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DE60016801T2 - Verfahren zur reduktion der korrosität von reaktanden in der polyarylensulfidpolymerproduktion - Google Patents

Verfahren zur reduktion der korrosität von reaktanden in der polyarylensulfidpolymerproduktion Download PDF

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DE60016801T2
DE60016801T2 DE60016801T DE60016801T DE60016801T2 DE 60016801 T2 DE60016801 T2 DE 60016801T2 DE 60016801 T DE60016801 T DE 60016801T DE 60016801 T DE60016801 T DE 60016801T DE 60016801 T2 DE60016801 T2 DE 60016801T2
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DE
Germany
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mixture
polymerization
alkali metal
temperature
polar organic
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DE60016801T
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DE60016801D1 (de
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C. Fernando VIDAURRI
S. Jeffrey FODOR
F. Jon GEIBEL
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ConocoPhillips Co
Original Assignee
ConocoPhillips Co
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Publication of DE60016801D1 publication Critical patent/DE60016801D1/de
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    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G75/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing sulfur with or without nitrogen, oxygen, or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G75/14Polysulfides
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Polyarylensulfid (PAS)-Polymere. In einem der Aspekte betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Herstellen von Polyarylensulfid-Polymeren, worin ein Teil der Reaktionsteilnehmer der Polymerisation zuvor in einem zweistufigen Verfahren umgesetzt worden ist, bevor sie mit den übrigen Reaktionsteilnehmern der Polymerisation unter Polymerisationsbedingungen kontaktiert wurden.
  • In einer der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden die Reaktionsteilnehmer der Polymerisation, die ein wässriges Alkalimetallhydroxid umfassen und eine polare organische Verbindung, zuvor bei einer ersten Temperatur unter Bildung einer Mischung umgesetzt und anschließend die Mischung mit einer Quelle für Schwefel bei einer zweiten Temperatur unter Bedingungen umgesetzt, die ausreichend sind, um mindestens einen Teil des Wassers zu entfernen, der in der Mischung enthalten ist, wonach die so entwässerte Mischung mit mindestens einer dihalogenaromatischen Verbindung unter Polymerisationsbedingungen kontaktiert wird.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Polyarylensulfid-Polymere sind im Allgemeinen auf dem Gebiet bekannt und haben sich wegen ihrer hohen chemischen und thermischen Beständigkeit als nützlich erwiesen. Verfahren für die Herstellung derartiger Polyarylensulfid-Polymere sind auf dem Fachgebiet offenbart worden. In einer typischen Herstellung werden mindestens eine dihalogenaromatische Verbindung, eine Quelle für Schwefel und eine polare organische Verbindung unter Polymerisationsbedingungen kontaktiert. Oftmals wird eine wasserhaltige Quelle für Schwefel ausgewählt oder die Reaktion der Quelle für Schwefel mit der polaren organischen Verbindung erzeugt Wasser oder setzt Wasser einer Anlagerung frei. Solches Wasser kann für die Erzeugung von Polymer mit hoher relativer Molekülmasse von Nachteil sein und wird häufig entfernt, indem eine Mischung zur Vorpolymerisation aus der Quelle für Schwefel und der polaren organischen Verbindung einer Wasserabspaltung unterworfen wird. Derartige Verfahren werden im typischen Fall bei relativ hohen Temperaturen unter Drücken ausgeführt, um die Menge des entfernten Wassers auf ein Maximum zu bringen. Dieses Verfahren hat insofern Nachteile, dass die Mischung der Quelle für Schwefel und polaren organischen Verbindung sehr korrosiv ist und das Gefäß zur Wasserabspaltung häufiger ersetzt oder repariert werden muss, als es wünschenswert wäre, oder aber das Gefäß zur Wasserabspaltung muss aus kostenaufwendigen Baumaterialien bestehen, die gegenüber einer Korrosion weniger anfällig sind. Es wäre wirtschaftlich wünschenswert, über ein Verfahren zu verfügen, wodurch die wässrige Mischung der Quelle für Schwefel und der polaren organischen Verbindung, die einer Wasserabspaltung unterworfen werden muss, weniger korrosiv gemacht wird.
  • Aufgaben der Erfindung
  • Es wird die Schaffung eines Verfahrens zum Herstellen eines Polyarylensulfid-Polymers angestrebt, worin die Wasserabspaltung aus der wässrigen Quelle für Schwefel in einem zweistufigen Prozess ausgeführt wird, um die Entwässerungsmischung weniger korrosiv zu machen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Nach der vorliegenden Erfindung werden die Reaktionsteilnehmer der Polymerisation, die wässriges Alkalimetallhydroxid umfassen und eine polare organische Verbindung, zuvor bei einer ersten Temperatur zur Erzeugung einer Mischung umgesetzt, anschließend die Mischung mit einem Schwefel-Ausgangsstoff bei einer zweiten Temperatur unter Bedingungen, die ausreichend sind, um mindestens einen Teil des Wassers zu entfernen, der in der Mischung enthalten ist, wonach die auf diese Weise dehydrierte Mischung mit mindestens einer dihalogenaromatischen Verbindung unter Polymerisationsbedingungen kontaktiert wird.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Das Polyarylensulfid-Polymer wird gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt, indem die Reaktionsteilnehmer zuvor, die ein wässriges Alkalimetallhydroxid und eine polare organische Verbindung umfassen, bei einer ersten Temperatur unter Erzeugung einer Mischung umgesetzt werden und anschließend die Mischung mit einem Schwefel-Ausgangsstoff bei einer zweiten Temperatur unter Bedingungen umgesetzt wird, die ausreichend sind, um mindestens einen Teil des Wassers; der in der Mischung enthalten ist, zu entfernen, wonach die auf diese Weise dehydrierte Mischung mit mindestens einer dihalogenaromatischen Verbindung unter Polymerisationsbedingungen kontaktiert wird.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung lässt sich jeder geeignete Schwefel-Ausgangsstoff einsetzen. Geeignete Schwefel-Ausgangsstoffe wurden in der US-P-3 919 177 offenbart, die hiermit als Fundstelle einbezogen ist. Derartige geeignete Schwefel-Ausgangsstoffe schließen die Folgenden ein, ohne auf diese beschränkt zu sein: Thiosulfate, Thioharnstoffe, Thioamide, elementarer Schwefel, Thiocarbamate, Metalldisulfide und -oxysulfide, Thiocarbonate, organische Mercaptane, organische Mercaptide, organische Sulfide, Alkalimetallsulfide und -hydrogensulfide und Schwefelwasserstoff.
  • Das Alkalimetallsulfid, das in der Herstellung von Polyarylensulfid-Polymeren eingesetzt werden kann, kann als ein Hydrat oder in Form einer wässrigen Mischung verwendet werden. Alkalimetallsulfide, die in der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, schließen Lithiumsulfid ein, Natriumsulfid, Kaliumsulfid, Rubidiumsulfid, Cäsiumsulfid und Mischungen davon. Die wässrige Lösung des Alkalimetallsulfids kann erfindungsgemäß mit Hilfe der Reaktion eines Alkalimetallhydroxids mit einem Alkalimetallhydrogensulfid in wässriger Lösung hergestellt werden. Allgemein wird die Verwendung von Natriumsulfid oder einer Kombination von Natriumhydrogensulfid und Natriumhydroxid als Schwefel-Ausgangsstoff in der Herstellung von Polyarylensulfid-Polymeren wegen der Kosten und Wirksamkeit bevorzugt. In der vorliegenden Erfindung, in der zuvor das Alkalimetallhydroxid und eine polare organische Verbindung umgesetzt werden, wird die Verwendung eines Alkalimetallhydrogensulfids als der Schwefel-Ausgangsstoff bevorzugt.
  • Die in der vorliegenden Erfindung verwendbaren polaren organischen Verbindungen sind Lösemittel für die dihalogenaromatischen Verbindungen und den Schwefel-Ausgangsstoff, die in der Erzeugung von Polyarylensulfid-Polymeren verwendet werden. Beispiele für derartige polare organische Verbindungen schließen Amide ein, einschließlich Lactame und Sulfone. Spezielle Beispiele für derartige polare organische Verbindungen schließen ein: Hexamethylphosphoramid, Tetramethylharnstoff, N,N'-Ethylendipyrrolidon, N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP), Pyrrolidon, Caprolactam, N-Ethylcaprolactam, Sulfolan, N,N'-Dimethylacetamid, 1,3-Dimethyl-2-imidazolidinon, niedermolekulare Polyamide und dergleichen. Die gegenwärtig bevorzugte polare organische Verbindung ist NMP.
  • Der wasserhaltige oder wässrige Schwefel-Ausgangsstoff und die polare organische Verbindung werden zuvor unter Bedingungen umgesetzt (dehydriert), die ausreichend sind, um mindestens einen Teil des Wassers vor Zusatz der dihalogenaromatischen Verbindung und des Beginns der Polymerisation zu entfernen.
  • Es ist festgestellt worden, dass das Korrosionsvermögen der Mischung, die dehydriert werden soll, vorteilhaft und überraschenderweise herabgesetzt werden kann, indem die "Vor-Reaktion" in einem zweistufigen Prozess ausgeführt wird. Zunächst wird das wässrige Alkalimetallhydroxid mit der polaren organischen Verbindung bei einer ersten Temperatur kontaktiert und anschließend die Mischung mit Alkalimetallhydrogensulfid bei einer zweiten, höheren Temperatur kontaktiert und Bedingungen unterworfen, die ausreichend sind, um mindestens einen Teil, wenn nicht alles, des Wassers vor dem Kontaktieren der Mischung mit den verbleibenden Komponenten des Reaktionsgemisches zu entfernen. In einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird das Reaktions produkt des Alkalimetallhydroxids und der polaren organischen Verbindung einer höheren Temperatur unter Bedingungen unterworfen, die ausreichend sind, um einen Teil des Wassers vor dem Kontaktieren der Mischung mit dem Alkalimetallhydrogensulfid zu entfernen.
  • Das wässrige Alkalimetallhydroxid wird mit der polaren organischen Verbindung für eine Zeitdauer kontaktiert, die ausreichend ist, um eine Reaktion der zwei Komponenten und die Bildung eines Alkalimetallaminoalkanoats in einer wässrigen Lösung zu ermöglichen. Das Reaktionsprodukt des Alkalimetallhydroxids und der polaren organischen Verbindung ist weitaus weniger korrosiv und hat darüber hinaus den Vorteil, in dem Reaktionsgemisch der Polymerisation löslich zu sein. In einer speziell bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden Natriumhydroxid und N-Methyl-2-pyrrolidon unter Erzeugung von N-Methyl-4-aminobutanoat (SMAB) umgesetzt.
  • Die Temperatur, bei der der erste Schritt des Kontaktierens erfolgt, kann stark variieren, wird in der Regel jedoch zwischen etwa 50° und etwa 200°C liegen. Vorzugsweise wird eine Temperatur eingesetzt, die unmittelbar oberhalb derjenigen liegt, die erforderlich ist, um zu bewirken, dass die Reaktionsteilnehmer in Lösung bleiben, da das Korrosionsvermögen der Lösung mit zunehmender Temperatur zunimmt. Am meisten bevorzugt ist der Einsatz einer Temperatur im Bereich von etwa 75° bis etwa 125°C.
  • Nachdem die Reaktion des Alkalimetallhydroxids und der polaren organischen Verbindung stattgefunden hat, wird die Temperatur bis zu einer zweiten Temperatur erhöht, die ausreichend ist, um eine Wasserabspaltung der Mischung zu bewirken oder diese weiter zu dehydrieren. Sofern es sich bei dem Alkalimetallhydrogensulfid, das zum Einsatz gelangen soll, um einen wässrigen Schwefel-Ausgangsstoff handelt, kann dieser vor der Wasserabspaltung zugesetzt werden und die Wasserabspaltung wirksam unter Entfernung dieses mit dem Schwefel-Ausgangsstoff ebenfalls zugesetzten Wassers ausgeführt werden. Alternativ können separate Wasserabspaltungen nach jedem Zusatz eines wässrigen Reaktionsteilnehmers ausgeführt werden.
  • Die Wasserabspaltung kann nach jeder beliebigen Methode ausgeführt werden, die in der Fachwelt bekannt ist. Geeignete Methoden wurden in den US-P-4 368 321 und 4 371 671 offenbart, die hiermit beide als Fundstelle einbezogen sind. Die Temperatur, bei der die Wasserabspaltung ausgeführt wird, wird in der Regel im Bereich von etwa 100° bis etwa 240°C liegen, wobei der Druck im typischen Fall im Bereich von etwas oberhalb Atmosphärendruck bis zu 308 kPa (30 psig Überdruck) liegen wird.
  • Allgemein lassen sich die verbleibenden Komponenten des Reaktionsgemisches miteinander in jeder beliebigen Reihenfolge kontaktieren.
  • Dihalogenaromatische Verbindungen, die in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung zum Einsatz gelangen können, lassen sich mit Hilfe der folgenden Formel darstellen:
    Figure 00050001
    worin jedes X ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Chlor, Brom und Iod; und jedes R ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff und Hydrocarbyl, worin das Hydrocarbyl ein Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aryl-Rest oder eine Kombination davon sein kann, wie beispielsweise Alkaryl, Aralkyl oder dergleichen, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome in jedem Molekül im Bereich von 6 bis etwa 24 liegt. Während sich an jeder beliebigen Stelle Halogenatome in der dihalogenaromatischen Verbindung befinden können, wird der Einsatz von p-Dihalogenbenzolen als die dihalogenaromatische Verbindung bevorzugt.
  • Beispiele für geeignete p-Dihalogenbenzole schließen ein: p-Dichlorbenzol (DCB), p-Dibrombenzol, p-Diiodbenzol, 1-Chlor-4-brombenzol, 1-Chlor-4-iodbenzol, 1-Brom-4-iodbenzol, 2,5-Dichlortoluol, 2,5-Dichlor-p-xylol, 1-Ethyl-4-isopropyl-2,5-dibrombenzol, 1,2,4,5-Tetramethyl-3,6-dichlorbenzol, 1-Butyl-4-cyclohexyl-2,5-dibrombenzol, 1-Hexyl-3-dodecyl-2,5-dichlorbenzol, 1-Octadecyl-2,5-diiodbenzol, 1-Phenyl-2-chlor-5-brombenzol, 1-(p-Tolyl)-2,5-dibrombenzol, 1-Benzyl-2,5-dichlorbenzol, 1-Octyl-4-(3-methylcyclopentyl)-2,5-dichlorbenzol und dergleichen sowie Mischungen von beliebigen zwei oder mehreren davon. Die bevorzugte dihalogenaromatische Verbindung zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung ist p-Dichlorbenzol (DCB) aufgrund ihrer Verfügbarkeit und Wirksamkeit.
  • Der Einsatz anderer Komponenten in dem Reaktionsgemisch zur Polymerisation oder während der Polymerisation liegt im Schutzumfang der vorliegenden Erfindung. Beispielsweise können Mittel zur Modifizierung der Molmasse oder Verstärkung zugesetzt werden, wie beispielsweise Alkalimetallcarboxylate, Lithiumhalogenide oder Wasser, oder können während der Polymerisation erzeugt werden. Geeignete Alkalimetallcarboxylate, die zum Einsatz gelangen können, schließen solche, die die Formel R'COOM haben, worin R' ein Hydrocarbyl-Rest ist, der ausgewählt ist aus Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, Alkylaryl, Arylalkyl, wobei die Zahl der Kohlenstoffatome in R' im Bereich von 1 bis etwa 20 liegt und M ein Alkalimetall ist, das ausgewählt ist aus Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium und Cäsium. Das Alkalimetallcarboxylat kann als ein Hydrat oder als eine Lösung oder eine Dispersion in Wasser eingesetzt werden. Das bevorzugte Alkalimetallcarboxylat ist Natriumacetat aufgrund seiner Verfügbarkeit und Wirksamkeit.
  • Polyarylensulfid-Polymerisationen sind allgemein auf dem Fachgebiet offenbart worden. Beispielsweise offenbaren die US-P-3 354 129, die hiermit als Fundstelle einbezogen ist, die US-P-3 919 177 und 4 645 826 alle Verfahren zum Herstellen von Polyarylensulfid-Polymeren. Die vorgenannten Patentveröffentlichungen offenbaren außerdem Verfahren zum Gewinnen eines verwendbaren Polyarylensulfid-Polymerproduktes. Ein anderes geeignetes Verfahren zum Gewinnen von Polyarylensulfid-Polymerprodukten wurde in der US-P-4 415 729 offenbart, das hiermit als Fundstelle einbezogen ist. Diese Patentveröffentlichungen beschreiben insgesamt die Abtrennung eines angestrebten Polymerproduktes von Reaktionsgemischen, die verschiedene Verunreinigungen und nicht umgesetzte Polymerisationskomponenten enthalten.
  • Das mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellte Polyarylensulfid-Polymer kann entweder ein Polymer mit hoher oder niedriger Molmasse sein. Bei der Beschreibung des mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellten Polymers bedeutet der Begriff "Polyarylensulfid-Polymer mit geringer Molmasse" im Allgemeinen ein Polyarylensulfid-Polymer mit einem Schmelzindex im Bereich oberhalb von 1.000 g/10 min bis etwa 30.000 g/10 min, wenn nach dem Standard ASTM D 1238, Bedingung 316/5 gemessen wird.
  • Der Begriff "Polyarylensulfid-Polymer mit hoher Molmasse", wie er hierin verwendet wird, soll allgemein ein im Wesentlichen lineares Polyarylensulfid-Polymer bedeuten, das einen Schmelzindex mit einem Wert kleiner als etwa 1.000 g/10 min im ungehärteten Zustand hat. "Im Wesentlichen lineares Polyarylensulfid", wie es hierin verwendet wird, ist festgelegt als ein Polymer, das keine Verzweigung oder eine so geringe Menge an Verzweigung hat, dass es im Wesentlichen keinen Einfluss auf die Polymereigenschaften hat. Beispielsweise würde die Menge an polyhalogenaromatischer Verunreinigung, die in der dihalogenaromatischen Substanz angetroffen wird, die in dem Prozess zur Polyarylensulfid-Polymerisation verwendet wird, nicht ausreichend sein um zu bewirken, dass das resultierende Polyarylensulfid außerhalb der Festlegung für "im Wesentlichen linear" liegt.
  • Das Verhältnis der Reaktionsteilnehmer, die in dem Polymerisationsprozess zum Einsatz gelangen, kann stark variieren. Vorzugsweise liegt das Molverhältnis der Menge an dihalogenaromatischer Verbindung zu der Menge an Schwefel-Ausgangsstoff im Bereich von etwa 0,8:1 bis etwa 2:1. Sofern ein Alkalimetallcarboxylat als ein Mittel zum Modifizieren der Molmasse zum Einsatz gelangt, liegt das Molverhältnis von Alkalimetallcarboxylat zur dihalogenaromatischen Verbindung vorzugsweise innerhalb des Bereichs von etwa 0,05:1 bis etwa 4:1.
  • Die Menge an polarer organischer Verbindung, die eingesetzt wird, kann während der Polymerisation über einen breiten Bereich variieren. Vorzugsweise beträgt das Molverhältnis während der Polymerisation der Menge der polaren organischen Verbindung zu der Menge an Schwefel-Ausgangsstoff 1:1 bis 10:1.
  • Der Begriff "Einsetzen der Polymerisation", wie er hierin verwendet wird, ist als derjenige Punkt definiert, bei dem das Reaktionsgemisch der Polymerisation zuerst den Polymerisationsbedingungen unterworfen wird, die ausreichend sind, um die Polymerisation einzuleiten. Der Begriff "Abbruch der Polymerisation", wie er hierin verwendet wird, ist als derjenige Punkt definiert, bei dem ein vorsätzlicher Schritt ausgeführt wird, um die Wegnahme der wirksam weiter bestehenden Bedingungen zu bewirken, die für die Polymerisation erforderlich sind, beispielsweise durch Beginn der Gewinnung des Polyarylensulfid-Polymers aus dem Polymerisationsgemisch. Es muss bemerkt werden, dass die Verwendung des Begriffes "Abbruch der Polymerisation" nicht sagt, dass die vollständige Reaktion der Komponenten der Polymerisationsreaktion stattgefunden hat. Es muss außerdem bemerkt werden, dass der Begriff "Abbruch der Polymerisation", wie er hierin verwendet wird, nicht bedeuten soll, dass keine weitere Polymerisation von Reaktionsteilnehmern mehr stattfinden kann. Im Allgemeinen wird aus wirtschaftlichen Gründen im typischen Fall mit der Gewinnung des Polyarylensulfid-Polymers zu einem Zeitpunkt begonnen, wenn die Polymerisation im Wesentlichen beendet ist, d.h. die Zunahme der Molmasse des Polymers, die sich aus einer weiteren Polymerisation ergeben würde, nicht genügend ausgeprägt ist, um die zusätzliche Polymerisationszeit zu gewährleisten.
  • Obgleich die Reaktionstemperatur, bei der die Polymerisation ausgeführt wird, über einen breiten Bereich schwanken kann, wird sie in der Regel im Bereich von etwa 170°C (347°F) bis etwa 325°C (617°F) und bevorzugt etwa 200° bis etwa 290°C liegen. Die Reaktionsdauer kann stark in Abhängigkeit teilweise von der Reaktionstemperatur schwanken, wird in der Regel jedoch innerhalb des Bereichs von etwa 10 min bis etwa 72 Stunden und bevorzugt etwa 1 Stunde bis etwa 8 Stunden liegen. Der Druck sollte ausreichend sein, um die polare organische Verbindung und die dihalogenaromatische Verbindung weitgehend in der flüssigen Phase zu. halten.
  • Das nach der vorliegenden Erfindung hergestellte Polyarylensulfid-Polymer kann mit Hilfe jeder beliebigen Methode gewonnen werden, die dem Fachmann auf dem Gebiet bekannt ist.
  • Die folgenden Beispiele werden geboten, um die Erfindung weiter zu veranschaulichen, ohne ihren Geltungsbereich jedoch zu beschränken.
  • Beispiele
  • In den folgenden Beispielen wurden die Polymer-Austragsleistungen, die in Gramm pro 10 Minuten (g/10 min) angegeben werden, mit Hilfe der Methode des Standards ASTM D 1238, Bedingung 316/0.345, bestimmt. Die zum Messen der Austragsleistung verwendete Düse hatte einen Durchmesser von 2,096 ± 0,005 mm und eine Länge von 31,75 ± 0,05 mm. Die Polymer-Schmelzflusswerte in Einheiten von g/10 min wurden mit Hilfe der Methode des Standards ASTM D1238, Bedingung 316/5, bestimmt. Die zum Messen des Schmelzflusses verwendete Düse hatte einen Durchmesser von 2,096 ± 0,005 mm und eine Länge von 8,000 ± 0,025 mm.
  • Die relativen Mengen an vorhandenen flüchtigen Bestandteilen in den Polymerproben wurden unter Verwendung einer Quarz-Mikrowaage (QCM) gemessen. Dieser Test umfasste das Verdampfen der flüchtigen Materialien aus einer schmelzflüssigen PPS-Probe, das Auffangen der Dämpfe auf einem wassergekühlten Schwingquarz und das Bewerten der Menge an kondensiertem Material anhand der Frequenzänderungen des schwingenden Kristalls. Es wurde eine abgewogene Probe des PPS-Polymers aus dem Boden eines beheizten (325°C) Bechers aus rostfreiem Stahl gegeben, der mit einem Deckel abgedeckt war, der den Schwingkristall enthielt. In dem Maße, wie die Dämpfe auf dem Kristall kondensierten, nahm die Resonanzfrequenz des Kristalls proportional zur abgeschiedenen Menge ab. Die Testwerte werden als dimensionslose relative Zahl angegeben, die proportional zur Änderung der Frequenz des Kristalls in einer Testzeit von 10 min ist. Kleinere angegebene Werte zeigen, dass die Testprobe bei der Testtemperatur eine geringere Menge an flüchtigen Substanzen hatte als die Proben mit höhere QCM-Werten.
  • Die Analyse von Polymeren auf nicht umgesetztes Dichlorbenzol in dem rohen Reaktionsgemisch wurden mit Hilfe der Gaschromatographie (GC) von DCB/NMP-Mischungen unter Verwendung eines HP 5890-Gaschromatographen ausgeführt, der mit Hilfe eines HP 3365, Reihe II, ChemStation (DOS-Reihen) gesteuert wurde. Als Trägergas wurde Helium verwendet. Es wurden Standard lösungen zur Bestimmung der Ansprechfaktoren verwendet. Die Einspritzungen von Lösungen, die analysiert werden sollten, erfolgten unter Verwendung einer 0,5 μl-Spritze, wobei im typischen Fall eine Einspritzung von 0,05 bis 0,4 μl verwendet wurde. Bei der mit dem Gaschromatographen verwendeten Säule handelte es sich um eine 30 m lange 0,53 mm-Kapillarsäule (DB Wax), die von J & W Scientific (Kat. Nr. 125-7032) erworben wurde. Das Temperaturprogramm für die DCB/NMP-Analyse verwendete zuerst einen Halt bei 120°C für 2 min, danach wurde die Temperatur stufenförmig mit 30°C/min bis zu 190°C hochgefahren und dort für 1,30 min gehalten. Die Gesamtdauer der Analyse betrug näherungsweise 5,63 min. Typische Mischungen lagen im Bereich von etwa 0,1 Gew.% p-Dichlorbenzol in NMP bis zu etwa 4 Gew.% p-Dichlorbenzol in NMP. Der für Vergleichszwecke verwendete GC-Standard war eine Mischung von 1,5 Gew.% p-Dichlorbenzol in NMP und deren Zusammensetzungen exakt bekannt waren. Die Standardlösungen wurden mit Isopropanol verdünnt, um in den gewünschten Konzentrationsbereich zu gelangen. Die Versuchsproben waren eine rohe PPS-Reaktionsmischung aus dem Reaktor und wurden mit etwa der 10-fachen Menge an Isopropanol in einem Waring-Mischer gemischt. Die Filtration der Probe lieferte eine klare Flüssigkeit, die Isopropanol, NMP und nicht umgesetztes p-Dichlorbenzol enthielt.
  • Die Metallanalyse wurde mit Hilfe einer induktiv-gekoppelten Plasma/Massenspektroskopie an wässrigen Salpetersäureaufschlüssen der Asche vorgenommen, die bei der Pyrolyse von Proben des Polymers zurückblieb. Die Metallkonzentrationen wurden in "Teilen pro Million" (ppm) angegeben.
  • Beispiel I
  • Dieses Beispiel (Polymerisation Reihe I-1) beschreibt die allgemeine Herstellung eines Polyp-phenylensulfid)-Polymers (PPS) nach allgemein bekannten Methoden. Bei dieser typischen PPS-Herstellung wurden in einen 1 Liter-Rührkesselreaktor aus rostfreiem Stahl 40,97 g Natriumhydroxid (NaOH)-Pellets mit einer Reinheit von 98,6% (1,01 g/Mol NaOH) und 40,0 g zweifach destilliertes Wasser (2,22 g/Mol), 95,49 g wässriges Natriumhydrogensulfid (NaSH) (58,707 Gew.% NaSH) (1,00 g/Mol) und 198,26 g N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP) (2,00 g/Mol) gegeben. Der Reaktor wurde mit 5 Druckentspannungszyklen von 446 kPa (50 psig, Überdruck) Stickstoff und 5 Zyklen 1.479 kPa (200 psig, Überdruck) Stickstoff entgast. Der Reaktor und die Inhaltsstoffe wurden sodann langsam bis 100°C erwärmt, wonach der Entwässerungsaustritt geöffnet wurde und Stickstoff mit einer Durchflussrate von 32 ml/min begonnen wurde. Die Entwässerung wurde unter weiterem Erhitzen bis zu einer Endtemperatur von etwa 204°C fortgesetzt. Der Reaktor wurde wiederum in der gleichen Weise entgast, wie vorstehend beschrieben wurde. Anschließend wurde der Reaktor bis zu Polymerisationsbedingungen (235°C) für 2 Stunden erhitzt und die Temperatur danach für 2 Stunden bis 260°C erhöht, um PPS zu erzeugen. Bei Abschluss der Polymerisation wurde der Reaktor bis Raumtemperatur gekühlt und die Mischung von PPS-Polymer und NMP unter Verwendung von Isopropanol ausgetragen.
  • Das PPS in NMP/Isopropanol wurde gaschromatographisch analysiert, um DCB in Gew.% zu erhalten. Sodann wurde das Reaktorprodukt 6 Mal bei 90°C mit Wasser gewaschen und auf grobem Filterpapier filtriert, um das PPS-Produkt zu gewinnen, das zum Trocknen über Nacht unter einem Abzug gehalten wurde. Am folgenden Tag wurde das PPS-Produkt in ein Vakuum gegeben und für 24 Stunden bei 100°C getrocknet, um 101,23 g getrocknetes PPS-Polymerprodukt zu ergeben. Die Austragsleistung des PPS-Produktes wurde entsprechend der vorstehenden Beschreibung gemessen und 72,71 g/10 min erhalten.
  • Beispiel 11
  • Dieses Beispiel beschreibt die Wirkung eines Einsatzes des erfindungsgemäßen Verfahrens des Vorkontaktierens des Natriumhydroxids und NMP und des Wasserabspaltens vor dem Zusetzen des Natriumhydrogensulfids. Für die Polymerisation, Reihe II-1, wurde der Reaktor mit 40,97 g Natriumhydroxid (NaOH)-Pellets einer Reinheit von 98,6% (1,01 g/Mol NaOH), 79,43 g zweifach destilliertem Wasser (4,41 g/Mol) und 198,26 g N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP) (2,00 g/Mol) beladen. Der Reaktor wurde mit 5 Druckentspannungszyklen von 446 kPa (50 psig, Überdruck) Stickstoff und 5 Zyklen 1.479 kPa (200 psig, Überdruck) Stickstoff entgast. Nachdem der Reaktor mit Stickstoff entgast worden war, wurden die Inhaltsstoffe bis 100°C erhitzt und bei dieser Temperatur für eine Dauer von 1 Stunden gehalten. Danach wurde der Entwässerungsaustritt geöffnet und die Entwässerung ausgeführt, während die Temperatur bis etwa 204°C erhöht wurde. Sodann wurde der Entwässerungsaustritt geschlossen und die Reaktorinhaltsstoffe bis Raumtemperatur gekühlt.
  • Nach dieser ersten Entwässerung wurden 95,49 g wässriges Natriumhydrogensulfid (NaSH) (58,707 Gew.% NaSH) (1,00 g/Mol) dem Reaktor zugesetzt, der wiederum entsprechend der vorstehenden Beschreibung mit der Ausnahme entgast wurde, dass 377 kPa (40 psig, Überdruck) Stickstoff über Nacht in dem Reaktor belassen wurden. Am nächsten Tag wurde der Druck entspannt und der Reaktor bis 105°C erhitzt, wonach der Entwässerungsaustritt geöffnet wurde. Der Reaktor wurde weiter bis etwa 204°C erhitzt und der Austritt sodann geschlossen. Danach wurden 1,01 g/Mol DCB (148,49 g) und 1,00 g/Mol NMP der dehydrierten Mischung zugegeben und der Reaktor bis 235°C erhitzt und für 1 Stunde gehalten. Der Reaktor wurde sodann bis 265°C erhitzt und für 2 Stunden gehalten. Anschließend wurde der Reaktor gekühlt und geöffnet. Es wurde eine Probe der Flüssigkeit in dem Reaktor entnommen. Das PPS-Produkt wurde mit Isopropanol gemischt und anschließend filtriert und mit destilliertem Wasser 6 Mal bei einer Temperatur von 90°C gewaschen und sodann filtriert, um eine Polymerprodukt zu gewinnen. Nach dem Trocknen wurden näherungsweise 102,08 g PPS mit einer Austragsleistung von 62,64 g/10 min erhalten.
  • Reihe II-2 (38218–98) wurde unter Anwendung der für Reihe II-1 beschriebenen Prozedur mit der Ausnahme ausgeführt, dass die zugesetzte Wassermenge in der ersten Charge näherungsweise 2,22 g/Mol anstelle von 4,41 g/Mol betrug und dass 95,30 g NaSH in der zweiten Charge dem Reaktor zugesetzt wurden.
  • Nachfolgend ist ein Vergleich der Produkte aus Beispiel I und Beispiel II, Reihen 1 und 2 in Tabelle I gezeigt. Die mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens erzeugten Polymere haben vergleichbare Austragsleistungen mit denen, die nach bekannten Methoden erzeugt wurden, wobei jedoch die erfindungsgemäß erzeugten Polymere weitaus geringere Werte an Metallkontamination zeigten und speziell im Bezug auf Chrom, Eisen und Nickel, bei denen es sich um Baumaterialien des Reaktionsbehälters handelte. Die geringeren Metallwerte, die in dem fertigen Polymerprodukt gefunden wurden, sind ein Hinweis auf ein geringeres Korrosionsvermögen im Reaktor.
  • Beispiel II
  • Es wurden zwei weitere PSS-Polymerisations-Reihen III-1 und III-2 in der in Beispiel II, Reihe II-2 beschriebenen Weise ausgeführt, um weiter die Wirkung der Erfindung beim Vorkontaktieren des Alkalimetallhydroxids mit der polaren organischen Verbindung vor dem Zusetzen des Schwefel-Ausgangsstoffes zu demonstrieren.
  • In der in Beispiel I beschriebenen Weise wurde eine Polymerisation, Reihe III-3, ausgeführt, um einen zusätzlichen Vergleich unter Einsatz bekannter Verfahren der Polymerisation zu schaffen.
  • Die Reihen aus diesem Beispiel sind in Tabelle I zusammengestellt. Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens des Vorkontaktierens des Alkalimetallhydroxids mit der polaren organischen Verbindung bei relativ niedrigeren Temperaturen und das anschließende Zusetzen des Schwefel-Ausgangsstoffes und das Ausführen der Entwässerung ergeben ein stark herabgesetztes Korrosionsvermögen der Entwässerungsmischung, was durch die sehr viel geringeren Werte der Metallkontamination in dem resultierenden Polymer im Vergleich zu den Kontrollreihen I-1 und III-3 mit im Wesentlichen den gleichen Austragsleistungen zeigt.
  • Tabelle I
    Figure 00120001
  • Während die vorliegende Erfindung zum Zwecke der Veranschaulichung detailliert beschrieben worden ist, ist dieses nicht so zu verstehen, dass sie dadurch beschränkt ist, sondern soll vielmehr alle denkbaren Modifikationen innerhalb ihres Geltungsbereichs abdecken.

Claims (8)

  1. Verfahren zum Herstellen von Polyarylensulfid-Polymer, umfassend: Umsetzen eines wässrigen Alkalimetallhydroxids mit einer polaren organischen Verbindung in einem Metallkessel, aufweisend ein oder mehrere von Eisen, Chrom und Nickel, innerhalb eines ersten Temperaturbereichs von nicht höher als 200°C, um eine Lösung zu erzeugen, die ein Reaktionsprodukt des Metallhydroxids und der polaren organischen Verbindung aufweist; Wasserentziehen der Lösung, so dass mindesten ein Teil des Wassers aus der Lösung entfernt wird; Zusetzen eines Schwefel-Ausgangsstoffes zu der Lösung, um eine Mischung zu erzeugen; Wasserentziehen der Mischung bei einer Temperatur von 100°C oder höher, so dass mindesten ein Teil des Wassers aus der Mischung entfernt wird; und Zusetzen von einem oder mehreren Polymerisationsreaktanden, die mindestens eine dihalogenaromatische Verbindung aufweist/aufweisen, zu der Mischung unter Polymerisationsbedingungen, um Polyarylensulfid-Polymer zu erzeugen, wobei die Korrosivität mindestens von einem der Lösung und der Mischung gegenüber dem Metallkessel herabgesetzt ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das Alkalimetallhydroxid Natriumhydroxid aufweist.
  3. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, bei welchem die polare organische Verbindung M-Methl-2-pyrrollidon umfasst.
  4. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, bei welchem der Schwefel-Ausgangsstoff, der ein Alkalimetallhydrogensulfid aufweist, bevorzugt Natriumhydrogensulfid.
  5. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, bei welchem der erste Temperaturbereich 50° bis 200°C beträgt.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, bei welchem der Bereich 75° bis 125°C beträgt.
  7. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, bei welchem das Reaktionsprodukt N-Methyl-4-aminobutanoat umfasst.
  8. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, bei welchem das Wasserentziehen der Mischung bei einer Temperatur bei 240°C oder weniger erfolgt.
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