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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein System zum Steuern/Regeln der
Temperatur einer Zylinderwand in einem Motor, um die Zylinderwand
des Motors zu heizen und zu kühlen,
oder um die Zylinderwand des Motors mit einem geeigneten Temperaturprofil
zu versehen, um den Reibwiderstand eines Kolbens zu senken.
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BESCHREIBUNG
DER VERWANDTEN TECHNIK
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In
den letzten Jahren ist ein Kühlkreislauf oder
ein Wassermantel zur Verwendung in einem Motor vorgeschlagen worden,
der so ausgestaltet ist, dass seine Fähigkeit, einen Abschnitt um
eine Brennkammer um einen oberen Abschnitt einer Zylinderlaufbuchse
herum zu kühlen,
erhöht
ist, um das Klopfen zu unterbinden. Zusätzlich wird eine Überkühlung des
unteren Abschnitts der Zylinderlaufbuchse verhindert, um den Reibwiderstand
des Kolbens zu senken. Beide Effekte erlauben eine Erhöhung der
Motorausgangsleistung und eine Verbesserung des spezifischen Kraftstoffverbrauchs.
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Zum
Beispiel beschreibt die japanische Patentanmeldungs-Offenlegung
Nr. 1-227850 einen Motor, in dem eine nutförmige Zirkulationskammer für den Kühlwasserkreislauf
vorgesehen ist, die in einem oberen Abschnitt einer Zylinderlaufbuchse
definiert ist, um die Kühlleistung
zu verbessern. Dies verhindert das Fressen des Kolbens, verhindert
den Durchtritt von Gas und unterbindet Klopfen. Die japanische Patentanmeldung
offenbart auch eine Konvektionskammer zur natürlichen Konvektion des Kühlwassers,
wobei die Kammer in einem unteren Abschnitt der Zylinderlaufbuchse
vorgesehen ist, um die Überkühlung zu
verhindern, um hierdurch für
eine Minderung des Reibwiderstands des Kolbens zu sorgen.
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Die
japanische Patentanmeldungs-Offenlegung Nr. 3-67052 beschreibt einen
Motor, der derart ausgestaltet ist, dass ein oberer Abschnitt einer
Zylinderlaufbuchse mittels eines Wassermantels gekühlt wird,
und einen Raum enthält,
der in einem unteren Abschnitt der Zylinderlaufbuchse definiert
ist, um mit einer Kurbelkammer in Verbindung zu sehen, um hierdurch
die Überkühlung zu
verhindern.
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Reibverluste
an Gleitabschnitten der Zylinderlaufbuchse und des Kolbens werden
erzeugt durch (1) einen Reibwiderstand aufgrund des Abscherens eines Ölfilms von
Schmieröl,
das durch die Gleitbewegung des Kolbenrings erzeugt wird, und (2) den
Sogwiderstand einer überschüssigen Schmierölmenge,
die an der Zylinderlaufbuchse anhaftet. Wenn daher die Viskosität des Schmieröls auf einen so
niedrigen Wert wie möglich
in einem Bereich reduziert wird, der ausreicht, um eine Ölfilmbildungsfähigkeit
beizubehalten, wird der Reibverlust gesenkt. Daher ist es erwünscht, dass
die Temperatur der Gleitabschnitte erhöht wird, um die Viskosität des Schmieröls zu reduzieren.
Zu diesem Zweck ist es eine herkömmliche
Praxis, die Überkühlung des
unteren Abschnitts der Zylinderlaufbuchse (die Position zwischen
einem Zwischenabschnitt und einem unteren Totpunkt des Kolbens)
zu verhindern, indem die Struktur des Kühlkreislaufs oder die Struktur
des Wassermantels verändert
wird. Der Innendruck des unteren Abschnitts der Zylinderlaufbuchse
ist niedrig, und daher sind die Schmierbedingungen nicht streng und
kann der untere Abschnitt der Zylinderlaufbuchse auf eine höhere Temperatur
eingestellt werden als jener im Stand der Technik, um die Reibverluste
zu senken. Jedoch ist im Stand der Technik die Fähigkeit, den unteren Abschnitt
der Zylinderlaufbuchse zu kühlen,
lediglich reduziert, und der untere Abschnitt wird nicht aktiv erhitzt.
Daher werden die Reibverluste nicht ausreichend reduziert.
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Die
JP 03-067052 A offenbart ein System gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Dementsprechend
ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, an der Zylinderwand ein
geeignetes Temperaturprofil vorzusehen, um den Reibverlust zu minimieren,
der an den Gleitabschnitten der Zylinderwand und des Kolbens erzeugt
wird.
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Zur
Lösung
der obigen Aufgabe wird gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung ein System zum Steuern/Regeln der Temperatur
einer Zylinderwand eines Motors angegeben, umfassend: ein Heizmittel zum
Heizen zumindest eines Abschnitts einer Zylinderwand in einer Nähe eines
unteren Totpunkts eines Kolbens, der in der Zylinderwand gleitend
geführt
ist; ein Kühlmittel
zum Kühlen
zumindest eines Abschnitts der Zylinderwand in der Nähe des oberen Totpunkts
des Kolbens; Temperatur-Erfassungsmittel zum Erfassen einer Temperatur
der Zylinderwand; und ein Steuermittel zum Steuern/Regeln des Kühlmittels
auf der Basis der erfassten Temperatur der Zylinderwand, so dass
die erfasste Temperatur der Zylinderwand auf eine Solltemperatur
gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuermittel auch das
Heizmittel steuert/regelt.
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Mit
der obigen Anordnung werden jeweils das Heizmittel und das Kühlmittel
zum Heizen und Kühlen
zumindest des Abschnitts der Zylinderwand in der Nähe des unteren
und oberen Totpunkts des Kolbens durch das Steuermittel gesteuert/geregelt, so
dass die Temperatur der Zylinderwand auf die Solltemperatur gebracht
wird. Daher kann die Temperatur des Abschnitts der Zylinderwand
in der Nähe des
unteren Totpunkts des Kolbens auf eine ausreichend hohe Temperatur
in einem solchen Bereich gebracht werden, der ermöglicht,
dass ein Ölfilm
aus Schmieröl
sichergestellt wird, und kann die Viskosität des Schmieröls gesenkt
werden, um den Reibverlust zwischen Gleitabschnitten der Zylinderwand
und dem Kolben zu minimieren, um hier für eine erhöhte Motorausgangsleistung,
eine Minderung der verbrauchten Kraftstoffmenge und eine Minderung
der verbrauchten Schmierölmenge
zu sorgen.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung heizt das Heizmittel die Zylinderwand durch
Abgas, das durch einen in einem Zylinderblock definierten Gasmantel
fließt,
und wobei das Kühlmittel
die Zylinderwand durch Frischluft kühlt, die durch den in dem Zylinderblock
definierten Gasmantel fließt.
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Mit
der obigen Anordnung wird die Zylinderwand erhitzt, indem man das
Abgas durch des Gasmantel strömen
lässt,
und gekühlt,
indem man Frischluft durch den Gasmantel fließen lässt. Daher kann die Temperatur
der Zylinderwand rasch auf eine gewünschte Temperatur erhöht und geeignet
gesteuert/geregelt werden.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst das Heizmittel
ein Wärmeübertragungselement,
um Wärme
von Abgas auf einen Zylinderblock zu übertragen, und das Kühlmittel kühlt das
Wärmeübertragungselement
durch Kühlwasser,
das durch einen in dem Wärmeübertragungselement
definierten Wassermantel fließt.
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Mit
der obigen Anordnung wird die Abgaswärme auf den Zylinderblock durch
das Wärmeübertragungselement übertragen,
um die Zylinderwand zu heizen, und Kühlwasser wird durch den in
dem Wärmeübertragungselement
definierten Wassermantel fließen
gelassen, um das Wärmeübertragungselement
zu kühlen,
um hierdurch die Zylinderwand zu kühlen. Daher kann die Temperatur
der Zylinderwand rasch auf eine gewünschte Temperatur erhöht und geeignet
gesteuert/geregelt werden.
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Gemäß einem
vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst das Kühlmittel
einen oberen Wassermantel, der zu einem Abschnitt der Zylinderwand
weist, die dem oberen Totpunkt des Kolbens benachbart ist; worin
das Heizmittel einen unteren Wassermantel umfasst, der zu dem Abschnitt
der Zylinderwand weist, der dem unteren Totpunkt des Kolbens benachbart
ist; worin das Temperatur-Erfassungsmittel ein oberes Zylinderabschnitttemperatur-Erfassungsmittel
zum Erfassen einer Temperatur des oberen Abschnitts der Zylinderwand
benachbart dem oberen Totpunkt des Kolbens sowie ein unteres Zylinderabschnitttemperatur-Erfassungsmittel
zum Erfassen einer Temperatur des unteren Abschnitts der Zylinderwand
benachbart dem unteren Totpunkt des Kolbens umfasst; und worin das
Steuermittel umfasst: einen oberen Kühlkreislauf zum Steuern/Regeln
des Kühlwassers,
das durch den oberen Wassermantel fließt, um die von dem oberen Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel
erfasste Temperatur des oberen Abschnitts der Zylinderwand auf eine Solltemperatur
für den
oberen Abschnitt der Zylinderwand zu konvergieren, und einen unteren
Kühlkreislauf
zum Steuern/Regeln des Kühlwassers,
das durch den unteren Wassermantel fließt, um die von dem unteren
Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel erfasste Temperatur des
unteren Abschnitts der Zylinderwand auf eine Solltemperatur für den unteren
Abschnitt der Zylinderwand zu konvergieren.
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Mit
der obigen Anordnung wird das Kühlwasser,
das durch den oberen Wassermantel fließt, der zu dem Abschnitt der
Zylinderwand benachbart dem oberen Totpunkt des Kolbens weist, durch
den oberen Kühlkreislauf
gesteuert, und das Kühlwasser,
das durch den unteren Wassermantel fließt, der zu dem Abschnitt der
Zylinderwand benachbart dem unteren Totpunkt des Kolbens weist,
wird durch den unteren Kühlkreislauf
gesteuert. Daher besteht die Tendenz, dass die Temperatur des oberen
Abschnitts der Zylinderwand einer durch die Verbrennung erzeugten Wärmelast
unterzogen wird, und die Temperatur des unteren Abschnitts der Zylinderwand,
die der von der Verbrennung erzeugten Wärmelast ausgesetzt werden kann,
aber nicht braucht, kann individuell gesteuert/geregelt werden.
Somit kann an einem Abschnitt der Zylinderwand benachbart dem oberen
Totpunkt des Kolbens das Überhitzen
des Motors verhindert werden, um die Temperatur eines Ölfilms an
einem geeigneten Punkt beizubehalten, während eine abnormale Verbrennung
verhindert wird, um hierdurch die Reibkraft zu senken, um den Reibverlust
zu senken. Zusätzlich
kann an dem Abschnitt der Zylinderwand benachbart dem unteren Totpunkt
des Kolbens die Temperatur des Ölfilms
auf einen so hoch wie möglich
liegenden Punkt angehoben werden, in einen solchen Bereich, dass
der Riss des Ölfilms
nicht stattfindet, um hierdurch die Viskosität zu reduzieren, um für eine erhöhte Motorausgangsleistung,
eine Minderung der verbrauchten Kraftstoffmenge und eine Minderung
der verbrauchten Schmierölmenge zu
sorgen.
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Gemäß einem
fünften
Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält der untere Kühl kreislauf
einen Wärmetauscher
zum Erhitzen des Kühlwassers durch
die Abgaswärme.
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Mit
der obigen Anordnung ist der Wärmetauscher
zum Erhitzen des Kühlwassers
durch die Abgaswärme
in dem unteren Kühlkreislauf
vorgesehen. Daher ist es möglich,
das Kühlwasser
unter Nutzung der Abgaswärme
zu erhitzen, ohne eine besondere Wärmequelle vorzusehen, als Beitrag
zur Kostenminderung.
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Gemäß einem
sechsten Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält der untere Kühlkreislauf
einen Wärmetauscher
zum Erhitzen des Kühlwassers durch
die Wärme
eines elektrischen Heizers.
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Mit
der obigen Anordnung ist der Wärmetauscher
zum Erhitzen des Kühlwassers
durch die Wärme
des elektrischen Heizers in dem unteren Kühlkreislauf vorgesehen. Daher
ist es möglich,
das Kühlwasser
vor dem Start des Motors zu erhitzen, um die Temperatur der unteren
Zylinderwand anzuheben, um hierdurch zu einer Minderung des Reibverlustes und
zu einer Emissionsverbesserung beizutragen.
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Gemäß einem
siebten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst das Kühlmittel
einen oberen Wassermantel, der zu einem Abschnitt der Zylinderwand
weist, der dem oberen Totpunkt des Kolbens benachbart ist; worin
das Heizmittel einen unteren Wassermantel umfasst, der zu dem Abschnitt
der Zylinderwand weist, der dem unteren Totpunkt des Kolbens benachbart
ist; und worin das Steuermittel den einen Kühler verlassenden Kühlwasserfluss
durch den oberen Wassermantel und dann durch den unteren Wassermantel
zurück
zum Kühler
steuert/regelt.
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Mit
der obigen Anordnung wird das Kühlwasser,
das durch den oberen Wassermantel durchgetreten ist, der zu dem
Abschnitt der Zylinderwand benachbart dem oberen Totpunkt des Kolbens
weist und eine erhöhte
Temperatur hat, dem unteren Wassermantel zugeführt, der zu dem Abschnitt der
Zylinderwand benachbart dem unteren Totpunkt des Kolbens weist.
Daher ist die Temperatur der unteren Zylinderwand auf einen höheren Punkt
angehoben worden als jenem im Stand der Technik, worin das Kühlwasser
von einem unteren Abschnitt eines Zylinder blocks zu einem oberen
Abschnitt des Zylinderblocks fließen gelassen wird. Somit kann
die Temperatur eines Ölfilms
an jenem Abschnitt der Zylinderwand benachbart dem unteren Totpunkt
des Kolbens auf einen so hoch wie möglich liegenden Punkt gebracht werden,
um die Viskosität
zu reduzieren, und die Reibkraft kann verringert werden, um für eine erhöhte Motorausgangsleistung,
eine Minderung der verbrauchten Kraftstoffmenge und eine Minderung
der verbrauchten Schmierölmenge
zu sorgen.
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Gemäß einem
achten Aspekt der Erfindung wird das Kühlwasser, das durch den oberen
Wassermantel hindurchgetreten ist, einer Stelle entsprechend jedem
Zylinder an einem unteren Ende des unteren Wassermantels durch einen
Verteiler zugeführt.
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Mit
der obigen Anordnung fließt
das Kühlwasser,
das von dem oberen Wassermantel dem unteren Wassermantel zugeführt wird,
durch den Verteiler unabhängig
in jeden der Zylinder. Daher können die
Temperaturen der Wände
der Zylinder angeglichen werden, um die Fluktuation in der Verbrennung und
die Drehmomentschwankung zu senken. Darüber hinaus steht der Verteiler
mit dem unteren Ende des unteren Wassermantels in Verbindung, und wenn
daher das Kühlwasser
in den unteren Wassermantel fließt, wird der Luftabzug verbessert.
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Die
obigen und andere Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden
aus der folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungen
in Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen ersichtlich.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die 1 bis 7 zeigen
eine erste Ausführung
der vorliegenden Erfindung, worin:
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1 ist
eine Ansicht mit Darstellung der Gesamtanordnung eines Zylinderwandtemperatur-Steuersystems;
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2 ist
eine Grafik mit Darstellung der Beziehung zwischen der Temperatur einer
Zylinderwand und der Reibkraft;
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3 ist
eine Grafik zur Erläuterung
einer Technik zur Bestimmung einer Solltemperatur für eine obere
Zylinderwand bei einer niedrigen Drehzahl eines Motors und bei einer
hohen Motorlast;
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4 ist
eine Grafik zur Erläuterung
einer Technik zur Bestimmung einer Solltemperatur für die obere
Zylinderwand bei hoher Drehzahl eines Motors und niedriger Motorlast;
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5 ist
eine Grafik zur Erläuterung
einer Technik zur Bestimmung einer Solltemperatur für die obere
Zylinderwand bei einer niedrigen Drehzahl eines Motors und bei niedriger
Motorlast, sowie bei hoher Drehzahl eines Motors und hoher Motorlast;
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6 ist
eine Grafik zur Erläuterung
einer Technik zur Bestimmung einer Solltemperatur für eine untere
Zylinderwand;
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7 ist
ein Flussdiagramm einer Zylinderwandtemperatur-Steuerroutine;
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8 und 9 zeigen
eine zweite Ausführung
der vorliegenden Erfindung, worin
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8 ist
eine Ansicht mit Darstellung der Gesamtanordnung eines Zylinderwandtemperatur-Steuersystems;
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9 ist
eine Schnittansicht entlang Linie 9-9 in 8;
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10 bis 12 zeigen
eine dritte Ausführung
der vorliegenden Erfindung, worin:
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10 ist
eine Ansicht mit Darstellung der Gesamtanordnung eines Zylinderwandtemperatur-Steuersystems;
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11 ist
eine Ansicht in Richtung von Pfeil 11 in 10;
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12 ist
ein Flussdiagramm einer Zylinderwandtemperatur-Steuerroutine;
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13 ist
eine Ansicht mit Darstellung der Gesamtanordnung eines Zylinderwandtemperatur-Steuersystems
gemäß einer
vierten Ausführung der
vorliegenden Erfindung;
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14 bis 16 zeigen
eine fünfte
Ausführung
der vorliegenden Erfindung, worin:
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14 ist
eine Ansicht mit Darstellung der Gesamtanordnung eines Zylinderwandtemperatur-Steuersystems;
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15 ist
eine Ansicht in Richtung von Pfeil 15 in 14;
und
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16 ist
ein Flussdiagramm einer Zylinderwandtemperatur-Steuerroutine.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGEN
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Nun
wird eine erste Ausführung
der vorliegenden Erfindung in Bezug auf die 1 bis 7 beschrieben.
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In
Bezug auf 1 ist ein Kolben 14,
der durch eine Pleuelstange 13 mit einer Kurbelwelle (nicht
gezeigt) verbunden ist, an einer Zylinderlaufbuchse 12,
die in einem Zylinderblock 11 eines Motors E befestigt
ist, gleitend gelagert. Eine Ansaugleitung 16 und eine
Auslassleitung 17 sind mit einem Zylinderkopf 15 verbunden,
der mit einer Deckfläche des
Zylinderblocks 11 gekoppelt ist, und ein Drosselventil 18 ist
in der Ansaugleitung 16 angebracht. Ein Wassermantel 19 ist
in einem oberen Abschnitt des Zylinderblocks 11 definiert,
nämlich
an einem Ort, der einem oberen Totpunkt des Kolbens näher ist,
um einen Außenumfang
der Zylinderlaufbuchse 12 zu umgeben, und ein Gasmantel 20 ist
in einem unteren Abschnitt des Zylinderblocks 11 definiert,
nämlich
an einem Ort, der dem unteren Totpunkt des Kolbens näher ist,
um den Außenumfang
der Zylinderlaufbuchse 12 zu umgeben.
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Ein
Kühler 21 und
der Wassermantel 19 in dem Zylinderblock 11 sind
durch eine Kühlwasserzuführleitung 22 verbunden,
und ein Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 23,
das ein elektromagnetisches Ventil aufweist, und eine Kühlwasserpumpe 24 zum Pumpen
des Kühlwassers
sind in der Kühlwasserzuführleitung 22 angebracht.
Die Kühlwasserpumpe 24 kann
durch die Kurbelwelle des Motors E oder durch einen Elektromotor
angetrieben sein. Ein Wassermantel (nicht gezeigt), der in dem Zylinderkopf 15 vorgesehen
und mit einem stromabwärtigen
Abschnitt des Wassermantels 19 in dem Zylinderblock 11 vorgesehen
ist, ist mit dem Kühler 21 durch
eine Kühlwasserabführleitung 25 verbunden.
Die Kühlwasserabführleitung 25 und
das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 23 sind
durch eine Bypassleitung 26 miteinander verbunden.
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Ein
stromauf des Drosselventils 18 gelegener Abschnitt der
Ansaugleitung 16 und ein stromab des Drosselventils 18 gelegener
Abschnitt der Ansaugleitung 16 sind mit dem Gasmantel 20 durch eine
Frischluftzuführleitung 27 und
eine Frischluft- und
Abgasabführleitung 28 verbunden,
und ein Frischluftzuführventil 29,
das ein elektromagnetisches Ventil aufweist, ist in der Frischluftzuführleitung 27 angebracht.
Die Abführleitung 17 ist
mit dem Gasmantel 20 durch eine Abgaszuführleitung 30 verbunden,
und ein Abgaszuführventil 31,
das ein elektromagnetisches Ventil aufweist, ist in der Abgaszuführleitung 30 angebracht.
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Der
Gasmantel 20, die Abgaszuführleitung 30 und das
Abgaszuführventil 31 bilden
ein Heizmittel Mh der vorliegenden Erfindung, und der Gasmantel 20,
die Frischluftzuführleitung 27 und
das Frischluftzuführventil 20 bilden
ein Kühlmittel
Mc der vorliegenden Erfindung.
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Eine
elektronische Steuereinheit U erhält Signale von einem oberen
Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sa zum Erfassen der Temperatur
Tt einer oberen Zylinderwand an einem oberen Abschnitt (einem Ort,
der dem oberen Totpunkt des Kolbens näher ist) der Zylinderlaufbuchse 12,
ein unteres Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sb zum Erfassen
der Temperatur Tb einer unteren Zylinderwand an einem unteren Abschnitt
(dem Ort zwischen einem Zwi schenabschnitt und dem unteren Totpunkt
des Kolbens) der Zylinderlaufbuchse 12, ein Motordrehzahl-Erfassungsmittel
Sc zum Erfassen einer Drehzahl Ne des Motors sowie ein Motorlast-Erfassungsmittel
Sd zum Erfassen einer Motorlast L (einen Drosselöffnungsgrad oder einen Absolutdruck
in dem Ansaugrohr). Die elektronische Steuereinheit U steuert/regelt
die Funktionen des Kühlwasserfließweg-Umschaltventils 23,
das in der Kühlwasserzuführleitung 22 angebracht
ist, des Frischluftzuführventils 29,
das in der Frischluftzuführleitung 27 angebracht
ist, und des Abgaszuführventils 31,
das in der Abgaszuführleitung 30 angebracht
ist.
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Nachfolgend
wird der Betrieb der Ausführung
der vorliegenden Erfindung mit der oben beschriebenen Anordnung
beschrieben.
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2 zeigt
die Beziehung zwischen den Temperaturen Tt und Tb der Zylinderwände (die
Temperatur einer Zylinderwand 12a) sowie die Reibkraft zwischen
dem Kolben 14 und der Zylinderwand 12a. In dem
unteren Abschnitt der Zylinderlaufbuchse 12 ist die Geschwindigkeit
des Kolbens gering, wobei aber die Wärmelast von einer Brennkammer
extrem groß ist.
Selbst wenn die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand niedrig ist,
sinkt daher die Viskosität von
Schmieröl
rasch, und die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand, an der die
Reibkraft am geringsten ist, ist relativ niedrig.
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Andererseits
ist in dem Zwischenabschnitt der Zylinderlaufbuchse 12 die
Geschwindigkeit des Kolbens hoch, und daher ist die Scherkraft des Schmieröls erhöht, was
zu einem erhöhten
Reibwiderstand führt.
In dem unteren Abschnitt der Zylinderlaufbuchse 12 ist
die Wärmelast
von der Brennkammer klein. Daher ist es schwierig, dass die Temperatur
Tb der unteren Zylinderwand ansteigt, und aus diesem Grund wird
die Viskosität
des Schmieröls
erhöht,
was zu einer erhöhten
Reibkraft führt.
Aus dem Vorstehenden wird in den zwischenliegenden und unteren Abschnitten
der Zylinderlaufbuchse 12 die Reibkraft verringert, während die
Temperatur Tb der unteren Zylinderwand erhöht wird. Wenn jedoch die Temperatur
Tb der unteren Zylinderwand zu hoch ist, reißt der Ölfilm, wodurch ein Gleitabschnitt
beschädigt
wird oder die Zylinderlaufbuchse 12 thermisch verformt
wird. Daher gibt es eine Obergrenze auf einem höheren Pegel als der Temperatur Tb
der unteren Zylinderwand, bei der die Reibkraft minimal ist.
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Im
Hinblick auf das Vorstehende werden eine Solltemperatur TtOBJ, die
ein Sollwert für
die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand ist, und eine Solltemperatur
TbOBJ, die ein Sollwert für
die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand ist, aus einem Kennfeld
in der folgenden Weise auf der Basis einer vom Motordrehzahl-Erfassungsmittel
Sc erfassten Motordrehzahl Ne und einer von dem Motorlast-Erfassungsmittel
Sd erfassten Motorlast L gesucht.
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Die
in 3 gezeigte Grafik ist eine Basis für ein Kennfeld
zum Suchen einer Solltemperatur TtOBJ der oberen Zylinderwand bei
niedriger Drehzahl des Motors und bei hoher Motorlast. Eine Temperatur Tt
der oberen Zylinderwand, bei der der Verbrennungszustand bei einer
Motordrehzahl Ne und bei einer Motorlast L zu dieser Zeit am besten
ist, ist als eine Solltemperatur TtOBJ für die obere Zylinderwand definiert.
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Die
in 4 gezeigte Grafik ist eine Basis für ein Kennfeld
zum Suchen einer Solltemperatur TtOBJ der oberen Zylinderwand bei
einer hohen Drehzahl des Motors und bei niedriger Motorlast. Eine Temperatur
Tt der oberen Zylinderwand, bei der die Durchblasgasmenge auch dann
nicht verringert wird, wenn die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand
bei einer Drehzahl Ne des Motors und einer Motorlast L zu dieser
Zeit weiter abgesenkt wird, ist als eine Solltemperatur TtOBJ für die obere
Zylinderwand definiert.
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Die
in 5 gezeigte Grafik ist eine Basis für ein Kennfeld
zum Suchen einer Solltemperatur TtOBJ für die obere Zylinderwand bei
einer niedrigen Drehzahl des Motors und niedriger Motorlast sowie bei
hoher Drehzahl des Motors und bei hoher Motorlast. Eine Temperatur
Tt der oberen Zylinderwand, bei der die Reibkraft zwischen dem Kolben 14 und der
Zylinderwand 12a bei einer Drehzahl Ne des Motors und bei
einer Motorlast L zu dieser Zeit minimal ist, ist als eine Solltemperatur
TtOBJ für
die obere Zylinderwand definiert.
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Die
in 6 gezeigte Grafik ist eine Basis für ein Kennfeld
zum Suchen einer Solltemperatur TbOBJ für die untere Zylinderwand bei
allen Drehzahlen des Motors und bei allen Motorlasten. Eine Temperatur
Tb der unteren Zylinderwand, bei der die Reibkraft zwischen dem
Kolben 14 und der Zylinderwand 12a minimal ist,
ist als eine Solltemperatur TbOBJ für die untere Zylinderwand definiert.
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Die
jeweiligen Inhalte der Steuerung der Temperatur der Zylinderwand
werden unten in Bezug auf ein Flussdiagramm in 7 beschrieben.
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Zuerst
werden, wenn der Motor E in Schritt S1 startet, eine Temperatur
Tt der oberen Zylinderwand und eine Temperatur Tb der unteren Zylinderwand
durch das obere Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sa und das
untere Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sb jeweils in Schritt
S2 erfasst. Dann wird in Schritt S3 das in der Frischluftzuführleitung 27 angebrachte
Frischluftzuführventil 29 geschlossen,
und gleichzeitig wird das in der Abgaszuführleitung 30 angebrachte
Abgaszuführventil 31 geöffnet, um
hierdurch zu erlauben, dass ein durch die Auslassleitung 17 fließendes Abgas
dem Gasmantel 20 zugeführt
wird, der in dem unteren Abschnitt des Zylinderblocks 11 vorgesehen
ist. Im Ergebnis wird das Abgas, das von der Auslassleitung 17 durch
die Abgaszuführleitung 30 dem
Gasmantel 20 zugeführt
wird, von dem Gasmantel 20 durch die Frischluft- und Abgasabführleitung 28 der
Ansaugleitung 16 zugeführt.
Das der Ansaugleitung 16 zugeführte Abgas wird als AGR-Gas
genutzt, und es ist daher nicht notwendig, eine spzielle AGR-Leitung vorzusehen,
was dazu beitragen kann, die Teilezahl zu reduzieren und die Zuverlässigkeit
zu erhöhen.
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Indem
gleichzeitig mit dem Start des Motors E in der obigen Weise das
Abgas dem Gasmantel 20 zugeführt wird, kann die Temperatur
Tb der unteren Zylinderwand rasch angehoben werden, um die Reibkraft
zwischen dem Kolben 14 und der Zylinderwand 12a zu
reduzieren.
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Wenn
dann im anschließenden
Schritt S4 die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand bis zu einem
Rückkopplungsregelstart-Anfangswert
Tb0 angestiegen ist, werden in Schritt S5 eine Motordrehzahl Ne
und eine Motorlast L durch das Motordrehzahl-Erfassungsmittel Sc
bzw. das Motorlast-Erfassungsmittel Sd erfasst, um die Rückkopplungsregelung
der Temperatur Tt der oberen Zylinderwand der Temperatur Tb der
unteren Zylinderwand zu starten. Danach werden in Schrift S6 eine
Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand und eine Solltemperatur TbOBJ für die untere
Zylinderwand aus den Kennfeldern gesucht (siehe 3 bis 6).
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Wenn
im anschließenden
Schritt S7 die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand niedriger ist
als die Solltemperatur TbOBJ für
die obere Zylinderwand, wird in Schritt S8 das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 23 geöffnet, um
die Bypassleitung 26 mit der Kühlwasserzuführleitung 22 zu verbinden,
so dass das Kühlwasser,
das durch den Wassermantel 19 in den Motor E hindurchgeflossen
ist, um den Kühler 21 herum
zirkuliert, um hierdurch die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand
zu der Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand zu erhöhen.
Wenn andererseits in Schritt S7 die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand
gleich oder höher
als die Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand ist, wird in Schritt S9 das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 23 geschlossen,
um die Bypassleitung 26 von der Kühlwasserzuführleitung 22 zu trennen,
so dass das Kühlwasser,
das durch den Wassermantel 19 in den Motor E hindurchgeflossen
ist, dem Kühler 21 zugeführt wird,
um hierdurch die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand zu der Solltemperatur
TtOBJ für
die obere Zylinderwand hin zu senken.
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Auf
diese Weise wird die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand in rückkoppelnder
Weise geregelt, so dass sie auf die Solltemperatur TtOBJ für die obere
Zylinderwand konvergiert wird. Somit kann das Überhitzen des Motors E verhindert
werden, um die Temperatur des Ölfilms
an dem oberen Abschnitt der Zylinderwand 12a (in der Nähe des oberen
Totpunkts des Kolbens) auf einem geeigneten Punkt zu halten, während die
Haltbarkeit verbessert wird, und die Reibkraft gesenkt werden kann,
um den Reibungsverlust zu reduzieren. Darüber hinaus wird die Solltemperatur
TtOBJ für
die obere Zylinderwand bei einer niedrigen Motordrehzahl und bei
hoher Motorlast bestimmt, um für
einen besten Verbrennungszustand zu sorgen, und daher kann eine
abnormale Verbrennung des Motors E effizient verhindert werden.
Andererseits wird die Solltemperatur TtOBJ für die obere Zylinderwand bei
hoher Motordrehzahl und bei niedriger Motorlast bestimmt, so dass
die Durchblasgasmenge am geringsten ist und daher die Durchblasgasmenge
auf das Minimum gesenkt werden kann.
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Wenn
im anschließenden
Schritt S10 die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand niedriger
ist als die Solltemperatur TtOBJ für die untere Zylinderwand,
wird in Schritt S11 das Frischluftzuführventil 29 geschlossen
und wird gleichzeitig das Abgaszuführventil 31 geöffnet, so
dass durch die Abgasleitung 17 fließendes Abgas dem Gasmantel 20 zugeführt wird, der
in dem unteren Abschnitt des Zylinderblocks 11 vorgesehen
ist. Somit heizt das Abgas den unteren Abschnitt des Zylinderblocks 11,
wodurch die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu der Solltemperatur
TtOBJ für
die untere Zylinderwand hin erhöht wird.
Wenn andererseits in Schritt S10 die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand
gleich oder höher
als die Solltemperatur TtOBJ für
die untere Zylinderwand ist, wird in Schritt S12 das Frischluftzuführventil 29 geöffnet und
wird gleichzeitig das Abgaszuführventil 31 geschlossen,
so dass die Frischluft, die durch die Frischluftleitung 16 fließt, dem
Gasmantel 20 zugeführt
wird, der in dem unteren Abschnitt des Zylinderblocks 11 vorgesehen
ist. Somit kühlt
die Frischluft den unteren Abschnitt des Zylinderblocks 11,
wodurch die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu der Solltemperatur
TtOBJ für
die untere Zylinderwand hin gesenkt wird.
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Auf
diese Weise wird das Abgas zu dem Gasmantel 20 fließen gelassen,
um die Zylinderwand 12a zu erwärmen, und daher kann die Temperatur
Tb der unteren Zylinderwand rasch angehoben werden. Zusätzlich wird
die Frischluft zu dem Gasmantel 20 fließen gelassen, um die Zylinderwand 12a zu
kühlen,
und daher kann die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand präzise auf
eine Solltemperatur gesteuert/geregelt werden.
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Zusätzlich kann
der untere Abschnitt (der Abschnitt zwischen dem Zwischenabschnitt
und dem unteren Totpunkt des Kolbens) der Zylinderwand 12a auf
eine höhere
Temperatur gebracht werden als jener im Stand der Technik, um die
Viskosität
des Ölfilms
durch die Rückkopplungsregelung
der Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu reduzieren, um die
Temperatur Tb auf die Solltemperatur TtOBJ für die untere Zylinderwand zu
konvergieren. Somit ist es möglich,
die Reibkraft zwischen den Gleitabschnitten des Kolbens 14 und
der Zylinderwand 12a zu reduzieren, um den Reibungsverlust
zu reduzieren, um hierdurch für
eine erhöhte
Ausgangsleistung und eine Minderung der verbrauchten Kraftstoffmenge
zu sorgen. Zusätzlich
ist es möglich,
den an der Zylinderwand 12a anhaftenden Ölfilm zu
reduzieren, um die verbrauchte Schmierölmenge zu reduzieren. Da ferner
die Frischluftzuführleitung 27 und
die Frischluft- und Abgasabführleitung 28 eine
Leitung bilden, die sich um das Drosselventil 18 herum
erstrecken, kann das Frischluftzuführventil 29 geeignet geöffnet werden
und kann das Drosselventil 18 als Leerlaufdurchgang zwischen
der Frischluftzuführleitung 27 und
der Frischluftund Abgasabführleitung 28 genutzt
werden.
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Nun
wird eine zweite Ausführung
der vorliegenden Erfindung in Bezug auf die 8 und 9 beschrieben.
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Die
zweite Ausführung
unterscheidet sich von der ersten Ausführung in Bezug auf eine Technik zum
Steuern/Regeln der Temperatur Tb des unteren Zylinderabschnitts.
Insbesondere verbindet ein Wärmeübertragungselement 41 eine
Auslassleitung 17 in dem Motor E mit einem unteren Abschnitt
eines Zylinderblocks 11. Das Wärmeübertragungselement umfasst
einen Heiz- und Kühlabschnitt 41a,
der einen Außenumfang
des Zylinderblocks 11 umgibt, und Wärmeübertragungsabschnitte 41b und 41c,
die die Auslassleitung 17 mit dem Heiz- und Kühlabschnitt 41a verbinden.
Ein Wassermantel 42 ist in dem Heiz- und Kühlabschnitt 41a des
Wärmeübertragungselements 41 vorgesehen,
und Wasser, das durch eine elektrische Kühlwasserpumpe 43 und
einen durch die Steuereinheit U gesteuerten gesonderten Kühler 44 hindurchgetreten
ist, zirkuliert in dem Wassermantel 42.
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Das
Wärmeübertragungselement 41 bildet ein
Heizmittel Mh der vorliegenden Erfindung, und der Wassermantel 42,
die elektrische Kühlwasserpumpe 43 und
der Kühler 44 bilden
ein Kühlmittel
Mc der vorliegenden Erfindung.
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Wenn
die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand niedriger ist als die
Solltempe ratur TtOBJ für
die untere Zylinderwand, wird die elektrische Kühlwasserpumpe 43 gestoppt,
so dass die Wärme der
Auslassleitung 17, durch die Abgas mit hoher Temperatur
hindurchfließt,
auf den unteren Abschnitt des Zylinderblocks 11 durch das
Wärmeübertragungselement 41 übertragen
wird, um hierdurch die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu
der Solltemperatur TtOBJ der unteren Zylinderwand hin zu erhöhen. Wenn
andererseits die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand gleich oder
höher als
die Solltemperatur TtOBJ für
die untere Zylinderwand ist, wird die elektrische Kühlwasserpumpe 43 betrieben, um
das Kühlwasser
in dem Wassermantel 42 dem Wärmeübertragungselement 41 zuzuführen, um
hierdurch die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu der Solltemperatur
TtOBJ der unteren Zylinderwand hin zu senken.
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In
der obigen Weise können
eine Funktion und ein Effekt ähnlich
jenen in der ersten Ausführung auch
in der zweiten Ausführung
erreicht werden.
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Nun
wird eine dritte Ausführung
der vorliegenden Erfindung in Bezug auf die 10 bis 12 beschrieben.
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Wie
in den 10 und 11 gezeigt,
ist ein Kolben 14, der durch eine Pleuelstange 13 mit
einer Kurbelwelle (nicht gezeigt) verbunden ist, an einer in einem
Zylinderblock 11 eines Motors E befestigten Zylinderlaufbuchse 12 gleitend
gelagert. Eine Ansaugleitung 16 und eine Auslassleitung 17 sind
mit einem Zylinderkopf 15 verbunden, der mit einer Deckfläche des
Zylinderblocks 11 gekoppelt ist, und ein Drosselventil 18 ist
in der Ansaugleitung 16 angebracht. Ein oberer Wassermantel 119 ist
in einem oberen Abschnitt des Zylinderblocks 11 definiert, nämlich an
einem Ort, der einem oberen Totpunkt des Kolbens näher ist,
um einen Außenumfang
der Zylinderlaufbuchse 12 zu umgeben, und ein unterer Wassermantel 120 ist
in einem unteren Abschnitt des Zylinderblocks 11 definiert,
nämlich
an einem Ort, der einem unteren Totpunkt des Kolbens näher ist,
um den Außenumfang
der Zylinderlaufbuchse 12 zu umgeben.
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Ein
Kühler 21 und
der obere Wassermantel 119 in dem Zylinderblock 11 sind
durch eine Kühlwasserzuführleitung 22 miteinander
verbunden, und ein Kühl wasserfließweg-Umschaltventil 23,
das ein elektromagnetisches Ventil aufweist, und eine Kühlwasserpumpe 24 zum
Pumpen des Kühlwassers sind
in der Kühlwasserzuführleitung 22 angebracht. Die
Kühlwasserpumpe 24 kann
durch die Kurbelwelle des Motors E oder durch einen Elektromotor
angetrieben sein. Ein Wassermantel (nicht gezeigt), der in dem Zylinderkopf 15 vorgesehen
und mit einem stromabwärtigen
Abschnitt des oberen Wassermantels 19 in dem Zylinderblock 11 verbunden
ist, ist mit dem Kühler 21 durch
eine Kühlwasserabführleitung 25 verbunden.
Die Kühlwasserleitung 22 und
das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 23 sind
durch eine Bypassleitung 26 miteinander verbunden.
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Ein
Wärmetauscher 127 zum
Wärmeaustausch
des Kühlwassers
und des Abgases in der Abgasleitung 17 miteinander ist
so vorgesehen, dass er einen Außenumfang
der Abgasleitung 17 umgibt. Eine elektrisch betriebene
Kühlwasserpumpe 129 ist in
einer Kühlwasserzuführleitung 128 angebracht,
die sich von dem Wärmetauscher 127 zu
dem unteren Wassermantel 120 erstreckt, und ein Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 131 ist
in einer Kühlwasserabführleitung 130 angebracht,
die sich von dem unteren Wassermantel 120 zum Wärmetauscher 127 erstreckt.
Das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 131 und
die Kühlwasserzuführleitung 128 sind
durch eine Bypassleitung 132 miteinander verbunden.
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Der
obere Wassermantel 119, die Kühlwasserpumpe 24 und
das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 23 bilden
einen oberen Kühlkreislauf
Ch der vorliegenden Erfindung, und der untere Wassermantel 120,
die Kühlwasserpumpe 129 und
das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 131 bilden
einen unteren Kühlkreislauf
Cb der vorliegenden Erfindung.
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Eine
elektronische Steuereinheit U erhält Signale von einem oberen
Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sa zum Erfassen der Temperatur
Tt einer oberen Zylinderwand an dem oberen Abschnitt (dem Ort, der
dem oberen Totpunkt des Kolbens näher ist) der Zylinderlaufbuchse 12,
einem unteren Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sb zum Erfassen
der Temperatur Tb einer unteren Zylinderwand an dem unteren Abschnitt
(dem Ort zwischen einem Zwischenabschnitt und dem unteren Totpunkt des
Kolbens) der Zylinderlaufbuchse 12, einem Motordrehzahl-Erfassungsmittel
Sc zum Erfassen einer Drehzahl Ne des Motors sowie einem Motorlast-Erfassungsmittel
Sd zum Erfassen einer Motorlast L (einen Drosselöffnungsgrad oder einen Absolutdruck
in einem Ansaugrohr). Die elektronische Steuereinheit U steuert/regelt
den Betrieb des Kühlwasserfließweg-Umschaltventils 23,
das in der Kühlwasserzuführleitung 22 in
dem oberen Kühlkreislauf
Ct angebracht ist, sowie den Betrieb des Kühlwasserfließweg-Umschaltventils 131,
das in der Kühlwasserabführleitung 130 in
dem unteren Kreislauf Cb angebracht ist.
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Die
jeweiligen Inhalte der Steuerung der Temperatur der Zylinderwand
werden unten in Bezug auf ein Flussdiagramm in 12 beschrieben.
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Zuerst
werden, wenn der Motor E in Schritt S1 startet, eine Temperatur
Tt der oberen Zylinderwand und eine Temperatur Tb der unteren Zylinderwand
durch das obere Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sa bzw.
das untere Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sb in Schritt
S2 erfasst. Dann wird in Schritt S3a das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 131,
das in der Kühlwasserabführleitung 130 in
dem unteren Kühlkreislauf
Cb angebracht ist, geschlossen, und gleichzeitig wird die Bypassleitung 132 geschlossen,
um hierdurch zu erlauben, dass das Kühlwasser, das durch Wärmeaustausch
mit durch die Auslassleitung 17 fließendem Abgas erwärmt ist,
dem unteren Gasmantel 120 zugeführt wird, um den unteren Abschnitt
der Zylinderwand 12 zu heizen.
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Indem
gleichzeitig mit dem Start des Motors E in der obigen Weise das
Kühlwasser,
das durch die Wärme
des Abgases erhitzt ist, dem unteren Gasmantel 12 zugeführt wird,
kann die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand rasch erhöht werden,
um die Reibkraft zwischen dem Kolben 14 und der Zylinderwand 12a zu
senken.
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Wenn
im anschließenden
Schritt S4 die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand bis zu einem Rückkopplungregelstart-Anfangswert
Tb0 erhöht
ist, werden in Schritt S5 eine Motordrehzahl Ne und eine Motorlast
L durch das Motordrehzahl-Erfassungsmittel
Sc bzw. das Motorlast-Erfassungsmittel Sd erfasst, um die Rück kopplungsregelung
der Temperatur Tt der oberen Zylinderwand und der Temperatur Tb
der unteren Zylinderwand zu starten. Danach werden in Schritt S6
eine Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand und eine Solltemperatur TbOBJ für die untere
Zylinderwand aus den Kennfeldern gesucht (siehe 3 bis 6).
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Wenn
im anschließenden
Schritt S7 die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand niedriger ist
als die Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand, wird in Schritt S8 das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 23 geöffnet, um
die Bypassleitung 26 mit der Kühlwasserzuführleitung 22 zu verbinden,
und das Kühlwasser,
das durch den oberen Wassermantel 119 in dem Motor E hindurchgetreten
ist, wird um den Kühler 21 herum
zirkuliert, um hierdurch die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand
zu der Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand hin zu erhöhen. Wenn andererseits in Schritt
S7 die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand gleich oder höher als
die Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand ist, wird in Schritt S9 das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 23 geschlossen,
um die Bypassleitung 26 von der Kühlwasserzuführleitung 22 zu trennen,
und das Kühlwasser,
das durch den oberen Wassermantel 119 in den Motor E hindurchgetreten
ist, wird dem Kühler 21 zugeführt, um
hierdurch die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand zu der Solltemperatur
TtOBJ für
die obere Zylinderwand hin zu senken.
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Auf
diese Weise wird die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand in rückkoppelnder
Weise geregelt, so dass sie auf die Solltemperatur TtOBJ für die obere
Zylinderwand konvergiert wird. Somit kann das Überhitzen des Motors E verhindert
werden, um die Temperatur des Ölfilms
an dem oberen Abschnitt der Zylinderwand 12a (in der Nähe des oberen
Totpunkts des Kolbens) auf einem geeigneten Punkt zu halten, während die
Haltbarkeit verbessert wird, und die Reibkraft kann gesenkt werden,
um den Reibverlust zu reduzieren. Darüber hinaus wird die Solltemperatur
TtOBJ für
die obere Zylinderwand bei einer niedrigen Motordrehzahl und hoher
Motorlast bestimmt, um für
einen besten Verbrennungszustand zu sorgen, und daher kann eine
abnormale Verbrennung in dem Motor E effizient verhindert werden.
Andererseits wird die Solltemperatur TtOBJ für die obere Zylinderwand bei
einer hohen Motordrehzahl und niedriger Motorlast bestimmt, so dass
die Durchblasgasmenge am geringsten ist, und daher kann die Durchblasgasmenge
auf das Minimum gedrückt
werden.
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Wenn
im anschließenden
Schritt S10 die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand niedriger als
die Solltemperatur TbOBJ für
die untere Zylinderwand ist, wird in Schritt S11a das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 131 in
dem unteren Kühlkreislauf Cb
geschlossen, und das Kühlwasser,
das durch den Wärmetauscher 127 zum
Erhöhen
der Temperatur hindurchgetreten ist, wird dem unteren Wassermantel 120 zugeführt, und
der untere Abschnitt des Zylinderblocks 11 wird durch die
Wärme des
Kühlwassers erhitzt,
wodurch die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu der Solltemperatur
TbOBJ für
die untere Zylinderwand hin erhöht
wird. Wenn andererseits in Schritt S10 die Temperatur Tb der unteren
Zylinderwand gleich oder höher
als die Solltemperatur TbOBJ für
die untere Zylinderwand ist, wird das Kühlwasserfließweg-Umschaltventil 131 geöffnet, und
das um den Wärmetauscher 127 herum
fließende
Kühlwasser
wird dem unteren Gasmantel 120 zugeführt, um hierdurch den unteren
Abschnitt des Zylinderblocks 11 zu kühlen, um die Temperatur Tb
der unteren Zylinderwand zu der Solltemperatur TbOBJ für die untere
Zylinderwand hin zu senken.
-
Auf
diese Weise wird das Kühlwasser,
das mit dem Abgas in dem Wärmetauscher 127 zur
Erhöhung
der Temperatur einem Wärmeaustausch
unterzogen wurde, dem unteren Wassermantel 120 zugeführt, um
die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu erhöhen. Daher
kann die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand rasch erhöht werden,
ohne eine gesonderte Wärmequelle
zu benötigen.
Zusätzlich
kann die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand rasch auf die Solltemperatur
TbOBJ für
die untere Zylinderwand konvergiert werden, indem das Kühlwasser,
das durch den unteren Wassermantel 120 fließt, mittels
des Kühlwasserfließweg-Umschaltventils 131 um
den Wärmetauscher 127 herum
fließen
gelassen wird, so dass das Kühlwasser
nicht durch den Wärmetauscher 127 hindurchtritt.
-
Zusätzlich kann
die Temperatur Tb des unteren Abschnitts der Zylinderwand 12a (zwischen
dem Zwischenabschnitt und dem unteren Totpunkt des Kolbens) auf eine
Temperatur gebracht werden, die höher ist als jene im Stand der
Technik, um die Viskosität
des Ölfilms
durch die Rückkopplungsregelung der
Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu reduzieren, um die Temperatur
Tb auf die Solltemperatur TbOBJ für die untere Zylinderwand zu
konvergieren. Daher ist es möglich,
die Reibkraft zwischen den Gleitabschnitten des Kolbens 14 und
der Zylinderwand 12a zu reduzieren, um den Reibungsverlust
zu reduzieren, um hierdurch für
eine erhöhte
Ausgangsleistung und eine Minderung der verbrauchten Kraftstoffmenge
zu sorgen. Zusätzlich
ist es möglich,
den an der Zylinderwand 12a anhaftenden Ölfilm zu
reduzieren, um die verbrauchte Schmierölmenge zu reduzieren.
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Eine
vierte Ausführung
der vorliegenden Erfindung wird in Bezug auf 13 beschrieben.
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In
der oben beschriebenen dritten Ausführung führt der Wärmetauscher 127 den
Wärmeaustausch
zwischen dem Abgas und dem Kühlwasser durch,
wobei ein Wärmetauscher 141 in
der vierten Ausführung
dazu ausgelegt ist, den Wärmeaustausch
zwischen einem elektrischen Heizer 142 und dem Kühlwasser
durchzuführen.
-
Auch
in der vierten Ausführung
können
eine Funktion und ein Effekt ähnlich
jenen in der dritten Ausführung
erreicht werden, und darüber
hinaus kann das Kühlwasser
durch den elektrischen Heizer 142 vor dem Start des Motors
E erhitzt werden, um die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand
zu erhöhen.
Daher ist es möglich,
die Reibkraft zwischen dem Kolben 14 und der Zylinderwand 12a beim
Start des Motors effizient zu reduzieren und zu einer Emissionsverbesserung
beim Start des Motors beizutragen.
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Eine
fünfte
Ausführung
der vorliegenden Erfindung wird unten in Bezug auf die 14 bis 16 beschrieben.
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Wie
in den 14 und 15 gezeigt,
ist ein durch eine Pleuelstange 13 mit einer Kurbelwelle (nicht
gezeigt) verbundener Kolben 14 an einer Zylinderlaufbuchse 12,
die in einem Zylinderblock 11 eines Motors E befestigt
ist, verschiebbar gelagert. Eine Ansaugleitung 16 und eine
Auslassleitung 17 sind mit einem Zylinderkopf 15 verbunden,
der mit einer Deckfläche
des Zylinderblocks 11 gekoppelt ist, und ein Drosselventil 18 ist
in der Ansaugleitung angebracht. Ein oberer Wassermantel 19 ist
in einem oberen Abschnitt des Zylinderblocks 11 definiert, nämlich an
einem Ort, der dem oberen Totpunkt des Kolbens näher ist, um einen Außenumfang
der Zylinderlaufbuchse 12 zu umgeben, und ein unterer Wassermantel 20 ist
in einem unteren Abschnitt des Zylinderblocks 11 definiert,
nämlich
an einem Ort, der einem unteren Totpunkt des Kolbens näher ist,
um den Außenumfang
der Zylinderlaufbuchse 12 zu umgeben.
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Ein
Kühler 21 und
der obere Wassermantel 19 in dem Zylinderblock 11 sind
miteinander durch eine erste Kühlwasserzuführleitung 222 verbunden, und
eine Kühlwasserpumpe 223 zum
Pumpen von Kühlwasser
ist in de ersten Kühlwasserzuführleitung 222 angebracht.
Die Kühlwasserpumpe 223 kann durch
die Kurbelwelle des Motors E oder durch einen Elektromotor angetrieben
sein. Ein Wassermantel 224, der in dem Zylinderkopf 15 vorgesehen
und mit einem stromabwärtigen
Abschnitt des oberen Wassermantels 19 in dem Zylinderblock 11 verbunden
ist, ist mit dem Kühler 21 durch
eine erste Kühlwasserabführleitung 226 verbunden,
die mit einem ersten Kühlwasserfließraten-Steuerventil 225 versehen
ist.
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Ein
Abschnitt des Zylinderkopfs 15 in der Nähe eines Auslasses des Wassermantels 224 ist mit
dem unteren Wassermantel 20 durch eine zweite Kühlwasserzuführleitung 228 verbunden,
die mit einem zweiten Kühlwasserfließraten-Steuerventil 227 versehen
ist. Die zweite Kühlwasserzuführleitung 228 enthält einen
Verteiler 228a, der sich entlang einer Seitenwand des Zylinderblocks 11 erstreckt.
Der Verteiler 228a ist mit einem unteren Ende des unteren
Wassermantels 20 in der Nähe von vier Zylinderlaufbuchsen 12 durch
vier Zweigleitungen 228b verbunden. Der untere Wassermantel 20 ist
an seinem Oberende mit der ersten Kühlwasserabführleitung 226 an einem
Ort stromauf des ersten Kühlwasserfließraten-Steuerventils 225 durch
eine zweite Kühlwasserabführleitung 229 verbunden.
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Auf
diese Weise wird das Kühlwasser,
das von dem oberen Wassermantel 19 dem unteren Wassermantel 20 zugeführt wird,
durch den Verteiler 228a und die Zweigleitungen 228b in
die Nähen
der vier Zylinderlaufbuchsen 12 ausgegeben. Daher können die
unteren Zylinderwandtemperaturen Tb der vier Zylinderlaufbuchsen 12 angeglichen
werden, um hierdurch die Verbrennungsfluktuation und die Drehmomentschwankung
zu verringern. Darüber
hinaus fließt
das Kühlwasser
durch die Zweigleitungen 228b, um das Unterende des unteren
Wassermantels 20 zu erreichen, und daher wird, wenn das
Kühlwasser
in den unteren Wassermantel 20 fließt, der Luftabzug aus dem unteren
Wassermantel 20 verbessert.
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Der
obere Wassermantel 19, die Kühlwasserpumpe 223 und
das erste Kühlwasserfließraten-Steuerventil 225 bilden
einen oberen Kühlkreislauf
Ch, und der untere Wassermantel 20 und das zweite Kühlwasserfließraten-Steuerventil 227 bilden einen
unteren Kühlkreislauf
Cb.
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Eine
elektronische Steuereinheit U erhält Signale von einem oberen
Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sa zum Erfassen der Temperatur
Tt der oberen Zylinderwand an dem oberen Abschnitt (dem Ort, der
dem oberen Totpunkt des Kolbens näher ist) der Zylinderlaufbuchse 12,
einem unteren Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sb zum Erfassen
der Temperatur Tb einer unteren Zylinderwand an einem unteren Abschnitt
(dem Ort zwischen einem Zwischenabschnitt und dem unteren Totpunkt des
Kolbens) der Zylinderlaufbuchse 12, ein Motordrehzahl-Erfassungsmittel
Sc zum Erfassen einer Drehzahl Ne des Motors sowie einem Motorlast-Erfassungsmittel
Sd zum Erfassen einer Motorlast L (einen Drosselöffnungsgrad oder einen Absolutdruck
in einem Ansaugrohr). Die elektronische Steuereinheit U steuert/regeit
den Öffnungsgrad
des ersten Kühlwasserfließraten-Steuerventils 225,
das in der ersten Kühlwasserabführleitung 226 in
dem oberen Kühlkreislauf
Ct vorgesehen ist, sowie den Öffnungsgrad des
zweiten Kühlwasserfließraten-Steuerventils 225, das
in der zweiten Kühlwasserabführleitung 228 in dem
unteren Kühlkreislauf
Cb vorgesehen ist.
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Die
jeweiligen Inhalte der Steuerung der Temperatur der Zylinderwand
werden unten in Bezug auf ein Flussdiagramm in 16 beschrieben.
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Zuerst
werden, wenn der Motor E in Schritt S1 startet, eine Temperatur
Tt der oberen Zylinderwand und eine Temperatur Tb der unteren Zylinderwand
durch das obere Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sa bzw.
das untere Zylinderwandtemperatur-Erfassungsmittel Sb in Schritt
S2 erfasst. Dann wird in Schritt S3 das erste Kühlwasserfließraten-Steuerventil 225,
das in der ersten Kühlwasserabführleitung 226 in
dem oberen Kühlkreislauf
Ct vorgesehen ist, vollständig
geschlossen, und gleichzeitig wird das zweite Kühlwasserfließraten-Steuerventil 227,
das in der zweiten Kühlwasserabführleitung 228 in
dem unteren Kühlkreislauf
Cb vorgesehen ist, vollständig
geöffnet,
wodurch das Kühlwasser,
das durch den oberen Wassermantel 19 in dem Zylinderblock 11,
der tendenziell eine Verbrennungswärme erhält, und den Wassermantel 224 in
dem Zylinderkopf 15 hindurchgetreten ist, um eine erhöhte Temperatur
zu haben, dem unteren Wassermantel 20 zugeführt wird,
um den unteren Abschnitt der Zylinderwand 12a zu heizen.
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Durch
Zirkulieren des Kühlwassers
zwischen dem oberen Wassermantel 19 und dem unteren Wassermantel 20 gleichzeitig
mit dem Start des Motors E in der obigen Weise kann die Temperatur
Tb der unteren Zylinderwand rasch durch die Verbrennungswärme erhöht werden,
um die Reibkraft zwischen dem Kolben 14 und der Zylinderwand 12a zu senken.
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Wenn
im anschließenden
Schritt S4 die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand bis zu einem Rückkopplungsregelstart-Anfangswert
Tb0 erhöht ist,
werden in Schritt S5 eine Motordrehzahl Ne und eine Motorlast L
durch das Motordrehzahl-Erfassungsmittel
Sc bzw. das Motorlast-Erfassungsmittel Sd erfasst, um die Rückkopplungsregelung
und die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand und der Temperatur
Tb der unteren Zylinderwand zu starten. Danach werden in Schritt
S6 eine Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand und eine Solltemperatur TbOBJ für die untere
Zylinderwand aus den Kennfeldern gesucht (siehe 3 bis 6).
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Wenn
im anschließenden
Schritt S7 die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand niedriger ist
als die Solltemperatur TbOBJ für
die obere Zylinderwand, wird in Schritt S8a der Öffnungsgrad des Kühlwasserfließraten-Steuerventils 225 in
dem oberen Kühlkreislauf
Ct veningert, so dass es schwierig wird, dass das Temperatur-niedrige
Kühlwasser,
das durch den Kühler 21 hindurchgetreten
ist, durch den oberen Wassermantel 19 hindurchtritt, um
hierdurch die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand zu der Solltemperatur
TtOBJ für
die obere Zylinderwand hin zu erhöhen. Wenn andererseits in Schritt
S7 die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand gleich oder höher als
die Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand ist, wird in Schritt S9a der Öffnungsgrad
des ersten Kühlwasserfließraten-Steuerventils 225 erhöht, so dass
es leicht wird, dass das Temperatur-niedrige Kühlwasser, das durch den Kühler 21 hindurchgetreten
ist, durch den oberen Wassermantel 19 hindurchtritt, um
hierdurch die Temperatur Tt der oberen Zylinderwand zu der Solltemperatur
TtOBJ für
die obere Zylinderwand hin zu senken.
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Durch
die Rückkopplungsregelung
der Temperatur Tt der oberen Zylinderwand, um die Temperatur Tt
auf die Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand in der obigen Weise zu konvergieren, kann
das Überhitzen
des Motors E verhindert werden, um die Temperatur des Ölfilms an
dem oberen Abschnitt der Zylinderwand 12a (in der Nähe des oberen
Totpunkts des Kolbens) auf einem geeigneten Punkt zu halten, während die
Haltbarkeit verbessert wird, und kann die Reibkraft verringert werden, um
den Reibungsverlust zu reduzieren. Darüber hinaus wird die Solltemperatur
TtOBJ für
die obere Zylinderwand bei niedriger Motordrehzahl und bei hoher
Motorlast bestimmt, um für
den besten Verbrennungszustand zu sorgen, und daher kann eine abnormale
Verbrennung in dem Motor E effizient verhindert werden. Andererseits
wird die Solltemperatur TtOBJ für
die obere Zylinderwand bei hoher Motordrehzahl und niedriger Motorlast
bestimmt, so dass die Durchblasgasmenge am geringsten ist und daher
die Durchblasgasmenge auf das Minimum gedrückt werden kann.
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Wenn
im anschließenden
Schritt S10 die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand niedriger
ist als die Solltemperatur TbOBJ für die untere Zylinderwand,
wird in Schritt S11b der Öffnungsgrad
des zweiten Kühlwasserfließraten-Steuerventils 227 in dem
unteren Kühlkreislauf
Cb vergrößert, so
dass die Zuführmenge
des Kühlwassers,
das durch den oberen Wassermantel 19 in dem Zylinderblock 11 und den
Wassermantel 224 in dem Zylinderkopf 15 hindurchgetreten
und somit erhitzt ist, in den unteren Wassermantel 20 vergrößert wird.
Daher wird der untere Abschnitt des Zylinderblocks 11 durch
die Wärme
dieses Kühlwassers
erhitzt, wodurch die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu der
Solltemperatur TbOBJ für
die untere Zylinderwand hin erhöht wird.
Wenn andererseits in Schritt S10 die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand
gleich oder höher
als die Solltemperatur TbOBJ für
die untere Zylinderwand ist, wird der Öffnungsgrad des zweiten Kühlwasserfließraten-Steuerventils 227 verringert,
so dass die Menge des Temperatur-hohen Kühlwassers, das in den unteren
Wassermantel 2C geleitet wird, verringert wird, um hierdurch
den unteren Abschnitt des Zylinderblocks 11 zu kühlen, um
die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu der Solltemperatur
TbOBJ für
die untere Zylinderwand zu senken.
-
Auf
diese Weise wird das Kühlwasser,
das durch den oberen Wassermantel 19 in dem Zylinderblock 11 und
den Wassermantel 224 in dem Zylinderkopf 15 hindurchgetreten
und somit erhitzt ist, dem unteren Wassermantel 20 zugeführt, um
die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu erhöhen. Daher kann
die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand rasch angehoben werden,
ohne eine spezielle Wärmequelle
zu benötigen.
Darüberhinaus
kann die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand rasch auf die Solltemperatur
TbOBJ für
die untere Zylinderwand konvergiert werden, indem die Fließrate des Kühlwassers,
das durch den unteren Wassermantel 2O fließt, durch
das zweite Kühlwasserfließraten-Steuerventil 227 gesteuert/geregelt
wird.
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Zusätzlich kann
die Temperatur Tb der unteren Zylinderwand 12a (zwischen
dem Zwischenabschnitt und dem unteren Totpunkt des Kolbens) auf eine
höhere
Temperatur gebracht werden als jene im Stand der Technik, um die
Viskosität
des Ölfilms durch
die Rückkopplungsregelung
der Temperatur Tb der unteren Zylinderwand zu reduzieren, um die Temperatur
Tb zu der Solltemperatur TbOBJ für
die untere Zylinderwand zu konvergieren. Somit ist es möglich, die
Reibkraft zwischen den Gleitabschnitten des Kolbens 14 und
der Zylinderwand 12a zu reduzieren, um den Reibungsverlust
zu senken, um hierdurch für
eine erhöhte
Ausgangsleistung und eine Minderung der verbrauchten Kraftstoffmenge
zu sorgen. Zusätzlich
ist es möglich,
den an der Zylinderwand 12a anhaftenden Ölfilm zu
re duzieren, um die verbrauchte Schmierölmenge zu senken.
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Obwohl
spezifische Ausführungen
beschrieben worden sind, sind auch Varianten dieser Ausführungen
möglich.
Zum Beispiel enthält
der Motor E in jeder der Ausführungen
die Zylinderlaufbuchse 12, wobei aber die Erfindung auch
auf einen Motor E anwendbar ist, der keine Zylinderlaufbuchse 12 aufweist.
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In
der ersten Ausführung
werden das Abgas und die Frischluft dem gemeinsamen Gasmantel 20 zugeführt, wobei
aber ein Gasmantel für
Abgas und ein Gasmantel für
Frischluft separat vorgesehen sein können.
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In
der zweiten Ausführung
ist der Wassermantel 42 des Kühlmittels Mc in dem Wärmeübertragungselement 41 vorgesehen,
kann aber auch in dem Zylinderblock 11 vorgesehen sein.
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Obwohl
die Ausführung
der vorliegenden Erfindung im Detail beschrieben worden ist, versteht
es sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die oben beschriebenen
Ausführungen
beschränkt
ist, und es können
verschiedene konstruktive Modifikationen vorgenommen werden, ohne
vom Geist und Umfang der in den Ansprüchen definierten Erfindung abzuweichen.
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Ein
Gasmantel ist in einem unteren Abschnitt eines Zylinderblocks vorgesehen,
so dass Abgas in einer Abgasleitung dem Gasmantel durch eine Abgaszuführleitung
zugeführt
wird, die ein Abgaszuführventil
aufweist. Frischluft in einer Ansaugleitung wird einer Ansaugleitung
durch eine Frischluftzuführleitung
zugeführt,
die ein Frischluftzuführventil
aufweist. Die Temperatur der unteren Zylinderwand wird in rückkoppelnder
Weise auf eine Solltemperatur für die
untere Zylinderwand geregelt. Die Solltemperatur für die untere
Zylinderwand wird auf eine ausreichend hohe Temperatur in einem
Bereich gelegt, in dem ein Ölfilm
aus Schmieröl,
der sich von einem Zwischenabschnitt der Zylinderwand zu einem unteren
Totpunkt eines Kolbens erstreckt, sichergestellt werden kann. Daher
kann die Viskosität
des Schmieröls
gesenkt werden, um den Reibungsverlust an Gleitabschnitten der Zylinderwand
und des Kolbens zu minimieren, um hierdurch für eine ver größerte Motorleistung,
eine Minderung der verbrauchten Kraftstoffmenge und eine Minderung
des verbrauchten Schmieröls
zu sorgen.