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Die
vorliegende Erfindung ist allgemein auf die bildgeführte Chirurgie
und insbesondere auf eine Vorrichtung und auf Verfahren zum Verwenden
der bildgeführten
Chirurgie für
Landmarken-abhängige chirurgische
Prozeduren, wie die Platzierung einer Zwischenkörperfusionseinrichtung, gerichtet.
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BESCHREIBUNG
DES VERWANDTEN SACHSTANDES
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Viele
chirurgische Prozeduren erfordern, dass der Chirurg mit irgendeiner
Genauigkeit eine „Landmarke" auf der Anatomie
des Patienten als ein Referenzpunkt für Aspekte der Prozedur einrichtet. Dies
ist insbesondere z. B. der Fall bei der Spinalchiurgie, die die
Implantierung von Zwischenkörperfusionseinrichtungen,
einschließlich
von Einrichtungen des Käfig-Typs
und des Knochen-Stift(Dowel)-Typs, erfordert,
wobei der gewünschte
Implantierungsort auf eine hypothetische Ebene bezogen wird, die
in Bezug auf die Wirbelsäule
orientiert ist, die als die „Mittellinienebene" bezeichnet wird.
Der Chirurg wird typischerweise diese Ebene als eine Referenz für den Implantierungsort
der Fusionseinrichtung verwenden und die Hersteller von diesen Einrichtungen spezifizieren
oft die bevorzugten Implantierungsorte unter Bezugnahme auf diese
Landmarke oder Figur.
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Die
gegenwärtige
Praxis bei der Platzierung einer Zwischenkörperfusionseinrichtung beinhaltet das
Bestimmen einer Mittellinienebene der Wirbelsäule durch Aufnehmen von mehreren
fluoroskopischen Bildern (Leuchtbildern). Sobald diese bestimmt
ist, wird eine Mittellinie mit einem Farbstift oder Äquivalent
direkt auf dem Wirbelkörper
und / oder einer Bandscheibe des Patienten markiert und von dem
Chirurgen verwendet, um den „Versatz" zu bestimmen, d.
h. die Position auf der rechten oder linken Seite von der Mittellinie,
auf der die Zwischenkörperfusionseinrichtung
zentriert werden wird. Dies wird gewöhnlicherweise dadurch erreicht,
dass Instrumente, die eingebaute Versätze aufweisen, in Abhängigkeit
von der Normgröße der Fusionseinrichtungen,
auf diesem Punkt platziert werden und der Zwischenkörperfusionseinrichtungs-Versatzort
mit dem Stift markiert wird.
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Der
Chirurg muss dann mental die Mittellinienebene durch die markierte
Mittellinie konstruieren, um die Bahn einzurichten, die durch die
Versatzposition geht. Die Ausführung
davon kann schwierig sein und kann von der vorsichtigen Patientenpositionierung
abhängen
(d. h., wenn der Patient nicht vollständig flach auf dem Tisch liegt,
dann kann der Chirurg diesen Drehfehler in sein mentales Bild der
Mittellinienebene mit einbauen). Das Instrumentarium für die Fusionseinrichtungsimplantierung
wird dann manuell auf dem markierten Versatzort positioniert. Eine Instrumentenbahnorientierung
wird unter Verwendung von mehreren fluoroskopischen Ansichten erreicht,
die aufgenommen werden sollen. Der Patient, der Chirurg und das
Operationsraumpersonal kann dabei einer übermäßigen Strahlung ausgesetzt
werden.
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Techniken
sind bekannt, mit denen Röntgenstrahlbilder
verwendet werden, um die Echtzeitposition von chirurgischen Instrumenten
in der Patientenanatomie, dargestellt durch das Röntgenstrahlbild,
zu lokalisieren, ohne dass es erforderlich ist, dass Röntgenstrahlen
wiederholt aufgenommen werden. Durch Nachverfolgen des Instruments
wird die Echtzeitposition des Instruments in der Anatomie, dargestellt durch
das Röntgenstrahlbild,
bestimmt, und eine entsprechende Darstellung des Instruments in
dem Röntgenstrahlbild
wird angezeigt. Dies erlaubt dem Chirurgen kontinuierlich den Fortschritt
der Operation ohne Erfordernis von zusätzlichen Röntgenstrahlbildern zu beobachten,
wodurch der Patient und das Operationsraumpersonal der Strahlung
weniger ausgesetzt wird.
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Das
US-Patent mit der Nummer 5868675 offenbart ein intracranielles chirurgisches
System, welches eine 3D-Darstellung des Schädels eines Patienten abbildet
und anzeigt. Die Offenbarung betrifft die Optimierung des Transfers
von Referenzbildern durch Verringerung der Abweichungen zwischen
den Koordinaten des Bilds des Patienten auf dem Schirm und Basispunkten
auf dem tatsächlichen
Patienten auf ein Minimum. Die Basispunkte können spezielle Markierungen,
die an dem Patienten angebracht sind, oder bemerkenswerte Punkte
auf dem Patienten sein.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Notwendigkeit zu
beseitigen, dass ein Chirurg anatomische Landmarken, wie beispielsweise die
Mittellinienebene, direkt auf dem Patienten markiert.
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Es
ist auch eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Anzahl von
Bildern und somit die Strahlungsmenge und/oder die Zeit, die benötigt wird,
um Instrumente relativ zu einer Landmarke richtig zu lokalisieren,
zu verringern.
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Es
ist eine weitere Aufgabe, den Fehler bei der Positionierung von
chirurgischen Instrumenten relativ zu derartigen anatomischen Landmarken
zu verringern.
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Es
ist noch eine weitere Aufgabe, eine Instrumentenpositionsinformation
relativ zu derartigen anatomischen Landmarken in nahezu Echtzeit
bereit zu stellen.
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Es
ist noch eine andere Aufgabe, die Möglichkeiten von bildgeführten chirurgischen
Systemen, wie in der voranstehend erwähnten verwandten Anmeldung
beschrieben, für
die Platzierung einer Zwischenkörperfusionseinrichtung
zu verwenden und zu verbessern.
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In Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung, so wie sie verkörpert und breit beschrieben wird,
ist eine Vorrichtung zur Verwendung mit einem Bild-gestützten chirurgischen
System vorgesehen, um anatomische Landmarken anzuzeigen, die auf ein
Bild der Anatomie überlagert
sind, mit der gearbeitet werden soll. In einem Aspekt stellt die
vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zur Verwendung in einer chirurgischen
Prozedur für
die Platzierung einer Zwischenkörperfusionseinrichtung
bereit, wobei die Vorrichtung zur Verwendung mit einem bildgeführten chirurgischen
System vorgesehen ist, wobei das System einschließt, einen
Computerprozessor, eine Anzeigeeinrichtung, die mit dem Prozessor
gekoppelt ist, und einen Speicher, der zu dem Prozessor gehört und in
dem Computerbefehle gespeichert sind, die dann, wenn sie ausgeführt werden,
den Prozessor veranlassen, auf der Anzeigeeinrichtung wenigstens
ein A-P-Bild oder ein laterales Bild entsprechend zu dem Abschnitt
einer Wirbelsäule,
auf der die Platzierungsprozedur ausgeführt werden soll (2082)
anzuzeigen, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass
sie umfasst: eine Schnittstelle (2010, 2020) zum
Eingeben von ein oder mehreren Positionen in den Prozessor und zum
Erzeugen einer Mittellinienebenen-Landmarke; in dem Speicher gespeicherte
zusätzliche
Computerbefehle, die dann, wenn sie ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen,
eine Mittellinienebene entsprechend zu der einen oder den mehreren
Positionen zu erzeugen und diese auf der Anzeigeeinrichtung ausgerichtet
zu dem angezeigten A-P und / oder lateralen Bildern anzuzeigen;
und weitere Befehle zum Erzeugen von Versatz-Implantationspositionen
relativ zu der Mittellinienebene auf Grundlage von eingegebenen
Versatz-Positionswerten. Die Schnittstelle kann aus einer Tastatur,
einer Maus oder einem Lichtstift gewählt werden. Wenn das chirurgische
System ein bildgeführtes
chirurgisches System ist, umfasst die Schnittstelle eine verfolgbare
chirurgische Sonde. Wenn das chirurgisches System ein bildgeführtes chirurgisches System
mit einem oder mehreren nachverfolgbaren Instrumenten ist, umfassen
die zusätzlichen
Befehle auch Befehle, die dann, wenn sie ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen,
ein Icon, das die relative Position und Orientierung eines nachverfolgten
Instruments relativ zu einer anatomischen Landmarke oder zu einem
Ort in Bezug auf die Landmarke zu erzeugen und anzuzeigen. Der Prozessor
kann auch Icon-artige Darstellungen der Instrumente auf dem angezeigten
Bild und der Landmarke überlagern.
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Wenn
das System ein bildgeführtes
Chirurgiesystem ist, kann der Eingabeschritt das Anwenden einer
verfolgten chirurgischen Sonde an die Anatomie, an der gearbeitet
werden soll, einschließen. Wenn
das System ein bildgeführtes
Chirurgiesystem mit einem oder mehreren verfolgbaren chirurgischen Instrumenten
ist, kann der Speicher auch Befehle einschließen, die dann, wenn sie ausgeführt werden, den
Prozessor veranlassen, ein Icon, das die relative Position und Orientierung
eines verfolgten Instruments relativ zu der angezeigten anatomischen Landmarke
oder zu einem Ort in Bezug auf die Landmarke darstellt, zu erzeugen
und auf der Anzeigeeinrichtung anzuzeigen. Der Prozessor kann auch Icon-artige
Darstellungen der Instrumente, überlagert in
Ausrichtung zu dem angezeigten Bild und der Landmarke, erzeugen
und anzeigen.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
beiliegenden Zeichnungen, die in diese Beschreibung eingebaut sind
und einen Teil davon bilden, illustrieren mehrere Ausführungsformen,
die mit dieser Erfindung konsistent sind, und dienen zusammen mit
der Beschreibung der Erläuterung
der Prinzipien der Erfindung. In den Zeichnungen zeigen:
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1 ein
Diagramme einer Vorrichtung in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung bei der Verwendung mit einem bildgeführten Chirurgiesystem;
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2A und 2B schematische
Röntgenstrahlbilder,
die echte bzw. verzerrte Bilder darstellen;
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3A und 3B eine
Projektionstransformation in einem fluoroskopischen C-Arm Abbilder;
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4 ein
Flussdiagramm, das Verfahren zum Ausführen einer zweidimensionalen
Navigationsführung
unter Verwendung des Abbildungssystems darstellt;
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5A und 5B beispielhafte
fluoroskopische (Durchleuchtungs-) Röntgenstrahlbilder, die die
Icon-artige graphische Überlagerung
eines chirurgischen Instruments darstellen;
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6 ein
fluoroskopisches Bild mit einer „Querhaar" graphische Überlagerung eines Instruments;
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7A bis 7C Bilder
von komplementären
Ansichten und einer Achse, die sie in Beziehung setzt;
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8 ein
Bild einer lateralen Ansicht einer Wirbelscheibe des Patienten;
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9 ein
Bild einer lateralen Ansicht einer Wirbelsäule;
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10 ein
Diagramm, das ein System zum Spezifizieren einer geplanten Bahn
eines chirurgischen Instruments darstellt;
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11 ein
Flussdiagramm, welches ein Verfahren zum Spezifizieren einer geplanten
Bahn eines chirurgischen Instruments darstellt;
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12A bis 12C Bilder
eines Bruchs eines Femurs (Oberschenkels), der zwei Knochenfragmente
enthält;
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13 ein
Flussdiagramm, das Verfahren zum Ausrichten von Knochenfragmenten
unter Verwendung des Bildformungssystems darstellt;
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14A und 14B Bilder,
die eine Implantation eines Zwischenwirbelgehäuses in der Wirbelsäule eines
Patienten darstellen;
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15A bis 15C Bilder,
die bei der Aufnahme einer Röntgenstrahlansicht
der medialen Achse eines Wirbelkörper-Pedicle
verwendet werden;
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16A und 16B Bilder,
die verwendet werden, um die Messung von Winkeln außerhalb
der Ebene auf Grundlage von fluoroskopischen Bildern darzustellen;
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17A die tatsächliche
Vorrichtung, die die vorliegende Erfindung für die Platzierung der Zwischenkörperfusionseinrichtung
zeigt, und 17B und 17C entsprechende
A-P und laterale Röntgenstrahlbilder,
die durch das bildgeführte
Chirurgiesystem erhalten werden, das mit der Vorrichtung der 17A verwendet wird;
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18A und 18B,
entsprechend zu dem A-P Bild in 17B,
eine Darstellung von zwei eingegebenen anatomischen Landmarkenpositionen und
der Mittellinienebene, die jeweils aus den eingegebenen Positionen
erzeugt werden, angezeigt in Ausrichtung zu dem Bild;
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19A eine verfolgte chirurgische Sonde zum Eingeben
von anatomischen Landmarkenpositionen direkt von der Anatomie eines
Patienten und 19B eine Darstellung einer Mittellinienebene,
die aus den Positionen erzeugt wird, die in 19A eingegeben
werden, angezeigt in Ausrichtung zu dem A-P Bild;
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20A – 20E schematische Zeichnungen von verfolgbaren
Instrumenten, die mit der Vorrichtung der 17A verwendbar
sind, nämlich
einen Distraktor, einen Arbeitskanal, eine Räumahle, einen Ansatz bzw. einen
Implantat-Einfüger;
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21A und 21B bis 25A und 25B Entsprechungen
zu den A-P und lateralen Röntgenstrahlbildern
der 17B und 17C mit Icons,
die die Distraktorposition in Ausrichtung zu dem Bild darstellen,
und einem Icon, das den relativen Abstand von der Versatz-Position
darstellt, während
sukzessiver Zeiten in dem Platzierungsschritt für den Distraktor;
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26A und 26B bis 29A und 29B Entsprechungen
zu den A-P und lateralen Röntgenstrahlbildern
der 17A und 17B mit Icons,
die die Arbeitskanalposition in Ausrichtung zu dem Bild darstellen,
und einem Icon, das den relativen Abstand von der Versatzposition
darstellt, während
einer Abfolge von Zeiten für
einen Platzierungsschritt des Arbeitskanals;
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30A und 30B bis 34A und 34B Entsprechungen
zu den A-P und lateralen Röntgenstrahlbildern
der 17B und 17C mit Icons,
die die jeweilige Instrumentenposition in Ausrichtung zu dem Bild
darstellen, und einem Icon, das einen relativen Abstand von der
Versatz-Position darstellt; während
der Räum-,
Antipp- und Zwischenkörperfusionseinrichtungs-Platzierungsschritten
und
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35 ein
Flussdiagramm einer Prozedur für
die Platzierung einer Zwischenkörperfusionseinrichtung
unter Verwendung eines Verfahrens in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung.
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Nun
wird ausführlich
auf Ausführungsformen der
Erfindung Bezug genommen, deren Beispiele in den beiliegenden Zeichnungen
dargestellt sind. Soweit möglich,
werden die gleichen Bezugszeichen überall in den Zeichnungen verwendet,
um die gleichen oder ähnlichen
Teile zu bezeichnen.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG
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Unter
anfänglicher
Bezugnahme auf 1 ist dort schematisch eine
Vorrichtung gezeigt, die in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung ausgeführt ist, und zwar für eine bildgeführte Platzierung
eines Zwischenkörperfusionseinrichtung
und allgemein bezeichnet mit dem Bezugszeichen 2000. Die
Vorrichtung 2000 ermöglicht
einem Chirurgen unter Verwendung eines bildgeführten chirurgischen Systems
auf einem Monitor oder einer anderen Anzeigeeinrichtung anatomische
Landmarken, überlagert
oder aufgelegt in Ausrichtung zu der Anzeige eines aufgenommenen
oder vorher aufgenommenen Bilds, das durch das chirurgische System
bereitgestellt wird, des Abschnitts der Wirbelsäule des Patienten, auf dem
die Fusionskörper-Platzierungsprozedur
ausgeführt
werden soll, zu erzeugen und anzuzeigen. Verwendet in Verbindung
mit einem bildgeführten
Chirurgiesystem, welches Echtzeitanzeigen der Positionierung von „verfolgten" chirurgischen Instrumenten
bereit stellen kann, erlaubt die Vorrichtung 2000 dem Chirurgen
auch, die Instrumente relativ zu der angezeigten Landmarke (in diesem
Fall einer Mittellinienebene) oder einem Ort in Bezug auf die Mittellinie
(z. B. einer Versatz-Position für
die Fusionseinrichtungs-Platzierungschirurgie) sowie in Bezug auf
das angezeigte echte Bild zu positionieren. Während die vorliegende Erfindung,
die mit näheren Einzelheiten
beschrieben werden soll, nachstehend beispielhaft durch ein System
dargestellt wird, welches für
eine Platzierung einer Zwischenkörperfusionseinrichtung
verwendet wird, ist sie nicht darauf beschränkt.
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ÜBERBLICK ÜBER DAS
BILDGEFÜHRTE
SYSTEM
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Die
Vorrichtung 2000 ist in 1 bei der
Verwendung mit einem bevorzugten bildgeführten Chirurgiesystem 100 gezeigt.
Das System 100, welches nachstehend noch mit ausreichenden
Einzelheiten beschrieben werden soll, um ein Verständnis und eine
Würdigung
der vorliegenden Erfindung zu erlauben, wird mit näheren Einzelheiten
in der US-Patentanmeldung Nr. 09/274972 von David A. Simon et al., eingereicht
am 23. März
1999, und mit dem Titel „Navigational
Guidance via Computer-assisted fluoroscopic Imaging" erläutert. Jedoch
sei darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf die Verwendung
mit diesem bestimmten bildgeführten
chirgischen System beschränkt
ist.
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Schematisch
gezeigt in 1 ist ein Diagramm eines abbildungs-gestützten Systems 100, das
verwendet wird, um Röntgenstrahlbilder
geeignet für
die chirurgische Prozedur, wie beispielsweise Anterior-Posterior
(„A-P") und laterale Bilder
eines Wirbelsäulenabschnitts
für die
Prozedur einer Platzierung einer Zwischenkörperfusionseinrichtung, aufzunehmen
und anzuzeigen. Das Abbildungssystem 100 umfasst eine fluoroskopische
C-Arm Röntgenstrahlabbildungseinrichtung 101,
die ferner einen C-Arm 103, eine Röntgenstrahlquelle 104,
einen Röntgen-Strahl-Aufnahmeabschnitt 105,
ein Kalibrierungs- und
Nachverfolgungsziel 106, und Strahlungssensoren 107 einschließt. Das
Kalibrierungs- und Nachverfolgungsziel 106 umfasst Infrarot-Reflektoren
(oder alternativ Infrarot-Emitter) 109 und Kalibrierungsmarkierungen 111.
Das System 100 umfasst einen C-Arm Steuercomputer 115,
der einem Arzt erlaubt den Betrieb der Abbildungseinrichtung 101,
wie das Einstellen von Abbildungsparametern zu steuern.
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Eine
geeignete Implementierung der Abbildungseinrichtung 101 ist
das „Serious 9600 Mobile Digital
Imaging System" von
OEC Medical Systems Inc. aus Salt Lake City, Utah, obwohl das Kalibrierungs-
und Nachverfolgungsziel (Target) 106 und Strahlungssensoren 107 typischerweise
in dem „Serious 9600 Mobile
Digital Imaging System" nicht
enthalten sind und hinzugefügt
werden können.
Das „Serious 9600 Mobile
Digital Imaging System" ist
ansonsten strukturell ähnlich
wie das Abbildungssystem 100.
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Im
Betrieb erzeugt die Röntgenstrahlquelle 104 Röntgenstrahlen,
die sich durch den Patienten 110 und das Kalibrierungsziel 106 und
in einen Röntgenstrahlabschnitt 105 hinein
ausbreiten. Der Empfangsabschnitt 105 erzeugt ein Bild,
das die Intensitäten
der empfangenen Röntgenstrahlen
darstellt. Typischerweise umfasst der Empfangsabschnitt 105 einen
Bildintensivierer, der die Röntgenstrahlen
in sichtbares Licht umwandelt und eine Videokamera mit einer ladungsgekoppelten
Einrichtung (CCD), die das sichtbare Licht in digitale Bilder umwandelt.
Der Empfangsabschnitt 105 kann auch eine Einrichtung sein,
die Röntgenstrahlen
direkt in digitale Bilder umwandelt, sodass potentiell eine Verzerrung,
die durch das Umwandeln in sichtbares Licht eingeführt wird, vermieden
wird.
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Die
fluoroskopischen Bilder, die von der Abbildungseinrichtung 101 aufgenommen
werden, werden an den Computer 115 übertragen, wo sie weiter an
den Computer 120 weitergeleitet werden können. Der
Computer 120 stellt Möglichkeiten
für eine
Anzeige (auf dem Monitor 121), eine Speicherung, eine digitale
Manipulierung, oder einen Ausdruck einer Hardcopy der empfangenen
Bilder bereit. Dreidimensionale Bilder, wie beispielsweise der vorher
aufgenommene patientenspezifische CT/MR Datensatz 124 oder
ein dreidimensionaler Atlasdatensatz 126 (die nachstehend
mit näheren
Einzelheiten beschrieben werden), könnten ebenfalls von dem Computer 120 manipuliert
und durch den Monitor 121 angezeigt werden. Bilder können auch,
anstelle dass sie auf dem Monitor 121 angezeigt werden
oder zusätzlich dazu,
dem Arzt durch eine Headup-Anzeige angezeigt werden.
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Obwohl
die Computer 115 und 120 als zwei getrennte Computer
gezeigt sind, können
sie alternativ in verschiedener Weise als mehrere Computer oder
als ein einzelner Computer, der die Funktionen ausführt, die
von den Computern 115 und 120 ausgeführt werden,
implementiert werden. In diesem Fall würde der einzelne Computer einen
Eingang von sowohl dem C-Arm Abbilder 100 als auch dem
Verfolgungssensor 130 empfangen.
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Strahlungssensoren 107 erfassen
die Anwesenheit der Strahlung, die verwendet wird, um zu bestimmen,
ob die Abbildungseinrichtung (Bildformungseinrichtung) 100 aktiv
gerade abbildet oder nicht. Das Ergebnis von deren Erfassung wird
an den verarbeitenden Computer 120 übertragen. Alternativ kann
eine Person manuell anzeigen, wenn eine Einrichtung 100 aktiv
abbildet oder diese Funktion kann eine Röntgenstrahlquelle 104,
den Röntgenstrahl-Aufnahmeabschnitt 105,
oder den Steuercomputer 115 eingebaut sein.
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Im
Betrieb wird der Patient zwischen der Röntgenstrahlquelle 104 und
dem Röntgenstrahl-Aufnahmeabschnitt 105 positioniert.
Im Ansprechen auf die Befehlseingabe an den Steuercomputer 115 durch
den Betreiber gehen Röntgenstrahlen
von einer Quelle 104 aus und gehen durch den Patienten 110,
das Kalibrierungsziel 106 und in den Anfangsabschnitt 105 hinein,
der ein zweidimensionales Bild des Patienten erzeugt.
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Der
C-Arm 103 ist in der Lage sich relativ zu dem Patienten 110 zu
drehen, was erlaubt, dass Bilder des Patienten 110 aus
mehreren Richtungen aufgenommen werden. Zum Beispiel kann der Arzt
den C-Arm 103 in der Richtung der Pfeile 108 oder
um die Längsachse
des Patienten drehen. Jede von diesen Richtungen der Bewegung beinhaltet
eine Drehung um eine mechanische Achse des C-Arms. In diesem Beispiel
ist die Längsachse
des Patienten zu der mechanischen Achse des C-Arms ausgerichtet.
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Rohbilder,
die von dem Empfangsabschnitt 105 erzeugt werden, neigen
dazu eine unerwünschte Verzerrung
aufzuweisen, die durch eine Anzahl von Faktoren verursacht wird,
einschließlich
der inhärenten
Bildverzerrung in dem Bildintensivierer und von externen elektromagnetischen
Feldern. Zeichnungen, die ideale und verzerrte Bilder darstellen,
sind in 2 gezeigt. Das Schachbrett 202 stellt
das ideale Bild eines Schachbrett-förmigen Objekts dar. Das Bild,
das durch den Empfangsabschnitt 105 aufgenommen wird, kann
jedoch in nachteiliger Weise eine signifikante Verzerrung aufweisen,
wie mit dem verzerrten Bild 204 dargestellt.
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Der
Bildformungsprozess in einem System wie dem fluoroskopischen C-Arm
Abbilder 100 wird durch eine geometrische Projektionstransformation geführt, die
Linien in dem Gesichtsfeld des Fluoroskops auf Punkte in dem Bild
(d. h. innerhalb des Röntgenstrahl-Empfangsabschnitts 105)
abbildet. Dieses Konzept ist in den 3A und 3B dargestellt.
Das Bild 300 (und irgendein Bild, das durch das Fluoroskop
(Durchleuchtungsgerät)
erzeugt wird) besteht aus diskreten Bildelementen (Pixeln), wobei
ein Beispiel davon mit 302 bezeichnet ist. Jedes Pixel
innerhalb des Bilds 300 weist eine entsprechende dreidimensionale
Linie in dem Sichtfeld des Fluoroskops (des Durchleuchtungsgeräts) auf.
Zum Beispiel wird die Linie, die dem Pixel 302 entspricht,
als 304 bezeichnet. Die vollständige Abbildung zwischen Bildpixeln
und entsprechenden Linien führt
eine Projektion von Objekten innerhalb des Sichtfelds in das Bild
hinein. Der Intensitätswert
am Pixel 302 wird durch die Dichten der Objektelemente
(d. h. den Abschnitten der Anatomie eines Patienten des Operationsraumtischs,
etc.), geschnitten durch die Linie 304 bestimmt. Für den Zweck
einer computergestützten
Navigationsführung
ist es erforderlich die Projektionstransformation abzuschätzen, die
Linien in dem Sichtfeld auf Pixel in dem Bild und umgekehrt abbildet.
Eine geometrische projektive Transformation (eine geometrische Projektionstransformation)
ist in dem technischen Gebiet altbekannt.
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Eine
eigentümliche
Kalibrierung, die der Prozess zum Korrigieren einer Bildverzerrung
in einem aufgenommenen Bild und zum Einrichten der Projektionstransformation
für dieses
Bild ist, beinhaltet das Platzieren von „Kalibrierungsmarkierungen" in dem Pfad des
Röntgenstrahls,
wobei eine Kalibrierungsmarkierung ein Objekt ist, welches für Röntgenstrahlen
undurchlässig
oder halbundurchlässig
ist. Kalibrierungsmarkierungen 111 werden fest in vorgegebenen
Mustern in einer oder mehreren Ebenen in dem Pfad der Röntgenstrahlen
angeordnet und sind in den aufgezeichneten Bildern sichtbar. Nachverfolgungsziele,
wie Emitter oder Reflektoren 109, sind in einer festen
und bekannten Position relativ zu den Kalibrierungsmarkierungen 111 fixiert.
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Weil
die echte relative Position der Kalibrierungsmarkierungen 111 in
den aufgezeichneten Bildern bekannt ist, ist der Computer 120 in
der Lage einen Betrag einer Verzerrung an jedem Pixel in dem Bild
zu berechnen (wobei ein Pixel ein einzelner Punkt in dem Bild ist).
Demzufolge kann der Computer 120 digital die Verzerrung
in dem Bild ausgleichen und ein verzerrungsfreies oder wenigstens
ein hinsichtlich der Verzerrung verbessertes Bild erzeugen. Während dies
nicht bevorzugt ist, kann eine Verzerrung links in dem Bild sein
und nachfolgende Operationen für
das Bild, beispielsweise die Überlagerung einer
Ikon-artigen Darstellung eines chirurgischen Elements auf dem Bild
(was nachstehend noch mit näheren
Einzelheiten beschrieben wird), kann verzerrt werden, um der Bildverzerrung
angepasst zu sein, die durch die Kalibrierungsmarkierungen bestimmt
wird. Die gleichen Kalibrierungsmarkierungen können auch verwendet werden,
um die geometrische Perspektivtransformation abzuschätzen, da
die Position von diesen Markierungen in Bezug auf den Nachverfolgungsziel-Emitter
oder Reflektoren 109 und schließlich in Bezug auf den Nachverfolgungssensor 130 bekannt
sind. Eine ausführlichere
Erläuterung
von Verfahren zum Ausführen
einer eigentümlichen
Kalibrierung wird in den Referenzen B. Schuele at al., „Conection
of Image Intensifier Distortion for Three-Dimensional Reconstruction", präsentiert
auf SPIE Medical Imaging 1995, San Diego, CA 1995 und G. Champieboux
et al. „Accurate
Calibration of Cameras and Range Imaging Sensors; die NPBS Method", Proceedings auf
die 1992 IEEE International Conference on Robotics and Automation,
Nice, France, Mai 1992 und der U.S. Anmeldung mit der Seriennummer
09/106,109, eingereicht am 29. Juni 1998 von dem gegenwärtigen Anmelder,
beschrieben.
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Das
Kalibrierungs- und Nachverfolgungsziel 106 kann an dem
Röntgenstrahl-Aufnahmeabschnitt 105 des
C-Arms angebracht sein. Alternativ kann das Ziel 106 mechanisch
unabhängig
von dem C-Arm sein, wobei es in diesem Fall derart positioniert
sein sollte, dass die eingeschlossenen Kalibrierungsmarkierungen 111 in
jedem fluoroskopischen Bild, das bei der Navigationsführung verwendet
werden soll, sichtbar sind. Das Element 106 dient zweierlei
Funktionen. Die erste ist, wie voranstehend beschrieben, das Halten
der Kalibrierungsmarkierungen 111, die bei der eigentümlichen
Kalibrierung verwendet werden. Die zweite Funktion, die nachstehend
mit näheren
Einzelheiten beschrieben wird, ist das Halten von Infrarot-Emittern
oder Reflektoren 109, die als ein Nachverfolgungsziel für den Nachverfolgungssensor 130 wirken.
Der Nachverfolgungssensor 130 ist ein Echtzeit-Infrarot-Nachverfolgungssensor,
der mit dem Computer 120 verbunden ist. Speziell konstruierte
chirurgische Instrumente und andere Markierungen in dem Gebiet des
Nachverfolgungssensors 130 können erfasst und in einem dreidimensionalen Raum
angeordnet werden. Zum Beispiel wird ein chirurgisches Instrument 140,
wie ein Bohrer, mit Infrarot-Emittern oder Reflektoren 141 auf
seinem Griff eingebettet. Der Nachverfolgungssensor 130 erfasst die
Anwesenheit und den Ort der Infrarot-Emitter oder Reflektoren 141.
Weil die relativen räumlichen Ort
der Emitter oder Reflektoren in dem Instrument 140 bekannt
sind, ist der Nachverfolgungssensor 130 und der Computer 120 in
der Lage das Instrument 140 in dem dreidimensionalen Raum
unter Verwendung von altbekannten mathematischen Transformationen
zu lokalisieren. Anstelle einer Verwendung eines Infrarot-Nachverfolgungssensors 130 und
von entsprechenden Infrarot-Emittern oder Reflektoren, sind andere
Typen von Positionsortseinrichtungen in dem technischen Gebiet bekannt
und können
verwendet werden. Zum Beispiel kann eine Positionsortseinrichtung
auf magnetische Felder, Schallemissionen oder funkwellengestützt sein.
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Der
Referenzrahmen-Markierer 150, wie das chirurgische Instrument 140,
ist mit Infrarot-Emittern oder Reflektoren eingebettet, was mit 151 bezeichnet ist.
Wie bei dem Instrument 140 erfasst der Nachverfolgungssensor 130 in ähnlicher
Weise den räumlichen
Ort der Emitter/Reflektoren 151, durch die der Nachverfolgungssensor 130 und
der Computer 120 die dreidimensionale Position des Rahmenmarkierers 150 für eine dynamischere
Referenz bestimmen. Die Bestimmung der dreidimensionalen Position
eines Objekts relativ zu einem Patienten ist in dem technischen
Gebiet bekannt und wird zum Beispiel in den folgenden Referenzen
diskutiert: PCT Veröffentlichung
WO 96/11624 von Bucholz et al., veröffentlicht am 25. April 1996;
U.S. Patent Nr. 5384454 von Bucholz; U.S. Patent Nr. 5851183 von
Bucholz, und U.S. Patent Nr. 5871445 von Bucholz.
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Während eines
Betriebs ist der Dynamikreferenz-Rahmenmarkierer 150 an
einer festen Position relativ zu dem Abschnitt des Patienten, an
dem gearbeitet werden soll, angebracht. Wenn zum Beispiel eine Schraube
in die Wirbelsäule
des Patienten 110 eingesetzt wird, kann der Dynamikreferenz-Rahmenmarkierer 150 physikalisch
an einem Abschnitt der Wirbelsäule
des Patienten angebracht sein. Weil der Dynamikreferenzrahmen 150 an
einer festen Position relativ zu der Anatomie des Patienten ist
und ein Instrument 140 in einem dreidimensionalen Raum
relativ zu dein Dynamikreferenzrahmen 150 genau lokalisiert
werden kann, kann auch das Instrument 140 relativ zu der
Anatomie des Patienten lokalisiert werden.
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Wie
voranstehend diskutiert, umfasst das Kalibrierungs- und Nachverfolgungsziel 106 auch
Infrarotemitter und Reflektoren 109, ähnlich wie diejenigen in dem
Instrument 140 oder dem Dynamikreferenzrahmen 150.
Demzufolge kann der Nachverfolgungssensor 130 und der Computer 120 die
dreidimensionale Position des Kalibrierungsziels 106 relativ
zu dem Instrument 140 und/oder dem Dynamikreferenzrahmen 150 und
somit der Patientenposition bestimmen.
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Im
Allgemeinen unterstützt
das in 1 gezeigte Bildformungssystem 100 Ärzte, die
eine Chirurgie ausführen,
durch Anzeigen von Echtzeit- oder vorher aufgenommenen Bildern,
wie fluoroskopischen Röntgenstrahlbildern,
des Patienten 110 auf der Anzeige 121. Darstellungen
der chirurgischen Instrumente 140 werden auf die vorher
aufgenommenen fluoroskopischen Bilder des Patienten 110 auf Grundlage
der Position der Instrumente, die durch den Nachverfolgungssensor 130 bestimmt
werden, überlagert.
In dieser Weise ist der Arzt in der Lage den Ort des Instruments
relativ zu der Anatomie des Patienten zu sehen, und zwar ohne die
Notwendigkeit Echzeit-fluoroskopische Bilder aufzunehmen, das stark
die Aussetzung des Patienten und des chirurgischen Teams gegenüber einer
Strahlung verringert. „Vorher
aufgenommen", wie
hier verwendet, ist nicht dafür
vorgesehen, um irgendeine erforderliche minimale Dauer zwischen
dem Empfang der Röntgenstrahlsignale
und der Anzeige des entsprechenden Bilds zu implizieren. Eine momentane
Speicherung des entsprechenden digitalen Signals in dem Computerspeicher,
während
das fluoroskopische Bild angezeigt wird, bildet eine vorherige Aufnahme des
Bilds.
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4 ist
ein Flussdiagramm, das Verfahren zum Ausführen einer zweidimensionalen
Navigationsführung
unter Verwendung des Systems 100 der 1 darstellt.
Der Arzt beginnt durch Aufnehmen von einem oder mehreren fluoroskopischen
Röntgenstrahlbildern
des Patienten 110 unter Verwendung des Abbilders 101 (Schritt 400).
Wie voranstehend erwähnt
triggert eine Aufnahme eines Röntgenstrahlbilds
Strahlungssensoren 107, was die Computer 120 über den
Beginn und das Ende des Strahlungszyklus, der zum Erzeugen des Bilds
verwendet wird, informiert. Damit ein fluoroskopisches Röntgenstrahlbild,
das durch den Abbilder 101 aufgenommen wird, für den Navigationsführungs-Abbilder 101 verwendbar
ist, wenn das Bild aufgenommen wird, sollte es in Bezug auf den
Patienten 110 stationär
sein. Wenn der C-Arm 103 oder der Patient 110 sich
während
der Bildaufnahme bewegt, wird die Position des Fluoroskops nicht
genau relativ zu dem Referenzrahmen des Patienten bestimmt sein.
Somit ist es wichtig, dass die aufgezeichnete Position des Abbilders 101 die
echte Position des Abbilders zur Zeit einer Bildaufnahme reflektiert.
Wenn der Abbilder 101 sich während des Bildaufnahmeprozesses
bewegt, oder wenn der Abbilder 101 sich nach der Bildaufnahme, aber
bevor seine Position aufgezeichnet wird, bewegt, wird die Kalibrierung
fehlerhaft sein, was zu unrichtigen graphischen Überlagerungen führt. Um
diesen Typ vom fehlerhaften Bild zu verhindern kann der Computer 120 die
Positionsinformation von dem Nachverfolgungssensor 130 untersuchen,
während Strahlungssensoren 107 eine
Strahlungserfassung signalisieren. Wenn sich das Kalibrierungs-
und Nachverfolgungsziel 106 relativ zu dem Dynamikreferenzrahmen 150 während der
Bildaufnahme bewegt, dann wird dieses Bild als fehlerhaft markiert (Schritte 401 und 402).
-
Am
Ende des Strahlungszyklus liest der Computer 120 das aufgenommene
Bild von dem C-Arm Steuercomputer 115 aus und liest die
Ortsinformation des Zielmarkierers 106 und des Dynamikreferenzrahmens 150 vom
Nachverfolgungssensor 130 aus. Der Computer 120 kalibriert
das aufgenommene Bild, wie voranstehend beschrieben, um dessen Projektionstransformation
dwchzuführen
und optional die Verzerrung in dem Bild zu korrigieren, (Schritt 403),
und speichert dann das Bild zusammen mit dessen Positionsinformation
(Schritt 404). Der Prozess der Schritte 400–404 wird
für jedes
Bild, welches aufgenommen werden soll (Schritt 405) wiederholt.
-
Weil
die aufgenommenen Bilder mit der Positionsinformation des Kalibrierungs-
und Nachverfolgungstargets (Nachverfolgungsziels) 106 und
des Dynamikreferenzrahmens 150 gespeichert werden, kann
die Position des C-Arms 103, der Röntgenstrahlquelle 104,
und des Empfangsabschnitts 105 für jedes Bild, relativ zu dem
Patienten 110, auf Grundlage der Projektionstransformation,
die in dem Kalibrierungsprozess identifiziert wird, berechnet werden.
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Während des
chirurgischen Eingriffs erfassen der Nachverfolgungssensor 130 und
der Computer 120 die Position des Instruments 140 relativ
zu dem Dynamikreferenzrahmen 150 und somit relativ zu dem
Patienten 110. Mit dieser Information berechnet der Computer 120 in
Echtzeit dynamisch die Projektion des Instruments 140 in
jedes fluoroskopische Bild hinein, wenn das Instrument durch den
Arzt bewegt wird. Eine graphische Darstellung des Instruments 140 kann
dann auf die fluoroskopischen Bilder überlagert werden (Schritt 406).
Die graphische Darstellung des Instruments 140 ist eine
Ikon-artige Darstellung darüber,
wo das tatsächliche
chirurgische Instrument innerhalb des aufgenommenen fluoroskopischen
Röntgenstrahlbilds
erscheinen würde,
wenn der Abbilder 101 kontinuierlich neue Bilder von der gleichen
Sicht wie bei dem unsprünglichen
Bild aufnehmen würde.
Es gibt keine theoretische Grenze für die Anzahl von fluoroskopischen
Bildern, auf die die graphischen Darstellungen des Instruments 140 gleichzeitig überlagert
werden könnten.
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Die 5A und 5B sind
beispielhafte fluoroskopische Röntgenstrahlbilder,
die die Icon-artige graphische Überlagerung
eines chirurgischen Instruments darstellen. Das fluoroskopische
Bild (Durchleuchtungsbild) 500, das in 5A gezeigt
ist, ist ein Bild einer lateralen Ansicht der Lumbal- Wirbelsäule (Lendenwirbelsäule). Die
graphische Überlagerung 502 ist
die Icon-artige Überlagerung
eines chirurgischen Instruments, wie beispielsweise eines Bohrers,
innerhalb des Bilds 500. Wenn der Arzt den Bohrer bewegt,
berechnet der Computer 120 den neuen Ort der graphischen Überlagerung 502 neu und
zeigt diesen an. Das diamantenförmige
Ende der Überlagerung 502,
was mit dem Gebiet 503 bezeichnet ist, stellt die Spitze
des Instruments dar. Der Arzt kann das Bild 500 und die Überlagerung 502 verwenden,
um die Position und Orientierung des chirurgischen Werkzeugs relativ
zu der Anatomie des Patienten zu visualisieren.
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In
bestimmten Situationen möchte
der Arzt unter Umständen
wissen, wo die Spitze des Instruments sein würde, wenn das Instrument entlang
einer Linie projiziert werden würde,
die durch die gegenwärtige
Bahn des Instruments gegeben wird. Unter Verwendung des Systems 100 auf
Befehl des Arztes kann der Computer 120 diese Projektion
berechnen und anzeigen. Das Gebiet 505 in 5B ist
eine Projektion der graphischen Überlagerung 502.
Wie gezeigt, wird die „Vorausschau"-Bahn 505 der Überlagerung 502 mit
einem anderen Linientyp als die Überlagerung 502 angezeigt.
Der Computer 120 kann die Länge der Vorausschau-Bahn 505,
wie durch den Arzt gerichtet, durch eine geeignete Computerschnittstelleneinrichtung
verändern,
wie beispielsweise durch eine Tastatur, eine Maus oder ein Berührungsfeld.
In dieser Weise unterstützt
der Computer 120 den Arzt bei der Visualisierung, wo das
Instrument in dem Patienten sein würde, wenn es um einen vorgegebenen
Abstand in den Patienten vorgerückt
werden würde.
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Obwohl
die voranstehend beschriebene „Vorausschau"-Technik die graphische
Darstellung des Instruments in das Bild hinein projiziert hat, gibt
es keine Anforderung, dass die graphische Darstellung des Instruments
in dem Raum des Bilds ist, damit die Vorausschau-Bahn 505 in
das Bild hinein projiziert wird. Zum Beispiel kann der Arzt das
Bild über
den Patienten und außerhalb
des Raums des Bilds halten, so dass die Darstellung des Instruments
nicht in dem Bild erscheint. Jedoch kann es noch wünschenswert
sein, den Vorausschauabschnitt 505 in das Bild hinein zu
projizieren, um eine Planung eines chirurgischen Eingriffs zu erleichtern.
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Wenn
das chirurgische Instrument 140 senkrecht zu der Ebene
des fluoroskopischen Bilds ist, fällt die graphische Überlagerung
des chirurgischen Elements im wesentlichen auf einen Punkt zusammen,
was eine Betrachtung schwierig macht. Um dieses Problem zu beseitigen,
kann der Computer 120 optional eine andere graphische Darstellung
des Instruments 140 verwenden, wenn der Abstand in der Bildebene
zwischen der Spitze und dem Ende des Instruments 140 kleiner
als ein fester Abstand (z. B. 15 Pixel) wird.
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6 ist
ein fluoroskopisches Bild mit einer graphischen Überlagerung 601 eines
Instruments, welches sich von einem kleinen „Querhaarbild" („cross
hair image") erstreckt,
das eine Spitze 602 und ein größeres Querhaar darstellt, das
das Ende 603 des Instruments darstellt. Der Computer 120 schaltet
automatisch zwischen der Querhaar-Darstellung, die in 6 gezeigt
ist, und der in 5 gezeigten Darstellung mit
der „geraden
Linie" um.
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Häufig möchte der
Arzt zwei komplementäre fluoroskopische
Bilder des Patienten aufnehmen, wie beispielsweise Bilder von einer
anterioren / posterioren Ansicht und einer lateralen Ansicht der
Wirbelscheiben. Die komplementären
Ansichten beziehen sich aufeinander durch eine Drehung um eine Achse um
einen bestimmten Betrag. Zum Beispiel bezieht sich eine anteriore
/ posteriore (vordere / hintere) Ansicht auf eine laterale Ansicht
durch eine 90°-Drehung
um die Achse, die parallel durch die Länge des Patienten verläuft. Wenn
die mechanische Achse der Drehung des C-Arms 103 zu der
Achse, die die komplementären
Ansichten in Beziehung setzt, ausgerichtet ist (z. B. wenn die mechanische
Achse zu der Achse ausgerichtet ist, die durch die Länge des
Patienten verläuft),
dann kann der Arzt genau und schnell zwischen den komplementären Ansichten
dadurch umschalten, dass einfach der C-Arm 103 durch die Trennung
der komplementären
Ansichten gedreht wird (gewöhnlicherweise
um 90°).
Im allgemeinen ist jedoch die Drehachse des C-Arms 103 nicht
inhärent zu
der Achse ausgerichtet, die die komplementären Ansichten in Beziehung
setzt, was erfordert, dass der Arzt eine Reihe von zeitaufwändigen Trial
and Errorgestützte
Einstellungen der Position des Fluoroskops durch zwei oder mehrere
Drehachsen ausführt.
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In
dem System 100 erlaubt die Software auf dem Computer 120 dem
Chirurgen die Position des Fluoroskops leicht so einzustellen, dass
eine von dessen mechanischen Drehachsen, wie die Achse der Drehung,
die mit den Pfeile 108 in 1 gezeigt ist,
zu der Drehachse, die die komplementären Ansichten in Beziehung
setzt, ausgerichtet ist. Der Chirurg kann dann das zweite Bild in
dem komplementären
Bildersatz einfach dadurch aufnehmen, dass der C-Arm 103 um
einen bestimmten Betrag, typischerweise 90 Grad, um die ausgerichtete
Achse gedreht wird.
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Bilder
von komplementären
Ansichten und der Achse, die sie in Beziehung setzt, sind in den 7A – 7C gezeigt.
Das Bild der 7A illustriert eine laterale
Ansicht der Wirbelscheibe des Patienten, bei der die Sichtrichtung
(d. h. die Richtung des zentralen Strahls des fluoroskopischen Abbildes 101)
ungefähr
parallel zu den zwei Wirbelendplatten ist, die mit Endplatte 705 und
Endplatte 706 bezeichnet sind. Die Linie 702 ist
die Projektion der Ebene im wesentlichen parallel zu den Endplatten 705 und 706. In ähnlicher
Weise ist das in 7C gezeigte Bild eine anteriore
/ posteriore Ansicht der Wirbelscheibe des Patienten, bei der die
Sichtrichtung parallel zu der Ebene 702 ist. Die Drehachse 704,
die räumlich die
Bildansicht der 7A und die Bildansicht der 7B in
Beziehung setzt, ist eine Linie senkrecht zu der Ebene 702.
Das heißt,
eine Drehung der Bildansicht der 7A um
neunzig Grad um die Linie senkrecht zu der Ebene 702 wird
zu der in 7B gezeigten Bildansicht führen. In 7C ist
eine dreidimensionale Darstellung der in den 7A und 7B gezeigten
Anatomie gezeigt. Die Linie senkrecht zu der Ebene 702 ist
mit der Drehachse 704 gezeigt.
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8 ist
ein Bild einer lateralen Ansicht der Wirbelscheibe des Patienten, ähnlich wie 7A.
In 8 hat der Computer 120 jedoch die Linie 802 gezeichnet,
die die Projektion einer Ebene darstellt, die senkrecht zu einer
der mechanischen Achsen des C-Arms ist. Die Linie 804 stellt
die Ebene dar, die die komplementären Ansichten räumlich in
Beziehung setzt. Wenn die Linie 802 sichtbar ist, kann
der Arzt die Position des fluoroskopischen Abbilders 101 so einstellen,
dass die Linie 802 zu der Linie 804 ausgerichtet
ist. An diesem Punkt beinhaltet das Umschalten zwischen den komplementären Ansichten
das Drehen des C-Arms 103 um eine einzelne mechanische
Achse.
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Obwohl
die Ausrichtung der Linien 802 und 804, wie voranstehend
diskutiert, unter Verwendung beider Linien 802 und 804 illustriert
wurde, die auf dem fluoroskopischen Bild gezeichnet sind, kann es in
der Praxis nur erforderlich sein, die Linie 802 in dem
Bild anzuzeigen. In diesem Fall wird die Linie 804 durch
den Arzt mental visualisiert. Obwohl die Beziehung von komplementären Ansichten
unter Verwendung des Beispiels der Wirbelsäule diskutiert wurde, können zusätzlich komplementäre fluoroskopische
Bildern von anderen anatomischen Bereichen, wie zum Beispiel der
Pelvis, dem Femur oder dem Cranium, in ähnlicher Weise durch die Anwendung
der voranstehend diskutierten Konzepte erhalten werden.
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Vor
oder während
eines chirurgischen Eingriffs kann der Arzt es als wünschenswert
befinden, einen Operations-„Plan" dem Computer 120 einzugeben.
Der Plan kann zum Beispiel eine gewünschte Bahn eines chirurgischen
Instruments, überlagert
auf einem fluoroskopischen Bild, spezifizieren. Während des
chirurgischen Navigationsprozesses würde das Ziel des Chirurgen
sein, das graphische Icon, das den Echtzeitort des chirurgischen
Instruments darstellt, mit der graphischen Überlagerung auszurichten, die
die geplante Bahn darstellt.
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9 ist
ein Bild einer lateralen Ansicht einer Wirbelsäule. Es sei angenommen, dass
das Ziel des Operationsplans darin besteht, eine Linie zu definieren,
die entlang einer gewünschten
Bahn innerhalb des Bilds des Wirbels verläuft. Ein Verfahren, um dieses
Ziel zu erreichen, besteht darin, direkt die Information über die
gewünschte
Bahn dem Computer 120 unter Verwendung von traditionellen
Computereingabeeinrichtungen einzugeben. Während dieses Verfahren einer
direkten Wechselwirkung mit dem Computer 120 möglich ist,
kann es mühsam
und während
eines chirurgischen Eingriffs störend
sein. Konsistent mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung besteht
ein alternatives Verfahren, um dies zu erreichen, für den Arzt
darin, das chirurgische Instrument auf der Oberfläche des
Knochens oder der Haut in der gewünschten Orientierung zu positionieren und
dann die Spitze des Instruments unter Verwendung der voranstehend
beschriebenen Vorausschau-Technik nach vorne zu projizieren. Genauer gesagt,
wird die gewünschte
Bahn spezifiziert durch (1) Einstellen der Position und Orientierung
des Instruments in der Nähe
des Patienten mit einer virtuellen Vorausschau aktiv, und (2) Einstellen
der Länge der
virtuellen Vorausschau. 9 zeigt die Icon-artige Darstellung
des Instruments 901 und die virtuelle Vorausschau-Projektion des Instruments 902.
Sobald die gewünschte
Bahn erzielt ist, kann der Chirurg den Computer 120 anweisen,
die geplante Bahn auf der Anzeige 121 „einzufrieren". Die gewünschte Bahn
kann unter Verwendung von einem oder mehreren C-Arm fluoroskopischen
Bildern erhalten werden, wobei zwei oder mehr benötigt werden,
um eine spezifische dreidimensionale Bahn zu definieren, die dann
auf irgendeiner C-Arm fluoroskopischen Ansicht angezeigt werden
kann. Die Einfrierungsoperation kann dem Computer 120 durch
beispielsweise eine einfache Eingabeeinrichtung, wie ein Fußpedal, eingegeben
werden. Der Arzt kann dann mit dem Betrieb weiter machen, und zwar
unter Verwendung der Überlagerung
des geplanten Ziels als eine Führung.
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Noch
ein anderes Verfahren, welches konsistent mit der vorliegenden Erfindung
ist, zum Spezifizieren einer geplanten Bahn eines chirurgischen Instruments,
das im Gegensatz zu dem voranstehend diskutierten Verfahren eine
Positionierung des chirurgischen Instruments auf oder in der Nähe des Knochens
des Patienten nicht erfordert, ist in den 10 und 11 dargestellt.
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Wie
in 10 gezeigt, wird während der Aufnahme eines Bilds
der Patient 1001 zwischen der C-Arm Röntgenstrahlquelle 1004 und
dem Röntgenstrahl-Aufnahmeabschnitt 1006 positioniert.
Fluoroskopische Bilder des Patienten 1001 werden durch
die Röntgenstrahlen,
die von der Röntgenstrahlquelle 1004 ausgesendet
werden, erzeugt, wenn sie sich in dem Pfad, der im allgemeinen durch
den Konus 1010 umrissen ist, durch den Patienten 1001 ausbreiten. Die
Linie 1011, in der Mitte des Konus 1010, entspricht
dem Ursprung (d. h. dem Mittelpunkt) in den aufgenommenen fluoroskopischen
Bildern. Der Arzt 1020, der innerhalb des Bereichs des
Nachverfolgungssensors 1030, aber weg von dem Patienten 1001 steht,
befiehlt dem Computer eine explizite Entsprechung zwischen dem Abbildungskonus 1010 des Fluoroskops
und einem „virtuellen" Konus 1012 an einer
beliebigen Position in dem Raum (die für den Nachverfolgungssensor
sichtbar ist) zu erzeugen. Sobald dieser virtuelle Konus definiert
worden ist, kann das chirurgische Instrument 1040 von diesem virtuellen
Konus in ein oder mehrere vorher aufgenommene fluoroskopische Bilder
projiziert werden, und zwar in der gleichen Weise, als ob das Instrument
in dem tatsächlichen
Konus 1010, der einem gegebenen Bild entspricht, lokalisiert
wäre. In
dieser Weise kann der Arzt 1020 die Bahn des chirurgischen
Instruments 1040 durch einfaches Bewegen des Instruments
in dem Koordinatensystem, das durch den virtuellen Konus eingerichtet
wird, planen.
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Um
die Entsprechung zwischen tatsächlichen
und virtuellen Konussen zu definieren, ist es für den Arzt erforderlich, die
Position des virtuellen Konus relativ zu dem Nachverfolgungssensor
zu definieren. Im allgemeinen gibt es viele Vorgehensweisen, um
einen Konus in dem Raum zu definieren. Zum Beispiel kann die Position
und Orientierung eines Konus durch drei Punkte definiert werden,
nämlich
durch einen entsprechend zu seinem Scheitel, einem entsprechend
zu einem zweiten Punkt entlang seiner zentralen Achse, und einem
dritten entsprechend zu der Drehung des Konus um die zentrale Achse.
Deshalb würde
eine Vorgehensweise zum Definieren des Konus darin bestehen, die
Spitze des chirurgischen Instruments zu verwenden, um diese drei
Punkte in dem Raum relativ zu dem Nachverfolgungssensor zu definieren.
Eine andere Vorgehensweise zum Definieren dieser Entsprechung besteht darin,
eine einzelne Messung eines chirurgischen Instruments zu verwenden.
Unter Verwendung dieses Verfahrens entspricht die Achse des Instruments
der Achse des Konus, die Spitze des Instruments entspricht einem
festen Punkt entlang der Achse des Konus (der der Scheitel sein
könnte,
aber auch irgendein anderer Punkt entlang der zentralen Achse sein
könnte),
und die Orientierung des Instruments um dessen Achse entspricht
der Orientierung des Konus um seine Achse. Im allgemeinen kann irgendein
Satz von Messungen, die die Position und Orientierung eines gegebenen
Konus definieren, verwendet werden, um die Entsprechung zwischen
dem tatsächlichen
und dem virtuellen Konus einzurichten.
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Die
in 10 dargestellten Vorgänge sind in dem Flussdiagramm
der 11 gezeigt. Am Anfang hält der Arzt das chirurgische
Instrument 1040 in der Position, die den virtuellen Konus
definiert, und zwar in der Weise, wie in dem vorangehenden Absatz
angegeben (Schritt 1101). Der Computer 120 lokalisiert die
Position des Instruments 1040, was effektiv der Position
und Orientierung des virtuellen Konus zu dem tatsächlichen
Konus entspricht (Schritt 1102). Der Computer 120 projiziert
zusätzliche
Bewegungen des Instruments 1040 in eines oder in mehrere vorher
aufgenommene fluoroskopische Bilder, als ob das Instrument in dem
tatsächlichen
Konus entsprechend zu einem gegebenen Bild bewegt werden würde (Schritt 1103).
In dieser Weise kann der Arzt das Instrument an bestimmte Punkte
oder Bahnen innerhalb von vorher aufgenommenen Bildern ausrichten. Auf
den Befehl des Arztes hin führte
der Computer 120 eine „Einfrierung" der Position und
/ oder der Orientierung des Instruments in dem angezeigten fluoroskopischen
Bild (in den angezeigten fluoroskopischen Bildern) aus und verwendet
diese für
eine nachfolgende Verarbeitung und eine Planerzeugung (Schritt 1104).
Es ist auch konsistent mit dieser Erfindung, eine automatisierte
Planung unter Verwendung von Computeranalysetechniken bereit zu
stellen, um eine „optimale" Bahn in den C-Arm
Bildern zu definieren. Sobald die optimale Bahn bestimmt ist, überlagert
der Computer 120 die optimale Bahn in dem fluoroskopischen
Bild. Zum Beispiel können automatisierte
Pläne unter
Verwendung von Computertechniken erzeugt werden, um einen spezifischen
Betrag einer Lordose (Lordosis) bei der Wirbelsäulen-Chirurgie zu verringern.
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Ein übliches
klinisches Problem, insbesondere beim orthopädischen Trauma, ist die Neuausrichtung
(Reduktion) von gebrochenen oder fehlerhaft ausgerichteten Knochenfragmenten. 12A ist ein fluoroskopisches Bild eines Bruchs
des Femurs, was zwei Knochenfragmente 1201 und 1202 enthält. Die
Aufgabe des Arztes ist es, die Knochenfragmente so erneut auszurichten,
dass der Femur (der Oberschenkel) richtig ausheilen kann.
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13 ist
ein Flussdiagramm, welches Verfahren zum Ausrichten von Knochenfragmenten
darstellt. Im allgemeinen wird ein Fragment der Knochenfragmente 1201 oder 1202 als
ein fester Referenzrahmen verwendet und das andere als ein dynamischer
Referenzrahmen. Wenn der Arzt das Knochenfragment entsprechend zu
den dynamischen Referenzrahmen bewegt, dann erfasst der Nachverfolgungssensor 130 die
Bewegung und aktualisiert das Röntgenstrahlbild,
um den neuen Ort des Knochenfragments in dem Patienten zu reflektieren.
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Zu
Beginn der Ausrichtungsprozedur platziert der Arzt eine Nachverfolgungssensor-Markierung
auf jedes Knochenfragment 1201 und 1202 (Schritt 1301)
und nimmt die fluoroskopischen Bilder auf (Schritt 1302),
beispielsweise das in 12A gezeigte
Bild. Der Computer 120 verarbeitet das aufgenommene Bild,
um eine positionsmäßige Ortsinformation
zu ermitteln und das Bild zu kalibrieren (Schritt 1303,
dieser Schritt ist mit den Schritten 401 – 403 in 4 identisch).
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Nach
der Aufnahme des fluoroskopischen Bilds (der fluoroskopischen Bilder)
verwendet der Computer 120 Bilderfassungs- und Extraktionstechniken,
um die Grenzen der Knochenfragmente in den Bildern zu bestimmen
(Schritt 1304). Geeignete Kantenerfassungsalgorithmen zum
Erzeugen der Konturen sind in dem technischen Gebiet altbekannt
und können
zum Beispiel der Canny Kantendetektor, der Shen-Casten Kantendetektor oder der Sobel
Kantendetektor sein. Eine Kanten-erfasste Version der 12A ist in 12B gezeigt,
bei der die sich ergebende Kontur entsprechend zu dem Knochenfragment 1201 mit 1203 bezeichnet
ist und die Kontur entsprechend zu dem Knochenfragment 1202 mit 1204 bezeichnet
ist. Die Konturen 1203 und 1204 können, wie
in 12B gezeigt, graphisch durch den Computer 120 auf
das aufgenommene Bild (die aufgenommenen Bilder) überlagert
werden.
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Eine Überlagerung
der erfassten Bildkonturen auf das fluoroskopische Bild erlaubt
dem Arzt die Entsprechung zwischen Bildkonturen 1203 – 1204 und
Knochenfragmenten 1201 – 1202 leichter zu identifizieren.
Der Arzt gibt diese Entsprechung in den Computer 120 ein
(Schritt 1305). Alternativ kann der Computer 120 automatisch
die Entsprechung zwischen den Bildkonturen und den Knochenfragmenten
identifizieren. Sobald die Entsprechung festgestellt ist, spezifiziert
der Arzt, welche Kontur festbleiben soll und welche neu positioniert
werden soll. Die Nachverfolgungssensor-Markierung, die an dem Fragment
angebracht ist, das repositioniert werden soll, wird als die dynamische
Referenzmarkierung bezeichnet, und die Nachverfolgungssensor-Markierung,
die an dem festen Fragment angebracht ist, wird als die feste Referenzrahmenmarkierung
bezeichnet, obwohl physikalisch die dynamische Referenzmarkierung
und die feste Referenzrahmenmarkierung identisch sein können.
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Während der
chirurgischen Navigation bewegt der Arzt das Knochenfragment mit
der dynamischen Referenzmarkierung (Schritt 1306). Der
Nachverfolgungssensor 130 erfasst die Position der dynamischen
Referenzrahmenmarkierung und der festen Rahmenmarkierung. Mit dieser
Information und der vorher erzeugten positionsmäßigen Ortsinformation berechnet
der Computer 1230 die neue Position des dynamischen Referenzrahmens
und somit dessen entsprechendes Knochenfragment in dem fluoroskopischen
Bild und zeigt diese an (Schritt 1307). 12C zeigte eine aktualisierte Version der fluoroskopischen
Bildkontur 1203 entsprechend zu dem festen Knochenfragment
und die Kontur 1204 entsprechend zu dem neuen Ort der dynamischen
Referenzmarkierung und deren Knochenfragment.
-
Verfahren,
die voranstehend zum Ausrichten von Knochenfragmenten beschrieben
wurden, können
auch für
die richtige Ausrichtung von mehreren Wirbelkörpern angewendet werden, zum
Beispiel bei der Reduktion von Scoliosis.
-
Das
Navigationsführungssystem 100,
das durch die vorliegende Erfindung verwendet wird, ist nicht auf
die breite Stellung einer chirurgischen Navigationsführung mit
zweidimensionalen fluoroskopischen Bildern beschränkt. Dreidimensionale
volumetrische Datensätze
können
ebenfalls mit graphischen Darstellungen eines chirurgischen Instruments überlagert
werden. Dreidimensionale Datensätze
(wie CT oder MRI) können
entweder vorher gesammelt werden oder während des Betriebs gesammelt
werden.
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Zwei
Typen von dreidimensionalen Datensätzen werden typischerweise
bei der chirurgischen Navigation verwendet: Patienten-spezifische
Bilddaten und nicht-Patienten-spezifische oder Atlasdaten. Patienten-spezifische
dreidimensionale Bilder werden typischerweise vor der Operation
unter Verwendung einer Computertomographie (CT), einer Magnetresonanz
(MR) oder anderen bekannten dreidimensionalen Abbildungsmodalitäten aufgenommen, obwohl
eine intra-operative Aufnahme bzw. Sammlung ebenfalls möglich ist.
Atlasdaten sind nicht-Patienten-spezifische dreidimensionale Daten
die einen „generischen
Patienten beschreiben. Atlasdaten könnten unter Verwendung von
CT, MR oder anderen Abbildungsmodalitäten von einem bestimmten Patienten
gesammelt werden; und können
sogar Bilder von mehreren Modalitäten umfassen, die räumlich registriert
sind (z. B. CT und MR zusammen in einem gemeinsamen Koordinatensystem).
Atlasdaten können
mit Zusatzinformation verssehen werden, die die Anatomie, Physiologie,
Pathologie, oder eine „optimale" Planungsinformation
beschreibt (zum Beispiel Schraubenplatzierungen, Lordose-Winkel,
scoliotische Korrekturpläne,
etc.).
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Ein
dreidimensionaler Patienten CT oder MR Datensatz ist in 2 als
Datensatz 124 gezeigt und Atlasdaten sind in 1 als
ein Datensatz 126 gezeigt. Vor der Überlagerung eines dreidimensionalen Bilds
mit graphischen Darstellungen von chirurgischen Instrumenten muss
die Entsprechung zwischen Punkten in dem dreidimensionalen Bild
und Punkten in dem Referenzrahmen des Patienten bestimmt werden.
Diese Prozedur ist als Registrierung des Bilds bekannt. Ein Verfahren
zum Ausführen
einer Bildregistrierung ist in den voranstehend erwähnten Veröffentlichungen
von Bucholz beschrieben. Dreidimensionale Patienten-spezifische
Bilder können
auf einen Patienten auf dem Operationsraumtisch (Chirurgieraum)
unter Verwendung von mehreren zweidimensionalen Bildprojektionen
registriert werden. Dieser Prozess, der oft als eine 2D/3D Registrierung
bzw. Ausrichtung bezeichnet wird, verwendet zwei räumliche
Transformationen, die eingerichtet werden können. Die erste Transformation
ist zwischen den gesammelten fluoroskopischen Bildern und den dreidimensionalen
Bilddatensatz (z. B. CT oder MR) entsprechend zu dem gleichen Patienten. Die
zweite Transformation ist zwischen dem Koordinatensystem der fluoroskopischen
Bilder und einem extern messbaren Referenzsystem, das an dem fluoroskopischen Abbilder
angebracht ist. Sobald diese Transformationen angerichtet worden
sind ist es möglich,
den chirurgischen Raum direkt in Beziehung zu dem dreidimensionalen
Bildraum zu setzen.
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Wenn
eine dreidimensionale Ausrichtung (Registrierung), wie bei der zweidimensionalen
Registrierung ausgeführt
wird, sollte der Abbilder 101, wenn das Bild aufgenommen
wird, in Bezug auf den Patienten 110 stationär sein.
Wenn der C-Arm 103 oder der Patient 110 sich während der
Bildaufnahme bewegt, dann wird die Position des Fluoroskops nicht genau
in Bezug auf den Referenzrahmen des Patienten bestimmt werden. Demzufolge
kann die voranstehend beschriebene Technik zum Erfassen einer Bewegung
eines Abbilders 101 während
des Bildaufnahmeprozesses verwendet werden, wenn fluoroskopische
Bilder gesammelt werden, die bei der 2D/3D Registrierung verwendet
werden sollen. Das heißt,
wie beschrieben, der Computer 120 kann die Positionsinformation
von dem Nachverfolgungssensor 130 untersuchen, während Strahlungssensoren 107 eine
Strahlungserfassung signalisieren. Wenn sich das Kalibrierungs-
und Nachverfolgungsziel 106 relativ zu dem dynamischen
Referenzarmen 150 während
der Bildaufnahme bewegt, wird dieses Bild als fehlerhaft markiert.
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Es
kann notwendig sein, komplimentäre
fluoroskopische Ansichten (z. B. lateral und anterior/posterior)
aufzunehmen, um eine 2D/3D Registrierung zu erleichtern. Die unter
Bezugnahme auf die 7–8 voranstehend
diskutierten und sich auf die Aufnahme von komplimentären Ansichten
beziehenden Techniken können
hier angewendet werden.
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Sobald
eine Registrierung bzw. Ausrichtung vorgenommen worden ist, kann
der Computer 120 die Positionsinformation des Instruments 140 verwenden,
um graphische Darstellungen des Instruments in dem dreidimensionalen
Raum, sowie die zweidimensionalen fluoroskopischen Bilder, zu überlagern.
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HYBRIDE VERWENDUNG
VON DREIDIMENSIONALEN UND ZWEIDIMENSIONALEN BILDDATEN
-
Die
zweidimensionalen Bilder, die von dem Abbilder 101 erzeugt
werden, sind nicht immer in der Lage die Knochenstruktur des Patienten
adäquat darzustellen.
Zum Beispiel sind fluoroskopische Röntgenstrahlbilder nicht effektiv,
wenn sie durch die Länge
des Patienten (d. h. von dem Blickpunkt, der an dem Kopf des Patienten
herunterschaut oder von den Füßen des
Patienten nach oben schaut) aufgenommen werden, weil die große Anzahl
von Knochen, durch die die Röntgenstrahlen
gehen, einander in dem abschließenden
Bild verdecken. Jedoch kann erforderliche Information zum Planen
eines chirurgischen Eingriffs, die ansonsten nicht auf Grundlage von
zweidimensionalen Bilddaten alleine verfügbar ist, aus einem dreidimensionalen
Bilddatensatz, wie einem CT oder MR Bilddatensatz extrahiert werden. Die
extrahierte Information kann dann an die zweidimensionalen Röntgenstrahlbilder,
die durch den Abbilder 101 erzeugt werden, transferiert
und bei der chirurgischen Navigation verwendet werden. Die folgenden
Beispiele beschreiben zusätzliche
Verfahren zum Verwenden von dreidimensionalen und zweidimensionalen
Daten bei der chirurgischen Navigation.
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BEISPIEL 1: IMPORTIEREN
VON DREIDIMENSIONALEN CHIRURGISCHEN IMPLANTATSPEZIFIKATIONEN AUF
ZWEIDIMENSIONALE BILDER
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Die 14A und 14B sind
Bilder, die die Implantation eines Zwischenwirbelkäfigs in
die Wirbelsäule
eines Patienten unter Verwendung des Systems 100 (aber
nicht unter Verwendung der vorliegenden Erfindung) darstellt. Ein
Zwischenwirbelkäfig
ist ein grob zylindrisches Spinalimplantat, welches in den Scheibenraum
zwischen benachbarten Spinalwirbelkörpern eingefügt wird.
Der Arzt kann es als schwierig, wenn nicht unmöglich, empfinden die geeignete
Länge eines
Zwischenwirbelkäfigs
auf Grundlage von zweidimensionalen Bildern, wie dem Bild der 14A, zu wählen.
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Das
Rechteck 1401 stellt die Projektion des zylindrischen Zwischenwirbelkäfigs in
das Bild hinein dar. Während
die lange Achse des Zylinders so erscheint, dass sie vollständig innerhalb
des Knochens in diesem Bild ist, mag dies nicht der Fall sein, und zwar
wegen der Krümmung
des anterioren Aspekts des Wirbels 1402. 14B ist ein Bild eines dreidimensionalen axialen
CT Querschnitts des Wirbels. Die Ecke 1403 des Rechtecks 1401 steht
von dem Knochen vor – eine
höchst
unerwünschte
Situation, die in Röntgenstrahlbildern
wie in denjenigen der 14A nicht
zuverlässig
erfasst werden kann. Wenn man einer derartigen Situation gegenüber gestellt
ist, sollte demzufolge die geeignete Käfiglänge auf Grundlage von einem
oder mehreren axialen CT Bildern, wie denjenigen in 14B gewählt
werden. Eine Auswahl der Käfiglänge kann
automatisch durch den Computer 120 oder halbautomatisch
mit der Eingabe des Arztes ausgeführt werden.
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Sobald
die Käfiglänge durch
den Arzt bestimmt worden und in den Computer 120 eingegeben worden
ist, kann der Längenwert
dann durch den Cpomputer 120 beim richtigen Anzeigen der
graphischen Überlagerung
in dem zugehörigen
zweidimensionalen Bild verwendet werden. Die Position des chirurgischen
Instruments, welches zum Halten des Käfigs während des Einfügeprozesses
verwendet wird, wie durch den Nachverfolgungssensor 130 erfasst,
wird verwendet, um die Position des Käfigs in 14A während des
zweidimensionalen Navigationsprozesses zu berechnen.
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Obwohl
das voranstehend diskutierte Beispiel ein zylindrisches Spinalimplantat
war, können die
beschriebenen Konzepte allgemein auf irgendein chirurgisches Implantat
angewendet werden.
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BEISPIEL 2: AUFNAHME EINER
RÖNTGENSTRAHLANSICHT
ENTLANG DER MEDIALEN ACHSE DES WIRBELPEDICLES
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Bei
bestimmten klinischen Prozeduren kann es wünschenswert sein ein fluoroskopisches
Röntgenstrahlbild
aufzunehmen, das im Wesentlichen gerade die mediale Achse eines
Wirbelpedicles heruntersieht. Für
die Zwecke dieses Beispiels kann man sich ein Wirbelpedicle als
einen Zylinder denken, und die mediale Achse entspricht der zentralen
Achse des Zylinders.
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15A ist ein Röntgenstrahlbild,
bei dem die Sichtrichtung des Abbilders zu der medialen Achse des
Pedicles ausgerichtet ist (d.h. die mediale Achse des Pedicles ist
in die Ebene des Bilds hinein). In dieser sogenannten „Eulenaugen" Ansicht erscheint
das Pedicle als Kreis 1501 innerhalb des Bilds. Es ist
oft schwierig diese Ansicht unter Verwendung nur von fluoroskopischen
Röntgenstrahlbildern genau
aufzunehmen, da es schwierig ist die Sichtrichtung des Abbilders 101 zu
der medialen Achse des Pedicles unter Verwendung von nur fluoroskopischen
Bildern auszurichten.
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Wenn
eine anteriore/posteriore fluoroskopische Bildansicht der Wirbelsäule gegeben
ist, wie beispielsweise diejenige, die in 15B gezeigt
ist, und wenn gegeben ist, dass die mechanische Achse des Fluoroskops
zu der Längsachse
des Patienten (d. h. der Achse 704 in 7C)
ausgerichtet ist, dann kann ein axialer CT Querschnitt eines Wirbels
verwendet werden, um schnell und leicht eine Eulenaugenansicht mit
hoher Qualität
aufzunehmen, wie die Ansicht der 15A.
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15C ist ein Bild eines axialen C7 Querschnitts
eines Wirbels. Mit diesem Bild kann der Computer 120 oder
der Arzt einen Winkel 1504 zwischen der anterioren/posterioren
Achse 1502 und der Projektion der medialen Achse 1503 des
Pedicles 1501 in die axiale Ebene hinein messen. Der Arzt kann
dann den Abbilder 101 durch den gemessenen Winkel um die
mechanische Drehachse drehen, die zu der Längsachse 704 des Patienten
ausgerichtet ist. Weil die meisten fluoroskopischen Abbilder, wie der
Abbilder 101, Winkelindikatoren aufweisen, ist eine Drehung
um den gewünschten
Betrag trivial. Wenn jedoch der Arzt eine zusätzliche Genauigkeit bei der
Drehung benötigt,
kann jedoch der Nachverfolgungssensor 130, weil er die
Position des C-Armes 103 erfasst, verwendet werden, um
den Drehwinkel genauer zu messen.
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BEISPIEL 3: VERWENDUNG
EINER DIGITAL REKONSTRUIERTEN RADIOGRAPHIE BEI DER PLATZIERUNG EINES
CHIRURGISCHEN IMPLANTATS
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Bei
der herkömmlichen
fluoroskopischen Röntgenstrahl-Bildaufnahme
geht die Strahlung durch ein physikalisches Medium, um ein Projektionsbild
auf einem strahlungsempfindlichen Film oder einem elektrischen Bildintensivierer
zu erzeugen. Wenn ein 3D CT Datennetz gegeben ist, dann kann ein
simuliertes Röntgenstrahlbild
auch unter Verwendung einer Technik erzeugt werden, die als digital
rekonstruierte Radiographie bekannt ist (Digitally Reconstructed
Radiography; DRR). DRR ist in dem technischen Gebiet altbekannt
und wird zum Beispiel von L. Lemieux et al., „A Patient-to-Computer-Tomography Image
Regristration Method Based on Digitally Reconstructed Radiographs", Medical Physics
21 (11), Seiten 1749–1760,
November 1994 beschrieben.
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Wenn
ein DRR Bild erzeugt wird, dann wird ein fluoroskopisches Bild durch
computermäßiges Projizieren
von Volumenelementen (Voxels) des 3D CT Datensatzes auf eine gewählte Bildebene
gebildet. Unter Verwendung eines 3D CT Datensatzes eines gegebenen
Patienten ist es möglich
ein DRR Bild zu erzeugen, welches sehr ähnlich zu einem entsprechenden
Röntgenstrahlbild
des gleichen Patienten erscheint. Eine Anforderung für diese Ähnlichkeit
ist, dass der „berechnungsmäßige Röntgenstrahlabbilder" und der tatsächliche
Röntgenstrahlabbilder ähnliche
eigentümliche
Abbildungsparameter (z. B. Projektionstransformationen, eine Verzerrungskorrektur)und äußerliche
Abbildungsparameter (z. B. die Sichtrichtung)verwenden. Die eigentümlichen
Abbildungsparameter können
aus dem Kalibrierungsprozess abgeleitet werden.
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Ein
DRR Bild kann verwendet werden, um für den Chirurgen bei dem in
Beispiel 1 diskutierten Problem zum geeigneten Platzieren eines
Zwischenwirbelkäfigs
in dem Patienten eine Führung
bereitzustellen. Wenn ein 3D CT Datensatz von zwei benachbarten
Wirbeln gegeben ist, kann der Arzt, der mit dem Computer 120 arbeitet,
manuell ein 3D CAC Modell eines Zwischenwirbelkäfigs in einer klinisch gewünschten
Position in der dreidimensionalen Ansicht des Wirbels manuell positionieren.
Der Arzt kann dann die DRR Technik zum Synthetisieren einer anterioren/posterioren,
lateralen oder anderen Röntgenstrahlansichten
der Wirbel, die das dreidimensionale CAD Modell des Zwischenwirbelkäfigs zeigt, Synthetisieren.
Somit kann ein synthetisiertes fluoroskopisches Röntgenstrahlbild
erzeugt werden, welches simuliert, wie ein richtig platzierter Käfig nach
einer Implantation aussehen würde.
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Die
simulierten Röntgenstrahlbilder
können mit
dem tatsächlichen
Bildern verglichen werden, die von dem Abbilder 101 während des
chirurgischen Eingriffs aufgenommen werden. Das Ziel des Chirurgen besteht
darin das Implantat so zu positionieren, dass die intra-operativen
Bilder mit den DRR Bildern übereinstimmen.
Für diesen
Vergleich können
zwei Typen von intra-operativen Bildern vorzugsweise verwendet werden.
Zunächst
könnte
eine herkömmliche Fluoroskopie
verwendet werden, um ein Bild aufzunehmen, nachdem der Zwischenwirbelkäfig implantiert
worden ist. Zweitens könnten
die Bilder, die vor der Käfigplatzierung
aufgenommen werden, mit überlagerten
graphischen Ikons ergänzt
werden, die die gemessene Käfigposition
darstellen. In jedem Fall kann das synthetische fluoroskopische
Bild als eine Schablone verwendet werden, um zu einer Führung des
Chirurgen bei der richtigen Platzierung des Zwischenwirbelkäfigs beizutragen.
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Obwohl
das obige Beispiel im Hinblick auf eine Implantierung eines Zwischenwirbelkäfigs beschrieben
wurde, können
auch andere Implantate als der Zwischenwirbelkäfig verwendet werden.
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BEISPIEL 4: ERMITTELUNG
EINER BESTIMMTEN ZWEIDIMENSIONALEN SICHTRICHTUNG UNTER VERWENDUNG
VON DIGITAL REKONSTRUIERTEN RADIOGRAPHENBILDERN
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Die
DRR Technik kann verwendet werden, um für den Arzt bei der Aufnahme
einer Eulenaugenansicht eines Wirbel-Pedicles eine Führung bereitzustellen.
Wenn ein dreidimensionaler CT Datensatz gegeben ist, der einen Wirbelkörper und
ein zugehöriges
Pedicles enthält,
kann der Arzt den Computer 120 verwenden, um manuell eine
dreidimensionale Darstellung der medialen Achse des Pedicles relativ zu
den dreidimensionalen Bildern der Wirbel zu lokalisieren. Sobald
diese Platzierung erreicht worden ist, ist es möglich eine Eulenaugenansicht
des Wirbels auf Grundlage der Sichtrichtung, die durch die Auswahl
des Arztes der dreidimensionalen medialen Achse spezifiziert wird,
zu synthetisieren. Dieses synthetisierte Bild kann dann dem während eines
chirurgischen Eingriffs angezeigt und verwendet werden, um die Aufnahme
einer tatsächlichen
Eulenaugenansicht unter Verwendung des Fluoroskops zu führen. Durch
visuelles Vergleichen von fluoroskopischen Bildern, die aufgenommen
werden, während das
Fluoroskop auf die synthetische Eulenaugenansicht positioniert wird,
kann der Arzt ein fluoroskopisches Bild mit einer Sichtrichtung
aufnehmen, die ungefähr
gleich zu der manuell gewählten
medialen Achse ist. In dieser Weise kann eine Eulenaugenansicht
mit hoher Qualität
aufgenommen werden.
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Obwohl
das obige Beispiel im Hinblick auf eine Synthetisierung einer zweidimensionalen
Eulenaugenansicht beschrieben wurde, kann im Allgemeinen irgendeine
dreidimensionale Sichtrichtung gewählt und ein entsprechendes
zweidimensionales Bild synthetisiert und verwendet werden, um ein
fluoroskopisches zweidimensionales Bild aufzunehmen bzw. zu sammeln.
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BEISPIEL 5: MESSEN VON
WINKELN AUßERHALB
DER EBENEN AUF GRUNDLAGE VON FLUOROSKOPISCHEN BILDERN
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Es
kann wünschenswert
sein den Winkel zwischen der Bahn eines chirurgischen Instruments und
der ebene eines fluoroskopischen Bilds (wie eine Ebene, die zu der
Mittellinie der Wirbelsäule 1502 ausgerichtet
ist) während
eines chirurgischen Eingriffs unter Verwendung eines vorher aufgenommenen
fluoroskopischen Bilds zu messen. Dies ist nützlich, da es oft wünschenswert
ist ein chirurgisches Instrument bei einem bestimmten Winkel relativ
zu der Ebene des fluoroskopischen Bilds zu positionieren oder zu
implantieren. Zum Beispiel muss das chirurgische Instrument unter
Umständen
in der Richtung implantiert werden, die zu der medialen Achse des Pedicles 1503 ausgerichtet
ist.
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Es
sei der Wirbelquerschnitt betrachtet, der als ein axiales CT Bild
in 15C gezeigt ist. Wie voranstehend beschrieben
kann der Winkel 1504 zwischen der anterioren/posterioren
Achse der Wirbelsäule 1502 und
der medialen Achse 1503 des Pedicles aus diesem CT Bild
gemessen werden. Eine Ausrichtung des chirurgischen Instruments
zu der medialen Achse kann durch dynamisches Messen des Winkels
zu der Bahn des chirurgischen Instruments und der Ebene, die durch
die Mittellinie der Wirbelsäule 1502 definiert
wird, erreicht werden. Wenn der dynamisch gemessene Winkel mit dem
Winkel übereinstimmt,
der vorher aus dem CT Bild erhalten wird, ist das chirurgische Instrument
ausgerichtet.
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Die 16A und 16B sind
Figuren, die jeweils ein anteriores/posteriores fluoroskopisches Bild
der Wirbelsäule
und eine entsprechende dreidimensionale Ansicht der Wirbelsäule darstellen.
In einer Weise, die nachstehend noch mit näheren Einzelheiten diskutiert
werden wird, definiert der Arzt zwei Punkte entlang der Mittellinie
der Wirbelsäule,
wie beispielsweise die Punkte 1601, die auf den dornigen Prozessen
in 16A gezeichnet sind (in einer nicht-pathologischen
Anatomie definiert ein dorniger Prozess typischerweise die Mittellinie).
Der Computer 120 des Systems 100 verwendet diese
Punkte, um eine Linie 1602 in dem Bild zu definieren, oder genauer
gesagt, der Computer definiert die Ebene 1603 (die in 16B gezeigt ist), um die zwei Punkte und die lineare
Projektionen von diesen zwei Punkten, vorgegeben durch die Kalibrierungstransformation,
einzuschließen.
Mehr in intuitiv lässt
sich eine Approximation erster Ordnung der Ebene 1603 als
die Ebene vorstellen, die durch die zwei Punkte senkrecht zu der
Bildebene geht.
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Die
Ebene 1603 definiert die Mittellinie der Wirbelsäule in dem
dreidimensionalen Raum. Während
einer Navigationsführung
kann die Gleichung dieser Ebene in dem Koordinatensystem entweder des
dynamischen Referenzrahmens oder des Nachverfolgungssensors 130 ausgedrückt werden.
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Unter
Verwendung des Nachverfolgungssensors 130 zum Messen der Position
und Orientierung (d. h. der Bahn) des Instruments 140,
projiziert der Computer 120 dann mathematisch diese Bahn auf
die Ebene 1603. Diese Projektion wird eine Linie definieren,
die durch die Ebene 1603 geht. Der Winkel zwischen dieser
Linie in der Ebene 1603 und dieser Instrumentenbahn entspricht
dem Winkel, der gemessen werden soll. Mit anderen Worten der zu
messende Winkel entspricht dem minimalen Winkel, der zwischen der
Bahn des Instruments und der Ebene 1603 vorhanden ist.
Der zu messende Winkel kann von dem Computer 120 berechnet
und dem Arzt entweder in einem Text- oder Grafikformat angezeigt werden.
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Zusammengefasst,
wie in diesem Beispiel beschrieben, kann ein einzelnes fluoroskopisches Bild
während
des chirurgischen Eingriffs verwendet werden, um ein chirurgisches
Instrument bei einer gewünschten
Bahn relativ zu der Ebene des fluoroskopischen Bilds zu positionieren.
Mehr allgemein beziehen sich die in diesem Beispiel beschriebenen Verfahren
auf die Messung des Winkels zwischen der Bahn eines chirurgischen
Instruments 140 und einer Ebene (z. B. 1603),
die durch zwei oder mehr Punkte (z. B. 1601), die manuell
oder automatisch in einem fluoroskopischen Bild gewählt worden
sind, definiert wird. Während
die Erläuterung
eine CT zur Übersichtlichkeit
des Beispiels verwendet kann die Messung und die Anzeige des Winkels
ohne die Verwendung von irgendwelchen 3D Bilddaten erzielt werden.
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Obwohl
die obigen fünf
Beispiele dreidimensionale Patienten-spezifische Daten und nicht
Atlasdaten verwendet haben, kann es in bestimmten Situationen möglich sein,
ein 2D/3D Registrierungsschema zu verwenden, welches Nicht-Patienten
spezifische Atlasdaten auf Patienten spezifische fluoroskopische
Bilder unter Verwendung von deformierbaren Registrierungsverfahren
registrieren bzw. angleichen, die die Festigkeit einer anatomischen
Struktur während
des Registrierungsprozesses nicht erhalten. In dieser Weise können die
Patienten-spezifischen fluoroskopischen Bilder verwendet werden, um
die Atlasdaten zu deformieren, sodass sie dem Patienten besser entsprechen
und dadurch eine Atlas-bezogene Kenntnis an die Patienten-spezifischen fluoroskopischen
Bilder transferieren.
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ERZEUGUNG
UND ANZEIGE DER ANATOMISCHEN LANDMARKE
-
In Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung umfasst die Vorrichtung eine Schnittstelle
mit dem Systemcomputerprozessor zum Eingeben von ein oder mehreren
Landmarkenpositionen, die von dem Prozessor zum Erzeugen und Anzeigen
der Landmarke verwendet werden sollen. Wie hier verkörpert und
wiederum unter Bezugnahme auf 1 kann die
Schnittstelle standardmäßige getrennt
vorgesehene Eingabeeinrichtungen einschließen, wie beispielsweise die
Einrichtung 2010, die betriebsmäßig mit dem Computer 120 verbunden
ist. Die Eingabeeinrichtung 2010 kann zum Beispiel eine
Tastatur, eine Maus, oder einen Lichtstift umfassen. Wenn das bildgeführte System
bereits mit einer Eingabeeinrichtung ausgerüstet ist, dann kann die benötigte Schnittstelle
geeignete Eingabebefehle umfassen, die in dem Speiche 2018 gespeichert
sind, der zu dem Computer 120 gehört, oder in einer getrennt
vorgesehenen und betriebsmäßig verbundenen
Speichereinrichtung, wie der Speichereinrichtung 2026,
die in 1 gezeigt ist. Die Speichereinrichtung 2026 kann eine
Wand, eine Stärke
oder ein getrennter Computer mit einem zugehörigen Speicher sein. Alternativ oder
zusätzlich
kann die benötigte
Schnittstelle ein nachverfolgbares Instrument, wie eine Berührungssonde 2020,
die schematisch in 1 dargestellt und in 19A gezeigt ist, einschließen. Die Sonde 2020 schließt ein LED
Feld 2022 zum Nachverfolgen durch den Sensor 130 ein.
Indem der Arzt physikalisch die gewünschte Landmarkenposition auf
der Anatomie des Patienten berührt,
kann die Vorrichtung 2000 automatisch die Landmarkenpositionen
in dem gewünschten
Koordinatenreferenzrahmen durch die Daten, die durch den Sensor 130 bereitgestellt
werden, bestimmen. Weil das bildgeführte System 100 konfiguriert
sein kann, um eine spezifischen Punkt auf der Sonde 2020 (d.
h. die Spitze 2024) zu lokalisieren, kann die erforderliche
Genauigkeit erzielt werden.
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Weiter
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung umfasst die Vorrichtung auch zusätzliche
Computerbefehle, die in einer Speichereinrichtung gespeichert sind,
auf die der bildgeführte chirurgische
Systemcomputer zugreifen kann, und die dann, wenn sie ausgeführt werden,
den Computerprozessor veranlassen die anatomischen Landmarkenpositionen
zu erzeugen und auf der Anzeigeausrichtung ausgerichtet zu einem
angezeigten anatomischen Bild, das heißt in dem gleichen Koordinatenreferenzrahmen
wie das Bild, anzuzeigen. Wie hier verkörpert und wiederum unter Bezugnahme
auf 1 umfasst die Vorrichtung 2000 geeignete
zusätzliche
Computerbefehle, die entweder in dem Systemspeicher 2018 oder
in der getrennten Speichereinrichtung 2026 gespeichert
sind.
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Wie
voranstehend diskutiert, veranlassen die zusätzlichen Computerbefehle, die
in dem Computerspeicher 2018 (oder in der Speichereinrichtung 2026)
gespeichert sind, den Computer 120, die gewünschte Landmarke,
nämlich
die Mittenlinien-„Ebene" 2016 in
den 18B und 19B zu
erzeugen und diese anzuzeigen. Die Befehle umfassen vorzugsweise
auch Befehle zum Anzeigen von Icons oder anderen Darstellungen der
tatsächlich
eingegebenen Positionen, die verwendet werden, um die angezeigte
Landmarke zu erzeugen, beispielsweise die Icon-artigen (ikonischen)
Positionen 2012 und 2014, die in
-
18A gezeigt sind. Ferner können die zusätzlichen
Befehle Befehle einschließen,
um die eingegebenen Landmarkenpositionen zu speichern, zum Beispiel
in dem Systemspeicher 2018 oder der Speichereinrichtung 2026,
für eine
zukünftige
Referenz oder für
das Führen
von Aufzeichnungen.
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Wie
voranstehend diskutiert, weist das bildgeführte Chirurgiesystem 100 den
Vorteil auf, dass es in der Lage ist, die verschiedenen Instrumente
(die in einer geeigneten Weise mit LED-Emitterfeldern ausgerüstet sind),
zu verfolgen, die für
einen chirurgischen Eingriff benötigt
werden, und Icons, die die Instrumente oder Teile davon darstellen,
z. B. die Spitzen- und Enden-Positionen, zu erzeugen und auf dem
Monitor 121 in Anlage an einem angezeigten anatomischen
Bild anzuzeigen. Für
eine Implantationsprozedur einer Zwischenkörperfusionseinrichtung können somit
nachverfolgbare Instrumente, wie diejenigen, die in den 20A – 20E gezeigt sind, mit dem System 100 verwendet
werden, um eine Zwischenkörperfusionseinrichtung,
wie eine Fusionseinrichtung 2032, die auf einem Implantateinfüger 2034 (20E) angebracht gezeigt ist, in einer Weise zu
implantieren, die nachstehend noch mit näheren Einzelheiten diskutiert
werden wird.
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Die
richtige Platzierung der Einrichtung 2032 erfordert, dass
der Chirurg die Instrumente relativ zu der Mitellinienebene 1016 so
lokalisiert, dass ein geeigneter Hohlraum in der Wirbelspalte an
einem vorgesetzten Versatz-Betrag nach rechts oder links gebildet
werden kann. Dieser Versatz-Abstand wird oft durch den Hersteller
auf Grundlage der Größe, z. B. des
Durchmessers, der Einrichtung 2032 spezifiziert, kann aber
durch den Chirurgen gewählt
werden. Die Vorrichtung 2000 erlaubt dem Chirurgen auch, über eine
Schnittstelle, beispielsweise eine Eingabeeinrichtung 2010,
den gewünschten
Versatz einzugeben oder eine Voreinstellung auf Versatzwerte des
Herstellers, die in dem Systemspeicher 2018 (oder der Speichereinrichtung 2026)
gespeichert werden können,
zusammen mit geeigneten Befehlen zum Errechnen der Versatzposition
in dem Koordinatensystem des Bilds zu akzeptieren. Dies erlaubt,
dass nachverfolgte Instrumente lokalisiert und geeignete Icon-artige
Darstellungen relativ nicht nur zu der Landmarke, sondern auch zu
dem Versatzpositionsort selbst, der auf die Landmarke bezogen wird,
angezeigt werden.
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In
der vorliegenden Vorrichtung 2000 werden weitere Computerbefehle
in dem Systemspeicher 2018 (oder der Speichereinrichtung 2026)
vorgesehen, um auf dem Monitor 121 ein Dualschieber-Balkenicon 2036 zu
erzeugen und anzuzeigen, das die Positionen der Spitze und des Endes
des nachverfolgten Instruments relativ zu der gewünschten
Versatzposition zeigt. Wie z. B. in der 21A gezeigt, stellt
das Schieberbalkenicon 2036 Icon-artige Darstellungen der
relativen Positionen sowohl der Spitze 2038 (obere Spur)
als auch des Instrumentenendes 2040 (untere Spur) des Distraktors 2050 (siehe 20A) in Bezug auf die Versatzpositionsdarstellung 2042 dar.
Das Verschieberbalkenicon 2036 stellt eine zweckdienliche
Auswertung der relativen Positionen in Echtzeit bereit, während der
Chirurg gerade das Instrument bewegt. Das Icon 2036 stellt
vorzugsweise die relativen Positionen in einem vergrößerten oder
verbesserten Maßstab
für die
einfachere Betrachtung und eine erhöhte Genauigkeit bereit und kann
auch eine Mittellinienebenen-Darstellung 2044 einschließen. Die
zusätzlichen
Befehle in dem Systemspeicher 2018 (oder in der Speichereinrichtung 2026)
können
auch Befehle einschließen,
um in Anlage an dem Bild Icons zu erzeugen und anzuzeigen, die der
Spitze und / oder dem Ende (das Icon 2046, das in 21A gezeigt ist, stellt die Instrumentenspitze
dar) entsprechen. Natürlich
können
andere Icons als ein Icon des Schieberstab-Typs in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden, um die relative
Positionsinformation anzuzeigen, die für die Platzierungsprozedur
benötigt wird.
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Obwohl
nicht gezeigt, können
die Befehle in dem Systemspeicher 2018 (oder in der Speichereinrichtung 2026)
alternativ die Erzeugung und Anzeige von Icon-artigen Darstellungen
des Instruments oder von jeweiligen Teile, wie der Spitze und des
Endes, und der Versatzposition selbst, in Anlage an dem angezeigten
Bild und der angezeigten Landmarke, bereitstellen. Durchschnittsfachleute
in dem technischen Gebiet werden verstehen, dass zum Beispiel dann,
wenn die Darstellungen der Spitze und des Endes des Instruments
mit der Versatzposition übereinstimmen
würden,
der Chirurg sicher sowohl von der richtigen Positionierung als auch
der Ausrichtung des Instruments relativ zu der Versatzposition und
der Landmarke, wie einer Mittellinienebene, ausgehen kann.
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PROZEDUR FÜR DIE PLATZIERUNG
DER ZWISCHENKÖRPERFUSIONSEINRICHTUNG
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In Übereinstimmung
mit einem Verfahren, welches konsistent mit der vorliegenden Erfindung ist,
wird zunächst
bewirkt, dass ein geeignetes anatomisches Bild der Anatomie, an
der gearbeitet werden soll, auf einer Anzeigeeinrichtung angezeigt wird.
Wie hier verkörpert
und unter Bezugnahme auf die Figuren, zeigen die 17B und bzw. 17C anterior-posterior
(„A-P") und laterale Röntgenstrahlbilder,
die unter Verwendung der in 17A erhalten werden.
Die in 17A gezeigte Vorrichtung umfasst
eine Vorrichtung 2000 in Verwendung mit dem bildgeführten chirurgischen
System 100, wie schematisch in 1 dargestellt,
mit einer fluoroskopischen Einrichtung 101, die zum Ermitteln
der Röntgenstrahlbilder
verwendet wird, die durch das bildgeführte chirurgische System verarbeitet
werden können,
um genaue A-P und laterale Bilder bereit zu stellen. Die Vorrichtung
der 17A umfasst auch ein dynamisches
Referenzfeld 150, das an der Wirbelsäule des Patienten angebracht
ist, und das durch den Sensor 130 (in 17A nicht gezeigt) erfasst werden kann. Das bildgeführte chirurgische
System „kennt" den relativen Ort
des Referenzfelds 150 und der Fluoroskop-Einrichtung 101 und
weist auch die Fähigkeit
auf, die Bilder zu kalibrieren und die Charakteristiken des Bilds
derart zu „lernen", dass es ein Icon,
das die Position der nachverfolgten chirurgischen Instrumente darstellt,
auf die in den 17B und 17C gezeigten
kalibrierten Bilder während der
tatsächlichen
Prozedur für
die Platzierung der Fusionseinrichtung überlagern kann.
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In Übereinstimmung
mit dem Verfahren, das konsistent mit der vorliegenden Erfindung
ist, werden ferner die eine oder die mehreren anatomischen Landmarkenpositionen
in den Computer des bildgeführten
chirurgischen Systems eingegeben. Wie hier verkörpert, kann dieser Schritt
durch den Chirurgen in einer oder der anderen von zwei grundlegenden Vorgehensweisen
erreicht werden, nämlich
unter Verwendung der Eingabeeinrichtung 2010 (oder unter
Verwendung der Eingabeeinrichtung des Systems über geeignete Befehle in dem
Speicher 2018 oder der Speichereinrichtung 2026),
oder unter Verwendung eines nachverfolgten chirurgischen Instruments,
wie der Sonde 2020. In der ersten Alternative kann der
Chirurg die Koordinaten der Landmarkenpositionen in den Computer
direkt eingeben, wie beispielsweise unter Verwendung einer herkömmlichen Tastatur,
einer Maus oder einer Lichtstift-Eingabeeinrichtung,
die in geeigneter Weise mit dem Computer 120 des bildgeführten Chirurgiesystems
gekoppelt ist. 18A ist das A-P Bild entsprechend
zu 17B, wobei die Punkt 2012 und 2014,
die von dem Chirurgen gewählt
und eingegeben werden, überlagert
sind. 19A zeigt die alternative Route zum
Eingeben der Landmarkenpositionen, nämlich dass der Chirurg die
nachverfolgte chirurgische Sonde 2020 anstelle von oder
als Teil der Eingabeeinrichtung 2010 verwendet und die
Anatomie des Patienten an den Orten, die er als Entsprechung zu
der gewünschten
anatomischen Landmarke gewählt
hat, in diesem Fall einer Mittellinienebene, physikalisch berührt.
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Noch
weiter in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung erfasst das Verfahren einen Schritt
zum Verarbeiten der eingegebenen anatomischen Landmarkenpositionen
unter Verwendung von zusätzlichen
Computerbefehlen, die dann, wenn sie ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen,
eine entsprechende anatomische Landmarke auf der Anzeigeeinrichtung
und in Anlage an dem angezeigten anatomischen Bild zu erzeugen und
anzuzeigen. Wie hier verkörpert,
würde der
Computer 120 in jedem Fall dann, unter Verwendung der eingegebenen Landmarkenpositionen,
wie den Punkten 2012 und 2014, die Mittellinienebene 2016 erzeugen,
die durch die zwei Punkte geht und parallel zu der Abbildungsrichtung
ist, wenn das A-P Bild aufgenommen würde (d.h. senkrecht zu der
Ebene des A-P Bilds).
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Der
nächste
Schritt in der Platzierungsprozedur ist für den Chirurgen eine Versatzposition
entsprechend zu der gewünschten
Platzierungsposition und der Orientierung für die Zwischenkörperfusionseinrichtung
zu wählen
und einzugeben. Das offenbarte System erlaubt dem Chirurgen, den
gewünschten
Versatz von der Mittellinienebene einzugeben, wie beispielsweise
durch die Eingabeeinrichtung 2010 des Tastaturtyps, oder
voreingestellte Werte auf Grundlage des Durchmessers der Zwischenkörpereinrichtung
anzunehmen. In dieser letzteren Hinsicht können die Versatzpositionswerte,
wie diejenigen, die von dem Hersteller vorgeschlagen werden, vorher
in den Speicher 2018 zusammen mit geeigneten zusätzlichen
Befehlen gespeichert werden, um einen geeigneten Wert auf Grundlage
einer Eingabe der Größe / des
Durchmessers der Zwischenkörperfusionseinrichtung,
die tatsächlich
gerade von dem Chirurgen verwendet wird, zu wählen. Alternativ können die
Versatzpositionswerte zusammen mit den zusätzlichen Befehlen in der Speichereinrichtung 2026 gespeichert
werden.
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Der
nächste
Schritt in der Platzierungsprozedur für die Einrichtung ist die Positionierung
eines Distraktors, wie der in 20A gezeigte
Distraktor 2050, um eine Platzierung des Arbeitskanal-Instruments 2052 (20B) zu ermöglichen,
das verwendet werden wird, um die anderen Instrumente automatisch
zu führen,
die verwendet werden, um den Hohlraum vorzubereiten und die tatsächliche
Zwischenkörperfusionseinrichtung 2032 einzufügen, nämlich die
Reibahle 2054, die in 20C gezeigt ist,
den Bohrer 2056, der in 20D gezeigt
ist, und den Implantateinfüger,
der in 20E gezeigt ist.
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Insbesondere
sind die 21A und 21B die
jeweiligen A-P und lateralen Ansichten, die den ersten Versuch des
Chirurgen zeigen, um den Distraktor 2050 in die richtige
Position und in Ausrichtung zu der vorher eingerichteten Versatzposition
zu bringen. Wegen der Nachverfolgungsmöglichkeit des bildgeführten Chirurgiesystems
kann die Position des Distraktors (dargestellt mit Spitzen-Icon 2046)
auf der A-P Ansicht (21A) angezeigt werden und das
Linien-Icon 2058, das die Bahn und die Einfügungstiefe
des Distraktors 2050 darstellt, kann auf der lateralen
Ansicht in 21B angezeigt werden. Sowohl
die positionsmäßigen als
auch die Bahn-/Orientierungs-Darstellungen des Distaktors können natürlich in
Ausrichtung zu den jeweiligen Bildern sein.
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Wie
in 21A gezeigt, stellt die vorliegende Erfindung
Computerbefehle für
die Erzeugung und die Anzeige des Dualspur-Schieberbalken-Icons 2036 bereit,
um dem Chirurgen zu erlauben, die Position und Orientierung des
Distraktors schnell einzustellen, um die richtige Position und Ausrichtung relativ
zu der gewünschten
Versatzposition zu erreichen. Wie in 21A gezeigt,
sind am Anfang dieses Schritts die Icon-artigen Darstellungen sowohl
der Spitzenposition 2038 als auch der Endenposition 2040 des
Distraktors nicht übereinstimmend
mit der gewählten
Versatzposition, wie mit dem Balkenelement 2044 dargestellt.
Die 22A und 22B, bis 25A und 25B,
stellen relative Positionen während
der Bewegung des Distraktors durch den Chirurgen dar, um eine positionsmäßige und
orientierungsmäßige Ausrichtung
mit dem gewünschten
Versatzort während
sukzessiver Zeitperioden zu erzielen. Es sei zum Beispiel darauf
hingewiesen, dass in 24A die Ausrichtung der Icon-Spitzenposition 2038 mit
einer Icon-Versatzposition 2042 erreicht worden ist, aber
die Ausrichtung der Icon-Endenposition 2040 noch erzielt
werden muss. Dies wird die Situation anzeigen, bei der die Spitze
des Distraktors an der gewünschten
Versatzposition, in dem A-P Rahmen der Referenz ist, aber das die
axiale Orientierung des Distraktors noch nicht ausgerichtet ist. 25A zeigt sowohl die Spitze als auch das Ende ausgerichtet
in Übereinstimmung
mit der Versatzposition und parallel zu der Mittellinienebene.
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Die
jeweiligen lateralen Ansichten in den 21B bis 25B zeigen, dass sowohl die Spitzentiefe als auch
die Bahn in der Sagittalebene angezeigt werden. Dies kann erreicht
werden als Folge davon, dass die Dimensionen der verschiedenen Instrumente,
einschließlich
des Distraktors 2050 bekannt sind, so dass die Orte von
sämtlichen
Punkten auf dem Distraktor berechnet und auf Grundlage der Sensorerfassung
des LED oder Reflektorfelds 2060, das an dem Distraktor
angebracht ist, angezeigt werden können. Es sei darauf hingewiesen,
dass in den Instrumenten, die in den 20A und
den 20C bis 20E darstellt
sind, das LED-Feld 2060 eine Einrichtung 2062 des
universellen Anbringungstyps ist, um verschiedene Arbeitselemente
anzubringen (d.h. ein Distraktorelement, ein Feilen-Ahlen-Element,
ein Bohrelement und ein Einfügeelement);
siehe die US-Patentanmeldung S.N. 08/971126 von Kevin T. Foley et
al., eingereicht am 20. November 1997 mit dem Titel „An Image
Guided AwL/Tap/Screwdriver" für eine Beschreibung
einer geeigneten universellen Anbringungseinrichtung; siehe auch
die US-Patentanmeldung Nr. 09/296251 (Anwaltsakte No. 06148.0086-00000)
von Thomas R. Williams, gleichzeitig eingereicht, mit dem Titel „Image
Guided Universal Tool Adapter and Method for Use With Computer Assisted
Image Guided Surgery",
und die US-Patentanmeldung mit der Nummer 08/209248, die am 10.
Dezember 1998 eingereicht wurde, mit dem Titel „Image Guided Spinal Surgery
Guide System and Method for Use Thereof".
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Der
nächste
Schritt bei der Platzierungsprozedur ist die Installation des Arbeitskanals,
wie beispielsweise des Arbeitskanals 2052, der in 20b gezeigt ist. Der Arbeitskanal 2052 ist
dafür vorgesehen,
um über
den Distraktor zu passen, und weist sein eigenes LED oder Reflektor-Nachverfolgungsfeld 2064 auf.
Der bestimmte Arbeitskanal 2052, der in 20B gezeigt ist, weist ein Paar von Zacken 2066 auf,
die radial von der Arbeitskanalachse 2068 beabstandet sind,
um die Aufweitung aufrecht zu erhalten, die von dem Distraktor bereit
gestellt wird. Das bildgeführte
chirurgische System 100 kann Icon-artige Darstellungen
von nicht nur dem Arbeitskanal (Zylinder 2052A), sondern
auch der Zacken (Querhaare 2066A) berechnen und anzeigen,
um die gewünschte
rotationsmäßige Orientierung
des Arbeitskanals bereit zu stellen, wenn er in den Scheibenraum
eingebracht wird (d. h. die Zacken 2066 sollten parallel
zu den Endplatten der Wirbelkörper sein).
Die 26A und 26B bis 29A und 29B sind
eine Serie von A-P und lateralen Röntgenstrahlbildern, die sukzessive
Zeitpunkte während des
Platzierungsschritts für
den Arbeitskanal zeigen, bei dem der Chirurg allmählich den
Arbeitskanal dreht, bis die Positionen der Zacken an der gewünschten
Position parallel zu den Wirbelendplatten sind, wie in den 28A und 28B.
Die 29A und 29B stellen
die nachfolgende Einfügung
des Arbeitskanals 2052 auf die richtige Tiefe dar, wie
prinzipiell durch die laterale Ansicht in 29B bestimmt.
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Die 30A und 30B bis 34A und 34B stellen
die nachfolgenden Schritte zum Räumen
(Ausfeilen), Bohren und Platzieren der Zwischenkörperfusionseinrichtung, dar,
beispielsweise durch die Verwendung der in den 20C, 20D und 20E gezeigten Instrumente, wobei durch den sich
an der Stelle befindlichen Arbeitskanal 2052, der in 20B gezeigt ist, von der der Distraktor 2050 entfernt
worden ist, gearbeitet wird. Es sei darauf hingewiesen, dass die
jeweiligen lateralen Ansichten in diesen Figuren den Chirurgen mit
einer genauen Anzeige über
die Tiefe nicht nur der Reibahle und den Bohr-Instrumenten, sondern auch über die abschließende Platzierung
der Zwischenkörperfusionseinrichtung
(Icon-artig dargestellt durch den Zylinder 2032A in 34B) versehen werden. Dieser letztere Aspekt ist
natürlich
eine Folge davon, dass der. Computer 120 den Ort von sämtlichen
Punkten auf dem Implantateinfüger 2034,
einschließlich
der angebrachten Zwischenkörperfusionseinrichtung 2032 „kennt", und zwar als Folge
der bekannten Dimensionen des Einfügers und der Zwischenkörperfusionseinrichtung
selbst. Wie die Versatzpositionswerte könnten die Dimensionen der Zwischenkörperfusionseinrichtungen
in dem Speicher gespeichert werden und für den Computer verfügbar sein,
so dass, sobald sie von dein Chirurgen über die Eingabeeinrichtung 2010 oder
eine mit dem System 100 bereit gestellte Eingabeeinrichtung
gewählt
/ bestimmt sind, die erforderlichen Dimensionen für den Computer 120 verfügbar wären, um
die benötigten
Koordinatentransformationen zu erzeugen, um zu ermöglichen,
dass die Orte der Schlüsselpunkte
auf dem Instrument und der Zwischenkörperfusionseinrichtung, z.
B. die Spitze und das Ende, erzeugt und Icon-artige Darstellungen
angezeigt werden.
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35 ist
ein Flussdiagramm, das die Schritte der Platzierungsprozedur der
Zwischenkörperfusionseinrichtung
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung zusammenfasst. Insbesondere beinhalten
die Schritte 2080 bzw. 2082 jeweils das Ausbauen
des bildgeführten
Systems 100 und das Aufnehmen und Anzeigen der A-P und
lateralen Ansichten des Spinalabschnitts von Interesse auf dem Monitor 121.
Wie vorangehend angegeben, können
vorher aufgenommene Bilder, die in dem Speicher 2018 gespeichert
sind, verwendet werden.
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Als
nächstes
wird der Schritt 2084 ausgeführt, indem die Koordinaten
der Mittellinie über
die Eingabeeinrichtung 2010 oder unter Verwendung eines
nachverfolgten Instruments, wie der Berührungssonde 2020,
eingegeben werden. Nach der Erzeugung der Mittellinienebene durch
den Computer 120 und eine Anzeige auf dem Monitor 121 in
Ausrichtung zu den aufgenommenen A-P und lateralen Bildern, wird
der Schritt 2086 dadurch erreicht, dass entweder die Versatzposition-Koordinaten
eingegeben werden, beispielsweise durch Verwendung der Eingabeeinrichtung 2010,
oder dass voreingestellte Werte angenommen werden, die in dem Speicher 2018 gespeichert
sind (oder in der Speichereinrichtung 2026 bereit gestellt
werden).
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Als
nächstes
positioniert der Chirurg im Schritt 2088 einen nachverfolgten
Distraktor, wie beispielsweise den in 20A gezeigte
Distraktor 2050, an der Versatzposition unter Verwendung
des bildgeführten
Systems 100 und der angezeigten Versatzposition und dem
Schieberbalken-Icon 2036. Ein oder mehrere neue laterale
Bilder der auseinander gezogenen Anatomie können optional aufgenommen und zu
dieser Zeit durch das System 100 angezeigt werden, und
zwar über
die Schritte 2090 und 2092, für eine nachfolgende Verwendung
bei der Positionierung des Arbeitskanals.
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Im
Schritt 2094 wird ein nachverfolgter Arbeitskanal, wie
die Einrichtung 2052 (20B),
in der Anatomie an dem Versatzabschnitt unter Verwendung des Systems 100 und
der angezeigten Versatzposition und dem Schieberbalken-Icon 2036 positioniert.
Der Arbeitskanal-Positionierungsschritt 2094 umfasst eine
x, y, z Positionierung, eine winkelmäßige und eine Drehorientierungs-Positionierung des
Arbeitskanals, wie voranstehend diskutiert.
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Als
nächstes
wird der abschließende
Schritt 2096, der zu der Platzierung der Zwischenkörperfusionseinrichtung
führt,
unter Verwendung des bildgeführten
Systems 100 ausgeführt.
Der Schnitt 2096 umfasst die Unterschritte, bei denen nacheinander eine
nachverfolgte Reibahle, ein Bohrer und ein Einfüger, wie die in den 20C – 20E gezeigten Instrumente, positioniert werden.
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Schließlich umfasst
der Schritt 2098 die Wiederholung der Schritte 2086 bis 2096 für eine Platzierung
einer Fusionseinrichtung an einer entsprechenden Versatzposition
auf der gegenüberliegenden
Seite der Mittellinienebene, da die Einrichtungen gewöhnlicherweise
in Paaren installiert werden. Wenn sowohl die rechte als die linke
Versatz-Position während
des Schritts 2086 eingegeben wurden, dann müssen nur
die Schritte 2088 bis 2096 wiederholt werden,
so dass sie den Schritt 2098 umfassen.
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Die
voranstehend beschriebene Vorrichtung und das Verfahren erweitern
signifikant die Möglichkeiten
und Vorteile von bildgeführten
chirurgischen Systemen, einschließlich von bildgeführten chirurgischen
Systemen, die für
eine bildgeführte
Zwischenkörperfusionseinrichtungs-Platzierung
verwendet werden. Es würde
für Durchschnittsfachleute
in dem technischen Gebiet offensichtlich sein, dass verschiedene
Modifikationen und Variationen an der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden
können, ohne
von dem Umfang oder dem Grundgedanken der Erfindung abzuweichen.
Wie voranstehend angegeben, sind die Vorteile und Nutzen der vorliegenden Erfindung
nicht auf die chirurgischen Prozeduren für die Platzierung einer Zwischenkörperfusionseinrichtung
beschränkt,
obwohl dies ein besonderer Nutzen für diese chirurgische Prozedur
ist.
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Obwohl
Aspekte der vorliegenden Erfindung so beschrieben sind, dass sie
in einem Speicher gespeichert sind, werden Durchschnittsfachleute
in dem technischen Gebiet auch erkennen, dass diese Aspekte auf
anderen Typen von Medien, die von einem Computer lesbar sind, gespeichert
werden könnten,
beispielsweise auf sekundären
Speichereinrichtungen, wie Festplatten, Floppy Disks oder einer
CD-ROM; einer Trägerwelle
von dem Internet oder ein anderes Ausbreitungsmedium; oder andere Formen
von RAM oder ROM.
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Während diese
Erfindung in verschiedener Weise allgemein in Verbindung mit LEDs
und Kamerafeldern beschrieben worden ist, sollte erkannt werden,
dass andere Nachverfolgungselemente und entsprechende Sensorfelder,
die in dem technischen Gebiet bekannt sind, verwendet werden könnten, beispielsweise
schallbezogene, optische oder elektromagnetische, sowie optische
Reflektoren und ein entsprechendes Kamerasystem.
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Andere
Ausführungsformen
der Erfindung sind für
Durchschnittsfachleute on dem technischen Gebiet aus der Berücksichtigung
der Spezifikation und der Praxis der hier offenbarten Erfindung
ersichtlich.