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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen Drahtlos-Kommunikationssysteme
und insbesondere ein System sowie ein Verfahren, mit denen das Senden
von Informationen bezüglich
des Standortes einer Drahtlos-Mobilstation selektiv unterbunden
wird.
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Zuverlässige Vorhersagen
deuten darauf hin, dass es im Jahr 2000 mehr als dreihundert Millionen
Mobiltelefonkunden auf der ganzen Welt geben wird. In den Vereinigten
Staaten wird mobiler Dienst von Mobil-Serviceprovidern, durch die
regionalen Unternehmen der Firma Bell und durch die nationalen Fernsprechnetzbetreiber
angeboten. Der verstärkte
Wettbewerb hat zu einer Verringerung des Preises von mobilen Diensten
bis zu dem Punkt geführt,
an dem er für
einen großen
Teil der Bevölkerung
erschwinglich ist.
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Die
gegenwärtige
Generation von Mobiltelefonen wird hauptsächlich für Gespräche zwischen einem Teilnehmer,
der ein Teilnehmertelefon (eine Drahtlos-Mobilstation) verwendet,
und einem anderen Teilnehmer, der ein gleichartiges Teilnehmertelefon
verwendet, eingesetzt. Die Gespräche
finden über
das Drahtlosnetz statt. Eine geringere Anzahl von Drahtlos-Mobilstationen
sind Datenvorrichtungen, wie beispielsweise PCs, die mit Mobil-/Drahtlos-Modems
ausgestattet sind. Da die Bandbreite für eine Drahtlos-Mobilstation der
gegenwärtigen
Generation normalerweise auf wenige 10 Kilobit pro Sekunde (Kbps)
beschränkt
ist, sind die Einsatzgebiete für
die gegenwärtige
Generation von Drahtlos-Mobilstationen relativ beschränkt.
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Es
wird jedoch erwartet, dass sich dies mit der nächsten (oder dritten) Generation
der Mobil-/Drahtlos-Technologie ändert,
die mitunter als Mobil-/Drahtlos-Technik "3G" bezeichnet
wird und bei der für
jede Drahtlos-Mobilstation erheblich größere Bandbreite verfügbar sein
wird (beispielsweise 125 Kbps oder mehr). Die höheren Datenraten werden zu einer
stärkeren
Verbreitung von Internet-Anwendungen für Drahtlos-Mobilstationen führen. So kann beispielsweise
ein 3G-Mobiltelefon (oder ein PC mit einem 3G-Mobil-Modem) zum Browsen
von Web-Sites im Internet, zum Senden und Empfangen von Grafiken,
zum Ausführen
von Streaming-Audio- und/oder Video anwendungen und dergleichen eingesetzt
werden. Insgesamt wird ein erheblich höherer Anteil des Drahtlos-Verkehrs,
der von 3G-Mobilsystemen abgewickelt wird, Internet-Protokoll (IP)-Verkehr
sein, und ein geringerer Anteil wird herkömmlicher Gesprächsverkehr
sein.
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Die
Verfügbarkeit
größerer Bandbreite
ermöglicht
die Verfügbarkeit
neuer Merkmale für
Drahtlos-Mobilstationen. Eines der neuen Leistungsmerkmale, das
bei Drahtlos-Mobilstationen
im Kommen ist, ist die GPS-Einheit. GPS (Global Positioning System)
ist ein bekanntes satellitengestütztes
System zum Bestimmen des geografischen Standorts eines Senders hinsichtlich
des Breitengrades und des Längengrades.
Eine GPS-Einheit in einer Drahtlos-Mobilstation ist in der Lage,
Signale von mehreren GPS-Satelliten zu empfangen und den Standort
der Drahtlos-Mobilstation auf wenige Meter genau zu bestimmen.
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Informationen
von einer GPS-Einheit bezüglich
des Standorts einer Drahtlos-Mobilstation
hinsichtlich des Breitengrades und des Längengrades können auf
der Anzeigeeinheit der Drahtlos-Mobilstation angezeigt werden. Standortinformationen
von der GPS-Einheit können
für den
Benutzer der Drahtlos-Mobilstation sehr nützlich sein. Wenn sich der
Benutzer der Drahtlos-Mobilstation beispielsweise in einem unbewohnten
Gebiet verirren sollte, könnte
die GPS-Einheit in der Drahtlos-Mobilstation den Benutzer über seinen
genauen Standort informieren. Wenn der Benutzer Zeuge eines Verkehrsunfalls
oder eines ähnlichen
Unfalls in einem ländlichen
Gebiet werden sollte, in dem keine Straßennamen vorhanden sind, könnte der
Benutzer um Hilfe rufen und den genauen Standort des Unfalls angeben.
Wenn der Benutzer in einen Unfall oder einen Notfall verwickelt
wäre, könnte der
Benutzer eine Notrufnummer, wie beispielsweise 911, anrufen, und
die GPS-Einheit in der Drahtlos-Mobilstation würde den genauen Standort der
Mobilstation mitteilen.
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Der
Standort einer Drahtlos-Mobilstation kann auch für den Betreiber des Drahtlos-Netzes von Interesse
sein. Wenn der Betreiber des Drahtlos-Netzes die Signalstärke prüfen möchte, die
die Drahtlos-Mobilstationen von den Basisstations-Sendern empfangen,
wäre es
vorteilhaft für
den Betreiber, den genauen Abstand jeder der Drahtlos-Mobilstationen zu
dem nächstgelegenen
Basisstations-Sender zu kennen. Um diese Informationen zu erlangen,
könnte der
Betreiber ein Signal zu jeder einzelnen Drahtlos- Mobilstation senden, um jede GPS-Einheit
aufzufordern, den genauen Standort der Drahtlos-Mobilstation, in
der sich die GPS-Einheit befindet, zu dem Betreiber zu senden.
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Eine
GPS-Einheit ist ein spezielles Beispiel eines Positionsortungssystems,
das in der Lage ist, eine Drahtlos-Mobilstation zu orten. Es gibt
andere Typen von Positions-Ortungssystemen,
die ebenfalls in der Lage sind, eine Drahtlos-Mobilstation zu orten.
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Viele
Nutzer von Drahtlos-Mobilstationen möchten nicht, dass ihr Standort
dem Betreiber des Drahtlos-Netzwerkes (oder einer anderen Seite)
bekannt wird. Viele Benutzer glauben, dass der exakte Standort ihrer
Drahtlos-Mobilstation, der von einem Positionsortungssystem bestimmt
wird, zu vertraulichen Informationen gehört und nicht ohne Zustimmung
des Benutzers preisgegeben werden sollte. Da die Anzahl von Drahtlos-Mobilstationen mit
einem Positionsortungssystem mit der Zeit zunimmt, ist es wahrscheinlich,
dass die Zahl von Benutzern zunimmt, die die Offenbarung des Standorts
ihrer Drahtlos-Mobilstation kontrollieren möchten.
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Daher
besteht bei einer Drahtlos-Mobilstation des Typs, die ein Positionsortungssystem
aufweist, das in der Lage ist, den Standort der Drahtlos-Mobilstation
zu bestimmen, ein Bedarf nach einer Vorrichtung und einem Verfahren,
mit denen das Senden von Informationen bezüglich des Standortes der Drahtlos-Mobilstation
selektiv unterbunden wird. Da es Fälle geben wird, in denen der
Benutzer der Drahtlos-Mobilstation den Standort der Drahtlos-Mobilstation
senden lassen möchte,
besteht auch ein Bedarf danach, dass ein Benutzer in der Lage ist,
den Standort der Drahtlos-Mobilstation selektiv an Autorisierte
zu senden. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Notfall vorliegt
und der Benutzer seinen Standort sofort mitteilen möchte.
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In
Situationen, in denen die Drahtlos-Mobilstation verloren gegangen
oder gestohlen worden ist, besteht ein Bedarf danach, dass der Benutzer über einen
Code verfügt,
der in der Drahtlos-Mobilstation gespeichert ist und genutzt werden
kann, um die Drahtlos-Mobilstation
zu veranlassen, ihren Standort zu der nächsten Basisstation zu senden.
In derartigen Fällen
würde der
Benutzer mit dem Betreiber der Basisstation Kontakt aufnehmen und
dem Betreiber der Basisstation den Code des Benutzers mitteilen. Dann
würde der
Betreiber der Basisstation den Code senden, um das Standort-Schutzmerkmal zu
umgehen und die Drahtlos-Mobilstation zu orten. Nachdem der Be nutzer
die verlorene oder gestohlene Drahtlos-Mobilstation wiederbekommen
hat, könnte
der Benutzer den Code ändern
und den Schutz des Standortes der Drahtlos-Mobilstation wie zuvor aufrechterhalten.
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In "Architectural Considerations
for Scalable, Secure, Mobile Computing with Location Information", Proceedings of
the International Conference on Distributed Computing Systems, 21.–24. Juni
1994, IEEE Comp. Soc. Press., US, Seiten 29–38 von M. Spreitzer et al.
wird eine Gruppe von Anwendungen auf Standort-Basis beschrieben,
und es werden Aspekte der Architektur beschrieben, um sie skalierbar und
sicher zu unterstützen.
Es wird ein Drahtlos-Kommunikationsnetz erwähnt und der Einsatz eines globalen
Positionierungssystems als ein Beispiel einer Quelle von Standortinformationen
wird beschrieben.
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WO-A-98
52379 offenbart einen Integritäts-Schutzmechanismus
in einem Telekommunikationssystem. Um die Integrität des Benutzers
einer Mobilstation zu schützen
und zu verhindern, dass der Standort der Mobilstation gegen den
Willen des Benutzers von außen
festgestellt wird, wird eine Autorisierungsprüfung ausgeführt. Ein Indikator wird entweder
so gesetzt, dass er anzeigt, dass der Benutzer zulässt, dass
der Standort der Mobilstation festgestellt wird, oder in einen Zustand,
in dem der Benutzer nicht zulässt,
dass der Standort der Mobilstation festgestellt wird. Bevor der
Standort einer Mobilstation festgestellt wird, wird eine Prüfung durchgeführt, um
zu ermitteln, ob sich der Indikator in seinem Zulassungserteilungszustand
befindet. Wenn nicht, wird der Standort-Feststellvorgang unterbrochen.
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WO
99/55115 A1 offenbart ein System und ein Verfahren zum Einsatz von
Umgehungs-Schlüsseln für Standortdienste.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Drahtlos-Mobilstation,
eine Steuerschaltung zum Einsatz in einer Drahtlos-Mobilstation
und ein entsprechendes Verfahren zu schaffen, die es ermöglichen,
die oben erläuterten
unvorteilhaften Gegebenheiten zu überwinden.
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Die
obenstehende Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird mit dem Gegenstand
der unabhängigen
Ansprüche
gelöst.
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Bevorzugte
Ausführungen
sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Steuerschaltung in einer
Drahtlos-Mobilstation geschaffen, die einen Controller und eine
Speichereinheit mit einem Standort-Schutzflag umfasst, wobei ein
in dem Standort-Schutzflag gesetzter Wert bestimmt, ob Informationen
bezüglich des
Standorts der Drahtlos-Mobilstation gesendet werden sollen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verzeichnis
autorisierter Telefonnummern, die autorisiert sind, Informationen bezüglich des
Standortes der Drahtlos-Mobilstation zu empfangen, in einer Drahtlos-Mobilstation
bereitgestellt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verzeichnis
von Notruf-Telefonnummern, die stets automatisch autorisiert sind, Informationen
bezüglich
des Standorts der Drahtlos-Mobilstation zu empfangen, in einer Drahtlos-Mobilstation
bereitgestellt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Steuerschaltung
in einer Drahtlos-Mobilstation geschaffen, die in der Lage ist, die
Drahtlos-Mobilstation zu veranlassen, entweder einen Null-Code oder
eine Null-Nachricht zu senden, die anzeigt, dass Informationen bezüglich des
Standortes der Drahtlos-Mobilstation nicht gesendet werden.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Steuerschaltung
in einer Drahtlos-Mobilstation geschaffen, die in der Lage ist, einen
Code zu empfangen, der die Drahtlos-Mobilstation veranlasst, Informationen
bezüglich
des Standorts der Drahtlos-Mobilstation zu senden.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Steuerschaltung
in einer Drahtlos-Mobilstation geschaffen, die feststellt, dass ein
zu der Drahtlos-Mobilstation
gesendeter und von ihr empfangener Code der Code ist, der das Senden von
Informationen bezüglich
des Standortes der Drahtlos-Mobilstation gestattet.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Steuerschaltung
zum Aufzeichnen des Datums und der Zeit geschaffen, zu denen das
Standort-Schutzmerkmal
der vorliegenden Erfindung freigegeben und unterbunden wurde.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Steuerschaltung
geschaffen, die selektiv einen Ersatz-Standort einer Drahtlos-Mobilstation
sendet statt den tatsächlichen Standort
der Drahtlos-Mobilstation zu senden.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum
selektiven Unterbinden des Sendens von Informationen bezüglich des
Standortes der Drahtlos-Mobilstation zum Einsatz in einer Drahtlos-Mobilstation
des Typs, die ein Positionsortungssystem hat, das in der Lage ist, die
Drahtlos-Mobilstation zu orten, geschaffen.
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Mit
dem Obenstehenden werden die Merkmale und die technischen Vorteile
der vorliegenden Erfindung recht allgemein umrissen, so dass der Fachmann
die folgende ausführliche
Beschreibung der Erfindung besser verstehen kann. Im Folgenden werden
zusätzliche
Merkmale und Vorteile der Erfindung beschrieben, die den Gegenstand
der Ansprüche
der Erfindung bilden. Für
den Fachmann sollte auf der Hand liegen, dass die Idee und die offenbarte spezifische
Ausführung
als Grundlage zum Modifizieren oder Entwickeln anderer Strukturen
zum Ausführen
der gleichen Aufgaben der vorliegenden Erfindung verwendet werden
können.
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Vor
der folgenden ausführlichen
Beschreibung der Erfindung ist es möglicherweise vorteilhaft, Definitionen
bestimmter Wörter
und Wendungen aufzuführen,
die in dem gesamten Patentdokument verwendet werden. Die Begriffe "enthalten" und "umfassen" sowie ihre Ableitungen
bedeuten "Enthaltensein ohne
Beschränkung", der Begriff "oder" ist einschließend zu
verstehen und bedeutet "und/oder", die Wendungen "verbunden mit" und "damit verbunden" sowie ihre Herleitung
können "einschließen", "eingeschlossen in", "verbunden mit", "enthalten", "enthalten in", "verbunden mit", "gekoppelt mit", "in Verbindung zu
bringen mit", "zusammenwirken mit", "einfügen", "neben anordnen", "nahe bei", "gebunden an" oder "mit", "haben", "eine Eigenschaft
haben" oder dergleichen
bedeuten, und der Begriff "Controller bzw.
Steuerung" bezieht
sich auf jegliche Vorrichtung, jegliches System oder Teil desselben,
der wenigstens einen Vorgang steuert, wo bei eine derartige Vorrichtung
als Hardware, Firmware oder Software oder eine Kombination von wenigstens
zwei derselben implementiert sein kann. Es ist anzumerken, dass
die Funktionalität,
die mit einem bestimmten Controller verbunden ist, zentralisiert
oder verteilt sein kann, und zwar lokal oder entfernt. Definitionen für bestimmte
Worte und Wendungen werden im gesamten vorliegenden Patentdokument
gegeben, und der Fachmann sollte wissen, dass in vielen, wenn nicht
den meisten Fällen
derartige Definitionen die bisherige und auch zukünftige Verwendung
derart definierter Wörter
und Wendungen betreffen.
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Zum
umfassenderen Verständnis
der vorliegenden Erfindung und der Vorteile derselben wird nunmehr
auf die folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen
Bezug genommen, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche Gegenstände kennzeichnen
und wobei:
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1 einen
allgemeinen Überblick über ein beispielhaftes
Drahtlos-Netz gemäß einer
Ausführung
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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2 ein
Blockschaltbild der Schaltung einer Drahtlos-Mobilstation darstellt,
die die Vorrichtung einer Ausführung
der vorliegenden Erfindung umfasst; und
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3 ein
Flussdiagramm ist, das die Logik der Funktion der Vorrichtung einer
Ausführung
der vorliegenden Erfindung darstellt.
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1 bis 3,
die im Folgenden erläutert werden,
und die verschiedenen Ausführungen,
die verwendet werden, um die Prinzipien der vorliegenden Erfindung
in diesem Patentdokument zu beschreiben, dienen lediglich der Veranschaulichung. Der
Fachmann weiß,
dass die Prinzipien der vorliegenden Erfindung in jeder beliebigen
geeignet ausgeführten
Drahtlos-Mobilstation umgesetzt werden können.
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1 stellt
einen allgemeinen Überblick über ein
beispielhaftes Drahtlos-Netz 100 gemäß einer Ausführung der
vorliegenden Erfindung dar. Das Drahtlos-Telefonnetz 100 umfasst
eine Vielzahl von Zellenstandorten 121–123, die jeweils
eine der Basisstationen BS 101, BS 102 oder BS 103 enthalten. Basisstationen 101–103 können so
betrieben werden, dass sie mit einer Vielzahl von Drahtlos-Mobilstationen
(MS) 111–114 kommu nizieren.
Drahtlos-Mobilstationen 111–114 können alle
beliebigen geeigneten Drahtlos-Kommunikationsvorrichtungen einschließlich herkömmlicher
Mobiltelefone, Telefone für
PCS (personal communication services), tragbare Computer, Telemetrie-Vorrichtungen
und dergleichen sein.
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Unterbrochene
Linien zeigen die ungefähren Grenzen
der Zellen-Standorte 121–123, in denen sich
Basisstationen 101–103 befinden.
Die Zellenstandorte sind nur zur Veranschaulichung und Erläuterung
annähernd
kreisförmig
dargestellt. Es ist klar, dass die Zellen-Standorte auch unregelmäßige Formen
haben können,
wobei dies von der ausgewählten
Zellen-Konfiguration sowie von natürlichen und von Menschen geschaffenen
Hindernissen abhängt.
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In
einer Ausführung
der vorliegenden Erfindung können
BS 101, BS 102 und BS 103 eine Basisstationssteuerung
(base station controller – BSC) und
eine Basis-Sende-Empfangsstation
(base transceiver station – BTS)
umfassen. Basisstationssteuerungen und Basis-Sende-Empfangsstationen
sind dem Fachmann bekannt. Eine Basisstationssteuerung ist eine
Vorrichtung, die Drahtlos-Kommunikationsressourcen einschließlich der
Basis-Sende-Empfangsstation für
bestimmte Zellen innerhalb eines Drahtlos-Kommunikationsnetzes verwaltet. Eine
Basis-Sende-Empfangsstation umfasst die HF-Sendeempfänger, Antennen und andere elektrische
Einrichtungen, die sich an jedem Zellen-Standort befinden. Diese
Einrichtungen können
Klimatisierungseinheiten, Heizeinheiten, Stromversorgungen, Telefonleitungs-Schnittstellen
und HF-Sender sowie HF-Empfänger und
Verbindungsabwicklungsschaltungen enthalten. Der Einfachheit und
der Übersichtlichkeit
bei der Erläuterung
der Funktion der vorliegenden Erfindung halber sind die Basis-Sende-Empfangsstationen
in jeder der Zellen 121, 122 und 123 sowie
die mit jeder Basis-Sende-Empfangsstation verbundene Basisstationssteuerung
zusammengefasst mit BS 101, BS 102 bzw. BS 103 dargestellt.
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BS 101,
BS 102 und BS 103 übertragen Sprach- und Datensignale
zwischen einander und dem öffentlichen
Telefonsystem (nicht dargestellt) über Kommunikationsleitung 131 und
Mobilvermittlungsstelle (mobile switching center – MSC) 140.
Mobilvermittlungsstelle 140 ist dem Fachmann bekannt. Mobilvermittlungsstelle 140 ist
eine Vermittlungsvorrichtung, die Dienste und Koordinierung zwischen den
Teilnehmern in einem Drahtlos-Netz
und externen Netzen, wie beispielsweise dem öffentlichen Telefonsystem und/oder dem
Internet, bereitstellt. Kommunikationsleitung 131 kann
jede beliebige geeignete Verbindungseinrichtung einschließlich einer T1-Leitung,
einer T3-Leitung, einer Lichtwellenleiterverbindung, einer Netzwerk-Backbone-Verbindung und
dergleichen sein. In einigen Ausführungen der vorliegenden Erfindung
kann Kommunikationsleitung 131 aus mehreren verschiedenen
Datenverbindungen bestehen, wobei jede Datenverbindung BS 101, BS 102 oder
BS 103 mit MSC 140 verbindet.
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In
dem beispielhaften Drahtlos-Netz 100 befindet sich MS 111 in
Zellen-Standort 121 und steht in Verbindung mit BS 101,
MS 113 befindet sich in Zellen-Standort 122 und
steht in Verbindung mit BS 102, und MS 114 befindet
sich in Zellen-Standort 123 und steht in Verbindung mit
BS 103. MS 112 befindet sich ebenfalls in Zellen-Standort 121 nah
am Rand von Zellen-Standort 123. Der Richtungspfeil nahe
MS 112 zeigt die Bewegung von MS 112 auf Zellen-Standort 123 zu
an. An einem bestimmten Punkt findet, wenn sich MS 112 in
Zellen-Standort 123 hinein und aus Zellen-Standort 121 heraus
bewegt, ein "Handover" statt.
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Wie
bekannt ist, wird bei dem "Handover"-Vorgang Steuerung
einer Verbindung von einer ersten Zelle an eine zweite Zelle übergeben.
Wenn beispielsweise MS 112 mit BS 101 in Verbindung steht
und erfasst, dass das Signal von BS 101 unakzeptabel schwach
wird, kann MS 112 zu einer Basisstation umschalten, die
ein stärkeres
Signal hat, wie beispielsweise das von BS 103 gesendete
Signal. MS 112 und BS 103 stellen eine neue Kommunikationsverbindung
her, und ein Signal wird zu BS 101 und dem öffentlichen
Telefonnetz gesendet, um die weiter übertragenen Sprach-, Daten-
oder Steuersignale über
BS 103 zu übertragen.
Die Verbindung wird so nahtlos von BS 101 zu BS 103 übergeben.
Ein "Ruhe"-Handover ist ein
Handover zwischen Zellen einer Drahtlos-Mobilstation, die im Steuer- oder Rufkanal
kommuniziert und keine Sprach- und/oder Datensignale auf den regulären Verkehrskanälen überträgt. In der
folgenden Beschreibung steht Drahtlos-Mobilstation MS 112 in
Verbindung mit Drahtlos-Netz-Basisstation BS 103.
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2 zeigt
ein Blockschaltbild, das die Schaltungen der Drahtlos-Mobilstation 112 darstellt, wobei
die Bezeichnung MS der Einfachheit halber weggelassen wird. Drahtlos-Mobilstation 112 umfasst
einen Hochfrequenz (HF)-Sendeempfänger 210, der mit
Antenne 205 gekoppelt ist, um entsprechend bekannten Prinzipien
ein Vorwärtskanal- Signal von Drahtlos-Netz-Basisstation
BS 103 zu empfangen und ein Rückkanal-Signal zu Drahtlos-Netz-Basisstation
BS 103 zu senden.
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HF-Sendeempfänger 210 ist
mit Empfangs-Verarbeitungsschaltung 225 gekoppelt, die
ihrerseits mit Lautsprecher 230 und Haupt-Controller bzw.
-Steuerung 240 gekoppelt ist. Haupt-Steuerung 240 ist
mit Sende-Verarbeitungsschaltung 215 gekoppelt, die ihrerseits
mit Mikrofon 220 und HF-Sendeempfänger 210 gekoppelt
ist. Haupt-Steuerung 240 steuert den Empfang von Vorwärtskanal-Signalen
und das Senden von Rückkanal-Signalen entsprechend
bekannten Prinzipien. Haupt-Steuerung 240 ist des Weiteren
mit Eingabe-Ausgabe-Schnittstelle 245, Tastatur 250 und
Anzeigeeinheit 255 gekoppelt. Haupt-Steuerung 240 steuert
das Senden von Signalen zu und von diesen Elementen mit in der Technik
bekannten Verfahren.
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Das
globale Positionsortungssystem (global positioning system – GPS) 260 ist
mit Haupt-Steuerung 240 gekoppelt. Das globale Positionsortungssystem 260 ist
ein bekanntes System zum Bestimmen des geografischen Standorts von
Mobilstation 112 hinsichtlich des Breitengrades und des
Längengrades.
Wenn es durch Haupt-Steuerung 240 dazu aufgefordert wird,
empfängt
das globale Positionsortungssystem 260 GPS-Signale von 2 oder
mehr GPS-Satelliten über
HF-Sendeempfänger 210 und Empfänger-Verarbeitungsschaltung 225.
Das globale Positionsortungssystem 260 verwendet die empfangenen
GPS-Signale, um Breitengrad und Längengrad unter Verwendung bekannter
Verfahren zu bestimmen. Der Breitengrad und der Längengrad
der Drahtlos-Mobilstation 112 können dann
für den
Benutzer auf der Anzeigeeinheit 250 angezeigt werden.
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Der
Benutzer der Drahtlos-Mobilstation 112 kann eine Anforderung
von Standortinformationen zu jeder beliebigen Zeit auslösen, indem
er auf ein Standort-Anforderungsmenü (nicht
dargestellt) auf Anzeigeeinheit 255 zugreift und die Anforderung
auf Tastatur 250 eingibt.
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Das
globale Positionsortungssystem 260 ist ein spezielles Beispiel
eines Positionsortungssystems, das in der Lage ist, eine Drahtlos-Mobilstation zu
orten. Es gibt andere Typen von Positionsortungssystemen, die ebenfalls
in der Lage sind, eine Drahtlos-Mobilstation
zu orten. So ist beispielsweise der Kommunikationsstandard IS-801
(früher bekannt
als Kommunikationsstandard PN4535) in der Lage, Nachrichten für eine Drahtlos-Mobilstation
und ein Drahtlos-Netz zu definieren, um Informationen voneinander
anzufordern, so dass das Drahtlos-Netz die Position der Drahtlos-Mobilstation
bestimmen kann.
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Es
wird eine vorteilhafte Ausführung
der vorliegenden Erfindung dargestellt und beschrieben, bei der
das Positionsortungssystem ein globales Positionsortungssystem ist.
Es versteht sich jedoch, dass die vorliegende Erfindung nicht auf
den Einsatz in einer Drahtlos-Mobilstation mit einem globalen Positionsortungssystem
beschränkt
ist. Die vorliegende Erfindung kann in einer Drahtlos-Mobilstation
eingesetzt werden, die jeden beliebigen Typ von Positionsortungssystem
aufweist, der 1. die Drahtlos-Mobilstation auffordert, ihre Position
zu bestimmen, oder 2. die Drahtlos-Mobilstation auffordert, wenigstens
einige Informationen an das Drahtlos-Netz zu senden, um das Drahtlos-Netz
in die Lage zu versetzen, die Position der Drahtlos-Mobilstation
zu bestimmen.
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Um
das Senden von Informationen bezüglich des
Standortes der Drahtlos-Mobilstation 112 zu steuern, umfasst
die Drahtlos-Mobilstation 112 Speichereinheit 265,
die mit Haupt-Steuerung 240 gekoppelt ist. Eine vorteilhafte
Ausführung
von Speichereinheit 265 umfasst, wie in 2 dargestellt,
sieben Teileinheiten. Die erste Teileinheit ist das Grundbetriebssystem 271.
Das Grundbetriebssystem 271 umfasst die Abschnitte von
Speichereinheit 265, auf die Haupt-Controller 240 während normaler
Funktionsabläufe
der Drahtlos-Mobilstation 112 zugreift.
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Die
zweite Teileinheit von Speichereinheit 265 ist ein Standort-Schutzflag 272.
Standort-Schutzflag 272 kann
selektiv gesetzt werden, um Drahtlos-Mobilstation 112 zu
veranlassen, Informationen bezüglich
des Standortes von Drahtlos-Mobilstation 112 nicht zu senden.
Der Benutzer kann den Wert von Standort-Schutzflag 272 selektiv
setzen, indem er in Reaktion auf ein auf Anzeigeeinheit 255 angezeigtes
Menü Daten über Tastatur 250 eingibt.
So kann ein Benutzer beispielsweise das Wort "Nein" auf
Tastatur 250 in Reaktion auf eine Frage in einem Sendestatus-Menü (nicht
dargestellt) auf Anzeigeeinheit 255 eingeben, die fragt,
ob Standortinformationen gesendet werden sollen. Später kann
der Benutzer, wenn der Benutzer das Senden von Standortinformationen
zulassen möchte,
auf das Sendestatus-Menü zugreifen
und das Wort "Ja" in Reaktion auf die
gleiche Frage in dem Sendestatus-Menü eingeben. Wenn der Benutzer
diese Änderun gen
vornimmt, aktualisiert Haupt-Steuerung 240 den Status von
Standort-Schutzflag 272 in Speichereinheit 265.
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Wenn
Haupt-Steuerung 240 eine Nachricht zum Senden über Sende-Verarbeitungsschaltung 215 und
HF-Sendeempfänger 210 sowie
Antenne 205 vorbereitet, prüft Haupt-Steuerung 240 zunächst den
Status von Standort-Schutzflag 272. Wenn der Wert von Standort-Schutzflag 272 anzeigt,
dass Standortinformationen gesendet werden sollen, dann wird die
Nachricht mit den Breitengrad- und Längengradinformationen von dem
globalen Positionsortungssystem 260 bezüglich des Standortes von Drahtlos-Mobilstation 112 gesendet.
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Wenn
der Wert des Standort-Schutzflags 272 anzeigt, dass Standortinformationen
nicht gesendet werden sollen, dann wird die Nachricht ohne Informationen
bezüglich
des Standorts von Drahtlos-Mobilstation 112 gesendet.
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Die
dritte Teileinheit von Speichereinheit 265 ist Null-Code-Einheit 273.
Null-Code-Einheit 273 enthält einen
Code, der anzeigt, dass Drahtlos-Mobilstation 1112 keine
Informationen bezüglich
des Standortes von Drahtlos-Mobilstation 112 sendet. Der
Code in Null-Code-Einheit 273 ist normalerweise eine Binärzahl, wie
beispielsweise "000111" oder eine andere ähnliche
Zahl. Wenn Haupt-Steuerung 240 eine Nachricht ohne Senden
von Informationen bezüglich des
Standortes von Drahtlos-Mobilstation 112 senden soll, greift
Haupt-Steuerung 240 auf den Code in Null-Code-Einheit 273 von
Speicher 265 zu und sendet den Code in Null-Code-Einheit 273.
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In
einer alternativen Ausführung
der vorliegenden Erfindung enthält
Null-Code-Einheit 273 eine Folge von Zeichen, die anzeigt,
dass Drahtlos-Mobilstation 112 keine Informationen bezüglich des
Standortes von Drahtlos-Mobilstation 112 sendet. So könnte die
Folge von Zeichen, die in Null-Code-Einheit 273 enthalten
ist, das Wort "Null" oder die Worte "Standort nicht gesendet" oder andere Worte
enthalten, die eine ähnliche
Nachricht bilden. In dieser alternativen Ausführung der vorliegenden Erfindung kann
der Benutzer die Zeichen in Null-Code-Einheit 273 ändern, indem
er in Reaktion auf eine Frage in einem Sendestatus-Menü (nicht
dargestellt) auf Anzeigeeinheit 255 neue Zeichen in Tastatur 250 eingibt.
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Es
kann Fälle
geben, in denen eine Basisstation so programmiert ist, dass sie
einen Null-Code (oder eine andere Nachricht), die anzeigt, dass Standortinformationen
nicht gesendet werden, nicht akzeptiert. So kann Basisstation BS 103 beispielsweise
so programmiert sein, dass, wenn Drahtlos-Mobilstation 112 die
angeforderten Standortinformationen nicht sendet, Basisstation BS 103 veranlasst
wird, Drahtlos-Mobilstation 112 aus Drahtlos-Netz 100 auszuschließen.
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Um
in derartigen Fällen
dieses Ergebnis zu vermeiden, erzeugt eine vorteilhafte Ausführung der vorliegenden
Erfindung Ersatz-Standortinformationen und sendet diese. Ersatz-Standortinformationen werden
erzeugt, indem die tatsächlichen
Standortinformationen von dem globalen Positionsortungssystem 260 bezogen
werden und die Informationen verändert
werden, bevor sie gesendet werden. Die Ersatz-Standortinformationen
werden von Haupt-Steuerung 240 erzeugt. Da die Ersatz-Standortinformationen
gesendet werden, wenn der Null-Code durch eine Basisstation nicht
akzeptiert wird, können
die Ersatz-Standortinformationen in Null-Code-Einheit 273 gespeichert
werden.
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Eine
Basisstation, die so programmiert ist, dass sie einen Null-Code
(oder eine andere Nachricht) nicht akzeptiert, erwartet den Empfang
von Standortinformationen, die den Breitengrad und den Längengrad
einer Position in dem Zellen-Standort der Basisstation angeben.
Daher orten Ersatz-Standortinformationen für Drahtlos-Mobilstation 112 Drahtlos-Mobilstation 112 vorzugsweise
an ihrem aktuellen Zellen-Standort. Dies kann erreicht werden, indem
die Werte des Längengrades
und des Breitengrades um relativ geringe Beträge geändert werden.
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Da
das globale Positionsortungssystem 260 auf wenige Meter
genau arbeitet, kann der Betrag der Änderung, der erforderlich ist,
um die tatsächlichen Standortinformationen
zu ändern,
nur 100 Yard betragen und dennoch einen ausreichenden Standortschutz
für den
Benutzer gewährleisten.
Der Betrag der Änderung,
der erforderlich ist, um die tatsächlichen Standortinformationen
zu ändern,
kann je nach der Größe des betreffenden
Zellen-Standortes von 100 Yard bis zehn Meilen reichen. Der Betrag
der Änderung
kann in jedem Fall je nach Erfordernis ausgewählt werden. Haupt-Steuerung 240 kann
so programmiert sein, dass sie in jedem Fall den geeigneten Betrag
der Änderung
vornimmt.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
der vorliegenden Erfindung kann der Benutzer den Betrag der Änderung,
der erforderlich ist, um die tatsächlichen Standortinformationen
zu ändern,
auswählen,
um die zu sendenden Ersatzstandortinformationen zu erzeugen. Der
Benutzer kann in Reaktion auf eine Frage in einem Ersatz-Standort-Menü (nicht
dargestellt) auf Anzeigeeinheit 255, die nach dem Betrag
der Änderung
fragt, Wörter
oder Zahlen (oder eine Kombination aus Wörtern und Zahlen) auf Tastatur 250 eingeben.
So könnte
der Benutzer beispielsweise "100 Yard
nach Norden" eingeben,
und dieser Eintrag würde
bewirken, dass der Ersatz-Standort 100 Yard nördlich des
tatsächlichen
Standorts angegeben würde.
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Wenn
später
der Benutzer den Betrag der Änderung ändern möchte, der
für die
tatsächlichen Standortinformationen
erforderlich ist, um die Ersatz-Standortinformationen zu erzeugen,
kann der Benutzer auf das Ersatz-Standort-Menü zugreifen und einen neuen
Wert für
den Betrag der Änderung angeben.
Wenn der Benutzer derartige Änderungen vornimmt,
aktualisiert Haupt-Steuerung 240 den aktuellen Wert des
Betrages der Änderung
in Null-Code-Einheit 273 in Speichereinheit 265.
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Die
vierte Teileinheit von Speichereinheit 265 ist ein Notrufnummernverzeichnis 274.
Die Telefonnummern in Notrufnummernverzeichnis 274 sind
Telefonnummern von Standorten, die Notdienste bereitstellen, so
beispielsweise medizinische Notdienste, Polizeidienste, Feuerwehrdienste
und ähnliche Dienste.
Die am besten bekannte Notrufnummer an vielen Standorten in den
Vereinigten Staaten ist 911. Der Benutzer des Drahtlos-Mobilsystems 112 kann seine
eigenen Notrufnummern zu dem Notrufnummernverzeichnis 274 hinzufügen. Jede
Notruf-Telefonnummer in Notrufnummernverzeichnis 274 ist stets
autorisiert, Informationen bezüglich
des Standortes von Drahtlos-Mobilstation 112 zu empfangen. Das
heißt,
jeder Ruf bzw. jede Verbindung zu einer der Notruf-Telefonnummern bewirkt
stets, dass Haupt-Steuerung 270 Informationen bezüglich des Standortes
von Drahtlos-Mobilstation 112 sendet.
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Die
fünfte
Teileinheit von Speichereinheit 265 ist ein Verzeichnis 275 privilegierter
Nummern. Die Telefonnummern in dem Verzeichnis 275 privilegierter
Nummern sind Telefonnummern, die der Benutzer im Voraus als zum
Empfangen von Informationen bezüglich
des Standortes von Drahtlos-Mobilstation 112 autorisiert
festgelegt hat. Neben herkömmlichen
Telefonnummern für
Sprachanrufe bezieht sich der Begriff "Telefon nummer" (bei der Verwendung zum Beschreiben
des Inhalts des Verzeichnisses 275 für privilegierte Nummern) auch
auf alphanumerische "Telefonnummern" für Datenverbindungen,
wie beispielsweise IP-Adressen, E-Mail-Adressen, Adressen von Webseiten,
URL und dergleichen. Der Benutzer des Drahtlos-Mobilsystems 112 kann
zu jeder Zeit Telefonnummern zu dem Verzeichnis 275 privilegierter
Nummern hinzufügen (oder
Telefonnummern daraus löschen).
So bewirkt ein Ruf zu einer der privilegierten Telefonnummern, dass
Haupt-Controller 240 Standortinformationen sendet, wenn
dies erforderlich ist. Es liegt stets im Ermessen des Benutzers,
welche privilegierte Telefonnummer in dem Verzeichnis 275 privilegierter
Telefonnummern gehalten wird.
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Die
sechste Teileinheit von Speichereinheit 265 ist Code-Autorisierungseinheit 276.
Code-Autorisierungseinheit 276 ist in der Lage, das Standort-Schutzmerkmal
der vorliegenden Erfindung in Situationen zu umgehen, in denen die
Mobil-Drahtlosstation 112 verloren gegangen ist oder gestohlen wurde.
In diesen Fällen
muss der Benutzer über
einen in Drahtlos-Mobilstation 112 gespeicherten Code verfügen, mit
dem Drahtlos-Mobilstation 112 veranlasst
werden kann, ihren Standort zur nächsten Basisstation zu senden.
Der Code veranlasst ein Senden selbst dann, wenn der Wert von Standort-Schutzflag 272 anzeigt,
dass der Standort von Drahtlos-Mobilstation 112 nicht gesendet
werden soll.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
der vorliegenden Erfindung kann der Benutzer einen vom Benutzer
ausgewählten
Code in Code-Autorisierungseinheit 276 eingeben. Der Benutzer
gibt Wörter
oder Zahlen (oder eine Kombination aus Wörtern und Zahlen) in Reaktion
auf eine Frage in einem Codeeingabe-Menü (nicht dargestellt) auf Anzeigeeinheit 255 ein,
die den Code anfordert. Wenn der Benutzer später den Code in Code-Autorisierungseinheit 276 ändern möchte, kann
der Benutzer auf das Codeeingabe-Menü zugreifen
und in Reaktion auf die gleiche Frage in dem Menü einen neuen Code eingeben. Wenn
der Benutzer derartige Änderungen
vornimmt, aktualisiert Haupt-Steuerung 240 den
aktuellen Code in Code-Autorisierungseinheit 276 in Speichereinheit 265.
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Wenn
die Drahtlos-Mobilstation 112 verloren geht oder gestohlen
wird, kann der Benutzer Kontakt mit dem Betreiber der Basisstation
aufnehmen und dem Betreiber der Basisstation den Code des Benutzers
mitteilen. Dann sendet der Betreiber der Basisstation den Code zum
Umgehen des Standort-Schutzmerkmals. Wenn Haupt-Steuerung 240 den
gesendeten Code empfängt,
vergleicht Haupt-Steuerung 240 den gesendeten Code mit
dem in Code-Autorisierungseinheit 276 von Speichereinheit 265 gespeicherten
Code. Wenn der gesendete Code mit dem gespeicherten Code übereinstimmt, veranlasst
Haupt-Steuerung 240 das globale Positionsortungssystem 260,
den Standort von Drahtlos-Mobilstation 112 zu bestimmen.
Haupt-Steuerung 240 kann dann den Standort von Drahtlos-Mobilstation 112 senden.
So kann der Standort von Drahtlos-Mobilstation 112 durch
den Betreiber der Basisstation und den Benutzer bestimmt werden.
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Zusätzlich zum
direkten Senden des Codes durch die Basisstation kann der Code über eine
Verbindung zu Drahtlos-Mobilstation 112 gesendet werden,
die, ohne dass dies eine Einschränkung
darstellt, einen Sprachanruf, eine Datenübertragung, eine E-Mail, eine
SMS-Nachricht, eine Verbindung über
Wireless LAN und dergleichen einschließt.
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In
einer alternativen Ausführung
der vorliegenden Erfindung kann ein spezieller "lauter" Code dann verwendet werden, wenn die
Drahtlos-Mobilstation verloren ging oder gestohlen wurde. Ein "lauter" Code ist ein Code,
der bewirkt, dass die Drahtlos-Mobilstation
funktionsuntüchtig
wird, da sie laute Geräusche
macht, ständig
vibriert, die LCD-Anzeige blinken lässt oder ähnliche störende Vorgänge ausführt. Der Einsatz eines "lauten" Codes, der derartige Vorgänge auslöst, lenkt
Aufmerksamkeit auf eine verlorene Drahtlos-Mobilstation. Der Einsatz
eines "lauten" Codes, der derartige
Vorgänge
auslöst,
lenkt auch Aufmerksamkeit auf eine Person, die sich im Besitz einer
gestohlenen Drahtlos-Mobilstation befindet.
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Die
siebte Teileinheit von Speichereinheit 265 ist Schutzflag-Protokoll 277.
Schutzflag-Protokoll 277 zeichnet
die Zeit und das Datum immer dann auf, wenn Standort-Schutzflag 272 freigegeben
oder gesperrt wird. Die in Schutzflag-Protokoll 277 aufgezeichneten
Informationen sind für
Haupt-Steuerung 240 zugänglich.
Der Benutzer kann auf die Informationen im Schutzflag-Protokoll 277 zugreifen,
indem er einen Befehl auf Tastatur 250 zum Anzeigen der
Informationen in Schutzflag-Protokoll 277 auf Anzeigeeinheit 255 eingibt.
Als Alternative dazu kann der Benutzer einen Befehl auf Tastatur 250 zum
Senden der Informationen in Schutzflag-Protokoll 277 über Eingabe-Ausgabe-Schnittstelle zu
einer anderen Ausgabevorrichtung (nicht dargestellt) 245 eingeben.
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3 ist
ein Flussdiagramm 300, das die Logik der Funktion der Vorrichtung
einer vorteilhaften Ausführung
der vorliegenden Erfindung beschreibt. In Entscheidungsschritt 350 stellt
Haupt-Steuerung 240 fest, ob ein gültiger Umgehungs-Code empfangen
worden ist. Haupt-Steuerung 240 vergleicht einen gesendeten
Code mit dem in Code-Autorisierungseinheit 276 von
Speichereinheit 265 gespeicherten Code. Wenn der gesendete
Code mit dem gespeicherten Code übereinstimmt,
ist ein gültiger Umgehungs-Code empfangen worden,
und Haupt-Steuerung 240 führt Verfahrensschritt 250 aus,
um das globale Positionsortungssystem 260 zu veranlassen,
den Standort von Drahtlos-Mobilstation 112 zu
bestimmen. Verfahrensschritt 360 bewirkt dann, dass Drahtlos-Mobilstation 112 die
Standortinformationen sendet.
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Ein
gültiger
Umgehungs-Code muss mit jeder Umgehungs-Anforderung für Standortinformationen
empfangen werden. D.h. nachdem eine Umgehungs-Anforderung mit einem
gültigen
Umgehungs-Code empfangen worden ist und die Standortinformationen
gesendet worden sind, muss die nächste
Umgehungs-Anforderung ebenfalls einen gültigen Umgehungs-Code aufweisen,
da ansonsten die Standortinformationen nicht gesendet werden.
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Wenn
kein gültiger
Umgehungs-Code empfangen worden ist, stellt die Entscheidungsoperation 310 fest,
ob der getätigte
Anruf ein Notruf ist. Haupt-Steuerung 240 vergleicht die
gerufene Telefonnummer mit den Telefonnummern in Notrufnummernverzeichnis 274 von
Speichereinheit 265. Wenn die gerufene Telefonnummer mit
einer der Notruf-Telefonnummern übereinstimmt,
führt Haupt-Steuerung 240 Verfahrensschritt 350 aus,
um das globale Positionsortungssystem 260 zu veranlassen,
den Standort von Drahtlos-Mobilstation 112 zu
bestimmen. Verfahrensschritt 360 veranlasst Drahtlos-Mobilstation 112 dann,
die Standortinformationen zu senden.
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Wenn
keine Notruf-Telefonnummer gerufen wird, stellt Entscheidungsoperation 320 fest,
ob der getätigte
Anruf ein privilegierter Anruf ist. Haupt-Steuerung 240 vergleicht
die gerufene Telefonnummer mit den Telefonnummern in Verzeichnis 275 privilegierter
Nummern von Speichereinheit 265. Wie zuvor betriff der
Begriff "Telefonnummer" sowohl herkömmliche
Telefonnummern für
Sprachverbindungen, als auch alphanumerische Telefonnummern für Datenverbindungen.
Wenn die gerufene Telefonnummer mit einer der privilegierten Telefonnummern übereinstimmt,
führt Haupt-Steuerung 240 Ver fahrensschritt 350 aus,
um das globale Positionsortungssystem 260 zu veranlassen,
den Standort von Drahtlos-Mobilstation 112 zu bestimmen.
Verfahrensschritt 360 veranlasst Drahtlos-Mobilstation 112 dann,
die Positionsinformationen zu senden.
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Wenn
keine privilegierte Telefonnummer gerufen wird, stellt Entscheidungsoperation 330 fest,
ob das Standort-Schutzmerkmal freigegeben worden ist. Haupt-Steuerung 240 prüft den Wert
von Standort-Schutzflag 272 in Speichereinheit 265,
um festzustellen, ob Informationen bezüglich des Standortes von Drahtlos-Mobilstation 112 gesendet
werden sollen oder nicht gesendet werden sollen. Wenn die Standortinformationen
gesendet werden sollen, führt Haupt-Steuerung 240 Verfahrensschritt 350 aus,
um das globale Positionsortungssystem 260 zu veranlassen,
den Standort von Drahtlos-Mobilstation 112 zu bestimmen.
Verfahrensschritt 360 veranlasst Drahtlos-Mobilstation 112 dann,
die Standortinformationen zu senden.
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Wenn
das Standort-Schutzmerkmal freigegeben ist und die Standortinformationen
nicht gesendet werden sollen, stellt Entscheidungsoperation 350 fest,
ob die Basisstation einen Null-Code (oder eine "Null-Nachricht", die angibt, dass die Standortinformationen
nicht gesendet werden) akzeptiert. Wenn der Null-Code (bzw. die
Null-Nachricht) durch die Basisstation akzeptiert wird, sendet Verfahrensschritt 390 den
Null-Code (bzw. die Null-Nachricht) zu der Basisstation.
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Wenn
der Null-Code (bzw. die Null-Nachricht) von der Basisstation nicht
akzeptiert wird, führt Haupt-Steuerung 240 Verfahrensschritt 370 aus,
um einen Ersatz-Standort zum Senden durch Drahtlos-Mobilstation 112 zu
erzeugen. Verfahrensschritt 380 veranlasst Drahtlos-Mobilstation 112 dann,
den Ersatz-Standort zu senden.
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Das
Standortschutz-Merkmal der vorliegenden Erfindung funktioniert auch
dann, wenn sich Drahtlos-Mobilstation 112 in einem Ruhezustand
befindet. Ein Ruhezustand tritt dann ein, wenn Drahtlos-Mobilstation 112 angeschaltet
ist (d.h. mit Strom versorgt wird), jedoch keinen Benutzerverkehr
sendet oder empfängt.
Während
des Ruhezustandes steht die Drahtlos-Mobilstation 112 in
Verbindung mit Basisstation 103, um Routinefunktionen abzuwickeln,
so beispielsweise einen "Ruhe"-Handover zwischen
Zellen-Standorten
auszuführen,
wie dies bereits beschrieben wurde. Wenn der Benutzer das Standort-Schutzmerkmal
bereits aktiviert hat, indem er Standort-Schutzflag 272 gesetzt hat,
bleibt Standort-Schutzflag 272 gesetzt und unterbindet
das Senden von Standortinformationen selbst dann, wenn sich Drahtlos-Mobilstation 112 in
einem Ruhezustand befindet.
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Es
kann Fälle
geben, in denen der Benutzer das Standort-Schutzmerkmal für Sprachverbindungen
und nicht für
Datenverbindungen aktivieren möchte.
Der umgekehrte Fall kann ebenfalls eintreten. Es kann Fälle geben,
in denen der Benutzer das Standort-Schutzmerkmal für Datenverbindungen und nicht
für Sprachverbindungen
aktivieren möchte. Jede
dieser zwei Betriebsarten lässt
sich herstellen, indem separate zusätzliche Standort-Schutzstatusflags
für Daten-
und für
Sprachverbindungen in Speichereinheit 265 auf die gleiche
Weise wie für
Standort-Schutzflag 272 beschrieben gesetzt und geprüft werden.
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Es
kann auch Fälle
geben, in denen der Benutzer das Standort-Schutzmerkmal für einen
oder mehrere bestimmte Typen von Verbindungen (beispielsweise E-Mail)
aktivieren möchte.
Eine derartige Betriebsart kann ermöglicht werden, indem eines oder
mehrere separate zusätzliche
Standort-Schutzstatusflags (eines für jeden speziellen Typ Verbindung)
in Speichereinheit 265 auf die gleiche Weise wie für Standort-Schutzflag 272 beschrieben
gesetzt und geprüft
werden.