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DE60015867T2 - Wässrige Lösung aus Peressigsäure und Wasserstoffperoxid für die Desinfektion von Endoskopen - Google Patents

Wässrige Lösung aus Peressigsäure und Wasserstoffperoxid für die Desinfektion von Endoskopen Download PDF

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DE60015867T2
DE60015867T2 DE60015867T DE60015867T DE60015867T2 DE 60015867 T2 DE60015867 T2 DE 60015867T2 DE 60015867 T DE60015867 T DE 60015867T DE 60015867 T DE60015867 T DE 60015867T DE 60015867 T2 DE60015867 T2 DE 60015867T2
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Germany
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Yves Gouges
Daniel Le Rouzic
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Bioxal SA
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Societe dExploitation de Produits pour les Industries Chimiques SEPPIC SA
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Description

  • Aufgabe der Erfindung ist ein neues Verfahren zur Desinfektion von Endoskopen.
  • Die gegenwärtige Entwicklung der medizinischen Behandlungen führt zu einer Vermehrung der Untersuchungstechniken, welche immer kleinere Vorrichtungen einsetzen, die oft mit wärmeempfindlichen Materialien hergestellt sind. Daraus folgt, dass diese Vorrichtungen nicht heiß sterilisiert werden können, und dass sie, wenn sie nicht zum Einmalgebrauch bestimmt sind, nach jeder Verwendung chemisch gereinigt und desinfiziert werden müssen. Je nach der Art des Gewebes, mit dem die medizinische Vorrichtung bei ihrer Verwendung in Kontakt kommt, geht man von drei Stufen von Infektionsrisiken aus, denen Stufen der Desinfektionsbehandlung entsprechen, die für ein zu erwartendes Aktivitätsspektrum erforderlich sind. Einem hohen Infektionsrisiko entspricht eine Behandlung einer hohem Stufe, die gegen alle Mikroorganismentypen, einschließlich Bakteriensporen, wirksam sein muss. Als Beispiele für Materialien, die einer solchen Behandlung auf hoher Stufe unterworfen werden müssen, weil sie keiner heißen Sterilisation unterzogen werden können, kann man die Instrumente und Motoren der Mikrochirurgie und Bauchhöhlenchirurgie, die Handstücke aus der Zahnheilkunde, der Stomatologie und der Chirurgie, das Biofeedback-Material aus der Urologie und die zahlreichen Endoskope nennen.
  • Ein chemischer Desinfektionsdurchgang umfasst gewöhnlich die folgenden Schritte:
    • a) eine Vorbehandlung, die dem Zweck dient, die abschließenden Schritte zu erleichtern, indem beispielsweise das Antrocknen der Verschmutzungen vermieden wird; d.h., dass die Kanäle der medizinischen Instrumente, die sie enthalten, nach ihrer Verwendung sobald wie möglich mit einer, gegebenenfalls bakteriziden, Detergenzlösung gespült und/oder darin eingetaucht werden;
    • b) ein Putzschritt, dessen Zweck ist, die Verschmutzungen zu beseitigen, wobei die physikalisch-chemische Wirkung der verwendeten Lösung und die mechanischen Wirkungen, die manuell oder mittels Maschinen ausgeführt werden, zusammenwirken; so werden die Kanäle der medizinischen Instrumente, die sie enthalten, abgesaugt und reichlich gespült sowie ausgewischt;
    • c) die chemische Desinfektion, welche das In-Kontakt-Bringen der zu desinfizierenden Vorrichtung mit einer Desinfektionslösung umfasst, kann entweder durch ein manuelles Verfahren oder durch ein halbautomatisches oder automatisches Verfahren erfolgen. Ein manuelles Verfahren besteht aus dem Eintauchen in eine Desinfektionslösung, wenn die Vorrichtung eingetaucht werden kann, aus der Anwendung eines Desinfektionsmittels mithilfe eines Trägers, der zuvor mit einer Desinfektionslösung angefeuchtet wurde, für die medizinischen Vorrichtungen, die nicht eingetaucht werden können, oder aus dem gerichteten Zerstäuben einer Desinfektionslösung auf der Vorrichtung. Ein halbautomatisches Verfahren besteht aus dem Zerstäuben einer Desinfektionslösung mithilfe eines elektrischen Zerstäubers, was eine Kontaktdesinfektion gestattet, durch "gerichtetes Dispersat"; dieses Verfahren wird oft zum Putzen von Oberflächen verwendet. Ein automatisches Verfahren verwendet entweder spezielle Apparaturen zur Desinfektion von Behältern, Endoskopen oder Instrumenten oder Zerstäuber zur Desinfektion der Oberflächen von Orten und Ausrüstungsgegenständen, die sie umfassen, auf dem Luftweg;
    • d) die abschließende Spülung, deren Zweck ist, jeglichen Rückstand des Produkts zu entfernen, um erneute Kontaminationen zu vermeiden; dies umfasst die Verwendung von Wasser, das an diese Erfordernis angepasst und das, je nach der Risikostufe, sterilisiert oder filtriert ist; und wenn die Vorrichtung nicht sofort wiederverwendet wird
    • e) das Trocknen und anschließend
    • f) das Aufbewahren, wobei diese letzten Schritte ebenfalls unter Bedingungen durchgeführt werden müssen, die erneute Kontaminationen der Vorrichtung verhindern.
  • Bei der manuellen Desinfektion muss der Benutzer mit einer Spritze in die Kanäle des Endoskops die Reinigungs- und dann die Desinfektionsprodukte einspritzen. Diese Schritte erfolgen in Bädern, die mit einem Deckel ausgestattet sind. Das Desinfektionsmittel ist in der Regel gebrauchsfertig und seine Verwendungsdauer hängt von der Anzahl der Eintauchschritte ab und beträgt gewöhnlich entweder eine bis zwei Wochen oder 40 Desinfektionsdurchgänge.
  • Glutaraldehyd zu 2% in Wasser bei der manuellen Desinfektion und zu 20% in Wasser bei der automatischen Desinfektion ist heutzutage die in Europa am häufigsten verwendete Wirksubstanz. Die wirksame Desinfektionsdauer mit diesem Produkt beträgt bei der manuellen Desinfektion zwischen 20 Minuten im Fall eines mittleren Infektionsrisikos und 1 Stunde im Fall eines erhöhten Infektionsrisikos. Bei der maschinellen Desinfektion beträgt diese Dauer zwischen etwa 5 bis 20 Minuten. Glutaraldehyd ist jedoch toxisch, und die Arbeitsschritte, bei denen es angewendet wird, insbesondere die manuelle Desinfektion, müssen an belüfteten Orten, insbesondere unter Abzügen, durchgeführt werden; außerdem fixiert es Proteine und ist gegen Sporen wenig wirksam. Tatsächlich ist eine 2 Gew.-%ige wässrige Glutaraldehydlösung bei 20°C nach 20 Minuten sowohl gegen Bacillus cereus als auch gegen Bacillus subtilis unwirksam. Sie wird gegen diese Stämme erst nach mindestens einstündigem Eintauchen wirksam.
  • Aus diesem Grund hat die Anmelderin nach einem Ersatz für dieses Produkt geforscht; sie interessierte sich für wässrige Peressigsäurelösungen, die für ihre Wirksamkeit gegen die Gesamtheit der Mikroorganismen, insbesondere gegen Sporen, bekannt sind, wenn sie eine ausreichende Konzentration an Persäure aufweisen, d.h. ab etwa 5000 ppm für eine Senkung von 5 log und etwa 2500 ppm für eine Senkung von 3 log in 5 Minuten. Bei dieser Konzentration wird Peressigsäure jedoch für bestimmte Materialien, die Bestandteile des medizinisch-chirurgischen Materials sind, und insbesondere für ihre Metallanteile korrosiv, und sie beginnt auch, für die Haut leicht reizend zu sein. Man weiß ferner, dass Wasserstoffperoxid allein erst bei Mindestkonzentrationen von 10 bis 20 Gew.-% sporizid ist.
  • Die europäische Patentanmeldung EP 0 873 687 offenbart eine Zusammensetzung, die 0,05 bis 0,1 Gew.-% Peressigsäure, 3 bis 4 Gew.-% Wasserstoffperoxid, 2 bis 3 Gew.-% Essigsäure, 0,003 bis 0,006 Gew.-% eines Aminoxids, 0,001 bis 0,005 Gew.-% eines polyalkoxylierten Alkohols, 0,1 bis 0,8 Gew.-% Natriumdihydrogenphosphat, 0,05 bis 0,1 Gew.-% Natriumpyrophosphat und, wenn gewünscht, 0,0001 bis 0,05 Gew.-% eines Farbstoffs umfasst. Diese Zusammensetzung wird zum Desinfizieren von Endoskopen verwendet.
  • Somit hat die Anmelderin danach geforscht, ein manuelles Desinfektionsverfahren für Endoskope bereitzustellen, wobei Peressigsäure in nicht reizenden und nicht korrosiven Dosen verwendet wird, was es gestattet, für Bacillus cereus eine logarithmische Senkung von 3 log, d.h. eine Verringerung von 103 Sporen pro cm3, in 20 Minuten bei 20°C zu erreichen, wobei dieses Ergebnis durch die standardisierte Analyse AFNOR T 72 301 bestimmt wird. Dies stellt die erforderliche Minimalbedingung dar, damit eine kommerzielle Nutzung dieses Verfahrens als Ersatz für Glutaraldehyd und CIDEXTM PA, eine wässrige Desinfektionslösung, die 800 ppm (also etwa 0,08 Gew.-%) Peressigsäure und 1 Gew.-% Wasserstoffperoxid enthält, in Betracht gezogen werden kann. Tatsächlich hat die Anmelderin festgestellt, dass eine wässrige Lösung, die 800 ppm (also etwa 0,08 Gew.-%) Peressigsäure und 1 Gew.-% Wasserstoffperoxid umfasst, nach einem Jahr Lagerung und 1-wöchiger Verwendung gegen Bacillus cereus bei 20°C nach 20 Minuten unwirksam ist. Die Wahl der sporiziden Aktivität als Hinweis auf die Wirksamkeit der Peressigsäure wird durch die durchgeführte hohe Desinfektionsstufe vorgegeben. Diese erfordert gewöhnlich aufgrund des Vorhandenseins einer Sporenkapsel um die Bakterien, die ihre Resistenz erhöht, die höchste Dosis an Desinfektionsmittel. Die Wahl von Bacillus cereus als Studienziel unter den in der Norm AFNOR T 72 301 angegebenen Stämmen, d.h. Bacillus cereus CIP 7803, Bacillus subtilis und Clostridium sporogenes CIP 7939, als Ziel für die sporizide Aktivität der Peressigsäure, ergibt sich aus dem Ergebnis eines vorläufigen Tests, in dessen Verlauf die Anmelderin entdeckte, dass Bacillus cereus mit Glutaraldehyd leichter zu zerstören war als Bacillus subtilis, während im Gegensatz dazu Bacillus cereus mit Peressigsäure schwieriger zu zerstören war als Bacillus subtilis.
  • Die Anmelderin hat gefunden, dass man das erforderliche Ergebnis erhält, wenn man das erfindungsgemäße Verfahren durchführt, das Aufgabe der vorliegenden Patentanmeldung ist.
  • Aufgabe der Erfindung ist ein manuelles Verfahren zur Desinfektion von Endoskopen, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Schritt umfasst, in dessen Verlauf das Material mit einer wässrigen Lösung in Kontakt gebracht wird, die, in entmineralisiertem Wasser, 0,10 Gew.-% bis 0,12 Gew.-% Peressigsäure, 2,5 Gew.-% bis 3,5 Gew.-% Wasserstoffperoxid, 2 Gew.-% bis 4 Gew.-% Essigsäure, 0,001 Gew.-% bis 0,002 Gew.-% GENAPOLTM 2908D, 1 Gew.-% bis 2 Gew.-% Natriumdihydrogenphosphat (12 H2O), 0,01 Gew.-% bis 0,03 Gew.-% Natriumpyrophosphat umfasst, und dadurch gekennzeichnet, dass 10 bis 20 Liter dieser Lösung in eine Tauchwanne geschüttet werden und das zu desinfizierende Material vollständig darin untergetaucht und 20 Minuten bis 1 Stunde bei Umgebungstemperatur darin belassen wird.
  • Unter Endoskop werden bei dem Verfahren, wie vorstehend definiert, insbesondere Bronchoskope, Laryngoskope, Ösophagoskope, Gastroskope, Colonoskope, Rektoskope, Laparoskope, Arthroskope, Cystoskope, Amnioskope, Mediastinoskope, Hysteroskope, Cölioskope, Sinuskope, transparietale Choledochoskope, retrograde Choledochoskope oder Ureteroskope verstanden.
  • Aufgabe der Erfindung ist insbesondere ein Verfahren zur Desinfektion, wie vorstehend definiert, wobei dem Schritt des In-Kontakt-Bringens des Materials mit der Lösung mindestens ein Putzschritt vorausgeht.
  • Mit Putzschritt ist ein Schritt gemeint, dessen Zweck es ist, die Verschmutzungen zu entfernen, und der die physikalisch-chemische Wirkung der verwendeten Lösung und die manuelle durchgeführten mechanischen Wirkungen in sich vereinigt. Wenn das medizinische Instrument beispielsweise einen Kanal enthält, spritzt der Benutzer die Reinigungslösung in den Kanal, dann wird sie abgesaugt, und anschließend wird das Instrument reichlich gespült und ausgewischt. Dieser Arbeitsschritt kann, wenn nötig, mehrmals wiederholt werden.
  • Gegenstand der Erfindung ist insbesondere ein Verfahren zur Desinfektion, wie vorstehend definiert, wobei dem Schritt des Putzens des Materials ein Vorbehandlungsschritt vorausgeht.
  • Mit Vorbehandlungsschritt ist ein Schritt gemeint, dessen Zweck in der Erleichterung der abschließenden Schritte besteht, indem insbesondere das Antrocknen der Verschmutzungen verhindert wird, beispielsweise indem der Kanal des medizinischen Instruments, das ihn enthält, sofort nach dem Ende seiner Verwendung mit einer Detergenz- und gegebenenfalls Bakterizidlösung gespült wird und/oder indem er in diese Lösung eingetaucht wird.
  • Gegenstand der Erfindung ist ganz besonders ein Verfahren zur Desinfektion, wie vorstehend definiert, bei dem auf den Schritt des In-Kontakt-Bringens des Materials mit der Lösung ein Spülschritt und, wenn nötig, ein Trocknungsschritt, folgt.
  • Ziel des abschließenden Spülschritts ist es, jeglichen Rückstand des Produkts zu beseitigen, um erneute Kontaminationen zu vermeiden; dies umfasst die Verwendung von Wasser, das an diese Erfordernis angepasst und das, je nach der Risikostufe, sterilisiert oder filtriert ist; das Trocknen ist notwendig, wenn die Vorrichtung nicht sofort wiederverwendet wird.
  • Es ist selbstverständlich, dass die vorliegende Erfindung auch das Verfahren zur Desinfektion von mehreren Endoskopen gleichzeitig umfasst.
  • Im Fall des manuellen Eintauchens ist die verwendete Lösung eine gebrauchsfertige Lösung; somit umfasst sie die Bestandteile in den vorstehend angegebenen Anteilen. Es werden 10 bis 20 Liter dieser Lösung in ein Tauchbad überführt, und das zu desinfizierende Material wird vollständig darin eingetaucht. Das Verfahren erfolgt bei Umgebungstemperatur, d.h. etwa zwischen 15 und 35°C, gewöhnlich um 20 bis 25°C, und das Eintauchen dauert 20 Minuten bis 1 Stunde, je nach dem Infektionsrisiko.
  • Die verwendete wässrige Peressigsäurelösung umfasst ein oder mehrere Additive, die insbesondere aus nichtionischen Tensiden, Aminoxiden, Korrosionsinhibitoren, Stabilisatoren, starken Säuren, Farbstoffen oder Parfums ausgewählt sind.
  • Als nichtionische Tenside wird in der vorliegenden Patentanmeldung GENAPOLTM 2908D bezeichnet. Dieses im Handel erhältliche Produkt hat die folgende chemische Zusammensetzung:
  • Figure 00080001
  • Als Aminoxid wird in der vorliegenden Patentanmeldung AHOMOXTM MCD-W bezeichnet, das als Wirkstoff Cocodimethylamin-N-oxid enthält.
  • Die wässrige Peressigsäurelösung, die bei dem Verfahren verwendet wird, das Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, enthält als Korrosionsinhibitor Natriumdihydrogenphosphat, NaH2PO4, und als Stabilisator Natriumpyrophosphat.
  • Als Farbstoffe, die in Kontakt mit Peressigsäure stabil sind, werden insbesondere diejenigen bezeichnet, die in der europäischen Patentanmeldung genannt sind, die unter der Nummer EP 0 658 309 veröffentlicht wurde. Die bei dem Verfahren, das Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, verwendete Peressigsäurelösung kann bis zu 0,03 Gew.-% eines Farbstoffs enthalten.
  • Als Parfums, die in Kontakt mit Peressigsäure stabil sind, werden insbesondere diejenigen bezeichnet, die in der europäischen Patentanmeldung genannt sind, die unter der Nummer EP 0 596 493 veröffentlicht wurde. Die bei dem Verfahren, das Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, verwendete Peressigsäurelösung kann bis zu 0,03 Gew.-% Parfum enthalten.
  • Gemäß einem letzten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist deren Gegenstand die Zusammensetzung, die bei dem Verfahren, wie vorstehend definiert, verwendet wird.
  • Sie enthält gegebenenfalls ferner 0,01 bis 0,03 Gew.-% Cocodimethylamin-N-oxid und/oder 0 bis 0,003 Gew.-% eines Farbstoffs und insbesondere ORANGE SOLEIL W200TM.
  • Beispiel
  • a) Manuelles Eintauchen
  • Es wurden die bakteriziden, fungiziden und sporiziden Aktivitäten einer Lösung A, die bei t = 0 1100 ppm Peressigsäure und etwa 3 Gew.-% Wasserstoffperoxid enthielt, mit denjenigen einer Lösung B verglichen, die bei t = 0 800 ppm Peressigsäure und etwa 1 Gew.-% Wasserstoffperoxid enthielt, indem die in den Normen EN 1040 (bakterizide Aktivität), EN 1275 (fungizide Aktivität), AFNOR 72180 (viruzide Aktivität) bzw. AFNOR T 72301 (sporizide Aktivität) beschriebenen Analyseverfahren durchgeführt wurden.
  • Es wurden für die beiden Lösungen nach einer für die betreffende Norm definierten Kontaktdauer ähnliche bakterizide und fungizide Aktivitäten festgestellt; die Bestimmung der sporiziden Aktivität führt zu den in der folgenden Tabelle aufgezählten Ergebnissen (Kontaktdauer: 20 Minuten; Temperatur: 20°C; Senkung in Sporen/ml):
  • Figure 00090001
  • Somit wird festgestellt, dass die Lösung A auf unerwartete Weise den Anforderungen an eine Substanz mit sporizider Wirkung gegen Bacillus cereus entspricht.

Claims (9)

  1. Manuelles Verfahren zur Desinfektion eines Endoskops, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Schritt umfasst, in dessen Verlauf das Material mit einer wässrigen Lösung in Kontakt gebracht wird, die, in entmineralisiertem Wasser, 0,10 Gew.-% bis 0,12 Gew.-% Peressigsäure, 2,5 Gew.-% bis 3,5 Gew.-% Wasserstoffperoxid, 2 Gew.-% bis 4 Gew.-% Essigsäure, 0,001 Gew.-% bis 0,002 Gew.-% GENAPOLTM 2908D, 1 Gew.-% bis 2 Gew.-% Natriumdihydrogenphosphat (12 H2O), 0,01 Gew.-% bis 0,03 Gew.-% Natriumpyrophosphat umfasst, und dadurch gekennzeichnet, dass 10 bis 20 Liter dieser Lösung in eine Tauchwanne geschüttet werden und das zu desinfizierende Material vollständig darin eingetaucht und 20 Minuten bis 1 Stunde bei Umgebungstemperatur darin belassen wird.
  2. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch 1, wobei dem Schritt des In-Kontakt-Bringens des Materials mit der Lösung mindestens ein Putzschritt vorausgeht.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei dem Schritt des Putzens des Materials ein Vorbehandlungsschritt vorausgeht.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei auf den Schritt des In-Kontakt-Bringens des Materials mit der Lösung ein Spülschritt und dann, wenn nötig, ein Trocknungsschritt folgt.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete wässrige Peressigsäurelösung bis zu 0,03 Gew.-% eines Färbemittels umfasst.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete wässrige Peressigsäurelösung bis zu 0,03 Gew.-% eines Duftstoffs umfasst.
  7. Zusammensetzung in Form einer wässrigen Lösung in entmineralisiertem Wasser, welche folgendes umfasst: 0,10 Gew.-% bis 0,12 Gew.-% Peressigsäure, 2,5 Gew.-% bis 3,5 Gew.-% Wasserstoffperoxid, 2 Gew.-% bis 4 Gew.-% Essigsäure, 0,001 Gew.-% bis 0,002 Gew.-% GENAPOLTM 2908D, 1 Gew.-% bis 2 Gew.-% Natriumdihydrogenphosphat (12 H2O), 0,01 Gew.-% bis 0,03 Gew.-% Natriumpyrophosphat.
  8. Zusammensetzung nach Anspruch 7, die ferner 0,01 Gew.-% bis 0,03 Gew.-% Cocodimethylamin-N-oxid und/oder 0 Gew.-% bis 0,003 Gew.-% eines Färbemittels und insbesondere ORANGE SOLEIL W200TM umfasst.
  9. Verwendung einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 7 oder 8 zur Desinfektion eines Endoskops.
DE60015867T 1999-07-12 2000-07-10 Wässrige Lösung aus Peressigsäure und Wasserstoffperoxid für die Desinfektion von Endoskopen Expired - Lifetime DE60015867T2 (de)

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