-
Gebiet der Erfindung:
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bekämpfung von
Parasitose, die durch parasitische Milben/Maden räuberischer
Insekten in Bienenkolonien/stöcken
verursacht wird, wobei Coumaphos für die Bienen auf deren Brut
in wirkungsvoller Weise verfügbar
gemacht wird, um damit in Kontakt zu gelangen. Insbesondere betrifft
die Erfindung die Maßnahme,
das Coumaphos durch die Anwendung einer wirkungsvollen Vorrichtung
verfügbar
zu machen und einwirken zu lassen.
-
Kurze Beschreibung des
Standes der Technik:
-
Es
ist im Stand der Technik bekannt, dass verschiedene pestizide Mittel
zur Bekämpfung
der räuberischen
Milben Varroa jacobsoni anwendbar sind. Allerdings ist die Anwendung
dieser Mittel bei der Wirksamkeit der Mittel wegen der Art oder
Weise ihrer Anwendung eingeschränkt
geblieben. Als Beispiel offenbart
US
4 646 377 ein Verfahren zur Bekämpfung von Varroa jacobsoni
auf Bienen, wobei man bei den Bienen oder ihrem Habitat eine wirksame
Menge von Coumaphos in einer flüssigen
Mischung anwendet.
US 4 965 287 offenbart
ein Verfahren zur steuernden Bekämpfung
von Paratisose in Bienen durch auf die Bienen, deren Nahrung oder
deren Habitat gerichtete Aufbringung eines Parasitizids, das gegen
entsprechende Parasitosen, aber nicht gegen die genannten Bienen
selektiv wirksam ist, wobei die Verbesserung darauf beruht, dass
dieses Parasitizid ein synthetisches Pyrethroid ist. Weitere bekannte
Verfahren beinhalten die Behandlung der Bienenkolonie mit Rauch
oder Staub chemischer Verbindungen.
US
5 018 481 offenbart eine zur Anbringung an Lebewesen(stöcken) vorgesehene
Vorrichtung zur steuernden Bekämpfung
von Insekten aus einem Formgegenstand, der aus einer Mischung aus
Coumaphos, Polyvinylchlorid und aus einem Weichmacher gebildet ist.
Während
das Patent offenbart, dass Coumaphos ein Pestizid ist, das gegen
Milben/Maden und Insekten wirkungsvoll ist, offenbart es die Verwendung
der Vorrichtung zur Bekämpfung
von Parasiten auf Bienen nicht. EP-A-0 279 219 offenbart Zusammensetzungen
zur Bekämpfung
von Protozoen in Insekten, welche als Hauptbestandteil Triazintrion
enthalten. US-A 5 230 894 offenbart akarizide Zusammensetzungen,
die sich zur Anwendung gegen Varroatose in Bienen eignen, sowie
eine dieselben enthaltende Vorrichtung. US-A 5 018 481 offenbart
eine Vorrichtung zur steuernden Bekämpfung von Insekten für Lebewesen(stöcke), welche
Coumaphos enthält.
US 4 646 377 offenbart ein Verfahren
zur Bekämpfung
von Varroatose in Bienen mit Coumaphos in der Form einer wässrigen
Suspension oder Emulsion. Die vorliegende Erfindung betrifft die
neue Verwendung einer Vorrichtung, enthaltend Coumaphos, zur wirkungsvollen
Behandlung von Parasitosen in Bienenkolonien bzw. Bienenstöcken.
-
Gemäß dem vorstehend
Gesagten umfasst die vorliegende Erfindung die Verwendung von Coumaphos
in Kombination mit einem Kunststoffmaterial, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid
und aus Polyurethan, zur Herstellung eines Mittels zur Bekämpfung von
Parasitosen in Bienen, indem die Bienen oder deren Brut oder Habitat
in Kontakt mit einer dafür
wirkungsvollen Menge von Coumaphos gebracht werden, worin das Kunststoffmaterial
mit Coumaphos beim Formen imprägniert
wird und das Coumaphos in einer Menge von 1 bis 20 %, bezogen auf
das Gesamtgewicht des Mittels, vorliegt und vorhanden ist.
-
In
einer derzeit bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfasst das
Verfahren Maßnahmen,
in denen ein aus der Mischung aus Coumaphos und aus dem Kunststoffmaterial
gebildeter Formgegenstand nahe an oder in einem Bienenstock angeordnet
wird, um das Coumaphos auf den Bienen bei deren Kontakt mit dem Formgegenstand
wirkungsvoll freizusetzen. Es ist herausgefunden worden, dass mit
diesem Verfahren in vorteilhafter Weise parasitische Milben oder
räuberische
Insekten bekämpft
werden, ohne den Bienen Schaden zuzufügen oder die Bienenkolonie
in Aufruhr zu versetzen.
-
Die
Erfindung wird hierin unter Verwendung der folgenden definierten
Begriffe noch vollständiger
definiert. Unter dem Begriff "in
Kontakt bringen" ist
gemeint, dass die Bienen einen körperlichen
Kontakt mit Coumaphos-Streifen haben, wenn die Streifen in der Nähe des Eingangs
des Stockes so vor Ort angeordnet werden, dass die Bienen über die
Streifen gehen oder kriechen, wenn sie ein- oder austreten. Alternativ
dazu, können
die Streifen in den Rahmen des Stockes gehängt werden, wo die Bienen oder
deren Brut in Kontakt mit den Streifen während ihren täglichen
Aktivitäten
im Stock gelangen. Der körperliche
Kontakt der Bienen mit den Streifen verursacht, dass eine kleine
Menge Coumaphos auf den Bienen abgeschieden wird.
-
Coumaphos
wird ferner durch Biene-zu-Biene-Kontakt während ihren sozialen Wechselkontakten
verbreitet und verteilt. Die Menge an Coumaphos, die auf den Bienen
abgeschieden wird, wenn sie dem Streifen ausgesetzt sind, reicht
hin, um die Schädlingsparasiten
zu beseitigen, ohne den Bienen Schaden zuzufügen.
-
Mit
dem Begriff "eine
wirkungsvolle Menge" ist
gemeint, dass die Vorrichtung (der Streifen) mit dem korrekten Mengenanteil
von Coumaphos in Relation zu den weiteren Matrixkomponenten formuliert
und zubereitet ist, um eine hinreichende Menge an Pestizid freizusetzen,
um die Schädlinge
zu beseitigen und steuernd zu bekämpfen, ohne dass den Bienen
Schaden zugefügt
wird. Die Auswahl und das Verhältnis
der Komponenten ist ein entscheidendes Merkmal der Erfindung, da
Coumaphos selbst toxisch gegenüber
Bienen ist.
-
Mit
dem Begriff "Kombination" ist gemeint, dass
die Vorrichtung mit einer Kombination aus Pestizid (Coumaphos),
einem polymeren Polyvinylchlorid (PVC) oder aus einem ähnlichen
Material), einem (üblich
verwendeten) Weichmacher, einem Pigment und aus Stabilisiermitteln
formuliert und zubereitet ist, was eine stabile Matrix ergibt, die
genügend
Coumaphos über
eine gewünschte
Zeitspanne freisetzt. Die gewünschte
Zeitspanne kann ca. 1 Tag bis 8 Wochen und vorzugsweise ca. 3 bis
8 Wochen betragen.
-
Mit
dem Begriff "kompatibel" ist gemeint, dass
Formulierung, Design und Anbringung der Vorrichtung innerhalb der
Kolonie den Bienen keinen Schaden zufügt oder die soziale Organisation
der Bienen innerhalb der Kolonie stört.
-
Die
optimalen Abmessungen der Streifen betragen 8,75 × 1,00 × 0,12 inches
(ca. 22 × 2,5 × 0,3 cm) bei
einem Gewicht von 8 bis 15 g, obwohl größere oder kleinere Streifen
gleichwertige Ergebnisse liefern können. Ein Faltstreifen mit
einem "lebenden
Scharnier" kann
an dem einen Ende des Streifens konfiguriert sein, um eine "T"-Konfiguration zu bilden, die die Aufhängung des
Streifens in den Rahmen der Bienenkolonie erleichtert.
-
Die
Oberfläche
des Streifens kann glatt sein, oder es kann, alternativ dazu, ein
hexagonales "Waben"-Muster in der Oberfläche ausgeformt
sein. Das Waben-Muster erhöht
die Gesamtoberflächenfläche des Streifens
für eine
wirksamerere Freisetzung des Coumaphos. Außerdem wird das Waben-Muster
von den Bienen als natürlicher
Bestandteil des Stockes wahrgenommen und verringert die Möglichkeit
einer Störung
der sozialen Aktivität
der Bienen im Stock.
-
Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
-
Wie
oben dargelegt, betrifft die vorliegende Erfindung ein verbessertes
Verfahren zur steuernden Bekämpfung
von Parasitosen, die in typischer Weise durch parasitische Milben
wie Varroa jacobsoni, Varroa underwoodi, Acarapis woodi oder durch
räuberische
Insekten wie Aethina tumida verursacht werden. Das Verfahren umfasst
Stufen, wobei die Bienen, deren Nahrung oder Habitat in Kontakt
mit einer dafür
wirkungsvollen Menge von Coumaphos (O,O-Diethyl-O-(3-chlor-4-methylcoumarinyl)thionophosphat)
gebracht werden, das mit einem Kunststoffmaterial kombiniert ist.
-
Coumaphos
ist in typischer Weise eine feste Organophosphorverbindung, die
mit einem kompatiblen Material wie einem Kunststoff in einer Menge
kombiniert und zusammengebracht werden kann, die hinreicht, die
physikalische Stabilität
und Integrität
des Streifens aufrecht zu erhalten. Die entstandene Kombination setzt,
bei Kontakt mit Schädlingen,
genügend
Coumaphos frei, um den Schädling über eine
Zeitspanne von 1 Tag bis 8 Wochen und vorzugsweise bis zu ca. 3
bis 8 Wochen steuernd zu bekämpfen.
In typischer Weise kann eine Menge von 1 bis 20 und vorzugsweise
von 2,5 bis 10 % Coumaphos, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kombination,
eingesetzt werden. Das kompatible Material ist aus der Gruppe ausgewählt, bestehend aus
Polyvinylchlorid (PVC), Polyurethan, Polyvinylidenchlorid und aus
Vinylverbindungen. Eine Menge von 40 bis 60 und vorzugsweise von
45 bis 55 % des kompatiblen Materials, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Kombination, kann verwendet werden. Gewöhnlich wird mit dem kompatiblen
Material ein Weichmacher verwendet, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Triethylzitrat, Acetyltributylzitrat, Zitratestern, Dioctylphthalat
und aus Diethylhexylphthalat. Mengen von 5 bis 40 und vorzugsweise
von 25 bis 35 % des Weichmachers, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Kombination, können
verwendet werden. Weitere Komponenten können in der Kombination enthalten
sein. Beispielsweise können
Farbstoffe, Pigmente, Gleitmittel, Flocken, Füllstoffe, Antioxidanzien und
UV-Stabilisiermittel gegebenenfalls enthalten sein.
-
Die
Komponenten können
zu der Kombination durch ein herkömmliches Verfahren geformt
werden, einschließlich
der Imprägnierung
des Materials mit Coumaphos beim Formen und vorzugsweise durch Spritzgussformung.
-
Vorzugsweise
wird das Coumaphos durch Einbettung dem Kunststoffmaterial einverleibt.
-
Zur
Ausführung
der Erfindung kann die Bienenkolonie behandelt werden, indem die
Kombination nahe an oder in der Struktur oder dem Habitat oder am
Eingang für
die Kolonie mit herkömmlichen
Mitteln verfügbar gemacht
wird und zur Einwirkung gelangt. Beispielsweise kann die Kombination
durch Aufhängen
von Streifen zwischen den Brutrahmen verfügbar gemacht werden und zur
Einwirkung gelangen.
-
Die
Nähe zur
Struktur oder dem Habitat ist so eng, dass sich ein wirkungsvoller
Transfer des Coumaphos ergibt und einstellt. Mit dem wirkungsvollen
Transfer ist die Abscheidung des Coumaphos aus dem Streifen auf
den Bienen in hinreichender Menge gemeint, um die Schädlinge zu
beseitigen und steuernd zu bekämpfen,
ohne dass den Bienen Schaden zugefügt wird. Auf der Grundlage
der hierin dargelegten Beschreibung liegt es im Rahmen des Fachwissens
des Durchschnittsfachmanns, dass die nahe Anordnung der Streifen
an der Kolonie sicher und zuverlässig
durchgeführt
wird.
-
Ganz
allgemein hängt
die Behandlungsdauer von der Zeitspanne der Entwicklung der Parasiten
und der Bienen ab. Die Behandlung kann so durchgeführt werden,
dass alle Entwicklungsstufen des Parasits auf den ausgewachsenen
Bienen oder auf der Bienenbrut der Behandlung ausgesetzt werden.
Die Behandlung kann 2 Mal pro Jahr in Zwischenabständen von
jeweils ca. 1 bis 56 Tagen durchgeführt werden.
-
Die
Erfindung wird nun noch weiter durch die folgenden erläuternden,
aber nicht-einschränkenden
Beispiele beschrieben.
-
Beispiele
-
Beispiel 1
-
6
Bienenstöcke,
die mit den Parasit-Milben Varroa jacobsoni befallen waren, wurden
in 3 Gruppen eingeteilt. 2 Kolonien wurden mit 10 %-Coumaphos-Streifen
durch Anbringen der Streifen am Eingang zum Stock behandelt. 2 Kolonien
empfingen jeweils "1 × 10 %"-Coumaphos-Streifen,
die zwischen die Brutwaben gelegt wurden. 2 Kolonien bleiben unbehandelt.
Die Coumaphos-Streifen
bleiben 30 Tage lang in den Kolonien. Tote Milben aus jeder Kolonie
wurden gesammelt und während
dieser Zeitspanne gezählt.
Am Ende dieser Zeitspanne wurden die Bienen aus jedem Stock auf
künstliche
Schwarmschachteln übertragen
und mit einem Produkt behandelt, um jegliche verbliebenen Milben
zu beseitigen. Die Gesamt-Milbenpopulation in jeder Kolonie wurde
durch Addieren der Zahl der während
der Coumaphos-Behandlung beseitigten Milben mit der Zahl der nach
30 Tagen verbliebenen Milben ermittelt. Die Prozent-Milben-Verringerung
als Folge der Behandlung mit Coumaphos wurde dann bestimmt:
-
-
Die
entweder am Eingang zur Kolonie oder innerhalb der Brutwaben angebrachten
Coumaphos-Streifen ergaben eine wirkungsvolle steuernde Bekämpfung der
Varroa-Milben. Keine unübliche
Bienen-Sterblichkeit wurde in der Folge der Behandlung mit den Coumaphos-Streifen
beobachtet.
-
Beispiel 2
-
30
Bienenkolonien, die mit Varroa jacobsoni befallen waren, wurden
statistisch auf 3 Behandlungsgruppen verteilt. Jede Gruppe empfing
10%-Coumaphos-Streifen,
die entweder in das Brutnest oder den Eingang des Stockes gelegt
wurden. Eine 4. Gruppe von Stöcken
blieb unbehandelt. Klebebretter wurden unterhalb jeden Stock gelegt,
um tote Varroa zu sammeln. Die Streifen wurden 46 Tage nach der
Behandlung weggenommen. Die Bienenstöcke blieben 2 Tage lang unbehandelt.
1 Fluvalinat (Pyrethroid)-Streifen
wurde dann in das Brutnest jeder Kolonie 24 h lang gelegt, um jegliche
verbliebenen Milben zu beseitigen. Die Gesamtzahl von Varroa in
jeder Kolonie wurde durch Addieren der Zahl der nach Behandlung
mit dem Coumaphos-Streifen beseitigten Varroa mit der Zahl der nach
der Fluvalinat-Behandlung
gesammelten Varroa ermittelt. Die %-Änderung der Varroa in der Folge
der Coumaphos-Behandlung wurde dann berechnet:
-
-
Die
Varroa wurden um ≥91
% für die
Behandlungsgruppen verringert, die 10%-Coumaphos-Streifen erhielten.
Die höchste
Verringerung (97%) wurde mit den 2 × 10%-Coumaphos-Streifen beobachtet,
die in das Brutnest gelegt wurden.
-
Keine
unübliche
Sterblichkeit ausgewachsener Bienen wurde in der Folge mit der Behandlung
mit den Coumaphos-Streifen beobachtet.
-
Beispiel 3
-
Eine
Vergleichs-Wirksamkeitsstudie wurde in Clear Lake, South Dakota,
zur Bewertung der Wirksamkeit 5 verschiedener Produkte zur vergleichenden
Bekämpfung
von Varroa jacobsoni in Honigbienenkolonien durchgeführt. Die
getesteten Produkte schlossen 10%-Fluvalinat-Streifen, Amitraz-Streifen,
Permethrin-Streifen, 5,0%-Coumaphos-Streifen und Ameisensäure-Gelpackungen
ein.
-
120
Bienenkolonien mit Varroa-Schädigungen
wurden statistisch auf 6 Behandlungsgruppen von 20 verteilt. 5 Gruppen
empfingen eine Behandlung mit den Testprodukten, und die 6. Gruppe
diente als unbehandelte Vergleichsgruppe. Alle Streifenformulierungen
wurden als 2 Streifen im Brutnest jeder Kolonie angewandt. Die Ameisensäure-Gelpackungen
wurden unter der Deckenabdeckung des Brutnests angebracht. Die Behandlungen
wurden am 1. Tag angewandt. Klebebretter wurden unter jeden Stock
gelegt, um die toten Varroa zu sammeln.
-
Alle
Behandlungsmittel wurden 30 Tage nach der Behandlung entfernt. Am
31. Tag wurde eine Amitraz-Formulierung in jede Kolonie gelegt,
um die verbliebenen Varroa abzutöten.
Die Gesamtzahl der in jeder Kolonie vorhandenen Varroa wurde durch
Addieren der Zahl der nach Behandlung mit den Testprodukten gesammelten
toten Varroa mit der Zahl der nach der Amitraz-Behandlung gesammelten
toten Varroa ermittelt. Die %-Änderung
der Varroa in der Folge der experimentellen Behandlung wurde dann
berechnet:
-
-
Die
Amitraz- und 5,0%-Coumaphos-Streifen ergaben die größte Verringerung
der Varroa (94 bzw. 92 %). Das Versagen der Fluvalinat- und Permethrin-Streifen
zur steuernden Bekämpfung
von Varroa zeigte an, dass die Milben resistent gegen Pyrethroid-Insektizide
waren.
-
Keine
unübliche
Bienen-Sterblichkeit wurde in der Folge der Behandlung mit den Coumaphos-Streifen beobachtet.
-
Beispiel 4
-
Eine
Vergleichs-Wirksamkeitsstudie wurde nahe Lincoln, Nebraska, durchgeführt, um
die Wirksamkeit von 3 Konzentrationen von Coumaphos-Streifen zur steuernden
Bekämpfung
von Varroa jacobsoni in Honigbienenkolonien zu bewerten.
-
40
Bienenkolonien mit bestätigten
Varroa-Schädigungen
wurden statistisch auf 4 Behandlungsgruppen verteilt (10 Kolonien/Behandlung).
3 Gruppen empfingen eine Behandlung mit einer von 3 verschiedenen Coumaphos-Streifenkonzentrationen
(2 Streifen/Kolonie), und die 4. Gruppe diente als unbehandelte
Vergleichsgruppe. Die Streifen wurden zwischen den Rahmen der Brutschachtel
zum maximalen Kontakt mit dem Schwarm der Bienen aufgehängt.
-
Klebebretter
wurden unter alle Kolonien vor der Behandlung (Tag 0) gelegt, um
die toten Milben zu sammeln. Die Anfangsmilbenabsenkung wurde am
1. Tag ermittelt. Die Coumaphos-Streifen blieben 37 Tage lang in
den Kolonien. Die Coumaphos-Streifen wurden dann weggenommen, und
2 (10%-Fluvalinat)-Streifen und
neue Klebebretter wurden in alle 40 Kolonien 2 Tage lang gelegt,
um jegliche verbliebenen Milben abzutöten und zu sammeln. Die Gesamtzahl
der in jeder Kolonie vorhandenen Varroa wurde durch Addieren der Zahl
der nach Behandlung mit den Coumaphos-Streifen gesammelten toten
Varroa mit der Zahl der nach der Behandlung mit Fluvalinat gesammelten
toten Varroa ermittelt. Die %-Varroa-Verringerung in der Folge der Coumaphos-Behandlung
wurde dann berechnet:
-
-
Die
Milben-Zählergebnisse
wurden mit log 10-Transformation transformiert, weil die Abweichung
der Milben-Zählwerte
zwischen den Kolonien groß war.
Regressionsanalysen wurden an der Anfangsmilbenabsenkung und der Änderung
der Milbenabsenkung durchgeführt.
-
Die
5%- und 10%-Coumaphos-Streiben ergaben eine wirkungsvolle steuernde
Bekämpfung
der Varroa.
-
Keine
unübliche
Bienen-Sterblichkeit oder -Verletzung wurde in den Kolonien in der
Folge der Behandlung mit den Coumaphos-Streifen beobachtet.
-
Beispiel 5
-
Eine
Vergleichs-Wirksamkeitsstudie wurde nahe St. Paul, Minnesota, durchgeführt, um
die Wirksamkeit von 3 Konzentrationen von Coumaphos-Streifen zur steuernden
Bekämpfung
von Varroa jacobsoni in Honigbienenkolonien zu bewerten.
-
38
Bienenkolonien mit bestätigten
Varroa-Schädigungen
wurden statistisch auf 4 Behandlungsgruppen verteilt (9 oder 10
Kolonien/Behandlung).
-
3
Gruppen empfingen eine Behandlung mit einem der 3 verschiedenen
Coumaphos-Streifenkonzentrationen (2 Streifen/Kolonie), und die
4. Gruppe diente als Vergleichsgruppe. Die Streifen wurden zwischen
die Rahmen des unteren Brutkorbs zum maximalen Kontakt mit dem Bienenschwarm
aufgehängt.
-
Klebebretter
wurden unter alle Kolonien vor der Behandlung gelegt (Tag 0), um
die toten Milben zu sammeln. Die Anfangsmilbenabsenkung wurde am
1. Tag ermittelt. Neue Klebebretter wurden unter jeden Stock am
21. Tag gelegt, um die toten Milben am 22. Tag zu sammeln und zu
zählen.
Die Coumaphos-Streifen blieben in den Kolonien bis zum 46. Tag,
worauf sie weggenommen wurden. Am 49. Tag wurden 2 10%-Fluvalinat-Streifen
sowie neue Klebebretter in alle Kolonien 1 Tag lang gelegt, um jegliche
verbliebenen Milben zu beseitigen und zu sammeln. Die Gesamtzahl
der in jeder Kolonie vorhandenen Varroa wurde durch Addieren der
Zahl der nach Behandlung mit den Coumaphos-Streifen gesammelten
toten Varroa mit der Zahl der nach der 10%-Fluvalinat-Behandlung
gesammelten toten Varroa ermittelt. Die %-Varroa-Verringerung in der Folge der Coumaphos-Behandlung
wurde dann berechnet:
-
-
Eine
1-Weg-ANOVA mit log 10-transformierten Daten und eine anschließende post-hoc-Mittelwertseparation
(Tukey's Test) wurden
angewandt, um die %-Wirksamkeit unter den Behandlungsgruppen zu
vergleichen. Die 5- und 10%-Coumaphos-Streifen ergaben eine hoch
signifikante Varroa-Verringerung (P = 0,00). Die Differenzwerte
der Varroa-Verringerung
zwischen den 5- und 10%-Coumaphos-Streifen waren nicht signifikant verschieden.
-
Keine
unübliche
Bienen-Sterblichkeit oder -Verletzung in oder an den Kolonien/Stöcken wurden
in der Folge der Behandlung mit den Coumaphos-Streifen beobachtet.