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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Aufzugsanordnung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Während der
Konstruktion von Hochhäusern werden
Aufzüge
benötigt,
bevor das Gebäude
fertiggestellt ist. Entweder werden die Aufzüge benötigt zur Verwendung während der
Bauzeit oder die unteren Stockwerke werden fertiggestellt vor dem
Rest, in welchem Fall die Aufzüge,
die diese Stockwerke bedienen, zur Verwendung verfügbar sein
müssen. Wenn
die Baustelle fortschreitet, muss der Aufzug in der Lage sein, so
viel Stockwerke wie möglich
zu bedienen.
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Für die Verwendung
während
der Bauzeit sind sogenannte Sprungaufzüge „jump elevators" entwickelt worden,
bei welchen die Fahrhöhe
der Aufzüge
schrittweise ansteigt, in gleicher Weise wie die Baustelle fortschreitet.
Der Aufzugsmaschinenraum wird an eine hohe Stelle bewegt und die
Länge des
Aufzugsseils wird entsprechend erhöht. Eine grundsätzliche
Anforderung an Aufzüge
besteht darin, dass diese in ihrer Gesamtheit und mit all ihren Eigenschaften
verwendbar sein sollten. Daher sollten alle anderen Komponenten,
die von der Fahrhöhe abhängen, wie
z.B. die Kabinenkabel, Kompensationsseile, Geschwindigkeitsbegrenzer
und die Elektrifizierung und elektrischen Kabel in dem Schacht ebenfalls über die
gesamte Länge
des fertiggestellten Fahrweges verlängert werden.
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Aus
der
US 5,033,586 ist
eine Lösung
bekannt, bei der ein Aufzugsmaschinenraum angehoben und in einer
gewünschten
Höhe montiert
werden kann. In dieser Lösung
ist ein zweites Deck mit einer Seilzufuhr oberhalb des Maschinenraums
angeordnet. Wenn der Maschinenraum verlegt werden soll, wird die
Aufzugskabine an ihrer Stelle festgelegt, so dass sie mit Bezug
auf den Maschinenraum unbeweglich ist und die erforderliche zusätzliche
Seillänge wird
von der Seilzufuhr entnommen. Bei dieser Lösung muss die Seilzufuhr zusammen
mit dem Maschinenraum angehoben werden, ein zusätzliches Deck muss gebildet
werden und eine komplexe Apparatur wird benötigt, um das zusätzliche
Seil auszugeben.
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3 der JP-A-07/97157 zeigt detailliert eine
freigebbare Verankerung 17, die in der Aufzugsanordnung
der 1 verwendet wird. Indem sukzessive das Ende des
Aufzugsseils an Ankerungen festgelegt wird, die nach oben entlang
des Aufzugsschachts beabstandet angeordnet sind, kann die effektive
Seillänge
erhöht
werden, immer wenn die Höhe
des Gebäudes
ansteigt. In einer vergleichbaren Aufzugsanordnung gemäß der 5 kombiniert eine Hebetrommel 21,
die selektiv gegen Rotation verriegelbar ist, die Funktionen der
Seilspeicherung und einer Rastvorrichtung und ist an dem Boden und
außerhalb
des Aufzugsschachts angeordnet.
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Die
Aufzugsanordnung gemäß 5 der JP-A-07/97157 wird als nächstkommender
Stand der Technik betrachtet.
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Es
ist Ziel der vorliegenden Erfindung, eine ökonomische Aufzugsanordnung
für die
Verwendung während
der Bauzeit zu schaffen, welche zusammen mit dem Baufortschritt
leicht auf eine höhere
Arbeitshöhe
gehoben werden kann und welche ebenfalls geeignet ist, zur Verwendung
als herkömmlicher
Aufzug des Gebäudes.
Hierfür
ist die Erfindung charakterisiert durch die Merkmale des Kennzeichenteils
des Anspruchs 1. Andere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
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Gemäß der Erfindung
nach Anspruch 1 werden Rastmittel für die Aufzugsseile im Wesentlichen beabstandet
von dem Maschinenraumdeck angeordnet, um wahlweise die Aufzugsseile
gegen Bewegung zu sichern. Weiterhin erstrecken sich die Aufzugsseile
hinter die Rastmittel zu einer Seilzufuhr, die außerhalb
des Fahrweges und unterhalb des Maschinenraumdecks angeordnet ist.
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Die
Lösung
der Erfindung erlaubt das einfache zur Verfügung stellen zusätzlicher
Seillänge,
die mit dem Ansteigen der Gebäudehöhe benötigt wird. Wenn
die Maschine auf eine neue Arbeitshöhe gebracht wird, sind alle
Komponenten des Aufzugs immer sofort verfügbar zur Verwendung ohne komplizierte
Einstellungen oder Einjustierungen. Die Teile des Hebeseils und
der Kompensationsseile, die noch nicht in Benutzung sind, können frei
an einem geeigneten Platz angeordnet werden, sogar in einem Raum
außerhalb
des Gebäudes.
Die Ausrüstung
in dem Maschinenraum, die während
des Baus verwendet wird, bildet den Aufzugsmaschinenraum des fertiggestellten
Gebäudes,
soweit dies möglich
ist.
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Nachfolgend
wird die Erfindung detailliert unter Zuhilfenahme eines ihrer Ausführungsbeispiele mit
Bezug auf die Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigen:
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1 einen
Aufzug gemäß der Erfindung, und
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2 einen
anderen Aufzug gemäß der Erfindung.
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1 zeigt
die Aufzugsanordnung der Erfindung. In dem oberen Teil des fertiggestellten
Teils eines Fahrweges, der durch die Seitenwände 28 und 30 und
durch die Rückwand 29 definiert
ist, ist ein Maschinenraumdeck 22 montiert, welches die
Aufzugsantriebsmaschine 18 trägt. Die Antriebsmaschine 18 besteht
aus einem Aufzugsmotor, der möglicherweise
mit einem Getriebe versehen ist, und einer durch diese angetriebene
Treibscheibe. Ein Aufzugsseil 4 läuft über die Treibscheibe und ist
an einem Ende an der Kabine 2 oder dem Kabinenrahmen befestigt.
An der anderen Seite der Treibscheibe läuft das Aufzugsseil über eine
Umlenkrolle 20 und über eine
Umlenkrolle 54, die im oberen Teil des Gegengewichts 56 montiert
ist, zurück
zum Maschinenraumdeck 22, von wo aus das Aufzugsseil 4 weiter über eine
Umlenkrolle 55 läuft
und im Wesentlichen in der Höhe
des Maschinenraumdecks 22 mittels einer Klemme 24 an
dem Fahrweg oder an Gebäudestrukturen
befestigt ist. In diesem Beispiel ist die Aufzugskabine implementiert
unter Verwendung eines 1:1-Aufhängungsverhältnisses,
so dass die Umfangsgeschwindigkeit der Treibscheibe der Geschwindigkeit
der Aufzugskabine entspricht. Andererseits ist das Gegengewicht
mit einem Aufhängungsverhältnis von
1:2 aufgehängt,
so dass die Geschwindigkeit des Gegengewichts der halben Umfangsgeschwindigkeit
der Treibscheibe entspricht. In an sich bekannter Weise ist an dem
Boden der Aufzugskabine 2 ein Kompensationsseil 10 befestigt, welches über eine
Umlenkrolle 12 im unteren Teil des Fahrweges läuft und über eine
Umlenkrolle 58 mit dem unteren Ende des Gegengewichts 56 an
dem Boden des Fahrweges verbunden ist, wo es in einer Seilklemme 26 festgelegt
ist. Somit ist sowohl das Kompensationsseil als auch das Aufzugsseil
an der Aufzugskabinenseite in einem Verhältnis von 1:1 und an der Gegengewichtseite
mit einem Verhältnis
von 1:2 aufgehängt.
Hinsichtlich der Hebemaschine und der Kompensationseile arbeitet
der Aufzug in herkömmlicher
Weise.
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Der
Teil 6 des Aufzugsseils, der während des Baus nicht in Verwendung
ist, hängt
frei unter der Klammer 24 und das zusätzliche Seil ist auf Seilrollen in
einer Seilzufuhr 8 aufgewickelt. Die Seilzufuhr ist vorzugsweise
in dem unteren Teil des Gebäudes
an oder unter dem Level der ersten temporären Position des Maschinenraumdecks
angeordnet. In gleicher Weise ist der ü berschüssige Anteil 14 des
Kompensationskabels hinter der Klemme 26 auf Seilrollen
in einer Seilzufuhr 16 gelagert.
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Das
Geschwindigkeitsbegrenzerseil 32 ist an einem Ende an der
Aufzugskabine befestigt und ist über
eine Umlenkrolle 35 im unteren Teil des Fahrweges zu dem
Geschwindigkeitsbegrenzerrad 34 geführt. Das Geschwindigkeitsbegrenzerseil 32 ist
an einer Klammer 36 an der Oberseite der Kabine befestigt
und der freie Seilabschnitt 38 ist in einer Geschwindigkeitsbegrenzerseilzufuhr 40 an
der Oberseite 42 der Kabine gespeichert.
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Auf
dem Maschinenraumdeck oder einem anderen Deck 48, das in
dessen Nähe
angeordnet ist, ist ein Raum für
eine Steuertafel 52 und eine Aufzugssteuereinheit 50 vorgesehen.
Das Deck 48 ist mit dem Deck 22 in der Art verbunden,
dass beide Decks zusammen angehoben werden können, wenn der Bau fortschreitet.
Die Zufuhr von Elektrizität
zu der Aufzugskabine und zu der Steuerung der Kabinenausrüstung werden
in an sich bekannter Weise ausgeführt unter Verwendung eines
Kabinenkabels 43, welches mit der Aufzugskabine 2 und
der Aufzugssteuerungseinheit 50 verbunden ist. Um zukünftige Fahrhöhen zu ermöglichen,
ist eine Kabinenkabelzufuhr 44 in dem Maschinenraumdeck 22 vorgesehen.
In gleicher Weise ist eine Fahrkabelzufuhr 46 für die Fahrwegverkabelung 42 in
dem Maschinenraumdeck 22 vorgesehen.
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2 zeigt
ein anderes Ausführungsbeispiel der
Erfindung, in welchem das Kompensationssystem ausgeführt ist
unter Verwendung von Ketten 60. In diesem Fall wird kein
kontinuierliches Kompensationsksbel und keine dafür vorgesehene
Seilzufuhr benötigt,
doch wenn der Maschinenraum auf eine höhere Höhe angehoben wird, wird die
Kompensationskette 60 verlängert mit der erforderlichen
Länge an zusätzlicher
Kette. Ansonsten entspricht die Anordnung in 2 der Lösung aus 1 und
entsprechende Teile sind mit den gleichen Bezugszahlen wie in 1 versehen.
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Wenn
der Maschinenraum des Aufzugs auf den nächsten Level angehoben werden
soll, ist ein Verfahren wie nachfolgend beschrieben anzuwenden.
Die Aufzugskabine wird im Servicebetriebsmodus in die höchstmögliche Position
gefahren. Das Gegengewicht ist nun an seiner untersten Position und
wird dort an seiner Stelle festgelegt. Hiernach wird die Kabine
an ihrer Stelle festgelegt, z.B. indem sie an den Führungsschienen
oder auf irgendeine andere zuverlässige Weise festgelegt wird.
Die Seilklemmen des Hebeseils und des Kompensationsseils werden
freigegeben, woraufhin die benötigte zusätzliche
Seilmenge von den Seilzuführungen
aus gegeben werden kann. Die Seilklemme, die das Geschwindigkeitsbegrenzerseil
hält, wird
gelöst,
so dass das Seil während
des Anhebens des Maschinenraums hindurchgleiten kann. Die mit der
Aufzugssteuerungstafel verbundenen Kabel werden getrennt.
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Der
Aufzugsmaschinenraum und seine Stützträger werden etwas angehoben
durch einen Kran oder einen Baukran (nicht dargestellt), woraufhin
die Stützeinrichtung
der Maschinenraumstruktur freigegeben werden kann. Der Maschinenraum
wird auf das nächste
Maschinenraumlevel mittels des Hebezeugs oder durch eine andere
anwendbare Hebemethode angehoben. Während des Anhebens laufen die
Hebeseile und Kompensationsseile frei von den Seilrollen der Seilzuführungen.
In gleicher Weise wickelt sich die Länge des Geschwindigkeitsbegrenzerseils
von der Geschwindigkeitsbegrenzerseilrolle an der Oberseite der
Aufzugskabine ab. In gleicher Weise werden die Längen der Kabinen und Fahrwegkabel
entsprechend der Anhebung von den Kabinen und Fahrwegkabelrollen
an dem Maschinenraumdeck freigegeben.
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Nachdem
das Maschinenraumdeck an die neue Position gehoben worden ist, werden
die Tragmittel des Maschinenraumdecks aktiviert und die Maschinenraumstützträger werden
zuverlässig
an dem Gebäude
festgelegt. Das Geschwindigkeitsbegrenzerseil wird an der Oberseite
der Kabine befestigt. Die Aufzugskabine wird mittels eines Hebemittels
oder eines Krans auf die höchste
Position angehoben, woraufhin die Hebeseile und Kompensationsseile
festgelegt, auf die richtige Spannung festgezogen und an ihrer Stelle
mittels Seilklemmen festgelegt werden. Das Gegengewicht wird freigegeben
und die Kabinen- und Fahrwegkabel werden festgelegt und mit der
Steuertafel verbunden. Hiernach ist der Aufzug fertig, um die neuen
Stockwerke zu bedienen.
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Im
Fall von Aufzügen,
bei denen das Kompensationssystem unter Verwendung von Ketten implementiert
ist, wird die Kompensationskette verlängert, bevor das Maschinenraumdeck
auf die nächste Arbeitshöhe angehoben
wird.
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Es
gibt zahlreiche Alternativen für
die Implementierung der Sicherung von Kabine und Gegengewicht während des
Anhebens des Maschinenraums. In gleicher Weise kann der Maschinenraum
und die Aufzugskabine angehoben werden unter Verwendung einer von
mehreren alternativen Verfahren. In gleicher Weise sind viele Verfahren
möglich,
um die Seile in der Praxis während
der Verwendung in der Bauzeit festzulegen. Die Abgabe von Seil aus
den Seilzuführungen
kann in gleicher Weise auf unterschiedliche Wege erfolgen. Die Anordnung
der Seilzu führung
kann in jedem Gebäude
entsprechend den verfügbaren
Möglichkeiten
ausgewählt
werden. Die Steuertafeln und die Steuereinheit in dem Maschinenraum
kann auch auf dem gleichen Level wie die Hebemaschine angeordnet
sein.
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Sobald
das Gebäude
seine Endhöhe
erreicht hat, kann der für
die Bauzeit vorgesehene Maschinenraum zusammen mit der Hebemaschine
und der anderen Maschinenraumausrüstung permanent an seiner Stelle
verbleiben, so dass sie einen entsprechenden Teil des Maschinenraums
bilden. Die Seilzuführungen
und andere Ausrüstung,
die zeitweise während
des Baus benötigt
wurden, sind nun unnötig und
können
natürlich
entfernt werden.
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Die
obige Beschreibung soll nicht als begrenzend für den Schutzbereich der Erfindung
verstanden werden, der frei innerhalb der Grenzen der nachfolgenden
Ansprüche
variieren kann.