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Hintergrund der Erfindung
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Die
Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf Formulierungen von Wirkstoffen,
insbesondere Wirkstoffen mit niedriger Löslichkeit, und ganz besonders
auf Verfahren zur Herstellung von Formulierungen derartiger Wirkstoffe
zur Erhöhung
von deren Lösungsgeschwindigkeit.
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Die
Bioverfügbarkeit
eines Wirkstoffes kann durch eine schlechte Löslichkeit des Wirkstoffes in
den wäßrigen Körperflüssigkeiten
nach der Verabreichung limitiert sein. Dieser Geschwindigkeits-limitierende Schritt
kann daher für
das schnelle Erreichen therapeutisch wirksamer Wirkstoffniveaus
kritisch sein.
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Traditionelle
Ansätze
der parenteralen Verabreichung schlecht löslicher Wirkstoffe beinhalten
die Verwendung großer
Volumina wäßriger Verdünnungsmittel,
Mittel zur Verbesserung der Löslichkeit,
Detergentien, nicht-wäßrige Lösungsmittel,
oder Lösungen
von nicht-physiologischem pH. Diese Formulierungen können jedoch
die systemische Toxizität
der Wirkstoffzusammensetzung erhöhen
oder Körpergewebe
am Ort der Verabreichung schädigen.
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Beispielsweise
ist Paclitaxel ein natürliches
Produkt, für
das gezeigt wurde, daß es
cytotoxische und Antitumoraktivität aufweist. Während es
eine unzweideutige Reputation eines gewaltigen therapeutischen Potentials
hat, leidet Paclitaxel als therapeutisches Mittel an einigen Patienten-bezogenen
Nachteilen. Diese rühren
teilweise von dessen extrem niedriger Wasserlöslichkeit her, die es schwierig
macht, eine geeignete Verabreichungsform bereitzustellen. Aufgrund
der schlechten Wasserlöslichkeit
von Paclitaxel besteht die derzeit zugelassene (US FDA) klinische
Formulierung aus einer 6 mg/ml-Lösung
von Paclitaxel in 50% polyoxyethyliertem Castoröl (CREMOPHOR ELTM)
und 50% dehydratisiertem Alkohol, Am. J. Hosp. Pharm., 48: 1520–24 (1991).
In manchen Fällen
treten ernste Reaktionen einschließlich Hypersensitivität im Zusammenhang
mit CREMOPHORTM, welches im Zusammenhang
mit Paclitaxel verabreicht wird, um dessen niedrige Wasserlöslichkeit
zu kompensieren, auf. Als Ergebnis des Auftretens von Hypersensitivitätsreaktionen
gegenüber
den kommerziellen Paclitaxel-Formulierungen
und der potentiellen Präzipitation
von Paclitaxel im Blut muß die
Formulierung über
mehrere Stunden durch Infusion verabreicht werden. Zudem müssen die
Patienten vor der Infusion mit Steroiden und Antihistaminen vorbehandelt
werden. In Anbetracht der Hypersensitivität gegenüber CREMOPHORTM,
der zunehmenden Anerkennung von Paclitaxel als vielversprechendes
Antineoplastikum und der geringen Attraktivität einer Infusion von Paclitaxel über mehrere
Stunden, besteht nach wie vor ein Bedarf an der Entwicklung verbesserter
Formulierungen für
Paclitaxel, die als Bolus-Injektionen verabreicht werden können. Gleichermaßen wäre es vorteilhaft
Docetaxel mittels Bolus-Injektion zu verabreichen anstatt durch
Auflösen
des Wirkstoffes in 100% Polysorbat 80, gefolgt von Infusion, wie
es derzeit üblich
ist.
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Andere
Ansätze
der parenteralen Verabreichung schlecht löslicher Wirkstoffe konzentrierten
sich auf die physikalische Form des Wirkstoffes selber. Da die Auflösungsgeschwindigkeit
eines Wirkstoffpartikels in direktem Zusammenhang steht mit dessen
Oberfläche,
die verfügbar
ist, um mit dem wäßrigen Medium
am Ort der Verabreichung oder dem Ort der Absorption in Wechselwirkung
zu treten, wurden Verfahren entwickelt, Wirkstoffe in nanopartikulärer Form
bereitzustellen, um so die die Oberfläche des Wirkstoffes zu maximieren, wie
beispielsweise im
US-Patent Nr.
5,534,270 an De Castro und
US-Patent
Nr. 5,587,143 an Wong, beschrieben.
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Es
kann jedoch schwierig sein, Nanopartikel herzustellen und in einer
stabilen Form zu halten, aufgrund der Tendenz der Nanopartikel auszuflocken
oder zu Agglomerieren, insbesondere in Abwesenheit von Oberflächenmodifizierungsmitteln,
die auf die Partikel adsorbiert oder durch die die Partikel beschichtet
sind. Überdies
können
Techniken des Zermahlens oder nassen Zerreibens, die typischerweise
zur Nanomerisierung verwendet werden, unvorteilhaft sein, da es
mehrere Tage erfordern kann, eine einzige Charge zu prozessieren
und das Hochskalieren des Prozesses zum Zermahlen oder Verreiben
schwierig und/oder teuer sein kann, das Verfahren kann schwierig
sein aseptisch durchzuführen
und es ist schwierig, eine Abgabe des Zermahlungsmediums in das
Produkt zu verhindern.
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Andere
auf die Erhöhung
der Auflösungsgeschwindigkeit
gerichtete Anstrengungen bezogen sich auf die Bereitstellung des
Wirkstoffes als Dispersion in einer wasserlöslichen oder bioabbaubaren
Matrix, typischerweise in Form von polymeren Mikropartikeln. Beispielsweise
wurde berichtet, daß die
Auflösungsgeschwindigkeit
von Dexamethason verbessert wurde durch Einschließen des
Wirkstoffes in Chitosan-Mikrokugeln, die durch Sprühtrocknung
gebildet wurden (Genta, et al., S. T. P. Pharma Sciences 5(3): 202–07 (1995)). Gleichermaßen berichteten
andere von erhöhten
Auflösungsgeschwindigkeiten
durch Vermischen eines schlecht löslichen Wirkstoffpulvers mit
einer wasserlöslichen
Gelatine, die die Oberfläche
des Wirkstoffes hydrophil machen soll (Imai et al., J. Pharm. Pharmacol.,
42: 615–19
(1990)).
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Ähnliche
Anstrengungen wurden auf die Bildung relativ großer poröser Matrizen schlecht löslicher Wirkstoffe
gerichtet. Beispielsweise offenbart Roland & Paeratakul, ”Spherical Agglomerates of
Water-Insoluble Drugs”,
J. Pharma. Sci., 78(11): 964–67
(1989)
. die Herstellung von Perlen mit einem
Gehalt an schlecht löslichem
Wirkstoff von bis zu 98%, worin die Perlen eine poröse interne
Struktur aufweisen. Derartige große Perlen sind jedoch ungeeignet
zur parenteralen Verabreichung und die Perlen weisen eine geringere
Oberfläche
und niedrigere Auflösungsgeschwindigkeiten
auf im Vergleich zu kleineren Partikeln. Dokument
WO 99/56731 , welches unter Artikel
54(3)(4) EPÜ relevant
ist, offenbart aus Polymer und hydrophoben Verbindungen gebildete
Matrizen zur Veränderung
der Kinetik der Wirkstofffreisetzung.
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Es
ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung Zusammensetzungen
bereitzustellen, die die Auflösungsgeschwindigkeit
von Wirkstoffen, insbesondere Wirkstoffen mit niedriger wäßriger Löslichkeit,
erhöhen,
und Verfahren zur Herstellung derartiger Zusammensetzungen bereitzustellen.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung Zusammensetzungen
bereitzustellen, die erhöhte
Löslichkeit
von Wirkstoffen, insbesondere Wirkstoffen niedriger wäßriger Löslichkeit,
aufweisen, in einer Formulierung, die zur Verabreichung über eine
Vielzahl von Routen, einschließlich
aber nicht beschränkt
auf parenterale, mukosale, orale und topische Verabreichung für lokale,
regionale oder systemische Wirkungen, geeignet sind.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung Zusammensetzungen
bereitzustellen, die erhöhte
Löslichkeit
von Paclitaxel in einer Formulierung geben, die geeignet ist für die Verabreichung über eine Vielzahl
von Routen, einschließlich
aber nicht beschränkt
auf parenterale, mukosale, orale und topische Verabreichung zur
Erzielung lokaler, regionaler oder systemischer Wirkungen.
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Es
ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung Zusammensetzungen
von Paclitaxel oder Docetaxel bereitzustellen, ohne die in den gängigen handelsüblichen
Formulierungen erforderlichen Solubilisierungsmittel.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung Zusammensetzungen
bereitzustellen, insbesondere von Paclitaxel oder Docetaxel zur
Verabreichung als Bolus-Injektion anstelle von Infusion.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Wirkstoffe
werden in einer porösen
Matrixform bereitgestellt, wobei die Auflösungsgeschwindigkeit des Wirkstoffes
erhöht
ist, wenn die Matrix mit einem wäßrigen Medium
in Kontakt gebracht wird. Pharmazeutische Zusammensetzungen der
vorliegenden Erfindung sind im angefügten Anspruch 8 angegeben.
In einer bevorzugten Ausführungsform
werden Wirkstoffe von niedriger Wasserlöslichkeit in einer porösen Matrixform bereitgestellt,
die Mikropartikel bildet wenn die Matrix mit einem wäßrigen Medium
in Kontakt gebracht wird. Die poröse Matrix mit Wirkstoffen niedriger
Wasserlöslichkeit
ergibt beim Inkontaktbringen mit einem wäßrigen Medium Mikropartikel
mit einem mittleren Durchmesser zwischen etwa 0,1 und 5 μm und einer
Gesamtoberfläche
von mehr als etwa 0,5 m2/ml. Die trockene
poröse
Matrix liegt vorzugsweise in einer trockenen Pulverform mit einer
TAP-Dichte von weniger
oder gleich 1,0 g/ml vor.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Wirkstoff ein Taxan. Beispielsweise Paclitaxel oder Docetaxel
kann in einer porösen
Matrixform bereitgestellt werden, die Nanopartikel und Mikropartikel
des Wirkstoffes bildet, wenn die Matrix mit einem wäßrigen Medium
in Kontakt gebracht wird.
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Die
porösen
Matrizen, die den Wirkstoff enthalten, werden gebildet unter Verwendung
eines Verfahrens zur Herstellung einer porösen Matrix eines Wirkstoffes,
umfassend:
- (a) Lösen eines Wirkstoffs in einem
organischen flüchtigen
Lösungsmittel
unter Bildung einer Wirkstofflösung,
- (b) Kombinieren von zumindest einem flüchtigen festen porenbildenden
Mittel mit der Wirkstofflösung
unter Bildung einer Emulsion, Suspension oder einer zweiten Lösung enthaltend
das porenbildende Mittel,
- (c) Inkorporieren von zumindest einem Benetzungsmittel in die
Emulsion, Suspension oder zweite Lösung, und
- (d) Entfernen des flüchtigen
Lösungsmittels
und des porenbildenden Mittels aus der Emulsion, Suspension oder
zweiten Lösung
unter Erhalt der porösen
Matrix des Wirkstoffs,
vorausgesetzt, daß die Matrix
nicht gebildet wird durch Lösen
von 18 g Polylactid-co-glycolid (50:50) (IV 0,4 dl/g Boehringer
Ingelheim), 1,08 g Diarachidoylphosphatidylcholin in 600 ml Methylenchlorid
unter Bildung einer Polymerlösung;
Lösen von
38,9 mg Eosin Y in 38,9 ml einer 0,18 g/ml Ammoniumbicarbonat-Lösung unter Bildung
einer Eosinlösung;
Emulgieren der Eosinlösung
mit der Polymerlösung
unter Verwendung eines Homogenisators bei 7000 U/min über 8 Minuten;
Pumpen der Lösung
bei einer Flußgeschwindigkeit
von 20 ml/min und Sprühtrocknen
unter Verwendung eines Laborsprühtrockners,
worin die Einlaßlufttemperatur
40°C beträgt, unter
Bildung von Mikropartikeln. In einer bevorzugten Ausführungsform
wird Sprühtrocknung,
gegebenenfalls gefolgt von Lyophilisierung, Fließbetttrocknung oder Vakuumtrocknung,
eingesetzt zur Entfernung der Lösungsmittel
und des porenbildenden Mittels.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird die poröse
Wirkstoffmatrix mit einem wäßrigen Medium
zusammengeführt
und parenteral verabreicht, wie etwa intramuskulär, subkutan oder intravenös. Alternativ
kann die poröse
Wirkstoffmatrix unter Einsatz von Standardtechniken weiter in Tabletten
oder Kapseln zur oralen Verabreichung oder in rektale Suppositorien
prozessiert werden, unter Verwendung eines Trockenpulverinhalators
zur pulmonären
Verabreichung verabreicht werden oder in eine Creme oder Salbe zur
topischen Verabreichung vermischt/prozessiert werden.
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Ein
Vorteil der porösen
Wirkstoffmatrixformulierungen ist, daß sie als Bolus verabreicht
werden können,
wenn der Wirkstoff, wie etwa Paclitaxel, üblicherweise mittels Infusion
verabreicht werden muß,
um Präzipitation
des Wirkstoffes zu vermeiden. Durch die Vermeidung von Präzipitation
des Wirkstoffes in vivo können
die Formulierungen auch intraarterial, intravenös, lokal, intrakranial, intrathekal
oder, falls angemessen, direkt in einen Tumor verabreicht werden.
Ein zusätzlicher
Vorteil ist, daß die
Formulierungen in reduzierten Volumina verabreicht werden können.
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In
einer Ausführungsform
umfaßt
die Matrix weiterhin einen PEGylierten Trägerstoff wie etwa PEGyliertes
Phospholipid, zusammen mit dem Wirkstoff. Der PEGylierte Trägerstoff
schirmt den Wirkstoff vor der Aufnahme durch Makrophagen ab, was
dessen Halbwertszeit oder die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes erhöht.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 ist
ein Diagramm der in vitro-Auflösungsgeschwindigkeit
(prozentualer gelöster
Anteil gegen die Zeit) für
nicht-formuliertes Prednison und Prednison in poröser Matrixform.
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2 ist
ein Diagramm der in vitro-Auflösungsgeschwindigkeit
(aufgelöster
Anteil in Prozent gegen Zeit) für
nicht-formuliertes Griseofulvin und Griseofulvin in poröser Matrixform.
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3 ist
ein Diagramm der in vitro-Auflösungsrate
(aufgelöster
Anteil in Prozent gegen die Zeit) für nicht-formuliertes Nifedipin
und Nifedipin in poröser
Matrixform.
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4 ist
ein Diagramm der in vitro-Auflösungsgeschwindigkeit
(gelöster
Anteil in Prozent gegen die Zeit) für nicht-formuliertes Naproxen
und Naproxen in poröser
Matrixform.
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5 ist
ein Diagramm der in vitro-Auflösungsgeschwindigkeit
(gelöster
Anteil in Prozent gegen die Zeit) für nicht-formuliertes Paclitaxel
und Paclitaxel in poröser
Matrixform.
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6 ist
ein Diagramm der in vitro-Auflösungsgeschwindigkeit
(gelöster
Anteil in Prozent gegen die Zeit) für vielerlei poröse Matrixformen
von Nifedipin.
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7 ist
ein Diagramm der in vitro-Auflösungsgeschwindigkeit
(aufgelöster
Anteil in Prozent gegen die Zeit) für eine Vielzahl von porösen Matrixformen
von Griseofulvin.
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8 ist
ein Diagramm, das die Plasmaspiegel an Nifedipin in Abhängigkeit
von der Zeit nach der intravenösen
Verabreichung von gebildeter Nifedipinmatrix in Hunden darstellt.
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9 zeigt
die chemische Struktur von Taxan-Verbindungen, einschließlich Paclitaxel
und Docetaxel.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Die
Auflösungsgeschwindigkeit
von Wirkstoffen kann gesteigert werden durch Überführen des Wirkstoffes in eine
poröse
Matrixform unter wesentlicher Erhöhung der Oberfläche der
zum Kontaktieren der wäßrigen biologischen
Flüssigkeiten
am Verabreichungsort der Wirkstoffzusammensetzung verfügbaren Oberfläche des
Wirkstoffes. Das Verfahren zur Herstellung der porösen Matrix
des Wirkstoffes umfaßt
die Schritte des (a) Lösen
eines Wirkstoffes in einem flüchtigen
Lösungsmittel
unter Bildung einer Wirkstofflösung,
(b) Kombinieren von zumindest einem porenbildenden Mittel mit der
Wirkstofflösung
unter Bildung einer Emulsion, Suspension oder einer zweiten Lösung, und
(c) Entfernen des flüchtigen
Lösungsmittels
und des porenbildenden Mittels aus der Emulsion, Suspension oder
zweiten Lösung
unter Erhalt der porösen
Matrix des Wirkstoffes, wie in Anspruch 1 definiert.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden pharmazeutische Zusammensetzungen für Paclitaxel oder Docetaxel
ohne die jeweiligen Lösungsvermittler
CHREMOPHORTM, oder Polysorbat 80, bereitgestellt, wobei
die pharmazeutische Zusammensetzung als Bolus verabreicht werden
kann. Die Zusammensetzungen sind poröse trockene Pulver, die nach
Zugabe eines wäßrigen Mediums
eine Suspension von Nanopartikeln und Mikropartikeln des Wirkstoffes
bilden.
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I. Wirkstoffmatrixzusammensetzungen
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Die
poröse
Wirkstoffmatrix enthält
zumindest 1 bis 95%, vorzugsweise zumindest etwa 10 und stärker bevorzugt
zwischen etwa 10 und 70% Wirkstoff, auf Gewichtsbasis. Die Matrizes
können
weiterhin hydrophile Trägerstoffe
wie etwa wasserlösliche
Polymere oder Zucker, Benetzungsmittel wie etwa Tenside und Tonizitätsmittel
enthalten.
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Die
Art der Wirkstoffmatrix (Wirkstoffpulver) ist kritisch für die Lösungsgeschwindigkeit.
Die Matrix muß Mikropartikel
des Wirkstoffes enthalten, die vorzugsweise einen mittleren Durchmesser
zwischen etwa 0,1 und 5 μm,
stärker
bevorzugt zwischen etwa 0,1 und 5 μm aufweisen. In einer Ausführungsform
ist der mittlere Durchmesser der Mikropartikel zwischen etwa 1 und
5 μm. Die
mittlere Gesamtoberfläche
der Mikropartikel, die in der porösen Matrix enthalten sind,
die typischerweise in der Form eines trockenen Pulvers ist, beträgt 0,5 m2/ml oder mehr, vorzugsweise 0,9 m2/ml oder mehr. Die Gesamtoberflächenwerte
der Mikropartikel können
bestimmt werden und unter Verwendung von Standard-Coulter-Zählerausrüstung und
-techniken.
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Die
Wirkstoffmatrix muß ausreichend
porös sein,
um nach dem Inkontaktbringen mit einem wäßrigen Medium Mikropartikel
mit diesen Parametern zu ergeben. Messungen, die geeignet sind zur
Charakterisierung der Porosität
der Wirkstoffmatrix sind die Schüttdichte
oder die Dichte unter transaxialem Druck (”TAP”) der trockenen porösen Matrix
(trockene Pulver) und die Gesamtoberfläche (Summe der internen und
externen Oberfläche)
der trockenen porösen
Matrix. Die TAP-Dichte ist bevorzugt 1,0 g/ml oder weniger, stärker bevorzugt
weniger als 0,8 g/ml. Dieser Grad an Porosität der Matrix, der durch die
Dichte gekennzeichnet wird, gewährleistet
ausreichende Oberfläche
um eine Benetzung der trockenen porösen Matrix zu erhöhen und
die Lösung
des Wirkstoffes zu erhöhen.
Die Gesamtoberfläche
der porösen
Matrix kann gemessen werden, zum Beispiel, mittels BET-Oberflächenanalyse.
In manchen Ausführungsformen
beträgt
die Gesamtoberfläche
der porösen
Matrix vorzugsweise mehr als 0,1 m2/g, stärker bevorzugt
0,2 m2/g oder mehr. Dieses Niveau an Gesamtoberfläche gestattet
ausreichende Oberfläche
um eine Benetzung der trockenen porösen Matrix zu erhöhen und
die Lösung
des Wirkstoffes zu erhöhen.
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1. Wirkstoffe
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Eine
große
Vielzahl an Wirkstoffen sind in den hier beschriebenen Verfahren
und Zusammensetzungen einsetzbar. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Wirkstoff ein Wirkstoff mit geringer Wasserlöslichkeit.
Der hier eingesetzte Begriff ”geringe
Wasserlöslichkeit” bedeutet,
daß der
Wirkstoff eine Löslichkeit von
weniger als etwa 10 mg/ml und vorzugsweise weniger als etwa 5 mg/ml
in wäßrigen Medien
bei etwa physiologischen Temperaturen und pH aufweist. Der hier
eingesetzte Begriff ”Wirkstoff” bezieht
sich auf chemische oder biologische Moleküle, die in vivo ein therapeutische,
diagnostische oder prophylaktische Wirkung erzielen. Eine besonders
bevorzugte Klasse an Wirkstoffen sind die Taxane.
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(i) Taxane
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Taxane
sind Antikrebs-Cytotoxika, die die zellulären Mikrotubuli stabilisieren.
Taxan-Verbindungen, die in den hier beschriebenen Zusammensetzungen
und Verfahren einsetzbar sind umfassen Paclitaxel und Docetaxel,
wie auch natürliche
und synthetische Analoga davon, die Antikrebs- oder Antiangiogenese-Aktivität aufweisen.
Paclitaxel und Docetaxel zeigen eine beträchtliche Aktivität und einer
oder beide dieser Wirkstoffe sind weit akzeptiert als Komponenten
der Therapie von fortgeschrittenen Brust-, Lungen- und Eierstockkarzinomen.
Paclitaxel wurde kürzlich
in den USA zugelassen für
die begleitenden Behandlung von Knoten-positiven Brustkarzinomen
im frühen
Stadium. Die chemische Struktur der Taxane, einschließlich Paclitaxel
und Docetaxel ist in 9 dargestellt.
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(ii) Andere Wirkstoffe
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Andere
zur Verwendung in den hier beschriebenen Zusammensetzungen in Betracht
gezogene Wirkstoffe umfassen die folgenden Kategorien und Beispiele
von Wirkstoffen und alternative Formen dieser Wirkstoffe wie etwa
alternative Salzformen, freie Säureformen,
freie Baseformen und Hydrate:
Analgetika/Antipyretika (z. B.
Aspirin, Acetaminophen, Ibuprofen, Naproxen-Natrium, Buprenorphin,
Propoxyphenhydrochlorid, Propoxyphennapsylat, Meperidinhydrochlorid,
Hydromorphonhydrochlorid, Morphin, Oxycodon, Codein, Dihydrocodeinbitartrat,
Pentazocin, Hydrocodonbitartrat, Levorphanol, Diflunisal, Trolaminsalicylat,
Nalbuphinhydrochlorid, Mefenaminsäure, Butorphanol, Cholinsalicylat,
Butalbital, Phenyltoloxamincitrat, Diphenylhydramincitrat, Methotrimeprazin,
Cinnamedrinhydrochlorid und Meprobamat);
Antiasthmatika (z.
B. Ketotifen und Traxanox);
Antibiotika (z. B. Neomycin, Streptomycin,
Chloramphenicol, Cephalosporin, Ampicillin, Penicillin, Tetracyclin und
Ciprofloxacin);
Antidepressiva (z. B. Nefopam, Oxypertin, Doxepin,
Amoxapin, Trazodon, Amitriptylin, Maprotilin, Phenelzin, Desipramin,
Nortriptylin, Tranylcypromin, Fluoxetin, Doxepin, Imipramin, Imipraminpamoat,
Isocarboxazid, Trimipramin und Protriptylin);
Antidiabetika
(z. B. Biguanide und Sulfonylharnstoff-Derivate);
Antipilzmittel
(z. B. Griseofulvin, Ketoconazol, Intraconizol, Amphotericin B,
Nystatin und Candicidin);
Mittel gegen Bluthochdruck (z. B.
Propanolol, Propafenon, Oxyprenolol, Nifedipin, Reserpin, Trimethaphan, Phenoxybenzamin,
Pargylinhydrochlorid, Deserpidin, Diazoxid, Guanethidinmonosulfat,
Minoxidil, Rescinnamin, Natriumnitroprussid, Rauwolfia serpentina,
Alseroxylon und Phentolamin);
Entzündungshemmende Mittel (z. B.
(nicht-steroidal) Indomethancin, Ketoprofen, Flurbiprofen, Naproxen,
Ibuprofen, Ramifenazon, Prioxicam, (steroidal) Cortison, Dexamethason,
Fluazacort, Celecoxib, Rofecoxib, Hydrocortison, Prednisolon und
Prednison);
Antineoplastika (z. B. Cyclophosphamid, Actinomycin,
Bleomycin, Dauorubicin, Doxorubicin, Epirubicin, Mitomycin, Methotrexat,
Fluoruracil, Carboplatin, Carmustin (BCNU), Methyl-CCNU, Cisplatin,
Etoposid, Camptothecin und Derivate davon, Phenesterin, Vinblastin,
Vincristin, Tamoxifen und Piposulfan);
Mittel gegen Angst (z.
B. Lorazepam, Buspiron, Prazepam, Chlordiazepoxid, Oxazepam, Clorazepatdikalium, Diazepam,
Hydroxyzinpamoat, Hydroxyzinhydrochlorid, Alprazolam, Droperidol,
Halazepam, Chlormezanon und Dantrolen);
Immunosuppressiva (z.
B. Cyclosporin, Azathioprin, Mizoribin und FK506 (Tacrolimus));
Migränewirkstoffe
(z. B. Ergotamin, Propanolol, Isometheptenmucat und Dichloralphenazon);
Sedative/Hypnotika
(z. B. Barbiturate wie Pentobarbital, Pentobarbital und Secobarbital;
und Benzodiazapine wie Flurazepamhydrochlorid, Triazolam und Midazolam);
antianginale
Wirkstoffe (z. B. beta-adrenergene Blocker, Calciumkanalblocker
wie etwa Nifedipin und Diltiazem; und Nitrate wie Nitroglycerin,
Isosorbiddinitrat, Pentaerythritoltetranitrat und Erythrityltetranitrat);
Antipsychotika
(z. B. Haloperidol, Loxapinsuccinat, Loxapinhydrochlorid, Thioridazin,
Thioridazinhydrochlorid, Thiothixen, Fluphenazin, Fluphenazindecanoat,
Fluphenazinenanthat, Trifluoperazin, Chlorpromazin, Perphenazin,
Lithiumcitrat und Prochlorperazin);
Wirkstoffe gegen Manien
(z. B. Lithiumcarbonat);
Antiarrhythmika (z. B. Bretyliumtosylat,
Esmolol, Verapamil, Amiodaron, Encainid, Digoxin, Mexiletin, Disopyramidphosphat,
Procainamid, Chinidinsulfat, Chinidingluconat, Quinidinpolygalacturonat,
Flecainidacetat, Tocainid und Lidocain);
Wirkstoffe gegen Arthritis
(z. B. Phenylbutazon, Sulindac, Penicillamin, Salsalat, Piroxicam,
Azathioprin, Indomethacin, Meclofenamat, Goldnatriumthiomalat, Ketoprofen,
Auranofin, Aurothioglucose und Tolmetinnatrium);
Wirkstoffe
gegen Gicht (z. B. Colchicin und Allopurinol);
Antikoagulantien
(z. B. Heparin, Heparinnatrium und Warfarinnatrium);
thrombolytische
Mittel (z. B. Urokinase, Streptokinase und Alteplase);
Antifibrinolytika
(z. B. Aminocapronsäure);
Hämorheologika
(z. B. Pentoxifyllin);
Wirkstoffe gegen Plättchenagglomeration (z. B.
Aspirin);
Antikonvulsiva (z. B. Valpronsäure, Divalproexnatrium, Phenytoin,
Phenytoinnatrium, Clonazepam, Primidon, Phenobarbitol, Carbamazepin,
Amobarbitalnatrium, Methsuximid, Metharbital, Mephobarbital, Mephenytoin, Phensuximid,
Paramethadion, Ethotoin, Phenacemid, Secobarbitolnatrium, Clorazepatdikalium
und Trimethadion);
Antiparkinsonmittel (z. B. Ethosuximid);
Antihistaminika/Antipruritika
(z. B. Hydroxyzin, Diphenhydramin, Chlorpheniramin, Brompheniraminmaleat, Cyproheptadinhydrochlorid,
Terfenadin, Clemastinfumarat, Triprolidin, Carbinoxamin, Diphenylpyralin,
Phenindamin, Azatadin, Tripelennamin, Dexchlorpheniraminmaleat und
Methdilazin);
zur Calciumregulierung geeignete Mittel (z. B.
Calcitonin und Parathyroidhormon);
antibakterielle Mittel (z.
B. Amikacinsulfat, Aztreonam, Chloramphenicol, Chloramphenicolpalmitat,
Ciprofloxacin, Clindamycin, Clindamycinpalmitat, Clindamycinphosphat,
Metronidazol, Metronidazolhydrochlorid, Gentamycinsulfat, Lincomycinhydrochlorid,
Tobramycinsulfat, Vancomycinhydrochlorid, Polymyxin B-sulfat, Colistimethatnatrium
und Colistinsulfat);
Antivirusmittel (z. B. Interferon alpha,
beta oder gamma, Zidovudin, Amantadinhydrochlorid, Ribavirin und
Acyclovir);
Antimikrobiotika (z. B. Cephalosporine wie Cefazolinnatrium,
Cephradin, Cefaclor, Cephapirinnatrium, Ceftizoximnatrium, Cefoperazonnatrium,
Cefotetandinatrium, Cefuroxim-Axetil, Cefotaximnatrium, Cefadroxilmonohydrat,
Cephalexin, Cephalothinnatrium, Cephalexinhydrochloridmonohydrat,
Cefamandolnafat, Cefoxitinnatrium, Cenfonicidnatrium, Ceforanid,
Ceftriaxonnatrium, Ceftazidim, Cefadroxil, Cephadrin und Cefuroximnatrium,
Penicilline wie Ampicillin, Amoxicillin, Penicillin G-benzathin,
Cyclacillin, Ampicillinnatrium, Penicillin G-Kalium, Penicillin
V-Kalium, Piperacillinnatrium, Oxacillinnatrium, Bacampicillinhydrochlorid,
Cloxacillinnatrium, Ticarcillindinatrium, Azlocillinnatrium, Carbenicillinindanylnatrium,
Penicillin G-Procain, Methicillinnatrium und Nafcillinnatrium; Erythromycine
wie Erythromycinethylsuccinat, Erythromycin, Erythromycinestolat,
Erythromycinlactobionat, Erythromycinstearat und Erythromycinethylsuccinat;
und Tetracycline wie Tetracyclinhydrochlorid, Doxycyclinhyclat und
Minocyclinhydrochlorid, Azithromycin, Clarithromycin);
Antiinfektiva
(z. B. GM-CSF);
Bronchodilativa (z. B. Sympathomimetika wie
Epinephrinhydrochlorid, Metaproterenolsulfat, Terbutalinsulfat, Isoetharin,
Isoetharinmesylat, Isoetharinhydrochlorid, Albuterolsulfat, Albuterol,
Bitolterolmesylat, Isoproterenolhydrochlorid, Terbutalinsulfat,
Epinephrinbitartrat, Metaproterenolsulfat, Epinephrin und Epinephrinbitartrat; anticholinergische
Mittel wie Ipratropiumbromid; Xanthine wie Aminophyllin, Dyphillin,
Metaproterenolsulfat und Aminophyllin; Mastzellenstabilisatoren
wie Cromolynnatrium; Inhalationscorticosteroide wie Beclomethasondipropionat
(BDP) und Beclomethasondipropionatmonohydrat; Salbutamol; Ipratropiumbromid;
Budesonid; Ketotifen; Salmetrol; Xinafoat; Terbutalinsulfat; Triamcinolon;
Theophyllin; Nedocromilnatrium; Metaproterenolsulfat; Albuterol;
Flunisolid; Fluticasonpropionat;
steroidale Verbindungen und
Hormone (z. B. Androgene wie Danazol, Testosteroncypionat, Fluoxymesteron, Ethyltestosteron,
Testosteronenathat, Methyltestosteron, Fluoxymesteron und Testosteroncypionat; Östrogene
wie Östradiol, Östropipat
und konjugierte Östrogene;
Progestine wie Methoxyprogesteronacetat und Norethindronacetat;
Corticosteroide wie Triamcinolon, Betamethason, Betamethasonnatriumphosphat,
Dexamethason, Dexamethasonnatriumphosphat, Dexamethasonacetat, Prednison,
Methylprednisolonacetat-Suspension,
Triamcinolonacetonid, Methylprednisolon, Prednisolonnatriumphosphat,
Methylprednisolonnatriumsuccinat, Hydrocortisonnatriumsuccinat,
Triamcinolonhexacetonid, Hydrocortison, Hydrocortisoncypionat, Prednisolon,
Fludrocortisonacetat, Paramethasonacetat, Prednisolontebutat, Prednisolonacetat,
Prednisolonnatriumphosphat und Hydrocortisonnatriumsuccinat und
Thyroidhormone wie Levothyroxinnatrium);
hyperglykämische Mittel
(z. B. menschliches Insulin, gereinigtes Rinderinsulin, gereinigtes
Schweineinsulin, Glyburid, Chlorpropamid, Glipizid, Tolbutamid und
Tolazamid);
hyperlipidämische
Mittel (z. B. Clofibrat, Dextrothyroxinnatrium, Probucol, Paravastatin,
Atorvastatin, Lovastatin und Niacin);
Proteine (z. B. DNase,
Alginase, Superoxiddismutase und Lipase);
Nukleinsäuren (z.
B. Sense- oder Antisense-Nukleinsäuren, die jegliches therapeutisches
nutzbares Protein, einschließlich
alle der hier beschriebenen Proteine codieren);
Mittel, die
geeignet sind zur Stimulierung von Erythropoese (z. B. Erythropoietin);
Mittel
gegen Magengeschwüre/Reflux
(z. B. Famotidin, Cimetidin und Ranitidinhydrochlorid);
Mittel
gegen Übelkeit/Antiemetika
(z. B. Meclizinhydrochlorid, Nabilon, Prochlorperazin, Dimenhydrinat,
Promethazinhydrochlorid, Tiethylperazin und Scopolamin);
öllösliche Vitamine
(z. B. Vitamin A, D, E, K und dgl.);
wie auch andere Wirkstoffe
wie etwa Mitotan, Halonitrosoharnstoffe, Anthrocycline und Ellipticin.
Eine Beschreibung dieser und anderer Klassen an geeigneten Wirkstoffen
und eine Auflistung der Spezies innerhalb jeder Klasse kann in Martindale,
The Extra Pharmacopoeia, 30. Ausgabe (The Pharmaceutical Press,
London, 1993) gefunden werden.
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Beispiele
anderer Wirkstoffe, die in den hier beschriebenen Zusammensetzungen
und Verfahren geeignet sind, umfassen Ceftriaxon, Ketoconazol, Ceftazidim,
Oxaprozin, Albuterol, Valacyclovir, Urofollitropin, Famciclovir,
Flutamid, Enalapril, Mefformin, Itraconazol, Buspiron, Gabapentin,
Fosinopril, Tramadol, Acarbose, Lorazepan, Follitropin, Glipizid,
Omeprazol, Fluoxetin, Lisinopril, Tramsdol, Levofloxacin, Zafirlukast,
Interferon, Wachstumshormone, Interleukin, Erythropoietin, Granulocyten-stimulierender
Faktor, Nizatidin, Bupropion, Perindopril, Erbumin, Adenosin, Alendronat,
Alprostadil, Benazepril, Betaxolol, Bleomycinsulfat, Dexfenfluramin,
Diltiazem, Fentanyl, Flecainid, Gemcitabin, Glatirameracetat, Granisetron,
Lamivudin, Mangafodipirtrinatrium, Mesalamin, Metroprololfumarat,
Metronidazol, Miglitol, Moexipril, Monteleukast, Octreotidacetat, Olopatadin,
Paricalcitol, Somatropin, Sumatriptansuccinat, Tacrin, Verapamil,
Nabumeton, Trovafloxacin, Dolasetron, Zidovudin, Finasterid, Tobramycin,
Isradipin, Tolcapon, Enoxaparin, Fluconazol, Lansoprazol, Terbinafin,
Pamidronat, Didanosin, Diclofenac, Cisaprid, Venlafaxin, Troglitazon,
Fluvastatin, Losartan, Imiglucerase, Donepezil, Olanzapin, Valsartan,
Fexofenadin, Calcitonin und Ipratropiumbromid. Diese Wirkstoffe
werden im allgemeinen als wasserlöslich angesehen.
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Bevorzugte
Wirkstoffe umfassen Albuterol oder Albuterolsulfat, Adapalene, Doxazosinmesylat,
Mometasonfuroat, Ursodiol, Amphotericin, Enalaprilmaleat, Felodipin,
Nefazodonhydrochlorid, Valrubicin, Albendazol, konjugierte Östrogene,
Medroxyprogesteronacetat, Nicardipinhydrochlorid, Zolpidemtartrat,
Amlodipinbesylat, Ethinylöstradiol,
Omeprazol, Rubitecan, Amlodipinbesylat/benazeprilhydrochlorid, Etodolac,
Paroxetinhydrochlorid, Atovaquon, Felodipin, Podofilox, Paricalcitol,
Betamethasondipropionat, Fentanyl, Pramipexoldihydrochlorid, Vitamin
D3 und verwandte Analoga, Finasterid, Quetiapinfumarat,
Alprostadil, Candesartan, Cilexetil, Fluconazol, Ritonavir, Busulfan,
Carbamazepin, Flumazenil, Risperidon, Carbemazepin, Carbidopa, Levodopa,
Ganciclovir, Saquinavir, Amprenavir, Carboplatin, Glyburid, Sertralinhydrochlorid,
Rofecoxib Carvedilol, Halobetasolpropionat, Sildenafilcitrat, Celecoxib,
Chlorthalidon, Imiquimod, Simvastatin, Citalopram, Ciproflaxacin,
Irinotecanhydrochlorid, Sparfloxacin, Efavirenz, Cisapridmonohydrat,
Lansoprazol, Tamsulosinhydrochlorid, Mofafinil, Clarithromycin,
Letrozol, Terbinafinhydrochlorid, Rosiglitazonmaleat, Diclofenacnatrium, Lomefloxacinhydrochlorid,
Tirofibanhydrochlorid, Telmisartan, Diazepam, Loratadin, Toremifencitrat,
Thalidomid, Dinoproston, Mefloquinhydrochlorid, Trandolapril, Docetaxel,
Mitoxantronhydrochlorid, Tretinoin, Etodolac, Triamcinolonacetat, Östradiol,
Ursodiol, Nelfinavirmesylat, Indinavir, Beclomethasondipropionat,
Oxaprozin, Flutamid, Famotidin, Nifedipin, Prednison, Cefuroxim,
Lorazepam, Digoxin, Lovastatin, Griseofulvin, Naproxen, Ibuprofen,
Isotretinoin, Tamoxifencitrat, Nimodipin, Amiodaron und Alprazolam.
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2. Trägerstoffe
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Die
Matrizes können
hydrophile Trägerstoffe
wie etwa wasserlösliche
Polymere oder Zucker enthalten, die als Füllstoffe (”bulking agents”) oder
als Benetzungsmittel dienen können,
Benetzungsmittel wie etwa Tenside oder Zucker, und Tonizitätsmittel.
Nach Kontakt mit einem wäßrigen Medium
dringt Wasser in die hochporöse
Matrix unter Lösung
der wasserlöslichen
Träger
in der Matrix. Im Falle gering wasserlöslicher Wirkstoffe verbleibt
eine Suspension von Wirkstoffpartikeln in dem wäßrigen Medium. Die Gesamtoberfläche der
resultierenden Mikropartikel des Wirkstoffes von geringer Wasserlöslichkeit
ist im Vergleich zu dem nicht-prozessierten Wirkstoff erhöht und die
Lösungsgeschwindigkeit
des Wirkstoffes ist erhöht.
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Ein
Fachmann dieses Gebiets kann geeignete Trägerstoffe zur Verwendung in
den Wirkstoffmatrixzusammensetzungen wählen, unter Berücksichtigung
einer Vielzahl von Faktoren wie etwa dem zu verabreichenden Wirkstoff,
der Verabreichungsform, der Dosierung und der bevorzugten Lösungsgeschwindigkeit. Beispielsweise
können
die Trägerstoffe
als Füllstoffe
agieren, als Freisetzungs-Modifizierungsmittel, als Benetzungsmittel,
als Tonizitätsmittel
oder Kombinationen davon. Bevorzugte Trägerstoffe umfassen hydrophile
Polymere, Benetzungsmittel und Zucker. Die Menge an Trägerstoff
in der Wirkstoffmatrix beträgt
weniger als etwa 95% und stärker
bevorzugt weniger als etwa 80 basierend auf dem Gewicht der Wirkstoffmatrix.
Die hydrophilen Trägerstoffe,
Benetzungsmittel und Tonizitätsmittel
können
der Wirkstofflösung,
dem porenbildenden Mittel oder beiden während der Herstellung der Matrix
zugegeben werden.
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(i) Hydrophile Polymere
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Die
Polymere, die in den hier beschriebenen Wirkstoffmatrizes eingesetzt
werden können,
umfassen sowohl synthetische als auch natürliche Polymere, die entweder
nicht-bioabbaubar oder bioabbaubar sind. Repräsentative synthetische Polymere
umfassen Polyethylenglykol (”PEG”), Polyvinylpyrrolidon,
Polymethacrylate, Polylysin, Poloxamere, Polyvinylalkohol, Polyacrylsäure, Polyethylenoxid
und Polyethoxyoxazolin. Repräsentative
natürliche
Polymere umfassen Albumin, Alginat, Gelatine, Akaziengummi, Chitosan,
Cellulosedextran, Ficol, Stärke,
Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose,
Hyaluronsäure,
Carboxyethylcellulose, Carboxymethylcellulose, deacetyliertes Chitosan,
Dextransulfat und Derivate davon. Bevorzugte hydrophile Polymere
umfassen PEG, Polyvinylpyrrolidon, Poloxamere, Hydroxypropylcellulose
und Hydroxyethylcellulose.
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Das
zur Verwendung in einer speziellen Wirkstoffmatrixformulierung auszuwählende hydrophile
Polymer wird bedingt durch eine Vielzahl von Faktoren wie etwa dem
Molekulargewicht des Polymers, der Hydrophilizität des Polymers und der inhärenten Viskosität des Polymers.
Das hydrophile Polymer kann eingesetzt werden als Füllstoff
oder als Benetzungsmittel.
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(ii) Zucker
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Repräsentative
Zucker, die in den Wirkstoffmatrizes eingesetzt werden können, umfassen
Mannitol, Sorbitol, Xylitol, Glucitol, Ducitol, Inositol, Arabinitol,
Arabitol, Galactitol, Iditol, Allitol, Fructose, Sorbose, Glucose,
Xylose, Trehalose, Allose, Dextrose, Altrose, Gulose, Idose, Galactose,
Talose, Ribose, Arabinose, Xylose, Lyxose, Sucrose, Maltose, Lactose,
Lactulose, Fucose, Rhamnose, Melezitose, Maltotriose und Raffinose.
Bevorzugte Zucker umfassen Mannitol, Lactose, Sucrose, Sorbitol,
Trehalose, Glucose und sie werden passend gewählt um bei parenteraler Verabreichung
Osmolalität
zu gestatten, oder um eine Benetzung der porösen Wirkstoffmatrix oder der
Wirkstoffmikropartikel innerhalb der Matrix zu gestatten.
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(iii) Benetzungsmittel
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Benetzungsmittel
können
eingesetzt werden um den Eintritt von Wasser in die Matrix und die
Benetzung der Wirkstoffpartikel zu erleichtern, um so die Auflösung zu
erleichtern. Repräsentative
Beispiele von Benetzungsmitteln umfassen Gelatine, Casein, Lecithin
(Phosphatide), Akaziengummi, Cholesterol, Tragacanth, Stearinsäure, Benzalkoniumchlorid,
Calciumstearat, Glycerinmonostearat, Cetostearylalkohol, Cetomacrogol-emulsifizierendes
Wachs, Sorbitanester, Polyoxyethylenalkylether (z. B. Macrogolether,
wie etwa Cetomacrogol 1000), Polyoxyethylencastoröl-Derivate,
Polyoxyethylensorbitanfettsäureester
(z. B. TWEENTM), Polyethylenglykole, Polyoxyethylenstearate,
kolloidales Siliciumdioxid, Phosphate, Natriumdodecylsulfat, Carboxymethylcellulosecalcium,
Carboxymethylcellulosenatrium, Methylcellulose, Hydroxyethylcellulose,
Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulosephthalat, nicht-kristalline
Cellulose, Magnesiumaluminiumsilicat, Triethanolamin, Polyvinylalkohol
und Polyvinylpyrrolidon (PVP). Tyloxapol (ein nichtionisches flüssiges Polymer
vom Alkylarylpolyetheralkohol-Typ, ebenfalls als Superinon oder
Triton bekannt) stellt ein weiteres nützliches Benetzungsmittel dar.
Die meisten dieser Benetzungsmittel sind bekannte pharmazeutische
Trägerstoffe
und detailliert in Handbook of Pharmaceutical Excipients, gemeinsam
veröffentlicht
durch die American Pharmaceutical Association und The Pharmaceutical
Society of Great Britain (The Pharmaceutical Press, 1986).
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Bevorzugte
Benetzungsmittel umfassen Polyvinylpyrrolidon, Polyethylenglykol,
Tyloxapol, Poloxamere wie PLURONICTM F68,
F127 und F108, die Blockcopolymere von Ethylenoxid und Propylenoxid
sind, sowie Polyxamine wie etwa TETRONIKTM 908
(ebenfalls bekannt als POLOXAMINTM 908),
welches ein tetrafunktionelles Blockcopolymer ist, das abgeleitet
wird aus der sequenziellen Addition von Propylenoxid und Ethylenoxid
an Ethylendiamin (erhältlich
von BASF), Dextran, Lecithin, Dialkylester von Natriumsulfobernsteinsäure wie etwa
AEROSOLTM OT, welches ein Dioctylester von
Natriumsulfobernsteinsäure
ist (erhältlich
von American Cyanimid), DUPONOLTM P, welches
ein Natriumlaurylsulfat ist (erhältlich
von DuPont), TRITONTM X-200, welches ein
Alkylarylpolyethersulfonat ist (erhältlich von Rohm and Haas),
TWEENTM 20 und TWEENTM 80,
welche Polyoxyethylensorbitanfettsäureester sind (erhältlich von
ICI Specialty Chemicals), Carbowax 3550 und 934, welche Polyethylenglykole
sind (erhältlich
von Union Carbide), Crodesta F-110, welches eine Mischung von Sucrosestearat
und Sucrosedistearat ist, und Crodesta SL-40 (beide erhältlich von
Croda Inc.), und SA90HCO, welches C18H37CH2(CON(CH3)CH2(CHOH)4CH2OH)2 ist.
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Benetzungsmittel,
die als besonders geeignet erkannt wurden, umfassen Tetronic 908,
die Tween-Verbindungen, Pluronic F-68 und Polyvinylpyrrolidon. Andere
geeignete Benetzungsmittel umfassen Decanoyl-N-methylglucamid; n-Decyl-β-D-glucopyranosid;
n-Decyl-β-D-maltopyranosid;
n-Dodecyl-β-D-glucopyranosid;
n-Dodecyl-β-D-maltosid;
Heptanoyl-N-methylglucamid; n-Heptyl-β-D-glucopyranosid; n-Heptyl-β-D-thioglucosid;
n-Hexyl-β-D-glucopyranosid;
Nonanoyl-N-methylglucamid; n-Nonyl-β-D-glucopyranosid; Octanoyl-N-methylglucamid;
n-Octyl-β-D-glucopyranosid
und Octyl-β-D-thioglucopyranosid.
Ein weiteres bevorzugtes Benetzungsmittel ist p-Isononylphenoxypoly(glycidol),
ebenfalls bekannt als Olin-10G oder Surfactant 10-G (kommerziell
erhältlich
als 10G von Olin Chemicals). Zwei oder mehr Benetzungsmittel können in
Kombination miteinander eingesetzt werden.
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(iv) Tonizitäts- oder Osmolalitätsmittel
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Die
porösen
Wirkstoffmatrizes können
ein oder mehrere Tonizitätsmittel
wie etwa Salze (z. B. Natriumchlorid oder Kaliumchlorid) oder Zucker
(wie etwa Mannitol, Dextrose, Sucrose oder Trehalose) enthalten,
um eine hypotonische Lösung
eines Wirkstoffes isotonisch einzustellen, so daß der Wirkstoff in Lösung mit
den Zellen des Körpergewebes
des Patienten kompatibel ist. Die Art und Menge an Tonizitätsmittel
kann durch einen Fachmann unter Verwendung bekannter Techniken ausgewählt werden.
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(v) PEGylierte Trägerstoffe
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In
einer Ausführungsform
umfaßt
die Matrix weiterhin einen PEGylierten Trägerstoff. Derartige PEGylierte
Trägerstoffe
umfassen, sind aber nicht beschränkt
auf PEGylierte Phospholipide, PEGylierte Proteine, PEGylierte Peptide,
PEGylierte Zucker, PEGylierte Polysaccharide, PEGylierte Blockcopolymere
bei denen einer der Blöcke
PEG ist, und PEGylierte hydrophobe Verbindungen wie etwa PEGyliertes
Cholesterol. Der PEGylierte Trägerstoff
umschließt
oder schirmt den Wirkstoff vorteilhafterweise vor der Aufnahme durch
Makrophagen ab, was dessen Halbwertszeit verlängert oder die Bioverfügbarkeit
des Wirkstoffes erhöht.
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Repräsentative
Beispiele PEGylierter Phospholipide umfassen 1,2-Diacyl-sn-glycero-3-phosphoethanolamin-N-[poly(ethylenglykol)
2000] (”PEG
2000 PE”)
und 1,2-Diacyl-sn-glycero-3-phosphoethanolamin-N-[poly(ethylenglykol)5000] (”PEG 5000
PE”),
wobei die Acyl-Gruppe ausgewählt
ist beispielsweise aus Dimyristoyl, Dipalmitoyl, Distearoyl, Diolcoyl
und 1-Palmitoyl-2-oleoyl.
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Andere
Polyalkylenoxide können
anstelle des Polyethylens eingesetzt werden.
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II. Flüchtige
Lösungsmittel
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Die
Wahl des Lösungsmittels
hängt von
dem Wirkstoff ab. Das Lösungsmittel
ist ein organisches Lösungsmittel,
welches flüchtig
ist, einen relativ niedrigen Siedepunkt aufweist oder unter Vakuum
entfernt werden kann, und welches zur Verabreichung an Menschen
in Spurenmengen akzeptabel ist. Repräsentative Lösungsmittel umfassen Essigsäure, Acetaldehyddimethylacetal,
Aceton, Acetonitril, Chloroform, Chlorfluorkohlenstoffe, Dichlormethan,
Dipropylether, Diisopropylether, N,N-Dimethylformamid (DMF), Foramid,
Dimethylsulfoxid (DMSO), Dioxan, Ethanol, Ethylacetat, Ethylformiat,
Ethylvinylether, Methylethylketon (MEK), Glycerin, Heptan, Hexan,
Isopropanol, Methanol, Isopropanol, Butanol, Triethylamin, Nitromethan,
Octan, Pentan, Tetrahydrofuran (THF), Toluol, 1,1,1-Trichlorethan,
1,1,2-Trichlorethylen,
Xylol und Kombinationen davon. Im allgemeinen wird der Wirkstoff
in dem flüchtigen
Lösungsmittel
gelöst
unter Bildung einer Wirkstofflösung
mit einer Konzentration von zwischen 0,01 und 80% Gewicht zu Volumen
(G/V), stärker
bevorzugt zwischen 0,025 und 30% (G/V).
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Wäßrige Lösungsmittel
oder Mischungen aus wäßrigen und
organischen Lösungsmitteln,
wie etwa Wasser-Alkohol-Mischungen können zur Lösung des Wirkstoffes verwendet
werden.
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III. Porenbildende Mittel
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Porenbildende
Mittel sind flüchtige
Materialien, die verwendet werden während des Verfahrens zur Bildung
von Porosität
in der resultierenden Matrix. Das porenbildende Mittel ist ein flüchtiger
Feststoff.
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Festes porenbildendes Mittel
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Das
feste porenbildende Mittel muß unter
Verarbeitungsbedingungen, die den Wirkstoffzusammensetzungen nicht
schaden, flüchtig
sein. Das feste porenbildende Mittel kann (i) in der Wirkstofflösung gelöst sein, (ii)
in einem Lösungsmittel,
welches nicht mit dem Wirkstofflösungsmittel
unter Bildung einer Lösung
mischbar ist, gelöst
sein, wobei die Lösung
anschließend
mit der Wirkstofflösung
emulgiert wird, oder (iii) zugegeben werden in Form fester Partikel
zu der Wirkstofflösung.
Die Lösung,
Emulsion oder Suspension des porenbildenden Mittels in der Wirkstofflösung wird
weiter verarbeitet unter Entfernung des Wirkstofflösungsmittels,
des porenbildenden Mittels und, falls zutreffend, des Lösungsmittels
für das
porenbildende Mittel gleichzeitig oder nacheinander unter Verwendung
von Verdampfung, Sprühtrocknen,
Fließbetttrocknung,
Lyophilisierung, Vakuumtrocknung oder einer Kombination dieser Techniken.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist das feste porenbildende Mittel ein flüchtiges Salz, wie etwa Salze
von flüchtigen
Basen, die mit flüchtigen
Säuren
kombiniert sind. Flüchtige
Salze sind Materialien, die von einem Feststoff oder einer Flüssigkeit
in einen gasförmigen
Zustand übergehen
können
unter Verwendung zugeführter
Hitze und/oder eines Vakuums. Beispiele flüchtiger Basen umfassen Ammoniak,
Methylamin, Ethylamin, Dimethylamin, Diethylamin, Methylethylamin,
Trimethylamin und Pyridin. Beispiele flüchtiger Säuren umfassen Carbonsäuren, Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Iodwasserstoffsäure, Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure und
Benzoesäure.
Bevorzugte flüchtige
Salze umfassen Ammoniumbicarbonat, Ammoniumacetat, Ammoniumchlorid,
Ammoniumbenzoat und Mischungen daraus.
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Andere
Beispiele fester porenbildender Mittel umfassen Iod, Phenol, Benzoesäure (als
Säure und nicht
als Salz) und Naphthalin.
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Das
feste porenbildende Mittel wird eingesetzt in einer Menge zwischen
0,5 und 1000% (G/G), vorzugsweise zwischen 10 und 600% (G/G) und
stärker
bevorzugt zwischen 1 und 100% (G/G) des Wirkstoffes.
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IV. Verfahren zur Herstellung der porösen Wirkstoffmatrix
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Die
porösen
Wirkstoffmatrizes werden bevorzugt hergestellt durch (i) Auflösen eines
Wirkstoffes, vorzugsweise eines Wirkstoffes mit geringer wäßriger Löslichkeit,
in einem flüchtigen
Lösungsmittel
unter Bildung einer Wirkstofflösung,
(ii) Kombination von zumindest einem porenbildenden Mittel mit der
Wirkstofflösung
unter Bildung einer Emulsion, Suspension oder zweiten Lösung, und
(iii) Entfernung des flüchtigen
Lösungsmittels
und porenbildenden Mittels aus der Emulsion, Suspension oder zweiten
Lösung,
wie im angefügten
Anspruch 1 definiert. In einer bevorzugten Ausführungsform wird Sprühtrocknung,
gegebenenfalls gefolgt von Lyophilisierung oder Vakuumtrocknung
eingesetzt zur Entfernung der Lösungsmittel
und des porenbildenden Mittels. Die Entfernung des porenbildenden
Mittels kann gleichzeitig durchgeführt werden mit oder im Anschluß an die
Entfernung von ausreichend Lösungsmittel
zur Verfestigung der Tröpfchen.
Die Herstellung kann durchgeführt
werden unter Verwendung kontinuierlicher, diskontinuierlicher oder
semikontinuierlicher Verfahren.
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Zunächst wird
der ausgewählte
Wirkstoff in einem geeigneten Lösungsmittel
gelöst.
Die Konzentration des Wirkstoffes in der resultierenden Wirkstofflösung ist
typischerweise zwischen etwa 0,01 und 80% (G/V), vorzugsweise zwischen
etwa 0,025 und 30% (G/V).
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Anschließend wird
die Wirkstofflösung
kombiniert, typischerweise unter Mischungsbedingungen, mit dem porenbildenden
Mittel oder eine Lösung
davon. Falls ein flüssiges
porenbildendes Mittel eingesetzt wird, wird dies zunächst emulgiert
mit der Wirkstofflösung
unter Bildung von Tröpfchen
des porenbildenden Mittels, das in der Wirkstofflösung dispergiert
ist. Falls ein festes porenbildendes Mittel eingesetzt wird, wird
dies entweder direkt in der Wirkstofflösung gelöst unter Bildung einer Lösung eines
Wirkstoffs/porenbildenden Mittels, oder es wird zunächst in
einem zweiten Lösungsmittel
gelöst.
Falls das zweite Lösungsmittel
mit dem Wirkstofflösungsmittel
unmischbar ist, wird die Lösung
des porenbildenden Mittels mit der Wirkstofflösung emulgiert unter Bildung
von Tröpfchen
der Lösung
des porenbildenden Mittels, die in der Wirkstofflösung dispergiert
sind. Falls das zweite Lösungsmittel
mit der Wirkstofflösung
mischbar ist, werden die zwei Lösungen
gemischt unter Bildung einer einzigen Wirkstofflösung. Ein festes porenbildendes
Mittel kann alternativ direkt zu der Wirkstofflösung zugegeben werden, in Form
von festen Partikeln, vorzugsweise zwischen etwa 100 nm und 10 μm Größe unter
Bildung einer Suspension des porenbildenden Mittels in der Wirkstofflösung. Nachfolgend
kann die Partikelgröße des festen
porenbildenden Mittels reduziert werden, durch weiteres Prozessieren
der resultierenden Suspension, beispielsweise unter Verwendung von
Homogenisierung oder Schalltechniken, die im Stand der Technik bekannt
sind.
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Anschließend wird
die Lösung,
Emulsion oder Suspension weiter verarbeitet unter Entfernung des Wirkstofflösungsmittels
und des porenbildenden Mittels, entweder gleichzeitig oder nacheinander
unter Verwendung von Verdampfung, Sprühtrocknung, Fließbetttrocknung,
Lyophilisierung, Vakuumtrocknung oder einer Kombination dieser Techniken.
In einer bevorzugten Ausführungsform
wird die Lösung,
Emulsion oder Suspension sprühgetrocknet.
Wie hier verwendet, bedeutet ”Sprühtrocknung” die Vernebelung
der Lösung, Emulsion
oder Suspension unter Bildung eines feinen Nebels von Tröpfchen (der
Wirkstofflösung,
die durchgehend festes oder flüssiges
darin dispergiertes porenbildendes Mittel enthält), welcher sofort eine Trockenkammer
(z. B. ein Gefäß, Tank,
Röhre oder
Spule) betritt, wo er in Kontakt tritt mit einem Trocknungsgas.
Das Lösungsmittel
und die porenbildenden Mittel verdampfen von den Tröpfchen in
das Trocknungsgas unter Verfestigung der Tröpfchen, wobei gleichzeitig
Poren durch den Feststoff gebildet werden. Der Feststoff (typischerweise
in einer pulverförmigen
partikulären
Form) wird anschließend
von dem Trocknungsgas getrennt und gesammelt.
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Die
Temperatur des Einlasses und der Auslaßöffnungen der Trocknungskammer
wie auch die Flußgeschwindigkeiten
der Zuführungslösung, des
Vernebelungsgases und des Trocknungsgases können kontrolliert werden unter
Bildung der gewünschten
Produkte. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden die Sprühtrocknungsverfahren,
die im
US-Patent Nr. 5,853,698 an
Straub et al. beschrieben werden, zur Herstellung der Wirkstoffmatrizes
angepaßt.
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Der
in den gebildeten Feststoffen oder Pulvern vorliegende Wirkstoff
kann in einem kristallinen oder amorphen Zustand vorliegen oder
in einer Mischung derartiger Zustände. Der Zustand hängt im allgemeinen davon
ab wie die Tröpfchen
getrocknet werden und die Trägerstoffe
vorliegen.
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Stabilisierung der Emulsion
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In
Ausführungsformen,
in denen zumindest ein porenbildendes Mittel kombiniert wird mit
der Wirkstofflösung
unter Bildung einer Emulsion kann ein Tensid oder Emulgierungsmittel
zugegeben werden zur Erhöhung
der Stabilität
der Emulsion. Eine Vielzahl von Tensiden kann in diesem Verfahren
eingeführt
werden, vorzugsweise in einer Menge zwischen 0,1 und 5 Gew.-%. Beispielhafte
Emulgierungsmittel oder Tenside, die eingesetzt werden können, umfassen
die meisten physiologisch akzeptablen Emulgierungsmittel, beispielsweise Eilecithin
oder Sojabohnenlecithin, oder synthetische Lecithine wie etwa gesättigte synthetische
Lecithine, beispielsweise Dimyristoylphosphatidylcholin, Dipalmitoylphosphatidylcholin
oder Distearoylphosphatidylcholin oder ungesättigte synthetische Lecithine
wie etwa Dioleylphosphatidylcholin oder Dilinoleylphosphatidylcholin. Andere
hydrophobe oder amphipathische Verbindungen können anstelle des Phospholipids
eingesetzt werden, beispielsweise Cholesterin. Emulgatoren umfassen
ebenso Tenside wie etwa freie Fettsäuren, Ester von Fettsäuren mit
Polyoxyalkylen-Verbindungen wie Polyoxypropylenglykol und Polyoxyethylenglykol;
Ether von Fettalkoholen mit Polyoxyalkylenglykolen; Ester von Fettsäuren mit
polyoxyalkyliertem Sorbitan; Seifen; Glycerin-Polyalkylenstarat;
Glycerin-Polyoxyethylenricinoleat; Homo- und Copolymere von Polyalkylenglykolen; polyethoxyliertes
Sojaöl
und Castoröl
wie auch hydrierte Derivate; Ether und Ester von Sucrose oder anderen Kohlehydraten
mit Fettsäuren,
Fettalkoholen, wobei diese gegebenenfalls polyoxyalkyliert sind;
Mono-, Di- und Triglyceride von gesättigten oder ungesättigten
Fettsäuren,
Glyceride von Sojaöl
und Sucrose.
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Andere
Emulgatoren umfassen natürliche
und synthetische Formen von Gallensalzen oder Gallensäuren, sowohl
konjugiert mit Aminosäuren
als auch unkonjugiert wie etwa Taurodeoxycholat und Cholsäure.
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V. Poröse
Wirkstoffmatrix-Anwendungen
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Die
hier beschriebenen porösen
Wirkstoffmatrizes sind geeignet in Formulierungen zur Verabreichung an
einen Patienten mit Bedarf nach einem Wirkstoff. Wie hier verwendet
bezieht sich ”Patient” auf Tiere,
einschließlich
Säugetiere,
vorzugsweise Menschen. Die Formulierungen stellen den Patienten
eine therapeutisch oder prophylaktisch effektive Menge des Wirkstoffes
zur Verfügung.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden Paclitaxel- oder Docetaxelmatrizes eingesetzt in Formulierungen
zur Verabreichung an einen diesbezüglich bedürftigen Patienten. Pharmazeutische
Zusammensetzungen dieser Wirkstoffe werden bevorzugt ohne CREMOPHORTM, Polysorbat 80 oder andere Löslichkeitsverbesserungsmittel
bereitgestellt für
die Bolus-Verabreichung.
Die Zusammensetzungen sind poröse
trockene Pulver, die nach Zugabe eines wäßrigen Mediums eine Suspension
von Nanopartikeln und Mikropartikeln des Wirkstoffes bilden.
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Die
porösen
Matrizes oder Formulierungen davon sind geeignet zur Verabreichung
eines Wirkstoffes über
eine Vielzahl von Verabreichungs routen, beispielsweise parenteral,
mukosal, oral, topisch/transdermal, zur Erzielung lokaler, regionaler
oder systemischer Wirkungen. Beispiele parenteraler Routen umfassen
intravenöse,
intraarterielle, intrakardiale, intrathekale, intraossale, intraartikulare,
intrasynoviale, intrakutane, subkutane und intramuskuläre Verabreichungen.
Beispiele mukosaler Routen beinhalten pulmonäre (intrarespirativ), bukkale,
sublinguale, intranasale, rektale und vaginale Verabreichung. Die
porösen
Matrizes können
auch zur intraokularen, konjunktivalen, auralen, urethralen, intrakranialen,
intraläsionalen
und intratumoralen Verabreichung formuliert werden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
liegt die Wirkstoffmatrix in Form eines Pulvers vor, welches mit einem
wäßrigen Medium,
wie etwa einer physiologischen Salzlösung, zusammengebracht werden
kann und parenteral, wie etwa intramuskulär, subkutan oder intravenös, verabreicht
werden kann. Ein Vorteil der hier beschriebenen Formulierungen ist,
daß sie
eingesetzt werden können
zur Konvertierung von Wirkstoffen, die per Infusion verabreicht
werden müssen
(z. B. zur Vermeidung von Präzipitation
des Wirkstoffes infolge von Bolus-Injektion), in eine Bolus-Formulierung,
unter Vermeidung inakzeptabler Präzipitation des Wirkstoffes
in vivo oder für
lokale Verabreichung.
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Alternativ
kann die Matrix weiter verarbeitet werden unter Verwendung von Standardtechniken
in Tabletten oder Kapseln zur oralen Verabreichung, in rektale Suppositorien,
in einen Trockenpulverinhalator zur pulmonaren Verabreichung, oder
gemischt/prozessiert in eine Creme oder Salbe zur topischen Verabreichung. Diese
Standardtechniken werden beispielsweise in Ansel et al., ”Pharmaceutical
Dosage Forms and Drug Delivery Systems”, 6. Auflage (Williams & Wilkins 1995)
beschrieben.
-
Die
vorliegende Erfindung wird weiter veranschaulicht unter Bezugnahme
auf die folgenden nicht-beschränkenden
Beispiele.
-
Überblick
-
Beispiele
1–10 demonstrieren
die Herstellung von porösen
Wirkstoffmatrizes unter Verwendung verschiedener porenbildender
Mittel, verschiedener Wirkstoffe und verschiedener Lösungsmittel.
Beispiele 1 bis 8 verwenden Emulsionsformulierungen zur Herstellung
der Matrizes, während
Beispiele 9 und 10 Lösungsformulierungen
zur Bildung der Matrizes verwenden. Beispiele 11–13 beschreiben die Analysen,
die durchgeführt wurden
zur Charakterisierung der porösen
Wirkstoffmatrizes, die in Beispielen 1–10 hergestellt wurden. Diese Charakteristika
beinhalten Dichte, die Wirkstoffintegrität und Lösungseigenschaften.
-
Beispiel
14 beschreibt Partikelgrößenanalyse
und Oberflächenanalyse
von Wirkstoffpartikeln niedriger Wasserlöslichkeit, die in die porösen Wirkstoffmatrizes
eingearbeitet sind. Beispiele 15–17 beschreiben Experimente,
die die erhöhte
interne Oberfläche
der porösen
mit porenbildenden Mitteln hergestellten Wirkstoffmatrizes demonstrieren.
Beispiele 18–21
beschreiben Experimente, die den Vorteil oder den Bedarf des Einarbeitens
eines Benetzungsmittels als eine Komponente der porösen Wirkstoffmatrizes
zeigen. Beispiel 22 beschreibt ein Experiment, welches die Verabreichung
von porösen
Wirkstoffmatrizes als intravenöser
Bolus demonstriert. Beispiele 23 und 24 beschreiben die Herstellung
von porösen
Wirkstoffmatrizes, die mit porenbildenden Mitteln und PEGylierten
Phospholipiden hergestellt werden.
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Materialien und Ausrüstung
-
Die
folgenden Materialien und Ausrüstung
wurden in den Beispielen eingesetzt. PEG 3350, PEG 8000, Polyvinylpyrrolidon
K-15, Nifedipin, Naproxen, Prednison, SPANTM 40,
Lecithin, TWEENTM 80, PLURONICTM F127,
Ammoniumchlorid, Ammoniumbicarbonat und Ammoniumacetat wurden von
Spectrum Chemicals (Gardena, CA) erhalten. Griseofulvin wurde erhalten
von Aldrich Chemicals (Milwaukee, WI). Paclitaxel wurde erhalten
von Hauser (Boulder, CO). 1,2-Dimyristoyl-sn-Glycero-3-Phosphoethanolamin-N-[poly(ethylenglycol)-5000]
(PEG 5000 PE) und 1,2-Dimyristoyl-sn-Glycero-3-Phosphoethanolamin-N-[poly(ethylenglykol)-2000]
(PEG 2000 PE) wurden erhalten von Avanti Polar Lipids Inc. (Alabaster,
AL). Methylenchlorid wurde erhalten von EM Science (Gibbstown, NJ).
Alle Emulsionen wurden hergestellt unter Verwendung eines Virtis IQ2-Homogenisators (Virtis, Gardiner, NY).
Die Formulierungen wurden sprühgetrocknet
mit einem Laborsprühtrockner
unter Verwendung einer Luftvernebelungsdüse.
-
Beispiel 1: Herstellung einer porösen Prednison-Matrix
unter Verwendung von Ammoniumbicarbonat als porenbildendes Mittel
mit SPANTM 40 und PEG 8000 als Benetzungsmitteln
-
5,46
g PEG 8000, 0,545 g Prednison und 0,055 g SPANTM 40
wurden in 182 ml Methylenchlorid gelöst. Eine wäßrige Lösung wurde hergestellt unter
Lösung
von 3,27 g Ammoniumbicarbonat in 18,2 ml entionisiertem (DI) Wasser.
Die wäßrige Lösung wurde
der organischen Lösung
zugegeben (Phasenverhältnis
1:10) und über
5 Minuten bei 16 000 Upm homogenisiert. Die resultierende Emulsion
wurde sprühgetrocknet
mit einem Laborsprühtrockner
unter Verwendung einer Luftvernebelungsdüse und Stickstoff als Trocknungsgas.
Die Sprühtrocknungsprozessierungsbedingungen
waren 20 ml/min Flußgeschwin digkeit
der Lösung,
60 kg/h Geschwindigkeit des Trocknungsgases und 36°C Auslaßtemperatur.
-
Beispiel 2: Herstellung einer porösen Prednison-Matrix
unter Verwendung von Ammoniumbicarbonat als porenbildendes Mittel
mit PEG 8000, TWEENTM 80, Lecithin als Benetzungsmitteln
-
5,46
g PEG 8000, 0,545 g Prednison, 0,003 g TWEENTM 80
und 0,003 g Lecithin wurden in 182 ml Methylenchlorid gelöst. Eine
wäßrige Lösung wurde
wie in Beispiel 1 hergestellt. Die wäßrige Lösung wurde der organischen
Lösung
zugegeben (Phasenverhältnis
1:10) und über
15 Minuten wie in Beispiel 1 beschrieben homogenisiert. Die resultierende
Emulsion wurde sprühgetrocknet
wie in Beispiel 1 beschrieben unter Verwendung von Prozeßparametern
von 20 ml/min Lösungsflußgeschwindigkeit,
60 kg/h Flußgeschwindigkeit
des Trocknungsgases und 35°C
Auslaßtemperatur.
-
Beispiel 3: Herstellung einer porösen Prednison-Matrix
unter Verwendung von Ammoniumacetat als porenbildendes Mittel und
PEG 8000, TWEENTM 80 und Lecithin als Benetzungsmitteln
-
Eine
Prednison-haltige organische Lösung
wurde hergestellt wie in Beispiel 2 beschrieben. Eine wäßrige Lösung wurde
hergestellt unter Lösung
von 3,27 g Ammoniumacetat in 18,2 ml DI-Wasser. Die wäßrigen und
organischen Lösungen
wurden homogenisiert und sprühgetrocknet
wie in Beispiel 2 beschrieben.
-
Beispiel 4: Herstellung einer porösen Prednison-Matrix
unter Verwendung von Ammoniumchlorid als porenbildendes Mittel,
und PEG 8000, TWEENTM 80 und Lecithin als
Benetzungsmitteln
-
Eine
Prednison-haltige organische Lösung
wurde hergestellt wie in Beispiel 2 beschrieben. Eine wäßrige Lösung wurde
hergestellt unter Lösung
von 3,27 g Ammoniumchlorid in 18,2 ml DI-Wasser. Die wäßrige und
organische Lösung
wurden homogenisiert wie in Beispiel 1 beschrieben. Die resultierende
Emulsion wurde sprühgetrocknet
wie in Beispiel 2 beschrieben.
-
Beispiel 5: Herstellung einer porösen Griseofulvin-Matrix
unter Verwendung von Ammoniumbicarbonat als porenbildendes Mittel
und PEG 3350, TWEENTM 80 und Lecithin als
Benetzungsmitteln
-
9,09
g PEG 3350, 4,55 g Griseofulvin, 0,01 g TWEENTM 80
und 0,01 g Lecithin wurden in 182 ml Methylenchlorid gelöst. Eine
wäßrige Lösung wurde
hergestellt unter Lösung
von 3,27 g Ammoniumbicarbonat und 1,09 g PEG 3350 in 18,2 ml DI-Wasser.
Die wäßrige und
organische Lösung
wurden wie in Beispiel 1 beschrieben homogenisiert. Die resultierende
Emulsion wurde wie in Beispiel 1 beschrieben sprühgetrocknet unter Verwendung
von Prozeß parametern
von 20 ml/min Lösungsflußgeschwindigkeit,
80 kg/h Trocknungsgasgeschwindigkeit und 12°C Auslaßtemperatur.
-
Beispiel 6: Herstellung einer porösen Nifedipin-Matrix
unter Verwendung von Ammoniumbicarbonat als porenbildendes Mittel,
und PEG 3350 und Lecithin als Benetzungsmitteln
-
9,09
g PEG 3350, 2,27 g Nifedipin und 0,009 g Lecithin wurden in 182
ml Methylenchlorid gelöst.
Eine wäßrige Lösung wurde
hergestellt durch Lösung
von 3,27 g Ammoniumbicarbonat in 18,2 ml DI-Wasser. Die wäßrigen und
organischen Lösungen
wurden wie in Beispiel 1 beschrieben homogenisiert. Die resultierende Emulsion
wurde wie in Beispiel 1 beschrieben sprühgetrocknet unter Verwendung
von Prozeßparametern
von 20 ml/min Lösungsflußgeschwindigkeit,
60 kg/h Trocknungsgasgeschwindigkeit und 20°C Auslaßtemperatur.
-
Beispiel 7: Herstellung einer porösen Naproxen-Matrix
unter Verwendung von Ammoniumchlorid als porenbildendes Mittel,
und PEG 3350 und Lecithin als Benetzungsmitteln
-
Eine
Naproxen-haltige organische Lösung
wurde hergestellt durch Lösen
von 10,91 g PEG 3350, 2,73 g Naproxen und 0,109 g Lecithin in 182
ml Methylenchlorid. Eine wäßrige Lösung wurde
hergestellt wie in Beispiel 4 beschrieben. Die wäßrige und organische Lösung wurden
homogenisiert wie in Beispiel 1 beschrieben, und die resultierende
Emulsion wurde sprühgetrocknet
unter Verwendung von Prozeßparametern
von 20 ml/min Lösungsflußgeschwindigkeit,
100 kg/h Flußgeschwindigkeit
des Trocknungsgases und 20°C
Auslaßtemperatur.
-
Beispiel 8: Produktion einer porösen Paclitaxel-Matrix
unter Verwendung von Ammoniumbicarbonat als porenbildendes Mittel,
und PEG 3350 und Lecithin als Benetzungsmitteln
-
Eine
Paclitaxel-haltige organische Lösung
wurde hergestellt durch Lösen
von 3,0 g Paclitaxel, 15,0 g PEG 3350 und 15,7 mg Lecithin in 100
ml Methylenchlorid. Eine wäßrige Lösung, bestehend
aus 1,8 g Ammoniumbicarbonat und 0,6 g PEG 3350 in 10 ml DI-Wasser
wurde der organischen Lösung
zugegeben (Phasenverhältnis
1:10). Die Mischung wurde über
5 Minuten bei 16000 Upm homogenisiert. Die resultierende Emulsion
wurde sprühgetrocknet
unter Verwendung von Prozeßparametern
von 10 ml/min Flußgeschwindigkeit
der Lösung,
60 kg/h Geschwindigkeit des Trocknungsgases und 25°C Auslaßtemperatur.
-
Beispiel 9: Herstellung einer porösen Nifedipin-Matrix
unter Verwendung von Ammoniumbicarbonat als Füllstoff, PEG 3350 und TWEENTM 80 als Benetzungsmitteln, Polyvinylpyrrolidon
als Füllstoff
und Ethanol als Lösungsmittel
-
Eine
Nifedipin-haltige organische Lösung
wurde hergestellt unter Lösung
von 0,76 g Nifedipin, 0,28 g PEG 3350 und 2,72 g Polyvinylpyrrolidon
K-15 in 170 ml Ethanol. Eine wäßrige Lösung bestehend
aus 1,62 g Ammoniumbicarbonat und 3 mg TWEENTM 80
in 30 ml DI-Wasser wurde der Ethanol-Lösung zugegeben und gemischt.
Die resultierende Lösung
wurde sprühgetrocknet
unter Verwendung von Prozeßparametern
von 20 ml/min Flußgeschwindigkeit
der Lösung,
100 kg/h Geschwindigkeit des Trocknungsgases und 36°C Auslaßtemperatur.
-
Beispiel 10: Herstellung einer porösen Nifedipin-Matrix
unter Verwendung von Ammoniumbicarbonat als porenbildendes Mittel,
PEG 3350 und PLURONICTM F127 als Benetzungsmitteln,
Polyvinylpyrrolidon als Füllstoff und
Ethanol als Lösungsmittel
-
Eine
Nifedipin-haltige organische Lösung
wurde hergestellt unter Lösung
von 0,76 g Nifedipin, 0,28 g PEG 3350 und 2,72 g Polyvinylpyrrolidon
K-15 in 170 ml Ethanol. Eine wäßrige Lösung bestehend
aus 1,62 g Ammoniumbicarbonat und 3 mg PLURONICTM F127
in 30 ml DI-Wasser wurde der Ethanol-Lösung
zugegeben und gemischt. Die resultierende Lösung wurde sprühgetrocknet
unter Verwendung von Prozeßparametern
von 20 ml/min Flußgeschwindigkeit
der Lösung,
100 kg/h Geschwindigkeit des Trocknungsgases und 36°C Auslaßtemperatur.
-
Beispiel 11: In vitro-Lösung von
porösen
Wirkstoffmatrizes
-
Die
in vitro-Lösungsgeschwindigkeiten
der in Beispielen 1–10
hergestellten Pulver wurden verglichen mit den Lösungsgeschwindigkeiten des
interessierenden Wirkstoffes in loser Form.
-
Analytische Methode
-
Alle
Lösungsstudien
wurden durchgeführt
in PBS (phosphatgepufferter Salzlösung) bei Raumtemperatur in
einem Becherglas unter Verwendung von Mischung von oben. Der eingesetzte
Mischer war ein IKARW16-Basismischer mit einem R1342-Propellerschaft,
der bei einer Rührgeschwindigkeit
von 5 lief. Proben wurden mittels Pipette entfernt, durch einen
0,22 Mikron-CA-Spritzenfilter
filtriert und anschließend
analysiert. UV-Vis-Spektroskopie wurde durchgeführt an einem Hewlett Packard
Model 8453. Die Lösungskurven werden
dargestellt als Prozentsatz der vollständigen Auflösung.
-
Für Griseofulvin
wurde PBS (600 ml) zu einer geeigneten Menge an zu testendem Material
zum Erhalt von 2,4 mg Griseofulvin zugegeben. Die UV-Analyse wurde durchgeführt bei
291 nm.
-
Für Naproxen
wurde PBS (100 ml) zu einer geeigneten Menge an zu testendem Material
zum Erhalt von 100 mg Naproxen zugegeben. Alle Gefäße enthaltend
Naproxen als Feststoff oder als Lösung wurden vor Licht geschützt. UV-Analyse
wurde durchgeführt
bei 332 nm.
-
Für Nifedipin
wurde PBS (600 ml) zu einer geeigneten Menge zu testendem Material,
enthaltend 2,4 mg Nifedipin, zugegeben. Alle Nifedipin als Feststoff
oder in Lösung
enthaltenden Gefäße wurden
vor Licht geschützt.
UV-Analyse wurde durchgeführt
bei 237 nm.
-
Für Prednison
wurde PBS (250 ml) zu einer geeigneten Menge zu testendem Material,
enthaltend 5 mg Prednison, zugegeben. UV-Analyse wurde durchgeführt bei
244 nm.
-
Für Paclitaxel
wurden Studien durchgeführt
in PBS, enthaltend 0,08% TWEENTM 80 (T80/PBS). T80/PBS
(10 ml) wurde zu einer geeigneten Menge zu testendem Material, enthaltend
5 mg Paclitaxel zugegeben in einem konischen 15 ml-Rohr aus Polypropylen,
und die Suspension wurde Ultra-thurax-gerührt über 3–4 Minuten. Die Suspension
(0,25 ml) wurde anschließend
zu 250 ml T80/PBS in einem 600 ml-Becherglas zur Lösungsanalyse
zugegeben. Die HPLC-Analyse
wurde direkt an den gefilterten wäßrigen Lösungen unter Verwendung der
Paclitaxel-HPLC-Methode, die in Beispiel 13 beschrieben wird, durchgeführt.
-
Ergebnisse
-
Die
in vitro-Auflösungsgeschwindigkeiten
der porösen
Wirkstoffmatrizes, die in den Beispielen 1–10 hergestellt wurden, sind
in 1–6 dargestellt.
Die in vitro-Auflösung
der porösen
Wirkstoffmatrizes wird verglichen mit dem interessierenden Wirkstoff
in loser Form. In allen Fällen
ist die Zeitdauer bis zur 80%igen Lösung der porösen Wirkstoffmatrizes
4- bis 50-mal geringer als die Zeitdauer zur 80%igen Lösung des
Wirkstoffes in loser Form. Die Geschwindigkeit der Lösung, die
durch die Steigung der Kurve angenähert wird, beträgt 10- bis
1400-mal mehr für
die porösen
Wirkstoffmatrizes der Beispiele 1–10 im Vergleich zu den spezifischen
interessierenden Wirkstoffen in loser Form.
-
Beispiel 12: Dichte der porösen Wirkstoffmatrizes
-
Die
Dichten der in Beispielen 1–7
hergestellten trockenen Pulver sind in Tabelle 1 zusammengefaßt. Die
Dichte wurde gemessen unter Anlegung von transaxialem Druck (”TAP”) mit einem
Micromeritics GeoPyc 1360 unter Verwendung einer Konsolidierungskraft
von 8 Newton. Die Matrizes sind in allen Fällen weniger dicht als die
Ausgangsform des losen Wirkstoffes, was zeigt, daß die porösen Wirkstoffmatrizes
poröser
sind als der kommerziell erhältliche
Wirkstoff in loser Form. Tabelle 1: Partikeldichteanalyse
| Material | Dichte
(g/ml) |
| Loses
Prednison | 0,68 |
| Beispiel
1 | 0,48 |
| Beispiel
2 | 0,55 |
| Beispiel
3 | 0,51 |
| Beispiel
4 | 0,49 |
| Loses
Griseofulvin | 0,80 |
| Beispiel
5 | 0,55 |
| Loses
Nifedipin | 1,01 |
| Beispiel
6 | 0,56 |
| Loses
Naproxen | 0,69 |
| Beispiel
7 | 0,58 |
-
Beispiel 13: Integrität des Wirkstoffes in porösen Wirkstoffmatrizes
-
Analytische Methode
-
Die
Integrität
des Wirkstoffes nach der Prozessierung wurde beurteilt mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie
(”HPLC”) (Hewlett
Packard Series 1100 HPLC). USP-Chromatographiebedingungen wurden gewählt für Prednison,
Naproxen, Nifedipin und Griseofulvin. Gefäße und Fläschchen, enthaltend Naproxen- oder
Nifedipin-Lösungen
wurden vor Licht geschützt.
Für Paclitaxel
umfaßten
die Chromatographiebedingungen eine Nukleosil-Säule (5 :m, C18, 100A, 250 × 4,6 mm),
eine mobile Phase von 2 mM H3PO4/Acetonitril (2:3)
bei einer Flußgeschwindigkeit
von 1,5 ml/min, UV-Detektion bei 227 nm und einer Laufdauer von
25 min.
-
Ergebnisse
-
Die
Integritäten
der Wirkstoffe infolge der Prozessierung nach Beispielen 1–9 ist in
Tabelle 2 durch die Reinheit dargestellt. Das Verfahren der Einarbeitung
des Wirkstoffes in poröse
Matrizes scheint die Reinheit des Wirkstoffes nicht zu verändern. Tabelle 2: Analyse der Integrität der Wirkstoffe
| Material | Reinheit
(%) |
| Prednison-Pulver | 100 |
| Beispiel
1 | 99,8 |
| Beispiel
2 | 99,8 |
| Beispiel
3 | 99,8 |
| Beispiel
4 | 99,8 |
| Loses
Griseofulvin | 95,7 |
| Beispiel
5 | 95,7 |
| Loses
Nifedipin | 100 |
| Beispiel
6 | 100 |
| Beispiel
9 | 100 |
| Beispiel
10 | 100 |
| Loses
Naproxen | 100 |
| Beispiel
7 | 100 |
| Loses
Paclitaxel | 100 |
| Beispiel
8 | 100 |
-
Beispiel 14: Partikelgrößenanalyse
und Oberflächenanalyse
von Wirkstoffpartikeln in benetzten porösen Wirkstoffmatrizes
-
Analytische Methoden
-
Die
Partikelgrößenanalyse
wurde durchgeführt
unter Verwendung des Coulter Multisizer II mit einer 50 Mikron-Öffnung im
Siphon-Modus. Der Elektrolyt wurde vorgesättigt mit dem betreffenden
Wirkstoff und gefiltert durch einen 0,22 Mikron-Filter vor dem Einsatz
der Charge in der Analyse, um sicherzustellen, daß kein Teil
des Wirkstoffes der Charge sich im Laufe der Analyse löst.
-
Ergebnisse
-
Die
mittlere Partikelgröße und die
Gesamtoberfläche
der durch Zusammenbringen der in Beispielen 1–7 hergestellten porösen Wirkstoffmatrizes
mit wäßrigen Medien
gebildeten Wirkstoffpartikel sind in Tabelle 3 zusammengefaßt. Tabelle 3: Partikelgröße und Oberflächenanalyse
| Material | Größe
(Mikron) | Oberfläche
(m2/ml der Mikropartikel) |
| Prednison-Pulver | 2,07 | 1,43 |
| Beispiel
1 | 1,58 | 1,66 |
| Beispiel
2 | 1,39 | 2,53 |
| Beispiel
3 | 1,39 | 3,02 |
| Beispiel
4 | 1,24 | 3,36 |
| Loses
Griseofulvin | 2,42 | 0,88 |
| Beispiel
5 | 2,16 | 1,28 |
| Loses
Nifedipin | 2,64 | 0,57 |
| Beispiel
6 | 1,78 | 1,98 |
| Loses
Naproxen | 2,89 | 0,66 |
| Beispiel
7 | 1,34 | 2,79 |
-
In
allen Fällen
war die Partikelgröße der Wirkstoffpartikel,
die aus der Benetzung der porösen
Wirkstoffmatrizes resultierten, im Vergleich mit dem losen Ausgangsmaterial
um 10 bis 54% reduziert und die Gesamtoberfläche der Partikel wurde im Vergleich
zu dem kompakten Ausgangsmaterial um etwa 16–320% erhöht.
-
Beispiel 15: Nifedipin-Wirkstoffmatrizes,
enthaltend ein Benetzungsmittel, hergestellt mit und ohne ein porenbildendes
Mittel
-
Eine
Nifedipin/PEG-Lösung
wurde hergestellt durch Lösen
von 2,0 g Nifedipin, 8,0 g PEG 3350 und 8 mg Lecithin in 200 ml
Methylenchlorid (Beispiel 15A). Eine zweite identische Nifedipin-haltige
organische Lösung
wurde hergestellt. Eine wäßrige Lösung, bestehend
aus 1,8 g Ammoniumbicarbonat in 20 ml DI-Wasser wurde zu der ersten
organischen Nifedipin-Lösung zugegeben
(Phasenverhältnis
1:10). Die Mischung wurde über
5 Minuten bei 16000 Upm homogenisiert. Die Nifedipin-Lösung (Beispiel
15A) und die Nifedipin-Emulsion (Beispiel 153) wurden separat sprühgetrocknet
unter Verfahrensbedingungen von 20 ml/min Flußgeschwindigkeit der Lösung, 60
kg/h Trocknungsgeschwindigkeit des Gases und 21°C Auslaßtemperatur.
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Beispiel 16: Griseofulvin-Wirkstoffmatrizes,
enthaltend ein Benetzungsmittel, hergestellt mit und ohne ein porenbildendes
Mittel
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Eine
Griseofulvin/PEG-Lösung
wurde hergestellt durch Lösen
von 5,0 g Griseofluvin, 11,2 g PEG 3350, 1 mg TWEENTM 80,
und 11 mg Lecithin in 200 ml Methylenchlorid (Beispiel 16A). Eine
zweite identische Griseofulvin-haltige organische Lösung wurde
hergestellt. Eine wäßrige Lösung, bestehend
aus 1,8 g Ammoniumbicarbonat in 20 ml DI-Wasser wurde der ersten
organischen Lösung
zugegeben (Phasenverhältnis
1:10). Die Mischung wurde über
5 Minuten bei 16000 Upm homogenisiert. Die Griseofulvin-Lösung (Beispiel
16A) und Griseofulvin-Emulsion (Beispiel 16B) wurden sprühgetrocknet
mittels eines Laborsprühtrockners
unter Verfahrensbedingungen von 20 ml/min Flußgeschwindigkeit der Lösung, 80
kg/h Trocknungsgeschwindigkeit des Gases und 13°C Auslaßtemperatur.
-
Beispiel 17: Interne Oberfläche der
porösen
Wirkstoffmatrizes, enthaltend ein Benetzungsmittel und hergestellt mit
und ohne porenbildendes Mittel
-
Die
internen Oberflächen
der Wirkstoffmatrizes, hergestellt in Beispielen 15 und 16 wurden
bestimmt durch Krypton BET. Die BET-spezifische Oberflächen-Analyse
wurde durchgeführt
unter Verwendung von Mehr-Punkt-Oberflächenanalyse
mit Krypton als Gas. Die Proben wurden vor der Analyse bis zu einem
20 Mikron-Vakuum bei 20°C
entgast. Die in Tabelle 4 dargestellten Ergebnisse zeigen, daß die Verwendung
des porenbildenden Mittels zu einer Erhöhung der inneren Oberfläche der
resultierenden Wirkstoffmatrix um das 2,3- bis 3,5-fache führte. Tabelle 4: Interne Oberfläche von
Wirkstoffmatrizes
| Matrix
(Beispiel
Nr.) | Oberfläche
(m2/g Matrix) |
| Nifedipin
mit Benetzungsmittel (15A) | 0,40 |
| Nifedipin
mit Benetzungsmittel und Ammoniumbicarbonat (15B) | 1,4 |
| Griseofulvin
mit Benetzungsmittel (16A) | 0,41 |
| Griseofulvin
mit Benetzungsmittel und Ammoniumbicarbonat (16B) | 0,95 |
-
Beispiel 18: Nifedipin-Wirkstoffmatrix,
hergestellt ohne porenbildendes Mittel oder Benetzungsmittel
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Eine
5%ige Nifedipin-Lösung
wurde hergestellt durch Lösen
von 10,0 g Nifedipin in 200 ml Methylenchlorid. Die Lösung wurde
sprühgetrocknet
mit einem Laborsprühtrockner
unter Verwendung der folgenden Bedingungen: 20 ml/min Flußgeschwindigkeit
der Lösung,
60 kg/h Trocknungsgeschwindigkeit des Gases und 22°C Auslaßtemperatur.
-
Beispiel 19: Griseofulvin-Wirkstoffmatrix,
hergestellt ohne porenbildendes Mittel oder Benetzungsmittel
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Eine
8,1%ige Griseofulvin-Lösung
wurde hergestellt durch Lösen
von 16,2 g Griseofulvin in 200 ml Methylenchlorid. Die Lösung wurde
sprühgetrocknet
mit einem Laborsprühtrockner
unter Verwendung von Verfahrens bedingungen von 20 ml/min Flußgeschwindigkeit
der Lösung,
80 kg/h Trocknungsgeschwindigkeit des Gases und 13°C Auslaßtemperatur.
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Beispiel 20: In vitro-Lösung von
Nifedipin-Wirkstoffmatrizes, hergestellt mit/ohne porenbildendes
Mittel und Benetzungsmittel
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Die
in vitro-Lösungsgeschwindigkeiten
der in Beispielen 15 und 18 hergestellten Nifedipin-Matrizes sind
in 6 dargestellt. Die in vitro-Lösung
der Wirkstoffmatrizes, die hergestellt wurden entweder mit Benetzungsmittel
oder Benetzungsmittel und porenbildendem Mittel zeigen erhöhte Auflösungsgeschwindigkeiten im
Vergleich zu der einzig mit dem Wirkstoff hergestellten Wirkstoffmatrix.
Die sowohl mit dem Benetzungsmittel als auch dem porenbildenden
Mittel hergestellte Wirkstoffmatrix zeigt die größte Auflösungsgeschwindigkeit.
-
Beispiel 21: In vitro-Lösung von
Griseofulvin-Wirkstoffmatrizes, hergestellt mit/ohne porenbildendes
Mittel und Benetzungsmittel
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Die
in vitro-Lösungsgeschwindigkeiten
der Griseofulvin-Matrizes, die in Beispielen 16 und 19 hergestellt
wurden, sind in 7 dargestellt. Die in vitro-Lösung der
Wirkstoffmatrizes, hergestellt entweder mit Benetzungsmittel oder
Benetzungsmittel und porenbildendem Mittel zeigen erhöhte Auflösungsgeschwindigkeiten
im Vergleich mit der alleine mit Wirkstoff hergestellten Wirkstoffmatrix.
Die sowohl mit Benetzungsmittel als auch mit porenbildendem Mittel
hergestellte Matrix zeigt die größte Auflösungsgeschwindigkeit.
-
Beispiel 22: Verabreichung von porösen Wirkstoffmatrizes
als intravenösem
Bolus an Hunde
-
Eine
Nifedipin-beladene organische Lösung
wurden hergestellt durch Lösen
von 9,09 g PEG 3350, 2,27 g Nifedipin und 0,009 g Lecithin in 182
ml Methylenchlorid. Eine wäßrige Lösung wurde
hergestellt durch Lösen
von 3,27 g Ammoniumbicarbonat und 0,91 g PEG 3350 in 18,2 ml entionisiertem
Wasser bei Raumtemperatur. Die wäßrigen und
organischen Lösungen
wurden homogenisiert wie in Beispiel 1 beschrieben und die resultierende
Emulsion wurde sprühgetrocknet
unter Verfahrensbedingungen von 20 ml/min Flußgeschwindigkeit der Lösung, 60
kg/h Trocknungsgeschwindigkeit des Gases und 20°C Auslaßtemperatur.
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Eine
Suspension der porösen
Nifedipin-Wirkstoffmatrix wurde hergestellt in 5%iger Dextrose-Lösung bei
einer Konzentration von 2,5 mg/ml. Die Suspension (2 ml) wurde verabreicht
als Bolus an vier Beagles mit einem Gewicht von 8–10 kg.
Blutproben wurden genommen zu Zeitpunkten im Bereich von 1 Minute
bis 24 Stunden. Die Proben wurden in Plasma verarbeitet, gefroren
aufbewahrt und bis zur Analyse mittels Flüssigkeitschromatographie-Massenspektrometrie
vor Licht geschützt.
Alle Tiere tolerierten die als Bolus verabreichte Suspension. Die
mittleren Plasmaspiegel der intravenös verabreichten Suspension
sind in 8 dargestellt.
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Beispiel 23: Herstellung einer porösen Nifedipin-Matrix
unter Verwendung eines PEGylierten Phospholipids, 1,2-Dimyristoyl-sn-glycero-3-phosphoethanolamin-N-[poly(ethylenglykol)-5000]
-
Eine
Nifedipin-haltige organische Lösung
wurde hergestellt unter Lösen
von 2,0 g Nifedipin, 30,0 PEG 3350, 4 mg Lecithin und 4 mg 1,2-Dimyristoyl-sn-glycero-3-phosphoethanolamin-N-[poly(ethylenglykol)-5000] (PEG
5000 PE) in 202 ml Methylenchlorid. Eine wäßrige Lösung von 1,8 g Ammoniumbicarbonat
in 20 ml DI-Wasser wurde der organischen Lösung zugegeben (Phasenverhältnis 1:10).
Die Mischung wurde über
5 Minuten bei 16 000 Upm homogenisiert. Die resultierende Emulsion
wurde sprühgetrocknet
unter Verwendung von Verfahrensbedingungen von 20 ml/min Flußgeschwindigkeit
der Lösung,
60 kg/h Trocknungsgeschwindigkeit des Gases und 21°C Auslaßtemperatur.
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Beispiel 24: Herstellung einer porösen Nifedipin-Matrix
unter Verwendung eines PEGylierten Phospholipids, 1,2-Dimyristoyl-sn-glycero-3-phosphoethanolamin-N-[poly(ethylenglykol)-2000]
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Eine
Nifedipin-beladene organische Lösung
wurde hergestellt unter Lösen
von 2,0 g Nifedipin, 30,0 g PEG 3350, 4 mg Lecithin und 4 mg 1,2-Dimyristoyl-sn-glycero-3-phosphoethanolamin-N-[poly(ethylenglykol)-2000)
(PEG 2000 PE) in 202 ml Methylenchlorid. Eine wäßrige Lösung, bestehend aus 1,8 g Ammoniumbicarbonat
in 20 ml DI-Wasser wurde der organischen Lösung zugegeben (Phasenverhältnis 1:10).
Die Mischung wurde über
5 Minuten bei 16 000 Upm homogenisiert. Die resultierende Emulsion
wurde sprühgetrocknet
unter Verwendung von Verfahrensbedingungen von 20 ml/min Flußgeschwindigkeit
der Lösung,
60 kg/Stunde Trocknungsgeschwindigkeit des Gases und 21°C Auslaßtemperatur.
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Modifikationen
und Variationen der vorliegenden Erfindung werden für die Fachleute
in dem Gebiet aus der vorstehenden ausführlichen Beschreibung ersichtlich.
Derartige Modifikationen und Variationen sollen in den Umfang der
nachfolgenden Ansprüche
fallen.