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QUERVERWEIS
AUF VERWANDTE ANMELDUNGEN
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Diese
Anmeldung beansprucht Priorität
der U.S. Provisional Patent Application mit der Seriennummer 60/127,532,
die am 2. April 1999 eingereicht wurde und den Titel NEAR ATMOSPHERIC
CVD SYSTEM WITH VERTICALLY-STACKED PROCESS CHAMBERS trägt.
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Diese
beansprucht außerdem
Priorität
der U.S. Provisional Patent Application mit der Seriennummer 60/127.650,
die am 2. April 1999 eingereicht wurde und den Titel SINGLE-AXIS
DUAL-WAFER TRANSFER SYSTEM trägt.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Gebiet der
Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft im Allgemeinen Halbleiterwafer-Bearbeitungssysteme,
-vorrichtungen und -verfahren. Genauer gesagt betrifft die vorliegende
Erfindung eine Struktur mit vertikal gestapelten Prozesskammern,
die einerseits die Standfläche
minimiert und andererseits den Durchsatz eines Halbleiterwafer-Bearbeitungssystems
maximiert. Die vorliegende Erfindung kann beispielsweise verwendet werden,
um Wafer innerhalb eines chemischen Bedampfungs-(CVD-)Systems nahe
Atmosphärendruck,
eines thermischen Schnelloxidationssystems oder anderer Arten von
Waferbearbeitungssystemen zu verschieben. Die Erfindung betrifft
insbesondere eine Wafertransfervorrichtung und ein solches Verfahren,
bei dem die Halbleiterwafer unter Verwendung eines unitären Transferarms,
der um eine einzige Drehachse schwenkt, zwischen einer Schleusenkammer
und einer Prozesskammer bewegt wird.
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Stand der
Technik
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Herkömmlicherweise
wird der Wafertransfer zwischen Schleusenkammern und Prozesskammern mithilfe
komplexer Vorrichtungen durchgeführt.
Die Komplexität
des Mechanismus hat zu hohen Kosten der Vorrichtung, langsamer Waferbearbeitung
und einem kurzen mittleren Ausfallabstand geführt.
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Ein
Beispiel für
ein herkömmliches
Waferbearbeitungssystem ist das US-Patent Nr. 4.934.315 von Linnebach
et al. mit dem Titel "Systems
for Producing Semiconductor Layer Structures by Way of Epitaxial
Growth". Dieses
mehrere Reaktorkammern umfassende System nimmt Wafer zur Bearbeitung auf,
wobei die Wafer in jeweilige Haltevorrichtungen in einer Atmosphärendruck-Handhabevorrichtung gegeben
werden. Die Haltevorrichtungen und Wafer werden in einer Beladekammer
gestapelt, wobei jede Haltevorrichtung, die ihren jeweiligen Wafer
trägt,
danach entlang eines linearen Weges durch die einzelnen Reaktorkammern
geführt
wird. Die Reaktorkammern sind horizontal entlang des linearen Weges
angeordnet.
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Das
US-Patent Nr. 4.822.756 von Hirayama mit dem Titel "Reaction Furnace
and Method of Operating the Same" offenbart
einen Reaktionsofen mit einem Waferträgerschiffchen, das von einer
Hebekapsel durch eine Beladekammer und eine Behandlungskammer rollt.
Obwohl die Beladekammern und die Behandlungskammern in vertikaler
Richtung gestapelt sind, sind das Druckgassystem und das Vakuumsystem
horizontal zu den Behandlungskammern angeordnet, was die Standfläche des
Reaktionsofens unvorteilhafterweise vergrößert.
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Das
US-Patent Nr. 4.423.701 von Nath et al. mit dem Titel "Glow Discharge Deposition
Apparatus Including a Non-Horizontally Disposed Cathode" offenbart eine Mehrkammern-Beglimmungsvorrichtung mit
Bedampfungskammern, welche die Wafer oder Substrate zur Bearbeitung
vertikal ausrichtet. Die Bedampfungskammern sind horizontal zueinander
ausgerichtet. Ein schwenkbarer Arm stößt die Substrate aus der Kammer
aus, sodass der Arm die Substrate in eine Richtung entlang von Führungskanälen drückt.
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Das
US-Patent Nr. 4.816.098 von Davis et al. mit dem Titel "Apparatus for Transferring
Workpieces" offenbart
ein System, bei dem Wafer auf einen Vakuumwaferträger im System
geladen werden, der unter Vakuum gehalten wird, um die Verunreinigung der
Wafer zu verringern. Die Wafer werden mithilfe einer Vakuumschleuse
und eines 2-achsigen Roboterarms in einen Geräteblock mit mehreren Prozessmodulen
transportiert, der nicht in der Lage ist, mehr als einen Wafer auf
einmal zu transportieren.
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Das
US-Patent 5.664.254 von Ohkura et al. mit dem Titel "Substrate Processing
Apparatus and Substrate Processing Method" offenbart eine Stapelanordnung für eine Vielzahl
von Prozesseinheiten. Zwar sind die Prozesseinheiten vertikal gestapelt,
es ist aber nur eine Haupthandhabevorrichtung bereitgestellt, um
Substrate zu den einzelnen Prozesseinheiten zu transportieren, wodurch
der Durchsatz der einzelnen Prozesseinheiten nicht maximiert werden kann.
Außerdem
offenbart das Patent eine Vielzahl von Haltearmen, die in einem
3-stufigen Aufbau angeordnet sind und zum Transport eines Substrats oder
Wafers dienen. Die Haltearme sind auf der Haupthandhabevorrichtung
befestigt und durch eine komplexe Anordnung betätigt, die eine vertikale Antriebswelle
und einen Motor in Kombination mit einer horizontal ausgerichteten
Beförderungsbasis
mit einem Antriebsmotor und einem Band zur Betätigung der einzelnen Haltearme
umfasst.
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Das
US-Patent 5.058.526 von Matsushita et al. mit dem Titel "Vertical Load Lock
Reduced-Pressure Type Chemical Vapor Deposition Apparatus" offenbart eine Belade-/Entladekammer,
die einer Schleusenkammer in einem herkömmlichen Geräte block ähnelt. Ein
Kühler
mit Rohren, in denen ein Kühlmittel
zirkuliert, befindet sich in einem Entladeteil einer Belade-/Entladekammer
und kühlt
so die behandelten Wafer.
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Das
US-Patent Nr. 5.664.925 von Muka et al. mit dem Titel "Batchloader for Load
Lock" offenbart einen
herkömmlichen
Ein-Wafer-Transferarm vom Scherentyp. Ähnliche herkömmliche
Ein-Wafer-Transferarme sind im US-Patent Nr. 5.613.821 von Muka
et al. mit dem Titel "Cluster
Tool Batchloader of Substrate Carrier" und im US-Patent Nr. 5.607.276 von Muka et al.
mit dem Titel "Batchloader for
Substrate Carrier on Load Lock" geoffenbart.
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Das
US-Patent Nr. 5.778.968 von Hendrickson et al. mit dem Titel "Method for Heating
or Cooling Wafers" offenbart
ein Verfahren zum Erhitzen oder Abkühlen eines Substrats, das in
einer Vakuumkammer eingeschlossen ist, mithilfe eines Gases mit einstellbarem
Druck über
dem Wafer. Auf ähnliche Weise
offenbart das US-Patent Nr. 5.588.827 von Muka mit dem Titel "Passive Gas Substrate
Thermal Conditioning Apparatus and Method" eine Wärmeübertragungsplatte, die sich
in einer Thermokonditionierungskammer befindet und entweder erhitzt
oder gekühlt
wird, um die Temperatur eines Substrats zu verändern.
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Die
US 5664254 beschreibt einen
Zwei-Wafer-Transportarm, der schwenkbar an einem einziehbaren Teil
befestigt ist. Die DE-U-29716440 beschreibt eine Transfervorrichtung
für CDs,
die einen zurückziehbaren
Arm umfasst, der auf einem schwenkbaren Träger befestigt ist.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Das
Halbleitersubstrat- oder Waferbearbeitungssystem und die Substrat-
oder Wafertransfervorrichtung der vorliegenden Erfindung überwinden die
oben erläuterten
Nachteile herkömmlicher
Systeme. Die vorliegende Erfindung stellt eine Halbleiterwafer-Prozessvorrichtung
und ein Halbleiterwafer-Bearbeitungssystem gemäß den Ansprüchen 1 bis 18 bereit.
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Das
Bearbeitungssystem kann ein zentrales Verfahrenschemikalien-Abgabesystem
für die
Stapel von Kammeranordnungen und eine speziell zugeordnete Wafertransfervorrichtung
für jede
Schleusen-/Prozesskammer-Anordnung umfassen. Das Bearbeitungssystem
kann ferner zwei oder mehr Mehrkammernmodule umfassen, die linear
angeordnet sind. Jeder Prozesskammer kann eine Schleusenkammer zugeordnet
sein, sodass die Kammern zusammen eine Schleusen-/Prozesskammer-Anordnung bilden.
In jeder Schleusenkammer kann unter einem Schwenkarm mit einem einzigen
Gelenkzapfen der Wafertransfervorrichtung eine Kühlplatte angeordnet sein. Die
Kühlplatte
ist gegebenenfalls mit Hebestiften ausgestattet, um Wafer vom schwenkbaren
Transferarm zu entfernen. Eine Waferaufspannanordnung mit einer
Aufspann-Klemmfläche
und Nadeln ist gegebenenfalls in jeder Prozesskammer bereitgestellt,
um Wafer in der Prozesskammer zu positionieren. In einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung verschiebt die Waferaufspannanordnung einen
Wafer zur Bearbeitung innerhalb der Prozesskammer an einem Linearinjektor
für chemische
Bedampfung vorbei.
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Für jede Schleusen-/Prozesskammer-Anordnung
kann eine Wafertransfervorrichtung bereitgestellt sein. Jede Wafertransfervorrichtung
umfasst einen Transferarm, der dazu dient, zwei oder mehr Wafer
zwischen der Schleusenkammer und der Prozesskammer zu bewegen. Der
Transferarm schwenkt um eine einzige Schwenkachse, die sich durch
die Schleusenkammer erstreckt. Die Transfervorrichtung ist in der
Lage, gleichzeitig zwei Wafer zwischen der Schleusenkammer und der
Prozesskammer zu bewegen. Die Wafertransfervorrichtung weist außerdem eine
zurückgezogene
oder Ruheposition und eine ausgefahrene Position auf, wobei die einzige
Schwenkachse es dem Transferarm ermöglicht, zwischen der zurückgezogenen
und der ausgefahrenen Position hin und her zu schwenken. Eine Kühlplatte
kann unter dem Schwenkarm angeordnet sein, wenn sich der Schwenkarm
in der zurückgezogenen
Position befindet. Die Wafertransfervorrichtung kann auch eine untere
Waferablage und eine obere Waferablage umfassen, die mit dem Transferarm
verbunden sind.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Waferbearbeitung gemäß den Ansprüchen 18
bis 24. Ein unbearbeiteter Wafer wird von der Schleusenkammer in
die Prozesskammer transferiert, und zwar von einer oberen Waferablage
zu einer Halbleiterwafer-Aufspannanordnung, die in der Prozesskammer
befestigt ist. Das Verfahren kann die Verschiebung einer Halbleiterwafer-Aufspannanordnung
von einer zurückgezogenen Position
in eine ausgefahrene Position umfassen, in welcher der Wafer bearbeitet
wird, wobei gleichzeitig der bearbeitete Wafer und ein zweiter unbearbeiteter Wafer
zwischen der Schleusenkammer und der Prozesskammer bewegt werden
und der bearbeitete Wafer von der unteren Waferablage auf eine Kühlplatte
transportiert wird.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines
Waferbearbeitungssystems mit mehreren Schleusen-/Prozesskammer-Anordnungen,
wobei jede Anordnung eine Schleusenkammer, die einer Prozesskammer
zugeordnet ist, und einen zugeordneten Transferarm umfasst, der Wafer
zwischen den jeweiligen Schleusen- und Prozesskammern bewegt.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht im vertikalen Stapeln von
zwei oder mehr Schleusen-/Prozesskammer-Anordnungen, um ein Mehrkammernmodul
zu bilden und so die Standfläche
des Systems zu verringern und die vertikale Ausrichtung und Anordnung
der Schleusen-/Prozesskammern-Anordnungsstapel zu optimieren.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Anordnung
der Mehrkammernmodule auf lineare Weise, wobei ein einzelnes vorderseitiges Atmosphärendruck-Wafertransfersystem
Substrate zu allen Schleusenkammern befördert, um so die Standfläche des
Bearbeitungssystems zu optimieren.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
eines zentralen Verfahrenschemikalien-Abgabesystems und eines lokalen Steuersystems
für jedes
Mehrkammernmodul.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Optimierung
der Waferwege und der zeitlichen Abstimmung der Prozesse in einem
linear angeordneten, vertikal gestapelten Prozesssystem und -verfahren,
um den Durchsatz der einzelnen Prozesskammern und des gesamten Bearbeitungssystems
zu maximieren.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Optimierung
der Anzahl an Prozesskammern auf einer bestimmten Standfläche, um
den Durchsatz des Bearbeitungssystems zu erhöhen.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
eines neuen Wafertransferarms und Wafertransfersystems, welches
Halbleiterwafer von einem einzigen vorderseitigen Atmosphärendruck-Roboter
durch eine Schleusenkammer in eine Waferprozesskammer transportiert,
wobei der Transferarm um eine einzige Drehachse mit einem Drehpunkt,
der sich auf dem Transferarm befindet, schwenkt, um die Prozesskammer
von der Seite her zu beladen.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
eines Transferarms, der in der Lage ist, zwei Wafer zu tragen, um
den Wafertransfer zwischen der Schleusenkammer und der Prozesskammer
zu vereinfachen und zu beschleunigen. Genauer gesagt besteht ein
Ziel der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung eines Transferarms,
der in der Lage ist, gleichzeitig einen unbehandelten Wafer und
einen behandelten Wafer zu tragen, um den Systemdurchsatz zu maximieren.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
einer Waferkühlplatte, um
die Waferabkühlzeit
nach der Bearbeitung eines Wafers zu verringern und so den Wafertransfer
von der Schleuse in eine Kassette zu vereinfachen, wodurch die Anzahl
an parallelen Schritten im Bearbeitungssystem maximiert und so der
Durchsatz des Bearbeitungssystems erhöht wird.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ABBILDUNGEN
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Die
nachstehenden und weitere Ziele der Erfindung werden aus der nachstehenden
Beschreibung, in der auf die beiliegenden Abbildungen Bezug genommen
wird, klarer ersichtlich, worin:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Bearbeitungssystems gemäß der vorliegenden
Erfindung ist;
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2 ein
Grundriss des Bearbeitungssystems aus 1 ist;
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3 eine
perspektivische Ansicht eines Mehrkammernmoduls gemäß der vorliegenden
Erfindung ist;
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4 eine
schematische Darstellung eines Waferflussdiagramms eines herkömmlichen
Geräteblocksystems
ist;
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5 eine
schematische Darstellung eines Waferflussdiagramms des in 1 dargestellten
Bearbeitungssystems ist,
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6 eine
perspektivische Ansicht einer Schleusenkammer und eines Transferarms
in ausgefahrener Position ist, der zwei Wafer hält;
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7 eine
perspektivische Ansicht der in 6 dargestellten
Schleusenkammer mit abgenommener Abdeckung ist, um den Transferarm
in einer zurückgezogenen
Ruheposition zu zeigen;
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8 eine ähnliche
perspektivische Ansicht der Schleusenkammer ist wie 6,
wobei eine Trägerstruktur
aber keine Wafer vorhanden sind.
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9 eine ähnliche
perspektivische Ansicht des zwei Wafer tragenden Transferarms ist
wie 6.
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10 eine
perspektivische Schnittansicht der Prozesskammer aus 2 entlang
der Linie 10-10 in 2 ist;
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11 eine
perspektivische Schnittansicht der Prozesskammer aus 2 entlang
der Linie 11-11 in 2 ist;
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12 eine
perspektivische Schnittansicht der eine Schleusen- und Prozesskammer
umfassenden Schleusen-/Prozesskammer-Anordnung entlang der Linie
12-12 in 2 ist;
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13 eine
schematische Darstellung eines Beispiels für ein zentrales Verfahrenschemikalien-Abgabesystem
ist;
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14 ein
Grundriss einer alternativen Ausführungsform des Bearbeitungssystems
der vorliegenden Erfindung ist;
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15 eine
perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführungsform des Bearbeitungssystems
der vorliegenden Erfindung ist;
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16(a) bis 16(l) schematische
Darstellungen einer Wafertransferfolge gemäß der vorliegenden Erfindung
sind;
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17 ein
Diagramm ist, das analytische Vergleichsberechnungen mehrerer Parameter
einer als Beispiel angeführten
200-mm-Wafer-Vollhubkonstruktion gemäß der vorliegenden Erfindung
zeigt.
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BESCHREIBUNG
BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Nachstehend
wird auf die bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung genauer eingegangen, deren Beispiele in den beiliegenden
Abbildungen dargestellt sind. Obwohl die Erfindung in Bezug auf
die bevorzugten Ausführungsformen
beschrieben wird, versteht sich, dass die Erfindung nicht auf diese Ausführungsform
einge schränkt
ist. Ganz im Gegenteil deckt die Erfindung auch Alternativen, Modifikationen
und Äquivalente
ab, die im Erfindungsgedanken und im Schutzumfang der Erfindung
beinhaltet sind, wie er in den beiliegenden Ansprüchen definiert ist.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein neues Bearbeitungssystem zur
Bearbeitung von Halbleiterwafern oder -substraten. Es gilt anzumerken,
dass der Begriff "Wafer" im Zusammenhang
der vorliegenden Erfindung sowohl Wafer als auch Substrate umfasst.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein System, eine Vorrichtung
und ein Verfahren, die zusammen mit verschiedenen Waferprozessen
verwendet werden können,
einschließlich,
nicht jedoch eingeschränkt
auf, chemischer Bedampfung (CVD) nahe Atmosphärendruck und thermischer Schnelloxidationsprozesse.
Werden CVD-Prozesse
eingesetzt, können
die CVD-Prozesse Bedampfungsprozessdrücke umfassen, die im Allgemeinen
zwischen etwa 5 Torr und etwa 760 Torr, häufiger zwischen etwa 100 Torr
und etwa 700 Torr, und üblicherweise
zwischen etwa 200 Torr und 600 Torr, liegen. Natürlich können die Prozesskammern der
vorliegenden Erfindung auch bei niedrigeren Vakuumdrücken im
Milli-Torr-Bereich betrieben werden. Werden beispielsweise geeignete
Vakuumpumpen angeschlossen, könnte
die vorliegende Erfindung im Bereich von 10 mTorr bis 200 mTorr,
meist von 10 mTorr bis 5 mTorr, betrieben werden.
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Wie
in 1–3 zu
sehen ist sind die Hauptkomponenten des Halbleiterwafer-Bearbeitungssystems 5 der
vorliegenden Erfindung eine vorderseitige Atmosphärendruck-Einheit
(VAE) 6, ein Mehrkammernmodul (MKM) 20 mit vertikal
gestapelten Gruppen von Prozesskammern 40, ein zentrales Verfahrenschemikalien-Abgabesystem 24 und
ein zentrales Steuersystem 21, die von den Gruppen von gestapelten
Prozesskammern 40 geteilt werden, sowie Schleusenkammern 80 für den Halbleiterwafertransfer
zwischen einer jeweiligen Prozesskammer 40 und der vorderseitigen
Atmosphärendruck-Einheit 6.
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Die
vorderseitige Atmosphärendruck-Einheit 6 befindet
sich an der Vorderseite des Waferbearbeitungssystems 5 und
ist koplanar zu einer glatten Wand (nicht dargestellt). Die vorderseitige
Atmosphärendruck-Einheit 6 umfasst
eine oder mehrere Waferkassetten oder Beladeöffnungen 7. Es handelt sich
dabei um herkömmliche
Waferkassetten, die auf dem Gebiet der Erfindung bekannt sind. Ein
VAE-Roboter 8 bewegt Wafer zwischen Kassetten 7,
einem Waferausrichter 9 (in 1–3 nicht
dargestellt, aber in 14 zu sehen) und Schleusenkammern 80.
Nach Beendigung des Vorgangs bringt der Roboter 8 Wafer
wieder in ihre jeweiligen Kassetten 7 zurück. Der
Waferausrichter ist bereitgestellt, um Wafer zu zentrieren und Einkerbungen
auszurichten, bevor die Wafer in die Schleusenkammern 80 kommen. Diese
Komponente sind in einem starren Rahmen 14 untergebracht,
der eine saubere Umgebung mit der geeigneten Umgebungsluft-Handhabungsausrüstung definiert.
Die vordere Fläche
der VAE-Einheit 6 umfasst die Systemvorderseite 15,
die auch ein Benutzerschnittstellenbedienungsfeld und eine Anzeige 13 umfasst.
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Wie
in 2 und 12 zu sehen ist wird für jede Prozesskammer 40 eine
Schleusenkammer 80 bereitgestellt. Schleusenkammerträger 89,
die in 8 zu sehen sind, positionieren jede Schleusenkammer 80 in
Bezug auf eine jeweilige Prozesskammer 40. Auf dem Weg
von der VAE-Einheit 6 zu einer Prozesskammer 40 werden
Wafer jeweils durch eine Schleusenkammer 80 transportiert.
Ein vorderseitiger Absperrschieber 10 verbindet jede Schleusenkammer 80 mit
der VAE-Einheit 6. Der vorderseitige Absperrschieber 10 stellt
auch einen luftdichten Verschluss zwischen Schleusenkammer 80 und VAE-Einheit 6 bereit,
sodass die Schleusenkammer 80 evakuiert werden kann. Auf ähnliche
Weise ist ein Prozesskammer-Schlitzschieber 41 bereitgestellt, der
eine Schleusenkammer 80 mit einer jeweiligen Prozesskammer 40 verbindet.
Der Prozesskammer-Schlitzschieber 41 stellt einen luftdichten
Verschluss zwischen Prozesskammer 40 und Schleusenkammer 80 bereit,
sodass die Schleusenkammer 80 auf Atmosphärendruck
entlüftet
werden kann, ohne dass der Druck der Prozesskammer 40 beeinflusst
wird.
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Ein
zentraler Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das Konzept der
Ausstattung jeder Prozesskammer mit einer eigenen, ihr zugeordneten
Schleusenkammer und eines eigenen, zugeordneten Wafertransferarms,
um den Durchsatz sowohl der Prozesskammer als auch des gesamten
Bearbeitungssystems zu erhöhen.
Die vorliegende Erfindung stellt außerdem sicher, dass in Situationen,
in denen während
der Substratbearbeitung Zeit erforderlich ist, damit die Wafer nach
der Bearbeitung abkühlen
können,
maximaler Durchsatz erreicht wird.
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Typischerweise
dient eine Schleuse als Puffer zwischen zwei unterschiedlichen Umgebungen, beispielsweise
zwischen einer Umgebung mit Raumtemperatur und Atmosphärendruck
und einer evakuierten Umgebung mit erhöhter Temperatur. Somit erfordert
die Schleuse eine bestimmte Betriebsdauer, die ungleich null ist,
um die Umgebung der Schleusenkammer zuerst an eine Umgebung anzugleichen, in
der die Schleuse ein Substrat aufnehmen kann, und danach an eine
zweite Umgebung anzugleichen, um das Substrat in eine Prozesskammer
transportieren zu können.
Obwohl in der Schleuse keine Substratbearbeitung durchgeführt wird,
muss das Substrat "warten" oder eine Zeit ungleich
null in der Schleusenkammer verbringen. Typischerweise beträgt diese
Zeit einige Dutzend Sekunden, möglicherweise bis
zu einigen Minuten.
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Ansätze nach
dem Stand der Technik, wie sie in 4 dargestellt
sind, umfassen typischerweise einen vorderseitigen Roboter, der
Substrate in eine oder mehrere Schleusen befördert. Ein zweiter Roboter,
der sich häufig
in einem Kammernverteiler befindet, bewegt die Substrate dann zwischen
einer der Schleusen und einer der zahlreichen Prozesskammern. Der
vorderseitige Roboter kann verwendet werden, um Substrate zu einem
Ausrichter zu transportieren, bevor sie in eine Schleuse eintreten,
aber stattdessen kann auch der zentrale Verteilerroboter das Substrat
von einer Schleuse zu einem Ausrichter bewegen, bevor der Wafer
zu einer Prozesskammer transportiert wird. Ungeachtet dessen ist
jeder Roboter für
die Verteilung von Wafern zwischen mehreren Modulen verantwortlich.
Zeitsteuerung mithilfe von Software ist für Bearbeitungssysteme nach
dem Stand der Technik mit zwei Robotern geeignet und wird in Ansätzen nach
dem Stand der Technik häufig eingesetzt.
Wie jedoch in 4 zu sehen ist, kann die Zeitsteuerung
ziemlich komplex sein.
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4 zeigt
ein Beispiel für
ein Waferflussdiagramm eines Bearbeitungssystems nach dem Stand
der Technik, das vier Beladekassetten KASS 1, KASS 2, KASS 3, KASS
4, einen vorderseitigen Roboter, vier Schleusenkammern SK1 oben,
SK1 un ten, SK2 oben SK2 unten, einen zentralen Verteilerroboter
und vier Prozesskammern PK1, PK2, PK3, PK4 umfasst. Da ein einzelner
zentraler Verteilerroboter die Wafer zwischen allen Schleusenkammern und
allen Prozesskammern bewegt, entspricht die Gesamtzahl an möglichen
Waferwegen in solch einem System vierundsechzig (64). Vier mögliche "Beladungskassetten/vorderseitiger
Roboter"-Wege multipliziert
mit vier möglichen "vorderseitiger Roboter/Schleuse/zentraler
Verteilerroboter"-Wegen
multipliziert mit vier möglichen "zentraler Roboter/Prozesskammer"-Wegen ergibt beispielsweise vierundsechzig
(64) mögliche
Wege.
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In
manchen Anwendungen müssen
bearbeitete Wafer eventuell abgekühlt werden, bevor sie in die
Beladungskassetten zurückgeführt werden.
Die Praktik- nach dem Stand der Technik umfasst typischerweise eine
oder mehrere Kühlkammern
oder "Wartepositionen", wo Wafer liegen
bleiben und abkühlen
können
und die sich nur innerhalb der Reichweite des zentralen Verteilerroboters
befinden. Durch die Einschränkung
des Transports von heißen
Wafern auf lediglich die Reichweite des zentralen Verteilerroboters
wird die Anforderung an speziellen Materialien zur Handhabung von
heißen
Wafern (z.B. Effektoren, Waferhaltevorrichtungen und -flächen, Kassetten
usw.) an die Vorrichtung minimiert, wodurch wiederum die Kosten
minimiert werden.
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Das
Hinzufügen
einer Kühlkammer
oder einer Position, an welcher der Wafer "warten" und abkühlen muss, macht die Zeitsteuerung
von Wafern, die von dem zentralen Verteilerroboter bewegt werden,
noch komplizierter, wodurch auch die Zeitsteuerung des zentralen
Verteilerroboters in Bezug auf die des vorderseitigen Roboters komplizierter
wird. Typischerweise können
der vorderseitige Roboter und der zentrale Verteilerroboter Wafer
sehr rasch transportieren. Das Tempo jedes Roboters wird jedoch durch
die "Verfügbarkeit" der Wafer bestimmt,
und eine Optimierung der Zeitsteuerung solcher Systeme nach dem
Stand der Technik erfordert deshalb eine sehr genaue zeitliche Abstimmung
und umfassende Rückmeldungen
oder "voraussehende" Vorhersagen in Bezug
auf die Nutzung der einzelnen Prozesskammern und Schleusen, um die "Wartezeiten" zu minimieren und
so den höchsten
Durchsatz des Systems zu garantieren. In der Praxis kann oft die
kleinste Pause beim Wafertrans fer in eine Prozesskammer (oder Schleuse)
den gesamten Waferlauf im ganzen System unterbrechen. Steuerprogramme
können
absichtliche kurze Verzögerungen
in Zeitsteuerprogramme inkludieren, um diesen möglichen kurzen Verzögerungen
auf Kosten eines nicht ganz optimalen Durchsatzes Rechnung zu tragen.
Kurz gesagt ist die Synchronisierung zwischen den beiden Robotern,
die aus verschiedenen Mehrfachzugriffs-Waferpositionen, einschließlich der
Beladungskassetten, Schleusen und Prozesskammern, auswählen müssen, der
Schlüssel
zu einem annehmbaren Durchsatz, aber solch eine Synchronisierung
ist äußerst komplex.
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Im
Gegensatz dazu setzt die vorliegende Erfindung einen Roboter am
vorderen Ende des Systems ein, um Substrate in eine oder mehrere
Schleusenkammern zu verteilen, die jeweils einer Prozesskammer zugeordnet
sind. Jede Schleusenkammer umfasst einen ihr zugeordneten Transferarm,
um Substrate zwischen der zugeordneten Schleusenkammer und der jeweiligen
Prozesskammer zu bewegen. 5 zeigt
ein Flussdiagramm, das einem Bearbeitungssystem gemäß der vorliegenden
Erfindung entspricht. Da jede Prozesskammer nun eine zugeordnete
Schleusenkammer und einen zugeordneten Transferarm aufweist, und
nicht mehr wie nach dem Stand der Technik, Schleusenkammern und
einen zentralen Roboter mit anderen teilen muss, ist die Zeitsteuerung
der Waferwege deutlich weniger komplex, da die mögliche Anzahl an Waferwegen deutlich
geringer ist als nach dem Stand der Technik.
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Wie
in 5 zu sehen ist weist ein Bearbeitungssystem gemäß der vorliegenden
Erfindung die gleiche Anzahl an Prozesskammern auf wie das in 4 dargestellte
System nach dem Stand der Technik. Die vorliegenden Erfindung weist
jedoch jeder Prozesskammer eine Schleusenkammer zu, sodass vier
Schleusen-/Prozesskammer-Anordnungen SK/PK1, SK/PK2, SK/PK3 und
SK/PK4 bereitgestellt werden und kein zentraler Verteilerroboter
mehr notwendig ist. Die Anzahl an möglichen Waferwegen wird so
von vierundsechzig (64) gemäß dem Stand der
Technik auf sechszehn (16) gemäß der vorliegenden
Erfindung verringert. Vier mögliche "Beladekassette/vorderseitiger
Roboter"-Wege multipliziert
mit vier möglichen "vorderseitiger Roboter/Schleusen-/Prozesskammer-Anordnung"-Wegen ergibt beispielsweise
sech szehn (16) mögliche
Wege. Demgemäß ist die
Zeitplanung in der vorliegenden Erfindung weniger komplex, da weniger
Wegoptionen zu verwalten sind. Der vorderseitige Roboter transportiert einen
Wafer in eine von vier (in diesem Beispiel) Schleusenkammern, und
sobald dieser sich in einer Schleusenkammer befindet, ist der Weg
eines Wafers in die und aus der Prozesskammer heraus fixiert und
von allen anderen Waferwegen unabhängig.
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In
der vorliegenden Erfindung ist der langwierige Prozess der Veränderung
der Schleusenumgebung und der Bearbeitung in einer Prozesskammer
auf einzelne Schleusen-/Prozesskammer-Anordnungen beschränkt, die
jeweils eine Schleusenkammer, einen Transferarm und eine Prozesskammer
umfassen. Die vorliegende Erfindung ermöglicht die parallele Bearbeitung
von Substraten, da sie parallele Wege zwischen den jeweiligen Schleusen
und Prozesskammern errichten, wie in 5 durch
die Pfeile ARM dargestellt ist. Die Komplexität der Zeitsteuerung wird so
verringert, weil das Hinzufügen von
zugeordneten Schleusenkammern und Transferarmen eine unabhängige und
parallel Bearbeitung der Substrate ermöglicht.
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Ein
weiteres wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung ist das Hinzufügen von
zugeordneter Hardware für
jede Schleusen-/Prozesskammer-Anordnung, deren Konstruktion einfach
genug ist, dass sie trotz ihrer mehrfachen Ausführung kosteneffektiv ist. Da
jede Prozesskammer ihre eigene Schleusenkammer aufweist, wird eine
Wafertransferebene innerhalb jeder Schleusen-/Prozesskammer-Anordnung
bereitgestellt, die einfach und relativ konstant ist. So kann ein
Transferarm mit einer einzigen Translationsachse eingesetzt werden,
um einen Wafer zwischen den einzelnen Schleusenkammern und den jeweiligen
Prozesskammern zu bewegen. Außerdem
kann die Gesamtstandfläche
verringert werden, wenn der vorderseitige Roboter eine vertikale
Spannweite aufweist, die in der Lage ist, die Transferebenen von
mehreren gestapelten Schleusen-/Prozesskammer-Anordnungen zu erreichen. Somit
umfasst die vorliegende Erfindung vorzugsweise einen einzelnen vorderseitigen
Roboter mit Mehrachsenfähigkeit,
der eine geeignete vertikale Spannweite aufweist, und mehrere kostengünstige einachsige
Transferarme oder wird zusammen mit diesen verwendet.
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Ein
Aspekt der vorliegenden Erfindung, welche die Zuordnung einer Schleusenkammer 80 zu
jeder Prozesskammer 40 ermöglicht, ist die Bereitstellung
einer Kühlplatte 95, 7,
in jeder Schleusenkammer 80. Ein weiterer Aspekt der vorliegenden
Erfindung, der solch eine Zuordnung ermöglicht, ist die Bereitstellung
eines einarmigen Zwei-Wafer-Schleusentransferarms 82, 6,
der in der Lage ist, zwei Wafer gleichzeitig zu transportieren,
einschließlich
eines unbearbeiteten Wafers und eines bearbeiteten Wafers. Die Konfiguration
der vorliegenden Erfindung bringt eine deutliche Kostensenkung mit
sich, da nur eine Translationsachse durch das Steuersystem für jede Prozesskammer
gesteuert wird. Wie in 7 und 8 zu sehen
ist dreht sich der Transferarm 82 um nur eine Transferarm-Schwenkachse 83, sodass
nur eine einzige, unkomplizierte Drehbewegung des Transferarms 82 um
die Schwenkachse 83 vom Steuersystem geregelt werden muss.
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Wie
in 7 und 8 zu sehen ist befindet sich
eine Waferkühlplatte 95 innerhalb
der Schleusenkammer 80. Ein monolithischer einachsiger Schleusentransferarm 82 (Theta-Achsendrehung) mit
einem Doppel-Wafer-Effektorende 84 ist ebenfalls bereitgestellt
und ermöglicht
die vertikale koaxiale Platzierung von zwei Wafern auf dem Endeffektor 84.
Der Transferarm 82 weist eine einzige Servoachse oder Schwenkachse 83 auf
und wird durch einen einzigen Servomechanismus, wie z.B. eine Transferarm-Antriebsmotoranordnung 79,
gesteuert. Der Endeffektor 84 ist eine U-förmige Komponente,
mithilfe derer ein unbearbeiteter Wafer auf einer oberen Waferablage 85 des
Endeffektors 84 und ein weiterer, bearbeiteter Wafer auf
der unteren Waferablage 87 platziert werden kann. Die Ablagen
sind durch horizontale Platten definiert, welche die Ablagen 85, 87 bilden,
und umfassen die Waferkanten-Trägerstützen 86, 88 am
offenen Abschnitt des Endeffektors 84.
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Der
Transferarm 82 weist eine Ruheposition auf, die in 7 zu
sehen ist, in welcher sich der Transferarm 82 vollständig innerhalb
einer Schleusenkammer 80 befindet und auf die Zufuhr eines
unbearbeiteten Wafers durch den vorderseitigen Roboter 8 oder
das Entfernen eines bearbeiteten Wafers durch Kühlplattenhebestifte 96 wartet,
wie nachstehend beschrieben ist. Die Waferkühlplatte 95 ist in
die Schleusenkammer 80 integriert, um bearbeitete Wafer
abzukühlen,
bevor sie durch den VAE- Roboter 8 aus
der Schleusenkammer 80 entfernt werden, um Wafertransferfehler
aufgrund von durch Wärme
verzogenen Wafern und Kassettenmaterialversagen aufgrund von bei
hoher Temperatur nachbehandelten Wafern zu minimieren. Die Kühlplatte 95 ist
unter dem Transferarm 82 montiert und in Bezug auf Wafer,
die sich auf der oberen bzw. unteren Waferablage 85, 87 befinden,
konzentrisch ausgerichtet. Die Kühlplatte 95 kann
mit Flüssigkeit,
Luft oder einem Inertgas auf Umgebungstemperatur gekühlt werden.
Beispielsweise kann Wasser mit etwa 18 bis 25°C durch die Kühlplatte 95 geleitet
werden, um ihre Temperatur zu regeln. Natürlich kann die Temperatur der
Flüssigkeit
auch in einem anderen geeigneten Bereich liegen. Wird die Kühlplatte 95 flüssigkeitsgekühlt, kann die
Kühlflüssigkeit
durch die Kühlplatte 95,
die Aufspannanordnung 60 und die Wände der Prozesskammer 40 zirkuliert
werden, um ihre Temperatur zu regeln.
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Die
Kühlplatte 95 ist
mit Kühlplattenhebestiften 96 ausgestattet,
welche auf der unteren Waferablage 87 liegende Wafer anheben
können,
wenn sich der Schleusentransferarm 82 in der Ruheposition
befindet. Die Höhe
der Kühlplattenhebestifte 96 wird durch
einen Kühlplattenhebestiftaktuator 97 geregelt, der
in 8 dargestellt ist. Sobald ein Wafer angehoben
ist, schwenkt der Schleusentransferarm 82 von der Ruheposition
in eine ausgefahrene Position, die in 6 und 8 dargestellt
ist, und lässt
den Wafer auf den Kühlplattenhebestiften 96 zurück. Der Wafer
wird dann auf die Kühlplatte
abgesenkt, um die Scheibe zu kühlen.
Alternativ dazu kann der Wafer in eine Position abgesenkt werden,
die leicht über
der Kühlplatte 95 liegt,
sodass der Wafer gekühlt
wird, ohne die Platte 95 zu kontaktieren, wodurch der Verschleiß und die
thermische Beanspruchung des Wafers minimiert werden. Natürlich können verschiedene
Kühlarten
eingesetzt werden, einschließlich
Leitungskühlung,
Konvektivkühlung
oder Strahlungskühlung.
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Auf ähnliche
Weise fahren die Kühlplattenhebestifte 95 aus,
um einen Wafer über
die Höhe
einer oberen Waferablage 85 zu heben und den Wafer dann
auf die Ablage 85 zu laden, sobald der Transferarm 82 in
seine Ruheposition zurückkehrt.
Wie oben erwähnt
steuert ein Kühlplattenhebestiftaktuator 97 die
Hebestifte 96. Der Kühlstiftaktuator 97 befindet sich
außerhalb
der Schleusenkammer 80, um die Ab messungen der Schleusenkammer 80 zu
minimieren. Beispielsweise können
ein linearer Solenoid- oder anderer bekannter linearer Aktuator
außerhalb der
Schleusenkammer 80 montiert werden. Ein Balg (nicht dargestellt)
wird verwendet, um den Aktuator und die Kühlstifte 96 so zu
verbinden, dass die evakuierte Umgebung der Schleusenkammer 80 erhalten
bleibt. Alternativ dazu kann sich ein Kühlstiftaktuator natürlich stattdessen
innerhalb der Schleusenkammer befinden, wenn dies erwünscht ist.
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In
Bezug auf die Form der Waferablagen 85, 87 gilt
anzumerken, dass die obere Waferablage 86 im Wesentlichen
U-förmig
ist, sodass der Transferarm 82 von seiner ausgefahrenen
Position zurückfahren
kann, während
ein unbearbeiteter Wafer von den ausgefahrenen Aufspann-Hebestiften 70 in
der oberen Position gehalten wird, wie nachstehend genauer erläutert ist.
Genauer gesagt verhindert die U-Form der oberen Waferablage 85,
dass die Hebestifte 70 in Kontakt mit der oberen Ablage 85 oder dem
Transferarm 82 kommen. Im Gegensatz dazu trägt die untere
Waferablage 87 einen Wafer nur auf gegenüberliegenden
Seiten des Wafers mithilfe von unteren Waferträgern 88, wie in 9 und 12 dargestellt
ist. Wie in 12 zu sehen ist, ist die Basis
der U-Form der unteren Waferablage 87 offen, sodass der
Transferarm 82 von seiner zurückgezogenen oder Ruheposition
ausfahren kann, während
ein bearbeiteter Wafer von den ausgefahrenen Kühlplattenhebestiften 96 in
ihrer oberen Position getragen wird.
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In 10 ist
ein Beispiel für
eine Prozesskammer 40 dargestellt. In dieser Ausführungsform können die
Prozesskammern 40 eine Linearinjektoranordnung für chemische
Bedampfung (CVD) 43, wie z.B. einen MultiBlokTM-Linearinjektor
von Silicon Valley Group Thermal Systems, Scotts Valley, Kalifornien,
USA, der in der US-Patentanmeldung
mit der Seriennummer 09/113.823 (Attorney Docket Nr. A-58471-4), eingereicht am
10. Juli 1998, beschrieben ist, wobei die gesamte Offenbarung durch
Verweis hierin aufgenommen ist. Jede CVD-Linearinjektoranordnung 43 weist
Linearinjektoren 44, 45 zur Bearbeitung von 200-mm-Wafern
auf. Alternativ dazu können
drei Linearinjektoren in einer CVD-Linearinjektoranordnung eingesetzt
werden, um 300-mm-Wafer zu bearbeiten. Es sollte jedoch darauf hingewiesen
werden, dass auch andere Arten von Prozesskammern gemäß der vorliegenden
Erfindung eingesetzt werden können.
Beispielsweise kann eine Prozesskammer verwendet werden, in der
Filme gezüchtet
und bei erhöhten
Temperaturen getempert werden, entweder in Kombination mit den oben
genannten CVD-Kammern oder an ihrer Stelle.
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In
jeder Prozesskammer 40 ist eine Halbleiterwafer-Aufspannanordnung 60 bereitgestellt.
Eine Waferaufspannanordnung 60 hat mehrere Grundfunktionen,
einschließlich:
(1) die Aufnahme eines Wafers von einem Transferarm und seine Abgabe
an diesen; (2) das Halten eines Wafers während der Bearbeitung; (3)
das Bereitstellen einer gleichförmigen Temperaturumgebung
für einen
Wafer, je nach Waferbearbeitungstemperatur; (4) das Transportieren eines
Wafers innerhalb der Prozesskammer, falls dies aufgrund des Waferbearbeitungsverfahrens
erforderlich ist. Die Waferaufspannanordnung 60 kann beispielsweise
innerhalb jeder Prozesskammer 40 bereitgestellt sein, um
die Wafer vorzuwärmen,
festzuhalten und in Bezug auf die CVD-Linearinjektoranordnung 43 zu
bewegen. Alternativ dazu kann die Aufspannanordnung 60 auch
dazu verwendet werden, einen Wafer abzukühlen und/oder den Wafer in Bezug
auf andere Arten von Bearbeitungswerkzeugen, wie z.B. Materialabtragungswerkzeugen,
zu bewegen.
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Wie
in 10 zu sehen ist umfasst die Waferaufspannanordnung 60 eine
Klemmfläche 62,
auf der ein Halbleiterwafer platziert wird. Die Waferaufspannanordnung 60 umfasst
ein Heizelement (nicht dargestellt), das den unbearbeiteten Wafer
vor der Bearbeitung durch einen CVD-Injektor 43 vorwärmt. Eine
Aufspannanordnungsisolierung 76 ist ebenfalls bereitgestellt,
um die auf den Wafer angewandte Wärme zu isolieren. Eine Niederhalteklemme,
wie z.B. eine Aufspann-Vakuumklemme 63, befestigt den Wafer
an der Aufspannanordnung 60. Solche Vakuumklemmen sind
auf dem Gebiet der Erfindung allgemein bekannt und hierin nicht
genauer beschrieben. Natürlich
können
auch andere geeignete Klemmmittel verwendet werden, wie z.B. elektrostatische
Waferklemmmittel. Im Allgemeinen wird die Rückseite eines Wafers auf bekannte
Weise mithilfe einer Aufspann-Vakuumklemme 63 an einer
Waferaufspannplatte 62 einer Waferaufspannanordnung 60 festgehalten.
Die Vakuum klemme ist über
eine Aufspannanordnung-Versorgungskette 59 wirksam mit
einer Vakuumquelle verbunden. Die Versorgungskette 59 versorgt
die Aufspannanordnung 60 mit Strom, Steuersignalen und
Kühlwasser
und erlaubt ihr gleichzeitig, sich innerhalb der Prozesskammer 40 zu
bewegen.
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In
Bedampfungsmikrozonen oder -mikroregionen, die ganz allgemein mit
der Zahl 49 bezeichnet sind und als Bereich direkt unter
den Linearinjektorauslässen
definiert sind, sind Injektorgase enthalten. Die Oberfläche eines
auf der Waferaufspannplatte befestigten Wafers ist im Wesentlichen
koplanar mit einer Oberfläche
von Dichtungsplatten 61, die beide so angepasst sind, dass
sie sich an den unteren Auslässen
der Linearinjektoren 44, 45 innerhalb von etwa 1
mm vorbeibewegen. Solch eine Platzierung eines Wafers definiert
einen wenig leitenden Gaspfad zwischen den Bedampfungsmikrozonen 49 und
dem Rest der Prozesskammer 40. Dieser Pfad wird als Mikrokammerisolationsbereich
oder Halbdichtungsbereich bezeichnet. Der 1-mm-Halbdichtungsspalt wird eingestellt,
indem die Position eines Aufspann-Verschiebungsrahmens 64 in
Bezug auf die Injektoranordnung 43 eingestellt wird, wie
nachstehend erläutert
ist. Ist der Halbdichtungsspalt einmal eingestellt, so ändert er
sich nicht mehr während
des Betriebs des Systems.
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In
der Praxis wird ein Wafer auf der Aufspannfläche 62 platziert,
während
sich die Aufspannanordnung 60 in einer zurückgezogenen
oder Beladeposition befindet, wie sie in 10–12 dargestellt
ist. Der Wafer wird über
Aufspann-Hebestiften 70 positioniert, welche den Wafer
von der oberen Waferablage 85 abheben. Der Transferarm 82 schwenkt
zurück
in seine Ruheposition und lässt
den Wafer auf den Aufspann-Hebestiften 70 zurück. Als Nächstes wird
der Wafer auf die Aufspannfläche 62 abgesenkt.
Die Aufspann-Hebestifte 70 heben und senken sich gleichzeitig
und sind wirksam mit einer Aufspann-Hebestiftgabel 72 verbunden.
Die Hebestiftgabel 72 ist wiederum wirksam mit einer Aufspann-Hebestift-Linearantriebswelle 73 verbunden, die
von einer Hebestift-Servoaktuatoranordnung 74 betätigt wird.
Natürlich
können
auch andere Mittel für eine
kontrollierte Linearbewegung verwendet werden. Beispielsweise kann
ein Schneckenantrieb bereitgestellt werden, um die Aufspann- Hebestiftgabel 72 und/oder
die Aufspann-Hebestifte 70 in lineare Bewegung zu versetzen.
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Wie
in 11 zu sehen ist der Wafer an die Aufspannfläche 62 vakuumgeklemmt.
Die Aufspannanordnung 60 bewegt sich entlang von Aufspann-Führungsleisten 66 des
Aufspann-Verschiebungsrahmens 64 am CVD-Injektor 43 vorbei
zu einer ausgefahrenen Position. Beispielsweise treibt ein Aufspann-Verschiebungsaktuator 67,
wie z.B. ein elektrischer Servomotor, die Aufspannanordnung 60 mithilfe
einer Aufspann-Verschiebungstriebschraube 68 wirksam
entlang der Aufspann-Führungsleisten 66 an.
Fachleute auf dem Gebiet der Erfindung werden erkennen, dass auch
andere Aufspann-Verschiebungsvorrichtungen eingesetzt werden können. So
wird der Wafer, der an der Waferaufspannplatte 62 befestigt
ist, in einem einzigen vollen Hub in Richtung des Pfeils A unter
die Injektorauslässe
der Linearinjektoren 44, 45 bewegt. Durch den
einzelnen vollen Hub kann die gesamte Waferoberfläche durch alle
Injektorauslässe
(d.h. zwei Injektorauslässe
für einen
200 mm großen
Wafer oder drei Injektorauslässe
für einen
300 mm großen
Wafer) bedampft werden. Es gilt anzumerken, dass die Anzahl an Injektoren
und/oder Injektorauslässen
nicht von der Wafergröße abhängt. Die
Anzahl an Injektoren und/oder Injektorauslässen kann variiert werden,
um den Durchsatz der Prozesskammer 40 zu optimieren. Dieser volle
Hub kann so oft wie nötig
wiederholt werden, um die gewünschte
Bearbeitung des Wafers durchzuführen.
Die Aufspann-Verschiebungsgeschwindigkeit kann ebenfalls je nach
der gewünschten
Dicke der SiO2-Schicht angepasst werden,
die auf dem Wafer gebildet wird, wenn er den CVD-Injektor 43 passiert.
In einer Ausführungsform
der Erfindung liegt die Verschiebungsgeschwindigkeit beispielsweise
im Bereich von 1 mm/s bis etwa 60 mm/s. Nach Beendigung des Bedampfens
wird der Wafer zurück
in die Beladeposition bewegt, wo die Aufspann-Hebestifte 70 den
Wafer von der Waferaufspannplatte 62 abheben, um ihn an
den Schleusentransferarm 82 zu übergeben.
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Die
Prozess- oder Reaktorkammer 40 weist Seitentüren 54, 11 und 12,
und Endtüren 55, 10 auf,
um einen leichten Zugang zur Wartung und Justierung des Verschiebungsrahmens 64 und
der Aufspannanordnung 60 zu ermöglichen, ohne die Halbdichtungsspalte
oder die Bedampfungsmikrozone oder andere Prozesskammerkomponenten,
wie z.B. den CVD-Linearinjektor 43, zu beeinträchtigen.
Wie oben erwähnt
wird der 1-mm-Halbdichtungsspalt eingestellt, indem die Position
des Aufspann-Verschiebungsrahmens 64 eingestellt wird.
Dies wird erreicht, indem die Aufspann-Einstellvorrichtungen 69 eingestellt
werden. Wie in 2 zu sehen ist, ist vorzugsweise
jede Prozesskammer 40 mit drei Aufspann-Einstellvorrichtungen 69 ausgestattet,
von denen zwei in 10 dargestellt sind. Solch eine
Konfiguration ermöglicht eine
genaue Einstellung des Nick- und Rollwinkels sowie der Höhe der Aufspannanordnung 60.
Aufspann-Einstellvorrichtungen 60 können beispielsweise so eingestellt
werden, dass der Halbdichtungsspalt für den Fall genau eingestellt
wird, dass die Prozesskammer 40 einen CVD-Linearinjektor 43 umfasst.
Aufspann-Einstellvorrichtungen 69 können auch
verwendet werden, um die Position eines Wafers in Bezug auf andere
Bearbeitungswerkzeuge einzustellen. Solche Einstellvorrichtungen
können die
Form von Stellschrauben oder anderen allgemein bekannten Einstellmitteln
aufweisen. Natürlich
können
auch mehr oder weniger als drei Aufspann-Einstellvorrichtungen verwendet
werden. Beispielsweise können
zwei Einstellvorrichtungen verwendet werden und der dritte Punkt
des Verschiebungsrahmens 64 in Bezug auf die Prozesskammer 40 fix
sein.
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Wie
in 2 zu sehen ist sind die Prozesskammer 40 vertikal
in Paaren angeordnet, um Anforderungen in Bezug auf die Bodenfläche oder
Standfläche
zu erfüllen.
Die vertikal gestapelten Prozesskammerpaare in Kombination mit einem
zentralen Chemikalien-Abgabesystem 24 und einem zentralen Steuersystem 21 werden
kollektiv als Mehrkammernmodul (MKM) 20 bezeichnet. Die
beiden Prozesskammern können
im Wesentlichen identisch sein, beispielsweise kann jede einen unabhängigen CVD-Linearinjektor, eine
Waferaufspannanordnung und einen Aufspann-Verschiebungsrahmen aufweisen.
Außerdem
umfasst jede Prozesskammer eine ihr zugeordnete Schleusenkammer
und eine Kühlplatte.
Für den
Fall, dass Unterschiede zwischen den beiden Kammern erwünscht sind,
können
diese leicht untergebracht werden, ohne dass die Kammern sich gegenseitig
beeinflussen.
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Alternativ
dazu kann jedes Mehrkammernmodul unterschiedliche Arten von Prozesskammern umfassen.
Beispielsweise kann eine Prozesskammer 40 einen CVD-Linearinjektor 43 aufweisen,
während
eine andere Prozesskammer, die in Bezug auf die erste vertikal gestapelt
ist, ein thermisches Schnelloxidationsgerät (nicht dargestellt) umfasst. Ferner
kann das MKM 20 auch drei Prozesskammern 40 umfassen,
die vertikal übereinander
gestapelt sind, wie in 15 dargestellt ist. Natürlich können die
Prozesskammern 40 die Form einer CVD-Prozesskammer, wie
sie oben erläutert
wurde, oder die Form anderer Arten von Prozesskammern oder Kombinationen
daraus aufweisen.
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Der
Abstand zwischen den Prozesskammern 40 eines MKM 20 hängt von
den Einschränkungen
der jeweiligen Konstruktion ab, wie z.B. vom maximalen vertikalen
Hub des vorderseitigen Roboters, vom Wartungszugangsabstand 23 zwischen
den Prozesskammern für
die CVD-Injektoren und die Chemikalienzufuhrleitungen sowie von
der Gesamthöhe
der Prozesskammern, wie sie durch die Maximalhöhe der Aufspannanordnung und
dem Verschiebungsrahmen definiert ist. Wie in 12 zu
sehen ist befindet sich ein Aufspannhebestiftaktuator 71 gemäß der vorliegenden
Erfindung außerhalb
der Prozesskammer 40, um die Gesamthöhe und das Gesamtvolumen der
Prozesskammer 40 zu verringern. Bälge 75 werden zwischen
dem Hebestiftaktuator 71 und den Aufspannhebestiften 70 eingesetzt,
um die partikelfreie Umgebung nahe Atmosphärendruck der Prozesskammer 40 aufrecht
zu erhalten.
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Die
vertikal gestapelten Prozesskammern 40 eines MKM 20 befinden
sich auf einem gemeinsamen Rahmen, der auch ein zentrales Verfahrenschemikaliensystem 24 und
ein zentrales lokales Steuersystem 21 trägt. Das
Abgabesystem 24 befindet sich ganz oben des MKM 20 und
versorgt die gestapelten Prozesskammern 40 mit Material.
Das Abgabesystem 24 kann beispielsweise ein Chemikalienabgabesystem
umfassen, um Chemikalien zu den beiden gestapelten Prozesskammern 40 im
MKM 20 zuzuführen.
Das zentrale Steuersystem 21 kann sich innerhalb des MKM
unter der unteren Prozesskammer 40 befinden. Alternativ
dazu können
solche Komponenten auch auf einem separaten Gestell entlang des CVD-Bearbeitungssystems
bereitgestellt sein, je nach Quantitäts- und Packungsanforderungen
der elektronischen Kom ponenten und Entfernungseinschränkungen
in Bezug auf die Bereitstellung einer vernünftigen Prozess- und Systemsteuerung.
Wenn ein Abgabesystem alle Prozesskammer 40 jedes MKM 20 versorgt,
können
deutliche Ersparnisse in Bezug auf Kosten und Raum erzielt werden.
Die tatsächliche
Position des Verfahrenschemikalien-Abgabesystems 24 und des zentralen
Steuersystems 21 können
innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung variieren.
Beispielsweise kann sich das Abgabesystem 24 unter der
unteren Prozesskammer und zwischen Prozesskammern befinden. Auf ähnliche
Weise kann sich das zentrale Steuersystem 21 über der
oberen Prozesskammer befinden.
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Ein
Beispiel für
ein Verfahrenchemikalien-Abgabesystem 24 für drei gestapelte
Prozesskammern ist in 13 dargestellt. Das Abgabesystem 24 umfasst
ein Chemikalien-Abgabesystem mit einer Verteilereinheit 25,
um die Chemikalie aus der Quelle in die CVD-Linearinjektoren 43 von
drei Prozesskammern 40 aufzuteilen. Alternativ dazu kann eine
Verteilereinheit bereitgestellt werden, um die Chemikalie aus der
Quelle in die Injektoren von weniger oder mehr als drei Prozesskammern
aufzuteilen. Als solches beginnt und endet das chemische Bedampfen
gleichzeitig in allen Prozesskammern 40 eines MKM 20.
Es gibt kein unabhängiges
Mittel zum Messen, Regeln oder Ausgleichen der Chemikalienabgabe
zwischen den einzelnen Prozesskammern 40 für Waferbearbeitungsvorgänge. Stattdessen
verteilen ein Trennpunkt für
die Chemikalie aus der Quelle 25 und ein Oxidationsmittel-Trennpunkt 26 die Chemikalie
aus der Quelle und das Ozon im Wesentlichen gleichmäßig auf
die einzelnen CVD-Linearinjektoren 43. Jede geringste Abweichung
in der Bedampfungsdicke, die aus Abweichungen in der Chemikalienabgabe
zwischen den Prozesskammern 40 resultiert, wird angeglichen,
indem ihre Waferaufspann-Verschiebungsgeschwindigkeit variiert wird, da
jede Prozesskammer 40 einen unabhängigen Aufspann-Verschiebungsaktuator 67 aufweist.
Unabhängige
Messventile oder Laufregler können
für jede Kammer
bereitgestellt werden, um die Chemikalien- und Ozonzufuhr in die
einzelnen Prozesskammern 43 zu regeln. So kann jede Prozesskammer 43 unabhängig von
den anderen betrieben werden. Das zentrale Abgabesystem der vorliegenden
Erfindung minimiert die Gesamtkosten und die Komplexität des Waferbearbeitungssystems.
Natürlich
können
stattdessen auch individuelle Abgabesyste me, beispielsweise individuelle
Drosselventile, für
jede Prozesskammer verwendet werden, aber solch eine Konfiguration
könne zu
höheren
Kosten führen.
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Für jedes
Abgabesystem 24 eines entsprechenden MKM 20 wird
ein Ozonerzeuger bereitgestellt. Ein Versorgungsbehälter für eine flüssige Chemikalie
kann jedoch für
mehrere Abgabesysteme 24 bereitgestellt werden, was mehreren
MKM 20 entspricht. Ein ähnlicher
Ansatz wird, falls solche eingesetzt werden, für wasserfreie HF-Reinigungssyteme verwendet,
wobei ein HF-System einsetzt wird und durch eine Verteilereinheit
passiv zwischen allen Prozesskammern 40 eines MKM 20 verteilt
wird. In einer Variante dieser Konstruktion, wenn eine Quelle zur Erzeugung
von atomarem Fluor verwendet wird, um Reinigungsvorläufer zu
erzeugen, wird eine Fluorerzeugungsquelle pro Prozesskammer 40 bereitgestellt,
obwohl die Reinigung aller Prozesskammern 40 in einem MKM 20 gleichzeitig
stattfindet, und zwar um den Durchsatz der Prozesskammern 40 zu
erhöhen
und die Chemikalienabgabe-Hardware
für die Fluorerzeugungsquelle
zu vereinfachen. Alternativ dazu können andere Ausführungsformen
eine einzelne Quelle für
atomaren Fluor für
beide Prozesskammern in einem MKM aufweisen.
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Der
Grundriss des Waferbearbeitungssystems 5 der vorliegenden
Erfindung ist so angeordnet, dass eine Reihe von MKM 20,
z.B. zwei, drei oder mehr MKM 20, auf lineare Weise parallel
zueinander angeordnet sind. Solch eine Anordnung von MKM 20 kann
orthogonal zur VAE-Einheit 6 stehen, wie in 3 zu
sehen ist, oder in einem Winkel, wie in 14 dargestellt
ist, je nach dem jeweiligen Aufbau der Schleusenkammern 80.
Das Waferbearbeitungssystem 5 als solches kann als "lineare Anordnung" betrachtet werden.
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Fachleute
auf dem Gebiet der Erfindung werden erkennen, dass mehrere MKM unter
Verwendung anderer geometrischer Anordnungen um ein Transportsystem
eingesetzt werden können,
beispielsweise in kreisförmiger
Anordnung um einen zentralen Roboter, in gespiegelter paralleler
Anordnung um einen zentralen Verschiebungsroboter auf der linken
und der rechten Seite des Geräts
oder in anderer, nichtlinearer Anordnung, ebenfalls unter Verwendung
der gestapelten Kammern, vorausgesetzt, dass eine Schleusenkammer
für jede
Prozesskammer bereitgestellt ist.
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Die
oben erläuterten
Konfigurationen der Prozesskammern 40 und der MKM 20 stellen
Verbesserungen in Bezug auf die Standfläche gegenüber ähnlichen Linearinjektor-Geräteblocksystemen
bereit. Im Vergleich zu herkömmlichen
Systemen mit der gleichen Anzahl an Prozesskammern, beispielsweise
vier Prozesskammern, wird die Standfläche etwa von etwa 168 Quadratfuß (ft2) eines Systems nach dem Stand der Technik
durch ein System gemäß der vorliegenden
Erfindung auf etwa 73 Quadratfuß (ft2) verringert. Diese Verringerung der Standfläche wird
vor allem durch das Stapeln von CVD-Prozesskammern 40 und
das Ersetzen eines separaten Transportmodul-Angelpunkts, der typischerweise
in herkömmlichen
Geräteblock-CVD-Bearbeitungssystemen
bereitgestellt ist, durch einzelne Schleusen 80, die mit
einer entsprechenden CVD-Prozesskammer 40 und der vorderseitigen
Atmosphärendruck-Einheit 6 erreicht.
Außerdem
wird der Platz in der linearen Anordnung besser genutzt, weil kein
Platz an eine große
Transportmodul-(TM-)Kammer und einen Verteilerroboter verloren geht,
die typischerweise in herkömmlichen
Systemen im Zentrum eines Geräteblocksystems
vorhanden sind (siehe schematische Darstellung in 4).
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Die
Standfläche
eines CVD-Bearbeitungssystems für
300-mm-Anwendungen (z.B. Wafer) gemäß der vorliegenden Erfindung
ist vergleichbar mit der Standfläche
eines herkömmlichen
Systems für 200-mm-Anwendungen.
Die vorliegende Erfindung bringt enorme Vorteile für Waferbearbeitungsvorrichtungen
für 200-mm-Anwendungen
mit sich, da solche Vorrichtungen unter Nutzung der bisherigen Standfläche der
Vorrichtung zusätzlich
das erfindungsgemäße System
für 300-mm-Anwendungen umfassen
können.
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Das
Halbleiterwafer-Bearbeitungssystem, die Halbleiterwafer-Transfervorrichtung
und das Verfahren der vorliegenden Erfindung bringen zahlreiche technische
Vorteile mit sich. Beispielsweise können die Produktions- und Bearbeitungskosten
sowie die Komplexität
des Systems minimiert werden, indem die Notwendigkeit mehrerer Servoachsen
zur Bewegung des Wafers eliminiert wird. Die Bewegung des Halbleiterwafer-Bearbeitungsvorrichtung,
beispielsweise des Transferarms 82, wird auf eine Bewegung um
eine einzig Achse reduziert, wodurch die Gesamtkosten für die Waferautomatisierung
verringert werden. Die Verwendung des monolithischen einachsigen
Transferarms eliminiert außerdem
Gelenkskomponenten im Transfermechanismus, wodurch die Komplexität und mögliche Zuverlässigkeitsmängel minimiert
werden. Der einachsige Transferarm der vorliegenden Erfindung minimiert
ferner die Teilchenbildung und Verunreinigung, da sich weniger bewegliche
Teile in den Schleusenkammern befinden. Der einachsige Arm minimiert
die Tiefe des gesamten Systems, da die Prozesskammern von der Seite
her beladen werden können,
und optimiert so die Packungseinschränkungen des Systems. Ferner
ist, da eine Kühlplatte
in jeder Schleusenkammer platziert wird, keine separate zugeordnete
Kühlstation
mehr erforderlich. Die Kühlplattenanordnung
der vorliegenden Erfindung erfordert keine zusätzlichen Transferarmachsen,
da sie Kühlplattenhebestifte
umfasst, um Wafer vom Transferarm zu entnehmen. Dies stellt einen
Vorteil gegenüber
Waferkühl-
und -transferansätzen
nach dem Stand der Technik bereit, weil beide Funktionen in einer
einzelnen platzsparenden Einheit untergebracht sind.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung umfasst die Prozessfolge der Prozesskammer eine Vollhub-Bedampfungsstrategie,
bei der die Empfindlichkeit der Filmdicke oder Dotiermittelkonzentration
gegenüber
der Chemikalienzufuhr und -stabilisierung minimiert wird. Alternativ
dazu kann die Prozessfolge der Prozesskammer eine aktive zyklische
Verschiebung umfassen, wie sie im US-Patent Nr. 09/113.730 (Attorney
Docket Nr. 1-66484), eingereicht am 10. Juli 1998, beschrieben ist,
wobei die gesamte Offenbarung durch Verweis hierin aufgenommen ist.
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Die
Kombination aus verringerter Standfläche, geringeren Kosten und
keiner Verschlechterung des Durchsatzes des gesamten Systems führt dazu, dass
sowohl die Gesamtkosten (TCO) als auch die Waferbearbeitungskosten
geringer sind. In einer Ausführungsform
der Erfindung werden die zu erwartenden Gesamtkosten dieser Vorrichtung
für einen 5000-Angstrom-BPSG-Film
auf etwa $ 2,65–2,72
pro Wafer geschätzt,
je nach Anzahl an Prozesskammern im System (d.h. sechs (6) Prozess kammern
im Gegensatz zu vier (4) Prozesskammern). Im Vergleich dazu hat
die Bedampfung mit einem identischen Film durch ein System nach
dem Stand der Technik bisher Gesamtkosten im Bereich von $ 3,59–4,95 verursacht,
je nach Hersteller und Modell. Dieser als Beispiel angeführte Vergleich
stellt eine Ersparnis zwischen etwa sechsundzwanzig und fünfundvierzig
Prozent pro Wafer dar.
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EXEMPLARISCHE
UMSETZUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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In 16(a)–(l)
ist ein Beispiel für
ein Halbleiterwafer-Transfer- und -Bearbeitungsverfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung schematisch dargestellt, wobei eine Schleusenkammer 80 mit
einer jeweiligen Prozesskammer 40 verbunden ist: Ein Schleusentransferarm
(in 16 nicht dargestellt), der dem
Transferarm 83 ähnelt,
nimmt Halbleiterwafer von einem vorderseitigen Roboter 8 (in 16 nicht dargestellt) auf und bewegt die
Wafer zwischen der Schleusenkammer und der Prozesskammer.
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Drei
Ebenen in der Schleusenkammer 80 stehen für die Waferpositionen,
wenn die Wafer auf einer oberen Waferablage 85', einer unteren
Waferablage 87' und
einer Kühlplatte 95' in der Schleusenkammer 80 liegen.
Eine vierte Waferposition mit "ausgefahrenen
Stiften" ein wenig über der
Kühlplatte
ist nicht dargestellt, nachstehend aber erläutert. Zwei Ebenen in der Prozesskammer 40 stellen
die Waferpositionen dar, wenn die Wafer auf der oberen Waferablage 85'' und der unteren Waferablage 87'' in der Prozesskammer 40 liegen.
Andere Waferpositionen, wie beispielsweise auf der "Aufspannfläche" und beim "Vorwärmen" sind nicht dargestellt,
nachstehend aber erläutert.
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Das
als Beispiel angeführte
Verfahren zum Halbleiterwafertransfer und zur Halbleiterwaferbearbeitung
umfasst die folgenden Schritte:
- 1. Waferkassetten 7 werden
in ihren jeweiligen Halterungen oder automatisierten Beladeöffnungen
in der vorderen Ebene der vorderseitigen Atmosphärendruck-Einheit (VAE) 6 platziert.
- 2. Ein vorderseitiger Atmosphärendruck-Roboter 8 entfernt
einen ersten unbearbeiteten Wafer aus der Waferkassette 7 und
transportiert ihn zum Waferausrichter 9
- 3. Der Waferausrichter dreht den ersten unbearbeiteten Wafer,
um den Schwerpunkt des Wafers zu bestimmen und die Waferversetzung
zu bestimmen. Außerdem
wird die Waferkerbenposition bestimmt und gemäß den jeweiligen Prozessanforderungen
ausgerichtet.
- 4. Der Roboter 8 führt
einen Versetzungsaufnahmeschritt durch, bei dem der erste unbearbeitete Wafer
vom Ausrichter 9 mit einer berechneten Versetzung entnommen
wird, um den ersten unbearbeiteten Wafer genau auf dem Effektorende 84 des
Schleusentransferarms 82 zu zentrieren.
- 5. Die Schleusenkammer 80 wird auf Atmosphärendruck
entlüftet
und geöffnet.
- 6. Während
sich der Transferarm 82 in seiner Ruheposition befindet
wird der erste unbearbeitete Wafer A mithilfe des vorderseitigen
Atmosphärendruck-Roboters 8 auf
der oberen Waferablage 85 des Transferarm-Effektorendes 84 platziert,
wie in 16(a) dargestellt ist. Die
Schleusenkammer 80 wird dann geschlossen und auf einen
Transferdruck evakuiert, der im Wesentlichen dem Druck in der Prozesskammer 40 entspricht.
- 7. Wenn die Evakuierung abgeschlossen ist, öffnet sich der Prozesskammer-Schlitzschieber und der
Schleusentransferarm 82 dreht sich, um den ersten unbearbeiteten
Wafer A in die Prozesskammer 40 zu bewegen, wie in 16(b) dargestellt ist. Zu diesem Zeitpunkt
befinden sich die Aufspann-Hebestifte 70 in der Aufspannanordnung 60 in
ihrer "unteren" Position, d.h. unter
der Aufspannfläche 62.
- 8. Der Schleusentransferarm 82 richtet den ersten unbearbeiteten
Wafer A konzentrisch mit dem Durchmesser der Aufspannanordnung 60 aus. Die
Aufspannhebestifte 70 heben sich dann, kontaktieren den
ersten unbearbeiteten Wafer A auf dem Schleusentransferarm 82 und
heben den ersten unbearbeiteten Wafer A über den Schleusentransferarm 82 in
die "Beladeposition" für unbearbeitete
Wafer hinauf, damit der Schleusentransferarm 82 zurück in die
Schleusenkammer 80 fahren kann und den ersten unbearbeiteten Wafer
A auf den Aufspannhebestiften 70 zurücklässt.
- 9. Die Aufspannhebestifte 80 ziehen sich in einer "Wafervorwärmposition" zurück, die
sich 0,25–0,75
mm über
der Waferaufspannplatte 62 befindet. Nach Ende der Vorwärmdauer
von 8–20 Sekunden
werden die Aufspannhebestifte 70 vollständig zurückgezogen, und der erste unbearbeitete
Wafer A wird an die Waferaufspannplatte 62 vakuumgeklemmt,
wie in 16(c) dargestellt ist.
- 10. Die Ozonerzeugerentladungsstärke wird rasch von null Ausgangsleistung
auf die durch den Prozess bestimmte Ausgangsleistung erhöht, die
typischerweise als 120 g/m3 bei 40 NI/min
definiert ist. Das Ozon strömt
während
dieser 10–15 Sekunden
langen Stabilisierungsperiode durch den Injektor auf die Dichtungsplatte
und durch den Auslass hinaus. Es wird gleichzeitig die Temperatur
von Wafer A stabilisiert, während
er auf der Aufspannvorrichtung befestigt wird, und flüssige Chemikalien
aus der Quelle, z.B. TEOS, TEB und TEPo, werden aufgedreht, sodass
sie durch den Injektor 43 und in die Bedampfungsmikroregion 49 über der
Dichtungsplatte 61 strömen.
- 11. Nachdem die Ozon- und Wärmestabilisierungsperiode
abgeschlossen sind, beginnt die Waferverschiebung und der erste
unbearbeitete Wafer wird unter dem CVD-Injektor 43 bewegt. Die
Bedampfung beginnt sofort, wenn das Ozon und die flüssige Chemikalie
aus der Quelle auf die Oberfläche
des ersten erwärmten,
unbearbeiteten Wafers A auftreffen und an dieser reagieren, um eine
SiO2-Schicht auf dem Wafer zu bilden, was den
eigentlichen CVD-Prozess definiert.
- 12. Der Verschiebungsaktuator 67 bewegt die Aufspannanordnung 60 auf
lineare Weise und mit einer konstanten Geschwindigkeit unter dem
Injektor 43, bis die Bedampfungsgase vom Injektor über den
gesamten unbearbeiteten Wafer A gestrichen sind. Je nach Dicke,
Zusammensetzung und anderen Bearbeitungsanforderungen wird der unbearbeitete
Wafer durch die aus den Injektorauslässen austretenden In jektorgase
gleichmäßig und
vollständig
mit einem Film überzogen, wodurch
der erste unbearbeitete Wafer A zu einem ersten bearbeiteten Wafer
A' gemacht wird.
- 13. Während
des in Schritt 10–12 beschriebenen CVD-Verfahrens
kehrt der Schleusentransferarm 82 an seine Ruheposition
in der Schleusenkammer 80 zurück. Der Prozesskammer-Schlitzschieber 41 wird
geschlossen, und die Schleusenkammer 80 wird auf Atmosphärendruck
entlüftet
und geöffnet.
Ein zweiter unbearbeiteter Wafer B wird mithilfe des VAE-Roboters 8 auf
der oberen Waferablage 85 des Schleusentransferarm-Effektorendes 84 platziert,
wie in 16(c) dargestellt ist. Die
Schleusenkammer 80 wird dann geschlossen und auf den Transferdruck
evakuiert. Nach Beendigung der Evakuierung bleibt die Schleusenkammer 80 außer Betrieb,
bis der in Schritt 10–12 beschriebene
CVD-Vorgang auf dem ersten unbearbeiteten Wafer beendet ist.
- 14. Wenn der CVD-Vorgang auf dem ersten Wafer beendet ist, wird
die Ozonentladungsstärke
gedrosselt und die flüssigen
Chemikalien aus der Quelle werden entweder vom Injektor 43 weggeleitet
oder abgedreht. Nachdem die Aufspannanordnung 60 zurück in ihre
Beladeposition gebracht wurde und einige Sekunden in ihrer Beladeposition
verweilt, bis der Injektor eine Chemikalienkonzentration von null
erreicht, wird die Vakuumklemme 63 in Vorbereitung für die Entfernung des
ersten unbearbeiteten Wafers gelöst.
- 15. Nach dem Lösen
des ersten bearbeiteten Wafers A' wird
der Prozesskammer-Schlitzschieber 41 geöffnet und
die Aufspannhebestifte 70 heben den ersten bearbeiteten
Wafer A' auf eine
Höhe an,
die leicht über,
beispielsweise etwa 0,75–1,5 mm über, der
unteren Waferablage 87 des Schleusentransferarm-Effektorendes 84 liegt.
Es gilt anzumerken, dass diese "Entladeposition" des bearbeiteten
Wafers sich über
der "Vorwärmposition" aus Schritt 9,
aber unter der "Beladeposition" des unbearbeiteten
Wafers aus Schritt 8 befindet.
- 16. Der Schleusentransferarm 82, der den zweiten unbearbeiteten
Wafer B auf der oberen Waferablage 85 des Effektorendes 84 trägt, schwenkt
in die Prozesskammer 40 und richtet sich konzentrisch mit
dem ersten bearbeiteten Wafer auf den Aufspannhebestiften 70 aus,
wie in 16(d) dargestellt ist. Die
Aufspannhebestifte 70 sinken dann in die "untere" Position ab, sodass
der erste bearbeitete Wafer A' auf
der untere Waferablage 87 des Endeffektors 84 platziert
werden kann. Der Schleusentransferarm 82 schwenkt nun zurück in die
Schleusenkammer 80, wobei er sowohl den ersten bearbeiteten
Wafer A' auf der
unteren Waferablage 87 als auch den zweiten unbearbeiteten Wafer
B auf der oberen Waferablage 85 trägt, wie in 16(e) dargestellt
ist.
- 17. Nachdem der Schleusentransferarm 82 in seine Ruheposition
zurückgeschwenkt
ist, wird der erste bearbeitete Wafer A' auf der unteren Waferablage 87 durch
die Kühlplattenhebestifte 96,
die sich in einer Waferkühlplatte 95 befinden,
die sich direkt unter und konzentrisch mit dem Endeffektor 84 befindet,
wenn sich der Schleusentransferarm 82 in seiner Ruheposition
befindet, etwa 0,75–1,5 mm über den
Endeffektor 84 gehoben, wie in 16(g) dargestellt
ist. Sobald der erste bearbeitete Wafer A' durch die Kühlplattenhebestifte 96 angehoben
ist, schwenkt der Schleusentransferarm 82 zurück in die
Prozesskammer 40, wobei er den zweiten unbearbeiteten Wafer
B auf der oberen Waferablage 85 des Endeffektors 84 trägt, wie
in 16(g) dargestellt ist. Der zweite
unbearbeitete Wafer B wird nun auf die gleiche Weise wie in Schritt 8 und 9 beschrieben
und in 16(h) dargestellt auf die Waferaufspannvorrichtung 60 geladen.
- 18. Gleichzeitig mit Schritt 17 wird der erste bearbeitete
Wafer A auf die oder auf eine Höhe
leicht über
der Kühlplatte 95 auf
die "obere" Position der Kühlplattenhebestifte 96 gesenkt,
die sich beispielsweise etwa 0,25 mm über der Oberfläche der
Kühlplatte 95 befindet,
wie in 16(g) dargestellt ist. Der
Schleusentransferarm 82 ist nun frei, um zurück in seine
Ruheposition zu schwenken, die sich direkt über dem ersten bearbeiteten Wafer
A' auf der Kühlplatte 95 befindet.
Die Kühlplatte 95,
die mit einer Flüssigkeit
oder mit Luft auf Umgebungstemperatur gekühlt wird, kühlt den bearbeiteten Wafer
in etwa 60 Sekunden auf unter 70°C
ab, wobei die Schleusenkammer 80 während dieses Zeitraums auf
Atmosphärendruck entlüftet wird.
- 19. Wenn die Schleusenentlüftung
aus Schritt 18 abgeschlossen ist, öffnet sich der vorderseitige Absperrschieber 10 und
die Kühlplattenhebestifte 96 heben
den ersten bearbeiteten Wafer A'' auf eine Zwischenhöhe an, die
sich zwischen der Kühlhöhe und der
Endladehöhe
des Endeffektors 84 befindet, wie in 16(h) dargestellt
ist. Der VAE-Roboter 8 holt den ersten bearbeiteten Wafer
A'' von den Kühlplattenhebestiften 96 herunter und
platziert den ersten bearbeiteten Wafer A'' wieder
in der Waferkassette 7, wie in 16(i) dargestellt
ist.
- 20. Wenn der vorderseitige Absperrschieber 10 geöffnet und
die Schleusenkammer 80 auf Atmosphärendruck ist, wird ein dritter
unbearbeiteter Wafer C in die Schleusenkammer geladen; wie in 16(h) dargestellt und in Schritt 13 beschrieben
ist, und die nachfolgenden Schritte werden wiederholt, wie in 16(j)–(l)
zu sehen ist.
-
Das
Verfahren und die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung erhöhen den
Durchsatz von Prozesskammern und des gesamten Bearbeitungssystems
mithilfe einer parallelen Bearbeitungskonstruktion, bei der jede
Prozesskammer eine eigene ihr zugeordnete Schleusenkammer und einen
eigenen ihr zugeordneten Wafertransferarm aufweist und von einem
vorderseitigen Roboter mit einer vertikalen Reichweite bedient wird,
die eine vertikale Stapelung von zwei oder mehr Schleusen-/Prozesskammer-Anordnungen
ermöglicht.
Durch das Stapeln der Kammeranordnungen und die Optimierung der
gesamten Konstruktion kann die Standfläche des Systems minimiert werden.
Durch die Bereitstellung eines einachsigen Transferarms für jede Prozesskammer
wird der Durchsatz der Prozesskammern erhöht, indem der Weg der einzelnen
Wafer in die Prozesskammern vereinfacht und die Waferbelade-/-entladedauer der einzelnen
Prozesskammern verringert wird. Durch die Bereitstellung eines Zwei-Wafer-Transfersystems wird
der Durchsatz der einzelnen Prozesskammern erhöht, indem die Waferbelade-/-endladedauer
durch das gleichzeitige Verschieben eines unbearbeiteten Wafers
und eines bearbeiteten Wafers zwischen einer Schleusen- und einer
Prozesskammer minimiert wird. Durch die Bereitstellung einer Kühlplatte
in jeder Schleuse wird der Durchsatz der einzelnen Prozesskammern
und des gesamten Systems weiter erhöht, da das Kühlen und
die Entfernung von bearbeiteten Wafern parallel mit der Bearbeitung
anderer Wafer stattfindet.
-
Die
obige Beschreibung spezifischer Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung dient dem Zwecke der Veranschaulichung und Beschreibung. Sie
ist nicht als umfassend oder als Einschränkung des Schutzumfangs der
Erfindung auf die genauen geoffenbarten Formen zu verstehen, und
natürlich sind
zahlreiche Modifikationen und Variationen im Lichte der obigen Lehren
möglich.
Die Ausführungsformen
wurden gewählt
und beschrieben, um die Prinzipien der Erfindung und ihrer praktischen
Anwendung besser erklären
zu können
und so anderen Fachleuten auf dem Gebiet der Erfindung die beste Nutzung
der Erfindung sowie verschiedener Ausführungsformen mit unterschiedlichen
Modifikationen, die für
die jeweilige spezielle Anwendung geeignet sind, zu ermöglichen.