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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Treibstoffbehälter, welcher
einen mehrschichtigen Aufbau aufweist, wobei eine Sperrschicht in
direktem Kontakt mit dem Treibstoff steht, welcher darin enthalten
ist. Die Sperrschicht der Aufbauten der Erfindung bildet eine der
Außenflächen der
Aufbauten, d. h., sie ist keine Innenschicht des Aufbaus.
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Die
Erfindung ist nützlich
für ein
Fluid wie Kraftfahrzeugbenzin, indem Verluste durch den Aufbau hindurch
vermieden werden, um dadurch nicht die Umwelt zu verschmutzen. Die
Aufbauten der Erfindung sind vom Typ:
HDPE/Sperrschicht
und
HDPE/Bindemittel/Sperrschicht, wobei "HDPE" Polyethylen
hoher Dichte bezeichnet.
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STAND DER
TECHNIK
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Das
europäische
Patent
EP 742 236 beschreibt
Benzintankbehälter,
welche aus fünf
Schichten bestehen, welche jeweils sind:
- – Polyethylen
hoher Dichte (HDPE);
- – ein
Bindemittel;
- – ein
Polyamid (PA) oder ein Copolymer mit Ethyleneinheiten und Vinylalkoholeinheiten
(EVOH);
- – ein
Bindemittel;
- – HDPE.
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Eine
sechste Schicht kann zwischen einer der Schichten des Bindemittels
und einer der HDPE-Schichten angeordnet werden. Diese sechste Schicht
besteht aus Herstellungsabfällen,
die aus der Formgebung der Tankbehälter und zu einem sehr viel
geringeren Anteil aus schlecht geformten Tankbehältern stammen. Diese Abfälle und
schlecht geformten Tankbehälter
werden dann zu Granulaten gemahlen. Dieses gemahlene Material wird
dann umgeschmolzen und direkt an der Vorrichtung zur Coextrusion
von Tankbehältern extrudiert.
Dieses gemahlene Material kann auch durch eine Extrudiermaschine
wie einen Doppelschneckenextruder vor der Wiederverwendung geschmolzen
und regranuliert werden.
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Gemäß einer
Abwandlung kann das Recyclingprodukt mit HDPE der zwei äußeren Schichten
des Tankbehälters
gemischt werden. Es ist zum Beispiel möglich, das Granulatmaterial
des Recyclingprodukts mit dem Granulatmaterial von unbenutztem HDPE
dieser zwei Schichten zu mischen. Es ist auch möglich, jede Kombination dieser
zwei Recyclingmaterialien zu verwenden. Der Gehalt an Recyclingmaterial
kann bis zu 50 % des Gesamtgewichts des Tankbehälters betragen.
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Die
Europäische
Patentschrift
EP 731 308 beschreibt
einen Schlauch, der eine Innenschicht enthält, die eine Mischung aus Polyamid
und Polyolefin mit einer Polyamidmatrix umfasst, und eine Außenschicht
enthält,
die ein Polyamid umfasst. Diese Schläuche auf der Grundlage von
Polyamid sind für
den Transport von Benzin und insbesondere für die Förderung von Benzin vom Tankbehälter eines
Kraftfahrzeugs zum Motor und auch, aber mit größerem Durchmesser, für die Fortleitung
von Kohlenwasserstoffen an Tankstellen zwischen den Zapfsäulen und
den unterirdischen Lagertanks nützlich.
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Gemäß einer
anderen Form jener Erfindung kann eine Schicht eines Polymers, welches
Ethyleneinheiten und Vinylalkoholeinheiten (EVOH) umfasst, zwischen
der Innen- und der Außenschicht
angeordnet sein. Der Aufbau: Innenschicht/EVOH/Bindemittel/Außenschicht
wird vorteilhafterweise eingesetzt.
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Die
Internationale Anmeldung WO95/05940 A beschreibt einen mehrschichtigen
Verbundwerkstoff, welcher eine oder mehrere Abfolgen umfasst, welche
eine Grundschicht/Haftschicht/EVOH/Haftschicht/Grundschicht aufweist,
wobei der Verbundwerkstoff auf wenigstens einer seiner äußeren Oberflächen ein
leitendes Material entweder darauf imprägniert oder als eine zusätzliche
Schicht auf der äußeren Oberfläche aufgebracht
aufweist. Die Grundschicht kann eine aus einem Polyolefin, Ethylen-Vinylazetat oder
einem Ionomer sein. Die Polyolefinschicht, wenn eingesetzt, kann
zweckmäßig eine
Schicht Polyethylen, Polypropylen oder Polybuten sein. Wenn die
Polyolefinschicht aus Polyethylen besteht, kann sie Polyethylen
mit hoher Dichte (HDPE), Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE),
lineares Polyethylen mit niedriger Dichte (LLDPE) oder Polyethylen
mit sehr niedriger Dichte (VLDPE) sein. Eine Schicht aus VLDPE wird
bevorzugt. Der Einsatz eines Polyamid-Materials in der Grundschicht
ist in dieser Veröffentlichung
nicht beschrieben.
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DAS TECHNISCHE
PROBLEM
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Die
Tankbehälter,
welche in
EP 742 236 beschrieben
sind und welche keine Sperrschicht in direktem Kontakt mit dem Benzin
aufweisen, haben zugegebenermaßen
Barriereeigenschaften, aber sie reichen nicht aus, wenn sehr geringe
Benzinverluste angestrebt werden.
EP
731 308 beschreibt Schläuche,
deren Außenschicht
aus Polyamid hergestellt und deren Sperrschicht in direktem Kontakt
mit dem Benzin ist, wobei die Schicht, welche aus Polyamid hergestellt
ist, für
die mechanische Festigkeit des Zusammenbaus notwendig ist. Neuartige
Aufbauten wurden inzwischen gefunden, welche bessere Barriereeigenschaften
aufweisen und welche für
verschiedene Aufgaben wie zum Beispiel als Benzintankbehälter für Kraftfahrzeuge
nützlich
sind.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Aufbau, aufeinander folgend
umfassend:
eine erste Schicht aus Polyethylen hoher Dichte
(HDPE),
eine Schicht Bindemittel,
eine zweite Schicht
aus EVOH oder einer Mischung auf der Grundlage von EVOH,
eine
dritte Schicht aus Polyamid (A) oder aus einer Mischung aus Polyamid
(A) und Polyolefin (B), welche in direktem Kontakt mit dem Treibstoff
steht.
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In
dem hierin folgenden Text wird die zweite Schicht oder die Kombination
aus zweiter und dritter Schicht als die "Sperrschicht" bezeichnet.
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GENAUE BESCHREIBUNG DER
ERFINDUNG
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In
Bezug auf die erste Schicht ist das Polyethylen hoher Dichte (HDPE)
in Kirk-Othmer, 4. Ausgabe, Band 17, Seiten 704 und 724–725 beschrieben.
Es ist gemäß ASTM D
1248–84
ein Ethylenpolymer mit einer Dichte von wenigstens gleich 0,940.
Die Bezeichnung HDPE betrifft sowohl Ethylen-Homopolymere als auch deren Copolymere
mit kleinen Anteilen an Olefin. Die Dichte liegt vorteilhafterweise
zwischen 0,940 und 0,965. In der vorliegenden Erfindung liegt der
MFI des HDPE vorteilhafterweise zwischen 0,1 und 50. Als Beispiele können Eltex
B 2008® mit
einer Dichte von 0,958 und einem MFI von 0,9 (in g/10 min bei 190 °C und 2,16
kg), Finathene® MS201B
von FINA und Lupolen® 4261 AQ von BASF erwähnt werden.
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In
Bezug auf die zweite Schicht wird das EVOH-Copolymer auch als ein
verseiftes Ethylen-Vinylazetat-Copolymer bezeichnet. Das verseifte
Ethylen-Vinylazetat-Copolymer, welches gemäß der vorliegenden Erfindung
eingesetzt wird, ist ein Copolymer mit einem Ethylengehalt von 20
bis 70 mol%, vorzugsweise von 25 bis 70 mol%, wobei der Verseifungsgrad
von dessen Vinylazetat-Komponente nicht weniger als 95 mol% beträgt. Mit
einem Ethylengehalt von weniger als 20 mol% sind die Barriereeigenschaften
unter den Bedingungen hoher Feuchtigkeit nicht so hoch wie erwünscht, wohingegen
ein Ethylengehalt, der 70 mol% übersteigt,
zu Verringerungen der Barriereeigenschaften führt. Wenn der Verseifungsgrad
oder der Hydrolysegrad geringer als 95 mol% ist, gehen die Barriereeigenschaften
verloren.
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Der
Ausdruck "Barriereeigenschaften" bedeutet die Undurchlässigkeit
für Gase,
Flüssigkeiten
und insbesondere für
Sauerstoff und für
Kraftfahrzeugbenzin. Die Erfindung betrifft insbesondere die Barriereeigenschaft
für Kraftfahrzeugbenzin.
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Unter
diesen verseiften Copolymeren sind jene, welche Schmelzindices unter
heißen
Bedingungen im Bereich von 0,5 bis 100 g/10 Minuten aufweisen, besonders
nützlich.
Vorteilhafterweise wird der MFI zwischen 5 und 30 (g/10 min bei
230 °C und
2,16 kg) gewählt,
wobei "MFI", die Abkürzung für "Schmelzindex", die Fließgeschwindigkeit
im geschmolzenen Zustand bezeichnet.
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Es
versteht sich von selbst, dass dieses verseifte Copolymer kleine
Anteile anderer Comonomerbestandteile unter Einschluss von α-Olefinen
wie Propylen, Isobuten, α-Octen, α-Dodecen, α-Oktadecen
usw., ungesättigten
Karbonsäuren
oder Salzen davon, teilweise veresterten Alkylestern, vollständig veresterten
Alkylestern, Nitrilen, Amiden und Anhydriden der Säuren und
ungesättigten
Sulfonsäuren
oder Salzen davon umfassen kann.
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In
Bezug auf die Mischungen auf der Grundlage von EVOH sind diese dergestalt,
dass das EVOH die Matrix bildet, d. h., es stellt wenigstens 40
Gewichts-% der Mischung und vorzugsweise wenigstens 50 %. Die anderen
Bestandteile der Mischung werden aus Polyolefinen, Polyamiden und
wahlweise funktionalen Polymeren ausgewählt.
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Als
ein erstes Beispiel für
diese Mischungen auf der Grundlage von EVOH der zweiten Schicht
können die
Zusammensetzungen erwähnt
werden, welche umfassen (nach Gewicht):
- – 55 bis
99,5 Teile EVOH-Copolymer,
- – 0,5
bis 45 Teile Polypropylen und Verträglichkeitsvermittler, wobei
deren Verhältnisse
so sind, dass das Verhältnis
der Menge Polypropylen zur Menge Verträglichkeitsvermittler zwischen
1 und 5 liegt.
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Vorteilhafterweise
ist das Verhältnis
des MFI des EVOH zum MFI des Polypropylen größer als 5 und vorzugsweise
zwischen 5 und 25. Vorteilhafterweise liegt der MFI des Polypropylens
zwischen 0,5 und 3 (in g/10 min bei 230 °C und 2,16 kg). Gemäß einer
vorteilhaften Form ist der Verträglichkeitsvermittler
ein Polyethylen mit Polyamidgrafts und es ergibt sich aus der Reaktion
(i) eines Copolymers aus Ethylen und eines gegrafteten oder copolymerisierten
ungesättigten
Monomers X mit (ii) einem Polyamid. Das Copolymer aus Ethylen und
einem gegrafteten oder copolymerisierten ungesättigten Monomer X ist dergestalt,
dass X copolymerisiert wird und aus Ethylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymeren
und Ethylen-Alkyl-(meth)acrylat-Maleinsäureanhydrid-Copolymeren
gewählt
werden kann, wobei diese Copolymere von 0,2 bis 10 Gewichts-% Maleinsäureanhydrid
und von 0 bis 40 Gewichts-% Alkyl-(meth)acrylat umfassen. Gemäß einer
anderen vorteilhaften Form ist der Verträglichkeitsvermittler ein Polypropylen
mit Polyamidgrafts, welches sich aus der Reaktion (i) eines Polypropylen-Homopolymers
oder -Copolymers, welches ein gegraftetes oder copolymerisiertes
ungesättigtes
Monomer X umfasst, mit (ii) einem Polyamid ergibt. Vorteilhafterweise
ist X gegraftet. Das Monomer X ist vorteilhafterweise ein ungesättigtes
Karbonsäureanhydrid
wie zum Beispiel Maleinsäureanhydrid.
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Als
ein zweites Beispiel für
diese Mischungen auf der Grundlage von EVOH der zweiten Schicht
können
die Zusammensetzungen erwähnt
werden, welche umfassen:
- – 50 bis 98 Gewichts-% eines
EVOH-Copolymers
- – 1
bis 50 Gewichts-% eines Polyethylens
- – 1
bis 15 Gewichts-% eines Verträglichkeitsvermittlers,
welcher aus einer Mischung eines LLDPE-Polyethylens oder metallorganischen
Polyethylens und eines Polymers besteht, welches aus Elastomeren,
Polyethylenen mit sehr niedriger Dichte und metallorganischen Polyethylenen
ausgewählt
ist, wobei die Mischung mit einer ungesättigten Karbonsäure oder
einem funktionalen Derivat dieser Säure co-gegraftet ist.
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Vorteilhafterweise
ist der Verträglichkeitsvermittler
dergestalt, dass das Verhältnis
MFI10/MFI2 zwischen
5 und 20 liegt, wobei MFI2 der Schmelzfließindex bei
190 °C und
einer Belastung von 2,16 kg, gemessen gemäß ASTM D1238, und MFI10 der Schmelzfließindex bei 190 °C und einer
Belastung von 10 kg gemäß ASTM D1238
ist.
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Als
ein drittes Beispiel für
diese Mischungen auf der Grundlage von EVOH der zweiten Schicht
können die
Zusammensetzungen erwähnt
werden, welche umfassen:
- – 50 bis 98 Gewichts-% eines
EVOH-Copolymers
- – 1
bis 50 Gewichts-% eines Ethylen-Alkyl-(meth)acrylat-Copolymers
- – 1
bis 15 Gewichts-% eines Verträglichkeitsvermittlers,
welcher sich aus der Reaktion (i) eines Copolymers aus Ethylen und
einem gegrafteten oder copolymerisierten ungesättigten Monomer X mit (ii)
einem Copolyamid ergibt.
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Vorteilhafterweise
ist das Copolymer aus Ethylen und einem gegrafteten oder copolymerisierten
ungesättigten
Monomer X dergestalt, dass X copolymerisiert ist und es ein Copolymer
aus Ethylen und Maleinsäureanhydrid
oder ein Copolymer aus Ethylen, einem Alkyl-(meth)acrylat und Maleinsäu reanhydrid
ist. Vorteilhafterweise umfassen diese Copolymere von 0,2 bis 10
Gewichts-% Maleinsäureanhydrid
und von 0 bis 40 Gewichts-% Alkyl(meth)acrylat.
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In
Bezug auf das Polyamid (A) und die Mischung des Polyamids (A) und
Polyolefins (B) der dritten Schicht bedeutet der Begriff "Polyamid" die folgenden Kondensationsprodukte:
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- – eine
oder mehrere Aminosäuren
wie Aminocapronsäure,
7-Aminoheptansäure, 11-Aminoundekansäure und
12-Aminododekansäure
mit einem oder mehreren Laktamen wie Capronlaktam, Oenatholaktam
und Lauryllaktam;
- – ein
oder mehrere Salze oder Mischungen aus Diaminen wie Hexamethylendiamin,
Dodekamethylendiamin, XXX-xylylendiamin, Bis(p-aminocyclohexyl)methan und Trimethylhexamethylendiamin
mit zweiwertigen Säuren
wie Isophthalsäure,
Terephthalsäure,
Adipinsäure,
Azelainsäure,
Suberinsäure,
Sebacinsäure und
Dodekandikarbonsäure.
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Als
Beispiel für
Polyamide können
PA 6 und PA 6-6 erwähnt
werden.
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Es
ist ebenfalls vorteilhaft möglich,
Copolyamide einzusetzen. Erwähnt
werden können
die Polyamide, welche sich aus der Kondensation von wenigstens zwei α,ω-Aminokarbonsäuren oder
von zwei Laktamen oder von einem Laktam und einer α,ω-Aminokarbonsäure ergeben.
Erwähnt
werden können
auch Copolyamide, welche sich aus der Kondensation von wenigstens
einer α,ω-Aminokarbonsäure (oder
einem Laktam), wenigstens einem Diamin und wenigstens einer Dikarbonsäure ergeben.
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Als
Beispiele für
Laktame können
jene erwähnt
werden, welche 3 bis 12 Kohlenstoffatome in der Hauptkette enthalten
und die substituiert sein können.
Erwähnt
werden können
zum Beispiel β,β-Dimethylpropiolaktam, α,α-Dimethylpropiolaktam,
Amylolaktam, Caprolaktam, Capryllaktam und Lauryllaktam.
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Als
Beispiele für α,ω-Aminokarbonsäuren können Aminoundekansäure und
Aminododekansäure
erwähnt
werden. Als Beispiele für
Dikarbonsäuren
können
Adipinsäure,
Sebacinsäure,
Isophthalsäure,
Butandiensäure,
1,4-Cyclohexandikarbonsäure,
Therephthalsäure,
Natrium- oder Lithiumsalze der Sulphoisophthalsäure, dimerisierte Fettsäuren (diese
dimerisierten Fettsäuren
weisen einen Dimergehalt von wenigstens 98 % auf und sind vorzugsweise
hydriert) und Dodekandisäure
HOOC-(CH2)10-COOH
erwähnt
werden.
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Das
Diamin kann ein aliphatisches Diamin sein, welches von 6 bis 12
Atomen enthält,
es kann acrylisch und/oder gesättigt
zyklisch sein. Als Beispiele können
Hexamethylendiamin, Piperazin, Tetamethylendiamin, Oktamethylendiamin,
Dekamethylendiamin, Dodekamethylendiamin, 1,5-Diaminohexan, 2,2,4-Trimethyl-1,6-diaminohexan,
Diaminpolyole, Isophorondiamin (IPD), Methylpentamethylendiamin
(MPDM), Bis(aminocyclohexyl)methan (BACM), und Bis(3-methyl-4-aminocyclohexyl)methan
(BMACM) erwähnt
werden.
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Als
Beispiele für
Copolyamide können
Copolymere aus Caprolaktam und von Lauryllaktam (PA 6/12), Copolymere
aus Caprolaktam, Adipinsäure
und Hexamethylendiamin (PA 6/6-6), Copolymere aus Caprolaktam, Lauryllaktam,
Adipinsäure
und Hexamethylendiamin (PA 6/12/6-6), Copolymere aus Caprolaktam,
Lauryllaktam, 11-Aminoundekansäure,
Azelainsäure
und Hexamethylendiamin (PA 6/6-9/11/12), Copolymere aus Caprolaktam,
Lauryllaktam, 11-Aminoundekansäure,
Adipinsäure
und Hexamethylendiamin (PA 6/6-6/11/12) und Copolymere aus Lauryllaktam,
11-Aminoundekansäure, Azelainsäure und
Hexamethylendiamin (PA 6-9/12) erwähnt werden.
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Vorteilhafterweise
wird das Copolyamid aus PA 6/12 und PA 6/6-6 ausgewählt. Der
Vorteil der ausgewählten
Copolyamide besteht darin, dass ihr Schmelzpunkt niedriger als jener
von PA 6 liegt.
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Es
ist auch möglich,
jedes amorphe Polyamid zu verwenden, welches keinen Schmelzpunkt
aufweist.
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Der
MFI der Polyamide und Mischungen aus Polyamid und Polyolefin der
vorliegenden Erfindung wird gemäß den Vorschriften
dieser Technik bei einer Temperatur von 15 bis 20 °C über dem
Schmelzpunkt des Polyamids gemessen. In Bezug auf die Mischungen
auf der Grundlage von PA 6 wird der MFI bei 235 °C und 2,26 kg gemessen. In Bezug
auf die Mischungen auf der Grundlage von PA 6-6 wird der MFI bei
275 °C und 1
kg gemessen.
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Polyamidmischungen
können
verwendet werden. Vorteilhafterweise liegt der MFI der Polyamide
zwischen 1 und 50 g/10 min.
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Es
würde kein
Abweichen vom Umfang der Erfindung bedeuten, einige der Polyamide
(A) durch ein Copolymer zu ersetzen, welches Polyamidblöcke und
Polyetherblöcke
enthält,
d. h. eine Mischung zu verwenden, welche wenigstens eines der obigen
Polyamide und wenigstens ein Copolymer umfasst, das Polyamidblöcke und
Polyetherblöcke
enthält.
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Die
Copolymere, welche Polyamidblöcke
und Polyetherblöcke
enthalten, ergeben sich aus der Copolykondensation der Polyamidsequenzen,
welche Enden enthalten, die reaktiv mit Polyethersequenzen sind, die
reaktive Enden enthalten wie unter anderem:
- 1)
Polyamidsequenzen, welche Diaminkettenenden enthalten, mit Polyoxyalkylsequenzen,
die Dikarbonsäurekettenenden
enthalten.
- 2) Polyamide, welche Dikarbonsäurekettenenden enthalten, mit
Polyoxyalkylensequenzen, welche Diaminkettenenden enthalten, die
durch Cyanoethylierung und Hydrierung von α,ω-dihydroxylierten aliphatischen Polyoxyalkylensequenzen,
die als Polyetherdiole bekannt sind, erhalten werden.
- 3) Polyamidsequenzen, welche Dikarbonsäurekettenenden enthalten, mit
Polyetherdiole, wobei die Produkte, die in diesem besonderen Fall
erzielt werden, Polyetheresteramide sind. Diese Copolymere werden vorteilhaft
eingesetzt.
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Die
Polyamidsequenzen, die Dikarbonsäurekettenenden
enthalten, entstehen zum Beispiel bei der Kondensation von α,ω-Aminokarbonsäuren, Laktamen
oder Dikarbonsäuren
und Diaminen in Gegenwart einer Ketten begrenzenden Dikarbonsäure.
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Der
Polyether kann zum Beispiel ein Polyethylenglykol (PEG), ein Polypropylenglykol
(PPG) oder ein Polytetramethylenglykol (PTMG) sein. Letzteres ist
auch als Polytetrahydrofuran (PTHF) bekannt.
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Die
auf das Zahlenmittel bezogene Molmasse Mn der
Polyamidsequenzen liegt zwischen 300 und 15.000 und vorzugsweise
zwischen 600 und 5000. Die Masse Mn der
Polyethersequenzen liegt zwischen 100 und 6000 und vorzugsweise
zwischen 200 und 3000.
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Die
Polymere, welche Polyamidblöcke
und Polyetherblöcke
enthalten, können
auch willkürlich
verteilte Einheiten umfassen. Diese Polymere können durch die gleichzeitige
Reaktion von Polyether und Polyamidblockvorläufern hergestellt werden.
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Zum
Beispiel ist es möglich,
Polyetherdiol, ein Laktam (oder eine α,ω-Aminosäure) und eine Ketten begrenzende
zweiwertige Säure
in Gegenwart einer kleinen Menge Wasser umzusetzen. Ein Polymer
wird erhalten, welches im Wesentlichen Polyetherblöcke, Polyamidblöcke von
sehr unterschiedlicher Länge,
aber auch verschiedene Reagenzien enthält, welche willkürlich reagiert
haben und welche willkürlich
entlang der Polymerkette verteilt sind.
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Je
nachdem, ob sie aus der Copolykondensation der Polyamid- und Polyethersequenzen,
die zuvor hergestellt wurden, oder aus einer einstufigen Reaktion
stammen, weisen diese Polymere, welche Polyamidblöcke und
Polyetherblöcke
enthalten, zum Beispiel Shore-D-Härten, welche zwischen 20 und
75 und vorteilhafterweise zwischen 30 und 70 liegen können, und
eine innewohnende Viskosität
zwischen 0,8 und 2,5 auf, die in Meta-Cresol bei 250 °C mit einer
Anfangskonzentration von 0,8 g/100 ml gemessen wird. Die MFI-Werte können zwischen
5 und 50 liegen (235 °C
bei einer Belastung von 1 kg).
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Die
Polyetherdiolblöcke
werden entweder so eingesetzt, wie sie sind, und mit Polyamidblöcken, welche
Karbonsäureenden
enthalten, copolykondensiert oder sie werden aminiert, um so in
Polyetherdiamine umgewandelt zu werden, und mit Polyamidblöcken, welche
Karbonsäureenden
enthalten, kondensiert. Sie können
auch mit Polyamidvorläufern
und einem Kettenbegrenzer gemischt werden, um Polymere herzustellen,
die Polyamidblöcke
und Polyetherblöcke
enthalten, welche willkürlich
verteilte Einheiten aufweisen.
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Polymere,
die Polyamid- und Polyetherblöcke
enthalten, sind in den US-Patentschriften
4,331,786; 4,115,475; 4,195,015; 4,839,441; 4,864,014; 4,230,838
und 4,332,920 beschrieben.
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Das
Verhältnis
der Menge an Copolymer, welches Polyamidblöcke und Polyetherblöcke enthält, zur Menge
Polyamid liegt bezogen auf das Gewicht vorteilhafterweise zwischen
10/90 und 60/40. Es können
zum Beispiel Mischungen aus (i) PA 6 und (ii) Copolymer, welches
PA-6-Blöcke
und PTMG-Blöcke
enthält,
und Mischungen aus (i) PA 6 und (ii) Copolymer, welches PA-12-Blöcke und
PTMG-Blöcke
enthält,
erwähnt
werden.
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In
Bezug auf das Polyolefin (B) der Mischung aus Polyamid (A) und Polyolefin
(B) der dritten Schicht, kann dieses funktionalisiert oder nicht
funktionalisiert sein oder es kann eine Mischung aus wenigstens
einem funktiona lisierten und/oder wenigstens einem nicht funktionalisierten
Polyolefin sein. Der Einfachheit halber wurden funktionalisierte
Polyolefine (B1) und nicht funktionalisierte Polyolefine (B2) im
Folgenden beschrieben.
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Ein
nicht funktionalisiertes Polyolefin (B2) ist herkömmlicherweise
ein Homopolymer oder Copolymer aus α-Olefinen oder von Diolefinen
wie zum Beispiel Ethylen, Propylen, 1-Buten, 1-Octen oder Butadien.
Als Beispiele können
erwähnt
werden:
- – Polyethylen-Homopolymere
und -Copolymere, insbesondere LDPE, HDPE, LLDPE (lineares Polyethylen mit
niedriger Dichte), VLDPE (Polyethylen mit sehr niedriger Dichte)
und metallorganisches Polyethylen.
- – Propylen-Homopolymere
oder -Copolymere.
- – Ethylen/α-Olefin-Copolymere
wie Ethylen/Propylen, EPR (Abkürzung
für Ethylen-Propylen-Gummi)
und Ethylen/Propylen/Dien (EPDM).
- – Styrol/Ethylen-Buten/Styrol
(SEBS), Styrol/Butadien/Styrol (SBS), Styrol/Isopren/Styrol (SIS)
oder Styrol/Ethylen-Propylen/Styrol (SEPS) – Blockcopolymere.
- – Copolymere
aus Ethylen mit wenigstens einem Produkt, welches aus ungesättigten
Karbonsäuresalzen oder
-estern, wie Alkyl-(meth)acrylat (zum Beispiel Metylacrylat), oder
gesättigten
Karbonsäurevinylestern wie
Vinylazetat gewählt
ist, wobei der Anteil des Comonomers bei bis zu 40 Gewichts-% liegen
kann.
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Das
funktionalisierte Polyolefin (B1) kann ein α-Olefin-Polymer sein, welches
reaktive Einheiten (Funktionalitäten)
enthält;
solche reaktiven Einheiten sind Säure-, Anhydrid- oder Epoxy-Funktionen.
Als Beispiel können
die obigen Polyolefine (B2), gegraftet oder co- oder terpolymerisiert
mit ungesättigten
Epoxiden wie Glycidyl-(meth)acrylat oder mit Karbonsäuren oder
den entsprechenden Salzen oder Estern wie (Meth)Acrylsäure (es
ist für
letztere möglich,
vollständig
oder teilweise mit Metallen wie Zn usw. neutralisiert zu sein) oder alternativ
mit Anhydriden der Karbonsäuren
wie Maleinsäureanhydrid,
erwähnt
werden. Ein funktionalisiertes Polyolefin ist zum Beispiel eine
PE/EPR-Mischung, in welcher das Gewichtsverhältnis innerhalb eines großen Bereichs
veränderlich
sein kann, zum Beispiel zwischen 40/60 und 90/10, wobei die Mischung
mit einem Anhydrid, insbesondere Maleinsäureanhydrid, entsprechend einem
Grafting-Grad von zum Beispiel von 0,01 bis 5 Gewichts-% co-gegraftet
ist.
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Das
funktionalisierte Polyolefin (B1) kann aus den folgenden (Co)Polymeren,
gegraftet mit Maleinsäureanhydrid
oder Glycidylmethacrylat, in welchen der Graftinggrad zum Beispiel
von 0,01 bis 5 Gewichts-% beträgt,
ausgewählt
sein:
- – PE,
PP, Copolymere von Ethylen mit Propylen, Buten, Hexen oder Octen,
welche zum Beispiel von 35 bis 80 Gewichts-% Ethylen enthalten;
- – Ethylen/α-Olefin-Copolymere
wie Ethylen/Propylen-Copolymere, EPR (Abkürzung für Ethylen-Propylen-Gummi) und
Ethylen/Propylen/Dien (EPDM) -Copolymere.
- – Styrol/Ethylen-Buten/Styrol
(SEBS), Styrol/Butadien/Styrol (SBS), Styrol/Isopren/Styrol (SIS)
oder Styrol/Ethylen-Propylen/Styrol (SEPS) – Blockcopolymere.
- – Ethylen-Vinylazetat
(EVA) -Copolymere, welche bis zu 40 Gewichts-% Vinylazetat enthalten;
- – Copolymere
aus Ethylen und Alkyl-(meth)acrylat, welche bis zu 40 Gewichts-%
Alkyl-(meth)acrylat enthalten können;
- – Copolymere
aus Ethylen-Vinylazetat (EVA) und Alkyl-(meth)acrylat, welche bis
zu 40 Gewichts-% Comonomere enthalten können.
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Das
funktionalisierte Polyolefin (B1) kann auch aus Ethylen/Propylen-Copolymeren gewählt sein,
welche vorherrschend Propylen, gegraftet mit Maleinsäureanhydrid
und dann kondensiert mit Monoaminopolyamid (oder einem Polyamid-Oligomer)
(Produkte sind in EP-A-0 342 066) beschrieben), enthalten.
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Das
funktionalisierte Polyolefin (B1) kann auch ein Co- oder Terpolymer
aus wenigstens einer der folgenden Einheiten sein: (1) Ethylen,
(2) Alkyl-(meth)acrylat
oder gesättigter
Karbonsäurevinylester
und (3) Anhydrid wie Maleinsäureanhydrid
oder (Meth)Acrylsäure
oder Epoxy wie Glycidyl-(meth)acrylat.
Beispiele für funktionalisierte
Polyolefine des letztgenannten Typs, welche erwähnt werden können, sind
die folgenden Copolymere, in welchen Ethylen bevorzugt wenigstens
60 Gewichts-% darstellt und in welchen die Termonomere (die Funktion)
zum Beispiel von 0,1 bis 10 Gewichts-% des Copolymers ausmachen:
- – Ethylen/Alkyl-(meth)acrylat/(Meth)Acrylsäure- oder
Maleinsäureanhydrid-
oder Glycidylmethacrylat-Copolymere;
- – Ethylen/Vinylazetat/Maleinsäureanhydrid-
oder Glycidylmethacrylat-Copolymere;
- – Ethylen/Vinylazetat
oder Alkyl-(meth)acrylat/(Meth)Acrylsäure- oder Maleinsäureanhydrid-
oder Glycidylmethacrylat-Copolymere.
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In
den vorangehenden Copolymeren kann die (Meth)Acrylsäure mit
Zn oder Li salzig gemacht sein.
-
Der
Begriff "Alkyl-(meth)acrylat" in (B1) oder (B2)
bezeichnet C1- bis C8-Alkylmethacrylate
und -acrylate und kann aus Methylacrylat, Ethylacrylat, n-Butylacrylat,
Isobutylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Cyclohexylacrylat, Methylmethacrylat
und Ethylmethacrylat ausgewählt
sein.
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Darüber hinaus
können
die oben erwähnten
Polyolefine (B1) auch mit jedem geeigneten Vorgang oder Mittel (Diepoxy,
zweiwertige Säure,
Peroxid usw.) vernetzt sein; der Ausdruck "funktionalisiertes Polyolefin" umfasst auch Mischungen
der oben erwähnten
Polyolefine mit einer difunktionalen Reagenz wie einer zweiwertigen
Säure,
Dianhydrid, Diepoxy usw., welches mit Letzteren oder Mischungen
aus wenigstens zwei funktionalisierten Polyolefinen reagieren kann,
welche miteinander reagieren können.
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Die
oben erwähnten
Copolymere (B1) und (B2) können
in einer willkürlichen
Weise oder blockweise copolymerisiert sein und können eine lineare oder verzweigte
Struktur aufweisen.
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Das
Molekulargewicht, der MFI-Index und die Dichte dieser Polyolefine
können
auch innerhalb eines großen
Bereichs variieren, den ein Fachmann erkennnen wird. MFI, die Abkürzung für Schmelzfließindex,
ist die Fließgeschwindigkeit
im geschmolzenen Zustand. Sie wird gemäß ASTM-Standard 1238 gemessen.
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Vorteilhafterweise
werden die nicht funktionalisierten Polyolefine (B2) aus Polypropylen-Homopolymeren
oder -Copolymeren und jedem Homopolymer von Ethylen oder Copolymer
aus Ethylen und von einem Comonomer des höheren α-Olefin-Typs wie Buten, Hexen,
Octen oder 4-Methyl-1-penten
ausgewählt.
Erwähnt werden
können
zum Beispiel PPs, PEs mit hoher Dichte, PEs mit mittlerer Dichte,
lineare PEs mit niedriger Dichte, PEs mit niedriger Dichte und PEs
mit sehr niedriger Dichte. Diese Polyethylene sind dem Fachmann bekannt
und können
gemäß einem "radikalischen" Verfahren, gemäß einer
Katalyse vom "Ziegler"-Typ oder neuerdings
gemäß einer
so genannten "metallorganischen" Katalyse hergestellt
werden.
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Vorteilhafterweise
werden die funktionalisierten Polyolefine (B1) aus jedem Polymer,
welches α-Olefin-Einheiten
und Einheiten, die reaktive Polfunktionen, wie Epoxy, Karbonsäure, oder
Karbonsäureanhydridfunktionen
tragen, ausgewählt.
Als Beispiele für
solche Polymere können
die Terpolymere von Ethylen, Alkylacrylat und Maleinsäureanhydrid
oder Glycidylmethacrylat wie die Produkte Lotader® von
ELF Atochem S.A. oder Polyolefine, gegraftet mit Maleinsäureanhydrid
wie die Produkte Orevace von ELF Atochem S.A. als auch Terpolymere
von Ethylen, Alkylacrylat und (Meth)Acrylsäure erwähnt werden. Erwähnt können auch
Polypropylen-Homopolymere
oder -Copolymere, die mit einem Karbonsäureanhydrid gegraftet und dann
mit Polyamiden oder Monoaminopolyamid-Oligomeren kondensiert sind.
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Der
MFI von (A) und der MFI von (B1) und (B2) können innerhalb eines großen Bereichs
gewählt
sein, aber es wird empfohlen, um die Dispersion von (B) zu ermöglichen,
dass der MFI von (A) größer als
jener von (B) ist.
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Für kleine
Anteile von (B), zum Beispiel 10 bis 15 Teile, ist es ausreichend,
ein nicht funktionalisiertes Polyolefin (B2) zu verwenden. Das Verhältnis von
(B2) und (B1) in der Phase (B) hängt
von der Menge an Funktionen, die in (B1) vorhanden sind, als auch
von ihrer Reaktivität
ab. Vorteilhafterweise werden (B1)/(B2)-Gewichtsverhältnisse
im Bereich von 5/35 bis 15/25 verwendet. Für kleine Anteile von (B) ist
es auch möglich,
nur eine Mischung Polyolefine (B1) einzusetzen, um Vernetzung zu
erzielen.
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Gemäß einer
ersten bevorzugten Form der Erfindung umfasst das Polyolefin (B)
(i) ein Polyethylen hoher Dichte (HDPE) und (ii) eine Mischung eines
Polyethylens (C1) und eines Polymers (C2), ausgewählt unter Elastomeren,
Polyethylenen mit sehr niedriger Dichte und Ethylen-Copolymeren,
wobei die Mischung (C1) + (C2) mit einer ungesättigten Karbonsäure co-gegraftet ist.
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Gemäß einer
zweiten bevorzugten Form der Erfindung umfasst das Polyolefin (B)
(i) Polypropylen und (ii) ein Polyolefin, welches sich aus der Reaktion
eines Polyamids (C4) mit einem Copolymer (C3) ergibt, das seinerseits
Propylen und ein gegraftetes oder copolymerisiertes ungesättigtes
Monomer X umfasst.
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Gemäß einer
dritten Form der Erfindung umfasst das Polyolefin (B) (i) ein Polyethylen
des Typs LLDPE, VLDPE oder des metallorganischen Typs und (ii) ein
Ethylen-Alkyl-(meth)acrylat-Maleinsäureanhydrid-Copolymer.
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Gemäß einer
vierten bevorzugten Form der Erfindung wird das Polyamid (A) aus
Mischungen aus (i) Polyamid und (ii) Copolymer, welches PA-6-Blöcke und
PTMG-Blöcke
enthält,
und aus Mischungen aus (i) Polyamid und (ii) Copolymer, welches
PA-12-Blöcke
und PTMG-Blöcke
enthält,
ausgewählt,
wobei das Verhältnis der
Mengen von Copolymer und Polyamid nach Gewicht zwischen 10/90 und
60/40 liegt. Gemäß einer
ersten Abwandlung umfasst das Polyolefin (B) (i) ein Polyethylen
des Typs LLDPE, VLDPE oder des metallorganischen Typs und (ii) ein
Ethylen-Alkyl-(meth)acrylat-maleinsäureanhydrid-Copolymer;
gemäß einer
zweiten Abwandlung umfasst das Polyolefin zwei funktionalisierte
Polymere, die ihrerseits wenigstens 50 mol% Ethyleneinheiten umfassen
und welche können,
um eine vernetzte Phase zu bilden.
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In
Bezug auf die erste Form sind die Anteile vorteilhaft, wie folgt
(nach Gewicht):
60 bis 70 % Polyamid,
5 bis 15 % der co-gegrafteten
Mischung aus (C1) und (C2),
wobei der verbleibende Teil Polyethylen
mit hoher Dichte ist.
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In
Bezug auf Polyethylen mit hoher Dichte liegt dessen Dichte vorteilhafterweise
zwischen 0,940 und 0,965 und der MFI zwischen 0,1 und 5 g/10 min
(190 °C,
2,16 kg).
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Das
Polyethylen (C1) kann aus den Polyethylenen, die oben erwähnt sind,
ausgewählt
sein. Vorteilhafterweise ist (C1) ein Polyethylen mit hoher Dichte
(HDPE) mit einer Dichte von zwischen 0,940 und 0,965. Der MFI von
(C1) ist (bei 2,16 kg – 190 °C) zwischen
0,1 und 3 g/10 min.
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Das
Copolymer (C2) kann zum Beispiel ein Ethylen/Propylen-Elastomer
(EPR) oder Ethylen/Propylen/Dien-Elastomer (EPDM) sein. (C2) kann
auch ein Polyethylen mit sehr niedriger Dichte (VLDPE) sein, welches
entweder ein Ethylen-Homopolymer oder ein Copolymer aus Ethylen
und von einem α-Olefin
ist. (C2) kann auch ein Copolymer aus Ethylen mit wenigstens einem
Produkt sein, welches aus (i) ungesättigten Karbonsäuren, Salzen
davon, Estern davon, (ii) Vinylestern gesättigter Karbonsäuren, (iii)
ungesättigten
Dikarbonsäuren,
deren Salzen, deren Estern, deren Hemiestern und deren Anhydriden
ausgewählt
ist. Vorteilhafterweise ist (C2) ein EPR.
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Vorteilhafterweise
werden 60 bis 95 Teile (C1) pro 40 bis 5 Teile (C2) eingesetzt.
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Die
Mischung aus (C1) und (C2) ist mit einer ungesättigten Karbonsäure gegraftet,
d. h., (C1) und (C2) sind co-gegraftet. Es würde kein Abgehen vom Umfang
der Erfindung darstellen, ein funktionales Derivat dieser Säure zu verwenden.
Beispiele für
ungesättigte
Karbonsäuren
sind jene, welche von 2 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Itakonsäure. Die
funktionalen Derivate dieser Säuren
umfassen zum Beispiel die Anhydride, die Esterferivate, die Amidferivate,
die Imidferivate und die Metallsalze (wie die Alkalimetallsalze)
von ungesättigten
Karbonsäuren.
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Ungesättigte Dikarbonsäuren, welche
4 bis 10 Kohlenstoffatome enthalten, und funktionale Derivate davon,
insbesondere deren Anhydride, sind Grafting-Monomere, welche besonders
bevorzugt sind. Diese Grafting-Monomere
umfassen zum Beispiel Maleinsäure,
Fumarsäure,
Itakonsäure,
Citraconsäure,
Allylsuccinsäure,
4-Cyclohexen-1,2-dikarbonsäure,
4-Methyl-4-cyclohexen-1,2-dikarbonsäure, Bicyclo(2,2,1)hepten-5-en-2,3-dikarbonsäure, x-Methylbicyclo(2,2,1)-hepten-5-en-2,3-dikarbonsäure, Maleinsäureanhydrid,
Itakonsäureanhydrid,
Citraconsäureanhydrid,
Allylsuccinsäureanhydrid,
4-cyclohexen-1,2-dikarbonsäureanhydrid,
4-Methylen-4-cyclohexen-1,2-dikarbonsäureanhydrid,
Bicyclo(2,2,1)hepten-5-en-2,3-dikarbonsäureanhydrid
und x-Methylbicyclo(2,2,1)-hepten-5-en-2,2-dikarbonsäureanhydrid. Maleinsäureanhydrid
wird vorteilhaft eingesetzt.
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Verschiedene
bekannte Verfahren können
verwendet werden, um ein Grafting-Monomer auf die Mischung von (C1)
und (C2) zu graften. Zum Beispiel kann dies durch Erwärmen der
Polymere (C1) und (C2) auf hohe Temperaturen, ungefähr 150 °C bis 300 °C, in Gegenwart
oder Abwesenheit eines Lösungsmittel
mit oder ohne Radikalerzeuger durchgeführt werden.
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In
der Mischung aus (C1) und (C2), die durch Grafting modifiziert und
auf die oben erwähnte
Weise erhalten wird, kann die Menge des Grafting-Monomers in geeigneter Weise gewählt sein,
aber sie liegt vorzugsweise von 0,01 bis 10 %, besser noch von 600
ppm bis 2 %, bezogen auf das Gewicht der gegrafteten (C1) und (C2).
Die Menge des gegrafteten Monomers wird durch Untersuchen der Succinfunktionen
durch FTIR-Spektroskopie
bestimmt. Der MFI von (C1) und (C2), die co-gegraftet worden sind,
ist von 5 bis 30 g/10 min (190 °C – 2,16 kg),
vorzugsweise 13 bis 20.
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Vorteilhafterweise
ist die Mischung der co-gegrafteten (C1) und (C2) dergestalt, dass
das MFI10/MFI2-Verhältnis größer als
18,5 ist, wobei MFI10 die Fließgeschwindigkeit
bei 190 °C
und einer Belastung von 10 kg und MFI2 die
Fließgeschwindigkeit
bei einer Belastung von 2,16 kg bezeichnet. Vorteilhafterweise ist
der MFI20 der Mischung aus co-gegrafteten
Polymeren (C1) und (C2) geringer als 24. MFI20 bezeichnet
eine Fließgeschwindigkeit
bei 190 °C
und einer Belastung von 21,6 kg.
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In
Bezug auf die zweite Form der Erfindung sind die Anteile vorteilhafterweise
wie folgt (nach Gewicht):
60 bis 70 % Polyamid,
20 bis
30 % Polypropylen,
3 bis 10 % eines Polyolefins, welches sich
aus der Reaktion eines Polyamids (C4) mit einem Copolymer (C3) ergibt,
das seinerseits Propylen und ein gegraftetes oder co-polymerisiertes
ungesättigtes
Monomer X umfasst.
-
Der
MFI des Polypropylens ist vorteilhafterweise geringer als 0,5 g/10
min (230 °C – 2,16 kg)
und vorzugsweise zwischen 0,1 und 0,5. Solche Produkte sind in
EP 647 681 beschrieben.
-
Das
gegraftete Produkt dieser zweiten Form der Erfindung wird nun beschrieben.
Als Erstes wird (C3) hergestellt, welches entweder ein Copolymer
aus Propylen und einem ungesättigten
Monomer X oder einem Polypropylen ist, auf welchen ein ungesättigtes
Monomer X gegraftet ist. X ist jedes ungesättigte Monomer, welches mit
dem Propylen copolymerisiert oder auf das Propylen gegraftet werden
kann und welches eine Funktion aufweist, die mit einem Polyamid
reagieren kann. Diese Funktion kann zum Beispiel eine Karbonsäure, ein
Dikarbonsäureanhydrid
oder ein Epoxid sein. Als Beispiele für die Monomere X können (Meth)Acrylsäure, Maleinsäureanhydrid
und ungesättigte
Epoxide wie Glycidyl-(meth)acrylat dienen. Maleinsäureanhydrid wird
vorteilhafterweise verwendet. In Bezug auf die gegrafteten Polypropylene
kann X auf Polypropylen-Homo- oder -Copolymere wie Ethylen-Propylen-Copolymere
gegraftet werden, die vorherrschend Propylen (in Mol) enthalten.
Vorteilhafterweise ist (C3) dergestalt, dass X gegraftet ist. Das
Graften ist ein Verfahren, das von desser Vorgehensweise her bekannt
ist.
-
(C4)
ist ein Polyamid oder ein Polyamid-Oligomer. Polyamid-Oligomere
werden in
EP 342 066 und
FR 2 291 225 beschrieben. Die Polyamide (oder Oligomere) (C4) sind
die Produkte der Kondensation der Monomere, die bereits oben erwähnt sind.
-
Mischungen
aus Polyamiden können
verwendet werden. PA-6, PA-11, PA 12, die Copolyamide, welche die
Einheiten 6 und die Einheiten 12 enthalten (PA-6/12), und die Copolyamide
auf der Grundlage von Caprolaktam, Hexamethylendiamin und Adipinsäure (PA-6/6.6)
werden vorteilhafterweise verwendet. Die Polyamide oder Oligomere
(C4) können
Säure-,
Amin- oder Monoamin-Enden enthalten. Damit die Polyamide ein Monoaminende
enthalten, genügt
es, einen Kettenbegrenzer der Formel
zu verwenden, wobei: R
1 ein Wasserstoff oder eine lineare oder
verzeigte Alkylgruppe ist, welche bis zu 20 Kohlenstoffatome enthält,
R
2 eine Gruppe ist, welche bis zu 20 lineare
oder verzweigte Alkyl- oder Alkylkohlenstoffatome, ein gesättigtes oder
ungesättigtes
cycloaliphatisches Radikal, ein aromatisches Radikal oder eine Kombination
der Obigen enthält.
Der Begrenzer kann zum Beispiel Laurylamin oder Oleylamin sein.
-
Vorteilhafterweise
ist (C4) ein PA-6, ein PA-11 oder ein PA-12. Der Anteil von C4 in
C3 + C4 nach Gewicht liegt vorteilhafterweise zwischen 0,1 und 60
%. Die Reaktion von (C3) mit (C4) wird vorzugsweise in geschmolzenem
Zustand ausgeführt.
Zum Beispiel können
(C3) und (C4) in einem Extruder bei einer Temperatur im Wesentlichen
zwischen 230 und 250 °C
gemischt werden. Die durchschnittliche Verweilzeit des geschmolzenen
Materials im Extruder kann zwischen 10 Sekunden und 3 Minuten liegen
und beträgt
vorzugsweise zwischen 1 und 2 Minuten.
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In
Bezug auf die dritte Form betragen die Anteile vorteilhafterweise
wie folgt (nach Gewicht):
60 bis 70 % Polyamid,
5 bis
15 % eines Ethylen-Alkyl-(meth)acrylat-Maleinsäureanhydrid-Copolymers.
-
Der
verbleibende Teil ist ein Polyethylen des Typs LLDPE, VLDPE oder
des metallorganischen Typs; vorteilhafterweise liegt die Dichte
dieses Polyethylens zwischen 0,870 und 0,925 und der MFI ist zwischen
0,1 und 5 (190 °C – 2,16 kg).
-
Vorteilhafterweise
umfassen die Ethylen-Alkyl-(meth)acrylat-Maleinsäureanhydrid-Copolymere von 0,2
bis 10 Gewichts-% Maleinsäureanhydrid,
bis zu 40 Gewichts-% und vorzugsweise 5 bis 40 Gewichts-% Alkyl-(meth)acrylat.
Der MFI liegt zwischen 2 und 100 (190 °C – 2,16 kg). Die Alkyl-(meth)acrylate
wurden bereits oben beschrieben. Der Schmelzpunkt liegt zwischen
80 und 120 °C.
Diese Copolymere sind im Handel erhältlich. Sie werden durch radikalische
Polymerisation bei einem Druck hergestellt, welcher zwischen 200 und
2500 bar liegen kann.
-
In
Bezug auf die vierte Form sind die Anteile vorteilhafterweise wie
folgt (nach Gewicht) verteilt:
-
Gemäß einer
ersten Abwandlung:
60 bis 70 % der Mischung aus Polyamid und
Copolymer, welches Polyamidblöcke
und Polyetherblöcke
enthält,
5
bis 15 % eines Ethylen-Alkyl-(meth)acrylat-Maleinsäureanhydrid-Copolymers,
der
verbleibende Rest ist ein Polyethylen des Typs LLDPE, VLDPE oder
des metallorganischen Typs; vorteilhafterweise liegt dessen Dichte
zwischen 0,870 und 0,925 und der MFI ist zwischen 0,1 und 5 (190 °C – 2,16 kg).
-
Vorteilhafterweise
umfassen die Ethylen-Alkyl-(meth)acrylat-Maleinsäureanhydrid-Copolymere von 0,2
bis 10 Gewichts-% Maleinsäureanhydrid,
bis zu 40 % und vorzugsweise 5 bis 40 Gewichts-% Alkyl-(meth)acrylat. Der
MFI liegt zwischen 2 und 100 (190°C – 2,16 kg).
Die Alkyl-(meth)acrylate wurden bereits oben beschrieben. Der Schmelzpunkt
liegt zwischen 80 und 120 °C.
Diese Copolymere sind im Handel erhältlich. Sie werden durch radikalische
Polymerisation bei einem Druck hergestellt, welcher zwischen 200
und 2500 bar liegen kann.
-
Gemäß einer
zweiten Abwandlung:
40 bis 95 % der Mischung aus Polyamid und
Copolymer, welches Polyamidblöcke
und Polyetherblöcke
enthält,
60
bis 5 % einer Mischung aus Ethylen-Alkyl-(meth)acrylat-Maleinsäureanhydrid-Copolymer
und Ethylen-Alkyl-(meth)acrylat-Glycidylmethacrylat-Copolymer.
-
Das
Copolymer mit dem Anhydrid wurde in der ersten Abwandlung definiert.
Das Ethylen/Alkyl-(meth)acrylat/Glycidylmethacrylat-Copolymer kann
bis zu 40 Gewichts-% Alkyl-(meth)acrylat, vorzugsweise 5 bis 40
%, und bis zu 10 Gewichts-% ungesättigtes Epoxid, vorzugsweise
0,1 bis 8 %, enthalten. Vorteilhafterweise wird das Alkyl-(meth)acrylat
unter Methyl-(meth)acrylat,
Ethylacrylat, n-Butylacrylat, Isobutylacrylat und 2-Ethylhexylacrylat
ausgewählt.
Die Menge an Alkyl-(meth)acrylat beträgt vorzugsweise von 20 bis 35
%. Der MFI ist zwischen 5 und 100 (in g/10 min bei 190 °C und 2,16
kg) und der Schmelzpunkt liegt zwischen 60 und 110 °C. Dieses
Copolymer kann durch radikalische Polymerisation der Monomere erzielt
werden.
-
Katalysatoren
können
zugegeben werden, um die Reaktion zwischen den Epoxy- und den Anhydrid-Funktionen
zu beschleunigen. Von den Bestandteilen, welche in der Lage sind,
die Reaktion zwischen der Epoxy-Funktion und der Anhydrid-Funktion
zu beschleunigen, können
insbesondere erwähnt
werden:
- – tertiäre Amine
wie Dimethyllaurylamin, Dimethylstearylamin, N-Butylmorpholin, N,N-Dimethylcyclohexylamin,
Benzyldimethylamin, Pyridin, 4-Dimethylaminopyridin, 1-Methylimidazol,
Tetramethylethylhydrazin, N,N-Dimethylpiperazin,
N,N,N',N'-Tetramethyl-1,6-hexandiamin,
eine Mischung tertiärer
Amine, welche von 16 bis 18 Kohlenstoffatome enthalten, bekannt
unter dem Namen Dimethyltallowamin,
- – tertiäre Phosphine
wie Triphenylphosphin,
- – Zink-Alkyl-dithiobarbamate
- – Säuren.
-
Die
Herstellung der Mischungen der dritten Schicht kann durch Vermischen
der verschiedenen Bestandteile im geschmolzenen Zustand in der Vorrichtung
erfolgen, die üblicherweise
in der thermoplastischen Kunststoffindustrie verwendet wird.
-
Die
erste Schicht kann aus einer Schicht unbenutztem HDPE und einer
Schicht recyceltem Polymer, welches aus den Abfällen der Herstellung von Förder- oder
Speichervorrichtungen oder von schlecht geformten Vorrichtungen
stammen, wie bereits im beschriebenen Stand der Technik erklärt. Diese
Recyclingschicht ist auf der Bindemittelschichtseite angeordnet.
Im nachfolgenden Text werden diese zwei Schichten der Einfachheit
halber mit dem Begriff "erste
Schicht" bezeichnet.
-
Die
Dicke der ersten Schicht kann zwischen 2 und 10 mm betragen, jene
der zweiten Schicht zwischen 30 und 500 μm und jene der dritten Schicht
zwischen 30 μm
und 2 mm. Die Gesamtdicke liegt üblicherweise zwischen
3 und 10 mm.
-
Eine
Schicht des Bindemittels kann auch zwischen der zweiten und der
dritten Schicht angeordnet sein. Als Beispiele für Bindemittel können die
funktionalisierten Polyolefine (B1), die oben beschrieben wurden, erwähnt werden.
Das Bindemittel zwischen der ersten und der zweiten Schicht und
jenes zwischen der zweiten und der dritten Schicht kann gleich oder
verschieden sein. In den folgenden Beschreibungen von Bindemitteln bezeichnet
der Begriff "Polyethylen" sowohl Homopolymere
als auch Copolymere; solche Produkte wurden früher bei den Polyolefinen der
dritten Schicht beschrieben.
-
Als
ein erstes Beispiel für
ein Bindemittel kann die Mischung aus co-gegraftetem (C1) und (C2) erwähnt werden,
wie oben in der ersten bevorzugten Form der dritten Schicht beschrieben.
-
Als
ein zweites Beispiel für
ein Bindemittel können
Mischungen erwähnt
werden, welche umfassen:
- – 5 bis 30 Teile eines Polymers
(D), welches selbst eine Mischung eines Polyethylens (D1) mit einer
Dichte von zwischen 0,910 und 0,940 und eines Polymers (D2) ist,
das unter Elastomeren, Polyethylenen mit sehr niedriger Dichte und
metallorganischen Polyethylenen ausgewählt ist, wobei die Mischung
(D1) + (D2) mit einer ungesättigten
Karbonsäure
co-gegraftet ist,
- – 95
bis 70 Teile eines Polyethylens (E) mit einer Dichte von zwischen
0,910 und 0,930,
- – wobei
die Mischung aus (D) und (E) dergestalt ist, dass: deren Dichte
zwischen 0,910 und 0,930 liegt,
der Gehalt an gegrafteter ungesättigter
Karbonsäure
zwischen 30 und 10.000 ppm liegt,
der MFI (ASTM D 1238 – 190 °C – 2,16 kg)
zwischen 0,1 und 3 g/10 min liegt. Der MFI bezeichnet den Schmelzfließindex.
-
Die
Dichte des Bindemittels liegt vorteilhafterweise zwischen 0,915
und 0,920. Vorteilhafterweise sind (D1) und (E) LLDPEs, und sie
weisen vorzugsweise dasselbe Comonomer auf. Dieses Comonomer kann
unter 1-Hexen, 1-Octen
und 1-Buten gewählt
sein.
-
Als
ein drittes Beispiel für
ein Bindemittel können
Mischungen erwähnt
werden, welche umfassen:
- – 5 bis 30 Teile eines Polymers
(F), welches selbst eine Mischung eines Polyethylens (F1) mit einer
Dichte von zwischen 0,935 und 0,980 und eines Polymers (F2) ist,
das unter Elastomeren, Polyethylenen mit sehr niedriger Dichte und
Ethylen-Copolymeren ausgewählt
ist, wobei die Mischung (F1) + (F2) mit einer ungesättigten
Karbonsäure
co-gegraftet ist,
- – 95
bis 70 Teile eines Polyethylens (G) mit einer Dichte von zwischen
0,930 und 0,950,
- – wobei
die Mischung aus (F) und (G) dergestalt ist, dass: deren Dichte
zwischen 0,930 und 0,950 liegt und vorteilhafterweise zwischen 0,930
und 0,940,
der Gehalt an gegrafteter ungesättigter Karbonsäure zwischen
30 und 10.000 ppm liegt,
der MFI (Schmelzfließindex),
der gemäß ASTM D
1238 bei 190 °C – 21,6 kg
gemessen ist, zwischen 5 und 100 liegt.
-
Als
ein viertes Beispiel für
ein Bindemittel kann Polyethylen, das mit Maleinsäureanhydrid
gegraftet ist, erwähnt
werden, wobei es einen MFI von 0,1 bis 3, eine Dichte von zwischen
0,920 und 0,930 aufweist und 2 bis 40 Gewichts-% an Unlöslichen
in n-Dekan bei 90°C
enthält.
Um die in n-Dekan
Unlöslichen
zu bestimmen, wird das gegraftete Polyethylen in n-Dekan bei 140 °C gelöst, die
Lösung
auf 90 °C
abgekühlt
und die Produkte fallen aus; die Mischung wird dann gefiltert und
der Gehalt an Unlöslichen
ist der Prozentsatz nach Gewicht, welcher ausgefallen ist und durch
Filtrieren bei 90 °C
gesammelt wird. Wenn der Gehalt zwischen 2 und 40 Gewichts-% liegt,
weist das Bindemittel eine gute Beständigkeit gegenüber Benzin
auf.
-
Vorteilhafterweise
wird das gegraftete Polyethylen in einem nicht gegrafteten Polyethylen
verdünnt und
zwar dergestalt, dass das Bindemittel eine Mischung aus 2 bis 30
Teilen eines gegrafteten Polyethylens mit einer Dichte von zwischen
0,930 und 0,980 und von 70 bis 98 Teilen eines nicht gegrafteten
Polyethylens mit einer Dichte von zwischen 0,910 und 0,940, vorzugsweise
zwischen 0,915 und 0,935 ist.
-
Als
ein fünftes
Beispiel für
ein Bindemittel können
Mischungen erwähnt
werden, welche umfassen:
- – 50 bis 100 Teile eines Polyethylen-Homo-
oder -Copolymers (J) mit einer Dichte von größer als oder gleich 0,9,
- – 0
bis 50 Teile eines Polymers (K), welches aus Polypropylen-Homo- oder -Copolymer
(K1), Poly(1-buten)-Homo- oder -Copolymer (K2) und Polystyrol-Homo-
oder -Copolymer (K3) ausgewählt
ist,
- – wobei
die Menge (J) + (K) 100 Teile beträgt,
- – die
Mischung aus (J) und (K) mit wenigstens 0,5 Gewichts-% eines funktionalen
Monomers gegraftet ist,
- – diese
gegraftete Mischung selbst in wenigstens einem Polyethylen-Homo- oder -Copolymer
(L) oder in wenigstens einem Polymer elastomerer Natur (M) oder
in einer Mischung aus (L) und (M) verdünnt ist.
-
Gemäß einer
Form der Erfindung ist (J) ein LLDPE mit einer Dichte von 0,91 bis
0,930, wobei das Comonomer von 4 bis 8 Kohlenstoffatome enthält. Gemäß einer
anderen Form der Erfindung ist (K) ein HDPE, vorteilhafterweise
mit einer Dichte von wenigstens 0,945 und vorzugsweise von 0,950
bis 0,980.
-
Vorteilhafterweise
ist das funktionale Monomer Maleinsäureanhydrid und dessen Gehalt
liegt von 1 bis 5 Gewichts-% von (J) + (K).
-
Vorteilhafterweise
ist (L) ein LLDPE, in welchem das Comonomer von 4 bis 8 Kohlenstoffatome
enthält und
dessen Dichte vorzugsweise wenigstens 0,9 und vorzugsweise 0,910
bis 0,930 beträgt.
-
Vorteilhafterweise
beträgt
die Menge von (L) oder (M) oder (L) + (M) von 97 bis 75 Teile pro
3 bis 25 Teile von (J) + (K), wobei die Menge (J) + (K) + (L) +
(M) 100 Teile beträgt.
-
Als
ein sechstes Beispiel für
ein Bindemittel können
Mischungen erwähnt
werden, die aus einem Polyethylen des Typs HDPE, LLDPE, VLDPE oder
LDPE, 5 bis 35 % eines gegrafteten metallorganischen Polyethylens
und 0 bis 35 % eines Elastomers bestehen, sodass insgesamt 100 %
vorliegen.
-
Als
ein siebentes Beispiel für
ein Bindemittel können
Mischungen erwähnt
werden, welche umfassen:
- – wenigstens ein Polyethylen
oder ein Ethylen -opolymer,
- – wenigstens
ein Polymer, welches aus Polypropylen oder einem Propylen-Copolymer,
Poly(1-buten)-Homo- oder -Copolymer, Polystyrol-Homo- oder -Copolymer und vorzugsweise
Polypropylen ausgewählt
ist,
wobei diese Mischung mit einem funktionalen Monomer
gegraftet ist, wobei diese gegraftete Mischung selbst wahlweise
in wenigstens einem Polyolefin oder in wenigstens einem Polymer
elastomerer Natur oder in einer Mischung davon verdünnt ist.
In der obigen Mischung, welche gegraftet ist, stellt das Polyethylen
vorteilhafterweise wenigstens 50 % dieser Mischung und vorzugsweise
60 bis 90 Gewichts-% dar.
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Vorteilhafterweise
wird das funktionale Monomer aus Karbonsäuren und Derivaten davon, Säurechloriden
Isocyanaten, Oxazolinen, Epoxiden, Aminen oder Hydroxiden und vorzugsweise
ungesättigten
Dikarbonsäureanhydriden
ausgewählt.
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Als
ein achtes Beispiel für
ein Bindemittel können
die Mischungen erwähnt
werden, welche umfassen:
- – wenigstens ein LLDPE- oder
VLDPE-Polyethylen,
- – wenigstens
ein Elastomer auf der Grundlage von Ethylen, welches aus Ethylen-Propylen-Copolymeren und
Ethylen-Buten-Copolymeren ausgewählt
ist,
- – wobei
diese Mischung aus Polyethylen und Elastomer mit einer ungesättigten
Karbonsäure
oder einem funktionalen Derivat dieser Säure gegraftet wird,
- – diese
co-gegraftete Mischung wahlweise in einem Polymer verdünnt wird,
welches aus Polyethylen-Homo- und -Copolymeren und Styrol-Blockcopolymeren
ausgewählt
ist,
wobei das Bindemittel aufweist:
(a) einen Ethylengehalt,
welcher nicht geringer als 70 mol% ist,
(b) einen Gehalt an
Karbonsäure
oder deren Derivat von 0,01 bis 10 Gewichts-% des Bindemittels und
(c)
ein MFI10/MFI2-Verhältnis von
5 bis 20, in welchem MFI2 der Schmelzfließindex bei
190 °C und
einer Belastung von 2,16 kg ist, gemessen gemäß ASTM D 1238, und MFI10 der Schmelzfließindex bei 190 °C und einer Belastung
von 10 kg, gemessen gemäß ASTM D
1238, ist.
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Die
verschiedenen Schichten im Aufbau der Erfindung unter Einschluss
der Schichten des Bindemittels können
auch wenigstens einen Zusatzstoff enthalten, welcher ausgewählt ist
aus:
- – Füllstoffen
(Mineralfüllstoffe,
flammhemmende Füllstoffe
usw.);
- – Fasern;
- – Farbstoffen;
- – Pigmenten;
- – optischen
Aufhellern;
- – Antioxidantien;
- – UV-Stabilisatoren.
-
Beispiele
-
Die
folgenden Produkte wurden verwendet:
- EVOH D: Ethylen/Vinylalkohol-Copolymer,
welches 29 mol% Ethylen, MFI 8 (210 °C – 2,16 kg), Schmelzpunkt 188 °C, Kristallisationstemperatur
163 °C,
Tg (Glasübergangstemperatur)
62 °C, enthält.
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Für die dritte
Schicht wurden Mischungen aus Polyamid und Polyolefin, bekannt als
Orgalloy®,
zubereitet und aus den folgenden Produkten hergestellt:
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Polyamide (A)
-
- PA 1: Copolyamid 6/6-6 mittlerer Viskosität mit einem
Schmelzpunkt von 196 °C
und einem Schmelzfließindex von
4,4 g/10 min gemäß ASTM 1238
bei 235 °C
und einer Belastung von 1 kg.
- PA 2: Copolyamid 6/6-6 mittlerer Viskosität mit einem Schmelzpunkt von
196 °C und
einem Schmelzfließindex von
6,6 g/10 min gemäß ASTM 1238
bei 235 °C
und einer Belastung von 1 kg.
- LLDPE: Lineares Polyethylen mit niedriger Dichte mit einer Dichte
von 0,920 kg/l gemäß ISO 1872/1
und einem Schmelzfließindex
von 1 g/10 min gemäß ASTM 1238
bei 190 °C
und einer Belastung von 2,16 kg.
- HDPE: Polyethylen mit hoher Dichte mit einer Dichte von 0,952
kg/l gemäß ISO 1872/1
und einem Schmelzfließindex
von 0,4 g/10 min gemäß ASTM 1238
bei 190 °C
und einer Belastung von 2,16 kg.
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Polyolefine (B1)
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- B1-1: Dies ist ein Träger-PE
mit einem Gehalt von 3000 ppm Maleinsäureanhydrid, der einen Schmelzfließindex von
1 g/10 min gemäß ASTM 1238
bei 190 °C
und einer Belastung von 2,16 kg aufweist.
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Antioxidantien
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- Anti 1: Antioxidanz vom gehinderten Phenoltyp
- Anti 2: Sekundäres
Antioxidanz vom Phosphittyp
-
Die
Copolyamide, das Polyolefin und das funktionale Polyolefin werden über drei
unabhängige,
Gewicht messende Vorrichtungen (oder durch einfaches trockenes Vormischen
der verschiedenen Granulate) in den Trichter eines Werner-Pfleiderer
co-rotierenden Doppelschneckenextruders mit einem Durchmesser von 40
mm, L/D = 40 (9 Schiebehülsen
+ 4 Stege, d.i. eine Gesamtlänge
von 10 Schiebehülsen)
gegeben. Die Gesamtfließgeschwindigkeit
des Extruders beträgt
50 kg/h und die Drehgeschwindigkeit der Schnecken beträgt 150 Umdrehungen
pro Minute und die Materialtem peratur an den Schiebehülsen 3/4,
6/7 und 7/8 und am Düsenauslass
ist jeweils 245, 263, 265 und 276 °C. Die extrudierten Stangen
werden granuliert und dann unter Vakuum 8 Stunden lang bei 80 °C im Ofen
getrocknet. Die Zusammensetzungen sind in Tabelle 1 unten angegeben
(Verhältnisse
nach Gewicht):
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Orgalloy® 1:
Mischung aus Polyamid 6 und Polyolefin entsprechend der dritten
bevorzugten Form der dritten Schicht und bestehend (nach Gewicht)
aus:
65 Teilen PA 6
25 Teilen lineares Polyethylen mit
niedriger Dichte mit MFI 0,9 g/10 min und Dichte 0,920,
10
Teilen eines Copolymers aus Polyethylen, Butylacrylat und Maleinsäureanhydrid
mit den Anteilen (nach Gewicht) 91/6/3 und MFI 5 (190°C – 2,16 kg)
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Die
Bindemittel, die in dem Abschnitt "zweites Beispiel eines Bindemittels" beschrieben sind,
werden als Bindemittel 2a – Bindemittel
2d bezeichnet und ihre Details sind in Tabelle 2 unten aufgeführt.
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