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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft neuartige Verfahren und Vorrichtungen
zum Herstellen und Behandeln von Elastomer-Kompositen sowie neuartige
Elastomer-Kompositen, erhältlich
durch die Anwendung der genannten Verfahren und Vorrichtungen. Insbesondere
betrifft die Erfindung Verfahren und Vorrichtungen mit kontinuierlichem
Strom zum Herstellen und Behandeln eines Elastomer-Masterbatches
aus einem in Elastomer fein dispergiertem partikulärem Füllstoff,
wie zum Beispiel Elastomer-Kompositen aus in Naturkautschuk fein
dispergiertem, partikulärem
Carbon-Black-Füllstoff,
sowie Kautschukmaterialien und Erzeugnisse, die aus den genannten
Masterbatch-Mischungen gebildet werden.
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Hintergrund
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Zahlreiche
Erzeugnisse von wirtschaftlicher Bedeutung werden aus elastomeren
Mischungen gebildet, wobei partikulärer Füllstoff in beliebigen verschiedener
synthetischer Elastomere, Naturkautschuk oder Elastomer-Mischungen
dispergiert wird. Carbon-Black wird zum Beispiel verbreitet als
Verstärkungsmittel
in Naturkautschuk und in anderen Elastomeren eingesetzt. Es ist übliche Praxis,
einen Masterbatch herzustellen, das heißt mit Carbon-Black oder anderen
Füllstoffen
koaguliertes Elastomer, das wahlweise verschiedene Additive, wie
zum Beispiel Extenderöl,
enthält.
Der Carbon-Black-Masterbatch
kann mit verschiedenen Qualitäten von
Carbon-Black hergestellt werden, das heißt mit Carbon-Blacks, die sich
in ihrem spezifischen Flächengewicht
und in ihrer „Struktur" unterscheiden.
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Zwar
kann ein breiter Bereich von Leistungsmerkmalen unter Nutzung der
gegenwärtig
verfügbaren Materialien
und Herstellungsverfahren erzielt werden, jedoch besteht in der
Industrie seit langem ein Bedarf an der Entwicklung von elastomeren
Mischungen, die verbesserte Eigenschaften aufweisen, und an der
Senkung der Kosten und der Reduzierung der Komplexität der gegenwärtigen Herstellungsverfahren.
Insbesondere ist zum Beispiel bekannt, dass die Makrodispersionsebene,
das heißt
die Einheitlichkeit der Dispersion des Carbon-Blacks oder anderer
Füllstoffe
in dem Elastomer, die Leistungsmerkmale signifikant verbessern kann.
Bei elastomeren Mischungen, die durch gründliches Mischen des Carbon-Blacks
oder anderer Füllstoffe mit
Naturkautschuk oder einem anderen Elastomer (zum Beispiel in einem
Banbury-Mischer oder ähnlichem) hergestellt
werden, erfordert eine Erhöhung
der Makrodispersion längeres
und intensiveres Mischen, was die Nachteile erhöhter Energiekosten, verlängerter
Herstellungszeit und ähnliche
Probleme nach sich zieht. Bei Carbon-Black-Füllstoffen mit bestimmten Flächengewichts-
und Strukturmerkmalen ist Dispersion über einen bestimmten Grad hinaus
bei Anwendung bekannter Mischvorrichtungen und Mischverfahren nicht
möglich
gewesen bzw. nicht wirtschaftlich durchführbar gewesen. Zusätzlich führt ein
solches verlängertes
oder intensiveres Mischen zu einem Abbau des Naturkautschuks oder
anderer Elastomere durch Verringerung ihres Molekulargewichtes,
wodurch die fertige elastomere Mischung für bestimmte Anwendungen unerwünscht wird.
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Zusätzlich zu
Trockenmischverfahren ist die kontinuierliche Zuführung einer
Schlämme
aus Elastomer-Latex und Carbon-Black zu einem Rührwerks-Koagulations-behälter bekannt.
Solche „Nassverfahren" werden häufig mit
synthetischem Elastomer, wie zum Beispiel Styren-ßutadien-Kautschuk
(SBK), verwendet. Der Koagulationsbehälter enthält ein Koagulationsmittel,
wie zum Beispiel eine Salzlösung
oder eine wässrige Säurelösung, üblicherweise
mit einem pH-Wert von etwa 2,5 bis 4. Die Schlämme aus Latex und Carbon-Black wird
gemischt und danach in dem Koagulationsbehälter in kleine Perlen (üblicherweise
mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern), die auch als Nasskrume
bezeichnet werden, koaguliert. Der Ablauf aus Krume und Säure (oder
Salzlösung)
wird abgeschieden, üblicherweise
mittels eines Vibiationsmittelsiebes oder ähnlichem. Die Krume wird danach
in einen zweiten Rührkessel
geschüttet,
wo sie gewaschen wird, um einen neutralen oder fast neutralen pH-Wert
zu erzielen. Danach durchläuft
die Krume zusätzliche
Rüttelsieb-
und Trocknungsschritte und ähnliches.
Variationen dieses Verfahrens sind für die Koagulation von natürlichen
und synthetischen Elastomeren vorgeschlagen worden. In dem auf Hagopian
et al erteilten US-Patent 4,029,633, das wie die vorliegende Erfindung
an die Cabot Corporation abgetreten worden ist, wird ein kontinuierliches
Verfahren für
die Herstellung von Elastomer-Masterbatch
beschrieben. Eine wässrige
Schlämme
aus Carbon-Black wird zubereitet und mit einem natürlichen
oder einem synthetischen Elastomer-Latex vermischt. Dieses Gemisch
durchläuft
einen sogenannten Aufrahmungsvorgang, bei dem wahlweise beliebige
verschiedener Aufrahmungsmittel verwendet werden. Nach dem Aufrahmen
des Carbon-Black/Latex-Gemisches durchläuft dieses einen Koagulationsschritt.
Insbesondere wird das aufgerahmte Carbon-Black/Latex-Gemisch als
einzelner kohärenter
Strom in den Kern eines Stromes aus Koagulationsbad eingeleitet.
Der dichte Strom aus aufgerahmtem Carbon-Black/Latex-Gemisch wird
durch den Strom aus Koagulationsbad vor der Koagulation abgeschert
und versprüht,
wonach er einer geeigneten Reaktionszone zugeführt wird, wo die Koagulation
abgeschlossen wird. Nach diesem Koagulationsschritt ist der Rest
des Verfahrens im Wesentlichen herkömmlich und beinhaltet die Trennung
der Krume von dem Abfallprodukt „Serum" sowie Waschen und Trocknen der Krume.
Ein etwas ähnliches
Verfahren wird in dem auf Heller et al erteilten US-Patent 3,048,559 beschrieben.
Eine wässrige
Schlämme
aus Carbon-Black wird kontinuierlich mit einem Strom aus natürlichem oder
synthetischem Elastomer-Latex vermischt. Die beiden Ströme werden
unter Bedingungen vermischt, bei denen starke hydraulische Turbulenz
und Stoß auftreten.
Wie in dem Fall des oben erwähnten
auf Hagopian et al erteilten Patentes wird der kombinierte Strom
aus Carbon-Black-Schlämme
und Elastomer-Latex danach durch Zugabe einer Säure- oder Salz-Koagulationsmittel-Lösung koaguliert.
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Weitere
Verfahren, bei denen ein kontinuierlicher Strom von im Wesentlichen
koaguliertem Masterbatch, umfassend einen partikulären Füllstoff
und ein Elastomer in einem Koagulum-Reaktor, bereitgestellt wird,
werden in WO-A-9736724 und in WO-A-9916600 offen gelegt. Diese Dokumente
beschreiben zusätzlich die
nachfolgende Zuführung
des Masterbatches zu einem freien Anschluss eines Trocknungsextruders
und den Ablass des Masterbatches aus einer Auslassöffnung des
Trocknungsextruders.
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Da
vor einiger Zeit erkannt worden ist, dass eine gute Dispersion eines
Koagulationsfüllstoffes
wichtig für
das Erreichen einer guten Qualität
und einer gleichbleibenden Produktleistung ist, sind beachtliche
Anstrengungen unternommen worden, um Verfahren für die Bewertung der Dispersionsqualität in Gummi
zu entwickeln. Entwickelte Verfahren sind unter anderem die Cabot
Dispersion Chart und verschiedene Bildanalyseverfahren. Die Dispersionsqualität kann als
der erreichte Mischzustand definiert werden. Eine ideale Dispersion
von Carbon-Black ist der Zustand, bei dem die Carbon-Black-Granalien (oder Pellets)
in Agglomerate zerlegt werden (was durch dispersives Mischen erreicht
wird), die in dem Elastomer gleichmäßig voneinander getrennt sind
(was durch distributives Mischen erreicht wird), wobei die Oberflächen aller
Carbon-Black-Aggregate
vollständig
durch die Gummimatrix benetzt sind (was normalerweise als Einmischen
bezeichnet wird.)
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Die
Makrodispersion von Carbon-Black oder anderen Füllstoffen in unvulkanisiertem
Naturkautschuk oder einem anderen geeigneten Elastomer kann durch
Anwendung von Bildanalyse von geschnittenen Oberflächenproben
bewertet werden. Üblicherweise
werden fünf
bis zehn willkürlich
ausgewählte
optische Abbildungen von der Schnittfläche für die Bildanalyse herangezogen.
Messerspuren und ähnliches
werden unter Verwendung eines numerischen Filterverfahrens vorzugsweise
entfernt. Die Bildanalyse der Schnittfläche liefert somit Informationen
zu der Dispersionsqualität
des Carbon-Blacks in einer Naturkautschukverbindung. Insbesondere
ist der Prozentsatz der spektral unterlegten Fläche D (%) ein Indikator für die Qualität der Makrodispersion
des Carbon-Blacks.
Mit der Abnahme der Makrodispersionsqualität erhöht sich der prozentuale Anteil
der spektral unterlegten Fläche.
Die Dispersionsqualität
kann daher verbessert werden, indem der prozentuale Anteil der spektral
unterlegten Fläche
reduziert wird.
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Ein
handelsübliches
Bildanalysegerät,
wie zum Beispiel das Modell IBAS Compact von der Kontron Elektronik
GmbH (München,
Deutschland) kann zur Messung der Makrodispersion von Carbon-Black
oder anderen Füllstoffen
verwendet werden. Bei quantitativen Makrodispersionsversuchen, wie
sie in der Gummiindustrie üblicherweise
verwendet werden, beträgt
die kritische Abschnittgröße zehn
Mikrometer. Fehler größer als
etwa zehn Mikrometer bestehen üblicherweise
aus spektral unterlegtem Carbon-Black oder anderem Füllstoff
sowie aus Korn oder anderen Verunreinigungen, die sowohl das Aussehen
als auch die Funktionsleistung beeinträchtigen können. Das Messen der Makrodispersion
beinhaltet somit das Messen von Fehlern auf einer Oberfläche (erzeugt
durch Mikrotomierung, Extrudieren oder Schneiden), die größer als
zehn Mikrometer sind, nach der Gesamtfläche der Fehler pro untersuchter
Flächeneinheit
unter Verwendung eines Bildanalyseverfahrens. Die Makrodispersion
D (%) wird wie folgt berechnet:
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Wobei:
Am = untersuchte Gesamtprobenfläche,
Ni
= Anzahl der Fehler mit einer Größe von Di,
Di = Durchmesser
des Kreises, der die gleiche Fläche
hat wie der Fehler (Äquivalenzkreisdurchmesser),
m
= Anzahl der Bilder.
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Es
bestand lange Zeit ein Bedarf in verschiedenen Industriezweigen
nach elastomeren Verbindungen aus partikulärem Füllstoff, der in einem geeigneten
Elastomer dispergiert ist, insbesondere zum Beispiel in Naturkautschuk
dispergiertes Carbon-Black mit verbesserter Makrodispersion. Wie
weiter oben diskutiert, kann eine verbesserte Makrodispersion entsprechend
verbesserte ästhetische
und funktionelle Merkmale bereitstellen. Insbesondere wünschenswert
sind neue elastomere Verbindungen von Carbon-Black in Naturkautschuk, wobei
verbesserte Makrodispersion zusammen mit kontrollierter Mooney-Viskosität, höherem Molekulargewicht
des Naturkautschuks und einer größeren Menge
Bound Rubber erzielt wird.
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Es
ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, den genannten lange
Zeit bestehenden Bedarf ganz oder teilweise zu decken.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Gemäß einem
ersten Aspekt beinhaltet ein Verfahren der Herstellung und Behandlung
von im Wesentlichen koagulierten Masterbatch mit einem partikulärem Füllstoff
und einem Elastomer die Schritte des Herstellens des Masterbatches
in einem Koagulum-Reaktor,
des Zuführens
des Masterbatches zu einer Einlassöffnung eines kontinuierlichen
Compounders, der mehrere Rotoren aufweist, die in einer gestreckten
Verarbeitungskammer axial ausgerichtet sind; des Verarbeitens des
Masterbatches durch die Verarbeitungskammer des kontinuierlichen
Compounders durch kontrollierten Betrieb der Rotoren sowie des Ablassens
des Masterbatches aus einer Auslassöffnung des kontinuierlichen
Compounders. In bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen kann das Verfahren
auch den Schritt des Durchleitens des Masterbatches von der Auslassöffnung des
kontinuierlichen Compounders durch eine offene Mühle und/oder den Schritt des
Compoundierens von zusätzlichem
Material in den Masterbatch in dem kon tinuierlichen Compounder umfassen.
In bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen
kann das zusätzliche
Material aus zusätzlichem
Füllstoff,
zusätzlichem Elastomer,
einem zweiten Masterbatch, Öl
und anderen Additiven ausgewählt
werden. In bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen kontrolliert
der kontinuierliche Compounder die Mooney-Viskosität des Masterbatches.
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Vorzugsweise
wird der in dem Verfahren behandelte Masterbatch durch die Schritte
hergestellt: Zuführen
eines kontinuierlichen Stromes eines ersten Fluids, das Elastomer-Latex enthält, zu einer
Mischzone eines Koagulum-Reaktors, der eine gestreckte Koagulum-Zone
umfasst, die sich von der Mischzone bis zu dem Auslassende erstreckt;
Zuführen
eines kontinuierlichen Stromes eines zweiten Fluids mit einem partikulären Füllstoff
unter Druck zu der Mischzone des Koagulum-Reaktors zwecks Bildung
eines Gemisches mit dem Elastomer-Latex, wobei das Gemisch als kontinuierlicher
Strom zu dem Auslassende durchgeleitet wird und der partikuläre Füllstoff
eine Koagulation des Elastomer-Latex bewirkt, wobei das Vermischen
des ersten Fluids und des zweiten Fluids in der Mischzone ausreichend
energetisch ist, um den Elastomer-Latex mit dem partikulären Füllstoff
vor dem Auslassende im Wesentlichen vollständig zu koagulieren; sowie
Ablassen eines im Wesentlichen kontinuierlichen Stromes von Elastomer-Komposit von dem
Auslassende des Koagulum-Reaktors.
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Die
vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Elastomer-Komposit bereit,
das durch das oben genannte Verfahren erhältlich ist, das heißt durch
Zuführen
eines kontinuierlichen Stromes eines ersten Fluids, das Elastomer-Latex
umfasst, zu einer Mischzone eines Koagulum-Reaktors, der eine gestreckte
Koagulum-Zone definiert, die sich von der Mischzone zu einem Auslassende
erstreckt; durch Zuführen
eines kontinuierlichen Stromes eines zweiten Fluids, das partikulären Füllstoff
umfasst, unter Druck zu der Mischzone des Koagulum-Reaktors zwecks
Bildung eines Gemisches mit dem Elastomer-Latex, wobei das Gemisch
als ein kontinuierlicher Strom zu dem Auslassende geleitet wird,
wobei das Mischen des ersten Fluids und des zweiten Fluids ausreichend
energetisch ist, um den Elastomer-Latex mit dem partikulären Füllstoff
vor dem Auslassende im Wesentlichen vollständig zu koagulieren; durch
Ablassen eines im Wesentlichen kontinuierlichen Stromes von Elastomer-Komposit
von dem Auslassende des Koagulum-Reaktors;
durch Zuführen
des Elastomer-Komposits von dem Auslassende des Koagulum-Reaktors
zu einem kontinuierlichen Compounder mit mehreren parallelen gestreck ten
Rotoren, die in einer gestreckten Verarbeitungskammer axial ausgerichtet
sind; durch Verarbeiten des Masterbatches durch die Verarbeitungskammer
des kontinuierlichen Compounders durch kontrollierten Betrieb der
Rotoren; und durch Ablassen des Masterbatches aus der Auslassöffnung des
kontinuierlichen Compounders.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen
umfasst das Verfahren weiterhin den Schritt der Verarbeitung des
Elastomer-Komposits von der Auslassöffnung des kontinuierlichen
Compounders durch eine offene Mühle.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt hat eine Vorrichtung zur Herstellung von Elastomer-Komposit aus in Elastomer
dispergiertem Füllstoff
einen Koagulum-Reaktor, der eine Mischzone und eine gestreckte Koagulum-Zone
definiert, die sich von der Mischzone zu dem Auslassende erstreckt;
ein Latexzuführmittel,
um Elastomer-Latexfluid kontinuierlich zu der Mischzone zuzuführen; ein
Füllstoffzuführmittel,
um partikuläres
Füllstofffluid
als einen kontinuierlichen Strahl in die Mischzone zuzuführen, um
ein Gemisch mit dem Elastomer-Latexfluid zu bilden, das sich von
der Mischzone zu dem Auslassende der Koagulum-Zone bewegt, wobei die
Entfernung zwischen der Mischzone und dem Auslassende ausreichend
ist, um eine im Wesentlichen vollständige Koagulation des Elastomer-Latex
vor dem Auslassende zu ermöglichen;
sowie einen kontinuierlichen Compounder, der eine Einlassöffnung aufweist,
die mit dem Auslassende der Koagulum-Zone operativ verbunden ist,
um die koagulierte Mischung von Elastomer-Latex und partikulärem Füllstoff
aufzunehmen, eine Auslassöffnung,
eine gestreckte Verarbeitungskammer sowie eine Vielzahl von Rotoren,
die in der Verarbeitungskammer axial ausgerichtet sind. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsbeispielen
hat die Vorrichtung weiterhin Fördermittel
zum Fördern
eines im Wesentlichen kontinuierlichen Stromes von Elastomer-Komposit
von dem Auslassende der Koagulum-Zone zu der Einlassöffnung des
kontinuierlichen Compounders.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen
wird der Masterbatch in einem kontinuierlichen Compounder wie oben
beschrieben unter Zugabe anderer Materialien verarbeitet. Insbesondere
können
die zusätzlichen
Materialien sein: zusätzlicher
Füllstoff;
zusätzliches
Elastomer; zusätzlicher
Masterbatch, der Elastomer-Komposit und Carbon-Black oder anderen Füllstoff umfasst; beliebige
verschiedener bekannter Additive, die in Elastomer-Kompositen verwendet
werden, wie zum Beispiel Antioxidationsmittel, Ozon schutzmittel,
Plastifizierungsmittel, Verarbeitungshilfsmittel (wie zum Beispiel
flüssige
Polymere, Öle
und ähnliches), Harze,
Flammenverzögerungsmittel,
Extenderöle,
Schmiermittel und eine Mischung aus denselben; und ein Vulkanisationssystem,
oder eine Mischung aus denselben.
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Vorzugsweise
umfasst das Verfahren zur Herstellung von Elastomer-Masterbatch
das gleichzeitige Zuführen
eines partikulären
Füllstofffluids
und eines Elastomer-Latexfluids zu einer Mischzone eines Koagulum-Reaktors,
gefolgt von weiterer Verarbeitung in einem Entwässerungsextruder und einem
kontinuierlichen Compounder wie oben beschrieben. Am stärksten vorzugsweise
werden der Koagulum-Reaktor, der Entwässerungsextruder und der kontinuierliche
Compounder zusammen in einer kontinuierlichen Produktionslinie betrieben.
Eine Koagulum-Zone des Koagulum-Reaktors erstreckt sich von der
Mischzone, vorzugsweise in einer steigenden Querschnittsfläche in der
nachgeschalteten Richtung, von einem Einlassende zu einem Abfassende.
Das Elastomer-Latex
kann natürlich
oder synthetisch sein, und der partikuläre Füllstoff umfasst Carbon-Black oder partikulären Füllstoff,
der Koagulation des Latex bewirkt. Das partikuläre Füllstofffluid wird vorzugsweise
als kontinuierlicher schneller Strahl eingespritzten Fluids zu der
Mischzone zugeführt,
wohingegen das Latexfluid mit geringer Geschwindigkeit zugeführt wird.
Die Geschwindigkeit, der Förderstrom
und die Partikelkonzentration des partikulären Füllstofffluids sind ausreichend,
um Mischen mit hoher Scherbeanspruchung mit dem Latexfluid und Strömungsturbulenz
des Gemisches innerhalb wenigstens eines vorgelagerten Abschnittes
der Koagulum-Zone zu bewirken, so dass im Wesentlichen vollständige Koagulation
des Elastomerlatex mit dem partikulären Füllstoff vor dem Auslassende
bewirkt wird. Somit wird im Wesentlichen vollständige Koagulation gemäß den bevorzugten
Ausführungsbeispielen
bewirkt, ohne dass ein Säure-
oder Salz-Koagulationsmittel
eingesetzt werden muss. Der Koagulum-Reaktor wird in der ebenfalls
anhängigen US-Patentanmeldung
Ifd. Nr. 08/823,411 in gemeinschaftlichem Eigentum und in WO-A-9736724
ausführlicher besprochen.
Der Masterbatch von dem Koagulum-Reaktor
wird durch einen Entwässerungsextruder
hindurchgeführt,
um den größten Teil
des Wassers aus dem Masterbatch zu entfernen, und wird danach zu
einer Einlassöffnung
des oben beschriebenen kontinuierlichen Compounders zugeführt, vorzugsweise
in einem kontinuierlichen Strom von dem Koagulum-Reaktor. Der kontinuierliche
Compounder trocknet den Elastomer-Masterbatch, kontrolliert die
Mooney-Viskosität
des Elastomer-Masterbatches und steuert in bestimmten bevorzugten
Ausführungsbeispie len
andere Merkmale und Leistungseigenschaften des Masterbatches über Beeinflussung
der Betriebsparameter des kontinuierlichen Compounders, einschließlich der
Rotordrehzahl, des Durchsatzes, der Öffnungsgröße der Auslassöffnung,
der Temperatur der Auslassöffnung
und der Temperatur der Verarbeitungskammer. Der Masterbatch kann
gemäß bestimmter
bevorzugter Ausführungsbeispiele
nach dem kontinuierlichen Compounder durch eine offene Mühle weiter
verarbeitet werden, um die Mooney-Viskosität des Masterbatches weiter
zu kontrollieren. Dies ist besonders vorteilhaft, da der von dem
Koagulum-Reaktor hergestellte Elastomer-Masterbatch eine Mooney-Viskosität haben
kann, die für
den Einsatz in bestimmten Anwendungsfällen zu hoch ist. Eine weitere
Verarbeitung des Masterbatches durch den kontinuierlichen Compounder
und die offene Mühle
stellt eine hervorragende Produktsteuerung bereit, um die gewünschte Mooney-Viskosität und den
gewünschten
Feuchtegrad zu erzielen.
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In
besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen
ist der oben beschriebene Entwässerungsextruder durch
einen Förderer
oder eine Leitung mit dem Koagulum-Reaktor verbunden, um den Masterbatch
von dem Koagulum-Reaktor zu dem Entwässerungsextruder zu fördern, und
der kontinuierliche Compounder befindet sich unmittelbar hinter
dem Entwässerungsextruder,
so dass der Masterbatch in einem kontinuierlichen Verfahren hergestellt
und behandelt werden kann. Somit wird eine kontinuierliche Verfahrenslinie
für die
Bildung und Behandlung von Elastomer-Masterbatch geschaffen, die
eine wesentlich wirtschaftlichere Produktion ermöglicht. Die Nutzung des kontinuierlichen
Compounders mit einem Entwässerungsextruder
und einem Koagulum-Reaktor in einer kontinuierlichen Verfahrenslinie
kann die Steuerung und Änderung
der Betriebsparameter der Masterbatch-Produktion und der Behandlungslinie
ohne Unterbrechung der kontinuierlichen Verfahrenslinie ermöglichen.
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Gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung werden ein oben beschriebener Koagulum-Reaktor,
ein Entwässerungsextruder
und ein kontinuierlicher Compounder in einer Masterbatch-Produktions-
und -behandlungslinie gekoppelt. Gemäß bestimmter bevorzugter Ausführungsbeispiele
wird eine offene Mühle
bereitgestellt, um den Elastomer-Masterbatch zu kühlen und
seine Mooney-Viskosität
weiter zu steuern, nachdem er den kontinuierlichen Compounder durchläuft.
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Gemäß einem
anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung werden Mittel zur Zuführung von Elastomer-Latexfluid
zu der Mischzone des oben genannten Koagulum-Reaktors, vorzugsweise
unter Bedingungen niedrigen Druckes und im Wesentlichen unter laminarer
Strömung
bereitgestellt, und Mittel werden bereitgestellt, um gleichzeitig
partikuläres
Füllstofffluid
unter einem Druck, der ausreichend ist, um einen Strahl ausreichender
Geschwindigkeit und kinetischer Energie zu erzeugen, um Elastomer-Latex
mitzureißen
wie oben beschrieben, zuzuführen
und Koagulation zu erzielen, bevor das hinter der Mischzone strömende Produkt
das Auslassende des Koagulum-Reaktors erreicht. Gemäß bestimmter
weiter unten ausführlich
beschriebener bevorzugter Ausführungsbeispiele
könne Mittel
zur Zuführung
des Elastomer-Latexfluids einen Zuführkanal in einem Mischkopf
umfassen, der aus einem Stück
mit einem im Wesentlichen rohrförmigen
Teil ist, das die Koagulum-Zone definiert. Die Mischzone kann an
dem Übergang
der genannten Zuführkanäle innerhalb des
Mischkopfes bereitgestellt werden. Gemäß bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen
ist die Mischzone einfach eine koaxiale Verlängerung der Koagulum-Zone.
Die fortschreitende Erhöhung
der Querschnittsfläche
des Koagulum-Reaktors ist kontinuierlich in bestimmten bevorzugten
Ausführungsbeispielen
und ist stufenweise in anderen bevorzugten Ausführungsbeispielen. Ein Entwässerungsextruder
und ein kontinuierlicher Compounder werden nach dem Koagulum-Reaktor angeordnet,
um den Elastomer-Masterbatch weiter zu verarbeiten, wobei Trocknung
und Steuerung der Mooney-Viskosität und anderer physikalischer
Eigenschaften und Leistungsmerkmale des Elastomer-Masterbatches
bereitgestellt werden. In bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen
kann eine offene Mühle
mit der Auslassöffnung
des kontinuierlichen Compounders entweder direkt oder über einen
Förderer
oder eine andere Förderleitung
gekoppelt werden, um erneut weitere Behandlung des Elastomer-Masterbatches
bereitzustellen. Zusätzliche
wahlweise und bevorzugte Merkmale der hierin beschriebenen Vorrichtung
für kontinuierliche
Produktion von Elastomer-Masterbatch werden in der untenstehenden
ausführlichen
Beschreibung diskutiert.
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Elastomer-Komposite
werden als Produkt des oben beschriebenen Verfahrens und der oben
beschriebenen Vorrichtung bereitgestellt. Gemäß bevorzugten Ausführungsbeispielen
werden neuartige Elastomer-Komposite bereitgestellt, die ein Makrodispersionsniveau
des partikulären
Füllstoffes,
ein Molekulargewicht des Elastomers, eine Partikelbelastung, eine
Auswahl des partikulären
Füllstoffes
(einschließlich
zum Beispiel von Carbon-Black-Füllstoffen
einer außerordentlich
hohen Oberfläche
und niedrigen Struktur), gesteuerte Mooney-Viskosität und/oder
andere physikalische Eigenschaften oder Leistungsmerkmale aufweisen,
die bisher nicht erzielt worden sind. Zusätzlich kann ein geeignetes
Gleichgewicht zwischen dem Molekulargewicht und dem Bound Rubber
des Masterbatches für
eine gegebene Mooney-Viskosität
erzielt werden. In dieser Hinsicht können die hierin beschriebenen
Verfahren und Vorrichtungen hervorragende Makrodispersion, selbst
von bestimmten Füllstoffen,
wie zum Beispiel von Carbon-Blacks mit einem Struktur/Oberflächen-Verhältnis DBP:CTAB
von weniger als 1,2 und sogar von weniger als 1, in Elastomeren,
wie zum Beispiel Naturkautschuk, erzielen und dabei gleichzeitig
den Abbau des Molekulargewichtes des Elastomers und der stark gesteuerten
Mooney-Viskosität
minimieren. Offen gelegt werden weiterhin Zwischenprodukte sowie
Endprodukte, die aus den durch das hierin beschriebene Verfahren
und die hierin beschriebene Vorrichtung hergestellten Elastomer-Kompositen
gebildet werden, zum Beispiel Reifen und Reifenkomponenten. Weitere
Beispiele solcher Endprodukte werden unten angeführt.
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Diese
und weitere Aspekte und Vorteile der verschiedenen Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden unter Bezugnahme auf die folgende ausführliche
Diskussion bestimmter bevorzugter Ausführungsbeispiele besser verstanden
werden.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
folgende Diskussion bestimmter bevorzugter Ausführungsbeispiele bezieht sich
auf die anhängenden
Zeichnungen:
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1 ist
ein schematisches Fließbild
der Vorrichtung und des Verfahrens für die Herstellung des Elastomer-Masterbatches
gemäß bestimmten
bevorzugten Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung.
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2 ist
ein teilweise schematischer Seitenriss eines bevorzugten Ausführungsbeispieles
in Übereinstimmung
mit dem schematischen Fließbild
aus 1.
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3 ist
ein teilweise schematischer Seitenriss eines alternativen bevorzugten
Ausführungsbeispieles
in Übereinstimmung
mit dem schematischen Fließbild
aus 1.
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4 ist
ein Seitenriss, teilweise im Schnitt, der Baugruppe Mischkopf/Koagulum-Reaktor des Ausführungsbeispielen
aus 3.
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5 ist
ein Seitenriss, teilweise im Schnitt, entsprechend der Ansicht aus 4 und
veranschaulicht ein alternatives bevorzugtes Ausführungsbeispiel.
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6 ist
eine Schnittansicht durch die Linie 6-6 aus 5.
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7 ist
eine Schnittansicht eines Mischkopfes, der für den Einsatz in einem alternativen
bevorzugten Ausführungsbeispiel
geeignet ist.
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8 ist
ein schematisches Fließbild
eines Abschnittes eines alternativen Ausführungsbeispieles der Masterbatch-Produktionslinie
aus 1 und zeigt den kontinuierlichen Compounder aus 1 im
Schnitt.
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9 ist
ein schematisches Fließbild
eines Abschnittes eines alternativen Ausführungsbeispieles der Vorrichtung
und des Verfahrens aus 1.
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Es
wird darauf hingewiesen, dass die anhängenden Zeichnungen nicht notwendigerweise
maßstabsgerecht
sind. Bestimmte Merkmale sind möglicherweise
zur besseren Verständlichkeit
vergrößert dargestellt. In
der folgenden Diskussion vorkommende Verweise auf Richtungen gehen
von der in den Zeichnungen veranschaulichten Lage und Ausrichtung
der Teile und Komponenten aus, falls nichts anderes angegeben wird und
der Kontext keine andere Auslegung erfordert. Allgemein kann die
Vorrichtung gemäß verschiedener
Ausführungsbeispiele
der Erfindung in verschiedenen Anordnungen verwendet werden. Der
Durchschnittsfachmann wird anhand der vorliegenden Beschreibung
unter Anwendung routinemäßiger fachlicher
Fähigkeiten und
unter Berücksichtigung
hinlänglich
bekannter Faktoren in Bezug auf die beabsichtigte Anwendung in der Lage
sein, geeignete Abmessungen und Ausrichtungen, wie zum Beispiel
gewünschte
Produktionsvolumen, Materialauswahl, Arbeitszyklen und ähnliches,
zu ermitteln und festzulegen. In einer Zeichnung verwendete Verweisziffern
können
in anderen Zeichnungen für
die gleichen Merkmale oder Elemente verwendet werden.
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Ausführliche
Beschreibung bestimmter bevorzugter Ausführungsbeispiele
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Es
folgt eine ausführliche
Beschreibung bestimmter bevorzugter Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung, die die vorliegende Erfindung jedoch nicht auf die unten
beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränken soll.
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Dank
des hierin beschriebenen Verfahrens und der hierin beschriebenen
Vorrichtung kann der nasse Elastomer-Masterbatch verarbeitet werden,
um ihm Feuchtigkeit zu entziehen, seine Mooney-Viskosität zu reduzieren
und/oder ihn mit anderen Materialien zu verbinden. Vorzugsweise
wird der Masterbatch in einem kontinuierlichen Verfahren unter Beteiligung
einer Mischung aus Elastomer-Latex und partikulären Füllstofffluiden bei Turbulenzniveau
und unter Strömungsregelungsbedingungen
hergestellt, die ausreichend sind, um Koagulation auch ohne Verwendung
von herkömmlichen
Koagulationsmitteln zu erzielen. In der Tat wird unverzüglich erkennbar
sein, dass es von großem
wirtschaftlichem Vorteil ist, dass eine Elastomer-Masterbatch-Krume erzielt
wird, das heißt
dass koaguliertes Latex erzielt wird, ohne dass eine intensive Trockenmastikation
von Elastomer mit Füllstoff
oder Kontakt eines Gemisches aus Flüssiglatex/Partikulat mit einem
Strom oder Behälter
von Koagulationsmittel erforderlich ist. Somit können in einer routinemäßigen wirtschaftlichen
Umsetzung die Kosten und Schwierigkeiten des Einsatzes von sauren
Koagulationslösungen
vermieden werden. Bisherige Verfahren unter Beteiligung eines Vormischens
von Latex und Partikulat, wie zum Beispiel in dem oben genannten
auf Heller et al erteilten Patent und in dem auf Hagopian et al
erteilten Patent, erkennen nicht einmal die Möglichkeit des Erzielens von
Koagulation, ohne das Latex/Partikulat-Gemisch der üblichen
Koagulationslösung
auszusetzen, was Nachteile hinsichtlich der Kosten und der Abfallentsorgung
mit sich bringt. Das durch dieses kontinuierliche Verfahren hergestellte
Elastomer-Masterbatch kann eine Mooney-Viskosität und einen Feuchtegehalt haben,
die für
bestimmte Anwendungen zu hoch sind. Die Verwendung eines Entwässerungsextruders
und eines kontinuierlichen Compounders, die weiter unten ausführlicher
beschrieben wird, trocknet den Elastomer-Masterbatch und steuert
seine Mooney-Viskosität
und optimiert gleichzeitig Molekulargewicht und Bound Rubber.
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Die
Eintragmengen je Zeiteinheit von Latexfluid und partikulärem Füllstofffluid
in die Mischzone des Koagulum-Reaktors können präzise dosiert werden, um hohe
Ausbeuten zu erzielen, wobei wenig freies Latex und wenig nicht
dispergierter Füllstoff
in der Produktkrume an dem Auslassende des Koagulum-Reaktors vorhanden
sind. Ohne an die Theorie gebunden zu sein, geht man gegenwärtig davon
aus, dass ein quasi-einphasiges
System in der Mischzone entsteht, außer dass Koagulum-Feststoffe
dort und/oder hinter der Koagulum-Zone ausgebildet werden. Es wird
angenommen, dass eine äußerst hohe
Zuführgeschwindigkeit
des partikulären
Füllstofffluids
in die Mischzone des Koagulum-Reaktors und eine Geschwindigkeitsdifferenz
in Bezug auf die Zuführung
von Latexfluid signifikant sind für das Erreichen einer ausreichenden
Turbulenz, d.h. einer ausreichend energetischen Scherung des Latex
durch den Aufprall des Fluidstrahles des partikulären Füllstoffes,
um gründliches
Vermischen und Dispersion des Partikulats in das Latexfluid und
Koagulation zu erzielen. Hohe Mischenergien ergeben eine Produkt-Masterbatch-Krume
mit hervorragender Dispersion sowie kontrollierte Produktförderung.
Das Koagulum wird erzeugt und danach in ein wünschenswertes Extrudat geformt.
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Bestimmte
bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Verfahren und Vorrichtungen für die Herstellung der hier
offen gelegten neuartigen Elastomer-Komposite werden unten diskutiert.
Wenngleich verschiedene bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
eine Vielzahl von verschiedenen Füllstoffen und Elastomeren nutzen
können,
werden bestimmte Abschnitte der folgenden ausführlichen Beschreibung der Verfahren
und Vorrichtungen, die Aspekte der Erfindung sind, der besseren Übersichtlichkeit
wegen deren Nutzung vorwiegend in der Herstellung von Masterbatch,
das Naturkautschuk und Carbon-Black umfasst, beschreiben. Der Durchschnittsfachmann
wird anhand dieser Beschreibung in der Lage sein, das hierin beschriebene
Verfahren und die hierin beschriebene Vorrichtung gemäß den unten
diskutierten Betriebsgrundsätzen
für die
Herstellung von Masterbatch, der eine Anzahl von alternativen zusätzlichen
Elastomeren, Füllstoffen
und anderen Materialien umfasst, zu nutzen. Kurz gesagt, beinhalten
die genannten Verfahren für
die Herstellung von Elastomer-Masterbatch die gleichzeitige Zuführung einer
Schlämme
aus Carbon-Black oder anderem Füllstoff
und einem Naturkautschuk-Latexfluid
oder anderem geeigneten Elastomerfluid zu einer Mischzone eines
Koagulum-Reaktors. Eine Koagulum-Zone erstreckt sich von der Mischzone
in nachgeschalteter Richtung von einem Einlassende zu einem Auslassende.
Die Schlämme
wird der Mischzone vorzugsweise als kontinuierlicher schneller Strahl
eingespritzten Fluids zugeführt,
wohingegen das Naturkautschuk-Latexfluid mit einer relativ geringen Geschwin digkeit
zugeführt
wird. Die hohe Geschwindigkeit, der Förderstrom und die Partikulatkonzentration der
Füllstoffschlämme sind
ausreichend, um Vermischung und hohe Scherung des Latexfluids, Strömungsturbulenz
des Gemisches in wenigstens einem vorgelagerten Abschnitt der Koagulum-Zone
und im Wesentlichen vollständige
Koagulation des Elastomerlatex vor dem Auslassende zu bewirken.
Somit kann im Wesentlichen vollständige Koagulation gemäß den bevorzugten
Ausführungsbeispielen
erzielt werden, ohne dass die Notwendigkeit des Einsatzes eines
Säure-
oder Salz-Koagulationsmittels besteht. Das bevorzugte kontinuierliche Verfahren
zur Herstellung der Elastomer-Kompositen
umfasst die kontinuierliche und gleichzeitige Zuführung der
Schlämme
aus Latexfluid und Füllstoff
zu der Mischzone des Koagulum-Reaktors, wobei ein kontinuierlicher,
halbeingeschlossener Strom einer Mischung der Schlämme aus
Latex und Füllstoff
in der Koagulum-Zone eingerichtet wird. Die Elastomer-Komposit-Krume
in der Form von „Schnecken" oder Kügelchen
wird aus dem Auslassende des Koagulum-Reaktors als im Wesentlichen konstanter
Strom gleichzeitig mit der fortlaufenden Zuführung der Ströme von Latex
und Black-Carbon-Schlämme
in die Mischzone des Koagulum-Reaktors abgelassen. Insbesondere
sind die Pfropfenströmungsbedingungen
sowie die atmosphärischen
bzw. nahezu atmosphärischen
Druckbedingungen an dem Auslassende des Koagulum-Reaktors sehr vorteilhaft
bei der Ermöglichung
der Steuerung und Sammlung des Elastomer-Komposit-Produktes, wie
zum Beispiel für
sofortige oder spätere
Weiterverarbeitungsschritte. Die Eintragmengen je Zeiteinheit des
Naturkautschuk-Latexfluids
und der Carbon-Black-Schlämme
zu der Mischzone des Koagulum-Reaktors können präzise dosiert werden, um hohe
Ausbeuten zu erzielen, wobei wenig freies Latex und nicht dispergiertes
Carbon-Black in der Produktkrume an dem Auslassende des Koagulum-Reaktors
vorhanden sind. Ohne an die Theorie gebunden zu sein, geht man gegenwärtig davon
aus, dass ein quasi-einphasiges System in der Mischzone entsteht,
außer
dass Koagulum-Feststoffe dort und/oder hinter der Koagulum-Zone
ausgebildet werden. Es wird angenommen, dass eine äußerst hohe
Zuführgeschwindigkeit
des partikulären
Füllstofffluids
in die Mischzone des Koagulum-Reaktors und eine Geschwindigkeitsdifferenz
in Bezug auf die Zuführung
von Latexfluid signifikant sind für das Erreichen einer ausreichenden
Turbulenz, d.h. einer ausreichend energetischen Scherung des Latex
durch den Aufprall des Fluidstrahles des partikulären Füllstoffes,
um gründliches
Vermischen und Dispersion des Partikulats in das Latexfluid und
Koagulation zu erzielen. Hohe Mischenergien ergeben eine Produkt-Masterbatch-Krume
mit hervorragender Dispersion sowie kontrollierte Produktförderung.
Das Koagulum wird erzeugt und danach in ein wünschenswertes Extrudat geformt.
Der größte Teil
des Wassers in dem Extrudat wird danach vorzugsweise durch einen
Entwässerungsextruder
entfernt (zum Beispiel von einem Wassergehalt von etwa 80% auf einen
Wassergehalt von etwa 15% bis 25%) und durch einen kontinuierlichen Compounder
weiter verarbeitet, um den Elstomer-Masterbatch auf ein gewünschtes
Niveau (zum Beispiel auf einen Wassergehalt von unter etwa 1%) zu
trocknen und um seine Mooney-Viskosität zu steuern. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsbeispielen
wird der Masterbatch danach durch eine offene Mühle verarbeitet, um die Mooney-Viskosität des Elastomer-Masterbatches
weiter zu steuern.
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Die
oben genannte bevorzugte Vorrichtung und die genannten bevorzugten
Verfahren zur Herstellung der hier beschriebenen Elastomer-Kompositen
werden in Verbindung mit den anhängenden
Zeichnungen diskutiert, wobei ein kontinuierliches Verfahren der
Herstellung von Elastomer-Masterbatch einen kontinuierlichen halbeingeschlossenen
Strom von Elastomer-Latex, wie zum Beispiel Naturkautschuk-Latex
(Feldlatex oder Konzentrat), gemischt mit einer Füllstoffschlämme, wie
zum Beispiel einer wässrigen
Schlämme
von Carbon-Black, in einem Koagulum-Reaktor, der eine gestreckte
Koagulum-Zone ausbildet, die sich, vorzugsweise mit fortschreitend
größer werdender
Querschnittsfläche,
von einem Einlassende zu einem Auslassende erstreckt, nutzt. Der
Ausdruck „halbeingeschlossener" Strom bezieht sich
auf ein sehr vorteilhaftes Merkmal. Bei Verwendung in dieser Beschreibung
soll dieser Ausdruck bedeuten, dass der Strömungspfad, dem das Gemisch
aus Latexfluid und Füllstoffschlämme in dem
Koagulum-Reaktor
folgt, vor der Mischzone geschlossen bzw. im Wesentlichen geschlossen
ist bzw. an dem gegenüberliegenden,
nachgeschalteten Ende des Koagulum-Reaktors, das heißt an dem
Auslassende des Koagulum-Reaktors, offen ist. Turbulenzbedingungen
in dem vorgeschalteten Abschnitt der Koagulum-Zone werden fortlaufenden,
quasi-stationär gleichzeitig
mit im Wesentlichen Pfropfenströmungsbedingungen
an dem offenen Auslassende des Koagulum-Reaktors aufrecht erhalten.
Das Auslassende ist wenigstens in dem Sinne „offen", dass es das Ablassen von Koagulum,
normalerweise bei atmosphärischen
oder nahezu atmosphärischen
Druckbedingungen und üblicherweise
durch einfache Schwerkraftförderung
(wahlweise mit einem geschlossenen oder abgeschirmten Strömungspfad)
in geeignete Auffangmittel, wie zum Beispiel einen Trichter, der
mit einem Entwässerungsextruder
verbunden ist, ermöglicht.
Somit führt
der halbeingeschlossene Strom zu einem Turbulenzgradienten, der
sich axial oder in Längsrich tung
in wenigstens einem Abschnitt des Koagulum-Reaktors erstreckt. Ohne
an die Theorie gebunden zu sein, geht man gegenwärtig davon aus, dass die Koagulum-Zone
signifikant ist für
das Ermöglichen stark
turbulenter Vermischung und Koagulation in einem vorgeschalteten
Abschnitt des Koagulum-Reaktors, zusammen mit einem im Wesentlichen
pfropfenströmungsartigen
Ablassstrom eines festen Produktes an dem Auslassende. Die Einspritzung
von Carbon-Black oder einer anderen Füllstoffschlämme als kontinuierlicher Strahl
in die Mischzone tritt fortlaufend gleichzeitig mit problemlosem
Auffangen der unter im Wesentlichen pfropfenströmungsartigen Bedingungen und
normalerweise unter Umgebungsdruck an dem Auslassende des Koagulum-Reaktors
abgelassenen Elastomer-Masterbatch-Krume auf. Analog dazu sind die
Axialgeschwindigkeiten der Schlämme
durch die Schlämmedüse in die
Mischzone hinein und üblicherweise
an dem vorgeschalteten Ende der Koagulum-Zone wesentlich höher als
an dem Auslassende. Die Axialgeschwindigkeit der Schlämme wird üblicherweise
mehrere Hundert Fuß pro
Sekunde bei dem Eintritt in die Mischzone, vorzugsweise von einem
axial ausgerichteten Zuführrohr
mit kleiner Bohrung gemäß den unten
diskutierten bevorzugten Ausführungsbeispielen,
betragen. Die Axialgeschwindigkeit des entstehenden Stromes an dem
Einlassende eines Koagulum-Reaktors mit größer werdender Querschnittsfläche in einer
typischen Anwendung kann zum Beispiel 1,5 bis 6,1 m/s (5 bis 20
Fuß pro
Sekunde), stärker üblicherweise
2,1 bis 4,6 m/s (7 bis 15 Fuß pro
Sekunde) und normalerweise 0,6 bis 1,5 m/s (2 bis 5 Fuß pro Sekunde)
betragen. Somit erzielt der oben genannte halbeingeschlossene turbulente
Strom den sehr signifikanten Vorteil, dass Naturkautschuk oder ein anderes
Elastomer-Latex durch Vermischen mit Carbon-Black oder einem anderen
Füllstoff
selbst bei Fehlen einer nachfolgenden Behandlung in einem Strom
oder Behälter
von Säure,
Salz oder anderer Koagulationsmittellösung koaguliert wird, wobei
kontrollierte, vorzugsweise quasi-geformte Produktabgabe aus dem
Koagulum-Reaktor für
nachfolgende Verarbeitung erfolgt.
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Es
muss in dieser Hinsicht auch erkannt werden, dass die Turbulenz
des Stromes entlang des Koagulum-Reaktors zu dem Auslassende hin
abnimmt. Wesentliche Pfropfenströmung
eines festen Produktes wird vor dem Auslassende erzielt, in Abhängigkeit
von solchen Faktoren, wie zum Beispiel die prozentuale Kapazitätsauslastung,
die Auswahl der Materialien und ähnliche.
Der Verweis, dass die Strömung
an oder vor dem Auslassende des Koagulum-Reaktors im Wesentlichen
Pfropfenströmung
ist, muss unter dem Gesichtspunkt verstanden werden, dass sich der
Strom an dem Auslassende vorwie gend oder vollständig aus Masterbatch-Krume
zusammensetzt, das heißt
aus Kügelchen
oder „Schnecken" aus koaguliertem
Elastomer-Masterbatch. Die Krume ist üblicherweise auf die Innenform
der Koagulum-Zone an dem Punkt entlang der Koagulum-Zone, an dem die
Strömung
im Wesentlichen Pfropfenströmung
wird, geformt. Die stets voranschreitende Masse aus „Schnecken" oder Kügelchen
weist vorteilhafterweise in dem Sinne eine Pfropfenströmung auf,
dass sich die „Schnecken" oder Kügelchen
normalerweise oder vorwiegend axial zu dem Auslassende hin bewegen
und dass sie einem beliebigen Punkt in einem gegebenen Querschnitt
der Koagulum-Zone in der Nähe
des Auslassendes eine recht gleichmäßige Geschwindigkeit aufweisen,
so dass sie problemlos aufgefangen und für weitere Verarbeitung gesteuert
werden können.
Somit kann der hierin beschriebene Aspekt der Fluidphasen-Vermischung
vorteilhafterweise unter stationären
oder quasi-stationären
Bedingungen durchgeführt
werden, was zu einem hohen Maß an
Produktgleichmäßigkeit
führt.
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Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des hierin beschriebenen Verfahrens und der hierin beschriebenen
Vorrichtung wird schematisch in 1 veranschaulicht.
Der Durchschnittsfachmann wird erkennen, dass die verschiedenen
Aspekte von Systemkonfiguration, Komponentenauswahl und ähnlichem
in einem gewissen Umfang von den besonderen Merkmalen der beabsichtigten
Anwendung abhängen
werden. So werden solche Faktoren, wie zum Beispiel die größte Durchsatzleistung
des Systems und Flexibilität
der Materialauswahl die Größe und die
Anordnung der Systemkomponenten beeinflussen. Normalerweise werden
solche Überlegungen
anhand der vorliegenden Beschreibung von dem Durchschnittsfachmann
problemlos bewältigt werden
können.
Das in 1 veranschaulichte System beinhaltet Mittel für das kontinuierliche
Zuführen
von Naturkautschuk-Latex oder anderem Elastomer-Latexfluid bei niedrigem
Druck und niedriger Geschwindigkeit zu einer Mischzone eines Koagulum-Reaktors.
Insbesondere wird ein Latex-Druckbehälter 10 gezeigt, der
die Zuführmenge
von Latex unter Druck hält.
Alternativ dazu kann ein Latex-Vorratsbehälter verwendet werden, der
mit einer Schlauchpumpe oder einem anderen geeigneten Zuführmittel
ausgerüstet
ist, das das Elastomer-Latexfluid halten kann, das über die
Zuführleitung 12 zu
einer Mischzone eines Koagulum-Reaktors 14 zugeführt werden
soll. Das Latexfluid in dem Behälter 10 kann
unter Luftdruck oder Stickstoffdruck oder ähnlichem gehalten werden, so
dass das Latexfluid mit einem Leitungsüberdruck von vorzugsweise weniger
als 68,9 kPa (10 psig), stärker
vorzugsweise von etwa 13,8 bis 55,2 kPa (2 bis 8 psig) und üblicherweise von
etwa 34,5 kPa (5 psig) zu der Mischzone zugeführt wird. Der Latexzuführdruck
und die Strömungsleitungen,
Anschlüsse
etc. des Latexzuführmittels
müssen
so angeordnet werden, dass die Scherung in dem strömenden Latexfluid
so gering wie angemessenerweise möglich gehalten wird. Vorzugsweise
sind alle Strömungsleitungen
zum Beispiel glatt und haben, falls überhaupt, nur Bögen mit
großem
Radius sowie glatte oder gebördelte Anschlüsse zwischen
den Leitungen. Der Druck wird so ausgewählt, dass sich die gewünschte Strömungsgeschwindigkeit
in die Mischzone hinein ergibt; ein Beispiel für eine nützliche Strömungsgeschwindigkeit ist höchstens
etwa 3,7 m/s (12 Fuß pro
Sekunde).
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Geeignete
Elastomer-Latexfluide enthalten sowohl natürliche und synthetische Elastomergitter
als auch Latexmischungen. Das Latex muss natürlich für Koagulation durch den ausgewählten partikulären Füllstoff
geeignet sein und es muss für
den vorgesehenen Verwendungszweck des Gummi-Endproduktes geeignet
sein. Der Durchschnittsfachmann wird anhand der vorliegenden Beschreibung
in der Lage sein, ein geeignetes Elastomer-Latex oder eine geeignete
Mischung aus Elastomergittern für
die Anwendung in den hierin beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen
auszuwählen.
Beispielhafte Elastomere sind unter anderem Gummis, Polymere (zum
Beispiel Homopolymere, Copolymere und/oder Terpolymere) von 1,3-Butadien,
Styrol, Isopren, Isobutylen, 2,3-Dimethyl-1,3-Butadien,
Acrylonitril, Ethylen und Propylen und ähnliche. Das Elastomer kann
eine Glasübergangstemperatur
(Tg), gemessen mittels Dynamischer Differenz-Thermoanalyse (DCC), in dem Bereich
von –120°C bis etwa
0°C aufweisen.
Beispiele sind unter anderem Styren-Butadien-Kautschuk (SBK), Naturkautschuk
und seine Derivate, wie zum Beispiel Chlorkautschuk, Polybutadien,
Polystyrol-Co-Butadien sowie die ölgestreckten Derivate derselben.
Mischungen aus den oben genannten können ebenfalls verwendet werden.
Das Latex kann in Form einer wässrigen
Trägerflüssigkeit
vorliegen. Alternativ dazu kann der flüssige Träger ein Kohlenwasserstofflösungsmittel
sein. In jedem Fall muss das Elastomer-Latexfluid für kontrollierte
kontinuierliche Zuführung
in die Mischzone mit einer geeigneten Geschwindigkeit, einem geeigneten
Druck und einer geeigneten Konzentration geeignet sein. Besonders
geeignete Synthesekautschuks sind unter anderem: Copolymere mit
einem Gewichtsanteil an Styrol von etwa 10 bis etwa 70 Prozent und
mit einem Gewichtsanteil an Butadien von etwa 90 bis etwa 30 Prozent,
wie zum Beispiel Copolymer aus 19 Teilen Styrol und 50 Teilen Butadien,
ein Copolymer aus 30 Teilen Styrol und 70 Teilen Butadien, ein Copolymer
aus 43 Teilen Styrol und 57 Teilen Butadien und ein Copolymer aus
50 Teilen Styrol und 50 Teilen Butadien; Polymere und Copolymere
von konjugierten Dienen, wie zum Beispiel Polybutadien, Polyisopren,
Polychloropren und ähnliches,
und Copolymere der genannten konjugierten Diene mit einem eine Ethylengruppe
enthaltenden Monomer, das damit copolymerisierbar ist , wie zum
Beispiel Styrol, Methylstyrol, Chlorostyrol, Acrylonitril, 2-Vinyl-Pyridin, 5-Methyl-2-Vinylpyridin,
5-Ethyl-2-Vinylpyridin, 2-Methyl-5-Vinylpyridin, alkylsubstituierte
Acrylate, Vinylketon, Methylisopropenylketon, Methylvinylether,
Alpharnethylen-Carbonsäure
sowie die Ester und Amide derselben, wie zum Beispiel Acrylsäureamid
und Dialkyl-Acrylsäureamid. Weiterhin
sind die Copolymere von Ethylen und andere höherwertige Alphaolefine, wie
zum Beispiel Propylen, But-1-en und Pent-1-en für eine Anwendung geeignet.
Wie weiter unten angemerkt wird, können die Gummimischungen der
vorliegenden Erfindung zusätzlich
zu dem Elastomer und Füllstoff
einen Haftvermittler und wahlweise verschiedene Verarbeitungshilfen, Ölstreckmittel
und Anti-Verschlechterungsmittel
enthalten.
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In
dieser Hinsicht muss verstanden werden, dass die hier beschriebenen
Elastomer-Kompositen
vulkanisierte Mischungen (VR), thermoplastische Vulkanisate (TPV),
thermoplastische Elastomere (TPE) und thermoplastische Polyolefine
(TPO) umfassen. Die Materialien TPV, TPE und TPO werden nach ihrer
Extrusionsfähigkeit
und wiederholten Formbarkeit ohne Verlust von Leistungsmerkmalen
weiter klassifiziert.
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Wenn
das Elastomer-Latex Naturkautschuk-Latex umfasst, kann der Naturkautschuk-Latex Feldlatex oder
Latexkonzentrat (zum Beispiel durch Verdampfen, Zentrifugieren oder
Aufrahmen hergestellt) umfassen. Der Naturkautschuk-Latex muss natürlich für Koagulation
durch das Carbon-Black geeignet sein. Der Latex wird üblicherweise
in einer wässrigen
Trägerflüssigkeit
bereitgestellt. Alternativ dazu kann der Flüssigkeitsträger ein Kohlenwasserstofflösungsmittel
sein. In jedem Fall muss das Naturkautschuk-Latexfluid für kontrollierte kontinuierliche
Zuführung
zu der Mischzone mit einer geeigneten Geschwindigkeit, einem geeigneten
Druck und einer geeigneten Konzentration geeignet sein. Die hinlänglich bekannte
Unbeständigkeit
von Naturkautschuk-Latex wird vorteilhafterweise dadurch ausgeglichen,
dass er in dem gesamten System einem relativ niedrigen Druck und
geringer Scherung ausgesetzt wird, bis er in den oben genannten
halbeingeschlossenen turbulenten Strom mitgerissen wird, wenn er
auf die außerordentlich
hohe Geschwindigkeit und kinetische Energie der Carbon-Black-Schlämme in der Mischzone
trifft. In bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen zum Beispiel
wird der Naturkautschuk mit einem Überdruck von etwa 34,5 kPa
(5 psig), mit einer Zuführgeschwsndigkeit
in dem Bereich von etwa 0,9 bis 3,7 m/s (3 bis 12 Fuß pro Sekunde),
vorzugsweise von etwa 1,2 bis 1,8 m/s (4 bis 6 Fuß pro Sekunde)
zu der Mischzone zugeführt.
Die Auswahl eines geeigneten Latex oder einer geeigneten Mischung
von Gittern wird dem Durchschnittsfachmann anhand der vorliegenden
Beschreibung und der Kenntnisse der Auswahlkriterien problemlos
möglich
sein.
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Das
partikuläre
Füllstofffluid,
zum Beispiel Carbon-Black-Schlämme,
wird zu der Mischzone an dem Einlassende des Koagulum-Reaktors 14 über die
Zuführleitung 16 zugeführt. Die
Schlämme
kann beliebige geeignete Füllstoffe
in einem geeigneten Trägerfluid
umfassen. Die Auswahl des Trägerfluids
wird in großem Umfang
von der Auswahl des partikulären
Füllstoffes
und von den Systemparametern abhängen.
Sowohl wässrige
als auch nichtwässrige
Flüssigkeiten
können
verwendet werden, wobei Wasser in zahlreichen Ausführungsbeispielen
angesichts seiner Kosten, Verfügbarkeit
und Eignung für
die Herstellung von Carbon-Black und bestimmten anderen Füllstoffschlämmen bevorzugt
wird.
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Wenn
ein Carbon-Black-Füllstoff
verwendet wird, wird die Auswahl des Carbon-Black in großem Maße von der
beabsichtigten Nutzung des Elastomer-Masterbatch-Produktes abhängen. Wahlweise
kann der Carbon-Black-Füllstoff
auch ein Material enthalten, das aufgeschlämmt und gemäß den hierin beschriebenen Grundsätzen zu
der Mischzone zugeführt
werden kann. Andere geeignete partikuläre Füllstoffe sind zum Beispiel
leitfähige
Füllstoffe,
Verstärkungsfüllstoffe,
kurze Fasern enthaltende Füllstoffe
(üblicherweise
mit einem Stauchverhältnis
von weniger als 40), Flocken etc. Somit sind beispielhafte partikuläre Füllstoffe,
die bei der Herstellung von Elastomer-Masterbatch gemäß den hierin
beschriebenen Methoden und Vorrichtungen verwendet werden können, Carbon-Black, geräuchertes
Siliziumdioxid, ausgefälltes
Siliziumdioxid, geschichtetes Siliziumdioxid, chemisch funktionalisierte
Carbon-Blacks, wie zum Beispiel solche mit angehängten organischen Gruppen,
und siliziumbehandeltes Carbon-Black, entweder allein oder in Kombination
miteinander. Geeignete chemisch funktionalisierte Carbon-Blacks
sind unter anderem die in der Internationalen Patentanmeldung Nr.
PCT/US95/16194 (WO 9618688) beschriebenen. Bei silikonbehandeltem
Carbon-Black wird eine silikonhaltige Art, wie zum Beispiel ein
Oxid oder Carbid von Silizium, durch wenigstens einen Ab schnitt
des Carbon-Black-Aggregates als intrinsischer Teil des Carbon-Black
verteilt. Herkömmliche
Carbon-Blacks liegen in Form von Aggregaten vor, wobei jedes Aggregat
aus einer einzelnen Phase besteht, die Kohlenstoff ist. Diese Phase
kann in Form eines graphitischen Kristallits und/oder amorphen Kohlenwasserstoffs
vorliegen und ist normalerweise eine Mischung dieser beiden Formen.
Wie an anderer Stelle in dieser Beschreibung diskutiert wird, können die
Carbon-Black-Aggregate verändert
werden, indem siliziumhaltige Arten, wie zum Beispiel Siliziumdioxid,
auf wenigstens einem Abschnitt der Oberfläche der Carbon-Black-Aggregate
abgeschieden werden. Das Ergebnis kann als siliziumbeschichtete
Carbon-Blacks beschrieben werden. Die hierin als siliziumbehandelte
Carbon-Blacks beschriebenen Materialien sind keine Carbon-Black-Aggregate, die beschichtet oder
auf andere Weise verändert
worden sind, sondern sie sind an sich eine andere Art von Aggregat.
In den siliziumbehandelten Carbon-Blacks enthalten die Aggregate
zwei Phasen. Eine Phase ist Kohlenstoff, der nach wie vor als graphitisches
Kristallit und/oder amorpher Kohlenstoff vorliegen wird, wohingegen
die zweite Phase Siliziumdioxid (und möglicherweise weitere siliziumhaltige
Arten) ist. Somit ist die Phase mit den siliziumhaltigen Arten des
siliziumbehandelten Carbon-Blacks ein intrinsischer Teil des Aggregates;
sie ist über
wenigstens einen Abschnitt des Aggregates verteilt. Es wird erkannt
werden, dass sich die mehrphasigen Aggregate stark von den oben
genannten siliziumbeschichteten Carbon-Blacks unterscheiden, die
aus vorgeformten einphasigen Carbon-Black-Aggregaten bestehen, bei
denen siliziumhaltige Arten auf ihrer Oberfläche abgeschieden sind. Diese
Carbon-Blacks können
oberflächenbehandelt
sein, um eine Siliziumdioxid-Funktionalität auf der Oberfläche des
Carbon-Black-Aggregates
zu platzieren. In diesem Prozess wird ein vorhandenes Aggregat so
behandelt, dass Siliziumdioxid (sowie möglicherweise andere siliziumhaltige
Arten) auf wenigstens einem Abschnitt der Oberfläche des Aggregates abgeschieden
oder beschichtet wird. Zum Beispiel kann eine wässrige Natriumsilicatlösung verwendet
werden, um amorphes Siliziumdioxid auf der Oberfläche von
Carbon-Black-Aggregaten in einer wässrigen Schlämme bei
einem hohen pH-Wert, wie zum Beispiel pH 6 oder höher, abzuscheiden,
wie dies in der Japanischen Ungeprüften Offenlegungsschrift (Kokai)
Nr. 63-63755 diskutiert wird. Insbesondere kann Carbon-Black in
Wasser dispergiert werden, um eine wässrige Schlämme zu erhalten, die zum Beispiel
zu etwa fünf
Gewichtsprozent aus Carbon-Black und zu 95 Gewichtsprozent aus Wasser
besteht. Die Schlämme
wird auf etwa 70°C
erwärmt,
wie zum Beispiel auf 85–95°C, und der
pH-Wert wird mit
einer alkalischen Lösung
auf über
6 eingestellt, wie zum Beispiel auf einen Bereich von 10 bis 11.
Ein separater Ansatz wird aus Natriumsilicatlösung hergestellt und enthält die Menge
von Siliziumdioxid, die wünschenswerterweise
auf dem Carbon-Black
abgeschieden werden soll, und eine Säurelösung, um die Natriumsilicatlösung auf
einen neutralen pH-Wert zu bringen. Die Natriumsilicatlösungen werden
tropfenweise zu der Schlämme
zugegeben, die je nach Gegebenheit mit Säure oder Lauge auf ihrem Anfangs-pH-Wert
(ehalten wird. Die Temperatur der Lösung wird ebenfalls gehalten.
Eine vorgeschlagene Zugaberate für
die Natriumsilicatlösung
ist das Einstellen der tropfenweisen Zugabe so, dass etwa drei Gewichtsprozent
Kieselsäure
in Bezug auf die Gesamtmenge Carbon-Black pro Stunde zugegeben werden.
Die Schlämme
ist während
der Zugabe sowie nach ihrer Fertigstellung zwischen mehrere Minuten
(wie zum Beispiel 30) bis mehrere Stunden (zum Beispiel 2 bis 3)
zu rühren.
Abweichend davon können
siliziumbehandelte Carbon-Blacks durch die Herstellung von Carbon-Black
bei Vorhandensein leicht zu verflüchtigender siliziumhaltiger
Verbindungen erhalten werden. Solche Carbon-Blacks werden vorzugsweise
in einem Carbon-Black-Reaktor mit modularem oder „gestuftem" Ofen hergestellt,
der eine Verbrennungszone aufweist, auf die eine Zone konvergierenden
Durchmessers, eine Einsatzmaterial-Einspritzzone mit eingeschränktem Durchmesser
und eine Reaktionszone folgen. Eine Abschreckzone befindet sich
hinter der Reaktionszone. Üblicherweise
wird ein Abschreckfluid in den Strom der neu gebildeten Carbon-Black-Teilchen,
die aus der Reaktionszone strömen,
eingespritzt. Bei der Herstellung siliziumbehandelten Carbon-Blacks
wird die oben genannte leicht zu verflüchtigende siliziumhaltige Verbindung
an einem Punkt vor der Abschreckzone in den Carbon-Black-Reaktor
eingeleitet. Nützliche
Verbindungen sind leicht zu verflüchtigende Verbindungen bei
Carbon-Black-Reaktor-Temperaturen. Beispiele sind unter anderem
Silicate, wie zum Beispiel Tetraethoxyorthosilicat (TEDS) und Tetramethoxyorthosilicat,
Silane, wie zum Beispiel Tetrachlorsilan und Trichlormethylsilan,
sowie flüchtige
Siliziumpolymere, wie zum Beispiel Octamethylcyclotetrasiloxan (OMTS).
Die Strömungsgeschwindigkeit
der leicht zu verflüchtigenden
Verbindung wird die Gewichtsanteile von Silizium in dem behandelten
Carbon-Black bestimmen. Die Gewichtsanteile von Silizium in dem
behandelten Carbon-Black liegen üblicherweise
in dem Bereich von etwa 0,1 Prozent bis 25 Prozent, vorzugsweise
etwa 0,5 Prozent bis etwa zehn Prozent und stärker vorzugsweise etwa zwei Prozent
bis etwa sechs Prozent. Die leicht zu verflüchtigende Verbindung wird mit
dem das Carbon-Black bildenden Einsatzmaterial vorgemischt und zusammen
mit dem Einsatzmaterial in die Reaktionszone eingeleitet werden.
Alternativ dazu kann die leicht zu verflüchtigende Verbindung getrennt
in die Reaktionszone eingeleitet werden, und zwar entweder vor oder
hinter dem Einspritzpunkt für
das Einsatzmaterial.
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Wie
oben bereits erwähnt,
können
Additive verwendet werden, und in dieser Hinsicht sollten sich Haftvermittler,
die der Koppelung von Siliziumdioxid oder Carbon-Black dienen, als
nützlich
mit den siliziumbehandelten Carbon-Blacks erweisen. Carbon-Blacks
und zahlreiche andere geeignete partikuläre Füllstoffe sind handelsüblich verfügbar und
dem Durchschnittsfachmann bekannt.
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Die
Auswahl des partikulären
Füllstoffes
bzw. der Mischung aus partikulären
Füllstoffen
wird in großem Umfang
von dem beabsichtigten Einsatzzweck des Elastomer-Masterbatch-Produktes
abhängen.
In dem hierin verwendeten Sinn kann partikulärer Füllstoff beliebiges Material
umfassen, das gemäß den hierin
dargelegten Grundsätzen
aufgeschlämmt
und der Mischzone zugeführt
werden kann. Geeignete partikuläre
Füllstoffe sind
zum Beispiel unter anderem leitfähige
Füllstoffe,
Verstärkungsfüllstoffe,
kurze Fasern enthaltende Füllstoffe
(üblicherweise
mit einem Stauchungsverhältnis
von weniger als 40), Flocken etc. Zusätzlich zu dem Carbon-Black
und zu den oben genannten Füllstoffen
können
Füllstoffe
aus Lehm, Glas, Polymer, wie zum Beispiel Aramidfaser, etc. ausgebildet
werden. Der Durchschnittsfachmann wird anhand der vorliegenden Beschreibung
die für
den Einsatz mit dem beschriebenen Verfahren und der beschriebenen
Vorrichtung geeigneten partikulären
Füllstoffe
auswählen
können,
und es wird erwartet, dass alle Füllstoffe, die für den Einsatz
in Elastomermischungen geeignet sind, in die Elastomer-Komposite
unter Verwendung der Erkenntnisse der vorliegenden Beschreibung
eingearbeitet werden können.
Natürlich
können
auch Mischungen der verschiedenen hierin diskutierten partikulären Füllstoffe
verwendet werden.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der Erfindung in Übereinstimmung
mit 1 sind besonders geeignet für die Herstellung von partikulärem Füllstofffluid,
das wässrige
Schlämmen
von Carbon-Black umfasst. Gemäß bekannten
Grundsätzen
wird verständlich
sein, dass Carbon-Blacks mit einer kleineren Oberfläche pro Gewichtseinheit
in höherer
Konzentration in der partikulären
Schlämme
verwendet werden müssen,
um die gleiche Koagulationswirkung zu erzielen wie geringere Konzentrationen
von Carbon-Black
mit einer größeren Oberfläche pro
Gewichtseinheit. Der Mischbehälter
mit Rührwerk 18 nimmt
Wasser und Carbon-Black auf, zum Beispiel wahlweise pelletiertes
Car bon-Black, um ein Ausgangsmischfluid anzusetzen. Dieses Mischfluid wird
durch die Auslassöffnung 20 in
die Fluidleitung 22 abgelassen, die mit Pumpmitteln 24,
wie zum Beispiel mit einer Membranpumpe oder ähnlichem, ausgerüstet ist.
Die Leitung 28 fördert
das Mischfluid durch den Einlassöffnung 30 zu
der Kolloidmühle 32 oder
alternativ dazu zu einer Leitungsmühle oder ähnlichem. Das Carbon-Black
wird in der wässrigen
Trägerflüssigkeit
dispergiert, um ein Dispersionsfluid zu bilden, das durch die Auslassöffnung 31 und
die Fluidleitung 33 zu einer Homogenisiervorrichtung 34 geleitet
wird. Das Pumpmittel 36, vorzugsweise eine Exzenterschneckenpumpe
oder ähnliches
umfassend, wird in der Leitung 33 bereitgestellt. Die Homogenisiervorrichtung 34 dispergiert
das Carbon-Black in der Trägerflüssigkeit
noch feiner, um die Carbon-Black-Schlämme zu bilden,
die der Mischzone des Koagulum-Reaktors 14 zugeführt wird.
Sie hat eine Einlassöffnung 37 in
Fluidverbindung mit der Leitung 33 von der Kolloidmühle 32.
Die Homogenisiervorrichtung 34 kann vorzugsweise zum Beispiel
ein System Microfluidizer® umfassen, das handelsüblich von
der Microfluidics International Corporation (Newton, Massachusetts,
USA) zu beziehen ist. Geeignet sind weiterhin Homogenisiervorrichtungen,
wie zum Beispiel die Baureihe MS18, MS45 und MC120, die von der
APV Homogenizer Division der APV Gaulin, Inc. (Wilmington, Massachusetts,
USA) zu beziehen ist. Andere geeignete Homogenisiervorrichtungen
sind handelsüblich
verfügbar
und werden dem Durchschnittsfachmann anhand der vorliegenden Beschreibung
offensichtlich sein. Üblicherweise
wird in Wasser angesetztes Carbon-Black gemäß dem oben beschriebenen System
wenigstens etwa 90% Agglomerate einer Größe von weniger als etwa 30
Mikrometer, vorzugsweise wenigstens etwa 90% Agglomerate einer Größe von weniger
als etwa 20 Mikrometer aufweisen. Vorzugsweise wird das Carbon-Black auf eine durchschnittliche
Größe von fünf bis 15 Mikrometer,
wie zum Beispiel etwa neun Mikrometer, aufgebrochen. Die Auslassöffnung 38 leitet
die Carbon-Black-Schlämme von
der Homogenisiervorrichtung durch die Zuführleitung 16 zu der
Mischzone. Die Schlämme
kann in dem Homogenisiervorrichtungsschritt 6,9 × 104 bis
1,03 × 105 kPa (10.000 bis 15.000 psi) erreichen und
aus der Homogenisiervorrichtung mit etwa 4,1 × 103 kPa
(600 psi) oder mehr austreten. Vorzugsweise wird ein hoher Carbon-Black-Gehalt verwendet,
um die Aufgabe des Entzuges überschüssigen Wassers
oder eines anderen Trägers
zu reduzieren. Üblicherweise
werden etwa zehn bis 30 Gewichtsanteile Carbon-Black bevorzugt.
Der Durchschnittsfachmann wird anhand der vorliegenden Beschreibung
erkennen, dass der Carbon-Black-Gehalt (in Gewichtsprozent) der
Schlämme
und die Strömungsgeschwindigkeit
der Schlämme
zu der Mischzo ne mit der Strömungsgeschwindigkeit
des Naturkautschuk-Latex zu der Mischzone koordiniert werden muss,
um den gewünschten
Carbon-Black-Gehalt (in phr) in dem Masterbatch zu erhalten. Der
Carbon-Black-Gehalt wird nach bekannten Grundsätzen ausgewählt, um Materialmerkmale und
Leistungseigenschaften zu erzielen, die für den beabsichtigten Einsatzzweck
des Produktes geeignet sind. Üblicherweise
werden zum Beispiel Carbon-Blacks mit einem CTAB-Wert von 10 oder
mehr in ausreichender Menge verwendet, um einen Carbon-Black-Gehalt
in dem Masterbatch von wenigstens etwa 30 phr zu erzielen.
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Die
Schlämme
wird vorzugsweise unverzüglich
nach dem Ansetzen in der Masterbatch-Produktion eingesetzt. Fluidleitungen,
die die Schlämme
fördern,
sowie wahlweise Vorratsbehälter
und ähnliches,
müssen Bedingungen
einrichten bzw. aufrecht erhalten, die im Wesentlichen die Dispersion
des Carbon-Blacks in der Schlämme
erhalten. Das heißt,
wesentliche Reagglomeration oder Abscheidung des partikulären Füllstoffes
in der Schlämme
muss verhindert bzw. möglichst
weitgehend reduziert werden. Vorzugsweise sind alle Strömungsleitungen
glatt und haben glatte Leitungsverbindungen. Wahlweise wird ein
Druckspeicher zwischen der Homogenisiervorrichtung und der Mischzone
verwendet, um Schwankungen des Druckes oder der Geschwindigkeit
der Schlämme
an der Schlämme-Düsenspitze
in der Mischzone zu reduzieren.
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Naturkautschuk-Latexfluid
oder ein anderes Elastomer-Latexfluid, das über die Zuführleitung 12 zu der Mischzone
geführt
wird, und Carbon-Black-Schlämme,
die über
die Zuführleitung 16 bei
geeigneten Prozessparametern wie oben diskutiert zu der Mischzone
zugeführt
wird, können
ein neuartiges Elastomer-Komposit, insbesondere Elastomer-Masterbatchkrume,
erzeugen. Ein Additivfluid, das ein Additiv oder mehrere Additive enthält, kann
ebenfalls, wenn dies geeignet ist, mit der Carbon-Black-Schlämme oder üblicher
mit dem Elastomer-Latexfluid vorgemischt werden. Additive können auch
im nachhinein in den Masterbatch eingemischt werden, wie zum Beispiel
durch Trockenmischverfahren. Zahlreiche Additive sind dem Durchschnittsfachmann hinlänglich bekannt,
so unter anderem zum Beispiel Antioxidationsmittel, Ozonschutzmittel,
Plastifizierungsmittel, Verarbeitungshilfen (zum Beispiel Flüssigpolymere, Öle und ähnliches),
Harze, Flammenverzögerungsmittel,
Extenderöle,
Schmiermittel und ein Gemisch aus den genannten. Ihre Anwendung
in dem hier beschriebenen System wird anhand der vorliegenden Beschreibung
problemlos verständlich
sein.
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Naturkautschuk-Latexfluid
oder anderes Elastomer-Latexfluid, das über die Zuführleitung 12 zu der Mischzone
geleitet wird, und Carbon-Black-Schlämme, die über die Zuführleitung 16 bei geeigneten
Prozessparametern wie oben diskutiert zu der Mischzone zugeführt wird,
können
ein neuartiges Elastomer-Komposit erzeugen, insbesondere Elastomer-Masterbatchkrume.
Mittel können
weiterhin bereitgestellt werden, um verschiedene Additive in den
Elastomer-Masterbatch einzuarbeiten. Ein Additivfluid, das ein Additiv
oder mehrere Additive umfasst, kann als separater Zuführstrom
zu der Mischzone zugeführt
werden. Ein Additiv oder mehrere Additive kann oder können, falls
geeignet, mit der Carbon-Black-Schlämme oder üblicher mit dem Elastomer-Latexfluid
vorgemischt werden. Additive können
auch im nachhinein in den Masterbatch eingemischt werden, wie zum
Beispiel durch Trockenmischverfahren. Zahlreiche Additive sind dem
Durchschnittsfachmann hinlänglich
bekannt, so unter anderem zum Beispiel Antioxidationsmittel, Ozonschutzmittel,
Plastifizierungsmittel, Verarbeitungshilfen (zum Beispiel Flüssigpolymere, Öle und ähnliches),
Harze, Flammenverzögerungsmittel,
Extenderöle,
Schmiermittel und ein Gemisch aus denselben. Die allgemeine Verwendung
und Auswahl der genannten Additive sind dem Durchschnittsfachmann
hinlänglich
bekannt. Ihre Anwendung in dem hier beschriebenen System wird anhand
der vorliegenden Beschreibung problemlos verständlich sein.
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Die
Baugruppe Mischzone/Koagulum-Zone wird unten ausführlicher
diskutiert. Die Elastomer-Masterbatchkrume wird von dem Auslassende
des Koagulum-Reaktors 14 zu einer geeigneten Trocknungs-
und Compoundiervorrichtung geleitet. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
von 1 wird die Masterbatchkrume zuerst über ein
Zuführmittel 41 einem
Entwässerungsextruder 40 zugeführt. In
routinemäßigen bevorzugten
Ausführungsbeispielen
in Übereinstimmung
mit dem in 1 gezeigten, die Naturkautschuk-Masterbatch
mit Carbon-Black-Füllstaff
erzeugen, wird der Entwässerungsschritt
den Wassergehalt üblicherweise von
etwa 70 bis 80 Gewichtsprozent auf etwa 15 bis 25 Gewichtsprozent
reduzieren. Das Wasser wird über den
Austrittsstrom 43 aus dem Entwässerungsextruder 40 abgelassen.
Geeignete Entwässerungsextruder sind
hinlänglich
bekannt und handelsüblich
verfügbar,
so zum Beispiel von der French Oil Machinery Co. (Piqua, Ohio, USA).
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Der
Masterbatch wird von dem Entwäserungsextruder 40 über Förderer oder
per Schwerkraftförderung
oder über
andere geeignete Mittel 101 einem kontinuierlichen Compounder 100 und
danach einer offenen Mühle 120 zugeführt. Bei
routinemäßigen bevorzugten
Ausführungsbeispielen
in Übereinstimmung
mit dem in 1 veranschaulichten, die Naturkautschuk-Masterbatch
mit Carbon-Black-Füllstoff
herstellen, wird der Compoundier- und Mahlschritt den Wassergehalt üblicherweise
von etwa 15 bis 25 Gewichtsprozent auf weniger als ein Gewichtsprozent
reduzieren. In bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen können Additive in
dem kontinuierlichen Compounder 100 mit dem Masterbatch
kombiniert werden. Insbesondere können Additive, wie zum Beispiel
Antioxidationsmittel, Ozonschutzmittel, Plastifizierungsmittel,
Verarbeitungshilfen (zum Beispiel Flüssigpolymere, Öle und ähnliches),
Harze, Flammenverzögerungsmittel,
Extenderöle,
Schmiermittel und ein Gemisch aus denselben in dem kontinuierlichen
Compounder 100 zugegeben werden. In bestimmten anderen
bevorzugten Ausführungsbeispielen
können
zusätzliche
Elastomere in dem kontinuierlichen Compounder 100 mit dem
Masterbatch kombiniert werden, um Elastomermischungen herzustellen.
Beispielhafte Elastomere sind zum Beispiel unter anderem Kautschuks,
Polymere (zum Beispiel Homopolymere, Copolymere und/oder Terpolymere)
von 1,3-Butadien, Styrol, Isopren, Isobutylen, 2,3-Dimethyl-1,3-Butadien,
Acrylonitril, Ethylen und Propylen und ähnliche. Der kontinuierliche
Compounder 100 trocknet den Masterbatch, mastiziert den
Masterbatch, steuert seine Mooney-Viskosität und sein Molekulargewicht
und minimiert die Reduzierung von Bound Rubber. Geeignete kontinuierliche
Compounder sind hinlänglich
bekannt und handelsüblich
verfügbar,
wie zum Beispiel der Unimix Continuous Mixer von der Farrel Corporation
in Ansonia, Connecticut, USA.
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Wie
in den 1 und 8 zu sehen ist, wird der Elastomer-Masterbatch
von dem Koagulum-Reaktor 14 zu dem Entwässerungsextruder 40 und
danach zu der Einlassöffnung 102,
die in einer gestreckten Verarbeitungskammer 104 des kontinuierlichen
Compounders 100 ausgebildet ist, zugeführt. In bestimmten bevorzugten
Ausführungsbeispielen
ist die Einlassöffnung 102 ein
Trichter, der Schwerkraftförderung
des Elastomer-Masterbatches
aus dem Entwässerungsextruder 40 ermöglicht.
Die Einlassöffnung 102 kann
auch über ein
Zuführmittel,
wie zum Beispiel ein Förderband,
einen Kanal, eine Rohrleitung oder beliebige andere geeignete Mittel
für den
Transport des Elastomer-Masterbatches,
beschickt werden. Die Verarbeitungskammer 104 befindet
sich in einem Gehäuse 105 des
kontinuierlichen Compounders 100. Gestreckte Rotoren 106 sind
parallel zueinander angeordnet und in der Verarbeitungskammer 104 axial
ausgerichtet. Die Rotoren 106 werden durch einen Motor 108 über ein
Untersetzungsgetriebe 110 und Lager 112 angetrieben.
Die Rotoren 106 sind gemäß bekannten Ausführungen
für die
axiale Verarbeitung von Material durch die gestreckte Verarbeitungskammer 104 angepasst.
Wie in 8 zu sehen ist, sind mehrere Rotoren 106 in
der Verarbeitungskammer 104 axial ausgerichtet. Die Rotoren 106 sind
vorzugsweise segmentiert, wobei verschiedene Segmente wahlweise
unterschiedliche Gewinde- oder Schraubenkonfigurationen aufweisen.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
enthält
die Verarbeitungskammer 104 zwei Rotoren 106,
die unterschiedliche Profile aufweisen. Geeignete Rotoren 106,
die geeignete Profile aufweisen, sind unter anderem die Rotoren
der Modellvarianten 7 und 15 von der Farrel Corporation
aus Ansonia, Connecticut, USA. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
enthalten die Rotoren 106 ein Fluid, das temperiert werden
kann, um Erwärmen
und/oder Kühlen
für den Elastomer-Masterbatch
bereitzustellen.
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Wie
in dem in 8 veranschaulichten Ausführungsbeispiel
zu sehen ist, hat jeder Rotor 106 ein erstes Segment 116 und
ein zweites Segment 118. Wenn der Elastomer-Masterbatch durch
die Verarbeitungskammer 104 hindurchläuft, mastizieren die Rotoren
das Material, wobei sie den Elastomer-Masterbatch mischen und trocknen.
Die Öffnung 109 wird
in der Verarbeitungskammer 104 für die Zugabe von flüssigen Additiven
bereitgestellt. Trockene Materialien können über die Einlassöffnung 102 zu
dem Elastomer-Masterbatch
zugegeben werden. Die Entlüftungsöffnung 111 wird
in der Verarbeitungskammer 104 bereitgestellt, um Feuchtigkeit
während
des Trocknens des Masterbatches zu entlüften. Der Elastomer-Masterbatch
tritt über
die Öffnung 114 aus
der Verarbeitungskammer 104 aus. Eine erste Temperaturregelvorrichtung 115 stellt
Wärmen und/oder
Kühlen
für den
kontinuierlichen Compounder 100 bereit, üblicherweise
mit Warmwasser. Eine zweite Temperaturregelvorrichtung 117 stellt
Wärmen
und/oder Kühlen
für die
Auslassöffnung 114 bereit, üblicherweise
mit Kaltwasser. Während
eines typischen Verfahrensablaufes wird Wärme beim Anfahren zugeführt und
danach, wenn das Verfahren vollständig läuft, wird das Heizen unterbrochen
und Kühlen
wird zugeschaltet. Während
des Anfahrens wird Wärme üblicherweise
insbesondere zu der Verarbeitungskammer 104 und der Auslassöffnung 114 zugeführt, und
im Betrieb wird Kühlung
insbesondere zu der Einführöffnung 102,
zu der Verarbeitungskammer 104 und zu den Rotoren 106 bereitgestellt.
In einer typischen Anwendung mit einer Nenndurchsatzleistung von
1000 engl. Pfund pro Stunde von Elastomer-Masterbatch können durch
Kühlung
etwa 250.000 bis 500.000 BTU/h abgeführt werden. Wie weiter oben
ausge führt
wird, trocknen bevorzugte Ausführungsbeispiele
des kontinuierlichen Compounders 100 den Masterbatch und
steuern seine Mooney-Viskosität und
sein Molekulargewicht, während
sie Bound Rubber nicht übermäßig reduzieren.
Bestimmte bevorzugte Ausführungsbeispiele
des kontinuierlichen Compounders 100 können den Wassergehalt des Elastomer-Masterbatches
von bis etwa 25 Gewichtsprozent auf unter etwa ein Gewichtsprozent
senken.
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Die
Steuerung der Betriebsparameter des kontinuierlichen Compounders 100 ermöglicht die
Steuerung der Mooney-Viskosität,
des Feuchtigkeitsgehaltes, des Molekulargewichtes und des Bound
Rubber des Elastomer-Masterbatches. Die genannten Betriebsparameter
umfassen die Durchsatzleistung des kontinuierlichen Compounders,
die Rotordrehzahl, die Größe und Temperatur
der Auslassöffnung
sowie die Temperatur der Verarbeitungskammer.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen
wird der aus dem kontinuierlichen Compounder 100 ausgetragene
Elastomer-Masterbatch einer offenen Mühle 120 zugeführt. Der
Elastomer-Masterbatch wird als eine Länge Extrudat abgelassen und
kann vor dem Einlauf in die offene Mühle 120 in kleinere
Längen geschnitten
werden. Der Elastomer-Masterbatch kann wahlweise über den
Förderer 119 zu
der offenen Mühle 120 zugeführt werden.
Der Förderer 119 kann
ein Förderband,
ein Förderkanal,
eine Rohrleitung oder ein anderes geeignetes Mittel für den Transport
des Elastomer-Masterbatches von dem kontinuierlichen Compounder 100 zu
der offenen Mühle 120 sein.
Die offene Mühle 120 umfasst
ein Paar Walzen 122, die die Mooney-Viskosität des Elastomer-Masterbatches weiter
steuern. Die Walzen 122 können wahlweise erwärmt oder gekühlt werden,
um verbesserten Betrieb der offenen Mühle 120 bereitzustellen.
In bestimmten Ausführungsbeispielen
kann die offene Mühle 120 die
Temperatur des Elastomer-Masterbatches
etwa 100°C
reduzieren.
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Nach
dem Austritt aus der offenen Mühle 120 kann
das Elastomer-Masterbatch wahlweise von dem Förderer 200 zu einem
Kühlsystem 202 wie
in 9 zu sehen zugeführt werden. Das Kühlsystem 202 kann eine
Kühlwassersprühanlage 204 umfassen,
wobei deren Wasser von dem Kühlwasserbehälter 206 oder
von einer anderen Wasserquelle zugeführt wird. Das Wasser von der
Kühlwassersprühanlage 204 kann
direkt auf den Elastomer-Masterbatch aufgesprüht werden. In bestimmten Ausführungsbeispielen kann
ein Trennmittel, wie zum Beispiel Promol, hergestellt von Hans W.
Barbe in Deutschland, das Silicate und Calciumstearat enthält, zu der
Wassersprühanlage
zugeführt
oder anstelle der Wassersprühanlage
verwendet werden. Wahlweise kann der Elastomer-Masterbatch danach
von dem Förderer 208 zu
dem Granulator 210 zugeführt werden. Wenn die Kühlwassersprühanlage 204 verwendet
worden ist, kann wahlweise ein Luftrakel 212 oder ein Hochdruckluftgebläse oder
ein anderes geeignetes Mittel verwendet werden, um Kühlwasser
zu entfernen, das möglicherweise
nicht von dem Elastomer-Masterbatch verdampft ist. Der Elastomer-Masterbatch
kann danach mehr oder weniger eng oder dicht ballengepresst werden,
indem die Verweilzeit, das heißt
der Druck und die Zeit in der Ballenpresse 216, in Abhängigkeit
von seinem vorgesehenen Einsatzzweck verändert wird. Zum Beispiel kann
ein lockerer Ballen für
den Einsatz in einem Banbury-Mischer oder ähnlichem bevorzugt werden.
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Wie
weiter oben ausgeführt,
kann der kontinuierliche Compounder, der das Verfahren und die Vorrichtung
der vorliegenden Erfindung anwendet, so gesteuert werden, dass die
Veränderung
der Mooney-Viskosität,
des Molekulargewichtes, des Bound Rubber und der Trocknung des in
dem kontinuierlichen Compounder verarbeiteten Masterbatches gesteuert
werden. Das Ausmaß der Änderung
und der Endwert dieser Parameter werden in Abhängigkeit von dem vorgesehenen
Einsatzzweck des entstehenden Masterbatches ausgewählt werden.
Der Durchschnittsfachmann wird anhand der vorliegenden Beschreibung
weiterhin in der Lage sein, geeignete Rotorausführungen sowie Betriebsbedingungen
und Parameter für
die Rotoren auszuwählen,
um die Mooney-Viskosität, das Molekulargewicht,
den Bound Rubber und die Trocknung des in dem kontinuierlichen Compounder
verarbeiteten Elastomer-Masterbatches zu steuern. Üblicherweise
ist die Mooney-Viskosität
des in dem Koagulum-Reaktor erzeugten Masterbatches höher als
für bestimmte
Endanwendungen wünschenswert.
Der kontinuierliche Compounder kann vorteilhafterweise die Mooney-Viskosität des Masterbatches
auf einen ausgewählten
niedrigeren Wert reduzieren.
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8 veranschaulicht
schematisch ein Teilsystem 58 für die Einleitung von Trockenadditiven
in den kontinuierlichen Compounder 100 über eine Leitung 171 und
eine Einlassöffnung 102.
Weiterhin wird in 8 ein Teilsystem 59 für Einleiten
von Flüssigadditiven
in den kontinuierlichen Compounder 100 über eine Leitung 172 und
eine Einlassöffnung 102 schematisch
veranschaulicht. Die Leitungen 171, 172, 173 können zum Beispiel
Rohrleitungen, Förderbänder oder
andere geeignete Mittel für
den Transport von Material von dem betreffenden Teilsystem zu dem
kontinuierlichen Compounder 100 sein. Beispielhafte Additive
sind unter anderem Füllstoffe
(welches die gleichen oder andere als die in dem Koagulum-Reaktor
verwendeten Füllstoffe
sein können;
beispielhafte Füllstoffe
sind unter anderem Siliziumdioxid, Zinkoxid, wobei Zinkoxid auch
als Vulkanisationsmittel wirkt), andere Elastomere, anderer oder
zusätzlicher
Masterbatch, Antioxidationsmittel, Ozonschutzmittel, Plastifizierungsmittel,
Verarbeitungshilfen (zum Beispiel Stearinsäure, die auch als Vulkanisationsmittel
verwendet werden kann, Flüssigpolymere, Öle, Wachse
und ähnliches),
Harze, Flammenverzögerungsmittel,
Extenderöle,
Schmiermittel und ein Gemisch aus denselben. Die Zugabe von Elastomeren
kann über
den kontinuierlichen Compounder 100 Elastomermischungen
erzeugen. Beispielhafte Elastomere sind unter anderem Kautschuks,
Polymere (zum Beispiel Homopolymere, Copolymere und/oder Terpolymere)
von 1,3-Butadien, Styrol, Isopren, Isobutylen, 2,3-Dimethyl-1,3-Butadien,
Acrylonitril, Ethylen und Propylen und ähnliche. Es ist zu beachten,
dass eine beliebige Kombination aus Elastomeren, Additiven und zweitem
Masterbatch in dem kontinuierlichen Compounder 100 zu dem
in dem Koagulum-Reaktor 14 hergestellten
Elastomer-Masterbatch zugegeben werden kann.
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Die
Abmessungen und besondere Auslegungsmerkmale des Koagulum-Reaktors 14,
einschließlich der
Baugruppe Mischzone/Koagulum-Zone, die für ein Ausführungsbeispiel in Übereinstimmung
mit 1 geeignet sind, werden teilweise von solchen
Auslegungsfaktoren abhängen,
wie zum Beispiel die gewünschte Durchsatzleistung,
die Auswahl der zu verarbeitenden Materialien etc. Ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel wird
in 2 veranschaulicht, wobei ein Koagulum-Reaktor 48 einen
Mischkopf 50 hat, der an einer Koagulum-Zone 52 mit
einer fluiddichten Dichtung an der Verbindung 54 befestigt
ist. 2 veranschaulicht schematisch ein erstes Teilsystem 56 für Zuführen von
Elastomer-Latex zu der Mischzone, ein Teilsystem 57 für Zuführen von
Carbon-Black-Schlämme oder
einem anderen partikulären
Füllstofffluid
zu der Mischzone sowie ein Teilsystem 58 für Zuführen eines
wahlweisen Additivfluids, von Druckluft etc. zu der Mischzone. Der
Mischkopf 50 hat drei Zuführkanäle 60, 61, 62.
Der Zuführkanal 60 wird
für das
Naturkautschuk-Latexfluid bereitgestellt, und der Zuführkanal 62 wird
für direktes
Zuführen
von Gas und/oder Additivfluid bereitgestellt. In Verbindung mit
bevorzugten Ausführungsbeispielen,
die mit Direkteinspritzung von Additiven arbeiten, wird ein signifikanter
Vorteil in Verbindung mit Kohlenwasserstoffadditiven oder allgemeiner
mit nicht mit Wasser mischbaren Additiven erzielt. Wohingegen die
Anwendung von Emulsions-Zwischenprodukten
für die
Herstellung von Additivemulsionen, die für Vermischung mit einem Elastomer-Latex
geeignet sind, hinlänglich
bekannt ist, benötigen
erfindungsgemäße bevorzugte
Ausführungsbeispiele,
die Direkteinspritzung von Additiven verwenden, nicht nur keine
Emulsions-Zwischenprodukte, sondern auch keine Ausrüstungen,
wie zum Beispiel Behälter,
Dispergiervorrichtungen etc., die früher bei der Bildung der Emulsionen
verwendet wurden. Daher können
Herstellungskosten gesenkt und Komplexität reduziert werden. Wie weiter
unten diskutiert werden wird, ist der Zuführkanal 61, durch
den Schlämme
zu der Mischzone zugeführt
wird, vorzugsweise koaxial mit der Mischzone und der Koagulum-Zone
des Koagulum-Reaktors. Wenngleich nur ein Zuführkanal zur Aufnahme von Elastomer-Latexfluid
gezeigt wird, kann eine beliebige geeignete Anzahl von Zuführkanälen um den
zentralen Zuführkanal,
durch den die Schlämme
zu der Mischzone zugeführt
wird, herum bereitgestellt und angeordnet werden. So könnte in
dem Ausführungsbeispiel
in 2 zum Beispiel ein vierter Zuführkanal bereitgestellt werden,
durch den Umgebungsluft oder Hochdruckluft oder Gas zu der Mischzone
zugeführt
wird. Ebenso kann Druckluft zusammen mit der Schlämme durch
den zentralen axialen Zuführkanal 61 eingespritzt
werden. Hilfszuführkanäle können zeitweilig
oder dauerhaft abgesperrt werden, wenn sie nicht benutzt werden.
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Die
Koagulum-Zone 52 des Koagulum-Reaktors 48 hat
einen ersten Abschnitt 64, der eine axiale Länge aufweist,
die in Abhängigkeit
von Auslegungszielen für
die konkrete vorgesehene Anwendung ausgewählt werden kann. Wahlweise
kann die Koagulum-Zone über ihre
gesamte axiale Länge
oder im Wesentlichen über ihre
gesamte axiale Länge
eine konstante Querschnittsfläche
aufweisen. So kann der Koagulum-Reaktor zum Beispiel einen einfachen
geraden, röhrenförmigen Strömungskanal
von der Mischzone zu dem Auslassende definieren. Vorzugsweise erhöht sich
die Querschnittsfläche
der Koagulum-Zone 52 jedoch aus den oben diskutierten Gründen und
wie in dem in den Zeichnungen veranschaulichten bevorzugten Ausführungsbeispiel
zu sehen ist stufenweise von dem Einlassende 66 zu dem
Auslassende 68 hin. Insbesondere erhöht sich die Querschnittsfläche in der
Längsrichtung
von dem Einlassende zu dem Auslassende hin. In dem Ausführungsbeispiel
in 2 erhöht
sich die Querschnittsfläche
der Koagulum-Zone stufenweise in dem Sinn, dass sie sich auf einen
Abschnitt 64 konstanter Querschnittsfläche folgend kontinuierlich
erhöht.
Verweise auf den Durchmesser und die Querschnittsfläche des
Koagulum-Reaktors (oder richtiger der Koagulum-Zone, die in dem
Koagulum-Reaktor ausgebildet wird) und auf andere Komponenten bedeuten,
insofern nichts anderes angegeben wird, die Querschnittsfläche des
offenen Strömungsganges
und den Innendurchmesser dieses Strömungsganges.
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Elastomer-Komposit,
insbesondere koagulierter Elastomer-Latex in Form der Masterbatchkrume 72, wird
durch einen Ausschleuser 70 aus dem Koagulum-Reaktor 48 abgelassen.
Der Ausschleuser 70 ist ein einstellbarer Kanal, der an
dem Auslassende 68 mit dem Koagulum-Reaktor verbunden ist.
Er ist so einstellbar, dass die Elastomer-Masterbatchkrume 72 selektiv
zu einem der verschiedenen empfangenden Standorte hindurchgeleitet
wird. Dieses Merkmal ermöglicht
vorteilhafterweise den Austrag der Masterbatchkrume aus dem Produktstrom,
zum Beispiel für
Versuche oder bei Produktionsaufnahme, wenn eine anfängliche
Instabilität des
Prozesses zeitweilig zu Produkt-Minderqualität führen kann.
Zusätzlich
bietet der Ausschleuser Auslegungsflexibilität, wobei das Produkt von dem
Koagulum-Reaktor zu verschiedenen Nachverarbeitungspfaden geleitet
werden kann. Gemäß dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
aus 1 und da die Masterbetchkrume 72 durch
den Ausschleuser 70 aus dem Koagulum-Reaktor 48 abgelassen wird,
geht die Masterbatchkrume 72 zu einem Entwässerungsextruder 40 und
wird von dort über
die Einlassöffnung 102 in
einen kontinuierlichen Compounder 100 eingeleitet.
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Das
Querschnittsmaß des
Koagulum-Reaktors 48 erhöht sich in einem Gesamtwinkel α zwischen
dem Einlassende 66 und dem Auslassende 68. Der
Winkel α ist
größer als
0° und er
ist in den bevorzugten Ausführungsbeispielen
kleiner als 45°,
bevorzugterweise kleiner als 15° und
am meisten bevorzugterweise von 0,5° bis 5°. Der Winkel a ist ein Halbwinkel,
das heißt
er wird von der zentralen Längsachse
der Koagulum-Zone zu einem Punkt A an dem Außenumfang der Koagulum-Zone
an dem Ende des Koagulum-Reaktors
gemessen. In dieser Hinsicht muss verstanden werden, dass die Querschnittsfläche des
vorgeschalteten Abschnittes des Koagulum-Reaktors, das heißt der Abschnitt
in der Nähe
des Einlassendes 66, sich vorzugsweise ausreichend langsam
erhöht,
um eine Quasi-Formung der Koagulum-Zone gemäß den oben diskutierten Grundsätzen zu erzielen.
Ein zu großer
Ausdehnungswinkel der Koagulum-Zone kann dazu führen, dass der Elastomer-Masterbatch
nicht in der gewünschten
Krumenform von Kügelchen
oder Schnecken hergestellt wird und einfach durch den Koagulum-Reaktor
hindurch gesprüht
wird. Eine zu sanfte Erhöhung
der Bohrung des Koagulum-Reaktors kann in bestimmen Ausführungsbeispielen
zu einem Rückstau
oder zu einem Verstopfen des Einsatzmaterials und des Reaktionsproduktes
in den Mischkopf hinein führen.
In einem nachgeschalteten Abschnitt der Koagulum-Zone, in dem der
Latex im Wesentlichen koaguliert ist und die Strömung im Wesentlichen zu einer
Pfropfenströmung
geworden ist, kann sich die Koagulum-Zone mit oder ohne Erhöhung der Querschnittsfläche erweitern.
Somit muss der Verweis auf die Koagulum-Zone in bevorzugten Ausführungsbeispielen,
die eine fortschreitend zunehmende Querschnittsfläche aufweisen,
als Verweis auf den Abschnitt der Koagulum-Zone verstanden werden,
in dem die Strömung
nicht im Wesentlichen Pfropfenströmung ist.
-
Die
Querschnittsfläche
der Koagulum-Zone (das heißt
wenigstens der vorgeschaltete Abschnitt derselben wie unmittelbar
oben diskutiert) kann sich anstelle der in dem Ausführungsbeispiel
in 2 veranschaulichten kontinuierlichen Zunahme stufenweise
erhöhen.
In dem in 3 veranschaulichten Ausführungsbeispiel
enthält
ein kontinuierliches Strömungssystem
für die
Produktion von Elstomer-Masterbatch gemäß dem hierin beschriebenen
Verfahren und der hierin beschriebenen Vorrichtung eine Baugruppe
Mischkopf/Koagulum-Zone, in der sich die Querschnittsfläche der
Koagulum-Zone stufenweise erhöht.
Vorzugsweise weisen die einzelnen Abschnitte der Koagulum-Zone bei
einer solchen stufenweisen Ausführung
eine gebördelte
Verbindung zu den benachbarten Abschnitten auf. Das heißt, sie
werden zusammengeführt,
um eine glatte und normalerweise kontinuierliche Koagulum-Zonen-Oberfläche zu bilden,
zum Beispiel im Gegensatz zu einer scharten und sofortigen Zunahme
des Durchmessers von einem Abschnitt zu dem nächsten. Die Koagulum-Zone aus 3 nimmt
in drei Schritten so zu, dass es vier verschiedene Abschnitte oder
Teilzonen 74 bis 77 gibt. Entsprechend den unmittelbar
oben diskutierten Auslegungsgrundsätzen nimmt die Querschnittsfläche der
Koagulum-Zone 53 von dem Einlassende 66 zu einem
Punkt A an dem Auslassende 68 mit einem Gesamtwinkel zu,
was die notwendige Strömungssteuerung
in dem vorgeschalteten Abschnitt des Koagulum-Reaktors bewirkt.
Der erste Abschnitt 74 umfasst (a) den Abschnitt konstanten
Durchmessers des Mischkopfes 50 unmittelbar vor der Mischzone
und (b) den Abschnitt gleichen oder ähnlichen Durchmessers, der
an der Verbindung 54 an dem Einlassende damit verbunden
ist. Der erste Abschnitt hat einen konstanten Querschnittsdurchmesser
D1 und ein Axialmaß oder eine Axiallänge L1. In diesem ersten Abschnitt 74 muss
die Länge
L1 größer sein
als das Dreifache des Durchmessers D1, vorzugsweise
größer als
das Fünffache
von D1 und am meisten vorzugs weise etwa
das Zwölffache
bis das Achtzehnfache von D1. Üblicherweise
wird dieser Abschnitt eine Länge
von etwa dem Fünfzehnfachen
von D1 aufweisen. Jeder nachfolgende Abschnitt
hat vorzugsweise ein konstantes Querschnittsmaß und eine Querschnittsfläche von
etwa dem Doppelten des vorhergehenden (das heißt des vorgeschalteten) Abschnittes.
Somit hat der Abschnitt 75 zum Beispiel ein konstantes Querschnittsmaß und eine
Querschnittsfläche
von dem Zweifachen der Querschnittsfläche des Abschnittes 74.
Analog dazu beträgt
die Querschnittsfläche
des Abschnittes 76 das Doppelte der Querschnittsfläche des Abschnittes 75,
und die Querschnittsfläche
des Abschnittes 77 ist doppelt so groß wie die des Abschnittes 76. In
jedem der Abschnitte 75 bis 77 ist die Länge vorzugsweise
größer als
das Dreifache seines Durchmessers, stärker vorzugsweise etwa das
Dreifache bis das Siebenfache seines Durchmessers und normalerweise
etwa das Fünffache
seines Durchmessers. Somit ist in dem Abschnitt 76 zum
Beispiel das Längsmaß L3 vorzugsweise etwa das Fünffache seines Durchmessers
D3.
-
Eine
Baugruppe Mischkopf und Koagulum-Zone, die dem Ausführungsbeispiel
aus 3 entspricht, wird in 4 teilweise
als Schnittdarstellung gezeigt. Der Mischkopf 50 ist über die
Verbindung 54 in einem Stück mit dem Koagulum-Zonen-Extender 53.
Er definiert eine Mischzone, wobei mehrere Zuführkanäle 60, 61, 62 eine
Verbindungsstelle mit einem gestreckten, im Wesentlichen zylindrischen
Kanal 80 bilden, der im Wesentlichen koaxial mit dem Koagulum-Zonen-Abschnitt
in dem Extender 53 ist. Es wird erkannt werden, dass es
für den
Betrieb des hierin beschriebenen Verfahrens und der hierin beschriebenen
Vorrichtung unwesentlich ist, die Grenzen der Mischzone und/oder
der Koagulum-Zone präzise
zu definieren. Zahlreiche Abweichungen sind bei der Auslegung des
Verbindungsbereiches der Strömungskanäle möglich, wie
der Durchschnittsfachmann anhand der vorliegenden Beschreibung erkennen
wird. In dieser Hinsicht und als normalerweise bevorzugte Richtlinie
befindet sich in den Ausführungsbeispielen
der in 4 veranschaulichten Art zum Beispiel die Schlämmespitze 67 normalerweise
vor dem Anfang des zylindrischen Abschnittes 80 und etwa
mittig in Längsrichtung
in der Verbindungsstelle der Zuführkanäle. In solchen
Ausführungsbeispielen
ist die kleinste Querschnittsfläche,
die durch einen imaginären
Kegel von der Schlämmespitze 67 zu
dem Umfang an dem Anfang des zylindrischen Abschnittes 80 definiert
wird, vorteilhafterweise größer als
die oder wenigstens gleich der Querschnittsfläche des Latex-Zuführkanals 60.
Vorzugsweise haben sowohl der Kanal 80 als auch wenigstens
ein Abschnitt der Koagulum-Zone, in der Strömungsturbulenz vor der im Wesentlichen
vollständigen
Koagulation des Elastomer-Latex austritt, einen kreisrunden Querschnitt.
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Das
Mittel für
Zuführen
von Carbon-Black-Schlämme
oder anderem partikulärem
Füllstofffluid
umfasst ein Zuführrohr 82,
das sich im Wesentlichen koaxial mit der Mischkammer zu einer Öffnung oder
einer Schlämmespitze 67 erstreckt,
die zu der Koagulum-Zone hin offen ist. Dies ist ein sehr vorteilhaftes
Merkmal der hier diskutierten bevorzugten Ausführungsbeispiele. Wie oben festgestellt
wird, wird die Carbon-Black-Schlämme mit
einer sehr hohen Geschwindigkeit in Bezug zu der Zuführgeschwindigkeit
des Latex zugeführt,
und die axiale Anordnung des Zuführrohres 82 mit
enger Bohrung bewirkt eine hervorragende Entwicklung von Strömungsturbulenz.
Der Durchmesser Dm des Kanals 80 (der wie oben erwähnt im Wesentlichen
gleich dem Durchmesser D1 des unmittelbar
folgenden Abschnittes 74 der Koagulum-Zone ist) ist vorzugsweise
wenigstens das Zweifache des Innendurchmessers des Schlämme-Zuführrohres 82,
stärker
vorzugsweise etwa das Vierfache bis das Achtfache des Durchmessers
des Zuführrohres 82, üblicherweise
etwa das Siebenfache bis das Achtfache des genannten Durchmessers.
Das Zuführohr 82 bildet
eine fluiddichte Dichtung mit der Einlassöffnung 83 an dem vorgeschalteten
Ende des Zuführkanals 61 des
Mischkopfes 50. Der Durchmesser des axialen Zuführohres 82 wird
in großem
Maße durch
den erforderlichen Volumenstrom und die axiale Geschwindigkeit der
Schlämme
bestimmt, wenn diese durch die Schlämme-Düsenspitze 67 in die
Mischkammer hindurchgeführt
wird. Die richtige oder erforderliche Menge und Geschwindigkeit
können
von einem Durchschnittsfachmann anhand der vorliegenden Beschreibung
ohne Weiteres ermittelt werden und sind teilweise von der Konzentration
und der Auswahl der Materialien abhängig. Ausführungsbeispiele wie die hier
veranschaulichten und beschriebenen, bei denen das Zuführrohr für die Carbon-Black-Schlämme demontierbar
ist, bieten eine wünschenswerte
Flexibilität
bei der Herstellung verschiedener Masterbatch-Mischungen zu unterschiedlichen
Zeiten. Das in einem Produktionslauf verwendete Zuführrohr kann
demontiert und durch ein größeres oder
ein kleineres Rohr ersetzt werden, das für die nachfolgende Produktion
geeignet ist. Angesichts des Druckes und der Geschwindigkeit, mit
denen die Schlämme
aus dem Zuführohr
austritt, kann dies als Sprühstrahl
oder Strahl in die Mischzone hinein bezeichnet werden. Dies ist
wenigstens bei bestimmten Ausführungsbeispielen
als Hochdruckeinspritzug der Schlämme in einen Bereich, der bereits
im Wesentlichen mit Fluid gefüllt
ist, zu verstehen. Somit ist dies ein Sprühstrahl im Sinne seiner sofortigen Verteilung,
wenn er durch die Schlämme-Düsenspitze
hindurchgeht und nicht notwendigerweise in dem Sinne frei fliegender
Materialtröpfchen
in einer einfachen Ausbreitungsbahn.
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Die
zusätzlichen
Zuführkanäle 60 und 62 bilden
eine Verbindung 84 beziehungsweise 85, wobei der Zuführkanal 60 und
der nachgeschaltete Kanal 80 in einem Winkel β liegen.
Der Winkel β kann
in zahlreichen Ausführungsbeispielen
einen Wert von größer 0° bis kleiner
180° haben. Üblicherweise
kann der Winkel β zum Beispiel
zwischen 30° und
90° betragen.
Es ist wünschenswert,
Unterdruck, das heißt
Hohlsog des Latexfluids, zu vermeiden, wenn er durch die an der
Schlämme-Düsenspitze 67 austretende
schnelle Schlämme
mitgerissen wird, da dies nachteiligerweise nicht durchgängiges Mischen
bewirken kann, was zu nicht durchgängigem Masterbatch-Produkt
führt.
Luft oder anderes Gas kann eingespritzt oder auf andere Weise in
die Mischzone eingeleitet werden, um das Aufbrechen eines solchen
Vakuums zu unterstützen.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
von 4 kreuzt der Latex-Zuführkanal 60 die Mischzone
neben der Schlämme-Düsenspitze 67.
Alternativ dazu kann der Latex-Zuführkanal den Mischkanal jedoch
vor oder hinter der Schlämme-Düsenspitze 67 kreuzen.
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Die
Carbon-Black-Schlämme
oder anderes partikuläres
Füllstofffluid
werden üblicherweise
mit einem Manometerdruck von über
etwa 2,1 × 103 kPa (300 psig), wie zum Beispiel von etwa
3,4 × 103 kPa bis 3,4 × 104 kPa
(500 bis 5000 psig), zum Beispiel von 6,8 × 103 kPa
(1000 psig) zu dem Zuführrohr 82 zugeführt. Vorzugsweise
wird die flüssige
Schlämme
durch die Schlämme-Düsenspitze 67 mit
einer Geschwindigkeit von über
30,5 m/s (100 Fuß pro
Sekunde), vorzugsweise von etwa 30,5 bis 243,8 m/s (100 bis etwa
800 Fuß pro Sekunde),
stärker
vorzugsweise von etwa 70 bis 152,4 m/s (200 bis 500 Fuß pro Sekunde),
zum Beispiel von etwa 186,7 m/s (350 Fuß pro Sekunde) zu der Mischzone
zugeführt.
Die Pfeile 51 in 4 zeigen
die allgemeine Richtung der Strömung
des Elastomer-Latex und der Hilfseinsatzstoffe durch die Zuführkanäle 60 und 62 in
den Kanal 80 unterhalb der Schlämmen-Düsespitze 67. Somit
werden die Schlämme- und Latexfluide mit
sehr unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten
gemäß den oben
genannten Zahlenwerten zu den Mischzonen zugeführt. Ohne an Theorie gebunden
zu sein, geht man gegenwärtig
davon aus, dass die unterschiedliche Zuführung Latex-Scherbedingungen
in der Mischzone erzielt, die zu guter Makrodispersion und Koagulation
führen.
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Ein
alternatives bevorzugtes Ausführungsbeispiel
wird in 5 und 6 veranschaulicht,
wobei das einzelne axiale Zuführrohr 82 in
dem Ausführungsbeispiel
von 4 durch mehrere sich in axialer Richtung erstreckende
Zuführrohre 90 bis 92 ersetzt
wird. Eine noch größerer Anzahl
von Zuführrohren
kann eingesetzt werden, zum Beispiel bis zu etwa sechs oder acht
sich in axialer Richtung erstreckende Zuführrohre. Vorteilhafterweise
wird Produktionsflexibilität
erreicht, indem verschiedene Zuführrohre
unterschiedlichen Durchmessers für
die Produktion verschiedener Formulierungen verwendet werden. Weiterhin
können
mehrere Zuführrohre
gleichzeitig verwendet werden, um gute Strömungsturbulenz in der Mischzone
und der Koagulum-Zone des Koagulum-Reaktors zu erzielen.
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Ein
alternatives Ausführungsbeispiel
des Mischkopfes wird in 7 veranschaulicht. Der Mischkopf 150 definiert
eine Mischzone 179. Ein axialer Zuführkanal 161 nimmt
ein Zuführrohr 182 auf,
das Carbon-Black-Schlämme
oder anderes partikuläres
Füllstofffluid
mit hoher Geschwindigkeit in die Mischkammer 179 zuführt. Es
ist zu sehen, dass die zentrale Bohrung in dem Zuführrohr 182 an
der Schlämme-Düsenspitze 167 endet.
Eine Düsen-Stegfläche 168 mit
konstantem Durchmesser befindet sich unmittelbar vor der Schlämme-Düsenspitze 167,
was zu einer größeren Bohrungsfläche 169 führt. Vorzugsweise
beträgt
das Axialmaß der
Stegfläche 168 etwa
das Zweifache bis Sechsfache, zum Beispiel etwa das Fünffache,
ihres Durchmessers. Ein zweiter Zuführkanal 160 bildet
eine Verbindung 184 mit der Mischzone 179 in einem
Winkel von 90°, um
Elastomer-Latexfluid zu der Mischzone zuzuführen. Der Querschnittsdurchmesser
des Latexfluid-Zuführkanals 160 ist
wesentlich größer als
der Querschnittsdurchmesser der Schlämme-Düsenspitze 167 und
der Stegfläche 168.
Ohne an Theorie gebunden sein zu wollen, wird davon ausgegangen,
dass die axiale Streckung der Stegfläche 168, zusammen
mit dem Bohrprofil erweiterten Durchmessers vor der Stegfläche, eine vorteilhafte
Stabilität
in der Strömung
der Schlämme
durch das Zuführrohr 182 in
die Mischzone 179 bereitstellt. Die Bohrung der Zuführrohres 182 arbeitet
gut mit einer Abfasung von 20°,
das heißt
einem konischen Bereich 169, der sich in der vorgeschalteten
Richtung in einem Winkel von etwa 20° befindet. Hinter der Mischzone 179 befindet
sich eine gestreckte Koagulum-Zone. In Übereinstimmung mit den oben
diskutierten Grundsätzen
muss die genannte Koagulum-Zone lediglich marginal gestreckt sein.
Das heißt,
ihr Axialmaß muss
nur marginal länger
sein als ihr Durchmesser. Vorzugsweise wird jedoch eine fortschreitend
vergrößerte Koagulum-Zone
verwendet.
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Wie
weiter oben diskutiert wird, ist die Koagulation des Elastomer-Masterbatches
an dem oder vor dem Ende des Koagulum-Reaktors im Wesentlichen vollständig. Das
heißt,
Koagulation tritt in der Koagulum-Zone des Koagulum-Reaktors auf,
ohne dass die Notwendigkeit der Zugabe eines Stromes von Koagulationsmittellösung oder ähnlichem
besteht. Das schließt
nicht die Möglichkeit
aus, dass in der Mischzone eine gewisse anfängliche Koagulation auftritt.
Die Mischzone kann für
diesen Zweck als erweiterter Abschnitt der Koagulum-Zone betrachtet
werden. Weiterhin bedeutet ein Verweis auf im Wesentlichen vollständige Koagulation,
bevor der Elastomer-Msterbatch aus dem Koagulum-Reaktor austritt,
nicht den Ausschluss der Möglichkeit
nachfolgender Verarbeitung und Nachbehandlungsschritte aus beliebigen
verschiedenen Gründen,
die für den
vorgesehenen Einsatzzweck des Endproduktes geeignet sind. In dieser
Hinsicht bedeutet die in den bevorzugten Ausführungsbeispielen des hierin
beschriebenen neuartigen Verfahrens genannte im Wesentliche vollständige Koagulation
unter Verwendung von Naturkautschuk-Latex, dass wenigstens etwa
95 Gewichtsprozent, vorzugsweise wenigstens etwa 97 Gewichtsprozent
und am stärksten
vorzugsweise wenigstens etwa 99 Gewichtsprozent des Kautschukkohlenwasserstoffes,
koaguliert sind.
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Das
hierin beschriebene Verfahren und die hierin beschriebene Vorrichtung
erzeugen Elastomer-Komposite, die hervorragende physikalische Eigenschaften
und Leistungsmerkmale aufweisen. Neuartige Elastomer-Komposite der
vorliegenden Erfindung sind unter anderem Masterbatch-Mischungen,
die durch das oben beschriebene Verfahren und durch die oben beschriebene
Vorrichtung erzeugt werden, sowie Zwischenverbindungen und Endprodukte,
die aus den genannten Masterbatch-Mischungen hergestellt werden.
Insbesondere kann Elastomer-Masterbatch durch Verwendung von Naturkautschuk-Latex
(Latexkonzentrat oder Feldlatex) zusammen mit verschiedenen Güten von
Carbon-Black-Füllstoff
hergestellt werden und weist hervorragende physikalische Eigenschaften
und Leistungsmerkmale auf. Carbon-Blacks, die gegenwärtig verbreitet wirtschaftlich
genutzt werden, für
Anwendungsfälle
wie zum Beispiel Reifenlaufflächen,
sind erfolgreich eingesetzt worden, ebenso wie Carbon-Blacks, die
bislang als ungeeignet für
wirtschaftliche Nutzung in bekannten Produktionsvorrichtungen und
Produktionsverfahren galten. Diejenigen, die wegen ihrer großen Oberfläche und
geringen Struktur ungeeignet für
das Erzielen annehmbarer Makrodispersion bei routinemäßigen wirtschaftlichen
Belastungsniveaus für
das Carbon-Black waren, oder die ungeeignet waren, das Molekulargewicht
des Elastomers aufrechtzuerhalten, werden für die hierin beschriebe nen
neuartigen Elastomer-Masterbatchmischungen stark bevorzugt. Solche
Elastomer-Kompositen
weisen eine hervorragende Dispersion des Carbon-Blacks in dem Naturkautschuk,
gesteuerte Mooney-Viskosität
und gesteuerten Feuchtigkeitsgehalt sowie eine gute Aufrechterhaltung
des Molekulargewichtes des Naturkautschuks auf. Darüber hinaus
wurden diese vorteilhaften Ergebnisse ohne die Notwendigkeit eines
Koagulationsschrittes erzielt, der einen Behandlungstank oder einen
Strom aus Säurelösung oder
einem anderen Koagulationsmittel umfasst. Somit können nicht
nur die Kosten und die Komplexität
solcher Koagulationsmittelbehandlungen vermieden werden, sondern auch
die Notwendigkeit der Handhabung von Austrittsströmen aus
diesen Verfahrensschritten.
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Bereits
bekannte Trockenmastikationsverfahren konnten eine gleichwertige
Dispersion der genannten Füllstoffe
nicht ohne signifikante Verschlechterung des Molekulargewichtes
und ohne die Mooney-Viskosität des
Masterbatches auf einem gewünschten
Niveau zu steuern erzielen und konnten daher die gemäß bestimmter
bevorzugter Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung hergestellten neuartigen Naturkautschuk-Masterbatchmischungen
nicht erzeugen. In dieser Hinsicht werden neuartige Elastomer-Komposite beschrieben,
die eine hervorragende Makrodispersion des Carbon-Blacks in dem
Naturkautschuk sowie gesteuerte Mooney-Viskosität und gesteuerten Feuchtigkeitsgehalt
aufweisen, selbst von Carbon-Blacks, die ein Struktur-Oberflächen-Verhältnis DBPA:CTAB
von weniger als 1,2 und sogar von weniger als 1,0 bei einem hohen
Molekulargewicht des Naturkautschuks aufweisen. Bekannte Mischverfahren
haben in der Vergangenheit solche hervorragende Makrodispersion
von Carbon-Black nicht ohne signifikante Verschlechterung des Molekulargewichtes
des Naturkautschuks erzielt und haben daher nicht die neuartigen
Masterbatchmischungen und andere Elastomer-Komposite der vorliegenden
Erfindung erzeugt. Bevorzugte neuartige Elastomer-Masterbatchmischungen
gemäß der vorliegenden
Offenlegung, die bislang nicht erreichte Carbon-Black-Makroverteilungen
und gesteuerte Mooney-Viskosität
aufweisen, können
anstelle des bekannten Masterbatches mit schlechterer Makrodispersion
verwendet werden. Somit kann der hier beschriebene Masterbatch in
vulkanisierte Verbindungen gemäß bekannter
Verfahren eingearbeitet werden. Solche neuartigen vulkanisierten
Verbindungen weisen in bevorzugten Ausführungsbeispielen physikalische
Eigenschaften und Leistungsmerkmale auf, die allgemein vergleichbar
mit und in einigen Fällen
signifikant besser sind als diejenigen ansonsten vergleichbarer
vulkanisierter Verbindungen, die Masterbatch schlechterer Makrodispersion
umfassen. Der Masterbatch kann gemäß der vorliegenden Erfindung
hergestellt werden, jedoch mit reduzierter Mischzeit, geringerem
Energieeintrag und/oder anderen Kosteneinsparungen.
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Insbesondere
in Bezug auf bestimmte bevorzugte Ausführungsbeispiele können Naturkautschuk-Latex
und Carbon-Black-Füllstoff-Masterbatch
hergestellt werden, die hervorragende physikalische Eigenschaften
und Leistungsmerkmale aufweisen. Hervorragende Makrodispersion des
Carbon-Black wird erreicht, selbst wenn Carbon-Blacks mit ausnahmsweise
großer
Oberfläche
und geringer Struktur verwendet werden, ohne die Verschlechterung
des Naturkautschuks, die durch Trockenmastikation über einen
ausreichenden Zeitraum und mit ausreichender Intensität, um das
gleiche Niveau an Carbon-Black-Dispersion zu erreichen, verursacht
werden würde.
Besonders vorteilhaft in dieser Hinsicht sind neuartige Naturkautschuk-Masterbatchmischungen,
bei denen ein hohes Niveau an Dispersion erzielt wird, indem Carbon-Blacks
mit einem Struktur-Oberflächen-Verhältnis DBPA:CTAB
von weniger als 1,2 und sogar weniger als 1,0 verwendet werden.
Bei Verwendung hierin kann die Carbon-Black-Struktur als der Dibutylphthalat-Adsorptionswert (DBPA-Wert)
gemessen werden, ausgedrückt
als Kubikzentimeter DBPA pro 100 Gramm Carbon-Black, gemäß der in
ASTM D2414 beschriebenen Verfahrensweise. Die Carbon-Black-Oberfläche kann
als CTAB, ausgedrückt
als Quadratmeter pro Gramm Carbon-Black, gemäß der in ASTM D3765-85 beschriebenen
Verfahrensweise gemessen werden. Neuartiger Naturkautschuk-Masterbatch
wird daher erzielt, der bislang unerreichbare Kombinationen aus
physikalischen Eigenschaften, wie zum Beispiel Molekulargewichtverteilungen und
Füllstoff-Dispersionsniveaus,
aufweist und/oder bislang ungeeignete Füllstoffe beinhaltet, wie zum
Beispiel Carbon-Black mit außerordentlich
hoher Oberfläche
und geringer Struktur. Die Dispersionsqualität von gemäß den hierin beschriebenen
Verfahren und Vorrichtungen hergestelltem Naturkautschuk-Masterbatch kann
unter Bezugnahme auf die hinlänglich
bekannten Merkmale von MWsol (Gewichtsmittel)
und Makrodispersion nachgewiesen werden. Insbesondere ist das Makrodispersionsniveau
in gemäß den bevorzugten
Ausführungsbeispielen
hergestelltem Masterbatch signifikant besser als das in Masterbatch
von etwa gleichem MWsol, das mittels Mastikation
hergestellt wird. Insbesondere ist die Dispersionsqualität dieser
bevorzugten Ausführungsbeispiele
nicht signifikant abhängig
von der Morphologie des Carbon-Black-Füllstoffes. Es wird erkannt
werden, dass andere Faktoren, die das unter Verwendung der hier
beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen erzielbare Dispersionsniveau
beeinflussen, unter anderem die Konzentration des Carbon-Blacks
in der Schlämme,
der Gesamtenergieeintrag in die Schlämme und der Energieeintrag
während
des Mischens der Fluidströme
etc. sind.
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Die
Makrodispersionsqualität
von Carbon-Black in dem hier beschriebenen Naturkautschuk-Masterbatch
ist signifikant besser als die in bisher bekanntem Masterbatch von
etwa gleichem MWsol (Gewichtsmittel). In
einigen bevorzugten Ausführungsbeispielen
von neuartigen Elastomer-Kompositen wird eine hervorragende Carbon-Black-Verteilung mit MWsol etwa gleich dem von Naturkautschuk im
Feldlatexzustand (zum Beispiel etwa 1.000.000) erreicht, eine Bedingung,
die bisher nicht erzielt wurde. Der Vorteil der Dispersionsqualität ist in
den oben genannten bevorzugten Ausführungsbeispielen, die Carbon-Black
mit geringer Struktur und großer
Oberfläche,
wie zum Beispiel DBPA von weniger als 110 cc/100 g, CTAB größer als
45 bis 65 m2/g und DBPA:CTAB von weniger
als 1,2 und vorzugsweise weniger als 1,0, verwenden, besonders signifikant.
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Die
erfindungsgemäßen Verfahren
und Vorrichtungen stellen Elastomer-Masterbatch mit verbessertem
wirtschaftlichem Wert des Masterbatches bereit. Die Steuerung der
Mooney-Viskosität
und des Feuchtigkeitsgehaltes des Elastomer-Masterbatches stellt
ein Produkt bereit, das für
bestimmte Endanwendungen besser geeignet ist. Der Einsatz des kontinuierlichen
Compounders reduziert bzw. vermeidet die Notwendigkeit weiterführender
Mastikation in nachgeschalteten Prozessen in den Anlagen des Endnutzers.
Die Bereitstellung zusätzlicher
Elastomere, Additive und Masterbatch in dem kontinuierlichen Compounder
vermeidet zusätzliche
Verarbeitungsschritte in den Anlagen des Endnutzers, in denen der
Masterbatch zur Herstellung von Enderzeugnissen verwendet wird.
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Die
Verfahren und Vorrichtungen der vorliegenden Erfindung können verwendet
werden, um Produkte zu bilden, wie unter anderem Reifen, Reifenlaufflächen, Reifenseitenwände, Drahtschichten
für Reifen,
Unterplatten für
runderneuerte Reifen, Gummiteile für Motoraufhängungen, Panzerketten, Abbaubänder, Gummikomponenten
von Hydrolagern, Brückenlager
und Erdbebenisolatoren.
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Es
folgen die Ergebnisse von Versuchen unter Verwendung der hierin
beschriebenen Erfindung, wobei „FCM" für
den kontinuierlichen Compounder oder den kontinuierlichen Mischer
Farrel Unimix Continuous Mixer und „OM" für
die offene Mühle
stehen:
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Daten des Versuches Nr.
1
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Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um die Trocknungsfähigkeit
des kontinuierlichen Compounders (FCM) zu erproben. Dieser Versuch
war weiterhin vorgesehen, um die Fähigkeit der Zugabe und der
Einarbeitung eines Ölstromes
zu erproben. Die Nassprobe wurde aus Naturkautschuk-Latexkonzentrat
und Carbon-Black des Typs N351 hergestellt. Der Masterbatch wurde
mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 20 Gewichtsprozent in den
kontinuierlichen Compounder zugeführt.
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Daten des Versuches Nr.
2
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Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um die Trocknungsfähigkeit
des kontinuierlichen Compounders (FCM) zu erproben. Dieser Versuch
diente weiterhin der Erprobung der Fähigkeit der Zugabe und Einarbeitung eines Ölstromes.
Diese Nassprobe wurde aus Naturkautschuk-Feldlatex und aus Carbon-Black
des Typs N220 hergestellt. Der Masterbatch wurde mit einem Feuchtigkeitsgehalt
von etwa 25 Gewichtsprozent in den kontinuierlichen Compounder zugeführt.
-
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Daten des Versuches Nr.
3
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Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um die Trocknungsfähigkeit
des kontinuierlichen Compounders (FCM) zu erproben. Die offene Mühle (OM)
wurde ebenfalls in diesen Versuch einbezogen. Dieser Versuch diente
weiterhin der Erprobung der Fähigkeit
der Zugabe und Einarbeitung von Strömen aus Öl, Stearinsäure (SA) und eines Antioxidationsmittels
(Santoflex 6PPD). Diese Nassprobe wurde aus Naturkautschuk-Feldlatex und
experimentellem Carbon-Black A von Cabot hergestellt. Der Masterbatch
wurde mit ei nem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 22 Gewichtsprozent
in den kontinuierlichen Compounder zugeführt.
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Daten des Versuches Nr.
4
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Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um die Trocknungsfähigkeit
des kontinuierlichen Compounders (FCM) zu erproben. Die offene Mühle (OM)
wurde ebenfalls in diesen Versuch einbezogen. Dieser Versuch diente
weiterhin der Erprobung der Fähigkeit
der Zugabe und Einarbeitung von Strömen aus Öl, Stearinsäure (SA), Siliziumdioxid und
eines Antioxidationsmittels (Santoflex 6PPD). Diese Nassprobe wurde
aus Naturkautschuk-Feldlatex und aus Carbon-Black des Typs N220
hergestellt. Der Masterbatch wurde mit einem Feuchtigkeitsgehalt
von etwa 25 Gewichtsprozent in den kontinuierlichen Compounder zugeführt.
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-
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Daten des Versuches Nr.
5
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Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um die Trocknungsfähigkeit
des kontinuierlichen Compounders (FCM) zu erproben. Die offene Mühle (OM)
wurde ebenfalls in diesen Versuch einbezogen. Diese Nassprobe wurde
aus Naturkautschuk-Feldlatex und aus Carbon-Black des Typs N234
hergestellt. Der Masterbatch wurde mit einem Feuchtigkeitsgehalt
von etwa 24 Gewichtsprozent in den kontinuierlichen Compounder zugeführt.
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Daten des Versuches Nr.
6
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Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um die Trocknungsfähigkeit
des kontinuierlichen Compounders (FCM) zu erproben. Die offene Mühle (OM)
wurde ebenfalls in diesen Versuch einbezogen. Dieser Versuch diente
weiterhin der Erprobung der Fähigkeit
der Zugabe und Einarbeitung von Strömen von Öl, Stearinsäure (SA), Zinkoxid (ZnO), Siliziumdioxid
und eines Antioxidationsmittels (Santoflex 6PPD). Die Durchführbarkeit der
Zugabe von Butadienkautschuk wurde während dieses Versuches für die Probe
FA4 ebenfalls untersucht. Diese Nassprobe wurde aus Naturkautschuk-Feldlatex
und Carbon-Black des Typs N220 hergestellt. Der Masterbatch wurde
mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 20 Gewichtsprozent in den
kontinuierlichen Compounder zugeführt.
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Daten des Versuches Nr.
7
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Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um die Trocknungsfähigkeit
des kontinuierlichen Compounders (FCM) zu erproben. Die offene Mühle (OM)
wurde in diesen Versuch ebenfalls einbezogen. Dieser Versuch diente
weiterhin der Erprobung der Fähigkeit
der Zugabe und Einarbeitung von Strömen von Öl, Stearinsäure (SA), Zinkoxid (ZnO), Siliziumdioxid
und eines Antioxidationsmittels (Santoflex 6PPD). Diese Nassprobe
wurde aus Naturkautschuk-Feldlatex und aus Carbon-Black des Typs
N220 hergestellt. Der Masterbatch wurde mit einem Feuchtigkeitsgehalt
von etwa 24 Gewichtsprozent in den kontinuierlichen Compounder zugeführt.
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