DE60017280T2 - Schmiermittelpumpe - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schmiermittelpumpe entsprechend dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.
- Verbinden einer Schmiermittelpumpe mit einer Vielzahl von Schmierungspunkten über Kanäle oder Leitungen ist schon bekannt, so dass Schmiermittel, beispielsweise Fett oder Öl, von derselben Pumpe an eine Vielzahl unterschiedlicher Schmierungspunkte herausgepumpt werden kann.
- Verstopfungen können in den Kanälen und Leitungen auftreten, so dass das Schmiermittel nicht herausgepumpt werden kann. Solche Verstopfungen können z.B. in Form einer verstopften Düse, Schmutz in dem Schlauch oder einfach einer zerdrückten Leitung vorliegen. Diese Verstopfungen führen zu schlechten Betriebsbedingungen der Pumpe, aber vor allem des Apparats oder der Vorrichtung, zu der die Leitung mit der Verstopfung führt, da der Apparat nur eine unzureichende oder keine Versorgung mit Schmiermittel erhält. Unzureichende Schmierung wird häufig erst spät entdeckt und wenn sie entdeckt wurde, hat schon eine Schädigung stattgefunden, was teure Reparaturen und kostspielige Ausfallzeiten nach sich zieht. In Fällen einer unzureichenden Schmierung, wobei viele Leitungen verbunden sind, ist es schwierig festzustellen, welcher der Schmierungspunkte unzureichende Schmierung erhalten hat. Dies führt zu zusätzlicher Lokalisierungsarbeit, die schwierig und zeitaufwendig ist.
- Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung bereitzustellen, die die vorher beschriebenen Probleme eliminiert oder zumindest reduziert. Dies wird erreicht durch die Schmiermittelpumpe gemäß dem kennzeichnenden Teil in Anspruch 1.
- Zusätzlich weisen bevorzugte Ausführungsformen jedes oder einige der Merkmale auf, die in den Unteransprüchen spezifiziert werden.
- Die Erfindung wird im Einzelnen mit Hilfe der angeführten Zeichnung erläutert, die Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Anordnung darstellt.
-
1 zeigt in einer teilweise aufgeschnittenen Darstellung ein Beispiel einer Schmiermittelpumpe. -
2 zeigt ein Beispiel eines Kolbens. -
3 zeigt ein Beispiel eines exzentrischen Rades. -
4 zeigt die Größe eines Außengehäuses, welches 360° einer Zylinderbohrung abdeckt. -
5 zeigt ein Beispiel eines Gehäuses mit einer Zylinderbohrung und einem Auslass. -
6 zeigt eine Teilvergrößerung einer aufgeschnittenen Ansicht der Schmiermittelpumpe aus1 . -
7 zeigt in einer aufgeschnittenen Ansicht einen Kolben in einem Auslass. - In
1 bezeichnet1 allgemein eine Schmiermittelpumpe mit einer Kammer2 für ein Schmiermittel3 . Die Kammer2 ist eingerichtet, um Standardkapseln aufzunehmen, welche Schmiermittel enthalten. Eine Kompressionsfeder4 ist an dem ersten Ende der Kammer2 angeordnet, die darauf eingerichtet ist, um Druck auf das Schmiermittel über einen Kolben5 auszuüben, wodurch das Schmiermittel3 in die Kammer2 gepresst wird. Ein Pumpengehäuse6 ist mit dem zweiten Ende der Kammer2 verbunden und umfasst einen Einlass7 mit einem Rückschlagventil8 , eine Vielzahl von Auslässen9 , jeder mit einem Rückschlagventil10 , einer axialen Zylinderbohrung11 und einem Kolben12 . Der Einlass7 befindet sich zwischen der Schmiermittelkammer2 und dem Kolben12 . Die Auslässe9 führen von der Zylinderbohrung11 radial aus dem Pumpengehäuse6 . Das Rückschlagventil8 ist mit dem Einlass7 verbunden angeordnet und eingerichtet, um dem Schmiermittel3 zu erlauben, dass es von der Kammer2 an die Bohrung11 abgegeben wird, aber nicht in die entgegengesetzte Richtung. Die Rückschlagventile10 sind ebenso an jedem Auslass9 angeordnet, allerdings im Gegensatz zu dem Rückschlagventil8 am Einlass7 erlauben die Rückschlagventile am Auslass nur, dass Schmiermittel von der Bohrung11 abgegeben wird. Der Kolben12 ist eingerichtet, um eine reziproke Bewegung in der Bohrung11 durchzuführen. Eine Kolbenbewegung weg von dem Einlass7 bewirkt, dass die Bohrung11 sich mit Schmiermittel3 auffüllt. Eine Kolbenbewegung in die entgegengesetzte Richtung, d.h. in Richtung des Einlasses7 und in Verbindung mit den Rückschlagventilen10 und8 , bewirkt, dass Schmiermittel3 aus der Bohrung11 zu dem Auslass9 gepumpt wird. Mindestens eine Schmiermittelleitung13 ist mit dem Pumpengehäuse6 an einem der Ausgänge9 verbunden, so dass Schmiermittel3 von der Bohrung11 über den Auslass9 und die Schmiermittelleitung13 an einen Schmierungspunkt (nicht dargestellt) abgegeben wird. - Der Kolben
12 , der in2 vergrößert dargestellt ist, umfasst eine Distaloberfläche12a , einen Auslass12b , eine radiale Durchgangsöffnung12c und einen Schlitz12d , welcher an der Öffnung12c angeordnet ist. Der Auslass12b ist vorzugsweise zentral in dem Kolben12 platziert und erstreckt sich von der Distaloberfläche12a zu der Öffnung12c hin. Die Öffnung12c verbindet dadurch den Auslass12b mit dem Schlitz12d , der den Kolben12 umgibt. Wenn sich der Kolben12 in Richtung des Einlasses7 bewegt, wird damit Schmiermittel3 in einer radialen Richtung über den Auslass und die Öffnung12c zusammen mit dem Schlitz12d herausgedrückt. An vorbestimmten Kolbenpositionen ist demnach Durchgang von dem Auslass12b über die Öffnung12c zu dem vorbestimmten Auslass9 möglich. Die vorbestimmten Positionen sind im Wesentlichen hintereinander in Folge in Richtung der Kolbenbewegung12 angeordnet, so dass im Wesentlichen jeweils ein Durchgang offen ist. - Wenn das Schmiermittel
3 nicht einen beliebigen Auslass9 verlassen kann, beispielsweise aufgrund einer Verstopfung in der Leitung13 oder dem Auslass9 , unterbricht der Kolben12 seine Bewegung in Richtung des Einlasses7 aufgrund der Tatsache, dass der Druck in dem Schmiermittel über Normal ansteigt. Die Position, bei der der Kolben12 stoppt, wird von der Lage des Schlitzes12d an dem Kolben in Verbindung mit der Position des fraglichen Auslasses bestimmt. Mit dem Kolben ist ein Positionssensor22 operativ verbunden, der angepasst ist, um die Position des Kolbens12 abzulesen und um dies an eine Anzeigeeinheit zu kommunizieren, welche ihrerseits eingerichtet ist, um zu warnen, dass ein Schmierungspunkt kein Schmiermittel erhält. - In den bevorzugten Ausführungsformen ist der axiale Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Auslässen
9 etwas geringer als die axiale Ausdehnung des Schlitzes12d . Der Schlitz12d ist demnach mit zwei aufeinander folgenden Auslässen, z.B.9a und9b , für einen kurzen Abschnitt des Kolbenweges verbunden. Dies ist so, damit der Kolben12 nicht zwischen zwei Auslässen9 stoppt. Der Abstand zwischen einem ersten und einem dritten Auslass, z.B.9a und9c , ist andererseits so groß, dass der Kolben12 stoppt, wenn eine Verstopfung auftritt. Die Auslässe9 sind darüber hinaus in parallelen Helixen angeordnet und sind in5 durch zwei im Wesentlichen entgegengesetzten Gruppen von vier Auslässen pro Gruppe verdeutlicht. Während einer Kolbenbewegung wird Schmiermittel in die Auslässe9 geleitet, nacheinander von9a bis9d . Diese Anordnung der Auslässe9 ergibt ein kompaktes Gehäuse6 und erleichtert die Installation der Pumpe1 . - Die Quantität des Schmiermittels
3 , das durch einen einzelnen Auslass, z.B.9b , von der Kolbenbewegung für einen gegebenen Auslassdurchmesser gepumpt wird, ist proportional zu dem Abstand des vorhergehenden Auslasses9a . Um auch sicherzustellen, dass der erste Auslass9a immer die gleiche Quantität an Schmiermittel3 erhält, ist ein Blindauslass24 vor dem Auslass9a angeordnet und ist darauf eingerichtet, dass Schmiermittel3 in die Kammer2 zurückgelangt. So führen kleinste Variationen in der Kolbenbewegung nicht zu dem Erhalt von unterschiedlichen Quantitäten an Schmiermittel in dem ersten Auslass9a . Der Blindauslass24 bewirkt auch, dass zu lange Kolbenbewegungen nicht einen Kolbenstopp bewirken. - In den Auslässen
9 sind eine Innendichtung25 und eine Außendichtung26 vorgesehen. Die Innendichtung25 ist angepasst, um die Leitung13 in einem ersten Schritt abzudichten, wenn der Auslass Schmiermittel an einen Schmierungspunkt abgibt. Die äußere Dichtung26 ist angepasst, um einen Stopfen14 andererseits abzudichten, wenn der Auslass kein Schmiermittel an den Schmierungspunkt abgibt. Die Rückführung15 öffnet sich zwischen diesen zwei Dichtungen25 ,26 und verbindet jeden Auslass9 mit der Kammer2 . Wenn der Kolben12 sich gegen den Einlass7 bewegt und demnach der Schlitz12d einen verstopften Auslass9 erreicht, erfolgt kein signifikanter Anstieg im Druck in dem Schmiermittel3 in dem Auslass12b und die Bewegung des Kolbens12 setzt sich über den verstopften Auslass9 hinaus fort. - Die Pumpe wird vorzugsweise von einem Elektromotor
19 betrieben, der eingerichtet ist, um den Kolben12 weg von dem Auslass7 mittels einer Übersetzung18 und einem exzentrischen Rad21 zu bewegen. Das exzentrische Rad21 weist zwei helixförmige Spuren21a auf, von denen eine in3 dargestellt ist. Die helixförmigen Spuren21a des exzentrischen Rades sind aneinander gegenüberliegend und parallel zueinander angeordnet. Ein Stift20 , der mit dem Kolben12 in einem rechten Winkel verbunden ist, ist eingerichtet, um in den helixförmigen Spuren21a in der Drehrichtung21c des exzentrischen Rades zu laufen, wenn letzteres sich dreht. An dem Endpunkt21b der helixförmigen Spuren21a wird der Kontakt zwischen dem Stift20 und den helixförmigen Spuren21 unterbrochen. Eine Spiralfeder17 führt den Kolben12 zurück und den Stift20 in einen Schlitz in dem exzentrischen Rad21 in der axialen Richtung der Bohrung11 hin zu dem Einlass7 . - Die Anzeigeeinheit
23 ist mit der Pumpe1 gekoppelt und mit dem Positionssensor22 , einem Lastsensor27 und einem Kontakt28 verbunden. Der Positionssensor22 steht in operativem Kontakt mit dem Kolben12 . In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Sensor22 an dem exzentrischen Rad21 angeordnet, da dort mehr Raum und geringere Probleme mit Verschmutzungen vorhanden sind. So wird die Kolbenposition mittels des exzentrischen Rades21 nur dann bestimmt, wenn es in operativen Kontakt mit dem Kolben12 steht, d.h. wenn der Stift20 gegen die helixförmige Spur21a drückt. Der Lastsensor27 misst die Last des Motors19 und entscheidet, ob der Stift20 in Kontakt mit den helixförmigen Vertiefungen21 steht. Sollte eine Verstopfung in der Leitung13 auftreten, führt die Feder17 den Kolben12 nicht in seine normale Startposition zurück, sondern unterbricht an einer beliebigen Stelle seinen Weg. Dies bedeutet, dass bei Drehung des exzentrischen Rads21 der Stift20 in Eingriff in die helixförmigen Vertiefungen21a näher an den Endpunkt21b der helixförmigen Spuren als üblich heranführt. In dieser Position steigt die Motorlast und der Lastsensor27 übermittelt ein Signal an die Anzeigeeinheit23 , die eingerichtet ist, um aus den Signalen des Sensors22 und des Sensors27 zu berechnen, wo der Kolben sich befindet und somit zu bestimmen, welcher Auslass9 nicht funktioniert. Der Kontakt28 ist angepasst, um von dem Kolben5 gedrückt zu werden, wenn das Schmiermittel3 in der Kammer2 geleert ist. - In einer alternativen Ausführungsform ist der Kolbensensor
22 direkt an dem Kolben12 angeordnet. In einer weiteren Ausführungsform ist der Kolben12 mit dem Antrieb19 über eine Verbindungsstange und einem Kurbelhub verbunden, wobei dies bedeutet, dass die Rückholfeder17 ersetzt ist.
Claims (10)
- Schmiermittelpumpe (
1 ), die ein Gehäuse (6 ) umfasst, welches mit Auslässen (9 ) und einer Schmiermittelkammer (2 ) versehen ist, einen Kolben (12 ), welcher mittels einer elektrischen Antriebseinrichtung (19 ) axial in einer axialen Zylinderbohrung (11 ) in dem Gehäuse (6 ) verschiebbar ist, wobei der Kolben an einem ersten Ende einen axialen Auslass (12b ) aufweist, der mit einer Durchlassöffnung (12c ) verbunden ist, die im Wesentlichen radial an dem Kolben angeordnet und angepasst ist, bei einer vorbestimmten Kolbenposition den axialen Auslass (12b ) mit einem vorbestimmten Auslass (9 ) zu verbinden, wobei das zweite Ende des axialen Auslasses (12b ) mit der Schmiermittelkammer (2 ) über einen Einlass (7 ) und ein Rückschlagventil (8 ) verbunden ist, welches zusammen mit dem Einlass (7 ) angepasst ist, damit die Bohrung (11 ) mit Schmiermittel gefüllt werden kann, wobei die Auslässe (9 ) im Wesentlichen aufeinander folgend angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet sind, dass ein Positionssensor (22 ) angepasst ist, um die Stellung des Kolbens (12 ) im Falle eines Kolbenstopps abzulesen. - Schmiermittelpumpe (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Auslass (9 ), der nicht zur Schmierung verwendet wird, ein Stopfen (14 ) vorgesehen ist, der einen Rücklauf von Schmiermittel (3 ) in die Schmiermittelkammer (2 ) gestattet. - Schmiermittelpumpe (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Lastsensor (27 ), der angepasst ist, um die elektrische Last an der Antriebseinrichtung (19 ) zu messen und eine Anzeigeeinheit (23 ), die angepasst ist, um die Last auf der Basis der Kolbenstellung anzuzeigen. - Schmiermittelpumpe (
1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein exzentrisches Rad (21 ) funktionsfähig mit der Antriebseinrichtung (19 ) verbunden und angepasst ist, unter Drehung den Kolben (12 ) axial von dem Einlass (7 ) wegzubewegen, um das Füllen der Bohrung (11 ) mit Schmiermittel (2 ) zu ermöglichen. - Schmiermittelpumpe (
1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das exzentrische Rad (21 ) einen Schlitz in der axialen Richtung der Bohrung aufweist, um den Kolben (12 ) freizugeben, welcher eine Feder aufweist, die angepasst ist, um den Kolben (12 ) in Richtung des Einlasses (7 ) zurückzusetzen. - Schmiermittelpumpe (
1 ) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionssensor (22 ) angepasst ist, um aus der Position des exzentrischen Rades (21 ) die Kolbenposition abzulesen. - Schmiermittelpumpe (
1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Antriebseinrichtung (19 ) von einem Elektromotor gebildet wird. - Schmiermittelpumpe (
1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Auslässe (9 ) in die Zylinderbohrung (11 ) im Wesentlichen entlang paralleler Helixlinien öffnen. - Schmiermittelpumpe (
1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blindauslass (24 ) in Bewegungsrichtung des Kolbens hin zum Einlass (7 ) vor dem Auslass (9 ) angeordnet ist. - Schmiermittelpumpe (
1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein Schlitz (12d ) in der äußeren Oberfläche des Kolbens quer zu der Bewegungsrichtung des Kolbens befindet und mit den radialen Öffnungen (12c ) verbunden ist.
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