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DE60025770T2 - Betätiger mit Linearmotor, insbesondere für Webmaschinen - Google Patents

Betätiger mit Linearmotor, insbesondere für Webmaschinen Download PDF

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DE60025770T2
DE60025770T2 DE60025770T DE60025770T DE60025770T2 DE 60025770 T2 DE60025770 T2 DE 60025770T2 DE 60025770 T DE60025770 T DE 60025770T DE 60025770 T DE60025770 T DE 60025770T DE 60025770 T2 DE60025770 T2 DE 60025770T2
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Corrado Volpi
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
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Description

  • Die vorliegende Beschreibung bezieht sich auf einen Aktuator mit einem Linearmotor, und sie bezieht sich insbesondere auf einen Aktuator dieser Bauart, der eine solche Konfiguration aufweist, daß er leicht miniaturisiert werden kann, und dazu verwendet werden kann, um unterschiedliche Vorrichtungen anzutreiben, die eine hin- und hergehende Bewegung aufweisen und auf einem Webstuhl angebracht sind.
  • Wie für Techniker auf dem vorliegenden Gebiet bekannt ist, ist es im Bereich der Konstruktion von Webmaschinen mehr und mehr häufig und üblich geworden, Aktuatoren zu verwenden, die durch eine zentrale Verarbeitungseinheit elektronisch gesteuert sind, um die große Anzahl von Vorrichtungen mit einer hin- und hergehenden oder intermittierenden Bewegung zu betreiben, die auf derartigen Maschinen angebracht sind; dieses System ersetzt die frühere mechanische Technologie, die für einen einzigen zentralen Motor vorgesehen war, der über geeignete Hebelantriebe die Bewegung der einzelnen Vorrichtungen erzeugte.
  • Die vorstehend genannte Lösung bringt unterschiedliche offensichtliche Vorteile mit sich, soweit der allgemeine Aufbau der Maschine vereinfacht wird, wobei sie allerdings vor allem in wesentlich einfacherer Weise die Möglichkeit schafft, das Bewegungsgesetz der genannten Vorrichtungen zu optimieren, die alle durch begrenzte Hübe, geringe mechanische Leistungen, vermindertes oder sogar fehlendes Spiel, und durch große Präzision der Bewegung in Synchronizität mit der Hauptbewegung des Webstuhls gekennzeichnet sind. Es ist in der Tat dieses letztgenannte Merkmal, welches aufgrund der zunehmend höheren Arbeitsgeschwindigkeiten von Webstühlen in der heutigen Zeit ein kritischer Punkt geworden ist; tatsächlich sind nämlich die zeitlichen Bereiche, innerhalb derer die Vorrichtungen arbeiten müssen, kürzer und kürzer geworden, so daß aus diesem Grunde die Notwendigkeit besteht, daß die Antwort- bzw. Ansprechzeiten derartiger Vorrichtungen sehr kurz werden. Dies erfordert, daß die Trägheit der bewegbaren Teile dieser Vorrichtungen, und insbesondere auch die der Aktuatoren, die sie antreiben, besonders niedrig ist. Die Aktuatoren müssen ebenfalls in geeigneter Weise miniaturisiert werden, so daß die Möglichkeit besteht, diese nahe an den Vorrichtungen einzusetzen, die sie antreiben sollen, ohne daß die normalen Webvorgänge beeinträchtigt werden.
  • Die Aktuatoren von bekannter Bauart, die gegenwärtig für die vorstehend genannten Zwecke eingesetzt werden, können in zwei Kategorien klassifiziert werden, entsprechend der Bauart des Motors, drehend oder linear, der verwendet wird, wobei jede Kategorie die Vor- oder Nachteile aufweist, die mehr im einzelnen nachfolgend erläutert werden sollen.
  • Die Aktuatoren mit einem rotierenden Motor, in der Bauart mit Gleichstromantrieb, als Schrittmotor oder vom bürstenlosen Typ, bieten alle die wesentlichen Vorteile, daß sie in einer radialen Richtung sehr kompakt sind, daß sie mit jedem mechanischen System entsprechend den seit langem etablierten kommerziellen Standards leicht zu verbinden sind, und daß sie – was in einer Webumgebung, die durch große Mengen von Staub gekennzeichnet ist, eine große Bedeutung besitzt – in der Lage sind, auch unter ungünstigen Umgebungsbedingungen ordnungsgemäß zu arbeiten, was der Tatsache zu verdanken ist, daß sie ohne weiteres abgedichtet werden können, entsprechend der drehenden Abdichtung zwischen dem feststehenden und dem rotierenden Teil.
  • Auf der anderen Seite sind solche Motoren selten dazu geeignet, in zufriedenstellender Weise ein Ganzes mit der Vorrichtung zu bilden, mit der sie zusammenwirken sollen, wodurch auf diese Weise die Vorrichtung unnötig verkompliziert wird, die als solche dazu bestimmt ist; lediglich lineare Bewegungen mit kleiner Amplitude auszuführen, und wodurch ihre Leistungsfähigkeit begrenzt wird, soweit die Schnelligkeit des Ansprechens betroffen ist.
  • Im Gegensatz dazu bringen die Aktuatoren mit einem Linearmotor, sei es in der Bauart eines Schrittmotors oder eines Gleichstrommotors, obwohl sie ohne weiteres in der Lage sind, ein Ganzes mit den vorgenannten Vorrichtungen zu bilden, ohne ihre reduzierte Trägheit zu verschlechtern, und während ausgezeichnete Leistungen im Hinblick auf die Schnelligkeit des Ansprechens erzielt werden, immer noch ernsthafte Nachteile aus einem mechanischen Blickwinkel mit sich. Um nämlich eine ausreichend kompakte Struktur des Aktuators zu erhalten, zumindest in der Bewegungsebene seines Schiebers, war es bis heute unerläßlich, beispielsweise im Gebiet der Strickwarenherstellung Linearmotoren zu verwenden, deren beweglicher Teil entlang von linearen Führungen verschieblich ist.
  • Beispiele für lineare Aktuatoren gemäß diesem Stand der Technik sind in der JP 56068260 beschrieben, soweit ein zylindrischer Motor betroffen ist, und in der US 5701039 , soweit ein flacher Motor betroffen ist. In beiden Fällen sind die Schieber in ihrer Bewegung entlang linearer Führungen geführt. In jedem Falle zwingt das Vorhandensein von solchen linearen Führungen, die normalerweise eine prismatische Form aufweisen, aufgrund von offensichtlichen Anforderungen nach Parallelität und Linearität zur Ausführung von spanabhebenden Bearbeitungen mit hoher Präzision, die dazu geeignet sind, die Herstellungskosten des Aktuators sehr hoch werden zu lassen, in einem Maße, welches um so größer wird, je weiter die Mineaturisierung des genannten Aktuators voranschreitet. Darüber hinaus ist der Aktuator mit einem Linearmotor auf linearen Führungen besonderes empfindlich, soweit Beschädigungen betroffen sind, die durch Staub hervorgerufen werden, der in der vorhandenen Umgebung erzeugt wird; aus diesem Grunde sollte besondere Sorgfalt darauf verwendet werden, eine Dichtung für die lineare Verbindung zwischen seinem beweglichen Teil und seinem feststehenden Teil herzustellen, in einem steigenden Maße entsprechend dem Grad an Genauigkeit der genannten Verbindung, um jeden möglichen Zutritt von Fremdpartikeln zwischen die Oberflächen, die sich in einem relativ zueinander verschieblichen Kontakt befinden, zu verhindern. Da der Grad an Genauigkeit der genannten Verbindungen normalerweise sehr hoch ist, in Anbetracht des unbedingten Erfordernisses, jegliches mögliche Spiel der gesteuerten Vorrichtung auf ein Minimum zu reduzieren, ist das Problem der Herstellung einer geeigneten Dichtung für die genannte lineare Verbindung nicht ohne weiteres zu lösen und bringt in jedem Falle eine weitere beträchtliche Steigerung der Kosten mit sich.
  • Aus der vorstehenden Beschreibung des Stands der Technik wird daher offensichtlich, daß sämliche bekannten Bauarten von Aktuatoren im gegenwärtigen Zustand des Wissens solche Nachteile aufweisen, daß ihre Verwendung für die Betätigung von Vorrichtungen, die auf Webmaschinen angebracht sind, und insbesondere auf Webstühlen, sehr stark eingeschränkt wird, wobei diese Vorrichtungen gekennzeichnet sind durch: hin- und hergehende Bewegungen mit kleiner Amplitude und hoher Frequenz; ein kompliziertes Bewegungsgesetz, einschließlich Schritte mit einem Stillstand und einer strengen Befolgung der Betätigungszeiten in Synchronisität mit der Hauptbewegung des Webstuhls; niedrigen Stromverbrauch; stark reduziertes oder sogar kein Spiel.
  • Tatsächlich ist es nämlich so, daß im Falle von Vorrichtungen mit rotierenden Aktuatoren die gesamte, auf eine Achse reduzierte Trägheit so ist, daß eine zufriedenstellende Einstellung der Vorrichtung auf das vorstehend genannte hin- und hergehende Bewegungsgesetz über ein eingestelltes Niveau einer Arbeitsfrequenz des Webstuhls hinaus nicht möglich ist; während im Falle von Vorrichtungen mit linearen Aktuatoren die Kosten des Systems von linearen Führungen und der Systeme, um diese vor Staub zu schützen, es unmöglich machen, den genannten Typ von Aktuator soeben über einen geringen Grad an Genauigkeit und Miniaturisierung hinaus anzuwenden, so daß seine Verwendung auf diese Weise erheblich eingeschränkt wird.
  • Als Folge davon besteht auf dem Gebiet von Webmaschinen ein als erheblich empfundenes Bedürfnis, über einen Aktuator zu verfügen, der über die notwendigen Voraussetzungen verfügt, um seine erfolgreiche Anwendung auf die Steuervorrichtungen einer Webmaschine des vorstehend genannten Typs zu ermöglichen, nämlich einen Aktuator, der durch eine geringe Trägheit und somit durch eine hohe Geschwindigkeit des Ansprechens gekennzeichnet ist, durch niedrige Kosten auch bei einem hohen Maße an Miniaturisierung, dadurch, daß er durch Staub nicht beeinträchtigt wird, durch eine Struktur, die leicht zu miniaturisieren ist, und durch die Abwesenheit von Fehlausrichtungen.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, einen Aktuator dieses Typs bereitzustellen – ausgehend von dem Gebiet von Aktuatoren mit einem Linearmotor, die sich von ihrem Potential her dazu eignen, auf einfachere und wirkungsvollere Weise mit einem beliebigen Typ einer Vorrichtung, die eine hin- und hergehende und intermittierende Bewegung aufweist, ein Ganzes zu bilden –, der dazu bestimmt ist, die Probleme der Konstruktion und der Dichtigkeit gegenüber Staub zu beseitigen, die mit dem Vorhandensein der linearen prismatischen Führungen verbunden waren, die für die genannten Aktuatoren typisch sind.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe durch einen Aktuator mit einem flachen Linearmotor erreicht, der einen Stator und einen darin beweglichen Schieber aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Schieber die Verbindungsstange eines ebenen Vierstangengelenks mit zwei Schwenkhebeln bildet, wobei jeder der genannten Schwenkhebel auf einer Seite auf dem genannten Stator und auf der anderen Seite auf dem genannten verbindenden stangenförmigen Schieber angelenkt ist.
  • Der Linearmotor, der in dem Aktuator gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann unterschiedslos vom Impulstyp, vom Gleichstromtyp oder vom Induktionstyp oder ähnlichem sein. Man hat herausgefunden, daß der Gleichstrom-Linearmotor aufgrund seiner einfacheren Konstruktion und aufgrund der größeren Leistung, die er abgeben kann, unter diesen Bauarten zu bevorzugen ist, wobei diese Eigenschaften dazu beitragen, einen kompakten Aktuator mit einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit zu konstruieren.
  • Die Tatsache, daß man den Schieber des Linearmotors bei der vorliegenden Erfindung in Form einer Verbindungsstange eines Vierstangengelenks mit zwei Schwenkhebeln ausgeführt hat, hat zu der Möglichkeit geführt, sowohl die linearen prismatischen Führungen als auch jegliche andere Art von hin- und hergehendem Kontakt zwischen dem Schieber und dem Stator zu eliminieren, so daß die Aufgabe der Abstützung und der Positionierung des Schiebers ausschließlich den Drehverbindungen zukommt, die die Kopplungen der Hebel des genannten Vierstangengelenks charakterisieren. Da Verbindungen dieser Art, die einen hohen Grad an Zuverlässigkeit und Präzision aufweisen, in üblicher Form auf dem Markt verfügbar sind, ist es möglich, eine Bewegung des Schiebers mit dem erforderlichen und konstanten Magnetspalt zu erhalten, die auch vollständig frei von irgendwelchem Spiel ist.
  • Dadurch, daß auf diese Weise sämtlicher Kontakt zwischen dem Schieber und dem Stator eliminiert worden ist, besteht nunmehr die Möglichkeit, eines der grundsätzlichen Probleme zu lösen, das bis heute die Verwendung von Linearmotoren begrenzt hat, nämlich das Problem der Dichtigkeit gegenüber Staub, so daß dadurch die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in vollem Umfang erreicht wird.
  • Weitere Merkmale und Vorteile des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung werden in jedem Falle anhand der folgenden detaillierten Beschreibung von einigen bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung deutlicher werden, die im Wege eines Beispiels in den beigefügten Zeichnungen erläutert sind, in denen:
  • 1 eine Ansicht von vorn zeigt, mit abgenommenen Teilen, von einer ersten Ausführungsform des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • 2 eine perspektivische Ansicht des Aktuators zeigt, der in 1 dargestellt ist;
  • 3 eine Ansicht von vorn von einer zweiten Ausführungsform des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, der dafür eingesetzt wird, eine Stange zum Vorlegen von Schußfaden zu betätigen;
  • 4 eine seitliche Ansicht des Aktuators zeigt, der in 3 dargestellt ist;
  • 5A, 5B und 5C jeweils eine perspektivische Ansicht, eine Ansicht von oben und eine Ansicht von der Seite zeigen, in denen auf schematische Weise eine Anordnung dargestellt ist, die durch eine Anzahl von Aktuatoren gemäß 3 gebildet wird, die auf einem einzelnen Träger zusammengesetzt sind, um eine Vorrichtung zum Vorlegen von Schußfaden zu bilden;
  • 6A eine Ansicht von vorn von einer dritten Ausführungsform des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, der dazu verwendet wird, eine Vorrichtung für die Dreherlitzenbindung von Kettfäden zu betätigen;
  • 6B eine perspektivische Ansicht der gegenüberliegenden Seite des Aktuators zeigt, der in 6A dargestellt ist;
  • 7 eine seitliche Ansicht einer vierten Ausführungsform des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, der dazu verwendet wird, um das Öffnen und Schließen eines einen Schußfaden tragenden Greifers an der Mitte des Webstuhlfachs zu betätigen;
  • 8 eine perspektivische Ansicht einer fünften Ausführungsform des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, der dazu verwendet wird, um das Öffnen und Schließen eines den Schußfaden tragenden Greifers außerhalb des Webstuhlfachs zu steuern; und
  • 9 eine seitliche Ansicht einer sechsten Ausführungsform des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, der dazu verwendet wird, um eine Vorrichtung zum Trennen der Schußfäden zu betätigen.
  • Der wesentliche Aufbau des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung ist deutlich in 1 und 2 dargestellt. Er umfaßt einen Stator, der durch zwei einander gegenüberstehenden Platten 1 gebildet ist, von denen jede zumindest eine elektrische Spule 2 beinhaltet, um das magnetische Feld aufzubauen, um einen Schieber 3 zu betätigen. Um den inneren Teil des Aktuators deutlicher zu zeigen, ist in 1 und 2 die obere Platte 1 abgenommen worden, so daß die Spule 2 deutlich dargestellt ist, die in dieser angeordnet ist. Der Schieber 3 besteht aus einer ebenen Platte, die mit einem geeigneten Magnetspalt zwischen den Platten 1 des Stators angeordnet ist und zumindest ein Paar Permanentmagnete 4 aufweist, die entgegengesetzte Polaritäten haben. Die Kraft, die durch den Schieber 3 aufgebracht wird, und die Richtung der genannten Kraft, können in bekannter Weise dadurch geregelt werden, daß die Intensität und die Richtung des Stroms, der in der Spule 2 fließt, eingestellt werden.
  • In seinen Bewegungen innerhalb des Stators wird der Schieber 3 durch zwei Schwenkhebel 5 und 6 in seiner Stellung gehalten, von denen jeder bei 7 auf einer entsprechenden Öse angelenkt ist, die an dem Ende des Schiebers 3 ausgebildet ist, und bei 8 auf dem Grundkörper des Stators, oder genauer gesagt auf zwei Ansätzen 9, die von jeder der beiden Platten 1 vorstehen, die den Stator bilden. In bevorzugter Weise sind die beiden Schwenkhebel 5 und 6 parallel, und der Abstand zwischen den Drehungsmittelpunkten 7 und 8 ist für jeden Schwenkhebel identisch, so daß das Gestänge, das durch die Schwenkhebel 5 und 6 und durch den Schieber 3 gebildet wird, ein ebenes Vierstangengestänge bildet, bei dem der Schieber 3 als eine Verbindungsstange wirkt. Einer der beiden Schwenkhebel, nämlich der, der in den Zeichnungen mit Bezugszeichen 5 bezeichnet ist, erstreckt sich über den Gelenkpunkt 7 hinaus, um einen Steuerhebel L zu bilden.
  • Als Folge davon weist der Schieber 3 lediglich einen Freiheitsgrad auf, der eindeutig festgelegt ist, und der aus einer linearen Bewegung nach Art einer Pendelschwingung besteht, die in der Ebene des Schiebers ausgeführt wird, nämlich auf einer Ebene, die parallel zu den Ebenen der Platten 1 des Stators ist. Dadurch, daß Komponenten mit hoher Qualität gewählt werden, ohne radiales oder axiales Spiel, um die Gelenke 7 und 8 zu bilden, ist es auf diese Weise möglich, einen voreingestellten magnetischen Spalt zwischen dem Schieber 3 und den Platten 1 des Stators zu erhalten, und den genannten Spalt unverändert sowohl in bezug auf die Bewegung des Schiebers 3 als auch in bezug auf die Zeit zu halten, ohne daß irgendein anderes Einstell- oder Lagerungssystem für den Schieber und seine Bewegung benötigt wird.
  • Um die momentane Position des Schiebers 3 zu steuern, wird ein beliebiger bekannter Typ eines Positonssensors verwendet, der sich dazu eignet, zu der zentralen Verarbeitungseinheit ein Signal zu senden, welches der momentanen Position des Schiebers 3 entspricht. Als Beispiel kann von einem Halleffektsensor Gebrauch gemacht werden, der zwischen einem der Ansätze 9 und einem Ansatz 10 positioniert ist, der an dem Schwenkhebel 5 in bezug auf dessen Schwenkpunkt befestigt ist, oder von einem Drehkodierer, der unmittelbar durch die Schwenkhebel 5 oder 6 betätigt wird, oder durch ein flexibles Kabel, das unmittelbar mit dem Schieber 3 verbunden ist, oder auch von anderen Vorrichtungen, die einem Fachmann auf dem vorliegenden Gebiet bekannt sind.
  • Die grundlegende Ausführungsform des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung, wie sie in 1 und 2 erläutert ist, kann als solche verwendet werden, um eine große Anzahl von Webvorrichtungen zu betätigen, möglicherweise dadurch, daß dem Steuerhebel L eine besondere Form gegeben wird, so daß er sich dafür eignet, eine Webvorrichtung unmittelbar zu betätigen, oder ansonsten dadurch, daß eines der Gelenke 7 unmittelbar mit dem beweglichen Teil einer solchen Vorrichtung verbunden wird.
  • Allerdings kann der Aktuator nach der vorliegenden Erfindung in solchen Fällen, bei denen die Betätigung der entsprechenden Webvorrichtung kompliziertere Bewegungen erfordern sollte, mit zusätzlichen Hebeln versehen werden, die dazu geeignet sind, seine Leistungsfähigkeit zu vergrößern, wie etwa in der Ausführungsform, die in 3 bis 5 dargestellt ist, bei der es sich bei der Webvorrichtung um eine Vorrichtung zum Vorlegen von Schußfaden handelt, und bei der Ausführungsform, die in 6 dargestellt ist, bei der es sich bei der Vorrichtung um eine Vorrichtung für die Dreherlitzenbindung von Kettfäden handelt. Diese Ausführungsformen werden nachfolgend kurz beschrieben.
  • In der Ausführungsform, die in 3 bis 5 dargestellt ist, ist das freie Ende des Steuerhebels L, das einstückig zusammen mit dem Schwenkhebel 5 ausgebildet ist, über eine Anlenkung 11 mit einer Stange A zum Vorlegen von Schußfaden verbunden, die mit einer Öse als Fadenführung an ihrem Ende versehen ist. Die Stange A ist darüber hinaus mit einer Verlängerung 12 von einer der Statorplatten 1 mittels einer drehbaren verschieblichen Verbindung 13 verbunden.
  • Aktuatoren mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenen Erfindung können gemeinsam angeordnet werden, in einer ausreichenden Anzahl, um eine Vorrichtung zum Vorlegen von Schußfaden zu bilden, dadurch, daß sie an einer Tragplatte P befestigt werden, in bevorzugter Weise entlang eines gekrümmten Wegs, wie in 5A und 5C dargestellt ist, so daß die Enden der Stangen A, wenn sich ihre Fadenführung in einer Arbeitsposition befindet, in einen relativ begrenzten Bereich fallen.
  • In der dritten Ausführungsform des Aktuators, die in 6 dargestellt ist, stehen die Enden mit einer Öse des Schiebers 3 seitwärts von dem genannten Schieber vor, und nicht von einer zentralen Position, wie in den zuvor beschriebenen Ausführungsformen, und die Schwenkhebel 5 und 6 weisen senkrechte Verlängerungen 14 auf, die dazu bestimmt sind, mit diesen zwei Kniegelenkhebel zu bilden. Solche Kniegelenkhebel sind jeweils bei 8 auf den beiden Ansätzen 9 gelenkig gelagert, die von den Platten 1 des Stators vorstehen, und sie steuern mit ihrem freien Ende mit Hilfe von zwei Verbindungsstangen 16 zwei Litzen tragende Schieber, die einen Teil einer Vorrichtung M für die Dreherlitzenbindung von Kettfäden O bilden.
  • 7 bis 9 erläutern schließlich weitere Beispiele für die Verwendung des Aktuators gemäß der vorliegenden Erfindung. In 7 ist der Steuerhebel L, der einstückig mit dem Schwenkhebel 5 ausgebildet ist, geeignet geformt, so daß er unmittelbar die Vorrichtung P zum Öffnen und Schließen eines den Schußfaden tragenden Greifers betätigt, in einer zentralen Position des Webstuhlfachs, wo der Austausch des Kettfadens erfolgt. In 8 umfaßt das freie Ende des Steuerhebels L ein verbreitertes Querstück T, das dazu bestimmt ist, eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen eines den Schußfaden tragenden Greifers zu betätigen, entsprechend dem Totpunkt außerhalb des Webstuhlfachs. In 9 ist der Steuerhebel L, der in drei unterschiedlichen Positionen dargestellt ist, wie eine Stange geformt und wird dazu verwendet, die Schußfäden W zu trennen, bei denen die Gefahr besteht, daß sie sich miteinander verfangen, während sie durch den den Schußfaden tragenden Greifer erfaßt werden.
  • Die Verwendungen, die vorstehend beschrieben sind, sollten in jedem Falle lediglich als Beispiele für die unterschiedlichen möglichen Anwendungsfälle des Aktuators mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung betrachtet werden. Der genannte Aktuator kann nämlich dazu verwendet werden, sämtliche Vorrichtungen in einer Webmaschine zu betätigen, die durch intermittierende und hin- und hergehende Bewegungen von begrenzter Amplitude, niedriger Antriebskraft und hoher Frequenz gekennzeichnet sind. Eine weitere und besonders interessante Verwendung des Aktuators gemäß der vorliegenden Erfindung besteht beispielsweise darin, die Bewegung von einem oder von beiden Schneidelementen von einer Vorrichtung zum Schneiden von Schußfaden zu steuern.
  • Anhand der vorstehenden Beschreibung ist klar und deutlich ersichtlich, wie der Aktuator mit einem Linearmotor gemäß der vorliegenden Erfindung die angestrebten Aufgaben voll und ganz erreicht hat. Es ist in der Tat bereits erwähnt worden, wie es möglich ist, mit dem genannten Aktuator jeglichen Schiebekontakt des Schiebers 3 zu vermeiden und dadurch zwangsläufig das Problem der Dichtigkeit gegenüber Staub für den Motor selbst zu lösen. Es wird damit auch deutlich, daß die Struktur des genannten Motors besonders einfach ist und sich aus diesem Grunde dazu eignet, nach Belieben miniaturisiert zu werden, ohne daß besonders hohe Kosten auftreten. Die Einfachheit der genannten Struktur ermöglicht es, den genannten Aktuator in einfachster Weise dazu zu verwenden, um irgendeine der Vorrichtungen zu betätigen, die in einer Webmaschine angebracht sind, unter der Voraussetzung, daß er den bereits im einleitenden Teil genannten Anforderungen entspricht, wie es aus der Beschreibung der unterschiedlichen Ausführungsformen, die in den Zeichnungen erläutert sind, ganz offensichtlich der Fall ist.
  • Es versteht sich in jedem Falle, daß der Bereich der vorliegenden Erfindung nicht auf die Ausführungsformen beschränkt ist, die vorstehend beschrieben sind, sondern jegliche anderen Varianten einschließt, innerhalb der Reichweite eines Fachmanns auf dem vorliegenden Gebiet der Technik, die innerhalb des Umfangs der Erfindung fallen, wie er in den folgenden Ansprüchen angegeben ist.

Claims (15)

  1. Aktuator mit einem flachen Linearmotor, der einen Stator und einen darin beweglichen Schieber aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Schieber (3) die Verbindungsstange eines flachen Vierstangengelenks mit zwei Schwenkhebeln (5, 6) bildet, wobei jeder der genannten Schwenkhebel auf einer Seite (bei 8) auf dem genannten Stator und auf der anderen Seite (bei 7) auf dem genannten verbindenden stangenförmigen Schieber (3) angelenkt ist.
  2. Aktuator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Linearmotor vom Impuls-, Gleichstrom- oder Induktionstyp ist.
  3. Aktuator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Linearmotor vom Gleichstromtyp ist und einen Stator aufweist, der durch zwei einander gegenüberstehende Platten (1) gebildet ist, von denen jede zumindest eine elektrische Spule (2) aufnimmt, und einen Schieber (3), der aus einer ebenen Platte besteht, der mit einem zwischenliegenden magnetischen Spalt zwischen den Platten (1) des Stators angeordnet ist und zumindest zwei Permanentmagneten (4) enthält, die entgegengesetzte Polaritäten aufweisen.
  4. Aktuator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er ein Mittel enthält, um die Intensität und Richtung des Stroms, der in der genannten Spule (2) fließt, einzustellen, um auf diese Weise die Kraft, die durch den Schieber (3) ausgeübt wird, und die Richtung der genannten Kraft einzustellen.
  5. Aktuator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß er ein Mittel zum Erfassen der Position aufweist, um die Position des genannten Schiebers (3) zu kontrollieren.
  6. Aktuator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte Erfassungsmittel aus einem Halleffektsensor entsteht, der zwischen einer Platte (1) des Stators und einem Vorsprung (10), der an dem Schwenkpunkt von einem (5) der genannten Schwenkhebel (5, 6) befestigt ist, angeordnet ist.
  7. Aktuator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte Erfassungsmittel aus einem Drehkodierer besteht, der an dem Schwenkpunkt von einem der genannten Schwenkhebel (5, 6) befestigt ist.
  8. Aktuator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte Erfassungsmittel aus einem Drehkodierer besteht, der durch ein flexibles Kabel, das an dem genannten Schieber (3) befestigt ist, gesteuert wird.
  9. Aktuator nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einer der genannten Schwenkhebel (5, 6) ferner eine Verlängerung in Form eines Hebels (L) aufweist, über den Anlenkpunkt (7) an dem genannten Schieber (3) hinaus und der dazu bestimmt ist, eine Webvorrichtung zu steuern.
  10. Aktuator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stange (A) an dem Ende der genannten Verlängerung, die den Hebel (L) bildet, angelenkt ist, wobei die genannte Stange in einem Schiebegelenkstück (13) frei verschieblich ist, das an dem Stator befestigt ist, wobei das freie Ende der genannten Stange (A) eine Öse als Garnführung für einen Schußfaden aufweist.
  11. Aktuator nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß er in einer bogenförmigen Anordnung einer Anzahl von ähnlichen Aktuatoren zugeordnet ist, so daß eine Vorrichtung zur Vorlage eines Schußfadens gebildet ist.
  12. Aktuator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden genannten Schwenkhebel (5, 6) senkrechte Verlängerungen (14) aufweisen, die dazu bestimmt sind, zwei Kniegelenkhebel zu bilden, wobei auf deren Enden zwei entsprechende Verbindungsstangen (16) schwenkbar angelenkt sind, die dazu bestimmt sind, die Litzentragschieber von einer Vorrichtung (M) für die Dreherlitzenbindung von Schußfäden (O) zu betätigen.
  13. Aktuator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Verlängerung, die den Hebel (L) bildet, dazu bestimmt ist, unmittelbar die Vorrichtung (T) zum Öffnen und Schließen eines den Schußfaden tragenden Greifers zu betätigen.
  14. Aktuator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Verlängerung, die den Hebel (L) bildet, als eine Vorrichtung zum Trennen von Schußfäden dient.
  15. Aktuator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Verlängerung, die den Hebel (L) bildet, dazu bestimmt ist, unmittelbar die Bewegung von einem oder beiden der Schneidteile einer Vorrichtung zum Schneiden von Schußfäden zu steuern.
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