Die Erfindung betrifft ein optisches Verschiebungsmeßsystem zum Erfassen einer
eventuellen relativen Bewegung eines bewegbaren Teils einer Vorrichtung zum
Herstellen von Halbleitern, eines Maschinenwerkzeugs oder einer anderen Vorrichtung.
Es sind optische Verschiebungsmeßsysteme bekannt, die ein Beugungsgitter verwenden,
um die relative Bewegung eines bewegbaren Teils einer Vorrichtung, wie beispielsweise
einer Vorrichtung zum Herstellen von Halbleitern oder eines Maschinenwerkzeugs, zu
erfassen.
Die Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung zeigen beispielsweise ein bekanntes
optisches Verschiebungsmeßsystem, das in der japanischen Offenlegungsschrift
Nr. 60-98302 beschrieben ist. Fig. 1 ist eine schematische Perspektivdarstellung des
bekannten optischen Verschiebungsmeßsystems 100 und Fig. 2 ist eine schematische
Darstellung des optischen Verschiebungsmeßsystems 100 in Blickrichtung des Pfeiles
N1 in Fig. 1.
Dieses bekannte optische Verschiebungsmeßsystem 100 enthält ein Beugungsgitter 101,
daß so ausgebildet ist, daß es sich entsprechend einer Bewegung des bewegbaren Teils
eines Maschinenwerkzeugs linear in die durch die Pfeile X1 und/oder X2 in den
Figuren angedeuteten Richtungen bewegt, eine kohärente Lichtquelle 102 zum
Emittieren eines kohärenten Laserstrahls, einen halbdurchlässigen Spiegel 103 zum
Teilen des von der kohärenten Lichtquelle 102 emittierten Laserstrahls in zwei Strahlen
und zum Veranlassen, daß sich die zwei Beugungsstrahlen von dem Beugungsgitter 101
überlagern und miteinander interferieren, ein Paar von Spiegeln 104a, 104b zum
Reflektieren der entsprechenden Strahlen, die von dem Beugungsgitter 101 gebeugt
wurden, und einen Licht- oder Fotodetektor 105 zum Empfangen der zwei gebrochenen
Strahlen und Erzeugen eines Interferenzsignals.
Der von der kohärenten Lichtquelle 102 emittierte Laserstrahl wird durch den
halbdurchlässigen Spiegel 103 in zwei Strahlen geteilt. Anschließend werden die zwei
Strahlen dazu gebracht, auf das Beugungsgitter 101 zu treffen. Die zwei auf das
Beugungsgitter 101 treffenden Strahlen werden dann durch das Beugungsgitter 101
gebeugt und verlassen dieses als Beugungsstrahlen. Die zwei durch das Beugungsgitter
101 gebeugten Primärbeugungsstrahlen werden anschließend durch die Spiegel 104a
bzw. 104b reflektiert. Die von den Spiegeln 104a bzw. 104b reflektierten
Beugungsstrahlen werden dazu veranlaßt, ein weiteres Mal auf das Beugungsgitter 101
zu treffen, und noch einmal durch das Beugungsgitter 101 gebeugt, bevor sie zu dem
halbdurchlässigen Spiegel 103 zurückkehren, wobei sie jeweils entgegengesetzten
gleichen Lichtwegen folgen. Die zu dem halbdurchlässigen Spiegel 103
zurückkehrenden Beugungsstrahlen werden dazu veranlaßt, sich zu überlagern und
miteinander zu interferieren, bevor sie durch den Fotodetektor 105 erfaßt werden.
Bei dem bekannten optischen Verschiebungsmeßsystem 100 bewegt sich das
Beugungsgitter 101 in die durch die Pfeile X1, X2 angedeuteten Richtungen. Bei dem
optischen Verschiebungsmeßsystem 100 weisen dann die zwei durch das Beugungsgitter
101 erzeugten Beugungsstrahlen eine Phasendifferenz als Funktion der Bewegung des
Beugungsgitters 101 auf. Das optische Verschiebungsmeßsystem 101 kann daher die
Verschiebung des bewegbaren Teils des Maschinenwerkzeugs durch Erfassung der
Phasendifferenz der zwei Beugungsstrahlen aus dem von dem Fotodetektor 105
erzeugten Interferenzsignal bestimmen.
Die Fig. 3 und 4 der beiliegenden Zeichnung zeigen ein weiteres bekanntes optisches
Verschiebungsmeßsystem, das in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 60-98302
beschrieben ist. Fig. 3 ist eine schematische Perspektivdarstellung des bekannten
optischen Verschiebungsmeßsystems 110 und Fig. 4 ist eine schematische Darstellung
der optischen Verschiebungsmeßsystems 110 in Blickrichtung des in Fig. 3 gezeigten
Pfeiles N1.
Dieses bekannte optische Verschiebungsmeßsystem 110 enthält ein Beugungsgitter 111,
das so ausgebildet ist, daß es sich entsprechend einer Bewegung des bewegbaren Teils
eines Maschinenwerkzeugs linear in die durch die Pfeile X1 und/oder X2 in den
Figuren angedeuteten Richtungen bewegt, eine kohärente Lichtquelle 112 zum
Emittieren eines kohärenten Laserstrahls, einen halbdurchlässigen Spiegel 113 zum
Teilen des von der kohärenten Lichtquelle 112 emittierten Laserstrahls in zwei Strahlen
und zum Veranlassen, daß sich die zwei Beugungsstrahlen von dem Beugungsgitter 111
überlagern und miteinander interferieren, ein erstes Paar von Spiegeln 114a, 114b zum
Reflektieren der von dem Beugungsgitter 101 gebeugten Strahlen auf einen gleichen und
identischen Lichtfleck auf dem Beugungsgitter 111, und ein zweites Paar von Spiegeln
115a, 115b zum Reflektieren der von dem Beugungsgitter 111 gebeugten
Beugungsstrahlen sowie einen Fotodetektor 116 zum Empfangen der zwei
Beugungsstrahlen und Erzeugen eines Interferenzsignals.
Der von der kohärenten Lichtquelle 112 emittierte Laserstrahl wird durch den
halbdurchlässigen Spiegel 113 in zwei Strahlen geteilt. Die zwei Strahlen werden
anschließend durch das erste Paar von Spiegeln 114a, 114b reflektiert und dazu
veranlaßt, auf den gleichen und identischen Lichtfleck auf dem Beugungsgitter 101
aufzutreffen. Die zwei auf das Beugungsgitter 101 auftreffenden Strahlen werden dann
durch das Beugungsgitter 111 gebeugt und verlassen dieses als Beugungsstrahlen. Die
zwei durch das Beugungsgitter 111 gebeugten Primärbeugungsstrahlen werden
anschließend durch das zweite Paar von Spiegeln 115a, 115b reflektiert. Die von dem
zweiten Paar Spiegeln 104a bzw. 104b reflektierten Beugungsstrahlen werden dazu
veranlaßt, ein weiteres Mal auf das Beugungsgitter 101 zu treffen, und noch einmal
durch das Beugungsgitter 101 gebeugt, bevor sie zu dem halbdurchlässigen Spiegel 113
zurückkehren, wobei sie jeweils den entgegengesetzten gleichen Lichtwegen folgen. Die
zu dem halbdurchlässigen Spiegel 113 zurückgekehrten Beugungsstrahlen werden dazu
veranlaßt, sich zu überlagern und miteinander zu interferieren, bevor sie durch den
Fotodetektor 116 erfaßt werden.
Bei dem bekannten optischen Verschiebungsmeßsystem 110 bewegt sich das
Beugungsgitter 111 in die durch die Pfeile X1, X2 angedeuteten Richtungen. Die zwei
durch das Beugungsgitter 111 erzeugten Beugungsstrahlen zeigen dann bei dem
optischen Verschiebungsmeßsystem 110 eine Phasendifferenz als Funktion der
Bewegung des Beugungsgitters 111. Das optische Verschiebungsmeßsystem 111 kann
daher die Verschiebung des bewegbaren Teils des Maschinenwerkzeugs durch
Erfassung der Phasendifferenz der zwei Beugungsstrahlen aus dem von dem
Fotodetektor 116 erzeugten Interferenzsignal bestimmen.
Entsprechend dem Trend zur verbesserten Hochpräzision von Maschinenwerkzeugen
und industriellen Robotern in den letzten Jahren wird von optischen
Verschiebungsmeßsystemen des betrachteten Typs immer häufiger verlangt, eine
Positionserfassungsfähigkeit mit einem Auflösungsvermögen von einigen 10 nm bis zu
einigen nm aufzuweisen.
Um einen hohen Auflösungsvermögen zu haben, ist es bei einem optischen
Verschiebungsmeßsystem notwendig, ein starkes Interferenzsignal zu erfassen. Die zwei
Beugungsstrahlen, die zum Interferieren gebracht werden sollen, müssen dann mit
einem hohen Maß an Präzision überlagert werden.
Bei den beiden oben beschriebenen bekannten optischen Verschiebungsmeßsystemen
101, 110 können die Beugungsstrahlen allerdings auseinanderlaufen, falls das
entsprechende Beugungsgitter 101 oder 111 in eine andere Richtung als die
Bewegungsrichtung bewegt wird oder Wellungen aufweist, wodurch das
Interferenzsignal plötzlich unterdrückt wird und es somit unmöglich wird, die Position
des bewegbaren Teils zu erfassen. Falls beispielsweise das Beugungsgitter 101 oder 111
in die durch die Pfeile A1 und A2 oder B1 und B2 in den Fig. 1 bis 4 gezeigten
Richtungen rotiert wird, ist es nicht länger möglich, die Position des bewegbaren Teils
des Maschinenwerkstücks, das unter Überwachung ist, zu erfassen.
Fig. 5 der beiliegenden Zeichnung zeigt ein optisches Verschiebungsmeßsystem 120,
das durch Modifizieren des oben beschriebenen bekannten optischen
Verschiebungsmeßsystems 100 erhalten wird. Gemäß Fig. 5 enthält dieses eine erste
Linse 106 zum Fokussieren der von der kohärenten Lichtquelle 102 emittierten
Laserstrahlen auf die Spiegel 104a, 104b und eine zweite Linse 107 zum Fokussieren
der zwei Beugungsstrahlen, die durch den halbdurchlässigen Spiegel 103 dazu gebracht
wurden, sich zu überlagern und miteinander zu interferieren, auf die
Lichtempfangsebene des Fotodetektors 105.
Allerdings ist auch dieses optische Verschiebungsmeßsystem 120 nicht frei von dem
oben dargestellten Problem, daß die beiden Beugungsstrahlen auseinanderlaufen,
wodurch das Interferenzsignal plötzlich unterdrückt wird und es unmöglich gemacht
wird, die Position des bewegbaren Teils zu erfassen, falls das Beugungsgitter 101 in
eine andere Richtung als die Bewegungsrichtung bewegt wird oder Wellungen aufweist.
Falls beispielsweise das Beugungsgitter 101 in Richtung der Pfeile A1 und A2 um
(1/60)° und in Richtung der Pfeile B1 und B2 um (1/6)° gekippt wird, ändert sich die
Höhe des Interferenzsignals um 20%. Falls ein Reflexionstyp-Beugungsgitter
verwendet wird, reduziert sich der Toleranzwinkel in Richtung der Pfeile B1 und B2 zu
einem Bruchteil des oben angegebenen Werts, was es nochmals schwieriger macht, die
Position des bewegbaren Teils zu erfassen.
Fig. 6 der beiliegenden Zeichnung zeigt ein bekanntes optisches
Verschiebungsmeßsystem, das in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 2-167427
beschrieben wird.
Gemäß Fig. 6 enthält das optische Verschiebungsmeßsystem 130 ein Beugungsgitter
131, das so ausgebildet ist, daß es sich entsprechend einer Bewegung des bewegbaren
Teils eines Maschinenwerkzeugs linear in die durch die Pfeile X1 und/oder X2 in den
Figuren angedeuteten Richtungen bewegt, eine Laserdiode 132 zum Emittieren eines
Laserstrahls, einen ersten halbdurchlässigen Spiegel 133 zum Teilen des von der
Laserdiode 132 emittierten Laserstrahls, erste und zweite Lichtempfangsvorrichtungen 134, 135
zum Empfangen der zwei durch das Beugungsgitter 131 transmittierten
Beugungsstrahlen, ein Paar von Linsen 136, 137 zum Fokussieren der zwei
Beugungsstrahlen und einen zweiten halbdurchlässigen Spiegel 138 zum Separieren und
synthetischen Kombinieren der zwei durch das Paar von Linsen 136, 137 fokussierten
Beugungsstrahlen.
Das optische Verschiebungsmeßsystems 130 enthält ferner ein erstes Paar von Spiegeln
139, 140 zum Reflektieren der von dem halbdurchlässigen Spiegel 133 erzeugten
Laserstrahlen und zum Veranlassen, daß diese auf das Beugungsgitter 131 treffen, ein
zweites Paar von Spiegeln 141, 142 zum Reflektieren der von dem Beugungsgitter 131
durchgelassenen Laserstrahlen und zum Veranlassen, daß diese auf den
halbdurchlässigen Spiegel 138 treffen, ein λ/4-Plättchen 143 und einen ersten
Analysator 144, die zwischen der ersten Lichtempfangsvorrichtung 143 und dem
halbdurchlässigen Spiegel 138 angeordnet ist, und einen zweiten Analysator 145, der
zwischen der zweiten Lichtempfangsvorrichtung 135 und dem halbdurchlässigen Spiegel
138 angeordnet ist.
Bei dem optischen Verschiebungsmeßsystem 130 werden die erste und die zweite Linse
136, 137 so angeordnet, daß sie die Strahlen jeweils auf die Beugungs- oder die
Brechungsebene des Beugungsgitters 131 fokussieren. Die Beugungsstrahlen, die auf
das erste bzw. das zweite Lichtempfangsvorrichtung treffen, werden daher immer
parallel zueinander gehalten, und das Interferenzsignal wird wenig schwanken, wenn
das Beugungsgitter 131 Wellungen zeigt.
Das vorgeschlagene optische Verschiebungsmeßsystem 130 stellt jedoch nur die
Parallelität der zwei Beugungsstrahlen sicher. Dies bedeutet, daß nur in dem
schraffierten Bereich in Fig. 7, in dem die beiden Strahlen zum Überlagern gebracht
werden, eine gleichmäßige Interferenz aufrechterhalten wird, wenn das Beugungsgitter
131 geneigt wird. Mit anderen Worten, die zwei Beugungsstrahlen interferieren in
keinen anderen Bereichen als in dem Bereich, in dem die beiden Strahlen zur
gegenseitigen Überlagerung gebracht werden, so daß dementsprechend das erhaltene
Interferenzsignal unterdrückt werden wird. Falls ferner die beiden Strahlen relativ
zueinander nicht exakt parallel sind und - in irgendeinem Sinn des Wortes - einen
Abbildungsfehler beinhalten, wird selbst in dem Bereich, in dem die zwei Strahlen zur
gegenseitigen Überlagerung gebracht werden, keine gleichmäßige Interferenz erzielt
werden.
Fig. 8 der beiliegenden Zeichnung zeigt ein bekanntes optisches
Verschiebungsmeßsystem, das in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 1-185415
beschrieben ist.
Gemäß Fig. 8 enthält das bekannte optische Verschiebungsmeßsystem 150 ein
Transmissionstyp-Beugungsgitter 151, das so ausgebildet ist, daß es sich entsprechend
einer Bewegung des bewegbaren Teils eines Maschinenwerkzeugs linear in die durch
die Pfeile X1 und/oder X2 in den Zeichnungen angedeuteten Richtungen bewegt, eine
Laserdiode 152 zum Emittieren eines Laserstrahls, eine Kollimatorlinse 153 zur
Kollimation des von der Laserdiode 152 emittierten Laserstrahls, einen ersten
halbdurchlässigen Spiegel 154 zum Teilen des kollimierten Laserstrahls in zwei
Strahlen, ein erstes Paar von Spiegeln 155a, 155b zum Reflektieren der geteilten
Strahlen und zum Veranlassen, daß diese auf das Beugungsgitter 151 treffen, ein
zweites Paar von Spiegeln 156a, 156b zum Reflektieren der Beugungsstrahlen, die von
dem Beugungsgitter 151 erzeugt werden, wenn die geteilten Strahlen durch dieses
transmittieren, ein Paar von Polarisatoren 157a, 157b zum Veranlassen, daß die von
dem zweiten Paar von Spiegeln 156a, 156b reflektierten Beugungsstrahlen senkrecht
schneiden, einen zweiten halbdurchlässigen Spiegel 158 zum Veranlassen, daß sich die
zwei Beugungsstrahlen überlagern, ein erstes Lichtempfangsvorrichtung 159 zum
Empfangen der zwei Beugungsstrahlen, die durch den zweiten halbdurchlässigen
Spiegel 158 dazu gebracht wurden, sich zu überlagern, einen dritten halbdurchlässigen
Spiegel 160 zum Separieren der Beugungsstrahlen, die durch den zweiten
halbdurchlässigen Spiegel 158 dazu gebracht wurden, sich gegenseitig zu überlagern,
ein zweites und ein drittes Lichtempfangsvorrichtung 161 und 162 jeweils zum
Empfangen der durch den dritten halbdurchlässigen Spiegel 160 erzeugten Strahlen,
einen Analysator 163, der zwischen dem dritten halbdurchlässigen Spiegel 160 und dem
zweiten Lichtempfangsvorrichtung 161 angeordnet ist, und ein λ/4-Plättchen 164 und
einen weiteren Analysator 165, die zwischen dem dritten halbdurchlässigen Spiegel 160
und dem dritten Lichtempfangsvorrichtung 162 angeordnet sind.
Die zwei kohärenten Lichtstrahlen, die durch Teilen des ursprünglichen kohärenten
Lichtstrahls durch den ersten halbdurchlässigen Spiegel 154 erzeugt wurden, werden
jeweils in ihrem Einfallswinkel von dem ersten Paar von Spiegeln 155a, 155b derart
umgelenkt, daß sie zum Winkel θ angeglichen werden. Die zwei kohärenten Strahlen
werden dazu veranlaßt, am der gleichen und identischen Stelle auf die Gitterebene des
Beugungsgitters 151 aufzutreffen. Die Beugungsstrahlen, die durch Auftreffen der
kohärenten Strahlen auf die Gitterebene mit einem Einfallswinkel θ erzeugt wurden,
weisen den gleichen Beugungswinkel ϕ auf. Bei diesem optischen
Verschiebungsmeßsystem 150 streuen Strahlen der nullten Ordnung nicht in die
Lichtwege der Beugungsstrahlen, da der Einfallswinkel und der Beugungswinkel
unterschiedlich sind. Durch einen Strahl der nullten Ordnung wird daher kein
Hintergrundsignal erzeugt, wodurch die Vorrichtung in die Lage versetzt wird, die
Position des bewegbaren Teils zuverlässig zu erfassen.
Allerdings werden bei dem obigen optischen Verschiebungsmeßsystem 150 die zwei
kohärenten Lichtstrahlen dazu veranlaßt, daß sie an der gleichen Stelle mit einem
gleichen Einfallswinkel auf die Gitterebene des Beugungsgitters 151 treffen. Wie Fig. 9
entnommen werden kann, bewegt sich der reflektierte Strahl, der beim Auftreffen eines
kohärenten Strahles auf das Beugungsgitter 151 erzeugt wird, auf dem Weg des anderen
kohärenten Lichtstrahles, der auf das Beugungsgitter 151 trifft, zurück und tritt
dementsprechend in die Laserdiode 152 ein.
Grundsätzlich reagiert eine Laserdiode hochempfindlich auf einen zurückkehrenden
Strahl und wird durch einen solchen Strahl in Bezug auf die Oszillation und die
Erzeugung eines Hintergrundsignals instabil. Die Wellenlänge des Laserstrahls, der von
der Laserdiode emittiert wird, wird dann instabil werden. Das Signal/Rausch-Verhältnis
und die Stabilität des Interferenzsignals wird beim Zurückkehren eines reflektierten
Strahls in die Laserdiode 152 des optischen Verschiebungsmeßsystems 150 ernsthaft
beeinträchtigt.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein optisches
Verschiebungsmeßsystem anzugeben, das die Position eines bewegbaren Teils eines
Maschinenwerkzeugs mit einem verbesserten Auflösungsvermögen erfassen kann.
Ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, ein optisches
Verschiebungsmeßsystem anzugeben, bei dem irgendein von dem Beugungsgitter
reflektierter Strahl nicht zu der Lichtemissionsvorrichtung zurückkehrt, so daß die
Position des bewegbaren Teils des Maschinenwerkzeugs zuverlässig mit einem erhöhten
Auflösungsvermögen erfaßt werden kann.
Entsprechend der Erfindung wird die obige Aufgabe unter Erreichen weiterer Vorteile
durch ein optisches Verschiebungsmeßsystem gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß es ein Beugungsgitter aufweist, das so ausgebildet ist, daß es mit einem kohärenten
Lichtstrahl bestrahlbar ist und sich in Richtungen relativ zu dem kohärenten Strahl
bewegt, die parallel zu dem Gittervektor sind, zum Beugen des kohärenten Lichtstrahls,
eine Lichtemissionsvorrichtung zum Emittieren eines kohärenten Lichtstrahls, ein
optisches Bestrahlungssystem zum Teilen des kohärenten Lichtstrahls, der von der
Lichtemissionsvorrichtung emittiert wurde, in zwei kohärente Lichtstrahlen und zum
Bestrahlen des Beugungsgitters mit jedem der kohärenten Strahlen, ein optisches
Interferenzsystem zum Veranlassen, daß für jeden der beiden kohärenten Strahlen die
zwei gebeugten Lichtstrahlen, die durch das Beugen des Beugungsgitters erhalten
wurden, zum Interferieren gebracht werden, eine Lichtempfangsvorrichtung zum
Empfangen der zwei Beugungsstrahlen, die miteinander interferieren, und zum Erfassen
eines Interferenzsignals, sowie eine Stellungserfassungsvorrichtung zum Bestimmen der
Phasendifferenz der zwei Beugungsstrahlen aus dem von der Lichtempfangsvorrichtung
erfaßten Interferenzsignal und zum Erfassen der Position des relativ bewegten
Beugungsgitters, wobei das optische Bestrahlungssystem eine erste Fokussiereinrichtung
aufweist zum Fokussieren der zwei kohärenten Strahlen, die das Beugungsgitter
bestrahlen, auf die Gitterebene des Beugungsgitters, und wobei das optische
Interferenzsystem eine zweite Fokussiereinrichtung aufweist zum Fokussieren der zwei
Beugungsstrahlen, die miteinander interferieren und von der Lichtempfangsvorrichtung
empfangen wurden, auf die Lichtempfangsebene der Lichtempfangsvorrichtung.
Bei einem optischen Verschiebungsmeßsystem, das wie oben beschrieben aufgebaut ist
und in Fig. 10 schematisch dargestellt ist, fokussiert die erste Fokussiereinrichtung 4
den kohärenten Lichtstrahl La, der von der Lichtemissionsvorrichtung 2 emittiert
wurde, auf die Gitterebene des Beugungsgitters 1. Der auf die Gitterebene des
Beugungsgitters 1 fokussierte kohärente Strahl La wird dann durch das Beugungsgitter 1
gebeugt, wobei als Ergebnis einer Reflexion oder Transmission ein gebeugter Strahl
(Beugungsstrahl) Lb erzeugt wird. Die zweite Fokussiereinrichtung 5 fokussiert dann
den gebeugten Strahl Lb auf die Lichtempfangsebene der Lichtempfangsvorrichtung 3.
Bei dem optischen Verschiebungsmeßsystem, das wie oben beschrieben aufgebaut ist,
wird die Länge des zurückgelegten Lichtweges des gebeugten Laserstrahls, der durch
die Apertur der zweiten Fokussiereinrichtung 5 hindurch tritt, unveränderbar auf einem
konstanten Wert gehalten, da der kohärente Strahl La auf die Gitterebene des
Beugungsgitters 1 fokussiert wird, während der gebeugte Strahl Lb auf die
Lichtempfangsebene der Lichtempfangsvorrichtung 3 fokussiert wird. Die
Fokusposition auf der Lichtempfangsebene der Lichtempfangsvorrichtung 3 variiert
daher nicht und die Länge des Lichtwegs, die von dem gebeugten Strahl zurückgelegt
wird, wird unveränderbar auf einem konstanten Wert gehalten, wenn die optische
Achse des Beugungsstrahl Lb aus irgend einem Grund verändert wird.
Entsprechend einem anderen Gesichtspunkt der Erfindung wird auch ein optisches
Verschiebungsmeßsystem angegeben, daß dadurch gekennzeichnet ist, daß es ein
Beugungsgitter aufweist, das so ausgebildet ist, daß es mit einem kohärenten Lichtstrahl
bestrahlbar ist und sich in Richtungen relativ zu dem kohärenten Strahl bewegt, die
parallel zu dem Gittervektor sind, zum Beugen des kohärenten Lichtstrahls, eine
Lichtemissionsvorrichtung zum Emittieren eines kohärenten Lichtstrahls, ein optisches
Bestrahlungssystem zum Teilen des kohärenten Lichtstrahls, der von der
Lichtemissionsvorrichtung emittiert wurde, in zwei kohärente Lichtstrahlen und zum
Bestrahlen des Beugungsgitters mit jedem der kohärenten Strahlen, ein optisches
Interferenzsystem zum Veranlassen, daß für jeden der beiden kohärenten Strahlen die
zwei gebeugten Lichtstrahlen, die durch das Beugen des Beugungsgitters erhalten
wurden, zum Interferieren gebracht werden, eine Lichtempfangsvorrichtung zum
Empfangen der zwei Beugungsstrahlen, die miteinander interferieren, und zum Erfassen
eines Interferenzsignals, sowie eine Stellungserfassungsvorrichtung zum Bestimmen der
Phasendifferenz der zwei Beugungsstrahlen aus dem von der Lichtempfangsvorrichtung
erfaßten Interferenzsignal und zum Erfassen der Position des relativ bewegten
Beugungsgitters, wobei das optische Bestrahlungssystem so ausgebildet ist, daß es für
jeden der beiden kohärenten Strahlen in einer Ebene, die relativ zu der Normalen der
Gitterebene des Beugungsgitters geneigt ist, einen optischen Weg bildet und eine
gleichen und identischen Stelle auf der Gitterebene des Beugungsgitters mit den zwei
kohärenten Strahlen bestrahlt.
Bei einem optischen Verschiebungsmeßsystem, das wie oben beschrieben aufgebaut ist,
werden in einer Richtung, die relativ zu der Normalen der Gitterebene des
Beugungsgitters geneigt ist, optische Pfade für die zwei kohärenten Strahlen gebildet
und die kohärenten Strahlen werden dazu veranlaßt, einen gleiche und identische Stelle
auf der Gitterebene des Beugungsgitters zu bestrahlen. Die Phasendifferenz der zwei
Beugungsstrahlen, die aus den zwei kohärenten Strahlen erzeugt werden, wird dann
bestimmt, um die relative Verschiebung des Beugungsgitters zu erfassen.
Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische Perspektivdarstellung eines bekannten optischen
Verschiebungsmeßsystems, das in der japanischen Offenlegungsschrift No. 60-98302
beschrieben ist.
Fig. 2 ist eine schematische Darstellung des optischen Verschiebungsmeßsystems in
Fig. 1 in Blickrichtung N1 in Fig. 1.
Fig. 3 ist eine schematische Perspektivdarstellung eines weiteren bekannten optischen
Verschiebungsmeßsystems, das in der japanischen Offenlegungsschrift No 60-98302
beschrieben ist.
Fig. 4 ist eine schematische Darstellung des optischen Verschiebungsmeßsystems in
Fig. 3 in Blickrichtung N1 in Fig. 3.
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der Funktion eines optischen
Verschiebungsmeßsystems, das durch Modifizieren des bekannten optischen
Verschiebungsmeßsystem aus Fig. 1 erhalten wird.
Fig. 6 ist eine schematische Perspektivdarstellung eines weiteren bekannten optischen
Verschiebungsmeßsystems, das in der japanischen Offenlegungsschrift No. 2-167427
beschrieben wird.
Fig. 7 ist eine schematische Darstellung der Funktion des Lichtempfangsvorrichtungs eines optischen Verschiebungsmeßsystems aus der japanischen Offenlegungsschrift
No. 2-167427, das mit gebeugten Lichtstrahlen bestrahlt wird.
Fig. 8 ist eine schematische Darstellung eines weiteren bekannten optischen
Verschiebungsmeßsystems, das in der japanischen Offenlegungsschrift No. 1-185415
beschrieben ist.
Fig. 9 ist eine schematische Darstellung eines reflektierten Strahls, der zu der
kohärenten Strahlquelle eines optischen Verschiebungsmeßsystems der japanischen
Offenlegungsschrift No. 1-185415 zurückkehrt.
Fig. 10 ist eine schematische Darstellung eines optischen Verschiebungsmeßsystems
entsprechend der vorliegenden Erfindung.
Fig. 11 ist eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines
optischen Verschiebungsmeßsystems entsprechend der vorliegenden Erfindung.
Fig. 12 ist eine schematische Perspektivdarstellung eines Beugungsgitters, das in den
ersten sieben Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung verwendet werden
kann.
Fig. 13 ist eine schematische Darstellung der optischen Wege von kohärenten Strahlen
und Beugungsstrahlen in dem ersten Ausführungsbeispiel des optischen
Verschiebungsmeßsystems entsprechend der vorliegenden Erfindung.
Fig. 14 ist eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines
optischen Verschiebungsmeßsystems entsprechend der vorliegenden Erfindung.
Fig. 15 ist eine schematische Darstellung des Beugungsgitters des zweiten
Ausführungsbeispiels eines optischen Verschiebungsmeßsystems entsprechend der
vorliegenden Erfindung, bei der das Beugungsgitter gekippt ist.
Fig. 16 ist eine schematische Perspektivdarstellung eines dritten Ausführungsbeispiels
eines optischen Verschiebungsmeßsystems entsprechend der vorliegenden Erfindung.
Fig. 17 ist eine schematische Darstellung einer Komponente des dritten
Ausführungsbeispiels eines optischen Verschiebungsmeßsystems, die mit einer Steigung
m2 angeordnet ist, in Blickrichtung senkrecht relativ zu dieser Steigung m2.
Fig. 18 ist eine schematische Darstellung eines kohärenten Strahls, der auf das
Beugungsgitter trifft, sowie eines gebeugten Strahls, der durch das Beugungsgitter
gebeugt wurde, in dem dritten Ausführungsbeispiel eines optischen
Verschiebungsmeßsystems entsprechend der vorliegenden Erfindung, in Blickrichtung
des Gittervektors.
Fig. 19 ist eine schematische Darstellung einer Komponente des dritten
Ausführungsbeispiels eines optischen Verschiebungsmeßsystems, die mit einer Steigung
m3 angeordnet ist, in Blickrichtung senkrecht relativ zu dieser Steigung m3.
Fig. 20 ist eine schematische Darstellung von kohärenten Lichtstrahlen, die auf das
Beugungsgitter treffen, welche die Stellen (Lichtflecken), an denen der kohärente Strahl
auf das Beugungsgitter trifft, zeigt.
Fig. 21 ist eine zur Fig. 20 unterschiedliche schematische Darstellung der Stellen, an
denen die kohärenten Strahlen auf das Beugungsgitter des dritten Ausführungsbeispiels
treffen.
Fig. 22 ist eine schematische Darstellung wie in Fig. 17 einer Komponente des dritten
Ausführungsbeispiels eines optischen Verschiebungsmeßsystems, die mit einer Steigung
m2 angeordnet sind, in einer Blickrichtung senkrecht zu dieser Steigung m2, aber mit
einer anderen Stelle als in Fig. 17, an der der kohärente Strahl auftrifft.
Fig. 23 ist eine schematische Darstellung wie in Fig. 19 einer Komponente des dritten
Ausführungsbeispiels eines optischen Verschiebungsmeßsystems, die mit einer Steigung
m3 angeordnet ist, in einer Blickrichtung senkrecht zu dieser Steigung m3, aber mit
einer anderen Stelle als in Fig. 19, an der der kohärente Strahl auftrifft.
Fig. 24 ist eine schematische Darstellung der Länge des optischen Weges eines
Laserstrahls, der durch das Beugungsgitter hindurchtritt.
Fig. 25 ist eine schematische Darstellung der Differenz zwischen den optischen Wegen
zweier Laserstrahlen, die durch das Beugungsgitter hindurchtreten, wenn das Gitter eine
variierende Dicke aufweist.
Fig. 26 ist eine schematische Perspektivdarstellung eines vierten Ausführungsbeispiels
eines optischen Verschiebungsmeßsystems entsprechend der vorliegenden Erfindung.
Fig. 27 ist eine schematische Darstellung einer Komponente des vierten
Ausführungsbeispiels eines optischen Verschiebungsmeßsystems, die mit Steigungen m2
und m3' angeordnet ist, in einer Blickrichtung senkrecht zu den Steigungen m2 und
m3'.
Fig. 28 ist eine schematische Darstellung eines kohärenten Strahls, der auf das
Beugungsgitter trifft und eines durch das Beugungsgitter gebeugten Beugungsstrahls,
des vierten Ausführungsbeispiels eines optischen Verschiebungsmeßsystems
entsprechend der vorliegenden Erfindung, in Blickrichtung des Gittervektors.
Fig. 29 ist eine zu Fig. 26 unterschiedliche schematische Darstellung der Stellen, an
denen die kohärenten Strahlen auf das Beugungsgitter des vierten Ausführungsbeispiels
treffen.
Fig. 30 ist eine schematische Darstellung wie in Fig. 27 einer Komponente des vierten
Ausführungsbeispiels eines optischen Verschiebungsmeßsystems, die mit den
Steigungen m2 und m3' angeordnet ist, in Blickrichtung zu den Steigungen m2 und
m3', aber mit einer anderen Stelle als in Fig. 27, an der die kohärenten Strahlen
auftreffen.
Fig. 31 ist eine schematische Perspektivdarstellung eines fünften Ausführungsbeispiels
eines optischen Verschiebungsmeßsystems entsprechend der vorliegenden Erfindung,
welche schematisch den Hauptteil der optischen Lichtempfangsvorrichtung darstellt.
Fig. 32 ist eine schematische Perspektivdarstellung eines sechsten Ausführungsbeispiels
eines optischen Verschiebungsmeßsystems entsprechend der vorliegenden Erfindung,
welche schematisch den Hauptteil der optischen Lichtempfangsvorrichtung darstellt.
Fig. 33 ist eine schematische Perspektivdarstellung eines siebten Ausführungsbeispiels
eines optischen Verschiebungsmeßsystems entsprechend der vorliegenden Erfindung,
welche den Hauptteil der optischen Lichtempfangsvorrichtung schematisch darstellt.
Fig. 34 ist eine schematische Darstellung eines weiteren Beugungsgitters, das bei einem
der ersten sieben Ausführungsbeispiele des optischen Verschiebungsmeßsystems
entsprechend der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines ersten Ausführungsbeispiels eines
optischen Verschiebungsmeßsystems entsprechend der Erfindung, das in Fig. 11
dargestellt ist, erläutert.
Gemäß Fig. 11 enthält das erste Ausführungsbeispiel eines optischen
Verschiebungsmeßsystems 10 entsprechend der Erfindung ein Beugungsgitter 11, das so
ausgebildet ist, daß es mit einem kohärenten Lichtstrahl bestrahlbar ist und sich in
Richtungen relativ zu dem kohärenten Strahl bewegt, die parallel zu dem Gittervektor
sind, um den kohärenten Strahl zu beugen, eine kohärenten Lichtquelle 12 zum
Emittieren eines kohärenten Lichtstrahls La, beispielsweise eines Laserstrahls, eine
Lichtempfangsvorrichtung 13 zum Empfangen zweier interferierender Beugungsstrahlen
Lb1, Lb2 um ein Interferenzsignal zu erzeugen, eine Stellungserfassungsvorrichtung 14
zum Erfassen der verschobenen Position des Beugungsgitters 11 auf Basis des
Interferenzsignals der Lichtempfangsvorrichtung 13, ein optisches Bestrahlungssystem
15 zum Bestrahlen des Beugungsgitters 11 mit einem kohärenten Stahl La, welcher von
der kohärenten Lichtquelle 12 emittiert wurde, und eine optische
Lichtempfangsvorrichtung 16 zum Veranlassen, daß die zwei Beugungsstrahlen Lb1,
Lb2 des Beugungsgitter miteinander interferieren und die Lichtempfangsvorrichtung 13
beleuchten.
Gemäß Fig. 12 hat das Beugungsgitter 11 ein Profil wie eine dünne Platte und ist mit
einer Gitterstruktur von schmalen Schlitzen oder Rillen versehen, die in regelmäßigen
Abständen auf der Oberfläche angeordnet sind. Ein Lichtstrahl, der auf das
Beugungsgitter 11 trifft, wird von der an der Oberfläche gebildeten Gitterstruktur
gebeugt. Der gebeugte Strahl wird dann in eine Richtung, die durch die Gitterabstände
und die Wellenlänge des Strahls bestimmt ist, abgestrahlt.
Aus Gründen der Beschreibung des Ausführungsbeispiels wird im Folgenden die
Oberfläche des Beugungsgitters, auf der die Gitterstruktur angeordnet ist, als
Gitterebene 11a bezeichnet. Falls es sich um ein Transmissionstyp-Beugungsgitter 11
handelt, werden sowohl die Oberfläche, durch die ein kohärenter Strahl in das
Beugungsgitter eintritt, als auch die Oberfläche, durch die ein gebeugter Strahl
abgestrahlt wird, als Gitterebene 11a bezeichnet. Die Richtungen, entlang derer die
Gitterstruktur des Beugungsgitters 11 gebildet wird (die durch die Pfeile C1 und C2 in
Fig. 12 dargestellten Richtungen), das sind die Richtung senkrecht zum Gittervektor,
welcher Änderungen in der Durchlässigkeit, in der Reflektivität und Tiefe der
Gitterstruktur repräsentiert, sowie die Richtung parallel zur Gitterebene 11a, werden als
Gitterrichtungen bezeichnet. Die Richtungen senkrecht zu der Richtung, entlang derer
die Gitterstruktur gebildet wird und parallel zu der Gitterebene 11a (die durch Pfeile D1
und D2 in Fig. 12 dargestellten Richtungen), das ist die Richtung parallel zu dem
Gittervektor des Beugungsgitters 11, werden als Gittervektorrichtung bezeichnet.
Schließlich werden die Richtungen senkrecht zu der Gitterebene 11a (die durch die
Pfeile E1 und E2 in Fig. 12 dargestellten Richtungen), das sind die Richtung senkrecht
zu derjenigen Richtung, entlang derer die Gitterstruktur gebildet ist, und ebenso zu dem
Gittervektor, werden als Normalen-Vektorrichtung bezeichnet. Es ist zu beachten, daß
diese Nomenklatur der Richtungen des Beugungsgitters 11 auch in der Beschreibung der
weiteren Ausführungsbeispiele, die noch folgt, verwendet wird.
Das Beugungsgitter 11 ist in das bewegbare Teil eines Maschinenwerkzeugs eingepaßt
und wird in die Gittervektorrichtung zusammen mit dem bewegbaren Teil bewegt, wie
dies durch die Pfeile X1 und X2 in Fig. 11 dargestellt ist.
Die kohärente Lichtquelle 12 ist ein Gerät, das ausgebildet ist, einen kohärenten Strahl,
beispielsweise einen Laserstrahl, zu emittieren. Die kohärente Lichtquelle 12 ist
typischerweise ein Multimoden-Halbleiterlaser, der so ausgebildet ist, daß er einen
Laserstrahl mit einer Kohärenzlänge von ungefähr einigen 100 µ erzeugt.
Die Lichtempfangsvorrichtung 13 ist ein licht- oder fotoelektrisches
Umsetzungselement, das ausgebildet so ist, daß es das Licht, das dessen
Lichtempfangsebene 13a bestrahlt, in ein elektrisches Signal umsetzt, welches die
Menge des empfangenen Lichts repräsentiert. Sie kann typischerweise einen Licht- oder
Fotodetektor aufweisen. Die Lichtempfangsvorrichtung 13 empfängt einen kohärenten
Lichtstrahl, der die Lichtempfangsebene 13a bestrahlt, und erzeugt ein
Interferenzsignal, welches der Menge des empfangenen Lichts entspricht.
Die Stellungserfassungsvorrichtung 14 gibt ein Positionssignal ab, welches die relativ
verschobene Position des Beugungsgitters 11 angibt, durch Auswertung der
Phasendifferenz der zwei gebeugten Lichtstrahlen auf Basis des Interferenzsignals,
welches von der Lichtempfangsvorrichtung 13 erzeugt worden ist.
Das optische Bestrahlungssystem 15 enthält eine erste Fokussiervorrichtung 21 zum
Fokussieren des kohärenten Strahls La, der von der kohärenten Lichtquelle 12 emittiert
wurde, auf die Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11, einen halbdurchlässigen Spiegel
22 zum Teilen des kohärenten Strahles La, der von der kohärenten Lichtquelle 12
emittiert wurde, in zwei kohärente Strahlen La1, La2, einen Reflektor 23 zum
Reflektieren eines der kohärenten Strahlen, hier des kohärenten Strahls La1, der durch
den halbdurchlässigen Spiegel 22 erzeugt wurde, und einen anderen Reflektor 24 zum
Reflektieren des anderen kohärenten Strahls, hier des kohärenten Strahls La2, der durch
den halbdurchlässigen Spiegel 22 erzeugt wurde.
Die erste Fokussiervorrichtung 21 enthält ein optisches Element, das eine Linse sein
kann, die einen vorgegebenen variablen Bereich in der numerischen Apertur hat. Der
kohärente Strahl La, der von der kohärenten Lichtquelle 12 emittiert wurde, wird dazu
gebracht, in die erste Fokussiereinrichtung 21 einzutreten. Die erste
Fokussiereinrichtung 21 fokussiert den kohärenten Strahl La, der in dieses eintritt, auf
die Gitterebenen 11a des Beugungsgitters 11 mit einem vorgegebenen
Strahldurchmesser. Vorzugsweise bedeckt der Strahldurchmesser des fokussierten
Strahls eine ausreichende Anzahl an Rillen des Beugungsgitters 11, um einen
Beugungsstrahl zu erzeugen. Der Strahldurchmesser ist vorzugsweise derart, daß der
Strahl nicht durch kleine Staubpartikel und/oder Kratzer auf der Gitterebene 11a
beeinflußt werden kann. Vorzugsweise kann der Strahldurchmesser durch Einstellen der
numerischen Apertur eingestellt werden und ist typischerweise nicht kleiner als einige
10µ. Der Brennpunkt kann - nicht notwendigerweise - derjenige Punkt sein, an dem der
Strahldurchmesser minimiert wird. Ein Punkt auf der Gitterebene 11, bei dem die
Differenz zwischen den Längen der optischen Wege der zwei Strahlen minimiert wird,
kann alternativ für den Brennpunkt gewählt werden.
Der von der kohärenten Lichtquelle 12 emittierte kohärente Strahl La wird durch die
erste Fokussiereinrichtung 21 dazu gebracht, in den halbdurchlässigen Spiegel 22
einzutreten. Der halbdurchlässige Spiegel 22 transmittiert einen Teil des einfallenden
kohärenten Strahls La, um einen kohärenten Strahl La1 zu erzeugen, und reflektiert den
Rest des einfallenden kohärenten Strahls La, um einen kohärenten Strahl La2 zu
erzeugen.
Der Reflektor 23 reflektiert den durch den halbdurchlässigen Spiegel 22 transmittierten
kohärenten Strahl La1 und bringt diesen dazu, an einer vorgegebenen Stelle auf die
Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11 aufzutreffen. Der Reflektor 24 reflektiert auf
der anderen Seite den durch den halbdurchlässigen Spiegel 22 reflektierten kohärenten
Strahl La2 und bringt diesen dazu, an der vorgegebenen Stelle auf die Gitterebene 11a
des Beugungsgitters 11 aufzutreffen. Der Reflektor 23 und der Reflektor 24 bewirken
daher, daß die jeweiligen kohärenten Strahlen La1 und La2 auf dem gleichen Lichtfleck
auf die Gitterebene 11a auftreffen.
Die optische Lichtempfangsvorrichtung 16 enthält andererseits einen Reflektor 25 zum
Reflektieren des gebeugten Strahls Lb1, der aus dem kohärenten Strahl La1 erzeugt
wurde, einen weiteren Reflektor 26 zum Reflektieren des gebeugten Strahls Lb2, der
aus dem kohärenten Strahl La2 erzeugt wurde, einen halbdurchlässigen Spiegel 27, um
den von dem Reflektor 25 reflektierten Beugungsstrahl Lb1 und den von dem Reflektor
26 reflektierten Beugungsstrahl Lb2 zu veranlassen, sich zu überlagern und miteinander
zu interferieren, und eine zweite Fokussiereinrichtung 28 zum Fokussieren der zwei
Beugungsstrahlen Lb1, Lb2, die durch die halbdurchlässigen Spiegel 27 dazu gebracht
wurden, sich zu überlagern und miteinander zu interferieren, auf die
Lichtempfangsebene 13a des Lichtempfangsvorrichtungs 13.
Der durch Eintreten des kohärenten Strahls La1 in das Beugungsgitter 11 erzeugte
Beugungsstrahl Lb1 wird dazu gebracht, auf den Reflektor 25 aufzutreffen. Der
Reflektor 25 reflektiert dann den Beugungsstrahl Lb1 und bringt diesen dazu, auf den
halbdurchlässigen Spiegel 27 aufzutreffen. Der durch Eintreten des kohärenten Strahls
La2 in das Beugungsgitter 11 erzeugte Beugungsstrahl Lb2 wird dazu gebracht, auf den
Reflektor 26 aufzutreffen. Der Reflektor 26 reflektiert dann den Beugungsstrahl Lb2
und bringt diesen dazu, auf den halbdurchlässigen Spiegel 27 aufzutreffen.
Der halbdurchlässige Spiegel 27 transmittiert den Beugungsstrahl Lb1, der durch den
Reflektor 25 reflektiert wurde und reflektiert den Beugungsstrahl Lb2, der durch den
Reflektor 26 reflektiert wurde, um somit die beiden Beugungsstrahlen Lb1 und Lb2 zu
veranlassen, sich zu überlagern und miteinander zu interferieren.
Die zweite Fokussiereinrichtung 28 enthält ein optisches Element, das eine Linse sein
kann, die einen vorgegebenen Bereich in ihrer numerischen Apertur hat. Die zwei
Beugungsstrahlen Lb1, Lb2, die durch die halbdurchlässigen Spiegel dazu gebracht
wurden, sich zu überlagern, treffen dann auf die zweite Fokussiereinrichtung 28. Die
Fokussiereinrichtung 28 fokussiert dann die zwei Beugungsstrahlen Lb1, Lb2 auf die
Lichtempfangsebene 13a der Lichtempfangsvorrichtung 13 mit einem vorgegebenen
Strahldurchmesser. Der Brennpunkt muß nicht notwendigerweise derjenige Punkt sein,
an dem der Strahldurchmesser minimiert wird. Ein Punkt auf der Lichtempfangsebene
13a, bei dem die Differenz der Länge der optischen Wege der zwei Strahlen minimiert
wird, kann alternativ für den Brennpunkt gewählt werden.
Bei einem optischen Verschiebungsmeßsystem 10, das wie oben aufgebaut ist, wird eine
Phasendifferenz zwischen den zwei Beugungsstrahlen Lb1, Lb2 erzeugt, wenn das
Beugungsgitter 11 in die Richtungen des Gittervektors mit einer Bewegung des
bewegbaren Teils des Maschinenwerkzeugs bewegt wird. Das optische
Verschiebungsmeßsystem 10 veranlaßt die zwei Beugungsstrahlen Lb1, Lb2,
miteinander zu interferieren um ein Interferenzsignal zu erfassen, und bestimmt die
Phasendifferenz der zwei Beugungsstrahlen Lb1, Lb2 aus dem Interferenzsignal, um
abschließend die veränderte Position des Beugungsgitters 11 zu erfassen.
Es sei hier angenommen, daß eines der gegenüberliegenden Enden des Beugungsgitters
11, gesehen in Gittervektorrichtungen, in eine der Normalen-Vektorrichtungen
(beispielsweise in die durch den Pfeil X3 in Fig. 13 angedeutete Richtung) bewegt wird
und das andere Ende in die andere Normalen-Vektorrichtung (beispielsweise in die
durch den Pfeil X4 in Fig. 13 angedeutete Richtung) bewegt wird, so daß die
Gitterebene 11a gedreht wird. Sowohl der Beugungswinkel des Beugungsstrahls Lb1
und als auch des Beugungsstrahls Lb2 ändern sich dann. Die optischen Achsen der zwei
Beugungsstrahlen Lb1, Lb2 stimmen daher nicht mehr überein, wenn sie durch den
halbdurchlässigen Spiegel 27 dazu gebracht werden, sich zu überlagern.
Bei dem optischen Verschiebungsmeßsystem 10 wird jedoch der kohärente Strahl La1,
der von der kohärenten Lichtquelle 12 emittiert wurde, auf die Gitterebene 11a des
Beugungsgitters 11 durch die erste Fokussiereinrichtung 21 fokussiert und die zwei
Beugungsstrahlen Lb1, Lb2 werden auf die Lichtempfangsebene 13a der
Lichtempfangsvorrichtung 13 durch die zweite Fokussiereinrichtung 28 fokussiert. Die
Längen der optischen Wege der zwei Beugungsstrahlen Lb1, Lb2 welche durch die
Apertur der zweiten Fokussiereinrichtung hindurchtreten, werden daher bei dem
optischen Verschiebungsmeßsystem 10 angeglichen. Der Fokuspunkt auf der
Lichtempfangsebene 13a wird daher nicht verschoben, und die Längen der optischen
Wege der Beugungsstrahlen Lb1, Lb2 werden sich nicht ändern, wenn die optischen
Achsen der zwei Beugungsstrahlen Lb1, Lb2 verändert werden.
Als ein Ergebnis davon werden bei dem optischen Verschiebungsmeßsystem 11 der
vorliegenden Erfindung die zwei Beugungsstrahlen Lb1, Lb2 nicht relativ zueinander
verschoben und überlagern sich daher exakt. Wenn das Beugungsgitter 11 daher in eine
andere Richtung als die Richtungen parallel zum Gittervektor verschoben wird, wird
das von dem Lichtempfangsvorrichtung 13 erfaßte Interferenzsignal nicht
verschlechtert, selbst wenn das Beugungsgitter 11 gedreht wird oder gewellt ist. Daher
kann die veränderte (verschobene) Position des bewegbaren Teils des
Maschinenwerkzeugs exakt und mit einem erhöhten Auflösungsvermögen durch das
optische Verschiebungsmeßsystem 10 erfaßt werden. Zusätzlich kann ein optisches
Verschiebungsmeßsystem 10 entsprechend der vorliegenden Erfindung in den
bewegbaren Teil eines Maschinenwerkzeugs mit einer großen Auswahl der Position
eingepaßt werden, und die Position des bewegbaren Teils kann zuverlässig erfaßt
werden, falls das bewegbare Teil vibriert oder geschüttelt wird.
Ferner sind die Lichtstrahlen frei von Vignetierung und kann die Position des
bewegbaren Teils zuverlässig und genau erfaßt werden, da die beiden Beugungsstrahlen
Lb1, Lb2 auf die selbe Stelle (Lichtfleck) auf der Lichtempfangsebene 13a eines
optischen Verschiebungsmeßsystems 19 entsprechend der vorliegenden Erfindung
fokussiert werden.
Mit einem optischen Verschiebungsmeßsystem 10 gemäß der Erfindung kann die
Distanz zwischen dem Beugungsgitter 11 und der optischen Bestrahlungsvorrichtung 15
oder der optischen Lichtempfangsvorrichtung 16 gesteigert werden, indem die Apertur
des ersten Fokussierungselementes 21 oder die des zweiten Fokussierungselementes 22
erweitert wird. Zusätzlich könnte in einem optischen Verschiebungsmeßsystem 10
gemäß der Erfindung eine kleine Lichtempfangsvorrichtung 13 zum Empfangen von
Licht verwendet werden, um einen vergrößerten Freiheitsgrad zum Entwickeln der
Systemkonfiguration zu erlauben.
Weiterhin können zusätzlich in einem optischen Verschiebungsmeßsystem 10 gemäß der
Erfindung Meßfehler, die Schwankungen in der Wellenlänge zuzuschreiben sind,
dadurch eliminiert werden, daß die Längen der optischen Wege vom kohärenten Strahl
La1 und vom kohärenten Strahl La2 gleich gemacht werden und auch dadurch, daß die
Längen der optischen Wege des gebeugten Strahls Lb1 und des gebeugten Strahls Lb2
gleich gemacht werden. Mit dem Ziel, diese Längen der optischen Länge zu justieren,
könnte eine kohärente Lichtquelle 12 benutzt werden, die einen kohärenten Strahl
aussendet, der Kohärenz aufweist mit welchem die Differenz in der Länge des optischen
Weges als einen Wechsel des Modulationsfaktors der Interferenzstreifen erfaßt wird.
Beispielsweise können die Positionen der halbdurchlässigen Spiegel 22, 27 justiert
werden, um den Modulationsfaktor der Interferenzstreifen zu maximieren, indem ein
Multimode Halbleiterlaser mit einer Kohärenzlänge von mehreren hundert µm benutzt
wird. Dann kann die Differenz entlang der optischen Wege auf weniger als mehrere 10
µm reduziert werden.
Nun wird nachfolgend ein zweites Ausführungsbeispiel des optischen
Verschiebungsmeßsystems gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben. Zu
bemerken ist, daß die Komponenten des zweiten Ausführungsbeispieles des optischen
Verschiebungsmeßsystems gleich oder ähnlich dem Gegenstück des oben beschriebenen
ersten Ausführungsbeispieles sind bzw. mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind
und nicht weiter beschrieben werden. Auch ist zu bemerken, daß die Komponenten des
dritten und der weiteren Ausführungsbeispiele der Erfindung gleich oder ähnlich derer
des ersten Ausführungsbeispieles sind bzw. mit den gleichen Bezugszeichen versehen
sind und nicht weiter beschrieben werden.
Bezugnehmend auf Fig. 14 enthält das zweite Ausführungsbeispiel des optischen
Verschiebungsmeßsystems 30 gemäß der Erfindung ein Beugungsgitter 11, das von
einem kohärenten Lichtstrahl durchstrahlt wird und sich in Richtung parallel zum
Gittervektor relativ zum kohärenten Strahl bewegt um den kohärenten Strahl zu beugen,
eine kohärente Lichtquelle 12, wie einen Laserstrahl, zum Aussenden eines kohärenten
Lichtstrahls La, eine Lichtempfangsvorrichtung 13 zum Empfangen von zwei
interferierenden gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 um ein Interferenzsignal zu generieren,
eine Stellungserfassungsvorrichtung 14 zum Erkennen der versetzten Position des
Beugungsgitters 11 auf der Basis des Interferenzsignales von der
Lichtempfangsvorrichtung 13, ein optisches Bestrahlungssystem 31 zum Bestrahlen des
Beugungsgitters 11 mit einem kohärenten Strahl La, der von der kohärenten Lichtquelle
12 ausgesendet wurde, und eine optische Empfangsvorrichtung 32, um die beiden
gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 vom Beugungsgitter miteinander zu interferieren und die
Lichtempfangsvorrichtung 13 zu bestrahlen.
Das optische Bestrahlungssystem 15 enthält ein erstes Fokussierungselement 21 zum
Fokussieren des kohärenten Strahles La, der von der kohärenten Lichtquelle 12 auf der
Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11 ausgesendet wurde, und einen halbdurchlässigen
Spiegel 22 zum Aufteilen des kohärenten Strahles La, der von der kohärenten
Lichtquelle 12 ausgesendet wurde, in zwei kohärente Strahlen La1, La2.
Abweichend vom ersten Ausführungsbeispiel des optischen Verschiebungsmeßsystems
enthält die optisches Bestrahlungssystem 31 in diesem Beispiel keine Reflektoren.
Deshalb treten der kohärente Strahl La1 und der kohärente Strahl Lb1 beide direkt in
die Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11 des halbdurchlässigen Spiegels 22 ein. Auf
diese Weise unterscheidet sich der Lichtfleck, auf welchem der kohärente Strahl La1
auf die Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11 trifft, von dem Lichtfleck, auf den der
kohärente Strahl Lb2 auf die Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11 trifft.
Die optische Lichtempfangsvorrichtung 16 enthält einen halbdurchlässigen Spiegel 27,
um den gebeugten Strahl Lb1, der von dem kohärenten Strahl La1 produziert wurde,
und den gebeugten Strahl Lb2, der von dem kohärenten Strahl La2 produziert wurde,
dazu zu bringen, zu überlappen und miteinander zu interferieren und ein zweites
Fokussierungselement 28 zum Fokussieren der zwei gebeugten Strahlen Lb1, Lb2, die
durch den halbdurchlässigen Spiegel auf der Lichtempfangsebene 13a der
Lichtempfangsvorrichtung 13 dazu gebracht wurden, zu überlappen und miteinander zu
interferieren.
Der gebeugte Strahl Lb1, der vom kohärenten Strahl La1 erzeugt wurde, als letzterer
auf das Beugungsgitter 11 traf, und der gebeugte Strahl Lb2, der vom kohärenten Strahl
La2 erzeugt wurde, als letzterer auf das Beugungsgitter 11 traf, tritt dann in den
halbdurchlässigen Spiegel 27 ein. Der halbdurchlässige Spiegel 27 transmittiert den
gebeugten Strahl Lb1 und reflektiert den gebeugten Strahl Lb2, um die beiden
gebeugten Strahlen Lb1 und Lb2 dazu zu bringen, sich zu überlappen und miteinander
zu interferieren.
Mit einem optischen Verschiebungsmeßsystem 30, das eine oben beschriebene
Konfiguration hat, wird eine Phasendifferenz zwischen den beiden gebeugten Strahlen
Lb1, Lb2 erzeugt, wenn das Beugungsgitter 11 mit einer Bewegung des beweglichen
Teils des Maschinenwerkzeuges in Richtung des Gittervektors bewegt wird. Danach
bringt das optische Verschiebungsmeßsystem 30 die beiden gebeugten Strahlen Lb1,
Lb2 dazu, miteinander zu interferieren, um ein Interferenzsignal zu erfassen, und
bestimmt die Phasendifferenz der beiden gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 vom
interferierten Signal, um schließlich die verschobene Position des Beugungsgitters 11 zu
erfassen.
Es wird angenommen, daß eines der gegenüberliegenden Enden des Beugungsgitters 11,
aus der Richtung des Gittervektors betrachtet, in einer der Richtungen des Normal-
Vektors bewegt wird (die Richtung, die durch den Pfeil X3 in Fig. 15 markiert wird),
und das andere Ende in die Normal-Richtung bewegt wird (die Richtung, die durch den
Pfeil X4 in Fig. 15 markiert wird), so daß die Gitterebene gekippt wird. Dann werden
die Beugungswinkel des gebeugten Strahles Lb1 und des gebeugten Strahles Lb2 beide
verändert. Deshalb stimmen die Achsen der gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 nicht überein,
wenn sie durch den halbdurchlässige Spiegel 27 dazu gebracht werden, zu überlappen.
Jedoch werden mit dem optischen Verschiebungsmeßsystem 30 der kohärente Strahl La,
der von der kohärenten Lichtquelle 12 auf der Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11
durch das erste Fokussierungselement 21 fokussiert, und die beiden gebeugten Strahlen
Lb1, Lb2, die auf der Lichtempfangsebene 13a der Lichtempfangsvorrichtung 13 durch
das zweite Fokussierungselement 28 fokussiert. Auf diese Weise werden die optischen
Wege der beiden gebeugten Strahlen Lb1, Lb2, die die Apertur des zweiten
Fokussierungselementes 28 passieren, zueinander im wesentlichen gleich gemacht, bzw.
wenn der kohärente Strahl La1 und der kohärente Strahl La2 in das Beugungsgitter
eintritt. Daher wird der fokussierte Lichtfleck auf der Lichtempfangsebene 13a nicht
verstellt und die Längen der optischen Pfade der gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 werden
nicht verändert, wenn die optischen Achsen der beiden gebeugten Strahlen Lb1, Lb2
verstellt werden.
Wenn das Beugungsgitter in die Richtung gekippt wurde, die durch die Pfeile A1, A2
in Fig. 20 markiert sind, sind die Längen der optischen Pfade der zwei gebeugten
Strahlen Lb1, Lb2, die die Apertur des zweiten Fokusierungselementes fokussieren,
einander gleich, so daß der Lichtfleck, wo sie auf der lichtempfangenden Ebene 13a
fokussiert sind, nicht verändert wird.
Auf diese Weise hat in dem zweiten Ausführungsbeispiel das optische
Verschiebungsmeßsystem 30 eine vereinfachte Konfiguration, aber die verschobene
Position des bewegbaren Teiles des Maschinenwerkzeuges kann genau mit einem
erhöhten Auflösungsgrad erfaßt werden.
Zusätzlich differiert bei dem optischen Verschiebungsmeßsystem 30 der Lichtfleck, an
welchem der kohärente Strahl La1 auf die Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11 trifft
von dem Lichtfleck, an welchem der kohärente Strahl La2 auf die Gitterebene 11a des
Beugungsgitters 11 trifft. Daher würden andere Strahlen als die gebeugten Strahlen, die
zum Interferieren mit anderen Strahlen gebracht werden, solche wie ein gebeugter
Strahl des 0-ten Grades, weder in das optische Bestrahlungssystem 31 noch in die
optische Lichtempfangsvorrichtung 32 hineinstreuen. Auf diese Weise kann in dem
Ausführungsbeispiel Rauschen minimiert und die verschobene Position des
Maschinenwerkzeuges mit einem erhöhten Auflösungsgrad genau erfaßt werden.
Nun wird ein drittes Ausführungsbeispiel eines optischen Verschiebungsmeßsystems
gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem reflektierenden Typ eines Beugungsgitters
11 nachfolgend beschrieben.
Fig. 16 ist eine schematische perspektivische Ansicht des dritten Ausführungsbeispieles
eines optischen Verschiebungsmeßsystems.
Bezugnehmend auf Fig. 16 wird eine imaginäre gerade Linie n, die sich parallel in
Richtung des Beugungsvektors 11a des Beugungsgitters 11 ausdehnt, gezeigt. Es wird
auch eine imaginäre Ebene, die die Linie n enthält und sich in Richtung parallel zum
normalen Vektor ausdehnt, gezeigt. Diese imaginäre Ebene ist die Referenzebene m1.
Es wird auch eine andere imaginäre Ebene gezeigt, die die Linie n enthält und von der
Referenzebene m1 mit einem Kippwinkel y gekippt wird. Diese imaginäre Ebene wird
als gekippte Ebene m2 bezeichnet. Es wird auch noch eine andere imaginäre Ebene
gezeigt, die die Linie n enthält und mit einem Kippwinkel δ von der Referenzebene m1
gekippt ist. Diese imaginäre Ebene wird als gekippte Ebene m3 bezeichnet. Zu
bemerken ist, daß die gekippte Ebene m2 und die gekippte Ebene m3 auf der selben
Seite im Bezug auf die Beugungsebene 11a des Beugungsgitters 11 plaziert ist.
Fig. 17 ist eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispieles, die die Komponenten
auf der gekippten Ebene m2 entlang der Richtung vertikal zur gekippten Ebene m2
zeigt. Fig. 18 ist eine schematische Illustration eines kohärenten Strahls, der auf das
Beugungsgitter 11 trifft und eines gebeugten Strahles, der durch das Beugungsgitter 11
gebeugt wurde in Richtung entlang des Gittervektors. Fig. 19 ist eine schematische
Ansicht des Ausführungsbeispieles, was die Komponenten auf der gekippten Ebene m3
entlang der Richtung vertikal zu der gekippten Ebene m3 zeigt.
Dieses dritte Ausführungsbeispiel eines optischen Verschiebungsmeßsystems enthält
einen reflektierenden Typ eines Beugungsgitters 11 und ist so ausgebildet, um die
Position des beweglichen Teiles der zugehörigen Maschinenvorrichtung zu erfassen.
Wie in der Fig. 16 und 19 gezeigt wird, enthält das optische
Verschiebungsmeßsystem 40 eine kohärente Lichtquelle 12 zum Aussenden eines
kohärenten Strahles von Licht La und ein optisches Bestrahlungssystem 41, das so
ausgebildet ist, um den kohärenten Strahl La in zwei kohärente Strahlen La1, La2
aufzuteilen und sie dazu zu bringen, auf das Beugungsgitter 11 aufzutreffen.
Das optische Bestrahlungssystem 41 enthält ein erstes Fokussierungselement 21 zum
Fokussieren des kohärenten Strahles La, der von der kohärenten Lichtquelle 12
gesendet wird, auf die Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11, einen halbdurchlässigen
Spiegel 22, um den kohärenten Strahl La, der von der kohärenten Lichtquelle 12
ausgesendet wurde, in zwei kohärente Strahlen La1, La2 aufzuteilen, einen Reflektor
23, um einen der kohärenten Strahlen, hier den kohärenten Strahl La1, der von dem
halbdurchlässigen Spiegel 22 erzeugt wurde, zu reflektieren und einen anderen
Reflektor 22 zum Reflektieren des anderen kohärenten Strahles, hier des kohärenten
Strahles La2, der von dem halbdurchlässigen Spiegel 22 erzeugt wurde.
Die Komponenten des optischen Bestrahlungssystems 41 sind so angeordnet, daß die
optischen Wege der durchlaufenden kohärenten Strahlen La (La1, La2) auf der
gekippten Ebene m2 geformt sind. Deshalb zeigen die kohärenten Strahlen La1, La2
einen Einfallswinkel γ wie gezeigt entlang der Richtung des Gittervektors in Fig. 18.
Der Reflektor 23 reflektiert den kohärenten Strahl La1, der durch den halbdurchlässigen
Spiegel 22 gesendet wurde, und bringt ihn dazu, die Gitterebene 11a des
Beugungsgitters 11 auf einem vorgegebenen Lichtfleck zu treffen. Auf der anderen
Seite reflektiert der Reflektor 24 den kohärenten Strahl La2, der durch den
halbdurchlässige Spiegel 22 reflektiert wurde, und bringt ihn dazu, die Gitterebene 11a
des Beugungsgitters 11 an einem vorgegebenen Lichtfleck zu treffen.
Der Reflektor 23 und der Reflektor 24 bringt die jeweiligen kohärenten Strahlen La1
und La2 dazu, die Gitterebene 11a auf jeweiligen vorgegebenen Lichtflecken zu treffen,
in einer Weise, daß sie einen Einfallswinkel α auf der gekippten Ebene m2 zeigen. Zu
bemerken ist, daß der Reflektor 23 und der Reflektor 24 so angeordnet sind, daß sie mit
ihren reflektierenden Ebenen gegenüberliegen. Deshalb sind der kohärente Strahl La1
und der kohärente Strahl La2 gegenüberliegend im Bezug auf die Richtung des
Gittervektors. Zusätzlich bringen der Reflektor 23 und der Reflektor 24 den kohärenten
Strahl La1 und den kohärenten Strahl La2 dazu, die Gitterebene 11a auf jeweiligen
Lichtflecken, die sich in eine vorgegebene Distanz in Richtung des Gittervektors
unterscheiden, zu treffen. Die Distanz zwischen dem Lichtfleck, auf welchem der
kohärente Strahl La1 in die Gitterebene 11a eintritt und der Lichtfleck, auf welchem der
kohärente Strahl La2 in die Gitterebene 11a eintritt ist 1 wie in Fig. 19 gezeigt.
Mit dem optischen Verschiebungsmeßsystem 40 ist der kohärente Strahl Lb1 gebeugt,
wenn er in das Beugungsgitter 11 eintritt, und ein gebeugter Strahl Lb1 wird von dem
Lichtfleck erzeugt, auf den der kohärente Strahl La1 trifft, und durch das
Beugungsgitter 11 reflektiert. Auch wird der kohärente Strahl La2 gebeugt, wenn er in
das Beugungsgitter 11 eintritt, und ein gebeugter Strahl Lb2 wird von dem Lichtfleck
erzeugt, wo der kohärente Strahl La2 auftrifft, und von dem Beugungsgitter 11
reflektiert. Der gebeugte Strahl Lb1 und der gebeugte Strahl Lb2 zeigen eine
Beugungswinkel δ in Richtung entlang des Gittervektors wie in Fig. 18 gezeigt wird.
Mit anderen Worten werden der gebeugte Strahl Lb1 und der gebeugte Strahl Lb2
entlang der gekippten Ebene m3 erzeugt. Der gebeugte Strahl Lb1 und der gebeugte
Strahl Lb2 zeigen einen Beugungswinkel β auf der gekippten Ebene m3. Zu bemerken
ist, daß der gebeugte Strahl Lb1 und der gebeugte Strahl Lb2 das Beugungsgitter 11
entlang des Gittervektors in gegensätzliche Richtungen verlassen.
Wie in den Fig. 16 und 19 gezeigt wird enthält das optische
Verschiebungsmeßsystem 40 eine Lichtempfangsvorrichtung 13, das so ausgebildet ist,
um die zwei gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 zu empfangen, die miteinander interferieren,
und generiert ein Interferenzsignal und ein optische Lichtempfangsvorrichtung 42, das
so ausgebildet ist, daß den gebeugten Strahl Lb1 und den gebeugten Strahl Lb2 dazu
bringt, miteinander zu interferieren bevor sie auf die Lichtempfangsvorrichtung 13
treffen.
Das lichtempfangende optischen System 42 enthält einen Reflektor zum Reflektieren des
gebeugten Strahles Lb1, der vom kohärenten Strahl La1 erzeugt wurde, einen anderen
Reflektor 26 zum Reflektieren des gebeugten Strahles Lb2, der vom kohärenten Strahl
La2 erzeugt wurde, einen halbdurchlässigen Spiegel 27, um den gebeugten Strahl, der
durch den Reflektor 25 reflektiert wurde, und den gebeugten Strahl Lb2, der durch den
Reflektor 26 reflektiert wurde, dazu zu bringen sich zu überlappen und sich gegenseitig
zu interferieren und ein zweites Fokussierungselement 28 zum Fokussieren der beiden
gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 die dazu gebracht wurden, zu überlappen und miteinander
zu interferieren durch den halbdurchlässigen Spiegel 27, der sich auf der
Lichtempfangsebene 13a der Lichtempfangsvorrichtung 13 befindet.
In Hinblick auf die Tatsache, daß die zwei gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 einen
Beugungswinkel ö zeigen in Sicht entlang der Richtung des Gittervektors, sind die
Komponenten des optischen Lichtempfangssystems 4 in einer Weise angeordnet, daß
die optischen Wege der gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 auf der geklppten Ebene m3
geformt sind. Zusätzlich sind der Reflektor 25 und der Reflektor 26 des optischen
Lichtempfangssystems 42 so angeordnet bzw. in Positionen wo sie die gebeugten
Strahlen Lb1, Lb2 reflektieren können, die mit einem Beugungswinkel δ auf der
gekippten Ebene m3 gebeugt wurden.
Die optische Verschiebungsmeßvorrichtung 40 enthält zusätzlich eine
Stellungserfassungssektion (nicht gezeigt) um die verschobene Position des
Beugungsgitters 11 auf der Basis des Interferenzsignals der Lichtempfangsvorrichtung
13 zu erfassen.
Mit einem optischen Verschiebungsmeßsystem 40, das eine wie oben beschriebene
Konfiguration hat, wird eine Phasendifferenz zwischen den beiden gebeugten Strahlen
Lb1, Lb2 erzeugt, wenn das Beugungsgitter 11 in Richtung des Beugungsvektors mit
einer Bewegung des beweglichen Teils des Maschinenwerkzeuges bewegt wird. Dann
bringt das optische Verschiebungsmeßsystem 10 die zwei gebeugten Strahlen Lb1, Lb2
dazu, miteinander zu interferieren um ein Interferenzsignal zu erfassen und bestimmt
die Phasendifferenz der zwei gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 vom Interferenzsignal um
schließlich die verschobene Position des Beugungsgitters 11 zu erfassen.
Mit dem oben beschriebenen optischen Verschiebungsmeßsystem 40 können die
optischen Wege von zusammengehörigen Strahlen und diese von gebeugten Strahlen
voneinander getrennt werden, indem ein optisches Sendesystem 41 auf der gekippten
Ebene m2 angebracht wird, das einen vorgegebenen Kippwinkel im Bezug zur
Referenzebene m1 hat, und eine optische Lichtempfangsvorrichtung auf der gekippten
Ebene m3, um einen erweiterten Freiheitsgrad zum Gestalten der Systemkonfiguration
zu erlauben. Zusätzlich können die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 dazu gebracht werden,
miteinander zu interferieren, ohne dabei irgendwelchen gebeugten Strahlen des 0-ten
Grades oder reflektierten Strahlen zu erlauben, in das optische Bestrahlungssystem 41
oder dem optischen Lichtempfangssystem 42 einzustreuen. Auf diese Weise kann in
diesem Ausführungsbeispiel Rauschen minimiert werden und die verschobene Position
des bewegbaren Teiles des Maschinenwerkzeuges kann genau mit einem erweiterten
Auflösungsgrad erfaßt werden.
Die gesamten Erfordernisse um irgendwelche gebeugten Strahlen oder reflektierten
Strahlen, die in das optische Bestrahlungssystem 41 oder das lichtempfangende optische
System 42 des optischen Verschiebungsmeßsystems 40 zu eliminieren sind wie folgt.
Wenn der Kippwinkel α und der Beugungswinkel β im Bezug zueinander gleich sind,
werden der kohärente Strahl La1 und der kohärente Strahl La2 dazu gebracht, das
Beugungsgitter 11 auf jeweilige Punkte, die sich durch eine Distanz L, die keine
gebeugten Strahlen des 0-ten Strahles erlaubt, zu treffen, um die
Lichtempfangsvorrichtung 13 zu bestrahlen. Während der kohärente Strahl La1 und der
kohärente Strahl La2 dazu gebracht werden, auf das Beugungsgitter 11 auf jeweilige
verschiedene Punkte entlang der Richtung des Gittervektors zu treffen, können sie
alternativ dazu gebracht werden, das Beugungsgitter 11 auf verschiedenen Punkten, die
sich durch eine vorgegebene Distanz entlang der Richtung des Gitters wie in Fig. 20
gezeigt wird, zu treffen. Wenn eines der gegenüberliegenden Enden des
Beugungsgitters 11 in Richtung des Gittervektors wie gezeigt in einer der Richtungen
des normalen Vektors (die Richtung, die durch den Pfeil X3 in Fig. 20 markiert wird)
bewegt wird und das andere Ende wird in die andere Richtung des normalen Vektors
(die Richtung, die durch den Pfeil X4 in Fig. 20 markiert wird) bewegt wird um die
Gitterebene 11a zu kippen werden die fokussierten Positionen der beiden gebeugten
Strahlen Lb1, Lb2 auf der lichtempfangenden Ebene 13a des lichtempfangenden
Elements 13 nicht verschoben.
Wenn der Winkel γ so ist, daß der Strahl, der durch das Beugungsgitter 11 gebeugt
wurde, nicht in die Apertur des Fokussierungselementes 21 eintritt und irgendwelche
gebeugten Strahlen des 0-ten Grades in die Apertur des zweiten Fokussierungselementes
28 mit einem Kippwinkel α, der sich vom Beugungswinkel β unterscheidet, eintreten,
kann der gleiche Punkt (1=0) für den kohärenten Strahl La1 und den kohärenten Strahl
La2 ausgewählt werden, um auf das Beugungsgitter 11 aufzutreffen, wie in den Fig.
21, 22 und 23 gezeigt wird. Wenn das der Fall ist, wird keine signifikante Differenz
zwischen der Länge des Lichtweges des kohärenten Strahles La1 und der des
kohärenten Strahles La1 und der des kohärenten Stahles La2 unter dem Einfluß einer
Änderung in der Dicke und des Brechungsindexes des Beugungsgitters 11 erzeugt, im
Vergleich zu dem Fall, wo sich die Punkte, auf welche der kohärente Strahl La1 und
der kohärente Strahl La2 jeweils auf das Beugungsgitter 11 treffen, sich durch eine
vorgegebene Distanz unterscheiden, um die verschobene Position des beweglichen
Teiles hochgenau feststellen zu können.
Nachfolgend wird der Einfluß von möglichen Veränderungen in der Dicke des
Beugungsgitters 11 diskutiert.
Vorausgesetzt, daß während der Anfangsphase die beiden gebeugten Strahlen, die dazu
gebracht wurden, einander zu überlappen, jeweilige Intensitäten A1, A2 haben und die
Verschiebung des Beugungsgitters 11 in Richtung der Gitterebene x ist, während die
Startphase δ vorliegt, dann wird die Intensität I des Interferenzsignals, das durch das
lichtempfangene Element 13 erfaßt wurde, gemäß folgender Formel (1) ausgedrückt:
I = A1 2+A2 2+2A1A2cos(4Kx+δ) (1)
wobei K=2π/Λ (Λ ist der Gitterwert).
Die Intensität I wird für jede Zyklusperiode verändert, in der sich das Beugungsgitter
um Λ/4 bewegt. δ stellt einen Wert dar, der abhängig von den Differenzen der Längen
der optischen Wege der doppelt gebeugten Strahlen Lc1, Lc2 ist. Deshalb steigt, wenn
δ variiert, der Fehler bei einer Veränderung des Interferenzsignales, wenn das
Beugungsgitter 11 nicht verschoben wird.
Angenommen, daß beispielsweise das Transmissions-Beugungsgitter ein Gitterwerk
enthält, das in einem Stück Glas geformt ist wie in Fig. 24 gezeigt, und eine sich
verändernde Stärke hat. Wenn der Brechungsindex des Glases n ist und die Distanz, mit
welcher der Laserstrahl Lx zum Durchqueren von einer Oberfläche zur
gegenüberliegenden Oberfläche zurückliegt, L ist, dann wird die Länge des optischen
Weges des Laserstrahls Lx nL sein, wenn er das Beugungsgitter passiert. Wenn der
Brechungsindex von Luft 1 ist, wird die Länge des Lichtweges des Laserstrahles Lx,
wenn er das Beugungsgitter passiert, länger sein als der des Laserstrahls Lx, der einen
Weg durch Luft zurücklegt mit (n-1)L. Wenn sich die Dicke des Glasstückes des
Beugungsgitters verändert um die Distanz, mit welcher der Laserstrahl Lx von einer
Oberfläche zur gegenüberliegenden Oberfläche passiert, zu L+ΔL zu ändern, dann
ändert sich die Länge des Lichtweges des Lichtstrahles nach (n-1)ΔL.
Dies in Gedanken behaltend, stelle man sich ein Paar von Laserstrahlen Lx1 und Lx2
vor, bei welcher der Laserstrahl Lx1 ein Beugungsgitter passiert, welches frei von
Fluktuationen in der Dicke ist, und bei welcher der Laserstrahl Lx2 das Beugungsgitter
an einer Stelle passiert, wo die Dicke fluktuiert. Wenn der Laserstrahl Lx2 einen
längeren Weg durch das Beugungsgitter zurücklegt als der Laserstrahl Lx1 mit einer
Distanz +ΔL, dann ist die Differenz zwischen den Längen der optischen Wege von den
beiden Laserstrahlen Lx1, Lx2 (n-1)ΔL. Deshalb wird der Wert δ der obigen Formel
(1) variiert durch {(n-1)ΔL}2π/λ (wobei λ die Wellenlänge der Strahlen A und B
repräsentiert) was einen Fehler in dem Interferenzsignal verursacht. Der Betrag des
Fehlers in Zahlen der ermittelten Position wird dargestellt durch (Λ/2λ)(n-1)ΔL. Wenn
Λ=0,55 µm und λ=0,78 µm während n=1,5 und ΛL=1 µm ist wird die Variation in
dem Wert von λ etwa 0,18 µm betragen, welches sehr hoch ist wenn die Position des
bewegbaren Teiles in der Genauigkeit von Nanometern ermittelt wird.
Wenn das Beugungsgitter 11 Schwankungen in der Dicke aufweist, dann können Fehler
auftreten, wenn die Lichtflecke, auf welche der kohärente Strahl La1 und der kohärente
Strahl La2 jeweils in das Beugungsgitter 11 eintreten, sich durch eine vorgegebene
Distanz unterscheiden.
Fehler, die Schwankungen in der Dicke und dem Brechungsindex von dem
Beugungsgitter 11 zuzuschreiben sind, können minimiert werden, um das optische
Verschiebungsmeßsystem geeignet zu machen, die Position des bewegbaren Teiles
hochgenau zu erfassen, indem das optische Bestrahlungssystem 41 auf einer geneigten
Ebene m2 angeordnet wird und mit einem vorgegebenen Kippwinkel im Bezug zur
Referenzebene 2m1 gekippt wird, während das lichtempfangende optische System 42
auf einer geneigten Ebene m3 angebracht wird, und der kohärente Strahl L1 und der
kohärente Strahl La2 beide dazu gebracht werden, in das Beugungsgitter 11 an dem
gleichen und identischen Lichtfleck einzutreten. Mit anderen Worten, es können Fehler
auftreten, die Schwankungen in der Dicke und/oder dem Brechungsindex des
Beugungsgitters 11 zuzuschreiben sind, wenn der kohärente Strahl La1 und der
kohärente Strahl La2 in jeweiligen Lichtflecken (Punkten) in das Beugungsgitter 11
eintreten, die sich voneinander unterscheiden, und deshalb kann die Position des
bewegbaren Teiles hochgenau erfaßt werden, wenn der kohärente Strahl La1 und der
kohärente Strahl La2 dazu gebracht werden, in dem gleichen Lichtfleck (Punkt) in das
Beugungsgitter 11 einzutreten. Während es schwierig sein könnte, die beiden gebeugten
Strahlen La1, La2 dazu zu bringen, exakt dem gleichen und identischen Lichtpfad zu
folgen, wenn das Beugungsgitter 11 in Glas eingebettet ist, kann die Differenz zwischen
den Längen der beiden Lichtpfade minimiert werden, indem sie dazu gebracht werden,
in das Beugungsgitter 11 in einem gleichen und identischen Punkt einzutreten.
Die Beziehung zwischen den Kippwinkeln α, γ der kohärenten Strahlen und den
Beugungswinkeln β, δ der gebeugten Strahlen wird nachfolgend durch die Formeln (2)
und (3) dargestellt.
Sinα/Sinβ = mλ/d (2)
wobei
d: Wert des Beugungsgitters
λ: die Wellenlänge von Licht
m: Grad der Beugung
Sinγ/Sinδ = Cosβ/Cosα (3).
Auf diese Weise ist, wenn α=β, γ=δ während, wenn α≠β γ≠d ist.
Wenn der Winkel γ so ist, daß der durch das Beugungsgitter 11 reflektierte Strahl nicht
in die Apertur des Fokussierungselementes 21 eintritt und irgendwelche gebeugten
Strahlen des 0-ten Strahles in die Apertur des zweiten Fokussierungselementes 28 mit
einem Kippwinkel α, der sich vom Beugungswinkel β unterscheidet, könnte der gleiche
Punkt (1=0) für sowohl den kohärenten Strahl La1 als auch den kohärenten Strahl La2
ausgewählt werden, um auf das Beugungsgitter 11, wie in Fig. 29 und 30 gezeigt ist,
treffen. Wenn das der Fall ist, dann wird keine signifikante Änderung zwischen der
Länge des Lichtpfades des kohärenten Strahles La1 und der des kohärenten Strahles La2
unter Einfluß einer Änderung in der Dicke und des Brechungsindex vom Beugungsgitter
11 erzeugt, im Vergleich zu dem Fall, wo sich die Punkte, auf welchen der kohärente
Strahl La1 und der kohärente Strahl La2 sich mit einer vorgegebenen Distanz
unterscheiden, so daß die verschobene Position des bewegbaren Teiles hochgenau erfaßt
werden kann wie in dem Fall, der weiter oben im dritten Ausführungsbeispiel
beschrieben wurde.
Nun wird ein viertes Ausführungsbeispiel des optischen Verschiebungsmeßsystems
gemaß der vorliegenden Erfindung beschrieben, das einen Transmissionstyp eines
Beugungsgitters 11 enthält.
Fig. 26 zeigt eine schematische, perspektivische Ansicht des vierten
Ausführungsbeispiels des optischen Verschiebungsmeßsystems.
Gemäß Fig. 26 sind die gerade Linie n, die Bezugsebene m1 und die geneigte Ebene
m2 die gleichen wie die des oben beschriebenen dritten Ausführungsbeispiels. Dort ist
außerdem eine gedachte Ebene dargestellt, die die Linie n enthält und von der
Bezugsebene m1 um einen Neigungswinkel δ gekippt ist. Diese gedachte Ebene wird als
Neigungsebene m3' bezeichnet. Zu bemerken ist, daß die geneigte Ebene m2 und die
geneigte Ebene m3, jeweils auf den gegenüberliegenden Seiten relativ zu der
Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11 angeordnet sind.
Fig. 27 zeigt eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels, das die Bauteile auf
der geneigten Ebene m2 wie gezeigt entlang der Richtung senkrecht zu der geneigten
Ebene m2 und der geneigten Ebene m3' angeordnet zeigt. Fig. 28 zeigt eine
schematische Abbildung eines kohärenten Strahls, der auf das Beugungsgitter 11
auftrifft, und einen gebeugten Strahl, der durch das Beugungsgitter 11 wie gezeigt
entlang der Richtung des Gittervektors gebeugt ist.
Dieses vierte Ausführungsbeispiel des optischen Verschiebungsmeßsystems weist ein
Transmissions-Beugungsgitter 11 auf und ist so angeordnet, daß es die Stellung von den
bewegbaren Teilen einer Werkzeugmaschine, an welcher es angebracht ist, erfaßt.
Wie in den Fig. 26 und 27 gezeigt, weist das optische Verschiebungsmeßsystem 50 eine
kohärente Lichtquelle 12 zum Emittieren eines kohärenten Lichtstrahles La und ein
optisches Bestrahlungssystem 41 auf, das so angeordnet ist, daß es den kohärenten
Strahl La in zwei kohärente Strahlen La1 und La2 aufteilt und bewirkt, daß diese das
Beugungsgitter 11 treffen.
Die Bauteile des optischen Bestrahlungssystems 41 sind so angeordnet, daß die
optischen Wege der kohärenten Strahlen La (La1, La2), die durch diese hindurchgehen,
auf der geneigten Ebene m2 ausgebildet sind. Daher haben die kohärenten Strahlen
La1, La2 einen Neigungswinkel entlang der Richtung des Gittervektors, wie in Fig. 28
gezeigt.
Der Reflektor 23 reflektiert den kohärenten Strahl La1, der durch den Halbspiegel 22
tritt, und trifft die Gitterebene 11a des Beugungsgitters 11 an einem vorbestimmten
Lichtfleck. Der Reflektor 24 reflektiert andererseits den kohärenten Strahl La2, der von
dem Halbspiegel 22 reflektiert wird, und bewirkt, daß er die Gitterebene 11a des
Beugungsgitters 11 in einem vorbestimmten Lichtfleck trifft. Der Reflektor 23 und der
Reflektor 24 veranlassen die verschiedenen kohärenten Strahlen La1 und La2
vorbestimmte verschiedene Lichtflecke auf der Gitterebene 11a in solch einer Weise zu
treffen, daß diese einen Einfallswinkel α auf der geneigten Ebene m2 aufweisen. Der
kohärente Strahl La1 und der kohärente Strahl La2 sind in Bezug der
Gittervektorrichtung gegeneinander gerichtet. Die Entfernung zwischen dem Lichtfleck,
an welchem der kohärente Strahl La1 in die Gitterebene 11a eintritt, und dem
Lichtfleck, an welchem der kohärente Strahl La2 in die Gitterebene 11a eintritt, ist 1.
Mit dem optischen Verschiebungsmeßsystem 50 wird der kohärente Strahl La1, wenn er
in das Beugungsgitter 11 eintritt, gebeugt und ein gebeugter Strahl Lb1 wird von dem
Lichtfleck, wo der kohärente Strahl La1 eintritt, produziert und tritt durch das
Beugungsgitter 11. Außerdem wird der kohärente Strahl La2, wenn er in das
Beugungsgitter 11 eintritt, gebeugt und ein gebeugter Strahl Lb2 wird von dem
Lichtfleck, wo der kohärente Strahl La2 eintritt, produziert und wird durch das
Beugungsgitter 11 durchgelassen. Sowohl der gebeugte Strahl Lb1 als auch der
gebeugte Strahl Lb2 weist einen Beugungswinkel δ auf, wie es entlang der Richtung des
Gittervektors wie in Fig. 28 gezeigt gesehen wird. Mit anderen Worten sind sowohl der
gebeugte Strahl Lb1 als auch der gebeugte Strahl Lb2 entlang der gebeugten Ebene m3'
erzeugt. Sowohl der gebeugte Strahl Lb1 als auch der gebeugte Strahl Lb2 weist einen
Beugungswinkel β auf der Ebene m3' auf. Zu bemerken ist, daß der gebeugte Strahl
Lb1 und der gebeugte Strahl Lb2 das Beugungsgitter 11 in entgegengesetzten
Richtungen verlassen, wie es entlang der Gittervektorrichtung gesehen wird.
Wie in den Fig. 26 und 27 gezeigt, weist das optische Verschiebungsmeßsystem 50 ein
Lichtempfangselement 13, das so ausgebildet ist, daß die beiden gebeugten Strahlen
Lb1, Lb2, die miteinander interferieren und ein Interferenzsignal erzeugen, empfangen
werden, und ein optisches Lichtempfangssystem 42 auf, das so ausgebildet ist, daß der
gebeugte Strahl Lb1 und der gebeugte Strahl Lb2 miteinander interferieren, bevor sie
auf das Lichtempfangselement 13 auftreffen.
In Betracht der Tatsache, daß die zwei gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 einen
Beugungswinkel δ aufweisen, wie er entlang der Gittervektorrichtung betrachtet wird,
sind die Bauteile des optischen Lichtempfangssystems 4 in solch einer Weise
angeordnet, daß die optischen Wege der gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 auf der
geneigten Ebene m3' ausgebildet werden. Außerdem sind der Reflektor 25 und der
Reflektor 26 des optischen Lichtempfangssystems 42 jeweils in Stellungen angeordnet,
in denen sie die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 reflektieren können, die um einen
Beugungswinkel δ zu der geneigten Ebene m3' gebeugt werden.
Das optische Verschiebungsmeßsystem weist außerdem eine Stellungserfassungseinheit
(nicht dargestellt) zum Erfassen der verschobenen Stellung des Beugungsgitters 11
aufgrund des Interferenzsignals von dem Lichtempfangselement 13 auf.
Mit einem optischen Verschiebungsmeßsystem 50, das eine wie oben beschriebene
Anordnung aufweist, wird eine Phasendifferenz zwischen den beiden gebeugten
Strahlen Lb1, Lb2 erzeugt, wenn das Beugungsgitter 11 in Richtungen des
Gittervektors mit einer Bewegung von bewegbaren Teilen der Werkzeugmaschine
bewegt wird. Dann interferiert das optische Verschiebungsmeßsystem 10 die zwei
gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 miteinander zum Erfassen eines Interferenzsignals und
bestimmt die Phasendifferenz der beiden gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 von dem
Interferenzsignal zum endgültigen Erfassen der Verschiebungsstellung des
Beugungsgitters 11.
Mit d 26527 00070 552 001000280000000200012000285912641600040 0002019930687 00004 26408em oben beschriebenen optischen Verschiebungsmeßsystem 50 können die
optischen Wege der einfallenden Strahlen und der gebeugten Strahlen voneinander
getrennt werden durch Einrichten eines optischen Bestrahlungssystems 41 auf der
geneigten Ebene m2, die einen vorbestimmten Neigungswinkel relativ zu der
Bezugsebene m1 aufweist, und eines optisches Lichtempfangssystem 42 auf der
geneigten Ebene m3 zum Ermöglichen eines verbesserten Freiheitsgrades zum Planen
der Anordnung des Systems. Zusätzlich können die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2
miteinander interferiert werden, ohne daß es irgendwelchen gebeugten Strahlen der 0-
ten Beugungsordnung oder reflektierten Strahlen ermöglicht ist, in das optische
Bestrahlungssystem 41 oder das optische Lichtempfangssystem 42 zu streuen. Daher
kann dieses Ausführungsbeispiel Rauschen minimieren und die verschobene Stellung
von bewegbaren Teilen der Werkzeugmaschine kann mit einem erhöhtem
Auflösungsgrad genau erfaßt werden.
Die Anforderungen, die zu treffen sind, um irgendwelche gebeugten Strahlen oder
reflektierte Strahlen zu beseitigen, die versuchen in das optische Bestrahlungssystem 41
oder das optische Lichtempfangssystem 42 des optischen Verschiebungsmeßsystems 40
zu streuen, sind die gleichen wie die oben beschriebenen bezüglichen des dritten
Ausführungsbeispiels insbesondere in Bedingungen der Beziehung zwischen den
Einfallswinkeln α und γ und den Beugungswinkeln β und δ.
Nun wird nachfolgend ein fünftes Ausführungsbeispiel des optischen
Verschiebungsmeßsystems gemäß der vorliegenden Erfindung unten unter Bezugnahme
auf Fig. 31 beschrieben. Zu bemerken ist, daß die Bauteile des fünften
Ausführungsbeispieles des optischen Verschiebungsmeßsystems durch teilweises
Abändern einiger der Bauteile des dritten und vierten Ausführungsbeispiels erhalten
werden und daher die Bauteile, die gleich oder ähnlich zu den Gegenstücken der oben
beschriebenen dritten und vierten Ausführungsbeispiele sind, mit übereinstimmenden
Bezugszeichen versehen und nicht weiter beschrieben sind.
Das fünfte Ausführungsbeispiel des optischen Verschiebungsmeßsystems 60 benützt
einen polarisierenden Strahlteiler für den Halbspiegel 22 des optischen
Bestrahlungssystems 41. Daher wird der Halbspiegel 22 demgemäß als polarisierender
Strahlteiler 22 in der folgenden Beschreibung des fünften Ausführungsbeispiels
bezeichnet.
In dem optischen Verschiebungsmeßsystem 60 sind der Halbspiegel 27 und das zweite
fokussierende Element 28 des optischen Lichtempfangssystem 42 durch einen ersten
polarisierenden Strahlteiler 61, eine 1/4-Wellenplatte 62, ein drittes fokussierendes
Element 63, einen nichtpolarisierenden Strahlteiler 64, einen zweiten polarisierenden
Strahlteiler 65 und einen dritten polarisierenden Strahlteiler 66 ersetzt.
In dem optischen Verschiebungsmeßsystem 60 wird das Lichtempfangselement 13 durch
ein erstes Paar von Lichtempfangselementen 67a, 67b und ein zweites Paar von
Lichtempfangselementen 68a, 68b ersetzt.
Der kohärente Strahl La, der von der kohärenten Lichtquelle 12 ausgesendet wird, tritt
in den polarisierenden Strahlteiler 22 des optischen Bestrahlungssystems 41 mit einem
Neigungswinkel von 45° ein. Der polarisierende Strahlteiler 22 des optischen
Bestrahlungssystem 41 teilt den einfallenden kohärenten Strahl La in zwei kohärente
Strahlen La1 und La2, die in verschiedenen Drehrichtungen, die senkrecht zueinander
sind, polarisiert sind.
Der kohärente Strahl La1, der durch den polarisierenden Strahlteiler 22 des optischen
Bestrahlungssystem 41 tritt, wird ein P-polarisierter Strahl, während der kohärente
Strahl La2, der mittels des polarisierenden Strahlteilers 22 reflektiert wird, ein S-
polarisierter Strahl wird.
Der gebeugte Strahl Lb1, der durch das Beugungsgitter 11 gebeugt wird, und der
gebeugte Strahl Lb2, der auch durch das Beugungsgitter 11 gebeugt wird, treten in den
ersten polarisierenden Strahlteiler 61 des optischen Lichtempfangssystems 42 ein. Daher
wird der gebeugte Strahl Lb1 ein P-polarisierter Strahl, wohingegen der gebeugte Strahl
Lb2 ein S-polarisierter Strahl wird. Dann überlappt der erste polarisierende Strahlteiler
61, die zwei gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 miteinander durch Durchlassen des
gebeugten Strahls Lb1 und Reflektieren des gebeugte Strahl Lb2.
Die zwei gebeugten Strahlen Lb1 und Lb2, die miteinander überlappt sind, werden
dann durch die 1/4-Wellenplatte 62 geleitet. Die 1/4-Wellenplatte 62 ist mit ihrer
optischen Achse um 45° relativ zu der Polarisationsrichtung von jedem der gebeugten
Strahlen Lb1, Lb2 geneigt angeordnet. Daher werden die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2
zu zirkularpolarisierten Strahlen, die in entgegengesetzten Drehrichtung polarisiert sind,
wenn sie die 1/4-Wellenplatte 62 durchlaufen.
Die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2, die in entgegengesetzten Polarisationsrichtungen
zirkular polarisiert sind, treten dann durch das dritte fokussierende Element 63.
Das dritte fokussierende Element 63 weist ein optisches Element wie eine Linse auf, die
einen vorbestimmten variablen Bereich einer numerischen Apertur hat. Das dritte
fokussierende Element 63 fokussiert die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 auf den
Lichtempfangsebenen des ersten Paars der Lichtempfangselemente 67a, 67b und des
zweiten Paars der Lichtempfangselemente 68a, 68b. Der Brennpunkt muß nicht
notwendigerweise der Punkt sein, wo der Strahldurchmesser minimiert ist. Ein Punkt
auf den Lichtempfangsebenen, der die Differenz der Längen der optischen Wege der
Strahlen minimiert, kann alternativ für den Brennpunkt gewählt werden.
Nach Durchdringen des dritten fokussierenden Elements 63 wird jeder der gebeugten
Strahlen Lb1, Lb2 durch den nichtpolarisierenden Strahlteiler 64 in zwei Strahlen
geteilt.
Einer der erhaltenen beiden Strahlen wird ferner in zwei Strahlen, die in
unterschiedliche Richtungen, die relativ zueinander senkrecht sind, durch den zweiten
polarisierenden Strahlteiler 25 polarisiert sind, aufgeteilt. Damit wird erreicht, daß sie
in das erste Paar der Lichtempfangselemente 67a, 67b eintreten. Der andere der
erhaltenen beiden Strahlen wird auch in zwei Strahlen aufgeteilt, die in unterschiedliche
Richtungen, die senkrecht zueinander sind, durch einen dritten polarisierenden
Strahlteiler 66, der um 45° relativ zu dem zweiten polarisierenden Strahlteiler 65
gedreht ist, polarisiert sind. Dann wird erreicht, daß sie in das zweite Paar der
Lichtempfangselemente 68a, 68b eintreten.
Der Lichtstrahl, der durch die überlappenden, zirkularpolarisierten Strahlen erhalten
wird, die sich in gegeneinander gerichteten Richtungen drehen, kann als linear
polarisierter Strahl der sich mit einer Funktion der Phasendifferenz der beiden Strahlen
dreht, betrachtet werden. Daher wird der gebeugte Strahl ein linear polarisierter Strahl,
der sich abhängig von der Bewegung des Beugungsgitters 11 dreht. Des weiteren
werden, wenn die Teilstrahlen des linear polarisierten Strahls, die durch den
Drehwinkel ω unterschieden werden, durch ein polarisierendes Element wie eine
polarisierende Platte ausgekoppelt werden, die Signale, die die Intensitäten der
ausgekoppelten Teilstrahlen erfassen, eine Phasendifferenz von 2ω aufzeigen. Daher
weist das erfaßte Signal, da das erste Paar der Lichtempfangselemente 67a, 67b die
Strahlen erfaßt, die in verschiedenen Richtungen, welche voneinander um 90°
verschieden sind, polarisiert sind, und durch den zweiten polarisierenden Strahlteiler 65
ausgekoppelt werden, eine Phasendifferenz von 180° auf. Daher können Signale, die
von verschiedenen DC-Bauteilen durch Bestimmen der Differenz der Signale, die
mittels des ersten Paars der Lichtempfangselemente 67a, 67b erfaßt werden, erfaßt
werden. Es ist augenscheinlich, daß die obige Beschreibung auch zu dem zweiten Paar
der Lichtempfangselemente 68a, 68b anwendbar ist.
Außerdem weisen die Strahlen, die durch den dritten polarisierenden Strahlteiler 66
ausgekoppelt werden, eine Winkeldifferenz von 45° relativ zu dem Strahl, der von dem
zweiten polarisierenden Strahlteiler 65 ausgekoppelt wird, auf. Daher weist das Signal,
das von dem zweiten Paar der Lichtempfangselemente 68a, 68b erhalten wird, eine
Phasendifferenz von 90° relativ zu dem Signal, welches von dem ersten Paar von
Lichtempfangelementen 67a, 67b erhalten wird, auf. Mit anderen Worten weisen das
Differenzsignal der Signale, die durch das erste Paar der Lichtempfangselemente 67a,
67b erfaßt werden, und das Differenzsignal der Signale, die durch das zweite Paar der
Lichtempfangselemente 68a, 68b empfangen werden, eine Phasendifferenz von 90°
relativ zueinander auf. Daher kann die Bewegungsrichtung des Beugungsgitters 11 auf
Grundlage des Stellungssignals, das eine Phasendifferenz von 90° aufweist und die
Verschiebungsstellung des Beugungsgitters 11 anzeigt, bestimmt werden.
Wie oben beschrieben, kann das optische Verschiebungsmeßsystem 60 des fünften
Ausführungsbeispiels den Einfluß von der spezifischen Durchlässigkeit, der
Reflektivität und dem Beugungsgrad des Beugungsgitters 11 von dem erfaßten
Interferenzsignal beseitigen. Außerdem kann das optische Verschiebungsmeßsystem 60
die Bewegungsrichtung des Beugungsgitters 11 bestimmen.
Nun wird ein sechstes Ausführungsbeispiel des optischen Verschiebungsmeßsystems
gemäß der Erfindung durch Bezugnahme auf die Fig. 32 beschrieben. Zu bemerken
ist, daß die Bauteile des 6. Ausführungsbeispiels des optischen
Verschiebungsmeßsystems durch teilweises Modifizieren einiger der Bauteile des
fünften Ausführungsbeispiels erhalten werden, und daher sind die Bauteile, die gleich
oder ähnlich zu den Gegenstücken des oben beschriebenen fünften Ausführungsbeispiels
sind, mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen und werden nicht weiter
beschrieben.
Das sechste Ausführungsbeispiel des optischen Verschiebungsmeßsystems 70 verwendet
einen polarisierenden Strahlteiler für den Halbspiegel 22 des optischen
Bestrahlungssystems 41.
Daher wird auf den Halbspiegel 22 als polarisierender Strahlteiler 22 in der folgenden
Beschreibung des sechsten Ausführungsbeispiels Bezug genommen.
Wie in Fig. 32 gezeigt, weist das optische Verschiebungs-Meßsystem 70 eine
¼-Wellenplatte 71 zum Drehen der Polarisationsrichtung von einer der gebeugten
Strahlen, der in den ersten polarisierenden Strahlteiler 61 unter 90° eintritt, auf.
Der kohärente Strahl La, der von der kohärenten Lichtquelle 12 emittiert wird ist S-
polarisiert bevor er in den nichtpolarisierenden Strahlteiler 22 des optischen
Bestrahlungssystems 41 eintritt. Der nichtpolarisierende Strahlteiler 22 des optischen
Bestrahlungssystems 41 spaltet den einlaufenden kohärenten Strahl La in zwei kohärente
Strahlen La1, La2, die in der gleichen Richtung polarisiert sind, auf.
Der gebeugte Strahl Lb1 und der gebeugte Strahl Lb2, die durch das Beugungsgitter 11
gebeugt werden, sind zum Zeitpunkt der Beugung in der gleichen Richtung polarisiert.
Einer der gebeugten Strahlen, hier der gebeugte Strahl Lb1, tritt durch die ¼-
Wellenplatte, die die Polarisationsrichtung vor dem Einlaufen in den ersten
polarisierenden Strahlteiler 61 um 90° dreht. Der andere gebeugte Strahl, hier der
gebeugte Strahl Lb2, tritt in den ersten polarisierenden Strahlteiler 61 des optischen
Lichtempfangssystems 42 mit der ursprünglichen Polarisationsrichtung ein.
Daher treten die beiden gebeugten Strahlen Lb1, Lb2, die sich um 90° relativ
zueinander im Bezug auf die Polarisationsrichtung unterscheiden, in den ersten
polarisierenden Strahlenteil 61 des optischen Lichtempfangssystems 62 ein. Zu
bemerken ist, daß der gebeugte Strahl Lb1 P-polarisiert ist während der gebeugte Strahl
Lb2 S-polarisiert ist. Der polarisierende Strahlenteiler 61 veranlaßt die beiden
gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 miteinander zu überlappen durch Transmission
(Durchlassen) des gebeugten Strahls Lb1 und Reflektieren des gebeugten Strahls Lb2.
Wenn ein P-polarisierter kohärenter Strahl La ausgebildet ist zum Eintreten in den
nichtpolarisierenden Strahlteiler 22 kann die ¼-Wellenplatte 71 auf der Seite des
gebeugten Strahls Lb2 angeordnet sein.
Die beiden gebeugten Strahlen Lb1, Lb2, die miteinander überlappen, werden dann
veranlaßt, durch die ¼-Wellenplatte 62 zu treten. Die ¼-Wellenplatte 62 ist mit ihrer
optischen Achse 45° relativ zu der Polarisationsrichtung jeder der gebeugten Strahlen
Lb1, Lb2 geneigt angeordnet. Daher werden die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2
zirkularpolarisierte Strahlen, die in entgegengesetzten Richtungen polarisiert sind wenn
sie durch die ¼-Wellenplatte 62 treten.
Die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2, die in entgegengesetzten Richtungen
zirkularpolarisiert sind, werden dann veranlaßt durch das dritte fokussierende Element
63 zu treten. Das dritte fokussierende Element 63 fokussiert die gebeugten Strahlen
Lb1, Lb2 auf den lichtempfangenden Ebenen des ersten Paars der lichtempfangenden
Elemente 67a, 67b und des zweiten Paars der lichtempfangenden Elemente 68a, 68b mit
einem vorbestimmten Strahldurchmesser.
Nach Durchdringen des dritten fokussierenden Elements 63 wird jeder der gebeugten
Strahlen Lb1, Lb2 durch den nichtpolarisierenden Strahlteiler 64 in zwei Strahlen
aufgeteilt.
Einer der erhaltenen beiden Strahlen wird ferner in zwei Strahlen aufgeteilt, die in
unterschiedlichen Richtungen, die senkrecht zueinander sind, durch den zweiten
polarisierenden Strahlteiler 65 polarisiert sind. Dann werden diese veranlaßt, in das
erste Paar der lichtempfangenden Elemente 67a, 67b einzutreten. Der andere der beiden
erhaltenen Strahlen wird auch in zwei Strahlen, die in unterschiedlichen Richtungen, die
senkrecht zueinander sind, polarisiert sind, durch den dritten polarisierenden Strahlteiler
66 aufgeteilt, der um 45° relativ zu dem zweiten polarisierender Strahlteiler 65 gekippt
ist. Dann werden sie veranlaßt, in das zweite Paar der lichtempfangenden Elemente
68a, 68b einzutreten.
Wie oben beschrieben, kann das optische Verschiebungs-Meßsystem 70 des sechsten
Ausführungsbeispiels den Einfluß der spezifischen Durchlässigkeit, der Reflektivität
und des Beugungsgrades des Beugungsgitters 11 von dem erfaßten Interferenzsignal
beseitigen. Zusätzlich kann das optische Verschiebungs-Meßsystem 60 die
Bewegungsrichtung des Beugungsgitters 11 bestimmen.
Nun wird ein siebtes Ausführungsbeispiel des optischen Verschiebungs-Meßsystems
gemäß der Erfindung unter Bezugnahme auf die Fig. 33 beschrieben. Zu bemerken ist,
daß die Bauteile des siebten Ausführungsbeispiels des optischen Verschiebungs-
Meßsystems durch teilweises Modifizieren einiger der Bauteile des fünften
Ausführungsbeispiels erhalten werden, und daher werden die Bauteile, die gleich oder
ähnlich zu den Gegenstücken des oben beschriebenen fünften Ausführungsbeispiels sind
mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen und werden nicht weiter beschrieben.
Das siebte Ausführungsbeispiel des optischen Verschiebungs-Meßsystems 80 verwendet
einen polarisierenden Strahlteiler für den Halbspiegel 22 des optischen
Bestrahlungssystems 41.
Daher wird auf den Halbspiegel 22 als polarisierender Strahlteiler 22 in der folgenden
Beschreibung des siebten Ausführungsbeispiels Bezug genommen.
Wie in Fig. 33 gezeigt, werden in dem optischen Verschiebungs-Meßsystem 80 die ¼-
Wellenplatte 71 des lichtempfangenden optischen Systems 42, der polarisierende
Strahlteiler 61, die ¼-Wellenplatte 62 und das dritte fokussierende Element 63 jeweils
durch eine erste ¼-Wellenplatte 81, eine zweite ¼-Wellenplatte 82, ein viertes
fokussierendes Element 83 und ein fünftes fokussierendes Element 84 ersetzt.
Der kohärente Strahl La, der von der kohärenten Lichtquelle 12 emittiert wird, tritt in
den nichtpolarisierenden Strahlteiler 22 des optischen Bestrahlungssystems 41 ein. Der
nichtpolarisierende Strahlteiler 22 des optischen Bestrahlungssystems 41 teilt den
eintreffenden kohärenten Strahl La in zwei kohärente Strahlen La1, La2, die in der
selben Richtung polarisiert sind.
Der gebeugte Strahl Lb1 und der gebeugte Strahl Lb2, die durch das Beugungsgitter 11
gebeugt werden, sind zum Zeitpunkt der Beugung in der gleichen Richtung polarisiert.
Einer der gebeugten Strahlen, hier der gebeugte Strahl Lb1, tritt durch die erste ¼-
Wellenplatte 81, welche die ursprüngliche Polarisationsrichtung beibehält. Zu bemerken
ist, daß die erste ¼-Wellenplatte 81 ihre optische Achse um 45° relativ zu der
Polarisationsrichtung des eintreffenden gebeugten Strahls Lb1 geneigt hat. Daher wird
der gebeugte Strahl Lb1 ein zirkularpolarisierter Strahl, der in einer vorbestimmten
Rotationsrichtung gedreht ist.
Der gebeugte Strahl Lb1, der zirkularpolarisiert ist, tritt durch das vierte fokussierende
Element 83. Das vierte fokussierende Element 83 weist typischerweise ein optisches
Element auf, wie eine Linse, die einen variablen Bereich einer numerischen Apertur
hat. Das vierte fokussierende Element 83 fokussiert den gestreuten Strahl Lb1 auf die
lichtempfangende Ebene des ersten Paars der lichtempfangenden Elemente 67a, 67b und
das zweite Paar der lichtempfangenden Elemente 68a, 68b. Der Brennpunkt muß nicht
notwendigerweise der Punkt sein, wo der Strahldurchmesser minimal ist. Ein Punkt auf
der lichtempfangenden Ebene, der die Differenz der Längen des optischen Weges der
Strahlen minimiert, kann alternativ für den Brennpunkt gewählt werden.
Der andere gebeugte Strahl, hier der gebeugte Strahl Lb2, tritt durch die erste ¼-
Wellenplatte 82 des lichtempfangenden optischen Systems 42, wobei die ursprüngliche
Polarisationsrichtung aufrechterhalten wird. Zu bemerken ist, daß die erste ¼-
Wellenplatte 82 ihre optische Achse um 45° relativ zu der Polarisationsrichtung des
eintreffenden gebeugten Strahls Lb2 geneigt hat. Daher wird der gebeugte Strahl Lb2
ein zirkular polarisierter Strahl, der in einer vorbestimmten Drehrichtung gedreht ist.
Der gebeugte Strahl Lb2, der zirkularpolarisiert ist, tritt durch das fünfte fokussierende
Element 84. Das fünfte fokussierende Element 84 weist typischerweise ein optisches
Element, wie eine Linse, die einen variablen Bereich einer numerischen Apertur hat,
auf. Das fünfte fokussierende Element 84 fokussiert den gebeugten Strahl Lb2 auf die
lichtempfangenden Ebenen des ersten Paars der lichtempfangenden Elemente 67a, 67b
und des zweiten Paars der lichtempfangenden Elemente 68a, 68b. Der Brennpunkt muß
nicht notwendigerweise der Punkt sein, wo der Strahldurchmesser minimal ist. Ein
Punkt auf der lichtempfangenden Ebene, der die Differenz der Längen der optischen
Wege der Strahlen minimiert, kann alternativ für den Brennpunkt gewählt werden.
Die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2, die in entgegengesetzten Richtungen
zirkularpolarisiert sind, treten dann durch das vierte fokussierende Element 83 und das
fünfte fokussierende Element 84 bevor sie in den nichtpolarisierenden Strahlteiler 64
eintreten.
Der nichtpolarisierende Strahlteiler 64 bewirkt, daß die zwei einlaufenden gebeugten
Strahlen Lb1, Lb2 miteinander überlappen und teilt jeden von diesen in zwei Strahlen
auf.
Einer der erhaltenen beiden Strahlen wird ferner in zwei Strahlen aufgeteilt, die in
unterschiedlichen Richtungen, die senkrecht relativ zueinander sind, durch den zweiten
polarisierenden Strahlteiler 65 polarisiert sind. Dann werden diese veranlaßt, in das
erste Paar der lichtempfangenden Elemente 67a, 67b einzutreten. Der andere der
erhaltenen beiden Strahlen wird auch in zwei Strahlen aufgespalten, die in
unterschiedlichen Richtungen, die relativ zueinander senkrecht sind, durch den dritten
polarisierenden Strahlteiler 66 polarisiert werden, der um 45° relativ zu dem zweiten
polarisierenden Strahlteiler 65 gekippt ist. Dann werden diese zum Eintreten in das
zweite Paar der lichtempfangenden Elemente 68a, 68b veranlaßt.
Wie oben beschrieben, kann das siebte Ausführungsbeispiel des optischen
Verschiebungs-Meßsystems 80 den Einfluß der spezifischen Durchlässigkeit, der
Reflektivität und der Beugungswirkung des Beugungsgitters 11 von dem erfaßten
Interferenzsignal beseitigen. Zusätzliche kann das optische Verschiebungsmeßsystem 60
die Bewegungsrichtung des Beugungsgitters 11 bestimmen.
Erstes bis Siebtes Ausführungsbeispiel des optischen Verschiebungsmeßsystems gemäß
der Erfindung sind oben beschrieben. Während ein Beugungsgitter 11, das Gitterstäbe
aufweist, die in gleichen Abständen und parallel zueinander angeordnet sind, in jedem
der Ausführungsbeispiele des optischen Verschiebungsmeßsystems verwendet werden,
kann ein anders gestaltetes Beugungsgitter alternativ verwendet werden. Zum Beispiel
kann ein Beugungsgitter, das radial angeordnete "Gitterstäbe", wie in Fig. 34 gezeigt,
aufweist, verwendet werden. Die verschobene Stellung eines bewegbaren Teils der
Werkzeugmaschine kann auch durch Verwendung eines Beugungsgitters erfaßt werden,
das radial angeordnete Gitterstäbe aufweist. Eine weitere Alternative ist es, daß ein
Amplituden-Beugungsgitter mit variierender Helligkeit, ein Phasen-Beugungsgitter mit
variierendem Brechungsindex oder einem variierendem Profil für den Zweck der
Erfindung verwendet werden kann. Kurz gesagt ist die Art des Beugungsgitters für den
Zweck der Erfindung nicht eingeschränkt.
Während das Beugungsgitter 11 auf einem bewegbaren Teil der Werkzeugmaschine
befestigt ist und mit dem bewegbaren Teil in jedem der oben beschriebenen
Ausführungsbeispiele des optischen Verschiebungsmeßsystems bewegt wird, ist es
ausreichend für den Zweck der Erfindung, daß sich das optische Bestrahlungssystem
und das optische Interferenzsystem relativ zu dem Beugungsgitter 11 bewegen. Zum
Beispiel kann es für den Zweck der Erfindung ausreichend sein, daß das Beugungsgitter
stationär ist und sich das optische Bestrahlungssystem und das optische System mit den
bewegbaren Teilen der Werkzeugmaschine bewegen.
Der Halbspiegel, der Strahlteiler und die fokussierenden Elemente, die in allen der
Ausführungsbeispiele des optischen Verschiebungsmeßsystems gemäß der Erfindung
verwendet werden, sind nicht auf solche, die aus Dünnfilm oder einer Linse hergestellt
sind, beschränkt und sie können alternativ aus einem optischen Beugungselement
hergestellt sein.
Es ist für das erste fokussierende Element bei jedem der oben beschriebenen
Ausführungsbeispiele des optischen Verschiebungsmeßsystems ausreichend, daß es in
einer Stellung angeordnet ist, in der es den kohärenten Strahl La auf die Gitterebene
11a des Beugungsgitters 11 fokussieren kann, und daher können mehrere solcher
Elemente an zweckmäßigen Positionen für den Zweck der Erfindung angeordnet sein.
Zum Beispiel kann das fokussierende Element so angeordnet sein, daß es die kohärenten
Strahlen La1, La2 fokussiert, die durch einen Halbspiegel (oder einen polarisierenden
Strahlteiler) 22 erzeugt werden.
Außerdem ist es ausreichend, daß das zweite fokussierende Element 28, das dritte
fokussierende Element 63, das vierte fokussierende Element 83 und das fünfte
fokussierende Element 84 so angeordnet sind, daß sie die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2
auf die lichtempfangende Ebene des lichtempfangenden Elements 13 oder 87, 68 in
jedem der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele des optischen Verschiebungs-
Meßsystem fokussieren, so daß jedes von ihnen mehrere Elemente aufweisen kann, die
zweckmäßig angeordnet sind. Zum Beispiel kann ein fokussierendes Element so
angeordnet sein, daß es die gebeugten Strahlen Lb1, Lb2 fokussiert bevor diese durch
den Halbspiegel 27 oder den Strahlteiler 61 zur Überlappung gebracht werden.
Alternativ kann ein fokussierendes Element so angeordnet sein, daß es die gebeugten
Strahlen Lb1, Lb2, nach Hindurchtreten durch den
nichtpolarisierenden Strahlteiler 64 zum Strahlteilen fokussiert.