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GEBIET DER ERFINDUNG
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung bei der Herstellung
einer Arzneimittel- oder Lebensmittelzusammensetzung zur Prävention
oder Behandlung der Demenz aus einem Hydroxyzimtsäure-Derivat
der Formel I, Decursinol, einem pharmazeutisch verträglichen
Salz davon oder einem Extrakt einer Pflanze der Gattung Angelicae,
enthaltend das gleiche:
worin
R
1 für H oder
CH
3 steht, und
R
2 für -CH=CHCOOH
steht.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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In
den letzten Jahren gibt es eine ständig zunehmende Anzahl alter
Menschen die von seniler Demenz, wie z. B. der Alzheimer-Krankheit,
betroffen sind.
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Es
wurde berichtet, dass eine Akkumulation von β-Amyloid (Aβ1-42)
im Gehirn Neurotoxizität
hervorruft, die eine der Ursachen der Alzheimer-Krankheit konstituiert
(Selkoe, Annu. Rev. Neurosci., 17, 489–517 (1994)). Demgemäß wurden
zahlreiche Bemühungen
zur Entwicklung eines Arzneimittels zur Prävention oder Behandlung der
Alzheimer-Krankheit mittels Abschirmung der Hirnzellen vor der Toxizität von β-Amyloid
unternommen. Es wurde jedoch kein wirksames Arzneimittel entwickelt.
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US
5,621,009, US 3,068,148, US 4,865,847, JP 63-255222 und US 5,466,452
offenbaren verschiedene medizinische Anwendungen von Kaffeesäure, Ferulsäure, Isoferulsäure, Chlorogensäure, Decursinol
und Pflanzenextrakten der Gattung Angelicae.
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JP
04-210643 offenbart die Fähigkeit
verschiedener Phenolverbindungen, die Biosynthese des Nervenwachstumsfaktors
zu stimulieren.
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Diese
Erfinder haben sich um die Entwicklung eines Arzneimittels gegen
Demenz bemüht
und haben unerwartet gefunden, dass ein Extrakt von Angelica gigas
Nakai, der in Korea zur Behandlung von Erkrankungen des Herzens,
der Leber und der Milz angewendet wurde, eine hohe Aktivität bei der
Prävention
oder Behandlung der Demenz aufweist.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Gegenstand
der Erfindung ist demzufolge die Bereitstellung einer pharmazeutischen
Zusammensetzung zur Prävention
oder Behandlung der Demenz.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist weiter die Bereitstellung einer Nahrungsmittelzusammensetzung
zur Prävention
oder Behandlung der Demenz.
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Gemäß einem
erfindungsgemäßen Aspekt wird
eine Verwendung bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Prävention
oder Behandlung der Demenz aus einem Hydroxyzimtsäure-Derivat
der Formel I oder einem pharmazeutisch zulässigen Salz davon bereitgestellt:
worin
R
1 für H oder
CH
3 steht, und
R
2 für -CH=CHCOOH
steht.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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Die
vorstehenden und anderen erfindungsgemäßen Gegenstände und Merkmale werden aus der
folgenden Beschreibung der Erfindung erkannt werden, wenn sie im
Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen genommen wird, die
Folgendes zeigen:
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1A und 1B:
HPLC-Chromatogramme, die die Anwesenheit von Decursinol und Ferulsäure in einem
Extrakt von Angelica gigas Nakai bestätigen;
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2: die Ergebnisse von passiven Vermeidungstests,
die unter Einsatz von Mäusen,
denen ein Extrakt von Angelica gigas Nakai verabreicht wurde, durch Änderung
der Menge des Extrakts (2A) und
der Verabreichungsdauer (2B) durchgeführt wurden;
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3: die Ergebnisse von passiven Vermeidungstests,
die unter Einsatz von Mäusen,
denen Ferulsäure
verabreicht wurde, durch Änderung
der Ferulsäuremenge
(3A) und der Verabreichungsdauer (3B)
durchgeführt
wurden;
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4A und 4B:
das alternierende Verhalten (%) bzw. die Anzahl der Eintritte in
die Arme, die in Y-Labyrinthtests unter Einsatz von Mäusen, denen
Ferulsäure
verabreicht wurde, durch Änderung der
Verabreichungsdauer beobachtet wurden;
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5:
die Ergebnisse von passiven Vermeidungstests, die unter Einsatz
von Mäusen,
denen Ferulsäure
oder Isoferulsäure
verabreicht wurde, durchgeführt
wurden;
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6a bis 6c:
die Ergebnisse von passiven Vermeidungstests, das alternierende
Verhalten (%) bzw. die Anzahl der Eintritte in die Arme, die in unter
Einsatz von Mäusen
unter verschiedenen Decursinolmengen durchgeführten Y-Labyrinthtests beobachtet
wurden;
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7a und 7b:
Synergismus zwischen Ferulsäure
und Decursinol, der in passiven Vermeidungtests beobachtet wurde,
die unter Einsatz von Mäusen,
denen Ferulsäure
und Decursinol verabreicht wurde, durchgeführt wurden;
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8a bis 8f:
Mikrographien von der immunhistochemischen Färbung von OX-42 im piriformen
Kortex und der Amygdala einer Maus, die 1 Tag nach der Verabreichung
von β-Amyloid
(1-42) aufgenommen wurden;
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9a bis 9c:
Mikrographien von der immunhistochemischen Färbung von Cholinacetyltransferase
(ChAT) im Nucleus septalis einer Maus, die 5 Tage nach der Verabreichung
von β-Amyloid (1-42)
aufgenommen wurden;
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10:
die Inhibitionswirkung von Ferulsäure auf den β-Amyloid(1-42)-induzierten
Austritt von Lactodehydrogenase (LDH) aus der primären kortikalen
Kultur von der Maus.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Verwendung
bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Prävention oder Behandlung der
Demenz aus einem Hydroxyzimtsäure-Derivat der Formel
I oder einem pharmazeutisch verträglichen Salz davon:
worin
R
1 für H oder
CH
3 steht, und
R
2 für -CH=CHCOOH
steht.
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Ein
beispielhaftes Hydroxyzimtsäure-Derivat der
Formel I schließt
Ferulsäure
und Kaffeinsäure ein.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist weiter die Bereitstellung einer Verwendung
bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Prävention oder Behandlung der
Demenz aus Decursinol oder einem pharmazeutisch verträglichen
Salz davon.
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Die
Ferulsäure
und Decursinol können
aus einer Pflanze der Gattung Angelicae gemäß dem in „Methods in New Drugs Development
from Traditional Medicinal Materials" (veröffentlicht vom Seoul National
University Natural Products Research Institute, Korea) beschriebenen
Verfahren isoliert oder gemäß dem im
Merck Index beschriebenen Verfahren synthetisiert werden. Ferulsäure ist
weiter im Handel erhältlich,
und andere Hydroxyzimtsäure-Derivate
können
aus Ferulsäure
durch ein einfaches im Stand der Technik bekanntes Verfahren hergestellt werden.
Sie können
außerdem
in verschiedene Typen von pharmazeutisch verträglichen Salzen, wie zum Beispiel
in anorganische Salze, wie zum Beispiel Natrium-, Kalium-, Magnesium-
und Calciumsalze, und in organische Salze, die sich unter Verwendung
von Angelikasäure,
Lysin, Ethanolamin, N,N'-Dibenzylethylendiamin
oder α-Tocopherol
herleiten oder Estern („Oryzanol"), die sich unter
Verwendung von Triterpenalkohol oder Pflanzensterolen, wie z.B.
Cycloartenol, herleiten, gemäß den im Stand
der Technik bekannten üblichen
Verfahren umgewandelt werden.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist weiter auch die Bereitstellung einer
Verwendung bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Prävention oder
Behandlung der Demenz aus einem Extrakt einer Pflanze der Gattung
Angelicae, enthaltend ein Hydroxyzimtsäure-Derivat der Formel I wie
nach Anspruch 1 definiert oder Decursinol. Beispiele der Pflanze
der Gattung Angelicae, die erfindungsgemäß nützlich sind, schließen Angelica
gigas Nakai, Angelica acutiloba Kitagawa und Angelica sinensis Diels ein.
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Der
Extrakt zur erfindungsgemäßen Verwendung
kann mittels jedwedes der üblichen
Verfahren unter Verwendung geeigneter Lösungsmittel, wie zum Beispiel
Alkoholen, hergestellt werden. So wird zum Beispiel ein niederer
Alkohol, wie zum Beispiel Methanol oder Ethanol, bevorzugt 80% Methanol, der
Wurzel einer Pflanze der Gattung Angelicae zugefügt, und das Gemisch wird bei
einer Temperatur im Bereich von 15 bis 80°C, bevorzugt 30 bis 55°C für eine Zeitdauer
im Bereich von 15 Minuten bis 48 Stunden, bevorzugt 30 Minuten bis
12 Stunden, zum Erhalt eines Extrakts stehen lassen. Der sich ergebende
Extrakt umfasst Ferulsärue
und Decursinol in Mengen im Bereich von 0,01 bis 0,9 Gew.-% und
0,1 bzw. 10 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Extrakts. Der
Extrakt kann weiter auch durch Einsatz eines organischen Lösungsmittels,
wie z. B. Aceton, Chloroform und Methylenchlorid hergestellt werden
und kann durch Trocknen unter reduziertem Druck zu einem Pulver
verarbeitet werden.
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Das
Hydroxyzimtsäure-Derivat
der Formel I, Decursinol, oder ein Extrakt aus einer Pflanze der Gattung
Angelicae, enthaltend das gleiche, übt eine präventive oder therapeutische
Wirkung auf die Demenz in einem Mausmodell der Alzheimer-Krankheit aus:
Die Verabreichung der Zusammensetzung ist bei der Prävention
oder Behandlung der durch Injektion induzierten Gedächtnisbeeinträchtigung
einer Maus, die durch Verabreichung von β-Amyloid (1-42) direkt in den
Hirnventrikel der Maus etabliert wurde, wirksam.
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Die
Ergebnisse der immunhistochemischen Färbung zur Untersuchung der
durch Injektion von β-Amyloid
(1-42) in den Hirnventrikel induzierten histologischen Veränderungen
einer Kontrollmaus zeigen, dass OX-42, ein Mikroglia-Marker, im
Hirnkortex vorübergehend
gesteigert wird und dann wieder in den Normalbereich zurückkehrt.
Weiter wurde auch beobachtet, dass der Spiegel der Cholinacetyltransferase
(ChAT), ein Acetylcholin synthetisierendes Enzym, bei Verabreichung
von β-Amyloid
(1-42) absinkt.
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Im
Gegensatz dazu ist bei einer Maus, der zuvor das Hydroxyzimtsäure-Derivat
Formel 1, Decursinol, oder ein Extrakt einer Pflanze der Gattung Angelicae
vor der Verabreichung von β-Amyloid (1-42)
verabreicht wurde, der OX-42-Spiegel im Vergleich zur Kontrolle
viel niedriger. Die mit der Kontrolle beobachtete Abnahme der ChAT-Konzentration wird
weiter in der Maus, der die erfindungsgemäße Zusammensetzung verabreicht
wurde, nicht beobachtet.
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Das
Hydroxyzimtsäure-Derivat
der Formel I, Decursinol, oder ein Extrakt einer Pflanze der Gattung
Angelicae verhindert oder behandelt die Demenz folglich durch den
Schutz der Hirngewebe mittels Suppression der Aktivität der Mikroglia,
die bei der Induktion von Neurotoxizität durch β-Amyloid (1-42) und durch Prävention
der Reduktion von ChAT durch β-Amyloid
(1-42) eine wichtige Rolle spielt.
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Trotz
ihrer potenten Wirksamkeiten zeigen das Hydroxyzimtsäure-Derivat
der Formel I, Decursinol, und ein Extrakt einer Pflanze der Gattung
Angelicae darüber
hinaus in den Toxizitätstests
unter Verwendung von Ratten wenig Toxizität und üben keine unerwünschten
Wirkungen auf die Leberfunktion aus.
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Eine
pharmazeutische Zusammensetzung zur Prävention oder Behandlung der
Demenz kann durch Mischen des Hydroxyzimtsäure-Derivats der Formel I,
Decusinol, oder eines Extrakts einer Pflanze der Gattung Angelicae
mit einem pharmazeutisch verträglichen
Hilfsstoff oder Träger
oder durch ihr Verdünnen
mit einem pharmazeutisch verträglichen Verdünnungsmittel
gemäß einem
der üblichen
Verfahren hergestellt werden. Beispiele geeigneter Träger, Hilfsstoffe
und Verdünnungsmittel
stellen Lactose, Dextrose, Saccharose, Sorbitol, Mannitol, Xylitol, Erythritol,
Maltitol, Stärken,
Akaziengummi, Alginate, Gelatine, Calciumphosphat, Calciumsilikat,
Cellulose, Methylcellulose, mikrokristalline Cellulose, Polyvinylpyrrolidon,
Wasser, Methylhydroxybenzoate, Propylhydroxybenzoate, Talcum, Magnesiumstearat und
Mineralöl
dar. Die Formulierungen können
zusätzlich
Füllstoffe,
Antiagglutinationsmittel, Gleitmittel, Benetzungsmittel, Geschmacksstoffe,
Emulgatoren, Konservierungsstoffe und dergleichen einschließen. Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können dergestalt
formuliert werden, um eine schnelle, hinhaltende oder verzögerte Wirkstofffreigabe nach
ihrer Verabreichung an einen Säuger
durch Einsatz von jedwedem der im Stand der Technik überall bekannten
Verfahren bereitzustellen. Die Formulierungen können folglich in der Form einer
Tablette, einer Pille, eines Pulvers, eines Sachets, eines Elixirs, einer
Suspension, einer Emulsion, einer Lösung, eines Sirups, eines Aerosols,
Weich- und Hartgelatinekapseln, einer sterilen injizierbaren Lösung, eines sterilen,
verpackten Pulvers und dergleichen vorliegen.
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Die
erfindungsgemäße pharmazeutische
Zusammensetzung kann über
verschiedene Routen, einschließlich
mittels oraler, transdermaler, subkutaner, intravenöser und
intramuskulärer
Gabe verabreicht werden. Typische Tagesdosen des Hydroxyzimtsäure-Derivats
der Formel I, Decursinol, und eines Extrakts einer Pflanze der Gattung
Angelicae können
im Bereich von ca. 0,5 bis 50 mg/kg Körpergewicht, 0,3 bis 30 mg/kg
Körpergewicht
bzw. 5 bis 500 mg/kg Körpergewicht
liegen, und sie können
in einer Einzeldosis oder in aufgeteilten Dosen verabreicht werden.
Es sollte jedoch zur Kenntnis genommen werden, dass die Menge des
tatsächlich
verabreichten Wirkstoffs angesichts der verschiedenen relevanten
Faktoren, einschließlich
der gewählten
Verabreichungsroute, des Alters, Geschlechts und Körpergewichts
des individuellen Patienten und des Schweregrads der bei dem Patienten
vorhandenen Symptome bestimmt werden sollte; und deshalb sollte
die vorstehende Dosis in keiner Weise als Absicht der Einschränkung des
Rahmens der Erfindung verstanden werden.
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Das
Hydroxyzimtsäure-Derivat
der Formel I, Decursinol, oder ein Extrakt einer Pflanze der Gattung
Angelicae kann andererseits in Nahrungsmitteln als ein Zusatzstoff
oder eine Ernährungsergänzung zum
Zweck der Prävention
oder Behandlung der Demenz inkorporiert werden. Demzufolge wird
erfindungsgemäß auch die
Verwendung bei der Herstellung einer Nahrungsmittelzusammensetzung
zur Prävention
oder Behandlung der Demenz aus dem Hydroxyzimtsäure-Derivat der Formel I, Decursinol, oder
einem Extrakt einer Pflanze der Gattung Angelicae, enthaltend dasselbe,
bereitgestellt. Die Nahrungsmittel können verschiedene Nährstoffe;
Getränke;
Gummis; Tees; Vitamin-Komplexe; und Gesundheitsnahrungsmittel einschließen.
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Um
die Nahrungsmittel mit präventiver
oder therapeutischer Aktivität
auf die Demenz herzustellen, können
das Hydroxyzimtsäure-Derivat
der Formel I, Decursinol, oder ein Extrakt einer Pflanze der Gattung
Angelicae während
der Zubereitung der Nahrungsmittel den Rohmaterialien beigemischt oder
den gekochten Nahrungsmitteln zugefügt werden. In diesem Fall kann
der Gehalt des Hydroxyzimtsäure-Derivats
der Formel I, Decursinol, und eines Extrakts einer Pflanze der Gattung Angelicae
in einem Nahrungsmittel im Bereich von 0,05 bis 10 Gew.-%, 0,05
bis 10 Gew.-% bzw. 1 bis 40 Gew.-% liegen.
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Die
folgenden Beispiele sind zur weiteren erfindungsgemäßen Erläuterung
ohne Einschränkung ihres
Rahmens beabsichtigt.
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Die
nachstehend angegebenen prozentualen Anteile für Feststoffe im Feststoffgemisch,
Flüssigkeit
in Flüssigkeit,
und Feststoff in Flüssigkeit
erfolgen weiter auf einer w/w-, v/v- bzw. G/V-Basis, und alle Reaktionen
wurden, sofern nicht anderweitig spezifisch angegeben, bei Raumtemperatur
durchgeführt.
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BEZUGSBEISPIEL 1: INJEKTION
IN DEN HIRNVENTRIKEL
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Die
Verabreichung von β-Amyloid
(1-42) an eine Maus wurde gemäß dem von
Laursen und Belknap (J. Pharmacol. Methods, 16, 355–357 (1986)) beschriebenen
Verfahren durchgeführt.
Es wurden spezifisch 5 μl
phosphatgepufferte Kochsalzlösung, enthaltend
1,85 μg β-Amyloid
(1-42), in eine 50 μl
fassende Hamilton-Spritze, die mit einer 26-Gauge-Kanüle versehen
war, gegeben, und die Kanülenspitze wurde
in das Bregma der Maus inseriert, worauf die Lösung aus β-Amyloid (1-42) dort hinein
verabreicht wurde. Jede Maus in einer Kontrollgruppe erhielt die gleiche
Menge an β-Amyloid
(42-1) anstelle von β-Amyloid
(1-42). Nach der Verabreichung wurde an den Tagen 1–2 ein passiver
Vermeidungstest (Tag 1: Training, Tag 2: Test) und ein Y-Labyrinthtest
an den Tagen 3–4
(Tag: 3: Training, Tag 4: Test) durchgeführt.
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BEZUGSBEISPIEL 2: PASSIVER
VERMEIDUNGSTEST
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Zur
Untersuchung der Lern- und der Merkfähigkeit einer Maus wurde ein
passiver Vermeidungstest gemäß dem von
Song et al. in J. Neurochem., 71, 875–878 (1998) beschriebenen Verfahren
wie folgt durchgeführt.
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Zur
passiven Vermeidung wurde ein mit einem hellen Raum und einem dunklen
Raum ausgestatteter Kasten hergestellt, wobei der Boden des dunklen
Raumes zur Abgabe eines Stromschlags an ein Versuchstier bestimmt
war. Zuerst wurde die Maus in den hellen Raum gesetzt und erhielt
bei Betreten des dunklen Raum einen 1 sec dauernden Stromschlag
von 0,25 mA. Vierundzwanzig Stunden nach dem Training wurde die
Maus wieder in den hellen Raum gesetzt, und die Zeit, die sie bis
zum Betreten des dunklen Raums brauchte, wurde als die passive Vermeidungszeit
gemessen. Die maximale Zeit wurde auf 300 sec eingestellt, d. h.
falls die Maus länger
als 300 sec. bis zum Betreten des dunklen Raumes brauchte, wurde
bestimmt, dass die passive Vermeidungszeit 300 sec. betrug.
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BEZUGSBEISPIEL 3: Y-LABYRINTHTEST
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Das
spontane alternierende Verhalten einer Maus wurde anhand eines Y-Labyrinthtests
gemäß dem in
von Starter et al., Psychopharmacology, 94, 491–495 (1998) beschriebenen Verfahren
wie folgt untersucht.
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Das
Y-Labyrinth bestand aus drei Y-förmigen Armen.
Eine Testmaus wurde in einen der Arme dergestalt gesetzt, dass sie
dem Ende des Arms zugekehrt war und sich 8 Stunden frei durch die
drei Arme bewegen durfte. Die Anzahl an Alternationen wurde mittels
Zählen
bestimmt, wie viele Male die Maus konsekutiv die drei Arme durchlief.
Es wurde das spontane alternierende Verhalten als der prozentuale Anteil
der Anzahl der Alternationen bezogen auf die Gesamtzahl der Eintritte
in die Arme bestimmt.
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BEISPIEL 1: HERSTELLUNG
EINES EXTRAKTS AUS EINER PFLANZE DER GATTUNG ANGELICAE
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2
Liter 80%iges Methanol wurden 1 kg zerkleinerter Wurzel von Angelica
gigas Nakai zugefügt, und
das Gemisch wurde zum Erhalt eines Extrakts 2 Stunden bei 40°C erhitzt.
Das Extraktionsverfahren wurde zweimal wiederholt. Die Extraktlösung wurde kombiniert,
und das Methanol und die Feuchtigkeit wurden durch Einsatz eines
Rückfluss-Kondensators bei
reduziertem Druck daraus verdampft. Danach wurde der sich ergebende
Extrakt zum Erhalt von 290 g des Extrakts von Angelica gigas Nakai
bei reduziertem Druck gründlich
getrocknet. Die HPLC-Analysen gaben zu erkennen, dass der Extrakt
Decursinol und Ferulsäure
in Mengen von 0,5 Gew.-% bzw. 0,07 Gew.-% enthielt (1A und 1B),
wobei die HPLC-Analysen unter den folgenden Bedingungen durchgeführt wurden:
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Decursinol
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Säule: Si60
(7 μm, 250
mm × 4
mm); Lösungsmittel:
n-Hexan: EtOAC = 1: 1; Fließrate:
1,0 ml/min; Detektor: UV 340 nm.
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Ferulsäure
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Säule: RP-18
(7 μm, 250
mm × 4
mm); Lösungsmittel:
MeOH: Wasser = 1: 3,5; Fließrate:
1,0 ml/min; Detektor: UV 258 nm.
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Das
vorstehende Verfahren wurde zum Erhalt von Extrakten aus Angelica
acutiloba Kitagawa und Angelica sinensis Diels wiederholt, und es
wurde mittels der HPLC-Analyse bestätigt, dass die sich ergebenden
Extrakte auch Ferulsäure
und Decursinol enthielten.
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BEISPIEL 2: WIRKUNG DES
EXTRAKTS VON ANGELICA GIGAS NAKAI AUF DIE PRÄVENTION VON DEMENZ
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Vierzig
jeweils 20 bis 25 g wiegende, 4 bis 5 Wochen alte Mäuse wurden
in vier gleich große Gruppen
aufgeteilt. Der in Beispiel 1 hergestellte Extrakt von Angelica
gigas Nakai wurde in Wasser auf Konzentrationen von 0,08% (G/V)
bzw. 0,1% (G/V) aufgelöst
und den Mäusen
von zwei Gruppen wurden 4 Wochen lang die sich ergebenden Lösungen anstelle
von Wasser in einer Tagesdosis von 8 ml der Lösung/Maus angeboten. Den Mäusen der
anderen beiden Gruppen wurde 4 Wochen lang normales Trinkwasser
bereitgestellt. Danach wurde den Mäusen von einer der beiden normalen
Trinkwassergruppen 1,85 μg β-Amyloid
(42-1) in ihren Hirnventrikel („Kontrollgruppe") und den Mäusen der
verbleibenden drei Gruppen, wie in Bezugsbeispiel 1, β-Amyloid (1-42)
(Aβ1-42) verabreicht. Dann wurde wie in Bezugsbeispiel
2 für jede
Mäusegruppe
ein passiver Vermeidungstest durchgeführt und für jede Gruppe wurde für die erhaltenen
Daten der Durchschnitt ermittelt.
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Wie
in 2A ersichtlich ist, war die Reaktionszeit für die passive
Vermeidung für
die Gruppe, der im Vergleich zur Kontrollgruppe nur β-Amyloid (1-42)
verabreicht wurde, signifikant geringer. Weitgehend verbesserte
Reaktionszeiten für
das passive Verhalten wurden jedoch bei den Gruppen beobachtet,
denen im Vergleich zur Gruppe unter β-Amyloid (1-42) 0,08% (G/V)
bzw. 0,1% (G/V) des Extraktes von Angelica gigas Nakai verabreicht
wurde.
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Das
gleiche Verfahren wie vorstehend wurde mittels Variation der Verabreichungszeit
von 0,1% (G/V) des Extrakts von Angelica gigas Nakai von 1 auf 2
auf 4 Wochen wiederholt. Das Ergebnis in 2B zeigt,
dass eine Verbesserung der Reaktionszeit für die passive Vermeidung evident
wird, wenn die Verabreichung des Extrakts von Angelica gigas Nakai
2 Wochen oder länger
fortgesetzt wird.
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BEISPIEL 3: WIRKUNG DER
FERULSÄURE
AUF DIE PRÄVENTION
VON DEMENZ
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Es
wurde die Wirkung von Ferulsäure,
einer Komponente des Extrakts von Angelica gigas Nakai, auf die
Prävention
von Demenz wie folgt untersucht.
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Fünfzig jeweils
20 bis 25 g wiegende, 4 bis 5 Wochen alte Mäuse wurden in fünf gleich
große Gruppen
aufgeteilt. Ferulsäure
wurde in Wasser auf Konzentrationen von 0,002% (G/V), 0,004% (G/V) bzw.
0,006% (G/V) aufgelöst,
und den Mäusen
von drei Gruppen wurden 4 Wochen lang anstelle von Wasser die sich
ergebenden Lösungen
in einer Tagesdosis von 8 ml der Lösung/Maus bereitgestellt. Den
Mäusen
der anderen beiden Gruppen wurde 4 Wochen lang normales Trinkwasser
angeboten. Danach wurde den Mäusen
von einer der beiden normalen Trinkwassergruppen 1,85 μg β-Amyloid
(42-1) in ihren Hirnventrikel („Kontrollgruppe) und den Mäusen von
den verbleibenden vier Gruppen, wie in Bezugsbeispiel 1, β-Amyloid
(1-42) (Aβ1-42) verabreicht. Dann wurde wie in Bezugsbeispiel
2 für jede
Gruppe mit Mäusen
ein passiver Vermeidungstest durchgeführt und für jede Gruppe wurde für die erhaltenen Daten
der Durchschnitt ermittelt.
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Wie
in 3A ersichtlich ist, war die Reaktionszeit für die passive
Vermeidung im Vergleich zur Kontrollgruppe für die Gruppe, der nur β-Amyloid (1-42)
verabreicht wurde, signifikant geringer. Die Abnahme der Reaktionszeit
für die
passive Vermeidung der Gruppen, denen 4 Wochen lang als Präventivmaßnahme Ferulsäure verabreicht
wurde, wurde jedoch dosisabhängig
verhindert.
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In
der Zwischenzeit wurde das vorstehende Verfahren durch Variieren
der Verabreichungszeit von 0,006% (G/V) Ferulsäure unter 1, 2, 3 und 4 Wochen
wiederholt. Aus dem Ergebnis in 3B ist
ersichtlich, dass die Reaktionszeit für die passive Vermeidung in
Abhängigkeit
von der Verabreichungszeit zunehmend länger wird.
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Es
wurden weiter Y-Labyrinthtests durchgeführt, wobei die vorstehend vorbereiteten
Mäuse,
wie in Bezugsbeispiel 3, eingesetzt wurden. Das Ergebnis in 4A zeigt,
dass im Vergleich zur Gruppe, der nur β-Amyloid (1-42) verabreicht
wurde, das alternierende Verhalten (%) der Gruppen, denen Ferulsäure verabreicht
wurde, höher
war und in Proportion zur Verabreichungszeit zunahm. Wie jedoch
in 4B ersichtlich ist, ist die Anzahl der Eintritte
in die Arme, welche ein Maß der
spontanen Bewegung darstellen, für
alle Gruppen nahezu gleich. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass
Ferulsäure
eher einen therapeutischen Einfluss auf das Gedächtnis als auf die Bewegung
ausübt.
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Passive
Vermeidungstests wurden auch wie vorstehend unter Verwendung von
Mäusen
durchgeführt,
denen 4 Wochen lang 0,006% (G-V) Ferulsäure oder Isoferulsäure verabreicht
wurde. Aus dem Ergebnis in 5 ist ersichtlich,
dass die Reaktionszeit für
das passive Vermeiden für
die Isoferulsäure-Gruppe
mit der der Ferulsäure-Gruppe
vergleichbar war, was darauf hinweist, dass Isoferulsäure bei der
Prävention
der Demenz genauso wirksam wie Ferulsäure ist.
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BEISPIEL 4: WIRKUNG VON
DECURSINOL AUF DIE PRÄVENTION
VON DEMENZ
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Es
wurde die Wirkung von Decursinol, einer Komponente des Extrakts
von Angelica gigas Nakai, auf die Prävention der Demenz wie folgt
untersucht.
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Vierzig
jeweils 20 bis 25 g wiegende, 4 bis 5 Wochen alte Mäuse wurden
in vier gleich große Gruppen
aufgeteilt. Decursinol wurde in Maisöl aufgelöst, mit einem Mausfutter gemischt,
und den Mäusen
von zwei Gruppen wurde 4 Wochen lang das sich ergebende Futter in
einer Tagesdosis von 7,5 mg Decursinol/kg oder 15 mg Decursinol/kg
angeboten. Den Mäusen
der anderen beiden Gruppen wurde 4 Wochen normales Mausfutter, enthaltend
eine gleiche Menge Maisöl
wie vorstehend bereitgestellt. Danach wurde den Mäusen von
einer der beiden normalen Futtergruppen 1,85 μg β-Amyloid (42-1) („Kontrollgruppe") in ihren Hirnventrikel
und den Mäusen der übrigen drei
Gruppen β-Amyloid
(1-42) (Aβ1-42), wie in Bezugsbeispiel 1, verabreicht.
Dann wurde für jede
Mäusegruppe,
wie in den Bezugsbeispielen 2 bzw. 3, ein passiver Vermeidungstest
und ein Y-Labyrinthtest durchgeführt,
und für
die erhaltenen Daten wurde für
jede Gruppe der Durchschnitt ermittelt.
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Wie
in 6A ersichtlich ist, wurde die Abnahme der Reaktionszeit
für die
passive Vermeidung aufgrund der Verabreichung von β-Amyloid
(1-42) in den Gruppen, denen Decursinol präventiv verabreicht wurde, verhindert.
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6B und 6C zeigen,
dass im Vergleich zu der Gruppe, der nur β-Amyloid (1-42) verabreicht
wurde, das alternierende Verhalten (%) der Gruppen unter Decursinol
höher war
und dosisabhängig
zunahm. Die Anzahl der Eintritte in die Arme, die ein Maß der spontanen
Bewegung darstellen, ist für
alle Gruppen jedoch nahezu gleich. Diese Ergebnisse wiesen darauf
hin, dass Decursinol eher einen therapeutischen Einfluss auf das
Gedächtnis
als auf die Bewegung ausübt.
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Zur
Bestätigung
des Synergismus zwischen Ferulsäure
und Decursinol wurde ein passiver Vermeidungstest, wie in Bezugsbeispiel
2, unter Verwendung von Mäusen,
denen 0,002% (G/V) Ferulsäure,
2 mg/kg Decursinol oder ein Gemisch davon wie vorstehend verabreicht
wurde, durchgeführt.
Ein passiver Vermeidungstest wurde weiter auch unter Verwendung
von Mäusen,
denen 0,003% (G/V) Ferulsäure,
3 mg/kg Decursinol oder ein Gemisch davon verabreicht wurde, durchgeführt. In
den beiden Experimenten wurde eine Gruppe von Mäusen, der 0,006% (G/V) Ferulsäure verabreicht
wurde, als eine Vergleichsgruppe eingesetzt.
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Die
Ergebnisse in 7A und 7B zeigen,
dass ein Gemisch aus Ferulsäure
und Decursinol, wobei jeweils jedes von ihnen in einer geringen Menge
keine Demenz-präventive
Wirkung aufweist, eine signifikante Präventivwirkung erkennen lässt. Anhand
dieses Ergebnisses kann der Synergismus zwischen Ferulsäure und
Decursinol nachgewiesen werden.
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BEISPIEL 5: UNTERSUCHUNG
DER AKTIVITÄT VON
FERULSÄURE
BEIM SCHUTZ DER HIRNZELLEN
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(1) Immunhistochemische
Färbung
von OX-42 einen Tag nach der Verabreichung von β-Amyloid
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20
bis 25 g wiegende, 4 bis 5 Wochen alte Mäuse wurden in drei Gruppen
aufgeteilt. Die Ferulsäure
wurde in Wasser auf eine Konzentration von 0,006% (G/V) aufgelöst und den
Mäusen
von einer Gruppe wurde 4 Wochen lang die sich ergebende Lösung anstelle
von Wasser angeboten. Den Mäusen der
anderen beiden Gruppen wurde 4 Wochen lang normales Trinkwasser
bereitgestellt. Danach wurde den Mäusen von einer der beiden normalen
Trinkwassergruppen 1,85 μg β-Amyloid
(42-1) in ihren Hirnventrikel („Kontrollgruppe") und den Mäusen der beiden übrigen Gruppen β-Amyloid
(1-42) (Aβ1-42), wie in Bezugsbeispiel 1, verabreicht.
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Einen
Tag nach Verabreichung von β-Amyloid
wurden alle Mäuse
mit Natriumpentobarbital anästhesiert
und ihr Abdomen wurde durch Inzision eröffnet. Die Maus wurde mittels
Durchleiten von 4% Paraformaldehyd durch ihren linken Ventrikel
fixiert und ihr Gehirn wurde exzidiert.
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Gemäß dem von
Cho et al. in J. Comp. Neurol., 369: 264–276 (1996) beschriebenen Verfahren wurde
ein Schnitt aus dem exzidierten Gehirn vorbereitet und immunhistochemisch
gefärbt,
um OX-2 im piriformen Kortex und in der Amygdala durch Einsatz eines
Anti-OX-42-Antikörpers
(Halan (Sera-Lab)) in einer Verdünnung
von 1:500 zu färben.
Danach wurde der Schnitt unter dem Mikroskop bei Vergrößerungen
von 200 bzw. 400 betrachtet.
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Das
Ergebnis ist in 8a bis 8f ersichtlich,
worin die 8a und 8c bei
einer Vergrößerung von
200 und die 8d bis 8f bei
einer Vergrößerung von
400 aufgenommen wurden. Im Vergleich zur Kontrollgruppe (8a und 8d)
wurde erhöhtes
OX-42 bei der Gruppe beobachtet, der nur β-Amyloid (1-42) (8b und 8e)
verabreicht wurde, während
OX-42 in der Gruppe, die Ferulsäure,
gefolgt von β-Amyloid
(1-42) erhielt, viel weniger ausgeprägt war (8c und 8f).
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(2) Immunhistochemische
Färbung
von ChAT 5 Tage nach Verabreichung von β-Amyloid
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Drei
Gruppen mit Mäusen
wurde Ferulsäure und/oder β-Amyloid
gemäß dem Verfahren
von (1) verabreicht. 5 Tage nach Verabreichung von β-Amyloid
wurde die immunhistochemische Färbung
gemäß dem Verfahren
von (1) durchgeführt,
außer
dass Anticholinacetyltransferase-Antikörper (Anti-ChAT-Antikörper; Chemicon)
zum Färben
von ChAT, einem Enzym für
die Acetylcholinsynthese, in einer Verdünnung von 1: 750 in den Nucleus
septalis, in dem Acetylcholin-Neuronen verteilt sind, eingesetzt
wurde.
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Das
Ergebnis ist in 9a bis 9c ersichtlich.
Im Vergleich zur Kontrollgruppe (9a) wurde
vermindertes ChAT in der Gruppe beobachtet, der nur β-Amyloid
(1-42) verabreicht wurde (9b), während die
Abnahme in der Gruppe, die Ferulsäure, gefolgt von β-Amyloid
(1-42) erhielt, unterdrückt
wurde (9c).
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BEISPIEL 6: WIRKUNG VON
FERULSÄURE
BEI DER INHIBITION DER NEURONENSCHÄDIGUNG
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Gemäß dem Verfahren
von Wie et al., (Neurosci. Lett., 225: 93–96 (1997)) wurde aus den Zellen der
Hirnkortex einer Maus Glia kultiviert, und Neuronen vom Cerebrum
der Maus wurden durch Einsetzen der Glia als ein Substrat kultiviert.
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Die
Kultur von den Hirnneuronen der Maus wurde in drei Gruppen aufgeteilt.
Neuronen der einen Gruppe erhielten keine Behandlung (Kontrollgruppe). Neuronen
der anderen beiden Gruppen wurden mit 25 μM β-Amyloid (1-42) behandelt und
eine dieser beiden Gruppen wurde 30 Minuten vor Verabreichung von β-Amyloid
(1-42) mit 100 μM
Ferulsäure behandelt.
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Der
Schädigungsgrad
der Neuronen wurde durch Messen der Konzentration der Lactatdehydrogenase
(LDH), die aus den geschädigten
und aufgeschlossenen Neuronen in das Kulturmedium freigesetzt wurde,
gemäß dem Verfahren
von Wie et al., bestimmt. Proben des Kulturmediums wurden 24 bzw.
48 Stunden nach Verabreichung von β-Amyloid (1-42) entnommen, und
ihre LDH-Konzentration wurde mit einem Mikroplatten-Reader gemessen.
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Wie
in 10 im Vergleich mit der Kontrollgruppe gezeigt,
ist die LDH-Konzentration für
die Gruppe, der β-Amyloid
(1-42) verabreicht wurde, signifikant höher, während bei der Gruppe, die Ferulsäure, gefolgt
von β-Amyloid
(1-42) erhielt, eine viel niedrigere LDH-Konzentration beobachtet
wurde. Dieses Ergebnis weist darauf hin, dass Ferulsäure die
durch β-Amyloid
(1-42) verursachte Schädigung
der Neuronen inhibiert.
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BEISPIEL 7: TOXIZITÄT DES EXTRAKTS
VON ANGELICA GIGAS NAKAI
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Vierzig
(20 männliche
und 20 weibliche) 4 Wochen alte Sprague-Dawley-Ratten wurden eine Woche
unter Temperaturbedingungen von 22 ± 3°C, einer relativen Feuchte von
50 ± 10%
und einer Beleuchtungsintensität
von 150–300
Lux gezüchtet.
Die Ratten wurden in vier Gruppen aufgeteilt, wobei jede aus 5 männlichen
und 5 weiblichen Ratten bestand.
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Der
in Beispiel 1 hergestellte Extrakt von Angelica gigas Nakai wurde
in Maisöl
aufgelöst
und den Ratten von vier Gruppen in Dosen von 300, 1 000, 3 000 bzw.
10 000 mg/kg verabreicht. Der Extrakt wurde einmal verabreicht und
die Ratten wurden 7 Tage auf Anzeichen einer unerwünschten
Wirkung oder Tod beobachtet. Die Ratten wurden weiter am Tag 7 getötet und
die inneren Organe wurden visuell untersucht. Die Gewichtsänderungen
der Ratten wurden zur Untersuchung der Wirkung des Extrakts von
Angelica gigas Nakai jeden Tag aufgezeichnet.
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Das
Ergebnis ließ erkennen,
dass der LD50 des Extrakts von Angelica
gigas Nakai für
männliche Ratten
bei 3 722 mg/kg und für
weibliche Ratten bei 2 804 mg/kg liegt. Die Autopsie zeigte, dass
die Ratten bei einer Dosis von 1 000 mg/kg oder weniger keine pathologische
Abnormalität
entwickelten. Es wurde während
der 7-tägigen
Testdauer im Fall von Ratten, denen der Extrakt in einer Dosis von
1 000 mg/kg oder weniger verabreicht wurde, weiter kein Gewichtsverlust
beobachtet.
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FORMULIERUNGSBEISPIEL
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100
mg des in Beispiel 1 hergestellten Extrakts von Angelica gigas Nakai,
45 mg Milchcalcium, 122 mg mikrokristalline Cellulose, 15 mg Isoflavon, 2,5
mg Ginkgo-Extrakt, 2 mg Extrakt von Zizyphus jujuba, 0,25 mg Vitamin
B1, 0,3 mg Vitamin B2,
0,0025 mg Vitamin D3 und 2,5 mg Magnesiumstearat
wurden gründlich
gemischt und in eine Hartgelatinekapsel zur Herstellung einer Hartgelatinekapsel-Formulierung gefüllt.
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Während die
Erfindung in Bezug auf die vorstehenden spezifischen Ausführungsformen
beschrieben wurde, sollte erkannt werden, dass vom Fachmann verschiedene
erfindungsgemäße Modifikationen
und Änderungen
vorgenommen werden können,
die auch in den wie durch die anhängenden Ansprüche definierten
Rahmen der Erfindung fallen.