbeispiele. Das Zufuhrsystem 18 kann Heizelemente oder sogar ein Heißkanaluntersystem umfassen. Alternativ kann das Zufuhrsystem 18 einfach nur eine Kaltkanalanordnung umfassen.
  • Das Angussverteilerteil 22 erstreckt sich horizontal und stromabwärts des Einlaufs 28. Das Angussverteilerteil 22 hat zwei Hauptabschnitte 22a und 22b. Der zweite Abschnitt 22b stellt die Verbindung mit dem Einlauf 28 her und transportiert geschmolzenes Material von dem Einlauf 28 weg in den ersten Abschnitt 22a. Der zweite Abschnitt 22b des Angussverteilerteils 22 erstreckt sich in Richtung des Formhohlraums 16, im Allgemeinen Senkrecht zu dem Formhohlraum 16, wie dies in 1 gezeigt ist. Der erste Abschnitt 22a des Angussverteilerteils 22 erstreckt sich mehr oder weniger parallel zum Rand des Formhohlraums 16, so dass sich der erste Abschnitt 22a etwa senkrecht zu dem zweiten Abschnitt 22b erstreckt. Der erste Abschnitt 22a ist über seine Länge geöffnet, um Material über seine ganze Länge dem Angussteil 20 zuzuführen. Wie dies in 2 gezeigt ist, ist der erste Abschnitt 22a des Angussverteilerteils 22 auswärts in Richtung auf das Angussteil 20 geöffnet oder abgeschrägt.
  • Vorzugsweise umfasst das Angussverteilerteil 22 wenigstens einen, vorzugsweise zwei, Kaltstopfen 36 zum Einfangen und Speichern von nicht geschmolzenen Materialstücken, die durch die Angusskanäle transportiert werden.
  • Das nächste Element stromabwärts des Angussverteilerteils ist das Angussteil 20. Wie zuvor erwähnt, erstreckt sich das Angussteil 20 über einen signifikanten Teil des Randes des Formhohlraums 16. Aus diesem Grund wird das Angussteil 20 manchmal als Seitenanschnitt bezeichnet. Wie dies in 3 gezeigt ist, wird an dem Angussteil 20 eine Öffnung 38 definiert. Mit anderen Worten, das Angussteil 20 ist kleiner oder enger in den Abmessungen als der erste Abschnitt 22a des Angussverteilerteils 22. Das Angussverteilerteil 22 ist in seinen Dimensionen abwärts in Richtung auf das Angussteil 20 abgeschrägt. Versuche mit Solvay Engineered Products' Engineered Polymers' Sequel 1440 aus der Gruppe der thermoplastischen Olefine (TPO) verwendeten eine Dicke der Öffnung 38 zwischen den Formabschnitten 12, 14 in der Größenordnung von 0,010" der Nenndicke des Erzeugnisses, insbesondere zwischen 0,010" und 0,060" und insbesondere bevorzugt in der Größenordnung zwischen 0,030" bis 0,050" und in jedem 0,001" Inkrement dazwischen. Die Länge der Öffnung 38 in Bezug auf die zuvor erwähnte Dicke beträgt vorzugsweise in der Größenordnung von 0,040" bezogen auf die Nenndicke des Erzeugnisses, insbesondere zwischen 0,0250" und 10,0" und insbesondere zwischen 0,50" und 1,0" in jedem 0,001" Inkrement dazwischen.
  • In Betrieb schließen die Formabschnitte 12, 14 um den Formhohlraum 16, um das Zufuhrsystem 18 zu definieren. Anschließend veranlasst der Bediener den Zufluss von geschmolzenem Kunststoff, vorzugsweise aus einer ersten thermoplastischen Zusammensetzung, in das Zufuhrsystem 18 in den Einlauf 28. Das Material bewegt sich durch den Einlauf 28 in das Angussverteilerteil 22 und die Angusskanäle leiten das Material in das Angussteil 20. Das Material aus dem Angussverteilerteil 22 wird anfänglich durch die kleineren Abmessungen des Anschnitts daran gehindert, in den Formhohlraum 16 zu fließen und beginnt stromaufwärts des Angusses 20 miteinander zu verlaufen und sich zu vermischen. Das Verlaufen und Mischen des Materials setzt sich in dem Anguss 20 fort, wenn sich dieses in den Formhohlraum bewegt, wenn das Zufuhrsystem entlang des Angusses mit Material gefüllt ist. Nicht aufgeschmolzene Materialstücke oder andere Verunreinigungen in Form von ungeschmolzenen Partikeln werden in den Kaltstopfen 38 gefangen und zurückgehalten. Wenn der Formhohlraum 16 gefüllt ist, kann das Material abkühlen und aushärten.
  • Anschließend können die Formabschnitte 12, 14 getrennt werden und der geformte Artikel kann entnommen werden.
  • Nachdem das Spritzgießen des Erzeugnisses mit einem ersten thermoplastischen Material erfolgt ist, werden die Formabschnitte 12 und 14 getrennt und die austauschbaren Elemente 41, 42 aus deren Ausnehmungen 50, 52 entfernt. Anschließend werden neue austauschbare Elemente, die einer annehmbaren Angussgestaltung für ein zweites Kunststoffmaterial entsprechen, in die Ausnehmungen 50, 52 eingesetzt und an den Formabschnitten 12, 14 in ähnlicher Art und Weise wie die austauschbaren Elemente 41, 42 befestigt. Es sollte klar sein, dass jedes Kunststoffmaterial eigene austauschbare Elemente haben kann, um dessen eigene Angussgestaltung 14 zu definieren wie dies zur Herstellung akzeptabler Erzeugnisse erforderlich ist. Wenn einmal die Austauschformelemente 41, 42 innerhalb der Ausnehmungen 50, 52 der Formabschnitte 12 und 14 befestigt wurden, ist die Vorrichtung 10 zur Verarbeitung eines zweiten Kunststoffmaterials bereit.
  • Die Erfindung wurde zuvor in anschaulicher Art und Weise beschrieben, diese ist jedoch so zu verstehen, dass die verwendete Terminologie eher beschreibend als beschränkend sein soll.
  • Es sind offensichtlich viele Modifikationen und Variationen der vorliegenden Erfindung im Lichte der zuvor beschriebenen Lehre möglich. Es sollte deshalb innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche zu verstehen sein, dass die Erfindung anders als speziell beschrieben ausgeübt werden kann. Darüber hinaus sind die Bezugszeichen nur der Einfachheit halber vorgesehen und beabsichtigen nicht, die Erfindung in irgendeiner Weise zu beschränken.

Claims (7)

  1. Verfahren zum Spritzgießen von Kunststoffartikeln mit Pigmenten zur Modifizierung der Lichtreflexion, folgende Verfahrensschritte umfassend: Bereitstellen einer Form mit einem ersten Formbereich (12) und einem zweiten Formbereich (14), mit einem Formhohlraum (16), der zwischen dem ersten und zweiten Formbereich gebildet wird, wobei die ersten und zweiten Formbereiche jeweils eine Ausnehmung (50, 52) umfassen; Bereitstellen eines Formteils (40) mit einer ersten Angußgestaltung, wobei das Formteil mit der ersten Angußgestaltung eine Öffnung (38) mit Abmessungen umfasst, wobei das erste Formteil (40) zwei austauschbare Elemente (41, 42) umfasst, wobei eines der austauschbaren Teile in der Ausnehmung (50) in dem ersten Formbereich (12) und das zweite dieser austauschbaren Elemente in der Ausnehmung (52) in dem zweiten Formbereich (14) angeordnet ist; Ausformen eines Erzeugnisses in dem Formhohlraum durch Bereitstellen eines ersten Kunststoffs mit Pigmenten zur Modifizierung der Lichtreflexion durch das Formteil mit der ersten Angußgestaltung; Trennen des ersten Formbereichs (12) und des zweiten Formbereichs (14) voneinander; Entfernen des Erzeugnisses aus dem Formhohlraum (16) und Bereitstellen eines Formteils mit einer zweiten Angußgestaltung, wobei das Formteil mit der zweiten Angußgestaltung eine Öffnung mit Abmessungen umfasst, wobei das Formteil mit der zweiten Angußgestaltung zwei austauschbare Teile umfasst, eines der austauschbaren Teile in der Ausnehmung (58) in dem Formbereich (12) und das zweite der austauschbaren Teile in der Ausnehmung (53) des zweiten Formbereichs (14) angeordnet ist; Austauschen des Formteils mit der ersten Angußgestaltung durch das Formteil mit der zweiten Angußgestaltung; Ausformen eines Erzeugnisses in dem Formhohlraum (16) durch Bereitstellen eines zweiten Kunststoffs durch das Formteil mit der zweiten Angußgestaltung, wobei die Öffnung des Formteils mit der zweiten Angußgestaltung Abmessungen aufweist, die sich von den Abmessungen der Öffnung des Formteils mit der ersten Angußgestaltung unterscheidet, und wobei der zweite Kunststoff wenigstens ein Pigment umfasst, das sich von dem ersten Kunststoff unterscheidet.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der Kunststoff ein thermoplastisches Polymer umfasst.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, bei welchem das Pigment weiterhin ein lichtreflektierendes Pigment umfasst.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das Pigment weiterhin ein metallisches Pigment umfasst.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, bei weichem der zweite Kunststoff ein thermoplastisches Polymer umfasst.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das Pigment weiterhin ein lichtreflektierendes Pigment umfasst.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das Pigment weiterhin ein metallisches Pigment umfasst.
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