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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Faseroptik-Kommunikationssysteme,
wie beispielsweise Telekommunikationssysteme und Datenkommunikationssysteme.
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Beschreibung
der verwandten Technik
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Wenn
die Nachfrage nach Kommunikationssystemen mit hoher Rate in dem
heutigen Markt weiter steigt, versuchen Entwickler kommerzieller
Kommunikationssysteme weiter, Kosteneinsparungen und technologische
Verbesserungen bei Komponenten, Leistungsfähigkeitseffizienzen und Übertragungsraten
zu finden. Um diese Systemziele anzusprechen, haben Kommunikationssystementwickler Entwürfe und
Lösungen
implementiert, die eine Optikfaser als ein Übertragungsmedium verwenden, das
eine hohe Bandbreite und einen geringen Übertragungsverlust aufweist.
Herkömmliche
Faseroptik-Kommunikationssysteme
zeigen hervorragende Datenraten und zeigen eine schnelle Wiedergewinnung
von Investitionskosten. Wie derselbe hierin verwendet ist, hat der
Ausdruck „optische
Faser" („Optikfaser") die gewöhnliche
Bedeutung desselben einer Faser (einer dünnen Stangenform), die eine
oder mehrere Kernregionen, innerhalb derer sich Licht bewegt, und
bei bestimmten Fertigungen eine Umhüllungsschicht außerhalb
der äußersten
Kernregion enthält.
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Seit
Jahrzehnten ist eine optische Faser das bevorzugte Übertragungsmedium
bei Kommunikationsnetzwerken hoher Kapazität und Langstreckenkommunikationssystemen.
In jüngerer
Zeit wurde begonnen, eine optische Faser bei Kurzstreckenkommunikationsanwendungen
zu verwenden, wie beispielsweise lokalen Netzen, integrierten Anwendungen
und Intrasystemanwendungen. Im Allgemeinen weisen Langstreckenanwendungen
Kommunikationsverbinden auf, die größer als 1 km sind, während typische
Kurzstreckenanwendungen Kommunikationsverbinden aufweisen, die kürzer als
1 km und häufig
nur zig Meter kurz sind.
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Typischerweise
setzen optische Implementierungen von Kurzstreckenkommunikationssystemen
eine optische Glasfaser ein, die allgemein die erwünschten
physischen und Leistungsfähigkeitscharakteristika
erfüllt,
die vorhergehend erörtert sind.
Insbesondere zeigt eine existierende optische Glasfaser geringe Übertragungsverluste,
allgemein weniger als 1 dB/km. Wie derselbe hierin verwendet ist,
bezieht sich der Ausdruck „optische
Glasfaser" auf irgendeine
geeignete silikabasierte Faser mit oder ohne optischen Dotierungsfremdstoffen.
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Eine
technisch überlegene
Lösung
zum Herstellen von Kurzstreckenverbindungen basiert beispielsweise
bekanntlich auf einer optischen Monomodeglasfaser. Dieser Fasertyp
bietet eine außergewöhnlich hohe
Bandbreite, da derselbe lediglich einen sich ausbreitenden, elektromagnetischen
Mode unterstützt.
Typischerweise ist der optische Kern einer Monomodefaser lediglich
mehrere Mikrometer im Durchmesser. Folglich erfordert ein Verbinden
des optischen Kerns der Fasern optische und mechanische Präzisionskopplungen,
die die Material- und Arbeitskosten der Verbindungen erheblich erhöhen.
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Versuche,
die hohen Kosten zu reduzieren, die Monomodeglasoptikfasersystemen
zugeordnet sind, umfassen den Ansatz eines Implementierens von Verbindungen
basierend auf einer Mehrmodeglasoptikfaser. Eine Mehrmodeglasoptikfaser
besitzt einen größeren Kerndurchmesser
als eine Monomodefaser, allgemein in dem Bereich von näherungsweise
50 bis 62,5 Mikrometern. Somit sind die mechanischen und optischen
Kopplungen, die für
Mehrmodefaserverbindungen erforderlich sind, allgemein weniger präzise und
deshalb weniger teuer herzustellen und zu installieren als diese,
die für
Monomodefasern verwendet werden. Die resultierende Bandbreite einer
Mehrmodefaser wird jedoch durch eine Dispersion der verschiedenen
elektromagnetischen Moden verschlechtert, die sich in der Faser
ausbreiten. Während
Faserhersteller versuchen, Mehrmodefasern mit einem Indexprofil
zu fertigen, das diese Intermodendispersion minimiert, resultieren
Herstellungsbeschränkungen
häufig
in nicht idealen Indexprofilen und einer zugeordneten Bandbreitenverschlechterung.
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Um
die Kosten optischer Verbindungen weiter zu reduzieren, umfasst
der Stand der Technik ferner die Verwendung einer Mehrmodekunststoffoptikfaser.
Da Kunststoff weniger brüchig
als Glas ist, können
Kunststofffasern erheblich größere Kerne
als eine Mehrmodeglasfaser aufweisen, wodurch eine weitere Lockerung
bei den mechanischen und optischen Toleranzen von Kopplungen an
Faserendpunkten ermöglicht
wird. Diese gelockerten Toleranzen senken die Kosten der optischen
Sende/Empfangsgeräte
und Kopplungen in den Verbindungen weiter. Da ferner Verfahren existieren,
um Kunststofffaserendflächen
mit sehr wenig Können
und Aufwand abzuschließen,
sind die Kosten, die erforderlich sind, um Kunststofffaserverbindungen
zu installieren, eventuell ebenfalls niedriger als vergleichbare Verbindungen,
die Glasfasern verwenden. Obwohl Mehrmodekunststofffasern eine Einfachheit
und niedrigere Kosten bieten, existieren ernste Beschränkungen
bei den Technologien zum Fertigen dieser Fasern. Folglich sind Kunststofffasern
gewöhnlich entweder
mit einem Stufenbrechungsindexprofil oder einem Gradientenbrechungsindexprofil
hergestellt, das sich erheblich von diesem unterscheidet, das für eine maximale
Bandbreite erforderlich ist.
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Eine
Weise, um die Bandbreitenbeschränkungen
von Glas- und Kunststoffmehrmodefasern zu überwinden, besteht darin, Uneinheitlichkeiten
während
einer Herstellung einzubringen, derart, dass eine Leistung zwischen
einem oder mehreren Paaren der elektromagnetischen Moden der Faser
diffundiert. Das Vorhandensein derartiger Uneinheitlichkeiten wird hierin
als eine „Modenkopplung" bezeichnet. Mathematisch
kann die Diffusion einer Leistung zwischen einem Paar von Moden
(mit i und j etikettiert) mit der Differentialgleichung dPj(x)/dx = CijPi(x) beschrieben werden, wobei x die räumliche
Koordinate parallel zu der Faserachse ist, Pj(x)
die Menge an Leistung bei dem j-ten Mode bei einem Punkt x ist, Pi(x) die Menge an Leistung bei dem i-ten
Mode bei einem Punkt x ist und Cij die Kopplungskonstante zwischen
den Moden i und j ist. Eine Faser einer Länge L wird hierin als „modengekoppelt" betrachtet, falls
irgendwelche der Kopplungskonstanten Cij ausreichend
groß sind,
um eine erhebliche Veränderung bei
einer Modenleistungsverteilung zu erzeugen, wenn ein Optiksignal
die Länge
der Faser überquert. Eine
Faser, die diese Bedingung nicht einhält, wird hierin als eine „Standard"-Mehrmodefaser bezeichnet.
Da die Kopplungskonstanten, die oben erörtert sind, in der Praxis häufig unbekannt
sind, wird unten eine einfachere, aber weniger präzise Definition
einer Modenkopplungsstärke
eingebracht. Es ist zu beachten, dass eine modengekoppelte Faser
mit einem gegebenen Satz von Kopplungskonstanten nicht mehr modengekoppelt
ist, falls dieselbe auf eine ausreichend kurze Länge geschnitten ist. Umgekehrt
wird eine Faser, die bei einer Länge
als eine Standardmehrmodefaser wirksam ist, bei einer ausreichend langen
Länge modengekoppelt.
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Bei
modengekoppelten Fasern tasten Photonen, die in die Faser injiziert
werden, viele der verschiedenen elektromagnetischen Moden ab, während dieselben
durch die Faser laufen. Folglich kommen dieselben an dem Ausgangsende
der Faser mit einer engeren Verteilung von Ankunftszeiten an als bei
dem Nichtvorhandensein einer derartigen Modenkopplung. Das Nettoergebnis
dieser Modenkopplung besteht darin, die wirksame Intermodendispersion
der Mehrmodefaser zu reduzieren, wodurch eine Faserbandbreite erhöht wird.
Dieses Phänomen
wurde sowohl bei Glas- als auch bei Kunststoffmehrmodeoptikfasern
gut dokumentiert und kann zweckmäßig verwendet
werden, um die Stärke
der Modenkopplung zu parametrisieren. Falls hierin eine Mehrmodefaser
ein Indexprofil aufweist, derart, dass die Einfarbenbandbreite derselben
bei dem Nichtvorhandensein einer Modenkopplung Bo wäre, und
falls eine Modenkopplung wirkt, um die beobachtete Einfarbenbandbreite
auf einen Wert Bc zu erhöhen, dann kann gesagt werden,
dass die Modenkopplung eine Stärke
F = Bc/Bo aufweist.
Während
eine Modenkopplung die Bandbreite von Mehrmodefasern verbessert, erhöht dieselbe
auch die Dämpfung
derselben verglichen mit vergleichbaren Standardmehrmodefasern. Viele
Typen von Modenkopplungsuneinheitlichkeiten resultieren in einem
zusätzlichen
Verlust, der sich mit einer Modenkopplungsstärke quadratisch erhöht. Mathematisch
ausgedrückt
beträgt
der übermäßige Verlust
ac auf Grund einer Modenkopplung ac = F2·0,5 dB/km.
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Eine
Studie und Analyse einer Modenkopplung innerhalb einer Gradientenindexkunststoffoptikfaser
wird berichtet in „Origin
of high bandwidth performance of graded-index plastic optical fibers" von R. F. Shi, et
al., Applied Physics Letter, American Institute of Physics, Band
71 (25), 22. Dezember 1997, Seiten 3625–3627. Die Studie bestimmt,
dass bei der Verwendung einer starken Modenkopplung eine Pulsverbreiterung
auf Grund einer Modendispersion wesentlich verringert werden kann,
mit einer daraus folgenden Erhöhung
einer Bandbreitenleistungsfähigkeit.
Die Studie zeigt ferner, dass der Gradientenindex lediglich über einem
kurzen Abschnitt des Profils desselben parabolisch ist. Es gab zahlreiche
andere Studien und resultierende Erfindungen, die sich mit dem Problem
einer Modendispersion beschäftigen.
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In
der internationalen Veröffentlichung
Nr. WO 98/52303 von Cunningham et al., 19. November 1998 (19.11.98)
ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Steuern der Moden, die
in einer Mehrmodefaser angeregt werden, durch ein Einbringen einer Strahlung
in die Faser mittels einer Monomodefaser offenbart, wodurch eine
Bandbreitenleistungsfähigkeit durch
ein Verwenden ausgewählter
Moden der Mehrmodefaser verbessert wird.
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In
einem Artikel mit dem Titel „Intermodal Dispersions
and Mode Coupling in Perfluorinated Graded-Index Plastic Optical
Fiber" von W. R.
White, et al., IEEE Photonics Technology Letters, New York, USA,
Bd. 11, Nr. 8, auf Seiten 997 bis 999, August 1999, (SX860976) sind
die Experimentenergebnisse und die Folgerungen aus denselben von
Messungen einer Differenzmodenverzögerung bei den Fasern offenbart
(in dem Titel des Artikels identifiziert). Eine Folgerung ist, dass
bei relativ kurzen Längen
der Faser eine Modenkopplung in einer verbesserten Bandbreitenleistungsfähigkeit
resultiert.
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Während ein
erheblicher Teil des Stands der Technik Verfahren zum Erzeugen einer
Modenkopplung in Optikfasern lehrt, hat diese Kenntnis auf Grund
des erhöhten
Verlusts, der eine Modenkopplung begleitet, wenig praktische Anwendung
gefunden. Historisch gesehen wurden Optikfasern für eine Verwendung
bei Langstreckenverbindungen entwickelt, bei denen die betroffenen
großen
Längenskalen
eine minimale Faserdämpfung
zwingend machten. Da selbst eine mäßige Bandbreitenverbesserung,
beispielsweise F = 2, einen übermäßigen Verlust
von 2 dB/km verlangte, wurden derartige Fasern nicht eingesetzt.
In späteren
Jahren, als man begann, Mehrmodeoptikfasern für Kurzstreckenverbindungen
zu verwenden, wurden Systeme mit einer Annahme entworfen, dass das
Fasermedium die sehr niedrigen Verluste zeigen würde, die für eine Langstreckenübertragung
erreicht wurden. Somit ermöglichen
existierende Verbindungsentwürfe
ein sehr geringes Budget für
eine Dämpfung
in der Optikfaser. Selbst angesichts dieser geringen Dämpfungsbudgets
ist die maximale Länge
von Optikfasern, die Standardmehrmodefasern verwenden, gewöhnlich durch
eine Faserdispersion begrenzt, nicht nur eine Dämpfung. Weil existierende Kurzstreckensysteme sehr
niedrige Budgets für
eine Faserdämpfung
ermöglichen,
haben Entwickler ein Kurzstreckenübertragungssystem, das eine
sehr stark modengekoppelte Faser verwendet, nicht betrachtet. Folglich
bleiben optische Kurzstreckenmehrmodeübertragungssysteme weiterhin
beinahe zur Gänze
durch eine Intermodendispersion beschränkt.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist auf Kurzstreckenfaseroptikkommunikationssysteme
gerichtet, wobei die Systeme entworfen sind, um Fasern mit einer
stärkeren
Modenkopplung durch ein Erkennen und Kompensieren der allgemein
unterschiedlichen und eindeutigen Charakteristika derartiger Fasern
verglichen mit diesen einer Standardmehrmodeoptikfaser zu verwenden.
Folglich sind diese Kommunikationssysteme konfiguriert, um die Mängel von
modengekoppelten Optikfasern zu kompensieren, während die hohe Bandbreite derselben bewahrt
wird. Noch vorteilhafter reduzieren derartige Systeme ferner die
Komplexitäten
(und zugeordneten Kosten), die bei den optischen und mechanischen
Kopplungen zwischen aktiven Geräten
und Optikfasern betroffen sind.
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Primär sieht
die vorliegende Erfindung Kommunikationssysteme vor, die Optikfasern
mit einer viel stärkeren
Modenkopplung und einer höheren
optischen Einkopplungsleistung verglichen mit existierenden Systemen
verwenden, die Glasoptikfasern verwenden. Die vorliegende Erfindung
versieht diese Systeme ferner mit einem Empfänger, der verglichen mit existierenden
Kurzstreckenoptikfasersystemen einen größeren Dynamikbereich aufweist.
Die vorliegende Erfindung sieht ferner eine Implementierung dieser
Systeme basierend auf modengekoppelten Fasern vor, die aus entweder
Kunststoff oder Glas gebildet sind. Die vorliegende Erfindung sieht
ferner vor, dass diese Fasern Kerndurchmesser in dem Bereich von
existierenden Standardmehrmodeoptikfasern (näherungsweise 50–62,5 Mikrometer)
aufweisen können
oder vorteilhafter erheblich größere Kerndurchmesser
aufweisen können.
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Die
vorliegende Erfindung sieht Kommunikationssysteme vor, die modengekoppelte
Optikfasern mit vergleichbarem oder geringerem Aufwand als Systeme
benutzen, die eine Standardmehrmodeoptikfaser verwenden. Die vorliegende
Erfindung sieht Kommunikationssysteme vor, die modengekoppelte Optikfasern
verwenden, die Datenkommunikationen mit sowohl hohen als auch niedrigen
Raten liefern. Allgemein ist das Fasermedium, das bei dem System eingesetzt
wird, gewählt,
um einen hohen Grad einer Modenkopplung aufzuweisen, und die Leistung,
die von einem optischen Sender in die Faser gekoppelt wird, ist
entworfen, um höher
als ein analoges System zu sein, das aus einer Standardglasoptikfaser gebildet
ist. Die erhöhte
Einkopplungsleistung ist proportional zu der Verlustbudgetzuteilung
und überwindet
die höheren
Dämpfungscharakteristika
der modengekoppelten Optikfaser. Zusätzlich ist der Dynamikbereich
des Vorverstärkerabschnitts
eines optischen Empfängers
gewählt,
um einen Bereich aufzuweisen, der proportional zu der Einkopplungsleistung ist,
derart, dass eine Sättigung
des Vorverstärkers nicht
auftritt. Vorteilhafter wird auch die räumliche Abhängigkeit der Dispersionscharakteristika
einer modengekoppelten Faser ausgenutzt, um vereinfachte optische
und mechanische Kopplungen verglichen mit Glasfasersystemen zu erreichen.
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Die
vorliegende Erfindung kann unter Verwendung einer modengekoppelten
Optikfaser entweder vom Gradientenindex- oder Stufenindextyp implementiert sein,
wobei die Fasern aus einem Glas-, perfluourierten oder im Wesentlichen
Kunststoff- oder protonierten Kunststoffmaterial hergestellt sind.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
besteht die vorliegende Erfindung in einem Faseroptikkommunikationssystem,
das eine optische Verbindung aufweist, die (a) einen Sender; und
(b) einen Empfänger aufweist,
der gekoppelt ist, um optische Signale zu empfangen, die durch den
Sender über
eine modengekoppelte Optikfaser gesendet werden, die eine Modenkopp lungsstärke F von
etwa 2 oder mehr aufweist. Der Sender ist konfiguriert, um die optischen Signale
auf einem Einkopplungsleistungspegel zu senden, der ein Faserdämpfungsbudget
von etwa 5 dB oder mehr berücksichtigt;
und der Empfänger weist
einen Dynamikbereich auf, der basierend auf dem Faserdämpfungsbudget
ausgewählt
ist.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Andere
Aspekte, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
aus der folgenden detaillierten Beschreibung, den beigefügten Ansprüchen und
den zugehörigen
Zeichnungen ersichtlicher, bei denen 1 eine schematische
Darstellung einer Optikverbindung für ein Faseroptikkommunikationssystem,
das eine modengekoppelte Optikfaser verwendet, gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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Detaillierte
Beschreibung
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Die
vorliegende Erfindung sieht einen Kommunikationssystementwurf für eine Kurzstreckenübertragung
vor, die eine Verwendung einer stärker modengekoppelten Optikfaser
durch ein Kompensieren der relativ hohen Dämpfung ermöglicht, die derartige Fasern
zeigen. Im Vergleich mit existierenden Entwürfen für Kurzstreckenmehrmodefasersysteme ermöglicht die
vorliegende Erfindung die Verwendung von weniger dispergierenden
Mehrmodefasermedien durch ein starkes Erhöhen der Menge einer Faserdämpfung,
die toleriert werden kann, durch ein Erhöhen der Menge an Leistung,
die von dem Sender in die modengekoppelte Faser injiziert wird,
und durch ein Erhöhen
der Dynamikbereichanforderungen des Empfängers, um eine Sättigung
des internen Vorverstärkers
desselben zu verhindern. Diese Entwurfsphilosophie unterscheidet
sich von dieser existierender Kurzstreckensysteme, die eine Mehrmodefaser
einsetzen, da dieselbe ein stark modengekoppeltes Fasermedium umfasst.
Als eine Folge eines Verwendens dieses alternativen Mediums erkennt die
vorlie gende Erfindung einen Entwurfskompromiss, bei dem man eventuell
ein Erfordernis eines größeren Gesamtleistungsbudgets
im Austausch für eine
Verbesserung von Faserdispersionscharakteristika annimmt. Im Gegensatz
dazu sind existierende Kurzstreckenmehrmodefasersysteme um eine
Standardmehrmodefaser herum entworfen, die ein dispersionsbegrenztes
Medium mit geringem Verlust ist. Bei derartigen Systemen besteht
kein Anreiz für
ein höheres
Leistungsbudget, da eine zusätzliche
Leistung keinen Leistungsfähigkeitsvorteil
ermöglichen würde. Mit
den hierin vorgelegten Modifikationen ergibt die vorliegende Erfindung
ein Übertragungssystem,
das auf einer Mehrmodefaser basiert, die stark modengekoppelt ist
(F ≥ 2, wie
oben definiert), mit einem Faserdämpfungsbudget von zumindest
5 dB und gewöhnlich
sogar 15–25
dB bei allen Übertragungsgeschwindigkeiten
bis zu 12,5 Gb/s.
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Ein
Einbringen von Uneinheitlichkeiten in eine Mehrmodefaser, um eine „modengekoppelte" Faser zu erzeugen,
bewirkt, dass eine Leistung, die an die Faser angelegt ist, zwischen
den verschiedenen Moden der Faser diffundiert, einschließlich einiger
Moden, die nicht durch die Faser geführt sind. Bei dem Vorhandensein
einer Modenkopplung tasten Photonen, die in die Faser injiziert
werden, jeweils viele der elektromagnetischen Moden ab, die in der Faser
vorhanden sind, während
dieselben die Faser überqueren.
Deshalb nehmen Energiepakete der injizierten Leistung unterschiedliche
Moden zu unterschiedlichen Zeiten bezüglich der Ausbreitung derselben
entlang der Faser ein. Bei einer Modenkopplung bewegen sich die
Energiepakete bei jedem Mode wirksam mit einer durchschnittlichen
Gruppengeschwindigkeit. Auf Grund der Abtastung der vielen Moden
in der modengekoppelten Faser kommen daher die Photonen an dem Ausgangsende
der Faser mit einer engeren Verteilung von Ankunftszeiten verglichen
mit Photonen in einer vergleichbaren Standardmehrmodeglasfaser an.
Das Nettoergebnis besteht darin, dass diese Modenkopplung die wirksame Intermodendispersion
reduziert, die die Mehrmodefaser zeigt, wodurch sich eine erhöhte Bandbreite
ergibt. Während
diese Wirkung dazu dient, eine Bandbreite zu erhöhen, erhöht dieselbe ferner eine Dämpfung.
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Obwohl
die Bandbreite einer Mehrmodefaser bei einer Modenkopplung verbessert
wird, begrenzen die größeren Dämpfungscharakteristika
verglichen mit einer ähnlichen
Faser ohne Modenkopplungsuneinheitlichkeiten stark die Anwendbarkeit
einer modengekoppelten Faser bei existierenden Sende/Empfangsgeräteentwürfen. Da
im Handel erhältliche
Gradientenindexfasern beinahe immer eine vernachlässigbare
Modenkopplung über
praktisch interessierenden Längen
zeigen, wurde den Möglichkeiten
von Systementwürfen,
die modengekoppelte Fasern einsetzen, wenig Beachtung geschenkt.
Da insbesondere gegenwärtige
kommerzielle Sende/Empfangsgeräteentwürfe auf
den viel niedrigeren Dämpfungscharakteristika
von Standardglasoptikfasern basieren, sind dieselben inkompatibel
zu vielen Typen einer modengekoppelten Faser. Die vorliegende Erfindung
hingegen sieht Sende/Empfangsgeräteentwürfe vor,
die eine Nutzung modengekoppelter Fasern bei Kommunikationsdatensystemen über einem
stark erhöhten
Bereich von Verbindungslängen ermöglichen.
Kunststoffoptikfasern zeigen eine erhebliche Modenkopplung an kommerziell
wichtigen Längenskalen
(~10 Meter).
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Bei
einem System, das einen idealen Empfänger mit einem unendlichen
Dynamikbereich verwendet, wäre
das Gesamtleistungsbudget des Systems P(ideal) durch die Differenz
zwischen der Einkopplungsleistung und der Empfindlichkeit des Empfängers gegeben.
Da jedoch reale Empfänger
einen endlichen Dynamikbereich R(d) aufweisen und da es unbedingt
erforderlich ist, das System in einer Weise zu betreiben, die eine
Sättigung
des Empfängervorverstärkers vermeidet,
ist die minimal zulässige
Leistung eventuell größer als
diese, die durch die Empfängerempfindlichkeit
festgelegt ist. Bei einem realen System ist somit das Gesamtleistungsbudget
durch das geringere von P(ideal) und R(d) gegeben. Für Werte
von R(d) kleiner als P(ideal) erhöht somit ein Erhöhen des
Dynamikbereichs des Empfängers
das Gesamtleistungsbudget und daher das Faserdämpfungsbudget.
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Bei
Kommunikationssystemen, die eine Faser mit einer Modenkopplungsstärke größer oder gleich
etwa F = 2 und einer höheren
Einkopplungsleistung einsetzen, kann typischerweise bei Übertragungsgeschwindigkeiten
von bis zu näherungsweise 12,5
Gb/s ein Faserdämpfungsbudget
von zumindest 5 dB erreicht werden. Vorzugsweise liegt das Faserdämpfungsbudget
für diese
Systeme in dem Bereich von näherungsweise
15–25
dB. Schnellere Empfänger
neigen dazu, weniger empfindlich zu sein, so dass Faserdämpfungsbudgets
dazu neigen, sich mit einer Übertragungsgeschwindigkeit
zu verringern. Der Zweck des erhöhten
Dämpfungsbudgets
besteht darin, entweder eine stärker
modengekoppelte Faser oder längere
Verbindungslängen
zu ermöglichen.
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Wie
es in 1 gezeigt ist, weist eine optische Verbindung 20 eines
Faseroptikkommunikationssystems gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung eine modengekoppelte Optikfaser 24 auf,
die an einem Ende mit einer Verbindung 25 an der Ausgangsseite
eines Senders 21 und an dem anderen Ende mit einer Verbindung 26 an
der Eingangsseite eines Empfängers 22 verbunden
ist. Insbesondere weist die Eingangsseite des Empfängers 22 einen
Photodetektor 27 und einen Vorverstärker 23 auf. Der Sender 21 und
der Empfänger 22 sind
vorzugsweise beide in monolithischen Sende/Empfangsgeräten enthalten,
die jeweils sowohl zum Empfangen von optischen Signalen von einer vorgelagerten
Quelle und Senden von optischen Signalen zu einem nachgelagerten
Bestimmungsort in der Lage sind.
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Eine
Einkopplungsleistung wird bei der Verbindung 25 von dem
Sender 21 in die modengekoppelte Faser 24 gesendet.
Verglichen mit einer Monomodefaser weist die modengekoppelte Optikfaser 24 einen
viel größeren Kerndurchmesser
in dem Bereich von näherungsweise
50–62,5
Mikrometern oder noch mehr auf. Somit kann die hohe injizierte Leistung,
die für diesen
Systementwurf erforderlich ist, mit optischen Quellen erreicht werden,
die mit diesen vergleichbar sind, die bei bestehenden Monomodefaser-Sende/Empfangsgeräten verwendet
werden. Die injizierten Photonen, die in die Faser eingekoppelt werden,
durchlaufen die Verbindung 25 und überqueren den Faserkern 24.
Innerhalb der Faser treffen die Photonen auf die Modenkopplungsuneinheitlichkeiten,
wobei die verschiedenen elektromagnetischen Moden abgetastet werden,
während
dieselben durch die Faser laufen, was die Dispersion der Längsausbreitungsgeschwindigkeiten
derselben reduziert. Folglich gibt es eine engere Verteilung von
Ankunftszeiten von Photonen an dem Empfänger 22 (d.h. eine reduzierte
Intermodendispersion), was in einer verbesserten Bandbreite resultiert.
Bei einer Ankunft an der Empfängerseite
durchlaufen die Photonen die Verbindung 26, die die Faser 24 und
den aktiven Bereich des Photodetektors 27 verbindet. Der
Photodetektor 27 empfängt
die optische Leistung und wandelt dieselbe in einen elektrischen
Strom mit einer Rate gemäß der Photoleitfähigkeit
des Photodetektors und der Verstärkung
des Vorverstärkers 23 um.
Je höher die
Einkopplungsleistung, desto größer der
Dynamikbereich des Vorverstärkers 23 an
dem Empfänger 22, um
die Möglichkeit
zu vermeiden, dass der Vorverstärker
auf Grund der höheren übertragenen
Leistung gesättigt
wird.
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Verbindungen
für die
vorliegende Erfindung, wie beispielsweise die Verbindung 25 und 26,
ermöglichen,
dass die Faser 24 mit aktiven Bereichen von Systemkomponenten,
anderen Fasern und aktiven Geräten,
wie beispielsweise dem Sender 21 oder dem Empfänger 22,
verbunden wird. Vorzugsweise-wird ein einfaches Verbindungsverfahren,
wie beispielsweise eine Muffenkopplung, das keine Zwischenlinsen
erfordert, gegenüber
diesen verwendet, die für
Standardhochgeschwindigkeitsglasfasern verwendet werden. Modengekoppelte
Fasern sind besonders zu diesem Typ eines einfachen Verbindungsschemas
kompatibel, da die räumliche
Abhängigkeit
der Dispersionscharakteristika derselben typischerweise nahe der
Mitte des Faserkerns relativ einheitlich ist. Im Gegen satz dazu
zeigen Standardmehrmodefasern häufig
große
Dispersionsuneinheitlichkeiten nahe der Kernmitte, was eine sorgfältige Steuerung
der Position des optischen Eingangs erforderlich macht, um eine
maximale Bandbreite zu erreichen.
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Im
Allgemeinen weist bei der optischen Verbindung 20 die modengekoppelte
Optikfaser einen Pegel einer Modenkopplung von etwa F = 2 oder mehr
auf, der Sender ist konfiguriert, um die optischen Signale auf einem
Einkopplungsleistungspegel zu senden, der ein Faserdämpfungsbudget
von etwa 5 dB oder mehr berücksichtigt,
und der Empfänger
weist einen Dynamikbereich auf, der basierend auf dem Faserdämpfungsbudget
ausgewählt
ist. Bei bevorzugten Implementierungen beträgt der Dynamikbereich des Empfängers 20
dB oder mehr, der Sender ist konfiguriert, um optische Signale auf
einem Einkopplungsleistungspegel zu senden, der ein Faserdämpfungsbudget
von etwa 10 dB oder mehr berücksichtigt,
und die Optikfaser ist eine modengekoppelte Gradientenindexoptikfaser
aus perfluoriertem Kunststoff, die einen Kerndurchmesser von weniger
als etwa 150 Mikrometern und Uneinheitlichkeiten aufweist, die gleichzeitig
sowohl zu der Modenkopplung als auch dem hohen Dämpfungspegel der Optikfaser
beitragen, um bei dem System eine Leistung gegen eine Bandbreite
einzutauschen. Zusätzlich
ist der Einkopplungsleistungspegel des Senders größer als
S(λ) – G(λ) und kleiner
als S(λ),
wobei λ die Wellenlänge (in
Nanometern) von Licht ist, das durch den Sender emittiert wird.
Hier beträgt
G(λ) für 550 nm < λ < 1200 nm näherungsweise
6 dBm und beträgt
G(λ) für 1200 nm < λ < 1400 nm näherungsweise
10 dBm. Ferner ist S(λ)
durch die folgenden Formeln gegeben:
S(λ) = –6,5 dBm 550 nm < λ < 700 nm
S(λ) = (–6,5 + 0,02
(λ – 700))
dBm 700 nm < λ < 1050 nm
S(λ) = 0,44
bBm 1050 nm < λ < 1150 nm
S(λ) = (0,44
+ 0,16(λ – 1150))
dBm 1150 nm < λ < 1200 nm
S(λ) = 9,47
bBm 120 nm < λ < 1400 nm
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Die
Obergrenze ist im Einklang mit einem allgemein anerkannten Standard
einer Augensicherheit (d.h. IEC 825-1). Als solches ist bei den
bestimmten Wellenlängen,
die häufig
bei Kurzstreckenübertragungen
verwendet werden (d.h. λ =
1300 nm), der Sender konfiguriert, um die optischen Signale auf
einem Einkopplungsleistungspegel zu senden, der um bis zu 20 dB
höher liegt
als dieser, der durch typische Kommunikationsprotokolle (z.B. den
Gigabit-Ethernet-Standard)
für ein
Kommunikationssystem erforderlich ist, das eine Standardoptikfaser
von näherungsweise
gleicher Länge
aufweist.
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Obwohl
die modengekoppelte Optikfaser, die bei der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, vorzugsweise eine Kunststoffoptikfaser ist, können modengekoppelte
Glasoptikfasern bei bestimmten Anwendungen alternativ verwendet
werden. Ferner ist die Kunststoff- oder Glasoptikfaser vorzugsweise eine
Gradientenindexfaser, aber kann auch eine modengekoppelte Stufenindexfaser
sein.
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Es
ist ferner klar, dass an den Einzelheiten, Materialien und Anordnungen
der Teile, die beschrieben und dargestellt wurden, um das Wesen
dieser Erfindung zu erläutern,
durch Fachleute auf dem Gebiet verschiedene Veränderungen vorgenommen werden
können,
ohne von dem Schutzbereich der Erfindung abzuweichen, der in den
folgenden Ansprüchen
ausgedrückt
ist.