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Die
vorliegende Erfindung betrifft neue Salze von Zolpidem und pharmazeutische
Zusammensetzungen und Behandlungsverfahren, welche dieselben enthalten.
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Zolpidem,
ein Imidazopyridin mit der chemischen IUPAC-Nomenklatur N,N,6-Trimethyl-2-(4-methylphenyl)imidazo[1,2-a]pyridin-3-acetamid,
ist ein bekanntes hypnotisches Mittel mit der folgenden Formel.
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Es
ist in festen Dosierungsformen für
die perorale Verabreichung (Tabletten) unter den eingetragenen Marken
AMBIEN® und
STILNOX® auf
dem Markt. Zolpidem liegt als aktive Substanz in diesen pharmazeutischen
Dosierungsformen in Form eines Salzes mit natürlicher L-(+)-Weinsäure ((2R,3R)-2,3-Dihydroxybutandicarbonsäure) vor,
wobei das Molverhältnis
von Zolpidem und Weinsäure
in dem Salz 2:1 beträgt.
Dieses Salz wird herkömmlich
als Zolpidemhemitartrat bezeichnet, aber eine korrektere Bezeichnung
desselben, die nachstehend verwendet wird, ist Zolpidemtartrat.
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Die
EP 50563 offenbart Imidazo[1,2-a]pyridine,
zu denen die freie Base Zolpidem gehört, und deren pharmazeutisch
annehmbare Säureadditionssalze.
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CA
35459v, Band 105, Nr. 5,1986 offenbart die Verwendung von Zolpidemhemitartrat
als kurzwirkendes Nicht-Benzodiazepin-Hypnotikum.
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Zolpidemtartrat,
bisher das einzige bekannte Salz von Zolpidem, ist im Journal of
Pharmacology and Experimental Therapeutics 237(2), 659–65 (1986)
[CA 105:35459v] und spezieller in der
EP
251859 (U.S. Patent 4,794,185) zusammen mit einem Syntheseschema
für dasselbe
offenbart. Ein Beispiel darin zeigt die Herstellung von Zolpidem
und die Bildung von dessen Tartrat. Speziell werden 25 g freie Zolpidem-Base
in 180 ml Methanol gelöst
und mit 60 ml einer Methanollösung,
die 6,1 g Weinsäure
enthält
(ein 2:1 Molverhältnis)
vereinigt, und dann lässt
man das Lösungsgemisch
kristallisieren. Es wird mitgeteilt, dass das kristalline Produkt einen
Schmelzpunkt von 197°C
aufweist. Die speziellen Einzelheiten, wie die Kristallisation durchgeführt wird, sind
nicht offenbart.
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Die
Europäische
Pharmakopoe, Monographie Nr. 1999:1280, führt an, dass Zolpidemtartrat
als weißes
oder fast weißes
kristallines Pulver gekennzeichnet ist, das hygroskopisch, in Wasser
etwas löslich,
in Methanol wenig löslich
und in Methylenchlorid praktisch unlöslich ist. Für Identifikationszwecke
ist ein Pharmakopoe-Bezugsstandard, nämlich Zolpidemtartrat CRS,
eine im Handel erhältliche
Substanz, die als Bezug für jede
Analyse oder jeden Vergleich dient.
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Untersuchungen,
die von den Erfindern durchgeführt
wurden, haben gezeigt, dass die Bildung des Zolpidemtartrat-Salzes
physikalisch schwierig ist und dass das Zolpidemtartrat-Salz in
seinem festen Zustand physikalisch nicht stabil ist.
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Das
in den oben erörterten
Dokumenten beschriebene Herstellungsverfahren von Zolpidemtartrat
umfasst die Kristallisation eines Lösungsgemischs von freier Zolpidem-Base
und Weinsäure
(Molverhältnis
2:1) in Methanol.
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Die
Erfinder haben dieses Verfahren mit dem Ziel wiederholt, die Robustheit
des Herstellungsverfahrens in Modellsituationen zu testen, auf die
man im industriellen Maßstab
trifft (Änderungen
des Temperaturbereichs, der Konzentration der Komponenten, der Qualität des verwendeten
Lösungsmittels
usw.) und gefunden, dass das Kristallisationsverfahren hoch irreproduzierbar
ist. Die korrekte Bildung von kristallinem Zolpidemtartrat in wünschenswerter
Ausbeute und Qualität
hängt im
hohem Maß von
der strikten Kontrolle und Aufrechterhaltung der optimalen Kristallisationsbedingungen,
der Qualität
der Ausgangsmaterialien (nämlich
dem Wassergehalt im Methanol) und dem Molverhältnis von Zolpidem und Weinsäure ab.
Es passierte häufig,
dass von Ansatz zu Ansatz und unter ansonsten gleichen Bedingungen
sich bei der vorgewählten
Temperatur keine Kristalle in einer vernünftigen Zeit bildeten und dass
es erforderlich war, das Abkühlen
der Mischung auf niedrigere Temperaturen fortzusetzen, um ein festes
Produkt zu erhalten. Bei niedrigeren Temperaturen als Umgebung können auch
Verunreinigungen, die in den Ausgangsmaterialien vorliegen, mit
ausfallen und so die Qualität
des erhaltenen Produkts verringern. Auch wird, und dies manchmal
unvorhersagbar, anstelle des gewünschten
Tartrats ein anderes Salz erhalten. Demgemäß ist es in hohem Maß unvorhersagbar,
abzuschätzen,
ob und wann das gewünschte
Produkt aus der Lösung
erhalten wird und was die Ausbeute und Qualität des Produkts aus einem Produktionsansatz
sein werden.
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Darüber hinaus
haben die Erfinder gefunden, dass das bekannte Zolpidemtartrat eine
geringe physikalische Stabilität
aufweist. Das heißt,
die Anwendung von Energie, wie mechanischem Mahlen, Wärme usw., auf
das bekannte Zolpidemtartrat kann leicht verursachen, dass die Kristallstruktur
die Formen ändert,
und kann insbesondere die Freisetzung von freier Zolpidem-Base verursachen.
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Diese
physikalische Instabilität
kann zu unbeabsichtigten Änderungen
der Zolpidem-Salzform bei der Herstellung oder Lagerung führen. Beispielsweise
könnte
bei der Lagerung das Zolpidemtartrat anfangen, sich in eine physikalische
Mischung von Zolpidemhydrogentartrat (einem Salz mit einem 1:1 Molverhältnis von Zolpidem
zu Weinsäure)
und freier Zolpidem-Base zu zersetzen. Die freie Zolpidem-Base ist
nicht so wasserlöslich
wie das Zolpidemtartrat oder Zolpidemhydrogentartrat und könnte so
vom Körper
in vivo nicht aufgenommen werden, wodurch die Bioverfügbarkeit
verringert wird.
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Demgemäß ist es
ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Zolpidem-Salzform bereitzustellen,
die eine größere physikalische
Stabilität
als das bekannte Zolpidemtartrat aufweist und auf reproduzierbare
Weise, insbesondere im industriellen Maßstab, herstellbar ist.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Zolpidem-Salzform bereitgestellt, wie
in Anspruch 1 beansprucht.
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Die
Erfinder haben gezeigt, dass die neuen Zolpidem-Salzformen gemäß der vorliegenden
Erfindung nicht die Stabilitätsprobleme
des bekannten Zolpidemtartrats aufweisen.
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Ein
Zolpidem-Salz gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt am bevorzugtesten eine einzige Schmelzendotherme,
wenn es erwärmt
wird.
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Im
Gegensatz dazu zeigt die bekannte Zolpidemtartrat-Form zwei Schmelzendothermen:
eine für
das Zolpidemhydrogentartrat und eine für die freie Zolpidem-Base,
die während
des Erwärmungsprozesses
freigesetzt wird. Dies zeigt eine Änderung der Kristallstruktur
bei erhöhter
Temperatur an, die zum Verlust der ursprünglichen pharmazeutischen Eigenschaften
führen
kann.
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Die
Festphasen-Zolpidem-Salze der vorliegenden Erfindung haben in festem
Zustand eine ausreichende physikalische Stabilität, dass sie beim Erwärmen von
etwa 20°C
auf etwa 250°C
mit einer Geschwindigkeit von etwa 5°C/min keine Schmelzendotherme
zeigen, die freier Zolpidem-Base entspricht.
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Die
Erfinder vertreten die Theorie, dass durch Bildung von Zolpidem-Salzen,
die starke ionische Bindungen zwischen Zolpidem und Säureanion-Einheiten
enthalten, eine Zolpidem-Salzform erhalten wird, die eine überlegene
physikalische Stabilität
im Vergleich zu der bekannten Zolpidemtartrat-Salzform zeigt.
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Eine
Weise, um ein derartiges Salz zu erhalten, besteht darin, ein Molverhältnis von
protonierter Zolpidem-Einheit zu Anion im Bereich von etwa 0,9–1,35:1,
bevorzugter etwa 1:1 vorliegen zu haben. Derartige Salze stellen
einen weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung dar. Die Salze
gemäß der vorliegenden
Erfindung können
aus pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalzen,
wie Hydrochlorid, Hydrobromid, Maleat, Fumarat, Tartrat, Sulfat
und Sulfonaten, hergestellt werden.
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Die
Zolpidem-Salze gemäß der vorliegenden
Erfindung können
kristallin oder amorph sein und sie können gebundenes Wasser oder
Lösungsmittel
enthalten oder im Wesentlichen frei von denselben sein. Bevorzugte
Salze umfassen verschiedene Formen von Zolpidemhydrogentartrat,
Zolpidemhydrochlorid und Zolpidemmethansulfonat.
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Die
Erfindung betrifft auch die Verwendung der physikalisch stabilen
Zolpidem-Salze der
vorliegenden Erfindung als Zwischenprodukte bei der Herstellung
eines anderen Zolpidem-Salzes, einschließlich des bekannten Zolpidemtartrats.
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Die
Zolpidem-Salzformen der vorliegenden Erfindung sind in pharmazeutischen
Zusammensetzungen und für
die Behandlung von Säugern,
wie zur Einleitung von Schlaf oder Schläfrigkeit, nützlich. Bei den pharmazeutischen
Zusammensetzungen kann es sich um feste Dosierungsformen oder flüssige Dosierungsformen handeln,
die das Zolpidem-Salz darin gelöst
enthalten.
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Beim
Erwärmen
von etwa 20°C
auf etwa 250°C
mit einer Geschwindigkeit von etwa 5°C/min zeigt keine der Zolpidem-Salzformen
der vorliegenden Erfindung eine Schmelzendotherme, welche der freien
Zolpidem-Base entspricht. In der Praxis bedeutet dies, dass die
Zolpidem-Salzform nicht aufgrund der Anwendung von Wärme disproportioniert,
um vor dem Schmelzen eine freie Zolpidem-Base freizusetzen. Stattdessen
sind die Zolpidem-Salze der vorliegenden Erfindung thermisch stabil;
d.h. keine merkliche Freisetzung einer freien Zolpidem-Base. Der
obige Erwärmungstest
wird gewöhnlich
in einem Differentialscanningkalorimeter (DSK) unter Stickstoffatmosphäre bei Atmosphärendruck
durchgeführt.
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Alternativ
kann der Erwärmungstest
unter Verwendung von Differentialthermoanalyse (DTA) durchgeführt werden.
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Normalerweise
zeigen die Zolpidem-Salzformen der vorliegenden Erfindung nur eine
Schmelzendotherme. Jedoch ist es möglich, dass eine Salzform zwei
oder mehr Schmelzendothermen aufweist und immer noch nicht die freie
Base von Zolpidem freisetzt. Zum Beispiel kann die Salzform schmelzen
und als neue Kristallform rekristallisieren und dann wiederum schmelzen,
aber ohne die freie Zolpidem-Base freizusetzen. Eine derartige Zusammensetzung
hätte zwei
Schmelzendothermen, aber keine derselben würde einer Schmelzendothermen
für freie
Zolpidem-Base entsprechen. Ähnlich
könnte
sich ein Salz vor dem Schmelzen in Zersetzungsprodukte zersetzen;
wenn dadurch keine freie Zolpidem-Base gebildet wird, liegt ein
derartiges Salz ebenfalls im Bereich der Erfindung.
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Im
Gegensatz dazu zeigt das herkömmliche
Zolpidemtartrat zwei Schmelzendothermen, da die Zusammensetzung
thermisch nicht stabil ist und während
des Erwärmungsprozesses
hauptsächlich
in eine physikalische Mischung von Zolpidemhydrogentartrat und freier
Zolpidem-Base überführt wird.
Die erste Schmelzendotherme entspricht der freien Zolpidem-Base,
während
die zweite Zolpidemhydrogentartrat entspricht.
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Die
Zolpidem-Salze der vorliegenden Erfindung zeigen allgemein eine
gute physikalische Stabilität
gegenüber
einer Vielfalt von Energiezufuhren. Beispielsweise sind die Salze
gemäß der vorliegenden
Erfindung im Allgemeinen gegenüber
einer Vielfalt von Wärmebehandlungen
stabil, einschließlich
langer Einwirkung einer konstanten Wärmzufuhr auf niedrigem Niveau.
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Das
gleiche gilt nicht für
das herkömmliche
Zolpidemtartrat. Ähnlich
sind die Zolpidem-Salze der vorliegenden Erfindung allgemein gegenüber einer
Ultraschalleinwirkung und mechanischen Beanspruchungen, wie Mahlen
und Kompression, stabil. Das heißt, nachdem sie diesen Behandlungen
unterzogen worden sind, wird keine freie Zolpidem-Base auf wahrnehmbare
Weise freigesetzt. Eine freie Zolpidem-Base wird als "auf wahrnehmbare
Weise freigesetzt" oder
auf wahrnehmbare Weise in der Zusammensetzung anwesend angesehen,
wenn die freie Zolpidem-Base einen sichtbar wahrnehmbaren Peak in
einer IR-, DSK- oder Röntgen-Pulverbeugungs-Grafik
liefert. Im Allgemeinen ist ein Peak nicht sichtbar wahrnehmbar,
wenn die Menge an freier Zolpidem-Base weniger als 2 % und bevorzugt
weniger als 1 % der Zolpidem-Einheiten ausmacht, die in der Zusammensetzung
vorliegen.
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Im
Gegensatz zu der vorliegenden Erfindung hat die Anwendung von Energie
auf das bekannten Zolpidemtartrat, wie durch Erwärmen, eine Zusammensetzung
zum Ergebnis, die von Zolpidemtartrat verschieden ist, aber von
einer künstlich
hergestellten Mischung von Zolpidemhydrogentartrat und freier Zolpidem-Base
mit Bezug auf IR und Röntgen-Pulverbeugung
ununterscheidbar ist. Überraschend
wurde die gleiche Festphasen-Zersetzung beobachtet, als Zolpidemtartrat
einem Mahlen, einer Langzeittrocknung oder einer Einwirkung von
Ultraschall selbst bei Temperaturen nahe Umgebung unterzogen wurde.
Die Überprüfung eines
derartigen behandelten Zolpidemtartrats mittels IR-Spektrums oder
Röntgen-Pulverbeugungs-Analyse
zeigt, dass sich das Produkt zumindest teilweise in eine physikalische
Mischung von freier Zolpidem-Base und Zolpidemhydrogentartrat umgewandelt
hat. Dasselbe Verhalten könnte
während
des Tablettierungsprozesses erwartet werden, bei dem man häufig bei
der Homogenisierung und/oder Kompression (dem Pressen) der Tablettenzusammensetzung
auf eine lokale Überwärmung trifft.
In der Tat ist der Tablettierungsprozess einer der häufigsten Gründe für die Zersetzung
von empfindlichen Verbindungen in der End-Dosierungsform.
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Die
Festphasen-Zolpidem-Salzformen der vorliegenden Erfindung können kristallin
oder amorph sein. Im Allgemeinen beträgt das Verhältnis von Zolpidem zu Anion
deutlich weniger als 2:1 in der Salzform, zum Beispiel innerhalb
des Bereichs von 0,9–1,35:1,
typischer etwa 1:1. Das Anion ist ein pharmazeutisch annehmbares
Säureadditionssalz.
Die Salze umfassen Hydrochlorid, Hydrobromid, Maleat, Fumarat, Tartrat,
Sulfat und Sulfonate, wie Mesylat und Tosylat. Das Salz kann durch
Vereinigung einer Zolpidem-Quelle und einer Anion-Quelle in einem
Lösungsmittel
unter Bildung einer Lösung,
die mindestens eine der Zolpidem- und der Anion-Quelle darin gelöst enthält; und
Gewinnen eines festen Zolpidem-Salzes
aus der Lösung
gebildet werden.
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Überraschend
haben die Erfinder gefunden, dass die Stabilität der Zolpidem-Salze außer dem
Tartrat nicht durch die Wahl des Lösungsmittels beeinflusst wird,
siehe später.
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Das
Lösungsmittel
ist typisch ein Alkohol, Keton, Kohlenwasserstoff, chlorierter Kohlenwasserstoff oder
Wasser. Die Zolpidem-Quelle ist gewöhnlich freie Zolpidem-Base,
obwohl andere Quellen, wie Salze oder Vorstufen derselben, ebenfalls
verwendet werden können.
Die Anion-Quelle ist im Allgemeinen eine pharmazeutisch annehmbare
Säure,
bevorzugt eine Säure,
die ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus HCl, HBr, Maleinsäure, Fumarsäure, Schwefelsäure, Weinsäure und
Alkyl- oder Arylsulfonsäure.
Wenn jedoch die Zolpidem-Quelle freie Zolpidem-Base ist und die
Anion-Quelle Weinsäure
ist, ist es vorzuziehen, dass Methanol nicht das Lösungsmittel
ist. Allgemeiner ist es, wenn die Zolpidem-Quelle die freie Zolpidem-Base ist,
gewöhnlich
wünschenswert,
dass ein nichtmethanolisches Lösungsmittel
verwendet wird. Der Gewinnungsschritt kann durch Kristallisation
mit oder ohne Ultraschall, Gefriertrocknung, Sprühtrocknung oder andere bekannte Verfahren
durchgeführt
werden.
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Ein
bevorzugtes Salz der vorliegenden Erfindung ist Zolpidemhydrochlorid.
Dieses Salz kann in mehreren kristallinen Formen abhängig von
den Verfahren der Salzbildung gebildet werden. Jedoch fallen alle nachstehend
beschriebenen Modifikationen in den Bereich der Erfindung, d.h.
sie zersetzen sich unter Energieeinwirkung nicht in freie Zolpidem-Base
und Chlorwasserstoffsäure.
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Kristallines
Zolpidemhydrochlorid-Monohydrat kann durch Kristallisation einer äquimolaren
Mischung von Zolpidem und konzentrierter Chlorwasserstoffsäure aus
deren Lösung
in Aceton erhalten werden. Der Schmelzpunkt des Produkts liegt,
wenn er auf einer Büchi-Schmelzpunktsapparatur
gemessen wird, bei etwa 277°C.
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Die
DSK-Kurve zeigt, dass diese Salzform bei etwa 120°C unter Bildung
eines wasserfreien Zolpidemhydrochlorids Wasser freisetzt, das dann
eine einzige Schmelzendotherme bei 282°C aufweist. Der Wassergehalt
entspricht einem Moläquivalent,
und Wasser ist, wie es aus der erhöhten Freisetzungstemperatur
ersichtlich ist, im Kristallgitter ziemlich fest gebunden.
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Wasserfreies
kristallines Zolpidemhydrochlorid kann durch Kristallisation aus
n-Butanol erhalten
werden. Diese Salzform zeigt eine einzige Schmelzendotherme im DSK
bei 282°C,
und der Schmelzpunkt liegt gemäß dem obigen
Kommentar zum Monohydrat ebenfalls bei etwa 277°C.
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Wenn
Zolpidemhydrochlorid aus einer ethanolischen Lösung kristallisiert wird, wird
eine Verbindung erhalten, die im DSK noch einen weiteren Peak bei
etwa 86°C
aufweist. Die chemische Analyse zeigt, dass die erzeugte Salzform
ein Solvat mit einem Ethanolgehalt ist, der einem halben Moläquivalent
entspricht. So kann das Produkt als Zolpidemhydrochlorid-Hemiethanolat
charakterisiert werden.
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Die
Schmelzendotherme im DSK ist ähnlich
wie oben etwa 282°C,
was anzeigt, dass nach der Freisetzung von Ethanol diese Salzform
ebenfalls ohne Zersetzung zu freier Zolpidem-Base schmilzt.
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Eine
weitere Form von Zolpidemhydrochlorid kann hergestellt werden, indem
man Wasserstoffgas durch eine Lösung
von freier Zolpidem-Base in einem geeigneten Lösungsmittel leitet. In diesem
Fall können sogar
weniger polare Lösungsmittel
wie Dichlormethan geeignet verwendet werden.
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Amorphes
Zolpidemhydrochlorid kann durch Lösen einer kristallinen Salzform,
wie irgendeiner der obigen Salzformen, in Wasser und Gefriertrocknung
der resultierenden Lösung
hergestellt werden.
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Eine
weitere vorteilhafte Salzform der vorliegenden Erfindung sind Zolpidemsulfonate,
insbesondere das Methansulfonat-Salz oder Mesylat. Allgemein können diese
Salzformen durch Lösen
von Zolpidem und Methansulfonsäure
(oder einer anderen Alkyl- oder Arylsulfonsäure) in Methanol, Verdampfen
des Lösungsmittels
zur Trockne und Kristallisation der resultierenden Mischung aus
Aceton hergestellt werden.
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Zolpidemmethansulfonat
zeigt in der DSK-Kurve eine einzige Schmelzendotherme bei 206°C. Ähnlich kann
Zolpidem-p-toluolsulfonat hergestellt werden, das eine einzige Schmelzendotherme
bei 219°C
zeigt.
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Bei
der Herstellung der Zolpidem-Salze der vorliegenden Erfindung kann
das Ausgangs-Zolpidem durch synthetische Verfahren des Standes der
Technik z.B. in der
EP 50563 und
der
EP 251859 und auch durch
die Verfahren erhalten werden, die in der uns ebenfalls gehörenden U.S.
Patentanmeldung 60/126,494 beschrieben sind.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird auch eine Zolpidemtartrat-Salzform bereitgestellt,
die nicht an den Problemen des bekannten Zolpidemtartrats leidet.
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Die
Erfinder haben gefunden, dass die Anwesenheit einer Schicht von
unprotoniertem Zolpidem vermieden werden sollte, wenn die erfindungsgemäßen Zolpidem-Salze
hergestellt werden, und dass auch, wenn Zolpidemtartrat gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wird, Methanol als Lösungsmittel vermieden werden
sollte.
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Was
das Methanol-Lösungsmittel
betrifft, haben die Erfinder gefunden, dass Methanol eine sehr wichtige
Rolle bei der Bildung des herkömmlichen
Zolpidemtartrats spielt. Überraschend
wurde beim Versuch, Zolpidemtartrat durch Kristallisation unter
Verwendung eines 2:1 Molverhältnisses
von Zolpidem und Weinsäure
und unter Verwendung von nicht-methanolischen Lösungsmitteln, wie Ethanol,
Isopropanol und Aceton, herzustellen, kein Zolpidemtartrat gebildet.
Stattdessen ist nur Zolpidemhydrogentartrat erhältlich. Dieses Salz ist bisher
nicht beschrieben worden und wird nachstehend in mehr Einzelheiten
erörtert.
Die Analyse des frisch hergestellten Zolpidemtartrats zeigt, dass
es in der Tat ein Solvat mit Methanol ist. Zwei Moleküle Methanol
pro Molekül
Zolpidemtartrat liegen darin vor.
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Methanol
ist, wie es scheint, ein wichtiger Partner für Zolpidem- und Weinsäure-Moleküle im Kristallisationsprozess
und bei der Bildung des Kristallgitters des bekannten Zolpidemtartrats.
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Das
Methanol kann zumindest teilweise durch herkömmliches Trocknen oder durch
längere
Lagerung bei Umgebungstemperaturen aus dem Gitter entfernt werden.
Wenn das Methanol verschwindet, wird das Gitter ziemlich empfindlich
und wird leicht durch Energieanwendung gestört, was den Zusammenbruch des
Gitters und die Freisetzung von freier Zolpidem-Base zum Ergebnis
hat.
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Die
Erfinder nehmen an, dass in nicht-methanolischen Lösungsmitteln
ein Lösungsmittel-Molekül wahrscheinlich
zu groß ist,
um in ein derartiges orientiertes Kristallgitter eingeschlossen
zu werden, und so werden die Zolpidemtartrat-Kristalle nicht gebildet.
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Auch
scheint es, dass das Wasser und/oder die Verunreinigungen, die in
Methanol vorliegen, eine Rolle bei der Bildung des Kristallgitters
bilden. Dies kann auch das unerwartete Versagen bei der Herstellung
von Zolpidemtartrat erklären,
da stattdessen manchmal Zolpidemhydrogentartrat aus Methanol erhältlich war, selbst
wenn ein korrektes 2:1 Molverhältnis
verwendet wurde.
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Aus
Weinsäure
können
gemäß der Erfindung
Salze gebildet werden, die eine physikalische Stabilität zeigen,
so dass freie Zolpidem-Base nicht freigesetzt wird. Typisch sind
diese Salze kristallin, obwohl amorphe Formen ebenfalls hergestellt
werden können.
Ein Salz mit einem Zolpidem-Weinsäure-Molverhältnis von 1:1 ist Zolpidemhydrogentartrat.
In einem bevorzugten Aspekt liegt das Zolpidemhydrogentartrat in
kristalliner Form vor und weist bevorzugter die folgenden Charakteristika
auf:
F. p.: 203–204°C
DSK
(5°C/min):
einzige Schmelzendotherme bei etwa 209–211 °C, wie in 4 gezeigt.
IR
(KBr): wie in 5 gezeigt.
Röntgen-Pulverbeugung:
wie in 6 gezeigt.
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Ein
Produkt, das im Wesentlichen aus diesem kristallinen Zolpidemhydrogentartrat-Salz
besteht, kann auf reproduzierbare Weise und im industriellen Maßstab hergestellt
werden, wie nachstehend gezeigt wird. Die Worte "im Wesentlichen besteht aus", wie oben verwendet,
bedeuten, dass der Gehalt des Zolpidemhydrogentartrats in dem isolierten
Produkt mehr als 95 % rein, bevorzugt mehr als 98 % rein ist. Diese
Reinheit ist insofern vorteilhaft, als die beabsichtigte Verwendung
des Produkts als pharmazeutisch aktives Mittel ist.
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Es
wird bevorzugt, dass das obige Produkt im Wesentlichen frei von
gebundenem Lösungsmittel,
d.h. weniger als 5 %, bevorzugt weniger als 2 % und bevorzugter
weniger als 1 % Lösungsmittel,
erzeugt wird. Jedoch kann das Produkt zu einem beschränkten Ausmaß hydratisiert
sein, da es nach längerem
Stehen in einer Umgebung mit höherer
Feuchtigkeit Wasser absorbieren kann. Vorzugsweise enthält das Produkt
weniger als 3 % Wasser. Wasser und/oder gebundene Lösungsmittel,
die aus der Produktion entstehen, können durch herkömmliches
Trocknen entfernt werden, und das resultierende Produkt ist immer
noch gegenüber Änderungen der
Kristallstruktur nach Erwärmen
stabil.
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Zolpidemhydrogentartrat
kann gebildet werden, wenn freie Zolpidem-Base und Weinsäure in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie Ethanol, Aceton oder Isopropanol, bevorzugt in Mengen nahe der
theoretischen (Molverhältnis
1:1) gemischt werden, aber es wird auch gebildet, wenn freie Zolpidem-Base
mit einem Überschuss
an Weinsäure
(z.B. bis zu einem Molverhältnis
1:3) oder einem Mangel an Weinsäure
(z.B. bis zu einem Molverhältnis
3:1) gemischt werden. Allgemein ist jedes der Lösungsmittel, in denen sowohl
Zolpidem als auch Weinsäure
zumindest teilweise löslich
ist, ein geeignetes Lösungsmittel,
und in der Realität
kann, solange zumindest eines aus Zolpidem oder Weinsäure in dem
Lösungsmittel
teilweise löslich
ist, die Salzbildung vonstatten gehen, wenn auch viel langsamer.
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Dies
erläutert
ebenfalls die Vorteile der Herstellung von kristallinem Zolpidemhydrogentartrat
der Erfindung, da es unter Bedingungen gebildet werden kann, die
keine sorgfältige
Steuerung der Kristallisationsbedingungen, der Qualität der Lösungsmittel,
der Qualität
der Ausgangsmaterialien und ihres gegenseitigen Verhältnisses
erfordern. Die Verbindung kann so auf reproduzierbare Weise mit
zuverlässigen
Ergebnissen im industriellen Maßstab
produziert werden.
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Obwohl
das Zolpidemhydrogentartrat herkömmlich
als Kristall gebildet wird, kann auch eine amorphe Form hergestellt
werden. Speziell wird, wenn man das obige kristalline Zolpidemhydrogentartrat
einer Gefriertrocknung aus einer Wasserlösung unterzieht, eine andere
Form von Zolpidemhydrogentartrat erhalten. Diese Form weist die
gleiche chemische Zusammensetzung wie das Ausgangs-Zolpidemhydrogentartrat
auf, weist aber kein definiertes Röntgen-Pulverbeugungsmuster
auf und ist so ein amorphes Zolpidemhydrogentartrat. Die physikalische
Stabilität
im festen Zustand ist bei der amorphen Form die gleiche wie im Fall
der kristallinen Verbindung.
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Amorphes
Zolpidemhydrogentartrat wird als mikroteilchenförmiges festes Material mit
niedriger Schüttdichte
gebildet, so dass es sich rasch und zuverlässig in pharmazeutisch annehmbaren
Lösungsmitteln (Trägern oder
Verdünnungsmitteln)
wie Wasser oder physiologischer Kochsalzlösung löst. Demgemäß ist die amorphe Form bei
der Formulierung von flüssigen
Dosierungsformen, wie für
Injektionen, nützlich.
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Zusätzlich zu
Zolpidemhydrogentartrat können
andere Tartrat-Salze durch Steuerung der Salzbildungsbedingungen
gebildet werden. Zum Beispiel können
Formen mit einem anderen Verhältnis
als 1:1 hergestellt werden, einschließlich einer Salzform, bei der
das Molverhältnis
von Zolpidem zu Anion 4:3 (oder 1,33:1) beträgt.
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Alle
oben beschriebenen erfindungsgemäßen Zolpidem-Salzformen
sind als Pharmazeutika in der gleichen therapeutischen Kategorie
wie das bekannte Zolpidemtartrat nützlich und sie können zu
herkömmlichen
pharmazeutischen Dosierungsformen formuliert werden. Speziell können Zolpidem-Salzformen
als Hypnotika, um bei Schlafstörungen
Abhilfe zu schaffen, oder bei jeder Anwendung verwendet werden,
bei der Schlaf- oder Schläfrigkeit
gewünscht
wird. In jüngerer
Zeit ist Zolpidem im U.S. Patent 5,891,891, dessen gesamter Inhalt
hierin durch Bezugnahme aufgenommen wird, zur Verwendung bei der
Behandlung der Parkinson-Krankheit, von Parkinson-Symptomen, obsessiver
Zwangsstörung
und gewissen Demenzen vorgeschlagen worden. Die Zolpidem-Salze können in
Dosierungsformen und auf Wegen verabreicht werden, die in der Technik
wohlbekannt sind. Im Allgemeinen umfasst die pharmazeutische Zusammensetzung
einen pharmazeutisch annehmbaren Träger oder ein pharmazeutisch
annehmbares Verdünnungsmittel
und eine wirksame Menge, z.B. eine hypnotisch wirksame Menge, einer
der oben beschriebenen neuen Zolpidem-Salzformen. Die Menge an Zolpidemtartrat,
die für
einen gegebenen Zustand oder eine gegebene Behandlung wirksam ist, ist
in der Technik wohlbekannt und/oder kann leicht vom Fachmann ermittelt
werden. Im Allgemeinen ist die Zolpidem-Salzform in einer Menge
innerhalb des Bereichs von etwa 5 mg bis 50 mg pro Dosiseinheit
enthalten. Die Dosierungsformen umfassen Festkörper sowie Flüssigkeiten
und können
oral oder parenteral sein. In einer Ausführungsform umfasst die Zusammensetzung
einen pharmazeutisch annehmbaren flüssigen Träger mit einer wirksamen hypnotischen
Menge des erfindungsgemäßen Zolpidem-Salzes
darin gelöst.
Diese Zusammensetzung kann entweder für die orale Verabreichung oder
für die
Injektion bestimmt sein. Der flüssige
Träger
ist bevorzugt Wasser oder Ethanol oder eine Kombination derselben.
Bevorzugt ist die Zusammensetzung eine Tablette, eine Kapsel oder
eine Flüssigkeit.
Bevorzugte Salze umfassen Zolpidemhydrogentartrat, Zolpidemhydrochlorid,
Zolpidemmesylat, Zolpidemtosylat und Zolpidemhydrogensulfat und
spezieller amorphes Zolpidemhydrogentartrat, kristallines Zolpidemhydrogentartrat-Anhydrat,
amorphes Zolpidemhydrochlorid, kristallines Zolpidemhydrochlorid-Monohydrat,
kristallines Zolpidemhydrochlorid-Anhydrat, kristallines Zolpidemhydrochlorid-Hemiethanolat,
kristallines Zolpidemsulfat (1:1) oder Zolpidemhydrogensulfat und
kristallines Zolpidemmesylat.
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Eine
typische Tablettenformulierung kann Zolpidemhydrochlorid-Monohydrat,
Lactose, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Carboxymethylstärke-Natrium
und Magnesiumstearat enthalten. Die Tabletten können durch herkömmliche
Beschichtungstechniken beschichtet sein.
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Weiter
können
Zolpidem-Salze, insbesondere jene, die eine gute Wasserlöslichkeit
aufweisen, zu parenteralen pharmazeutischen Dosierungsformen, wie
injizierbaren Zusammensetzungen, formuliert werden. Derartige Injektionen
sollten bevorzugt aus einer sterilen wässrigen Lösung des entsprechenden Salzes
von Zolpidem mit oder ohne übliche
Hilfsstoffe, wie Natriumchlorid, um eine Hämolyse zu vermeiden, und einem physiologisch
annehmbaren Puffer bestehen. In der folgenden Tabelle ist die Löslichkeit
von Zolpidem und verschiedenen Salzen desselben in Wasser bei 20°C in mg/ml
angegeben:
| Zolpidem | 0,12 |
| Zolpidemtartrat | 18,8 |
| Zolpidemhydrogentartrat | 19,9 |
| Zolpidemtosylat | 22,2 |
| Zolpidemhydrochlorid-Monohydrat | 110,0 |
| Zolpidemhydrogensulfat | 150,4 |
| Zolpidemmesylat | 432,0 |
-
Es
ist offensichtlich, dass Zolpidemhydrochlorid, -hydrogensulfat und
-mesylat (-methansulfonat) Beispiele für Salze sind, die leicht zu
flüssigen
parenteralen Formen formuliert werden und zur Verwendung in derartigen
Anwendungen bevorzugt sind.
-
Die
Dosierungsmengen der aktiven Substanzen in den pharmazeutischen
Zusammensetzungen und nützliche
therapeutische Schemata sollten vorteilhaft den bereits empfohlenen
Mengen und Schemata des bekannten Zolpidemtartrats entsprechen,
aber sie sind nicht darauf beschränkt. Die Zolpidem-Salzform
kann in einer wirksamen Menge durch irgendeines der oben beschriebenen
oder bekannten Mittel an ein Lebewesen, insbesondere einen Säuger, in
einer wirksamen hypnotischen Menge, d.h. wirksam, um Bewusstlosigkeit
oder Schläfrigkeit
und bevorzugt Bewusstlosigkeit zu induzieren, verabreicht werden.
-
Über die
pharmazeutische Anwendung hinaus können erfindungsgemäße Zolpidem-Salzformen,
insbesondere Zolpidemhydrogentartrat, auch als Zwischenprodukt bei
der Bildung von anderen oder bekannten Salzen von Zolpidem verwendet
werden. Insbesondere kann das bekannte Zolpidemtartrat durch ein
Verfahren hergestellt werden, welches die Vereinigung von Zolpidemhydrdogentartrat
mit freier Zolpidem-Base im Molverhältnis 1:1 in Methanol unter
Bildung einer Methanollösung
mit einer Temperatur von mindestens 50°C und dann das Abkühlen der
Methanollösung
zur Fällung
von festem Zolpidemtartrat umfasst. Weiter kann eine amorphe Form
von Zolpidemtartrat durch Mischen von Zolpidemhydrogentartrat entweder
in fester Form oder in Lösung
mit freier Zolpidem-Base in einem geeigneten Lösungsmittel wie Wasser oder
einem alkoholischem Lösungsmittel
in einem Molverhältnis
1:1 und Abtrennen des festen Produkts durch Gefriertrocknen und/oder Sprühtrocknen
hergestellt werden. Das amorphe Zolpidemtartrat besitzt vorteilhafte
Eigenschaften gegenüber denjenigen
der bekannten kristallinen Form, da es in mikroteilchenförmiger Form
gebildet wird, die eine geringe Schüttdichte aufweist. Deshalb
löst es
sich schneller in Wasser, physiologischer Kochsalzlösung, Alkohol und ähnlichen
pharmazeutisch annehmbaren Lösungsmitteln,
und diese Tatsache ist nämlich
für die
industrielle Produktion von flüssigen
pharmazeutischen Dosierungsformen vorteilhaft. In oralen pharmazeutischen Formulierungen
wie Tabletten löst
es sich rascher als die kristalline Verbindung, so dass es eine
bessere Bioverfügbarkeit
nach einer peroralen Verabreichung liefern kann.
-
Allgemeiner
können
alle Zolpidem-Salze der vorliegenden Erfindung als Zwischenprodukte
bei der Bildung eines anderen Zolpidem-Salzes verwendet werden.
Durch Bildung eines Zolpidem-Salzes der vorliegenden Erfindung,
insbesondere eines Salzes, das leicht kristallisierbar ist, kann
ein reineres Zolpidem-Produkt erhalten werden. Das Salz, das bei
der Kristallisation gebildet wird, kann direkt, oder indem man zuerst
die freie Zolpidem-Base freisetzt, gefolgt von der Salzbildung,
in ein anderes Salz überführt werden.
Ein derartiger Zwischen-Kristallisationsprozess-Schritt stellt ein
wirksames Verfahren zur Reinigung entweder der freien Zolpidem-Base
oder eines Zolpidem-Salzes dar. Demgemäß ist jedes Salz der vorliegenden
Erfindung auch bei der Herstellung eines anderen Salzes von Zolpidem
nützlich.
-
Die
Erfindung wird weiter mittels der folgenden Beispiele mit Bezug
auf die begleitenden Figuren erläutert,
in denen:
-
1 eine
DSK-Kurve von Standard-Zolpidemtartrat zeigt;
-
2 ein
IR-Spektrum von Standard-Zolpidemtartrat zeigt;
-
3 ein
Röntgen-Pulverbeugungsmuster
von Standard-Zolpidemtartrat zeigt;
-
4 eine
DSK-Kurve von Zolpidemhydrogentartrat zeigt;
-
5 ein
IR-Spektrum von Zolpidemhydrogentartrat zeigt;
-
6 ein
Röntgen-Pulverbeugungsmuster
von kristallinem Zolpidemhydrogentartrat zeigt;
-
7 ein
Röntgen-Pulverbeugungsmuster
von wärmebehandeltem
Zolpidemtartrat-Salz zeigt;
-
8 einen Vergleich von Röntgen-Pulverbeugungsmustern
von wärmebehandelten
Zolpidemtartrat (Grafik A) und einer äquimolaren Mischung von freier
Zolpidem-Base und Zolpidemhydrogentartrat (Grafik B) zeigt;
-
9 eine
DSK-Kurve von amorphem Zolpidemhydrogentartrat zeigt;
-
9A ein
NMR-Spektrum des amorphen Zolpidemhydrogentartrats aus Beispiel
6 zeigt;
-
9B ein
NMR-Spektrum des amorphen Zolpidemhydrogentartrats aus Beispiel
6 zeigt;
-
10 eine
DSK-Kurve von Zolpidemhydrochlorid-Monohydrat zeigt;
-
11 eine
DSK-Kurve von Zolpidemhydrochlorid-Anhydrat zeigt;
-
12 eine
DSK-Kurve von Zolpidemmesylat aus Beispiel 10 zeigt;
-
13 ein
Infrarot-Spektrum des Zolpidemhydrochlorid-Anhydrats aus Beispiel
8 zeigt;
-
14 ein
Infrarot-Spektrum des Zolpidemhydrochlorid-Anhydrats aus Beispiel
8 zeigt, gemessen nach Einwirkung von Luft über 1 Stunde bei 20°C;
-
15 ein
Infrarot-Spektrum des Zolpidemhydrochlorid-Anhydrats aus Beispiel
8 zeigt, gemessen nach Einwirkung von Luft über 16 Stunden bei 20°C;
-
16 das
NMR-Spektrum des Zolpidemhydrochlorid-Anhydrats aus Beispiel 8 zeigt;
-
17 eine
DSK-Kurve des Zolpidemhydrochlorids aus Beispiel 11 zeigt;
-
18 DSK-Kurven
des Zolpidemhydrochlorid-Monohydrats aus Beispiel 12 zeigt;
-
19 ein
NMR-Spektrum des Zolpidemhydrochlorid-Monohydrats aus Beispiel 7
zeigt;
-
19A ein IR-Spektrum des Zolpidemhydrochlorid-Monohydrats
aus Beispiel 7 zeigt;
-
20 eine
DSK-Kurve des Zolpidemhydrochlorid-Hemiethanolats aus Beispiel 9
zeigt;
-
21 ein
NMR-Spektrum des Zolpidemhydrochlorid-Hemiethanolats aus Beispiel
9 zeigt;
-
22 ein
IR-Spektrum des Zolpidemhydrochlorid-Hemiethanolats aus Beispiel
9 zeigt;
-
23 eine
DSK-Kurve des Zolpidemhydrogensulfats aus Beispiel 13 zeigt;
-
24 ein
NMR-Spektrum des Zolpidemhydrogensulfats aus Beispiel 13 zeigt;
-
25 ein
IR-Spektrum des Zolpidemhydrogensulfats aus Beispiel 13 zeigt;
-
26 und 27 das 1H- bzw. 13C-NMR-Spektrum
des Zolpidemmesylats aus Beispiel 10 zeigen;
-
28 ein
IR-Spektrum des Zolpidemmesylats aus Beispiel 10 zeigt;
-
29 eine
DSK-Kurve des Zolpidemmesylats aus Beispiel 14 zeigt;
-
30 eine
DSK-Kurve des Zolpidemtosylats aus Beispiel 15 zeigt;
-
31–32 das 1H- bzw. 13C-NMR-Spektrum
des Zolpidemtosylats aus Beispiel 15 zeigen;
-
33 ein
IR-Spektrum des Zolpidemtosylats aus Beispiel 15 zeigt;
-
34 eine
DSK-Kurve des Zolpidemmaleats aus Beispiel 16 zeigt;
-
35–36 das 1H- bzw. 13C-NMR-Spektrum
des Zolpidemmaleats aus Beispiel 16 zeigen;
-
37 ein
IR-Spektrum des Zolpidemmaleats aus Beispiel 16 zeigt;
-
38 eine
DSK-Kurve des Zolpidemtrifluoracetats aus Beispiel 18 zeigt;
-
39–41 das 1H-, 13C- bzw. 19F-NMR-Spektrum des Zolpidemtrifluoracetats
aus Beispiel 18 zeigen;
-
42 ein
IR-Spektrum des Zolpidemtrifluoracetats aus Beispiel 18 zeigt; und
-
43 eine
DSK-Kurve des Zolpidemhydrobromids aus Beispiel 19 zeigt.
-
Um
zu bestimmen, ob eine Schmelzendotherme dem Schmelzen eines Bruchteils
von freier Zolpidem-Base innerhalb der Zusammensetzung entspricht,
wurde eine Probe der gleichen Testzusammensetzung wiederum getestet,
aber dieses Mal mit zugesetzter freier Zolpidem-Base, die darin
eingemischt war. Wenn die Schmelzendotherme, die ursprünglich im
ersten Test beobachtet wurde, größer war,
dann entsprach die Endotherme dem Schmelzen von freier Zolpidem-Base.
-
Wenn
andererseits eine verschiedene Schmelzendotherme durch die künstliche
Einführung
von freier Zolpidem-Base eingeführt
wurde, entsprach die ursprüngliche
Schmelzendotherme nicht der freien Zolpidem-Base.
-
Zur
Klarheit sind "Schmelzendothermen", wie es in der Technik
verstanden wird, diejenigen Endothermen, bei denen das Bedienungspersonal
des DSK visuell beobachtet, dass die Probe schmilzt.
-
Beispiel 1 (Bezug)
-
Eine
Probe des europäischen
Standards für
Zolpidemtartrat (CRS) wurde erhalten und unter Verwendung herkömmlicher
und/oder Standardmethoden und -techniken einer DSK-Analyse, IR-Spektroskopie
und Röntgen-Pulverbeugung
unterzogen. Repräsentative
Ergebnisse des DSK, IR und der Röntgen-Pulverbeugung sind
in den 1, 2 bzw. 3 dargestellt.
-
Beispiel 2 (Bezug)
-
Eine
Lösung
von 1 g (3,25 mMol) Zolpidem in 10 ml Methanol wird bei Raumtemperatur
hergestellt. Eine zweite Lösung
von 0,244 g (1,625 mMol) Weinsäure
wird bei 50°C
hergestellt. Beide Lösungen
werden bei 50°C
unter Rühren
zusammengemischt, und die klare Mischung wird 6 Stunden bei Raumtemperatur
gehalten. Es bilden sich keine Kristalle. Die Lösung wird über Nacht bei 4°C aufbewahrt,
und es bilden sich immer noch keine Kristalle. Die Lösung wird
2 Stunden bei –20°C gehalten,
was eine Kristallbildung zur Folge hat. Die gebildeten Kristalle
werden abfiltriert und mit Ether gewaschen. Die DSK-, IR- und Röntgen-Pulverbeugungsanalyse
geben die gleichen Ergebnisse wie in den 1–3 wieder,
was anzeigt, dass das Produkt Zolpidemtartrat CRS (Europäische Pharmakopoe,
3. Aufl.) entspricht.
-
Beispiel 3 (kristallines
Zolpidemhydrogentartrat)
-
In
einem 100 ml-Kolben wird 1 g Zolpidem unter Erwärmen in 20 ml Isopropanol gelöst. In einem
anderen Kolben werden 0,244 g Weinsäure unter Erwärmen in
10 ml Isopropanol gelöst.
Die heißen
Lösungen werden
unter Rühren
vereinigt, und die klare Lösung
wird bei Raumtemperatur stehen gelassen. Nach 30 Minuten beginnt
spontan eine Kristallisation. Nach Stehen über Nacht bei Raumtemperatur
werden die gebildeten Kristalle abfiltriert und mit Ether gewaschen.
Das NMR-Spektrum
des Produkts zeigt, dass es Zolpidemhydrogentartrat ist. Repräsentative
DSK-, IR- und Röntgen-Pulverbeugungs-Grafiken
sind in den 4, 5 bzw. 6 gezeigt.
-
Beispiel 4 (kristallines
Zolpidemhydrogentartrat)
-
Unter
Rühren
werden 15 ml wasserfreies Methanol am Rückfluss erwärmt, und 1 g Zolpidem und 0,244
g Weinsäure
werden in der Wärme
dazugegeben. Die resultierende Lösung
wird über
Nacht auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen. Die gebildeten Kristalle werden abfiltriert und getrocknet.
Das Produkt ist mit dem in Beispiel 3 erzeugten kristallinen Zolpidemhydrogentartrat
identisch.
-
Beispiel 5 (Bezug)
-
100
mg Zolpidemtartrat aus Beispiel 2 werden drei Tage lang bei 100°C erwärmt. Nach
Abkühlen
wird die Probe durch Röntgen-Pulverbeugung
analysiert, und repräsentative
Ergebnisse sind in 7 gezeigt. Dieses wärmebehandelte
Produkt ist nicht mehr mit Zolpidemtartrat identisch. Stattdessen
ist das Produkt mit einer künstlich
erzeugten äquimolaren
Mischung von freier Zolpidem-Base und Zolpidemhydrogentartrat identisch,
wie in 8 gezeigt. Man bemerke, dass
die Grafik A dem 1:1 gemischten Produkt entspricht und die Grafik
B dem wärmebehandelten
Produkt entspricht. Demgemäß wandelt
das Erwärmen
den Zolpidemtartrat-Kristall in eine Mischung von Zolpidemhydrogentartrat
und freier Zolpidem-Base um.
-
Beispiel 6 (amorphes Zolpidemhydrogentartrat)
-
Eine
Lösung
von 488 mg (3,25 mMol) Weinsäure
in 100 ml Wasser wird hergestellt, und 1,0 g (3,25 mMol) Zolpidem
werden unter Rühren
zu der Lösung
gegeben. Die resultierende Lösung
wird bei –80°C eingefroren
und gefriergetrocknet. Ein weißer
flaumiger Festkörper
wird in quantitativer Ausbeute erhalten und wird als amorphes Zolpidemhydrogentartrat
identifiziert. Eine repräsentative
DSK-Kurve ist in
9 gezeigt. Ein repräsentatives
NMR-Spektrum ist in
9A gezeigt. Ein repräsentatives
Infrarot-Spektrum ist in
9B gezeigt.
| Ausbeute: | 1,5
g |
| NMR: | Fig.
9A |
| IR: | Fig.
9B |
| DSK: | Fig.
9 |
-
Beispiel 7 (Zolpidemhydrochlorid-Monohydrat)
-
Ein
Gramm freie Zolpidem-Base wird unter Rühren zu einer Lösung von
0,32 g (einem Moläquivalent) konzentrierter
Salzsäure
in 10 ml Aceton gegeben. Die Mischung wird unter Rühren auf
50°C erwärmt und
30 Minuten bei dieser Temperatur gerührt. Man lässt die Mischung auf Raumtemperatur
abkühlen,
der gebildete Festkörper
wird abfiltriert, mit 3 ml Aceton gewaschen und in einem Vakuumofen
bei 40°C
getrocknet. Die Wassermenge, bestimmt durch Thermogravimetrie (TGA),
entspricht einem Monohydrat. Eine repräsentative DSK-Kurve ist in
10 gezeigt.
| Ausbeute: | 1,28
g |
| F.p.: | 267–277°C |
| NMR: | Fig.
19 |
| IR: | Fig.
19A |
| DSK: | Fig.
10 |
-
Beispiel 8 (Zolpidemhydrochlorid-Anhydrat)
-
Ein
Gramm Zolpidem wird in 35 ml 1-Butanol suspendiert, 0,32 g konzentrierte
Salzsäure
werden dazugegeben, und die Mischung wird 15 Minuten bei Raumtemperatur
gerührt.
Die klare Lösung
wird zum Rückfluss
erwärmt,
und 25 ml einer Wasser/1-Butanol-Mischung werden abdestilliert.
Die resultierende Mischung wird auf Raumtemperatur abkühlen gelassen
und 16 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Der gebildete Festkörper wird
abfiltriert, mit 2 ml 1-Butanol gewaschen und in einem Vakuumofen
bei 40°C
getrocknet, um Zolpidemhydrochlorid-Anhydrat zu erzeugen. Eine repräsentative
DSK-Kurve ist in
11 gezeigt.
| Ausbeute: | 0,755
g |
| NMR: | Fig.
16 |
| IR: | Fig.
13–Fig.
15 |
| DSK: | Fig.
11 |
| F.p.: | 268–277°C |
-
Beispiel 9 (Zolpidemhydrochlorid-Hemiethanolat)
-
Freie
Zolpidem-Base (1,0 g) wird in 10 ml Ethanol suspendiert und bis
zur Auflösung
bei 50°C
erwärmt. Dann
werden 0,32 g (Moläquivalent)
konzentrierte Salzsäure
dazugegeben, und die Lösung
wird 10 Minuten gerührt.
Dann wird das Bad entfernt, und die Reaktionsmischung wird auf Raumtemperatur
abkühlen
gelassen. Schließlich
wird die Mischung über
Nacht bei 4°C
stehen gelassen. Die gebildeten Kristalle werden abfiltriert, mit
3 ml kaltem Ethanol gewaschen und bei 40°C in einem Vakuumofen getrocknet,
um Zolpidemhydrochlorid-Hemiethanolat zu erzeugen.
| Ausbeute: | 0,47
g |
| F.p.: | > 240°C (Zersetzung
vor Schmelzen) |
| NMR: | Fig.
21 |
| IR: | Fig.
22 |
| DSK: | Fig.
20 |
-
Beispiel 10 (Zolpidemmethansulfonat)
-
Ein
Gramm freie Zolpidem-Base wird in 10 ml Ethanol bei 50°C gelöst. Dann
werden 0,313 g (ein Moläquivalent)
Methansulfonsäure
bei dieser Temperatur dazugegeben, die Mischung wird 5 Minuten gerührt und unter
verringertem Druck zur Trockne eingedampft. Der Rückstand
wird mit 10 ml Aceton behandelt, der verbleibende Festkörper wird
abfiltriert und mit 5 ml Aceton gewaschen und in einem Vakuumofen
bei 40°C
getrocknet, was Zolpidemmethansulfonat liefert. Eine repräsentative
DSK-Kurve ist in
12 gezeigt.
| Ausbeute: | 1,22
g |
| NMR: | Fig.
26, Fig. 27 |
| IR: | Fig.
28 |
| DSK: | Fig.
12 |
| F.p.: | 198–200°C |
-
Beispiel 11 (Zolpidemhydrochlorid
aus CH2Cl2 und HCl-Gas)
-
Verfahren:
-
1
g Zolpidem wurde in 10 ml trockenem Dichlormethan gelöst. HCl-Gas
wurde 30 Minuten durchgeleitet. Der Festkörper, der sich bildete, wurde
abfiltriert und mit 2 ml trockenem Dichlormethan gewaschen. Trocknen
im Vakuumofen bei 40°C.
-
Beispiel 12 (Zolpidemhydrochlorid-Monohydrat)
-
Verfahren:
-
Bei
Raumtemperatur wurden 5 g Zolpidem zu einer Lösung von 1,6 g konzentrierter
HCl in 50 ml Aceton gegeben, 10 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. 30
Minuten auf 50°C
erwärmt.
Auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen, der Festkörper
wurde abfiltriert und mit 10 ml Aceton gewaschen. Trocknen in einem
Vakuumofen bei 50°C.
| Ausbeute: | 5,15
g |
| F.p.: | 267–277°C (Zersetzung
vor Schmelzen |
| DSK: | Fig.
18 |
-
Beispiel 13 (Zolpidemhydrogensulfat)
-
Verfahren:
-
1
g Zolpidem wurde in 10 ml Ethanol bei 50°C gelöst. 0,336 g konzentrierte Schwefelsäure wurden dazugegeben.
Nach Zugabe bildete sich ein weißer Festkörper. Die Suspension wurde
auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen, der Festkörper
wurde abfiltriert und mit 3 ml kaltem Ethanol gewaschen, 1 Stunde
in einem Vakuumofen bei 50°C
getrocknet.
| Ausbeute: | 1,20
g |
| F.p.: | >235–237°C (Zersetzung vor Schmelzen) |
| NMR: | Fig.
24 |
-
Beispiel 14 (Zolpidemmesylat,
kristallisiert aus Aceton)
-
Verfahren:
-
Bei
Raumtemperatur wurden 5 g Zolpidem zu einer Lösung von 1,56 g Methansulfonsäure in 50
ml Aceton gegeben, 10 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. 30
Minuten auf 50°C
erwärmt.
Auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen, der Festkörper
wurde abfiltriert, mit 3 × 4
ml Aceton gewaschen, in einem Vakuumofen bei 25°C getrocknet.
| Ausbeute: | 6,1
g |
| DSK: | Fig.
29 |
-
Beispiel 15 (Zolpidemtosylat)
-
Verfahren:
-
1
g Zolpidem wurde in 5 ml Aceton bei 50°C suspendiert. 0,62 g p-Toluolsulfonsäure wurden
in 5 ml Aceton gelöst
und zu der heißen
Suspension gegeben. Nach 5 Minuten wurde eine klare Lösung erhalten.
Die Lösung
wurde auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen und bei 4°C
zur Seite gestellt. Nach 1 Stunde war ein Festkörper gebildet. Abfiltriert,
mit 3 ml Aceton gewaschen, in einem Vakuumofen bei 40°C getrocknet.
| Ausbeute: | 1,5
mg |
| NMR: | Fig.
31–Fig.
32 |
| IR: | Fig.
33 |
| DSK: | Fig.
30 |
| F.p.: | 209–212°C |
-
Beispiel 16 (Zolpidemmaleat)
-
Verfahren:
-
1
g Zolpidem wurde in 10 ml Ethanol bei 50°C gelöst. 0,38 g Maleinsäure wurden
dazugegeben. Die resultierende Lösung
wurde 10 Minuten gerührt
und auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen. 2 Stunden bei 4°C
beiseite gestellt. Kein Festkörper,
Lösungsmittel
verdampft. Zum Rückstand
10 ml Aceton gegeben. Wieder Lösungsmittel
verdampft, was einen Festkörper
zurückließ.
| Ausbeute: | 1,34
g |
| NMR: | Fig.
35, 36 |
| IR: | Fig.
37 |
| DSK: | Fig.
34 |
-
Beispiel 17 (Zolpidemtrifluoracetat)
-
Verfahren:
-
1
g Zolpidem wurde in 10 ml Ethanol bei 50°C gelöst. 0,37 g Trifluoressigsäure wurden
dazugegeben. Die resultierende Lösung
wurde 10 Minuten gerührt
und auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen. 2 Stunden bei 20°C
beiseite gestellt. Kein Festkörper,
eine Nacht bei 4°C
beiseite gestellt. Kein Festkörper,
bei –20°C beiseite
gestellt. Kein Festkörper,
Lösungsmittel
verdampft und 10 ml Aceton dazugegeben. Festkörper abfiltriert, mit 3 ml
Aceton gewaschen.
| Ausbeute: | 1,1
g |
| NMR: | Fig.
39–41 |
| F.p.: | 163–165°C |
| IR: | Fig.
42 |
| DSK: | Fig.
38 |
-
Beispiel 18 (Zolpidemhydrobromid)
-
Verfahren:
-
5
g Zolpidem wurden in 50 ml Aceton suspendiert und auf 50°C erwärmt. 2,75
g HBr-Lösung
in Wasser (48%-ig) wurden dazugegeben, und die Suspension wurde
1 Stunde bei 50°C
gerührt.
Man ließ die
Reaktionsmischung auf Raumtemperatur abkühlen, und der Festkörper wurde
abfiltriert. Der Festkörper
wurde mit 2 × 3 ml
Aceton gewaschen und 16 Stunden in einem Vakuumofen bei 30°C getrocknet.
| Ausbeute: | 6,05
g |
| F.p.: | 280°C (Zersetzung
vor Schmelzen) |
| DSK: | Fig.
43 |
-
In
dieser ganzen Beschreibung bedeutet das Wort "Weinsäure" natürlich
vorkommende L-(+)-Weinsäure.
Jedoch sind umgekehrt die beschriebenen Verfahren auch für die Herstellung
der entsprechenden Salze von Zolpidem mit D- oder DL-Weinsäure nützlich.
-
Bestimmung
der Löslichkeit
-
Für jede untersuchte
Salzform sind die Werte für
CS,av in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben. Der
Wert für
CS,Salz stellt die Löslichkeit jeder Salzform in
Wasser bei 25°C
dar. Obwohl die Löslichkeit
durch die Salzform definiert ist, kann CS,av verwendet
werden, wenn die Löslichkeit
in mg Zolpidem/ml anstelle von mg aktiver Substanz/ml gewünscht wird.
-
Tabelle:
Werte für
C
S,av und C
S,Salz
-
Aus
der Tabelle ist ersichtlich, dass die freie Zolpidem-Base in Wasser
nahezu unlöslich
ist. Die Löslichkeiten
des bekannten Zolpidemtartrats, von Zolpidemhydrogentartrat, Zolpidemhemitartrat,
Zolpidemtartrat und Zolpidemtosylat unterscheiden sich nicht stark
voneinander. Die Löslichkeit
von Zolpidemtrifluoracetat ist etwas höher. Zolpidemhydrochlorid-Hydrat,
Zolpidemsulfat und Zolpidemmesylat weisen eine deutlich höhere Löslichkeit
auf. Die höchste
Löslichkeit
wird mit Zolpidemmesylat erhalten.
-
Die
Erfindung ist nicht auf die obige Beschreibung beschränkt; die
beantragten Rechte werden vielmehr durch die folgenden Ansprüche bestimmt.