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TECHNISCHES
GEBIET
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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum präzisen, schnellen
und kontinuierlichen Durchstimmen eines Halbleiter-Lasers mit externem
Resonator, wo die inhärenten
Beschränkungen
aufgrund von Reibung und mechanischem Verschleiß auf ein absolutes Minimum
reduziert werden.
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STAND DER
TECHNIK
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Für Anwendungen,
wo eine präzise
und Wellenlänge
durchstimmbare Laserlichtquelle benötigt wird, muss man oft einen
stabilisierten Halbleiter-Laser mit externem Resonator verwenden.
Ein herkömmlicher
Laser umfasst ein optisch verstärkendes Medium
zwischen einer ersten und einer zweiten Reflexionsfläche. Bei
einem monolithischen Halbleiter-Laser
sind diese Reflexionsflächen
gewöhnlich die
Endfacetten des optisch verstärkenden
Halbleiter-Chips. Ein monolithischer Laser mit fester Wellenlänge kann
durchstimmbar gemacht werden, indem eine Anti-Reflexion (AR)-Beschichtung
auf der zweiten Halbleiter-Chipfacette
bereitgestellt wird und eine externe bewegliche zweite Reflexionsfläche vorgesehen
wird, um eine Wellenlängenselektion
bereitzustellen.
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Es
gibt eine Vielzahl von Verfahren, um eine Wellenlängenselektivität zu bewirken,
wo bewegliche Beugungsgitter oder bewegliche Spiegel, die auf stationäre Gitter
einwirken, am gebräuchlichsten
sind, da sie typischerweise einen großen Durchstimmbereich bereitstellen.
Es gibt auch mehrere Verfahren, um auf das Laserlicht, das sich
durch das optisch verstärkende
Medium zwischen der ersten und der zweiten Reflexionsfläche ausbreitet,
zuzugreifen, wo eine teils reflektierende und teils übertragende
erste Reflexionsfläche
ein Beispiel ist. Ein anderes Verfahren nutzt das teils reflektierte
Licht von dem oben genannten stationären Gitter aus.
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Gewöhnlich wird
eine Wellenlängenselektion in
dem Halbleiter-Laser mit externem Resonator und dadurch eine Wellenlängenselektion
des Ausgangslichts von dem Laser mit externem Resonator durch Veränderung
des Winkels zwischen dem kollinierten Strahl, der an der AR-beschichteten
Halbleiter-Chipfacette entsteht, und der Fläche senkrecht zu dem Beugungsgitter,
erreicht. Die Ausrichtung wird normalerweise mit einer Linsenanordnung
erreicht.
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Die Änderung
des Einfallwinkels kann entweder durch Bewegen des Beugungsgitters
selbst oder durch Ändern
der Strahlrichtung in Richtung des Beugungsgitters durch Bewegen
eines Hilfsspiegels erreicht werden. Bei beiden Anordnungen wird
eine kontinuierliche Durchstimmung durch Koordination der Verschiebung
und Drehung des sich bewegenden Teils erreicht.
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Die
Bewegung des Hilfsspiegels oder des Beugungsgitters, um eine Wellenlängenänderung
zu erhalten, wird gewöhnlich
unter Verwendung eines mechanischen Antriebs in Verbindung mit einer
Getriebevorrichtung erreicht. Eine solche Anordnung wird in U.S.-Patent
5 491 714 beschrieben.
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Es
ist auch wohl bekannt elektrische Motoren in Lasern mit externem
Resonator zu verwenden, um die Wellenlänge des Lichts zu ändern. Diese
Anordnungen können
typischerweise ein Schneckengetriebe oder andere Typen mechanischer
Getriebevorrichtungen beinhalten.
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Ein
Nachteil der Verwendung herkömmlicher Motoren
mit mechanischen Antrieben oder Getriebevorrichtungen in Lasern
mit externem Resonator ist, dass solche mechanische Vorrichtungen
eine gleichzeitig schnelle und genaue Durchstimmung aufgrund der
inhärenten
Reibung verhindern. Eine Einschränkung
ist insbesondere auf den inhärenten
Kompromiss bei der Wahl eines Übersetzungsverhältnisses für entweder
hohe Genauigkeit bei niedriger Geschwindigkeit oder alternativ,
hohe Geschwindigkeit bei niedriger Genauigkeit zurückzuführen.
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Zu
den zusätzlichen
Nachteilen bei bekannten Systemen zum Durchstimmen der Wellenlänge des
Lichts in Lasern mit externem Resonator gehören beispielsweise mechanischer
Verschleiß,
durch Reibung erzeugte Wärme,
Luft, Schwankungen in der Dicke des Schmierfilms und Mangel an mechanischer
Steifigkeit, die für
die langzeitige Zuverlässigkeit
und Systemleistung schädlich
sind.
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OFFENLEGUNG
DER ERFINDUNG
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Das
Problem, das durch die vorliegende Erfindung gelöst wird, ist die Schwierigkeit
bei hoher Geschwindigkeit und großer Genauigkeit die Ausrichtung
und, falls angebracht, die Position der optischen Elemente zu ändern, die
die Wellenlänge
des Lichts in dem Laser mit externem Resonator bestimmen. Die Erfindung
macht es auch möglich,
die Wellenlänge
mit einem Minimum an durch Reibung erzeugte Wärme und einem Minimum an mechanischem
Verschleiß zu ändern.
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Das
oben beschriebene Problem wird mit dieser Erfindung mittels einem
Verfahren nach Anspruch 10 und einer Vorrichtung nach Anspruch 11 zum
Durchstimmen der Wellenlänge
des Lichts in einem Laser mit externem Resonator gelöst, umfassend
einen optisch verstärkenden
Halbleiter-Chip, eine erste Reflexionsfläche, eine AR-beschichtete Halbleiter-Chipfacette
und ein Beugungsgitter, auf dem wenigstens ein Teil des von der
AR-beschichteten Halbleiter-Chipfacette ausgesandten Strahls einfallend
ist und zu dem optisch verstärkenden
Halbleiter-Chip zurückgebeugt
wird, Mittel zum Ausrichten des von der AR-beschichteten Halbleiter-Chipfacette ausgesandten
Lichts zu dem Beugungsgitter sowie ein bewegliches Teil, durch dessen
Bewegung die Wellenlänge
des Lichts in dem Laser mit externem Resonator durchgestimmt werden
kann, worin der bewegliche Teil des Lasers mit externem Resonator eine
Drehbewegung um eine Achse, die zur optischen Achse des Lasers mit
externem Resonator senkrecht ist, bietet, wobei die optische Achse
durch den Mittelpunkt des Strahls, der sich zwischen der ersten
Reflexionsfläche
und der Anti-Reflexion-beschichteten Halbleiter-Chipfacette ausbreitet,
definiert wird, wobei die Bewegung durch eine elektrodynamische
Kraft, die innerhalb eines integralen Abschnitts des beweglichen
Teils erzeugt wird, ausgelöst
wird.
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Aufgrund
der Tatsache, dass die Bewegung des beweglichen Teils in dem Laser
mit externem Resonator durch eine elektrodynamische Kraft bewirkt wird,
die in einem integralen Abschnitt des beweglichen Teils erzeugt
wird, kann die elektrodynamische Kraft verwendet werden, die Bewegung
und somit die Wellenlänge
des Lichts in dem Laser mit externem Resonator direkt zu beeinflussen.
Auf diese Weise gibt es keinen Bedarf mehr nach dazwischenliegenden
Getriebevorrichtungen und ähnliche.
Als Folge wird der bewegliche Teil des Lasers mit externem Resonator
veranlasst, sich mit einem Minimum an Reibung zu bewegen, und seine
Bewegung und somit die Wellenlänge
des Lichts in dem Laser mit externem Resonator kann präzise, schnell
und kontinuierlich innerhalb eines großen Wellenlängenbereichs durchgestimmt
werden.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung besteht der bewegliche Teil der Vorrichtung aus einem drehbaren
Arm, an dem das Beugungsgitter der Vorrichtung angeordnet ist. In
einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung kann die Vorrichtung auch einen Hilfsspiegel umfassen,
auf dem wenigstens ein Teil des von dem Beugungsgitter zurückgebeugten Lichts
einfallend ist und zu dem Beugungsgitter zurück reflektiert wird, in welcher
Vorrichtung der bewegliche Teil aus einem drehbaren Arm besteht,
an dem der Hilfsspiegel angeordnet ist.
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Der
integrale Abschnitt des beweglichen Teils, wo eine elektrodynamische
Kraft erzeugt wird, kann entweder einen ersten Magneten umfassen, wobei
die elektrodynamische Kraft in Wechselwirkung mit einer stationären ersten
Spule, durch die elektrischer Strom hindurchgeht, erzeugt wird,
oder eine erste Spule, durch die elektrischer Strom hindurchgeht,
wobei die elektrodynamische Kraft in Wechselwirkung mit einem stationären ersten
Magneten erzeugt wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Vorrichtung ferner wenigstens eine zweite Spule und
damit verbunden wenigstens einen zweiten Magneten, wobei einer von
beiden vorzugsweise auf dem beweglichen Teil der Vorrichtung angeordnet ist,
wobei die elektromagnetische Wechselwirkung der zweiten Spule und
des zweiten Magneten verwendet wird, um eine Bewegung des beweglichen Teils
zu detektieren.
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Wenn
sich unter dem Einfluss der elektrodynamischen Kraft das bewegliche
Teil bewegt, wird der zweite Magnet dadurch ebenfalls eine Bewegung in
Relation zu der zweiten Spule machen bzw. umgekehrt; als Folge davon
wird eine Spannung in der zweiten Spule induziert. Diese elektromagnetische Wechselwirkung
zwischen der zweiten Spule und dem zweiten Magneten, in anderen
Worten, die in der zweiten Spule induzierte Spannung wird verwendet, um
die Bewegung des beweglichen Teils zu detektieren. Die Angaben bezüglich der
Bewegung des beweglichen Teils können
wiederum in einem Steuerungssystem verwendet werden, um die Steuerung der
Wellenlänge
des Lichts in dem Laser mit externem Resonator zu verbessern.
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BESCHREIBUNG DER FIGUREN
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Die
Erfindung wird im Folgenden mittels Ausführungsbeispielen und unter
Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen ausführlicher
beschrieben, bei denen
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1 das
Prinzip einer Variante eines Lasers mit externem Resonator zeigt.
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2 das
Prinzip einer anderen Variante eines Lasers mit externem Resonator
zeigt, bei dem die Erfindung angewendet werden kann.
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3 eine
Grundzeichnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zeigt.
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4 ein
Blockdiagramm eines Steuerungssystems zeigt, das in einer bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung verwendet wird.
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AUSFÜHRUNGSFORMEN
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1 zeigt
eine Grundzeichnung eines Lasers (100) mit externem Resonator,
bei dem die Erfindung angewendet werden kann. Der Laser (100) mit
externem Resonator ist gemäß dem, was
als die Littman-Konfiguration, die im Folgenden erklärt werden
wird, bekannt ist, gebaut.
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Der
Laser mit externem Resonator (100) umfasst einen optisch
verstärkenden
Halbleiter-Chip (110),
eine erste Reflexionsfläche
(112), eine AR-beschichtete Halbleiter-Chipfacette (114),
ein Beugungsgitter (130), eine ausrichtende Linsenanordnung
(120) und einen auf einem beweglichen Teil angeordneten
Hilfsspiegel (150). Das Licht, das durch die AR-beschichtete Halbleiter-Chipfacette
(114) des optisch verstärkenden
Halbleiter-Chips (110) ausgesandt wird, ist auf dem Beugungsgitter
(130) einfallend, auf welches das Licht mittels einer Linsenanordnung
(120) ausgerichtet wird. Von dem Beugungsgitter (130)
wird das Licht vollständig
oder teilweise zu dem Hilfsspiegel (150) zurückgebeugt
und vollständig
oder teilweise zu dem optisch verstärkenden Halbleiter-Chip (110) über das
Beugungsgitter (130) und die ausrichtende Linsenanordnung
(120) zurück
reflektiert.
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Der
Hilfsspiegel (150) ist auf einem beweglichen Teil angeordnet,
das sich um die Drehachse (140) dreht. Indem der Hilfsspiegel
(150) um seine Drehachse (140) gedreht wird und
auf diese Weise der Winkel und der Abstand zwischen dem Hilfsspiegel
(150) und dem Beugungsgitter geändert wird, ist es möglich, die
Wellenlänge
des Lichts in dem Laser (100) mit externem Resonator zu ändern und
dadurch auch die Wellenlänge λ des Lichts
in dem Ausgangsstrahl zu ändern,
in 1 durch einen Pfeil in die Richtung angedeutet,
in die das Licht von dem Laser (100) ausgesandt wird.
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2 zeigt
einen Laser (200) mit externem Resonator, der gemäß dem, was
als die Littrow-Konfiguration, die im Folgenden beschrieben werden wird,
bekannt ist, konstruiert ist.
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Wie
der Laser (100) mit externem Resonator, der gemäß der Littman-Konfiguration
konstruiert ist, umfasst der Laser (200) mit externem Resonator
gemäß der Littrow-Konfiguration ein
optisch verstärkendes
Medium (210), passenderweise ein optisch verstärkender
Halbleiter-Chip. Der optisch verstärkende Halbleiter-Chip weist
eine erste Reflexionsfläche (212)
auf, passenderweise eine reflektierende Halbleiter-Chipfacette,
und eine AR-beschichtete Halbleiter-Chipfacette (214).
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Licht
wird von dem optisch verstärkenden Halbleiter-Chip
(210) durch die AR-beschichtete Halbleiter-Chipfacette
(214) zu einem Beugungsgitter (230) ausgesandt.
Das Licht in Richtung des Beugungsgitters wird mittels einer Linsenanordnung (220)
ausgerichtet. Von dem Gitter (230) wird das Licht vollständig oder
teilweise zu dem optisch verstärkenden
Halbleiter-Chip (210) über
die Linsenanordnung (220) zurück reflektiert, die auch den
Strahl von dem Beugungsgitter zu dem optisch verstärkenden
Halbleiter-Chip (210) bündelt.
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Das
Licht von dem optisch verstärkenden Halbleiter-Chip
(210) ist auch über
die erste Reflexionsfläche
(212), in dieser Konfiguration passenderweise teilweise
reflektierend und teilweise übertragend,
des optisch verstärkenden
Halbleiter-Chips zugänglich.
Das Laserlicht von dieser ersten Reflexionsfläche des optisch verstärkenden
Halbleiter-Chips wird in einer für
einen Fachmann wohl bekannten Weise zugänglich gemacht und wird daher hier
nicht ausführlicher
beschrieben.
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Wie
in 2 gezeigt ist das Beugungsgitter (230)
um eine Drehachse (240) schwenkbar.
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Das
Beugungsgitter ist auf einem beweglichen Teil, vorzugsweise einem
Arm (nicht gezeigt) in der Vorrichtung (200) angeordnet.
Indem das Beugungsgitter (230) um seine Drehachse (240)
gedreht wird und auf diese Weise der Winkel zwischen dem Parallelstrahl
und der Fläche
senkrecht zu dem Beugungsgitters verändert wird und gleichzeitig
auch die Länge
des Strahlengangs zwischen dem Beugungsgitter und der ersten Reflexionsfläche (212)
des optisch verstärkenden
Halbleiter-Chips geändert
wird, ist es möglich,
die Wellenlänge λ des Lichts
in dem Laser (200) mit externem Resonator kontinuierlich
zu verändern.
Mit anderen Worten, das Laserlicht, das über die erste Reflexionsfläche (212)
des optisch verstärkenden
Halbleiter-Chips herausgegeben wird, kann durch das Gitter (230),
das um die Drehachse (240) geschwenkt wird, kontinuierlich
verändert
werden.
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Wie
aus der obigen Beschreibung hervorgeht, umfasst ein Laser mit externem
Resonator, egal ob er gemäß der Littman-
oder der Littrow-Konfiguration oder einer anderen Konfiguration
konstruiert ist, ein bewegliches Teil, mittels dessen Bewegung die Wellenlänge des
von dem Laser ausgesandten Laserlichts durchgestimmt werden kann.
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Das
Hauptgebiet der vorliegenden Erfindung betrifft eine Vorrichtung
und ein Verfahren zum präzisen,
schnellen und kontinuierlichen Durchstimmen eines Halbleiter-Lasers
mit externem Resonator, wo die inhärenten Beschränkungen
aufgrund von Reibung und mechanischem Verschleiß auf ein absolutes Minimum
reduziert werden. Bei beiden oben genannten Konfigurationen wird
eine kontinuierliche Durchstimmung durch Koordination der Verschiebung
und Drehung des sich bewegenden Teils erreicht.
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Eine
erfindungsgemäße Vorrichtung
und ein erfindungsgemäßes Verfahren
werden nun in Verbindung mit 3 beschrieben,
die eine erfindungsgemäße Vorrichtung
(300) zeigt.
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Die
Laserwellenlänge,
die von der Vorrichtung (300) ausgesandt wird, wird gemäß der oben beschriebenen
Littrow-Konfiguration verändert,
aber es versteht sich von selbst, dass die Erfindung auch bei einem
Laser mit externem Resonator angewandt werden kann, der gemäß der Littman-Konfiguration konstruiert
ist.
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Die
Vorrichtung (300), ein Laser mit externem Resonator, umfasst
einen optisch verstärkenden
Halbleiter-Chip (310). Gemäß dem oben beschriebenen Verfahren
weist der optisch verstärkende
Halbleiter-Chip (310) eine erste Reflexionsfläche (312),
passenderweise eine reflektierende Chipfacette, und eine nicht-reflektierende
AR-beschichtete Halbleiter-Chipfacette
(314) auf. Das Licht, das durch die AR-beschichtete Halbleiter-Chipfacette
ausgesandt wird, wird mittels einer Linsenanordnung (320) in
Richtung eines Beugungsgitters (330) ausgerichtet, das
auf einem beweglichen Teil angeordnet ist, passenderweise ein schwenkbarer
oder ein drehbaren Arm (360), der sich um eine Achse mit
einem Drehungsmittelpunkt (340) dreht.
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Indem
der Arm (360) in die von dem Pfeil (390) gezeigten
Richtungen bewegt wird, kann der Winkel zwischen dem Parallelstrahl
und der Fläche senkrecht
zu dem Beugungsgitter (330) und die Länge des Strahlengangs zwischen
dem Beugungsgitter und der ersten Reflexionsfläche (312) des optisch verstärkenden
Halbleiter-Chips gleichzeitig verändert werden, in Folge dessen
die Wellenlänge
des Laserlichts in der Vorrichtung auch kontinuierlich verändert werden
kann. Das Licht kann aus der Vorrichtung über beispielsweise eine zweite
Linse (392) und eine dritte Linse (395), wie in 3 gezeigt,
herausgebracht werden, mittels derer das Licht in eine optische
Faser (398) gelenkt wird.
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Das
Licht, das in eine optische Faser gelenkt wird, ist natürlich nur
ein Beispiel einer Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und andere
Anwendungen sind möglich.
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Erfindungsgemäß umfasst
der bewegliche Arm (360) einen ersten Magneten (370),
der auf dem Arm angeordnet ist. Um den ersten Magneten ist eine stationäre erste
Spule (374) angeordnet. Der erste Magnet (370)
und die erste Spule (374) beeinflussen sich gegenseitig,
um eine elektrodynamische Kraft zu erzeugen, die wiederum dafür sorgt,
dass sich der Arm bewegt. Die elektrodynamische Kraft wird entwickelt,
indem Strom durch die Spule hindurchgeht. Indem Strom durch die
erste Spule hindurchgeht und eine elektrodynamische Kraft erzeugt
wird, kann der erste Magnet und somit der Arm veranlasst werden, sich
um den Drehungsmittelpunkt (340) zu bewegen, was dazu verwendet
wird, die Wellenlänge
des Lichts in dem Laser mit externem Resonator in einer gewünschten
Weise durchzustimmen.
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Da
die Spule verursacht, dass sich der Magnet und somit der Arm bewegen,
ohne weder mit dem Magneten oder dem Arm in Kontakt zu sein, bewegt sich
der Arm mit einem Minimum an Reibungskräften. Die einzige verbleibende
Quelle für
Reibungskräfte
ist die Halterung des Arms (360) um die Achse (340).
Auf diese Weise wird eine Steuerung der von der Vorrichtung (300)
ausgesandten Wellenlänge
erreicht, die hohe Genauigkeit, hohe Geschwindigkeit und ein Minimum
an Reibung und mechanischem Verschleiß ermöglicht. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung
kann verwendet werden, um die von einem Laser mit externem Resonator
ausgesandte Wellenlänge
auf eine optionale Wellenlänge
innerhalb eines großen
Intervalls zu ändern,
wobei das Intervall hauptsächlich
durch die Eigenschaften des verwendeten optisch verstärkenden
Mediums festgelegt wird.
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Die
Erfindung macht auch eindeutig eine Konstruktion in der entgegengesetzten
Weise möglich,
soweit die Teile, die die oben beschriebene elektrodynamische Kraft
erzeugen, betroffen sind, in anderen Worten, der bewegliche Arm
kann stattdessen die Spule umfassen, während der erste Magnet (370) stationär angeordnet
ist, um mit der Spule (374) zu interagieren, ohne auf dem
Arm (360) angeordnet zu sein.
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Um
die Durchstimmgeschwindigkeit und -genauigkeit weiter zu erhöhen, kann
die Vorrichtung (300) auch einen zweiten Magneten (372)
umfassen, der auf feste Weise auf dem beweglichen Arm (360) angeordnet
ist. Um den zweiten Magneten ist eine zweite Spule (376)
angeordnet. Wenn die erste Spule (374) mit dem ersten Magneten
(370) elektrodynamisch interagiert, was den Arm veranlasst,
sich zu bewegen, wird sich der zweite Magnet (372) ebenfalls
in Relation zu der zweiten Spule (376) bewegen. Aufgrund
elektromagnetischer Induktion wird diese Bewegung des zweiten Magneten
(372) eine Spannung in der zweiten Spule (376)
erzeugen.
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Da
sich die Spannung in der zweiten Spule (376) abhängig von
der Geschwindigkeit des sich bewegenden Arms (360) ändert, kann
die Spannung in der zweiten Spule verwendet werden, um die Geschwindigkeit
des sich bewegenden Arms zu detektieren, die wiederum in einem Steuerungssystem
verwendet werden kann, um die Steuerung der Wellenlänge des
Lichts in der Vorrichtung (300) zu verbessern.
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Um
sowohl eine genaue Positions- als auch Geschwindigkeitssteuerung
in der Vorrichtung (300) zu erreichen, wird eine zusätzliche
Vorrichtung benötigt,
um die Position des Arms (360) zu detektieren. Diese Mittel
umfassen vorzugsweise eine zweite Lichtquelle (380), passenderweise
eine Laserdiode, und das, was als ein PED, positionsempfindlichen Detektor,
(385) bekannt ist. Die zweite Lichtquelle (380)
ist so angeordnet, dass ihr ausgesandtes Licht auf dem Beugungsgitter
(330) einfallend ist und zu dem PED (385) reflektiert
wird.
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Ein
PED ist eine wohl bekannte Vorrichtung und wird daher hier nicht
ausführlicher
beschrieben, sondern in Kürze:
zwei Ströme
werden in dem PED erzeugt, wenn seine Oberfläche von einem Lichtstrahl erhellt
wird. Die Differenz zwischen diesen beiden Strömen, geteilt durch ihre Summe,
zeigt, wo der Lichtstrahl die Fläche
des PED erhellt, was bedeutet, dass es möglich ist, daraus Angaben bezüglich der Position
des Beugungsgitters und somit der Position des beweglichen Teils
zu erhalten. Die Angaben bezüglich
der Position des Arms zusammen mit den Angaben bezüglich der
Geschwindigkeit des sich bewegenden Arms werden entsprechend in
dem oben genannten Steuerungssystem verwendet, so dass es möglich ist,
die Position des Arms schnell und sehr genau zu steuern und somit
auch die Wellenlänge des
von dem Laser mit externem Resonator ausgesandten Laserlichts.
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4 zeigt
ein Blockdiagramm eines Steuerungssystems (400), das entsprechend
in der Erfindung verwendet wird, um die Bewegung des Arms mittels
Angaben bezüglich
der Position und der Geschwindigkeit des Arms zu steuern. Das Steuerungssystem
(400) umfasst einen ersten Summierknoten (420)
und einen zweiten Summationsknoten (440), eine erste Steuereinheit
(430) und eine zweite Steuereinheit (450), einen
Geschwindigkeitssensor (470), einen Positionssensor (480)
und einen Motor (460).
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Der
Geschwindigkeitssensor (470) in dem Steuerungssystem (400)
ist passenderweise die zweite Spule (376) in Wechselwirkung
mit dem zweiten Magneten (372), der gemäß der obigen Beschreibung in
Verbindung mit 3 verwendet werden kann, um
die Bewegung des beweglichen Teils in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zu detektieren.
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Der
Motor (460) in dem Steuerungssystem (400) besteht
entsprechend aus der ersten Spule (374) in Wechselwirkung
mit dem ersten Magneten (370), der gemäß der obigen Beschreibung in
Verbindung mit 3 verwendet werden kann, um
das bewegliche Teil zu veranlassen, sich in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zu bewegen.
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Der
Positionssensor (480) in dem Steuerungssystem (400)
besteht entsprechend aus einem PED, dessen Arbeitsweise in Verbindung
mit 3 beschrieben worden ist.
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Die
Funktionsweise des Steuerungssystems (400) wird nun ausführlicher
beschrieben. Die Position des beweglichen Teils in der Vorrichtung
wird von dem Positionssensor (480) detektiert und wird
als Eingangsdaten für
den ersten Summierknoten (420) verwendet. Ein gewünschter
Wert für
die Position des beweglichen Teils in der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird als zusätzliche
Eingangsdaten für
den ersten Summierknoten (420) verwendet. Die Ausgabe von
dem ersten Summierknoten (420) ist daher ein Positionsfehler
zwischen der gewünschten
Position und der tatsächlichen
Position des beweglichen Teils in der Vorrichtung, der als Eingangsdaten
für eine erste
Steuereinheit (430) verwendet wird.
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Ausgabedaten
von der ersten Steuereinheit (430) werden als Eingangsdaten
für einen
zweiten Summierknoten (440) verwendet. Der Wert von dem Geschwindigkeitssensor
(470) wird als zusätzliche Eingangsdaten
für den
zweiten Summierknoten (440) verwendet. Der Differenzwert
von dem zweiten Summierknoten (440), der einen Geschwindigkeitsfehlerwert
bildet, wird als Eingangsdaten für
eine zweite Steuereinheit (450) verwendet, die den Motor (460)
steuert.
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Das
Steuersystem (400) kann daher betrachtet werden aus einer
Rückkopplungsschleife
zu bestehen, die selbst eine verschachtelte Rückkopplungsschleife (410)
umfasst, wo die interne Rückkopplungsschleife
(410) die Geschwindigkeit des beweglichen Teils in der
Vorrichtung handhabt.
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Die
Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt,
sondern kann innerhalb des Rahmens der nachstehenden Patentansprüche frei
variiert werden. Zum Beispiel können
die elektrodynamischen Kräfte,
die Teil der Erfindung sind, auf sehr viele Weisen innerhalb des Rahmens
der Erfindung bewirkt werden.
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Das
in dem Laser mit externem Resonator beinhaltete optisch verstärkende Medium
ist durchweg als ein optisch verstärkender Halbleiter-Chip mit einer
AR-beschichteten Halbleiter-Chipfacette beschrieben worden, aber
natürlich
sind andere Typen von optisch verstärkenden Medien möglich. Werden andere
Typen von optisch verstärkenden
Medien verwendet, kann die erste Reflexionsfläche auch beispielsweise mechanisch
getrennt von dem optisch verstärkenden
Medium angeordnet sein.