DE60027842T3 - Abschaltvorrichtung für ein Schaltgerät - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Trennvorrichtung, die ein Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse aufweist, das mit Lichtbogenlöschrippen versehen ist, wobei diese Vorrichtung dazu bestimmt ist, in jedem Pol von Schaltgeräten, insbesondere von mehrpoligen Niederspannungs-Trennschaltern oder -Schalt-Schützen, verwendet zu werden.
- Es gibt verschiedene Lösungen für das Einsetzen von Lichtbogenlöschrippen in ein Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse solcher Schaltgeräte. Das Patent
DE 19757332 beschreibt zum Beispiel eine Vorrichtung, bei der der Käfig der beweglichen Kontaktbrücke, der sich innerhalb des Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses befindet, die Form eines Kamms aufweist, dessen Nuten die Enden der Lichtbogenlöschrippen aufnehmen können, wodurch ihr Halt gewährleistet ist. Im PatentEP 0556109 sind die Lichtbogenlöschrippen ebenfalls mit Hilfe von Seitenwänden von den beweglichen Kontakten isoliert, die sich auf jeder Seite des Käfigs der beweglichen Kontaktbrücke befinden. - Es ist aber ebenfalls notwendig, eine gute mechanische Steifheit der Seitenwände des Gehäuses der Lichtbogenlöschkammer zu gewährleisten, insbesondere aufgrund des Luftstoßes, der bei einem Auslösen des Trennschalters oder des Schalt-Schützes auftritt, das zum Beispiel im Fall eines Kurzschlusses hervorgerufen wird. Hierzu kann es notwendig sein, die Struktur dieser Seitenwände des Gehäuses zu verstärken.
- Die Erfindung hat also zum Ziel, eine einzige Vorrichtung vorzuschlagen, die sowohl die Führung der Lichtbogenlöschrippen im Gehäuse der Lichtbogenlöschkammer, als auch ihre Isolierung von den beweglichen Kontakten und die gleichzeitige Versteifung der Seitenwände des Gehäuses der Lichtbogenlöschkammer ermöglicht.
- Erfindungsgemäß ist die Trennvorrichtung eines mehrpoligen Schaltgeräts wie in Anspruch 1 definiert. Außerdem trägt der Körper der Führungsmittel ebenfalls zur Verstärkung der mechanischen Steifheit der Seitenwände des Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses bei.
- Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf eine als Beispiel angeführte Ausführungsform näher erläutert, die in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist. Es zeigen:
-
1 eine Teilansicht der Lichtbogenlöschkammern eines dreipoligen Schaltgeräts, in der nur die Einheiten von Lichtbogenlöschrippen gezeigt sind, -
2 eine Längsschnittansicht einer erfindungsgemäßen Lichtbogenlöschkammer. - Die in der Erfindung beschriebene Trennvorrichtung befindet sich in einer Lichtbogenlöschkammer
19 , die von einem isolierenden Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse20 für jeden Pol eines Schaltgeräts, zum Beispiel vom Typ Schalt-Schütz, gebildet wird. Dieses Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse20 hat eine im Wesentlichen parallelepipedische Form und weist zwei Seitenwände24 und eine Rückwand25 auf. In einem mehrpoligen Schaltgerät sind die Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse20 der verschiedenen Pole einander benachbart, und die benachbarten Seitenwände24 sind ihnen gemeinsam, wie in1 gezeigt ist. -
2 zeigt eine Lichtbogenlöschkammer, in der sich eine Brücke11 von beweglichen Kontakten befindet, die innerhalb eines Käfigs10 angeordnet und mit einem isolierenden Drücker14 und zwei beweglichen Kontakten12 versehen ist. Jeder bewegliche Kontakt12 dieser Brücke11 wirkt mit einem in den beiliegenden Figuren nicht dargestellten ortsfesten Kontakt zusammen. Der Drücker14 und die Brücke11 von beweglichen Kontakten werden im Käfig10 translatorisch gemäß einer mit X bezeichneten Achse geführt. Bei einem Auslösen des Schaltgeräts wirkt der Auslösemechanismus auf den Drücker14 , um die beweglichen Kontakte12 von den ortsfesten Kontakten zu trennen. Eine Druckfeder18 , die einerseits aufgrund einer angepassten Form13 des Käfigs10 auf der Rückseite25 des Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses und andererseits unter der Kontaktbrücke11 aufliegt, tendiert dazu, die beweglichen Kontakte12 gegen die ortsfesten Kontakte zu drücken. - Um den Lichtbogen, der bei einem Auslösen des Geräts auftreten kann, zu beseitigen, sind zwei Einheiten von Rippen
17 im Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse zu beiden Seiten des Käfigs10 angeordnet, um auf die aus den beiden beweglichen Kontakten12 austretenden Lichtbögen einwirken zu können. Jede Einheit von Rippen17 besteht aus mehreren U-förmigen, parallel zueinander liegenden metallischen Lichtbogenlöschrippen16 , die je mit einer Basis16b und mit zwei Enden16a versehen sind, die zum Käfig10 hin gerichtet sind; jede Einheit von Rippen17 weist außerdem ein isolierendes Verbindungsteil15 lotrecht zu den Rippen16 auf, das die Basis16b der Rippen16 umgibt und dazu bestimmt ist, diese zu befestigen und in einem festen Abstand zueinander zu halten. - Die Enden
16a der Rippen sind in der Nähe jedes beweglichen Kontakts12 in einer Richtung parallel zur Achse X entsprechend der von der Brücke11 von beweglichen Kontakten bei einer Auslösung durchgeführten Bewegung angeordnet, um so wirksam wie möglich gegen einen Lichtbogen wirken zu können, der zwischen einem ortsfesten Kontakt und einem beweglichen Kontakt auftritt. - Trotzdem müssen die Enden
16a der Rippen16 durch eine sie vom beweglichen Kontakt12 , vom ortsfesten Kontakt und von der Brücke11 isolierende Trennwand geschützt werden. Außerdem ist es sinnvoll, Führungsmittel für die Einheiten von Rippen17 vorzusehen, um sie leicht in das Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse20 einführen und dort halten zu können. Aufgrund der Kraft, die der mit dem Lichtbogen zum Zeitpunkt des Auslösens zum Beispiel bei einem Kurzschluss verbundene Luftstoß darstellen kann, kann schließlich das Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse20 großen Drücken ausgesetzt sein, und es kann sich als notwendig erweisen, die Seitenwände24 des Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses20 in der Nähe der Brücke11 von beweglichen Kontakten zu versteifen. - Um diese drei Anforderungen zu erfüllen, sieht die Erfindung eine Vorrichtung vor, bei der die Seitenwände
24 des Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses20 Führungsmittel für die Enden16a der Lichtbogenlöschrippen16 aufweisen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weisen diese Führungsmittel einen Körper21 auf, der an jede Seitenwand24 zum Inneren des Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses20 hin angeformt und durch eine Seitenrippe22 im Wesentlichen parallel zur Seitenwand24 verlängert ist und mit dieser Wand einen Sitz23 bildet, der die Enden16a der Lichtbogenlöschrippen16 aufnehmen kann. Der Körper21 kann zum Beispiel über die ganze Höhe der Wand24 einen im Wesentlichen rechtwinkligen Querschnitt aufweisen. Die Länge der Seitenrippe22 ermöglicht es, die Enden16a genügend zu bedecken, um sie beim Auftreten eines Lichtbogens von den beweglichen Kontakten12 , den ortsfesten Kontakten und der Brücke11 von beweglichen Kontakten elektrisch zu isolieren. - Vorsprünge
26 , die an jede Seitenwand24 zum Inneren des Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses20 hin angeformt sind, sind dazu bestimmt, jede Rippeneinheit17 zu führen und seitlich zu halten, indem sie auf der Rückseite15a des Verbindungsteils15 der Rippen16 aufliegen. Einerseits aufgrund dieser Vorsprünge26 und andererseits aufgrund der Führungsmittel der Enden16a der Lichtbogenlöschrippen16 kann so jede Rippeneinheit schnell in ein Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse20 eingeführt und dort gehalten werden, was die Herstellung der Lichtbogenlöschkammern19 vereinfacht. - Der Körper
21 ermöglicht es außerdem, ohne Hinzufügen eines zusätzlichen Elements, die Steifheit der Seitenwände24 in der Nähe der Zone deutlich zu verstärken, in der ein Lichtbogen zwischen beweglichen Kontakten und ortsfesten Kontakten entstehen kann, d. h. dort, wo der auf diese Seitenwände ausgeübte Druck am stärksten ist. So kann man die allgemeine Dicke der Seitenwände24 verringern, da sie in ihren kritischsten Zonen verstärkt sind; daraus folgt eine allgemeine Optimierung der Abmessungen für ein mehrpoliges Schaltgerät. - Außerdem dienen die Führungsmittel der Enden
16a der Lichtbogenlöschrippen16 ebenfalls dazu, das Einführen des Käfigs10 der Brücke11 von beweglichen Kontakten in das Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse20 zu erleichtern und seinen seitlichen Halt zu gewährleisten. Der Körper21 der Führungsmittel weist nämlich eine Seite21a in einer Ebene lotrecht zur Seitenwand24 entgegengesetzt zur Rippe22 auf. Die Seiten21a von zwei Körpern21 , die sich entlang der gleichen Seitenwand24 eines Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses20 befinden, bilden mit dieser Seitenwand24 einen Sitz27 , in dem der Käfig10 zum Zeitpunkt seines Einführens entlang der Achse X gleiten kann, und der anschließend den seitlichen Halt dieses Käfigs10 und somit der Brücke11 von beweglichen Kontakten gewährleistet.
Claims (2)
- Trennvorrichtung eines mehrpoligen Schaltgeräts, die für jeden Pol aus einem Gehäuse (
20 ) einer Lichtbogenlöschkammer (19 ) besteht, und die aufweist: – zwei Seitenwände (24 ), zwischen denen ein Käfig (10 ) angeordnet ist, der eine Brücke (11 ) von zwei beweglichen Kontakten (12 ) trägt, die ortsfesten Kontakten zugeordnet sind, – zwei Einheiten (17 ) von mehreren U-förmigen Lichtbogenlöschrippen (16 ), die jeweils zwei Enden aufweisen, die sich in der Nähe jedes beweglichen Kontakts befinden, dadurch gekennzeichnet, dass – die Seitenwände (24 ) des Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses (20 ) Führungsmittel für die Enden (16a ) der Lichtbogenlöschrippen (16 ) aufweisen, wobei diese Führungsmittel außerdem in der Lage sind, eine elektrische Isolierung zwischen den beweglichen Kontakten (12 ) und den Enden (16a ) der Lichtbogenlöschrippen zu gewährleisten, – die Führungsmittel einen Körper (21 ) aufweisen, der an jede Seitenwand (24 ) zur Innenseite des Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses (20 ) hin angeformt und durch eine Seitenrippe (22 ) verlängert ist, die mit der Seitenwand (24 ) einen Sitz (23 ) zur Aufnahme der Enden (16a ) der Lichtbogenlöschrippen bildet, – der Körper (21 ) der Führungsmittel eine Seite (21a ) senkrecht zur Seitenwand (24 ) gegenüber der Rippe (22 ) aufweist, die die Führung und den seitlichen Halt des Käfigs (10 ) der Brücke von beweglichen Kontakten im Lichtbogenlöschkammer-Gehäuse (20 ) gewährleistet. - Trennvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (
21 ) der Führungsmittel ebenfalls zur Verstärkung der mechanischen Steifheit der Seitenwände (24 ) des Lichtbogenlöschkammer-Gehäuses in der Zone beiträgt, in der ein Lichtbogen zwischen ortsfesten und beweglichen Kontakten ausgelöst werden kann.
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