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Die
vorliegende Beschreibung bezieht sich auf einen Aktuator mit einem
Linearmotor, und sie bezieht sich insbesondere auf einen Aktuator
dieser Bauart, der eine solche Konfiguration aufweist, daß er leicht
miniaturisiert werden kann, und dazu verwendet werden kann, um unterschiedliche
Vorrichtungen anzutreiben, die eine hin- und hergehende Bewegung
aufweisen und auf einem Webstuhl angebracht sind.
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Wie
für Techniker
auf dem vorliegenden Gebiet bekannt ist, ist es im Bereich der Konstruktion von
Webmaschinen mehr und mehr häufig
und üblich geworden,
Aktuatoren zu verwenden, die durch eine zentrale Verarbeitungseinheit
elektronisch gesteuert sind, um die große Anzahl von Vorrichtungen
mit einer hin- und hergehenden oder intermittierenden Bewegung zu
betreiben, die auf derartigen Maschinen angebracht sind; dieses
System ersetzt die frühere mechanische
Technologie, die für
einen einzigen zentralen Motor vorgesehen war, der über geeignete Hebelantriebe
die Bewegung der einzelnen Vorrichtungen erzeugte.
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Die
vorstehend genannte Lösung
bringt unterschiedliche offensichtliche Vorteile mit sich, soweit der
allgemeine Aufbau der Maschine vereinfacht wird, wobei sie allerdings
vor allem in wesentlich einfacherer Weise die Möglichkeit schafft, das Bewegungsgesetz
der genannten Vorrichtungen zu optimieren, die alle durch begrenzte
Hübe, geringe
mechanische Leistungen, vermindertes oder sogar fehlendes Spiel,
und durch große
Präzision
der Bewegung in Synchronizität
mit der Hauptbewegung des Webstuhls gekennzeichnet sind. Es ist
in der Tat dieses letztgenannte Merkmal, welches aufgrund der zunehmend
höheren
Arbeitsgeschwindigkeiten von Webstühlen in der heutigen Zeit ein
kritischer Punkt geworden ist; tatsächlich sind nämlich die
zeitlichen Bereiche, innerhalb derer die Vorrichtungen arbeiten müssen, kürzer und
kürzer
geworden, so daß aus diesem
Grunde die Notwendigkeit besteht, daß die Antwort- bzw. Ansprechzeiten
derartiger Vorrichtungen sehr kurz werden. Dies erfordert, daß die Trägheit der
bewegbaren Teile dieser Vorrichtungen, und insbesondere auch die
der Aktuatoren, die sie antreiben, besonders niedrig ist. Die Aktuatoren
müssen ebenfalls
in geeigneter Weise miniaturisiert werden, so daß die Möglichkeit besteht, diese nahe
an den Vorrichtungen einzusetzen, die sie antreiben sollen, ohne
daß die
normalen Webvorgänge
beeinträchtigt werden.
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Die
Aktuatoren von bekannter Bauart, die gegenwärtig für die vorstehend genannten
Zwecke eingesetzt werden, können
in zwei Kategorien klassifiziert werden, entsprechend der Bauart
des Motors, drehend oder linear, der verwendet wird, wobei jede Kategorie
die Vor- oder Nachteile aufweist, die mehr im einzelnen nachfolgend
erläutert
werden sollen.
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Die
Aktuatoren mit einem rotierenden Motor, in der Bauart mit Gleichstromantrieb,
als Schrittmotor oder vom bürstenlosen
Typ, bieten alle die wesentlichen Vorteile, daß sie in einer radialen Richtung
sehr kompakt sind, daß sie
mit jedem mechanischen System entsprechend den seit langem etablierten
kommerziellen Standards leicht zu verbinden sind, und daß sie – was in
einer Webumgebung, die durch große Mengen von Staub gekennzeichnet
ist, eine große Bedeutung
besitzt – in
der Lage sind, auch unter ungünstigen
Umgebungsbedingungen ordnungsgemäß zu arbeiten,
was der Tatsache zu verdanken ist, daß sie ohne weiteres abgedichtet
werden können,
entsprechend der drehenden Abdichtung zwischen dem feststehenden
und dem rotierenden Teil.
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Auf
der anderen Seite sind solche Motoren selten dazu geeignet, in zufriedenstellender
Weise ein Ganzes mit der Vorrichtung zu bilden, mit der sie zusammenwirken
sollen, wodurch auf diese Weise die Vorrichtung unnötig verkompliziert
wird, die als solche dazu bestimmt ist; lediglich lineare Bewegungen
mit kleiner Amplitude auszuführen,
und wodurch ihre Leistungsfähigkeit
begrenzt wird, soweit die Schnelligkeit des Ansprechens betroffen
ist.
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Im
Gegensatz dazu bringen die Aktuatoren mit einem Linearmotor, sei
es in der Bauart eines Schrittmotors oder eines Gleichstrommotors,
obwohl sie ohne weiteres in der Lage sind, ein Ganzes mit den vorgenannten
Vorrichtungen zu bilden, ohne ihre reduzierte Trägheit zu verschlechtern, und
während ausgezeichnete
Leistungen im Hinblick auf die Schnelligkeit des Ansprechens erzielt
werden, immer noch ernsthafte Nachteile aus einem mechanischen Blickwinkel
mit sich. Um nämlich
eine ausreichend kompakte Struktur des Aktuators zu erhalten, zumindest
in der Bewegungsebene seines Schiebers, war es bis heute unerläßlich, beispielsweise
im Gebiet der Strickwarenherstellung Linearmotoren zu verwenden,
deren beweglicher Teil entlang von linearen Führungen verschieblich ist.
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Beispiele
für lineare
Aktuatoren gemäß diesem
Stand der Technik sind in der
JP
56068260 beschrieben, soweit ein zylindrischer Motor betroffen ist,
und in der
US 5701039 ,
soweit ein flacher Motor betroffen ist. In beiden Fällen sind
die Schieber in ihrer Bewegung entlang linearer Führungen
geführt.
In jedem Falle zwingt das Vorhandensein von solchen linearen Führungen,
die normalerweise eine prismatische Form aufweisen, aufgrund von
offensichtlichen Anforderungen nach Parallelität und Linearität zur Ausführung von
spanabhebenden Bearbeitungen mit hoher Präzision, die dazu geeignet sind,
die Herstellungskosten des Aktuators sehr hoch werden zu lassen,
in einem Maße,
welches um so größer wird,
je weiter die Mineaturisierung des genannten Aktuators voranschreitet.
Darüber
hinaus ist der Aktuator mit einem Linearmotor auf linearen Führungen
besonderes empfindlich, soweit Beschädigungen betroffen sind, die
durch Staub hervorgerufen werden, der in der vorhandenen Umgebung
erzeugt wird; aus diesem Grunde sollte besondere Sorgfalt darauf
verwendet werden, eine Dichtung für die lineare Verbindung zwischen
seinem beweglichen Teil und seinem feststehenden Teil herzustellen,
in einem steigenden Maße
entsprechend dem Grad an Genauigkeit der genannten Verbindung, um
jeden möglichen
Zutritt von Fremdpartikeln zwischen die Oberflächen, die sich in einem relativ
zueinander verschieblichen Kontakt befinden, zu verhindern. Da der
Grad an Genauigkeit der genannten Verbindungen normalerweise sehr
hoch ist, in Anbetracht des unbedingten Erfordernisses, jegliches
mögliche
Spiel der gesteuerten Vorrichtung auf ein Minimum zu reduzieren,
ist das Problem der Herstellung einer geeigneten Dichtung für die genannte
lineare Verbindung nicht ohne weiteres zu lösen und bringt in jedem Falle
eine weitere beträchtliche
Steigerung der Kosten mit sich.
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Aus
der vorstehenden Beschreibung des Stands der Technik wird daher
offensichtlich, daß sämliche bekannten
Bauarten von Aktuatoren im gegenwärtigen Zustand des Wissens
solche Nachteile aufweisen, daß ihre
Verwendung für
die Betätigung von
Vorrichtungen, die auf Webmaschinen angebracht sind, und insbesondere
auf Webstühlen,
sehr stark eingeschränkt
wird, wobei diese Vorrichtungen gekennzeichnet sind durch: hin-
und hergehende Bewegungen mit kleiner Amplitude und hoher Frequenz;
ein kompliziertes Bewegungsgesetz, einschließlich Schritte mit einem Stillstand
und einer strengen Befolgung der Betätigungszeiten in Synchronisität mit der
Hauptbewegung des Webstuhls; niedrigen Stromverbrauch; stark reduziertes
oder sogar kein Spiel.
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Tatsächlich ist
es nämlich
so, daß im
Falle von Vorrichtungen mit rotierenden Aktuatoren die gesamte,
auf eine Achse reduzierte Trägheit
so ist, daß eine
zufriedenstellende Einstellung der Vorrichtung auf das vorstehend
genannte hin- und hergehende Bewegungsgesetz über ein eingestelltes Niveau
einer Arbeitsfrequenz des Webstuhls hinaus nicht möglich ist;
während
im Falle von Vorrichtungen mit linearen Aktuatoren die Kosten des
Systems von linearen Führungen
und der Systeme, um diese vor Staub zu schützen, es unmöglich machen,
den genannten Typ von Aktuator soeben über einen geringen Grad an
Genauigkeit und Miniaturisierung hinaus anzuwenden, so daß seine
Verwendung auf diese Weise erheblich eingeschränkt wird.
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Als
Folge davon besteht auf dem Gebiet von Webmaschinen ein als erheblich
empfundenes Bedürfnis, über einen
Aktuator zu verfügen,
der über
die notwendigen Voraussetzungen verfügt, um seine erfolgreiche Anwendung
auf die Steuervorrichtungen einer Webmaschine des vorstehend genannten
Typs zu ermöglichen,
nämlich
einen Aktuator, der durch eine geringe Trägheit und somit durch eine
hohe Geschwindigkeit des Ansprechens gekennzeichnet ist, durch niedrige
Kosten auch bei einem hohen Maße an
Miniaturisierung, dadurch, daß er
durch Staub nicht beeinträchtigt
wird, durch eine Struktur, die leicht zu miniaturisieren ist, und
durch die Abwesenheit von Fehlausrichtungen.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, einen Aktuator
dieses Typs bereitzustellen – ausgehend
von dem Gebiet von Aktuatoren mit einem Linearmotor, die sich von
ihrem Potential her dazu eignen, auf einfachere und wirkungsvollere
Weise mit einem beliebigen Typ einer Vorrichtung, die eine hin-
und hergehende und intermittierende Bewegung aufweist, ein Ganzes
zu bilden –, der
dazu bestimmt ist, die Probleme der Konstruktion und der Dichtigkeit
gegenüber
Staub zu beseitigen, die mit dem Vorhandensein der linearen prismatischen
Führungen
verbunden waren, die für
die genannten Aktuatoren typisch sind.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird diese Aufgabe durch einen Aktuator mit einem flachen Linearmotor
erreicht, der einen Stator und einen darin beweglichen Schieber
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Schieber die
Verbindungsstange eines ebenen Vierstangengelenks mit zwei Schwenkhebeln
bildet, wobei jeder der genannten Schwenkhebel auf einer Seite auf
dem genannten Stator und auf der anderen Seite auf dem genannten
verbindenden stangenförmigen
Schieber angelenkt ist.
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Der
Linearmotor, der in dem Aktuator gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, kann unterschiedslos vom Impulstyp, vom Gleichstromtyp oder
vom Induktionstyp oder ähnlichem
sein. Man hat herausgefunden, daß der Gleichstrom-Linearmotor aufgrund
seiner einfacheren Konstruktion und aufgrund der größeren Leistung,
die er abgeben kann, unter diesen Bauarten zu bevorzugen ist, wobei
diese Eigenschaften dazu beitragen, einen kompakten Aktuator mit
einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit zu konstruieren.
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Die
Tatsache, daß man
den Schieber des Linearmotors bei der vorliegenden Erfindung in
Form einer Verbindungsstange eines Vierstangengelenks mit zwei Schwenkhebeln
ausgeführt
hat, hat zu der Möglichkeit
geführt,
sowohl die linearen prismatischen Führungen als auch jegliche andere
Art von hin- und hergehendem Kontakt zwischen dem Schieber und dem
Stator zu eliminieren, so daß die
Aufgabe der Abstützung
und der Positionierung des Schiebers ausschließlich den Drehverbindungen
zukommt, die die Kopplungen der Hebel des genannten Vierstangengelenks
charakterisieren. Da Verbindungen dieser Art, die einen hohen Grad
an Zuverlässigkeit
und Präzision
aufweisen, in üblicher
Form auf dem Markt verfügbar
sind, ist es möglich,
eine Bewegung des Schiebers mit dem erforderlichen und konstanten
Magnetspalt zu erhalten, die auch vollständig frei von irgendwelchem
Spiel ist.
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Dadurch,
daß auf
diese Weise sämtlicher Kontakt
zwischen dem Schieber und dem Stator eliminiert worden ist, besteht
nunmehr die Möglichkeit, eines
der grundsätzlichen
Probleme zu lösen,
das bis heute die Verwendung von Linearmotoren begrenzt hat, nämlich das
Problem der Dichtigkeit gegenüber Staub,
so daß dadurch
die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in vollem Umfang erreicht
wird.
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Weitere
Merkmale und Vorteile des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung
werden in jedem Falle anhand der folgenden detaillierten Beschreibung
von einigen bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung deutlicher werden, die im Wege eines Beispiels in
den beigefügten Zeichnungen
erläutert
sind, in denen:
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1 eine
Ansicht von vorn zeigt, mit abgenommenen Teilen, von einer ersten
Ausführungsform des
Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung;
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2 eine
perspektivische Ansicht des Aktuators zeigt, der in 1 dargestellt
ist;
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3 eine
Ansicht von vorn von einer zweiten Ausführungsform des Aktuators mit
einem Linearmotor gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt, der dafür
eingesetzt wird, eine Stange zum Vorlegen von Schußfaden zu
betätigen;
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4 eine
seitliche Ansicht des Aktuators zeigt, der in 3 dargestellt
ist;
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5A, 5B und 5C jeweils
eine perspektivische Ansicht, eine Ansicht von oben und eine Ansicht
von der Seite zeigen, in denen auf schematische Weise eine Anordnung
dargestellt ist, die durch eine Anzahl von Aktuatoren gemäß 3 gebildet
wird, die auf einem einzelnen Träger
zusammengesetzt sind, um eine Vorrichtung zum Vorlegen von Schußfaden zu
bilden;
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6A eine
Ansicht von vorn von einer dritten Ausführungsform des Aktuators mit
einem Linearmotor gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt, der dazu verwendet wird, eine Vorrichtung für die Dreherlitzenbindung
von Kettfäden
zu betätigen;
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6B eine
perspektivische Ansicht der gegenüberliegenden Seite des Aktuators
zeigt, der in 6A dargestellt ist;
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7 eine
seitliche Ansicht einer vierten Ausführungsform des Aktuators mit
einem Linearmotor gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt, der dazu verwendet wird, um das Öffnen und
Schließen
eines einen Schußfaden
tragenden Greifers an der Mitte des Webstuhlfachs zu betätigen;
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8 eine
perspektivische Ansicht einer fünften
Ausführungsform
des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung
zeigt, der dazu verwendet wird, um das Öffnen und Schließen eines
den Schußfaden
tragenden Greifers außerhalb
des Webstuhlfachs zu steuern; und
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9 eine
seitliche Ansicht einer sechsten Ausführungsform des Aktuators mit
einem Linearmotor gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt, der dazu verwendet wird, um eine Vorrichtung zum
Trennen der Schußfäden zu betätigen.
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Der
wesentliche Aufbau des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden
Erfindung ist deutlich in 1 und 2 dargestellt.
Er umfaßt einen
Stator, der durch zwei einander gegenüberstehenden Platten 1 gebildet
ist, von denen jede zumindest eine elektrische Spule 2 beinhaltet,
um das magnetische Feld aufzubauen, um einen Schieber 3 zu betätigen. Um
den inneren Teil des Aktuators deutlicher zu zeigen, ist in 1 und 2 die
obere Platte 1 abgenommen worden, so daß die Spule 2 deutlich
dargestellt ist, die in dieser angeordnet ist. Der Schieber 3 besteht
aus einer ebenen Platte, die mit einem geeigneten Magnetspalt zwischen
den Platten 1 des Stators angeordnet ist und zumindest
ein Paar Permanentmagnete 4 aufweist, die entgegengesetzte
Polaritäten
haben. Die Kraft, die durch den Schieber 3 aufgebracht
wird, und die Richtung der genannten Kraft, können in bekannter Weise dadurch
geregelt werden, daß die
Intensität
und die Richtung des Stroms, der in der Spule 2 fließt, eingestellt
werden.
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In
seinen Bewegungen innerhalb des Stators wird der Schieber 3 durch
zwei Schwenkhebel 5 und 6 in seiner Stellung gehalten,
von denen jeder bei 7 auf einer entsprechenden Öse angelenkt
ist, die an dem Ende des Schiebers 3 ausgebildet ist, und
bei 8 auf dem Grundkörper
des Stators, oder genauer gesagt auf zwei Ansätzen 9, die von jeder
der beiden Platten 1 vorstehen, die den Stator bilden.
In bevorzugter Weise sind die beiden Schwenkhebel 5 und 6 parallel,
und der Abstand zwischen den Drehungsmittelpunkten 7 und 8 ist
für jeden
Schwenkhebel identisch, so daß das
Gestänge,
das durch die Schwenkhebel 5 und 6 und durch den
Schieber 3 gebildet wird, ein ebenes Vierstangengestänge bildet, bei
dem der Schieber 3 als eine Verbindungsstange wirkt. Einer
der beiden Schwenkhebel, nämlich
der, der in den Zeichnungen mit Bezugszeichen 5 bezeichnet
ist, erstreckt sich über
den Gelenkpunkt 7 hinaus, um einen Steuerhebel L zu bilden.
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Als
Folge davon weist der Schieber 3 lediglich einen Freiheitsgrad
auf, der eindeutig festgelegt ist, und der aus einer linearen Bewegung
nach Art einer Pendelschwingung besteht, die in der Ebene des Schiebers
ausgeführt
wird, nämlich
auf einer Ebene, die parallel zu den Ebenen der Platten 1 des
Stators ist. Dadurch, daß Komponenten
mit hoher Qualität gewählt werden,
ohne radiales oder axiales Spiel, um die Gelenke 7 und 8 zu
bilden, ist es auf diese Weise möglich,
einen voreingestellten magnetischen Spalt zwischen dem Schieber 3 und
den Platten 1 des Stators zu erhalten, und den genannten
Spalt unverändert
sowohl in bezug auf die Bewegung des Schiebers 3 als auch
in bezug auf die Zeit zu halten, ohne daß irgendein anderes Einstell-
oder Lagerungssystem für
den Schieber und seine Bewegung benötigt wird.
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Um
die momentane Position des Schiebers 3 zu steuern, wird
ein beliebiger bekannter Typ eines Positonssensors verwendet, der
sich dazu eignet, zu der zentralen Verarbeitungseinheit ein Signal
zu senden, welches der momentanen Position des Schiebers 3 entspricht.
Als Beispiel kann von einem Halleffektsensor Gebrauch gemacht werden,
der zwischen einem der Ansätze 9 und
einem Ansatz 10 positioniert ist, der an dem Schwenkhebel 5 in
bezug auf dessen Schwenkpunkt befestigt ist, oder von einem Drehkodierer,
der unmittelbar durch die Schwenkhebel 5 oder 6 betätigt wird,
oder durch ein flexibles Kabel, das unmittelbar mit dem Schieber 3 verbunden ist,
oder auch von anderen Vorrichtungen, die einem Fachmann auf dem
vorliegenden Gebiet bekannt sind.
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Die
grundlegende Ausführungsform
des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung,
wie sie in 1 und 2 erläutert ist,
kann als solche verwendet werden, um eine große Anzahl von Webvorrichtungen
zu betätigen,
möglicherweise
dadurch, daß dem
Steuerhebel L eine besondere Form gegeben wird, so daß er sich
dafür eignet,
eine Webvorrichtung unmittelbar zu betätigen, oder ansonsten dadurch,
daß eines
der Gelenke 7 unmittelbar mit dem beweglichen Teil einer
solchen Vorrichtung verbunden wird.
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Allerdings
kann der Aktuator nach der vorliegenden Erfindung in solchen Fällen, bei
denen die Betätigung
der entsprechenden Webvorrichtung kompliziertere Bewegungen erfordern
sollte, mit zusätzlichen
Hebeln versehen werden, die dazu geeignet sind, seine Leistungsfähigkeit
zu vergrößern, wie etwa
in der Ausführungsform,
die in 3 bis 5 dargestellt
ist, bei der es sich bei der Webvorrichtung um eine Vorrichtung
zum Vorlegen von Schußfaden
handelt, und bei der Ausführungsform,
die in 6 dargestellt ist, bei der
es sich bei der Vorrichtung um eine Vorrichtung für die Dreherlitzenbindung
von Kettfäden
handelt. Diese Ausführungsformen
werden nachfolgend kurz beschrieben.
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In
der Ausführungsform,
die in 3 bis 5 dargestellt
ist, ist das freie Ende des Steuerhebels L, das einstückig zusammen
mit dem Schwenkhebel 5 ausgebildet ist, über eine
Anlenkung 11 mit einer Stange A zum Vorlegen von Schußfaden verbunden, die
mit einer Öse
als Fadenführung
an ihrem Ende versehen ist. Die Stange A ist darüber hinaus mit einer Verlängerung 12 von
einer der Statorplatten 1 mittels einer drehbaren verschieblichen
Verbindung 13 verbunden.
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Aktuatoren
mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenen
Erfindung können
gemeinsam angeordnet werden, in einer ausreichenden Anzahl, um eine
Vorrichtung zum Vorlegen von Schußfaden zu bilden, dadurch,
daß sie
an einer Tragplatte P befestigt werden, in bevorzugter Weise entlang
eines gekrümmten
Wegs, wie in 5A und 5C dargestellt
ist, so daß die
Enden der Stangen A, wenn sich ihre Fadenführung in einer Arbeitsposition
befindet, in einen relativ begrenzten Bereich fallen.
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In
der dritten Ausführungsform
des Aktuators, die in 6 dargestellt
ist, stehen die Enden mit einer Öse
des Schiebers 3 seitwärts
von dem genannten Schieber vor, und nicht von einer zentralen Position,
wie in den zuvor beschriebenen Ausführungsformen, und die Schwenkhebel 5 und 6 weisen senkrechte
Verlängerungen 14 auf,
die dazu bestimmt sind, mit diesen zwei Kniegelenkhebel zu bilden.
Solche Kniegelenkhebel sind jeweils bei 8 auf den beiden
Ansätzen 9 gelenkig
gelagert, die von den Platten 1 des Stators vorstehen,
und sie steuern mit ihrem freien Ende mit Hilfe von zwei Verbindungsstangen 16 zwei
Litzen tragende Schieber, die einen Teil einer Vorrichtung M für die Dreherlitzenbindung von
Kettfäden
O bilden.
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7 bis 9 erläutern schließlich weitere Beispiele
für die
Verwendung des Aktuators gemäß der vorliegenden
Erfindung. In 7 ist der Steuerhebel L, der
einstückig
mit dem Schwenkhebel 5 ausgebildet ist, geeignet geformt,
so daß er
unmittelbar die Vorrichtung P zum Öffnen und Schließen eines den
Schußfaden
tragenden Greifers betätigt,
in einer zentralen Position des Webstuhlfachs, wo der Austausch
des Kettfadens erfolgt. In 8 umfaßt das freie
Ende des Steuerhebels L ein verbreitertes Querstück T, das dazu bestimmt ist,
eine Vorrichtung zum Öffnen
und Schließen
eines den Schußfaden
tragenden Greifers zu betätigen,
entsprechend dem Totpunkt außerhalb
des Webstuhlfachs. In 9 ist der Steuerhebel L, der
in drei unterschiedlichen Positionen dargestellt ist, wie eine Stange
geformt und wird dazu verwendet, die Schußfäden W zu trennen, bei denen
die Gefahr besteht, daß sie
sich miteinander verfangen, während
sie durch den den Schußfaden tragenden
Greifer erfaßt
werden.
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Die
Verwendungen, die vorstehend beschrieben sind, sollten in jedem
Falle lediglich als Beispiele für
die unterschiedlichen möglichen
Anwendungsfälle
des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung
betrachtet werden. Der genannte Aktuator kann nämlich dazu verwendet werden,
sämtliche
Vorrichtungen in einer Webmaschine zu betätigen, die durch intermittierende
und hin- und hergehende Bewegungen von begrenzter Amplitude, niedriger
Antriebskraft und hoher Frequenz gekennzeichnet sind. Eine weitere
und besonders interessante Verwendung des Aktuators gemäß der vorliegenden
Erfindung besteht beispielsweise darin, die Bewegung von einem oder
von beiden Schneidelementen von einer Vorrichtung zum Schneiden
von Schußfaden
zu steuern.
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Anhand
der vorstehenden Beschreibung ist klar und deutlich ersichtlich,
wie der Aktuator mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung die
angestrebten Aufgaben voll und ganz erreicht hat. Es ist in der
Tat bereits erwähnt
worden, wie es möglich
ist, mit dem genannten Aktuator jeglichen Schiebekontakt des Schiebers 3 zu
vermeiden und dadurch zwangsläufig
das Problem der Dichtigkeit gegenüber Staub für den Motor selbst zu lösen. Es
wird damit auch deutlich, daß die
Struktur des genannten Motors besonders einfach ist und sich aus
diesem Grunde dazu eignet, nach Belieben miniaturisiert zu werden,
ohne daß besonders
hohe Kosten auftreten. Die Einfachheit der genannten Struktur ermöglicht es,
den genannten Aktuator in einfachster Weise dazu zu verwenden, um
irgendeine der Vorrichtungen zu betätigen, die in einer Webmaschine
angebracht sind, unter der Voraussetzung, daß er den bereits im einleitenden
Teil genannten Anforderungen entspricht, wie es aus der Beschreibung
der unterschiedlichen Ausführungsformen,
die in den Zeichnungen erläutert
sind, ganz offensichtlich der Fall ist.
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Es
versteht sich in jedem Falle, daß der Bereich der vorliegenden
Erfindung nicht auf die Ausführungsformen
beschränkt
ist, die vorstehend beschrieben sind, sondern jegliche anderen Varianten einschließt, innerhalb
der Reichweite eines Fachmanns auf dem vorliegenden Gebiet der Technik,
die innerhalb des Umfangs der Erfindung fallen, wie er in den folgenden
Ansprüchen
angegeben ist.