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Prioritätsinformation
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Die
vorliegende Anmeldung beansprucht Priorität unter 35 U.S.C. 119(e) für die vorläufige U.S.
Patentanmeldung mit der Seriennummer 60/195,035 und dem Titel „Bacterial
Polypeptide Delivery",
die am 06. März 2000
eingereicht wurde.
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Verwandte
Anmeldungen
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen den Bereich der kontrollierten
Bereitstellung von Antigenen zur Verwendung bei Impfung oder Induzierung
von Toleranz gegen Allergene und insbesondere betrifft sie die zelluläre Bereitstellung
von Proteinen und Polypeptiden. Diese Anmeldung ist verwandt mit
U.S.S.N. 60/169,330 mit dem Titel „Controlled Delivery of Antigens", die am 06. Dez.
1999 eingereicht wurde; U.S.S.N. 09/141,220 mit dem Titel „Methods
and Reagents for Decreasing Clinical Reaction to Allergy", die am 27. Aug. 1998
eingereicht wurde; U.S.S.N. 09/455,294 mit dem Titel "Peptide Antigens", die am 06. Dezember
1999 eingereicht wurde; U.S.S.N. 09/494,096, die am 28. Januar 2000
eingereicht wurde, mit dem Titel „Methods and Reagents for
Decreasing Clinical Reaction to Allergy" von Bannon et al.; und U.S.S.N. 09/527,083
mit dem Titel "Immunostimulatory
Nucleic Acids and Antigens" von
Caplan, die am 16. März
2000 eingereicht wurde.
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Hintergrund
der Erfindung
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Allergische
Reaktionen werfen weltweit schwerwiegende öffentliche Gesundheitsprobleme
auf. Pollenallergie alleine (allergische Rhinitis oder Heuschnupfen)
betrifft etwa 10 bis 15% der Bevölkerung
und verursacht sehr große
wirtschaftliche Kosten. Zum Beispiel schätzen Berichte, dass Pollenallergie
1990 1,8 Milliarden $ an direkten und indirekten Kosten in den Vereinigten
Staaten verursacht hat (Fact Sheet, National Institute of Allergy
and Infectious Diseases; McMenamin, Annals of Allergy 73: 35, 1994).
Asthma, das durch Einwirken von Antigenen ausgelöst werden kann, ist auch ein
schwerwiegendes öffentliches Gesundheitsproblem und
wie anaphylaktische allergische Reaktionen kann es in extremen Fällen zum
Tod führen.
Asthma ist momentan für
Millionen von Aufenthalten in Krankenhäusern pro Jahr verantwortlich
und seine Häufigkeit
steigt. Die einzige Behandlung, die momentan verfügbar ist,
ist für
eine Linderung der Symptome, zum Beispiel zur Erleichterung der
Konstriktion der Atemwege. Schwerwiegender als die wirtschaftlichen
Kosten, die mit Pollen und anderen inhalierten Allergenen (z.B.
Schimmelpilzen, Staubmilben, Tierhautschuppen) in Zusammenhang stehen,
ist das Risiko einer anaphylaktischen allergischen Reaktion, die
bei Allergenen wie Nahrungsmittelallergenen, Insektengiften, Arzneistoffen
und Latex beobachtet wird.
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Allergische
Reaktionen resultieren, wenn das Immunsystem eines Individuums auf
ein auftretendes Antigen überreagiert
oder unangemessen reagiert: Typischerweise tritt keine allergische
Reaktion auf, wenn ein Individuum einem besonderen Antigen das erste
Mal ausgesetzt ist. Jedoch ist es die anfängliche Reaktion auf ein Antigen,
welche das System für
darauf folgende allergische Reaktionen vorbereitet. Insbesondere
wird das Antigen von Antigen-präsentierenden
Zellen (APC; z.B. Makrophagen und dendritischen Zellen) aufgenommen,
die das Antigen abbauen und dann Antigenfragmente für T-Zellen
bereitstellen. T-Zellen, insbesondere CD4+ „Helfer" T-Zellen, reagieren
durch eine Sekretion einer Reihe von Zytokinen, die Wirkungen auf
andere Immunsystemzellen haben. Das Profil der Zytokine, die durch
reagierende CD4+ T-Zellen sekretiert werden,
bestimmt, ob darauf folgende Einwirkungen des Antigens allergische
Reaktionen induzieren werden. Zwei Klassen von CD4+ T-Zellen
(Th1 und Th2) beeinflussen den Typ der Immunreaktion, die gegen
ein Antigen aufgeboten wird.
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Th2-Zellen
können
eine Vielzahl von Zytokinen und Interleukinen, einschließlich IL-4,
IL-5, IL-6, IL-10 und IL-13, sekretieren. Eine Wirkung von IL-4
ist die Stimulierung der Reifung von B-Zellen, die IgE-Antikörper produzieren,
welche spezifisch für
das Antigen sind. Allergische Reaktionen gegen Allergene sind durch
die Produktion von Antigen-spezifischen IgE-Antikörpern charakterisiert,
die von der Hilfe von IL-4-sekretierenden CD4+ T-Zellen
abhängig
sind. Diese Antigen-spezifischen IgE-Antikörper binden an Rezeptoren auf
der Oberfläche
von Mastzellen, Basophilen und Eosinophilen, wo sie als ein Auslöser zur
Initiierung einer schnellen allergischen Reaktion über das
nächste
Einwirken des Antigens wirken. Wenn bei dem Individuum das Antigen ein
zweites Mal auftritt, wird das Antigen schnell durch diese Oberflächen-assoziierten
IgE-Moleküle
gebunden. Jedes Antigen hat typischerweise mehr als eine IgE-Bindungsstelle,
so dass die Oberflächen-gebundenen
IgE-Moleküle durch
ihre gleichzeitigen (direkten oder indirekten) Assoziationen mit
dem Antigen schnell miteinander vernetzt werden. Eine solche Vernetzung
induziert eine Mastzellendegranulation, was in der Freisetzung von
Histaminen und anderen Substanzen resultiert, die allergische Reaktionen
auslösen.
Es ist bekannt, dass Individuen mit hohen Levels an IgE-Antikörpern besonders
zu Allergien neigen.
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Momentane
Behandlungen von Allergien beziehen Versuche zur „Impfung" eines empfindlichen
Individuums gegen ein besonderes Allergen durch periodisches Injizieren
oder Behandeln des Individuums mit einer Rohsuspension des Rohallergens
ein. Das Ziel ist, durch kontrollierte Verabreichung von bekannten
Mengen eines Antigens die IgE-Reaktion, die in dem Individuum aufgeboten
wird, zu modulieren. Wenn die Therapie erfolgreich ist, wird die
IgE-Reaktion des Individuums vermindert und kann sogar verschwinden.
Jedoch erfordert die Therapie mehrere Impfzyklen über einen
ausgedehnten Zeitraum (3 bis 5 Jahre) und bringt sehr häufig nicht
die gewünschten
Ergebnisse. Darüber
hinaus leiden bestimmte Individuen unter anaphylaktischen Reaktionen
gegen die Impfstoffe, trotz ihrer beabsichtigten, kontrollierten
Verabreichung.
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Vrtala
et al. (Int Arch Allergy Immunol 1995; 107; 290-294) beschreiben
die Expression von rekombinanten Baumpollenallergenen (Bet v I und
Bet v II) in nicht pathogenen Salmonella-Stämmen
und die Immunisierung von Mäusen
mit den resultierenden Allergenen.
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Medaglini
et al. (Proc Natl Acad Sci USA, Bd. 2, Seiten 6868-6872, Juli 1995)
beschreiben Streptococcus gordonii-Stämme, die ein Fusionsprotein
exprimieren, welches das Allergen Ag 5.2 von Hornissengift umfasst.
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WO
99/25387 beschreibt die Verwendung von attenuierten Salmonella-Bakterien,
die Allergene als Impfstoffe exprimieren.
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US 5,389,368 beschreibt
Impfstoffe, die lebende nicht-virulente Bakterien umfassen. Die
Bakterien können
ein heterologes Gen exprimieren, das ein Antigen von einem pathogenen
Mikroorganismus codiert, und der resultierende Impfstoff kann eine
Immunreaktion gegen das Pathogen induzieren.
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WO
99/38978 beschreibt ein Verfahren zur Modifizierung von Allergenen,
um sie durch Modifizieren der IgE-Bindungsstellen an den Allergenen
weniger allergen zu machen.
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WO
98/44096 beschreibt die Verwendung von Mycobacterium-Zellen als
rekombinante Impfstoffe. Die Mycobacterium-Zellen können einen
Vektor umfassen, der ein Gen enthält, welches ein Allergen codiert.
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EP 0 080 806 beschreibt
Impfstoffe, die einen nicht pathogenen Mikroorganismus umfassen,
der ein Allergen produziert.
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Mekalanos
(Adv. Exp. Med. Biol., 1992, Bd. 327, Seiten 43-50) beschreibt verschiedene
Typen von bakteriellen Impfstoffen.
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Hansen
et al. (J. Immunol, 2000, Bd. 164, Seiten 223-230) beschreiben die
Verwendung von Listeria als ein Adjuvans bei Immuntherapie.
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WO
96/14876 beschreibt die Verwendung von Hefen als Bereitstellungsvehikel
für heterologe
Verbindungen, die verwendet werden können, um die Immunreaktion
eines Organismus zu modulieren.
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Eko
et al. (Vaccine 1999, Bd. 17, Seiten 1643-1649) beschreiben die
Verwendung von bakteriellen Ghosts als Träger für Antigene.
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Eindeutig
besteht ein Bedarf für
Behandlungen und vorbeugende Verfahren für Patienten mit Allergien gegen
Allergene, die schwerwiegende allergische Reaktionen, einschließlich anaphylaktischen
Schock, hervorrufen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt Verfahren und Zusammensetzungen zur
Modulierung der Immunreaktion in einem Subjekt bereit. Die vorliegende
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung oder Vorbeugung von
unerwünschten
allergischen Reaktionen und anaphylaktischen allergischen Reaktionen
gegen Allergene in einem Subjekt. Die Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung sind zur Verabreichung an Subjekte, Mikroorganismen, die
Allergene von Interesse exprimieren oder produzieren, nützlich.
Ohne auf den vorgeschlagenen Wirkmechanismus eingeschränkt zu sein,
werden nach der Verabreichung die Mikroorganismen durch Antigen-präsentierende
Zellen in dem Subjekt aufgenommen, wo die exprimierten Antigene
freigesetzt werden. Nachdem sie in den Antigen-präsentierenden
Zellen verarbeitet und auf der Zelloberfläche bereitgestellt worden sind,
aktivieren die verarbeiteten Antigene die T-Zellen-vermittelten
Immunreaktionen. Deshalb reduzierte die Verwendung von genetisch
modifizierten Mikroorganismen zur Exprimierung und Bereitstellung von
Allergenen bei einem Subjekt das Einwirken der Allgene auf die IgE-Antikörper des
Subjekts, was zu allergischen Reaktionen und möglicherweise anaphylaktischem
Schock führt.
Die vorliegende Erfindung reduziert deshalb das Risiko von anaphylaktischem
Schock während
einer Immuntherapie. Darüber
hinaus können die
Mikroorganismen als ein natürliches
Adjuvans zur Steigerung von gewünschten
Immunreaktionen vom Th1-Typ wirken.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
stellt die Erfindung eine pharmazeutisch Zusammensetzung bereit,
die tote E. coli Mikroorganismen umfasst, die ein Protein als Allergen
produziert haben, und des Weiteren einen pharmazeutisch annehmbaren
Träger
umfasst, worin die pharmazeutische Zusammensetzung die allergischen
Immunreaktionen in Subjekten reduziert, die gegen das Protein als
Allergen allergisch sind, worin das Protein als Allergen in den
Mikroorganismen verkapselt ist und worin die Mikroorganismen unter
Verwendung von Hitze oder Chemikalien getötet worden sind.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
schließt
die Erfindung die Verwendung einer Zusammensetzung, umfassend tote
E. coli Mikroorganismen, die ein Protein als Allergen produziert
haben, in der Herstellung eines Medikaments zur Behandlung einer
Allergie in einem Subjekt, das für
das Protein als Allergen empfänglich
ist, ein, worin das Protein als Allergen in den Mikroorganismen
verkapselt ist und worin die Mikroorganismen unter Verwendung von
Hitze oder Chemikalien getötet
worden sind.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung stellt eine pharmazeutische Zusammensetzung bereit, die
tote E. coli Mikroorganismen umfasst, die ein Protein als Allergen
produziert haben, und des Weiteren einen pharmazeutisch annehmbaren
Träger
umfasst, worin das Protein als Allergen so modifiziert ist, dass
es eine reduzierte Fähigkeit
aufweist, IgE-Antikörper zu
binden oder zu vernetzen, worin das Protein als Allergen in den Mikroorganismen
verkapselt ist und worin die Mikroorganismen unter Verwendung von
Hitze oder Chemikalien getötet
worden sind.
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Die
Erfindung schließt
auch die Verwendung einer Zusammensetzung, die tote E. coli Mikroorganismen
umfasst, die ein Protein als Allergen produzieren oder produziert
haben, in der Herstellung eines Medikaments zur Behandlung einer
Allergie in einem Subjekt, das für
das Protein als Allergen empfänglich
ist, ein, worin das Protein als Allergen so modifiziert ist, dass
es eine reduzierte Fähigkeit
aufweist, IgE-Antikörper
zu binden oder zu vernetzen, worin das Protein als Allergen in den
Mikroorganismen verkapselt ist und worin die Mikroorganismen unter
Verwendung von Hitze oder Chemikalien getötet worden sind.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
sind die Mikroorganismen genetisch modifiziert, damit sie ausgewählte Polypeptide
oder Proteine exprimieren, und sie werden als Bereitstellungsvehikel
gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet. Solche Mikroorganismen sind Bakterien, nämlich E.
coli.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
werden Bakterien als Mikroorganismen zur Exprimierung und Bereitstellung
von allergenen Proteinen bei Individuen verwendet, um allergische
Reaktionen, einschließlich
anaphylaktische allergische Reaktionen, gegen die Allergene zu behandeln
oder diesen vorzubeugen. Wie hier beschrieben, können in der vorliegenden Erfindung
Gram-negative Bakterien als Bereitstellungsvehikel verwendet werden.
Durch die Bakterien exprimierte Antigene können sekretiert oder nicht
sekretiert werden. Eine Sekretion von Proteinen kann eine Sekretion
in das Zellmedium einbeziehen. Für
Gram-negative Bakterien kann eine Sekretion eine Sekretion in das
Periplasma einbeziehen. Eine Sekretion von Polypeptiden kann durch
Sekretionssignalpeptide ermöglicht
werden. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen können Mikroorganismen,
die allergene Verbindungen exprimieren, an Subjekte in Zusammensetzungen als
attenuierte Mikroorganismen, nicht pathogene Mikroorganismen, nicht
infektiöse
Mikroorganismen oder als getötete
Mikroorganismen verabreicht werden. Bevorzugt werden die getöteten Mikroorganismen
getötet, ohne
die Antigeneigenschaften der Polypeptide zu verschlechtern.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
sind die verwendeten Allergene Allergene, die in Nahrungsmitteln,
Gift, Arzneistoffen und auf einem Gummi basierenden Produkten gefunden
werden. Besonders bevorzugte Proteine als Allergene werden in Nahrungsmitteln und
Giften gefunden, die anaphylaktische allergische Reaktionen in Subjekten,
die gegen die Allergene allergisch sind, hervorrufen. In der vorliegenden
Erfindung sind Peptide und Polypeptide eingeschlossen, deren Aminosäuresequenzen
in den Proteinen als Allergene in der Natur gefunden werden. Auch
in der vorliegenden Erfindung eingeschlossen sind Allergene, die Modifizierungen
aufweisen, die die Fähigkeit
der Peptide, Polypeptide und Proteine,
IgE-Antikörper zu
binden und zu vernetzen, reduzieren. Auch in der vorliegenden Erfindung
eingeschlossen sind Nichtpeptid-Allergene, die durch Mikroorganismen
produziert werden, und sie schließen zum Beispiel Antibiotika
wie Penicillin ein.
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In
einer anderen Ausführungsform
der Erfindung umfassen Zusammensetzungen zur Verwendung bei der
Behandlung oder Vorbeugung von allergischen und anaphylaktischen
allergischen Reaktionen in einem Subjekt Mikroorganismen, die durch
Menschenhand technologisch gestaltet wurden und bevorzugt durch
die Einbringung von einer oder mehreren eingebrachten Nukleinsäuren, um
Allergene gemäß der vorliegenden
Erfindung zu produzieren. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
sind die produzierten Allergene Peptide, Polypeptide oder Proteine,
die durch die eingebrachten Nukleinsäuren codiert werden.
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Kurze Beschreibung
der Figuren
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1.
Experimente, die zur Bestimmung der optimalen Temperatur zum Töten von
Bakterien (E. coli) durch Hitze gestaltet wurden, sind in graphischer
Form gezeigt. Die Anzahl der überlebenden
Kolonien in Aliquoten von Proben ist als eine Funktion der Temperatur
(Celsius) gezeigt.
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2.
Bestimmung des pro Zelle produzierten Proteins. Die optische Dichte
(O.D.) des HIS-markierten Ara h 2-Allergens wurde aus einem Immunoblot
bestimmt, wobei unterschiedliche Konzentrationen des E. coli Extrakts
an SDS-PAGE-Gelen elektrophoretisiert worden waren. Die O.D. des
Allergens wurde zur Abschätzung
der Menge des Proteins, das durch diesen Extrakt produziert wurde,
verwendet.
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3.
Ergebnisse der ELISA-Analyse von Ara h 2-spezifischen IgG-Antikörpern, die
in Mäusen
nach einer Injektion von Ara h 2-produzierenden E. coli produziert
wurden. IgG1 ist auf der linken Seite und IgG2a ist auf der rechten
Seite.
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4.
Ergebnisse der ELISA-Analyse von Ara h 3-spezifischen IgG-Antikörpern, die
in Mäusen
nach einer Injektion von Ara h 3-produzierenden E. coli produziert
wurden. IgG1 ist auf der linken Seite und IgG2a ist auf der rechten
Seite.
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Definitionen
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„Allergen": Ein „Allergen" ist ein Antigen,
das (i) eine IgE-Reaktion in einem Individuum hervorruft; und/oder
(ii) eine asthmatische Reaktion (z.B. chronische Atemwegsentzündung, die
durch Eosinophilie, Atemwegshyperreaktivität und überschüssige Schleimproduktion gekennzeichnet
ist) hervorruft, gleichgültig, ob
eine solche Reaktion eine nachweisbare IgE-Reaktion einschließt oder
nicht. Bevorzugte Allergene für
den Zweck der vorliegenden Erfindung sind Peptide, Polypeptide und
Proteine als Allergene. Eine beispielhafte Auflistung von Proteinen
als Allergene wird als ein Anhang bereitgestellt. Diese Auflistung
wurde von ftp://biobase.dk/pub/who-iuis/alleregen.list (überarbeitet
am 01. März
2000), worin Auflistungen von bekannten Allergenen bereitgestellt
werden, übernommen.
Andere bevorzugte Allergene sind chemische Verbindungen wie kleine
Moleküle,
die durch Proteine produziert werden.
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„Allergische
Reaktion": Eine
allergische Reaktion ist eine klinische Reaktion von einem Individuum
gegen ein Antigen. Symptome von allergischen Reaktionen können kutane
(z.B. Urtikaria, angioneurotisches Ödem, Pruritus), Atemwegs- (z.B.
Keuchen, Husten, Larynxödem,
Rhinorrhoe, tränende/juckende
Augen), gastrointestinale (z.B. Erbrechen, Abdominalschmerz, Diarrhoe)
und/oder kardiovaskuläre
(wenn eine systemische Reaktion stattfindet) Systeme beeinflussen.
Für die
Zwecke der vorliegenden Erfindung wird eine asthmatische Reaktion
als eine Form von allergischer Reaktion angesehen.
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„Anaphylaktisches
Antigen": Ein „anaphylaktisches
Antigen" gemäß der vorliegenden
Erfindung ist ein Antigen (oder Allergen), von welchem bekannt ist,
dass es ein Risiko von anaphylaktischer Reaktion in allergischen
Individuen darstellt, wenn es in seinem natürlichen Zustand unter natürlichen
Bedingungen auftritt. Zum Beispiel nimmt man nicht an, dass für die Zwecke
der vorliegenden Erfindung Pollen und Tierhautschuppen oder -ausscheidungen
(z.B. Speichel, Urin) anaphylaktische Antigene sind. Auf der anderen
Seite nimmt man im Allgemeinen an, dass Nahrungsmittelantigene,
Insektenantigene, Arzneistoffe und Gummi (z.B. Latex)-Antigene anaphylaktische
Antigene sind. Nahrungsmittelantigene sind besonders bevorzugte
anaphylaktische Antigene zur Verwendung in der Praxis der vorliegenden
Erfindung. Besonders interessante anaphylaktische Antigene sind
jene (z.B. Nüsse,
Samen und Fisch), auf welche die Reaktionen im Allgemeinen so schwerwiegend
sind, dass sie ein Todesrisiko verursachen.
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„Anaphylaktischer
Schock" oder „anaphylaktische
Reaktion", wie hier
verwendet, betreffen eine Immunreaktion, die durch Mastzellendegranulation
charakterisiert ist, sekundär
zum Antigen-induzierten Vernetzen des IgE-Rezeptors mit hoher Affinität auf Mastzellen
und Basophilen mit darauf folgender Mediatorfreisetzung und der
Produktion von pathologischen Reaktionen in Zielorganen, z.B. Atemwege,
Haut, Verdauungstrakt und kardiovaskulärem System. Wie auf dem Fachgebiet
bekannt ist, kann die Schwere einer anaphylaktischen Reaktion zum
Beispiel durch Testen der kutanen Reaktionen, der Schwellung um
die Augen und den Mund und/oder Diarrhoe, gefolgt von Atemwegsreaktionen
wie Keuchen und Atemnot beobachtet werden. Die schwerwiegendsten
anaphylaktischen Reaktionen können
in einem Verlust des Bewusstseins und/oder Tod resultieren.
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„Antigen": Ein „Antigen" ist (i) jedwede
Verbindung oder Zusammensetzung, die eine Immunreaktion hervorruft;
und/oder (ii) jedwede Verbindung, die an einen T-Zellen-Rezeptor
(z.B. wenn durch ein MHC-Molekül
präsentiert)
oder einen Antikörper,
der durch eine B-Zelle
produziert wurde, bindet. Der Fachmann wird erkennen, dass ein Antigen
eine Ansammlung von unterschiedlichen chemischen Verbindungen (z.B.
ein Rohextrakt oder eine Zubereitung) oder eine einzelne Verbindung
(z.B. ein Protein) sein kann. Bevorzugte Antigene sind Peptide,
Polypeptide oder Proteine als Antigene.
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„Antigen-präsentierende
Zellen": „Antigen-präsentierende
Zellen" oder „APCs" schließen bekannte APCs
wie Langerhans-Zellen, Schleierzellen von afferenten Lymphgefäßen, dendritische
Zellen und interdigitierende Zellen von lymphatischen Organen ein.
Der Ausdruck schließt
auch mononukleäre
Zellen wie Lymphozyten und Makrophagen ein, die Polypeptide und
Proteine gemäß der Erfindung
aufnehmen.
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„Attenuierung": „Attenuierung" von Mikroorganismen,
wie hier verwendet, betrifft die Manipulation der Mikroorganismen,
so dass die Mikroorganismen keine wesentlichen toxischen Reaktionen
in Individuen oder Labortesttieren induzieren. Die Manipulationen
schließen
genetische Verfahren ein und sind auf dem Fachgebiet bekannt.
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„IgE-Bindungsstelle": Eine IgE-Bindungstelle
ist ein Bereich eines Antigens, der durch ein anti-Antigen-IgE-Molekül erkannt
wird. Ein solcher Bereich ist notwendig und/oder ausreichend, um
in (i) Binden des Antigens an IgE; (ii) Vernetzen des anti-Antigen-IgE;
(iii) Degranulation von Mastzellen, die Oberflächen-gebundenes anti-Antigen-IgE
enthalten; und/oder (iv) Entwicklung von allergischen Symptomen
(z.B. Histaminfreisetzung) zu resultieren. Im Allgemeinen werden
IgE-Bindungsstellen für
ein besonderes Antigen oder Antigenfragment durch Einwirken des
Antigens oder des Fragments auf Serum von allergischen Individuen
(bevorzugt der Spezies, an welche erfindungsgemäße Zusammensetzungen verabreicht
werden) definiert. Man wird erkennen, dass unterschiedliche Individuen
IgE erzeugen können,
das unterschiedliche Epitope am selben Antigen erkennt. Folglich
ist es typischerweise wünschenswert,
das Antigen oder das Fragment einem repräsentativen Pool von Serumproben
auszusetzen. Wo es zum Beispiel gewünscht ist, dass Stellen, die
durch IgE des Menschen erkannt werden, in einem gegebenen Antigen
oder Fragment identifiziert werden, wird Serum bevorzugt von mindestens
5 bis 10, bevorzugt mindestens 15, Individuen, die eine Allergie
gegen das Antigen gezeigt haben, vereinigt. Der Fachmann kennt eine
nützliche
Strategie zur Vereinigung aus anderen Zusammenhängen.
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„Immunität induzierende
Mittel": Der Ausdruck „Immunität induzierende
Mittel" wird hier
für Mittel
verwendet, die die Expression von Th1-stimulierenden Zytokinen durch
T-Zellen veranlassen und Faktoren wie CD40, CD40-Ligand, Oligonucleotide,
die CpG-Motive enthalten, TNF und mikrobielle Extrakte wie Zubereitungen
von Staphylococcus aureus, durch Hitze getötete Listeria und modifiziertes
Choleratoxin einschließen.
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„Induzierbarer
Promotor": Der Ausdruck „induzierbarer
Promotor", wie hier
verwendet, bedeutet eine Promotorstelle, die direkt durch die Gegenwart
oder Abwesenheit eines chemischen Mittels oder indirekt durch einen
Umweltstimulus wie Temperaturveränderungen
aktiviert wird. Ein Promotor ist der Bereich der DNA, an welchem
das Enzym RNA-Polymerase
bindet und der den Vorgang der Gentranskription initiiert.
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„Mastzelle": Wie aus dem Zusammenhang
ersichtlich ist, wird der Ausdruck „Mastzelle" hier oft verwendet, um auf eine oder
mehere Mastzellen, Basophile und andere Zellen mit IgE-Rezeptoren,
die, wenn sie durch Vernetzen von gebundenen IgE-Molekülen aktiviert
sind, Histamine, Vasodilatoren und/oder andere Mediatoren von allergischen
Reaktionen freisetzen, Bezug zu nehmen.
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„Mikroorganismen": „Mikroorganismen", wie hier verwendet,
sind Zellen, Bakterien, Pilze, Viren, Algen und Protozoen. Bevorzugte
Mikroorganismen können
genetisch manipuliert werden, um ein gewünschtes Polypeptid(e) zu produzieren.
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„Peptid": Gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst ein „Peptid" einen Strang von
mindestens drei Aminosäuren,
die durch Peptidbindungen aneinander gebunden sind. Erfindungsgemäße Peptide
enthalten bevorzugt nur natürliche
Aminosäuren,
obwohl nicht natürliche
Aminosäuren
(d.h. Verbindungen, die nicht in der Natur vorkommen, aber die in
eine Polypeptidkette eingebracht werden können; siehe zum Beispiel http://www.cco.caltech.edu/~dadgrp/Unnatstruct.gif,
welches Strukturen von nicht natürlichen
Aminosäuren zeigt,
die erfolgreich in funktionelle Ionenkanäle eingebracht wurden) und/oder
Aminosäureanaloga,
wie sie auf dem Fachgebiet bekannt sind, alternativ verwendet werden
können.
Auch können
eine oder mehrere der Aminosäuren
in einem erfindungsgemäßen Peptid
modifiziert werden, zum Beispiel durch das Hinzufügen einer
chemischen Einheit wie eines Kohlenwasserstoffrests, einer Phosphatgruppe,
einer Farnesylgruppe, einer Isofarnesylgruppe, eines Fettsäurerests,
eines Linkers für
Konjugation, Funktionalisierung oder einer anderen Modifizierung,
usw.
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Ein
Peptid oder Polypeptid ist von einem Protein abgeleitet, wenn die
Aminosäuresequenz
des Peptids oder Polypeptids in der Aminosäuresequenz des Proteins gefunden
wird. Die Sequenzen sind bevorzugt identisch, können aber eine Sequenzhomologie
zwischen ungefähr
80 bis 100% aufweisen. Man erkennt auch, dass Aminosäurereste
mit anderen Aminosäureresten
mit ähnlichen
physikalischen Eigenschaften wie Hydrophobie, Hydrophilie, Ladung,
aromatischen Strukturen und Polarität ersetzt werden können.
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„Reduzierte
IgE-Bindung": Man
nimmt an, dass eine erfindungsgemäße Zusammensetzung oder Antigen
eine „reduzierte
IgE-Bindung" aufweist,
wenn sie (es) einen niedrigeren Level von Wechselwirkung mit IgE
zeigt, wenn mit unmodifiziertem Antigen in jedwedem verfügbarem Test
verglichen wird. Zum Beispiel nimmt man an, dass ein modifiziertes
Antigen eine reduzierte IgE-Bindung aufweist, wenn (i) seine Affinität für anti-Antigen-IgE
(getestet zum Beispiel unter Verwendung von direkten Bindungsstudien
oder indirekten Konkurrenzstudien) um mindestens etwa zwei- bis
fünffach,
bevorzugt mindestens etwa zehn-,
zwanzig-, fünfzig- oder
hundertfach im Vergleich zum intakten Antigen reduziert ist; (ii)
die Fähigkeit
des modifizierten Antigens zur Unterstützung des Vernetzens des anti-Antigen-IgE
um mindestens etwa zweifach, bevorzugt mindestens etwa fünf-, zehn-,
zwanzig-, fünfzig- oder hundertfach
im Vergleich zum intakten Antigen reduziert ist; (iii) Mastzellen,
die Oberflächen-gebundenes
anti-Antigen-IgE enthalten, weniger degranulieren (mindestens etwa zweifach,
bevorzugt mindestens etwa drei-, fünf-, zehn-, zwanzig-, fünfzig- oder
hundertfach weniger), wenn sie mit dem modifizierten im Vergleich
zum unmodifizierten Antigen in Kontakt gebracht werden; und/oder
(iv) Individuen, die mit dem modifizierten Antigen in Kontakt gebracht
wurden, weniger (mindestens etwa zweifach, bevorzugt mindestens
etwa drei-, fünf-,
zehn-, zwanzig-, fünfzig-
oder hundertfach weniger) allergische Symptome entwickeln oder entwickelte
Symptome in der Intensität
reduziert sind, wenn sie modifizierten Antigenen im Vergleich zu
unmodifizierten Antigenen ausgesetzt werden.
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„Sekretionssignale": Ein Sekretionssignal
ist jedwede Aminosäuresequenz,
die, wenn sie an ein Peptid, Polypeptid oder Protein konjugiert
ist, den Transport der Konjugatfusionsproteine durch Zellmembrane
ermöglicht.
Für Verwendungen
von Sekretionssignalen in Mikroorganismen bezieht der Transport
von Fusionsproteinen das Durchqueren einer inneren Membran in das
Periplasma ein. Es ist bevorzugt, dass Sekretionssignale auch den
Transport von Fusionsproteinen durch eine äußere Membran in ein extrazelluläres Medium ermöglichen.
Die Sekretion von Proteinen in das extrazelluläre Medium wird als „Ausscheidung" betrachtet.
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„Empfindlich
gemachte Mastzelle":
Eine „empfindlich
gemachte" Mastzelle
ist eine Mastzelle, die Oberflächen-gebundene
Antigen-spezifische IgE-Moleküle
aufweist. Der Ausdruck ist notwendigerweise Antigen-spezifisch.
Das heißt,
zu jeder gegebenen Zeit wird eine besondere Mastzelle für bestimmte
Antigene (jene, die durch das IgE auf ihrer Oberfläche erkannt
werden) „empfindlich
gemacht", wobei
sie aber nicht für
andere Antigene empfindlich gemacht wird.
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„Kleine
Moleküle": Wie hier verwendet,
betrifft der Ausdruck „kleines
Molekül" eine Verbindung,
die entweder im Labor synthetisiert oder in der Natur gefunden wird.
Typischerweise ist ein kleines Molekül organisch und ist dadurch
charakterisiert, dass es mehrere Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
enthält
und ein Molekulargewicht von weniger als 1500 Dalton aufweist, obwohl
nicht beabsichtigt ist, mit dieser Charakterisierung für die Zwecke
der vorliegenden Erfindung einschränkend zu sein. Beispiele von „kleinen
Molekülen", die Allergene sind,
schließen
ohne Einschränkung
Penicillin, Alkohole und Aspirin ein. Nicht organische kleine Moleküle als Allergene
schließen
zum Beispiel in Wein vorhandene Sulfite ein.
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„Empfängliches
Individuum": Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist eine Person für
eine allergische Reaktion empfänglich,
wenn (i) diese Person jemals Symptome einer Allergie nach dem Einwirken
eines gegebenen Antigens gezeigt hat; (ii) Mitglieder der genetischen
Familie dieser Person Symptome einer Allergie gegen das Allergen
gezeigt haben, insbesondere wenn bekannt ist, dass die Allergie
eine genetische Komponente aufweist; und/oder (iii) Antigen-spezifisches
IgE in dem Individuum gefunden wird, entweder im Serum oder an Mastzellen.
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„Th1-Reaktion" und „Th2-Reaktion": Bestimmte bevorzugte
Peptide, Polypeptide, Proteine und Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung sind durch ihre Fähigkeit
charakterisiert, eine Th2-Reaktion zu supprimieren und/oder eine
Th1-Reaktion zu stimulieren, vorzugsweise im Vergleich zu ihrer
Fähigkeit,
eine Th2-Reaktion zu stimulieren. Th1- und Th2-Reaktionen sind gut
etablierte alternative Immunsystemreaktionen, die durch die Produktion
von unterschiedlichen Reihen von Zytokinen und/oder Cofaktoren charakterisiert
sind. Zum Beispiel stehen Th1-Reaktionen im Allgemeinen mit der
Produktion von Zytokinen wie IL-1β,
IL-2, IL-12, IL-18, IFNα,
IFNγ, TNFβ, usw. in
Zusammenhang; Th2-Reaktionen stehen im Allgemeinen mit der Produktion von
Zytokinen wie IL-4, IL-5, IL-10, usw. in Zusammenhang. Das Ausmaß der T-Zellenuntermenge-Suppression
oder -Stimulierung kann durch jedwede verfügbaren Mittel bestimmt werden,
einschließlich
zum Beispiel der Bestimmung von Intrazytoplasmazytokin. In bevorzugten
Ausführungsformen
der Erfindung wird die Th2-Suppression getestet, zum Beispiel durch
die Quantifizierung von IL-4, IL-5 und/oder IL-13 im stimulierten T-Zellen-Kulturüberstand
oder durch die Abschätzung
des intrazytoplasmatischen IL-4, IL-5 und/oder IL-13 der T-Zellen
(z.B. durch Proteinanfärbung
oder Analyse von mRNA); die Th1-Stimulierung wird zum Beispiel durch die
Quantifizierung von IFNα,
IFNγ, IL-2,
IL-12 und/oder IL-18 im aktivierten T-Zellen-Kulturüberstand oder durch die Abschätzung der
Intrazytoplasmalevels dieser Zytokine getestet.
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Beschreibung
von bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
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Die
vorliegende Erfindung stellt Zusammensetzungen und Verfahren zur
Modulierung der Immunreaktion in einem Subjekt bereit. Es ist eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, dass unerwünschte allergische Immunreaktionen
gegen Antigene in einem Subjekt durch Verabreichen von modifizierten
Zellen, Virionen oder Sporen („Mikroorganismen"), die Allergene
von Interesse exprimieren, behandelt werden oder diesen so vorgebeugt
wird. Durch die Verwendung von genetisch modifizierten Mikroorganismen
zur Expression und Bereitstellung von Allergenen wird die Einwirkung
der Allergene auf die IgE-vermittelte allergische Immunreaktion
des Subjekts reduziert oder eliminiert. Ohne Einschränkung auf
die vorgeschlagenen Mechanismen wird erwartet, dass die modifizierten
Mikroorganismen der vorliegenden Erfindung in Antigen-präsentierende Zellen
(APCs) wie Makrophagen und dendritische Zellen ohne Einwirken von
Allergenen auf IgE-Antikörper penetrieren.
Wenn sie in den APCs sind, werden die exprimierten Allergene durch
Lyse der Mikroorganismen oder durch Sekretion des Antigens durch
die Mikroorganismen freigesetzt. Die Allergene werden dann verarbeitet,
zum Beispiel durch teilweises Verdauen durch die APCs, und auf der
Zelloberfläche
bereitgestellt.
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Nachdem
die verarbeiteten Antigene auf der Zelloberfläche bereitgestellt sind, fördert die
Aktivierung der zytotoxischen T-Zellen-Reaktion und der Helfer T-Zellen-Reaktion
die zelluläre
Immunreaktion und die Th1-vermittelte B-Zellen-Reaktion gegen die
Proteine als Allergene. Zusätzlich
weisen die verarbeiteten Antigene eine reduzierte Fähigkeit
(oder keine Fähigkeit)
zum Binden oder Vernetzen von IgE-Antikörpern, die auf der Oberfläche von
Mastzellen und Basophilen lokalisiert sind, was zur Freisetzung
von Histaminen und anderen Vasodilatoren führt, die für allergische und manchmal
fatale anaphylaktische Reaktionen verantwortlich sind, auf.
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WIRTMIKROORGANISMEN
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Jedweder
Mikroorganismus, der zur Expression (z.B. durch Expression von Polypeptiden
oder Proteinen als Allergene oder durch Expression von Polypeptiden
oder Proteinen als Enzyme, die in die Synthese von kleinen Molekülen als
Antigene einbezogen sind) von Allergenen in der Lage ist, kann als
Bereitstellungsvehikel gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden. Solche Mikroorganismen schließen Bakterien, Viren,
Pilze (einschließlich
Hefen), Algen und Protozoen ein, sind aber nicht darauf eingeschränkt. Im
Allgemeinen sind Mikroorganismen einzelne Zell-, einzelne Sporen-
oder einzelne Virionorganismen. Zusätzlich sind innerhalb des Umfangs
der vorliegenden Erfindung Zellen von multizellulären Organismen
eingeschlossen, die modifiziert worden sind, damit sie ein Polypeptid
von Interesse produzieren. Mikroorganismen, die genetisch manipuliert
werden können,
um ein gewünschtes
Polypeptid zu produzieren, sind bevorzugt (Ausubel et al. Current
Protocols in Molecular Biology. Wiley and Sons, Inc. 1999). Genetische
Manipulation schließt
Mutation des Wirtgenoms, Insertion von genetischem Material in das
Wirtgenom, Deletion von genetischem Material des Wirtgenoms, Transformation
des Wirts mit extrachromosomalem genetischem Material, Transformation
mit linearen Plasmiden, Transformation mit Ringplasmiden, Insertion
von genetischem Material in den Wirt (z.B. Injektion von mRNA),
Insertion von Transposonen und chemische Modifizierung von genetischem
Material ein. Verfahren zum Aufbauen von Nukleinsäuren (einschließlich einem
exprimierbaren Gen) und Einbringen von solchen Nukleinsäuren in
ein Expressionssystem zum Exprimieren des codierten Proteins sind
auf dem Fachgebiet etabliert (siehe zum Beispiel Sambrook et al.,
Molecular Cloning: A Laboratory Manual, 2. Ausg., Cold Spring Harbor
Laboratory Press, Cold Spring Harbor, NY, 1989).
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Die
Verwendung von Mikroorganismen wie Bakterien und Hefen für die Allergenbereitstellung
gemäß der vorliegenden
Erfindung bietet für
eine Immuntherapie viele Vorteile gegenüber der Bereitstellung von
Allergenen, die nicht in Mikroorganismen verkapselt sind. Im Allgemeinen
ist es bekannt, dass Mikroorganismen, wie Bakterien, als ein Adjuvans
wirken (für
einen Überblick
siehe zum Beispiel Freytag et al. Curr Top Microbiol Immunol 236:
215-36, 1999). Deshalb stellt die Verwendung von Mikroorganismen
zur Bereitstellung von Allergenen bei Subjekten und APCs von Subjekten
einen Schutz des Allergens vor IgE-vermittelten allergischen Reaktionen
bereit und stellt auch eine Adjuvanswirkung bereit, die eine Immunreaktion
vom Th1-Typ bei einem Individuum, das für allergische Reaktionen empfänglich ist,
hervorruft. Zusätzlich
reduziert oder eliminiert die Verwendung von nicht pathogenen, nicht
infektiösen,
attenuierten und/oder getöteten
Mikroorganismen die Toxizität,
die mit Allergenbereitstellungsvehikeln in Zusammenhang stehen kann.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden Bakterien als Proteinbereitstellungsmikroorganismen verwendet.
Im Allgemeinen werden Bakterien abhängig von der Struktur der Zellwände als
Gram-negativ oder Gram-positiv klassifiziert. Der Fachmann ist in
der Lage, Gram-negative und Gram-positive Bakterien zu identifizieren,
die zur Expression von Proteinen gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet werden können. Nicht
einschränkende
Beispiele der Gattungen und Spezies von Gram-negativen Bakterien
schließen
Escherichia coli, Vibro cholera, Salmonella, Listeria, Legionella,
Shigella, Yersenia, Citrobacter, Enterobacter, Klebsiella, Morganella,
Proteus, Providencia, Serratia, Plesiomonas, Aeromonas ein. Nicht
einschränkende
Beispiele der Gattungen und Spezies von Gram-positiven Bakterien,
die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen Bacillus
subtilis, Sporolactobacillus, Clostridium, Arthrobacter, Micrococcus,
Mycobacterium, Peptococcus, Peptostreptococcus und Lactococcus ein.
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Gram-negative
bakterielle Systeme zur Verwendung als Bereitstellungsvehikel sind
bekannt und können
in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Zum Beispiel ist
E. coli ein gut untersuchtes Bakterium und Verfahren zur Proteinexpression
in E. coli sind gut etabliert. Die meisten Stämme von E. coli weisen den Vorteil
auf, dass sie nicht pathogen sind, da E. coli natürlich im
Darm gefunden wird. Deshalb ist E. coli als ein Bereitstellungsvehikel
in der vorliegenden Erfindung bevorzugt. Zusätzlich verwenden Calderwood
et al. (US Patent 5,747,028) Vibrio cholerae als ein Bereitstellungsvehikel
zur Produktion von Antigenen zur Verwendung als ein lebender Impfstoff
gegen infektiöse
Organismen. Miller und Mekalanos (US Patent 5,731,196) verwenden
Salmonella als Bereitstellungsvehikel zur Produktion von Antigenen
zur Verwendung als ein lebender Impfstoff gegen infektiöse Organismen.
Hess et al. (Proc. Natl. Acad. Sci. USA 93: 1458-1463, 1996) verwenden
rekombinante attenuierte Salmonella, die entscheidende antigene
Faktoren von Listeria als einen lebenden Impfstoff zum Schutz gegen
Listeriose sekretieren. Donner et al. (WO 98/50067) verwenden attenuierte Salmonella
typhimurium als einen Gram-negativen Wirt zur Sekretion von Polypeptiden
zur Kontrolle der Fertilität
und sie lehren auch, dass andere attenuierte Gram-negative Stämme, einschließlich Yersinia,
zur Expression und Sekretion von solchen Polypeptiden verwendet
werden können.
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Gram-positive
Bakterien wurden auch als Bereitstellungsvehikel für Proteine
zur Modulierung einer Immunreaktion in einem Subjekt untersucht.
WO 97/14806 beschreibt die Verwendung von Lactococcus zur Bereitstellung
von Polypeptiden in einem Körper,
um die Immunreaktion gegen die Polypeptide zu steigern. Jedoch lehrt
WO 97/14806 nicht die Verwendung von Lactococcus zur Behandlung
von Patienten mit Nahrungsmittelallergien und Giftallergien, die
in einem anaphylaktischen Schock resultieren können.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
werden Hefen als ein Proteinbereitstellungsmikroorganismus verwendet.
Es ist bekannt, dass Hefen für
eine genetische Manipulation zur Exprimierung eines Proteins oder
von Proteinen nach Wahl verwendet werden können (Ausubel et al. vorstehend).
Darüber
hinaus sind die meisten Hefen im Allgemeinen nicht pathogen. Ohne
Einschränkung
auf diese Spezies sind zwei gut charakterisierte Spezies von Hefen
die Knospungshefe Saccharomyces cerevisiae und die Spaltenhefe Schizosaccharomyces
pombe. Darüber
hinaus wurde die Verabreichung von Hefen, die Proteine als Antigene
exprimieren, um eine Immunreaktion zu verändern, untersucht. Duke et
al. (US Patent Nr. 5,830,463; „Duke") beschreiben die
Verwendung von Hefen zur Expression von Proteinen nach der Verabreichung
der Hefen an einen Säuger.
Jedoch lehrt Duke nicht die Verwendung von Hefen zur Behandlung
von Patienten mit Nahrungsmittelallergien und Giftallergien, die
in anaphylaktischem Schock resultieren können.
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Die
Mikroorganismen der vorliegenden Erfindung können an ein Subjekt als lebende
oder tote Mikroorganismen verabreicht werden. Wenn die Mikroorganismen
als lebende Mikroorganismen verabreicht werden, sind sie bevorzugt
nicht pathogene oder attenuierte pathogene Mikroorganismen. Für die Verwendungen der
Erfindung, wobei lebende Mikroorganismen an Individuen verabreicht
werden, sind die Mikroorganismen bevorzugt attenuiert und/oder werden
in geeigneten Verkapselungsmaterialien und/oder als pharmazeutische Zusammensetzungen
als Impfstoffe verabreicht, um die Immunreaktion des Individuums
gegen den Mikroorganismus und/oder die allergenen Verbindungen zu
erniedrigen. Im Allgemeinen bezieht eine Attenuierung genetisches
Modifizieren der infektiösen
pathogenen Mikroorganismen ein, um die Infektionsfähigkeit
des Mikroorganismus zu reduzieren oder zu eliminieren. Bevorzugt
wird der Mikroorganismus so attenuiert, dass ein Individuum, welches
mit dem Mikroorganismus geimpft wurde, nicht an jedweden zytotoxischen
Wirkungen durch die Gegenwart des Mikroorganismus leidet. Besonders
bevorzugte attenuierte Mikroorganismen sind infektiöse intrazelluläre Pathogene,
die durch Antigen-präsentierende
Zellen in Individuen, welche dem Mikroorganismus ausgesetzt waren,
eine Phagozytose durchlaufen haben. Beispiele der Mikroorganismen,
die intrazelluläre
Pathogene sind, schließen
Salmonella, Mycobacterium, Leishmania, Legionella, Listeria und
Shigella ein.
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Die
Mikroorganismen der vorliegenden Erfindung können nach dem Töten der
Mikroorganismen an Subjekte verabreicht werden. Jedwedes Verfahren
zum Töten
der Mikroorganismen, das die Antigeneigenschaft der exprimierten
Polypeptide nicht stark verändert,
kann verwendet werden. Verfahren zum Töten eines Mikroorganismus schließen die
Verwendung von Hitze, Antibiotika, Chemikalien wie Iod, Bleiche,
Ozon und Alkohole, Radioaktivität
(d.h. Bestrahlung), UV-Licht, Elektrizität und Druck ein, sind aber
nicht darauf eingeschränkt.
Bevorzugte Verfahren zum Töten
von Mikroorganismen sind reproduzierbar und töten mindestens 99% der Mikroorganismen.
Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Hitze von über 50 Grad
Celsius über einen
Zeitraum, was mehr als 99% der Zellen und bevorzugt 100% der Zellen
tötet.
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INDUZIERBARE
SYSTEME
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
wird die erfindungsgemäße Expression
von Allergenen durch Mikroorganismen so reguliert, dass die Synthese
in einer kontrollierten Zeit, nachdem der lebende Mikroorganismus
an ein Individuum verabreicht wurde, stattfindet. Bevorzugt wird
die Induktion der Proteinsynthese so reguliert, dass die Aktivierung
stattfindet, nachdem der Mikroorganismus (Mikroorganismen) von Antigen-präsentierenden
Zellen (APCs) aufgenommen wurde und in das Endosom durch Phagozytose
eingeschleust wurde. Ein wünschenswertes
Ergebnis dieser Regulation ist, dass die Produktion des Allergens
von Interesse in den APCs stattfindet und deshalb das Einwirken
des Allergens auf die IgE-Moleküle,
die an der Oberfläche
der Histamin-freisetzenden Mastzellen und Basophilen gebunden sind,
reduziert oder eliminiert wird. Dies reduziert und eliminiert das
Risiko von anaphylaktischem Schock während der Verabreichung der Mikroorganismen,
die die anaphylaktischen Antigene produzieren.
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Jedwedes
Verfahren zur Kontrolle der Proteinsynthese in dem Mikroorganismus
kann gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden. Bevorzugt verwendet das Verfahren zur
Kontrolle der Proteinsynthese einen induzierbaren Promotor, der
mit dem Gen von Interesse operativ verknüpft ist (z.B. ein Gen, das
ein Signalpeptid und ein Protein als Antigen codiert). Viele Systeme
zur Kontrolle der Transkription eines Gens unter Verwendung eines
induzierbaren Promotors sind bekannt (Ausubel et al. Current Protocols
in Molecular Biology. Wiley and Sons. New York. 1999). Im Allgemeinen
verwenden induzierbare Systeme entweder die Aktivierung des Gens
oder die Derepression des Gens. Es ist bevorzugt, dass die vorliegende
Erfindung die Aktivierung eines Gens zur Induktion der Transkription
verwendet. Jedoch können
auch induzierbare Systeme unter Verwendung der Derepression eines
Gens in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Systeme unter Verwendung
von Aktivierung sind bevorzugt, da diese Systeme in der Lage sind,
streng die Inaktivierung zu kontrollieren (und folglich die Synthese
des basalen Levels), da Derepression in niedrigen Levels von Transkription
resultieren kann, wenn die Derepression nicht streng ist.
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Verfahren
zur Induzierung der Transkription schließen eine Induzierung durch
die Gegenwart oder die Abwesenheit eines chemischen Mittels, eine
Induzierung unter Verwendung eines induzierbaren Nährstoffmangel-Promotors,
eine Induzierung unter Verwendung eines induzierbaren Phosphatmangel-Promotors
und eine Induzierung unter Verwendung eines induzierbaren temperaturempfindlichen
Promotors ein, sind aber nicht darauf eingeschränkt. Ein besonders bevorzugtes
System zur Regulierung der Genexpression verwendet ein kontrollierbares
Tetracyclin-Expressionssystem. Systeme, die das kontrollierbare
Tetracyclin-Expressionssystem
verwenden, sind kommerziell erhältlich
(siehe zum Beispiel Clontech, Palo Alto, CA).
-
Ein
anderes besonders bevorzugtes System zur Regulierung der Genexpression
verwendet ein Ecdyson-induzierbares Expressionssystem, das auch
kommerziell verfügbar
ist (Invitrogen, Carlsbad, CA). Das Ecdyson-induzierbare Expressionssystem
basiert auf der Fähigkeit
von Ecdyson, das ein Insektenhormon ist, die Genexpression durch
Binden an den Ecdysonrezeptor zu aktivieren. Das Expressionssystem
verwendet ein modifiziertes heterologes Protein, das den Ecdysonrezeptor,
eine virale Transaktivierungsdomäne
(von VP16) und den von Säugerzellen
abgeleiteten Retinoid-X-Rezeptor enthält, um an ein modifiziertes
Ecdyson-Responseelement in der Gegenwart eines Liganden wie Ecdyson
oder eines Analogen (z.B. Muristeron A, Ponasteron A) zu binden.
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Es
ist bevorzugt, dass induzierbare Systeme zur Verwendung in der vorliegenden
Erfindung induzierende Mittel verwenden, die für Säugerzellen, einschließlich Menschen,
nicht toxisch sind. Darüber
hinaus ist es bevorzugt, dass induzierende Transkriptionsmittel
Zellmembrane permeieren. Genauer müssen zur Aktivierung der Proteinsynthese
in Mikroorganismen nach einer Phagozytose durch APCs induzierende
Transkriptionsmittel Zellmembrane der APC und Zellmembrane des Mikroorganismus
passieren können,
um die Expression von Genen zu aktivieren, die Proteine als Allergene
gemäß der vorliegenden
Erfindung codieren. Da sowohl Tetracyclin als auch Ecdyson Zellmembrane
passieren können
und nicht toxische Tetracyclin-induzierbare
Systeme und Ecdyson-induzierbare Systeme sind, sind sie zur Verwendung
in der vorliegenden Erfindung in idealer Weise geeignet. Jedoch
ist die Verwendung von induzierbaren Systemen in der vorliegenden
Erfindung nicht auf diese Systeme eingeschränkt.
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Es
ist auch bevorzugt, dass Bakterien, die keine Phagozytose durchlaufen
haben, vor der Induzierung von Genen, die Polypeptide als Allergene
von Interesse exprimieren, getötet
werden. Ein bevorzugtes Verfahren zum Töten von Bakterien ist die Verwendung
von Antibiotika, die nicht in Säugerzellmembrane
permeieren können,
so dass nur Bakterien getötet
werden, die keine Phagozytose durchlaufen haben. Die Verwendung von
Antibiotika gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
reduziert oder eliminiert die Produktion von Polypeptiden durch
Bakterien außerhalb
der Antigen-präsentierenden
Zellen. Es ist wichtig, das Einwirken von Allergen-produzierenden
Bakterien auf das Immunsystem. zu reduzieren oder zu eliminieren,
insbesondere von Bakterien, die Polypeptide sekretieren, die in
einem Individuum eine möglicherweise
letale anaphylaktische Reaktion hervorrufen können. Der Fachmann kennt Antibiotika,
die verwendet werden können.
Solche Antibiotika schließen
Penicillin, Ampicillin, Cephalosporin, Griseofulvin, Bacitracin,
Polymyxin b, Amphotericin b, Erythromycin, Neomycin, Streptomycin,
Tetracyclin, Vancomycin, Gentamicin und Rifamycin ein, sind aber nicht
darauf eingeschränkt.
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SEKRETIONSSIGNALE
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In
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden exprimierte Allergene (und/oder Immunmodulationsmoleküle, wie
Zytokine; siehe nachstehend) durch die Mikroorganismen sekretiert.
Bevorzugt findet die Sekretion der Allergene in einer Säugerzelle
statt, um das Einwirken der Allergene auf die allergische Immunreaktion
des Subjekts zu reduzieren oder zu eliminieren. Eine Sekretion von
Polypeptiden schließt
die Sekretion in das extrazelluläre
Medium und die Sekretion von Polypeptiden in das Periplasma der Mikroorganismen
wie Gram-negative Bakterien und Hefen ein. Vorteile einer Sekretion
von Allergenen in das Periplasma schließen eine Reduzierung eines
Durchbruchs der Allergene vor der Phagozytose des Mikroorganismus
ein. Dieser Vorteil ist bei nicht induzierbaren Systemen am stärksten verwendbar.
Vorteile einer Sekretion von Allergenen in das extrazelluläre Medium
in induzierbaren Systemen schließen eine Maximierung der Menge
an Allergenen, die zur Verarbeitung durch Antigen-präsentierende
Zellen nach der Phagozytose der Mikroorganismen der vorliegenden
Erfindung verfügbar
sind, ein.
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Um
sekretierte Polypeptide in Bakterien zu exprimieren, kann eine Vielzahl
von bakteriellen Sekretionssignalen, die auf dem Fachgebiet bekannt
sind, verwendet werden. Zum Beispiel ist das Sec-abhängige Verfahren
in E. coli eines, das bekannt ist (für einen Überblick siehe Driessen et
al. Curr. Opin. Microbiology 1: 216-22). Zusätzlich wurde das OmpA-Signalpeptid in E.
coli von Wong und Sutherland beschrieben (US Patent 5,223,407).
Fusionsproteine, die eines dieser Sekretionssignalpeptide enthalten,
werden durch die Bakterien nicht vollständig sekretiert, sondern vielmehr
durch die innere Membran der Gramnegativen Bakterien in das Periplasma
transportiert. Diese Sekretionssignale können in der vorliegenden Erfindung
zum Transportieren von allergenen oder Immunmodulationspolypeptiden
in das Periplasma der Bakterien verwendet werden. Nach der Verabreichung
der genetisch-technologisch gestalteten Bakterien an ein Individuum
und der darauf folgenden Phagozytose durch APCs werden die allergenen
oder Immunmodulationspolypeptide im Periplasma nach der Degenerierung
der äußeren Membran
durch Enzyme im Endosom der APCs freigesetzt. Bevorzugt synthetisieren
und sekretieren die Bakterien die Polypeptide in das Periplasma
und werden vor der Verabreichung getötet, bevorzugt durch Hitze
getötet.
Jedoch erkennt man, dass attenuierte Bakterien zur Sekretion von
erfindungsgemäßen Allergenen
in das Periplasma und zur Verabreichung an Individuen verwendet
werden können.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der sekretierten Proteine oder Polypeptide werden Fusionsproteine,
die Sekretionssignalsequenzen und allergene oder Immunmodulationssequenzen
enthalten, vollständig
in das extrazelluläre
Medium durch einen Mikroorganismus nach der Synthese des Proteins
sekretiert. Solche Sekretionssignale schließen jene ein, die in Hämolysin
und Listeriolysin gefunden werden. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform
wird der Hämolysin-Komplex
von E. coli zum Transportieren von allergenen oder Immunmodulationspolypeptiden
durch die innere und äußere Membran
eines Mikroorganismus (z.B. E. coli, Salmonella, Shigella, Vibrio,
Yersinia, Citrobacter, Serratia, Pseudomonas) in das extrazelluläre Medium
verwendet (Spreng et al. Mol. Microbiol. 31: 1589-1601, 1999 und
Bezugnahmen darin). Es wurde gezeigt, dass eine Fusion von HlyAs
mit Proteinen und Polypeptiden in einer Sekretion dieser Fusionsproteine unter
Verwendung des Hämolysin-Sekretionssystems
resultiert (Blight und Holland, Trends Biotechnol., Nov. 1994; 12(11):
450-5; Gentschev et al., Behring Inst Mitt., Dez. 1994; (95): 57-66).
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Das
Hämolysinprotein
(HlyA) enthält
ein C-terminales Transportsignal (HlyAs), das eine Länge von
ungefähr
50 bis 60 Aminosäuren
aufweist (Hess et al., Mol Gen Genet., Nov. 1990; 224(2): 201-8;
Jarchau et al., Mol Gen Genet., 17. Okt. 1994; 245(1): 53-60). Das
HlyA-Protein wird durch die inneren und äußeren Zellmembrane durch das
Hämolysinsekretionssystem
sekretiert. Dieser Komplex enthält
drei Membranproteine. Zwei dieser Proteine, HlyB und HlyD, sind
in der inneren Membran lokalisiert und das dritte TolC ist an der äußeren Membran
lokalisiert. Gene, die diese Proteine codieren, sind Teil des Hämolysinoperons,
das aus vier Genen hlyC, hlyA, hlyB und hlyD besteht (Wagner et
al., J Bacteriol., Apr. 1983; 154(1): 200-10; Gentschev. Gene., 07.
Nov. 1996; 179(1): 133-40).
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
unter Verwendung des Hly-Sekretionssystems werden DNA-Plasmide (Vektoren)
zur Expression von Fusionsproteinen, die das HlyAs-Signalpeptid
und allergene oder Immunmodulationspolypeptide enthalten, verwendet.
Die Gene, die den Transportkomplex (hlyB und hlyD) codieren, werden
durch den selben Vektor codiert. Man erkennt, dass multiple Vektoren
zum Codieren und Exprimieren dieser Gene verwendet werden können oder
dass Sequenzen, die diese Gene codieren, in das Wirtgenom zur Expression
insertiert werden können.
Bevorzugt enthält
ein einzelner Vektor das gesamte Hämolysinoperon, einschließlich den
hly-spezifischen Promotor und einen Regulator hlyR vom Enhancer-Typ; das
HlyA-Gen, wobei nur die minimale Polypeptidsequenz, die zum Transportieren
eines Fusionsproteins notwendig ist, vorhanden ist; und das Antigen
von Interesse. Das TolC-Protein wird im Allgemeinen durch das E. coli-Wirtsystem
produziert.
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Jedoch
kann in Systemen, wobei tolC-DNA nicht durch einen Wirtorganismus
codiert wird, tolC durch einen Vektor codiert werden.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
wird das in WO 98/50067 („Donner") beschriebene Sekretionsplasmid
pMOhlyl verwendet, um Fusionsproteine, die Sekretionssignalsequenzen
und Polypeptide enthalten, die mit der Induzierung von anaphylaktischem
Schock in Individuen in Zusammenhang stehen, zu exprimieren. Der
Sekretionsvektor pMOhlyl enthält
das vollständige
Hämolysinoperon,
einschließlich
den hly-spezifischen Promotor und den Regulator hlyR vom Enhancertyp.
Ein Großteil
des hlyA-Gens wurde so deletiert, dass HlyA nur die 34 Amino-terminalen
und die 61 Carboxyl-terminalen
Aminosäuren
(HlyAs) codiert. Eine einmalige Nsi-Restriktionsenzymstelle zwischen
den Amino-terminalen und den Carboxyl-terminalen Resten von HlyA
ermöglicht
die Insertion von heterologen Genen oder Genfragmenten in den Leserahmen
von HlyAs. Die genetische Information für Antigene
der Größe 10 bis
1000 Aminosäuren
kann in diesen Sekretionsvektor pMOhlyl insertiert werden, was die
Sekretion dieser Antigene in attenuierten Salmonella oder anderen
Gram-negativen attenuierten Impfstämmen (z.B. E. coli, Vibrio
cholera, Yersina enterocolitica) ermöglicht. Im Gegensatz zu anderen
Sekretionssystemen wird die Sekretion von Fusionsproteinen unter
Verwendung eines einzelnen Plasmids durch Donner beschrieben. Ein
Vorteil des Hämolysinsekretionssystems
im Vergleich zu herkömmlichen
Transportsystemen ist die größere Größe der Fusionsproteine,
die gemäß der in
Donner gelehrten Verfahren synthetisiert und sekretiert werden.
Herkömmliche
Sekretionssysteme für
die Präsentation von
Antigenen sind nur zur Sekretierung von relativ kurzen Peptiden
in den äußeren Teil
der Bakterienzelle in der Lage (Cardenas und Clements, Clin Microbiol
Rev., Jul. 1992; 5(3): 328-42).
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ANTIGENE UND
ALLERGENE
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Im
Allgemeinen kann jedwedes Allergen durch Mikroorganismen gemäß der vorliegenden
Erfindung produziert werden. Bevorzugte Allergene werden in bestimmten
Nahrungsmitteln, Gift, Arzneistoffen oder Gummi gefunden und sind
zum Hervorrufen von allergischen Reaktionen und insbesondere von
anaphylaktischen allergischen Reaktionen in einem Individuum in
der Lage. Besonders bevorzugte Allergene sind Proteine oder Polypeptide
als Allergene.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
produzieren die Mikroorganismen der vorliegenden Erfindung allergene
Proteine, die Allergien, möglicherweise
anaphylaktischen Schock, hervorrufen und werden in Nahrungsmitteln,
Giften, Arzneistoffen und auf Gummi basierenden Produkten gefunden.
Besonders bevorzugte allergene Proteine, die anaphylaktischen Schock
induzieren, wie mehrere Proteine als Allergene, werden in Nahrungsmitteln
(Erdnuss, Milch, Ei, Weizen), Insektengift (z.B. Bienen, Reptilien),
Arzneistoffen und Latex gefunden. Nicht einschränkende Beispiele von Proteinen
als Allergene, die in Nahrungsmitteln gefunden werden, schließen Proteine
ein, die in Nüssen
(z.B. Erdnuss, Walnuss, Mandel, Pekannuss, Cashewnuss, Haselnuss, Pistazie,
Pinienkern, Paranuss), Meeresfrüchten
(z.B. Garnele, Krabbe, Hummer, Muscheln), Früchten (z.B. Pflaumen, Pfirsichen,
Nektarinen; Ann Allergy Asthma Immunol 7(6): 504-8 (1996); Kirschen,
Allergy 51(10): 756-7 (1996)), Samen (Sesam, Mohn, Senf) und Soja-
und Milchprodukten (z.B. Ei, Milch) gefunden werden.
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Einige
Proteine als Allergene, die in Nüssen
gefunden werden, stehen mit Hülsenfruchtallergien
in Zusammenhang und können
anstelle der Hülsenfruchtproteine
(z.B. Erdnüsse,
Sojabohnen, Linsen; Ann Allergy Asthma Immunol 77(6): 480-2 (1996))
verwendet werden. Auch können
Proteine als Antigene verwendet werden, die bei mit Pollen in Zusammenhang
stehenden Nahrungsmittelallergien gefunden werden (z.B. Birkenpollen
in Zusammenhang mit Apfelallergien). Andere Proteine als Allergene,
die in Nahrungsmitteln gefunden werden, schließen jene ein, die in jungem
Knoblauch gefunden werden (Allergy 54(6): 626-9 (1999), und für Kinder,
die gegen Hausstaubmilben allergisch sind, Allergene, die in Schnecken
gefunden werden (Arch Pediatr 4(8): 767-9 (1997)). Es ist bekannt,
dass Proteine als Allergene in Weizen Belastungs-induzierte Allergien verursachen
(J Allergy Clin Immunol, Mai 1999; 103(5 Pt 1): 912-7).
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Es
ist bekannt, dass Stiche von Organismen, die Gifte injizieren, wie
Insektenstiche, bei Individuen mit Allergien gegen das Gift einen
anaphylaktischen Schock verursachen. Im Allgemeinen schließt Insektengift Gift
von Hymenoptera wie Bienen, Hornissen, Wespen, Yellow Jacket-Wespen,
Samtameisen und Feuerameisen ein. Insbesondere kann zum Beispiel
Gift von Honigbienen der Gattung Apis einen anaphylaktischen Schock
bei gestochenen Opfern, die allergisch sind, verursachen (Weber
et al. Allergy 42: 464-470). Das Gift von Honigbienen enthält zahlreiche
Verbindungen, die sehr umfangreich untersucht und charakterisiert
wurden (siehe als eine Bezugnahme, Banks und Shipolini. Chemistry
and Pharmacology of Honey-bee Venom. Kapitel 7 von Venoms of the
Hymenoptera. Herausg. T. Piek. Academic Press. London. 1986). Die
zwei Hauptkomponenten von Bienengift sind Phospholipase A2 und Melittin
und sind bevorzugt Proteine als Allergene zur Verwendung in der
vorliegenden Erfindung zur Behandlung und Vorbeugung von Allergien
gegen Bienengift.
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Bei
bestimmten Verwendungen der vorliegenden Erfindung wird es wünschenswert
sein, in Systemen zu arbeiten, bei welchen eine einzelne Verbindung
(z.B. ein einzelnes Protein) für
die am häufigsten
beobachtete Allergie verantwortlich ist. In anderen Fällen kann
die Erfindung bei komplexeren Allergenen verwendet werden. Deshalb
können
Ansammlungen von mehr als einem Antigen verwendet werden, so dass
Immunreaktionen gegen multiple Antigene gleichzeitig moduliert werden
können.
-
Anhang
A stellt eine repräsentative
Auflistung von bestimmten bekannten Proteinen als Antigene dar. Wie
angegeben, ist die Aminosäuresequenz
für viele
oder alle dieser Proteine bekannt, entweder durch die Kenntnis der
Sequenz ihrer verwandten Gene oder durch direkte Kenntnis der Proteinsequenz
oder durch beides. Von besonderem Interesse sind anaphylaktische
Antigene.
-
In
einer anderen Ausführungsform
der allergenen Antigene werden Mikroorganismen genetisch-technologisch
gestaltet, um modifizierte allergene Polypeptide zu synthetisieren
und zu sekretieren, die anaphylaktischen Schock hervorrufen, wenn
sie auf Individuen einwirken, welche für einen anaphylaktischen Schock empfänglich sind.
Bevorzugt werden die Allergene so modifiziert, dass die Fähigkeit
zum Hervorrufen von anaphylaktischem Schock reduziert oder eliminiert
ist. Wie vorausgehend erörtert,
rufen Allergene durch Vernetzen von IgE-Antikörpern, die an der Oberfläche von
Mastzellen und Basophilen gebunden sind, allergische Reaktionen
hervor, die manchmal schwerwiegend genug sind, um einen anaphylaktischen
Schock zu induzieren. Das IgE-Vernetzen setzt Verbindungen wie Histamine
frei, die Symptome verursachen, die mit Allergien und anaphylaktischem
Schock verwandt sind. Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden Mikroorganismen zur Synthese und Sekretion von
Antigenen, die modifiziert sind, verwendet, um IgE-Bindungsstellen
zu reduzieren oder zu eliminieren, während die Antigeneigenschaft
oder die Immunmodulationsaktivität
noch erhalten wird (WO 99/38978). Dies reduziert das Risiko von
allergischen oder anaphylaktischen Reaktionen bei Individuen, die
mit Impfstoffen, die diese technologisch gestalteten Mikroorganismen
enthalten, behandelt werden.
-
Die
Menge an Antigen, die in jedweder besonderen Zusammensetzung oder
Verwendung verwendet wird, wird von der Natur des besonderen Antigens
oder von der Verwendung, für
welche es verwendet wird, abhängen,
wie der Fachmann einfach erkennen wird. Die in den Beispielen 1
bis 4 beschriebenen Experimente schlagen vor, dass größere Mengen
an Polypeptiden zur Induzierung von Th1-Reaktionen nützlich sind.
Die Menge an Antigen kann durch eine Vielzahl an Faktoren, einschließlich der,
aber nicht eingeschränkt
auf die Expressionssysteme, induzierbaren Expressionssysteme, Sekretions-
und Ausscheidungslevel, Verfahren zum Töten der Bakterien vor der Bereitstellung,
kontrolliert werden. Der Fachmann wird zur Bestimmung der gewünschten
Levels an Antigenen, die durch die Bakterien produziert und bei
den Individuen bereitgestellt werden, in der Lage sein.
-
Man
erkennt, dass multiple antigene Moleküle durch Bakterien gemäß den Verfahren
der vorliegenden Erfindung gleichzeitig bereitgestellt werden können. Ohne
Einschränkung
können
unterschiedliche entscheidende antigene Faktoren für ein antigenes
Protein bereitgestellt werden. Unterschiedliche entscheidende antigene
Faktoren von unterschiedlichen antigenen Proteinen können auch
bereitgestellt werden. Des Weiteren können multiple antigene Polypeptide
und Proteine gemäß der vorliegenden
Erfindung bereitgestellt werden. Man erkennt auch, dass einzelne
oder multiple antigene Polypeptide und einzelne oder multiple Zytokine
bei Individuen durch Bakterien gemäß der vorliegenden Erfindung
bereitgestellt werden können.
Zum Beispiel, aber ohne Einschränkung,
können
allergene Antigene der vorliegenden Erfindung und Immunmodulationsmoleküle wie Interleukine
durch Bakterien unter Verwendung von sekretierenden oder nicht sekretierenden
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung bereitgestellt werden.
-
ADJUVANZIEN
UND IMMUNSTIMULIERUNGSMITTEL
-
Zusammensetzungen
und Verfahren der vorliegenden Erfindung schließen die Verwendung von Adjuvanzien
und Immunmodulationspolypeptiden oder Immunstimulierungsfaktoren
zur Modulierung einer Immunreaktion eines Individuums ein. Immunologische
Adjuvanzien sind Mittel, die spezifische Immunreaktionen auf Impfstoffe
steigern. Eine Formulierung von Impfstoffen mit wirksamen Adjuvanzien
ist wünschenswert,
um die Leistung von Impfstoffen, die aus Antigenen zusammengesetzt
sind, zu verbessern. Adjuvanzien können verschiedenartige Wirkmechanismen
aufweisen und sollten zur Verwendung gezogen auf den Verabreichungsweg
und den Typ der Immunreaktion (Antikörper-, Zell-vermittelte oder
Schleimhautimmunität),
die für
einen besonderen Impfstoff gewünscht
ist, ausgewählt
werden.
-
Im
Allgemeinen schließen
Immunmodulationspolypeptide Zytokine ein, die kleine Proteine oder
biologische Faktoren sind (im Bereich von 5 bis 20 kD), die von
Zellen freigesetzt werden und spezifische Wirkungen auf die Zell-Zell-Wechselwirkung,
die Kommunikation und das Verhalten von anderen Zellen haben. Wie vorstehend
beschrieben, sind Zytokine gemäß der vorliegenden
Erfindung Proteine, die von T-Zellen sekretiert werden, um eine
Th1- oder Th2-Reaktion zu induzieren. Bevorzugt wird das Zytokin(e),
das verabreicht wird, ausgewählt,
um die Produktion einer Th2-Reaktion gegen Antigene, die mit anaphylaktischem
Schock in Zusammenhang stehen, zu reduzieren. Ein bevorzugtes Verfahren
zur Reduzierung einer Th2-Reaktion erfolgt über die Induzierung der alternativen
Reaktion. Zytokine, die, wenn sie während einer Antigenbereitstellung
in Zellen exprimiert werden, eine Th1-Reaktion in T-Zellen induzieren
(d.h. „Th1-stimulierende
Zytokine"), schließen IL-12,
IL-2, I-18, IL-1 oder Fragmente davon, IFN und/oder IFNγ ein.
-
Andere
Verbindungen, die Immunmodulationseigenschaft aufweisen, schließen Immunität induzierende
Mittel ein. Diese induzierenden Mittel veranlassen die Expression
von Th1-stimulierenden Zytokinen durch T-Zellen und schließen Faktoren
wie CD40, CD40-Ligand,
Oligonucleotide, die CpG-Motive enthalten, TNF und mikrobielle Extrakte
wie Zubereitungen von Staphylococcus aureus, durch Hitze getötete Listeria
und modifiziertes Choleratoxin, usw. ein.
-
Der
Fachmann erkennt einfach die bevorzugten Typen von Adjuvanzien zur
Verwendung mit besonderen Antigenzusammensetzungen. Im Allgemeinen
schließt
ein immunologisches Adjuvans Adjuvanzien vom Gel-Typ (z.B. Aluminiumhydroxid/Aluminiumphosphat,
Calciumphosphat), mikrobielle Adjuvanzien (z.B. DNA wie CpG-Motive;
Endotoxin wie Monophosphoryllipid A; Exotoxine wie Choleratoxin,
Hitze-labiles E. coli-Toxin und Pertussistoxin; und Muramyldipeptid), Ölemulsion-
und auf Emulgiermittel basierende Adjuvanzien (z.B. Freund's Incomplete Adjuvant,
MF59 und SAF), besondere Adjuvanzien (z.B. Liposome, bioabbaubare
Mikrokügelchen
und Saponine) und synthetische Adjuvanzien (z.B. nicht-ionische
Blockcopolymere, Muramylpeptidanaloga, Polyphosphazen und synthetische
Polynucleotide) ein.
-
Adjuvanzien,
von welchen bekannt ist, dass sie Th2-Reaktionen stimulieren, werden
bevorzugt vermieden. Besonders bevorzugte Adjuvanzien schließen zum
Beispiel Zubereitungen (einschließlich durch Hitze getötete Proben,
Extrakte, teilweise gereinigte Isolate oder jedwede andere Zubereitung
eines Mikroorganismus oder einer Makroorganismuskomponente, die
ausreichend ist, um Adjuvansaktivität zu zeigen) von Mikroorganismen
wie Listeria monocytogenes oder anderen (z.B. Bacille Calmette-Guerin
[BCG], Corynebacterium-Spezies, Mycobacterium-Spezies, Rhodococcus-Spezies,
Eubacteria-Spezies, Bortadella-Spezies und Nocardia-Spezies) und
Zubereitungen von Nukleinsäuren,
die nicht methylierte CpG-Motive einschließen (siehe zum Beispiel U.S.
Patent Nr. 5,830,877; und veröffentlichte
PCT-Anmeldungen WO 96/02555, WO 98/18810, WO 98/16247 und WO 98/40100),
ein. Andere bevorzugte Adjuvanzien, von welchen berichtet wird, dass
sie Reaktionen vom Th1-Typ
induzieren und nicht Reaktionen vom Th2-Typ, schließen zum
Beispiel Aviridin (N,N-Dioctadecyl-N',N'-bis(2-hydroxyethyl)propandiamin)
und CRL 1005 ein. Besonders bevorzugt sind welche, die die IL-12-Produktion
induzieren, einschließlich
mikrobielle Extrakte wie nicht-flüssige Staphylococcus aureus,
Streptococcal-Zubereitungen, Mycobacterium tuberculosis, Lipopolysaccharid
(LPS), Monophosphoryllipid A (MPLA) von Gram-negativen bakteriellen
Lipopolysacchariden (Richards et al. Infect Immun, Jun. 1998; 66(6):
2859-65), listeria monocytogenes, toxoplasma gondii, leishmania
major. Einige Polymere sind auch Adjuvanzien. Zum Beispiel werden
Polyphosphazene in U.S. Patent Nr. 5,500,161 von Andriavnov, et
al. beschrieben. Diese können
nicht nur zum Verkapseln der Mikroorganismen verwendet werden, sondern
auch zur Steigerung der Immunreaktion gegen das Antigen.
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Wenn
Adjuvanzien nicht durch Mikroorganismen gemäß der vorliegenden Erfindung
synthetisiert werden, können
Adjuvanzien, die Zytokine sind, als unreine Zubereitungen (z.B.
Isolate aus Zellen, die ein Zytokingen exprimieren, entweder endogen
oder exogen zu der Zelle) bereitgestellt werden, aber sie werden
bevorzugt in gereinigter Form bereitgestellt. Gereinigte Zubereitungen
sind bevorzugt mindestens etwa 90% rein, stärker bevorzugt mindestens etwa
95% rein und am stärksten
bevorzugt mindestens etwa 99% rein. Alternativ können Gene, die die Zytokine
oder die Immunität
induzierenden Mittel codieren, bereitgestellt werden, so dass eine
Genexpression in der Produktion von Zytokinen oder Immunität induzierenden
Mitteln resultiert, entweder im behandelten Individuum oder in einem
anderen Expressionssystem (z.B. einem in vitro-Transkriptions-/Translations-System
oder einer Wirtzelle), von welchem exprimiertes Zytokin oder Immunität induzierendes
Mittel zur Verabreichung an das Individuum erhalten werden kann.
Man erkennt, dass Mikroorganismen, die zur Synthese und zur Bereitstellung
von allergenen und/oder Immunmodulationsproteinen gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, als ein Adjuvans wirken können, und
dass bevorzugte Mikroorganismen Immunstimulierungsadjuvanzien sind.
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Der
Fachmann wird erkennen, dass die erfindungsgemäße Verabreichung von Mikroorganismen,
die Zytokine und/oder Allergene exprimieren, gegebenenfalls mit
der Verabreichung von jedwedem anderen gewünschten Immunsystemmodulationsfaktor
wie zum Beispiel einem Adjuvans oder einer anderen Immunmodulationsverbindung
kombiniert werden kann.
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VERABREICHUNGSVERFAHREN
-
Formulierungen
können
bei einem Patienten über
jedweden verfügbaren
Weg bereitgestellt werden, einschließlich zum Beispiel über enterale,
parenterale, topische (einschließlich nasale, pulmonale oder über einen
anderen Weg über
die Schleimhaut), orale oder lokale Verabreichung. Die Zusammensetzungen
werden bevorzugt in einer Menge verabreicht, die zum Hervorrufen
von zellulärer
Immunität
und zur Produktion von Th1-verwandtem IgG wirksam ist, während IgE-vermittelte
Reaktionen minimiert werden. Auch bevorzugt sind Zusammensetzungen,
die in einer wirksamen Menge für
eine aktive T-Zellen-Reaktion, bevorzugt Reaktionen vom Th1-Typ,
verabreicht werden. Für
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung, die Bakterien enthalten,
wird die Verabreichung bevorzugt parenteral bereitgestellt.
-
PHARMAZEUTISCHE ZUSAMMENSETZUNGEN
-
sPharmazeutische
Zusammensetzungen zur Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung
können einen
pharmazeutisch annehmbaren Exzipienten oder Träger einschließen. Wie
hier verwendet, bedeutet der Ausdruck „pharmazeutisch annehmbarer
Träger" einen nicht toxischen,
inerten festen, halbfesten oder flüssigen Füllstoff, Verdünnungsmittel,
Verkapselungsmaterial oder Formulierungshilfsmittel jedweden Typs.
Einige Beispiele von Materialien, die als pharmazeutisch annehmbare
Träger
dienen können,
sind Zucker wie Laktose, Glucose und Saccharose; Stärken wie
Maisstärke
und Kartoffelstärke;
Cellulose und ihre Derivate wie Natriumcarboxymethylcellulose, Ethylcellulose
und Celluloseacetat; pulverisiertes Tragant; Malz; Gelatine; Talk; Exzipienten
wie Kakaobutter und Zäpfchenwachse; Öle wie Erdnussöl, Baumwollsamenöl; Safloröl; Sesamöl; Olivenöl; Maisöl und Sojabohnenöl; Glycole;
wie Propylenglycol; Ester wie Ethyloleat und Ethyllaurat; Agar; Puffer
wie Magnesiumhydroxid und Aluminiumhydroxid; Alginsäure; Pyrogen-freies
Wasser; isotonische Salzlösung;
Ringer-Lösung;
Ethylalkohol und Phosphatpufferlösungen,
sowie andere nicht toxische kompatible Gleitmittel wie Natriumlaurylsulfat
und Magnesiumstearat, sowie farbgebende Mittel, Trennmittel, Überzugsmittel,
Süßungsmittel,
Geschmackstoffe und Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel
können auch
gemäß dem Urteil
des Formulierungsfachmanns in der Zusammensetzung vorhanden sein.
Die pharmazeutischen Zusammensetzungen dieser Erfindung können an
Menschen und/oder andere Tiere oral, rektal, parenteral, intrazisternal,
intravaginal, intraperitoneal, topisch (wie durch Pulver, Salben
oder Tropfen), bukkal oder als ein orales oder nasales Spray verabreicht
werden.
-
Flüssige Dosierungsformen
zur oralen Verabreichung schließen
pharmazeutisch annehmbare Emulsionen, Mikroemulsionen, Lösungen,
Suspensionen, Sirupe und Elixiere ein. Zusätzlich zu den Wirkstoffen können die
flüssigen
Dosierungsformen inerte Verdünnungsmittel,
die im Allgemeinen auf dem Fachgebiet verwendet werden, enthalten,
wie zum Beispiel Wasser oder andere Lösungsmittel, löslichmachende
Mittel und Emulgiermittel wie Ethylalkohol, Isopropylalkohol, Ethylcarbonat,
Ethylacetat, Benzylalkohol, Benzylbenzoat, Propylenglycol, 1,3-Butylenglycol,
Dimethylformamid, Öle
(insbesondere Baumwollsamen-, Erdnuss-, Mais-, Keim-, Oliven-, Castor-
und Sesamöle),
Glycerol, Tetrahydrofurfurylalkohol, Polyethylenglycole und Fettsäureester
von Sorbitan und Gemische davon. Neben den inerten Verdünnungsmitteln
können
die oralen Zusammensetzungen auch Mittel wie Benetzungsmittel, Emulgier-
und Suspendiermittel, Süßungsmittel,
Geschmackstoffe und Duftstoffe einschließen.
-
Injizierbare
Zubereitungen, zum Beispiel sterile injizierbare wässrige oder ölartige
Suspensionen, können
gemäß dem Stand
der Technik unter Verwendung von geeigneten Dispergier- oder Benetzungsmitteln
und Suspendiermitteln formuliert werden. Die sterile injizierbare
Zubereitung kann auch eine sterile injizierbare Lösung, Suspension
oder Emulsion in einem nicht toxischen, parenteral annehmbaren Verdünnungsmittel
oder Lösungsmittel,
zum Beispiel als eine Lösung
in 1,3-Butandiol, sein. Unter den annehmbaren Vehikeln und Lösungsmitteln,
die verwendet werden können,
sind Wasser, Ringer-Lösung,
U.S.P. und isotonische Natriumchlorid-Lösung. Zusätzlich werden sterile nicht-flüssige Öle herkömmlicherweise
als ein Lösungsmittel
oder Suspendiermedium verwendet. Für diesen Zweck kann jedwedes
milde nicht-flüssige Öl verwendet
werden, einschließlich
synthetische Mono- oder Diglyceride. Zusätzlich werden Fettsäuren wie Ölsäure bei
der Herstellung von injizierbaren Zubereitungen verwendet.
-
Um
die Wirkung eines Mittels zu verlängern, ist es oft wünschenswert,
die Absorption des Arzneistoffes aus subkutaner oder intramuskulärer Injektion
zu verlangsamen. Die kann durch die Verwendung einer flüssigen Suspension
von kristallinem oder amorphem Material mit schlechter Wasserlöslichkeit
erreicht werden. Die Absorptionsgeschwindigkeit des Mittels hängt dann
von seiner Lösungsgeschwindigkeit
ab, welche ihrerseits von der Kristallgröße und Kristallform abhängt. Alternativ
wird eine verzögerte
Absorption einer parenteral verabreichten Arzneistoffform durch
Lösen oder
Suspendieren des Arzneistoffes in einem Ölvehikel erreicht. Injizierbare
Depotformen werden durch Bilden von Mikrokapselmatrizes des Arzneistoffes
in bioabbaubaren Polymeren wie Polylactid-Polyglycolid hergestellt.
Abhängig
vom Verhältnis
des Mittels zum Polymer und der Natur des verwendeten besonderen
Polymers kann die Freisetzungsgeschwindigkeit des Mittels kontrolliert werden.
Beispiele von anderen bioabbaubaren Polymeren schließen Poly(orthoester)
und Poly(anhydride) ein. Injizierbare Depotformulierungen werden
auch durch Einschließen
des Arzneistoffes in Liposomen oder Mikroemulsionen, die mit Körpergeweben
kompatibel sind, hergestellt.
-
Zusammensetzungen
für rektale
oder vaginale Verabreichung sind bevorzugt Zäpfchen, die durch Mischen der
Verbindungen dieser Erfindung mit geeigneten nicht irritierenden
Exzipienten oder Trägern
wie Kakaobutter, Polyethylenglycol oder einem Zäpfchenwachs, die bei Umgebungstemperatur
fest, aber bei Körpertemperatur
flüssig
sind und deshalb im Rektum oder der Vagina schmelzen und den Wirkstoff
freisetzen, hergestellt werden können.
-
Feste
Dosierungsformen für
orale Verabreichung schließen
Kapseln, Tabletten, Pillen, Pulver und Granula ein. In solchen festen
Dosierungsformen wird der Wirkstoff mit mindestens einem inerten,
pharmazeutisch annehmbaren Exzipienten oder Träger wie Natriumcitrat oder
Dicalciumphosphat und/oder a) Füllstoffen
oder Streckmitteln wie Stärken,
Laktose, Saccharose, Glucose, Mannitol und Kieselsäure, b)
Bindemitteln wie zum Beispiel Carboxymethylcellulose, Alginate,
Gelatine, Polyvinylpyrrolidinon, Saccharose und Gummiarabikum, c)
Netzmitteln wie Glycerol, d) Sprengmitteln wie Agar-Agar, Calciumcarbonat,
Kartoffel- oder Tapiokastärke, Alginsäure, bestimmten
Silikaten und Natriumcarbonat, e) Lösungsverzögerungsmitteln wie Paraffin,
f) Absorptionbeschleunigenden Mitteln wie quartären Ammoniumverbindungen, g)
Benetzungsmitteln wie zum Beispiel Cetylalkohol und Glycerolmonostearat,
h) Absorbenzien wie Kaolin oder Bentonitton, und i) Gleitmitteln wie
Talk, Calciumstearat, Magnesiumstearat, festen Polyethylenglycolen,
Natriumlaurylsulfat und Gemischen davon gemischt. Im Falle von Kapseln,
Tabletten und Pillen kann die Dosierungsform auch Puffer umfassen.
-
Feste
Zusammensetzungen eines ähnlichen
Typs können
auch als Füllstoffe
in gefüllten
weichen und harten Gelatinekapseln unter Verwendung von solchen
Exzipienten wie Laktose oder Milchzucker sowie Polyethylenglycolen
mit hohem Molekulargewicht und dergleichen verwendet werden.
-
Die
festen Dosierungsformen Tabletten, Dragees, Kapseln, Pillen und
Granula können
mit Überzügen und
Einhüllungen
wie magensaftresistenten Überzügen und
anderen Überzügen, die
auf dem pharmazeutischen Formulierungsfachgebiet bekannt sind, hergestellt
werden. Sie können
gegebenenfalls Deckfähigkeit-aufweisende
Mittel enthalten und können
auch aus einer Zusammensetzung bestehen, so dass sie den Wirkstoffe)
nur oder vorzugsweise in einem bestimmten Teil des Intestinaltrakts,
gegebenenfalls in einer verzögerten
Weise, freisetzen. Beispiele von Einbettungszusammensetzungen, die
verwendet werden können, schließen Polymersubstanzen
und Wachse ein.
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Feste
Zusammensetzungen eines ähnlichen
Typs können
auch als Füllstoffe
in gefüllten
weichen und harten Gelatinekapseln unter Verwendung von solchen
Exzipienten wie Laktose oder Milchzucker sowie Polyethylenglycolen
mit hohem Molekulargewicht und dergleichen verwendet werden.
-
Die
Verbindungen können
auch in mikroverkapselter Form mit einem oder mehreren Exzipienten,
wie vorstehend angemerkt, vorliegen. Die festen Dosierungsformen
Tabletten, Dragees, Kapseln, Pillen und Granula können mit Überzügen und
Einhüllungen
wie magensaftresistenten Überzügen, Freisetzung-kontrollierenden Überzügen und
anderen Überzügen, die
auf dem pharmazeutischen Formulierungsfachgebiet bekannt sind, hergestellt
werden. In solchen festen Dosierungsformen kann der Wirkstoff mit
mindestens einem inerten Verdünnungsmittel
wie Saccharose, Laktose oder Stärke
gemischt werden. Solche Dosierungsformen können auch, wie in der normalen
Praxis, zusätzliche
Substanzen, die von inerten Verdünnungsmitteln
verschieden sind, z.B. Tablettierungsgleitmittel und andere Tablettierungshilfsmittel
wie Magnesiumstearat und mikrokristalline Cellulose, umfassen. Im
Falle von Kapseln, Tabletten und Pillen können die Dosierungsformen auch
Puffer umfassen. Sie können
gegebenenfalls Deckfähigkeit-aufweisende
Mittel enthalten und können
auch aus einer Zusammensetzung bestehen, so dass sie den Wirkstoff(e)
nur oder vorzugsweise in einem bestimmten Teil des Intestinaltrakts,
gegebenenfalls in einer verzögerten
Weise, freisetzen. Beispiele von Einbettungszusammensetzungen, die
verwendet werden können,
schließen
Polymersubstanzen und Wachse ein.
-
Dosierungsformen
für topische
oder transdermale Verabreichung einer erfindungsgemäßen pharmazeutischen
Zusammensetzung schließen
Salben, Pasten, Cremes, Lotionen, Gele, Pulver, Lösungen,
Sprays, Inhalationsmittel oder Pflaster ein. Der Wirkstoff wird
unter sterilen Bedingungen mit einem pharmazeutisch annehmbaren
Träger
und jedweden benötigten
Konservierungsstoffen oder Puffern, die erforderlich sein können, gemischt.
Eine ophthalmische Formulierung, Ohrentropfen, Augentropfen werden
auch als innerhalb des Umfangs dieser Erfindung betrachtet.
-
Die
Salben, Pasten, Cremes und Gele können zusätzlich zu einem Wirkstoff dieser
Erfindung Exzipienten wie Tier- und Pflanzenfette, Öle, Wachse,
Paraffine, Stärke,
Tragant, Cellulosederivate, Polyethylenglycole, Silikone, Bentonite,
Kieselsäure,
Talk und Zinkoxid oder Gemische davon enthalten.
-
Pulver
und Sprays können
zusätzlich
zu den Verbindungen dieser Erfindung Exzipienten wie Laktose, Talk,
Kieselsäure,
Aluminiumhydroxid, Calciumsilicate und Polyamidpulver oder Gemische
dieser Substanzen enthalten. Sprays können zusätzlich herkömmliche Treibmittel wie Chlorfluorkohlenwasserstoffe
enthalten.
-
Transdermale
Pflaster weisen den zusätzlichen
Vorteil der Bereitstellung einer kontrollierten Abgabe einer Verbindung
an den Körper
auf. Solche Dosierungsformen können
durch Lösen
oder Verteilen der Verbindung in einem geeigneten Medium hergestellt
werden. Absorptionsteigernde Mittel können auch zur Erhöhung des
Flusses der Verbindung durch die Haut verwendet werden. Die Geschwindigkeit
kann entweder durch Bereitstellen einer Geschwindigkeit-kontrollierenden
Membran oder durch Dispergieren der Verbindung in einer Polymermatrix
oder einem Gel kontrolliert werden.
-
VERKAPSELUNG
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden erfindungsgemäße Zusammensetzungen,
die lebende Mikroorganismen umfassen, in Zusammenhang mit einer
Verkapselungsvorrichtung bereitgestellt (siehe zum Beispiel U.S.S.N.
60/169,330 mit dem Titel „Controlled
Delivery of Antigens",
eingereicht am 06. Dez. 1999). Bevorzugte Verkapselungsvorrichtungen
sind biokompatibel, sind im Körper
stabil, so dass die Mikroorganismen nicht freigesetzt werden, bis
nachdem die Verkapselungsvorrichtung ihren beabsichtigten Zielort
(z.B. Schleimhautschicht des Darms, Endozytose durch Antigen-präsentierende
Zellen (APC)) erreicht hat. Zum Beispiel sind bevorzugte Verkapselungssysteme
bei physiologischem pH-Wert
stabil und werden bei Levels von sauren pH-Werten, die mit jenen
vergleichbar sind, die im Verdauungstrakt oder in den Endosomen
von APCs gefunden werden, abgebaut. Besonders bevorzugte Verkapselungszusammensetzungen
schließen welche
ein, die Liposome, Polylactidcoglycolid (PLGA), Chitosan, synthetische
bioabbaubare Polymere, durch die Umgebung ansprechbare Hydrogele
und Gelatine-PLGA-Nanopartikel enthalten, sind aber nicht darauf eingeschränkt. Erfindungsgemäße Zusammensetzungen
können
in Kombination mit einem oder mehreren Adjuvanzien, zielgerichteten
Einheiten oder anderen Mitteln, einschließlich zum Beispiel pharmazeutischen
Trägern,
Verdünnungsmitteln,
Exzipienten, Ölen,
usw., verkapselt werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Verkapselungsvorrichtung
selbst mit einer zielgerichteten Einheit und/oder einem Adjuvans
assoziiert werden.
-
Verfahren
zum Verkapseln von lebenden Zellen sind bekannt und können auch
gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Bereitstellung von Antigen-sekretierenden Mikroorganismen
bei Individuen verwendet werden. Die folgenden Bezugnahmen werden
als Beispiele einer Verkapselung von lebenden Zellen bereitgestellt. Jedoch
kann jedwedes Verfahren zum Verkapseln von lebenden Zellen in der
vorliegenden Erfindung verwendet werden. US Patent 5,084,350; US
Patent 4,680,174 und US Patent 4,352,883 beschreiben die Verkapselung
einer prokaryotischen oder eukaryotischen Zelle oder Zellkultur
in Mikrokapseln. In Kürze,
US Patent 5,084,350; 4,680,174 und 4,352,883 offenbaren, dass eine
Gewebeprobe, Zelle oder Zellkultur, die verkapselt wird, zuerst
in fein verteilter Form gemäß bekannten
Techniken hergestellt und in einem wässrigen Medium, welches zur
Erhaltung und zum Unterstützen
der fortschreitenden metabolischen Vorgänge der besonderen einbezogenen
Zellen geeignet ist, suspendiert wird. Medien, die für diesen
Zweck geeignet sind, sind im Allgemeinen kommerziell verfügbar. Danach
wird eine wasserlösliche
Substanz, die mit den Zellen physiologisch kompatibel ist und die
wasserunlöslich
gemacht werden kann, um eine Form-erhaltende kohärente kugelförmige Masse
oder eine andere Form zu bilden, zu dem Medium gegeben. Die Lösung wird
dann zu Tropfen, die Zellen zusammen mit ihrem Erhaltungs- oder
Wachstumsmedium enthalten, geformt und wird sofort wasserunlöslich gemacht
und geliert, um Form-erhaltende, typischerweise sphäroide kohärente Massen,
zu bilden.
-
Das
Material, das zur Induzierung der Gelierung des Kulturmediums verwendet
wird, kann jedwedes nicht toxische wasserlösliche Material sein, welches
durch eine Veränderung
bei der Umgebungstemperatur, beim pH-Wert, bei der ionischen Umgebung
oder bei der Konzentration in Form-erhaltende Massen umgewandelt
werden kann. Bevorzugt ist das Material auch eines, das mehrfache,
einfach ionisierte Reste, z.B. Carboxyl- oder Aminogruppen, umfasst,
die durch Salzbildung mit Polymeren, die mehrfache Reste enthalten,
die ionisieren, wobei Spezies der Gegenladung gebildet werden, umgesetzt
werden können.
Die Verwendung dieses Typs von Material ermöglicht die Abscheidung einer
Membran mit einem ausgewählten
Porositätsbereich ohne
Schaden an den labilen Zellen. Die momentan bevorzugten Materialien
zur Bildung der gelierten Massen sind wasserlösliche natürliche oder synthetische Polysaccharide.
Viele solche kommerziell verfügbaren
Materialien werden typischerweise aus pflanzlichem Material extrahiert
und werden oft als Additive in verschiedenen Nahrungsmitteln verwendet.
Natriumalginat ist das momentan bevorzugte wasserlösliche Polysaccharid. Andere
verwendbare Materialien schließen
saure Fraktionen von Guar Gum, Gummiarabikum, Carrageen, Pektin,
Tragant-Gummi oder Xanthan-Gumme ein. Diese Materialien können geliert
werden, wenn das saure Wasserstoff- oder Alkalimetallion, die normalerweise
mit den Carboxylgruppen assoziiert sind, durch mehrwertige Ionen
ausgetauscht werden.
-
VERWENDUNGEN
-
Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können zur Behandlung oder Vorbeugung
von allergischen Reaktionen bei einem Subjekt verwendet werden.
Subjekte sind Tiere und Menschen als Patienten, die einen Bedarf
für eine
Behandlung gegen Allergien haben. Bevorzugt ist das Tier ein domestizierter Säuger (z.B.
ein Hund, eine Katze, ein Pferd, ein Schaf, ein Schwein, eine Ziege,
eine Kuh, usw.). Tiere schließen
auch Labortiere wie Mäuse,
Ratten, Hamster, Affen und Kaninchen ein. Jedwedes Individuum, das
an einer Allergie leidet oder das für eine Allergie empfänglich ist,
kann behandelt werden. Man wird erkennen, dass ein Individuum als
für eine
Allergie empfänglich
betrachtet werden kann, ohne an einer allergischen Reaktion gegen
ein in Frage kommendes besonderes Antigen gelitten zu haben. Wenn
zum Beispiel das Individuum an einer allergischen Reaktion gegen
ein verwandtes Antigen (z.B. eines der selben Quelle oder eines,
für welches
gemeinsame Allergien gewöhnlich
sind) gelitten hat, wird dieses Individuum als für eine Allergie gegen das relevante
Antigen empfänglich
betrachtet. Wenn Mitglieder einer Familie eines Individuums gegen
ein besonderes Antigen allergisch sind, kann in einer ähnlichen
Weise das Individuum als für
eine Allergie gegen dieses Antigen empfänglich betrachtet werden. Stärker bevorzugt
kann jedwedes Individuum, das für
einen anaphylaktischen Schock durch Einwirken von Nahrungsmittelallergenen,
Giftallergenen oder Gummiallergenen empfänglich ist, gemäß der vorliegenden
Erfindung behandelt werden.
-
Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können zur Bereitstellung über jedweden
Weg formuliert werden. Bevorzugt werden die Zusammensetzungen zur
Injektion, Ingestion oder Inhalation formuliert.
-
Es
ist beabsichtigt, dass hier beschriebene Modifizierungen und Variationen
der Verfahren und Zusammensetzungen innerhalb des Umfangs der folgenden
Ansprüche
liegen.
-
Beispiele
-
Materialien und Verfahren.
-
Für allgemeine
Verfahren, die zur Expression von Proteinen in Mikroorganismen verwendet
werden, siehe Ausubel et al. (vorstehend) und Sambrook et al. (vorstehend).
Zusätzlich
sind Expressionsvektoren zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung
häufig
von kommerziellen Quellen verfügbar
(siehe zum Beispiel Clontech, Palo Alto, CA; Invitrogen, Carlsbad,
CA; Promega Corporation, Madison, WI; New England Biolabs, Beverly,
MA).
-
Die
folgenden Experimente beschreiben die Verkapselung von Allergenen
in Bakterien zur Verwendung als ein Bereitstellungsvehikel und/oder
Adjuvans bei Immuntherapie gemäß der Lehre
der vorliegenden Erfindung. Rekombinante Erdnussproteine als Allergene
(Ara h 1, Ara h 2 und Ara h 3; Burks et al. J Allergy Clin Immunol.
88(2): 172-9, 1991; Burks et al. J Allergy Clin Immunol. 90(6 Pt
1): 962-9, 1992; Rabjohn et al. J Clin Invest. 103(4): 535-42, 1999)
wurden in E. coli BL21-Zellen durch Transformieren der Bakterienzellen mit
cDNA-Klonen, die
die Proteine codierten (siehe Anhang B; Sequenzen, die in pET24,
Novagen, Madison, WI kloniert sind), hergestellt. Die transformierten
Zellen wurden dann in C3H/HEJ-Mäuse injiziert,
um zu bestimmen, ob die Allergen-exprimierenden E. coli eine Immunreaktion
hervorrufen.
-
Beispiel 1. Verfahren
zum Töten
von Allergen-produzierenden E. coli.
-
Mehrere
Verfahren zum Töten
von Allergen-produzierenden E. coli wurden getestet. Bevorzugt denaturiert
oder proteolysiert das Verfahren zum Töten der Bakterien das rekombinante
Allergen(e), das durch die Bakterien hergestellt wird, nicht. Als
nicht einschränkende
Beispiele wurden E. coli durch Hitze (bei Temperaturen im Bereich
von 37°C
bis 95°C),
durch die Verwendung von Ethanol (0,1% bis 10%) und durch die Verwendung
von Lösungen,
die Iod enthielten (0,1% bis 10%), getötet. Das Überleben wurde durch Aufbringen von
100 μl der
Zellen auf die passenden Agarplatten und darauf folgendes Zählen der
resultierenden Kolonien bestimmt. Das am besten reproduzierbare
Verfahren war Töten durch
Hitze. Deshalb ist das bevorzugte Verfahren zum Töten von
Allergen-produzierenden E. coli die Zellen bei 60°C für 20 Minuten
zu inkubieren, was in einer Todesrate von 100% resultiert (d.h.
es wurden keine Kolonien gebildet; siehe Figur Nr.).
-
Beispiel 2. Wachstum der
Bakterien.
-
Das
folgende Protokoll wurde für
die Herstellung von Allergen-produzierenden E. coli-Zellen zur Impfung
von Mäusen
entwickelt.
-
TAG 1
-
Fünf Milliliter
(ml) von flüssigen
Kulturen von LB (Luria-Bertani-Nährlösung), die
Kanamycin (30 Mikrogramm/ml pro jeder verwendeten Zelllinie) enthielten,
wurden in sterilen Röhrchen
oder Kolben mit 50 ml hergestellt. Die Kulturen wurden mit ungefähr 10 Mikroliter
einer gefrorenen Vorratszubereitung der gewünschten Bakterienzelllinie,
die die gewünschten
Expressionsvektoren enthielt, angeimpft. Die angeimpften Kulturen wurden
mit Schütteln über Nacht
bei 37°C
inkubiert.
-
TAG 2
-
Am
darauf folgenden Morgen wurden 100 ml der flüssigen LB (500 ml-Erlenmeyerkolben),
die Kanamycin (30 Mikrogramm/ml) enthielt, unter Verwendung eines
1 ml-Aliquots der 5 ml-Kultur, die seit dem vorherigen Tag wuchs,
angeimpft. (Die verbleibenden 4 ml der Kultur wurden eingefroren.
Gegebenenfalls können die
verbleibenden 4 Milliliter der Kultur bei 4°C für mehrere Wochen zum Animpfen
von anschließenden
Kulturen gelagert werden). Die angeimpften Kulturen wurden mit Schütteln bei
37°C inkubiert,
bis die optische Dichte der Lösung,
die bei 600 nm (OD600) gemessen wurde, ungefähr 0,6 bis
0,9 erreicht hatte.
-
TAG 3
-
Zur
Induzierung der Produktion von rekombinanten Proteinen wurden die
Kulturen vom vorherigen Tag durch die Zugabe von Isopropyl-beta-D-thiogalactopyranosid
(IPTG; Sigma-Aldrich,
St. Louis, MO) aus einer 1 M Vorratszubereitung in einer Endkonzentration
von 1 mM (100 Mikroliter 1 M IPTG pro 100 ml Kultur) induziert,
als die OD600 der Kultur ungefähr 0,6 bis
0,9 erreicht hatte. Die induzierten Kulturen wurden über Nacht inkubiert.
-
TAG 4
-
1,4
ml der Kultur vom vorherigen Tag wurden in Aliquote in jeweils fünf 1,5 ml-Mikrofuge-Röhrchen für jede Kultur aufgeteilt und
durch Hitze bei 60°C
in einem Wasserbad für
20 Minuten getötet.
Die Röhrchen
wurden bei 16.000 × g
für 5 Minuten
bei Raumtemperatur zentrifugiert und der Überstand wurde verworfen. Die Pellets
wurden mit 1 X Phosphatpuffer-Salzlösung (PBS)
gewaschen und bei 16.000 × g
für 5 Minuten
bei Raumtemperatur zentrifugiert. Wieder wurde der Überstand
verworfen und die Pellets wurden wieder in 250 Milliliter 1 X PBS
suspendiert. Die wieder suspendierten Pellets der selben ursprünglichen
Proben wurden kombiniert. Die OD600 wurde
für jede
Probe bestimmt und es wurde unter Verwendung von 1 X PBS auf die gewünschte OD600 verdünnt.
-
Beispiel 3. Produktion
und Freisetzung des Allergens.
-
Freisetzung des Allergens
durch Bakterien, die durch Hitze getötet wurden.
-
Um
zu bestimmen, ob die Zellen nach dem Töten durch Hitze intakt geblieben
sind, haben wir die Menge des Allergens gemessen, die in die Medien
freigesetzt wurde. Ein Dot-Blot-Test wurde entwickelt, der als Kontrollen
gereinigte rekombinante Allergene, die auf einen Filter in bekannten
Konzentrationen aufgebracht wurden, und Serum-IgE von gegen Erdnüsse empfindlichen
Patienten verwendete. Der Test wies die Menge an Allergen, die in
100 Mikroliter Überstand
nach dem Pelletieren der durch Hitze getöteten Bakterien vorhanden war,
nach und quantifizierte diese. Der Level an freigesetztem Allergen
variierte und war vom Expressionsvektor und dem getesteten Protein
abhängig.
Im Allgemeinen wurde mehr Ara h 2 freigesetzt als Ara h 1 und Ara
h 3 (Ara h 2 >> Ara h 1 > Ara h 3).
-
Produktion des Allergens.
-
Um
die Mengen des Allergens in E. coli zu messen, entwickelten wir
einen Immunoblot-Test, der eine sechs-Histidin-Markierung (HIS-Markierung),
die auf allen von unseren gereinigten rekombinanten Allergenen vorhanden
ist, und einen HIS-Markierungs-Antikörper verwendete, um eine Standardkurve
zu erstellen, die dann zur Abschätzung
der Mengen an produziertem Allergen verwendet werden konnte. Die
Menge an Allergen, die auf einer Basis pro Zelle produziert wurde,
variierte abhängig
davon, welcher Klon getestet wurde. Im Allgemeinen wurde mehr Ara
h 3 produziert als Ara h 2 und Ara h 1 (Ara h 3 > Ara h 2 >> Ara
h 1).
-
Unsere
besten Abschätzungen
für Mengen
an Allergen, die in 100 μl
einer Impfkultur von E. coli mit einer O.D. von 2,0 bereitgestellt
wurden, variierten von etwa 1 μg
Ara h 1 bis etwa 20 μg
Ara h 3.
-
2 ist
ein Beispiel einer Standardkurve, die für Ara h 2 erzeugt wurde. Die
optische Dichte (O.D.) des HIS-markierten Ara h 2-Allergens wurde
dann aus einem Immunoblot, wobei unterschiedliche Konzentrationen
von E. coli-Extrakt an SDS-PAGE-Gelen elektrophoretisiert worden
waren, bestimmt. Die O.D. des Allergens wurde dann zur Abschätzung der
Menge des durch diesen Extrakt produzierten Proteins verwendet.
-
Beispiel 4. Immunreaktion
von Mäusen.
-
Das
folgende Protokoll wurde zur Bestimmung der Immunreaktion von Mäusen verwendet,
in welche Allergen-produzierende Bakterien gespritzt wurden. Blut
wurde aus der Schwanzvene von jeder verwendeten Maus vor der ersten
Injektion abgenommen. Genügend
Blut wurde für
den Antikörper-ELISA
für jedes
Allergen und für
E. coli-Proteine abgenommen. Am Tag null wurden in jede Maus 100
Mikroliter der getöteten
E. coli-Proben subkutan in die linke hintere Flanke injiziert. In
die Mäuse
wurde ein zweites Mal am Tag 14 unter Verwendung des gleichen Verfahrens
wie am Tag null injiziert. Am Tag 21 wurde eine zweite Blutprobe
von jeder Maus abgenommen. Die Blutproben vom Tag 0 und Tag 21 wurden
auf IgG1- und IgG2a-Antikörper
gegen entweder Ara h 1, Ara h 2 oder Ara h 3 durch einen ELISA-Test
getestet.
-
Mäuse, in
welche E. coli injiziert wurden, die Ara h 1 produzieren, ergaben
keine nachweisbaren Levels von jedwedem Immunglobulin gegen das
Ara h 1-Allergen und deshalb sind diese Daten nicht gezeigt. Ohne
Einschränkung
auf eine Theorie vermuten wir, dass dies aufgrund der relativ kleinen
Mengen von Ara h 1, die durch diese Zellen produziert werden, sein
kann (siehe vorstehende Erörterung).
Mäuse,
in welche E. coli injiziert wurden, die Ara h 2 produzieren, enthielten
relativ hohe Levels an IgG1 und IgG2a. Wieder ohne Einschränkung auf
die Ursache vermuten wir, dass dies aufgrund der Menge an Ara h
2, die von diesen Zellen freigesetzt wird, sein kann (siehe vorstehende
Erörterung).
Mäuse,
in welche E. coli injiziert wurden, die Ara h 3 produzieren, enthielten
relativ hohe Levels an IgG2a (was auf eine Reaktion vom Th1-Typ
hinweist) und riefen relativ niedrige Levels an IgG1 hervor (was
auf eine Reaktion vom Th2-Typ hinweist).
-
Interpretation der Ergebnisse.
-
Die
vorliegenden Daten sollten vorsichtig interpretiert werden. Die
Daten in den Figuren stellen nur O.D.-Levels dar und stellen keine
absoluten Mengen an Immunglobulin dar. Deshalb sollte man bei Vergleichen
zwischen Gruppen in Betracht ziehen, dass die Daten als O.D. dargestellt
sind. Jedoch weist der allgemeine Trend daraufhin, dass zum Beispiel
mehr Mäuse
eine IgG2a-Reaktion auf Ara h 3 zeigten, als Mäuse eine IgG1-Reaktion auf
Ara h 3 zeigten. Anhang
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