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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft das Bohren von Durchgangslöchern in gedruckte Schaltkarten,
und insbesondere die Verwendung von Eingangsmaterialien (bzw. Zugangsmaterialien)
und Sicherungsplatten (bzw. Unterlageplatten) beim Bohren von Durchgangslöchern in
gedruckte Schaltkarten.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Gedruckte
Mehrschichtschaltkarten umfassen typischerweise im Querschnitte
eine Kupferaunenschicht, gefolgt von einer Epoxydglasharzschicht, einer
Kupferinnenschicht, einer weiteren Epoxydglasharzschicht und einer äußeren Kupferschicht. Die
Anzahl von aufeinander folgenden Kupferinnenschichten und Epoxydglasharzschichten
kann variieren. In bestimmten gedruckten Schaltkarten kann die Kupferinnenschicht
auch entfallen. In anderen gedruckten Schaltkarten kann die dielektrische
Schicht aus einem anderen Material als Epoxydglasharz hergestellt
sein.
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Gedruckte
Mehrschichtschaltkarten werden durch einen mehrstufigen Prozess
hergestellt. Sobald die Schaltkarte auf jede Kupferinnenschicht
geätzt
ist, wird die Innenschicht bzw. werden die Innenschichten sandwichartig
zwischen den Epoxydschichten und den Kupferaußenschichten angeordnet und
Wärme und
Druck werden daraufhin angelegt bzw. angewendet, um das Epoxyd auszuhärten und
die Schichten miteinander zu verbinden. Eine große Anzahl kleiner Durchgangslöcher wird
daraufhin durch den Querschnitt der gedruckten Mehrschichtschaltkarte
bei der Vorbereitung zur Ausbildung elektrischer Kontakte zwischen
den oberen und unteren äußeren Kupferschichten
und den inneren Kupferschichten der gedruckten Schaltkarte mittels eines
Hochgeschwindigkeitsbohrwerkzeugs gebohrt. Üblicherweise werden die Kontakte
hergestellt, indem zunächst
ein elektrisch leitfähiges
Material, wie etwa autokatalytisches Kupfer, auf die Oberfläche des
Durchgangslochs galvanisiert wird. Die Wandung des Durchgangslochs
wird daraufhin mit elektrolytischem Kupfer galvanisiert, um den
Kontakt zwischen den Kupferschichten der gedruckten Schaltkarte
zu vervollständigen.
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Es
ist nicht unüblich,
Tausende von Durchgangslöchern
in eine einzige gedruckte Schaltkarte zu bohren. Verschleiß der Bohrspitze
stellt deshalb ein Problem dar auf Grund der hohen Bohrgeschwindigkeit
und der großen.
Wärmemenge,
die erzeugt wird, insbesondere durch extrem rasche Abkühlung durch
die Metallschichten und die abschleifenden Epoxydglasschichten.
Bei herkömmlichen
Bohrvorgängen
kann das Bohrwerkzeug ohne weiteres Temperaturen im Bereich von
500°F (260°C) bis 700°F (370°C) erreichen.
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Derartige
Bohrtemperaturen, die während des
Bohrens von Durchgangslöchern
in die Epoxydglas- und Kupferschichten angetroffen werden, führen häufig dazu,
dass das Epoxyd über
die Kupferinnenschichten verschmiert. Das dielektrische Material kann
ebenfalls auf die leitfähigen
Schichten verschmieren, wenn Platten gebohrt werden, die Isolierschichten
aufweisen, die aus anderen Materialien hergestellt sind. Wenn die
Durchgangslöcher
unbehandelt bleiben (d. h., wenn das verschmierte dielektrische
Material nicht vollständig
entfernt wird) vor der Kupfergalvanisierung der Wandungen der Durchgangslöcher, kann
eine dielektrische Barriere zwischen dem leitfähigen Pfad der kupfergalvanisierten Durchgangslöcher und
den leitfähigen
Kupferschichten zurückbleiben.
Dies beeinträchtigt
die elektrische Verbindung und führt
zu unzuverlässigen
elektrischen Kontakten zwischen den Kupferinnen- und -außenschichten (oder zwischen
den leitfähigen Schichten,
wenn eine Innenschicht nicht verwendet wird). Die hohen Bohrtemperaturen
verkürzen
auch die Nutzungszeit der Bohrspitze.
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Ein
während
Hochgeschwindigkeitsbohrens von gedruckten Schaltkarten häufig angetroffenes weiteres
Problem betrifft die Erzeugung eines Grates am Rand des Bohrlochs,
dort, wo der Bohrer aus der kupferbeschichteten Außenseite
austritt. Ein derartiger Grat kann während der Galvanisierung des Durchgangslochs
einen dammartigen Zustand bilden, durch den Schmutzstoffe oder Luft
eingefangen werden können.
Derartige eingefangene Schmutzstoffe oder Luft können später zum Reißen der Durchgangslochgalvanisierung
und daraus resultierend zu elektrischer Störung führen. Derartige Grate müssen deshalb
entfernt werden, entweder durch einen getrennten Schleifvorgang,
oder sie müssen
verhindert werden unter Verwendung einer geeigneten Rückseitenplatte
bzw. Sicherungsplatte. Geeignete Sicherungsplatten sind beispielsweise
offenbart in den US-Patenten Nrn. 3700341 und 4269549.
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Ein
noch weiteres Problem wird angetroffen, wenn das Bohrwerkzeug in
die gedruckte Schaltkarte eindringt. Die Hochgeschwindigkeitsbohrspitze
neigt, wenn sie auf die Oberfläche
der gedruckten Schaltkarte trifft, dazu, Grate an jedem Eintrittspunkt
des Durchgangslochs zu erzeugen. Das Problem von Graten am Eingangspunkt
bzw. Zugangspunkt des Durchgangslochs wird herkömmlicherweise reduziert unter
Verwendung eines geeigneten Eingangsmaterials. Typischerweise handelt
es sich bei dem verwendeten Eingangsmaterial um eine dünne Metallfolie,
wie etwa Aluminium.
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Die
Verfahren gemäß dem Stand
der Technik zum Durchbohren von gedruckten Schaltkarten sind nicht
in angemessener Weise mit dem drei identifizierten Problemen in
integrierter Weise befasst. Beispielsweise offenbarten Hatch et
al. in den US-Patenten
Nrn. 4781495 und 4929370 ein Bohrverfahren, bei dem eine Schmiermittelfolie
zwischen jeder gedruckten Schaltkarte in einem Stapel aus gedruckten Schaltkarten
vor dem Bohren von Durchgangslöchern
in die gedruckten Schaltkarten angeordnet wird. Jede Folie besteht
aus einem porösen,
auf Pulpe basierenden Papier, das mit einem wasserlöslichen
trockenen Schmiermittel gesättigt
ist. Während die
Schmiermittelfolie Schmierung für
das Bohrwerkzeug während
des Bohrvorgangs bereitstellt, trägt das poröse, auf Pulpe basierende Papier
nicht zur Beseitigung bzw. Reduktion von Graten bei. Da außerdem die
Außenseite
der Schmierfolie mit einer Schmiermittelschicht beschichtet ist,
gelangt das Schmiermittel direkt in Kontakt mit der Oberfläche der gedruckten
Schaltkarte und verschmutzt folglich die gedruckte Schaltkarte,
so dass ein nachfolgender Reinigungsschritt erforderlich ist.
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Weiteres
Eingangsmaterial gemäß dem Stand
der Technik besteht aus einer dünnen
Aluminiumfolie, auf deren einen Oberfläche ein Schmiermittelfilm bzw.
eine Schmiermitteldünnschicht
aufgetragen ist; siehe beispielsweise
EP 0642297 A1 . Das Eingangsmaterial wird
auf der Oberseite des Stapels aus gedruckten Schaltkarten angeordnet,
durch die gebohrt werden soll, mit einer Aluminiumfolie im Kontakt
mit der Oberseite des Stapels aus gedruckten Schaltkarten. Während ein
derartiges Eingangsmaterial für
die Bohrwerkzeuge Schmierung bereitstellt, mangelt es der dünnen Aluminiumfolie
an dimensionsgerechter Stabilität
insofern, als sie sich verbiegt und verdreht. Dieses Verbiegen und
Verdrehen führt zu
einem Verlust an Kontakt zwischen der Oberseite der gedruckten Schaltkarte
und der Aluminiumfolie. Ohne einen derartigen Kontakt vermag das
Eingangsmaterial die Funktion einer Verringerung der Gratbildung
nicht zu erfüllen.
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ZUSAMMENASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft, wie in den unabhängigen Ansprüchen 1,
11, 16 und 20 festgelegt, Verfahren und Materialien zur Verwendung
beim Durchbohren gedruckter Schaltkarten. Das Verfahren zum Durchbohren
gedruckter Schaltkarten gemäß der vorliegenden
Erfindung stellt einen integrierten Ansatz bereit, die Probleme übermäßiger Wärme und
Gratbildung, die vorstehend genannt sind, zu überwinden. In einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird ein schmierfähiges, dimensionsgerecht
stabiles Eingangsmaterial auf der Oberseite eines Stapels gedruckter
Schaltkarten angeordnet und eine schmierfähige, dimensional stabile Sicherungsplatte
bzw. Rückseitenplatte
wird unter dem Stapel gedruckter Schaltkarten angeordnet. Während des
Bohrvorgangs dient das schmierfähige Eingangsmaterial
und die schmierfähige
Sicherheitsplatte zum Schmieren der Bohrspitze, wodurch Bohrtemperaturen
reduziert werden und die Standzeit der Bohrspitze verlängert wird.
Das dimensional stabile, schmierfähige Eingangsmaterial sowie
die dimensional stabile, schmierfähige Sicherungsplatte tragen außerdem die
Oberseite und Unterseite der gedruckten Schaltkarte und dienen damit
zur Verringerung von Graten.
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In
einer weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird dann, wenn die Oberseitengratbildung kein so ernsthaftes Problem darstellt,
die schmierfähige
Sicherungsplatte alleine ohne das schmierfähige Eingangsmaterial verwendet.
Da die Bohrspitze in die schmierfähige Sicherungsplatte am Ende
des ersten Hindurchtritts durch den Stapel gedruckter Schaltkarten
eindringt, bleibt die Bohrspitze ausreichend schmierfähig zum
Herausziehen und für
ein nachfolgendes Hindurchtreten durch Stapel gedruckter Schaltkarten.
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Die
Materialien gemäß der vorliegenden
Erfindung umfassen Eingangsmaterialien und Rückseiten- bzw. Sicherungsplatten.
In einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst das Eingangsmaterial einen Zellulosekern
und eine äußere Haut
auf beiden Seiten des Zellulosekerns. Die äußeren Häute sind mit dem Zellulosekern
durch Schichten aus Schmiermittel/Klebstoff verbunden. Der Zellulosekern
besteht aus verfestigen Zellulosefasern. Der Zellulosekern besitzt
begrenzte Porosität
in Bezug auf das Schmiermittel/den Klebstoff und er wird durch das
Schmiermittel/den Klebstoff nicht imprägniert bzw. gesättigt. In
einer weiteren Ausführungsform
des Eingangsmaterials kann der Zellulosekern entfallen und die äußeren Häute können direkt
miteinander durch eine Schicht aus dem Schmiermittel/Klebstoff verbunden
sein. Die Laminatkonstruktion der Eingangsmaterialien stellt dimensionsgerechte
Stabilität
sowohl im Hinblick auf Verbiegen wie Verdrehen sicher.
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Die
Schicht aus Schmiermittel/Klebstoff besteht aus einer Wasserdispersion
von Polyethylenoxidharz, das mit Polyethylenglykol hohen Molekulargewichts
plastifiziert ist. Die Schmiermittel/Klebstoffschicht wird durch
Auftragen entweder auf der Außenhaut
oder durch direktes Beschichten des Zellu losekerns gebildet, woraufhin
die Lösung
getrocknet wird, um den Schmiermittel/Klebstofffilm für die Laminierung
zu bilden.
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Die
Außenhaut
des Eingangsmaterials kann Metallfolien, epoxydbeschichtetes Papier,
unbeschichtetes Papier bzw. Kunststoff umfassen. Die Außenhaut
dient mehreren Zwecken. Die Außenhaut des
Eingangsmaterials sorgt dafür,
dass das Schmiermittel/der Klebstoff die Oberseite der Schaltkarte
nicht direkt kontaktiert, wodurch Oberflächenverschmutzung der Schaltkarte
während
des Bohrvorgangs reduziert wird. Die Außenhaut beseitigt die Notwendigkeit
für Gleitfolien
zwischen aufeinander folgenden Stapelschichten des Eingangsmaterials zur
Isolation des Schmiermittels/des Klebstoffs auf benachbarten Schichten
von Eingangsmaterial während
der Herstellung, der Bevorratung und dem Verschicken des Eingangsmaterials.
Die Außenhaut dient
außerdem
zur Gratverhinderung/Verringerung durch Bereitstellen einer harten,
dimensional stabilen Oberfläche
zum Tragen der Oberseite der Schaltkarte während des Eindringens der Bohrspitze.
Die Außenhaut
besitzt jedoch ausreichend Elastizität, so dass dann, wenn sie durch
die Bohrspitze anfänglich "getroffen" wird, die Außenhaut
zur Absorption des Stoßes
der Bohrspitze und zum Zentrieren der Bohrspitze im Stoßpunkt eingebeult
wird.
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Eine
Ausführungsform
der Rückseitenplatte bzw.
Sicherungsplatte gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst einen gepressten Holzkern und eine Außenhaut
auf beiden Seiten des Holzkerns. Die Außenhäute sind mit dem Holzkern durch
Schichten aus Schmiermittel/Klebstoff verbunden. Der Holzkern besteht
aus einer gepressten Holzfaserplatte. Die Holzfaserpressplatte ist
nicht porös,
d. h., das Schmiermittel/der Klebstoff dringt in die Holzfaserplatte
nicht merklich ein und sättigt
diese nicht. Das Schmiermittel/der Klebstoff ist dasselbe bzw. derselbe
wie das Schmiermittel/der Klebstoff, das bzw. der mit dem Eingangsmaterial
verwendet wird.
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Die
Außenhaut
der Holzkernsicherungsplatte kann eine Metallfolie, epoxydbeschichtetes
Papier, unbeschichtetes Papier bzw. Kunststoff enthalten. Die Außenhaut
der Holzkernsicherungsplatte dient mehreren Zwecken. Die Außenhaut
sorgt dafür,
dass das Schmiermittel/der Klebstoff die Bodenseite der Schaltkarte
nicht direkt kontaktiert, wodurch eine Oberflächenverschmutzung der Schaltkarte
reduziert wird. Die Außenhaut
beseitigt außerdem
die Notwendigkeit für
Rutschfolien zur Isolierung des Schmiermittels/des Klebstoffs zwischen
aufeinander, folgend gestapelten Sicherungsplatten bei der Herstellung, der
Bevorratung und dem Verschicken der Holzkernsicherungsplatten. Die
Außenhaut
dient außerdem zur
Gratverhinderung/Verringerung durch Bereitstellen einer harten,
dimensional stabilen Oberfläche zum
Abstützen
der Bodenseite des Stapels aus Schaltkarten.
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Eine
zweite Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Sicherungsplatte
umfasst eine belüftete
Rückseitenplatte
bzw. Sicherungsplatte. Die belüftete
Sicherungsplatte wird in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet und
umfasst ein wellenförmiges
Kernelement mit gegenüberliegenden
Wellenbauchabschnitten einer Metallfolie, die zwischen gegenüberliegenden
Metallfolienlagen sandwichartig angeordnet ist. Einer der Wellenbauchabschnitte weist
zu einer der Folienlagen bzw. – schichten,
und der andere der Wellenbauchabschnitte weist zu der anderen der
Folienlagen bzw. -schichten. Die Wellenbauchabschnitte verlaufen
bevorzugt länglich
im Wesentlichen entlang paralleler Linien zwischen gegenüberliegenden
Rändern
der Folienschichten, um längliche
Kanäle
dazwischen zu bilden und um in etwa die Form einer Sinuswelle aufzuweisen.
Das Paar gegenüberliegender
Metallfolienschichten kann aus Kupfer, Stahl, jedoch bevorzugt aus
Aluminium bestehen. Der wellenförmige
Kern kann in ähnlicher Weise
aus Folienschichten aus Kupfer oder Stahl, jedoch bevorzugt Aluminium
bestehen. Eine Klebstoffschicht verbindet jede der Aluminiumfolienschichten mit
der Oberseite und Unterseite des wellenförmigen Kernelements. Eine Außenhaut
ist mit jeder der Aluminiumfolienschichten durch eine Schicht aus Schmiermittel/Klebstoff
verbunden. Die Außenhäute der
belüfteten
Sicherungsplatte können
eine Metallfolie, epoxydbeschichtetes Papier, unbeschichtetes Papier
bzw. Kunststoff enthalten.. Die Außenhäute der beschichteten Sicherungsplatte
dienen mehreren Zwecken. Die Außenhäute halten
das Schmiermittel von einem direkten Kontakt mit der Bodenseite
der Schaltkarte ab, wodurch Oberflächenverschmutzung verringert
wird. Die Außenhäute beseitigeb
die Notwendigkeit für
Rutschfolien bei der Herstellung, Bevorratung und dem Versand belüfteter Sicherungsplatten.
Die Außenhäute dienen
außerdem
dem Zweck der Gratverhinderung/Verringerung durch Bereitstellen
einer harten, dimensionsgerechten stabilen Oberfläche zum
Abstützen
des Bodens bzw. der Unterseite der Schaltkarte. Die Schicht aus
Schmiermittel/Klebstoff ist dieselbe wie die Schicht aus Schmiermittel/Klebstoff,
die im Zusammenhang mit dem Eingangsmaterial und der Holzkernsicherungsplatte
verwendet wird.
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Im
Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Bohren von
Durchgangslöchern
in gedruckte Schaltkarten wird das Eingangsmaterial auf der Oberseite
der Schaltkarte bzw. des Stapels von Schaltkarten angeordnet, um
durchbohrt zu werden, und die Sicherungsplatte wird auf einer Trag-
bzw. Stützfläche unter
der Unterseite des Stapels von Schaltkarten angeordnet, die durchbohrt werden
sollen. Die Oberseite der Schaltkarte bzw. des Stapels von Schaltkarten
liegt an der Außenhaut des
Eingangsmaterials an, und die Bodenseite der Schaltkarte bzw. des
Stapels von Schaltkarten liegt an der Außenhaut der Sicherungsplatte
an. Der Stapel wird daraufhin durch einen Druckfuß nach unten gedrückt vor
dem Bohrvorgang, um zu gewährleisten,
dass der Stapel flach verläuft
und gesichert ist, wenn die Bohrspitze ihren anfänglichen Kontakt mit dem Eingangsmaterial
aufnimmt. Während
des Bohrvorgangs durchsetzt die Bohrspitze die erste Außenhaut
des Eingangsmaterials durch die erste Schicht aus Schmiermittel/Klebstoff,
durch den Zellulosekern (soweit vorhanden), durch die zweite Schicht
von Schmiermittel/Klebstoff und durch die zweite Außenhaut
des Eingangsmaterials. Daraufhin durchsetzt die Bohrspitze den Stapel
von gedruckten Schaltkarten und dringt in die Sicherungsplatte ein.
Im Fall einer Holzkernsicherungsplatte durchsetzt die Bohrspitze
die Außenhaut
der Sicherungsplatte und die Schicht aus Schmiermittel/Klebstoff
und dringt in den Holzkern der Sicherungsplatte ein. Im Fall der
belüfteten
Sicherungsplatte durchsetzt die Bohrspitze die Außenhaut,
das Schmiermittel/der Klebstoff, die Aluminiumschicht, den Laminatklebstoffkern
und dringt in den belüfteten
Kern der Rückseitenplatte
ein. Die Bohrspitze tritt daraufhin in den Kernraum ein und sie dringt
nicht weiter vor und verbleibt vorübergehend im Kern der Sicherungsplatte
bzw. Rückseitenplatte. Für die belüftete Rückseitenplatte
wird ein Luftstrom in dem Kern der Sicherungsplatte bereitgestellt,
um die Entfernung von Schneidabfall daraus zu erleichtern und um
das Abkühlen
der Bohrspitze zu fördern. Die
Bohrspitze durchsetzt die Schicht aus Schmiermittel/Klebstoff der
Sicherungsplatten und nimmt Schmiermittel von der Schicht aus Schmiermittel/Klebstoff
auf. Das Schmiermittel verbleibt auf der Bohrspitze und reduziert
die Reibung, wenn die Bohrspitze aus dem Durchgangsloch herausgezogen
wird und reduziert die Reibung, wenn die Bohrspitze das nächste Durchgangsloch
bohrt.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, ein Verfahren
zum Durchbohren gedruckter Schaltkarten zu schaffen, das die Temperatur
der Bohrspitze reduziert und dadurch die Standzeit der Bohrspitze
verlängert
und das Verschmieren von dielektrischem Material im Durchgangsloch
der gedruckten Schaltkarte reduziert.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren
zum Durchbohren von gedruckten Schaltkarten zu schaffen, das Gratbildung
sowohl am Eintrittspunkt des Durchgangslochs wie am Austrittspunkt
des Durchgangslochs reduziert.
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Noch
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Eingangsmaterial
zur Verwendung beim Durchbohren gedruckter Schaltkarten zu schaffen,
das die Temperatur der Bohrspitze reduziert und außerdem die
Gratbildung im Bereich des Eintrittspunkts des Durchgangslochs verringert.
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Noch
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Rückseitenplatte
bzw. Sicherungsplatte zur Verwendung beim Durchbohren von gedruckten
Schaltkarten zu schaffen, die die Temperatur der Bohrspitze reduziert
und die Gratbildung im Bereich des Eintrittspunkts des Durchgangslochs
verringert.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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Weitere
Aufgaben der Erfindung erschließen sich
aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den anliegenden
Zeichnungen; in diesen zeigen:
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1 eine
Querschnittsansicht eines schmierfähigen Eingangsmaterials;
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2 eine
Querschnittsansicht einer Ausführungsform
einer schmierfähigen
Sicherungsplatte;
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3 eine
Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform einer schmierfähigen Sicherungsplatte;
-
4 eine
Querschnittsansicht eines Verfahrens zum Durchbohren gedruckter
Schaltkarten unter Verwendung eines schmierfähigen Eingangsmaterials und
einer schmierfähigen
Sicherungsplatte; und
-
5 eine
Querschnittsansicht eines weiteren Verfahrens zum Durchbohren gedruckter
Schaltkarten unter Verwendung eines herkömmlichen Eingangsmaterials
und einer schmierfähigen
Sicherungsplatte.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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In 1 und 4 ist
eine Ausführungsform eines
schmierfähigen
Eingangsmaterials 10 bzw. eines Schmierung bereitstellenden
derartigen Materials gezeigt, das in Verbindung mit Bohrdurchgangslöchern in
einem Stapel 28 gedruckter Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d zum
Einsatz kommt. Das schmierfähige
Eingangsmaterial 10 umfasst eine erste harte äußere Eingangshaut 12,
eine zweite harte äußere Eingangshaut 14,
eine erste Schmiermittel/Klebstoffschicht 16, eine zweite
Schmiermittel/Klebstoffschicht 18 und einen Kern 20.
Die harten äußeren Eingangshäute 12 und 14 sind
mit dem Kern 20 mittels der Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18 verbunden.
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Der
Kern 20 kann aus verfestigten, zufällig ausgerichteten Zellulosefasern
bestehen. Andere geeignete Materialien für den Kern 20 umfassen
Feststofffolien einschließlich
Polyesterfolien. Der Zellulosekern 20 weist typischerweise
eine Dicke von etwa 3 Mils (0,0762 Millimeter) bis etwa 8 Mils (0,2032
Millimeter) auf. Der Zellulosekern 20 besitzt begrenzte Porosität gegenüber dem
Schmiermittel/Klebstoff der Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18.
Der Zellulosekern 20 wird durch das Schmiermittel/den Klebstoff
nicht durchtränkt
bzw. imprägniert
oder gesättigt.
Statt dessen absorbiert der Zellulosekern 20 ausschließlich genügend Schmiermittel/Klebstoff
zur Sicherstellung einer Verbindung zwischen den Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18 und
dem Zellulosekern 20. Der Zellulosekern 20 ist
elastisch und wirkt dadurch als Polster in Bezug auf den Stoß der Bohrspitze 22 eines
Hochgeschwindigkeitsbohrwerkzeugs 24 (4),
wenn das Eingangsmaterial 10 durch die Bohrspitze 22 während des
Bobrens von Durchgangslöchern
in gedruckten Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d "getroffen" wird.
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Alternativ
kann der Kern 20 in der laminierten Struktur des Eingangsmaterials 10 entfallen,
wenn Polsterungs- bzw. Dämpfungserfordernisse
verringert sind. In einer alternativen Ausführungsform ohne den Kern 20 sind
die äußeren Eingangshäute 12 und 14 direkt
miteinander durch eine Schicht aus Schmiermittel/Klebstoff verbunden.
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Jede
der Schichten 16 und 18 aus Schmiermittel/Klebstoff
besteht aus einer Wasserdispersion von Polyethylenoxidharz, das
mit einem Polyethylenglykol hohen Molekulargewichts plastifiziert
ist. Die Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18 werden durch
Auftragen entweder der äußeren Häute 12 und 14 oder
durch direktes Auftragen des Zellulosekerns 20 und dar aufhin
Trocknen der Lösung
zur Bildung der Schmiermittel/Klebstofffolie für die Laminierung gebildet.
Die resultierenden Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18 sind
typischerweise 3 Mils (0,0762 Millimeter) bis etwa 7 Mils (0,1778
Millimeter) dick. Die getrockneten Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18 besitzen
einen Erweichungspunkt niedriger als 250°F (121°C), so dass während des
Bohrens der Durchgangslöcher
in die gedruckten Schaltkarten die Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18 Schmiermittel
zur Bohrspitze 22 übertragen können.
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Jede
der äußeren Häute 12 und 14 des
Eingangsmaterials 10 kann aus einer Metallfolie, aus epoxydbeschichtetem
Papier, aus unbeschichtetem Papier oder Kunststoff bestehen. Jede
der harten äußeren Häute besitzt
eine Härte,
deren Wert vom Material abhängt,
das verwendet wird, und das kombiniert mit dem Schmiermittel/Klebstoff
hinreicht, jegliche Eintrittsgratbil dung auf der oberen gedruckten Schaltkarte 30a zu
unterbinden. Beispielsweise kann es sich bei dem für die äußeren Häute 12 und 14 verwendeten
Aluminium um eine Aluminiumfolie des Typs 3003-H19 mit einer Dicke
von etwa 0,001 Inch (0,0254 Millimeter) bis etwa 0,002 Inch (0,0508
Millimeter) handeln.
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Die äußeren Häute 12 und 14 dienen
mehrfachen Zwecken. Die äußere Haut 12,
die sich im Kontakt mit der Oberseite 32 des Stapels 28 gedruckter
Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d während des Bohrvorgangs
befindet (4), hält die Schmiermittel/Klebstoffschicht 16 von
einer direkten Kontaktierung der Oberseite 32 des Stapels 28 ab
und verhindert bzw. beseitigt dadurch Oberflächenverschmutzung der Schaltkarten
während
des Bohrvorgangs. Die äußere Haut 14,
die sich im Kontakt mit dem Druckfuß 26 während des
Bohrvorgangs befindet (4), hält den Druckfuß 26 der
Bohrmaschine 24 davon ab, die Schmiermit tel/Klebstoffschicht 18 zu kontaktieren
und verhindert dadurch den Aufbau von Schmiermittel auf dem Druckfuß 26 der
Bohrmaschine 24. Die äußeren Häute 12 und 14 verhindern
außerdem
die Notwendigkeit für
Gleitfolien zwischen aufeinander folgende Stapelschichten bzw. -lagen des
Eingangsmaterials 10 durch Isolieren der Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18 von
benachbarten Schichten des Eingangsmaterials 10 während der
Herstellung, der Bevorratung und der Verschickung des Eingangsmaterials 10.
Die äußere Haut
bzw. Außenhaut 12,
die sich im Kontakt mit der Oberseite 32 eines Stapels 28 gedruckter
Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d befindet
( 4), dient auch dem Zweck einer Gratverhinderung/Verringerung
durch Bereitstellung einer harten, dimensional stabilen Außenseite
zum Tragen bzw. Stützen
der Oberseite 32 der Schaltkarte 30a während des
Eintritts der Bohrspitze 22. Die äußere Haut 14 besitzt
jedoch ausreichend Elastizität,
damit dann, wenn die äußere Haut 14 durch
die Bohrspitze 22 anfänglich "getroffen" wird, die äußere Haut 14 zusammenwirkend
mit dem Kern 20 Einbeulungen bzw. Ausbuchtungen bildet,
um den Stoß der
Bohrspitze 22 zu absorbieren und die Bohrspitze im Stoßpunkt zu
zentrieren.
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Mit
oder ohne Kern 20 verleiht der laminierte Aufbau des schmierfähigen Eingangsmaterials 10 dem
schmierfähigen
Eingangsmaterial 10 dimensionsgerechte Stabilität sowohl
im Hinblick auf Verbiegen wie Verdrehen. Typischerweise ist die
dimensionale Stabilität,
die durch das Eingangsmaterial 10 der vorliegenden Erfindung
bereitgestellt wird, geringer als 2% Verbiegung und Verdrehung für das Eingangsmaterial 10 mit
einem Zellulosekern 20 und weniger als 2% Verbiegung und
Verdrehung für
das Eingangsmaterial 10 ohne Zellulosekern 20.
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In 2 und 4 ist
eine Ausführungsform der
schmierfähigen
Sicherungsplatte 34 gezeigt, die in Verbindung mit dem
Bohren von Durchgangslöchern
in einem Stapel 28 gedruckter Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d verwendet
wird. Die Sicherungsplatte 34 umfasst eine erste harte äußere Sicherungshaut 36,
eine zweite harte äußere Sicherungshaut 38,
eine erste Schmiermittel/Klebstoffschicht 40, eine zweite
Schmiermittel/Klebstoffschicht 42 und einen massiven Kern 44.
Die harten äußeren Sicherungshäute 36 und 38 sind
mit dem massiven Kern 44 mittels der Schmiermittel/Klebstoffschichten 40 und 42 verbunden.
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Der
Kern 44 kann aus einer Holzfaserpressplatte bestehen. Andere
geeignete Materialien für den
Kern 44 können
massives Harz oder Papier/Harzmischungen umfassen. Der Holzkern 44 besitzt
typischerweise eine Dicke von etwa 0,050 Inch (1,27 Millimeter)
bis etwa 0,125 Inch (3,175 Millimeter). Der Holzkern 44 besitzt
begrenzte Porosität
in Bezug auf das Schmiermittel/den Klebstoff und wird nicht. durchtränkt oder
gesättigt
durch das Schmiermittel/den Klebstoff. Statt dessen absorbiert der
Holzkern 44 lediglich ausreichend Schmiermittel/Klebstoff auf
der Oberfläche,
um eine Verbindung zwischen Schmiermittel/Klebstoffschichten 40 und 42 und
dem Holzkern 44 zu gewährleisten.
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Jede
der Schichten 40 und 43 des Schmiermittels/Klebstoffs
besteht aus derselben Wasserdispersion eines Polyethylenoxidharzes,
das mit einem Polyethylenglykol hohen Molekulargewichts plastifiziert
ist, wie vorstehend in Verbindung mit den Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18 des
Eingangsmaterials 10 erläutert. In ähnlicher Weise werden die Schmiermittel/Klebstoffschichten 40 und 42 gebildet
durch Auftragen entweder der äußeren Häute 36 und 38 oder
durch di rektes Auftragen des Holzkerns 44 und daraufhin
Trocknen der Lösung
zur Bildung des Schmiermittels/Klebstoffs für die Laminierung. Die resultierenden
Schmiermittel/Klebstoffschichten 40 und 42 sind
typischerweise von etwa 3 Mils (0,0762 Millimeter) bis etwa 7 Mils
(0,1778 Millimeter) dick. Üblicherweise
besitzen die getrockneten Schmiermittel/Klebstoffschichten 40 und 42 einen
Erweichungspunkt von weniger als 250°F (121°C), so dass während des
Bohrens der Durchgangslöcher
in die gedruckten Schaltkarten die Schmiermittel/Klebstoffschichten 40 und 42 Schmiermittel
zu der Bohrspitze 22 übertragen
können.
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Jede
der äußeren Häute 36 und 38 des
Eingangsmaterials 10 kann aus einer Metallfolie, epoxydbeschichtetem
Papier, unbeschichtetem Papier oder Kunststoff bestehen. Jede der
harten äußeren Häute besitzt
eine Härte,
deren Wert vom verwendeten Material abhängt, und das kombiniert mit
dem Schmiermittel/ Klebstoff hinreicht, Eintrittsgratbildung auf
der oberen gedruckten Schaltkarte 30a zu unterbinden. Beispielsweise
kann es sich bei dem für
die äußeren Häute 36 und 38 verwendeten
Aluminium um eine Aluminiumfolie des Typs 3003-H19 mit einer Dicke
von etwa 0,005 Inch (0,127 Millimeter) handeln.
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Die äußeren Häute 36 und 38 der
Holzkernsicherungsplatte 34 dienen mehrfachen Zwecken. Die äußere Haut 36,
die sich im Kontakt mit der Unterseite 46 des Stapels 28 der
gedruckten Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d während des
Bohrvorgangs befindet (4), hält die Schmiermittel/Klebstoffschicht 40 von
einem direkten Kontakt der Unterseite 46 ab und verhindert
bzw. beseitigt dadurch Oberflächenverschmutzung
der Schaltkarte 30d während
des Bohrvorgangs. Die äußere Haut 38,
die sich im Kontakt mit einer Tragfläche 48 während des Bohrvorgangs
befindet (4), hält das Schmiermittel/den Kleb stoff
davon ab, sich auf der Tragfläche 48 anzusammeln.
Die äußeren Häute 36 und 38 der Holzkernsicherungsplatte 34 verhindern
ebenfalls die Notwendigkeit für
Rutschschichten zwischen aufeinander folgenden gestapelten Sicherungsplatte 34 zur Isolierung
der Schmiermittel/Klebstoffschichten 40 und 42 auf
benachbarten Sicherungsplatten 34 während der Herstellung, der
Bevorratung und der Verschickung des Sicherungsplatten 34.
Die äußere Haut 36,
die sich im Kontakt mit der Unterseite 46 des Stapels 28 gedruckter
Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d befindet
während
des Bohrvorgangs befindet (4), dient
ebenfalls zur Gratverhinderung/Verringerung durch Bereitstellung
einer harten, dimensional stabilen Oberfläche zum Abstützen der Unterseite 46 der
Schaltkarte 30d (4) während des
Bohrvorgangs.
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Der
laminierte Aufbau des Holzkernsicherungsplatte 34 verleiht
der Sicherungsplatte 34 dimensionsgerechte Stabilität sowohl
im Hinblick auf Verbiegen wie Verdrehen. Typischerweise lässt die dimensionale
Stabilität,
die durch die Sicherungsplatte 34 gemäß der vorliegenden Erfindung
bereitgestellt wird, weniger als 2% Verbiegung und Verdrehung zu.
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In 3 und 5 ist
eine weitere Ausführungsform
einer schmierfähigen
Sicherungsplatte 50 gezeigt, die in Verbindung mit dem
Bohren von Durchgangslöchern
in einem Stapel 28 gedruckter Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d verwendet
wird. Die Sicherungsplatte 50 umfasst eine erste harte äußere Sicherungshaut 60,
eine zweite harte äußere Sicherungshaut 62,
eine erste Schmiermittel/Klebstoffschicht 64, eine zweite
Schmiermittel/Klebstoffschicht 66 und einen belüfteten Kern 51,
der eine obere Metallfolie 52, eine untere Metallfolie 54 und ein
gewelltes Kernelement 56 umfasst. Die harten äußeren Sicherungshäute 60 und 62 sind
mit den Metallfolienschichten 52 und 54 des belüfteten Kern 51 mittels
der Schmiermittel/Klebstoffschichten 64 und 66 verbunden.
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Das
wellenförmig
unebene Kernelement 56 ist zwischen der oberen Metallfolienschicht 52 und der
unteren Metallfolienschicht 54 sandwichartig zur Bildung
des belüfteten
Kern 51 für
die Sicherungsplatte 50 angeordnet. Das Kernelement 56 weist
gegenüberliegende
Wellenbauchabschnitte 56a und 56b auf, die zu
den Innenseiten der Folien bzw. Schichten 52 und 54 weisen.
Die Wellenbauchabschnitte 56a und 56b sind mit
den Schichten bzw. Folien 52 und 54 mittels geeignetem
Verbindungsmaterial 58 verbunden und verlaufen zwischen
gegenüberliegenden
Rändern
der Schichten, und die Kämme
dieser Wellenbauchabschnitte liegen an den Folien bzw. Schichten
an und verlaufen in im Wesentlichen parallelen Linien. Das Paar
von gegenüberliegenden
Metallfolienschichten 52 und 54 kann aus Kupfer
oder Stahl bestehen, bevorzugt jedoch aus Aluminium. Das wellenförmige Element 56 kann
in ähnlicher
Weise aus Folienlagen oder Kupfer oder Stahl bestehen, bevorzugt
jedoch aus Aluminium. Es wurde herausgefunden, dass eine Aluminiumfolie
für die
Schichten 52 und 54 und das Kernelement 56 besonders
geeignet ist.
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In
einer Ausführungsform
des Kerns 51 ist die belüftete Sicherungsplatte 50 aus
einer Aluminiumfolie vom Typ 3003-H19 mit einer Dicke von etwa 0,005
Inch (0,127 Millimeter) für
die oberen und unteren Folienschichten 52 und 54 und
einer Dicke von etwa 0,002 Inch (0,0508 Millimeter) für das wellenförmige Kernelement 56 erstellt.
Wenn Aluminium dieses Typs mit einer Dicke von 0,005 Inch (0,127
Millimeter) verwendet wird, sollte der Abstand zwischen den Innenwänden der
beiden Folienschichten 52 und 54 typischerweise
ungefähr
0,053 Inch (1,346 Millimeter) betragen. In einer weiteren Ausführungs form des
Kerns 51 der Sicherungsplatte 50 weisen die oberen
und unteren Folienschichten 52 und 54 eine Dicke
von etwa 0,007 Inch (0,178 Millimeter) auf, das Kernelement 56 besitzt
eine Dicke von etwa 0,002 Inch (0,0508 Millimeter), und der Abstand
zwischen den Innenwänden
der beiden Folienschichten sollte ungefähr 0,079 Inch (2,007 Millimeter)
betragen. In einer noch weiteren Ausführungsform des Kerns 51 der
Sicherungsplatte 50 besitzen die oberen und unteren Folienschichten 52 und 54 eine
Dicke von etwa 0,009 Inch (0,229 Millimeter), das Kernelement 56 besitzt
eine Dicke von etwa 0,002 Inch (0,0508 Millimeter), und der Abstand
zwischen den Innenwänden der
beiden Folienschichten 52 und 54 sollte ungefähr 0,106
Inch (2,692 Millimeter) betragen.
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Jede
der Schichten 64 und 66 aus Schmiermittel/Klebstoff
besteht aus derselben wässrigen
Dispersion eines Polyethylenoxidharzes, plastifiziert mit einem
Polyethylenglykol hohen Molekulargewichts, wie vorstehend in Verbindung
mit den Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18 des
Eingangsmaterials 10 und den Schmiermittel/Klebstoffschichten 40 und 42 der
Holzkernsicherungsplatte 34 erläutert. In ähnlicher Weise sind die Schmiermittel/Klebstoffschichten 64 und 66 gebildet
durch Auftragen von entweder den äußeren Häuten 60 und 62 oder
durch direktes Auftragen der Folienschichten 52 und 54, gefolgt
vom Trocknen der Lösung
zur Bildung des Schmiermittels/Klebstoffs für die Laminierung. Die resultierenden
Schmiermittel/Klebstoffschichten 64 und 66 besitzen
typischerweise eine Dicke von etwa 3 Mils (0,0762 Millimeter) bis
etwa 7 Mils (0,1778 Millimeter). Üblicherweise besitzen die getrockneten Schmiermittel/Klebstoffschichten 64 und 66 einen
Erweichungspunkt von weniger als 250°F (121°C), so dass während des
Bohrens der Durchgangslöcher
in die gedruckten Schaltkarten die Schmiermittel/Klebstoffschichten 64 und 66 Schmiermittel
zu der Bohrspitze 22 übertragen
können
( 5).
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Jede
der äußeren Häute 60 und 62 des
Eingangsmaterials 10 kann aus einer Metallfolie, aus epoxydbeschichtetem
Papier, aus unbeschichtetem Papier oder Kunststoff bestehen. Jede
der harten äußeren Häute besitzt
eine Härte,
deren Wert vom verwendeten Material abhängt, und das in Kombination mit
dem Schmiermittel/Klebstoff hinreicht, Eintrittsgratbildung auf
der oberen gedruckten Schaltkarte 30a zu unterdrücken. Das
für die äußeren Häute 60 und 62 verwendeten
Aluminium kann eine Aluminiumfolie vom Typ 3003-H19 mit einer Dicke
von etwa 0,005 Inch (0,127 Millimeter) sein. Dieser Aluminiumtyp
weist die folgenden Bestandteile auf, die reinem Aluminium zugesetzt
sind: Silizium – 6%;
Eisen – 7%; Kupfer – 0,05 – 0,20%;
Mangan – 1,0 – 1,5% und
Zink – 0,10%.
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Die äußeren Häute 60 und 62 der
belüfteten Kernsicherungsplatte 50 dienen
mehrfachen Zwecken. Die äußere Haut 60,
die sich im Kontakt mit der Unterseite 46 des Stapels 28 aus
gedruckten Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d während des
Bohrvorgangs befindet (5), hält die Schmiermittel/Klebstoffschicht 46 von
einem direkten Kontakt der Unterseite 46 ab und unterbindet
dadurch eine Oberflächenverschmutzung
der Schaltkarte 30d während des
Bohrvorgangs. Die äußere Haut 62,
die sich im Kontakt mit einer Stützfläche 48 während des
Bohrvorgangs befindet (5), verhindert, dass sich Schmiermittel/Klebstoff
auf der Stützfläche 48 aufbaut.
Die äußeren Häute 60 und 62 der
belüfteten Kernsicherungsplatte 50 machen
außerdem
Rutschschichten zwischen aufeinander folgenden gestapelten Sicherungsplatten 50 überflüssig, um
die Schmiermittel/Klebstoffschichten 64 und 66 auf
benachbarten Sicherungsplatten 50 während der Herstellung, Bevorratung
und Verschickung der Sicherungsplatten 50 zu isolieren.
Die äußere Haut 60,
die sich in Kontakt mit der Unterseite 46 eines Stapels 28 gedruckter
Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d während des
Bohrvorgangs befindet (5), dient außerdem zur Gratverhinderung/Verringerung
durch Bereitstellung einer harten, dimensional stabilen Oberfläche zum
Abstützen
der Unterseite 46 der Schaltkarte 30d (5)
während
des Bohrprozesses.
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Der
Laminataufbau der belüfteten
Kernsicherungsplatte 50 verleiht der Sicherungsplatte 50 dimensionsgerecht
Stabilität
sowohl im, Hinblick auf Verbiegen wie Verdrehen. Typischerweise
ist die dimensionale Stabilität,
die durch die Sicherungsplatte 50 gemäß der vorliegenden Erfindung
bereitgestellt wird, geringer als 1% Verbiegung und Verdrehung.
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Anhand
von 4 wird nunmehr die Arbeitsweise eines erfindungsgemäßen Verfahrens
zum Bohren von Durchgangslöchern
in gedruckte Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d erläutert. Eine
schmierfähige
Sicherungsplatte, wie etwa die Sicherungsplatte 34, wird
auf der Stützfläche 48 angeordnet.
Ein Stapel 28 aus Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d wird
auf der Schmierung bereitstellenden Sicherungsplatte 34 derart
angeordnet, dass die Unterseite 46 des Stapels 28 an
der harten äußeren Sicherungshaut 36 der
Sicherungsplatte 34 anliegt. Es wird bemerkt, dass die
Schmierung bereitstellende Sicherungsplatte 50 anstelle
der Schmierung bereitstellenden Sicherungsplatte 34 verwendet
werden kann, die in 4 gezeigt ist.
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Das
schmierfähige
Eingangsmaterial 10 wird auf der Oberseite 32 des
Stapels 28 auf zu durchbohrenden Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d angeordnet.
Die Oberseite 32 des Stapels 28 der Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d liegt
an der harten Außenhaut 12 des
Eingangsmaterials 10 an. Der Stapel 28 kann selbstverständlich mehr
oder weniger gedruckte Schaltkarten als die in 4 gezeigten
vier Karten aufweisen. Der übertrieben
dargestellte Abstand zwischen der Sicherungsplatte 34,
den Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d und
dem Eingangsmaterial 10 ist in 4 der Klarheit
wegen gewählt,
während
sich in Realität
sämtliche
Komponenten in engem, innigem Kontakt miteinander befinden.
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Sobald
die Sicherungsplatte 34, der Stapel 28 und das
Eingangsmaterial 10 so positioniert worden sind, wie in 4 gezeigt,
wird der Stapel daraufhin durch einen Druckfuß 26 vor dem Bohren
nach unten gedrückt,
um zu gewährleisten,
dass der Stapel flach und sicher ist, wenn die Bohrspitze 22 ihren anfänglichen
Kontakt mit dem Eingangsmaterial 10 aufnimmt. Während des
Bohrens durchsetzt die Bohrspitze 22 die erste äußere Haut 14 des
Eingangsmaterials 10, die erste Schicht des Schmiermittels/des
Klebstoffs 18, den Zellulosekern 20 (soweit vorhanden),
die zweite Schicht aus Schmiermittel/Klebstoff 16 und die
zweite äußere Haut 12 des Eingangsmaterials 10.
Die Bohrspitze 22 durchsetzt daraufhin jede der Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d des
Stapels 28. Die Bohrspitze 22 bewegt sich daraufhin
weiter durch die harte Außenhaut 36 der Sicherungsplatte 34,
durch die Schmiermittel/Klebstoffschicht 40 und in den
Holzkern 44 hinein. Nachdem die Bohrspitze 22 in
den Holzkern 44 eingedrungen ist, bewegt sich die Bohrspitze
nicht mehr weiter und verweilt vorübergehend im Kern 44 der
Sicherungsplatte 34. Wenn die Bohrspitze 22 die
Schmiermittel/Klebstoffschichten 16 und 18 des
Eingangsmaterials 10 und die Schmiermittel/Klebstoff-schicht 40 der
Sicherungsplatte 34 durchsetzt, nimmt die Bohrspitze Schmiermittel
von der Schmiermittel/Klebstoff-schicht auf. Das Schmiermittel verbleibt
auf der Bohrspitze 22 und verrin gert die Reibung, wenn
die Bohrspitze 22 die Durchgangslöcher bohrt, und wenn die Bohrspitze
aus den Durchgangslöchern
herausgezogen wird.
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Unter
Bezug auf 5 wird nunmehr ein weiteres
Verfahren in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung zum Bohren von Durchgangslöchern in
gedruckte Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d erläutert. Eine
schmierfähige
Sicherungsplatte, wie etwa die Sicherungsplatte 50, wird
auf der Stützfläche 48 angeordnet.
Ein Stapel 28 aus Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d wird
auf der schmierfähigen belüfteten Sicherungsplatte 50 derart
angeordnet, dass die Unterseite 46 des Stapels 28 an
der harten äußeren Sicherungshaut 60 der
Sicherungsplatte 50 anliegt. Es wird bemerkt, dass die
schmierfähige
Sicherungsplatte 34 anstelle der in 5 gezeigten schmierfähigen Sicherungsplatte 50 verwendet
werden kann.
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Ein
herkömmliches
Eingangsmaterial 68 kann auf der Oberseite 32 des
Stapels 28 aus Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d,
die durchbohrt werden sollen, angeordnet werden. Das herkömmliche
Eingangsmaterial besteht aus einer einzigen Aluminiumhautlage oder
das herkömmliche
Eingangsmaterial 68 kann aus äußeren Häuten 70a und 70b bestehen, die
mit einem Zellulosekern 72 mittels Laminatklebstoff 70c und 70d verbunden
sind. In jedem Fall besitzt das herkömmliche Eingangsmaterial 68 keinerlei Schmiereigenschaften.
Die Oberseite 32 des Stapels 28 von Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d liegt
an der harten Außenhaut 70b des
herkömmlichen
Eingangsmaterials 68 an. Der Stapel 28 kann selbstverständlich mehr
oder weniger gedruckte Schaltkarten als die in 5 gezeigten
vier Karten aufweisen. Der übertrieben
dargestellte Abstand zwischen der Sicherungsplatte 50,
den Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d und
dem Eingangsmaterial 68 ist in 5 der Klarheit
wegen ge zeigt, während
sich in Realität sämtliche
der Komponenten in engem, innigem Kontakt miteinander befinden.
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Sobald
die Sicherungsplatte 50, der Stapel 28 und das
Eingangsmaterial 68 so positioniert worden sind, wie in 5 gezeigt,
wird der Stapel daraufhin durch einen Druckfuß 26 vor dem Bohrvorgang
nach unten gedrückt,
um zu gewährleisten, dass
der Stapel flach und sicher ist, wenn die Bohrspitze 22 ihren
anfänglichen
Kontakt mit dem Eingangsmaterial 68 aufnimmt. Während des
Bohrvorgangs durchsetzt die Bohrspitze 22 das Eingangsmaterial 68 und
jede der Schaltkarten 30a, 30b, 30c und 30d des
Stapels 28. Die Bohrspitze 22 bewegt sich daraufhin
weiter durch die äußere Haut 60 der Sicherungsplatte 50,
durch die Schmiermittel/Klebstoffschicht 64, durch die
Metallfohienschicht 52, durch den Kernlaminatklebstoff 58 und
in das belüftete
Kernelement 56 hinein. Nachdem die Bohrspitze 22 in
das belüftete
Kernelement 56 eingedrungen ist, bewegt sich die Bohrspitze
nicht mehr weiter und verweilt vorübergehend in dem Kernelement 56 der
Sicherungsplatte 50. Zugeführte Luft strömt durch
das Kernelement 56 der Sicherungsplatte 50. Die
zugeführte
Luft beseitigt Schneidreste und kühlt die Bohrspitze 22.
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Wenn
die Bohrspitze 22 die Schmiermittel/Klebstoffschicht 64 der
Sicherungsplatte 50 durchsetzt, nimmt die Bohrspitze Schmiermittel
von der Schmiermittel/Klebstoffschicht auf. Das Schmiermittel verbleibt
auf der Bohrspitze 22 und verringert die Reibung, wenn
die Bohrspitze 22 aus dem Durchgangsloch zurückgezogen
wird und verbleibt auf der Bohrspitze 22 während des
darauf folgenden Bohrvorgangs des nächsten Satzes von Durchgangslöchern.
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Während die
Erfindung im Einzelnen erläutert
und dargestellt wurde, wird bemerkt, dass diese Darstellung und
Erläuterung
lediglich beispielhaft und nicht beschränkend erfolgt ist, und dass
der Umfang der Erfindung ausschließlich durch den Inhalt der
nachfolgenden Ansprüche
beschränkt
ist.