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DE60021367T2 - Sicherheitsrasierer - Google Patents

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DE60021367T2
DE60021367T2 DE60021367T DE60021367T DE60021367T2 DE 60021367 T2 DE60021367 T2 DE 60021367T2 DE 60021367 T DE60021367 T DE 60021367T DE 60021367 T DE60021367 T DE 60021367T DE 60021367 T2 DE60021367 T2 DE 60021367T2
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Germany
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blade
cutting
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cutting element
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DE60021367T
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Graham John Reading SIMMS
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Gillette Co LLC
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine unitäre Klingenstruktur zum Beispiel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 8, der aus dem U.S. Patent US-A-5,018,274 bekannt ist sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Schneidelements. Die vorliegende Erfindung betrifft Sicherheitsrasierer und deren Herstellung, und die vorliegende Erfindung betrifft im Besonderen die Schneidelemente oder Klingen, die in den Klingeneinheiten von Sicherheitsrasierern verwendet werden. Ein Sicherheitsrasierer umfasst allgemein eine Klingeneinheit mit mindestens einer Klinge mit einer Schneidkante, die durch ein Handstück, an dem die Klinge angebracht ist, über die Oberfläche der zu rasierenden Haut geführt wird. Die Klingeneinheit kann trennbar bzw. lösbar an dem Handstück angebracht werden, so dass die Klingeneinheit durch eine neue bzw. unbenutzte Klingeneinheit ersetzt werden kann, wenn die Schärfe der Klingeneinheit auf ein nicht mehr zufriedenstellendes Maß abgenommen hat, wobei die Klingeneinheit aber auch dauerhaft an dem Handstück angebracht werden kann, in der Absicht, dass der gesamte Rasierer entsorgt werden soll, wenn die Klinge oder die Klingen stumpf geworden sind. Trennbare und austauschbare Klingeneinheiten werden für gewöhnlich als Rasiererköpfe oder Rasiererkassetten bezeichnet. Die Rasurleistung einer Klingeneinheit eines Rasierers ist nicht nur von der Schärfe der Klinge(n) abhängig, sondern auch von der Anordnung der Klinge(n) im Verhältnis zu anderen Teilen der Klingeneinheit, welche während der Rasur im Normalfall die Haut berühren. Moderne Klingeneinheit von Rasierern weisen allgemein aus Stahlstreifen hergestellte Klingen auf, und wobei die Herstellung dieser Klingen mehrere Schritte umfassen kann, von denen viele die Schneid- bzw. Rasurleistung der fertig gestellten Klinge beeinflussen. Zu diesen Fertigungsschritten können das Kantenschleifen, das Polieren der Kante, das Beschichten der Kanten, das Schärfen der Kanten sowie die Befestigung eines Klingenträgers zählen. Die Klingen werden mit anderen Komponenten einer Klingeneinheit zusammengesetzt und für gewöhnlich in einem rechteckigen Rahmen oder Gehäuse angebracht, der bzw. das zudem Schutz- und Kappenelemente trägt, welche die Haut vor und hinter der bzw. den Klinge(n) berührt. Die Klinge oder jede Klinge muss während dem Montageverfahren präzise positioniert werden, um die gewünschte „Rasurgeometrie" zu erzeugen, d.h. die präzise Position der Schneide der Klinge im Verhältnis zu den Hautberührungselementen unmittelbar vor und hinter sowie der Winkelausrichtung der Klinge, welche die Klingenneigung zu der Hautoberfläche während der Rasur bestimmt. Moderne Fertigungstechniken ermöglichen zwar die Automatisierung der Klingenfertigung und der Montage der Klingeneinheiten, wobei hiermit jedoch festgestellt wird, dass es sich bei dem Gesamtprozess der Klingenherstellung um ein kompliziertes Verfahren handelt, das die Ausführung zahlreicher Operationen sowie deren Umsetzung innerhalb sehr enger Toleranzgrenzen erforderlich macht. Es gab Versuche, eine Verbesserung gegenüber Klingen aus Edelstahl dadurch zu realisieren, indem die Schneidelemente aus einem keramischen Kristallmaterial hergestellt werden, d.h. aus Saphir, wobei die Entwicklung einer für kommerzielle Zwecke geeigneten Alternative zu Stahlklingen jedoch durch aufgetretene technische Schwierigkeiten bislang verhindert wurde.
  • Die vorliegende Erfindung basiert auf der Realisierung, dass in einer Technologie, die mit dem Rasieren nicht verwandt ist, eingesetzte Techniken bei der Herstellung von Schneidelementen von Rasierklingen eingesetzt werden können, und wobei dies die Produktion von Klingeneinheiten für Sicherheitsrasierer sowie die Realisierung einer letztendlichen Rasurgeometrie, welche von der Position und der Ausrichtung der Klinge bzw. Klingen abhängig ist, deutlich vereinfachen kann.
  • Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft die vorliegende Erfindung im weiteren Sinne ein Schneidelement in oder für eine Klingeneinheit eines Sicherheitsrasierers, wobei das Schneidelement eine scharfe Schneidkante aufweist und integral mit Trägerelementen aus einem Einkristallmaterial ausgebildet ist.
  • Vorgesehen ist gemäß der vorliegenden Erfindung im Besonderen eine unitäre Klingenstruktur in einer oder für eine Klingeneinheit eines Sicherheitsrasierers, wobei die Klingenstruktur folgendes umfasst: ein Schneidelement mit einer scharfen Schneidkante, Trägerelemente zum Anbringen und Positionieren des Schneidelements in der Klingeneinheit, und ein vor der Schneidkante angeordnetes Element zur Bestimmung der Rasurparameter der Schneidkante, wobei das genannte Schneidelement, die Trägerelemente und ein weiteres Element alle integral aus einem Einkristallmaterial gebildet sind.
  • Das integrale Schutzelement kann einen so genannten „Anschlag" oder Gegenhalter in der montierten Klingeneinheit bilden und somit den letzten Teil der Klingeneinheit zur Berührung der Haut darstellen, bevor diese auf die Schneidkante der folgenden Klinge trifft, wobei das Schutzelement danach dazu dient, zumindest dazu beizutragen, dass bestimmte Parameter der Rasurgeometrie festgelegt werden, im Besonderen die Spannweite und die Exposition der folgenden Klinge, und wobei dies ab dem Zeitpunkt der Fertigung der Klingenstruktur gilt, so dass Montagetoleranzen weniger kritisch werden als bei Fertigungsverfahren herkömmlicher Klingeneinheiten.
  • Eine weitere Möglichkeit ist es, dass die Klingenstruktur ein integrales Element aufweist, das sich hinter dem Schneidelement oder den Schneidelementen befindet, um zumindest einen Teil einer Kappen- bzw. Abdeckungsstruktur in der montierten bzw. zusammengesetzten Klingeneinheit zu bilden.
  • Bei dem einkristallinen Keramikwerkstoff handelt es sich vorzugsweise um Silizium. Techniken für die Herstellung von Wafern bzw. Scheiben aus Siliziumkristall und zur Formgebung für diese Scheiben wurden in der Elektronikindustrie entwickelt und werden für die Herstellung von integrierten Schaltungen verwendet. Während ferner die Möglichkeit zur Formgebung einer Siliziumscheibe zur Erzeugung einer Schneidkante erkannt wird, war es bislang nicht nur unbekannt, dass auf diese Weise Rasierklingen hergestellt werden können, vielmehr können auf diese Weise auch ganz erhebliche andere Vorteile realisiert werden in Bezug auf die Vereinfachung Fertigung von Rasierklingeneinheiten insgesamt. Einkristall-Silizium (SCS als englische Abkürzung von Single Crystal Silicon) weist eine Reihe von vorteilhaften bzw. nützlichen Eigenschaften auf, die das Material zu einer reizvollen Alternative zu Stahl für die Fertigung von Rasierklingen machen. Das Material weist einen Stahl ähnlichen Elastizitätsmodul auf, obgleich seine Stärke bzw. Festigkeit von der Fehlerkonzentration innerhalb der Kristallstruktur abhängig ist. Fehlende Korngrenzen und Einschlüsse in Einkristall-Silizium der Qualität für integrierte Schaltungen bedeuten, dass es sich bei den größten potenziellen Fehlerquellen um Oberflächenmängel bzw. Oberflächenfehler handelt. Aus diesem Grund muss bei der Bearbeitung von Halbleiterscheiben bzw. Scheiben aus SCS darauf geachtet werden, das Risiko für die Erzeugung derartiger Fehler so gering wie möglich zu halten. SCS kann nicht-mechanisch auf Toleranzen in Bezug auf die Abmessungen von einer Genauigkeit von mehr als einem Mikrometer bearbeitet werden, wobei dies als „Mikro-Materialbearbeitung" bezeichnet werden kann, und zwar durch Ätzverfahren, und wobei es sich bei den Fehlern bzw. Mängeln nach der Bearbeitung größtenteils um Ätzgruben handelt, und wobei es dies möglich machen sollte, dass eine Stahl ähnliche Festigkeit von SCS in dem fertig gestellten bzw. geformten Rasierklingenprodukt aus SCS erreicht werden kann. Zu den bekannten Ätztechniken zählen Nassätzen unter Verwendung von Chemikalien wie etwa Kaliumhydroxid und Trockenätzen, z.B. Plasmaätzen und reaktives Ionenätzen, und wobei es sich gezeigt hat, dass durch diese Techniken ein umfassendes Spektrum an Formen aus SCS erzeugt werden kann. Bei der Durchführung des Ätzverfahrens kann isotropes und anisotropes Ätzen verwendet werden. In jedem Fall wird eine Maske eingesetzt, um die Form oder das Muster zu erzeugen, das durch das Ätzverfahren erzeugt werden soll, wobei die Maske an sich durch bekannte fotolithografische Techniken auf die Oberfläche des SCS aufgetragen wird. Beim isotropen Ätzen erfolgt das Entfernen des Materials in alle Richtungen mit der gleichen Geschwindigkeit, wobei dies jedoch so geregelt werden kann, dass eine Fläche erzeugt wird, die im Wesentlichen senkrecht zu der der Ätzbehandlung ausgesetzten Oberfläche ist, während das anisotrope Ätzen die charakteristische Eigenschaft des kristallinen Materials nutzt, dass Material in durch die kristalline Struktur bestimmte Richtungen entfernt werden kann. In SCS werden die {111} krystallografischen Ebenen am langsamsten geätzt, so dass für den Fall, dass ein Einkristall in der Richtung <001> geätzt wird, die Ebenen {111} auf einem Winkel von 54,7° zu der Oberfläche verbleiben sollten. Diese Tatsache kann in vorteilhafter Weise bei der Formgestaltung von Schneidelementen von Rasierklingen und deren Schneidkanten gemäß der vorliegenden Erfindung genutzt werden.
  • Während das chemische Nassätzen den Vorteil aufweist, verhältnismäßig preisgünstig und schnell zu sein, umfasst der Umfang der vorliegenden Erfindung auch Klingenstrukturen aus einem Einkristall-Keramikwerkstoff, der durch Trockenätzverfahren gebildet wird, welche das kristalline Material durch Ionenbeschuss entfernen. Letztere Option bietet größere Freiheiten bei der Gestaltung, wobei Trockenätzverfahren jedoch schwieriger regelbar sind und den Einsatz komplexerer und somit auch teurerer Ausrüstungen erfordern. Natürlich können Klingenstrukturen auch unter Verwendung einer Kombination aus Nass- und Trockenätzverfahren hergestellt werden, und wobei auch isotropes und/oder anisotropes Ätzen eingesetzt werden kann.
  • In Bezug auf die vorstehenden Ausführungen wird gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Schneidelements einer Klingeneinheit eines Sicherheitsrasierers gemäß dem gegenständlichen Anspruch 1 vorgesehen.
  • Wie dies bereits vorstehend im Text beschrieben worden ist, kann es sich bei dem Ätzverfahren um Nassätzen und/oder Trockenätzen sowie um isotropes und/oder anisotropes Ätzen handeln. Das Ätzverfahren kann ferner zuverlässig Trägerelemente erzeugen, die integral mit dem Schneidelement sind, und es kann das Schneidelement in Verbindung mit einer Klingeneinheit für einen Sicherheitsrasierer positionieren.
  • Es hat sich gezeigt, dass die Schneidkanten durch das Ätzverfahren mit einem Spitzenradius erzeugt werden können, der dem Spitzenradius herkömmlicher Stahlklingen sehr ähnlich ist, die zurzeit auf dem Markt angeboten werden, wobei es sich jedoch auch herausstellen kann, dass sich andere Spitzenradien besser für die gemäß der vorliegenden Erfindung erzeugten Schneidelemente eignen. Von dem Ätzverfahren kann zwar eine scharfe und angemessen harte Kante erwartet werden, wobei bei Bedarf aber auch eine Beschichtung oder ein Überzug aus einem harten Material, wie etwa Bornitrid, amorphem Diamant oder diamantartigem Kohlenstoff, wie diese per se bekannt sind, auf die aus dem monokristallinen Material gebildete Schneidkante aufgetragen werden kann. Darüber hinaus und ebenfalls wie per se bekannt, kann ein Überzug aus PTFE auf die Schneidkante aufgetragen werden, unabhängig davon, ob ein harter Überzug aufgetragen worden ist oder nicht.
  • Es wird bevorzugt, dass mehrere unitäre Klingenstrukturen gemäß der vorliegenden Erfindung gleichzeitig aus einer Scheibe eines monokristallinen Materials hergestellt werden, wobei die fertig gestellten einzelnen Klingenstrukturen danach getrennt werden, um sie zu entsprechenden Klingeneinheiten zusammenzusetzen.
  • Obgleich gemäß den vorstehenden Ausführungen Einkristall-Silizium ein besonders geeigneter und zurzeit bevorzugter monorkristalliner Keramikwerkstoff ist, der für die Ausführung der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden kann, gibt es auch weitere kovalent gebondete Einkristalle, die gemäß der vorliegenden Erfindung zur Herstellung von Rasierklingenstrukturen verwendet werden können.
  • Die Fähigkeit, bestimmte Abmessungsparameter der Rasurgeometrie der fertigen Rasierklingeneinheit zum Zeitpunkt der Herstellung der Klinge und deren Schneidkante präzise bestimmen zu können, stellt einen potenziell revolutionären Durchbruch in der Fertigung von Rasierklingeneinheiten dar und wurde vorher noch nicht als Möglichkeit in Erwägung gezogen. Die Erfindung eröffnet ferner weitere Entwicklungsmöglichkeiten, die bislang unbekannt gewesen sind, wie etwa Fertigungstechniken für integrierte Schaltungen zur in situ Gestaltung mit Klinge von elektronischen Komponenten wie etwa Sensoren und/oder Stellgliedern, die zur Regelung von Einstellungen bzw. Anpassungen in der Klingeneinheit verwendet werden können.
  • Zur Erleichterung eines klaren Verständnisses der vorliegenden Erfindung ist nachstehend ein Ausführungsbeispiel näher in Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 eine Perspektivansicht einer Hälfte eines Klingeneinheitsgehäuses im Aufriss, wobei es sich bei der nicht abgebildeten Hälfte im Wesentlichen um ein Spiegelbild der Abbildung handelt;
  • 2 eine Perspektivansicht einer Hälfte einer unitären Klingenstruktur gemäß der vorliegenden Erfindung zur Anbringung in der Gehäuseeinheit aus 1, wobei die nicht abgebildete Hälfte der Klingeneinheit in der Abbildung im Wesentlichen ein Spiegelbild des abgebildeten Teils darstellt;
  • 3 einen Querschnitt durch die Klingenstruktur aus der Abbildung aus 2;
  • 4 eine Querschnittsansicht durch eine weitere unitäre Klingenstruktur mit einem anderen Schneidkantenprofil;
  • 5 eine der Abbildung aus 3 ähnliche teilweise Perspektivansicht, die eine modifizierte unitäre Klingenstruktur veranschaulicht, die sich zur Verwendung in dem Gehäuse der Klingeneinheit aus 1 eignet;
  • 6 eine teilweise Draufsicht der unitären Klingenstruktur aus 5;
  • 7 eine der Abbildung aus 3 ähnliche teilweise Perspektivansicht einer weiteren unitären Klingenstruktur, die sich ebenfalls zur Verwendung in Verbindung mit dem Gehäuse der Klingeneinheit aus 1 eignet; und
  • 8 eine Isometrie einer zusammengesetzten Kassette, welche die unitäre Klingenstruktur aus den Abbildungen der 5 und 6 aufweist.
  • Die Abbildung aus 1 veranschaulicht eine Rahmen- oder Gehäuseeinheit 1 für eine Klingeneinheit eines Sicherheitsrasierers, wobei diese einen allgemein rechteckigen geformten Kunststoffrahmen 2 mit räumlich getrennten Schutz- und Abdeckungselementen 3, 4 aufweist, die durch die Rahmenenden 5 miteinander verbunden sind. Ein Streifen aus einem elastomeren Material 6 wird an dem Schutzelement 3 getragen, und ein die Rasur unterstützendes Material, wie etwa ein Gleitstreifen 7, wird von dem Abdeckungselement 4 getragen. Gemäß der Abbildung ist der elastomere Streifen 6 mit aufwärts gerichteten parallelen Finnen versehen, wobei jedoch auch eine andere Art der Konfiguration möglich ist, wie dies im Fach allgemein bekannt ist. Die Rahmeneinheit 1 definiert eine Öffnung, in welcher eine oder mehrere Klingen angebracht werden, so dass sie während der Rasur die Haut zwischen dem Schutzelement und der Kappe berührt. Wie dies bereits vorstehend im Text beschrieben worden ist, weist die Gehäuseeinheit der Klingeneinheit eine bereits bekannte Konstruktion auf. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine unitäre Klingenstruktur 10, die aus einem monokristallinen Keramikwerkstoff besteht, im Besonderen Einkristall-Silizium, gemäß den Abbildungen der 2 und 3, in dem Rahmen der Klingeneinheit angebracht. Die Klingenstruktur 10 weist drei parallele Schneidelemente oder Klingen 11, 12, 13 auf, die an ihren Enden durch Trägerelemente 14 miteinander verbunden sind, welche mit den Rahmenenden 5 eingreifen können, um die Klingen 11, 12, 13 in dem Rahmen der Klingeneinheit anzubringen und zu positionieren. Die unitäre Klingenstruktur weist ferner ein Schutzelement bzw. einen Anschlag 15 auf, das bzw. der in der zusammengesetzten Klingeneinheit parallel zu den Klingen ist und zwischen der ersten Klinge 11 und dem Schutzelement 3 des Rahmens liegt, so dass das Schutzelement 15 die Spannweite und die Exposition der ersten Klinge 11 bestimmt. In dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel weist die Klingenstruktur 10 zusätzlich transversale intermediäre Elemente 16 auf, welche die Klingen und das Schutzelement miteinander verbinden, um für die Klingen eine zusätzliche Stützfunktion vorzusehen und/oder um die Haut unmittelbar vor den Klingenschneiden zu regeln, sollte dies gewünscht werden. Diese transversalen bzw. Querelemente 16 sind entlang den Klingen einheitlich mit Zwischenabständen angeordnet, so dass die Klingenstruktur insgesamt eine allgemein rechteckige form aufweist, obgleich sich die transversalen Elemente 16 nicht senkrecht zu den Klingenkanten erstrecken, aufgrund der Ausrichtung der Kristallebenen in der SCS-Scheibe, aus welcher die Klingenstruktur gebildet wird. Die Klingen sind nach vorne und nach oben geneigt und weisen an ihren oberen vordersten Enden scharfe Schneidkanten 18, 19, 20 auf. Die Positionen der Schneidkanten werden während dem Verfahren der Fertigung der unitären Klingenstruktur präzise bestimmt. Wie dies in dem Ausführungsbeispiel aus 3 dargestellt ist, entspricht die Tiefe der Klingenstruktur 10 etwa 0,4 mm, wobei sie aus einer einzelnen Scheibe aus SCS mit dieser Dicke hergestellt wird, wobei die Mindestbreite w des Schutzelements 15 0,3 mm entspricht, wobei die Spannweite S1 der ersten Klinge 11 0,8 mm ist, und wobei die Spannweiten S2 und S3 jeder der zweiten und dritten Klingen 12, 13 1,5 mm entspricht. Jede Klinge weist eine Dicke t von 0,075 mm auf und ist in einem Winkel von 36° zu der oberen Ebene der Klingenstruktur 10 geneigt. Andere Abmessungen sind natürlich möglich und können sich auch als wünschenswert erweisen. Die Klingenstruktur wird hergestellt, indem eine Scheibe aus SCS maskiert und geätzt wird, wobei die Klingen zumindest durch ein anisotropes Ätzverfahren erzeugt werden. In Bezug auf eine in die Richtung <110> der Kristallstruktur gewachsene Scheibe werden die Platten zur Bereitstellung der Klingen durch Mikro-Maschinenbearbeitung in einem Winkel von 36° zu der Scheibenoberfläche erzeugt, und sie werden mit scharfen oberen, vorderen Kanten ausgebildet. Unter Verwendung einer <110> Scheibe, die einen ausrichtungsbezogenen Versatz von 16° aufweist, wird es jedoch möglich, die Klingen mit der Neigung von 20° auszubilden, wie dies in der Abbildung aus 4 dargestellt ist. Ferner können an den Schneidkanten durch weiteres Trockenätzen Facetten 22 vorgesehen werden. Somit kann ein gewünschter Rasurwinkel der Klingen 11, 12, 13 mit hoher Präzision erreicht werden, in Verbindung mit anderen wünschenswerten Abmessungsparametern, die zu der Rasurgeometrie beitragen, und zwar als direkte Folge des für die Erzeugung der unitären Klingenstruktur 10 verwendeten Verfahrens der Mikro-Maschinenbearbeitung. Ferner kann die Rasurgeometrie der fertigen Klingeneinheit in Bezug auf die Genauigkeit der Montage der Klingenstruktur 10 innerhalb des Rahmens 1 verhältnismäßig unempfindlich sein, zumindest im Vergleich zu herkömmlichen Konstruktionen von Klingeneinheiten.
  • Wie dies bereits vorstehend im Text beschrieben worden ist, gelten die Schneidelemente 11, 12, 13 als gereckt und sich im Wesentlichen ununterbrochen im Wesentlichen über die gesamte Länge der unitären Klingenstruktur erstreckend. Gleichermaßen zweckmäßig ist es jedoch, wenn die transversalen bzw. Querelemente 16 die Kontinuität der Schneidkanten unterbrechen, so dass jeder Klingenabschnitt 11A, 11B ... 12A, 12B ... 13A, 13B etc. sich zwischen den Querelementen befindet, die durch die intermediären Elemente 16 gebildet werden, und wobei die Endträgerelemente 14 ein eindeutiges Schneidelement bilden, so dass die unitäre Klingenstruktur eine große Anzahl derartiger Schneidelemente aufweist, mit Schneidkanten mit kurzer Länge im Vergleich zu der Länge der Klingeneinheit und verteilt in die Längsrichtung der unitären Klingenstruktur sowie in deren Richtung von vorne nach hinten. In dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel der Abbildungen der 2 und 3 sind die Schneidelemente 11A, 12A, 13A; 11B, 12B, 13B ... etc., die jeweils hintereinander angeordnet sind, allgemein in die Richtung von vorne nach hinten ausgerichtet, obgleich sie einen leichten Versatz aufweisen, aufgrund der nicht senkrechten Ausrichtung der Elemente 16 im Verhältnis zu den Klingenkanten. Gemäß dem modifizierten Ausführungsbeispiel aus den Abbildungen der 5 und 6 sind die entsprechenden Schneidelemente 11A, 12A, 13A; 11B, 12B, 13B in die Längsrichtung der Klingenstruktur gestapelt, was dahingehend vorteilhaft sein kann, dass die Querelemente 16 nicht ausgerichtet sind, das heißt, die Zwischenverbindungselemente 16, die sich von jedem der Schneidelemente nach vorne erstrecken, entlang dem Element von den Verbindungselementen von dort nach hinten versetzt werden, und als Folge dessen ist eine höhere Gewissheit bzw. Sicherheit gegeben, dass ein von einem Hautstück vorstehendes Haar, das über das Zwischenverbindungselement 16 rutscht, das zwischen den Schneidelementen, wie zum Beispiel 11A und 11B angeordnet ist, in Berührung mit der Schneidkante des folgenden Schneidelements 12B gelangt und durch dieses abgeschnitten wird. Somit wird die Möglichkeit reduziert, dass Haare über die unitäre Klingenstruktur verlaufen, ohne durch diese abgeschnitten zu werden. Die unitäre Klingenstruktur aus 7 weist in ähnlicher Weise gestapelte Klingenelemente und Zwischenverbindungselemente 16 auf, wobei die Schneidelemente in diesem Ausführungsbeispiele jedoch in einem kleinen Winkel geneigt sind, wie z.B. von weniger als 10° und im Besonderen von etwa 4° zu der Längsrichtung der Klingenstruktur, wobei dies dabei unterstützend wirken kann, die Gefahr zu verringern, dass die Haut geschnitten wird, sollte die Rasierklingeneinheit während der Rasur seitwärts bewegt werden. Die unitären Klingenstrukturen aus den Abbildungen der 5 bis 7 weisen jeweils 33 Schneidelemente 11A, 11B ..., 12A, 12B ..., 13A, 13B ... auf, wobei jedoch auch eine größere oder kleinere Anzahl vorgesehen werden kann, wenn dies gewünscht wird. Die Abbildung aus 8 zeigt eine montierte Rasiererkassette bzw. einen zusammengesetzten Rasiererkopf mit einer unitären Klingenstruktur 10 gemäß den Abbildungen aus den 5 und 6, zusammengesetzt mit einem Gehäuse 1 einer Klingeneinheit der Art, wie dies vorstehend in Bezug auf die Abbildung aus 1 beschrieben worden ist. Die Klingeneinheitstruktur wird durch Klammern 8 in dem Gehäuse gehalten, wobei die Klammern angrenzend an das Ende 5 um den Gehäuserahmen 2 greifen und mit den Endträgerelementen 14 der Klingenstruktur eingreifen.
  • Selbstverständlich sind zahlreiche Modifikationen möglich, ohne dabei von den Grundsätzen der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Obgleich dies nicht in dem vorstehend beschriebenen besonderen Ausführungsbeispiel vorgesehen ist, kann die unitäre Klingenstruktur zum Beispiel ein Kappenelement aufweisen, das dem Schutzelement entsprechen kann, das sich hinter der dritten Klinge 12 befindet, und mit einer Zwischenverbindung mit den Trägerelementen 14 sowie möglicherweise mit den intermediären Elementen 16.

Claims (8)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Schneidelements für eine Klingeneinheit eines Sicherheitsrasierers, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: das Bereitstellen einer Scheibe eines Einkristallmaterials mit einer Oberfläche, die in einer vorbestimmten Ebene der kristallographischen Struktur liegt; das selektive Entfernen von Kristallmaterial an der Oberfläche unter Verwendung eines Ätzverfahrens, so dass ein planares Schneidelement gebildet wird, das in einem spitzen Winkel zu der Oberflächenebene geneigt ist und im Wesentlichen an der Oberflächenebene eine scharfe Kante aufweist; und das Ausbilden eines Schutzelements (15) aus der Scheibe des Einkristallmaterials durch das Ätzverfahren, wobei das genannte Schutzelement (15) im Wesentlichen parallel zu der Schneidkante und vor dieser räumlich getrennt angeordnet und durch Zwischenverbindungselemente (16) integral mit dem Schneidelement (11) verbunden ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Ätzverfahren anisotropes, chemisches Nassätzen umfasst.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Ätzverfahren Trockenätzen umfasst.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei während dem Ätzverfahren eine Mehrzahl planarer Schneidelemente gebildet wird, die in einem spitzen Winkel zu der Oberflächenebene geneigt sind und eine scharfe Kante im Wesentlichen an der Oberflächenebene aufweisen.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Mehrzahl planarer Schneidelemente drei planare Schneidelemente umfasst.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei es sich bei dem Einkristallmaterial um Silizium handelt.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Ätzverfahren isotropes Ätzen umfasst.
  8. Unitäre Klingenstruktur in einer oder für eine Klingeneinheit eines Sicherheitsrasierers, wobei die Klingenstruktur folgendes umfasst: ein Schneidelement mit einer scharfen Schneidkante (18), ein Schutzelement (15), das vor der Schneidkante (18) angeordnet ist und sich parallel zu dieser erstreckt, Trägerelemente (16), die an entgegengesetzten Enden des Schneidelements angeordnet sind und das Schutzelement mit dem Schneidelement verbinden, um das Schneidelement in der Klingeneinheit anzubringen und zu positionieren, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Schneidelement, die Trägerelemente und das Schutzelement alle integral aus einem Einkristallmaterial gebildet sind.
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