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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Drucker und insbesondere digitale
Tintenstrahldrucker für Großformatdruck.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Großformatige
seitenbreite Drucker sind aus verschiedenen kommerziell erhältlichen
Modellen, z.B. dem HP 3500CPTM Drucker von
Hewlett-Packard hinlänglich
bekannt.
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Leider
sind diese Drucker und andere ähnliche
Großformatdrucker überaus langsam,
da der Druckkopf in einer Abfolge von Querschwaden über die
Seite druckt. Der Aufbau eines thermischen Tintenstrahldruckers,
der in dieser Weise arbeitet, wird in der
US 5,459,498 von Secombe et al. beschrieben.
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Um
dieses zu überwinden,
wurden Versuche unternommen, Drucker zu konstruieren, die die gesamte
Breite der Seite gleichzeitig bedrucken können. Beispiele derartiger
bekannter seitenbreiter thermischer Tintenstrahldrucker sind in
der
US 5,218,754 von
Rangappan und
US 5,367,326 von Pond
et al. beschrieben. Ein seitenbreiter Druckkopf traversiert nicht
hin und zurück über die
Seite und erhöht
von daher die Druckgeschwindigkeiten signifikant. Die Vorschläge für den Aufbau
eines seitenbreiten Druckkopfes sind jedoch aufgrund der funktionalen
Beschränkungen,
die von der Standard-Druckkopf
Technologie herrühren,
kommerziell nicht erfolgreich geworden. Ein 600 dpi thermischer
Bubble Jet Druckkopf, der so konfiguriert ist, dass er sich über die
gesamte Breite einer 1372 mm (54 Inch) breiten Standardpapierrolle
erstreckt, würde
136.000 Tintenstrahldüsen
benötigen
und würde
24 kW Wärme während des
Betriebs erzeugen. Dies ist nahezu äquivalent zu der Wärme, die
von 24 Heizstäben
für den
Hausgebrauch erzeugt wird und würde
eine aktive Kühlung
unter Einsatz eines Wärmetauschsystems,
wie Fremdbelüftung
oder Wasserkühlung
benötigen.
Dies ist für
die meisten häuslichen
und kommerziellen Umgebungen unmöglich,
da das Kühlsystem
für den
Drucker wahr scheinlich eine gewisse Art externer Ventilation benötigte. Ohne
externe Ventilation würde
der Raum, in welchem der Drucker sich befindet, wahrscheinlich überheizt
werden.
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Das
Energieverbrauchsproblem beeinflusst ebenfalls die Größe des für seitenbreites
Großformatdrucken
benötigten
Druckkopfes. Der Abstand zwischen thermischen Tintenstrahldüsen kann
nicht weniger als ein Minimalabstand betragen, in welchem die erzeugte
Wärme zum
Abfeuern von Tinte aus einer Düse
versehentlich die Tinte von einer benachbarten Düse abfeuert. Ein ähnliches
Problem tritt bei piezoelektrischen Tintenstrahldruckköpfen auf.
Das piezoelektrische Material weist eine geringe Größenänderung
pro aufgebrachtem Volt auf; typischerweise etwa 3 × 10–6 m
pro V. Sogar falls diese Größenänderung
unter Einsatz eines Biegeaktuatormechanismusses optimiert wird,
erlauben die physikalischen Abmessungen des benötigten piezoelektrischen Materials
lediglich eine Druckkopfkonstruktion mit einer Düse pro 1 bis 4 mm2,
um die für
den Auswurf von Tinte aus einer Düse erforderliche Größenänderung
hervorzurufen.
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Im
Hinblick auf die von der herkömmlichen Tintenstrahltechnologie
ermöglichte
geringe Düsenpackungsdichte
wird die Größe des für eine vollständige farbige
großformatige
seitenweise Bedruckung benötigten
Druckkopfes unpraktisch.
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Ein
weiteres Hindernis für
die kommerziellen Hersteller seitenbreiter Druckköpfe sind
die Kosten. Diese Druckköpfe
werden unter Verwendung von Mikro-Elektro-Mechanischem System (MEMS)-Techniken
gebildet, die ähnlich
zu der Herstellung von Silicium Computer-Chips sind. In diesem Verfahren werden
die Tintendüsen
und Ejektor-Mechanismen in einer Abfolge von Ätz- und Ablagerungsprozeduren auf
Silicium-Wafern
gebildet, wie es auch bei anderen Computer-Chips der Fall ist.
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Die
Kosten von Druckkopfchips sind grob proportional zu der Fläche des
benötigten
Wafers, wobei jedoch die Kosten des Druckkopfes unproportional mit
einer ansteigenden Fläche
des verwendeten Wafers ansteigen. Dies liegt daran, dass die Herstellungskosten
zu eskalieren beginnen, da die Chip-Defektrate ebenfalls mit der
Wafergröße ansteigt.
Es werden während
der Silicium Chip-Herstellung unweigerlich Fehler auftreten und
daher ist ein gewisser Grad an Verlust stets präsent. Ein einzelner Chip führt dazu,
einen gesamten seitenbreiten Druckkopfchip defekt werden zu lassen, wie
es der Fall bei regulärer
Silicium Chip-Herstellung ist. Da jedoch der seitenbreite Chip größer als
reguläre
Chips ist, besteht eine höhere
Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner Chip defekt ist und dadurch
die Defektrate insgesamt im Vergleich zur herkömmlichen Chip-Herstellung anhebt.
Das Problem wird weiter verschlimmert, wenn sehr viel größere seitenbreite Chips
für ein
Großformatdrucken
hergestellt werden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Demgemäß schlägt die vorliegende
Erfindung einen seitenbreiten Tintenstrahldrucker vor, enthaltend:
eine
Druckkopfanordnung mit einer langgezogenen seitenbreiten Aufreihung
von Tintenstrahldüsen, Kammern
und thermisch biegbaren Betätigungselementen
unter Einsatz von MEMS-Techniken, wobei sich die Aufreihung über eine
Länge von
mindestens 914 mm (36 Inch) erstreckt.
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In
einem mit der vorliegenden Erfindung in Beziehung stehenden Gesichtspunkt
wird ein seitenbreiter Tintenstrahldrucker vorgeschlagen, enthaltend:
eine
Druckkopfanordnung mit einer langgezogenen seitenbreiten Aufreihung
von Tintenstrahldüsen, Kammern
und unter Einsatz von MEMS-Techniken gebildeten thermisch biegbaren
Betätigungslementen;
wobei
die Druckkopfanordnung in der Weise konstruiert und angeordnet ist,
dass eine angemessene Wärmeableitung
bei ausgeglichenen Betriebsbedingungen ohne Einsatz eines fremden
Wärmeaustauschsystems
auftritt.
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Bevorzugt
führt die
Druckkopfanordnung die Mehrheit der Wärme ab, die während des
Betriebs von den Tintenstrahldüsen,
Kammern und Aktuatoren von der aus den Düsen ausgestoßenen Tinte
abgeführt
wird. In einer weiterhin bevorzugten Form weist die Druckkopfanordnung
eine Vielzahl von Tintenstrahldruckkopfmodulen auf, die von einem
Ende zum anderen angeordnet sind, um die Aufreihung zu bilden, wobei
jedes Modul einen Druckkopfchip aufweist, auf welchem die Düsen, Kammern
und Betätigungselemente
gebildet sind, wobei der für
jede Düse
benötigte
Oberflächenbereich
des Chips weniger als 0,5 mm2 beträgt. In einer
besonders bevorzugten Form beträgt der
für jede
Düse benötigte Oberflächenbereich
des Chips weniger als 0,1 mm2 und kann in
geeigneter Weise weniger als 0,02 mm2 betragen.
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In
einem weiterhin bezogenen Gesichtspunkt wird ein seitenbreiter Tintenstrahldrucker
vorgeschlagen, enthaltend:
eine Druckkopfanordnung mit einer
langgezogenen seitenbreiten Aufreihung von Tintenstrahldüsen, Kammern
und unter Einsatz von MEMS-Techniken gebildeten thermisch biegbaren
Betätigungselementen;
wobei
sich die Anordnung über
eine Länge
von mindestens 914 mm (36 Inch) erstreckt; und
die Düsen, Kammern
und Betätigungselemente
in einem oder mehreren Druckkopfchips gebildet sind, so dass der
für jede
Düse benötigte Oberflächenbereich des
Chips weniger als 0,5 mm2 beträgt.
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In
einem weiterhin bezogenen Gesichtspunkt wird ein seitenbreiter Tintenstrahldrucker
vorgeschlagen, enthaltend:
eine Druckkopfanordnung mit einer
langgezogenen seitenbreiten Aufreihung von Tintenstrahldüsen, Kammern
und unter Einsatz von MEMS-Techniken gebildeten thermisch biegbaren
Betätigungselementen,
wobei
sich die Aufreihung über
eine Länge
von mindestens 914 mm (36 Inch) erstreckt und
die Druckkopfanordnung
eine Vielzahl von Tintenstrahldruckkopfmodulen aufweist, die von
einem Ende zum anderen Ende angeordnet sind, um die Aufreihung zu
bilden.
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In
einer insbesondere bevorzugten Form beinhaltet die Druckkopfanordnung
darüber
hinaus eine Vielzahl von Druckkopfeinheiten, wobei jede Einheit eine
Vielzahl von darauf befestigten Druckkopfmodulen umfasst, so dass
die Druckkopfeinheiten ihrerseits auf der Druckkopfanordnung befestigt
sind, um die Aufreihung zu bilden. In einigen Ausführungsformen
werden 70 Druckkopfmodule in einem überlappenden Format anei nandergefügt, um eine
Druckkopfanordnung zu schaffen, die sich über 1.372 mm (54 Inch) erstreckt.
Es versteht sich, dass durch die Überlappung benachbarter Druckkopfmodule
der von jedem Modul erstellte Druck elektronisch justiert werden
kann, um präzise
den Druck an den Druck von Modulen an jeder Seite anzusetzen.
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Es
versteht sich, dass durch Befestigung einer Anzahl von Druckkopfmodulen
auf einer Druckkopfeinheit und dann Verwenden einer Anzahl von Druckkopfeinheiten,
um die Druckkopfanordnung zu bilden, zwei Levels der Modularität bei der
Konstruktion bestehen, die es ermöglichen, defekte Komponenten
einfach und relativ preiswert zu entfernen und zu ersetzen. Es wurde
gefunden, dass seitenbreite Druck mit Druckkopfchips, welche thermisch
biegbare Betätigungselemente
verwenden, einen hoch auflösenden
Druck erzeugen können,
während
sie erheblich weniger Energie verbrauchen. Ein im Format 1.372 mm
(54 Inch) breiter seitenbreiter Druckkopf, der gemäß der herkömmlichen
thermischen Tintenstrahltechnologie aufgebaut ist, würde 136.000
Tintenstrahldüsen
vorsehen, um eine Auflösung
von 600 dpi zu produzieren. Er könnte
eine 45,72 m (150 Fuß) lange
Rolle eines Standard 1.372 mm (54 Inch) breiten Papiers in etwa
2,4 Minuten bedrucken, würde
jedoch 24 kW Energie benötigen,
von denen etwa 20 kW durch Fremdluft, Wasser oder anderes Kühlmittel abgeführt werden
müssten.
Ein Drucker gemäß der vorliegenden
Erfindung würde
ebenfalls die Standard 45,72 m (150 Fuß) Länge einer 1.372 mm (54 Inch) breiten
Rolle in 2,4 Minuten bedrucken, jedoch bietet er unter Einsatz von
364.000 Düsen
eine 1.600 dpi Auflösung
(im allgemeinen als fotografische Qualität akzeptiert) und würde lediglich
0,655 kW verbrauchen, die keine zusätzliche Kühlung benötigen würde. Mit diesem Grad des Energieverbrauchs
würde der
Ausstoß von
Tinte genügend
Wärme abführen. Dies
ermöglicht
eine größere Düsenpackungsdichte und
reduziert die Gesamtgröße der Druckkopfanordnung.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Ungeachtet
jeglicher anderer Formen, die in den Bereich der Erfindung fallen
können,
wird nun eine bevorzugte Ausführungsform,
die als MacroprintTM (Macroprint ist eine
Marke von Silverbrook Research Pty Ltd.) bezeichnet wird, lediglich
beispielhaft unter Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen beschrieben,
in denen:
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1 eine
Frontansicht des Druckers mit Medien auf den Zuführungs- und Aufnahmespulen ist;
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2 eine
Frontansicht des Druckers ohne Medien auf den Spulen ist;
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3 eine
perspektivische Rückansicht
des Druckers mit Medien auf den Zuführungs- und Aufnahmespulen
zeigt;
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4 eine
Frontaufsicht auf den Drucker ohne Medien auf den Zuführungs- oder Aufnahmespulen
ist;
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5 eine
Draufsicht ist;
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6 eine
rückseitige
Draufsicht ohne Medien auf den Zuführungs- oder Aufnahmespulen
ist;
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7 eine
Ansicht auf das rechte Ende ist;
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8 eine
Ansicht auf das linke Ende ist;
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9 eine
vorderseitige perspektivische Darstellung des Druckers ist, wobei
der oberseitige Deckel geöffnet
ist, um die Tintenpatronen freizulegen;
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10 eine
perspektivische Frontansicht des Druckers ist, der das abgenommene
Frontpanel zeigt, um die Druckkopfeinheiten freizulegen;
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11 ein
vergrößerter Ausschnitt
aus 10 ist;
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12 eine
Teilquerschnittsansicht des Bereiches A-A der 4 ist;
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13 ein
vergrößerter Bereich
der 12 ist;
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14 eine
perspektivische Ansicht ist, die die entfernte Beinzugriffsabdeckung
zeigt;
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15 eine
perspektivische unterseitige Ansicht einer einzelnen Druckkopfeinheit
in Isolation mit 10 angebrachten Druckkopfmodulen zeigt;
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16 eine
perspektivische oberseitige Ansicht einer einzelnen Druckkopfeinheit
in Isolation ist;
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17 eine
perspektivische Ansicht von 7 Druckkopfeinheiten ist, die von einem
Ende zum anderen Ende auf einem schwimmenden Metalltragechassis
montiert sind;
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18 eine
unterseitige perspektivische Ansicht der Druckkopfeinheiten aus 17 ist;
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19 eine
perspektivische Ansicht einer einzelnen Druckkopfeinheit und eines
Teils des Tintenzuführsystems
des Druckers ist;
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20 eine
perspektivische Ansicht der Druckkopfanordnung gemeinsam mit den
Tintenpatronen und Tintenreservoirs des Tintenzuführsystems ist;
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21 ein
teilweiser Querschnitt ist, der die Fluid-Kommunikation zwischen
einer Tintenpatrone und einem Tintenreservoir zeigt;
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22 eine
rückseitige
perspektivische Ansicht des elektrischen Systems des Printers ist;
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23 eine
vorderseitige perspektivische Ansicht des elektrischen Systems des
Druckers ist;
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24 ein
vergrößerter Ausschnitt
der 22 ist, welcher die gedruckte Hauptschaltkreiskarte
zeigt;
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25a eine perspektivische Ansicht des Medienschneiders
ist;
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25b ein vergrößerter Teil der 25a ist, der das rotierende Messerrad
und den Motor des Medienschneiders zeigt;
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26 eine
oberseitige perspektivische Ansicht ist, die den Medienweg durch
den Drucker zeigt; und
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27 eine
rückseitige
perspektivische Ansicht ist, die den Medienweg durch den Drucker
zeigt.
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BESCHREIBUNG
EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Die
als MacroprintTM bekannte bevorzugte Ausführungsform
ist ein Großformatdrucker,
der Drucke in 1.6000 dpi fotografischer Qualität bis zu einer Breite von 1.372
mm (54 Inch) druckt. Beabsichtigte Absatzmärkte schließen fotografische Büros, CAD-Büros, Werbeagenturen, Unternehmens-
und Ausbildungsanwendungen ein. Das Produkt ist an Standard Mediengrößen und
Typen von A4-Blättern bis
zu Rollen mit 1.372 mm (54 Inch) Breite und von 45,72 m (150 Fuß) Länge angepasst.
Das Hauptmerkmal von MacroprintTM ist seine
Druckgeschwindigkeit: Üblicherweise
600-fach schneller als vergleichbare Maschinen.
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Das
Produkt ist einfach zu bedienen und wurde mit pulverbeschichteten
metallischen Paneelen und Standard Strangpresserzeugnissen konstruiert,
um teure und komplizier te Zusammenbauten und zahlreiche Formteile
zu minimieren. Unter Bezugnahme auf die 1 bis 8 wird
das Druckerhauptgehäuse 56 zwischen
beabstandeten Beinen 43 getragen. Eine intuitive Bedienoberfläche auf
einem LCD Farbtouchscreen 57 begrüßt den Anwender und initialisiert
die Maschine aus dem Standby-Modus. Für den Anwenderkomfort ist direkt
neben dem Touchscreen 57 ein großer Not-Aus-Knopf 58 vorgesehen.
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Wie
aus den 7 und 8 ersichtlich, werden
die Beine 43 mit Bodentragwerken 59 verbunden,
die Rollen 70 für
die Mobilität
und herausschraubbare Füße 60 für die Stabilität enthalten.
Eine Papierablage 61 erstreckt sich zwischen den Bodentragwerken 59,
um einzelne bedruckte Blätter
aufzunehmen.
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Eines
der Beine 43 ist mit Datenanschlüssen 62 und einer
Hauptstromversorgung 63 versehen. Die Beine 43 tragen
das Druckerhauptgehäuse 56 an linken
und rechten Endformteilen 64 bzw. 65. Die Oberseite
des Druckergehäuses
enthält
einen Deckel 66, der mittels des Handgriffes 67 geöffnet werden
kann, um die in 9 gezeigten Tintenpatronen 6 zu
ersetzen. Die Front des Hauptgehäuses 56 weist ein
Frontpaneel 69 auf, welches abgenommen werden kann, um
die Druckkopfanordnung weiter freizulegen, wie es in 10 gezeigt
ist.
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Wie
es am besten in den
15,
16,
17 und
18 gezeigt
ist, verwendet Macroprint
TM eine Vollbreitenanordnung
von 70 Druckkopfmodulen
1, die von einem zum anderen Ende
in einem kleinen Winkel zur Medienzuführrichtung montiert sind, um
potentiell eine geringfügige Überlappung
zwischen dem Druck benachbarter Module zu schaffen. Der Druck aus
jedem Modul
1 wird nach der Installation so ausgerichtet,
dass er präzise
an den Druck benachbarter Module anschließt. Jedes Modul
1 weist
einen Druckkopfchip
2 auf, der unter Einsatz von MEMS (Micro-Elektro-Mechanische
Systeme)-Techniken
konstruiert ist, um die Tintendüsen, Kammern
und Betätigungselemente
auszubilden. Die tatsächlich
von Macroprint
TM verwendeten Druckkopfchips
werden MEMJET
TM-Chips genannt (MEMJET ist
die Marke von Silverbrook Research Pty Ltd.). Diese Chips sind in
der US-Anmeldung des Anmelders mit dem Titel „A Method of Manufacturing
a Thermal Actuator" (Docket
No. MJ07) entsprechend der
US
6 426 014 A beschrieben. Darüber hinaus folgt die Konstruktion
der bevorzugten Ausführungsform
entlang ähnlicher
Linien zu der, die in der australischen vorläufigen Patentanmeldung Nr.
PQ4559 gebildet ist, welche am 9. Dezember 1999 eingereicht und „Memjet
Four Color Modular Printhead Packaging" (Docket No. MJ 57) korrespondierend
zu
US 6 428 142 A bezeichnet
und in der australischen vorläufigen
Patentanmeldung Nr. PQ5959, eingereicht am 2. März 2000 und entsprechend der
US 6 623 106 „Modular
Printhead" (Docket
No. MJ22) bezeichnet wird.
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MEMJETTM-Chips besitzen 5.280 Düsen, wobei jede ihren eigenen
mechanischen Tintentropfenauswurfmechanismus aufweist. MEMJETTM-Chips, die cyan, magenta, gelb und schwarze (CMYK)
Tinte verwenden, schaffen einen Druckkopf mit 1.600 Düsen pro
Inch für
jede Farbe. Dies ruft einen Farbdruck bei einer Bildauflösung von
1.600 dpi hervor, welche für
fotografische Bildqualität
ausreichend ist.
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Wie
in den 15, 16 und 17 gezeigt,
werden zehn Druckkopfmodule 1 an einer modularen Druckkopfeinheit 3 befestigt,
die als eine MEMJETTM-Druckkopfeinheit bezeichnet
wird. Sieben Druckkopfeinheiten 3 werden entlang eines
metallischen Chassis (17) aneinander gesetzt, um 1.372
mm (54 Inch) Druckbreite zu schaffen. Die Busbalken 68 liefern
positive und negative Spannungen zu den Druckkopfeinheiten 3 über Gabelterminals.
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Es
ist möglich,
großformatigere
Drucker herzustellen, aber 1.372 mm (54 Inch) ist eine große Standard-Rollengröße. Das
modulate Design der Duckkopfanordnung ermöglicht es, auf individuelle Druckkopfmodule 1 zuzugreifen,
um sie, falls nötig, zu
ersetzen. Es versteht sich, dass dieses wesentlich komfortabler
und kosteneffektiver als der Ersatz der gesamten Druckkopfanordnung
oder sogar einer einzelnen MEMJETTM-Druckkopfeinheit 3 ist.
Wie am besten in 20 dargestellt, sind die MEMJETTM-Druckkopfeinheiten 3 über Tintenkonnektoren 4 miteinander
verkettet, so dass vier Farben über
die gesamte Länge
der Druckkopfanordnung übertragen werden
können.
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Andere
Design-Konfigurationen der Druckkopfanordnung können angepasst werden, um Druckkopfchips
vorzusehen, die Fixierer, Infrarottinten und/oder spezielle metallische
Tinten gemeinsam mit den CMYK-Tinten liefern. Andere Design-Konfigurationen
beinhalten eine den MEMJETTM-Druckkopfeinheiten 3 hinzugefügte Luftkammer
und Pumpe (nicht dargestellt), welche positiven Druck durch die
metallische Düsenabdeckung 5 zuführt, um
den Eintritt von Fremdpartikeln auszuschließen. Die Tintenpatronen 6 können ebenfalls
einen Mikroluftfilter (nicht dargestellt) zur Verwendung mit einer
Mikropumpe (nicht dargestellt) und Federabdeckungsanordnung 7 enthalten.
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Die
MEMJETTM-Druckkopfeinheiten 3 sind mit
einem Metallchassis 8 wärmeverbunden/befestigt,
welches Ausgangszackenräder 9 trägt. Wie
am besten in den 12 und 13 dargestellt,
liegen die Zackenräder 9 der
primären
Zuführwalze 10 gegenüber, um
das Medium bei 14 aus der Druckkopfanordnung herauszuführen. Bewegliche
Andrückwalzen 12 liegen
den sekundären
Medienzuführwalzen 13 gegenüber. Die
Medien werden bei 11 durch die Wirkung der gegen eine passive
Federwalze wirkenden primären
Walze 10 eingezogen und die Medien werden der sekundären Walze 13 zugeführt. Das Chassis 8 ist
gefedert und bewegt die MEMJETTM-Druckkopfeinheiten 3 automatisch
von den Metallplatten 23 weg, um eine Anpassung an dickere Printmedien
vorzunehmen. Die obere Oberfläche des
Chassis 8 nimmt die gedruckten Elektronikkarten (PCBs) 15 für die Steuerung
jeder MEMJETTM-Druckkopfeinheit 3 auf.
Jedes PCB 15 weist bis zu 512 Megabyte DRAM 16,
einen doppelten USB2-Anschluss 17, einen Controller-Chip 18 und
einen Druckkopfmodul-Interface-Anschluss auf. Ein Flachbandkabel 19 verbindet
die PCBs 15 mit den Druckkopfmodulen 1 und jedes
PCB 15 ist über
USB2-Kabel 20 mit einem Haupt-PCB 21 verkettet
verbunden, der in einem Druckerbein 43 angeordnet ist.
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Die
MEMJETTM-Chips 2 werden von der
Abdeckungsanordnung 7 abgedeckt, wenn sie nicht in Betrieb
sind. Die Abdeckungsanordnung weist eine über die gesamte Breite bewegliche
Metallplatte mit einer elastomeren (oder ähnlichen) Dichtung auf. Die Metallplatte
ist federnd befestigt und wird mittels der angetriebenen Nockenwelle 24 in
Position bewegt. Die Nockenwelle 24 bewegt ferner die Anordnung von
MEMJETTM-Druckkopfeinheiten 3 aus
dem Weg, wenn Medien geladen werden. Die Nockenwelle wird, wie es
am besten in 22 zu sehen ist, vom Nockenwellenmotor
und Getriebe 25 angetrieben.
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Unter
Bezugnahme auf 19 wird das Tintenzuführsystem
ohne die tragenden Metallteile gezeigt. Die gesamte Anordnung der
MEMJETTM-Druckkopfeinheiten 3 wird
mit CMYK-Tinten aus vier über
diesen befestigten individuellen Reservoirs 26 gespeist.
Diese Reservoirs werden von austauschbaren Tintenpatronen 6 gespeist,
welche an der Oberseite des Druckers unter dem aufklappbaren Deckel 66 sitzen.
Die Patronen 6 werden über
die Austrittsdüse 28 direkt
in die Tintenreservoire 26 eingesteckt. Die Tintenreservoire 26 weisen
Sensoren 27 auf, die die Tintenniveaus überwachen.
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21 zeigt
die Austrittsdüse 28 der
Tintenpatrone im Detail. Die Patrone 6 weist eine Folienblase 29 auf,
die um ein Tintenauslassformteil 30 herum abgedichtet ist.
Eine federbelastete gummibeschichtete Kugellagerung 31 stellt
die Dichtung für
die Tintenpatrone 6 dar. Die Auslassdüse 28 ist mit der
Tinteneinlassanordnung 32 des Reservoirs 26 verbindbar.
Diese besteht aus einer federbelasteten Rosette 33 mit
einer hydrophoben Dichtung 34, die sich über einem
hohlen metallischen Stift 35 bewegt. Sobald sich die Rosette 33 entlang
des Stiftes 35 abwärts bewegt,
tritt diese in das Tintenauslassformteil 30 ein und bewegt
das Kugellager 31, so dass es der Tinte 36 ermöglicht wird,
heraus zu fließen.
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Die
Tintenpatrone 6 ist eine einfache Karton- oder dünne Kunststoffform
und die Patronen werden, wie es am besten in den 13 und 20 zu
sehen ist, über
Halteclips 38 und korrespondierende Ausnehmungen 39 mit
einer metallischen Durchführung 37 schnappverbunden.
Die Tintenreservoirs 26 werden an der Unterseite der Durchführung 37 befestigt.
Die Patronen 6 halten etwa 800 ml Tinte bereit und weisen
einen QA-Chip (nicht dargestellt) auf, welcher an die Sensoren 27 in
den Tintenreservoirs 26 anschließbar ist.
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Die 1, 3, 12, 13, 26 und 27 zeigen
den Medienverlauf durch den MacroprintTM-Drucker. Der Drucker
nimmt eine Standard 1372 mm (54 Inch) Druckmedienrolle auf, die
auf eine Kunststoffzuführspule 40 aufgewickelt
ist. Die Medien 41 werden von der Zuführspule 40 über die Druckkopfanordnung
zu einer Aufnahmespule 42 geführt. Die Zuführ- und
Aufnahmespulen 40 und 42 erstrecken sich zwischen
den Druckerbeinen 43 und werden von Motor und Getriebeanordnungen 44 angetrieben,
die in den 22 und 23 gezeigt
sind. Alternativ kann auch eine Medienrolle größeren Durchmessers mit MacroprintTM aufgrund der hohen Betriebsdruckgeschwindigkeiten
verwendet werden. Die größere Rolle
kann auf einem separaten Support, etwa einem in der Druckindustrie
häufig
verwendeten Standard-Digitalabwickler vorliegen und direkt in den MacroprintTM von der Rückseite unter Nutzung der Eintrittswalzen 71 für Alternativmedien
eingeführt werden.
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Die
Medien 41 werden anfänglich
durch einen von den angetriebenen primären und sekundären Walzen 10 und 13 gebildeten
konvoluten Pfad durchgefördert.
Während
des Ladens der Medien wird das Blatt zwischen der primären Walze 10 und der
federnden passiven Walze (13 und 27) gefördert. Die
primäre
Walze 10 drückt
die Medien 41 in Richtung der sekundären Walze 13, während die Andruckwalzen 12 von
der sekundären
Walze 13 wegschwenken, so dass die Medien 41 um
die Kurve der Walze von Bürsten 45 geführt werden
können. Wenn
die Medien 41 den Scheitelpunkt der sekundären Walze 31 erreichen,
schwenken die Andruckwalzen 12 herunter und stellen positive
Haftung für
die weitere Führung
her. Die Medien 41 passieren die über die gesamte Breite verlaufende
metallische Platte 23 zwischen den MEMJETTM-Druckkopfein-heiten 3 und
der Abdeckungsanordnung 7 und treten über zwei Sätze passiver Walzen zur Aufnahmespule 42 aus.
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Unter
Bezugnahme auf 25a und 25b ist der
Drucker mit einer Medienschneideanordnung ausgestattet. Diese besteht
aus einem traversierenden Block mit Papiersensor 46, der
unter Wirkung eines Riemenantriebes 48 auf einer Welle 47 läuft. Ein metallischer
Schwenkarm 49 trägt
ein rotierendes Messerrad 50, welches die Medien 41 schneidet.
Der Arm 49 wird durch Verwendung der Metallfeder 51 nach
oben oder unten positioniert, die Anschläge (nicht dargestellt) an jedem
Wangenformteil (54) des Druckers kontaktiert. Falls die
Medien 41 versehentlich gezogen werden, schwenken das Schneidmesser 50 und
der traversierende Block 46 um die Welle 47 aus
dem Weg, um Beschädigungen
vorzubeugen. Sensorkabel 52 vom Bildsensor 46 verlaufen
in einem metallischen U-Kanal 53 und sind mit dem Haupt-PCB 21 im
Druckerbein verbunden. Eine federbelastete Spannvorrichtung 55 ist
auf der linken Seite des Druckers befestigt, um die Schneidvorrichtung
zu komplettieren.
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Die
1.600 dpi hohe Auflösung
des MacroprintTM ermöglicht Wirtschaftlichkeit des
Tintenverbrauchs und eine Bildqualität, die allen heutigen Produkten überlegen
ist. Die MEMJETTM-Druckkopfeinheiten 3 verwenden
1 Picoliter Tinte pro 1.600 dpi-Düse gegenüber einem derzeitigen Durchschnitt von
21 Picolitern pro 600 dpi-Düse.
Das Verhältnis des
Tintenverbrauchs einer aktuellen 600 dpi-Düse im Vergleich zu einer MEMJETTM 1.600 dpi-Düse ist 2,95:1. Der MacroprintTM-Drucker kann ein Medienblatt von A1-Größe mit einer
1.600 dpi-Fotoqualität
in 2 Sekunden bedrucken. Dies macht ihn etwa 600-fach schneller
als den Spitzendrucker HP 3500 CPTM. Die
1.372 mm (54 Inch) breite und 45,72 m (150 Fuß) lange Standardrolle Papier
kann in 2,4 Minuten im Vergleich zu 24 Stunden für den Drucker HP 3500 CP bedruckt
werden. Es ist theoretisch möglich, einen
thermischen Tintenstrahldruckkopf herzustellen, der sich über die
gesamte 1.372 mm (54 Inch) Breite einer Standardrolle erstreckt,
um die gleichen Druckgeschwindigkeiten zu erreichen, jedoch würde sein
Energieverbrauch etwa 40-fach höher
als MacroprintTM sein. Demgemäß würde er ein
zusätzliches aktives
Kühlsystem
zum Abführen
der Wärme
benötigen.
Sogar mit den meisten Fremdwärmeaustauschsystemen
würde die
Düsenpackungsdichte nicht
hoch genug sein, um einen großformatigen
seitenbreiten Druckkopf einer praktischen Größe zu schaffen. Aufgrund dieser
Hindernisse sind seitenbreite thermische Tintenstrahldrucker keine
kommerzielle Realität
geworden. Durch Verwendung thermisch biegbarer Betätigungsorgane
in den MEMS-Druckkopfchips und die Modularisierung der Druckkopfanordnungskonstruktion
ermöglicht
der MacroprintTM-Drucker praktisches großformatiges Drucken
in tatsächlich
kommerzieller Weise.
-
- 1
- Druckkopfmodule
- 2
- Druckkopfchip
- 3
- Druckkopfeinheit
- 4
- Tintenkonnektoren
- 5
- metallische
Düsenabdeckung
- 6
- Tintenpatronen
- 7
- federbelastete
Abdeckungsanordnung
- 8
- Metallchassis
- 9
- Ausgangszackenräder
- 10
- primäre Zuführwalze
- 11
- Medieneintrittspunkt
- 12
- motorangetriebene
Andruckwalzen
- 13
- sekundäre Medienzuführwalze
- 14
- Medienaustrittspunkt
- 15
- PCBs
- 16
- DRAM
- 17
- USB2-Anschluss
- 18
- Controller-Chip
- 19
- Flachbandkabel
- 20
- USB2-Kabel
- 21
- Haupt-PCB
- 23
- Metallplatte
- 24
- angetriebene
Nockenwelle
- 25
- Motor
und Getriebe
- 26
- Tintenreservoirs
- 27
- Reservoirsensoren
- 28
- Tintenpatronenaustrittsdüse
- 29
- Folienblase
- 30
- Tintenauslassformteil
- 31
- federbelastete
gummibeschichtete Kugellagerung
- 32
- Tinteneinlassanordnung
- 33
- federbelastete
Rosette
- 34
- hydrophobe
Dichtung
- 35
- Stift
- 36
- Tinte
- 37
- metallische
Durchführung
- 38
- Halteclips
- 39
- Halteclipausnehmungen
- 40
- Zuführspule
- 41
- Medien
- 42
- Aufnahmespule
- 43
- beabstandete
Beine
- 44
- Motor-
und Getriebeanordnungen
- 45
- Bürsten
- 46
- traversierender
Block und Papiersensor
- 47
- Welle
- 48
- Riemenantrieb
- 49
- Schwenkarm
- 50
- rotierendes
Messerrad
- 51
- Metallfeder
- 52
- Sensorkabel
- 53
- U-Kanal
aus Metall
- 54
- Wangenformteil
- 55
- federbelastete
Spannvorrichtung
- 56
- Druckerhauptgehäuse
- 57
- Color-LCD
und Touchscreen
- 58
- Not-Aus-Knopf
- 59
- Bodentragwerke
- 60
- herausschraubbare
Füße
- 61
- Papierablage
- 62
- Datenanschlüsse
- 63
- Hauptstromversorgung
- 64
- linkes
Endformteil
- 65
- rechtes
Endformteil
- 66
- Deckel
- 67
- Handgriff
- 68
- Busbalken
- 69
- Frontpaneel
- 70
- Rollen
- 71
- Eintrittswalzen
für Alternativmedien