DE60015591T2 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines schraubennahtrohres mit luftdüsen - Google Patents
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Description
- Technisches Gebiet
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf das Gebiet von Lüftungsleitungssystemen und insbesondere auf die Herstellung von Schraubennahtrohren mit Luftdüsen, wie es etwa in DE-A-2.832.508 beschrieben ist.
- Hintergrund der Erfindung
- Lüftungsleitungen dieses allgemeinen Typs sind in einer Druckschrift mit dem Titel "ACTIVENT – The Active Thermal Displacement Ventilation System" beschrieben, die von der finnischen Firma ABB Flakt Oy 1995 veröffentlicht wurde. Dieses bekannte Lüftungsleitungssystem, das im folgenden als ACTIVENT-System bezeichnet wird, enthält Rohre, die schraubenförmig aus einem Blechmetallstreifen ausgebildet sind und über kleine Luftdüsen verfügen, die durch die Rohrwandung verlaufen und in einem schraubenförmigen Muster verteilt sind. Ein derartiges Rohr ist mit dem Titel "Fittings" auf Seite 9 der oben beschriebenen Druckschrift dargestellt.
- Wie es auf Seite 2 dieser Druckschrift dargestellt ist, sind die Luftdüsen der Rohre des ACTIVENT-Systems derart beschaffen, dass sie entlang der Gesamtlänge der Leitung gleichmäßig verteilt sind. Sekundärluft, außerhalb des Rohres, wird mit der Luft, die aus den Düsen strömt, gemischt, um die oben beschriebene thermische Verschiebung zu erzeugen. Systeme dieser Art erzeugen einen guten Kühlungsef thermische Verschiebung zu erzeugen. Systeme dieser Art erzeugen einen guten Kühlungseffekt ohne störenden Zug und benutzen weniger Zuluft als herkömmliche Systeme.
- In der Druckschrift findet sich jedoch keine Beschreibung, in welcher Art die die Rohre des ACTIVENT-Systems hergestellt werden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass Lüftungsrohre dieser Art mit Hilfe einer sogenannten Rohrformungseinrichtung eines herkömmlichen Typs hergestellt werden können, wie er etwa im Patent US-A-3.546.910, veröffentlicht 1970, mit dem Titel "Lock-seam helical tubing" beschrieben ist. Rohre, die mit Hilfe dieser bekannten Maschine hergestellt werden, nennen sich "Spiralrippenrohre".
- Übersicht über die Erfindung
- Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, eine Technik anzugeben, mit deren Hilfe Schraubennahtrohre des erwähnten grundlegenden Typs auf moderne und wirtschaftliche Art und Weise hergestellt werden können.
- Gemäß der Erfindung wird dieses Ziel durch ein Verfahren und eine Vorrichtung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche erreicht, wobei bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung Gegenstand der Unteransprüche sind.
- Die Erfindung hat zahlreiche Vorteile. Mit der vorgeschlagenen Technik können Rohre des vorliegenden Typs ohne Unterbrechung hergestellt und auf gewünschte Längen geschnitten werden. Wenn der Rohrdurchmesser geändert werden soll – in der Regel durch Austauschen des Verformungskopfes – sind die Parameter, die sich auf den Durchmesser des Rohres beziehen, auf einfache Art und Weise einstellbar. Beispielsweise kann der Betrieb der Stanz- und Presseinheit problemlos eingestellt werden, so dass die Positionierung der zu stanzenden Öffnungen, die im fertigen Rohr die Luftdüsen bilden, dem neuen Rohrdurchmesser angeglichen wird.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Stanz-/Presseinheit zwei Ele mente, von denen das eine im Bezug auf das andere verschoben werden kann, um eine erste Reihe von Öffnungen, die relativ zu einer zweiten Reihe von Öffnungen versetzt ist, zu stanzen, wobei die Öffnungen dieser Reihen im Bezug zueinander mehr oder weniger versetzt sind. Durch Einstellung des verschiebbaren Stanz-/Presselementes kann die Anordnung der beiden Öffnungsreihen derart eingestellt werden, dass die Luftdüsen des fertigen Rohrs in axialen Reihen parallel zur Mittenachse des Rohrs angeordnet sind. Weiterhin ist es zu bevorzugen, dass sich die Bördelung, die in der folgenden Walzeinheit ausgebildet werden soll, zwischen den beiden Öffnungsreihen befindet.
- Vorzugsweise kann die Stanz-/Presseinheit sowohl kontinuierlich als auch intermittierend arbeiten. Im ersten Fall werden die Luftdüsen in gleichen Abständen in einer schraubenförmigen Reihe über das Rohr angeordnet sein, wohingegen im zweiten Fall das fertige Rohr wenigstens eine in Achsrichtung verlaufende Fläche aufweisen wird, die keine Luftdüsen hat. Durch kontinuierliches oder intermittierendes Betätigen der Stanz-/Presseinheit können auf einfache Art und Weise unterschiedliche Luftdüsenmuster am fertigen Rohr ausgebildet werden, wie etwa 360°, 270°, 180°, 90° und zweimal 90° entlang des Umfangs des Rohres. Der Betrieb der Stanz-/Presseinheit wird mit Hilfe eines Computers gesteuert, in den unterschiedliche Düsenmuster programmiert werden können.
- Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Winkel zwischen der Mittelachse des Rohres und der Streifenzuführrichtung in der Walzeinheit gemäß dem Durchmesser des Rohres derart einstellbar, dass die Streifenzuführrichtung zwischen der Streifenausgabe der Stanz-/Presseinheit und der Streifenzufuhr der Walzeinheit als geradeverlaufend beibehalten wird, wodurch sichere Bedingungen einer fortlaufenden Produktion sichergestellt sind. Vorzugsweise ist der Verformungskopf an einem Basiselement angebracht, das um eine vertikale Achse geschwenkt werden kann, wohingegen die Walzeinheit unbeweglich ist.
- Das auf diese Weise erzeugte Rohr ist vorteilhaft, da es über eine größere Zahl von Luftdüsen pro Längeneinheit verfügt, als Rohre ähnlichen Typs nach dem Stand der Technik. Dadurch wird die Luftverteilung aus dem Rohr in den Raum verbessert. Der Aufbau des Rohres ist kompakt, da die Schraubenwindung über wenigstens eine Reihe von Luftdüsen wie auch eine schraubenförmige Bördelung verfügt.
- Die Bördelung, die in der Walzeinheit ausgebildet wird, bietet besondere Vorteile. Zunächst hat die schraubenförmige Bördelung am Rohr im allgemeinen eine wichtige Versteifungswirkung. Zweitens schützt die schraubenförmige Bördelung die Luftdüsen während der Handhabung und des Transportes des Rohrs, da die Bördelung vorzugsweise weiter radial vom Rohr hervorsteht als die Luftdüsen. Drittens hat die schraubenförmige Bördelung, die sich vorzugsweise zwischen zwei parallelen Reihen von Luftdüsen befindet, einen Dämpfungseffekt gegen Lärm, der durch den Luftstrom aus den Düsen verursacht wird.
- Vorzugsweise ist der Verformungskopf von jenem Typ, bei dem das Rohr innerhalb eines ringförmigen Körpers mit Innenrillen ausgebildet wird, die die Bördelung und die Luftdüsen aufnehmen, die von der Oberfläche des Streifens hervorragen, der im Verformungskopf umgeformt wird. Durch diesen Verformungskopfaufbau wird eine sanfte Umformung des Rohrs erreicht, wobei die Bördelung und die Luftdüsen mit der Innenoberfläche des Verformungskopfes in Berührung kommen.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Die vorliegende Erfindung wird nun ausführlicher Beschrieben, wobei auf die beiliegenden schematischen Zeichnungen Bezug genommen wird, die derzeit bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung darstellen.
-
1 ist eine Aufsicht auf eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. -
2 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung aus1 . -
3 ist eine Aufsicht einer Stanz- und Presseinheit, die in der Vorrichtung enthalten ist. -
4 ist eine Aufsicht einer Walzeinheit, die in der Vorrichtung enthalten ist. -
5 ist eine Perspektivansicht eines Verformungskopfes, der in der Vor richtung enthalten ist. -
6 ist ein Querschnitt eines Streifenaufnahmeabschnitts des Verformungskopfes. -
7 ist eine Perspektivansicht eines Rohres, das mit Hilfe der Vorrichtung gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hergestellt wurde. -
8 ist eine Stirnansicht des Rohres aus7 . -
9 ist eine Seitenansicht des Rohrs von7 . -
10 stellt in größerem Maßstab einen weggeschnittenen äußeren Wandungsabschnitt des Rohres aus9 dar. -
11 ist eine Schnittansicht der Wandung des Rohres. -
12 bis14 sind leicht geneigte Querschnittansichten von Rohren, die gemäß dem Verfahren der Erfindung hergestellt wurden und über alternative Luftdüsenmuster verfügen. - Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
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1 bis2 zeigen die Hauptbestandteile einer Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Ein Streifen1 eines Metallbleches wird von einem Vorrat2 einer Stanz- und Presseinheit3 zugeführt, in der zwei in Längsrichtung verlaufende, parallele Reihen mit in gleichem Abstand angeordneten Öffnungen4 (siehe3 ) gestanzt werden. Anschließend wird der gestanzte Streifen1 einer Profilierungs- oder Walzeinheit5 zugeführt, in der eine in Längsrichtung verlaufende Bördelung6 (siehe4 ) ausgebildet wird. Daraufhin wird der gestanzte und gebördelte Streifen1 einem Verformungskopf7 zugeführt, in dem er schraubenförmig gewunden und im wesentlichen in einer Art und Weise durch eine Schraubennaht verbunden wird, wie es an sich bekannt ist, um ein Rohr8 auszubilden, das einen runden Querschnitt hat. - Die Walzeinheit
5 ist unbeweglich und an einem Ende am Boden9 mit Hilfe eines Halteelementes10 angebracht. Das andere Ende der Walzeinheit5 ruht auf einer Basis11 , auf der der Verformungskopf7 angebracht ist. Dieses Ende der Walzeinheit5 ist schwenkbar auf einem Drehzapfen12 auf der Oberseite der Basis11 angebracht. Die gesamte Basis11 und der auf ihr angebrachte Verformungskopf7 können um eine vertikale Achse V geschwenkt werden, die sich durch den Drehzapfen12 erstreckt, der ein Lager bildet. Auf diese Weise kann die Basis11 auf dem Boden9 geschwenkt werden. In Abhängigkeit des Durchmessers des Rohrs8 ist der Winkel (90+α) zwischen der Mittelachse C des Rohrs8 und der Zuführrichtung A in der Walzeinheit5 derart einstellbar, wie es im weiteren genauer beschrieben wird. Ein größerer Rohrdurchmesser bedeutet einen geringeren Winkel α, und umgekehrt. Normalerweise liegt die Winkeleinstellung innerhalb zehn Grad. - In Verbindung mit dem Verformungskopf
7 ist eine Rohrschneideinrichtung13 angebracht, die von einem an sich bekannten Typ ist und nicht detailliert beschrieben werden muss. Das fertige Rohr8 kann in gewünschte Längen geschnitten werden. - Die Vorrichtung enthält zudem eine Einrichtung zum Befördern des Streifens
1 durch den Produktionsweg und zum Abführen des fertigen Rohres8 aus dem Verformungskopf7 . Im wesentlichen sind diese Einrichtungen an sich bekannt und müssen hier nicht im Detail beschrieben werden. Aus Gründen der Vollständigkeit ist eine Streifen-Antriebswalze40 benachbart dem Verformungskopf7 schematisch in1 dargestellt. Durch diese Antriebswalze40 wird der schraubenförmig gewundene Streifen1 aus dem Verformungskopf7 geschoben oder abgeführt. - In der Stanz-/Presseinheit
3 (siehe3 ) wird der Streifen1 spanabhebend bearbeitet, um die beiden Reihen von Öffnungen4 auszubilden, die jeweils durch einen Kragen14 begrenzt sind, der aus einem Streifenmaterial1 ausgebildet ist, wie es am besten in6 zu sehen ist. Für jeden Kragen14 wird der Streifen1 gestanzt, um ein kleines Loch zu erzeugen, das anschließend radial gepresst wird, um die Öffnung4 auszubilden, die durch den gepressten Kragen14 begrenzt wird. Die Kragen14 stehen nach unten vom Streifen1 hervor und bilden mehrere Luftdüsen14' auf dem fertigen Rohr8 (siehe7 –8 ). - Die Stanz-/Presseinheit
3 enthält zwei Elemente15 ,16 , von denen eines (16 ) im Bezug auf das andere (15 ) parallel zur Streifenzuführrichtung A verschoben werden kann (Doppelpfeil B). Durch Einstellen des verschiebbaren Stanz- /Presselementes16 in Pfeilrichtung B kann der Versatz zwischen den Öffnungen4 der beiden Reihen eingestellt werden. Diese Versatzeinstellung ist erforderlich, wenn der Rohrdurchmesser geändert wird, um die Luftdüsen14' des Rohrs8 in axialen Reihen parallel zur Mittelachse C des Rohrs8 anzuordnen. Ein zunehmender Rohrdurchmesser bedeutet einen geringeren Versatz zwischen den beiden Reihen von Öffnungen4 , und umgekehrt. - Die aktiven Stanz-/Presseinrichtungen der beiden Elemente
15 ,16 sind lediglich schematisch mit den Bezugszeichen17 und18 dargestellt. In der Praxis bestehen diese Stanz-/Presseinrichtungen17 ,18 aus durch Federn vorgespannten Stanzelementen (nicht gezeigt). - Die Walzeinheit
5 , die in4 dargestellt ist, enthält eine erste Gruppe Walzen19 –21 , die die Längskantenabschnitte des Streifens1 als Vorbereitung für die Verbindungsnaht biegen, und eine zweite Gruppe Walzen22 –24 , die die Bördelung ausbilden. Die Walzen22 –24 der zweiten Gruppe haben umlaufende Stege25 –27 , die gegen die Oberseite des gestanzten Streifens1 rollgepresst werden und dadurch die in Längsrichtung verlaufende Bördelung6 des Streifens1 ausbilden. Wie zu erkennen, befindet sich die in Längsrichtung verlaufende Bördelung zwischen den beiden Reihen von Öffnungen4 und verläuft zu diesen parallel. Die Breite in Querrichtung der Umfangsstege25 –27 nimmt in Streifenförderrichtung A ab. - Der Verformungskopf
7 , der in5 dargestellt ist, enthält einen ringförmigen Körper mit drei Innenrillen28 –30 , um zwischen diesen die beiden Reihen der Kragen14 und die Bördelung6 aufzunehmen. Somit wird der Streifen1 , der mit Phantomlinien in5 dargestellt ist, dem Verformungskopf7 zugeführt und schraubenförmig gewunden, um das Rohr8 auszubilden. Die Längskantenabschnitte des Streifens1 werden mit einer Schraubennaht31 in einer an sich bekannten Art und Weise verbunden (siehe9 –11 ). Die Tiefen der Rillen28 –30 sind derart beschaffen, dass die oberen Abschnitte der Kragen14 und die Bördelung6 den Grund der jeweiligen Rille nicht berühren, um eine sichere Herstel lung zu gewährleisten.6 zeigt, dass die radiale Projektion der Bördelung größer ist als die radiale Projektion der Kragen14 (und natürlich der Verbindungsnaht31 , siehe31 ). Auf diese Weise schützt die schraubenförmige Bördelung6 die Oberseite der Luftdüsen14' , wenn das Rohr8 verpackt, verladen oder transportiert wird. In der Praxis besteht ein Zwischenraum von 2 bis 3 mm zwischen den Wänden der Rillen28 bis30 sowie den Kragen14 und der Bördelung6 . - Das fertige Rohr
8 ist in7 bis11 dargestellt. Wie es aus7 deutlich wird, wurden die Produktionsparameter (wie etwa der Versatz der Reihen der Öffnungen4 und der Verformungskopfwinkel) derart eingestellt, dass die Düsen14' in axialen Reihen auf der Außenoberfläche des Rohrs8 angeordnet sind. Es ist zudem klar, dass jede schraubenförmige Windung des Streifens1 auf dem Rohr8 eine schraubenförmige Reihe von mit gleichem Abstand angeordneten Kragen14 aufweist, die die Luftdüsen14' bilden, die radial von der Rohrwandung hervorstehen. Somit sind beim Rohr8 gemäß dieser Ausführungsform die Luftdüsen14' über 360° um die Rohrwandung herum verteilt (siehe12 ). Die schraubenförmige Beschaffenheit der Reihe der Luftdüsen14' wird aus der Ansicht in8 deutlich, die das Ende eines Rohrs8 zeigt, das quer durch die schraubenförmige Reihe der Luftdüsen14' geschnitten wurde, wodurch die benachbarte Bördelung6 sichtbar ist. -
12 zeigt einen leicht geneigten Querschnitt des Rohrs8 (siehe9 ) mit über 360° verteilten Luftdüsen14' , wohingegen13 und14 Variationen darstellen, die alternative Luftdüsenmuster aufweisen. Jede schraubenförmige Umdrehung des Rohrs8a , das in13 gezeigt ist, hat Luftdüsen14' , die über die Hälfte des Rohrs8a , d.h. über 180° verteilt sind, wobei der Rest des Rohrs ohne Düsen bleibt. Jede schraubenförmige Umdrehung des Rohrs8b , das in14 gezeigt ist, hat Luftdüsen14' , die über zwei gegenüberliegende Bereich verteilt sind, ein sogenanntes 2 × 90° Muster. - Unterschiedliche Düsenmuster können auf einfache Weise dadurch erzeugt werden, dass die Stanz-/Presseinheit
3 entweder kontinuierlich, wodurch ein 360°-Rohr erzeugt wird, oder intermittierend betrieben wird, wodurch 270°-, 180°-, 90°- oder 2 × 90°-Muster oder ein beliebiges anderes gewünschtes Muster erzeugt wird. Der Betrieb der Stanz-/Presseinheit3 wird durch einen Computer (nicht gezeigt) gesteuert, in den die gewünschten Luftdüsenmuster des fertigen Rohrs8 programmiert werden können. - Praktische Versuche der Vorrichtung und des Verfahrens der Erfindung haben sehr gute Ergebnisse erzeugt. Bei einem Versuch wurde ein Blechmetallstreifen mit einer Dicke von 0,7 mm und einer Breite von 148 mm verwendet. Es wurde ein Rohr mit 200 mm mit einem 360° Luftdüsenmuster erzeugt. Der Innendurchmesser der Luftdüsen war 5 mm und der Mittenabstand zwischen zwei benachbarten Luftdüsen in der schraubenförmigen Reihe von Düsen betrug 24 mm. Das Rohr wurde mit einer hohen Streifenzuführrate hergestellt, wobei sich die Qualität des fertigen Rohrs als äußerst gut erwies. Insbesondere war die Qualität der Kragen, die die Luftdüsen definieren, ausgezeichnet; bei weitem Besser als bei bislang bekannten Rohren eines ähnlichen Typs, wie etwa den Rohren des ACTIVENT Systems. Der präzise gesteuerte Stanz- und Pressbetrieb der Einheit
3 führt zur guten Qualität der Luftdüsen. - Die Erfindung eignet sich insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, für Lüftungsleitungen mit einem Durchmesser im Bereich von 200 bis 500 mm. Der Durchmesser der Luftdüsen liegt vorzugsweise im Bereich von 3 bis 10 mm, und der Mittenabstand zwischen zwei benachbarten Luftdüsen in der schraubenförmigen Reihe von Düsen beträgt vorzugsweise 15 bis 30 mm.
- Schließlich sollte erwähnt werden, dass die Erfindung in keiner Weise auf die hier beschriebenen Ausführungsformen beschränkt ist und unterschiedliche Abänderungen im Geltungsbereich der anhängenden Ansprüche möglich sind. Beispielsweise kann die spezielle Ausbildung und Anordnung der Luftdüsen variieren.
Claims (18)
- Verfahren zum Herstellen eines Schraubennahtrohres (
8 ) für ein Lüftungs-Leitungssystem, wobei das Rohr (8 ) über mehrer Luftdüsen (14' ) in seiner Wandung verfügt, enthaltend folgende Schritte: Zuführen eines Streifens (1 ) eines Metallbleches von einem Vorrat (2 ) zu einem Verformungskopf (7 ), in dem der Streifen (1 ) zum Rohr (8 ), das eine Schraubennaht (31 ) aufweist, umgeformt wird; Abführen des Schraubennahtrohres (8 ) aus dem Verformungskopf (7 ); und Schneiden des Rohres (8 ) auf gewünschte Längen, gekennzeichnet durch folgende Schritte: Stanzen und Pressen des Streifens (1 ) in einer Stanz-/Preßeinheit (3 ), um wenigstens eine in Längsrichtung verlaufende Reihe mit in Abstand angeordneten Öffnungen (4 ) im Streifen (1 ) auszubilden, wobei jede der Öffnungen (4 ) durch einen Kragen (14 ) begrenzt ist, der aus einem Streifenmaterial ausgebildet ist und von einer Oberfläche des Streifens (1 ) hervorragt; Zuführen des gestanzten Streifens (1 ) zu einer Walzeinheit (5 ), in der wenigstens eine in Längsrichtung verlaufende Bördelung (6 ) am Streifen (1 ) parallel zu der wenigstens einen Reihe von Öffnungen (4 ) ausgebildet wird; und Zuführen des gestanzten und gebördelten Streifens (1 ) zum Verformungskopf (7 ), in dem der Streifen (1 ) schraubenförmig gewunden wird, um das Rohr (8 ) derart auszubilden, daß jede schraubenförmige Umdrehung des Rohres (8 ) über wenigstens eine Reihe der mit Abstand angeordneten Öffnungen (4 ) verfügt, die die Luftdüsen (14' ) bilden, die radial von der Rohrwandung hervorragen. - Verfahren nach Anspruch 1, bei dem zwei parallele Reihen von Öffnungen (
4 ) im Streifen (1 ) ausgebildet werden und eine Bördelung (6 ) zwischen diesen beiden Reihen der Öffnungen (4 ) ausgebildet wird. - Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Stanz-/Preßeinheit (
3 ) derart eingestellt ist, daß die Luftdüsen (14' ) des fertigen Rohres (8 ) in axialen Reihen parallel zur Mittelachse (C) des Rohres (8 ) angeordnet sind. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Stanz-/Preßeinheit (
3 ) entweder derart kontinuierlich betrieben wird, daß das fertige Rohr (8 ) so ausgebildet ist, daß seine Luftdüsen (14' ) in gleichem Abstand in einer schraubenförmigen Reihe über das Rohr (8 ) verlaufen, oder derart intermittierend betrieben wird, daß das fertige Rohr (8 ) so ausgebildet ist, daß wenigstens eine in Achsrichtung verlaufende Oberfläche keine Luftdüsen aufweist. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem der Winkel (90°+α) zwischen der Mittelachse (C) des Rohres (
8 ), das aus dem Verformungskopf (7 ) abgeführt wird, und der Streifenzuführrichtung (A) in der Walzeinheit (5 ) gemäß dem gewünschten Durchmesser des Rohres (8 ) eingestellt wird, wobei die Einstellung so erfolgt, daß die Zuführrichtung (A) des Streifens (1 ) zwischen der Streifenabgabe der Stanz-/Preßeinheit (3 ) und der Streifenaufnahme der Walzeinheit (5 ) als geradeverlaufend beibehalten wird. - Verfahren nach Anspruch 5, bei dem der Winkel eingestellt wird, indem der Verformungskopf (
7 ) im Bezug auf die Walzeinheit (5 ) geschwenkt wird, die unbeweglich ist. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem der Betrieb der Stanz- /Preßeinheit (
3 ) und der Walzeinheit (5 ) derart gesteuert wird, daß die radiale Projektion der Bördelung (6 ) im Bezug auf die Rohrwandung größer ist als die radiale Projektion der Luftdüsen (14' ). - Vorrichtung zum Herstellen eines Schraubennahtrohres (
8 ) für ein Lüftungs-Leitungssystem, wobei das Rohr (8 ) über mehrere Luftdüsen (14' ) in seiner Wandung verfügt, enthaltend: einen Vorrat (2 ) eines Metallblechstreifens (1 ); einen Verformungskopf (7 ), in dem der Streifen (1 ) zum Rohr (8 ) umgeformt wird, das eine Schraubennaht (31 ) aufweist; eine Einrichtung (40 ) zum Abführen des Schraubennahtrohres (8 ) aus dem Verformungskopf (7 ); und eine Einrichtung (13 ) zum Abschneiden des Rohres (8 ) auf gewünschte Längen, gekennzeichnet durch: eine Stanz-/Preßeinheit (3 ) zum Stanzen und Pressen des Streifens (1 ), der vom Vorrat (2 ) zugeführt wird, um wenigstens eine in Längsrichtung verlaufende Reihe mit in Abstand angeordneten Öffnungen (4 ) im Streifen (1 ) auszubilden, wobei jede der Öffnungen (4 ) durch einen Kragen (14 ) begrenzt ist, der aus einem Streifenmaterial ausgebildet ist und von einer Oberfläche des Streifens (1 ) hervorragt; und eine Walzeinheit (5 ) zum Walzen des gestanzten Streifens (1 ), der von der Stanz-/Preßeinheit (3 ) zugeführt wird, um wenigstens eine in Längsrichtung verlaufende Bördelung (6 ) am Streifen (1 ) parallel zu der wenigstens einen Reihe von Öffnungen (4 ) auszubilden; wobei der Verformungskopf (7 ) derart beschaffen ist, daß der gestanzte und gebördelte Streifen (1 ) zu einem Schraubennahtrohr (8 ) derart umgeformt wird, daß jede schraubenförmige Umdrehung des Rohres (8 ) wenigstens eine Reihe von mit Abstand angeordneten Öffnungen (4 ) aufweist, die die Luftdüsen (14' ) bilden, die radial von der Rohrwandung hervorragen. - Vorrichtung nach Anspruch 8, bei der die Stanzeinheit (
3 ) eine Einrichtung (17 ,18 ) aufweist, die zwei parallele Reihen von Öffnungen (4 ) im Streifen (1 ) ausbildet. - Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der die Stanz-/Preßeinheit (
3 ) zwei Elemente (15 ,16 ) hat, von denen das eine (16 ) im Bezug auf das andere (15 ) verschoben werden kann, um eine erste Reihe von Öffnungen (4 ) auszubilden, die relativ zu einer zweiten Reihe von Öffnungen (4 ) versetzt ist, die durch das andere Element (15 ) der Stanz-Preßeinheit (3 ) ausgebildet werden. - Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Verschiebung des verschiebbaren Elementes (
16 ) der Stanz-/Preßeinheit (3 ) gemäß dem Durchmesser des fertigen Rohres (8 ) einstellbar ist, wobei der Versatz zwischen den beiden Reihen von Öffnungen (4 ) mit zunehmendem Rohrdurchmesser abnimmt, und bei abnehmendem Rohrdurchmesser zunimmt. - Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, bei der die Verschiebung des verschiebbaren Elementes (
16 ) der Stanz-/Preßeinheit (3 ) derart eingestellt werden kann, daß die Luftdüsen (14' ) des fertigen Rohres (8 ) in axialen Reihen, parallel zur Mittelachse (C) des Rohres (8 ) angeordnet sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, bei der die Stanz-/Preßeinheit (
3 ) für einen kontinuierlichen Betrieb eingerichtet ist, so daß beim fertigen Rohr (8 ) die Luftdüsen (14' ) in gleichem Abstand in einer schraubenförmigen Reihe über das Rohr (8 ) angeordnet sind, und für einen intermittierenden Betrieb, so daß das fertige Rohr (8 ) über wenigstens eine in Achsrichtung verlaufende Oberfläche verfügt, die keine Luftdüsen aufweist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, enthaltend eine Einrichtung (
11 ,12 ) zum Einstellen des Winkels (90°+α) zwischen der Mittelachse (C) des Rohres (8 ), das aus dem Verformungskopf (7 ) abgeführt wird, und der Streifenzuführrichtung (A) in der Walzeinheit (5 ) gemäß dem gewünschten Durchmesser des Rohres (8 ). - Vorrichtung nach Anspruch 14, bei der der Verformungskopf (
7 ) an einer Basis (11 ) angebracht ist, die um eine Vertikalachse (V) im Bezug auf die Walzeinheit (5 ), die unbeweglich ist, geschwenkt werden kann, und deren eines Ende auf der Basis (11 ) durch eine Trägeranordnung (12 ) gehalten ist, wodurch die Winkeleinstellung möglich ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, bei der die Walzeinheit (
5 ) über Walzen (22 –24 ) mit Stegen (25 –27 ) in Umfangsrichtung verfügt, die die wenigstens eine Bördelung (6 ) im Streifen (1 ) durch Walzpressen ausbilden. - Vorrichtung nach Anspruch 10 und 16, bei der die Walzeinheit (
5 ) dazu eingerichtet ist, die Bördelung (6 ) zwischen den beiden in Längsrichtung verlaufenden Reihen der Öffnungen (4 ) auszubilden. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 17, bei der der Verformungskopf (
7 ) Innenrillen (28 –30 ) aufweist, die dazu geeignet sind, die radial nach außen hervorragenden Luftdüsen (14' ) und die Bördelung (6 ) aufzunehmen, wenn die Schraubennaht (31 ) im Verformungskopf (7 ) ausgebildet wird.
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