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Aryloxypicolinamide,
wie diejenigen, die in U.S. 5,294,597 beschrieben sind, weisen eine
ausgezeichnete Herbizidwirkung auf, insbesondere gegen zweikeimblättrige Unkräuter in
Getreidekulturen. Werden die Aryloxypicolinamide jedoch als einziger
Wirkstoff verwendet, wird das gesamte Spektrum der in der landwirtschaftlichen
Praxis auftretenden Unkrautarten bei Aufwandmengen, die für eine annehmbare
Kulturpflanzensicherheit erforderlich sind, nicht immer wirksam
bekämpft.
Solchen Wirkungslücken
im Bekämpfungsspektrum
kann häufig
durch gemeinsame Behandlung mit einem anderen Herbizid, von dem
bekannt ist, daß es gegen
die entsprechende Unkrautart wirksam ist, abgeholfen werden. Es
ist bekannt geworden (U.S. 5,674,807), daß ausgewählte Aryloxypicolinamid-Kombinationen nicht
nur die erwartete additive Wirksamkeit aufweisen, sondern beträchtlichen
Synergismus aufweisen können
(d.h. die Kombination ist wesentlich stärker wirksam, als aufgrund
der Einzelkomponenten zu erwarten wäre). Mit diesem Synergismus
läßt sich
ein größerer Sicherheitsspielraum
für die
Kulturpflanzenart erzielen. Die Beschreibung beschränkt sich
jedoch auf Zweierkombinationen aus Aryloxypicolinamiden und Vertretern
bestimmter bekannter Substanzklassen, die nicht herbizide Partner
der Klassen Imidazolinone, Cyclohexandione, Aryloxyphenoxypropionsäure oder
Pyridincarbonsäure
beinhalten. Außerdem
wird zwar die Substanzklasse Phenoxyessigsäure beschrieben, 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure (2,4-D)
und ihre Ester und Salze werden jedoch nicht speziell genannt.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht daher in der Bereitstellung
von synergistischen kulturpflanzenselektiven herbiziden Zusammensetzungen
mit breitem Unkrautbekämpfungsspektrum.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
von herbiziden Zusammensetzungen, die sich für die synergistische Bekämpfung eines
breiten Unkrautspektrums in Gegenwart einer Kulturpflanze eignen.
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Obwohl
Aryloxypicolinamidverbindungen eine ausgezeichnete Herbizidwirkung
aufweisen, wird mit ihnen bei alleiniger Verwendung und bei Aufwandmengen,
die für
eine annehmbare Kulturpflanzensicherheit erforderlich sind, nicht
immer das erwünschte
Unkrautspektrum bekämpft. Überraschenderweise
wurde nun gefunden, daß eine
Zweierkombination, die eine Aryloxypicolinamidverbindung der Formel
I
in der
Z ein Sauerstoff-
oder Schwefelatom bedeutet,
R
1 ein
Wasserstoff- oder Halogenatom oder eine Alkyl- oder Halogenalkylgruppe
bedeutet,
R
2 ein Wasserstoffatom oder
eine Alkylgruppe bedeutet,
q 0 oder 1 bedeutet,
R
3 ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl- oder
Alkenylgruppe bedeutet,
die oder jede Gruppe X unabhängig ein
Halogenatom oder eine gegebenenfalls substituierte Alkyl- oder Alkoxygruppe,
vorzugsweise eine Halogenalkylgruppe, oder eine Alkenyloxy-, Cyan-,
Carboxy-, Alkoxycarbonyl-, (Alkylthio)carbonyl-, Alkyl carbonyl-,
Amido-, Alkylamido-, Nitro-, Alkylthio-, Halogenalkylthio-, Alkenylthio-,
Alkinylthio-, Alkylsulfinyl-, Alkylsulfonyl-, Alkyloxyiminoalkyl-
oder Alkenyloximinoalkylgruppe bedeutet,
n 0 oder eine ganze
Zahl von 1 bis 5 bedeutet,
die oder jede Gruppe Y unabhängig ein
Halogenatom oder eine Alkyl-, Nitro-, Cyan-, Halogenalkyl-, Alkoxy- oder
Halogenalkoxygruppe bedeutet, und
m 0 oder eine ganze Zahl
von 1 bis 5 bedeutet,
oder einem ihrer umweltverträglichen
Salze
zusammen einem zweiten Herbizid, bei dem es sich um ein
Imidazolinonherbizid handelt,
enthält. Weiterhin unerwarteterweise
eine ausgewählte
Dreierkombination, die eine Aryloxypicolinamidverbindung der Formel
I, ein zweites Herbizid, bei dem es sich um ein Imidazolinonherbizid
handelt, sowie 2,4-D oder einen/eines seiner umweltverträglichen
Ester oder Salze handelt, enthält.
Vorteilhafterweise können
mit den erfindungsgemäßen synergistischen
Zweier- und Dreierkombinationen niedrigere Aufwandmengen des Aryloxypicolinamids
verwendet werden, wobei gleichzeitig das Unkrautbekämpfungsspektrum
erweitert wird. Weiterhin kann mit den erfindungsgemäßen synergistischen
herbiziden Verfahren und Zusammensetzungen Wirksamresistenzen entgegengewirkt
werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren für die synergistische Bekämpfung von
unerwünschten Pflanzen
wie Polygonum, Kochia, Galeopsis, Galium, Stelaria, Sinapis und
Avena bereit, das dadurch gezeigt ist, daß man auf den Standort der
Pflanzen oder auf das Blattwerk oder die Stengel der Pflanzen eine
syngergistisch wirksame Menge einer Zweierkombination, die eine
Aryloxypicolinamidverbindung der Formel I zusammen mit einem zweiten
Herbizid, bei dem es sich um ein Imidazolinon handelt, enthält, ausbringt.
Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren für die synergistische
Bekämpfung
von unerwünschten
Pflanzen bereit, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man auf
den Standort der Pflanzen eine synergistisch wirksame Menge einer
Dreierkombination, die eine Aryloxypicolinamidverbindung der fml
I, ein zweites Herbizid, bei dem es sich um ein Imidazolinonherbizid
handelt, 2,4-D oder einen/eines seiner umweltverträglichen
Ester oder Salze enthält,
ausbringt.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch eine synergistische herbizide
Zusammensetzung bereit, die einen landwirtschaftlich unbedenklichen
Träger
und eine synergistisch wirksame Menge einer Zweierkombination aus
einer Aryloxypicolinamidverbindung der Formel I zusammen mit einem
zweiten Herbizid, bei dem es sich um ein Imidazolinonherbizid handelt,
oder einer Dreierkombination aus einer Aryloxypicolinamidverbindung
der Formel I, einem zweiten Herbizid, bei dem es um ein Imidazolinonherbizid
handelt, 2,4-D oder einen/eines seiner umweltverträglichen
Ester oder Salze enthält.
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Aryloxypicolinamide
der Formel I
in der Z, R
1,
R
2, R
3, X, n, Y
und m oben definiert sind, sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
sind in U.S. 5,294,597 beschrieben. Die Aryloxypicolinamide weisen
eine ausgezeichnete Herbizidwirkung, insbesondere gegen zweikeimblättrige Unkräuter in
Getreidekulturen, auf. Werden diese Aryloxypicolinamide jedoch als
einziger Wirkstoff verwendet, so wird mit ihnen nicht immer eine
wirksame Bekämpfung
des gesamten Unkrautspektrums in der landwirtschaftlichen Praxis
bei einer verläßlichen
Selektivität
in bezug auf die Kulturpflanzenart erzielt.
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Überraschenderweise
wurde nun gefunden, daß eine
Zweierkombination aus einem Aryloxypicolinamid der Formel I und
einem zweiten Herbizid, bei dem es sich um ein Imidazolinonherbizid
handelt, schwer bekämpfbare
Unkräuter
wie Polygonum, Kochia, Galeopsis, Galium, Stelaria, Sinapis und
Avena synergistisch bekämpft. Überraschenderweise
bekämpft
auch eine Dreierkombination aus einem Aryloxypicolinamid der Formel
I, einem zweiten Herbizid, bei dem es sich um Imidazolinonherbizid
handelt, und 2,4-D oder einem/eines seiner umweltverträglichen
Ester oder Salze Unkräuter
synergistisch. Dies bedeutet, daß die Anwendung der erfindungsgemäßen Zweier-
oder Dreierkombinationen gegenseitig verstärkend wirkt, so daß die Aufwandmengen
der einzelnen Herbizidkomponenten reduziert werden können und
trotzdem noch die gleiche Herbizidwirkung erzielt wird, oder daß die Anwendung
der Kombination der Herbizidkomponenten eine größere Herbizidwirkung zeigt
als aufgrund der Wirkung bei der Anwendung der einzelnen Herbizidkomponenten
bei alleiniger Ausbringung in der Aufwandmenge, in der sie in der
Kombination vorhanden sind, zu erwarten war (Synergismus).
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Die
Aryloxypicolinamide der Formel I können in Form ihrer umweltverträglichen
Salze vorliegen. Geeignete Salze sind im allgemeinen die Salze von
solchen Kationen, bzw. die Säureadditionssalze
von solchen Säuren,
deren Kationen bzw. Anionen die Herbizidwirkung der Wirkstoffe nicht
negativ beeinflussen.
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Geeignete
Kationen sind insbesondere Ionen der Alkalimetalle, vorzugsweise
Lithium, Natrium und Kalium, der Erdalkalimetalle, vorzugsweise
Calcium und Magnesium, sowie der Übergangsmetalle, vorzugsweise
Mangan, Kupfer, Zink und Eisen, sowie auch Ammonium, sowie gewünschtenfalls
ein bis vier Wasserstoffatome durch C1-C4-Alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkoxy-C1-C4-alkyl, Phenyl
oder Benzyl ersetzt sein können,
vorzugsweise Ammonium, Dimethylammonium, Diisopropylammonium, Tetramethylammonium,
Tetrabutylammonium, 2-(2-Hydroxyeth-1-oxy)eth-1-ylammonium, Di(2-hydroxyeth-1-yl)ammonium,
Trimethylbenzylammonium, weiterhin Phosphoniumionen, Sulfoniumionen,
vorzugsweise Tri(C1-C4-alkyl)sulfonium
und Sulfoxoniumionen, vorzugsweise Tri(C1-C4-alkyl)sulfoxonium.
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Anionen
von geeigneten Säureadditionssalzen
sind in erster Linie Chlorid, Bromid, Fluorid, Hydrogensulfat, Sulfat,
Dihydrogenphosphat, Hydrogenphosphat, Nitrat, Hydrogencarbonat,
Carbonat, Hexafluorsilicat, Hexafluorphosphat, Benzoat sowie die
Anionen von C1-C4-Alkansäuren, vorzugsweise
Format, Acetat, Propionat und Butyrat.
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In
der Beschreibung und den Ansprüchen
bedeutet der Ausdruck 2,4-D 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure. 2,4-D
kann auch in Form seiner umweltverträglichen Ester oder Salze vorliegen.
Geeignete Salze sind im allgemeinen die Salze von solchen Kationen,
die die Herbizidwirkung der Wirkstoffe nicht negativ beeinflussen.
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Geeignete
Kationen sind insbesondere Ionen der Alkalimetalle, vorzugsweise
Lithium, Natrium und Kalium, der Erdalkalimetalle, vorzugsweise
Calcium und Magnesium, sowie der Übergangsmetalle, vorzugsweise
Mangan, Kupfer, Zink und Eisen, sowie auch Ammonium, sowie gewünschtenfalls
ein bis vier Wasserstoffatome durch C1-C4-Alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkoxy-C1-C4-alkyl, Phenyl
oder Benzyl ersetzt sein können,
vorzugsweise Ammonium, Dimethylammonium, Diisopropylammonium, (2-Hydroxyeth-1-yl)ammonium, Di(2-hydroxyeth-1-yl)ammonium
oder Tri(2-hydroxyeth-1-yl)ammonium.
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Besonders
geeignete Kationen sind Natrium, Dimethylammonium, Di(2-hydroxyeth-1-yl)ammonium und
Tri(2-hydroxyeth-1-yl)ammonium.
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Geeignete
Ester von 2,4-D sind die C1-C8-Alkylester,
z.B. der Methyl-, Ethyl-, Propyl-, 1-Methylethyl-, Butyl-, 1-Methylpropyl-,
2-Methylpropyl-, 1,1-Dimethylethyl-, Pentyl-, 1-Methylbutyl-, 2-Methylbutyl-,
3-Methylbutyl-, 2,2-Dimethylpropyl-, 1-Ethylpropyl-, Hexyl-, 1,1-Dimethylpropyl-,
1,2-Dimethylpropyl-, 1-Methylpentyl-, 2-Methylpentyl-, 3-Methylpentyl-,
4-Methylpentyl-, 1,1-Dimethylbutyl-, 1,2-Dimethylbutyl-, 1,3-Dimethylbutyl-, 2,2-Dimethylbutyl-,
2,3-Dimethylbutyl-,
3,3-Dimethylbutyl-, 1-ethylbutyl, 2-Ethylbutyl-, 1,1,2-Trimethylpropyl-, 1-Ethyl-1-methylpropyl-, 1-Ethyl-3-methylpropyl-,
Heptyl-, 5-Methyl-1-hexyl-, Octyl, 6-Methyl-1-heptyl-, 2-Ethyl-1-hexyl- oder 4-Ethyl-1-hexylester,
oder die C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkylester,
z . B. der Methoxymethyl-, Ethoxymethyl-, Propoxymethyl-, (1-Methylethoxy)methyl-,
Butoxymethyl-, (1-Methylpropoxy)methyl-, (2-Methylpropoxy)methyl-,
(1,1-Dimethylethoxy)methyl-, 2-(Methoxy)ethyl-, 2-(Ethoxy)ethyl-,
2-(Propoxy)ethyl-, 2-(1-Methylethoxy)ethyl-, 2-(Butoxy)ethyl-, 2-(1-Methylpropoxy)ethyl-,
2-(2-Methylpropoxy)ethyl-, 2-(1,1-Dimethylethoxy)ethyl-, 2-(Methoxy)propyl-,
2-(Ethoxy)propyl-, 2-(Propoxy)propyl-, 2-(1-Methylethoxy)propyl-, 2-(Butoxy)propyl-,
2-(1-Methylpropoxy)propyl-, 2-(2-Methylpropoxy)propyl-, 2-(1,1-Dimethylethoxy)propyl-, 3-(Methoxy)propyl-,
3-(Ethoxy)propyl-, 3-(Propoxy)propyl-, 3-(1-,Methylethoxy)propyl-,
3-(Butoxy)propyl-, 3-(1-Methylpropoxy)propyl-, 3-(2-Methylpropoxy)propyl-,
3-(1,1-Dimethylethoxy)propyl-, 2-(Methoxy)butyl-, 2-(Ethoxy)butyl-,
2-(Propoxy)butyl-, 2-(1-Methylethoxy)butyl-, 2-(Butoxy)butyl-, 2-(1-Methylpropoxy)butyl-, 2-(2-Methylpropoxy)butyl-,
2-(1,1-Dimethylethoxy)butyl-, 3-(Methoxy)butyl-, 3-(Ethoxy)butyl-,
3-(propoxy)butyl-,
3-(Methylethoxy)butyl-, 3-(Butoxy)butyl-,
3-(1-Methylpropoxy)butyl-, 3-(2-Methylpropoxy)butyl-,
3-(1,1-Dimethylethoxy)butyl-, 4-(Methoxy)butyl-,
4-(Ethoxy)butyl-, 4-(Propoxy)butyl-, 4-(1-Methylethoxy)butyl-, 4-(Butoxy)butyl-,
4-(1-Methylpropoxy)butyl-,
4-(2-Methylpropoxy)butyl- oder 4-(1,1-Dimethylethoxy)butylester;
besonders
geeignete Ester sind der 1-Methyl-1-ethyl-, Butyl-, 6-Methyl-1-heptyl-,
2-Ethyl-1-hexyl- oder 2-Butoxy-1-ethylester.
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Zu
den Imidazolinonherbiziden, die sich für die erfindungsgemäßen Verfahren
und Zusammensetzungen eignen, zählen
z.B. Imazapyr, Imazethapyr, Imazapic, Imazaquin, Imazamox, Imazamethabenz-methyl, Imazamethapyr
oder dergleichen oder eines ihrer umweltverträglichen Salze, vorzugsweise
Imazamethabenzmethyl. Geeignete Salze sind im allgemeinen die Salze
von solchen Anionen, die die Herbizidwirkung des Wirkstoffs nicht
negativ beeinflussen. Es handelt sich dabei um ähnliche Salze, wie für die Verbindungen
der Formel I aufgeführt
sind.
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In
der Beschreibung und den Ansprüchen
bedeutet der Ausdruck Alkyl (allein oder in Kombination) eine C1-C6-Alkylgruppe,
insbesondere eine C1-C4-Alkylgruppe;
der Begriff Alkoxy (allein oder in Kombination) bedeutet eine C1-C6-Alkoxygruppe,
insbesondere eine C1-C4-Alkoxygruppe;
der Begriff Alkenyl (allein oder in Kombination) bedeutet eine C3-C6-Alkenylgruppe,
insbesondere eine C3-C4-Alkenylgruppe;
der Begriff Alkinyl bedeutet eine C3-C6-Alkinylgruppe, insbesondere eine C3-C4-Alkinylgruppe.
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Bevorzugte
erfindungsgemäße synergistische
Kombinationen sind solche Zweier- oder Dreierkombinationen, die
ein Aryloxypicolinamid der Formel I,
in der
Z Sauerstoff
bedeutet,
R1 Wasserstoff bedeutet,
q
0 bedeutet,
R3 wasserstoff bedeutet,
X
Halogenalkyl bedeutet und
Y Wasserstoff oder Fluor bedeutet,
enthalten.
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Insbesondere
diejenigen Zweier- oder Dreierkombinationen, die ein Aryloxypicolinamid
der Formel I, in der n 1 bedeutet und X in meta-Stellung am Phenylrest
(in bezug auf die Sauerstoffbrücke)
gebunden ist, enthalten.
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Stärker bevorzugte
synergistische Zweier- und Dreierkombinationen sind diejenigen,
bei denen es sich bei der Verbindung der Formel I um das unten dargestellte
und im folgenden mit Picolinafen bezeichnete N-(4 Fluorphenyl)-6-[3-trifluormethyl)phenoxy]-2-pyridincarboxamid
handelt.
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Das
bevorzugte zweite Herbizid für
die erfindungsgemäßen Zweierkombinationen
ist Imazamethabenz-methyl, Tralkoxydim oder Clopyralid.
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In
der Praxis selbst kann die erfindungsgemäße Kombination gleichzeitig
(als Tankmischung oder Vormischung), getrennt oder nacheinander
ausgebracht werden.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird daher eine synergistisch wirksame Menge einer Zweierkombination
aus Aryloxypicolinamid und einem zweiten Herbizid, bei dem es sich
um ein Imidazolinonherbizid handelt, oder eine synergistisch wirksame
Menge einer Dreierkombination aus einem Aryloxypicolinamid, einem
zweiten Herbizid, bei dem es sich um ein Imidazolinonherbizid handelt,
2,4-D, oder eines/einen seiner umweltverträglichen Salze oder Ester auf
den Standort, das Blattwerk oder Stengel von unerwünschten Pflanzen,
insbesondere Pflanzen der Gattungen Polygonum, Kochia, Galeopsis,
Galium, Stelaria, Sinapis und Avena, gegebenenfalls in Gegenwart
einer Kulturpflanze, vorzugsweise einer Getreidekulturpflanze wie
Weizen, Gerste, Reis, Mais, Roggen oder dergleichen, ausbringt.
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Die
synergistisch wirksame Menge der oben beschriebenen Zweier- und
Dreierkombinationen kann je nach den vorherrschenden Bedingungen,
wie der jeweils vorhandenen zweiten und dritten Komponente, dem Verunkrautungsniveau,
dem Ausbringungszeitpunkt, den Wetterbedingungen, den Bodenbedingungen,
der Art der Ausbringung, der Topographie, der Art der Zielkultur pflanze
und dergleichen schwanken.
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Bevorzugte
erfindungsgemäße Zweierkombinationen
sind solche Kombinationen, bei denen das Gew.-/Gew.-Verhältnis zwischen
dem Aryloxypicolinamid der Formel I und der zweiten Verbindung ungefähr folgendermaßen lautet:
Aryloxypicolinamid:Imidazolinonherbizid
1:1 bis 1:35.
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Stärker bevorzugte
erfindungsgemäße Zweierkombinationen
sind solche Kombinationen, bei denen das Gew.-/Gew.-Verhältnis zwischen
Picolinafen und der zweiten Komponente ungefähr folgendermaßen lautet:
Picolinafen:Imazamethabenz-methyl
1:1 bis 1:35.
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Bevorzugte
erfindungsgemäße Dreierkombinationen
sind solche Kombinationen, bei denen das Gew.-/Gew.-Verhältnis zwischen
dem Aryloxypicolinamid der Formel I und 2,4-D (oder dessen Salzen
oder Estern) und der dritten Komponente ungefähr folgendermaßen lautet:
Aryloxypicolinamid:2,4-D
(oder seine Salze oder Ester):Imidazolinonherbizid 1:1:1 bis 1:35:25.
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Stärker bevorzugte
erfindungsgemäße Dreierkombinationen
sind solche, bei denen das Gew.-/Gew.-/Gew.-Verhältnis zwischen Picolinafen
und 2,4-D und der dritten Komponente ungefähr folgendermaßen lautet:
Picolinafen:2,4-D:Imazamethabenz-methyl
1:1:1 bis 1:35:25.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch eine synergistische herbizide
Zusammensetzung bereit, die einen landwirtschaftlich unbedenklichen
Träger
und eine synergistisch wirksame Menge an einer Zweierkombination aus
einem Aryloxypicolinamid der Formel I und einer zweiten herbiziden
Verbindung, bei der es sich um ein Imidazolinonherbizid handelt,
enthält.
Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin eine synergistiche herbizide
Zusammensetzung bereit, die einen landwirtschaftlich unbedenklichen
Träger
und eine synergistisch wirksame Menge an einer Dreierkombination
aus einer Aryloxypicolinamidverbindung der Formel I, einem zweiten Herbizid,
bei dem es sich um ein Imidazolinonherbizid handelt, 2,4-D oder
einem seiner umweltverträglichen Salze
oder Ester, enthält.
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Bei
dem landwirtschaftlich unbedenklichen Träger kann es sich um einen Feststoff
oder eine Flüssigkeit,
vorzugsweise eine Flüssigkeit,
stärker
bevorzugt Wasser, handeln. Die erfindungsgemäßen Kombinationszusammensetzungen
können
auch, müssen
jedoch nicht, bestimmte weitere Zusatzstoffe wie Düngemittel, inerte
Formulierungshilfsstoffe, also Tenside, Emulgatoren, Entschäumer, Farbstoffe,
Streckmittel oder beliebige traditionelle inerte Bestandteile, die
typischerweise bei Herbizidformulierungen verwendet werden, enthalten.
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Erfindungsgemäße Zusammensetzungen
können
auf beliebige traditionelle Art und Weise formuliert werden, z.B.
als Doppelpackung oder als wäßriges Konzentrat,
lösliches
Granulat, dispergierbares Granulat oder dergleichen.
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Bevorzugte
erfindungsgemäße Zweierkombinationszusammensetzungen
sind solche Zusammensetzungen, bei denen es sich bei der Aryloxypicolinamidverbindung
um Picolinafen handelt. Ebenfalls bevorzugt sind die synergistischen
Zweierkombinationszusammensetzungen mit einem zweiten Herbizid,
bei dem es sich um Imazamethabenz-methyl handelt. Stärker bevorzugte
erfindungsgemäße Zweierkombinationszusammensetzungen
sind solche erfindungsgemäßen Zusammensetzungen,
bei denen das Gew.-/Gew.-Verhältnis zwischen
Picolinafen und der zweiten Komponente ungefähr folgendermaßen lautet:
Picolinafen:Imazamethabenz-methyl
1:1 bis 1:35.
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Bevorzugte
erfindungsgemäße Dreierkombinationszusammensetzungen
sind solche Zusammensetzungen, bei denen es sich bei der Picolinamidverbindung
um Picolinafen handelt. Ebenfalls bevorzugt sind die synergistischen
Dreierkombinationszusammensetzungen mit einem dritten Herbizid,
bei dem es sich um 2,4-D oder einen/eines seiner umweltverträglichen
Salze oder Ester handelt. Stärker
bevorzugte erfindungsgemäße Dreierkombinationszusammensetzungen
sind solche Zusammensetzungen, bei denen das Gew.-/Gew.-/Gew.-Verhältnis zwischen
Picolinafen und 2,4-D und der zweiten Komponente ungefähr folgendermaßen lautet:
Picolinafen:2,4-D:Imazamethabenz-methyl
1:1:1 bis 1:35:25.
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Zum
besseren Verständnis
der Erfindung werden nun einzelne Beispiele beschrieben. Diese Beispiele dienen
lediglich der Veranschaulichung und sind keinesfalls so zu verstehen,
daß sie
den Erfindungsumfang und die Prinzipien, auf denen die Erfindung
beruht, einschränken.
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In
den folgenden Beispielen wird der Synergismus für Zweierkombinationen nach
dem Verfahren von Colby bestimmt (S. R. Colby, Weeds 1967 (15),
20), d.h. die erwartete (oder prognostizierte) Reaktion der Kombination
wird dadurch berechnet, daß man
das Produkt der beobachteten Reaktion für jede Einzelkomponente der
Kombination bei alleiniger Anwendung durch 100 dividiert und diesen
Wert von der Summe der beobachteten Reaktion für jede Komponente bei alleiniger
Anwendung abzieht. Der Synergismus der Kombination wird dann dadurch
bestimmt, daß man
die beobachtete Reaktion der Kombination mit der erwarteten (oder prognostizierten)
Reaktion, die aus den beobachteten Reaktionen jeder Einzelkomponente
allein berechnet wurde, vergleicht. Übertrifft die beobachtete Reaktion
der Kombination die erwartete (oder prognostizierte) Reaktion, dann
wird die Kombination als synergistisch bezeichnet und entspricht
der Definition der synergistischen Wirkung wie oben definiert.
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Dies
soll nun im folgenden mathematisch ausgedrückt werden, wobei eine Zweierkombination
C2 aus der Komponente X und der Komponente
Y besteht und Beob. die beobachtete Reaktion der Kombination C2 bedeutet.
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Ähnlich besteht
bei der Dreierkombination C3 diese aus einer
Komponente X und einer Komponente Y sowie einer Komponente Z, und
Beob. bezeichnet die beobachtete Reaktion der Kombination C3.
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In
den folgenden Beispielen wird die Kulturpflanzentoleranz in regelmäßigen Abständen während der Wachstumsperiode
bonitiert. Die erste Bonitur wird eine oder zwei Wochen nach der
Behandlung und die letzte Bonitur unmittelbar vor der Ernte vorgenommen.
Bei allen in den folgenden Beispielen beschriebenen Behandlungen
war die Kulturpflanzentoleranz bei jeder der drei Prüfkulturpflanzen
wirtschaftlich annehmbar, d.h. der Schaden betrug ≤ 20%. Keine
der Behandlungen führte
zu wirtschaftlich unannehmbaren Schäden bei Gerste, Durumweizen
oder „hard
red" Sommerweizen.
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BEISPIEL 1
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Auswertung
der Herbizidwirkung von einer Kombination aus Picolinafen und 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure.
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Ein-
und zweikeimblättrige
Unkräuter
werden Anfang bis Mitte Mai entweder quer zur Richtung, in der die
Kultur ausgerichtet ist, gedrillt oder gesät. Die Kultur wird nach den
Unkrautsamen gedrillt. Der Reihenabstand beträgt 18 cm. Das Saatgut wird
mit einer Roger-Drillmaschine mit einer Breite von 1,8 m in einer
Tiefe von 5 cm abgelegt.
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Bei
allen Versuchen wird standardmäßig nach
etablierten Verfahren der Unkrautwissenschaft vorgegangen. Die Substanzen
werden mit einem CO2-angetriebenen abgedeckten
Spritzgerät
der Fa. Roger ausgebracht. Bei der Testanlage handelt es sich um
eine modifizierte randomisierte vollständige Blockanlage mit vier
Wiederholungen. Alle Substanzen werden im Nachauflauf nach den Unkräutern und
den Kulturpflanzen ausgebracht.
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Die
Testlösungen
werden dadurch hergestellt, daß man
ausreichende Mengen an wäßrigen Lösungen und/oder
Dispersionen der Testverbindungen im Spritztank mischt.
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Die
behandelten Parzellen werden in gewissen Abständen während der Wachstumsperiode
geprüft und
auf Prozent Unkrautbekämpfung
und Kulturpflanzenschädigung
bonitiert. Die angegebenen Daten sind Durchschnittswerte der Wiederholungen
für die
entsprechende Behandlung. Zur Bestimmung der erzielten biologischen
Wirkung der Kombinationsbehandlung im Vergleich zur biologischen
Wirkung jeder Komponente bei alleiniger Ausbringung bedient man
sich der Colby-Analysenmethode. Die Daten sind in Tabelle I dargestellt.
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Wie
aus den in der Tabelle I gezeigten Daten ersichtlich führte die
Verwendung einer Kombination von Picolinafen und 2,4-D zu einem
signifikant besseren Bekämpfungserfolg
als aufgrund des Bekämpfungserfolgs,
der bei der alleinigen Verwendung von Picolinafen bzw. 2,4-D erzielt
wurde, prognostiziert werden konnte.
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TABELLE
I Auswertung
der Herbizidwirkung von einer Kombination von Picolinafen und 2,4-D
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BEISPIEL 2
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Auswertung
der Herbizidwirkung von einer Kombination von Picolinafen und Imzamethabenz-methyl.
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Geht
man im wesentlichen wie in Beispiel 1 beschrieben vor, verwendet
jedoch Picolinafen und Imazamethabenzmethyl, so erhält man die
in Tabelle II gezeigten Daten.
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Wie
aus den in der Tabelle II gezeigten Daten ersichtlich führte die
Verwendung einer Kombination von Picolinafen und Imazamethabenz-methyl
zu einem signifikant besseren Bekämpfungserfolg als aufgrund
des Bekämpfungserfolgs,
der bei der alleinigen Verwendung von Picolinafen bzw. Imazamethabenz-methyl
erzielt wurde, prognostiziert werden konnte.
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BEISPIEL 3
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Auswertung
der Herbizidwirkung von einer Kombination aus Picolinafen, Imzamethabenz-methyl
und 2,4-D Geht man im wesentlichen wie in Beispiel 1 beschrieben
vor, verwendet jedoch Picolinafen, 2,4-D und Imazamethabenz-methyl,
so erhält
man die in Tabelle VI gezeigten Daten.
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Wie
aus den in der Tabelle VI gezeigten Daten ersichtlich führte die
Verwendung einer Kombination von Picolinafen, 2,4-D und Imazamethabenz-methyl
zu einem signifikant besseren Bekämpfungserfolg als aufgrund
des Bekämpfungserfolgs,
der bei der alleinigen Verwendung von Picolinafen, 2,4-D bzw. Imazamethabenz-methyl
erzielt wurde, prognostiziert werden konnte.
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