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DE60022619T2 - Verfahren und Vorrichtung zum Laden eines piezoelektrischen Elements - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Laden eines piezoelektrischen Elements Download PDF

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DE60022619T2
DE60022619T2 DE60022619T DE60022619T DE60022619T2 DE 60022619 T2 DE60022619 T2 DE 60022619T2 DE 60022619 T DE60022619 T DE 60022619T DE 60022619 T DE60022619 T DE 60022619T DE 60022619 T2 DE60022619 T2 DE 60022619T2
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DE
Germany
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piezoelectric element
charging
voltage
fuel injection
values
Prior art date
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Application number
DE60022619T
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DE60022619D1 (de
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Johannes-Joerg Rueger
Patrick Mattes
Alexander Hock
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
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Publication of DE60022619T2 publication Critical patent/DE60022619T2/de
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  • General Electrical Machinery Utilizing Piezoelectricity, Electrostriction Or Magnetostriction (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung wie im Oberbegriff von Anspruch 1 definiert und ein Verfahren wie im Oberbegriff von Anspruch 5 definiert, das heißt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Laden eines piezoelektrischen Elements.
  • Die gegenwärtigen piezoelektrischen Elemente, die eingehender betrachtet werden, sind insbesondere, aber nicht ausschließlich, piezoelektrische Elemente, die als Aktuatoren verwendet werden. Piezoelektrische Elemente können für solche Zwecke eingesetzt werden, da sie bekannterweise die Eigenschaft besitzen, sich als Funktion einer daran angelegten oder darin auftretenden Spannung zusammenzuziehen oder auszudehnen.
  • Die praktische Implementierung von Aktuatoren unter Verwendung von piezoelektrischen Elementen stellt sich insbesondere dann als vorteilhaft heraus, wenn der fragliche Aktuator schnelle und/oder häufige Bewegungen ausführen muß.
  • Die Verwendung von piezoelektrischen Elementen als Aktuatoren stellt sich unter anderem in Kraftstoffeinspritzdüsen für Verbrennungsmotoren als vorteilhaft heraus. Hinsichtlich der Einsetzbarkeit von piezoelektrischen Elementen in Kraftstoffeinspritzdüsen wird beispielsweise auf EP 0 371 469 B1 und auf EP 0 379 182 B1 Bezug genommen.
  • Piezoelektrische Elemente sind kapazitive Elemente, die, wie bereits oben teilweise angedeutet, sich gemäß dem jeweiligen Ladungszustand oder der jeweiligen Spannung, der/die darin auftritt oder daran angelegt wird, zusammenziehen und ausdehnen. Bei dem Beispiel einer Kraftstoffeinspritzdüse werden über das Ausdehnen und Zusammenziehen der piezoelektrischen Elemente Ventile gesteuert, die den geradlinigen Hub von Einspritznadeln steuern. Die Verwendung von piezoelektrischen Elementen mit doppeltwirkenden Doppelsitzventilen zum Steuern entsprechender Einspritznadeln bei einem Kraftstoffeinspritzsystem ist in den deutschen Patentanmeldungen DE 197 42 073 A1 und DE 197 29 844 A1 gezeigt, die hier durch Bezugnahme in ihrer Gänze aufgenommen sind.
  • Kraftstoffeinspritzsysteme, die piezoelektrische Aktuatoren verwenden, sind durch die Tatsache gekennzeichnet, daß zu einer ersten Annäherung piezoelektrische Aktuatoren eine proportionale Beziehung zwischen angelegter Spannung und der linearen Ausdehnung aufweisen. Bei einer beispielsweise als ein doppeltwirkendes Doppelsitzventil implementierten Kraftstoffeinspritzdüse zum Steuern des linearen Hubs einer Nadel für die Kraftstoffeinspritzung in einen Zylinder eines Verbrennungsmotors ist die in einen entsprechenden Zylinder eingespritzte Kraftstoffmenge eine Funktion der Zeit, während der das Ventil offen ist, und bei Verwendung eines piezoelektrischen Elements der an das piezoelektrische Element angelegten Aktivierungsspannung.
  • 8 ist eine schematische Darstellung eines Kraftstoffeinspritzsystems, das ein piezoelektrisches Element 2010 als Aktuator verwendet. Unter Bezugnahme auf 8 wird das piezoelektrische Element 2010 bestromt, damit es sich als Reaktion auf eine gegebene Aktivierungsspannung ausdehnt und zusammenzieht. Das piezoelektrische Element 2010 ist an einen Kolben 2015 gekoppelt. Im ausgedehnten Zustand bewirkt das piezoelektrische Element 2010, daß der Kolben 2015 in einen Hydraulikadapter 2020 vorsteht, der ein Hydraulikfluid, beispielsweise Kraftstoff, enthält. Infolge der Ausdehnung des piezoelektrischen Elements wird das doppeltwirkende Steuerventil 2025 vom Hydraulikadapter 2020 hydraulisch weggedrückt, und der Ventil-Absperrkörper 2035 wird aus einer ersten geschlossenen Position 2040 weggefahren. Die Kombination aus doppeltwirkendem Steuerventil 2025 und Hohlbohrung 2050 wird oftmals deshalb als ein doppeltwirkendes Doppelsitzventil bezeichnet, weil das doppeltwirkende Steuerventil 2025 in seiner ersten geschlossenen Position 2040 ruht, wenn sich das piezoelektrische Element 2010 in einem nichtangeregten Zustand befindet. Wenn das piezoelektrische Element 2010 andererseits vollständig ausgedehnt ist, ruht es in seiner zweiten geschlossenen Position 2030. Letztere Position des Ventil-Absperrkörpers 2035 ist mit Umrißlinien in 8 schematisch dargestellt.
  • Das Kraftstoffeinspritzsystem umfaßt eine Einspritznadel 2070, die das Einspritzen von Kraftstoff aus einer unter Druck stehenden Kraftstoffzufuhrleitung 2060 in den nicht gezeigten Zylinder gestattet. Wenn das piezoelektrische Element 2010 nicht angeregt ist oder wenn es vollständig ausgedehnt ist, ruht das doppeltwirkende Steuerventil 2025 jeweils in seiner ersten geschlossenen Position 2040 oder in seiner zweiten geschlossenen Position 2030. In jedem Fall hält der Hydraulik-Rail-Druck die Einspritznadel 2070 in einer geschlossenen Position. Somit tritt die Kraftstoffmischung nicht in den nicht gezeigten Zylinder ein. Wenn umgekehrt das piezoelektrische Element 2010 derart angeregt ist, daß sich das doppeltwirkende Steuerventil 2025 in der sogenannten Mittelposition bezüglich der Hohlbohrung 2050 befindet, dann kommt es zu einem Druckabfall in der unter Druck stehenden Kraftstoffzufuhrleitung 2060. Dieser Druckabfall führt zu einem Druckdifferential in der unter Druck stehenden Kraftstoffzufuhrleitung 2060 zwischen der Oberseite und der Unterseite der Einspritznadel 2070, so daß die Einspritznadel 2070 angehoben wird und das Einspritzen von Kraftstoff in den nicht gezeigten Zylinder gestattet.
  • Aus JP 09256925 ist eine Steuereinheit für ein Kraftstoffeinspritzsystem bekannt, das einen von einem piezoelektrischen Element angetriebenen angesteuerten Kraftstoffinjektor umfaßt. Die Steuereinheit steuert eine Spannung, die gemäß den Informationen von einem Kraftstofftemperaturerfassungsmittel an das piezoelektrische Element angelegt werden soll.
  • Weiter ist aus JP 10176624 ein Kraftstoffinjektor bekannt, der an eine Steuereinheit angeschlossen ist, die eine an ein piezoelektrisches Element angelegte Steuerspannung gemäß einer Reduzierung eines Kraftstoffdrucks absenkt.
  • Aus EP 0 971 115 A2 ist das Laden eines piezoelektrischen Elements eines Kraftstoffeinspritzsystems bekannt, wobei eine Aktivierungsspannung zum Laden des piezoelektrischen Elements einer Tabelle als Funktion einer gemessenen Arbeitscharakteristik des Kraftstoffeinspritzsystems entnommen wird, wobei der Wert zu einem anderen Wert addiert wird, um die daraus folgende Anzugsspannung zu bilden (vergleiche mit Anspruch 1/5, erster Teil).
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb in der Entwicklung der Vorrichtung wie im Oberbegriff von Anspruch 1 definiert und dem Verfahren wie im Oberbegriff von Anspruch 5 definiert derart, daß ein Aktivierungsspannungspegel für ein piezoelektrisches Element bestimmt und mit ausreichender Präzision eingestellt wird, damit ein Ventil-Absperrkörper für einen maximalen Kraftstoffstrom präzise positioniert wird. Das piezoelektrische Element kann eines von mehreren piezoelektrischen Elementen sein, die als Aktuatoren in einem Kraftstoffeinspritzsystem verwendet werden.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung anhand der Merkmale gelöst, die in dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 (Vorrichtung) und in dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 5 (Verfahren) beansprucht werden.
  • Diese sehen folgendes vor:
    ein Meßsystem, das so konfiguriert ist, daß Arbeitscharakteristiken des Kraftstoffeinspritzsystems, insbesondere ein Raildruck des Kraftstoffeinspritzsystems, während eines Beobachtungszeitraums vor einer Kraftstoffeinspritzung wiederholt gemessen werden, wodurch man einen Bereich von Arbeitscharakteristikwerten, insbesondere Raildruckwerten, erhält, wobei die Vorrichtung weiterhin konfiguriert ist, einen Bereich von Offsetspannungswerten entsprechend dem Bereich von Arbeitscharakteristikwerten, insbesondere Raildruckwerten, zu berechnen, und wobei die zu dem Basisspannungswert addierte Offsetspannung ausgewählt werden kann aus dem Bereich von Offsetspannungswerten (kennzeichnender Teil der Ansprüche 1, 5).
  • Die Menge an Kraft, die benötigt wird, um die Ventilnadel zu bewegen, ist eine Funktion der Arbeitscharakteristiken des Kraftstoffeinspritzsystems, beispielsweise des an das Steuerventil an der Kraftstoffeinspritzdüse angelegten Kraftstoffdrucks, der Temperatur und so weiter. Somit sind auch die Last auf dem piezoelektrischen Ventil von dem entsprechenden Ventil und das Ausmaß der Verschiebung des Aktuators als Reaktion auf das Anlegen einer bestimmten Aktivierungsspannung eine Funktion beispielsweise des an das Ventil angelegten Kraftstoffdrucks.
  • Im Fall eines Common-Rail-Kraftstoffeinspritzsystems wird der Kraftstoffdruck bei jeder Kraftstoffeinspritzung für einen Zylinder etwa gleich dem Kraftstoffdruck in der Common-Rail sein. Der auf die Ventile eines Verbrennungsmotors wirkende Common-Rail-Kraftstoffdruck kann sich als Funktion des Arbeitspunkts innerhalb des Kraftstoffeinspritzsystems signifikant ändern, was zu erheblichen Änderungen bei den auf das Ventil wirkenden Kräften führt.
  • Dementsprechend wird bei diesem Beispiel der Aktivierungsspannungspegel für ein piezoelektrisches Element, der sich eignet für das ausreichende Verschieben des Elements, um die Einspritznadel in einer optimalen Mittelposition für einen maximalen Kraftstoffstrom zu bewegen, bei dem Beispiel eines doppeltwirkenden Ventils von Kraftstoffdruckniveaus und Änderungen des Niveaus beeinflußt.
  • Wenn ein als Funktion einer Arbeitscharakteristik des Kraftstoffeinspritzsystems wie etwa beispielsweise des Kraftstoffdrucks eingestellter Aktivierungsspannungspegel gegeben ist, kann das Steuerventil mit ausreichender Genauigkeit unabhängig vom Raildruck und somit vom Betriebszustand des Systems gesteuert werden. Die zu einem beliebigen Zeitpunkt an ein piezoelektrisches Element angelegte Aktivierungsspannung wird relativ zum Raildruck zum Zeitpunkt der Aktivierung angemessen sein, so daß die Einspritznadel vom Steuerventil für einen maximalen Kraftstoffstrom ordnungsgemäß positioniert wird. Auf diese Weise kann man ein erwünschtes Einspritzvolumen mit ausreichender Genauigkeit selbst dann erreichen, wenn das Einspritzvolumen gering oder das Einspritzprofil komplex ist.
  • Vorteilhafte Entwicklungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der folgenden Beschreibung und den Figuren.
  • Die Erfindung wird unten unter Bezugnahme auf Ausführungsbeispiele ausführlicher erläutert, wobei auf die Figuren Bezug genommen wird. Es zeigen:
  • 1 eine graphische Darstellung, die die Beziehung zwischen Aktivierungsspannung und eingespritztem Kraftstoffvolumen in einem festen Zeitraum für das Beispiel eines doppeltwirkenden Steuerventils zeigt;
  • 2 ein schematisches Profil eines beispielhaften Steuerventilhubs und des entsprechenden Düsennadelhubs;
  • 3A graphische Darstellungen, die die Beziehung zwischen Aktivierungsspannung und Raildruck veranschaulichen;
  • 3B graphische Darstellungen, die die Beziehung zwischen Aktivierungsspannung und Raildruck veranschaulichen;
  • 4 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer Anordnung, in der die vorliegende Erfindung implementiert werden kann;
  • 5A eine Darstellung zum Erläutern der Zustände, die während einer ersten Ladephase (Ladeschalter 220 geschlossen) in der Schaltung von 4 auftreten;
  • 5B eine Darstellung zum Erläutern der Zustände, die während einer zweiten Ladephase (Ladeschalter 220 wieder offen) in der Schaltung von 4 auftreten;
  • 5C eine Darstellung zum Erläutern der Zustände, die während einer ersten Entladephase (Entladeschalter 230 geschlossen) in der Schaltung von 4 auftreten;
  • 5D eine Darstellung zum Erläutern der Zustände, die während einer zweiten Entladephase (Entladeschalter 230 wieder offen) in der Schaltung von 4 auftreten; und
  • 6 ein Blockschaltbild von Komponenten des Aktivierungs-IC E, der auch in 4 gezeigt ist.
  • 7 eine Darstellung von Offsets für Steuerparameter entsprechend einer Basiszielspannung, die erforderlich sind, um Aktivierungsspannungen für ein piezoelektrisches Element an Änderungen des Raildrucks anzupassen, gemäß der vorliegenden Erfindung; und
  • 8 eine schematische Darstellung eines Kraftstoffeinspritzsystems, das ein piezoelektrisches Element als Aktuator verwendet.
  • 1 zeigt eine graphische Darstellung, die die Beziehung zwischen der Aktivierungsspannung U und dem eingespritzten Kraftstoffvolumen Q während eines vorgewählten festgelegten Zeitraums für ein beispielhaftes Kraftstoffeinspritzsystem unter Verwendung von piezoelektrischen Elementen darstellt, die auf Doppelsitz-Steuerventile wirken. Die y-Achse stellt das in eine Zylinderkammer während des vorgewählten festen Zeitraums eingespritzte Kraftstoffvolumen dar. Die x-Achse stellt die Aktivierungsspannung dar, die an das entsprechende piezoelektrische Element angelegt oder darin gespeichert wird, mit dem ein Ventil-Absperrkörper des doppeltwirkenden Steuerventils verschoben wird.
  • Bei x = 0 und y = 0 ist die Aktivierungsspannung U gleich Null, und der Ventil-Absperrkörper sitzt in einer ersten geschlossenen Position, um das Strömen von Kraftstoff während des vorgewählten festgelegten Zeitraums zu verhindern. Für über Null liegende Werte der Aktivierungsspannung bis zu dem als Uopt angezeigten Punkt auf der x-Achse bewirken die dargestellten Werte der Aktivierungsspannung U das Verschieben des Ventil-Absperrkörpers von dem ersten Sitz weg zum zweiten Sitz, und zwar auf eine Weise, die für den festgelegten Zeitraum zu einem größeren eingespritzten Kraftstoffvolumen führt, wenn sich die Aktivierungsspannung Uopt nähert, bis zu dem Wert für das Volumen, der auf der y-Achse durch Qe,max angegeben ist. Der dem größten Volumen für während des festen Zeitraums eingespritzten Kraftstoff entsprechende Punkt Qe,max stellt den Wert der Aktivierungsspannung für das Anlegen an oder Laden des piezoelektrischen Elements dar, der zu einer Verschiebung des Ventil-Absperrkörpers zu einer Position in der Mitte zwischen dem ersten und zweiten Sitz führt.
  • Wie in der graphischen Darstellung von 1 gezeigt, nimmt das während des festgelegten Zeitraums eingespritzte Kraftstoffvolumen für Werte der Aktivierungsspannung über Uopt ab, bis es Null erreicht. Dies stellt die Verschiebung des Ventil-Absperrkörpers von dem Mittelpunkt weg und zu dem zweiten Sitz des Doppelsitzventils dar, bis der Ventil-Absperrkörper an der zweiten geschlossenen Position sitzt. Somit veranschaulicht die graphische Darstellung von 1, daß es bei der Kraftstoffeinspritzung zu einem Maximalvolumen kommt, wenn die Aktivierungsspannung U bewirkt, daß das piezoelektrische Element den Ventil-Absperrkörper bis zu dem Mittelpunkt verschiebt.
  • Die vorliegende Erfindung lehrt, daß der Wert für Uopt zu einem beliebigen gegebenen Zeitpunkt durch die Arbeitscharakteristiken des Kraftstoffeinspritzsystems zu diesem Zeitpunkt beeinflußt wird. Das heißt, das von dem piezoelektrischen Element für eine bestimmte Aktivierungsspannung verursachte Verschiebungsausmaß variiert als Funktion des Kraftstoffdrucks. Um ein maximales Kraftstoffeinspritzvolumen Qe,max während eines gegebenen festgelegten Zeitraums zu erreichen, sollte dementsprechend die an das piezoelektrische Element angelegte oder in diesem auftretende Aktivierungsspannung U auf einen Wert gesetzt werden, der für den gegenwärtigen Kraftstoffdruck relevant ist, damit man Uopt erzielt.
  • 2 zeigt eine doppelte graphische Darstellung, die ein schematisches Profil eines beispielhaften Steuerventilhubs zeigt, um den oben erörterten Betrieb des doppeltwirkenden Steuerventils zu veranschaulichen. In der oberen graphischen Darstellung von 2 stellt die x-Achse die Zeit und die y-Achse die Verschiebung des Ventil-Absperrkörpers (Ventilhub) dar. In der unteren graphischen Darstellung von 2 stellt die x-Achse wieder die Zeit dar, während die y-Achse einen Einspritznadelhub zur Bereitstellung einer Kraftstoffströmung darstellt, der sich aus dem Ventilhub der oberen graphischen Darstellung ergibt. Die obere und untere graphische Darstellung sind aufeinander ausgerichtet, damit sie hinsichtlich der Zeit einander entsprechen, wie durch die jeweiligen x-Achsen dargestellt.
  • Während eines Einspritzzyklus wird das piezoelektrische Element geladen, was zu einer Ausdehnung des piezoelektrischen Elements führt, wie ausführlicher beschrieben wird, und bewirkt, daß sich der entsprechende Ventil-Absperrkörper von dem ersten Sitz zu dem zweiten Sitz für einen Voreinspritzhub bewegt, wie in der oberen graphischen Darstellung von 2 gezeigt. Die untere graphische Darstellung von 2 zeigt das Einspritzen von wenig Kraftstoff, wozu es kommt, während sich der Ventil-Absperrkörper zwischen den beiden Sitzen des Doppelsitzventils bewegt, wodurch das Ventil geöffnet und geschlossen wird, während sich der Absperrkörper zwischen den Sitzen bewegt. Im allgemeinen kann es einen ersten Ladeprozeß geben, um das Ventil vom ersten Sitz zu einer Mittelposition zu bewegen, dann eine Pause, und dann einen zweiten Ladeprozeß, um das Ventil von der Mittelposition zu dem zweiten Sitz zu bewegen.
  • Nach einem vorausgewählten Zeitraum wird dann eine Entladeoperation durchgeführt, wie unten ausführlicher erläutert wird, um die Ladung innerhalb des piezo elektrischen Elements so zu reduzieren, daß es sich zusammenzieht, wie ebenfalls ausführlicher beschrieben wird, und bewirkt, daß sich der Ventil-Absperrkörper von dem zweiten Sitz wegbewegt und am Mittelpunkt zwischen den beiden Sitzen anhält. wie in 1 angedeutet, soll die Aktivierungsspannung innerhalb des piezoelektrischen Elements einen Wert erreichen, der gleich Uopt ist, um einem Mittelpunkt zu entsprechen, und so einen maximalen Kraftstoffstrom me,max während des Zeitraums zu erhalten, der einer Haupteinspritzung zugewiesen ist. Die obere und untere graphische Darstellung von 2 zeigen das Halten des Ventilhubs an einem Mittelpunkt, was zu einer Hauptkraftstoffeinspritzung führt.
  • Am Ende des Zeitraums für die Haupteinspritzung wird das piezoelektrische Element bis auf eine Aktivierungsspannung von Null entladen, was zu einem weiteren Zusammenziehen des piezoelektrischen Elements führt, um zu bewirken, daß sich der Ventil-Absperrkörper von der Mittelposition weg auf den ersten zu und zu dem ersten Sitz bewegt, wodurch das Ventil geschlossen und der Kraftstoffstrom gestoppt wird, wie in der oberen und unteren graphischen Darstellung von 2 gezeigt. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Ventil-Absperrkörper wieder in einer Position, um einen weiteren Zyklus aus Voreinspritzung und Haupteinspritzung zu wiederholen, wie gerade beschrieben.
  • 3A und 3B zeigen Beispiele für graphische Darstellungen, die die Beziehung zwischen Aktivierungsspannung und Raildruck während einer Einspritzung veranschaulichen, wenn das Ventil von einem ersten Sitz zu einer Mittelposition und nach einer bestimmten Zeit zurück zu dem ersten Sitz bewegt wird, indem das piezoelektrische Element geladen und entladen wird. Die graphischen Darstellungen von 3A und 3B zeigen eine Aktivierungsspannung über die Zeit, die an ein piezoelektrisches Element angelegt wird, die Verschiebung der Einspritznadel, die sich ergibt aus dem Ausdehnen oder Zusammenziehen des piezoelektrischen Elements aufgrund der Aktivierungsspannung, und den Kraftstoffdruck in der Common-Rail. Wie zu sehen ist, differiert die optimale Aktivierungsspannung aufgrund von Schwankungen des Raildrucks zwischen 500 Bar beziehungsweise 1000 Bar.
  • 4 stellt ein Blockschaltbild einer beispielhaften Ausführungsform einer Anordnung bereit, in der die vorliegende Erfindung ausgebildet sein kann.
  • 4 hat einen detaillierten Bereich A und einen nicht-detaillierten Bereich B, deren Trennung durch eine gestrichelte Linie c angegeben ist. Der detaillierte Bereich A umfaßt eine Schaltung zum Laden und Entladen von piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50 und 60. In dem betrachteten Beispiel sind diese piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 Aktuatoren in Kraftstoffeinspritzdüsen (insbesondere in sogenannten Common-Rail-Injektoren) eines Verbrennungsmotors. Piezoelektrische Elemente können für solche Zwecke verwendet werden, da sie Bekannterweise und wie oben erörtert die Eigenschaft besitzen, sich als Funktion einer daran angelegten oder darin auftretenden Spannung zusammenzuziehen oder auszudehnen. In der beschriebenen Ausführungsform werden sechs piezoelektrische Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 genommen, um sechs Zylinder innerhalb eines Verbrennungsmotors unabhängig zu steuern; somit könnte eine beliebige andere Anzahl von piezoelektrischen Elementen einem beliebigen anderen Zweck entsprechen.
  • Der nicht-detaillierte Bereich B umfaßt eine Steuereinheit D und einen Aktivierungs-IC E, über die die Elemente innerhalb des detaillierten Bereichs A gesteuert werden, sowie ein Meßsystem F zum Messen von Systemarbeitscharakteristiken wie etwa beispielsweise Raildruck. Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die Steuereinheit D und der Aktivierungs-IC E so programmiert, daß sie die Aktivierungsspannungen für piezoelektrische Elemente als Funktion von gemessenen oder erfaßten Werten von Arbeitscharakteristiken des Kraftstoffsystems steuern, wie etwa den Kraftstoffdruck eines Common-Rail-Systems, gemessen von dem Meßsystem F.
  • Die folgende Beschreibung führt zuerst die individuellen Elemente innerhalb des detaillierten Bereichs A ein. Dann werden die Abläufe des Ladens und Entladens von piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50, 60 allgemein beschrieben. Schließlich werden die Möglichkeiten, wie beide Abläufe mit Hilfe der Steuereinheit D und des Aktivierungs-IC E gesteuert werden, ausführlich beschrieben.
  • Die Schaltung innerhalb des detaillierten Bereichs A umfaßt sechs piezoelektrische Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60.
  • Die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 sind in eine erste Gruppe G1 und eine zweite Gruppe G2 aufgeteilt, die jeweils drei piezoelektrische Elemente umfassen (das heißt piezoelektrische Elemente 10, 20 und 30 in der ersten Gruppe G1 bzw. 40, 50 und 60 in der zweiten Gruppe G2). Die Gruppen G1 und G2 sind Bestandteile von Schaltungsteilen, die parallel zueinander geschaltet sind. Gruppenwahlschalter 310, 320 können dafür verwendet werden festzulegen, welche der Gruppen G1, G2 von piezoelektrischen Elementen 10, 20 und 30 bzw. 40, 50 und 60 in jedem Fall durch eine gemeinsame Lade- und Entladevorrichtung entladen werden (jedoch sind die Gruppenwahlschalter 310, 320 für die Ladeabläufe ohne Bedeutung, wie unten ausführlicher erläutert wird).
  • Die Gruppenwahlschalter 310, 320 sind zwischen einer Spule 240 und den jeweiligen Gruppen G1 und G2 (den Anschlüssen auf der Spulenseite davon) angeordnet und als Transistoren implementiert. Seitentreiber 311, 321 sind implementiert, die von dem Aktivierungs-IC E erhaltene Steuersignale in Spannungen transformieren, die je nach Bedarf zum Schließen und Öffnen der Schalter gewählt werden können.
  • Dioden 315 bzw. 325 (als Gruppenwahldioden bezeichnet) sind parallel zu den Gruppenwahlschaltern 310, 320 vorgesehen. Wenn die Gruppenwahlschalter 310, 320 beispielsweise als MOSFETs oder IGBTs implementiert sind, können diese Gruppenwahldioden 315 und 325 durch die parasitären Dioden selbst gebildet werden. Die Dioden 315, 325 umgehen die Gruppenwahlschalter 310, 320 während der Ladeabläufe. Somit wird die Funktionalität der Gruppenwahlschalter 310, 320 darauf reduziert, eine Gruppe G1, G2 von piezoelektrischen Elementen 10, 20 und 30 bzw. 40, 50 und 60 nur für einen Entladeablauf auszuwählen.
  • Innerhalb jeder Gruppe G1 bzw. G2 sind die piezoelektrischen Elemente 10, 20 und 30 bzw. 40, 50 und 60 als Bestandteile von Piezoverzweigungen 110, 120 und 130 (Gruppe G1) und 140, 150 und 160 (Gruppe G2) angeordnet, die parallel geschaltet sind. Jede Piezoverzweigung umfaßt eine Reihenschaltung, die aus einer ersten Parallelschaltung besteht, die ein piezoelektrisches Element 10, 20, 30, 40, 50 bzw. 60 und einen Widerstand 13, 23, 33, 43, 53 bzw. 63 (als Verzweigungswiderstände bezeichnet) umfaßt, und eine zweite Parallelschaltung, die aus einem Wahlschalter besteht, der als ein Transistor 11, 21, 31, 41, 51 bzw. 61 (als Verzweigungswahlschalter bezeichnet) und eine Diode 12, 22, 32, 42, 52 bzw. 62 (als Verzweigungsdioden bezeichnet) implementiert ist.
  • Die Verzweigungswiderstände 13, 23, 33, 43, 53 bzw. 63 bewirken, daß jedes entsprechende piezoelektrische Element 10, 20, 30, 40, 50 bzw. 60 sich während und nach einem Ladeablauf ständig entlädt, da sie beide Anschlüsse jedes kapazitiven piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50 bzw. 60 miteinander verbinden. Die Verzweigungswiderstände 13, 23, 33, 43, 53 bzw. 63 sind jedoch ausreichend groß, damit dieser Ablauf im Vergleich zu den gesteuerten Lade- und Entladeabläufen langsam wird, wie unten beschrieben. Es ist somit weiterhin eine angemessene Prämisse, das Laden eines beliebigen piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 so zu betrachten, daß es sich innerhalb einer relevanten Zeit nach einem Ladeablauf nicht ändert (der Grund, um dennoch die Verzweigungswiderstände 13, 23, 33, 43, 53 und 63 zu implementieren, besteht darin, Restladungen auf den piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50 und 60 im Fall eines Zusammenbruchs des Systems oder anderer Ausnahmesituationen zu vermeiden). Somit können die Verzweigungswiderstände 13, 23, 33, 43, 53 und 63 in der folgenden Beschreibung vernachlässigt werden.
  • Die Verzweigungswahlschalter-Verzweigungsdioden-Paare in den individuellen Piezoverzweigungen 110, 120, 130, 140, 150 bzw. 160, das heißt Wahlschalter 11 und Diode 12 in der Piezoverzweigung 110, Wahlschalter 21 und Diode 22 in der Piezoverzweigung 120 usw. können unter Verwendung von elektronischen Schaltern (d.h. Transistoren) mit parasitären Dioden, beispielsweise MOSFETs und IGBTs implementiert werden (wie oben für die Gruppenwahlschalter-/-dioden-Paare 310 und 315 bzw. 320 und 325 angegeben).
  • Mit den Verzweigungswahlschaltern 11, 21, 31, 41, 51 bzw. 61 kann festgelegt werden, welches der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 in jedem Fall durch eine gemeinsame Lade- und Entladevorrichtung geladen wird: in jedem Fall sind die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 oder 60, die geladen werden, all jene, deren Verzweigungswahlschalter 11, 21, 31, 41, 51 oder 61 während des Ladungsablaufs geschlossen sind, der unten beschrieben ist. Üblicherweise ist zu einem beliebigen Zeitpunkt nur einer der Verzweigungswahlschalter geschlossen.
  • Die Verzweigungsdioden 12, 22, 32, 42, 52 und 62 dienen dazu, die Verzweigungswahlschalter 11, 21, 31, 41, 51 bzw. 61 während Entladeabläufen zu umgehen. Bei dem für Ladeabläufe betrachteten Beispiel kann somit jedes individuelle piezoelektrische Element gewählt werden, wohingegen für Entladeabläufe entweder die erste Gruppe G1 oder die zweite Gruppe G2 von piezoelektrischen Elementen 10, 20 und 30 bzw. 40, 50 und 60 oder beide ausgewählt werden müssen.
  • Zu den piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50 und 60 selbst zurückkehrend, können die Verzweigungswahlpiezoanschlüsse 15, 25, 35, 45, 55 bzw. 65 entweder über die Verzweigungswahlschalter 11, 21, 31, 41, 51 bzw. 61 oder durch die entsprechenden Dioden 12, 22, 32, 42, 52 bzw. 62 und in beiden Fällen zusätzlich durch den Widerstand 300 mit Masse verbunden sein.
  • Der Zweck des Widerstands 300 besteht darin, die Ströme zu messen, die während des Ladens und Entladens der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 zwischen den Verzweigungswahlpiezoanschlüssen 15, 25, 35, 45, 55 bzw. 65 und Masse fließen. Eine Kenntnis dieser Ströme gestattet ein gesteuertes Laden und Entladen der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60. Insbesondere ist es möglich, indem der Ladeschalter 220 und der Entladeschalter 230 auf eine Weise geschlossen und geöffnet werden, die von der Größe der Ströme abhängt, den Ladestrom und den Entladestrom auf vordefinierte Mittelwerte zu setzen und/oder zu verhindern, daß sie über einen vordefinierten Höchstwert ansteigen und/oder unter einen vordefinierten Mindestwert abfallen, wie unten ausführlicher erläutert wird.
  • Bei dem betrachteten Beispiel erfordert die Messung selbst weiterhin eine Spannungsquelle 621, die beispielsweise eine Spannung von 5 V Gleichstrom bereitstellt, und einen als zwei Widerstände 622 und 623 implementierten Spannungsteiler. Damit soll der Aktivierungs-IC E (über den die Messungen durchgeführt werden) vor negativen Spannungen geschützt werden, die ansonsten am Meßpunkt 620 auftreten könnten und die mit Hilfe des Aktivierungs-IC E nicht gehandhabt werden können: Solche negativen Spannungen werden in positive Spannungen geändert, und zwar mit Hilfe der Addition mit einem positiven Spannungs-Setup, der von der Spannungsquelle 621 und den Spannungsteilerwiderständen 622 und 623 geliefert wird.
  • Der andere Anschluß jedes piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50 und 60, das heißt der Gruppenwahlpiezoanschluß 14, 24, 34, 44, 54 bzw. 64, kann an den Pluspol einer Spannungsquelle über den Gruppenwahlschalter 310 bzw. 320 oder über die Gruppenwahldiode 315 bzw. 325 sowie über eine Spule 240 und eine Parallelschaltung, die aus einem Ladeschalter 220 und einer Ladediode 221 besteht, angeschlossen sein und alternativ oder zusätzlich mit Masse über den Gruppenwahlschalter 310 bzw. 320 oder über die Diode 315 bzw. 325 sowie über die Spule 240 und eine Parallelschaltung sein, die aus einem Entladeschalter 230 oder einer Entladediode 231 besteht, verbunden. Der Ladeschalter 220 und der Entladeschalter 230 sind als Transistoren implementiert, die über Seitentreiber 222 bzw. 232 gesteuert werden.
  • Die Spannungsquelle umfaßt ein Element mit kapazitiven Eigenschaften, das bei dem betrachteten Beispiel der (Puffer-)Kondensator 210 ist. Der Kondensator 210 wird von einer Batterie 200 (beispielsweise einer Kraftfahrzeugbatterie) und einem Gleichspannungswandler 201 dahinter geladen. Der Gleichspannungswandler 201 wandelt die Batteriespannung (beispielsweise 12 V) im wesentlichen in jede andere Gleichspannung (beispielsweise 250 V) um und lädt den Kondensator 210 auf diese Spannung. Der Gleichspannungswandler 201 wird mit Hilfe des Transistorschalters 202 und des Widerstands 203 gesteuert, der für Strommessungen verwendet wird, die an einem Meßpunkt 630 vorgenommen werden.
  • Zu Zwecken der Gegenprobe wird eine weitere Strommessung an einem Meßpunkt 650 durch den Aktivierungs-IC E sowie durch Widerstände 651, 652 und 653 und eine Quelle 654 mit einer Spannung von 5 V Gleichstrom gestattet; außerdem wird eine Spannungsmessung an einem Meßpunkt 640 durch Aktivierungs-IC E sowie durch spannungsteilende Widerstände 641 und 642 gestattet.
  • Ein Widerstand 330 (der als Gesamtentladewiderstand bezeichnet wird), ein als ein Transistor 331 implementierter Stoppschalter (als Stoppschalter bezeichnet) und eine (als Gesamtentladediode bezeichnete) Diode 332 dienen schließlich dazu, die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 zu entladen (falls sie nicht bereits durch den „normalen" Entladevorgang entladen worden sind, wie unten näher beschrieben). Der Stoppschalter 331 wird bevorzugt nach „normalen" Entladeabläufen geschlossen (zyklisches Entladen über Entladeschalter 230). Er verbindet dadurch die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 über Widerstände 330 und 300 mit Masse und beseitigt somit etwaige Restladungen, die in den piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50 und 60 zurückbleiben könnten. Die Gesamtentladediode 332 verhindert, daß an den piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50 und 60 negative Spannungen auftreten, die unter einigen Umständen dadurch beschädigt werden könnten.
  • Das Laden und Entladen aller piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 oder irgendeines bestimmten wird über eine einzelne Lade- und Entladevorrichtung bewerkstelligt (die allen Gruppen und ihren piezoelektrischen Elementen gemein ist). Bei dem betrachteten Beispiel umfaßt die gemeinsame Lade- und Entladevorrichtung eine Batterie 200, einen Gleichspannungswandler 201, einen Kondensator 210, einen Ladeschalter 220 und einen Entladeschalter 230, eine Ladediode 221 und eine Entladediode 231 und eine Spule 240.
  • Das Laden und Entladen jedes piezoelektrischen Elements funktioniert auf die gleiche Weise und wird nachfolgend unter Bezugnahme lediglich auf das erste piezoelektrische Element 10 erläutert.
  • Die während der Lade- und Entladeabläufe auftretenden Zustände werden unter Bezugnahme auf 5A bis 5D erläutert, von denen 5A und 5B das Laden des piezoelektrischen Elements 10 und 5C und 5D das Entladen des piezoelektrischen Elements 10 darstellen.
  • Die Wahl eines oder mehrerer jeweiliger piezoelektrischer Elemente 10, 20, 30, 40, 50 oder 60, die geladen oder entladen werden sollen, der Ladeablauf wie nachfolgend beschrieben sowie der Entladeablauf werden von dem Aktivierungs-IC E und der Steuereinheit D mit Hilfe des Öffnens oder Schließens von einem oder mehreren der oben eingeführten Schalter 11, 21, 31, 41, 51, 61; 310, 320; 220, 230 und 331 angetrieben. Die Wechselwirkungen zwischen den Elementen innerhalb des detaillierten Bereichs A einerseits und dem Aktivierungs-IC E und der Steuereinheit D andererseits werden unten ausführlich beschrieben.
  • Hinsichtlich des Ladeablaufs muß zuerst ein beliebiges jeweiliges piezoelektrisches Element 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 gewählt werden, das geladen werden soll. Um ausschließlich das erste piezoelektrische Element 10 zu laden, wird der Verzweigungswahlschalter 11 der ersten Verzweigung 110 geschlossen, wohingegen alle anderen Verzweigungswahlschalter 21, 31, 41, 51 und 61 geöffnet bleiben. Um ausschließlich irgendein anderes piezoelektrisches Element 20, 30, 40, 50, 60 oder um mehrere zur gleichen Zeit zu laden, würden sie gewählt werden, indem die entsprechenden Verzweigungswahlschalter 21, 31, 41, 51 und/oder 61 geschlossen werden.
  • Dann kann der eigentliche Ladeablauf stattfinden:
    Innerhalb des betrachteten Beispiels erfordert der Ladeablauf im allgemeinen eine positive Potentialdifferenz zwischen Kondensator 210 und dem Gruppenwahlpiezoanschluß 14 des ersten piezoelektrischen Elements 10. Solange jedoch der Ladeschalter 220 und der Entladeschalter 230 offen sind, kommt es zu keinem Laden oder Entladen des piezoelektrischen Elements 10: In diesem Zustand befindet sich die in 4 gezeigte Schaltung in einem eingeschwungenen Zustand, das heißt, das piezoelektrische Element 10 behält seinen Ladungszustand auf im wesentlichen unveränderte Weise bei und keine Ströme fließen.
  • Um das erste piezoelektrische Element 10 zu laden, wird der Ladeschalter 220 geschlossen. Theoretisch könnte das erste piezoelektrische Element 10 einfach dadurch geladen werden. Dies würde jedoch große Ströme erzeugen, die die beteiligten Elemente beschädigen könnten. Deshalb werden die auftretenden Ströme am Meßpunkt 620 gemessen und der Schalter 220 wird wieder geöffnet, sobald die detektierten Ströme eine bestimmte Grenze übersteigen. Um eine beliebige gewünschte Ladung auf dem ersten piezoelektrischen Element 10 zu erreichen, wird daher der Ladeschalter 220 wiederholt geschlossen und geöffnet, während der Entladeschalter 230 offen bleibt.
  • Ausführlicher ausgedrückt kommt es, wenn der Ladeschalter 220 geschlossen ist, zu den in 5A gezeigten Zuständen, das heißt, ein geschlossener Kreis, der eine Reihenschaltung umfaßt, die aus piezoelektrischem Element 10, Kondensator 210 und Spule 240 besteht, wird gebildet, in dem ein Strom iLE(t) fließt, wie durch die Pfeile in 5A angedeutet. Infolge dieses Stromflusses werden beide positive Ladungen zu dem Gruppenwahlpiezoanschluß 14 des ersten piezoelektrischen Elements 10 gebracht und Energie wird in der Spule 240 gespeichert.
  • Wenn sich der Ladeschalter 220 kurz (beispielsweise einige wenige μs) nachdem er geschlossen worden ist, öffnet, treten die in 5B gezeigten Zustände auf: Ein geschlossener Kreis, der eine Reihenschaltung umfaßt, die aus piezoelektrischem Element 10, Ladediode 221 und Spule 240 besteht, wird gebildet, in dem ein Strom iLA(t) fließt, wie durch die Pfeile in 5B angedeutet. Das Ergebnis dieses Stromflusses ist, daß in der Spule 240 gespeicherte Energie in das piezoelektrische Element 10 fließt. Entsprechend der Energiezufuhr zu dem piezoelektrischen Element 10 nehmen die in letzterem auftretende Spannung und seine externen Abmessungen zu. Nachdem der Energietransport von der Spule 240 zum piezoelektrischen Element 10 stattgefunden hat, wird wieder der eingeschwungene Zustand der Schaltung wie in 4 gezeigt und bereits beschrieben, erreicht.
  • Je nach dem gewünschten Zeitprofil des Ladevorgangs wird zu diesem Zeitpunkt oder früher oder später der Ladeschalter 220 wieder einmal geschlossen und wieder geöffnet, so daß die oben beschriebenen Prozesse wiederholt werden. Infolge des Wiederschließens und Wiederöffnens des Ladeschalters 220 nimmt die im piezoelektrischen Element 10 gespeicherte Energie zu (die bereits im piezoelektrischen Element 10 gespeicherte Energie und die neu zugeführte Energie werden zusammenaddiert), und die am piezoelektrischen Element 10 auftretende Spannung und seine externen Abmessungen nehmen dementsprechend zu.
  • Wenn das oben erwähnte Schließen und Öffnen des Ladeschalters 220 mehrmals wiederholt wird, nehmen die am piezoelektrischen Element 10 auftretende Spannung und die Ausdehnung des piezoelektrischen Elements 10 in Stufen zu.
  • Nachdem der Ladeschalter 220 mit einer vordefinierten Häufigkeit geschlossen und geöffnet worden ist und/oder nachdem das piezoelektrische Element 10 den gewünschten Ladezustand erreicht hat, wird das Laden des piezoelektrischen Elements beendet, indem der Ladeschalter 220 offengelassen wird.
  • Hinsichtlich des Entladeablaufs werden bei dem betrachteten Beispiel die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 wie folgt in Gruppen (G1 und/oder G2) entladen:
    Zuerst werden der oder die Gruppenwahlschalter 310 und/oder 320 der Gruppe oder Gruppen G1 und/oder G2, deren piezoelektrische Elemente entladen werden sollen, geschlossen (die Verzweigungswahlschalter 11, 21, 31, 41, 51, 61 beeinflussen nicht die Wahl der piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 für den Entladeablauf, da sie in diesem Fall von den Verzweigungsdioden 12, 22, 32, 42, 52 und 62 überbrückt werden). Um das piezoelektrische Element 10 als Teil der ersten Gruppe G1 zu entladen, wird daher der erste Gruppenwahlschalter 310 geschlossen.
  • Wenn der Entladeschalter 230 geschlossen ist, treten die in 5C gezeigten Zustände auf: Ein geschlossener Kreis entsteht, der eine Reihenschaltung umfaßt, die aus dem piezoelektrischen Element 10 und der Spule 240 besteht und in der ein Strom iEE(t) fließt, wie durch die Pfeile in 5C angedeutet. Das Ergebnis dieses Stromflusses ist, daß die im piezoelektrischen Element gespeicherte Energie (ein Teil davon) in die Spule 240 transportiert wird. Entsprechend der Energieübertragung von piezoelektrischem Element 10 zur Spule 240 nehmen die an dem piezoelektrischen Element 10 auftretende Spannung und seine externen Abmessungen ab.
  • Wenn sich der Entladeschalter 230 kurz (beispielsweise einige wenige μs) nachdem er geschlossen hat, öffnet, treten die in 5D gezeigten Zustände ein: Ein geschlossener Kreis entsteht, der eine Reihenschaltung umfaßt, die aus dem piezoelektrischen Element 10, dem Kondensator 210, der Entladediode 231 und der Spule 240 besteht und in der ein Strom iEA(t) fließt, wie durch die Pfeile in 5D angedeutet. Das Ergebnis dieses Stromflusses ist, daß in der Spule 240 gespeicherte Energie in den Kondensator 210 zurückgeführt wird. Nachdem der Energietransport von der Spule 240 zum Kondensator 210 stattgefunden hat, wird der eingeschwungene Zustand der Schaltung, wie in 4 gezeigt und bereits beschrieben, wieder erreicht.
  • Je nach dem gewünschten Zeitprofil des Entladevorgangs wird zu diesem Zeitpunkt oder früher oder später der Entladeschalter 230 wieder einmal geschlossen und wieder geöffnet, so daß die oben beschriebenen Prozesse wiederholt werden. Infolge des Wiederschließens und Wiederöffnens des Entladeschalters 230 wird die im piezoelektrischen Element 10 gespeicherte Energie weiter reduziert, und die am piezoelektrischen Element auftretende Spannung und seine externen Abmessungen dementsprechend reduziert.
  • Wenn das oben erwähnte Schließen und Öffnen des Entladeschalters 230 mehrmals wiederholt wird, nehmen die am piezoelektrischen Element 10 auftretende Spannung und die Ausdehnung des piezoelektrischen Elements 10 in Stufen ab.
  • Nachdem der Entladeschalter 230 mit einer vordefinierten Häufigkeit geschlossen und geöffnet worden ist und/oder nachdem das piezoelektrische Element den gewünschten Ladezustand erreicht hat, wird das Entladen des piezoelektrischen Elements 10 beendet, indem der Entladeschalter 230 offengelassen wird.
  • Die Wechselwirkung zwischen dem Aktivierungs-IC E und der Steuereinheit D einerseits und den Elementen innerhalb des detaillierten Bereichs A andererseits erfolgt durch Steuersignale, die vom Aktivierungs-IC E zu Elementen innerhalb des detaillierten Bereichs A über Verzweigungswahlsteuerleitungen 410, 420, 430, 440, 450, 460, Gruppenwahlsteuerleitungen 510, 520, Stoppschaltersteuerleitung 530, Ladeschaltersteuerleitung 540 und Entladeschaltersteuerleitung 550 und Steuerleitung 560 geschickt werden. Andererseits gibt es Sensorsignale, die an Meßpunkten 600, 610, 620, 630, 640, 650 innerhalb des detaillierten Bereichs A erhalten werden, die über Sensorleitungen 700, 710, 720, 730, 740, 750 zum Aktivierungs-IC E übertragen werden.
  • Die Steuerleitungen werden dazu verwendet, Spannungen an die Transistorbasen anzulegen oder nicht anzulegen, um piezoelektrische Elemente 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 auszuwählen, um Lade- oder Entladeabläufe eines einzelnen oder mehrerer piezoelektrischer Elemente 10, 20, 30, 40, 50, 60 mit Hilfe des Öffnens und Schließens der entsprechenden Schalter wie oben beschrieben durchzuführen. Die Sensorsignale werden insbesondere dazu verwendet, die resultierende Spannung der piezoelektrischen Elemente 10, 20 und 30 bzw. 40, 50 und 60 von Meßpunkten 600 bzw. 610 und den Lade- und Entladeströmen vom Meßpunkt 620 zu bestimmen. Die Steuereinheit D und der Aktivierungs-IC E werden dazu verwendet, beide Arten von Signalen zu kombinieren, um eine Wechselwirkung von beiden durchzuführen, wie ausführlich beschrieben wird, wobei auf 4 und 6 Bezug genommen wird.
  • Wie in 4 angegeben, sind die Steuereinheit D und der Aktivierungs-IC E mit Hilfe eines parallelen Busses 840 und zusätzlich mit Hilfe eines seriellen Busses 850 miteinander verbunden. Der parallele Bus 840 wird insbesondere für die schnelle Übertragung von Steuersignalen von der Steuereinheit D zum Aktivierungs-IC E verwendet, wohingegen der serielle Bus 850 für eine langsamere Datenübertragung verwendet wird.
  • In 6 sind einige Komponenten angegeben, die der Aktivierungs-IC E umfaßt: eine Logikschaltung 800, einen RAM-Speicher 810, ein Digital-Analog-Wandlersystem 820 und ein Vergleichersystem 830. Weiterhin ist angegeben, daß der (für Steuersignale verwendete) schnelle parallele Bus 840 an die Logikschaltung 800 des Aktivierungs-IC E angeschlossen ist, während der langsamere serielle Bus 850 mit dem RAM-Speicher 810 verbunden ist. Die Logikschaltung 800 ist mit dem RAM-Speicher 810, mit dem Vergleichersystem 830 und mit den Signalleitungen 410, 420, 430, 440, 450 und 460; 510 und 520; 530; 540, 550 und 560 verbunden. Der RAM-Speicher 810 ist an die Logikschaltung 800 sowie an das Digital-Analog-Wandlersystem 820 angeschlossen. Das Digital-Analog-Wandlersystem 820 ist weiterhin mit dem Vergleichersystem 830 verbunden. Das Vergleichersystem 830 ist weiterhin mit den Sensorleitungen 700 und 710; 720; 730, 740 und 750 und, wie bereits erwähnt, mit der Logikschaltung 800 verbunden.
  • Die oben aufgeführten Komponenten können in einem Ladeablauf beispielsweise wie folgt verwendet werden:
    Mit Hilfe der Steuereinheit D wird ein bestimmtes piezoelektrisches Element 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 bestimmt, das bis auf eine bestimmte Zielspannung geladen werden soll. Somit wird zuerst der Wert der Zielspannung (durch eine digitale Zahl ausgedrückt) über den langsameren seriellen Bus 850 zum RAM-Speicher 810 übertragen. Die Zielspannung kann beispielsweise der bei einer Haupteinspritzung verwendete Wert Uopt sein, wie oben bezüglich 1 beschrieben. Später oder gleichzeitig wird an die Logikschaltung 800 über den parallelen Bus 840 ein Code übertragen, der dem jeweiligen piezoelektrischen Element 10, 20, 30, 40, 50 oder 60, das ausgewählt werden soll, und der Adresse der Sollspannung innerhalb des RAM-Speichers 810 entspricht. Später wird ein Strobesignal über den parallelen Bus 840 an die Logikschaltung 800 geschickt, das das Startsignal für den Ladeablauf liefert.
  • Das Startsignal bewirkt zuerst, daß die Logikschaltung 800 den digitalen Wert der Zielspannung vom RAM-Speicher 810 aufgreift und ihn auf das Digital-Analog-Wandlersystem 820 gibt, wodurch an einem analogen Ausgang der Wandler 820 die Sollspannung auftritt. Außerdem ist der nicht gezeigte analoge Ausgang mit dem Vergleichersystem 830 verbunden. Zusätzlich dazu wählt die Logikschaltung 800 entweder den Meßpunkt 600 (für ein beliebiges der piezoelektrischen Elemente 10, 20 und 30 der ersten Gruppe G1) oder den Meßpunkt 610 (für ein beliebiges der piezoelektrischen Elemente 40, 50 oder 60 der zweiten Gruppe G2) an das Vergleichersystem 830. Als Ergebnis davon werden die Zielspannung und die vorliegende Spannung am ausgewählten piezoelektrischen Element 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 durch das Vergleichersystem 830 verglichen. Die Ergebnisse des Vergleichs, das heißt die Differenzen zwischen der Zielspannung und der vorliegenden Spannung, werden an die Logikschaltung 800 übertragen. Dadurch kann die Logikschaltung 800 den Ablauf stoppen, sobald die Zielspannung und die vorliegende Spannung, einander gleich sind.
  • Zweitens legt die Logikschaltung 800 ein Steuersignal an den Verzweigungswahlschalter 11, 21, 31, 41, 51 oder 61 an, der einem beliebigen ausgewählten piezoelektrischen Element 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 entspricht, so daß der Schalter geschlossen wird (innerhalb des beschriebenen Beispiels wird davon ausgegangen, daß alle Verzweigungswahlschalter 11, 21, 31, 41, 51 und 61 vor dem Einsetzen des Ladeablaufs sich in einem offenen Zustand befinden). Dann legt die Logikschaltung 800 ein Steuersignal an den Ladeschalter 220 an, so daß der Schalter geschlossen wird. Zudem beginnt die Logikschaltung 800 mit dem Messen etwaiger am Meßpunkt 620 auftretender Ströme (oder setzt diese Messungen fort). Dazu werden die gemessenen Ströme mit einem etwaigen vordefinierten Höchstwert durch das Vergleichersystem 830 verglichen. Sobald der vordefinierte Höchstwert von den detektierten Strömen erreicht wird, bewirkt die Logikschaltung 800, daß sich der Ladeschalter 220 wieder öffnet.
  • Wieder werden die übrigen Ströme am Meßpunkt 620 detektiert und mit einem etwaigen vorbestimmten Mindestwert verglichen. Sobald der vordefinierte Mindestwert erreicht wird, bewirkt die Logikschaltung 800, daß sich der Ladeschalter 220 wieder schließt, und der Ablauf beginnt wieder.
  • Das Schließen und Öffnen des Ladeschalters 220 wird solange wiederholt, wie die detektierte Spannung am Meßpunkt 600 oder 610 unter der Zielspannung liegt. Sobald die Zielspannung erreicht ist, stoppt die Logikschaltung die Fortsetzung des Ablaufs.
  • Der Entladeablauf findet auf entsprechende Weise statt: Nun wird die Wahl des piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 mit Hilfe der Gruppenwahlschalter 310 bzw. 320 erreicht, der Entladeschalter 230 wird anstelle des Ladeschalters 220 geöffnet und geschlossen und eine vordefinierte Mindestzielspannung muß erreicht werden.
  • Die zeitliche Steuerung der Lade- und Entladevorgänge und das Halten der Spannungspegel in den piezoelektrischen Elementen 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 hängt von dem entsprechenden Ventilhub ab, um eine bestimmte Einspritzung zu realisieren, wie beispielsweise in 2 gezeigt.
  • Es versteht sich, daß die oben angegebene Beschreibung, wie die Lade- oder Entladeabläufe stattfinden, lediglich beispielhaft ist. Somit könnte ein beliebiger anderer Ablauf, der die oben beschriebenen Schaltungen oder andere Schaltungen verwendet, einem beliebigen gewünschten Zweck entsprechen, und jeder entsprechende Ablauf kann anstelle des oben beschriebenen Beispiels verwendet werden.
  • Wie oben beschrieben werden bei dem vorliegenden Beispiele Raildrücke von dem Meßsystem F gemessen, und die Meßwerte werden an die Steuereinheit D übermittelt. Innerhalb der Steuereinheit D werden die Meßwerte dazu verwendet, Steuerparameter zu berechnen, die Zielaktivierungsspannungswerten entsprechen, die an die individuellen piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 angelegt werden sollen.
  • Der Raildruck, der berücksichtigt wird, ändert sich ziemlich schnell (beispielsweise bis zu 2000 Bar/s), weshalb der zeitliche Abstand zwischen einer Messung und dem Anlegen von entsprechenden Steuerparametern an ein beliebiges piezoelektrisches Element 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 relativ kurz sein sollte. Andererseits ist das serielle Bussystem 850, über das die Steuerparameter von der Steuereinheit D zum Aktivierungs-IC E übertragen werden, recht langsam (beispielsweise benötigt die Übertragung von 16 Bit sechzehnmal solange, wie es mit einem entsprechenden parallelen Bus dauern würde). Es besteht deshalb eine Notwendigkeit, eine Steuerung durchzuführen, die der Echtzeit so nahe wie möglich kommt.
  • Aus diesem Grund wird der Raildruck vom Meßsystem F während eines Beobachtungszeitraums vor einer Kraftstoffeinspritzung, wiederholt gemessen. Als Beispiel könnte der Beobachtungszeitraum 10 ms dauern, und die Messungen werden nach jeweils 1 ms genommen, das heißt, man erhält 10 Werte. Wie in 7 dargestellt, erhält man daraus einen höchsten (max), einen kleinsten (min) und einen mittleren (av) Raildruck. Außerdem wird der Bereich zwischen dem größten und dem kleinsten Druck entsprechend einer beliebigen geeigneten linearen oder nichtlinearen Skala unterteilt (angezeigt durch ++, +, T+, 0, T–, –, ––).
  • Dann werden in der Steuereinheit D mehrere Zielspannungen für die piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 berechnet. Dabei können zusätzlich zu dem Raildruck weitere Parameter berücksichtigt werden, wie etwa beispielsweise die Temperatur jedes individuellen piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50 oder 60. Da insbesondere die Temperatur der individuellen piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 variiert, wohingegen der Raildruck in einem Common-Rail-System für alle piezoelektrischen Elemente 10, 20, 30, 40, 50 und 60 im wesentlichen gleich ist (das heißt, auftretende relative Differenzen werden durch konstruktive Mittel verstellt), gibt es einerseits eine für jedes individuelle piezoelektrische Element 10, 20, 30, 40, 50 und 60 berechnete individuelle Basiszielspannung unter Berücksichtigung des mittleren Raildrucks, der durch av bezeichnet ist. Andererseits gibt es berechnete gemeinsame Offsets V++, V+, V0, V– und V–– die zu einer beliebigen der individuellen Basiszielspannungen addiert werden müssen, damit sie den gemessenen Raildrücken über oder unter dem mittleren Raildruck av entsprechen.
  • Im einzelnen entspricht jeder Offsetwert einem Druckwert auf der Skala von Druckwerten, wie in 7 dargestellt. Da kleine Abweichungen von dem mittleren Druckwert vernachlässigt werden können, gibt es keine Offsets, die für Druckwerte berechnet sind, die gleich den Toleranzwerten T+, T– sind oder dazwischen liegen. In diesen Fällen wird stattdessen ein Null-Offset V0 verwendet. Bei größeren Abweichungen gibt es bei dem betrachteten Beispiel zwei berechnete Offsets V+, V++, die mittleren positiven oder größten Abweichungen (+, ++) entsprechen, und 2 Offsets V–, V––, die jeweils mittleren negativen oder kleinsten Abweichungen (–, ––) entsprechen. Damit man eine höhere oder niedrigere Präzision erhält, können jedoch mehr oder weniger Offsets berechnet werden.
  • Später oder parallel dazu werden alle den Basiszielspannungen und den Offsets entsprechenden Steuerparameter über das serielle Bussystem 850 zu dem RAM-Speicher 810 innerhalb des Aktivierungs-IC E übertragen. Dadurch stehen innerhalb des Aktivierungs-IC E Steuerparameter zur Verfügung, aus denen man über Addition Steuerparameter erhalten kann, die innerhalb eines gegebenen Bereichs mehr oder weniger jedem beliebigen Raildruck entsprechen.
  • Um eine Kraftstoffeinspritzung zu steuern, wird nunmehr kurz vor der Einspritzung der aktuelle Raildruck von dem Meßsystem F gemessen. Um den richtigen Offset zu wählen, wird der aktuelle Raildruck mit den Raildruckwerten verglichen, die dem individuellen Offset V++, V+, V0, V– und V–– entsprechen, und der jeweilige Offset V+, V++, V0, V– oder V–– wird gewählt, dessen entsprechender Raildruckwert dem aktuellen Raildruckwert am nächsten liegt. Somit wird für einen beliebigen aktuellen Raildruck über dem AR1-Pfeil (der die Mitte zwischen den Druckwerten + und ++ anzeigt) in 7 der dem größten Druck ++ entsprechende Offset V++ gewählt; für jeden Druck zwischen dem Pfeil AR1 und Pfeil AR2 wird der dem mittleren positiven Druck + entsprechende Offset V+ gewählt; für einen beliebigen Druck zwischen Pfeil AR2 und AR3 wird der Null-Offset V0 gewählt, und so weiter.
  • Dann werden innerhalb der Steuereinheit D Wahlparameter, die dem jeweiligen piezoelektrischen Element 10, 20, 30, 40, 50 oder 60, das verwendet wird, entsprechen, Wahlparameter entsprechend ihrer individuellen Basiszielspannung und Wahlparameter entsprechend dem Offset V++, V+, V0, V–, V––, der dem aktuellen Raildruck am besten entspricht, bestimmt und über das parallele Bussystem 840 zu der Logikschaltung 800 innerhalb des Aktivierungs-IC E übertragen.
  • Schließlich werden in dem Aktivierungs-IC E die Wahlparameter zum Wählen des piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 und zum Wählen der angemessenen Steuerparameter für das gewählte piezoelektrische Element 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 verwendet. Der gewählte Offset V++, V+, V0, V– oder V–– wird über nicht gezeigte Additionsmittel zu dem Basissteuerparameter addiert (d.h. Spannung entsprechend dem mittleren Raildruck). Dann wird die entstehende Spannung wie oben beschrieben an das gewählte piezoelektrische Element 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 angelegt, um ein präzises Ausdehnen oder Zusammenziehen des gewählten piezoelektrischen Elements 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 zu erzielen.
  • Im Vergleich mit dem individuellen Speichern einer Menge von Spannungen für jeden Zylinder und Aktivierungsspannungspegel weist dieses Verfahren den Vorteil auf, daß die Datenmenge reduziert wird und deshalb die Speicherungskapazität innerhalb des Aktivierungs-IC E und somit Kosten ebenfalls reduziert werden. Um beispielsweise schnelle Änderungen beim Raildruck zu berücksichtigen, muß ein Motor mit sechs Zylindern und zwei verschiedenen Ventilverschiebungspositionen pro Kraftstoffinjektor (d.h. doppeltwirkendes Ventil) in der Lage sein, fünf verschiedene Spannungswerte (V––, V–, V0, V+, V++) für jeden Zylinder und für jede Ventilverschiebungsposition zu speichern. Somit sind 60 Speicherungszellen erforderlich (6·2·5 = 60). Andererseits würde bei Verwendung eines Verfahrens, bei dem nur der Basiswert verfolgt und durch Addieren von einem von vier Spannungsoffsets verstellt wird (V––, V–, V+ und V++) beispielsweise der gleiche Motor nur 16 Speicherungszellen erfordern: (6·2·1 + 4).

Claims (10)

  1. Vorrichtung zum Laden eines piezoelektrischen Elements (10, 20, 30, 40, 50 oder 60) eines Kraftstoffeinspritzsystems, wobei ein Aktivierungsspannungswert zum Laden des piezoelektrischen Elements (10, 20, 30, 40, 50 oder 60) als Funktion einer gemessenen Arbeitscharakteristik des Kraftstoffeinspritzsystems eingestellt wird, wobei die Aktivierungsspannung berechnet wird durch Addieren einer Offsetspannung zu einem Basisspannungswert, gekennzeichnet durch ein Meßsystem (F), das so konfiguriert ist, daß Arbeitscharakteristiken des Kraftstoffeinspritzsystems, insbesondere ein Raildruck des Kraftstoffeinspritzsystems, während eines Beobachtungszeitraums vor einer Kraftstoffeinspritzung wiederholt gemessen werden, wodurch man einen Bereich von Arbeitscharakteristikwerten, insbesondere Raildruckwerten, erhält, wobei die Vorrichtung weiterhin konfiguriert ist, einen Bereich von Offsetspannungswerten (V++, V+, V0, V–, V––) entsprechend dem Bereich von Arbeitscharakteristikwerten, insbesondere Raildruckwerten, zu berechnen, und wobei die zu dem Basisspannungswert addierte Offsetspannung ausgewählt ist aus dem Bereich von Offsetspannungswerten (V++, V+, V0, V–, V––).
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gemessene Arbeitscharakteristik ein gemessener Kraftstoffdruck und/oder eine Systemtemperatur im Kraftstoffeinspritzsystem ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Speicher eine Menge von Aktivierungsspannungswerten, die jeweils einem Kraftstoffdruckbereich entsprechen, zum Laden des piezoelektrischen Elements (10, 20, 30, 40, 50 oder 60) speichert.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuermittel einen der Aktivierungsspannungspegel zum Laden des piezoelektrischen Elements (10, 20, 30, 40, 50 oder 60) als Funktion eines aktuellen gemessenen Kraftstoffdrucks wählt.
  5. Verfahren zum Laden eines piezoelektrischen Elements (10, 20, 30, 40, 50 oder 60) eines Kraftstoffeinspritzsystems, wobei vor dem Laden eine Definition erfolgt hinsichtlich des Werts für eine Aktivierungsspannung zum Laden des piezoelektrischen Elements (10, 20, 30, 40, 50 oder 60) als Funktion einer gemessenen Arbeitscharakteristik des Kraftstoffeinspritzsystems, und wobei die Aktivierungsspannung berechnet wird durch Addieren einer Offsetspannung zu einem Basisspannungswert, gekennzeichnet durch wiederholtes Messen von Arbeitscharakteristiken des Kraftstoffeinspritzsystems, insbesondere einen Raildruck des Kraftstoffeinspritzsystems, während eines Beobachtungszeitraums vor einer Kraftstoffeinspritzung, wodurch man einen Bereich von Arbeitscharakteristikwerten, insbesondere Raildruckwerten, erhält durch Berechnen eines Bereichs von Offsetspannungswerten (V++, V+, V0, V–, V––) entsprechend dem Bereich von Arbeitscharakteristikwerten, insbesondere Raildruckwerten, und wobei die zu dem Basisspannungswert addierte Offsetspannung ausgewählt ist aus dem Bereich von Offsetspannungswerten (V++, V+, V0, V–, V––).
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die gemessene Arbeitscharakteristik ein gemessener Kraftstoffdruck und/oder eine Systemtemperatur im Kraftstoffeinspritzsystem ist.
  7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Menge von Aktivierungsspannungswerten, die jeweils einem Kraftstoffdruckbereich entsprechen, zum Laden des piezoelektrischen Elements (10, 20, 30, 40, 50 oder 60) gespeichert werden.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Menge von Aktivierungsspannungswerten zum Laden des piezoelektrischen Elements (10, 20, 30, 40, 50 oder 60) als Funktion eines aktuellen gemessenen Kraftstoffdrucks gewählt wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5–8, dadurch gekennzeichnet, daß der Offsetspannungswert auf der Basis eines Systemparameters berechnet wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Systemparameter eine Temperatur und/oder einen Raildruck beinhaltet.
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