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DE60024697T2 - Vorrichtung und Verfahren für anonymen Zugang zum Internet - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren für anonymen Zugang zum Internet Download PDF

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DE60024697T2
DE60024697T2 DE2000624697 DE60024697T DE60024697T2 DE 60024697 T2 DE60024697 T2 DE 60024697T2 DE 2000624697 DE2000624697 DE 2000624697 DE 60024697 T DE60024697 T DE 60024697T DE 60024697 T2 DE60024697 T2 DE 60024697T2
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proxy
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proxy server
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Terrence M. West Redding Doeberl
Edward J. Trumbull Gillespie
Maria P. Southbury Parkos
Suti Stamford Prakash
Judith A. Stamford Martin
Marcy F. Shelton Macdonald
Paul M. Southbury Porter
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Pitney Bowes Inc
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    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06QINFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G06Q20/00Payment architectures, schemes or protocols
    • G06Q20/38Payment protocols; Details thereof
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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Information Transfer Between Computers (AREA)
  • Computer And Data Communications (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Zugreifen auf das Internet und insbesondere auf das anonyme Zugreifen auf das Internet zum Ausführen von Transaktionen einschließlich der Tätigung von Käufen.
  • Obwohl sich Kommunikation über das Internet verschlüsseln lässt, ist das Internet kein sicheres Netzwerk. Unverschlüsselte Kommunikationen bzw. Datenübertragungen können mitgelesen werden, und wenn diese Kommunikationen vertrauliche Informationen übermitteln, droht Schaden.
  • Doch abgesehen davon, ob eine Kommunikation verschlüsselt ist oder nicht, ist unter Umständen die Umgebung bei einem vorgesehenen Empfänger einer Internet-Kommunikation nicht sicher. Besucht ein Internet-Nutzer eine Internet-Seite, besteht die Möglichkeit, dass die Informationen, die der Nutzer auf der Seite aufgesucht hat, Dritten zugänglich gemacht werden oder auf andere Weise durch Betreiber der Seite auf eine Art und Weise genutzt werden, die der Nutzer nicht befürworten würde.
  • Benötigt wird also ein Weg, der es dem Nutzer gestattet, eine Internet-Seite anonym zu besuchen. Ohne zu zahlen, ist es einem Internet-Nutzer jedoch nicht möglich, all das zu nutzen, was über eine Internet-Seite angeboten wird, wie z.B. Zugriff auf Informationen einer Seite oder die Möglichkeit, Waren über die Seite zu bestellen. Daher wird ferner ein Mittel benötigt, um Zahlungen über das Internet an den Betreiber einer Internet-Seite zu leisten oder sicherzustellen, und zwar auf eine Art und Weise, die von Internet-Seiten akzeptiert wird, ohne dabei die Identität des die Zahlung vornehmenden Nutzers preiszugeben.
  • In einem Artikel mit dem Titel "Design and Implementation of the Lucent Personalized Web Assistant (LPWA)", veröffentlicht von Information Sciences Research Center Bell Laboratories (XP-002231196), beschreiben Kristol et al. ein System zum Ermöglichen, dass ein Client, der einen Alias-Namen bzw. einen Alias verwendet, auf Dienstleistungen über das Internet zugreifen kann, die von einem Internetinhaltsanbieter angeboten werden, der einen Internetinhaltsanbieter-Server betreibt. Das System umfasst einen Browser, der in einem Computer vorgesehen ist, welcher von dem Client zum Empfangen von graphischen Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalten und zum Kommunizieren von Transaktionen, die von dem Client angegeben werden, betrieben wird. Die Transaktionen können Informationen umfassen, die es ermöglichen, den Alias-Namen mit den Transaktionen in Verbindung zu bringen. Das System umfasst ferner einen Proxy-Server, der von einem Proxy betrieben wird, welcher auf die Transaktionen anspricht, um sicherzustellen, dass jede Transaktion unter dem Alias-Namen erfolgt, und um die Transaktionen über das Internet an den Internetinhaltsanbieter zu kommunizieren, und welcher ferner auf die an den Alias-Namen gerichteten graphischen Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte anspricht, um dem Browser die graphischen Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte zur Verfügung zu stellen.
  • In einem Artikel mit dem Titel "Anonymous Credit Cards", der im Tagungsband der im November 1994 in Fairfax, Virginia, USA abgehaltenen Zweiten ACM-Konferenz über Computer und Kommunikationssicherheit veröffentlicht wurde, beschreiben Low et al. eine Kommunikationsnetzwerktechnik zur Übertragung von Geldmitteln, welche die Privatsphäre von Bargeschäften mit den Sicherheits-, Aufzeichnungs- und Abrechnungsmechanismen von Kreditkarten kombiniert.
  • Demgemäß besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Mittel für einen Internet-Nutzer bereitzustellen, das es ermöglicht, Internet-Seiten anonym zu besuchen, Waren, die über diese Seiten zugänglich gemacht wurden, anonym zu bezahlen und einen Betreiber einer Internet-Seite zu veranlassen, einem Nutzer Waren, Dienstleistungen, Geldmittel, Güter, Informationen, etc. zur Verfügung zu stellen, ohne dass der Betreiber dabei die Identität des Nutzers erfährt, der die Waren bestellt hat.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein System vorgesehen zum Ermöglichen, dass ein Client, der einen Alias-Namen verwendet, auf Dienstleistungen über das Internet zugreifen kann, die von einem Internetinhaltsanbieter (ICP bzw. engl. "Internet Content Provider") angeboten werden, der einen ICP-Server betreibt, wobei das System umfasst: a) einen Browser, der in einem Computer vorgesehen ist, welcher von dem Client betrieben wird, und der eingerichtet ist, graphische Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte (GUI-Bildschirminhalte, engl. "Graphical User Interface screens") zu empfangen und Transaktionen zu kommunizieren, die von dem Client angegeben werden, wobei die Transaktionen Informationen umfassen, die es erlauben, den Alias-Namen mit den Transaktionen in Verbindung zu bringen; (b) einen von einem Proxy betriebenen Proxy-Server, der auf die Transaktionen anspricht, um sicherzustellen, dass jede Transaktion unter dem Alias-Namen erfolgt, und die Transaktionen an den ICP über das Internet zu kommunizieren, und der ferner auf an den Alias-Namen gerichtete GUI-Bildschirminhalte anspricht, um dem Browser die GUI-Bildschirminhalte zur Verfügung zu stellen; und c) wobei der Proxy-Server ferner zur Verarbeitung von Cookies betrieben werden kann, die von dem Client herrühren, indem Client-Identifikationsdaten durch entsprechende Alias-Daten ersetzt werden.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren vorgesehen zum Ermöglichen, dass ein Client, der einen Alias-Namen verwendet, über das Internet auf Dienstleistungen zugreifen kann, die von einem Internetinhaltsanbieter (ICP), der einen ICP-Server betreibt, angeboten werden, wobei das Verfahren die Schritte umfasst: a) Veranlassen des Client, einen in einem Computer vorgesehenen Browser zu verwenden; b) Veranlassen des Client, mit dem Browser graphische Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte (GUI-Bildschirminhalte) zu empfangen; c) Veranlassen des Client, Transaktionen mit dem Browser als Reaktion auf die GUI-Bildschirminhalte zu kommunizieren; d) Veranlassen eines Proxy, einen Proxy-Server zu betreiben; e) Veranlassen des Proxy-Servers, die von dem Client kommunizierten Transaktionen zu empfangen; f) Veranlassen des Proxy-Servers, sicherzustellen, dass jede Transaktion unter dem Alias-Namen erfolgt, und die Transaktionen an den ICP über das Internet an den ICP-Server zu kommunizieren; g) Veranlassen des Proxy-Servers, GUI-Bildschirminhalte von dem ICP-Server zu empfangen und an den Browser jegliche an den Alias-Namen gerichteten GUI-Bildschirminhalte zu kommunizieren; und h) Veranlassen des Proxy-Servers, Cookies zu verarbeiten, die von dem Client herrühren, indem Client-Informationsdaten durch entsprechende Alias-Daten ersetzt werden.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung und um zu zeigen, wie die Erfindung ausgeführt werden kann, wird nun beispielhaft auf die begleitenden Zeichnungen verwiesen; es zeigt:
  • 1 ein Blockdiagramm einer Internet-Anschlussarchitektur gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 2 ein Verfahrensablaufdiagramm, das die Hauptschnittstellen einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht; und
  • 3 ein Datenablaufdiagramm, das verschiedene Kommunikationsvorgänge über das Internet gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.
  • Nun wird auf 1 Bezug genommen, in der ein Client-Nutzer 11 gezeigt ist, der einen Computer 12 betreibt, welcher eine Internetbrowser-Anwendung (nicht gezeigt) ausführt, aber zum Zugreifen auf das Internet mit einem Proxy-Server 18 anstatt direkt mit einem Internetdiensteanbieter (ISP für engl. "Internet Service Provider") verbunden ist. Der Proxy-Server 18 wiederum ist mit einem ISP 15 verbunden, um Zugriff auf das Internet zu erlangen. (Der Proxy-Server 18 kann selbst ein ISP sein.) Mit Hilfe dieser indirekten Internet-Verbindung erlangt der Client-Nutzer 11 indirekt Zugang zu einem Server 16 eines Internetinhaltsanbieters (ICP). Der Proxy-Server 18 wird von einem Proxy 14 betrieben.
  • Nun wird auf 2 gemäß der vorliegenden Erfindung Bezug genommen, in der sich der Client 11 des Proxy 14 zum anonymen Zugreifen auf Internet-Seiten in einem Schritt 31 unter Erbringung eines Identifikationsnachweises mit dem Proxy-Server 18 verbindet. Wie nachstehend näher beschrieben wird, hat der Client bei dem Proxy bereits eine Kreditlinie eingerichtet oder bei dem Proxy bereits ein Geldmittel enthaltendes Konto eröffnet und andere Informationen bereitgestellt, die der Proxy benötigt, damit er seine Proxy-Dienstleistungen zur Verfügung stellt, wie auch im Folgenden näher beschrieben wird.
  • Wenn sich der Client mit dem Proxy verbindet, verwendet er einen im voraus vereinbarten Alias-Namen, der beim ersten Mal, als der Client bei dem Proxy eine Kreditlinie eingerichtet oder Geldmittel bei dem Proxy hinterlegt hat, geschaffen wurde. In der bevorzugten Ausführungsform hat der Client beim Proxy Geldmittel hinterlegt, was dem Client anonym möglich war. Alternativ könnte der Client, wie vorstehend angedeutet, beim Proxy eine Kreditlinie einrichten, was zwar nicht anonym erfolgen würde, wobei der Proxy jedoch die Vertraulichkeit der Datenbank zusichern könnte. Aufgrund entweder eines Kontos mit Geldmitteln oder einer Kreditlinie (z.B. einer Art von "Charge-Card-" oder Kreditkartenkonto) gilt vorliegend für den Client, dass er im Zusammenhang mit einem Alias-Konto mit einem Alias-Kontocode über eine gewisse Kaufkraft verfügt. In einem Aspekt der vorliegenden Erfindung handelt es sich bei dem Alias-Kontocode um eine Kreditkartennummer für eine von dem Proxy oder einem Beauftragten des Proxy ausgestellte Kreditkarte. Jedoch gibt es in allen Aspekten der Erfindung einen Alias-Kontocode für ein Client-Konto, das im Zusammenhang mit einem Alias-Konto, welches von dem Proxy oder einem Beauftragten des Proxy für den Client unterhalten wird, über eine gewisse Kaufkraft verfügt. Der Kontocode kann auch als Schlüssel dienen, der das Konto vor mehreren Nutzern des Kontos schützt.
  • Der Client-Computer und der Proxy-Server können über viele verschiedene Arten von Netzwerken miteinander kommunizieren, einschließlich des öffentlichen Telefonsystems, mit vielen Arten von Protokollen; die vorliegende Erfindung soll nicht auf irgendeine besondere Client-Computer-/Proxy-Server-Verbindung beschränkt sein. Beispielsweise kann der Proxy jedem Client Kommunikationssoftware zum Kommunizieren mit dem Proxy-Server über eine Telefonleitung zur Verfügung stellen. In einer anderen Ausführungsform können der Client-Computer und der Proxy über ein lokales Netzwerk miteinander verbunden sein, und der Proxy kann das im lokalen Netzwerk vorgesehene Betriebssystem zum Kommunizieren mit dem Client-Computer verwenden.
  • Sobald der Client mit dem Proxy-Server in Verbindung tritt, greift der Proxy-Server 18 in der bevorzugten Ausführungsform, in der der Proxy-Server nicht selbst ein ISP ist, in einem Schritt 32 als Client-Alias über einen ISP-Server 15 auf das Internet zu. Dann empfängt der Proxy-Server durch den ISP-Server graphische Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte (GUI-Bildschirminhalte) zum Anzeigen als Teil eines Bildschirms (eines Fensters) oder als ein vollständiger Bildschirm. Der Proxy-Server wiederum gibt in einem Schritt 33 die GUI-Bildschirminhalte an den Client weiter. Die GUI-Bildschirminhalte können ihren Ursprung beim ISP-Server 15 oder bei dem einen oder anderen ICP-Server haben.
  • Dann antwortet der Client in einem Schritt 34 auf einen GUI-Bildschirminhalt, der seinen Ursprung beim ICP-Server 16 hat; die Antwort wird an den Proxy-Server kommuniziert, der sie wiederum in eine Antwort umsetzt, die vom Client-Alias stammt, und leitet sie an den in der Antwort des Client angegebenen ICP-Server 16. Wenn der ICP-Server 16 die Antwort des Client erhält, und zwar anscheinend von dem Client-Alias, antwortet er wiederum mit einem weiteren GUI-Bildschirminhalt. In einem Schritt 36 leitet der Proxy-Server 18 die Antwort an den Client-Computer 12, der die GUI-Bildschirminhaltantwort für den Client anzeigt.
  • Anhand dieser Schritte kann ein Client jegliche Dienstleistungen nutzen, die über das Internet angeboten werden, vorausgesetzt, die Dienstleistungen können komplett über das Internet bereitgestellt werden. Wünscht der Client jedoch, Waren von dem ICP zu bestellen und dabei dem ICP unbekannt zu bleiben, so setzt dies eine "Zu-Liefern-an"-Adresse voraus, die den Client nicht mit den Waren in Verbindung bringt.
  • Im Internet wird ein ICP-Server heutzutage bisweilen versuchen, einen sogenannten Cookie im RAM (engl. "Random Access Memory" bzw. Direktzugriffsspeicher) eines Computers einzurichten, dessen Browser auf die Webseite des ICP zugreift. Der ICP-Server erwartet, dass der Browser das Cookie gemäß einem Standardprotokoll zurücksendet. (Siehe beispielsweise US-Patent Nr. 5 774 670 von Montulli.) Um einen effektiven Internetzugang bereitzustellen, muss der Proxy, der die Stelle eines Client einnimmt, das Einrichten und Zurückholen von Cookies gestatten, ohne jedoch in einem Cookie die Identität des Client preiszugeben. Dazu leitet der Proxy einfach alle eingehenden Cookies an den Client weiter, bearbeitet jedoch die von dem Client herrührenden Cookies (die von dem Browser des Client basierend auf der Webseite, auf die der Client zugreifen möchte, bereitgestellt werden), indem er alle Client-Identifikationsdaten durch entsprechende Alias-Daten ersetzt, sofern möglich. (Gibt der Client eine Sozialversicherungsnummer oder eine Kreditkarten- oder Charge-Card-Nummer für eine von einer anderen Stelle als dem Proxy oder dem Proxy-Beauftragten ausgestellte Kreditkarte oder Charge Card an, so gibt es keine entsprechende Alias-Information, die der Proxy ersatzweise verwenden könnte.)
  • Nun wird Bezug genommen auf 3, in der die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung derart gezeigt ist, dass sie das Veranlassen des Proxy umfasst, im Auftrag eines Client Zahlungen an einen ICP auszuführen und Waren von dem ICP anzunehmen. Zahlungen an den ICP erfolgen basierend auf der Kaufkraft des Alias-Kontos des Client. Somit kann ein Client in dieser Ausführungsform über das Internet angebotene Dienstleistungen unbegrenzt nutzen, einschließlich der Bestellung und des Empfangs von Waren von einem ICP.
  • Wie in 3 gezeigt, vereinbaren ein Client und ein Proxy, um die vorliegende Erfindung zu nutzen, einen Alias-Namen für den Client, und der Client richtet bei dem Proxy ein Alias-Konto mit einer gewissen Kaufkraft ein. Zudem erbringt der Client in der bevorzugten Ausführungsform Zu-Liefern-an-Information, so dass der Proxy im Auftrag des Alias-Namens des Client Waren empfangen und die Waren an die Zu-Liefern-an-Adresse des Client weitersenden kann. Unter Verwendung eines Konto-Verwalters (automatisiertes Hardware- und Softwaresystem) zeichnet der Proxy dann seine gesamte Kontoinformation in einem Konto für den Client auf; die Kontoinformation des Client wird als Datenspeicher, zu dem der Konto-Verwalter und auch der Proxy-Server (automatisiertes Hardware- und Softwaresystem) Zugang haben, aufgezeichnet.
  • Nachdem ein Client bei dem Proxy ein Konto errichtet hat, greift er durch den Proxy-Server auf das Internet zu, indem er sich zuerst, wie oben erläutert, mit dem Proxy-Server verbindet. Der Proxy-Server stellt dann unter dem Alias-Namen des Client den Erstzugang zum Internet her und empfängt aus dem Internet eine Antwort auf seinen Erstzugang. Bei dieser Antwort handelt es sich, wie oben erläutert, um einen GUI-Bildschirminhalt, der es ermöglicht, das Internet zu durchsuchen oder um eine Verbindung zu einer bestimmten Internet-Seite nachzufragen. Der Proxy-Server stellt dem Client diesen GUI-Bildschirminhalt gemäß dem Protokoll zur Verfügung, das von der Browser-Software des Client vorausgesetzt wird. In der bevorzugten Ausführungsform ist der Browser des Client gleich der Browser-Software, die der Client verwenden würde, um direkt, nicht über den Proxy-Server, auf das Internet zuzugreifen. In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Client-Browser-Software nicht internetfähig, stellt jedoch eine speziell entwickelte Software dar zum Empfangen von GUI-Bildschirminhalten von dem Proxy-Server und zum Rückübermitteln an den Proxy-Server von Antworten auf die GUI-Bildschirminhalte, d.h. Handlungen, die der Client im Internet vornehmen möchte, sowie andere Kommunikationen, die generell als Transaktionselemente bezeichnet werden.
  • Ungeachtet dessen, ob es sich bei dem Browser des Client um einen gewöhnlichen internetfähigen Browser oder um eine spezielle Proxy-Kommunikationssoftware handelt, verwendet der Client den Browser zum Beantworten der GUI-Bildschirminhalte, die von dem Proxy-Server kommuniziert werden, um die Transaktionselemente zum Ausdruck zu bringen, die durch den Proxy-Server an das Internet zu kommunizieren sind. Transaktionselemente, die an einen bestimmten ICP-Server gerichtet sind, führen dazu, dass der ICP eine Antwort an den Alias-Namen liefert. Der Proxy-Server, als Client-Alias, empfängt die ICP-Antwort und kommuniziert sie an den Client-Browser (zusammen mit etwaigen Cookies).
  • Hat ein Client in der bevorzugten Ausführungsform durch Kommunizieren von Transaktionselementen an einen ICP Waren von dem ICP bestellt, so nimmt der Proxy-Server automatisch auf die Alias-Kontoinformation des Client Bezug, um zu bestimmen, ob genügend Kaufkraft vorliegt, um die Waren zu bezahlen. Ist dem nicht so, sendet der Proxy-Server eine Nachricht über die ungenügende Kaufkraft an den Client-Browser und kommuniziert die Bestellung nicht an den ICP-Server.
  • Falls die Kaufkraft des Client ausreicht, garantiert der Proxy-Server dem ICP die Zahlung, indem er über das Internet eine Garantie an den ICP-Server versendet. Der ICP wiederum sendet unter dem Alias-Namen des Client die Waren und eine Rechnung an den Proxy, denn in dieser Ausführungsform lässt der Client alle von ihm bestellten Waren durch den Proxy empfangen, um anonym zu bleiben.
  • Um diese Garantien zu erbringen, muss der Proxy-Server zweierlei tun: Zum einen erkennen, wann der Client anonym Waren bestellt; und zum anderen bestimmen, wie viel die Waren kosten. Um zu erkennen, wann der Client anonym Waren bestellt, analysiert der Proxy-Server in der bevorzugten Ausführungsform die Transaktionselemente, die durch den Client zur Kommunizierung an ICPs vorgesehen sind, in Bezug auf Bestellinformationen. (Diese Bestellinformationen werden häufig durch Cookies kommuniziert.) Bei der Analyse nach Bestellinformationen prüft der Proxy lediglich jene Transaktionselemente, die von dem Client für den Alias-Kontocode kommuniziert werden, der von dem Client als Antwort auf eine Anfrage eines ICP nach einer Kreditkartennummer bereitgestellt wird. Durch Verwenden des Alias-Kontocodes signalisiert der Client dem Proxy, dass der Client wünscht, dass der Proxy Waren im Auftrag des Client bestellt und empfängt.
  • Um zu bestimmen, wieviel die Ware kostet, prüft der Proxy-Server in der bevorzugten Ausführungsform kürzlich vorgenommene Transaktionen des Client und neuere GUI-Bildschirminhalte des ICP, an den der Alias-Kontocode gerichtet ist. Kann der Proxy-Server die Kosten der Waren anhand dieser Prüfung nicht ohne weiteres bestimmen, so erfragt der Proxy-Server die Kosten von dem Client. In einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung erfragt der Proxy-Server einfach eine Gebühr von dem Client, wenn er entdeckt, dass der Alias-Kontocode benutzt worden ist. Das Vorstehende kann auch zum Autorisieren der Freigabe von Geldmitteln von einem Konto genutzt werden.
  • In der gewöhnlichen Anwendung, bei der der Client-Computer über eine private Telefonleitung mit dem Proxy-Server verbunden ist, ist es unwahrscheinlich, dass ein Dritter den auf den Client ausgestellten Alias-Kontocode entdeckt. In dieser Anwendung ist der Alias-Kontocode normalerweise nicht verschlüsselt. Bei einer Verbindung über das Internet ist der Alias-Kontocode hingegen gefährdeter, und seine Verschlüsselung ist empfehlenswert. Es ist jedoch nicht vorgesehen, dass die vorliegende Erfindung diesbezüglich in irgendeiner Weise beschränkt ist.
  • Anstatt den Alias-Kontocode lediglich als Signal für den Proxy zu verwenden, das Vorhandensein von Geldmitteln zu prüfen, erhält der Client in einer anderen Ausführungsform eine Kreditkarte von dem Proxy und der Proxy erweitert den Kredit für den Client bis zu einem vorbestimmten Kreditlimit. In dieser Ausführungsform kennt der Proxy gewöhnlich die Identität des Client während der gesamten Client-Proxy-Beziehung. Wie vorstehend angemerkt, kann der Client in der bevorzugten Ausführungsform, in der der Client bei dem Proxy Geldmittel hinterlegt, selbst dem Proxy unbekannt sein; der Client gibt dem Proxy gegenüber einfach nie seine tatsächliche Identität preis.
  • In einem anderen Aspekt der Erfindung steht es dem Client frei, Waren zu bestellen, ohne den Alias-Kontocode entweder als tatsächliche Kreditkartennummer (durch den Proxy ausgegeben) oder als Code für den Proxy zu verwenden. Der Client könnte eine gewöhnliche Kreditkarte verwenden und so die Identität des Client offenbaren, oder eine andere Form digitaler Barzahlung. Durch die Verwendung einiger Formen von digitalen Barmitteln und das Handeln durch den Proxy der vorliegenden Erfindung würde die Identität des Client dem ICP unbekannt bleiben.
  • In einer anderen Form dieser Erfindung würde der Proxy auf direktem Wege eine elektronische Zahlung von dem durch ihn geführten Konto ausführen und diese Dienstleistung somit als Teil des Pakets anbieten.
  • Zwar wurde die Erfindung insbesondere unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform dargelegt und beschrieben, doch kann der Fachmann nachvollziehen, dass Form und Details der Erfindung auf verschiedenste Weise abgeändert werden können, ohne den Umfang der Erfindung zu verlassen.

Claims (10)

  1. System zum Ermöglichen, dass ein Client (11) unter Verwendung eines Alias-Namens auf Dienste über das Internet zugreifen kann, die von einem Internetinhaltsanbieter (ICP) angeboten werden, der einen ICP-Server (16) betreibt, wobei das System umfasst a) einen Browser (12), der in einem Computer vorgesehen ist, welcher von dem Client (11) betrieben wird, und der eingerichtet ist, graphische Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte (GUI-Bildschirminhalte) zu empfangen und Transaktionen zu kommunizieren, die von dem Client (11) angegeben werden, wobei die Transaktionen Informationen umfassen, die es erlauben, den Alias-Namen mit den Transaktionen in Verbindung zu bringen; b) einen von einem Proxy (14) betriebenen Proxy-Server (18), der auf die Transaktionen anspricht und eingerichtet ist, sicherzustellen, dass jede Transaktion unter dem Alias-Namen erfolgt, und die Transaktionen an den ICP (16) über das Internet zu kommunizieren, und der ferner auf an den Alias-Namen gerichtete GUI-Bildschirminhalte anspricht und eingerichtet ist, dem Browser (12) die GUI-Bildschirminhalte zur Verfügung zu stellen; und c) wobei der Proxy-Server (18) ferner zur Verarbeitung von Cookies betrieben werden kann, die von dem Client herrühren, indem Client-Identifikationsdaten durch entsprechende Alias-Daten ersetzt werden.
  2. System nach Anspruch 1, wobei der Proxy-Server eingerichtet ist, einen Schlüssel von dem Client zu empfangen, um dem Client Zugang zu Diensten zu ermöglichen.
  3. System nach Anspruch 1, wobei der Proxy eingerichtet ist, dem Client einen Alias-Kontocode zur Verfügung zu stellen, der zu einem Alias-Konto des Client bei dem Proxy gehört, und wobei der Client-Computer (12) eingerichtet ist, den Alias-Kontocode zum Kauf von Ware von dem ICP (16) zu verwenden, wenn der Client (11) anonym bleiben möchte; und wobei der Proxy-Server (18) ferner eingerichtet ist, Transaktionen zu überprüfen, die von dem Browser (12) für den Alias-Kontocode kommuniziert wurden.
  4. System nach Anspruch 3, wobei der Proxy-Server (18) bei Feststellung, dass der Client den Alias-Kontocode in einer Transaktion verwendet hat, zum Abfragen des Alias-Kontos betreibbar ist, um zu bestimmen, ob der Client (11) ausreichend Kaufkraft besitzt, um die Ware zu bezahlen, und wobei, wenn bestimmt wird, dass der Client ausreichend Kaufkraft besitzt, um die Ware zu bezahlen, der Proxy-Server (18) betreibbar ist, eine Zahlungsgarantie für die Ware an den ICP (16) zu kommunizieren.
  5. System nach Anspruch 4, wobei der Proxy-Server (18) betreibbar ist, von dem Client (11) unter dem Alias-Namen bestellte Ware anzunehmen und dem Client die Ware in Übereinstimmung mit von dem Client empfangenen Anweisungen zur Verfügung zu stellen.
  6. Verfahren zum Ermöglichen, dass ein Client (11) unter Verwendung eines Alias-Namens auf Dienste über das Internet zugreifen kann, die von einem Internetinhaltsanbieter (ICP) angeboten werden, der einen ICP-Server (16) betreibt, wobei das Verfahren die Schritte umfasst: a) Veranlassen des Client (11), einen in einem Computer (12) vorgesehenen Browser zu verwenden; b) Veranlassen des Client (11), mit dem Browser graphische Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte (GUI-Bildschirminhalte) zu empfangen; c) Veranlassen des Client (11), Transaktionen mit dem Browser als Reaktion auf die GUI-Bildschirminhalte zu kommunizieren; d) Veranlassen eines Proxy (14), einen Proxy-Server (18) zu betreiben; e) Veranlassen des Proxy-Servers (18), die von dem Client (11) kommunizierten Transaktionen zu empfangen; f) Veranlassen des Proxy-Servers (18), sicherzustellen, dass jede Transaktion unter dem Alias-Namen erfolgt, und die Transaktionen an den ICP über das Internet an den ICP-Server (16) zu kommunizieren; g) Veranlassen des Proxy-Servers (18), GUI-Bildschirminhalte von dem ICP-Server (16) zu empfangen und dem Browser jegliche an den Alias-Namen gerichteten GUI-Bildschirminhalte zu kommunizieren; und h) Veranlassen des Proxy-Servers (18), Cookies zu verarbeiten, die von dem Client herrühren, indem Client-Informationsdaten durch entsprechende Alias-Daten ersetzt werden.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Client (11) von dem Proxy (14) einen Alias-Kontocode für ein Alias-Konto empfängt, das der Client bei dem Proxy einrichtet, und wobei der Client (11) den Alias-Kontocode zum Kauf von Ware von dem ICP (16) verwendet, wenn der Client anonym bleiben möchte; und wobei der Proxy (14) ferner Transaktionen überprüft, die von dem Browser für den Alias-Kontocode kommuniziert werden.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der Alias-Kontocode ein Schlüssel ist, der das Konto vor mehreren Nutzern des Kontos schützt.
  9. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der Proxy-Server (18) bei Feststellung, dass der Client (11) den Alias-Kontocode in einer Transaktion verwendet hat, ein Konto abfragt, das von dem Proxy (14) für den Client (11) unterhalten wird, um zu bestimmen, ob der Client ausreichend Kaufkraft besitzt, um die Ware zu bezahlen, und wobei, wenn bestimmt wird, dass der Client (11) ausreichend Kaufkraft besitzt, um die Ware zu bezahlen, der Proxy-Server (18) eine Zahlungsgarantie für die Ware an den ICP (16) kommuniziert.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Proxy (14) die von dem Client (11) unter dem Alias-Namen bestellte Ware annimmt und die Ware dem Client in Übereinstimmung mit von dem Client empfangenen Anweisungen zur Verfügung stellt.
DE2000624697 1999-03-04 2000-03-03 Vorrichtung und Verfahren für anonymen Zugang zum Internet Expired - Lifetime DE60024697T2 (de)

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