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DE60018737T2 - Verbessertes verfahren zur bekämpfung von parasitosen in bienenstöcken - Google Patents

Verbessertes verfahren zur bekämpfung von parasitosen in bienenstöcken Download PDF

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DE60018737T2
DE60018737T2 DE60018737T DE60018737T DE60018737T2 DE 60018737 T2 DE60018737 T2 DE 60018737T2 DE 60018737 T DE60018737 T DE 60018737T DE 60018737 T DE60018737 T DE 60018737T DE 60018737 T2 DE60018737 T2 DE 60018737T2
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bees
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G. Robert PENNINGTON
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    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N57/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds
    • A01N57/10Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-oxygen bonds or phosphorus-to-sulfur bonds
    • A01N57/16Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-oxygen bonds or phosphorus-to-sulfur bonds containing heterocyclic radicals

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Description

  • Gebiet der Erfindung:
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bekämpfung von Parasitose, die durch parasitische Milben/Maden räuberischer Insekten in Bienenkolonien/stöcken verursacht wird, wobei Coumaphos für die Bienen auf deren Brut in wirkungsvoller Weise verfügbar gemacht wird, um damit in Kontakt zu gelangen. Insbesondere betrifft die Erfindung die Maßnahme, das Coumaphos durch die Anwendung einer wirkungsvollen Vorrichtung verfügbar zu machen und einwirken zu lassen.
  • Kurze Beschreibung des Standes der Technik:
  • Es ist im Stand der Technik bekannt, dass verschiedene pestizide Mittel zur Bekämpfung der räuberischen Milben Varroa jacobsoni anwendbar sind. Allerdings ist die Anwendung dieser Mittel bei der Wirksamkeit der Mittel wegen der Art oder Weise ihrer Anwendung eingeschränkt geblieben. Als Beispiel offenbart US 4 646 377 ein Verfahren zur Bekämpfung von Varroa jacobsoni auf Bienen, wobei man bei den Bienen oder ihrem Habitat eine wirksame Menge von Coumaphos in einer flüssigen Mischung anwendet. US 4 965 287 offenbart ein Verfahren zur steuernden Bekämpfung von Paratisose in Bienen durch auf die Bienen, deren Nahrung oder deren Habitat gerichtete Aufbringung eines Parasitizids, das gegen entsprechende Parasitosen, aber nicht gegen die genannten Bienen selektiv wirksam ist, wobei die Verbesserung darauf beruht, dass dieses Parasitizid ein synthetisches Pyrethroid ist. Weitere bekannte Verfahren beinhalten die Behandlung der Bienenkolonie mit Rauch oder Staub chemischer Verbindungen. US 5 018 481 offenbart eine zur Anbringung an Lebewesen(stöcken) vorgesehene Vorrichtung zur steuernden Bekämpfung von Insekten aus einem Formgegenstand, der aus einer Mischung aus Coumaphos, Polyvinylchlorid und aus einem Weichmacher gebildet ist. Während das Patent offenbart, dass Coumaphos ein Pestizid ist, das gegen Milben/Maden und Insekten wirkungsvoll ist, offenbart es die Verwendung der Vorrichtung zur Bekämpfung von Parasiten auf Bienen nicht. EP-A-0 279 219 offenbart Zusammensetzungen zur Bekämpfung von Protozoen in Insekten, welche als Hauptbestandteil Triazintrion enthalten. US-A 5 230 894 offenbart akarizide Zusammensetzungen, die sich zur Anwendung gegen Varroatose in Bienen eignen, sowie eine dieselben enthaltende Vorrichtung. US-A 5 018 481 offenbart eine Vorrichtung zur steuernden Bekämpfung von Insekten für Lebewesen(stöcke), welche Coumaphos enthält. US 4 646 377 offenbart ein Verfahren zur Bekämpfung von Varroatose in Bienen mit Coumaphos in der Form einer wässrigen Suspension oder Emulsion. Die vorliegende Erfindung betrifft die neue Verwendung einer Vorrichtung, enthaltend Coumaphos, zur wirkungsvollen Behandlung von Parasitosen in Bienenkolonien bzw. Bienenstöcken.
  • Gemäß dem vorstehend Gesagten umfasst die vorliegende Erfindung die Verwendung von Coumaphos in Kombination mit einem Kunststoffmaterial, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid und aus Polyurethan, zur Herstellung eines Mittels zur Bekämpfung von Parasitosen in Bienen, indem die Bienen oder deren Brut oder Habitat in Kontakt mit einer dafür wirkungsvollen Menge von Coumaphos gebracht werden, worin das Kunststoffmaterial mit Coumaphos beim Formen imprägniert wird und das Coumaphos in einer Menge von 1 bis 20 %, bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels, vorliegt und vorhanden ist.
  • In einer derzeit bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Verfahren Maßnahmen, in denen ein aus der Mischung aus Coumaphos und aus dem Kunststoffmaterial gebildeter Formgegenstand nahe an oder in einem Bienenstock angeordnet wird, um das Coumaphos auf den Bienen bei deren Kontakt mit dem Formgegenstand wirkungsvoll freizusetzen. Es ist herausgefunden worden, dass mit diesem Verfahren in vorteilhafter Weise parasitische Milben oder räuberische Insekten bekämpft werden, ohne den Bienen Schaden zuzufügen oder die Bienenkolonie in Aufruhr zu versetzen.
  • Die Erfindung wird hierin unter Verwendung der folgenden definierten Begriffe noch vollständiger definiert. Unter dem Begriff "in Kontakt bringen" ist gemeint, dass die Bienen einen körperlichen Kontakt mit Coumaphos-Streifen haben, wenn die Streifen in der Nähe des Eingangs des Stockes so vor Ort angeordnet werden, dass die Bienen über die Streifen gehen oder kriechen, wenn sie ein- oder austreten. Alternativ dazu, können die Streifen in den Rahmen des Stockes gehängt werden, wo die Bienen oder deren Brut in Kontakt mit den Streifen während ihren täglichen Aktivitäten im Stock gelangen. Der körperliche Kontakt der Bienen mit den Streifen verursacht, dass eine kleine Menge Coumaphos auf den Bienen abgeschieden wird.
  • Coumaphos wird ferner durch Biene-zu-Biene-Kontakt während ihren sozialen Wechselkontakten verbreitet und verteilt. Die Menge an Coumaphos, die auf den Bienen abgeschieden wird, wenn sie dem Streifen ausgesetzt sind, reicht hin, um die Schädlingsparasiten zu beseitigen, ohne den Bienen Schaden zuzufügen.
  • Mit dem Begriff "eine wirkungsvolle Menge" ist gemeint, dass die Vorrichtung (der Streifen) mit dem korrekten Mengenanteil von Coumaphos in Relation zu den weiteren Matrixkomponenten formuliert und zubereitet ist, um eine hinreichende Menge an Pestizid freizusetzen, um die Schädlinge zu beseitigen und steuernd zu bekämpfen, ohne dass den Bienen Schaden zugefügt wird. Die Auswahl und das Verhältnis der Komponenten ist ein entscheidendes Merkmal der Erfindung, da Coumaphos selbst toxisch gegenüber Bienen ist.
  • Mit dem Begriff "Kombination" ist gemeint, dass die Vorrichtung mit einer Kombination aus Pestizid (Coumaphos), einem polymeren Polyvinylchlorid (PVC) oder aus einem ähnlichen Material), einem (üblich verwendeten) Weichmacher, einem Pigment und aus Stabilisiermitteln formuliert und zubereitet ist, was eine stabile Matrix ergibt, die genügend Coumaphos über eine gewünschte Zeitspanne freisetzt. Die gewünschte Zeitspanne kann ca. 1 Tag bis 8 Wochen und vorzugsweise ca. 3 bis 8 Wochen betragen.
  • Mit dem Begriff "kompatibel" ist gemeint, dass Formulierung, Design und Anbringung der Vorrichtung innerhalb der Kolonie den Bienen keinen Schaden zufügt oder die soziale Organisation der Bienen innerhalb der Kolonie stört.
  • Die optimalen Abmessungen der Streifen betragen 8,75 × 1,00 × 0,12 inches (ca. 22 × 2,5 × 0,3 cm) bei einem Gewicht von 8 bis 15 g, obwohl größere oder kleinere Streifen gleichwertige Ergebnisse liefern können. Ein Faltstreifen mit einem "lebenden Scharnier" kann an dem einen Ende des Streifens konfiguriert sein, um eine "T"-Konfiguration zu bilden, die die Aufhängung des Streifens in den Rahmen der Bienenkolonie erleichtert.
  • Die Oberfläche des Streifens kann glatt sein, oder es kann, alternativ dazu, ein hexagonales "Waben"-Muster in der Oberfläche ausgeformt sein. Das Waben-Muster erhöht die Gesamtoberflächenfläche des Streifens für eine wirksamerere Freisetzung des Coumaphos. Außerdem wird das Waben-Muster von den Bienen als natürlicher Bestandteil des Stockes wahrgenommen und verringert die Möglichkeit einer Störung der sozialen Aktivität der Bienen im Stock.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Wie oben dargelegt, betrifft die vorliegende Erfindung ein verbessertes Verfahren zur steuernden Bekämpfung von Parasitosen, die in typischer Weise durch parasitische Milben wie Varroa jacobsoni, Varroa underwoodi, Acarapis woodi oder durch räuberische Insekten wie Aethina tumida verursacht werden. Das Verfahren umfasst Stufen, wobei die Bienen, deren Nahrung oder Habitat in Kontakt mit einer dafür wirkungsvollen Menge von Coumaphos (O,O-Diethyl-O-(3-chlor-4-methylcoumarinyl)thionophosphat) gebracht werden, das mit einem Kunststoffmaterial kombiniert ist.
  • Coumaphos ist in typischer Weise eine feste Organophosphorverbindung, die mit einem kompatiblen Material wie einem Kunststoff in einer Menge kombiniert und zusammengebracht werden kann, die hinreicht, die physikalische Stabilität und Integrität des Streifens aufrecht zu erhalten. Die entstandene Kombination setzt, bei Kontakt mit Schädlingen, genügend Coumaphos frei, um den Schädling über eine Zeitspanne von 1 Tag bis 8 Wochen und vorzugsweise bis zu ca. 3 bis 8 Wochen steuernd zu bekämpfen. In typischer Weise kann eine Menge von 1 bis 20 und vorzugsweise von 2,5 bis 10 % Coumaphos, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kombination, eingesetzt werden. Das kompatible Material ist aus der Gruppe ausgewählt, bestehend aus Polyvinylchlorid (PVC), Polyurethan, Polyvinylidenchlorid und aus Vinylverbindungen. Eine Menge von 40 bis 60 und vorzugsweise von 45 bis 55 % des kompatiblen Materials, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kombination, kann verwendet werden. Gewöhnlich wird mit dem kompatiblen Material ein Weichmacher verwendet, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Triethylzitrat, Acetyltributylzitrat, Zitratestern, Dioctylphthalat und aus Diethylhexylphthalat. Mengen von 5 bis 40 und vorzugsweise von 25 bis 35 % des Weichmachers, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kombination, können verwendet werden. Weitere Komponenten können in der Kombination enthalten sein. Beispielsweise können Farbstoffe, Pigmente, Gleitmittel, Flocken, Füllstoffe, Antioxidanzien und UV-Stabilisiermittel gegebenenfalls enthalten sein.
  • Die Komponenten können zu der Kombination durch ein herkömmliches Verfahren geformt werden, einschließlich der Imprägnierung des Materials mit Coumaphos beim Formen und vorzugsweise durch Spritzgussformung.
  • Vorzugsweise wird das Coumaphos durch Einbettung dem Kunststoffmaterial einverleibt.
  • Zur Ausführung der Erfindung kann die Bienenkolonie behandelt werden, indem die Kombination nahe an oder in der Struktur oder dem Habitat oder am Eingang für die Kolonie mit herkömmlichen Mitteln verfügbar gemacht wird und zur Einwirkung gelangt. Beispielsweise kann die Kombination durch Aufhängen von Streifen zwischen den Brutrahmen verfügbar gemacht werden und zur Einwirkung gelangen.
  • Die Nähe zur Struktur oder dem Habitat ist so eng, dass sich ein wirkungsvoller Transfer des Coumaphos ergibt und einstellt. Mit dem wirkungsvollen Transfer ist die Abscheidung des Coumaphos aus dem Streifen auf den Bienen in hinreichender Menge gemeint, um die Schädlinge zu beseitigen und steuernd zu bekämpfen, ohne dass den Bienen Schaden zugefügt wird. Auf der Grundlage der hierin dargelegten Beschreibung liegt es im Rahmen des Fachwissens des Durchschnittsfachmanns, dass die nahe Anordnung der Streifen an der Kolonie sicher und zuverlässig durchgeführt wird.
  • Ganz allgemein hängt die Behandlungsdauer von der Zeitspanne der Entwicklung der Parasiten und der Bienen ab. Die Behandlung kann so durchgeführt werden, dass alle Entwicklungsstufen des Parasits auf den ausgewachsenen Bienen oder auf der Bienenbrut der Behandlung ausgesetzt werden. Die Behandlung kann 2 Mal pro Jahr in Zwischenabständen von jeweils ca. 1 bis 56 Tagen durchgeführt werden.
  • Die Erfindung wird nun noch weiter durch die folgenden erläuternden, aber nicht-einschränkenden Beispiele beschrieben.
  • Beispiele
  • Beispiel 1
  • 6 Bienenstöcke, die mit den Parasit-Milben Varroa jacobsoni befallen waren, wurden in 3 Gruppen eingeteilt. 2 Kolonien wurden mit 10 %-Coumaphos-Streifen durch Anbringen der Streifen am Eingang zum Stock behandelt. 2 Kolonien empfingen jeweils "1 × 10 %"-Coumaphos-Streifen, die zwischen die Brutwaben gelegt wurden. 2 Kolonien bleiben unbehandelt. Die Coumaphos-Streifen bleiben 30 Tage lang in den Kolonien. Tote Milben aus jeder Kolonie wurden gesammelt und während dieser Zeitspanne gezählt. Am Ende dieser Zeitspanne wurden die Bienen aus jedem Stock auf künstliche Schwarmschachteln übertragen und mit einem Produkt behandelt, um jegliche verbliebenen Milben zu beseitigen. Die Gesamt-Milbenpopulation in jeder Kolonie wurde durch Addieren der Zahl der während der Coumaphos-Behandlung beseitigten Milben mit der Zahl der nach 30 Tagen verbliebenen Milben ermittelt. Die Prozent-Milben-Verringerung als Folge der Behandlung mit Coumaphos wurde dann bestimmt:
  • Figure 00050001
  • Die entweder am Eingang zur Kolonie oder innerhalb der Brutwaben angebrachten Coumaphos-Streifen ergaben eine wirkungsvolle steuernde Bekämpfung der Varroa-Milben. Keine unübliche Bienen-Sterblichkeit wurde in der Folge der Behandlung mit den Coumaphos-Streifen beobachtet.
  • Beispiel 2
  • 30 Bienenkolonien, die mit Varroa jacobsoni befallen waren, wurden statistisch auf 3 Behandlungsgruppen verteilt. Jede Gruppe empfing 10%-Coumaphos-Streifen, die entweder in das Brutnest oder den Eingang des Stockes gelegt wurden. Eine 4. Gruppe von Stöcken blieb unbehandelt. Klebebretter wurden unterhalb jeden Stock gelegt, um tote Varroa zu sammeln. Die Streifen wurden 46 Tage nach der Behandlung weggenommen. Die Bienenstöcke blieben 2 Tage lang unbehandelt. 1 Fluvalinat (Pyrethroid)-Streifen wurde dann in das Brutnest jeder Kolonie 24 h lang gelegt, um jegliche verbliebenen Milben zu beseitigen. Die Gesamtzahl von Varroa in jeder Kolonie wurde durch Addieren der Zahl der nach Behandlung mit dem Coumaphos-Streifen beseitigten Varroa mit der Zahl der nach der Fluvalinat-Behandlung gesammelten Varroa ermittelt. Die %-Änderung der Varroa in der Folge der Coumaphos-Behandlung wurde dann berechnet:
  • Figure 00060001
  • Die Varroa wurden um ≥91 % für die Behandlungsgruppen verringert, die 10%-Coumaphos-Streifen erhielten. Die höchste Verringerung (97%) wurde mit den 2 × 10%-Coumaphos-Streifen beobachtet, die in das Brutnest gelegt wurden.
  • Keine unübliche Sterblichkeit ausgewachsener Bienen wurde in der Folge mit der Behandlung mit den Coumaphos-Streifen beobachtet.
  • Beispiel 3
  • Eine Vergleichs-Wirksamkeitsstudie wurde in Clear Lake, South Dakota, zur Bewertung der Wirksamkeit 5 verschiedener Produkte zur vergleichenden Bekämpfung von Varroa jacobsoni in Honigbienenkolonien durchgeführt. Die getesteten Produkte schlossen 10%-Fluvalinat-Streifen, Amitraz-Streifen, Permethrin-Streifen, 5,0%-Coumaphos-Streifen und Ameisensäure-Gelpackungen ein.
  • 120 Bienenkolonien mit Varroa-Schädigungen wurden statistisch auf 6 Behandlungsgruppen von 20 verteilt. 5 Gruppen empfingen eine Behandlung mit den Testprodukten, und die 6. Gruppe diente als unbehandelte Vergleichsgruppe. Alle Streifenformulierungen wurden als 2 Streifen im Brutnest jeder Kolonie angewandt. Die Ameisensäure-Gelpackungen wurden unter der Deckenabdeckung des Brutnests angebracht. Die Behandlungen wurden am 1. Tag angewandt. Klebebretter wurden unter jeden Stock gelegt, um die toten Varroa zu sammeln.
  • Alle Behandlungsmittel wurden 30 Tage nach der Behandlung entfernt. Am 31. Tag wurde eine Amitraz-Formulierung in jede Kolonie gelegt, um die verbliebenen Varroa abzutöten. Die Gesamtzahl der in jeder Kolonie vorhandenen Varroa wurde durch Addieren der Zahl der nach Behandlung mit den Testprodukten gesammelten toten Varroa mit der Zahl der nach der Amitraz-Behandlung gesammelten toten Varroa ermittelt. Die %-Änderung der Varroa in der Folge der experimentellen Behandlung wurde dann berechnet:
  • Figure 00070001
  • Die Amitraz- und 5,0%-Coumaphos-Streifen ergaben die größte Verringerung der Varroa (94 bzw. 92 %). Das Versagen der Fluvalinat- und Permethrin-Streifen zur steuernden Bekämpfung von Varroa zeigte an, dass die Milben resistent gegen Pyrethroid-Insektizide waren.
  • Keine unübliche Bienen-Sterblichkeit wurde in der Folge der Behandlung mit den Coumaphos-Streifen beobachtet.
  • Beispiel 4
  • Eine Vergleichs-Wirksamkeitsstudie wurde nahe Lincoln, Nebraska, durchgeführt, um die Wirksamkeit von 3 Konzentrationen von Coumaphos-Streifen zur steuernden Bekämpfung von Varroa jacobsoni in Honigbienenkolonien zu bewerten.
  • 40 Bienenkolonien mit bestätigten Varroa-Schädigungen wurden statistisch auf 4 Behandlungsgruppen verteilt (10 Kolonien/Behandlung). 3 Gruppen empfingen eine Behandlung mit einer von 3 verschiedenen Coumaphos-Streifenkonzentrationen (2 Streifen/Kolonie), und die 4. Gruppe diente als unbehandelte Vergleichsgruppe. Die Streifen wurden zwischen den Rahmen der Brutschachtel zum maximalen Kontakt mit dem Schwarm der Bienen aufgehängt.
  • Klebebretter wurden unter alle Kolonien vor der Behandlung (Tag 0) gelegt, um die toten Milben zu sammeln. Die Anfangsmilbenabsenkung wurde am 1. Tag ermittelt. Die Coumaphos-Streifen blieben 37 Tage lang in den Kolonien. Die Coumaphos-Streifen wurden dann weggenommen, und 2 (10%-Fluvalinat)-Streifen und neue Klebebretter wurden in alle 40 Kolonien 2 Tage lang gelegt, um jegliche verbliebenen Milben abzutöten und zu sammeln. Die Gesamtzahl der in jeder Kolonie vorhandenen Varroa wurde durch Addieren der Zahl der nach Behandlung mit den Coumaphos-Streifen gesammelten toten Varroa mit der Zahl der nach der Behandlung mit Fluvalinat gesammelten toten Varroa ermittelt. Die %-Varroa-Verringerung in der Folge der Coumaphos-Behandlung wurde dann berechnet:
  • Figure 00080001
  • Die Milben-Zählergebnisse wurden mit log 10-Transformation transformiert, weil die Abweichung der Milben-Zählwerte zwischen den Kolonien groß war. Regressionsanalysen wurden an der Anfangsmilbenabsenkung und der Änderung der Milbenabsenkung durchgeführt.
  • Die 5%- und 10%-Coumaphos-Streiben ergaben eine wirkungsvolle steuernde Bekämpfung der Varroa.
  • Keine unübliche Bienen-Sterblichkeit oder -Verletzung wurde in den Kolonien in der Folge der Behandlung mit den Coumaphos-Streifen beobachtet.
  • Beispiel 5
  • Eine Vergleichs-Wirksamkeitsstudie wurde nahe St. Paul, Minnesota, durchgeführt, um die Wirksamkeit von 3 Konzentrationen von Coumaphos-Streifen zur steuernden Bekämpfung von Varroa jacobsoni in Honigbienenkolonien zu bewerten.
  • 38 Bienenkolonien mit bestätigten Varroa-Schädigungen wurden statistisch auf 4 Behandlungsgruppen verteilt (9 oder 10 Kolonien/Behandlung).
  • 3 Gruppen empfingen eine Behandlung mit einem der 3 verschiedenen Coumaphos-Streifenkonzentrationen (2 Streifen/Kolonie), und die 4. Gruppe diente als Vergleichsgruppe. Die Streifen wurden zwischen die Rahmen des unteren Brutkorbs zum maximalen Kontakt mit dem Bienenschwarm aufgehängt.
  • Klebebretter wurden unter alle Kolonien vor der Behandlung gelegt (Tag 0), um die toten Milben zu sammeln. Die Anfangsmilbenabsenkung wurde am 1. Tag ermittelt. Neue Klebebretter wurden unter jeden Stock am 21. Tag gelegt, um die toten Milben am 22. Tag zu sammeln und zu zählen. Die Coumaphos-Streifen blieben in den Kolonien bis zum 46. Tag, worauf sie weggenommen wurden. Am 49. Tag wurden 2 10%-Fluvalinat-Streifen sowie neue Klebebretter in alle Kolonien 1 Tag lang gelegt, um jegliche verbliebenen Milben zu beseitigen und zu sammeln. Die Gesamtzahl der in jeder Kolonie vorhandenen Varroa wurde durch Addieren der Zahl der nach Behandlung mit den Coumaphos-Streifen gesammelten toten Varroa mit der Zahl der nach der 10%-Fluvalinat-Behandlung gesammelten toten Varroa ermittelt. Die %-Varroa-Verringerung in der Folge der Coumaphos-Behandlung wurde dann berechnet:
  • Figure 00090001
  • Eine 1-Weg-ANOVA mit log 10-transformierten Daten und eine anschließende post-hoc-Mittelwertseparation (Tukey's Test) wurden angewandt, um die %-Wirksamkeit unter den Behandlungsgruppen zu vergleichen. Die 5- und 10%-Coumaphos-Streifen ergaben eine hoch signifikante Varroa-Verringerung (P = 0,00). Die Differenzwerte der Varroa-Verringerung zwischen den 5- und 10%-Coumaphos-Streifen waren nicht signifikant verschieden.
  • Keine unübliche Bienen-Sterblichkeit oder -Verletzung in oder an den Kolonien/Stöcken wurden in der Folge der Behandlung mit den Coumaphos-Streifen beobachtet.

Claims (3)

  1. Verwendung von Coumaphos in Kombination mit einem Kunststoffmaterial, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid und aus Polyurethan, zur Herstellung von Mitteln zur Bekämpfung von Parasitosen in Bienen, wobei die Bienen oder deren Brut oder Habitat in Kontakt mit einer dafür wirkungsvollen Menge von Coumaphos gebracht werden, worin das Kunststoffmaterial mit Coumaphos beim Formen imprägniert wurde und das Coumaphos in einer Menge von 1 bis 20 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Mittel, vorhanden ist.
  2. Verwendung gemäß Anspruch 1, worin das Kunststoffmaterial Polyvinylchlorid ist.
  3. Verwendung gemäß Anspruch 1 oder 2, worin das Mittel ein Streifen ist.
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