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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Zugreifen auf das Internet
und insbesondere auf das anonyme Zugreifen auf das Internet zum
Ausführen
von Transaktionen einschließlich
der Tätigung von
Käufen.
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Obwohl
sich Kommunikation über
das Internet verschlüsseln
lässt,
ist das Internet kein sicheres Netzwerk. Unverschlüsselte Kommunikationen
bzw. Datenübertragungen
können
mitgelesen werden, und wenn diese Kommunikationen vertrauliche Informationen übermitteln,
droht Schaden.
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Doch
abgesehen davon, ob eine Kommunikation verschlüsselt ist oder nicht, ist unter
Umständen
die Umgebung bei einem vorgesehenen Empfänger einer Internet-Kommunikation
nicht sicher. Besucht ein Internet-Nutzer eine Internet-Seite, besteht
die Möglichkeit,
dass die Informationen, die der Nutzer auf der Seite aufgesucht
hat, Dritten zugänglich
gemacht werden oder auf andere Weise durch Betreiber der Seite auf
eine Art und Weise genutzt werden, die der Nutzer nicht befürworten
würde.
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Benötigt wird
also ein Weg, der es dem Nutzer gestattet, eine Internet-Seite anonym
zu besuchen. Ohne zu zahlen, ist es einem Internet-Nutzer jedoch
nicht möglich,
all das zu nutzen, was über eine
Internet-Seite angeboten wird, wie z.B. Zugriff auf Informationen
einer Seite oder die Möglichkeit, Waren über die
Seite zu bestellen. Daher wird ferner ein Mittel benötigt, um
Zahlungen über
das Internet an den Betreiber einer Internet-Seite zu leisten oder sicherzustellen,
und zwar auf eine Art und Weise, die von Internet-Seiten akzeptiert
wird, ohne dabei die Identität
des die Zahlung vornehmenden Nutzers preiszugeben.
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In
einem Artikel mit dem Titel "Design
and Implementation of the Lucent Personalized Web Assistant (LPWA)", veröffentlicht
von Information Sciences Research Center Bell Laboratories (XP-002231196),
beschreiben Kristol et al. ein System zum Ermöglichen, dass ein Client, der
einen Alias-Namen bzw. einen Alias verwendet, auf Dienstleistungen über das
Internet zugreifen kann, die von einem Internetinhaltsanbieter angeboten
werden, der einen Internetinhaltsanbieter-Server betreibt. Das System
umfasst einen Browser, der in einem Computer vorgesehen ist, welcher
von dem Client zum Empfangen von graphischen Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalten
und zum Kommunizieren von Transaktionen, die von dem Client angegeben
werden, betrieben wird. Die Transaktionen können Informationen umfassen,
die es ermöglichen,
den Alias-Namen mit den Transaktionen in Verbindung zu bringen.
Das System umfasst ferner einen Proxy-Server, der von einem Proxy
betrieben wird, welcher auf die Transaktionen anspricht, um sicherzustellen,
dass jede Transaktion unter dem Alias-Namen erfolgt, und um die
Transaktionen über
das Internet an den Internetinhaltsanbieter zu kommunizieren, und
welcher ferner auf die an den Alias-Namen gerichteten graphischen
Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte anspricht, um dem Browser
die graphischen Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte zur Verfügung zu stellen.
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In
einem Artikel mit dem Titel "Anonymous Credit
Cards", der im Tagungsband
der im November 1994 in Fairfax, Virginia, USA abgehaltenen Zweiten ACM-Konferenz über Computer
und Kommunikationssicherheit veröffentlicht
wurde, beschreiben Low et al. eine Kommunikationsnetzwerktechnik
zur Übertragung
von Geldmitteln, welche die Privatsphäre von Bargeschäften mit
den Sicherheits-, Aufzeichnungs- und Abrechnungsmechanismen von
Kreditkarten kombiniert.
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Demgemäß besteht
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Mittel für einen
Internet-Nutzer bereitzustellen, das es ermöglicht, Internet-Seiten anonym
zu besuchen, Waren, die über diese
Seiten zugänglich
gemacht wurden, anonym zu bezahlen und einen Betreiber einer Internet-Seite zu
veranlassen, einem Nutzer Waren, Dienstleistungen, Geldmittel, Güter, Informationen,
etc. zur Verfügung
zu stellen, ohne dass der Betreiber dabei die Identität des Nutzers
erfährt,
der die Waren bestellt hat.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung ist ein System vorgesehen zum Ermöglichen,
dass ein Client, der einen Alias-Namen
verwendet, auf Dienstleistungen über
das Internet zugreifen kann, die von einem Internetinhaltsanbieter
(ICP bzw. engl. "Internet
Content Provider")
angeboten werden, der einen ICP-Server betreibt, wobei das System
umfasst: a) einen Browser, der in einem Computer vorgesehen ist,
welcher von dem Client betrieben wird, und der eingerichtet ist,
graphische Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte (GUI-Bildschirminhalte, engl. "Graphical User Interface
screens") zu empfangen
und Transaktionen zu kommunizieren, die von dem Client angegeben
werden, wobei die Transaktionen Informationen umfassen, die es erlauben,
den Alias-Namen mit den Transaktionen in Verbindung zu bringen;
(b) einen von einem Proxy betriebenen Proxy-Server, der auf die
Transaktionen anspricht, um sicherzustellen, dass jede Transaktion
unter dem Alias-Namen erfolgt, und die Transaktionen an den ICP über das
Internet zu kommunizieren, und der ferner auf an den Alias-Namen
gerichtete GUI-Bildschirminhalte
anspricht, um dem Browser die GUI-Bildschirminhalte zur Verfügung zu
stellen; und c) wobei der Proxy-Server ferner zur Verarbeitung von Cookies
betrieben werden kann, die von dem Client herrühren, indem Client-Identifikationsdaten
durch entsprechende Alias-Daten ersetzt werden.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren vorgesehen zum Ermöglichen,
dass ein Client, der einen Alias-Namen
verwendet, über das
Internet auf Dienstleistungen zugreifen kann, die von einem Internetinhaltsanbieter
(ICP), der einen ICP-Server betreibt, angeboten werden, wobei das Verfahren
die Schritte umfasst: a) Veranlassen des Client, einen in einem
Computer vorgesehenen Browser zu verwenden; b) Veranlassen des Client, mit
dem Browser graphische Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte
(GUI-Bildschirminhalte)
zu empfangen; c) Veranlassen des Client, Transaktionen mit dem Browser
als Reaktion auf die GUI-Bildschirminhalte
zu kommunizieren; d) Veranlassen eines Proxy, einen Proxy-Server
zu betreiben; e) Veranlassen des Proxy-Servers, die von dem Client kommunizierten
Transaktionen zu empfangen; f) Veranlassen des Proxy-Servers, sicherzustellen,
dass jede Transaktion unter dem Alias-Namen erfolgt, und die Transaktionen
an den ICP über
das Internet an den ICP-Server zu kommunizieren; g) Veranlassen des
Proxy-Servers, GUI-Bildschirminhalte
von dem ICP-Server zu empfangen und an den Browser jegliche an den
Alias-Namen gerichteten GUI-Bildschirminhalte zu kommunizieren;
und h) Veranlassen des Proxy-Servers, Cookies zu verarbeiten, die
von dem Client herrühren,
indem Client-Informationsdaten durch entsprechende Alias-Daten ersetzt
werden.
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Zum
besseren Verständnis
der Erfindung und um zu zeigen, wie die Erfindung ausgeführt werden
kann, wird nun beispielhaft auf die begleitenden Zeichnungen verwiesen;
es zeigt:
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1 ein
Blockdiagramm einer Internet-Anschlussarchitektur
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 ein
Verfahrensablaufdiagramm, das die Hauptschnittstellen einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht; und
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3 ein
Datenablaufdiagramm, das verschiedene Kommunikationsvorgänge über das
Internet gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.
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Nun
wird auf 1 Bezug genommen, in der ein
Client-Nutzer 11 gezeigt ist, der einen Computer 12 betreibt,
welcher eine Internetbrowser-Anwendung (nicht gezeigt) ausführt, aber
zum Zugreifen auf das Internet mit einem Proxy-Server 18 anstatt
direkt mit einem Internetdiensteanbieter (ISP für engl. "Internet Service Provider") verbunden ist.
Der Proxy-Server 18 wiederum ist mit einem ISP 15 verbunden,
um Zugriff auf das Internet zu erlangen. (Der Proxy-Server 18 kann
selbst ein ISP sein.) Mit Hilfe dieser indirekten Internet-Verbindung erlangt
der Client-Nutzer 11 indirekt Zugang zu einem Server 16 eines
Internetinhaltsanbieters (ICP). Der Proxy-Server 18 wird
von einem Proxy 14 betrieben.
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Nun
wird auf 2 gemäß der vorliegenden Erfindung
Bezug genommen, in der sich der Client 11 des Proxy 14 zum
anonymen Zugreifen auf Internet-Seiten in einem Schritt 31 unter
Erbringung eines Identifikationsnachweises mit dem Proxy-Server 18 verbindet.
Wie nachstehend näher
beschrieben wird, hat der Client bei dem Proxy bereits eine Kreditlinie eingerichtet
oder bei dem Proxy bereits ein Geldmittel enthaltendes Konto eröffnet und
andere Informationen bereitgestellt, die der Proxy benötigt, damit
er seine Proxy-Dienstleistungen
zur Verfügung
stellt, wie auch im Folgenden näher
beschrieben wird.
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Wenn
sich der Client mit dem Proxy verbindet, verwendet er einen im voraus
vereinbarten Alias-Namen, der beim ersten Mal, als der Client bei dem
Proxy eine Kreditlinie eingerichtet oder Geldmittel bei dem Proxy
hinterlegt hat, geschaffen wurde. In der bevorzugten Ausführungsform
hat der Client beim Proxy Geldmittel hinterlegt, was dem Client
anonym möglich
war. Alternativ könnte
der Client, wie vorstehend angedeutet, beim Proxy eine Kreditlinie einrichten,
was zwar nicht anonym erfolgen würde, wobei
der Proxy jedoch die Vertraulichkeit der Datenbank zusichern könnte. Aufgrund
entweder eines Kontos mit Geldmitteln oder einer Kreditlinie (z.B.
einer Art von "Charge-Card-" oder Kreditkartenkonto) gilt
vorliegend für
den Client, dass er im Zusammenhang mit einem Alias-Konto mit einem
Alias-Kontocode über
eine gewisse Kaufkraft verfügt.
In einem Aspekt der vorliegenden Erfindung handelt es sich bei dem
Alias-Kontocode
um eine Kreditkartennummer für
eine von dem Proxy oder einem Beauftragten des Proxy ausgestellte
Kreditkarte. Jedoch gibt es in allen Aspekten der Erfindung einen
Alias-Kontocode für ein Client-Konto,
das im Zusammenhang mit einem Alias-Konto, welches von dem Proxy
oder einem Beauftragten des Proxy für den Client unterhalten wird, über eine
gewisse Kaufkraft verfügt.
Der Kontocode kann auch als Schlüssel
dienen, der das Konto vor mehreren Nutzern des Kontos schützt.
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Der
Client-Computer und der Proxy-Server können über viele verschiedene Arten
von Netzwerken miteinander kommunizieren, einschließlich des öffentlichen
Telefonsystems, mit vielen Arten von Protokollen; die vorliegende
Erfindung soll nicht auf irgendeine besondere Client-Computer-/Proxy-Server-Verbindung beschränkt sein.
Beispielsweise kann der Proxy jedem Client Kommunikationssoftware
zum Kommunizieren mit dem Proxy-Server über eine Telefonleitung zur
Verfügung
stellen. In einer anderen Ausführungsform
können
der Client-Computer und der Proxy über ein lokales Netzwerk miteinander verbunden
sein, und der Proxy kann das im lokalen Netzwerk vorgesehene Betriebssystem
zum Kommunizieren mit dem Client-Computer verwenden.
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Sobald
der Client mit dem Proxy-Server in Verbindung tritt, greift der
Proxy-Server 18 in der bevorzugten Ausführungsform, in der der Proxy-Server nicht
selbst ein ISP ist, in einem Schritt 32 als Client-Alias über einen
ISP-Server 15 auf
das Internet zu. Dann empfängt
der Proxy-Server durch den ISP-Server graphische Benutzerschnittstellen-Bildschirminhalte
(GUI-Bildschirminhalte) zum Anzeigen als Teil eines Bildschirms
(eines Fensters) oder als ein vollständiger Bildschirm. Der Proxy-Server
wiederum gibt in einem Schritt 33 die GUI-Bildschirminhalte
an den Client weiter. Die GUI-Bildschirminhalte können ihren
Ursprung beim ISP-Server 15 oder bei dem einen oder anderen
ICP-Server haben.
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Dann
antwortet der Client in einem Schritt 34 auf einen GUI-Bildschirminhalt,
der seinen Ursprung beim ICP-Server 16 hat; die Antwort
wird an den Proxy-Server kommuniziert, der sie wiederum in eine Antwort
umsetzt, die vom Client-Alias stammt, und leitet sie an den in der
Antwort des Client angegebenen ICP-Server 16. Wenn der
ICP-Server 16 die Antwort des Client erhält, und
zwar anscheinend von dem Client-Alias, antwortet er wiederum mit
einem weiteren GUI-Bildschirminhalt.
In einem Schritt 36 leitet der Proxy-Server 18 die
Antwort an den Client-Computer 12, der die GUI-Bildschirminhaltantwort
für den
Client anzeigt.
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Anhand
dieser Schritte kann ein Client jegliche Dienstleistungen nutzen,
die über
das Internet angeboten werden, vorausgesetzt, die Dienstleistungen
können
komplett über
das Internet bereitgestellt werden. Wünscht der Client jedoch, Waren
von dem ICP zu bestellen und dabei dem ICP unbekannt zu bleiben,
so setzt dies eine "Zu-Liefern-an"-Adresse voraus, die den Client nicht
mit den Waren in Verbindung bringt.
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Im
Internet wird ein ICP-Server heutzutage bisweilen versuchen, einen
sogenannten Cookie im RAM (engl. "Random Access Memory" bzw. Direktzugriffsspeicher) eines
Computers einzurichten, dessen Browser auf die Webseite des ICP
zugreift. Der ICP-Server erwartet, dass der Browser das Cookie gemäß einem
Standardprotokoll zurücksendet.
(Siehe beispielsweise US-Patent Nr. 5 774 670 von Montulli.) Um
einen effektiven Internetzugang bereitzustellen, muss der Proxy,
der die Stelle eines Client einnimmt, das Einrichten und Zurückholen
von Cookies gestatten, ohne jedoch in einem Cookie die Identität des Client
preiszugeben. Dazu leitet der Proxy einfach alle eingehenden Cookies
an den Client weiter, bearbeitet jedoch die von dem Client herrührenden
Cookies (die von dem Browser des Client basierend auf der Webseite,
auf die der Client zugreifen möchte,
bereitgestellt werden), indem er alle Client-Identifikationsdaten
durch entsprechende Alias-Daten ersetzt, sofern möglich. (Gibt
der Client eine Sozialversicherungsnummer oder eine Kreditkarten-
oder Charge-Card-Nummer für
eine von einer anderen Stelle als dem Proxy oder dem Proxy-Beauftragten
ausgestellte Kreditkarte oder Charge Card an, so gibt es keine entsprechende
Alias-Information, die
der Proxy ersatzweise verwenden könnte.)
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Nun
wird Bezug genommen auf 3, in der die bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung derart gezeigt ist, dass sie das Veranlassen
des Proxy umfasst, im Auftrag eines Client Zahlungen an einen ICP
auszuführen
und Waren von dem ICP anzunehmen. Zahlungen an den ICP erfolgen
basierend auf der Kaufkraft des Alias-Kontos des Client. Somit kann
ein Client in dieser Ausführungsform über das
Internet angebotene Dienstleistungen unbegrenzt nutzen, einschließlich der
Bestellung und des Empfangs von Waren von einem ICP.
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Wie
in 3 gezeigt, vereinbaren ein Client und ein Proxy,
um die vorliegende Erfindung zu nutzen, einen Alias-Namen für den Client,
und der Client richtet bei dem Proxy ein Alias-Konto mit einer gewissen Kaufkraft ein.
Zudem erbringt der Client in der bevorzugten Ausführungsform
Zu-Liefern-an-Information,
so dass der Proxy im Auftrag des Alias-Namens des Client Waren empfangen
und die Waren an die Zu-Liefern-an-Adresse
des Client weitersenden kann. Unter Verwendung eines Konto-Verwalters (automatisiertes
Hardware- und Softwaresystem) zeichnet der Proxy dann seine gesamte
Kontoinformation in einem Konto für den Client auf; die Kontoinformation
des Client wird als Datenspeicher, zu dem der Konto-Verwalter und
auch der Proxy-Server (automatisiertes Hardware- und Softwaresystem)
Zugang haben, aufgezeichnet.
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Nachdem
ein Client bei dem Proxy ein Konto errichtet hat, greift er durch
den Proxy-Server auf das Internet zu, indem er sich zuerst, wie
oben erläutert, mit
dem Proxy-Server verbindet. Der Proxy-Server stellt dann unter dem
Alias-Namen des Client den Erstzugang zum Internet her und empfängt aus
dem Internet eine Antwort auf seinen Erstzugang. Bei dieser Antwort
handelt es sich, wie oben erläutert,
um einen GUI-Bildschirminhalt,
der es ermöglicht,
das Internet zu durchsuchen oder um eine Verbindung zu einer bestimmten
Internet-Seite nachzufragen. Der Proxy-Server stellt dem Client
diesen GUI-Bildschirminhalt gemäß dem Protokoll
zur Verfügung, das
von der Browser-Software des Client vorausgesetzt wird. In der bevorzugten
Ausführungsform
ist der Browser des Client gleich der Browser-Software, die der
Client verwenden würde,
um direkt, nicht über den
Proxy-Server, auf
das Internet zuzugreifen. In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist die Client-Browser-Software
nicht internetfähig,
stellt jedoch eine speziell entwickelte Software dar zum Empfangen
von GUI-Bildschirminhalten
von dem Proxy-Server und zum Rückübermitteln an
den Proxy-Server von Antworten auf die GUI-Bildschirminhalte, d.h.
Handlungen, die der Client im Internet vornehmen möchte, sowie
andere Kommunikationen, die generell als Transaktionselemente bezeichnet
werden.
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Ungeachtet
dessen, ob es sich bei dem Browser des Client um einen gewöhnlichen
internetfähigen
Browser oder um eine spezielle Proxy-Kommunikationssoftware handelt,
verwendet der Client den Browser zum Beantworten der GUI-Bildschirminhalte,
die von dem Proxy-Server kommuniziert werden, um die Transaktionselemente
zum Ausdruck zu bringen, die durch den Proxy-Server an das Internet zu
kommunizieren sind. Transaktionselemente, die an einen bestimmten
ICP-Server gerichtet sind, führen
dazu, dass der ICP eine Antwort an den Alias-Namen liefert. Der
Proxy-Server, als Client-Alias, empfängt die ICP-Antwort und kommuniziert
sie an den Client-Browser
(zusammen mit etwaigen Cookies).
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Hat
ein Client in der bevorzugten Ausführungsform durch Kommunizieren
von Transaktionselementen an einen ICP Waren von dem ICP bestellt, so
nimmt der Proxy-Server automatisch auf die Alias-Kontoinformation
des Client Bezug, um zu bestimmen, ob genügend Kaufkraft vorliegt, um
die Waren zu bezahlen. Ist dem nicht so, sendet der Proxy-Server
eine Nachricht über
die ungenügende
Kaufkraft an den Client-Browser
und kommuniziert die Bestellung nicht an den ICP-Server.
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Falls
die Kaufkraft des Client ausreicht, garantiert der Proxy-Server
dem ICP die Zahlung, indem er über
das Internet eine Garantie an den ICP-Server versendet. Der ICP
wiederum sendet unter dem Alias-Namen des Client die Waren und eine Rechnung
an den Proxy, denn in dieser Ausführungsform lässt der
Client alle von ihm bestellten Waren durch den Proxy empfangen,
um anonym zu bleiben.
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Um
diese Garantien zu erbringen, muss der Proxy-Server zweierlei tun:
Zum einen erkennen, wann der Client anonym Waren bestellt; und zum
anderen bestimmen, wie viel die Waren kosten. Um zu erkennen, wann
der Client anonym Waren bestellt, analysiert der Proxy-Server in
der bevorzugten Ausführungsform
die Transaktionselemente, die durch den Client zur Kommunizierung
an ICPs vorgesehen sind, in Bezug auf Bestellinformationen. (Diese
Bestellinformationen werden häufig
durch Cookies kommuniziert.) Bei der Analyse nach Bestellinformationen
prüft der
Proxy lediglich jene Transaktionselemente, die von dem Client für den Alias-Kontocode kommuniziert
werden, der von dem Client als Antwort auf eine Anfrage eines ICP
nach einer Kreditkartennummer bereitgestellt wird. Durch Verwenden
des Alias-Kontocodes signalisiert der Client dem Proxy, dass der
Client wünscht,
dass der Proxy Waren im Auftrag des Client bestellt und empfängt.
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Um
zu bestimmen, wieviel die Ware kostet, prüft der Proxy-Server in der bevorzugten
Ausführungsform
kürzlich
vorgenommene Transaktionen des Client und neuere GUI-Bildschirminhalte
des ICP, an den der Alias-Kontocode gerichtet ist. Kann der Proxy-Server
die Kosten der Waren anhand dieser Prüfung nicht ohne weiteres bestimmen,
so erfragt der Proxy-Server die Kosten von dem Client. In einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung erfragt der Proxy-Server einfach eine
Gebühr
von dem Client, wenn er entdeckt, dass der Alias-Kontocode benutzt
worden ist. Das Vorstehende kann auch zum Autorisieren der Freigabe
von Geldmitteln von einem Konto genutzt werden.
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In
der gewöhnlichen
Anwendung, bei der der Client-Computer über eine private Telefonleitung
mit dem Proxy-Server verbunden ist, ist es unwahrscheinlich, dass
ein Dritter den auf den Client ausgestellten Alias-Kontocode entdeckt.
In dieser Anwendung ist der Alias-Kontocode normalerweise nicht verschlüsselt. Bei
einer Verbindung über
das Internet ist der Alias-Kontocode hingegen gefährdeter,
und seine Verschlüsselung
ist empfehlenswert. Es ist jedoch nicht vorgesehen, dass die vorliegende
Erfindung diesbezüglich
in irgendeiner Weise beschränkt ist.
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Anstatt
den Alias-Kontocode lediglich als Signal für den Proxy zu verwenden, das
Vorhandensein von Geldmitteln zu prüfen, erhält der Client in einer anderen
Ausführungsform
eine Kreditkarte von dem Proxy und der Proxy erweitert den Kredit
für den
Client bis zu einem vorbestimmten Kreditlimit. In dieser Ausführungsform
kennt der Proxy gewöhnlich
die Identität
des Client während
der gesamten Client-Proxy-Beziehung.
Wie vorstehend angemerkt, kann der Client in der bevorzugten Ausführungsform, in
der der Client bei dem Proxy Geldmittel hinterlegt, selbst dem Proxy
unbekannt sein; der Client gibt dem Proxy gegenüber einfach nie seine tatsächliche
Identität
preis.
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In
einem anderen Aspekt der Erfindung steht es dem Client frei, Waren
zu bestellen, ohne den Alias-Kontocode entweder als tatsächliche
Kreditkartennummer (durch den Proxy ausgegeben) oder als Code für den Proxy
zu verwenden. Der Client könnte eine
gewöhnliche
Kreditkarte verwenden und so die Identität des Client offenbaren, oder
eine andere Form digitaler Barzahlung. Durch die Verwendung einiger
Formen von digitalen Barmitteln und das Handeln durch den Proxy
der vorliegenden Erfindung würde
die Identität
des Client dem ICP unbekannt bleiben.
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In
einer anderen Form dieser Erfindung würde der Proxy auf direktem
Wege eine elektronische Zahlung von dem durch ihn geführten Konto
ausführen
und diese Dienstleistung somit als Teil des Pakets anbieten.
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Zwar
wurde die Erfindung insbesondere unter Bezugnahme auf eine bevorzugte
Ausführungsform
dargelegt und beschrieben, doch kann der Fachmann nachvollziehen,
dass Form und Details der Erfindung auf verschiedenste Weise abgeändert werden
können,
ohne den Umfang der Erfindung zu verlassen.