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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Kraftstoffeinspritzsystems
gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1, 5 und 7.
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Kraftstoffeinspritzsysteme
können
piezoelektrische Stellglieder oder Elemente verwenden, wobei die
piezoelektrischen Stellglieder oder Elemente eine proportionale
Beziehung zwischen einer angelegten Spannung und einer linearen
Expansion aufweisen. Es wird also angenommen, daß die Verwendung piezoelektrischer
Elemente als Stellglieder zum Beispiel in Kraftstoffeinspritzdüsen für Verbrennungsmotoren
vorteilhaft sein kann. Die Europäischen
Patentschriften
EP
0 371 469 B1 und
EP
0 379 182 B1 betreffen die Verwendung piezoelektrischer Elemente
in Kraftstoffeinspritzdüsen.
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Aus
JP 05344755 ist eine Ansteuerschaltung für ein piezoelektrisches
Element gemäß dem Obergriff
der unabhängigen
Ansprüche
bekannt, die zum Zeitpunkt des Ladens des piezoelektrischen Elements
eine positive Spannung in der Gestalt steuert, daß eine detektierte
Ladungsmenge mit einem Zielwert übereinstimmt.
Die Ansteuerschaltung umfaßt zweite
Steuermittel zum Detektieren einer Kapazität des piezoelektrischen Elements
und zur Steuerung einer negativen Spannung zum Zeitpunkt des Entladens,
so daß die
negative Spannung als Reaktion auf eine erhöhte Kapazität des piezoelektrischen Elements
vergrößert wird.
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Aus
DE 197 23 932 C1 ist
ein Verfahren zum Steuern eines kapazitiven Stellgliedes bekannt,
wobei eine an das Stellglied abgegebene Ladung sowie eine Stellgliedspannung
detektiert werden. Es wird eine Stellgliedkapazität berechnet,
woraus eine elektrische Energie erhalten wird, die zu diesem Stellglied gesendet
wurde. Gemäß dieser
elektrischen Energie wird eine Ladespannung des Stellgliedes gesteuert.
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Wenn
piezoelektrische Elemente als Stellglieder in Kraftstoffeinspritzdüsen (die
Einspritzer des Typs „Common
Rail" sein können) eines
Verbrennungsmotors verwendet werden, kann man die Kraftstoffeinspritzung
durch Anlegen von Spannungen an die piezoelektrischen Stellglieder
oder Elemente steuern, die als Funktion der angelegten Spannung expandieren
oder kontrahieren. Eine Einspritznadel, die durch eine Transferanordnung
oder ein Transfersystem mit den piezoelektrischen Stellgliedern
oder Elementen verbunden sein kann, wird folglich nach oben und
nach unten bewegt, um so eine Einspritzdüse zu öffnen und zu schließen. Das
Anlegen der Spannung kann durch ein Rückkopplungssystem gesteuert
werden, wozu das Vergleichen einer erhaltenen Spannung mit einer
Zielspannung und das Beenden einer entsprechenden Ladeprozedur,
wenn die erhaltene Spannung gleich der Zielspannung ist, gehören kann.
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Steuersysteme
zur Steuerung des piezoelektrischen Stellgliedes können eine
Steueranordnung oder -einheit (möglicherweise
mit einer Zentralverarbeitungseinheit (CPU)) enthalten, sowie mindestens
ein gesteuertes piezoelektrisches Element und eine Benutzungsanordnung,
die die Steuersignale gegebenenfalls transformiert und diese an
das gesteuerte piezoelektrische Element anlegt. Zu diesem Zweck
können
die Steueranordnung und die Benutzungsanordnung durch eine Kommunikationsanordnung,
wie zum Beispiel ein Bussystem, miteinander verbunden sein. Darüber hinaus
müssen
möglicherweise
externe Daten auf entsprechende Weise zu der Steueranordnung und/oder
der Benutzungsanordnung übermittelt
werden.
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In
dem Beispiel einer Kraftstoffeinspritzdüse kann man mit der Expansion
und Kontraktion piezoelektrischer Elemente Ventile steuern, die
die linearen Hübe
von Einspritznadeln manipulieren. Die Verwendung piezoelektrischer
Elemente zum Beispiel mit doppelt wirkenden Doppelsitzventilen zur
Steuerung entsprechender Einspritznadeln in einem Kraftstoffeinspritzsystem
in den Deutschen Patentanmeldungen
DE 197 42 073 A1 und
DE 197 29 844 A1 gezeigt.
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In
einem Kraftstoffeinspritzsystem kann ein Ziel darin bestehen, ein
gewünschtes
Kraftstoffeinspritzvolumen mit ausreichender Genauigkeit zu erzielen,
und zwar insbesondere für
kleine Einspritzvolumen wie zum Beispiel während einer Piloteinspritzung.
Zum Beispiel unter Verwendung eines doppelt wirkenden Doppelsitzsteuerventils
kann das piezoelektrische Element expandiert oder kontrahiert werden,
indem eine Aktivierungsspannung in der Gestalt angelegt wird, daß ein entsprechender
gesteuerter Ventilstopfen in der Mitte zwischen den beiden Sitzen des
Doppelsitzventils positioniert wird, um die entsprechende Einspritznadel
für einen
maximalen Kraftstoffluß während eines
festgelegten Zeitraums zu positionieren. Es ist jedoch schwierig,
eine ausreichend präzise
Aktivierungsspannung zu bestimmen und anzulegen, so daß zum Beispiel
ein entsprechender Ventilstopfen genau oder präzise für maximalen Kraftstoffluß positioniert
wird.
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Da
zum Beispiel die „Auslenkung" eines piezoelektrischen
Elements von seiner Temperatur abhängt, kann der maximale Hub
also bei sehr niedrigen Temperaturen (wie zum Beispiel Temperaturen von
weniger als 0°C)
stark verringert sein. Umgekehrt nimmt bei hohen Temperaturen die
maximale Auslenkung möglicherweise
zu. Beim Entwurf eines Kraftstoffeinspritzsystems sollte deshalb
die Temperaturabhängigkeit
berücksichtigt
werden, so daß eine etwaige
zugeordnete Abweichung minimiert oder zumindest verringert werden
kann. Wenn die Temperatur des piezoelektrischen Elements jedoch
nicht direkt gemessen wird, muß die
Temperatur indirekt abgeleitet werden. Da die Kapazität des piezoelektrischen
Elements ebenfalls ein Temperaturansprechverhalten aufweist, kann
man mit der Kapazität
die Temperatur des piezo elektrischen Elements schätzen und
deshalb den gewünschten
maximalen Hub des piezoelektrischen Stellgliedes oder Elements.
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Wie
bereits erwähnt,
können
piezoelektrische Stellglieder oder Elemente durch Spannungssteuerung
angesteuert werden. Eine Aufgabe des Ansteuerns piezoelektrischer
Stellglieder oder Elemente ist das Laden oder Entladen des Stellgliedes innerhalb
einer spezifizierten Zeit. In dieser Hinsicht entstehen Spannungsgradienten
beim Laden und Entladen der piezoelektrischen Stellglieder oder
Elemente, die von dem mittleren Lade- oder Entladestrom abhängen oder
eine Funktion davon sind. Abhängig
von der Anwendung kann der Stromgradient zum Beispiel in der Größenordnung
von etwa 10 A/μs liegen.
Da die Schalter, die für
die Stromregelung und die Treiberlogik verwendet werden, zum Beispiel Schaltzeiten
von etwa 1 μs
aufweisen können,
kann der gewünschte
Strom zum Beispiel um bis zu etwa 10 Ampere überschritten werden. Deshalb
kann der tatsächliche
Spannungsgradient während
des Lade- und Entladevorgangs
systematisch von dem gewünschten
Spannungsgradienten verschieden sein, so daß eine Abweichung des Starts
und der Dauer der Ansteuerung für
Kraftstoffinjektoren besteht.
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Es
wird deshalb angenommen, daß es
notwendig ist, diese systematischen Fehler zu korrigieren, zu beseitigen
oder zumindest zu verringern, um die Ansteuergenauigkeit der Kraftstoffeinspritzkomponenten
zu verbessern.
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Es
wird außerdem
angenommen, daß es notwendig
ist, ein relativ kosteneffektives oder kostengünstiges und einfaches Verfahren
und System zur Kompensation der systematischen Fehler bereitzustellen,
um die Genauigkeit des Kraftstoffeinspritzsystems insbesondere während der
Herauffahr- und/oder Pilotinjektionen zu kompensieren.
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Es
wird außerdem
angenommen, daß es notwendig
ist, ein Verfahren und ein System zur Korrektur etwaiger Fehler
bereitzustellen, die durch die Stromzyklierungshardware während des
Entladens und Ladens der piezoelektrischen Stellglieder oder Elemente
verursacht werden, um die Ansteuergenauigkeit der Kraftstoffeinspritzkomponenten
zu verbessern.
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Außerdem wird
angenommen, daß es
notwendig ist, ein Verfahren und ein System zum „Einfrieren" oder Halten der
letzten Ausgabe einer Ansteuersteuerung (Spannungssteuerung oder
Spannungsgradientensteuerung) während
bestimmter Bedingungen bereitzustellen, so daß die Ansteuersteuerung nicht
gegen einen System-„Anschlag" „aufläuft" und falsche Werte liefert, wenn die
Ansteuersteuerung wieder freigegeben wird.
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Zusätzlich kann
sie wie oben besprochen die Temperatur auf piezoelektrische Elemente
auswirken. Piezoelektrische Elemente sind jedoch kapazitive Elemente,
die sich wie oben besprochen gemäß einem
bestimmten Ladungszustand oder einer bestimmten angelegten Spannung
kontrahieren und expandieren. Die Kapazität hängt jedoch von der Frequenz
ab. In dieser Hinsicht entspricht die Frequenz einer Ladungsrate
(das heißt,
einer Ladungsmenge pro Zeiteinheit), die an das piezoelektrische
Element abgeliefert wird. Im Kontext der vorliegenden Anmeldung
entspricht deshalb eine Zeit zwischen dem Anfang und dem Ende einer
Ladeprozedur der Frequenz. Die Kapazität des piezoelektrischen Elements sollte
so eingestellt werden, daß seine
Frequenzabhängigkeit
kompensiert, beseitigt oder zumindest verringert wird, um auf der
Basis seiner Kapazität eine
relativ genaue oder präzise
piezoelektrische Auslenkung zu bestimmen. Andernfalls kann die bestimmte
Temperatur des piezoelektrischen Stellgliedes und die zugeordnete
maximale Auslenkung falsch sein, was dazu führt, daß eine weniger präzise Menge
an Kraftstoff injiziert wird.
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Es
wird deshalb angenommen, daß es
notwendig ist, ein Verfahren und ein System bereitzustellen, die
Abweichungen kompensieren, die durch eine etwaige Frequenzabhängigkeit
der Kapazität der
piezoelektrischen Elemente verursacht wird, so daß der maximale
Stellgliedhub mit ausreichender Genauigkeit geschätzt werden
kann, damit die Ansteuerspannung genau oder präzise eingestellt werden kann.
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Um
das obige zu ermöglichen,
wird angenommen, daß eine
Vorrichtung und ein Verfahren zur Messung der Ladungsmenge piezoelektrischer
Elemente auf rasche und genaue Weise unter Verwendung einer Messung
und Kalibrationsmerkmalen, wodurch die Diagnose des piezoelektrischen
Stellgliedes oder Elements erleichtert wird, und zum Kompensieren
der Temperatur und Alterungskenngrößen und zum Regeln der Referenzspannung
notwendig sind.
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Außerdem wird
angenommen, daß eine
Vorrichtung und ein Verfahren für
eine zeitgesteuerte Messung der Ladungsmenge an einem piezoelektrischen
Element notwendig sind, wobei die Ladungsmenge an dem piezoelektrischen
Element bestimmt oder gemessen und zu einem vordefinierten Zeitpunkt
synchron mit einer Einspritzbetätigung
des piezoelektrischen Elements bereitgestellt wird.
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Weitere
Vorteile der beispielhaften Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung gehen auch aus den Ansprüchen hervor,
einschließlich
der abhängigen
Ansprüche,
und aus der vorliegenden Beschreibung, einschließlich der referenzierten Figuren.
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Die
vorliegende Erfindung wird mit Bezug auf die beispielhaften Ausführungsformen
und die referenzierten Figuren ausführlich beschrieben und erläutert.
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1 zeigt
eine beispielhafte Ausführungsform
eines Kraftstoffinjektors, der mit beispielhaften Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindungen verwendet werden kann.
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2 zeigt
einen Graph der Beziehung zwischen einer Aktivierungsspannung und
einem injizierten Kraftstoffvolumen während eines vorgewählten Zeitraums.
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3 zeigt
einen Doppelgraph, der ein schematisches Profil eines beispielhaften
Steuerventilhubs repräsentiert,
wobei die Ventilhebung und Düsennadelhebung
in bezug auf die Zeit gezeigt sind.
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4 zeigt
ein Blockschaltbild bezüglich
einer beispielhaften Ausführungsform
eines Kraftstoffeinspritzsteuersystems, das beispielhafte Ausführungsformen
der Vorrichtungen, Anordnungen und/oder Verfahren der vorliegenden
Erfindungen enthalten kann.
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5a zeigt
die während
einer ersten Ladephase in dem Steuersystem von 4 auftretenden Bedingungen.
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5b zeigt
die während
einer zweiten Ladephase in dem Steuersystem von 4 auftretenden
Bedingungen.
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5c zeigt
die während
einer ersten Entladephase in dem Steuersystem von 4 auftretenden
Bedingungen.
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5d zeigt
die während
einer zweiten Entladephase in dem Steuersystem von 4 auftretenden
Bedingungen.
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6 zeigt
ein Blockschaltbild einer Aktivierungs- oder Treiberanordnung, bei der es sich
um eine integrierte Schaltung handeln kann und die in dem Steuersystem
von 4 benutzt werden kann.
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7a zeigt
ein Blockschaltbild der Beziehung zwischen einer Schaltungsanordnung „A", einer Steueranordnung „D", einer Aktivierungsanordnung „E" und einem Motor
und zeigt ferner verschiedene Task-Blöcke der Steueranordnung D von 4.
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7b zeigt
eine beispielhafte Ausführungsform
einer Spannungsgradientensteuerung, die in der Steueranordnung D
von 4 und 7a verwendet
werden kann.
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7c zeigt
ein Blockschaltbild einer Kapazitätsbestimmungsanordnung, die
in der Steueranordnung D von 4 und 7a verwendet
werden kann.
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7d zeigt
eine Beziehung zwischen einer Ladezeit eines piezoelektrischen Elements
und einem Verhältnis
einer Kapazität
für verschiedene
Ladezeiten des piezoelektrischen Elements zu seiner Kapazität für ausreichend
große
oder „unendliche" Ladezeiten.
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7e zeigt
eine beispielhafte Ausführungsform
einer Spannungssteuerung, die in der Steueranordnung D von 4 und 7a verwendet
werden kann.
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8 zeigt
eine Beziehung zwischen Strömen,
Spannungen und Spannungsgradienten in einem Lade- und Entladezyklus.
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9a zeigt
ein Spannungsprofil, das mit dem Betrieb eines Zweipositions-Kraftstoffinjektors, der
ein einzelwirkendes Einzelsitzsteuerventil enthalten kann, assoziiert
ist.
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9b zeigt
ein Spannungsprofil, das mit dem Betrieb eines Dreipositions-Kraftstoffinjektors, der
ein doppelt wirkendes Doppelsitzsteuerventil enthalten kann, assoziiert
ist.
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10a zeigt einen Graph eines Einspritzzyklus für ein piezoelektrisches
Stellglied oder Element.
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10b zeigt einen Graph der Einspritzsteuerventilpositionen
entsprechend dem Einspritzzyklus von 10a.
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10c zeigt einen Graph von Strobe-Impulsen entsprechend
dem Einspritzzyklus von 10a.
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10d zeigt einen Graph von Ladungsmenge-Messzeitsteuerungsimpulsen
entsprechend dem Einspritzzyklus von 10a.
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11 zeigt
ein Blockschaltbild einer beispielhaften Ausführungsform einer Anordnung
zur Bestimmung einer Ladungsmenge eines piezoelektrischen Stellgliedes
oder Elements.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform
eines Kraftstoffinjektors 2000 mit einem piezoelektrischen
Stellglied oder Element 2010. Wie gezeigt, kann das piezoelektrische
Element 2010 elektrisch bestromt werden, um sich als Reaktion
auf eine Aktivierungsspannung zu expandieren und zu kontrahieren.
Das piezoelektrische Element 2010 ist an einen Kolben 2015 angekoppelt.
Im expandierten Zustand bewirkt das piezoelektrische Element 2010,
daß der
Kolben 2015 in einen hydraulischen Adapter 2020 hineinreicht,
der eine hydraulische Flüssigkeit
wie zum Beispiel Kraftstoff enthält.
Als Ergebnis der Expansion des piezoelektrischen Elements wird ein
doppelt wirkendes Steuerventil 2025 hydraulisch von dem
hydraulischen Adapter 2020 weggedrückt und der Ventilstopfen 2035 wird
von einer ersten geschlossenen Position 2040 wegverlagert.
Die Kombination des doppelt wirkenden Steuerventils 2025 und
der hohlen Bohrung 2050 wird häufig als doppelt wirkendes
Doppelsitzventil bezeichnet, da, wenn sich das piezoelektrische
Element 2010 in einem unerregten Zustand befindet, das
doppelt wirkende Steuerventil 2025 in seiner ersten geschlossenen
Position 2040 ruht. Wenn dagegen das piezoelektrische Element 2010 voll ausgedehnt
ist, ruht es in seiner zweiten geschlossenen Position 2030.
Die letztere Position des Ventilstopfens 2035 ist in 1 gestrichelt
dargestellt.
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Das
Kraftstoffeinspritzsystem umfaßt
eine Einspritznadel 2070, die das Einspritzen von Kraftstoff
aus einer unter Druck stehenden Kraftstoffversorgungsleitung 2060 in
den (nicht gezeigten) Zylinder ermöglicht. Wenn das piezoelektrische
Element 2010 unerregt oder wenn es voll ausgedehnt ist,
ruht das doppelt wirkende Steuerventil 2025 jeweils in
seiner ersten geschlossenen Position 2040 oder in seiner
zweiten geschlossenen Position 2030. In jedem Fall hält der hydraulische
Versorgungsdruck die Einspritznadel 2070 in einer geschlossenen
Position. Die Kraftstoffmischung tritt also nicht in den (nicht
gezeigten) Zylinder ein. Wenn das piezoelektrische Element 2010 umgekehrt
erregt ist, so daß sich
das doppelt wirkende Steuerventil 2025 in der sogenannten mittleren
Position in bezug auf die hohle Bohrung 2050 befindet,
besteht ein Druckabfall in der unter Druck stehenden Kraftstoffversorgungsleitung 2060. Dieser
Druckabfall führt
zu einer Druckdifferenz in der unter Druck stehenden Kraftstoffversorgungsleitung 2060 zwischen
dem oben und dem unteren Teil der Einspritznadel 2070,
so daß die
Einspritznadel 2070 gehoben wird und eine Kraftstoffeinspritzung
in den (nicht gezeigten) Zylinder erlaubt.
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2 zeigt
einen Graph einer Beziehung zwischen einer Aktivierungsspannung
Ua und einem eingespritzten Kraftstoffvolumen
mE während
eines vorgewählten
Zeitraums für
ein Kraftstoffeinspritzsystem, das zum Beispiel piezoelektrische
Stellglieder oder Elemente verwenden kann, die doppelt wirkende
Doppelsitz-Steuerventile steuern. Die y-Achse repräsentiert
ein Kraftstoffvolumen mE, das während des
vorgewählten
Zeitraums, der festliegen kann, in eine Zylinderkammer eingespritzt
wird. Die x-Achse repräsentiert
die Aktivierungsspannung Ua, die an das
entsprechende piezoelektrische Stellglied oder Element angelegt
oder darin gespeichert werden kann, womit ein Ventilstopfen eines
Steuerventils, wie zum Beispiel eines doppelt wirkenden Doppelsitz-Steuerventils
verschoben werden kann.
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Wenn
die Aktivierungsspannung null ist, befindet sich der Ventilstopfen
des Steuerventils in einer ersten geschlossenen Position und sitzt
deshalb in einem ersten der Doppelventil-Sitze, um den Kraftstoffluß während des
vorgewählten
Zeitraums zu verhindern. Aktivierungsspannungen Ua,
die größer als null
und kleiner als eine optimale Spannung Uopt sind, bewirken
die Verschiebung des Ventilstopfens von dem ersten Sitz oder der
ersten geschlossenen Position weg und in Richtung des zweiten Sitzes
oder der zweiten geschlossenen Position. Dies führt zu einem größeren Volumen
an eingespritztem Kraftstoff für den
Zeitraum, und wenn sich die Aktivierungsspannung Ua dem
Wert Uopt nähert, nähert sich das Volumen einem
maximalen Volumen, das auf der y-Achse als mE,max angegeben
ist. Der Punkt mE,max entspricht einem maximalen
Volumen des eingespritzten Kraftstoffs während des vorgewählten Zeitraums
und entspricht außerdem
der optimalen Aktivierungsspannung, die an das piezoelektrische
Stellglied oder Element angelegt oder zu dessen Aufladung verwendet wird.
Dies führt
zu einer optimalen Verschiebung des Ventilstopfens zwischen dem
ersten und dem zweiten Ventilstiz.
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Wenn
die Aktivierungsspannung Ua bis über Uopt zunimmt, nimmt das Volumen des während des vorgewählten Zeitraums
eingespritzten Kraftstoffs ab, bis es null erreicht. Das heißt, der
Ventilstopfen bewegt sich von seinem optimalen Punkt bzw. seiner optimalen
Position weg in Richtung der zweiten geschlossenen Position bzw.
des zweiten Sitzes des doppelt wirkenden Doppelsitz-Steuerventils, bis
der Ventilstopfen an dem zweiten Ventilsitz sitzt. Somit zeigt 2,
daß ein
maximales Volumen an eingespritztem Kraftstoff auftritt, wenn die
Aktivierungsspannung bewirkt, daß das piezoelektrische Stellglied
oder Element den Ventilstopfen zu seinem optimalen Punkt oder seiner
optimalen Position verschiebt.
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Die
optimale Aktivierungsspannung Uopt zu einem
beliebigen gegebenen Zeitpunkt für
ein bestimmtes piezoelektrisches Stellglied oder Element kann jedoch
durch seine Herstellungskenngrößen und
durch beliebige seiner Alterungseffekte beeinflußt werden. Das heißt, die
durch das piezoelektrische Stellglied oder Element für eine bestimmte
Aktivierungsspannung verursachte Verschiebung kann auf der Basis
der verschiedenen Betriebskenngrößen (wie
zum Beispiel der Herstellungs- und
Alterungskenngrößen) des
bestimmten piezoelektrischen Stellgliedes oder Elements oder als
Funktion dieser variieren. Um das Volumen an eingespritztem Kraftstoff
während
eines bestimmten Zeitraums zu maximieren, sollte die Aktivierungsspannung,
die an das piezoelektrische Stellglied oder Element angelegt oder
in diesem auftritt, entsprechend auf einen Wert gesetzt werden,
der die aktuellen Betriebskenngrößen des
bestimmten piezoelektrischen Stellgliedes oder Elements widerspiegelt
und der die optimale Aktivierungsspannung widerspiegelt.
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3 zeigt
einen Doppelgraph eines schematischen Profils, das einen beispielhaften
Steuerventilhub für
den Betrieb des oben besprochenen doppelt wirkenden Doppelsitz-Steuerventils
repräsentiert.
In dem oberen Graphen repräsentiert
die x-Achse die Zeit und die y-Achse eine Verschiebung des Ventilstopfens,
die die „Ventilhebung" ist. In dem unteren
Graphen repräsentiert
die x-Achse auch die Zeit und die y-Achse repräsentiert „Düsennadelhebung" für die Bereitstellung
eines Kraftstofflusses, der sich aus der entsprechenden Ventilhebung
des oberen Graphen ergibt. Wie gezeigt, sind die x-Achse des oberen
Graphen und die x-Achse des unteren Graphen ausgerichtet, um zeitlich
zusammenzufallen.
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Während des
Kraftstoffeinspritzzyklus wird das piezoelektrische Stellglied oder
Element aufgeladen, so daß das
piezoelektrische Stellglied oder Element expandiert und deshalb
bewirkt, daß sich
der entsprechende Ventilstopfen für einen Voreinspritzhub von
dem ersten Sitz zu dem zweiten Sitz bewegt, wie in dem oberen Graphen
von 3 gezeigt. Der untere Graph von 3 zeigt
eine kleine Einspritzung oder Voreinspritzung von Kraftstoff, die
auftritt, wenn sich der Ventilstopfen zwischen den beiden Sitzen
bewegt, wodurch das Steuerventil geöffnet und geschlossen wird.
Das piezoelektrische Element kann in zwei Schritten geladen werden,
indem es auf eine bestimmte Spannung aufgeladen wird, um zu bewirken,
daß sich
das Ventil öffnet,
und es dann weiter geladen wird, um zu bewirken, daß sich das Ventil
wieder an dem zweiten Sitz schließt. Zwischen diesen Schritten
kann eine bestimmte Zeitverzögerung
bestehen.
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Nach
einem vorgewählten
Zeitraum wird das piezoelektrische Stellglied oder Element entladen, um
die Ladung in dem piezoelektrischen Stellglied oder Element zu verringern,
so daß es
kontrahiert und bewirkt, daß sich
der Ventilstopfen von dem zweiten Sitz weg in Richtung eines Mittelpunkts
bzw. einer Position zwischen den beiden Sitzen zu bewegen und dort
anzuhalten. Wie in 2 erreicht die Aktivierungsspannung
in dem piezoelektrischen Stellglied oder Element einen Wert Uopt, der einem optimalen Punkt der Ventilhebung
entspricht, und der dadurch den Kraftstoffluß während eines Zeitraums für den Hauptkraftstoffeinspritzbetrieb
maximiert. Der obere und der untere Graph von 3 zeigen
das Halten der Ventilhebung auf dem Mittelpunkt (das heißt, dem
mittleren Hebepunkt), um den Hauptkraftstoffeinspritzbetrieb bereitzustellen.
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Am
Ende des Hauptkraftstoffeinspritzbetriebes wird das piezoelektrische
Stellglied oder Element auf eine Aktivierungsspannung von null entladen
und kontrahiert weiter, so daß sich
der Ventilstopfen von dem optimalen Punkt bzw. der optimalen Position
in Richtung des ersten Sitzes bewegt, wodurch das Steuerventil geschlossen
und der Kraftstoffluß gestoppt
wird, wie in dem oberen und unteren Graph von 3 gezeigt.
Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Ventilstopfen wieder in einer
Position zum wiederholen eines weiteren Zyklus von Voreinspritzung und
Haupteinspritzung, wie oben beschrieben. Es kann natürlich jeder
geeignet entsprechende Einspritzzyklus verwendet werden.
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4 zeigt
ein Schaltbild einer beispielhaften Ausführungsform eines Kraftstoffeinspritzsteuersystems 100,
das die beispielhaften Ausführungsformen
der Vorrichtungen, Verfahren und System der vorliegenden Erfindung
enthalten kann.
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Genauer
gesagt und wie gezeigt enthält
das Kraftstoffeinspritzsteuersystem 100 eine Schaltungsanordnung „A" und eine Aktivierungs-,
Steuer- und Meßanordnung „B", die die Steueranordnung
oder -einheit „D", die Aktivierungsanordnung „E" und eine Meßanordnung „F" enthält. Die
Trennung der Anordnungen A und B wird durch eine gestrichelte Linie „c" angezeigt. Die Schaltungsanordnung
A kann zum Laden und Entladen von sechs piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50, 60 verwendet
werden. Die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 werden
als Stellglieder in Kraftstoffeinspritzdüsen (bei denen es sich zum
Beispiel um Injektoren des Typs „Common Rail" handeln kann) eines
Verbrennungsmotors verwendet. Es können piezoelektrische Stellglieder
oder Elemente verwendet werden, da sie wie oben beschrieben als
Funktion einer an sie angelegten oder an ihnen auftretenden Spannung
kontrahieren oder expandieren. Wie gezeigt, werden mit den sechs
piezoelektrischen Stellgliedern oder Elementen 10, 20, 30, 40, 50, 60 bei
der beispielhaften Ausführungsform
unabhängig
sechs Zylinder in einem Verbrennungsmotor gesteuert. Es kann natürlich abhängig von
der konkreten Anwendung jede beliebig geeignet entsprechende Anzahl
piezoelektrischer Elemente verwendet werden.
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Wie
besprochen, enthält
die Aktivierungs-, Steuer- und Meßanordnung B die Steueranordnung oder
-einheit „D" und die Aktivierungsanordnung
oder -einheit „E", mit denen die verschiedenen
Komponenten oder Elemente in der Schaltung der Schaltungsanordnung
A gesteuert werden, und die Meßanordnung
bzw. das Meßsystem „F", mit der verschiedene
Systembetriebskenngrößen gemessen
werden (wie zum Beispiel Kraftstoffdruck und Drehzahl (rpm) des
Verbrennungsmotors zur Eingabe in die Steueranordnung D und zur
Verwendung durch diese, wie später
ausführlicher
beschrieben werden wird). Die Steueranordnung oder -einheit D und
die Aktivierungsanordnung oder -einheit E können so programmiert werden,
daß sie
Aktivierungsspannungen für die
piezoelektrischen Stellglieder oder Elemente als Funktion der Betriebskenngrößen jedes
der bestimmten piezoelektrischen Stellglieder oder Elemente steuern.
Diese „Programmierung" kann zum Beispiel
in Software durch Verwendung einer Mikrosteuerung oder einer Mikroprozessoranordnung
in der Steueranordnung D und kann auch durch Verwendung einer beliebigen
geeignet entsprechenden „Prozessor"-Anordnung erfolgen,
wie zum Beispiel in einer ASIC in der Aktivierungsanordnung E.
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Die
folgende Beschreibung beschreibt zuerst die Komponenten oder Elemente
in der Schaltungsanordnung A und dann die Verfahren oder Prozeduren zum
Laden und Entladen der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60.
Als letztes beschreibt sie, wie beide Prozeduren durch die Steueranordnung
D und die Aktivierungsanordnung E gesteuert werden.
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Wie
besprochen, kann die Schaltungsanordnung A sechs piezoelektrische
Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 enthalten.
Die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 können zu
einer ersten Gruppe „G1" und einer zweiten
Gruppen „G2" angeordnet oder
in diese verteilt werden, wobei jede Gruppe drei piezoelektrische
Elemente enthalten kann (das heißt, die piezoelektrischen Elemente 10, 20 und 30 können in
der ersten Gruppe G1 und die piezoelektrischen Elemente 40, 50, 60 in
der zweiten Gruppe G2 angeordnet werden). Die Gruppen G1 und G2
sind Bestandteile von Schaltungssubsystemen, die miteinander parallelgeschaltet
sind.
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Mit
Gruppenwahlschaltern 310, 320 kann man wählen, welche
der Gruppen G1 und G2, die jeweils die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30 und die
piezoelektrischen Elemente 40, 50, 60 enthalten, durch
eine gemeinsame Lade- und Entladeanordnung oder -vorrichtung in
der Schaltungsanordnung A entladen wird. Wie gezeigt, können die
Gruppenwahlschalter 310, 320 zwischen einer Spule 240 und den
Anschlüssen
der Spulenseite ihrer jeweiligen Gruppen G1 und G2 angeordnet sein
und können
bei der beispielhaften Ausführungsform
von 4 als Transistoren implementiert werden. Mit Seitentreibern 311, 321 kann
man Steuersignale, die aus der Aktivierungsanordnung E empfangen
werden, in geeignet entsprechende Spannungen zum Schließen und Öffnen der
Gruppenwahlschalter 310, 320 transformieren.
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Die
Gruppenwahldioden 315, 325 werden jeweils parallel
mit den Gruppenwahlschaltern 310, 320 vorgesehen.
Wenn zum Beispiel die Gruppenwahlschalter 310, 320 als
MOSFETs oder IGBTs implementiert werden, können die Gruppenwahldioden die
parasitären
Dioden der MOSFETs oder IGBTs sein. Die Gruppenwahldioden 315, 325 umgehen
die Gruppenwahlschalter 310, 320 während Ladeprozeduren.
Somit wählen
die Gruppenwahlschalter 310, 320 nur eine Gruppe
G1, G2, die jeweils die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30 und
die piezoelektrischen Elemente 40, 50, 60 enthalten,
für die
Entladeprozedur.
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In
jeder Gruppe G1, G2 sind die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30 und
die piezoelektrischen Elemente 40, 50, 60 als
Bestandteile piezoelektrischer Zweige 110, 120, 130 (entsprechend
der Gruppe G1) und 140, 150, 160 (entsprechend
der Gruppe G2) angeordnet, die parallel geschaltet sind. Jeder piezoelektrische
Zweig enthält
eine Reihenschaltung mit einer ersten Parallelschaltung, die ein
entsprechendes der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 und
einen entsprechenden der Zweigwiderstände 13, 23, 33, 43, 53, 63 enthält, sowie
eine zweite Parallelschaltung mit einem Wahlschalter, der als ein
entsprechender der Zweigwahlschalter 11, 21, 31, 41, 51, 61 (die Transistoren
sein können)
und ein entsprechender der Zweigwahldioden 12, 22, 32, 42, 52, 62 implementiert
werden kann.
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Die
Zweigwiderstände 13, 23, 33, 43, 53, 63 bewirken,
daß sich
jedes entsprechende piezoelektrische Element 10, 20, 30, 40, 50, 60 kontinuierlich während und
nach einer Ladeprozedur entlädt,
da die Zweigwiderstände
beide Anschlüsse
ihres jeweiligen und kapazitiven piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50, 60 verbinden.
Die Zweigwiderstände 13, 23, 33, 43, 53, 63 sind
groß genug,
damit diese Prozedur im Vergleich zu den Prozeduren des gesteuerten
Ladens und Entladens, die später
ausführlicher beschrieben
werden, relativ langsam wird. Es ist deshalb angemessen, zu betrachten,
daß die
Ladung jedes piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50, 60 in
einem relevanten Zeitraum, der nach einer Ladeprozedur auftritt,
relativ stabil oder unveränderlich
ist. Die Zweigwiderstände 13, 23, 33, 43, 53, 63 dienen zum
Entfernen übriger
Ladungen auf den piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50, 60,
wenn zum Beispiel das System ausfällt oder andere kritische oder
Ausnahmesituationen auftreten. Die Zweigwiderstände 13, 23, 33, 43, 53, 63 werden
deshalb in der folgenden Beschreibung nicht weiter besprochen.
-
Die
Zweigwahlschalter- und Zweig-Dioden-Paare in den piezoelektrischen
Zweigen 110, 120, 130, 140, 150, 160 (das
heißt,
der Wahlschalter 11 und die Diode 12 in dem piezoelektrischen
Zweig 110, der Wahlschalter 21 und die Diode 22 in
dem piezoelektrischen Zweig 120 usw.) können durch Verwendung elektronischer
Schalter (wie zum Beispiel Transistoren) mit parasitären Dioden
implementiert werden, wozu zum Beispiel MOSFETs oder IGBTs gehören können (die
wie oben erwähnt
auch für
die Gruppenwahlschalter- und Dioden-Paare 310, 315 und 320, 325 verwendet
werden können).
-
Mit
den Zweigwahlschaltern 11, 21, 31, 41, 51, 61 kann
man wählen,
welches der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 in
jedem Fall durch die gemeinsame Lade- und Entladevorrichtung geladen
wird. Die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60,
die geladen werden, sind alle diejenigen, deren Zweigwahlschalter 11, 21, 31, 41, 51, 61 während der
Ladeprozedur geschlossen werden. Bei der beispielhaften Ausführungsform
wird nur einer der Zweigwahlschalter auf einmal geschlossen.
-
Die
Zweigdioden 12, 22, 32, 42, 52, 62 umgehen
die Zweigwahlschalter 11, 21, 31, 41, 51, 61 während Entladungsprozeduren.
Für Ladeprozeduren
kann also jedes beliebige einzelne piezoelektrische Element gewählt werden,
aber bei Entladeprozeduren kann entweder eines der ersten Gruppe
G1 oder der zweiten Gruppe G2 der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30 und
der piezoelektrischen Elemente 40, 50, 60 (oder
beide) gewählt
werden.
-
Weiter
in bezug auf die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 können die
piezoelektrischen Anschlüsse
der Zweigwahl 15, 25, 35, 45, 55, 65 entweder
durch die Zweigwahlschalter 11, 21, 31, 41, 51, 61 oder
durch die entsprechende der Zweigdioden 12, 22, 32, 42, 52, 62 und
in beiden Fällen
durch den Widerstand 300 an Masse angekoppelt werden.
-
Der
Widerstand 300 mißt
die Ströme
(oder Ladungen), die während
des Ladens und Entladens der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 zwischen
den piezoelektrischen Anschlüssen
der Zweigwahl 15, 25, 35, 45, 55, 65 und
der Masse fließen.
Durch Messen dieser Ströme
(oder Ladungen) kann man das Laden und Entladen der piezoelektrischen
Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 steuern.
Insbesondere kann man durch Schließen und Öffnen eines Ladeschalters 220 und
eines Entladeschalters 230 auf eine Weise, die von dem
Betrag der gemessenen Ströme
abhängt,
den Ladestrom und den Entladestrom auf vordefinierte Mittelwerte
steuern oder setzen und/oder diese Ströme können davon abgehalten werden,
vordefinierte Maximal- und/oder Minimalwerte zu übersteigen oder unter diese
zu fallen, wie später
ausführlicher
erläutert
werden wird.
-
Bei
der beispielhaften Ausführungsform
können
die Ströme
durch Verwendung einer Spannungsquelle 621 (die zum Beispiel
eine Spannung von 5 V Gleichstrom liefern können) und eines Spannungsteilers,
der unter Verwendung zweier Widerstände 622 und 623 implementiert
werden kann, gemessen werden. Dadurch sollte die Aktivierungsanordnung
E (die die Ströme
oder Spannungen mißt)
vor negativen Spannungen geschützt
werden, die ansonsten an dem Meßpunkt 620 auftreten
können
und mit denen die Aktivierungsanordnung E nicht fertig werden kann.
Insbesondere können
die negativen Spannungen durch Addieren einer positiven Spannung,
die durch die Spannungsquelle 621 und die Spannungsverteilerwiderstände 622 und 623 geliefert
werden kann, in positive Spannungen verwandelt werden.
-
Der
andere Anschluß jedes
piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50, 60 (das
heißt,
der piezoelektrische Anschluß der
Gruppenwahl 14, 24, 34, 44, 54, 64)
kann über
den Gruppenwahlschalter 310, 320 oder über die
Gruppenwahldiode 315, 325 sowie über die
Spule 240 und eine Parallelschaltungsanordnung mit dem
Ladeschalter 220 und einer Ladediode 221 mit dem
positiven Pol oder Anschluß einer
Spannungsquelle verbunden sein und kann als Alternative oder zusätzlich über den
Gruppenwahlschalter 310, 320 oder über die
Diode 315, 325 sowie über die Spule 240 und
eine Parallelschaltungsanordnung mit Entladeschalter 230 und
einer Entladediode 231 an Masse angekoppelt werden. Der
Ladeschalter 220 und der Entladeschalter 230 können zum
Beispiel als Transistoren implementiert werden, die jeweils über Seitentreiber 222 und 232 gesteuert werden.
-
Die
Spannungsquelle kann ein kapazitives Element enthalten, das bei
der beispielhaften Ausführungsform
der (Puffer-) Kondensator 210 sein kann. Der Kondensator 210 wird
durch eine Batterie 200 (wie zum Beispiel eine Kraftfahrzeugbatterie) und
einen Gleichstrom-Spannungswandler 201, der sich signalabwärts der
Spannungsquelle 200 befindet, geladen. Der Gleichspannungswandler 201 wandelt
die Batteriespannung (wie zum Beispiel 12 V) in eine beliebige andere
geeignet entsprechende Gleichspannung (wie zum Beispiel 250 V) um
und lädt
den Kondensator 210 auf die umgewandelte Spannung auf.
Der Gleichspannungswandler 201 kann durch einen Transistorschalter 202 und
einen Widerstand 203 gesteuert werden, mit denen man Strom
an dem Meßpunkt 630 messen
kann.
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Um
die Strommessung zu überprüfen, kann eine
weitere Strommessung an einem Meßpunkt 650 durch die
Aktivierungsanordnung E sowie durch die Widerstände 651, 652 und 653 und
eine Spannungsquelle 654, die zum Beispiel eine 5-V-Gleichspannungsquelle
sein kann, vorgesehen werden. Außerdem kann durch die Aktivierungsanordnung
E sowie durch Spannungsteilerwiderstände 641 und 642 eine Spannungsmessung
an einem Meßpunkt 640 vorgesehen
werden.
-
Als
letztes kann man mit einem „Gesamt"-Entladewiderstand 330,
einem „Stop"-Schalter 331 (der
als ein Transistor implementiert werden kann) und einer „Gesamt"-Entladediode 332 die
piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 „vollständig" oder ausreichend
entladen, wenn diese Elemente durch die „normale" Entladeoperation, die später ausführlicher
beschrieben wird, nicht geeignet entladen werden. Der Stop-Schalter 331 kann
vorzugsweise nach den „normalen" Entladeprozeduren (das
heißt,
der zyklierten Entladung über
den Entladungsschalter 230) geschlossen werden, wodurch die
piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 durch
die Widerstände 330 und 300 an
die Masse angekoppelt werden. Dadurch sollten etwaige Restladungen,
die in den piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50, 60 verbleiben
können,
entfernt werden. Die Gesamtentladediode 332 soll das Auftreten negativer
Spannungen an den piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50, 60,
die ansonsten durch solche negativen Spannungen beschädigt werden könnten, verhindern.
-
Das
Laden und Entladen aller oder beliebiger der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 kann
durch Verwendung einer Lade- und Entladevorrichtung erfolgen, die
jeder der Gruppen und ihren entsprechenden piezoelektrischen Elementen
gemeinsam sein kann. Bei der beispielhaften Ausführungsform kann die gemeinsame
Lade- und Entladevorrichtung der Schaltungsanordnung A die Batterie 200,
den Gleichspannungswandler 201, den Kondensator 210,
den Ladeschalter 220, den Entladeschalter 230,
die Ladediode 221, die Entladediode 231 und die
Spule 240 enthalten.
-
Das
Laden und Entladen jedes piezoelektrischen Elements ist gleich und
wird deshalb folgendermaßen
mit Bezug auf nur das erste piezoelektrische Element 10 erläutert. Die
während
der Lade- und Entladeprozeduren auftretenden Bedingungen werden
mit Bezug auf 5a bis 5d erläutert. Insbesondere
zeigen 5a und 5b das
Laden des piezoelektrischen Elements 10, und 5c und 5d zeigen
das Entladen des piezoelektrischen Elements 10.
-
Die
Auswahl eines oder mehrerer zu ladender oder zu entladender bestimmter
piezoelektrischer Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 und
die Lade- und Entladeprozeduren können durch die Aktivierungsanordnung
E und/oder die Steueranordnung D gesteuert oder angesteuert werden,
indem einer oder mehrere der Zweigwahlschalter 11, 21, 31, 41, 51, 61,
der Gruppenwahlschalter 310, 320, der Lade- und
Entladeschalter 220, 230 und des Stop- Schalters 331 geöffnet oder
geschlossen werden. Das Zusammenspiel der Elemente der Schaltungsanordnung
A in bezug auf die Aktivierungsanordnung E und die Steueranordnung
D wird später
ausführlicher beschrieben.
-
Bezüglich der
Ladeprozedur wählt
das System zunächst
ein bestimmtes piezoelektrisches Element 10, 20, 30, 40, 50, 60,
das geladen werden soll. Um ausschließlich das erste piezoelektrische
Element 10 zu laden, wird der Zweigwahlschalter 11 des ersten
Zweiges 110 geschlossen und alle anderen Zweigwahlschalter 21, 31, 41, 51, 61 bleiben
offen. Um ausschließlich
ein beliebiges anderes piezoelektrisches Element 20, 30, 40, 50, 60 zu
laden oder mehrere auf einmal zu laden, wird das entsprechende piezoelektrische
Element bzw. werden die entsprechenden piezoelektrischen Elemente
durch Schließen
eines entsprechenden einzelnen oder mehrerer der Zweigwahlschalter 21, 31, 41, 51, 61 ausgewählt.
-
Bei
der beispielhaften Ausführungsform
erfordert die Ladeprozedur eine positive Potentialdifferenz zwischen
dem Kondensator 210 und dem piezoelektrischen Anschluß der Gruppenauswahl 14 des ersten
piezoelektrischen Elements 10. wenn der Ladeschalter 220 und
der Entladeschalter 230 offen sind, besteht jedoch kein
Laden oder Entladen des piezoelektrischen Elements 10.
In diesem Zustand befindet sich das System von 4 in
einem stationären
Zustand, so daß das
piezoelektrische Element 10 wenigstens teilweise seinen
Ladungszustand behält,
so daß kein
wesentlicher Strom fließt.
-
Um
das erste piezoelektrische Element 10 zu laden, wird der
Ladeschalter 220 geschlossen. Während das erste piezoelektrische
Element 10 durch einfaches Schließen des Schalters geladen werden kann,
können
dadurch ausreichend große
Ströme entstehen,
die die beteiligten Komponenten oder Elemente beschädigen könnten. Deshalb
werden die Ströme
an dem Meßpunkt 620 gemessen
und der Schalter 220 wird geöffnet, wenn die gemessenen Ströme eine
bestimmte Grenze oder Schwelle übersteigen.
Um die gewünschte
Ladung auf dem piezoelektrischen Element 10 zu erreichen,
wird der Ladeschalter 220 wiederholt geschlossen und geöffnet und
der Entladeschalter 230 wird offen gehalten.
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Wenn
der Ladeschalter 220 geschlossen ist, treten die Bedingungen
von 5a auf. Das heißt, es bildet sich eine geschlossene
Reihenschaltung, die das piezoelektrische Element 10, den
Kondensator 210 und die Spule 240 enthält, worin
ein Strom iLE(T) wie durch die Pfeile in 5a angegeben
fließt.
Als Folge dieses Stromflusses fließen positive Ladungen zu dem
piezoelektrischen Anschluß der
Gruppenwahl 14 des piezoelektrischen Elements 10 und
es wird Energie in der Spule 240 gespeichert.
-
Wenn
sich der Ladeschalter 220 relativ kurz (wie zum Beispiel
einige wenige μs
lang) öffnet, nachdem
er geschlossen wurde, treten die Bedingungen von 5b auf.
Das heißt,
es bildet sich eine geschlossene Reihenschaltung, die das piezoelektrische
Element 10, die Ladediode 221 und die Spule 240 enthält, worin
ein Strom iLA(t) wie durch Pfeile in 5b gezeigt
fließt.
Als Folge dieses Stromflusses fließt die in der Spule 240 gespeicherte
Energie in das piezoelektrische Element 10. Entsprechend
der dem piezoelektrischen Element 10 zugeführten Ladung
oder Energie nimmt die Spannung und die äußere Abmessung des piezoelektrischen
Elements 10 entsprechend zu. Wenn Energie aus der Spule 240 zu
dem piezoelektrischen Element 10 transferiert wurde, wird
wieder ein stationärer
Zustand des Systems von 4 erreicht.
-
Zu
diesem Zeitpunkt (oder abhängig
von dem gewünschten
Zeitprofil der Ladeoperation früher oder
später)
wird der Ladeschalter 220 wieder geschlossen und geöffnet, so
daß die
oben beschriebenen Prozesse wiederholt werden. Als Ergebnis des erneuten
Schließens
und erneuten Öffnens
des Ladeschalters 220 nimmt die in dem piezoelektrischen Element 10 gespeicherte
Energie zu (das heißt,
die neu abgelieferte Energie wird zu der bereits in dem piezoelektrischen
Element 10 gespeicherten Energie addiert) und die Spannung
und die äußere Abmessung
des piezoelektrischen Elements nehmen entsprechend zu.
-
Durch
wiederholtes Schließen
und Öffnen des
Ladeschalters 220 steigt die Spannung an dem piezoelektrischen
Element 10 und die Expansion des piezoelektrischen Elements 10 schrittweise
an. Wenn sich der Ladeschalter 220 eine vordefinierte Anzahl von
Malen geschlossen und geöffnet
hat und/oder wenn das piezoelektrische Element 10 den gewünschten
Ladungszustand erreicht, wird das Laden des piezoelektrischen Elements 10 beendet,
indem der Ladeschalter 220 offengelassen wird.
-
Bezüglich der
Entladeprozedur können
bei der beispielhaften Ausführungsform
von 4 die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 in Gruppen
(G1 und/oder G2) folgendermaßen
entladen werden:
Als erstes wird der Gruppenwahlschalter bzw.
werden die Gruppenwahlschalter 310 und/oder 320 der Gruppe(n)
G1 und/oder G2 (deren piezoelektrische Elemente entladen werden
sollen) geschlossen. Die Zweigwahlschalter 11, 21, 31, 41, 51, 51 wirken
sich für
die Entladeprozedur nicht auf die Auswahl der piezoelektrischen
Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 aus, da
sie durch die Zweigdioden 12, 22, 32, 42, 52 und 62 umgangen
werden. Um also das piezoelektrische Element 10 der ersten
Gruppe G1 zu entladen, wird der erste Gruppenwahlschalter 310 geschlossen.
-
Wenn
der Entladeschalter 230 geschlossen wird, treten die in 5c gezeigten
Bedingungen auf. Das heißt,
es bildet sich eine geschlossene Reihenschaltung, die das piezoelektrische
Element 10 und die Spule 240 enthält, worin
ein Strom iEE(t) wie durch die Pfeile in 5c angegeben
fließt.
Als Ergebnis dieses Stromflusses wird die in dem piezoelektrischen
Element 10 gespeicherte Energie (oder wenigstens ein Teil
davon) in die Spule 240 transferiert. Entsprechend dem
Energietransfer aus dem piezoelektrischen Element 10 zu
der Spule 240 nehmen die an dem piezoelektrischen Element 10 auftretende
Spannung und seine externe Abmessung ab.
-
Wenn
sich der Entladeschalter 230 relativ kurz öffnet (wie
zum Beispiel einige wenige μs
lang), nachdem er geschlossen wurde, treten die in 5d gezeigten
Bedingungen auf. Das heißt,
es bildet sich eine geschlossene Reihenschaltung, die das piezoelektrische
Element 10, den Kondensator 210, die Entladediode 231 und
die Spule 240 enthält,
worin ein Strom iEA(t) wie durch die Pfeile
in 5d angegeben fließt. Als Ergebnis dieses Stromflusses
wird die in der Spule 240 gespeicherte Energie wieder in
den Kondensator 210 zurückgeführt. Wenn
die Energie aus der Spule 240 in den Kondensator 210 transferiert
wurde, wird wieder der stationäre
Zustand des Systems von 4 erreicht.
-
Zu
diesem Zeitpunkt (oder abhängig
von dem gewünschten
Zeitprofil der Entladeoperation früher oder später), wird der Entladeschalter 230 wieder geschlossen
und geöffnet,
so daß die
oben beschriebenen Prozesse wiederholt werden. Als Ergebnis des
erneuten Schließens
und erneuten Öffnens
des Entladeschalters 230 nimmt die in dem piezoelektrischen
Element 10 gespeicherte Energie weiter ab und die an dem
piezoelektrischen Element auftretende Spannung und seine externe
Abmessung nehmen entsprechend ab.
-
Durch
wiederholtes Schließen
und Öffnen des
Entladeschalters 230 nehmen die an dem piezoelektrischen
Element 10 auftretende Spannung und die Expansion des piezoelektrischen
Elements 10 schrittweise ab. Wenn sich der Entladeschalter 230 eine
vordefinierte Anzahl von Malen geschlossen und geöffnet hat
und/oder wenn das piezoelektrische Element 10 den gewünschten
Entladungszustand erreicht hat, wird das Entladen des piezoelektrischen Elements 10 durch
Offenlassen des Entladeschalters 230 beendet.
-
Das
Zusammenspiel der Aktivierungsanordnung oder -einheit E und der
Steueranordnung oder -einheit D in bezug auf die Schaltungsanordnung
A wird durch Steuersignale gesteuert, die die Aktivierungsanordnung
E über
Zweigwahlsteuerleitungen 410, 420, 430, 440, 450, 460,
Gruppenwahlsteuerleitungen 510, 520, die Stopschaltersteuerleitung 530, die
Ladeschaltersteuerleitung 540, die Entladeschaltersteuerleitung 550 und
die Steuerleitung 560 den Komponenten oder Elementen der
Schaltungsanordnung A zuführt.
Die gemessenen Ströme
oder Sensorsignale, die an den Meßpunkten 600, 610, 620, 630, 640, 650 der
Schaltungsanordnung A erhalten werden, werden der Aktivierungsanordnung
E über Sensorleitungen 700, 710, 720, 730, 740, 750 zugeführt.
-
Mit
jeder der Steuerleitungen kann man Spannungen an die Basis eines
entsprechenden Transistorschalters anlegen (oder nicht anlegen),
um ein entsprechendes der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 zu
wählen
und eines oder mehrere der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 durch Öffnen und
Schließen
ihrer entsprechenden Schalter wie oben beschrieben laden oder entladen.
Mit den Sensorsignalen kann man die resultierende Spannung der piezoelektrischen
Elemente 10, 20, 30 der Gruppe G1 oder
der piezoelektrischen Elemente 40, 50, 60 der
Gruppe G2 der Meßpunkte 600, 610 und
die Lade- und Entladeströme aus
dem Meßpunkt 620 bestimmen.
Die Steueranordnung D und die Aktivierungsanordnung E arbeiten unter
Verwendung der Steuer- und Sensorsignale wie nun beschrieben werden
wird.
-
Wie
in 4 gezeigt, werden die Steueranordnung D und die
Aktivierungsanordnung E durch einen parallelen Bus 840 und
auch durch einen seriellen Bus 850 miteinander gekoppelt.
Der parallele Bus 840 kann für relativ schnelle Übertragung
der Steuersignale von der Steueranordnung D zu der Aktivierungsanordnung
E und der serielle Bus 850 für relativ langsamere Datentransfers
benutzt werden.
-
Wie
in 6 gezeigt, kann die Aktivierungsanordnung E (bei
der es sich zum Beispiel um eine integrierte Schaltung wie etwa
eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung oder ASIC handeln kann)
eine Logikschaltung 800, einen Speicher 810 (der
zum Beispiel ein Speicher des RAM-Typs sein kann), eine Digital/Analog-Umsetzeranordnung
bzw. ein Digital/Analog-Umsetzersystem 820 und eine Komparatoranordnung
bzw. ein Komparatorsystem 830 enthalten. Der schnellere
parallele Bus 840 (der für die Steuersignale benutzt
werden kann) kann an die Logikschaltung 800 und der langsamere
serielle Bus 850 an den Speicher 810 angekoppelt
werden. Die Logikschaltung 800 kann an den Speicher 810, an
das Komparatorsystem 830 und an die folgenden Signalleitungen
angekoppelt werden: 410, 420, 430, 440, 450 und 460; 510 und 520; 530; 540, 550 und 560.
Der Speicher 810 kann an die Logikschaltung 800 und
an das Digital/Analog-Umsetzersystem 820 angekoppelt werden.
Das Digital/Analog-Umsetzersystem 820 kann außerdem an
das Komparatorsystem 830 angekoppelt werden, das an die
Sensorleitungen 700, 710, 720, 730, 740 und 750 und
an die Logikschaltung 800 angekoppelt werden kann.
-
Die
Aktivierungsanordnung E von 6 kann zum
Beispiel bei der Ladeprozedur folgendermaßen benutzt werden:
Die
Steueranordnung D und die Aktivierungsanordnung E wirken folgendermaßen zur
Bestimmung oder Auswahl eines bestimmten piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50, 60,
das auf eine bestimmte gewünschte
oder Zielspannung aufgeladen werden soll. Als erstes wird der Wert
der Zielspannung (ausgedrückt
durch eine digitale Zahl) über
den seriellen Bus 850 zu dem Speicher 810 gesendet. Die
Zielspannung kann zum Beispiel die optimale Aktivierungsspannung
Uopt sein, die bei einer Haupteinspritzoperation
verwendet werden kann, wie oben mit Bezug auf 2 beschrieben.
Später
oder gleichzeitig kann ein Code, der dem bestimmten piezoelektrischen
Element 10, 20, 30, 40, 50, 60 entspricht,
das ausgewählt
werden soll, und die Adresse oder Quelle der gewünschten oder Zielspannung in
dem Speicher 810 zu der Logikschaltung 800 gesendet
werden. Dann kann ein Startsignal, das ein Strobe-Signal sein kann, über den
parallelen Bus 840 zu der Logikschaltung 800 gesendet
werden, um die Ladeprozedur zu starten.
-
Auf
der Basis des Startsignals bewirkt die Logikschaltung 800,
daß der
digitale Wert der gewünschten
oder Zielspannung aus dem Speicher 810 zu dem Digital/Analog-Umsetzersystem 820 gesendet
wird, das ein Analogsignal der gewünschten Spannung an das Komparatorsystem 830 ausgibt. Die
Logikschaltung 800 kann also entweder die Sensorsignalleitung 700 für den Meßpunkt 600 (für ein beliebiges
der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30 der
ersten Gruppe G1) oder die Sensorsignalleitung 710 für den Meßpunkt 610 (für ein beliebiges
der piezoelektrischen Elemente 40, 50, 60 der
zweiten Gruppe G2) zur Bereitstellung der gemessenen Spannung (oder
des gemessenen Stroms) für
das Komparatorsystem 830 auswählen. Die gewünschte oder
Zielspannung und die gemessene Spannung an dem gewählten piezoelektrischen
Element 10, 20, 30, 40, 50, 60 können durch
das Komparatorsystem 830 dann verglichen werden, das dann
die Ergebnisse des Vergleichsergebnisses (das heißt, die
Differenz zwischen der Zielspannung der gemessenen Spannung) zu
der Logikschaltung 800 senden kann. Die Logikschaltung 800 kann
die Ladeprozedur anhalten, wenn die gewünschte oder Zielspannung und die
Spannung (oder der Strom) gleich oder gleich genug sind.
-
Als
nächstes
legt die Logikschaltung 800 unter Verwendung der Meßleitung 720 an
einen (oder mehrere) Zweigwahlschalter 11, 21, 31, 41, 51, 61, der
einem der gewählten
piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 entspricht,
ein Steuersignal zum Schließen
des Schalters an. Alle Zweigwahlschalter 11, 21, 31, 41, 51, 61 werden
bei der beispielhaften Ausführungsform
als sich vor dem Start der Ladeprozedur in einem offenen Zustand
befindlich betrachtet. Die Logikschaltung 800 legt dann
auf der Steuerleitung 540 zu dem ladenden Schalter 220 ein
Steuersignal zum Schließen
des Schalters an. Die Logikschaltung 800 beginnt außerdem mit
einer Messung etwaiger Ströme
an dem Meßpunkt 620 unter
Verwendung der Meßleitung 720 (oder
setzt diese fort). Die gemessenen Spannungen (oder Ströme) werden
dann durch das Komparatorsystem 830 mit einem geeignet
entsprechenden vordefinierten Maximalwert verglichen. Wenn der vordefinierte
Maximalwert durch die gemessenen Spannungen (oder Ströme) erreicht
wird, bewirkt die Logikschaltung 800, daß sich der
Ladeschalter 220 wieder öffnet.
-
Das
System mißt
dann etwaige verbleibende Ströme
an dem Meßpunkt 620 unter
Verwendung der Meßsignalleitung 720 und
vergleicht mit einem geeignet entsprechenden vordefinierten Minimalwert. Wenn
der vordefinierte Minimalwert erreicht wird, bewirkt die Logikschaltung 800,
daß sich
der Ladeschalter 220 wieder schließt, und die Ladeprozedur kann
von vorne beginnen.
-
Unter
Verwendung der Steuerleitung 540 erfolgt das wiederholte
Schließen
und Öffnen
des Ladeschalters 220, wenn die gemessene Spannung an dem
Meßpunkt 600 oder 610 unter
der gewünschten oder
Zielspannung liegt. Wenn die gewünschte
oder Zielspannung erreicht wird, kann die Logikschaltung 800 die
Ladeprozedur stoppen.
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Die
Entladeprozedur wird auf ähnliche
Weise durchgeführt.
Die Logikschaltung 800 wählt die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 unter Verwendung
der Steuerleitungen 510, 520, um die Gruppenwahlschalter 310, 320 umzuschalten.
Unter Verwendung der Steuerleitung 550 wird der Entladeschalter 230 (anstelle
des Ladeschalters 220) geöffnet und geschlossen, bis
eine geeignet entsprechende vordefinierte minimale Zielspannung
erreicht wird.
-
In
dem System kann die Zeitsteuerung der Lade- und Entladeoperation
und des Haltens der Mittelpunktspannungspegel für die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60,
wie zum Beispiel während
der Zeit einer Haupteinspritzoperation, gemäß dem in 3 gezeigten
beispielhaften Ventilhub erfolgen.
-
Wenn
die piezoelektrischen Elemente als Stellglieder in einem Kraftstoffeinspritzsteuersystem verwendet
werden, basiert das eingespritzte Kraftstoffvolumen auf dem bestimmten
Zeitraum, für
den das Steuerventil offen ist (der wie besprochen durch den Kraftstoffeinspritzzählblock 2509 bestimmt
wird) und der an das piezoelektrische Element während des vorbestimmten Zeitraums
angelegten Aktivierungsspannung bzw. ist eine Funktion davon. Durch Erhalten
der optimalen Aktivierungsspannung Uopt während des
Zeitraums der Haupteinspritzoperation kann außerdem auch der assoziierte
oder entsprechende Spannungsgradient optimiert werden, da die Beziehung
zwischen einem Spannungsgradienten und Kraftstoffvolumen der Beziehung
zwischen der Aktivierungsspannung und Kraftstoffvolumen, wie zum
Beispiel in 2 gezeigt, analog ist.
-
Da
die obige Beschreibung der Lade- und/oder Entladeprozeduren beispielhaft
ist, kann bei Verwendung der oben beschriebenen beispielhaften Anordnungen
(oder anderer) eine beliebige andere geeignet entsprechende Prozedur
verwendet werden.
-
7a zeigt
ein Blockschaltbild des Kraftstoffeinspritzsteuersystems 100 von 4 einschließlich der
Beziehung zwischen der Schaltungsanordnung A, eines Betriebs- oder
Task-Blocklayouts von Operationen, die in der Steueranordnung D
implementiert werden können
(die Blöcke
können
Softwaremodulen entsprechen, die durch den Prozessor bzw. die Prozessoren
von 6a ausgeführt werden) und der Aktivierungsanordnung
E. Außerdem
ist die Beziehung der Betriebs- oder Task-Blöcke
der Steueranordnung D in bezug auf die Aktivierungsanordnung E und
einen Verbrennungsmotor 2505 gezeigt.
-
Insbesondere
kann die Steueranordnung D einen Basisspannungsbestimmungsblock 2500,
einen Multipliziererblock 2501, einen Temperaturkompensationsblock 2501a,
einen Multipliziererblock 2502, einen Kompensationsblock 2502a für piezoelektrische
Betriebskenngrößen, einen
Addiererblock 2503 und einen Spannungs- und Spannungsgradientensteuerungsblock 2504 (der
in 7b weiter gezeigt ist), eine „Online"-Optimierungseinheit 2510 und
einen Kraftstoffeinspritzeinstellblock 2511 enthalten.
Der Kraftstoffeinspritzeinstellblock 2511 kann einen Kraftstoffeinspritzeinstell-
oder -korrekturblock 2506, einen Block 2507 für das gewünschte Kraftstoffeinspritzvolumen,
einen Addiererblock 2508 und einen Kraftstoffeinspritzzählblock 2509 enthalten.
-
Die
Steueranordnung D erhält
zuerst gemessene Informationen oder Signale entsprechend dem Kraftstoffversorgungsdruck.
Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, daß die Steueranordnung D ein gemessenes
Kraftstoffversorgungsdrucksignal erhält, das von einem Kraftstoffversorgungsdrucksensor
bereitgestellt werden kann, der so konfiguriert ist, daß er den
Kraftstoffversorgungsdruck mißt,
und zwar durch einen Analog/Digital-Umsetzer. Der Basisspannungsbestimmungsblock 2500 kann
dann die digitalen Kraftstoffversorgungsdruckinformationen in eine
entsprechende Basisspannung umsetzen. Um eine genauere Zielspannung
besser sicherzustellen, kann die Basisspannung auf der Basis der
Temperatur und anderer Kenngrößen des
piezoelektrischen Elements eingestellt werden. Wie besprochen, können zu
den anderen Kenngrößen zum
Beispiel die bestimmten Betriebskenngrößen gehören, wenn es hergestellt wird,
und die Betriebskenngrößen des
piezoelektrischen Elements, wenn es altert. In dem Temperaturkompensationsblock 2501a kann
folglich die Steueranordnung D einen Kompensationsfaktor KT bestimmen, der unter Verwendung des Multipliziererblocks 2501 auf
die Basisspannung angewandt werden kann. Auf analoge Weise kann
in dem Betriebskenngrößenkompensationsblock
die Steueranordnung D einen Kenngrößenkompensationsfaktor KA bestimmen, der unter Verwendung des Multipliziererblocks 2502 auf
die Basisspannung angewandt werden kann.
-
In
bezug auf den Temperaturkompensationsblock 2501a kann die
Steueranordnung D die Aufgabe der Temperaturkompensation zum Beispiel
auf eine beliebige eine oder mehrere der folgenden Weisen durchführen. Bei
einem Ansatz kann eine Betriebstemperatur eines bestimmten Fahrzeugsystems
oder einer bestimmten Fahrzeugkomponente (wie zum Beispiel eines
Fahrzeugsystemkühlmittels), die
einer Betriebstemperatur des piezoelektrischen Elements entspricht,
als „Surrogate" oder Schätzung einer
tatsächlichen
Betriebstemperatur des piezoelektrischen Elements verwendet werden.
Somit kann die Steueranordnung D die „Surrogate"-Betriebstemperatur erhalten und mit
ihr eine temperaturbezogene Spannung des piezoelektrischen Elements
aus einer gespeicherten Kennlinie erhalten, die zum Beispiel eine
Beziehung zwischen einer solchen Surrogate-Betriebstemperatur und
einer entsprechenden Spannung des piezoelektrischen Elements widerspiegeln
kann, wodurch der Effekt der Betriebstemperatur widergespiegelt
wird. Durch Verwendung dieser Information kann die Steueranordnung
D einen Kompensationsfaktor auf der Basis einer Differenz zwischen
der Basisspannung und der Kennlinienspannung bestimmen, wodurch
der Betriebstemperatureffekt widergespiegelt wird. Bei einem anderen Ansatz
kann die Steueranordnung D zuerst eine Kapazität des piezoelektrischen Elements
(wie hier weiter beschrieben werden wird) bestimmen und dann auf
der Basis einer anderen Kennlinie einer Beziehung zwischen der Betriebstemperatur
und der Kapazität
des piezoelektrischen Elements eine geschätzte Temperatur erhalten. Die
Steueranordnung D kann dann mit den geschätzten Temperaturinformationen
auf der Basis einer Differenz zwischen der Basisspannung und einer
Kennlinienspannung, die den Betriebstemperatureffekt widerspiegelt,
einen Temperaturkompensationsfaktor bestimmen.
-
In
bezug auf den Betriebskenngrößenkompensationsblock 2502a kann
die Steueranordnung D die Aufgabe der Betriebskenngrößenkompensation zum
Beispiel auf eine beliebige eine oder mehrere der folgenden Weisen
durchführen.
Um Alterungseffekte zu kompensieren, kann zum Beispiel eine Betriebstemperatur
eines bestimmten Fahrzeugsystems oder einer bestimmten Fahrzeugkomponente (wie
zum Beispiel eines Fahrzeugsystemkühlmittels), die einer Betriebstemperatur
des piezoelektrischen Elements entspricht, als „Surrogate" oder Schätzung einer tatsächlichen
Betriebstemperatur des piezoelektrischen Elements verwendet werden.
Somit kann die Steueranordnung D die „Surrogate"-Betriebstemperatur erhalten und mit
ihr eine temperaturbezogene Kapazität des piezoelektrischen Elements
aus einer gespeicherten Kennlinie erhalten, wodurch zum Beispiel
eine Beziehung zwischen einer solchen Surrogate-Betriebstemperatur und einer entsprechenden
Kapazität
des piezoelektrischen Elements widergespiegelt wird, wodurch der
Effekt der Betriebstemperatur widergespiegelt wird. Unter Verwendung
dieser Informationen kann die Steueranordnung D auf der Basis einer
Differenz zwischen einer gemessenen Kapazität des piezoelektrischen Elements
(wie hier später
weiter beschrieben werden wird) und der Kennlinienkapazität, die einen
Alterungseffekt widerspiegeln kann, einen Betriebskenngrößenkompensationsfaktor
bestimmen. Um die bestimmten Betriebskenngrößen eines piezoelektrischen
Elements bei seiner Herstellung zu kompensieren, können solche Kenngrößen zuerst
gemessen und dann in die Steueranordnung D eingegeben werden, die
dann auf der Basis etwaiger Differenzen zwischen den Betriebskenngrößen eines
bestimmten piezoelektrischen Elements und den durchschnittlichen,
mittleren oder „normalen" Betriebskenngrößen einer
solchen Einrichtung einen Betriebskenngrößenkompensationsfaktor bestimmen
kann.
-
Die
Steueranordnung D kann das Kraftstoffvolumenbestimmungssystem 2511 enthalten,
das einen Kraftstoffvolumenbestimmungsblock 2507 enthalten
kann, der zuerst ein optimales in einen Zylinder einzuspritzendes
Kraftstoffvolumen mE bestimmt und dann diesen
Wert an den Addiererblock 2508 ausgibt. Wie gezeigt, „empfängt" der Kraftstoffvolumeneinstell-
oder -korrekturblock 2506 Informationen von dem Verbrennungsmotor 2505.
Insbesondere erhält
die Steueranordnung D ein Signal entsprechend einem gemessenen Parameter
(wie zum Beispiel einer Drehzahl (rpm) des Motors 2505),
und der Kraftstoffeinspritzkorrekturblock 2506 bestimmt
dann auf der Basis des gemessenen Parameters ein Kraftstoffeinspritzeinstell-
oder -korrekturvolumen ΔmEi. Insbesondere kann der Kraftstoffeinspritzkorrekturblock 2506 einen
Frequenzanalysierer zur Auswertung der Frequenz der Drehzahl enthalten.
Der Kraftstoffvolumen korrekturblock 2506 kann dann ein
Kraftstoffeinspritzkorrekturvolumen ΔmE1 bestimmen
und es dem Addiererblock 2508 zuführen. Genauer gesagt kann der
Kraftstoffvolumenkorrekturblock 2506 mit dem gemessenen
Parameter für
jeden Zylinder in dem Verbrennungsmotor einen Kraftstoffeinspritzkorrekturwert ΔmEi bestimmen (wobei „i" einem bestimmten Zylinder entspricht).
In der Steueranordnung D addiert der Addiererblock 2508 den
Kraftstoffeinspritzkorrekturwert ΔmEi zu dem Kraftstoffeinspritzvolumen mE. Der Kraftstoffeinspritzkorrekturwert ΔmEi entspricht einer Kraftstoffmengenabweichung
in einem bestimmen Zylinder „i" in bezug auf ein
mittleres Kraftstoffvolumen der anderen Zylinder.
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Als
nächstes
gibt der Addiererblock 2508 die Summe mE*
(mE und ΔmEi) an dem Kraftstoffeinspritzzählblock 2509 aus.
Der Kraftstoffeinspritzzählblock 2509 bestimmt
Zeiträume
für die
Voreinspritz-, Haupteinspritz- und Nacheinspritzoperationen auf der
Basis des korrigierten Volumenwerts mE*
für einen
bestimmten Zylinder. Als letztes steuert die Aktivierungsanordnung
E mit den bestimmten Zeiträumen
die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 wie
hier besprochen.
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Ein
Kraftstoffeinspritzvolumenbestimmungssystem, das den Kraftstoffvolumeneinspritzbestimmungsblock 2507,
den Kraftstoffeinspritzvolumenkorrekturblock 2506 und Kraftstoffeinspritzzählblock 2509 implementiert,
ist von der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, Bundesrepublik Deutschland,
erhältlich.
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In
der Steueranordnung D kann der Optimierungsblock 2510 auf
der Basis des Kraftstoffkorrekturwerts ΔmEi für jeden
Zylinder, der aus dem Kraftstoffeinspritzvolumenkorrekturblock 2506 empfangen
wird, eine weitere Einstell- oder inkrementelle Spannung Ko bestimmen, da ein Zylinder durch die verschiedenen
Betriebskenngrößen des
bestimmten piezoelektrischen Stellgliedes oder Elements, das dem
Zylinder entspricht, beeinflußt werden
kann. Der Optimierungsblock 2510 kann dann die inkrementelle Spannung
Ko dem Addiererblock 2503 zuführen, der dann
die inkrementelle Spannung Ko zu der Basisspannung
addiert (die wie oben besprochen eingestellt werden kann, um die
geschätzten
Effekte der Temperatur und anderer Betriebskenngrößen auf
ein piezoelektrisches Element widerzuspiegeln), um die Zielaktivierungsspannung
zu bestimmen, die dem Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 zugeführt werden
kann. Danach überwacht
der Optimierungsblock 2510 wieder den Wert von ΔmEi auf der Basis der neu eingestellten Zielspannung,
und die Steueranordnung D setzt diese Prozedur fort, bis die optimale
Aktivierungsspannung Uopt erreicht wird,
so daß das
maximale Kraftstoffvolumen während
des entsprechenden Zeitraums eingespritzt wird, wie in 2 gezeigt.
-
Insbesondere
kann diese Optimierungsprozedur für jeden Zylinder wiederholt
werden, um für
jeden Zylinder eine optimale Aktivierungsspannung Uopt,1 zu
erzielen, und wie besprochen überwacht
der Optimierungsblock 2510 die Kraftstoffeinspritzkorrektur ΔmE1, nachdem der Aktivierungsanordnung E eine
eingestellte Zielspannung zugeführt
wurde. Wenn die Kraftstoffeinspritzkorrektur ΔmE1 aufgrund der Änderung
abnimmt, dann hat die Zielspannungseinstellung zu einem größeren Volumen
an eingespritztem Kraftstoff geführt
und die Einstellrichtung war korrekt. Der Optimierungsblock 2510 kann
dann eine weitere inkrementelle Spannung Ko bestimmen, die
der Addiererblock 2503 zu der gewünschten oder Zielspannung addiert,
und wenn der Kraftstoffeinspritzkorrekturwert von ΔmE1 weiter abnimmt, dann kann die Steueranordnung
D diese Prozedur fortsetzen, bis der Kraftstoffeinspritzkorrekturwert ΔmE1 unter einen Schwellenwert fällt. Wenn
jedoch der Kraftstoffeinspritzkorrekturwert ΔmE1 nach
einer Zielspannungseinstellung zunimmt, dann war die Einstellrichtung
falsch und der Optimierungsblock 2510 kann eine andere Einstellspannung
Ko bestimmen. Somit kann zum Beispiel der
Optimierungsblock 2510 eine negative inkrementelle Spannung
Ko bestimmen, die die gewünschte oder
Zielspannung reduziert, wenn der Addiererblock 2503 sie
zu der Basis- oder eingestellten Basisspannung addiert.
-
Somit
stellt der Optimierungsblock 2510 die Aktivierungsspannung
Uopt für
ein bestimmtes piezoelektrische Element 10, 20, 30, 40, 50, 60 optimal
ein und kann auch etwaige Temperatureffekte und/oder andere Differenzen
der Betriebskenngrößen zwischen
den piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50, 60 kompensieren,
einschließlich Änderungen der
Betriebskenngrößen wie
zum Beispiel Alterungseffekte für
ein beliebiges bestimmtes piezoelektrisches Element. Außerdem kann
zum Beispiel eine optimale Aktivierungsspannung durch eine Schaltzeit des
Treibers des piezoelektrischen Elements beeinflußt werden, und soweit dies
zum Beispiel bewirken kann, daß der
tatsächliche
Spannungsgradient von dem gewünschten
Spannungsgradienten verschieden ist, kann Systembetrieb durch Kompensieren dieser
Effekts verbessert werden.
-
Als
letztes kann die gewünschte
oder Zielspannung dem Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 zugeführt werden,
um einen entsprechenden Ansteuerstrom (beim Laden oder Entladen)
und eine entsprechenden Spannung zu bestimmen. Insbesondere bestimmt
der Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 die gewünschte oder
Zielspannung und einen entsprechenden gewünschten Spannungsgradienten.
Der Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 führt die
gewünschte
oder Zielspannung dann der Aktivierungsanordnung E zu, die sie an
das piezoelektrische Element anlegt. Wie besprochen, vergleicht
die Aktivierungsanordnung E die resultierenden gemessenen Spannungen
der piezoelektrischen Elemente mit den gewünschten oder Zielspannungen
unter Verwendung der Komparatoranordnung bzw. des Komparator systems 830.
Die Funktionsweise des Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblocks 2504 wird
später
mit Bezug auf 7b weiter beschrieben.
-
8 zeigt
eine Beziehung zwischen der Aktivierungsspannung (und dem Spannungsgradienten) 1010 und
dem Strom 1020 in einem Lade- und Entladezyklus. Während des
Ladens des piezoelektrischen Elements kann man den dem piezoelektrischen
Element zugeführten
Strom 1020 innerhalb eines Ladestrombandes 1030 halten.
Wenn der Ladestrom also eine maximale Ladestromgrenze oder -schwelle 1032 erreicht,
wird der Ladestrom „abgeschnitten", bis er bis auf
eine minimale Ladestromgrenze oder -schwelle 1034 abnimmt.
Danach wird das piezoelektrische Element geladen, bis der Strom wieder
bis auf die maximale Ladestromgrenze 1032 des Ladestrombandes 1030 zunimmt.
Dieser Prozeß kann
mehrmals während
des Ladens des piezoelektrischen Elements wiederholt werden, bis
das piezoelektrische Element die gewünschte Ausdehnungslänge erreicht.
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Dieselbe
Prozedur kann während
des Entladeprozesses wiederholt werden. Das heißt, der Entladestrom kann in
einem Entladestromband 1040 gehalten werden, das eine minimale
und maximale Entladestromgrenze oder -schwelle 1044 und 1042 aufweist.
Das Ladestromband 1030 und das Entladestromband 1040 sollen
eine Beschädigung
des piezoelektrischen Elements verhindern. Außerdem können während der Lade- und Entladeprozesse
die Stromgrenzen auf der Basis der gemessenen oder bestimmten Ströme, Spannungen
und/oder assoziierten Spannungsgradienten so eingestellt werden, daß entsprechende
Ansteuerströme,
Spannungen und assoziierte Spannungsgradienten aufrechterhalten
werden können.
Als letztes können
die Stromgrenzen für
jeden Zylinder bestimmt werden.
-
Der
obige Prozeß kann
durch Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 implementiert
werden, um das piezoelektrische Stellglied oder Element unter Verwendung
der Aktivierungsanordnung E anzusteuern. 7b zeigt
ein Task-Blockschaltbild eines Spannungsgradientenregelungs-Subsystems 3000,
das in dem Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 implementiert
werden kann. Spannungsgradientenregelungs-Subsystem 3000 von 7b kann
separat für die
verschiedenen Lade- und Entladeoperationen implementiert werden,
da verschiedene Zyklusparameter in bezug auf die Lade- und Entladeoperationen verschieden
sein können,
aber die Task-Methodologie dieselbe ist. 7e zeigt
eine beispielhafte Ausführungsform
einer Spannungssteuerungsanordnung 3500, die in der Steueranordnung
D von 4 und 7a verwendet
werden kann und nachfolgend besprochen wird.
-
In
dieser Hinsicht zeigt 9a zum Beispiel die Aktivierungsspannung
und Spannungsgradienten für
ein einzeln wirkendes Einzelsitzsteuerventil, bei dem eine gewünschte Spannungsdifferenz ΔU5 für eine Ladeoperation
wie eine gewünschte
Spannungsdifferenz ΔU6
für eine
Entladeoperation sein kann. Bevor die Spannungsdifferenz ΔU5 angelegt wird,
wird insbesondere zuerst das Steuerventil geschlossen. Nach dem
Anlegen der Spannungsdifferenz ΔU5
wird das Steuerventil geöffnet.
Wenn die Spannungsdifferenz ΔU6
angelegt wird, wird das Steuerventil wieder geschlossen. Als letztes
kann das Spannungsgradientensteuerungs-Subsystem 3000 von 7b für jede der
Lade- und Entladeoperationen implementiert werden.
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Ähnlich zeigt 9b zum
Beispiel die Aktivierungsspannung und Spannungsgradienten für ein doppelt
wirkendes Doppelsitzsteuerventil, bei dem eine erste gewünschte Spannungsdifferenz ΔU1 für eine erste
Ladeoperation von einer zweiten gewünschten Spannungsdifferenz ΔU2 für eine zweite Ladeoperation
verschieden ist und bei dem eine dritte gewünschte Spannungsdifferenz ΔU3 für eine erste
Entladeoperation von einer vierten gewünschten Spannungsdifferenz ΔU4 für eine zweite
Entladeoperation verschieden ist. Bevor die Spannungsdifferenz ΔU1 angelegt
wird, wird insbesondere das Steuerventil in seiner ersten geschlossenen
Position geschlossen. Nach dem Anlegen der Spannungsdifferenz ΔU1 wird das
Steuerventil zuerst geöffnet. Wenn
die Spannungsdifferenz ΔU2
angelegt wird, wird das Steuerventil in seiner zweiten geschlossenen
Position geschlossen. Nach dem Anlegen der Spannungsdifferenz ΔU3 wird das
Steuerventil wieder geöffnet.
Wenn die Spannungsdifferenz ΔU4
angelegt wird, wird als letztes das Steuerventil wieder in seiner
ersten geschlossenen Position geschlossen.
-
Zusätzlich kann
für ein
Mehrpositions-Steuerventil wie zum Beispiel ein doppelt wirkendes
Doppelsitzsteuerventil, das Spannungsgradientensteuerungs-Subsystem 3000 von 7b für jede der
beiden Ladeoperationen und für
jede der beiden Entladeoperationen implementiert werden. Der Grund
dafür besteht
darin, daß die
Betriebsparameter für
die erste und die zweite Ladeoperation und die erste und die zweite
Entladeoperation unterschiedlich sein können.
-
7b zeigt
zum Beispiel eine Spannungsgradientensteuerungsvorrichtung auf der
Basis eines Proportional-Integral-Reglers
(„PI") bzw. ein Subsystem 3000 zur
Verwendung in dem Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504,
der oben erwähnt
wurde, und die für
jede der oben besprochenen Lade- und Entladeprozesse implementiert
werden kann.
-
Für den Ladeprozeß bestimmt
die Steueranordnung D einen tatsächlichen
gemessenen Spannungsgradienten du/dt, eine gewünschte Spannungsänderung
und eine Kapazität
des piezoelektrischen Elements. Insbesondere kann die Steueranordnung
D den tatsächlichen
gemessenen Spannungsgradienten du/dt auf der Basis der gemessenen
Spannungen und der bestimmten Ladezeiten bestimmen, die von der
Aktivierungsanordnung E bereitgestellt werden. Die Steueranordnung
D kann die gewünschte
Spannungsänderung
durch Bestimmen einer Differenz zwischen der gewünschten oder Zielspannung und
der gemessenen Spannung bestimmen. Die gewünschten Spannungsänderungen
können
zum Beispiel den Spannungsänderungen ΔU1, ΔU2 oder ΔU4 von 9b bzw. 9a entsprechen. Die
Steueranordnung D kann die Kapazität des piezoelektrischen Elements
auf geeignet entsprechende Weise bestimmen und kann zum Beispiel
die Vorrichtungen, Anordnungen und Verfahren verwenden, die nachfolgend
mit Bezug auf 7c beschrieben werden.
-
Wie
gezeigt, kann der Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 zuerst durch
Verwendung einer Kennlinie, die eine Beziehung zwischen Spannungsänderungen
und Spannungsgradienten definiert, einen gewünschten oder Sollwert-Spannungsgradienten
(du/dt)* bestimmen. Die Kennlinie kann in einem Speicher der Steueranordnung
D gespeichert werden und kann zum Beispiel empirische Daten der
Spannungsänderungen und
entsprechenden Spannungsgradienten widerspiegeln.
-
Als
nächstes
kann der Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 eine
Systemabweichung bestimmen, indem man eine Differenzierer- oder
Subtrahiereranordnung 3020 einer Differenz zwischen dem
gewünschten
Spannungsgradienten (du/dt)* und dem bestimmten tatsächlichen
Spannungsgradienten du/dt bestimmen läßt. Außerdem kann der Spannungs-
und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 einen Mittelungs- und/oder
Filterblock 3030 enthalten. Insbesondere kann man mit dem
Block 3030 die Systemabweichungen für alle piezoelektrischen Elemente
oder Stellglieder mitteln, um einrichtungsspezifische Fehler zu
minimieren oder wenigstens zu reduzieren. Der Block 3030 kann
auch zum Beispiel ein geeignet entsprechendes digitales Filter enthalten,
um die Systemabweichung so digital zu filtern, daß „unzureichende" Änderungen ignoriert werden
können.
Die resultierende Systemabweichung (die gemittelt und/oder digital
gefiltert werden kann) wird dann einem geeignet entsprechenden Abweichungssteuerungsblock 3040 zugeführt. Bei
der beispielhaften Ausführungsform
ist der Steuerungsblock 3040 ein PI-Steuerungsblock, kann
zum Beispiel aber auch eine Steuerung des Typs Proportional-Integral-Differential („PID") oder eine beliebige
andere geeignet entsprechende Steuerung sein. Die Spannungsgradientensteuerungsvorrichtung
bzw. das Subsystem 3000 kann außerdem einen Änderungsbegrenzerblock 3050 enthalten.
-
Die
Spannungsgradientensteuerungsvorrichtung bzw. das Subsystem 3000 kann
außerdem einen
Halteblock 3060 enthalten, der so angeordnet werden kann,
daß er
das Ausgangssignal des PI-Steuerungsblocks 3040 empfängt (das
durch den Änderungsbegrenzerblock 3050 begrenzt
werden kann). Mit dem Halteblock 3060 kann man außerdem ein
Ausgangssignal des PI-Steuerungsblocks 3040 halten oder „einfrieren", das durch den Begrenzerblock 3050 gegebenenfalls
während
des Ladens oder Entladens des piezoelektrischen Elements begrenzt
werden kann. Es wird angenommen, daß das Haltemerkmal nützlich ist,
wenn zum Beispiel möglicherweise „obere" Spannungspegel für ein doppelt wirkendes
Doppelsitzsteuerventil, das als ein einzeln wirkendes Ventil angesteuert
wird, oder möglicherweise
nicht meßbar
sind, oder wenn zum Beispiel der Ladestrom möglicherweise nicht regelbar
ist.
-
Als
nächstes
addiert oder kombiniert die Spannungsgradientensteuerungsvorrichtung
bzw. das Subsystem 3000 das Ausgangssignal des PI-Steuerungsblocks 3040,
das durch den Änderungsbegrenzungsblock 3050 begrenzt
werden kann, oder den „Halte"-Steuerungswert zu
dem zylinderspezifischen gewünschten
oder Sollwert-Spannungsgradienten
(du/dt)* (der durch den Kennlinienblock 3010 für den gewünschten
Spannungsgradienten bereitgestellt werden kann) in dem Addiererblock 3070.
Der resultierende eingestellte Spannungsgradient kann dann einem
Multipliziererblock 3080 zugeführt werden, der den eingestellten
Spannungsgradienten mit einer Kapazität des piezoelektrischen Elements
multipliziert, um einen entsprechenden Ladeansteuerstrom für das piezoelektrische
Element zu bestimmen. Wie besprochen, kann die Kapazität durch
eine geeignet entsprechende Vorrichtung, Anordnung und/oder ein
geeignet entsprechendes Verfahren bestimmt werden, darunter die
Anordnungen und Verfahren, die mit Bezug auf 7c besprochen werden.
-
Obwohl
es nicht gezeigt ist, kann die Steueranordnung D, die die Spannungsgradientensteuerungsvorrichtung
bzw. das Subsystem 3000 enthält, auch den bestimmten mittleren
Ladestrom einstellen, um spezifische Einrichtungsfehler zu kompensieren, die
mit dem piezoelektrischen Element assoziiert sein können. Dies
kann durch Verwendung des bestimmten mittleren Ladestroms für das piezoelektrische
Stellglied erfolgen, um einen kompensierten oder korrigierten mittleren
Ladestrom aus einer Kennlinie (oder einer anderen geeignet entsprechenden
Informationsquelle) zu bestimmen, die Fehlerinformationen widerspiegelt,
die mit dem mittleren Entladestrom für das piezoelektrische Stellglied
oder Element assoziiert sein können.
-
Die
Steuerungsvorrichtung bzw. das Subsystem 3000 kann außerdem einen
weiteren Änderungsbegrenzerblock 3090 enthalten,
so daß der
bestimmte Ansteuerstrom nicht die entsprechenden Ladestromgrenzen übersteigt.
Die Steuerungsvorrichtung bzw. das Subsystem 3000 kann
dann einen mittleren Ladestrom ausgeben, den die Aktivierungsanordnung
E an das piezoelektrische Stellglied oder Element anlegt.
-
Eine ähnliche
Vorrichtung, Anordnung und/oder ein ähnliches Verfahren können zum
Regeln der Ansteuer endladeströme
sowie der Aktivierungsspannungen und assoziierten Spannungsgradienten
eines piezoelektrischen Stellglieds oder Elements verwendet werden.
-
Für den Entladeprozeß kann also
die Steueranordnung D wieder einen tatsächlichen gemessenen Spannungsgradienten
du/dt, eine gewünschte Spannungsänderung
und eine Kapazität
des piezoelektrischen Elements bestimmen. Insbesondere kann die
Steueranordnung D den tatsächlichen
gemessenen Spannungsgradienten du/dt auf der Basis der gemessenen
Spannungen und der bestimmten Ladezeiten, die von der Aktivierungsanordnung
E bereitgestellt werden, bestimmen. Die Steueranordnung D kann die
gewünschte
Spannungsänderung durch
Bestimmen einer Differenz zwischen der gewünschten oder Zielspannung und
der gemessenen Spannung bestimmen. Die gewünschten Spannungsänderungen
können
zum Beispiel den Spannungsänderungen ΔU3, ΔU4 oder ΔU6 von 9b bzw. 9a entsprechen.
Die Steueranordnung D kann die Kapazität des piezoelektrischen Elements auf
eine geeignet entsprechende Weise zum Beispiel unter Verwendung
der Vorrichtungen, Anordnung und Verfahren, die nachfolgend mit
Bezug auf 7c beschrieben werden, bestimmen.
-
Wie
gezeigt, kann der Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 zuerst
einen gewünschten
oder Sollwertspannungsgradienten (du/dt)* durch Verwendung einer
eine Beziehung zwischen Spannungsänderungen und Spannungsgradienten
definierenden Kennlinie bestimmen. Als nächstes kann der Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 eine
Systemabweichung bestimmen, indem man die Differenzierer- oder Subtrahiereranordnung 3020 eine
Differenz zwischen dem gewünschten
Spannungsgradienten (du/dt)* und dem bestimmten tatsächlichen
Spannungsgradienten du/dt bestimmen läßt. Außerdem kann der Spannungs-
und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 den Mittelungs- und/oder Filterblock 3030 enthalten.
Die resultierende Systemabweichung (die gemittelt und/oder digital
gefiltert werden kann) wird dann dem geeignet entsprechenden Steuerungsblock 3040 zugeführt. Bei
der beispielhaften Ausführungsform
kann der Steuerungsblock 3040 ein PI-Steuerungsblock sein,
kann aber auch zum Beispiel eine Steuerung des Typs Proportional-Integral-Differential („PID") oder eine beliebige andere
geeignet entsprechende Steuerung sein.
-
Die
Steuerungsvorrichtung bzw. das Subsystem 3000 kann außerdem einen Änderungsbegrenzerblock 3050 zum
Begrenzen des Ausgangssignals des PI-Steuerungsblocks 3040 enthalten.
Die Steuerungsvorrichtung bzw. das Subsystem 3000 kann
außerdem
den Halteblock 3060 enthalten, der so angeordnet werden
kann, daß er
das Ausgangssignal des PI-Steuerungsblocks 3040 empfängt (das
durch den Änderungsbegrenzerblock 3050 begrenzt
werden kann). Mit dem Halteblock 3060 kann man auch ein Ausgangssignal
des PI-Steuerungsblocks 3040, das durch den Begrenzerblock 3050 begrenzt
werden kann, gegebenenfalls während
des Ladens oder Entladens der piezoelektrischen Element halten oder „einfrieren".
-
Als
nächstes
addiert oder kombiniert die Steuerungsvorrichtung bzw. das Subsystem 3000 das
Ausgangssignal des PI-Steuerungsblocks 3040, das durch
den Änderungsbegrenzungsblock
begrenzt werden kann, ohne den „Halte"-Steuerungswert zu dem zylinderspezifischen
gewünschten
oder Sollwert-Spannungsgradienten (du/dt)* (der durch den Block 3010 für die gewünschte Spannungsgradientenkennlinie
bereitgestellt werden kann) in dem Addiererblock 3070.
Der resultierende eingestellte Spannungsgradient kann dann einem
Multipliziererblock 3080 zugeführt werden, der den eingestellten Spannungsgradienten
mit einer Kapazität
des piezoelektrischen Elements multipliziert, um einen entsprechenden
Entladeansteuerstrom für
das piezoelektrische Element zu bestimmen. Wie besprochen, kann
die Kapazität
durch eine geeignet entsprechende Vorrichtung, Anordnung und/oder
ein Verfahren bestimmt werden, einschließlich der Vorrichtungen, Anordnungen
und Verfahren, die mit Bezug auf 7c besprochen
werden.
-
Obwohl
es nicht gezeigt ist, kann die Steueranordnung D, einschließlich der
Steuerungsvorrichtung bzw. des Subsystems 3000, außerdem den
bestimmten mittleren Ladestrom einstellen, um spezifische Einrichtungsfehler
zu kompensieren, die mit dem piezoelektrischen Element assoziiert
sein können.
Dies kann geschehen, indem man den bestimmten mittleren Ladestrom
für das
piezoelektrische Stellglied verwendet, um einen kompensierten oder korrigierten
mittleren Ladestrom aus einer Kennlinie (oder einer anderen geeignet
entsprechenden Informationsquelle) bestimmt, wodurch Fehlerinformationen
widergespiegelt werden, die mit dem mittleren Entladestrom für das piezoelektrische
Stellglied oder Element assoziiert sein können.
-
Die
Steuerungsvorrichtung bzw. das Subsystem 3000 kann außerdem einen
weiteren Änderungsbegrenzerblock 3090 enthalten,
so daß der
bestimmte Entladeansteuerstrom nicht die entsprechenden Entladestromgrenzen übersteigt.
Die Steuerungsvorrichtung bzw. das Subsystem 3000 gibt dann
einen mittleren Entladestrom aus, den die Aktivierungsanordnung
E an das piezoelektrische Stellglied oder Element anlegt.
-
Die
Spannungssteuerung 3500 von 7e wird
nun mit Bezug auf 9a und 9b folgendermaßen besprochen:
In
dieser Hinsicht zeigt 9a ferner zum Beispiel eine
Betriebsspannung U10 für
ein einzeln wirkendes Einzelsitzsteuerventil. In einem solchen Fall
kann das Spannungssteuerungs-Subsystem 3500 in dem Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 für den Spannungspegelbetriebspunkt U10
implementiert werden. Außerdem
sind zum Beispiel die Zeiten t5 und t6 gezeigt, die den Zeiten entsprechen
können,
an denen die Spannungen gemessen werden, so daß sie beim Betrieb des Spannungs- und
Spannungsgradientenblocks 2504 berücksichtigt werden können. Wenn
sich zum Beispiel die Spannung bei U10 an einem entsprechenden Zeitpunkt
t6 befindet, können
kurzgefaßt
die Spannungen durch Vergleichen der gemessenen Spannungen mit den gewünschten
oder Zielspannungen gesteuert werden, wobei zum Beispiel das Spannungssteuerungs-Subsystem 3500 von 7e zur
Steuerung der Abweichungen zwischen den tatsächlichen und gewünschten
Spannungen an diesen Zeitpunkten benutzt wird.
-
Ähnlich zeigt 9b ferner
zum Beispiel Aktivierungsspannungen U7, U8 und U9 für ein doppelt wirkendes
Doppelsitz-Steuerventil. In einem solchen Fall können für jeden der Spannungspegelbetriebspunkte
U7, U8 und U9 drei Spannungssteuerungs-Subsysteme 3500 in
dem Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 implementiert
werden. Außerdem
sind zum Beispiel die Zeiten t1, t2, t3 und t4 gezeigt, die den
Zeiten entsprechen können,
an denen die Spannungen gemessen werden, so daß sie beim Betrieb des Spannungs- und
Spannungsgradientenblocks 2504 berücksichtigt werden können. Wenn
sich die Spannungen bei U7, U8 oder U9 an den entsprechenden Zeitpunkten
t2, t3 oder t4 befinden, können
kurzgefaßt
zum Beispiel die Spannungen auf diesen Pegeln durch Vergleichen
der gemessenen Spannungen mit den gewünschten oder Zielspannungen
gesteuert werden, wobei zum Beispiel das Spannungssteuerungs-Subsystem 3500 für jeden
der drei Spannungspegel zur Steuerung der Abweichungen zwischen
den tatsächlichen
und gewünschten
Spannungen an diesen Zeitpunkten benutzt wird.
-
7e zeigt
zum Beispiel eine Spannungssteuerungsvorrichtung bzw. ein Subsystem 3500 auf der
Basis einer Steuerung des Proportional-Integral-Typs („PI") zur Verwendung
in dem Spannungs- und Spannungsgradienten regelungsblock 2504 wie oben
erwähnt,
und die für
die oben besprochenen Spannungsregelungsprozesse implementiert werden kann.
-
Wie
gezeigt kann der Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 zuerst
wie oben besprochen die gewünschte
oder Sollwertspannung aus dem Block 2503 erhalten.
-
Als
nächstes
kann das Spannungsregelungsblock-Subsystem 3500 eine Systemabweichung
bestimmen, indem man eine Differenzier- oder Subtrahiereranordnung 3520 eine
Differenz zwischen der gewünschten
Spannung und einer bestimmten oder gemessenen tatsächlichen
Spannung bestimmen läßt. Außerdem kann
das Spannungsregelungssubsystem 3500 einen Mittelungs-
und/oder Filterblock 3530 enthalten. Insbesondere kann
man mit dem Block 3530 die Systemspannungsabweichungen
für alle
piezoelektrischen Elemente oder Stellglieder mitteln, um einrichtungsspezifische
Fehler zu minimieren oder zumindest zu verringern. Der Block 3530 kann
zum Beispiel auch ein geeignet entsprechendes digitales Filter zum
digitalen Filtern der Systemabweichungen enthalten, so daß „unzureichende" Spannungsänderungen
ignoriert werden können.
Die resultierende Systemabweichung (die gemittelt und/oder digital
gefiltert werden kann) kann dann einem geeignet entsprechenden Abweichungssteuerungsblock 3540 zugeführt werden.
Bei der beispielhaften Ausführungsform
kann der Abweichungssteuerungsblock 3540 ein PI-Steuerungsblock
sein, kann aber auch zum Beispiel eine Steuerung des Typs Proportional-Integral-Differential
(„PID") oder eine beliebige
andere geeignet entsprechende Steuerung sein. Die Spannungssteuerungsvorrichtung bzw.
das Subsystem 3500 kann außerdem einen Spannungsänderungsbegrenzerblock 3550 zum
Begrenzen von Spannungsausgangsänderungen
enthalten.
-
Die
Spannungssteuerungsvorrichtung bzw. das Subsystem 3500 kann
außerdem
einen Halteblock 3560 enthalten, der so angeordnet sein
kann, daß er
das Ausgangssignal des Abweichungssteuerungsblocks 3540 empfängt (das
durch den Spannungsänderungsbegrenzerblock 3550 begrenzt
werden kann). Mit dem Halteblock 3560 kann man eine Spannungsausgabe
des Abweichungssteuerungsblocks 3540 (die durch den Spannungsänderungsbegrenzerblock 3550 begrenzt
werden kann) gegebenenfalls während
des Betriebes halten oder „einfrieren". Wie besprochen,
wird angenommen, daß das Haltemerkmal
nützlich
sein kann.
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Als
nächstes
addiert oder kombiniert die Spannungssteuerungsvorrichtung bzw.
das Subsystem 3500 das Ausgangssignal des Abweichungssteuerungsblocks 3540,
das durch den Änderungsbegrenzerblock 3550 begrenzt
werden kann, oder den „gehaltenen" Steuerungswert zu
der zylinderspezifischen gewünschten
oder Sollwertspannung in dem Addiererblock 3570. Die Spannungssteuerungsvorrichtung
bzw. das Subsystem 3500 kann außerdem einen weiteren Spannungsänderungsbegrenzerblock 3590 enthalten,
so daß die
neue Zielspannung nicht die entsprechenden Spannungsgrenzen übersteigt.
Die Spannungssteuerungsvorrichtung bzw. das Subsystem 3500 können dann
die neue Zielspannung ausgegeben, die die Aktivierungsanordnung
E dann an das piezoelektrische Stellglied oder Element anlegen kann.
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7c zeigt
ein Task-Blockschaltbild einer Kapazitätsbestimmungsvorrichtung, -anordnung bzw.
eines Verfahrens 8000, die bzw. das die Steueranordnung
D enthalten kann, um eine Kapazität eines piezoelektrischen Elements
zu bestimmen. Das Kapazitätsbestimmungssubsystem 8000 kann
einen Basiskapazitätsbestimmungsblock 8001 enthalten, der
eine Basiskapazität
bereitstellen kann, und kann außerdem
einen Block 8050 für
normierte Kapazität enthalten,
die eine normierte oder frequenzeingestellte Kapazität Cf bereitstellen kann.
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Wie
gezeigt, kann die Steueranordnung D die Kapazität in dem Kapazitätsbestimmungsblock 8001 auf
der Basis verschiedener der folgenden Eingangsparameter bestimmen:
eine mit einem piezoelektrischen Element assoziierte bestimmte Ladungsmenge
Q; eine mit einem piezoelektrischen Element assoziierte tatsächliche
Spannung U; ein bestimmter mittlerer Ansteuerstrom Im (wie
zum Beispiel der Ladestrom) und/oder eine assoziierte Ansteuerzeit
tq (wie zum Beispiel die Ladezeit). Die
bestimmte Ladungsmenge Q, die tatsächliche Spannung U und/oder
die assoziierte Ansteuerzeit tq können zum Beispiel
durch die hier besprochene Aktivierungsanordnung E bereitgestellt
werden. Insbesondere kann die Steueranordnung D eine geeignet entsprechende Anordnung
(wie zum Beispiel einen Zeitzähler) und/oder
ein Verfahren zur Bestimmung der Ansteuerzeit verwenden. Die Steueranordnung
D kann durch den Spannungs- und Spannungsgradientenregelungsblock 2504 zur
Bereitstellung des mittleren Ansteuerstroms verwendet werden.
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Bei
einem Ansatz kann der Basiskapazitätsbestimmungsblock 8001 einen
Teilerblock 8009 verwenden, um die Eingangsparameter Q
und U zu teilen oder zu rationieren, um eine Kapazität C1 bereitzustellen,
die ein Maß der
mit einem piezoelektrischen Element assoziierten Kapazität ist. Bei
einem anderen Ansatz kann ein weiterer Teilerblock 8006 verwendet
werden, um eine bestimmte Ladungsmenge Q1 und den Eingangsparameter
U zu teilen oder zu rationieren, um eine Kapazität C2 bereitzustellen, die ein
weiteres Maß der
mit dem piezoelektrischen Element assoziierten Kapazität ist. Wie
gezeigt, kann der Basiskapazitätsbestimmungsblock 8001 die
bestimmte Ladungsmenge Q1 bestimmen, indem er mit einem Multipliziererblock 8005 den
mittleren Ansteuerstrom Im (der aus dem
Spannungs- und Spannungsregelungsblock 2504 erhalten
werden kann) und die Ansteuerzeit tq multipliziert.
Zusätzlich
kann mit einem Auswahl- oder Schaltblock 8010 eine der Basiskapazitäten C1 oder
C2 ausgewählt
werden, um eine gewählte
Basiskapazität
C3 bereitzustellen. Obwohl er als ein Schalter gezeigt ist, kann
der Auswahlblock 8010 auch die alternativen Kapazitäten C1 und
C2 mitteln oder anderweitig kombinieren, um die gewählte Basiskapazität C3 zu
bestimmen. Es können
also beliebige einzelne oder mehrere der obigen Ansätze (oder
ein beliebiges anderes geeignet entsprechendes Verfahren) zur Bestimmung
einer Basiskapazität
für ein
piezoelektrisches Element verwendet werden.
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Der
normierende Kapazitätsblock 8050 kann auch
implementiert werden, um die normierte oder frequenzeingestellte
Kapazität
zu bestimmen, die eine etwaige Frequenzabhängigkeit der tatsächlichen
Kapazität
des piezoelektrischen Elements besser widerspiegeln kann. Bei einem
Ansatz kann der normierende Kapazitätsblock 8050 zum Beispiel durch
Verwendung einer Kennlinie 8030 der umgekehrten Beziehung
zwischen der „Frequenz"-Zeit tq und
der Kapazität
einen Einstell- oder Korrekturfaktor K1* erhalten. Bei einem anderen
Ansatz kann der normierende Kapazitätsblock 8050 zum Beispiel durch
Verwendung einer anderen Kennlinie 8040 der Beziehung zwischen
dem Spannungsgradienten du/dt, der „Frequenz"-Zeit
tq und Kapazität einen weiteren Einstellfaktor
K2* erhalten. Zusätzlich
kann man mit einem Auswahl- oder Schaltblock 8020 einen
der Einstellfaktoren K1* oder K2* auswählen, um einen ausgewählten Einstellfaktor
K3* bereitzustellen. Obwohl er als ein Schalter gezeigt ist, kann
der Auswahlblock 8020 auch die alternativen Einstellfaktoren
K1* und K2* mitteln oder anderweitig kombinieren, um den gewählten Einstellfaktor
K3* zu bestimmen. Es können
also beliebige einzelne oder mehrere der obigen Ansätze (oder
ein beliebiges anderes geeignet entsprechendes Verfahren) verwendet
werden, um einen Frequenzeinstell- oder -kompensationsfaktor zu bestimmen,
der auf eine Basiskapazität eines
piezoelektrischen Elements angewandt werden kann. Bei der beispielhaften
Ausführungsform kann
man dann mit einem Teilerblock 8025 die Basiskapazität C3 auf
der Basis des gewählten
Einstellfaktors K3* einstellen, um die normierte oder frequenzkompensierte
Kapazität
Cf des piezoelektrischen Elements bereitzustellen.
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7d zeigt
eine Beziehung zwischen einer Ladezeit eines piezoelektrischen Elements
und einem Verhältnis
einer Kapazität
für verschiedene
Ladezeiten des piezoelektrischen Elements zu seiner Kapazität für ausreichend
große
oder „unendliche" Ladezeiten. Mit
Bezug auf 7d ist ersichtlich, daß, wenn
die Ladezeit tq für das piezoelektrische Element zunimmt,
die Kapazität
C des piezoelektrischen Elements abnimmt und sich der Kapazität Coo des piezoelektrischen Elements nähert.
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Wie
besprochen kann man mit der Kapazität des piezoelektrischen Elements
zum Beispiel einen mit dem piezoelektrischen Element assoziierten Temperatur-
und/oder Temperaturkompensationsfaktor KT bestimmen.
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Obwohl
es nicht gezeigt ist, kann die Steueranordnung D eine Mikrosteuerung
enthalten. Insbesondere kann die Steueranordnung D zum Beispiel eine
Hauptverarbeitungsanordnung oder Zentralverarbeitungseinheit, eine
Eingangs-Ausgangs-Verarbeitungsanordnung oder Zeitsteuerungsverarbeitungseinheit
und eine Analog/Digital-Umsetzeranordnung
enthalten. Obwohl die Hauptverarbeitungsanordnung und die Eingangs-Ausgangs-Verarbeitungsanordnung
separat sein können,
kann die Steueranordnung D auch eine einzige Verarbeitungsanordnung
zur Durchführung
der Tasks und Operationen der Hauptverarbeitungsanordnung und der
Eingangs-Ausgangs-Verarbeitungsanordnung
enthalten. Die Analog/Digital-Umsetzeranordnung kann mit einer Pufferspeicheranordnung
zum Speichern der gemessenen Parameter assoziiert sein, die die
Aktivierungsanordnung E über
die Meßleitungen 700 und 710 (die
mit den Spannungsmeßpunkten 600 bzw. 610 assoziiert
sind) bereitstellen kann oder die über die Meßleitungen 700 und 710 bereitgestellt
werden können.
Die Pufferspeicheranordnung kann auch zum Speichern einer bestimmten
oder gemessenen Ladungsmenge Q verwendet werden, die die Aktivierungsanordnung
E über
die Ladungsmengenleitung 890 der Steueranordnung D zuführen kann.
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Die
Steueranordnung D kann „Strobing"-Impulse oder Zeitsteuerungssignale
verwenden. In dieser Hinsicht zeigt 10a ein
beispielhaftes Kraftstoffeinspritzzyklusprofil über die Zeit für ein doppelt wirkendes
Doppelsitzsteuerventil, wobei eine positive Auslenkung auf der vertikalen
Achse jeweils einem von folgendem entspricht: einen ersten Voreinspritzereignis
VE1; einem zweiten Voreinspritzereignis VE2; einem Haupteinspritzereignis
HE; und einem Nacheinspritzereignis NE. In 10b ist
ein Steuerventilpositionsprofil des Steuerventils über die Zeit
für das
Steuerventil mit dem Einspritzprofil von 10a gezeigt.
Wie gezeigt, besitzt das Steuerventil eine untere Sitz- (oder erste)
geschlossene Position LC, eine mittlere offene Position MO und eine
obere Sitz- oder
zweite) geschlossene Position UC, so daß die Kraftstoffeinspritzung
für die
MO-Position stattfindet und für
die Positionen LC und UC keine Kraftstoffeinspritzung stattfindet. 10c zeigt Strobe-Impulse oder Signale 2,
die dem Einspritzprofil von 10a entsprechen
und die als Steuer- oder Zeitsteuerungssignale zur Steuerung oder
Zeitsteuerung des Starts des Lade- oder Entladungszyklus verwendet
werden. Insbesondere entsprechen die Strobe-Impulse 2 dem
Anfang und Ende der Kraftstoffeinspritzereignisse VE1, VE2, HE und
NE.
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10d zeigt eine weitere Menge von Zeitsteuerungsimpulsen 4,
die mit der Ladungsmenge Q und der Spannung assoziiert sind. Die
Steueranordnung D kann mit den Meßzeitsteuerungsimpulsen 4 bewirken,
daß das
System Ladungen und Spannungen synchron mit den Kraftstoffeinspritzoperationen mißt. Die
Mengenmessungszeitsteuerungsimpulse 4 können vorzugsweise um ein konstantes
Zeitoffset Δt vorzugsweise
vor oder nach dem Laden oder Entladen des piezoelektrischen Stellgliedes
oder Elements auftreten. Das heißt, das Zeitoffset Δt kann vor dem
Anfang oder nach der hinteren Flanke eines Strobe-Impulses 2 auftreten.
Wie gezeigt werden die Ladungsmengenmeßzeitsteuerungsimpulse 4 so
gesetzt, daß sie
um ein Zeitoffset Δt
nach der hinteren Flanke eines entsprechenden Strobe-Impulses 2 auftreten.
Bei anderen Ausführungsformen
kann das Zeitoffset Δt
einen variablen Betrag aufweisen und/oder kann vor dem Anfang bestimmter
Strobe-Impulse und nach dem Ende anderer Strobe-Impulse auftreten.
Die Meßzeitsteuerungsimpulse 4, die
durch die Steueranordnung D erzeugt werden können, werden später ausführlicher
besprochen.
-
Die
Steueranordnung D kann außerdem
das piezoelektrische Stellglied oder Element bestimmen, das geladen
oder entladen werden soll (das heißt, welches Zylindereinspritzventil
beeinflußt
werden soll), und deshalb die Spannung des piezoelektrischen Stellgliedes
oder Elements, die gemessen werden soll. Die Steueranordnung D gibt
den Strobe-Impuls bzw. das Signal 2 (sowie eine Identifikation des
spezifischen piezoelektrischen Stellgliedes oder Elements oder als
Alternative die Bank G1 oder G2 des spezifischen piezoelektrischen
Stellgliedes oder Elements) an eine Eingangs-Ausgangs-Verarbeitungsanordnung
aus. Die Steueranordnung D kann vorzugsweise das zu messende piezoelektrische Stellglied
oder Element alle zwei Kurbelwellenumdrehungen und synchron mit
einem Viertaktmotorarbeitszyklus inkrementieren, kann aber auch
einen beliebig anderen geeignet entsprechenden Ansatz oder ein beliebig
anderes geeignet entsprechendes Verfahren benutzen.
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Die
Ladungsmenge oder Spannung kann erhalten werden, indem man zuerst
die momentane analoge Ladungsmenge oder Spannungen (die über die
Sensorleitung 890 oder aus der Aktivierungsanordnung E über die
Leitungen 700 und 710 empfangen werden), die der
Ladungsmenge oder Spannung an einer bestimmten Gruppe G1 bzw. G2
piezoelektrischer Elemente entsprechen, in digitale Werte umsetzt.
Die resultierenden digitalen Werte können dann gespeichert werden.
Da die Analog/Digital-Umsetzeranordnung
möglicherweise
keine Informationen darüber
besitzt, ob G1 oder G2 die aktive Einspritzgruppe ist, können die
Spannungen sowohl für G1
als auch für
G2 gleichzeitig erhalten und die Ergebnisse dann gespeichert werden.
Die Steueranordnung D kann dann die gespeicherten Werte erhalten,
nachdem das Einspritzereignis abgeschlossen ist.
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Alternativ
dazu kann die Ladungsmenge oder Spannung nur eines Einspritzereignisses
eines bestimmten Einspritzzyklus für ein bestimmtes piezoelektrisches
Stellglied oder Element gemessen werden. Somit kann zum Beispiel
nur eine Ladungsmenge oder Spannung für ein HE-Ereignis eines Zyklus gemessen
werden, wozu zum Beispiel die Ereignisse VE1, VE2, HE und NE von 10a gehören
können. Mit
einem solchen Verfahren kann man die Last auf der Steueranordnung
D verringern. Außerdem
kann man eine Teilmenge von zwei oder mehr Einspritzereignissen
für einen
bestimmten Einspritzzyklus messen.
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Die
Steueranordnung D analysiert dann die erhaltenen Werte und kann
dann die Informationen zur Einstellung der Spannungen und der Spannungsgradienten
verwenden, um etwaige Alterungs-, Temperatur- oder andere Kenngrößen des
piezoelektrischen Elements widerzuspiegeln.
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11 zeigt
eine Ladungsmengenbestimmungs- oder Meßanordnung 800, mit
der die Ladungsmenge Q bestimmt oder gemessen werden kann und die
zum Beispiel in der Aktivierungsanordnung E des Kraftstoffeinspritzsteuersystems 100 von 4 verwendet
werden kann.
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Die
Ladungsmengenbestimmungsanordnung 800 kann ein Kompensationsmerkmal
enthalten, das den Integrationsprozeß kompensiert, um die Bestimmung
der Ladungsmenge zu verbessern. Insbesondere kann eine Ladungsmenge
Q eines piezoelektrischen Elements 10 folgendermaßen gemessen
werden. Wie gezeigt, enthält
die Anordnung 800 einen Shunt-Widerstand 900,
einen ersten Spannungsteiler, der Widerstände 910 und 920 enthalten kann,
und einen zweiten Spannungsteiler, der Widerstände 912 und 914 enthalten
kann. Die erste und die zweite Spannungsteileranordnung (die eine
Brückenschaltungsanordnung
bilden) liefern eine erste Teilerspannung bzw. eine zweite Teilerspannung
(Ue) und sollen sicherstellen, das diese Teilerspannungen (die in
eine Differenzverstärkeranordnung 1100 eingegeben
werden) positiv sind. Insbesondere werden die Teilerspannungen in
bezug auf eine Referenzspannung Vref erhöht. Die erste und die zweite
Schaltanordnung 924 und 930 (die als Transistoren
oder als beliebige geeignet entsprechende Schaltanordnung implementiert
werden können)
werden zu Beginn der Lade- oder Entladeprozesse betätigt.
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Durch
einen Widerstand 940, einen Kondensator 980 und
einen Operationsverstärker 950 wird eine
integrierende Anordnung 805 gebildet. Insbesondere kann
die integrierende Anordnung 805 natürlich jede beliebige geeignet
entsprechende integrierende Anordnung sein. Wie gezeigt, gibt die
Differenzverstärkeranordnung 1100 eine
verstärkte Spannung
an den invertierenden Anschluß des
Operationsverstärkers 950 aus.
Eine Spannungsquelle oder ein Arbeitspunkt VAP (der
zum Beispiel 2,5 Volt betragen kann) kann in den nicht invertierenden
Eingang des Operationsverstärkers 950 eingegeben werden.
Insbesondere kann zum Beispiel der erste Schalter 930 (oder
Halteschalter 930) am Ende des Lade- oder Entladeprozesses
geöffnet
werden. Das Ausgangssignal auf der Leitung 890 entspricht
der Ladungsmenge Q, die während
des Ladens dem piezoelektrischen Element zugeführt wird, oder der, die während des
Entladens aus dem piezoelektrischen Element freigegeben wird. Die
Ladungsmenge Q kann aus der Aktivierungsanordnung E über die
Leitung 890 wie oben beschrieben der Analog/Digital-Umsetzeranordnung
der Steueranordnung D zugeführt
werden. Ein dritter Schalter (oder Rücksetzschalter) 960 (der
auch ein Transistor oder eine beliebige geeignet entsprechende Schaltanordnung
sein kann) kann zum Entladen des Kondensators 980 zwischen
Messungen verwendet werden, um den Anfangswert der integrierenden
Anordnung 805 auf null zurückzusetzen. Das heißt, da die
Ladungsmengenbestimmung oder -messung jedes Mal die Ladungserhöhung enthält, wird
die integrierende Anordnung 805 zuvor immer dann zurückgesetzt,
wenn die Lade- oder Entladeoperation für ein piezoelektrisches Element
beginnt.
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Insbesondere
kann ein Anschluß des
Rücksetzschalters 960 an
einen Ausgang der Operationsverstärkeranordnung 950 und
ein weiterer Anschluß durch
eine erste Leitung 870 an einen Koppelpunkt zwischen dem
Widerstand 940 und dem Kondensator 980 angekoppelt
werden. Zusätzlich
kann ein Anschluß des
Kondensators 980 an die erste Leitung 870 und
der andere Anschluß zusammen
an die Ladungsmengenausgangsleitung 890 und an eine zweite
Leitung 880 angekoppelt werden, die an den Ausgangsanschluß der Operationsverstärkeranordnung 950 angekoppelt
werden kann.
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Kurzgefaßt, ist
das aus dem Shunt-Widerstand 900 erhaltene Stromsignal
natürlich
proportional zu dem piezoelektrischen Strom. Die integrierende Anordnung 805 integriert
dann das analoge Stromsignal und dies geschieht unter Verwendung der
Operationsverstärkeranordnung 950,
des Kondensators 980 (der sich mit Bezug auf die Aktivierungsanordnung
E außerhalb
befinden kann) und des Widerstands 940. Der Rücksetzschalter 960 stellt
sicher, daß der
Kondensator 980 vor jeder neuen Messung völlig entladen
ist. Das integrierte Stromsignal entspricht also der der piezoelektrischen
Einrichtung zugeführten
oder von dieser entfernten Ladungsmenge Q und kann auf der Leitung 890 an
den Analog/Digital-Umsetzer der Steueranordnung D ausgegeben werden.
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Wie
besprochen kann die Steueranordnung D mit der Ladungsmenge eine
Kapazität
der piezoelektrischen Einrichtung bestimmen. Insbesondere kann dies
folgendermaßen
geschehen. Die Spannung des piezoelektrischen Elements kann ungefähr zur selben
Zeit (zum Beispiel innerhalb von 5 Mikrosekunden der Ladungsmessung)
unter Verwendung des Analog/Digital-Umsetzers gemessen werden. Wie besprochen
kann die Steueranordnung D dann die Ladungsmenge auf die Spannung
des piezoelektrischen Elements rationieren, um eine entsprechende
Kapazität
zu bestimmen. Es wird angenommen, daß die Präzision der Ladungsmengenmessung wichtig
ist, weil wie besprochen sich die Kapazität mit der Temperatur und auch
anderen Faktoren ändert und
die maximale Auslenkung des piezoelektrischen Stellgliedes oder
Elements, mit dem die mit der maximalen Auslenkung assoziierten
Ansteuerspannungen erhalten werden, sich auch mit der Temperatur des
piezoelektrischen Elements ändert.
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Somit
kann die Steueranordnung D von 4 zur Bestimmung
einer entsprechenden Kapazität
eines piezoelektrischen Elements auf der Basis eines Verhältnisses
der bestimmten oder gemessenen Ladungsmenge Q und der Spannung U
eines piezoelektrischen Elements verwendet werden. Außerdem kann
man wie besprochen mit diesen Kapazitätsinformationen die Spannungen
zum Beispiel auf der Basis oder entsprechend der Alterungs-, Temperatur- oder anderer Kenngrößen eines
bestimmten piezoelektrischen Elements einstellen. Die Ladungsmengeninformationen
sollten also genau sein, um eine genaue oder präzisere Kapazität besser
sicherzustellen, wodurch ein genauerer Ansteuerstrom und/oder eine
genauere Ansteuerspannung bereitgestellt werden sollte.
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In
dieser Hinsicht kann man mit der Ladungsmengenbestimmungsanordnung 800 von 11 ein Kompensationsverfahren
implementieren, mit dem der Integrationsprozeß eingestellt oder kompensiert und
eine Messung der Ladungsmenge verbessert werden kann. Insbesondere
soll die Kompensationsanordnung und/das Kompensationsverfahren den
Effekt von Fehlern, die sich aus relativ großen Schwankungen zum Beispiel
des Kondensators 980 ergeben können, kompensieren oder zumindest
verringern. Die Kompensationsanordnung bzw. das Verfahren verwenden
die Differenzverstärkeranordnung 1100.
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Insbesondere
umfaßt
die Kompensationsmethodologie das Kompensieren einer Integriereranordnung,
mit der ein Strom oder eine Spannung des piezoelektrischen Elements
zu bestimmten Zeiten integriert wird. Die Kompensation kann auf
jeden gemessenen Wert angewandt werden, der während der Bestimmung der Kapazität erhalten
wird. Dadurch sollten genauere und/oder präzisere Messungen der Ladungsmenge
Q bereitgestellt werden. Der Kompensationsprozeß kann vorzugsweise abgeschlossen
sein, wenn der Motor 2505 angelassen wird. Alternativ dazu
kann der Kompensationsprozeß zu späteren Zeiten
wiederholt werden, um etwaige Mengenmessungen zu kompensieren, die
durch die mit den piezoelektrischen Elementen assoziierten Betriebstemperaturen
beeinflußt
werden können.
-
Genauer
gesagt kann man mit einem ersten, einem zweiten und/oder einem dritten
Kalibrationsbefehl die Genauigkeit der Ladungsmenge Q erhöhen. Mit
Bezug auf den ersten oder Rücksetzkalibrationsbefehl,
der als CALIBRATE 1 bezeichnet werden kann, werden der Halteschalter 930 geöffnet und
der Rücksetzschalter 960 geschlossen,
um die integrierende Anordnung 805 zurückzusetzen, so daß der Arbeitspunkt
VAP gemessen und kalibriert werden kann.
Da der Halteschalter 930 offen ist, ist der Status des
Schalters 924 gleichgültig.
Außerdem
kann die Referenzspannung oder der Arbeitspunkt VAP um ein
entsprechendes Spannungsoffset mit Bezug auf die Referenzspannung
Vref versetzt werden. Nach der Kalibration erscheint der kalibrierte
Betriebspunktwert VAP also auf der Ausgangsleitung 890. Wenn
die Integrationsanordnung zurückgesetzt
wurde, ist sie für
die nächste
Integration verfügbar.
-
Mit
Bezug auf den zweiten Kalibrationsbefehl, der auch als CALIBRATE
2 bezeichnet werden kann, wird der Halteschalter 930 geschlossen
und der Schalter 924 wird auch geschlossen, wenn der Shunt-Strom über das
piezoelektrische Element klein genug oder null ist, so daß die Brückenschaltungsanordnung,
die durch die beiden Spannungsteileranordnungen (mit den Widerständen 910, 912, 914 und 920)
gebildet wird, kalibriert werden kann.
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Mit
Bezug auf den dritten Kalibrationsbefehl, der als CALIBRATE 3 bezeichnet
werden kann, kann eine Kalibrationsspannung VCOMP (wie
zum Beispiel die Spannung von VAP + 0,7
Volt) über
einen bestimmten Zeitraum hinweg kompensiert werden.
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In
diesem Zustand ist der Schalter 924 offen, so daß die integrierende
Anordnung 805 an die Kalibrationsspannung VCOMP angekoppelt
wird, der Halteschalter 930 ist geschlossen. Auf diese
Weise kann die Zeitkonstante der integrierenden Anordnung 805 (die
das Produkt des Widerstands 940 und des Kondensators 980 ist)
kalibriert werden. Insbesondere können eine Spannung Ua des Kondensators 890, eine RC-Zeitkonstante
Tc der externen Schaltung, eine Offsetspannung
Uoff (die einer mit der Aktivierungsanordnung
E assoziierte Offsetspannung entspricht) und eine Integrationszeit
Tint so ausgelegt werden, daß folgendes
bereitgestellt wird: Ua = VAP + Tint·Uoff/Tc – 1/Tc∫Uedt. Die Referenzspannung Uref oder
VAP kann unter Verwendung des ersten Kalibrationsbefehls
bestimmt werden. Mit den zweiten und dem dritten Kalibrationsbefehl
kann man zwei Meßergebnisse
bereitstellen, nämlich
Ua2 und Ua3. mit
denen man die RC-Zeitkonstante Tc der integrierenden Anordnung 805,
Uoff2 und Uoff3 bestimmen
kann, wobei die Differenz zwischen Ua2 und
Ua3 gleich folgendem ist: Tcalibrate/Tc·(Uoff2 – Uoff3 + VCOMP). Da
die Differenz zwischen den beiden Offsetspannungen kleiner genug
als die Kalibrierungsspannung VCOMP sein
sollte, kann die Zeitkonstante folgendermaßen bestimmt werden: 1/Tc = (Ua2 – Ua3)/(Ucalibrate·Tcalibrate). Außerdem kann Uoff2 folgendermaßen bestimmt
werden: Uoff2 = (Ua2 – VCOMP) Tc/Tcalibrate. Folglich können durch Verwendung dieser
Werte etwaige Abweichungen des Meßergebnisses kompensiert werden.