-
Hintergrund der Erfindung
-
Gebiet der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Arbeitsfahrzeug, wie
es in dem Oberbegriff von Anspruch 1 definiert ist.
-
Stand der Technik
-
Herkömmlicherweise
ist bei einem bekannten Traktor ein Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse(transaxle
casing) vorhanden, das von der unteren Oberfläche des Traktorkörpers durch
einen zentralen Zapfen, der longitudinal zu dem Traktor ausgerichtet ist,
abgehängt
ist, wobei die linken und rechten Enden des Achsgehäuses sich
vertikal bewegen können.
Das Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse
trägt für gewöhnlich steuerbare
Vorderräder.
Beide gelagerten linken und rechter Vorderräder greifen sicher in die Bodenflächen ein,
auch wenn die Höhen
der Bodenflächen,
die an jeweiligen Rädern
anliegen sollen, unterschiedlich sind, wodurch der Traktor leicht gesteuert
wird. Falls der Traktor vom Allrad-Antriebstyp ist, weist das Transaxlegehäuse ein
Differentialgetriebe auf, welches Energie von einem Hauptgetriebe
für Hinterräder empfängt.
-
Es
gibt auch einen bekannten Traktor mit dem Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse, das
mit ersten und zweiten PTO-Wellen versehen ist (siehe
JP 01009029A ): die erste
PTO-Welle, die von einem Haupt-Transaxlegehäuse für gewöhnlichen für eine hinten oder mittig angebrachte
Arbeitsmaschine gelagert ist, und ein Ausgangsende der zweiten PTO-Welle,
die gegenüber
dem Haupt-Transaxle-Gehäuse
in Bezug auf das Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse gelagert ist. Die zweite
PTO-Welle ist entweder durch eine ausschließliche Ausgangswelle eines
Motors angetrieben, zusätzlich
zu einer Ausgangswelle des Motors für das Hauptgetriebe in dem
Haupt-Transaxlegehäuse,
oder es wird Energie von dem Hauptgetriebe entnommen. Falls die
zweite PTO-Welle durch die ausschließliche Ausgangswelle des Motors
angetrieben wird, wird das Getriebesystem erheblich vereinfacht
und verkürzt,
da dieser Motor allgemein in der Umgebung der zweiten PTO-Welle
oder des Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuses angeordnet
ist, der Motor mit der zusätzlichen
Ausgangswelle ist jedoch teuer.
-
Die
in der Umgebung des Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse angeordnete zweite PTO-Welle
muss an einer Interferenz mit dem Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse gehindert
werden, welches um den zentralen Zapfen während der Fahrt des Traktors
schwenkt/kippt. Herkömmlicherweise wurde
die zweite PTO-Welle entweder über
einen rohrförmigen
zentralen Zapfen drehbar gelagert, der das Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse drehte, oder
durch einen Abschnitt des Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuses, der niedriger ist als
der zentrale Zapfen.
-
Die
zweite PTO-Welle, die über
den rohrförmigen
zentralen Zapfen angeordnet ist, ist positionsmäßig feststehend, wodurch sie
so eingesetzt ist, dass sie direkt oder über Zahnräder mit der ausschließlichen
Ausgangswelle des Motors ohne ein flexibles Getriebesystem verbunden
ist. Es besteht jedoch das oben erwähnte Problem der Kostspieligkeit
wegen der in Einzelfertigung hergestellten Maschine.
-
Falls
ein Getriebesystem zwischen die zweite PTO-Welle über den
rohrförmigen
mittleren Zapfen und das Hauptgetriebe in dem Haupt-Transaxlegehäuse eingefügt ist,
ist es erforderlich, dass ein für gewöhnlich aus
einem Fahrzeugrahmen geformter Mittelzapfenbügel weiter bearbeitet wird,
um die zweite PTO-Welle und Teile zum Übertragen von Kraft auf die
zweite PTO-Welle zu lagern, wodurch die Herstellung des Fahrzeugrahmens
kompliziert und teuer wird. Ferner ist ein Raum zur Anordnung des
Getriebesystem zwischen dem Hauptgetriebe und der zweiten PTO-Welle
zwischen dem Haupt-Transaxlegehäuse
und dem zentralen Zapfen begrenzt, wo ein Motor, ein Getriebesystem
zwischen dem Motor und dem Hauptgetriebe, eine Kardanwelle zwischen
dem Hauptgetriebe und dem Differentialgetriebe in dem Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse und
dergleichen konzentriert sind. Somit ist das Getriebesystem zwischen
dem Hauptgetriebe und der zweiten PTO-Welle schwer zu positionieren und
muss andere Teile umgehen, wodurch es kompliziert, redundant und
teuer wird. Ferner ist der zentrale Zapfen allgemein höher als
eine Eingangswelle einer Arbeitsmaschine, die von der zweiten PTO-Welle anzutreiben
ist. Somit wird auch das Übertragungssystem
zwischen der zweiten PTO-Welle und der Eingangswelle der Arbeitsmaschine
kompliziert und redundant.
-
Falls
die zweite PTO-Welle durch einen Abschnitt des Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse drehbar
gelagert ist, das niedriger ist als der zentrale Zapfen, so dass
es im wesentlichen genauso hoch die Eingangswelle der Arbeitsmaschine
ist, die von der zweiten PTO-Welle anzutreiben ist, wird das Übertragungssystem
zwischen der zweiten PTO-Welle und der Eingangswelle der Arbeitsmaschine
vereinfacht und verkürzt.
-
Es
ist jedoch immer noch teuer, eine zusätzliche ausschließliche Ausgangswelle
zum Antrieb der zweiten PTO-Welle entweder an einem Motor oder an
dem Haupt-Transaxlegehäuse vorzusehen.
Insbesondere, wenn eine solche ausschließliche Ausgangswelle an dem
Haupt-Transaxlegehäuse
vorgesehen ist, liegt die Ausgangswelle angrenzend an die erste
PTO-Welle, wodurch das Haupt-Transaxlegehäuse kompliziert wird. Falls
eine von der ersten PTO-Welle angetriebene Arbeitsmaschine in dem Raum
zwischen dem Haupt-Transaxlegehäuse und dem
Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse
angeordnet ist, sollte ferner in Erwägung gezogen werden, wie die
Kraft von dem Hauptgetriebe zu der zweiten PTO-Welle übertragen
wird.
-
US-4136751
offenbart eine Kraftabnahmeanordnung für ein Arbeitsfahrzeug, die
zwei parallele PTO-Wellen aufweist, welche longitudinal zu dem Fahrzeug
ausgerichtet sind, wobei eine PTO-Welle durch die andere PTO-Welle über eingreifende
Zahnräder
angetrieben wird.
-
Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung hinsichtlich eines Arbeitsfahrzeugs
mit einem Haupt-Transaxlegehäuse
und einem Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse, die zwischen vorderen
und hinteren Abschnitten des Fahrzeugs verteilt sind und eine von
dem Haupt-Transaxlegehäuse gelagerte
longitudinale erste PTO-Welle sowie eine zweite longitudinale PTO-Welle,
deren Ausgangsende gegenüber
dem Haupt-Transaxlegehäuse
in Bezug auf das Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse entgegengesetzt angeordnet
ist, umfassen, besteht darin, eine verbesserte Anordnung zur Übertragung
von aus dem Getriebe in dem Haupt-Transaxlegehäuse entnommener Kraft zu der
zweiten PTO-Welle durch eine einfache Verbindung in einem ausreichend
großen
Raum bereitzustellen, und zur Vereinfachung des Übertragungssystems zwischen
der zweiten PTO-Welle und einer von der zweiten PTO-Welle angetriebenen
Arbeitsmaschine.
-
Um
die Aufgabe zu erfüllen,
stellt die vorliegende Erfindung ein Arbeitsfahrzeug bereit, wie
es durch Anspruch 1 definiert ist. In einer bevorzugten Ausführungsform
durchsetzt die zweite PTO-Welle gemäß der vorliegenden Erfindung
vorzugsweise einen Abschnitt des Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuses tiefer als eine Dreh-/Schwenkwelle
des Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuses,
wodurch der Höhenunterschied
zwischen der zweiten PTO-Welle und einer Eingangswelle der von der
zweiten PTO-Welle angetriebenen Arbeitsmaschine gemindert wird,
um ein dazwischen angeordnetes Übertragungs-
bzw. Getriebesystem zu vereinfachen. Die Dreh-/Schwenkwelle ist
longitudinal relativ zum Fahrzeug ausgerichtet, mit anderen Worten
parallel zu der zweiten PTO-Welle. Das Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse kann
sich um die Drehwelle schwenken, wodurch linke und rechte Enden
des zentral drehbaren Gehäuses
sich vertikal bewegen können. Die
zweite PTO-Welle läuft
zusammen mit dem Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse um die
Drehwelle herum, so dass die zweite PTO-Welle nicht mit dem Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse oder
mit von dem Zentral-Schwenk- Transaxlegehäuse gelagerten Achsen
in Konflikt kommt.
-
Die
zweite PTO-Welle, die von dem Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse getragen wird, wird als
solche von der Ausgangskraft der ersten PTO-Welle angetrieben. Dementsprechend
bedürfen sowohl
ein Motor als auch ein Haupt-Transaxlegehäuse keiner
ausschließlichen
Ausgangswelle zum Antrieb der zweiten PTO-Welle, wodurch sie vereinfacht
werden. Ein Ausgangsende der ersten PTO-Welle und ein Eingangsende
der zweiten PTO-Welle sind so ausgerichtet, dass sie einander zugewandt
sind. Ein Getriebesystem zwischen der ersten PTO-Welle und der zweiten
PTO-Welle kann in einem großen
vakanten Raum zwischen dem Haupt-Transaxlegehäuse und dem zentralen drehbaren
Transaxlegehäuse
ohne Berücksichtigung
einer Umleitung angeordnet sein, wodurch sie verkürzt und vereinfacht
werden. Das Getriebesystem kann durch eine Antriebswelle und Kardangelenkverbindungen gebildet
sein.
-
Wenn
eine von der ersten PTO-Welle anzutreibende Arbeitsmaschine zwischen
dem Haupt-Transaxlegehäuse
und dem Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse angeordnet ist, wird die
Ausgangskraft der ersten PTO-Welle über die Arbeitsmaschine zur
zweiten PTO-Welle übertragen. Ein
erstes Übertragungssystem
ist zwischen das Ausgangsende der ersten PTO-Welle und ein Eingangsende
der Arbeitsmaschine eingefügt,
und ein zweites Übertragungs-
bzw. Getriebesystem ist zwischen einen Ausgangsanschluss der Arbeitsmaschine
zum Antrieb der zweiten PTO-Welle und das Eingangsende der zweiten
PTO-Welle eingefügt.
Jedes der ersten und zweiten Getriebesystems kann von einer Kardanwelle
und Kardangelenken gebildet sein, wodurch sie vereinfacht werden.
Beide Ende einer Einzelwelle können
als Eingangs- und Ausgangsanschlüsse
der Arbeitsmaschine festgelegt sein bzw. werden, wodurch das Getriebesystem
einschließlich der
ersten und zweiten Getriebesysteme zwischen der ersten PTO-Welle
und der zweiten PTO-Welle verkürzt
und vereinfacht wird. Somit können
zwei Arbeitsmaschinen durch die ersten und zweiten PTO-Wellen mit
soweit wie möglich
verkürzten
und vereinfachten PTO-Getriebesystemen angetrieben werden.
-
Weitere
Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen
aus der vorliegenden Beschreibung in Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen
besser hervor.
-
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
-
Es
zeigen:
-
1 eine
Seitenansicht eines gesamten Traktors gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
-
2 ein
Diagramm eines gesamten Fahr-Antriebssystems
sowie von PTO-Wellen,
-
3 eine
Vorderschnittansicht eines vorderen Transaxlegehäuses mit einem zentralen Zapfen, Vorderachsen
und einer vorderen PTO-Welle,
-
4 eine
Schnittansicht längs
einer Linie IV-IV in 3,
-
5 eine
Draufsicht auf das vordere Transaxlegehäuse,
-
6 eine
Schnittansicht längs
einer Linie VI-VI in 3, und
-
7 eine
Seitenansicht des in 1 gezeigten Traktors, wenn der
Traktor an seinem unteren mittleren Abschnitt mit einem Mähwerk versehen ist.
-
Detaillierte Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsform
-
Gemäß 1 und 2 ist
ein Traktor 1 gemäß der vorliegenden
Erfindung an seinem Vorderabschnitt mit einem Motorrahmen 2 versehen.
Ein Motor 3 und dergleichen sind an dem Motorrahmen 2 angebracht
und mit einer Motorhaube 5 bedeckt. Ein Armaturenbrett 6 ist
an dem hinteren Ende der Motorhaube 5 angeordnet, und ein
Steuerrad 7 ist oberhalb des Armaturenbretts 6 vorgesehen.
Ein hinteres kleines Transaxle-Gehäuse 8,
das als Haupt-Transaxle-Gehäuse
dient, ist im hinteren Abschnitt des Traktors 1 vorgesehen.
Wie später
erläutert
wird, ist das hintere Transaxle-Gehäuse 8 mit einer hinteren
Differentialgetriebeanordnung 26 und einem Hauptgetriebe
mit einer Untersetzungsgetriebeanordnung 25 zum Übertragen
der Kraft des Motors 3 auf die hintere Differentialgetriebeanordnung 26 versehen.
Linke und rechte Hinterachsen 9 erstrecken sich lateral
von dem hinteren Transaxle-Gehäuse 8 und
sind an ihren äußeren Enden
mit Hinterrädern 10 versehen.
-
Ein
Paar vorderer und hinterer Bügel 2a ist am
Motorrahmen 2 ausgebildet. Zwischen den Bügeln 2a ist
die Oberseite des lateral mittleren Abschnitts eines vorderen Transaxle-Gehäuses 11 angeordnet,
das als Zentral-Schwenk-Transaxlegehäuse dient.
Beide Bügel 2a und
der obere Abschnitt des vorderen Transaxle-Gehäuses 11 sind von einem zentralen
Zapfen 12 in einer Längsrichtung
des Traktors 1 durchsetzt. Das vordere Transaxle-Gehäuse 11 hängt am zentralen
Zapfen 12 herab und kann vertikal um den zentralen Zapfen 12 herum
kippen/schwenken. Wie später
im Detail beschrieben wird, stehen linke und rechte Vorderachsen 13,
die durch die Betätigung
des Steuerrads 7 vor und zurück geschwenkt werden, lateral
von linken und rechten Seitenenden des vorderen Transaxle-Gehäuses 11 vor
und sind an ihren vorderen Enden mit Vorderrädern 14 versehen.
-
Die
Vorderfläche
des hinteren Transaxle-Gehäuses 8 ist
mit einer vertikalen Vorderendabdeckung 22 bedeckt. In
dem hinteren Transaxle-Gehäuse 8 ist
eine Hydraulikpumpe 18 mit variabler Verdrängung angeordnet,
die rückwärts auf
der oberen hinteren Oberfläche
der vorderen Endabdeckung 22 angebracht ist. Eine Hydraulikmutter 23 ist
vorne auf der unteren vorderen Oberfläche der vorderen Endabdeckung 22 angebracht.
Der Hydraulikmotor 23 ist in einem exklusiven Gehäuse enthalten.
Die vordere Endabdeckung 22 bildet einen geschlossenen Ölkreislauf,
durch den die Hydraulikpumpe 18 und der Hydraulikmotor 23 miteinander
in Fluidverbindung stehen, wodurch ein hydrostatisches stufenloses
Getriebe (HST = Hydrostatic Stepless Transmission) gebildet wird.
-
Ein
Steuerarm 20 (in 1 gezeigt),
der mit einer beweglichen Taumelscheibe 19 zum Variieren der
Kapazität
der Hydraulikpumpe 18 verriegelt ist, ist mit einem Geschwindigkeitsänderungshebel 21 in der
Umgebung eines Fahrersitzes durch ein Verbindungsgestänge (nicht
gezeigt) verbunden. Der Geschwindigkeitsänderungshebel 21 wird
gleitend betätigt,
so dass die Richtung und der Betrag des von der Hydraulikpumpe 18 eingeleiteten
Drucköls
variiert, wodurch die Drehrichtung und Drehgeschwindigkeit der Ausgangswelle 24 des
Hydraulikmotors 23 zum Schalten der Fahrtrichtung des Traktors 1 zwischen Vorwärtsfahrt
und Rückwärtsfahrt
und zum Ändern der
Fahrgeschwindigkeit des Traktors 1 variiert wird.
-
Eine
Eingangswelle 15, die als Pumpenwelle der Hydraulikpumpe 18 in
dem hinteren Transaxle-Gehäuse 8 verwendet
wird, steht von der vorderen Endabdeckung 22 so vor, dass
sie mit einer Ausgangswelle 4 des Motors 3 über eine
Kardanwelle 16 und Kardangelenke verbunden ist.
-
Wie
in 2 gezeigt ist, ist die Ausgangswelle 24,
die integral mit einer Motorwelle des Hydraulikmotors 23 ist,
in das hintere Transaxle-Gehäuse 8 eingesetzt.
Die Drehung der Ausgangswelle 24 wird auf die Hinterachsen 9 durch
eine Untersetzungsgetriebeanordnung 25 und eine hintere
Differentialgetriebeanordnung 26 in dem hinteren Transaxle-Gehäuse 8 übertragen,
wodurch die Hinterräder 10 angetrieben
werden.
-
In
dem Gehäuse
(in 2 nicht gezeigt) des Hydraulikmotors 23 steht
auch die Ausgangswelle 24 nach vorne zur Verbindung mit
einer Vorderrad-Ausgangswelle 28 über eine Kupplung 27 vor.
Ein Kupplungssteuerhebel 29 ist, wie 1 zeigt,
an einem Seitenabschnitt des Gehäuses
des Hydraulikmotors 23 so angelenkt, dass er die Kupplung 27 ein- und ausrücken kann.
Ein Antriebsmodus-Schalthebel 30, der mit dem Kupplungssteuerhebel 29 verriegelt
ist, ist in der Nähe
des Fahrersitzes angeordnet. Der Antriebsmodus-Schalthebel 30 wird
so betätigt,
dass der Antriebsmodus des Traktors 1 zwischen Allradantrieb
und Zweiradantrieb geschaltet wird.
-
Die
Vorderwellen-Antriebswelle 28 steht nach vorne aus dem
den Hydraulikmotor 23 und die Kupplung 27 umschließenden Gehäuse vor.
Eine Eingangswelle 32 steht nach hinten aus dem vorderen
Transaxle-Gehäuse 11 vor.
Eine Vorderrad-Kardanwelle 31 und
Kardangelenke sind zwischen die beiden Wellen 28 und 32 eingefügt.
-
Gemäß 2–6 wird
im folgenden eine Beschreibung zu dem Aufbau des vorderen Transaxle-Gehäuse 11 gegeben.
-
Wie
in 3 gezeigt ist, erstreckt sich das vordere Transaxle-Gehäuse 11 lateral
und ist an seinem lateralen mittleren oberen Abschnitt an einem Maschinenrahmen 2 (zwischen
den beiden Bügeln 2a) über einen
longitudinalen zentralen Zapfen 12 schwenkbar angebracht.
Während
der Fahrt des Traktors 1 schwenkt/kippt das vordere Transaxle-Gehäuse 11 so,
dass seine linken und rechten Enden sich vertikal entsprechend dem
Höhenunterschied der
Bodenfläche
in der Lateralrichtung des Traktors 1 bewegen, wodurch
beide Vorderräder 14 konstant
in die Bodenfläche
eingreifen.
-
Wie
in 2 und 3 gezeigt ist, ist die Eingangswelle 32 in
der Longitudinalrichtung des Traktors 1 ausgerichtet. Im
vorderen Transaxle-Gehäuse 11 ist
ein Zahnrad 33 an einem Vorderende der Eingangswelle 32 befestigt.
In demselben ist eine Verzögerungswelle 34 parallel
zur Eingangswelle 32 gelagert, und ein Gegenzahnrad 35 ist
an der Verzögerungswelle 34 so
befestigt, dass es mit dem Zahnrad 33 in Eingriff steht.
-
In
dem lateralen mittleren Abschnitt des vorderen Transaxle-Gehäuses 11 ist
eine vordere Differentialgetriebeanordnung 36 angeordnet.
In dem vorderen Transaxle-Gehäuse 11 erstreckt
sich ein Paar von Differentialjochwellen 38 sowohl links
und rechts von der vorderen Differentialgetriebeanordnung 36. Die
beiden Differentialjochwellen 38 sind differential jeweils
miteinander über
die vordere Differentialgetriebeanordnung 36 verbunden.
-
Die
vordere Diffentialgetriebeanordnung 36 ist eine handelsübliche,
wie in 2–4 gezeigt ist.
Ein Differentialgehäuse 39 ist
durch das vordere Transaxle-Gehäuse 11 gelagert.
Ein Ringrad 40, das am Differentialgehäuse 39 befestigt ist,
und ein Kegelrad 37, das an der Verzögerungswelle 34 befestigt ist,
stehen miteinander in Eingriff. Eine Differentialritzelwelle 41 ist
im Differentialgehäuse 39 angeordnet. Ein
Paar Differentialritzel 42 sind drehbar an der Differentialritzelwelle 41 angeordnet.
Innere Enden der beiden Differentialjochwellen 38, die
einander zugewandt sind, sind mit Differentialseitenrädern 43 wie ein
Kegelzahnrad jeweils feststehend darauf vorgesehen. Jedes Differentialseitenrad 43 steht
in Eingriff mit den beiden Differentialritzeln 42.
-
Wie
in 2 und 3 gezeigt ist, ist jede Differentialjochwelle 38 feststehend
an ihrem äußeren Ende
mit einem Kegelzahnrad 44 versehen. Ein Achsschenkelbolzenhalter 11a ist
an jedem der linken und rechten Enden des vorderen Transaxle-Gehäuses 11 befestigt.
In dem Achsschenkelbolzenhalter 11a ist axial drehbar eine
Achsschenkelbolzenwelle 45 angeordnet, die in etwa vertikal
ist, aber außen
von oben nach unten abfällt.
Am oberen Abschnitt der Achsschenkelbolzenwelle 45 ist
ein Kegelzahnrad 46 in Eingriff mit einem Kegelzahnrad 44 befestigt.
-
Der
Achsschenkelbolzenhalter 11a ist in einem Kniegelenkarm 50 enthalten,
der aus einem oberen Abschnitt 50a und einem unteren Abschnitt 50b besteht,
welche fest miteinander verbunden sind. Der Kniegelenkarm 50 ist
am Achsschenkelbolzenhalter 11a über Lager eingesetzt, so dass
er um die Achse der Achsschenkelbolzenwelle 45 drehbar ist.
Die Achsschenkelbolzenwelle 45 steht nach unten aus dem
Achsschenkelbolzenhalter 11a vor, so dass sie feststehend
auf diesem mit einem Kegelzahnrad 48 versehen ist. Das
untere Ende der Achsschenkelbolzenwelle 45 ist an dem unteren
Ende des Kniegelenkarms 50 (dem unteren Abschnitt 50b) drehbar
gelagert.
-
Eine
Vorderachse 13 ist horizontal durch den Kniegelenkarm 50 (den
unteren Abschnitt 50b) gelagert. Außerhalb des Kniegelenkarms 50 bildet
die Vorderachse 13 einen Flansch, der an einem Vorderrad 14 zu
befestigen ist. Im Kniegelenkarm 50 ist ein Endverzögerungsrad 49 an
der Vorderachse 13 so befestigt, dass es mit dem Kegelzahnrad 48 in
Eingriff steht.
-
Wie
in 5 gezeigt ist, sind linke und rechte Kniegelenkarme 50 über eine
Zugstange 51 miteinander verbunden. Einer der Kniegelenkarme 50 (obere
Abschnitte 50a) ist mit einem nach hinten vorstehenden
Bügel 63 versehen.
Ein Hydraulikzylinder 52 ist vertikal schräggestellt
zwischen dem Bügel 63 und
einem geeigneten Hinterendabschnitt des vorderen Transaxle-Gehäuses 11 eingefügt. Die
Richtung und der Winkel des betätigten
Steuerrads 7 bestimmen das Ausmaß bzw. die Erstreckung einer
Kolbenstange des Hydraulikzylinders 52. Entsprechend der Betätigung des
Hydraulikzylinders 52 werden linke und rechte Kniegelenkarme 50 um
jeweilige Achsschenkelbolzenwellen 45 herum gedreht, wodurch sich
die Vorderräder 14 seitlich
einschlagen.
-
Der
Hydraulikzylinder 52 ist ein doppelt wirkender Zylinder
in Fluidverbindung mit einer Hydraulikpumpe 17 gemäß 2 über einen
Hydraulikkreis. Der Hydraulikkreis ist mit einem Steuerventil (nicht gezeigt)
versehen, das mit dem Steuerrad 7 verriegelt ist, welches
die Antriebsrichtung und den Grad (des Antriebs) der Kolbenstange
des Hydraulikzylinders 52 steuert. Damit ist ein Kraftsteuersystem
aufgebaut, wodurch eine Betätigungskraft
zum Drehen des Steuerrads 7 kleiner wird.
-
Im
folgenden wird eine Beschreibung zu einem Kraftabgabesystem gegeben,
welches Kraft zum Antrieb einer vorne angebrachten Arbeitsmaschine
von dem Hauptgetriebe in dem hinteren Transaxle-Gehäuse 8 abgibt.
-
Wie
in 2 gezeigt ist, erstreckt sich in dem hinteren
Transaxle-Gehäuse 8 die
Eingangswelle 15 der Hydraulikpumpe 18 weiter
nach hinten, so dass sie mit einer PTO-Verzögerungsgetriebeanordnung 54 mit
Gratzahnrädern über eine
hydraulisch betätigbare
Mehrscheiben-Nasskupplung 53 verbunden ist. Wie in 1 gezeigt
ist, steht eine Enddrehwelle einer PTO-Verzögerungsgetriebeanordnung 54 von
einem unteren vorderen Abschnitt des hinteren Transaxle-Gehäuses 8 nach
vorne vor, wodurch sie als mittlere PTO-Welle (eine erste PTO-Welle) 55 dient.
-
Wie
in 1–3, 5 und 6 gezeigt
ist, ist eine vordere PTO-Welle (eine zweite PTO-Welle) 56 in
einem Zustand longitudinaler Durchdringung eines Abschnitts des
vorderen Transaxle-Gehäuses 11,
das niedriger als der zentrale Zapfen 12 und über (oder
nach Bedarf unter) einem der Differentialjochwellen 38 ist,
gelagert, so dass eine Interferenz der vorderen PTO-Welle 56 mit
der Differentialjochwelle 38 und der vorderen Differentialgetriebeanordnung 36 vermieden
wird. Wie am besten aus 6 ersichtlich ist, ist an der
vorderen PTO-Welle 56 deren nach hinten aus dem vorderen Transaxle-Gehäuse 11 vorstehendes
hinteres Ende zur Energieeingabe und ihr nach vorne aus dem vorderen
Transaxle-Gehäuse 11 vorstehendes
vorderes Ende zur Ausgabe von Kraft bzw. Energie vorgesehen.
-
Eine
vorne angebrachte Arbeitsmaschine wie eine Schneeräummaschine
ist vor dem Traktor angeordnet, und wird von der vorderen PTO-Welle 56 angetrieben.
Die vordere PTO-Welle 56 gemäß dieser Ausführungsform
wird derjenigen vorgezogen, die über
einem rohrförmigen
zentralen Zapfen angeordnet ist, da der Höhenunterschied zwischen einer Eingangswelle
der vorne angebrachten Arbeitsmaschine und der korrekt unten positionierten
vorderen PTO-Welle 56 ausreichend minimiert wird, so dass ein Übertragungshub
dazwischen ausreichend verkürzt
wird.
-
Eine
Kardanwelle 57 ist zwischen das Vorderende der mittleren
PTO-Welle 55 und das hintere Ende der vorderen PTO-Welle 56 eingefügt. Ein
Kardangelenk 70 verbindet die mittlere PTO-Welle 55 und
die Kardanwelle 57 miteinander. Ein Kardangelenk 71 verbindet
die vordere PTO-Welle 56 und die Kardanwelle 57 miteinander.
Folglich wird die vordere PTO-Welle 56 von der Ausgangskraft
der mittleren PTO-Welle 55 angetrieben. Der Raum zwischen
den beiden Wellen 55 und 56 liegt unter den Kardanwellen 16 und 31,
dem Motor 3 usw.. Es ist nichts als das Getriebesystem
zwischen die Wellen 55 und 56 eingefügt. Aus
diesem Grund ist das Übertragungssystem
von der mittleren PTO-Welle 55 zur vorderen PTO-Welle 56,
das nur aus der Kardanwelle 57 und den Kardangelenken 70 und 71 besteht,
so kurz und einfach wie möglich.
-
Der
Traktor 1 ist gelegentlich an seiner mittleren unteren
Position, mit anderen Worten, zwischen dem vorderen und hinteren
Transaxle-Gehäusen 11 und 8 mit
einer mittig angebrachten Arbeitsmaschine versehen, die von der
mittigen PTO-Welle 55 angetrieben wird. Gemäß einer
in 7 dargestellten Ausführungsform ist dort ein Mähwerk 58 angeordnet.
Das Mähwerk 58 ist
an seinem oberen Abschnitt mit einer Longitudinalgetriebewelle 59 versehen.
Zwischen dem vorderen Ende der mittlere PTO-Welle 55 und
dem hinteren Ende der Getriebewelle 59 sind eine Kardanwelle 60 und
eine als erstes Getriebesystem dienende Kardangelenke eingefügt. Zwischen
dem Vorderende der Getriebewelle 59 und dem Hinterende
der vorderen PTO-Welle 56 sind eine Kardanwelle 61 und
Kardangelenke, die als zweites Getriebesystem dienen, eingefügt. An der Getriebewelle 59 ist
an deren hinteren Ende ein Eingangsanschluss für das Mähwerk 59 festgelegt,
und an ihrem Vorderende ein Ausgangsanschluss für die vordere PTO-Welle 56.
Folglich wird die Ausgangskraft der mittleren PTO-Welle 55 zu
der mittig angebrachten Arbeitsmaschine übertragen und danach zu der
vorderen PTO-Welle 56, um so auch eine vorne angebrachte
Arbeitsmaschine anzutreiben.
-
Zur
Befestigung der mittig angebrachten Arbeitsmaschine ohne die vorne
angebrachte Arbeitsmaschine am Traktor 1 kann das zweite
Getriebesystem mit der Kardanwelle 61 und dem Kardangelenken
entfernt werden. Die vordere PTO-Welle 56 kann, falls sie überflüssig ist,
von dem vorderen Transaxle-Gehäuse 11 entfernt
werden, und das Wellenloch des vorderen Transaxle-Gehäuses 11 für die vordere
PTO-Welle 56 kann verschlossen werden.
-
Obwohl
die Erfindung in ihrer bevorzugten Form mit einem bestimmten Grad
an Spezialisierung beschrieben wurde, versteht sich, dass die vorliegende
Offenbarung der bevorzugten Form in den Details des Aufbaus und
der Kombination und Anordnung von Teilen geändert werden kann, ohne vom
Schutzumfang der Erfindung, wie sie nachstehend beansprucht ist,
abzuweichen.