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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum effizienten
Entfernen von Titanoxid oder Eisen(III)oxid aus einem Ethylenglykol-Solvolyseprodukt
eines Polyesters, der Titanoxid oder Eisen(III)oxid enthält, durch
Agglomerieren von Titanoxid oder Eisen(III)oxid.
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Stand der
Technik
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Derzeit
ist das Hauptanwendungsgebiet von Bis-β-Hydroxyethylterephthalat Polyester
auf Terephthalatbasis, und eins der Merkmale der Polyester auf Terephthalatbasis
ist, daß sie
eine Leistung aufweisen, die für
einen breiten Bereich von Formprodukten wie Fasern, Filmen und Harzen
geeignet ist. Insbesondere auf dem Gebiet der Fasern ist aus dem
breiten Gebietsbereich im allgemeinen Titanoxid in einem Polymer
enthalten, hauptsächlich
zum Glänzendmachen.
Hauptsächlich
wird auf dem Gebiet der Formprodukte wie Flaschen Eisen(III)oxid
experimentell einem Polymer beigegeben, oder es soll einem handelsüblichen
Polymer beigegeben werden. In der Zwischenzeit besteht ein anderes
Merkmal. der Polyester darin, daß es relativ leicht ist, die
Polyester durch Depolymerisation in ihren Ausgangsmaterialzustand
zurückzuführen.
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Polyester,
insbesondere Polyester auf Terephthalatbasis, wie beispielsweise
Polyethylenterephthalat, werden häufig für verschiedene Zwecke, wie
oben beschrieben, verwendet. Zum Herstellen der Polyester wird derzeit
in der Praxis hauptsächlich
ein Verfahren verwendet, bei dem ein Zwischenprodukt, enthaltend Bis-β-Hydroxyethylterephthalat,
durch direkte Veresterung zwischen Terephthalsäure und Ethylenglykol oder durch
eine Esteraustauschreaktion zwischen einem Niederalkylester von
Terephthalsäure,
insbesondere Dimethylterephthalat und Ethylenglykol, erhalten und dann
bei hoher Temperatur unter Hochvakuum polykondensiert wird. Außerdem können die
Polyester auf Terephthalatbasis durch Depolymerisation in ihren
Ausgangsmaterialzustand zurückgeführt und
erneut polymerisiert werden, um Polyester zu erhalten. Es kann daher
gesagt werden, daß sie
im Hinblick auf die Rohstoffsparsamkeit hervorragende Materialien
sind.
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Wenn
es sich bei rückgewonnenen
Polyestern jedoch um Polyester, welche Titanoxid enthalten, oder Polyester,
welche Eisen(III)oxid enthalten, handelt, verändern sich der Titanoxid- oder
Eisen(III)oxidgehalt und die Arten und die Anteile der anderen Additive
bei jedem rückgewonnenen
Polyester, und sie stellen somit in vielen Fällen eine Barriere gegen die
Trennung einer Substanz von Interesse nach einer Depolymerisationsreaktion
dar. Folglich wird der eigentliche Vorgang häufig behindert.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Es
ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum
Entfernen von Titanoxid aus einem Ethylenglykol-Solvolyseprodukt
eines Polyesters, der Titanoxid enthält, durch einen sehr leichten
und effizienten Vorgang bereitzustellen.
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Es
ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zum Erhalt eines Polyester-Zersetzungsprodukts, enthaltend im wesentlichen
kein Titanoxid, durch ein effizientes Entfernen von Titanoxid aus
einem Ethylenglykol-Solvolyseprodukt eines Polyesters, der Titanoxid
enthält,
bereitzustellen.
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Es
ist noch ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zum effizienten Entfernen von Titanoxid aus einem Ethylenglykol-Solvolyseprodukt
eines rückgewonnenen
Polyesters, um das Recycling des rückgewonnenen Polyesters, enthaltend
Titanoxid, zu ermöglichen
und zu erleichtern, bereitzustellen.
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Es
ist noch ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zum Entfernen von Eisen(III)oxid aus einem Ethylenglykol-Solvolyseprodukt
eines Polyes ters, der Eisen(III)oxid enthält, durch einen sehr leichten
und effizienten Vorgang bereitzustellen.
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Es
ist noch ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zum Erhalt eines Polyester-Zersetzungsprodukts, enthaltend
im wesentlichen kein Eisen(III)oxid, durch ein effizientes Entfernen von
Eisen(III)oxid aus einem Ethylenglykol-Solvolyseprodukt eines Polyesters,
der Eisen(III)oxid enthält,
bereitzustellen.
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Es
ist noch ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zum effizienten Entfernen von Eisen(III)oxid aus einem
Ethylenglykol-Solvolyseprodukt eines rückgewonnenen Polyesters, um
das Recycling des rückgewonnenen
Polyesters, enthaltend Eisen(III)oxid, zu ermöglichen und zu erleichtern,
bereitzustellen.
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Es
ist noch ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zum effizienten Entfernen von Eisen(III)oxid sogar aus
einem Polyester, enthaltend Eisen(III)oxid, der weiter Ruß enthält, durch
einen sehr leichten und effizienten Vorgang bereitzustellen.
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Weitere
Gegenstände
und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden
Beschreibung ersichtlich.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die obigen Gegenstände sowie die Vorteile der
vorliegenden Erfindung durch ein Verfahren zum Entfernen von Titanoxid
aus einem Polyester-Zersetzungsprodukt (hierin nachstehend als „erstes
erfindungsgemäßes Verfahren" bezeichnet) erzielt,
welches die Schritte umfaßt:
- (1) das Mischen von mindestens einer Verbindung
(kann hierin nachstehend als „spezielle
Verbindung" bezeichnet
werden), ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Calciumoxid, Calciumcarbonat, Calciumhydroxid
und Eisen(III)oxid, mit einem Polyester-Zersetzungsprodukt, enthaltend
Titanoxid, welches ein Ethylenglykol-Solvolyseprodukt eines Polyesters ist,
der Titanoxid enthält,
um das in dem Polyester-Zersetzungsprodukt enthaltene Titanoxid
zu agglomerieren, und
- (2) das Unterwerfen des agglomerierten Titanoxids einer Fest-Flüssig-Trennung,
um es zu entfernen.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden zweitens die obigen Gegenstände und die Vorteile der vorliegenden
Erfindung durch ein Verfahren zum Entfernen von Eisen(III)oxid aus
einem Polyester-Zersetzungsprodukt (hierin nachstehend als „zweites
erfindungsgemäßes Verfahren" bezeichnet), welches
die Schritte umfaßt:
- (1) das Mischen von Titanoxid mit einem Polyester-Zersetzungsprodukt,
enthaltend Eisen(III)oxid, welches ein Ethylenglykol-Solvolyseprodukt
eines Polyesters ist, der Eisen(III)oxid enthält, um das in dem Polyester-Zersetzungsprodukt
enthaltene Eisen(III)oxid zu agglomerieren, and
- (2) das Unterwerfen der Agglomerate einer Fest-Flüssig-Trennung,
um diese zu entfernen.
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Zuerst
wird eine Beschreibung des ersten Verfahrens der vorliegenden Erfindung
gegeben.
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In
der vorliegenden Erfindung enthält
der Polyester, der durch Zugabe von Ethylenglykol zersetzt werden
soll, Titanoxid. Der Titanoxidgehalt beträgt 10 Gew.-% oder weniger,
vorzugsweise 2 Gew.-% oder weniger, stärker bevorzugt 0,5 Gew.-% oder
weniger, bezogen auf den Polyester.
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Die
Polyesterart ist nicht eingeschränkt,
ist aber vorzugsweise ein aromatischer Polyester, umfassend eine
aromatische Dicarbonsäure
wie Terephthalsäure
oder 2,6-Naphthalendicarbonsäure
als die Hauptdicarbonsäurekomponente
und Ethylenglykol als die Hauptglykolkomponente. Von diesen ist
ein Polyester auf Terephthalatbasis, umfassend Ethylenterephthalat
als die Hauptbestandteilskomponente, besonders bevorzugt.
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In
der vorliegenden Erfindung umfaßt
der Polyester auf Terephthalatbasis Polyethylenterephthalat als die
Hauptbestandteilskomponente und copolymerisiert außerdem mindestens
eine andere Bestandteilskomponente in kleiner Menge. Die Menge der copolymerisierbaren
Komponente beträgt
vorzugsweise 40 Mol-% oder weniger, stärker bevorzugt 30 Mol-% oder
weniger, äußerst bevorzugt
20 Mol-% oder weniger, bezogen auf die Gesamtmenge aller Säurekomponenten
und aller Glykolkomponenten. Beispiele für die copolymerisierbare Komponente
umfassen Dicarbonsäuren
wie aromatische Dicarbonsäuren,
wie beispielsweise Isophthalsäure,
Diphenyldicarbonsäure,
Diphenylsulfondicarbonsäure,
Diphenyletherdicarbonsäure,
Naphthalindicarbonsäure,
Diphenoxyethandicarbonsäure
und Natriumsulfoisophthalsäure,
aliphatische Dicarbonsäuren,
wie beispielsweise Sebacinsäure
und Adipinsäure,
und alicyclische Dicarbonsäuren,
wie beispielsweise Hexahydroterephthalsäure; und Diole wie Trimethylenglykol,
Tetramethylenglykol, Hexamethylenglykol, Cyclohexandimethanol, Bis-β-Hydroxyethylbisphenol-A,
Bis-β-Hydroxyethoxydiphenylsulfon,
Bis-β-Hydroxyethoxydiphenylether,
Diethylenglykol, Polyethylenglykol und dergleichen. Eine Hydroxycarbonsäure wie
p-Hydroxyethoxyphenylcarbonsäure
kann als die copolymerisierbare Komponente verwendet werden. Außerdem kann
auch eine polyfunktionelle Verbindung mit einer Funktionalität von 3
oder mehr und/oder eine monofunktionelle Verbindung als die copolymerisierbare
Komponente in solchen Mengen verwendet werden, daß der Polyester
linear bleibt. Beispiele für
die polyfunktionelle Verbindung mit einer Funktionalität von 3
oder mehr umfassen Trimesinsäure,
Glycerin, Pentaerythritol und dergleichen, und Beispiele für die monofunktionelle
Verbindung umfassen Diphenylmonocarbonsäure, Diphenylethermonocarbonsäure, Phenoxypolyethylenglykol
und dergleichen. Diese copolymerisierbaren Komponenten können als
ein funktionelles Derivat wie ein Ester verwendet werden. Sie können allein
oder in Kombination aus zwei oder mehr verwendet werden.
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Der
Polyester auf Terephthalatbasis kann in verschiedenen Formen wie
als Pellet, Flocke, Filament und Block verwendet werden.
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In
dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird zuerst ein Ethylenglykol-Solvolyseprodukt eines Polyesters,
der Titanoxid enthält,
hergestellt. Die Solvolyse mit Ethylenglykol kann unter an sich
bekannten Reaktionsbedingungen durchgeführt werden. Ethylenglykol wird
vorzugsweise in einer Menge von 300 bis 500 Gew.-Teilen, bezogen
auf 100 Gew.-Teile des Polyesters, enthaltend Titanoxid, verwendet.
Die Reaktionstemperatur beträgt
vorzugsweise 200 bis 220°C,
und die Reaktion kann für
2,5 bis 5,0 Stunden durchgeführt
werden. Es ist empfehlenswert, einen für die Reaktion geeigneten Reaktionskatalysator
zuzugeben. Beispiele für den
Reaktionskatalysator umfassen bekannte Ester-Austauschreaktionskatalysatoren
wie Methylate von Natrium und Magnesium, aliphatische Säuresalze
von Zinkcadmium, Mangan, Kobalt, Calcium, Barium und dergleichen,
wie beispielsweise Zinkborat und Zinkacetat, Carbonate davon, metallisches
Natrium, metallisches Magnesium und Oxide davon, und dergleichen.
Sie können
allein oder in Kombination aus zwei oder mehr verwendet werden.
Die Menge des zugegebenen Reaktionskatalysators beträgt allgemein
0,05 bis 3,0 Gew.-%, bezogen auf den Polyester auf Terephthalatbasis
als Ausgangsmaterial.
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In
dem ersten erfindungsgemäßen Verfahren
wird die obige spezielle Verbindung mit dem obigen Ethylenglykol-Solvolyseprodukt
gemischt, um Titanoxid zu agglomerieren. Spezielle Verfahren zum
Durchführen
dieses Mischens umfassen (i) eines, bei dem vor der Durchführung der
Solvolyse mit Ethylenglykol von einem Polyester, enthaltend Titanoxid,
der Polyester und die spezielle Verbindung kombiniert werden, einer Ethylenglykol-solvolytischen
Reaktion unterworfen und gemischt werden, (ii) eines, bei dem der
Polyester einer Solvolyse mit Ethylenglykol unterworfen wird und
die spezielle Verbindung zu einem Reaktionssystem während einer
Reaktion, bevor die Solvolyse mit Ethylenglykol beendet wird, zugegeben
und gemischt wird, oder (iii) eines, bei dem die spezielle Verbindung
zu einem Zersetzungsprodukt, erhalten nach Beendigung der Solvolyse
mit Ethylenglykol von dem Polyester, zugegeben und gemischt wird.
Diese Verfahren können
in Kombination von zwei oder mehr verwendet werden. Diese Verfahren
können
unter erhöhtem
Druck, Normaldruck oder verringertem Druck durchgeführt werden,
sofern sie nicht die Ethylenglykol-solvolytische Reaktion verhindern.
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In
den obigen Verfahren (i) und (ii) wird die Ethylenglykol-solvolytische
Reaktion in der Gegenwart der speziellen Verbindung durchgeführt. Daher
wird die spezielle Verbindung einheitlich gemischt, und das erhaltene
Polyester-Zersetzungsprodukt und Titanoxid können in diesem Fall durch Abkühlen des
erhaltenen Polyester-Zersetzungsprodukts
agglomeriert werden.
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In
dem obigen Verfahren (iii) wird die Ethylenglykol-solvolytische
Reaktion in der Abwesenheit der speziellen Verbindung durchgeführt, und
die spezielle Verbindung wird nach Beendigung der Solvolyse mit
Ethylenglykol zugegeben. In diesem Fall kann nach Zugabe der speziellen
Verbindung Titanoxid wirksam durch Erwärmen vorzugsweise bei einer
Temperatur von 150°C
oder mehr für
10 Minuten oder mehr agglomeriert werden.
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Für die obige
Solvolyse mit Ethylenglykol können
die folgenden Verfahren durchgeführt
werden. (1) Eine überschüssige Menge
Ethylenglykol wird zu dem Polyester selbst zugegeben, damit sich
der Polyester zersetzt, oder (2) der Polyester zersetzt sich durch
Erwärmen
zusammen mit Bis-(β-Hydroxyethyl)terephthalat, und/oder
es werden ein Polyesterniederkondensat und eine überschüssige Menge Ethylenglykol zu
dem erhaltenen Vorzersetzungsprodukt zugegeben, damit sich das Produkt
zersetzt.
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In
den obigen Verfahren (i), (ii) und (iii) kann die spezielle Verbindung
einmal oder mehrmals zu unterschiedlichen Zeiten zugegeben werden.
Von diesen Verfahren ist das obige Verfahren (i) besonders bevorzugt.
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Die
spezielle Verbindung ist Calciumoxid, Calciumcarbonat, Calciumhydroxid
oder Eisen(III)oxid. Diese speziellen Verbindungen können allein
oder in Kombination von zwei oder mehr verwendet werden.
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Eisen(III)oxid,
welches allgemein als ein Färbemittel
verwendet wird, kann ohne Schwierigkeiten als das obige Eisen(III)oxid
verwendet werden.
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Die
spezielle Verbindung wird vorzugsweise als eine Aufschlämmung in
Ethylenglykol zugegeben.
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Die
spezielle Verbindung wird vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis
5,0 Gew.-Teilen, stärker
bevorzugt 0,5 bis 2,5 Gew.-Teilen, besonders bevorzugt 0,8 bis 1,5
Gew.-Teilen, bezogen auf 1 Gew.-Teil des in dem zu zersetzenden
Polyester enthaltenen Titanoxids, zugegeben.
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Obwohl
der Grund dafür,
daß die
Zugabe der speziellen Verbindung äußerst wirksam für die Agglomeration
von Titanoxid ist, noch unbekannt ist, wird angenommen, daß die spezielle
Verbindung eine gewisse chemische Reaktion mit Titanoxid bewirkt.
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Die
in der vorliegenden Erfindung verwendete obige spezielle Verbindung
ist relativ schwer in Ethylenglykol löslich. Calciumchlorid und Calciumacetat,
die in Ethylenglykol löslich
sind, können
nicht verwendet werden.
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Gemäß den Ergebnissen
der durch den betreffenden Erfinder durchgeführten Untersuchungen fördert, wenn
verwendet, Calciumsulfat, das häufig
als die spezielle Verbindung verwendet wird, eine Nebenreaktion, wodurch
die Menge an Diethylenglykol zunimmt und gleichzeitig eine Zunahme
der Beladungsmenge in dem Entanionisierungsschritt, welcher hierin
nachstehend beschrieben wird, verursacht.
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In
dem zweiten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Polyester-Zersetzungsprodukt, enthaltend
das agglomerierte Titanoxid, erhalten in dem ersten Schritt, einer
Fest-Flüssig-Trennung
unterworfen, um das agglomerierte Titanoxid zu entfernen.
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Die
Fest-Flüssig-Trennung
kann durch ein an sich bekanntes Verfahren wie beispielsweise durch
Filtrieren oder Zentrifugieren durchgeführt werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Polyester-Zersetzungsprodukt, enthaltend im wesentlichen
kein Titanoxid, wie beispielsweise ein Polyester-Zersetzungsprodukt,
bestehend aus Bis-β-Hydroxyethylterephthalat,
erhalten.
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Es
folgt eine Beschreibung des zweiten erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Es
sollte beachtet werden, daß die
Beschreibung, bei der Titanoxid, das in der obigen Beschreibung des
ersten erfindungsgemäßen Verfahrens
entfernt werden soll, durch Eisen(III)oxid ersetzt wird, auf das
zweite erfindungsgemäße Verfahren
zutrifft, mit Ausnahme der folgenden Beschreibung.
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Ein
Verfahren, bei dem ein Polyester, enthaltend Titanoxid, verwendet
wird, d.h. wo ein Eisen(III)oxid-enthaltender Polyester und ein
Titanoxid-enthaltender Polyester beide einer Solvolyse mit Ethylenglykol
unterworfen und miteinander vermischt werden, ist in einer wesentlichen
Ausführungsform
ebenso der erste Schritt in der vorliegenden Erfindung eingeschlossen.
Wenn eine Ethylenglykol-solvolytische Reaktion in der Abwesenheit
von Titanoxid durchgeführt
wird und Titanoxid nach Beendigung der Solvolyse mit Ethylenglykol
(entspricht der Ausführungsform
des obigen (iii)) zugegeben wird, kann Eisen(III)oxid wirksam durch
Erwärmen
vorzugsweise bei einer Temperatur von 190 bis 280°C für 0,5 bis
5 Stunden nach Zugabe von Titanoxid agglomeriert werden.
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Titanoxid
kann in einer beliebigen Kristallform wie als ein Anatas- oder Rutil-Typ
vorliegen. Diese Titanoxide können
allein oder in Kombination verwendet werden. Das Titanoxid wird
vorzugsweise als eine Aufschlämmung
in Ethylenglykol zugegeben.
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Titanoxid
wird vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-Teilen, stärker bevorzugt
0,2 bis 8,0 Gew.-Teilen, besonders bevorzugt 0,3 bis 5,0 Gew.-Teilen,
bezogen auf 1 Gew.-Teil an in dem zu zersetzenden Polyester enthaltenem
Eisen(III)oxid, verwendet.
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Obwohl
der Grund dafür,
daß die
Zugabe von Titanoxid äußerst wirksam
für die
Agglomeration von Eisen(III)oxid ist, noch unbekannt ist, wird angenommen,
daß Titanoxid
eine gewisse chemische oder physikalische Wechselwirkung mit Eisen(III)oxid
bewirkt.
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Das
in der vorliegenden Erfindung verwendete Titanoxid ist in Ethylenglykol
kaum löslich.
Titanbutoxid, das in Ethylenglykol löslich ist, kann nicht verwendet
werden.
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Wenn
der Polyester zusätzlich
zu Eisen(III)oxid Ruß enthält, kann
die vorliegende Erfindung in annähernd ähnlicher
Weise durchgeführt
werden. In diesem Fall bilden Ruß und Eisen(III)oxid Agglomerate
mit Titanoxid.
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Der
zweite Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird durch Entfernen von Agglomeraten durch Unterwerten des Polyester-Zersetzungsprodukts,
enthaltend agglomeriertes Titanoxid, erhalten aus dem ersten Schritt,
einer Fest-Flüssig-Trennung
durchgeführt.
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Die
Fest-Flüssig-Trennung
kann durch ein an sich bekanntes Verfahren, wie beispielsweise durch
Filtrieren oder Zentrifugieren, durchgeführt werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird nach der Fest-Flüssig-Trennung
ein Polyester-Zersetzungsprodukt, welches je nachdem im wesentlichen
kein Eisen(III)oxid oder keinen Ruß enthält, wie beispielsweise ein
Polyester-Zersetzungsprodukt, bestehend aus Bis-β-Hydroxyethylterephthalat, erhalten.
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Hierin
nachstehend wird eine Beschreibung, die mit dem ersten erfindungsgemäßen Verfahren
und dem zweiten erfindungsgemäßen Verfahren übereinstimmt,
gegeben.
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Das
Polyester-Zersetzungsprodukt, erhalten in der vorliegenden Erfindung,
wird dann vorzugsweise entanionisiert und entkationisiert. Das heißt, das
Polyester-Zersetzungsprodukt
wird mit einem Kationenaustauscher und einem Anionenaustauscher
vorzugsweise bei einem Feststoffgehalt von 5 bis 80 Gew.-% in Kontakt
gebracht, um dessen Ionengehalt auf 50 ppm oder weniger zu reduzieren.
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Der
Kationenaustauscher und der Anionenaustauscher können beispielsweise in partikulärer, Ketten-, Faser-
oder amorpher Form vorliegen. Es wird beispielsweise ein partikulärer Ionenaustauscher
in eine Säule gespeist,
und es wird bewirkt, daß eine
Lösungszusammensetzung
durch die Säule
hindurchläuft,
um mit dem Ionenaustauscher in Kontakt zu treten.
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Der
Kationenaustauscher ist vorzugsweise ein Kationenaustauschharz,
und der Anionenaustauscher ist vorzugsweise ein Anionenaustauschharz.
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Das
Kationenaustauschharz verfügt
vorzugsweise über
-SO3H, -COOH, -N(CH2COOH)2 oder dergleichen als funktionelle Kationenaustauschergruppe.
Beispiele für
das Kationenaustauschharz umfassen im Handel erhältliche SK-Serien, PK-Serien
und WK-Serien von Dia Ion (von Mitsubishi Chemical Corporation) sowie
IR-Serien und IRC-Serien von Amberlite (von Rohm and Harse Japan
Co., Ltd.). Da die funktionellen Ionenaustauschergruppen dieser
Produkte allgemein als ein Salz wie Natriumsalz stabilisiert werden,
werden sie bei Verwendung im allgemeinen zu freien Säuregruppen
umgewandelt, wie oben beschrieben.
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Das
Anionenaustauschharz verfügt über eine
funktionelle Anionenaustauschergruppe wie
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Beispiele
für das
Anionenaustauschharz umfassen im Handel erhältliche SA-Serien, PA-Serien
und WA-Serien von Dia Ion (Mitsubishi Chemical Corporation) sowie
IRA-Serien und IRAC-900-Serien
von Amberlite (von Rohm and Harse Japan Co., Ltd.). Da die funktionellen
Ionenaustauschergruppen dieser Produkte allgemein stabilisiert werden,
wenn sie über
ein Halogenanion und nicht ein Hydroxidion (OH–)
verfügen,
werden sie bei Verwendung zu Gruppen umgewandelt, die über ein
Hydroxylgruppenanion verfügen,
wie oben beschrieben.
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Das
Anionenaustauschharz ist als getrocknetes und nicht-getrocknetes
Gel erhältlich.
Das nicht-getrocknete Gel ist bevorzugt, da die Menge an absorbiertem
Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
gering ist.
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Außerdem kann
auch ein sogenanntes mikroporöses
Ionenaustauschharz mit besserer physikalischer Haltbarkeit und höherer Austauschabsorptionsgeschwindigkeit
als bei einem Ionenaustauschharz mit Gelstruktur verwendet werden.
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Der
Kationenaustauscher und der Anionenaustauscher können entweder beide verwendet
werden, oder es kann nur einer davon verwendet werden. Wenn beispielsweise
eine Lösungszusammensetzung,
enthaltend sowohl Kationen als auch Anionen als Fremdstoffe, eventuell
einen dieser in einer größeren Menge als
die des anderen, wobei dessen Menge vernachlässigbar klein ist, enthält, kann
nur ein Ionenaustauscher zum Entfernen der ersten Ionen verwendet
werden.
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Im
allgemeinen werden vorzugsweise sowohl ein Kationenaustauscher als
auch ein Anionenaustauscher verwendet. In diesem Fall kann die Lösungszusammensetzung
gleichzeitig oder nacheinander mit dem Kationenaustauscher und dem
Anionenaustauscher in Kontakt gebracht werden. Die Lösungszusammensetzung
kann beispielsweise mit einem Gemisch aus einem Kationenaustauschharz
und einem Anionenaustauschharz gleichzeitig in Kontakt gebracht
werden, oder sie kann mit einer mit einem Kationenaustauschharz gefüllten Säule und
einer mit einem Anionenaustauschharz gefüllten Säule nacheinander in Kontakt
gebracht werden. Vorzugsweise wird die Lösungszusammensetzung nacheinander
mit einem Kationenaustauscher und dann mit einem Anionenaustauscher
in Kontakt gebracht.
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Der
Kontakt zwischen dem Kationenaustauscher/Anionenaustauscher und
der Lösungszusammensetzung
muß bei
einer Temperatur unterhalb der höchsten
Verwendungstemperatur des Ionenaustauschharzes, vorzugsweise bei
20 bis 120°C,
stärker
bevorzugt bei 30 bis 70°C
ohne Ausfällung
der Bis-β-Hydroxyethylterephthalat-Kristalle aus einem
Lösungsmittel
durchgeführt
werden.
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Der
Kontakt kann unter Normaldruck, verringertem Druck oder erhöhtem Druck
durchgeführt
werden. Der Kontakt wird hinsichtlich Konzentration, Temperatur
und Druck selbstverständlich
unter solchen Bedingungen durchgeführt, bei denen die Lösungszusammensetzung
ihren Lösungszustand
beibehalten kann.
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In
der vorliegenden Erfindung wird nach Inkontaktbringen der Lösungszusammensetzung
mit Ionenaustauschern Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
mit geringem Ionengehalt, welches Kationen als einen Fremdstoff
in einer Menge von 50 ppm oder weniger, bezogen auf Bis-β-Hydroxyethylterephthalat,
enthält,
erhalten.
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Gemäß den Ergebnissen
der durch den betreffenden Erfinder durchgeführten Untersuchungen kann ein
Polyester, erhalten aus Bis-β-Hydroxyethylterephthalat,
welches unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens als eines von
dessen Produktionsausgangsmaterialien erhalten wurde, problemlos
als Formprodukte wie Fasern, Filme und Flaschen verwendet werden.
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Außerdem kann,
wenn ein depolymerisiertes Produkt, welches im wesentlichen aus
Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
zusammengesetzt ist, durch Depolymerisieren dieser Polyesterformprodukte
erhalten werden soll, das depolymerisierte Produkt, erhalten durch
Durchführen
eines Depolymerisationsschritts unter Verwendung einer überschüssigen Menge
Ethylenglykol, wie oben beschrieben, allgemein als eine flüssige Zusammensetzung
erhalten werden, welche Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
und Ethylenglykol als Hauptlösungsmittel
umfaßt.
Hochqualitatives Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
kann aus dieser Zusammensetzung je nachdem direkt oder durch Einstellen
der Konzentration der Zusammensetzung auf einen geeigneten Gehalt
oder durch Entfernen des Katalysators erhalten werden. In diesem
Fall wird vor, während
oder nach diesem Schritt je nachdem mindestens einmal der Entfärbungsschritt
durchgeführt,
um hochqualitatives Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
leicht zu erhalten.
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Bis-β-Hydroxyethylterephthalat,
das unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens erhalten wurde,
kann als mindestens eines der Ausgangsmaterialien für die Reproduktion
von hochqualitativem Polyester direkt in einem Lösungszustand, in Form einer
Lösung,
dessen Konzentration auf einen geeigneten Gehalt eingestellt worden
ist, oder nach dessen Unterwerfen einem Umkristallisierungsschritt
oder Destillationsschritt verwendet werden. In diesem Fall kann
die vorliegende Erfindung selbst dann, wenn ein zu depolymerisierendes
Polyesterformprodukt mit anderem Material oder im Falle eines handelsüblichen
Produkts mit Fremdstoff wie Staub gemischt wird, ungehindert unter
Verwendung eines Fremdstoffentfernungsschritts wie je nachdem Trennung
oder Filtrieren durchgeführt
werden. Als spezielle Beispiele wird ein Polyester, wenn er in Form
eines handelsüblichen
faserartigen Produkts vorliegt, mit unterschiedlichen Faserarten
gemischt, oder er enthält
verschiedene Stoffe wie Farbstoff und Pigment, wenn ein Polyester
in der Form eines Films vorliegt, wird er mit einem unterschiedlichen
Filmmaterialtyp gemischt, oder er enthält verschiedene Additive wie
ein in dem Polyester verwendetes Schmiermittel, wenn ein Polyester
in Form von anderen Formprodukten wie einer Flasche vorliegt, wird
er zerbrochen und mit einem unterschiedlichen Materialtyp wie Polyethylen,
das in einem Deck- oder
Unterteil verwendet wird, gemischt, oder er wird mit einem unterschiedlichen
Materialtyp wie auf einem Etikett verwendetem Papier oder Kunststoff
gemischt. Obwohl diese Situationen eher allgemeiner Natur sind,
kann gemäß den Ergebnissen
der durch den betreffenden Erfinder durchgeführten Untersuchungen ein vorbestimmter
Gegenstand ausschließlich
unter Verwendung bekannter herkömmlicher
Techniken wie je nachdem Flüssig-Flüssig-Trennung
und Fest-Flüssig-Trennung
sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens und
verschiedener obenbeschriebener Techniken erreicht werden.
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Die
folgenden Beispiele sollen zur weiteren Erläuterung der vorliegenden Erfindung
dienen. Die vorliegende Erfindung ist selbstverständlich nicht
auf diese Beispiele allein beschränkt.
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BEISPIELE
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Beispiel 1
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(1)
12 kg gebrauchte Polyesterbettzeugbaumwolle (hohler Typ, 6 Denier × 51 mm,
Titanoxidgehalt 0,397 Gew.-%, Grenzviskositätszahl 0,630) und 6 kg Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
wurden in einen 150-Liter-Autoklaven mit einer Ummantelung (mit
einem ankerförmigen
Rührer)
gespeist, und der Polyester wurde durch eine allmähliche Temperaturerhöhung bei
einer Rührerumdrehung
von 5 U/min vorzersetzt, um ein Oligomer in geschmolzenem Zustand,
das über
etwa 30 Minuten auf 225°C
erhitzt wurde, zu erhalten.
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Danach
wurden 70 kg Ethylenglykol, 60 g Natriummethylat und 60 g Calciumhydroxid
zum Durchführen
der Depolymerisation des Oligomers bei Normaldruck und einer Temperatur
unterhalb des Siedepunkts von Ethylenglykol für etwa 60 Minuten zu dem erhaltenen
Oligomer zugegeben, um ein Polyethylenterephthalatdepolymerisationsprodukt
zu erhalten.
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Dieses
Depolymerisationsprodukt wurde auf 85°C abgekühlt, durch Ausüben eines Überdrucks
von 19.600 Pa (0,2 kg/cm2) auf den Autoklaven
mit Stickstoffgas extrudiert und gleichzeitig mit einem 10 μm-Polypropylenfaser-Patronenfilter,
der in der Extraktionsöffnung
des Autoklaven installiert war, filtriert, während die Temperatur gehalten
wurde. Die resultierende filtrierte Lösung des Depolymerisationsprodukts
war visuell gänzlich
transparent, und es war gar keine Ausfällung von Titanoxid zu beobachten.
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(2)
Danach wurden 80 kg Ethylenglykol, das auf Normaltemperatur erwärmt wurde,
zu dieser Depolymerisationslösung
zugegeben, wodurch eine Lösung,
enthaltend Ethylenglykol als Hauptlösungsmittel und Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
als gelösten
Hauptstoff, zu erhalten. Diese Lösung
wurde mit Aktivkohle bei einer Temperatur von 55°C vollständig entfärbt, mit einem Kationenaustauschharz
(Amberlite IR120-B von Organo Co., Ltd.) entkationisiert und mit
einem Anionenaustauschharz (Amberlite IRA-400 von Organo Co., Ltd.) entanionisiert.
Die entkationisierte und entanionisierte Lösung wurde in einen 500-Liter-Autoklaven,
der mit einem Rührer
und Vakuumgenerator ausgerüstet
war, eingespeist, Ethylenglykol wurde bei 135°C und 10.670 Pa (80 mmHg) abdestilliert,
bis der Ethylenglykolgehalt in der Lösung 20% betrug, die resultierende
Lösung wurde
mit einem Vakuum-Dünnfilm-Verdampfungsapparat
mit einer Wärmeübertragungsfläche von
0,5 m2 bei 150°C und 200 Pa (1,5 mmHg) konzentriert,
bis der Gesamtgehalt von Stoffen mit einem niedrigeren Siedepunkt
als der Siedepunkt von Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
5,0 Gew.-% betrug, wodurch eine Zusammensetzung erhalten wurde,
welche rohes Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
umfaßte,
und diese Zusammensetzung, enthaltend rohes Bis-β-Hydroxyethylterephthalat, wurde
für 75
Minuten bei 200°C
und 24 Pa (0,18 mmHg) einer Molekulardestillation mittels eines
Molekulardestillators mit einer Wärmeübertragungsfläche von
0,5 m2 unterworfen, wodurch gereinigtes
Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
erhalten wurde. Die Qualitätsanalysewerte
hinsichtlich des erhaltenen gereinigten Bis-β-Hydroxyethylterephthalats sind
in Tabelle 1 aufgeführt.
Danach wurden 500 g Pulver mit Normaltemperatur des erhaltenen ge reinigten
Bis-β-Hydroxyethylterephthalats
in eine 1.000 cm3-Glaspolymerisationsvorrichtung
mit einem Rührer
eingespritzt, der Inhalt der Polymerisationsvorrichtung wurde vollständig durch
Stickstoffgas ersetzt, Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
wurde durch Erhitzen auf 130°C
unter Stickstoffgasatmosphäre
geschmolzen, 2,7 g einer Lösung,
enthaltend 0,2 Gew.-Teile Germaniumdioxid, hergestellt durch vollständiges Auflösen von
hexagonalem Germaniumdioxid in siedendem Ethylenglykol, wurde als
ein Polymerisationskatalysator unter Stickstoffgasatmosphäre zugegeben,
die Temperatur wurde auf den Siedepunkt (197°C) von Ethylenglykol über 20 Minuten
unter Rühren
erhöht,
und das Erwärmen und
Rühren
wurde unter Normaldruck und bei 197°C für 45 Minuten fortgesetzt, wodurch
ein Oligomer von Polyethylenterephthalat erhalten wurde. Anschließend wurde
dieses Oligomer bei 280°C
und 90 Pa (0,7 mmHg) für
2 Stunden polykondensiert, wodurch Polyethylenterephthalat erhalten
wurde. Die Qualitätsanalysewerte des
erhaltenen Polyethylenterephthalats sind in Tabelle 2 aufgeführt. Das
gereinigte Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
und Polyethylenterephthalat wiesen eine besonders hervorragende
Qualität
für die
praktische Verwendung auf.
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Der
Begriff „optische
Dichte" in Tabelle
1 ist ein Index zur Bewertung der Qualität von Bis-β-Hydroxyethylterephthalat und
ist proportional zu dem Gehalt des gefärbten Produkts. Der Index wird
durch Messung der Absorbanz einer 10%igen Methanollösung bei
einer Wellenlänge
von 380 nm und einer Zellenlänge
von 10 mm erhalten.
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Der
Weißgehalt
wurde mittels eines Farbdifferenzmessers gemessen und durch „L"-(Helligkeit), „a"-(Röte)
und „b"-(Gelbgrad)-Werte
eines Hunter-Verfahrens dargestellt.
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Die
Grenzviskositätszahl
in Tabelle 2 wurde in Orthochlorphenol bei 30°C gemessen. Der Weißgehalt wurde
mittels eines Farbdifferenzmessers gemessen und durch „L"-(Helligkeit), „a"-(Röte) und „b"-(Gelbgrad)-Werte
des Hunter-Verfahrens dargestellt.
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Beispiel 2
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Das
Depolymerisationsprodukt von Polyethylenterephthalat wurde unter
den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 erhalten, außer daß Calciumcarbonatfeinpulver
anstelle des Calciumhydroxids von Beispiel 1 verwendet wurde. Die
erhaltene filtrierte Lösung
des Depolymerisationsprodukts war visuell gänzlich transparent, und es
war gar keine Ausfällung
von Titanoxid zu beobachten.
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Gereinigtes
Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
und Polyethylenterephthalat wurden aus dieser filtrierten Lösung als
ein Ausgangsmaterial unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel
1 gebildet und wiesen eine besonders hervorragende Qualität für die praktische
Verwendung auf.
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Vergleichsbeispiel 1
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10
kg gebrauchte Polyethylenterephthalatkurzfasern, enthaltend 0,4%
Titanoxid als Mattierungsmittel und 72 kg Ethylenglykol, wurden
in einen 240-Liter-Autoklaven mit einem Rührer eingespeist, und 0,07
kg Natriummethylat als ein bekannter Esteraustauschkatalysator wurden
zugegeben, wodurch eine PET-Flasche und Polyethylenterephthalatkurzfasern
durch Erhitzen und Rühren
bei 200°C
und unter Normaldruck für
3 Stunden depolymerisiert wurde. Agglomerate von Titanoxid lagen
in der durch Depolymerisation erhaltenen Lösung vor, und die Depolymerisationslösung war
trübe.
Diese Depolymerisationslösung
wurde mit Aktivkohle bei einer Temperatur von 55°C entfärbt, mit einem Kationenaustauschharz
(Amberlite IR120-B von Organo Co., Ltd.) entkationisiert und mit
einem Anionenaustauschharz (Amberlite of Organo Co., Ltd.) entanionisiert. Die
Titanoxidagglomerate blockierten die Säulen, die mit den Ionenaustauschharzen
gefüllt
waren, wodurch ein kontinuierlicher stabiler Betrieb unmöglich wurde.
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Beispiel 3
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2.840
g Ethylenglykol, 2 g Natriummethylat als ein Katalysator und 8 g
Titanoxid wurden zu 400 g zerbrochenen Teilen einer farbigen Platte,
gebildet durch Zugabe von Eisen(III)oxid mit einem Pigmentgrad und Ruß zu einem
Polyethylenterephthalatharz in einer Gesamtmenge von 2 Gew.-% zugegeben,
um eine Depolymerisation in einem 4-Liter-Autoklaven bei 220°C und 0,15
MPa für
3 Stunden durchzuführen.
Die erhaltene Depolymerisationslösung
wurde abgekühlt
und bei 55 ± 3°C für 3 Stunden
gehalten, wodurch ein Oligomer kristallisiert wurde, und mit einem
0,8- bis 1-μm-Membranfilter
filtriert, während
die Temperatur bei diesem Niveau gehalten wurde, wodurch grobe agglomerierte
Teilchen von Eisen(III)oxid, Ruß und
Titanoxid und kristallisiertes Oligomer erhalten wurden. Danach
wurde die Lösung
entfärbt
und deionisiert, auf 0 bis 5°C
mittels einer Salzlösung
mit einer Temperatur von –5°C zum Kristallisieren
und Trennen von rohem Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
abgekühlt,
niedrigsiedende Stoffe wurden von den Kristallen bei 9,31 kPa (70
Torr) und 133°C abdestilliert,
und eine Molekulardestillation wurde bei 13 Pa (0,1 Torr) und 187°C durchgeführt, wodurch Bis-β-Hydroxyethylterephthalat
mit einer Reinheit von 99,0% und einem „L"-Wert von 97,0, einem „a"-Wert von –0,60 und
einem „b"-Wert von 0,90 (Hunter-Werte)
erhalten wurde.