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BEREICH DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen Maschinen, welche
für die
automatisierte Montage von Produkten nützlich sind. Im spezielleren
betrifft die vorliegende Erfindung elektrische Stellantriebe, welche
für die
Prüfung,
die Montage und die Positionierung von Einzelteilen in einem Produkt-Montageprozess
von Nutzen sind. Die vorliegende Erfindung ist insbesondere, jedoch
nicht ausschließlich,
als Greifer für
einen Stellantrieb von Nutzen, der unregelmäßig geformte und leicht zerbrechliche
Teile im Zuge eines automatisierten Verfahrens selektiv fasst und
präzise
positioniert.
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HINTERGRUND
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Zahlreiche
Vorrichtungen, welche zur automatisierten Montage von Produkten
nützlich
sind, stehen seit vielen Jahren mit Erfolg in Verwendung. In jedem
einzelnen dieser Fälle
sind im Hinblick auf die Erhöhung
der Effizient und der Präzision
der während
der Herstellung und der Montage eines Fertigprodukts zum Einsatz
kommenden Methoden, Verfahren und Prozesse automatisierte Montagevorrichtungen
in Gebrauch. Der weitaus größte Teil
der Enderzeugnisse wird in der Tat heutzutage auf Fliessbandstrassen
hergestellt, in welchen automatisierte Montagevorrichtungen integriert
sind.
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Es
ist leicht einsichtig, dass mit zunehmender Komplexität des hergestellten
Produkts auch die Maschinen immer komplexer werden, die zur Herstellung
des Produkts benötigt
werden. Bei zahlreichen Produkten, unter anderem auch bei Leiterplatten,
ist es beispielsweise erforderlich, dass kleine Montageteile präzise positioniert
und anschließend
aufgebracht werden. Der Positioniervorgang wird in dem Maß, in dem
immer kleinere Montageteile verwendet werden, in jenen Fällen zunehmend
schwieriger, in denen die Montageteile unterschiedliche Formen aufweisen
und/oder in denen es sich um zerbrechliche Teile handelt.
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Eine
Vorrichtung, welche mit Erfolg als Teil eines automatisierten Montagesystems
Verwendung gefunden hat, ist der lineare Schwingspulenstellantrieb;
siehe dazu EP-A-0701 316. Stellantriebe dieser Art beinhalten eine
elektromagnetische Spule und einen Festpolmagneten. Ein an die elektromagnetische
Spule angelegter elektrischer Strom bewirkt, dass die Spule ein
Magnetfeld erzeugt. Das von der elektromagnetischen Spule erzeugte
Magnetfeld tritt in Wechselwirkung mit dem von dem Festpolmagneten
erzeugten Magnetfeld und bewirkt eine Translationsbewegung der elektromagnetischen
Spule in Bezug auf den Festpolmagneten. Ein beliebig gearteter Greifer
ist mit der Spule verbunden und bewegt sich zusammen mit der sich
bewegenden Spule. Beim Gebrauch wird der Greifer über dem
Teil positioniert und spulengesteuert so weit nach vorne bewegt
bis der Kontakt zwischen dem Greifer und dem Teil hergestellt ist.
Der Greifer wird daraufhin veranlasst, das Teil zu fassen. Anschließend kann
der Greifer zusammen mit dem Teil durch eine Translationsbewegung spulengesteuert
in eine andere Position gebracht werden. Außerdem können Stellantrieb, Greifer
und Teil als Einheit seitlich bewegt, rotiert oder anderweitig verschoben
werden, um das Teil auf andere Weise in eine neue Position zu bringen.
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Allgemein
gesprochen haben sich diese Schwingspulenstellantriebe als eine
effiziente Möglichkeit
zum Verschieben von Teilen bewährt.
Herkömmliche
Greiferkonstruktionen haben sich allerdings für asymmetrische oder unregelmäßig geformte
Teile als nicht völlig
zufriedenstellend erwiesen. Dieses Problem wird verschlimmert durch
Variationen bei den physischen Abmessungen von aufeinander folgenden
Teilen und/oder durch Variationen bei der Aufnahmeposition von Teilen.
In solchen Fällen sind
herkömmliche
Greiferkonstruktionen unter Umständen
nicht in der Lage, sich effizient an die unterschiedlichen Teile
und an deren unterschiedliche Positionen anzupassen, wodurch sich
das Fassen und das präzise
Handhaben der Teile schwierig gestaltet.
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Eine
andere potentielle Schwierigkeit tritt dann auf, wenn ein bestimmter
Prozess es erforderlich macht, dass ein Teil vor seiner Einfügung oder anderweitigen
Handhabung eine bestimmte seitliche Ausrichtung erfährt. Als
Beispiele für
Prozesse dieser Art ist die Montage von Mikroelektronik-Bausteinen zu
nennen, bei der es erforderlich ist, dass äußerst kleine Pakete mit großer Genauigkeit
seitlich angeordnet werden. Herkömmliche
Greifer beinhalten jedoch keine Vorrichtung, die speziell dafür ausgelegt ist,
es zu ermöglichen,
dass Teile auf diese Weise verschoben werden. Stattdessen wird eine
seitliche Verschiebung in herkömmlicher
Weise durch selektives Bewegen des gesamten Stellantriebs zusammen mit
dem Teil erzielt. In manchen Fällen
wird es jedoch durch die Größe des sich
bewegenden Stellantriebs, die um vieles größer sein kann als das Teil
selbst, erschwert, die für
eine bestimmte Montageoperation erforderliche Präzision zu erzielen.
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Zu
einer weiteren möglichen
Schwierigkeit kann es kommen, wenn besonders zerbrechliche Teile
gefasst und gehandhabt werden müssen.
In vielen Fällen,
in denen ein herkömmlicher
Stellantrieb in Verbindung mit einem herkömmlichen Greifer verwendet
wird, gibt es unter Umständen
keine Möglichkeit,
die von dem Greifer beim Fassen des Teils anzuwendende Kraft zu
regeln. Folglich können
zerbrechliche Teile beschädigt
werden, wenn von dem Greifer im Zuge des Montageprozesses eine übermäßige Kraft
angewendet wird.
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Im
Lichte des oben gesagten, ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung,
einen Stellantrieb mit dazugehörigem
Greifer zur Verwendung in einem automatisierten Prozess zu schaffen,
welcher anpassbar ist, um unregelmäßig geformte Teile zu fassen.
Ein anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen Stellantrieb
mit dazugehörigem
Greifer zur Verwendung in einem automatisierten Prozess zu schaffen, welcher
anpassbar ist, um Teile verschiedener Dimensionen, d.h. unterschiedlich
große
Teile, zu fassen. Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es,
einen Stellantrieb mit dazugehörigem
Greifer zur Verwendung in einem automatisiertem Prozess zu schaffen,
welcher eine präzise
seitliche Positionierung des Teils ermöglicht. Ein weiteres Ziel der
vorliegenden Erfindung ist es, einen Stellantrieb mit dazugehörigem Greifer
zur Verwendung in einem automatisiertem Prozess zu schaffen, welcher
in Verbindung mit zerbrechlichen Teilen verwendet werden kann. Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen Stellantrieb
mit dazugehörigem
Greifer zur Verwendung in einem automatisiertem Prozess zu schaffen,
welcher ermittelt, ob ein Teil durch den Stellantrieb mit dazugehörigem Greifer
präzise
und richtig eingerastet wurde. Es ist schließlich ein weiteres Ziel der
vorliegenden Erfindung, einen Stellantrieb mit dazugehörigem Greifer
zur Verwendung in einem automatisiertem Prozess zu schaffen, welcher
relativ einfach zu benutzen, relativ leicht herzustellen und verhältnismäßig kostengünstig ist.
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KURZDARSTELLUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Greifer, welcher diesen Anforderungen
genügt.
Der Greifer beinhaltet ein erstes Greifelement, eine an dem ersten
Greifelement befestigte, zweite Greifeinrichtung zum selektiven
Erzeugen eines ersten Magnetfeldes, um das erste Greifelement zu
bewegen, sowie eine Einrichtung zum Bewegen des ersten und des zweiten
Greifelements, um das Teil zu verschieben. Aufgrund des einzigartigen
Entwurfs der vorliegenden Erfindung kann das erste Greifelement
und das zweite Greifelement individuell bewegt und individuell gesteuert
werden, um unregelmäßig geformte Teile
zu fassen. Weiterhin kann das erste und das zweite Greifelement
präzise
bewegt werden, um das Teil seitlich zu verschieben. Außerdem kann
die am ersten und am zweiten Greifelement aufgewendete Kraft präzise gesteuert
werden, so dass der vorliegende Greifer dazu verwendet werden kann,
zerbrechliche Teile zu fassen und zu bewegen, wobei auf das bewegte
Teil während
dessen Bewegung eine vorgegebene Druckkraft ausgeübt und beibehalten
wird.
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Von
seinem Aufbau her beinhaltet der Greifer gemäss einer bevorzugten Ausführungsform
typischerweise ein Gehäuse,
welches entsprechend gestaltet ist, um eine innere Kammer mit einer
schlitzförmigen Öffnung auszubilden.
Das erste und das zweite Greifelement sind dergestalt montiert,
dass sie teilweise im Inneren der Kammer enthalten sind und teilweise
aus der schlitzförmigen Öffnung hervorstehen.
Weiterhin ist das erste und das zweite Greifelement gleitend auf
einer Schiene beweglich, welche an dem Gehäuse befestigt ist. Die Schiene
definiert eine Translationsbewegungachse. Funktional wird dadurch
eine Translationsbewegung des ersten Greifelements und des zweiten
Greifelements relativ zueinander entlang der Translationsbewegungsachse
ermöglicht.
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Die
bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beinhaltet auch einen im Inneren der
Kammer angeordneten Gehäuse-Magneten. Funktional
gesehen, bewirkt der Gehäuse-Magnet die
Erzeugung eines Gehäuse-Magnetfeldes
in der Gehäusekammer.
Vorzugsweise ist das Gehäuse-Magnetfeld relativ
zu dem Gehäuse
stationär
und in einer Linie mit der Translationsbewegungsachse ausgerichtet,
so dass der Nordpol und der Südpol des
Magnetfeldes auf der Translationsbewegungsachse liegen. Das Gehäuse-Magnetfeld
kann mit verschiedenen Arten und Konfigurationen von Magneten erzielt
werden. Es kann beispielsweise ein langgestreckter Seltene-Erden-Magnet
verwendet werden. In einer davon abweichenden Ausführungsform können auch
zwei Magneten verwendet werden.
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Die
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beinhaltet auch eine erste elektromagnetische Spule
und eine zweite elektromagnetische Spule, welche in demselben Gehäuse oder
in getrennten Gehäusen
untergebracht sein können.
Die erste elektromagnetische Spule ist mit dem ersten Greifelement
verbunden und die zweite elektromagnetische Spule ist mit dem zweiten
Greifelement verbunden. Die erste und die zweite elektromagnetische Spule
sind getrennt voneinander jeweils über eine Steuereinheit mit
einer elektrischen Stromquelle verbunden. Dadurch ist es möglich, selektiv
einen unterschiedlichen elektrischen Strom durch die erste und durch
die zweite elektromagnetische Spule zu leiten. Funktional gesehen
bewirkt der Fluss von elektrischem Strom durch entweder die erste
oder die zweite elektromagnetische Spule, dass die betreffende Spule
ein variables Magnetfeld erzeugt. Im Fall der ersten elektromagnetischen
Spule wird dieses Magnetfeld als erstes Magnetfeld bezeichnet. Im
Fall der zweiten elektromagnetischen Spule wird dieses Magnetfeld
als zweites Magnetfeld bezeichnet.
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Die
Stärke
und Ausrichtung sowohl des ersten als auch des zweiten Magnetfeldes
kann durch Regulieren des elektrischen Stromes, der durch die erste
und die zweite elektromagnetische Spule fließt, selektiv gesteuert werden.
Wichtig ist dabei, festzuhalten, dass das erste und das zweite Magnetfeld entweder
unabhängig
voneinander oder in aufeinander abgestimmter Weise mit dem weiter
oben beschriebenen Gehäuse-Magnetfeld
in Wechselwirkung treten. Als Folge daraus kann eine auf die erste elektromagnetische
Spule wirkende Kraft und eine auf die zweite elektromagnetische
Spule wirkende Kraft erzeugt werden. Die Stärke und Ausrichtung dieser
jeweiligen Kräfte
wird durch Regulieren des elektrischen Stromes gesteuert, welcher
durch die erste bzw. die zweite elektromagnetische Spule fließt.
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Die
auf die erste bzw. auf die zweite elektromagnetische Spule wirkenden
Kräfte
werden jeweils auf das erste bzw. das zweite Greifelement angewendet.
Diese Kräfte
bewirken, dass jedes der Greifelemente sich entlang der Translationsbewegungsachse
bewegt. Auf diese Weise können
das erste Greifelement und das zweite Greifelement durch selektives
Hindurchleiten von elektrischen Strömen durch die erste und die
zweite elektromagnetische Spule selektiv entlang der Translationsbewegungsachse positioniert
werden. Somit können
also Teile, welche zwischen dem ersten und dem zweiten Greifelement positioniert
sind, selektiv zwischen den Greifelementen festgehalten bzw. festgeklemmt
werden. Außerdem
kann die Festhaltefunktion durch Regulierung des durch die erste
und die zweite elektromagnetische Spule fließenden, elektrischen Stroms
selektiv gesteuert werden.
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In
manchen Fällen
mag es wünschenswert erscheinen,
die in den vorangehenden Absätzen
beschriebene Grundfunktion zu verbessern. Eine solche Verbesserung
stellt die Einbeziehung eines oder mehrerer Positionssensoren dar,
welche optional die Translationsposition des ersten und des zweiten Greifelements
entlang der Translationsbewegungsachse bzw. entlang der Schiene
codieren. Die Ausgabedaten dieses Positionssensors bzw. dieser Positionssensoren
können
dazu verwendet werden, den jeweils an die erste und an die zweite
elektromagnetische Spule angelegten, elektrischen Strom präzise zu
steuern, um so das Teil präzise
zu fassen und zu positionieren.
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Eine
weitere Verbesserung besteht darin, einen oder mehrere Kraftsensoren
hinzuzufügen,
welche die Ausrichtung und Größe der von
der ersten und der zweiten elektomagnetischen Spule erzeugten Kraft
codieren. Die Ausgabedaten der Kraftsensoren können dazu benutzt werden, die
Größe der auf
das Teil angewendeten Festhalte- bzw. Klemmkräfte zu bestimmen und können auch
dazu benutzt werden, den jeweils an die erste und an die zweite elektromagnetische
Spule angelegten, elektrischen Strom mit größerer Präzision zu steuern. Dieses Merkmal
ist gerade bei zerbrechlichen Teilen besonders nützlich, um eine übermäßig große Kraftanwendung
beim Fassen der Teile zu vermeiden.
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Zum
Betrieb der vorliegenden Erfindung wird der Greifer an der Vorrichtung
zum Bewegen des ersten und des zweiten Greifelements, d.h. an einer
Maschine befestigt, welche einen linearen Schwingspulenstellantrieb
beinhaltet. Sodann wird der Greifer unter Verwendung der Maschine
so positioniert, dass ein Teil zwischen dem ersten und dem zweiten
Greifelement zu liegen kommt. Daraufhin wird mit Hilfe der Steuereinheit
ein bestimmter Strom durch die erste elektromagnetische Spule und
ein anderer, davon getrennter Strom durch die zweite elektromagnetische
Spule hindurchgeleitet. Das Anlegen der elektrischen Ströme an die
erste und die zweite elektromagnetische Spule bewirkt, dass das
erste und das zweite Greifelement eine Translationsbewegung vollziehen,
um das Teil festzuhalten bzw. festzuklemmen. Wichtig dabei ist,
dass aufgrund dieser einzigartigen Konfiguration die Greifelemente
in der Lage sind, unregelmäßig geformte,
außermittige
und/oder zerbrechliche Teile zu fassen.
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Nachdem
das Teil von dem Greifer gefasst worden ist, kann die Steuereinheit
Anpassungen an den durch die erste und die zweite elektromagnetische
Spule hindurchgeleiteten, elektrischen Strömen vornehmen. Die Ströme können beispielsweise
so angepasst werden, dass das erste und das zweite Greifelement
mit dem dazwischen festgehaltenen Teil in aufeinander abgestimmter
Weise eine Translationsbewegung vollziehen. Die aufeinander abgestimmte
Bewegung des ersten und des zweiten Greifelements ermöglicht es
dem Greifer, durch Verschieben des ersten und des zweiten Greifelements
entlang einem im wesentlichen linearen Verfahrweg Anpassungen an
der seitlichen Positionierung des Teils vorzunehmen. Die Maschine
kann auch dazu benutzt werden, um den Greifer zusammen mit dem Teil
zu verschieben, bzw. kann auch die gesamte Anordnung bestehend aus
Maschine, Greifer und Teil durch eine gemäss dem Stand der Technik bekannte
Vorrichtung weiter verschoben werden.
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Eine
Verbesserung der vorliegenden Erfindung, die dem Verschieben des
Greifers Rechnung trägt,
kann durch die Befestigung des Greifers an einer Transportvorrichtung
erfolgen. Im speziellen würde
der Zweck einer solchen Transportvorrichtung darin liegen, den Greifer
in einer Weise zu bewegen, die den Greifelementen einen weiteren
Bewegungsbereich eröffnet.
In einer Ausführungsform
kann die Transportvorrichtung eine erste Schiene beinhalten, an
welcher der Greifer gleitend angebracht ist. Diese spezielle Struktur
ermöglicht
eine Hin- und Herbewegung des gesamten Greifers in einer im wesentlichen parallel
zu der Translationsbewegungsachse verlaufenden Richtung. Darüber hinaus
kann die Transportvorrichtung eine zweite Schiene beinhalten, welche im
wesentlichen im rechten Winkel zu der ersten Schiene ausgerichtet
ist. Durch eine gleitende Anbringung der ersten Schiene an der zweiten
Schiene kann die Transportvorrichtung in einer im wesentlichen rechtwinkelig
zu der Translationsbewegungsachse verlaufenden Richtung bewegt werden.
Somit kann zusätzlich
zu der Greiffunktion der Greifer selbst durch die Transportvorrichtung
in Richtungen bewegt werden, die den Greifelementen des Greifers einen
weiteren Bewegungsbereich eröffnen.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
Neuheitsmerkmale der vorliegenden Erfindung, sowie die Erfindung
selbst werden in Bezug auf ihren Aufbau und ihre Betriebsweise am
besten durch die beigefügten
Zeichnungen in Verbindung mit der beigefügten Beschreibung verdeutlicht,
in denen ähnliche
Bezugszeichen sich auf ähnliche
Teile beziehen und in denen:
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1 eine
Perspektivansicht einer Vorrichtung mit erfindungsgemäßen Merkmalen
darstellt;
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2 eine
isometrische Ansicht eines Greifers mit erfindungsgemäßen Merkmalen
in einer offenen Stellung darstellt;
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3 eine
isometrische Ansicht des Greifers aus 2 in einer
geschlossenen Stellung darstellt;
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4 eine
Querschnittansicht des Greifers gemäss der Linie 4-4 aus 2 darstellt;
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5 eine
Querschnittansicht des Greifers gemäss der Linie 5-5 aus 3 darstellt;
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6 einen
seitlichen Grundriss des ein Teil seitlichen verschiebenden Greifers
darstellt; und
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7 einen
seitlichen Grundriss des mit einer Transportvorrichtung in Eingriff
stehenden Greifers darstellt.
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BESCHREIBUNG
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In 1,
auf welche vorerst Bezug genommen wird, wird ein Greifer 10 mit
erfindungsgemäßen Merkmalen
zum Bewegen und Positionieren eines Teils 14 gezeigt, welcher
in betriebsfähigem
Zustand an einer automatisierten Montagemaschine 12 angebracht
ist. Es wird gezeigt, wie der Greifer 10 zu Beginn ein
Teil 14 von einem Förderband 16 aufnimmt. Daraufhin
befördert
die Maschine 12 den Greifer 10 zusammen mit dem
Teil 14 an eine Position, in welcher der Greifer 10 (gestrichelt
dargestellt) das Teil 14 mit einem anderen Produktteil 18 in
Eingriff bringt und anschließend
loslässt.
Nach ihrer Zusammensetzung wird die Kombination aus den Teilen 14 und 18 von
einem Förderband 20 zu
einer nachfolgenden Bearbeitungsstation gebracht, wo sie verpackt
bzw. weiter mit anderen Teilen (nicht dargestellt) kombiniert wird.
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Was
den Greifer 10 und dessen Betriebsweise anlangt, sei darauf
hingewiesen, dass die in 1 dargestellte Maschine 12 lediglich
beispielhaften Charakter hat. Der Greifer 10 kann nämlich auch
an einer Maschine angebracht werden, welche eine Mehrzahl von Stellantrieben
zur Bewegung des Greifers 10 zwischen einer Mehrzahl von
vorbestimmten Positionen beinhaltet. Der Greifer 10 kann
beispielsweise mit einem oder mit mehreren Stellantrieben 21, d.h.
linearen Schwingspulenstellantrieben verbunden sein, welche den
Greifer 10 selektiv bewegen, drehen und/oder verschieben
können.
Aufgrund der erfindungsgemäß geschaffenen,
einzigartigen Konstruktion kann der Greifer 10 dazu verwendet
werden, zerbrechliche Gegenstände,
wie etwa unter anderem Computerchips und Brillengläser, zu
montieren. Zum anderen kann der Greifer 10 beispielsweise auch
dazu verwendet werden, um Gegenstände wie etwa Reagenzgläser mit
potentiell gefährlichen
Proben für
ein automatisiertes, klinisches Analysengerät zu fassen.
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Die
Strukturdetails der vorliegenden Erfindung sind unter Bezugnahme
auf die 2 und 3 besser
ersichtlich. Aus den 2 und 3 geht hervor,
dass der Greifer 10 ein Gehäuse 22 beinhaltet,
welches eine im wesentlichen rechteckige Form aufweist. Das Gehäuse 22 ist
mit einer schlitzförmigen
Gehäuseöffnung 24 ausgebildet,
welche entlang einer Translationsbewegungsachse angeordnet ist,
die durch den Pfeil 26 dargestellt wird. Die 2 und 3 zeigen
außerdem,
dass der Greifer 10 ein erstes Greifelement 28 und
ein zweites Greifelement 30 beinhaltet, welche sich beide
durch die Gehäuseöffnung 24 hindurch
erstrecken.
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Das
Zusammenwirken des ersten Greifelements 28 und des zweiten
Greifelements 30 lässt sich
anhand einer vergleichenden Betrachtung der 2 und 3 besser
verdeutlichen. In 2 wird der Greifer 10 in
einer offenen Stellung dargestellt, wobei das erste Greifelement 28 und
das zweite Greifelement 30 voneinander entfernt entlang
der Translationsbewegungsachse 26 positioniert sind. Die
in 2 dargestellte, offene Stellung ermöglicht es
dem Greifer 10, um ein zylindrisches Teil 32 herum bewegt
zu werden und das zylindrische Teil 32 zwischen dem ersten
Greifelement 28 und dem zweiten Greifelement 30 zu
fassen. In der offenen Stellung können die Greifelemente 28, 30 um
unregelmäßig geformte
Teile und/oder um nicht ordnungsgemäß positionierte Teile herum
bewegt werden. In 3 wird der Greifer 10 in
einer geschlossenen Stellung gezeigt, in welcher das erste Greifelement 28 und das
zweite Greifelement 30 nahe aneinander gelegen sind. Die
in 3 gezeigte, geschlossene Stellung ermöglicht es
dem Greifer 10, das zylindrische Teil 32 während der
Bewegung des Greifers 10 durch die Maschine 12 zwischen
dem ersten Greifelement 28 und dem zweiten Greifelement 30 festzuhalten.
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Die
Strukturdetails, welche es dem erfindungsgemäßen Greifer 10 ermöglichen,
sich zwischen der in 2 gezeigten, offenen Stellung
und der in 3 gezeigten, geschlossenen Stellung
zu bewegen, sind unter Bezugnahme auf die 4 und 5 besser
ersichtlich. Aus den 4 und 5 wird deutlich,
dass das Gehäuse 22 so
ausgebildet ist, dass es eine Kammer 34 beinhaltet und
dass ein Gehäusemagnet 36 im
Inneren der Kammer 34 angeordnet ist. Von der Funktion
her gesehen erzeugt der Gehäusemagnet 36 innerhalb
der Kammer 34 ein Gehäuse-Magnetfeld,
welches im wesentlichen parallel zu der Translationsbewegungsachse 26 ausgerichtet
ist. In der in den Figuren gezeigten Ausführungsform ist das Gehäuse-Magnetfeld
in Bezug auf das Gehäuse 22 stationär. Es sei
hier erwähnt,
dass zahlreiche verschiedene Magnetarten, einschließlich elektromagnetische
Arten, als Gehäusemagnet 36 verwendet
werden können.
Der Gehäusemagnet 36 kann
beispielsweise ein langgestreckter Seltene-Erden-Magnet sein, welcher
so dimensioniert ist, dass er sich im wesentlichen über die
Länge der
Kammer 34 hinweg erstreckt und im wesentlichen parallel
zu der Translationsbewegungsachse 26 angeordnet ist. Zum
anderen kann der Gehäusemagnet 36 auch
von einem Magnetpaar gebildet werden, welches im Inneren der Kammer 34 entlang
der Translationsbewegungsachse 26 angeordnet ist.
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Wie
die 4 und 5 zeigen, beinhaltet die vorliegende
Erfindung eine Schiene 38 bzw. eine Führung, welche innerhalb der
Kammer 34 des Gehäuses 22 angebracht
ist. Die Schiene 38 verläuft linear und im wesentlichen
parallel zu der Translationsbewegungsachse 26. Das erste
Greifelement 28 und das zweite Greifelement 30 sind,
wie gezeigt wird, zum Teil in der Kammer 34 enthalten und
stehen zum Teil aus der Gehäuseöffnung 24 hervor.
Der Teil des ersten Greifelements 28 und des zweiten Greifelements 30,
welcher im Inneren der Kammer 34 enthalten ist, ermöglicht eine
gleitende Anbringung des ersten Greifelements 28 und des
zweiten Greifelements 30 an der Schiene 38. Die
gleitende Aufnahme des ersten Greifelements 28 und des zweiten
Greifelements 30 an der Schiene 38 ermöglicht eine
entlang der Translationsbewegungsachse 26 erfolgende Translationsbewegung
des ersten Greifelements 28 und des zweiten Greifelements 30 über die
Schiene 38 hinweg, um das Teil 14 zu fassen. Zum
anderen können
das erste Greifelement 28 und das zweite Greifelement 30 beispielsweise
auch an getrennten, im wesentlichen parallel verlaufenden Schienen
(nicht dargestellt) angebracht sein.
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Aus
der weiteren Betrachtung der 4 und 5 geht
hervor, dass der erfindungsgemäße Greifer 10 auch
eine innerhalb der Kammer 34 angeordnete und mit dem ersten
Greifelement 28 verbundene, erste elektromagnetische Spule 40 beinhaltet. Die
erste elektromagnetische Spule 40 bildet in Kombination
mit dem Gehäusemagneten 36 einen
ersten, linearen Schwingspulenstellantrieb 41. In ähnlicher Weise
beinhaltet der erfindungsgemäße Greifer 10 eine
innerhalb der Kammer 34 angeordnete und mit dem zweiten
Greifelement 30 verbundene, zweite elektromagnetische Spule 42.
Die zweite elektromagnetische Spule 42 bildet in Kombination
mit dem Gehäusemagneten 36 einen
zweiten, linearen Schwingspulenstellantrieb 43.
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Die
erste elektromagnetische Spule 40 und die zweite elektromagnetische
Spule 42 sind jeweils über
einen Kabelbaum 44 bzw. einen Kabelbaum 46 mit
einer Steuereinheit 48 verbunden. Die Steuereinheit 48 ist
ihrerseits mit der elektrischen Stromquelle 50 verbunden.
Funktional gesehen leitet die Steuereinheit 48 in voneinander
getrennter Weise elektrischen Strom zu der ersten elektromagnetischen
Spule 40 und zu der zweiten elektromagnetischen Spule 42.
Der durch die erste elektromagnetische Spule 40 und durch
die zweite elektromagnetische Spule 42 hindurch geleitete
elektrische Strom bewirkt, dass die erste elektromagnetische Spule 40 und
die zweite elektromagnetische Spule 42 jeweils ein erstes
Magnetfeld beziehungsweise ein zweites Magnetfeld erzeugen. Die
Größe und die
Ausrichtung des ersten und des zweiten Magnetfeldes ist durch die
Steuereinheit 48 über
geeignete Größen- und
Polaritätsveränderungen
der an die erste elektromagnetische Spule 40 und an die
zweite elektromagnetische Spule 42 angelegten, getrennten
elektrischen Ströme steuerbar.
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Das
erste und das zweite Magnetfeld tritt mit dem von dem Gehäusemagneten 36 erzeugten
Gehäuse-Magnetfeld
in Wechselwirkung. Als Folge dieser Wechselwirkung wird eine Kraft
auf die erste elektromagnetische Spule 40 und somit auf
das erste Greifelement 28 angewendet. In ähnlicher
Weise wird eine Kraft auf die zweite elektromagnetische Spule 42 und
somit auf das zweite Greifelement 30 angewendet. Die Größe und die
Ausrichtung der auf die erste elektromagnetische Spule 40 angewendeten
Kraft und der auf die zweite elektromagnetische Spule 42 angewendeten
Kraft sind durch geeignete Veränderungen
der Größe und der
Polarität
der elektrischen Ströme
regulierbar, welche in getrennter Weise an die erste elektromagnetische
Spule 40 und an die zweite elektromagnetische Spule 42 angelegt werden.
Wie weiter oben erwähnt,
können
anstelle des einen dargestellten Magneten zwei getrennte Gehäusemagneten
verwendet werden. In beiden Fällen
bilden die getrennten Spulen 40, 42 zwei getrennt
und individuell betreibbare Schaltkreise.
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Durch
die Kraftanwendung auf das erste Greifelement 28 und das
zweite Greifelement 30 wird, wie soeben beschrieben, das
erste Greifelement 28 und das zweite Greifelement 30 veranlasst, eine
entlang der Translationsbewegungsachse 26 erfolgende Translationsbewegung
zu vollziehen. Insbesondere kann eine korrekt bemessene Zuleitung
von elektrischem Strom zu der ersten elektromagnetischen Spule 40 und
zu der zweiten elektromagnetischen Spule 42, dazu verwendet
werden, den Greifer 10 in eine in den 2 und 4 dargestellte,
offene Stellung bzw. in eine in den 3 und 5 dargestellte,
geschlossene Stellung zu bringen.
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An
der vorliegenden Erfindung können
mehrere wichtige Anpassungen vorgenommen werden. Im speziellen können, wie
aus den 2–6 ersichtlich,
das erste Greifelement 28 und das zweite Greifelement 30 speziell ausgebildet
sein, um in Kombination mit einem spezifischen Teil, wie zum Beispiel
einem zylindrischen Teil 32, betrieben werden zu können. Im
Fall des in den 2–6 dargestellten
Greifers 10 nimmt diese Anpassung die Form einer in dem
ersten Greifelement 28 ausgebildeten, ersten Aussparung 52 und
einer entsprechenden, in dem zweiten Greifelement 30 ausgebildeten, zweiten
Aussparung 54 an. Die erste Aussparung 52 und
die zweite Aussparung 54 sind jeweils so dimensioniert,
dass sie eine dem Teil 32 entsprechende Form aufweisen,
wodurch eine leichtere Handhabung von Teilen dieser Art und/oder
Form durch den Greifer 10 ermöglicht wird. Es versteht sich,
dass auch andere Formen für
die erste Aussparung 52 und die zweite Aussparung 54 verwendet
werden können,
wenn dies für
anders geartete Teile erforderlich ist.
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Eine
andere Art der Anpassung besteht in der Einbeziehung eines ersten
Positionssensors 56, welcher als mit der ersten elektromagnetischen
Spule 40 verbunden dargestellt ist, und eines zweiten Positionssensors 58,
welcher als mit der zweiten elektromagnetischen Spule 42 verbunden
dargestellt ist. Was die Funktion betrifft, wertet der erste Positionssensor 56 in
der Schiene 38 codierte Daten aus, um die Position der
ersten elektromagnetischen Spule 40 auf der Translationsbewegungsachse 26 zu
bestimmen. Der erste Positionssensor 56 erzeugt daraufhin
ein erstes Positionssignal, welches die Position der ersten elektromagnetischen
Spule 40 beschreibt. Anschließend wird das erste Positionssignal über den
Kabelbaum 44 an die Steuereinheit 48 übermittelt.
Auf ähnliche
Weise wertet der zweite Positionssensor 58 in der Schiene 38 codierte
Daten aus, um die Position der zweiten elektromagnetischen Spule 42 auf
der Translationsbewegungsachse 26 zu bestimmen. Der zweite
Positionssensor 58 erzeugt daraufhin ein zweites Positionssignal,
welches die Position der zweiten elektromagnetischen Spule 42 beschreibt.
Das zweite Positionssignal wird über
den Kabelbaum 46 an die Steuereinheit 48 übermittelt.
Einschlägig
gebildete Fachleute werden erkennen, dass die von dem ersten Positionssensor 56 und
dem zweiten Positionssensor 58 erzeugten Positionssignale
von der Steuereinheit 48 dazu verwendet werden können, um
die Stromzufuhr zu der ersten elektromagnetischen Spule 40 und
zu der zweiten elektromagnetischen Spule 42 präziser zu steuern
und dadurch die Translationsposition des ersten Greifelements 28 und
des zweiten Greifelements 30 präziser zu steuern. Folglich
können
die Positionssignale dazu benutzt werden, um bezüglich Aufnahme- und Ablagepositionen,
welche sich nicht ändern,
präzise
an den Greifer 10 positioniert zu werden. Es versteht sich
außerdem,
dass zur Codierung der erforderlichen Positionsdaten in der Schiene
verschiedene Verfahren, einschließlich optischer, mechanischer
und magnetischer Einrichtungen, zur Verfügung stehen.
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Eine
dritte Art der Anpassung besteht in der Einbeziehung eines ersten
Kraftsensors 60, welcher als mit der ersten elektromagnetischen
Spule 40 verbunden dargestellt ist, und eines zweiten Kraftsensors 62,
welcher als mit der zweiten elektromagnetischen Spule 42 verbunden
dargestellt ist. Der erste Kraftsensor 60 und der zweite
Kraftsensor 62 erzeugen jeweils ein erstes und ein zweites
Kraftsignal, welches die Kraft anzeigt, die jeweils von der ersten elektromagnetischen
Spule 40 und von der zweiten elektromagnetischen Spule 42 erzeugt
wird. Diese Kraftsignale werden jeweils über den Kabelbaum 44 und
den Kabelbaum 46 an die Steuereinheit 48 übermittelt.
Einschlägig
gebildete Fachleute werden erkennen, dass die von dem ersten Kraftsensor 60 und dem
zweiten Kraftsensor 62 erzeugten Kraftsignale von der Steuereinheit 48 dazu
verwendet werden können,
um die Stromzufuhr zu der ersten elektromagnetischen Spule 40 und
zu der zweiten elektromagnetischen Spule 42 präziser zu
steuern und dadurch die von dem ersten Greifelement 28 und
von dem zweiten Greifelement 30 aufgewendete Kraft präziser zu
steuern. So kann beispielsweise durch ein Ansteigen des ersten Kraftsignals über einen
Schwellwert hinaus erkannt werden, wann das erste Greifelement 28 mit
dem Teil 14 in Berührung
tritt. In ähnlicher
Weise kann durch ein Ansteigen des zweiten Kraftsignals über einen
Schwellwert hinaus erkannt werden, wann das zweite Greifelement 28 mit
dem Teil 14 in Berührung
tritt. Somit wird es möglich,
den vorliegenden Greifer 10 zur Handhabung von zerbrechlichen Teilen
zu verwenden.
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In
einem anderen Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung kann der Greifer 10 zur Vergrößerung seines
Bewegungsbereichs an einer Transportvorrichtung 63 befestigt
werden. Im spezielleren kann der Greifer 10, wie in 7 dargestellt, zum
Zweck einer Hin- und Herbewegung in den von dem Doppelpfeil 66 angezeigten
Richtungen gleitend an einer ersten Schiene 64 angebracht
werden. Dadurch wird ein zusätzlicher
Bewegungsbereich des Greifers 10 in Richtung der Translationsbewegungsachse 26 ermöglicht.
Für die
Zwecke der vorliegenden Erfindung kann die Bewegung des Greifers 10 entlang
der ersten Schiene 64 auf eine beliebige, einschlägig bekannte
Art und Weise, wie etwa durch einen Schneckenantrieb, einen Elektromotor
oder einen linearen Stellantrieb erfolgen. Darüber hinaus kann die Transportvorrichtung 63,
wie ebenfalls in 7 dargestellt, eine zweite Schiene 68 beinhalten, welche
im allgemeinen rechtwinkelig zu der ersten Schiene 64 ausgerichtet
ist. Durch eine in den von dem Doppelpfeil 70 angezeigten
Richtungen gleitend bewegbare Anbringung der ersten Schiene 64 an
der zweiten Schiene 68 wird der Bewegungsbereich für den Greifer 10 weiter
vergrößert. Die
Transportvorrichtung 63 kann eine dritte Schiene (nicht
dargestellt) beinhalten, welche sich im rechten Winkel sowohl zu
der ersten Schiene 64 als auch zu der zweiten Schiene 68 erstreckt.
Durch eine gleitend bewegbare Anbringung der zweiten Schiene 68 an
dieser dritten Schiene in einer der Anbringung der ersten Schiene 64 an
der zweiten Schiene 68 ähnelnden
Art und Weise kann der dem Greifer 10 zur Verfügung stehende
Bewegungsbereich zu einem dreidimensionalen Bewegungsbereich erweitert
werden. Wie für den
einschlägig
gebildeten Fachmann einsichtig ist, können der tatsächliche
Eingriff der ersten Schiene 64 mit der zweiten Schiene 68,
sowie die für
die relativen Bewegungen zwischen diesen Schienen erforderlichen
Antriebsmechanismen gemäss
einer beliebigen, aus mehreren Anordnungen wählbaren Anordnung erfolgen,
von denen alle dem Stand der einschlägigen Technik nach als bekannt
vorauszusetzen sind.
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BETRIEBSWEISE
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Zu
Betriebszwecken ist der erfindungsgemäße Greifer 10, wie
in 1 dargestellt, im allgemeinen mit einem oder mehreren
Stellantrieben 21 einer Maschine 12 verbunden,
welche eine Bewegung, Drehung und/oder Verschiebung des Greifers 10 ermöglichen.
Der von der Maschine 12 gesteuerte Greifer 10 wird
in der in den
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2 und 4 dargestellten,
offenen Stellung so positioniert, dass sich das erste Greifelement 28 und
das zweite Greifelement 30 an einander gegenüberliegenden
Seiten eines Teils, wie zum Beispiel des zylindrischen Teils 32,
befinden.
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Daraufhin
werden unter Verwendung der Steuereinheit 48 verschiedene
elektrische Ströme durch
die erste elektromagnetische Spule 40 und die zweite elektromagnetische
Spule 42 hindurch geleitet. Wie weiter oben erörtert, bewirken
die elektrischen Ströme
eine Translationsbewegung des ersten Greifelements 28 und
des zweiten Greifelements 30, wodurch letztere in die in
den 3 und 5 dargestellte, geschlossene
Stellung gebracht werden. Wichtig dabei ist, dass die individuell
erfolgenden Bewegungen des ersten Greifelements 28 und
des zweiten Greifelements 30 es dem Greifer 10 ermöglichen,
im Fall von asymmetrisch geformten Montageteilen, im Fall von aufeinander
folgenden Montageteilen mit unterschiedlicher Form, und im Fall
von fehlpositionierten Montageteilen eine ausgleichende Funktion
wahrzunehmen.
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Der
erste Kraftsensor 60 und der zweite Kraftsensor 62 können während der
Translationsbewegung zum Einsatz kommen, welche das erste Greifelement 28 und/oder
das zweite Greifelement 30 vollziehen, um die geschlossene
Stellung einzunehmen. Wie weiter oben beschrieben, kann der erste
Kraftsensor 60 dazu verwendet werden, die auf das erste
Greifelement 28 angewendete Kraft kontinuierlich zu überwachen.
Wenn das von dem ersten Kraftsensor 60 erzeugte, erste
Kraftsignal über
einen vorgegebenen Schwellwert hinaus ansteigt, ist das erste Greifelement 28 mit
dem Teil 14 in Berührung getreten.
In ähnlicher
Weise überwacht
der zweite Kraftsensor 62 die auf das zweite Greifelement 30 angewendete
Kraft kontinuierlich. Wenn das von dem zweiten Kraftsensor 62 erzeugte,
zweite Kraftsignal über
einen vorgegebenen Schwellwert hinaus ansteigt, so wird dadurch
angezeigt, dass das zweite Greifelement 30 mit dem Teil 14 in
Berührung
getreten ist. Durch dieses Merkmal kann somit eine übermäßige Kraftanwendung
auf ein zerbrechliches Teil 14 vermieden werden.
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Es
ist weiterhin wichtig, zu erkennen, dass der erste Positionssensor 58 und
der zweite Positionssensor 60 für Aufnahme- und Ablagepositionen verwendet
werden können,
welche sich nicht ändern. Somit
ermöglichen
der erste Positionssensor 58 und der zweite Positionssensor 60 es
dem Greifer 10, ein Teil 14 präzise aufzunehmen und/oder abzulegen.
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Bei
geschlossener Stellung halten das erste Greifelement 28 und
das zweite Greifelement 30 das Teil 32 fest und
ermöglichen
dadurch eine Aktivierung des Stellantriebs 21, welcher
den Greifer 10 zusammen mit dem Teil 32 verschiebt.
Ebenfalls bei geschlossener Stellung können die von der Steuereinrichtung 48 an
die erste elektromagnetische Spule 40 und an die zweite.
elektromagnetische Spule 42 angelegten Ströme nötigenfalls
selektiv verändert
werden, um die Festhalte- bzw. Greifkraft des Greifers 10 zu
verändern.
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Außerdem kann,
wie unter Bezugnahme auf 6 ersichtlich, der an die erste
elektromagnetische Spule 40 und an die zweite elektromagnetische Spule 42 angelegte
Strom selektiv verändert
werden, um das erste Greifelement 28 und das zweite Greifelement 30 zusammen
mit dem dazwischen positionierten Teil 32 in aufeinander
abgestimmter Weise entlang der Translationsbewegungsachse 26 zu
verschieben. Auf diese Weise kann der Greifer 10 Anpassungen
an der seitlichen Position des Teils 32 vornehmen. Dadurch
ist es dem Greifer 10 möglich, das
Teil 32 präzise
seitlich zu verschieben.
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Nachdem
das Teil 32 die gewünschte
Position eingenommen hat, kann der von der Steuereinheit 48 an
die erste elektromagnetische Spule 40 und an die zweite
elektromagnetische Spule 41 angelegte Strom selektiv verändert werden,
wodurch der Greifer 10 veranlasst wird, erneut die in den 2 und 4 dargestellte,
offene Stellung einzunehmen und somit das Teil 32 freizugeben.
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Der
hier gezeigte und detailliert offengelegte, für den Betrieb mit einer Maschine 12 bestimmte, spezielle
Greifer 10 ist zwar uneingeschränkt in der Lage, die weiter
oben erwähnten
Zielsetzungen zu verwirklichen und die genannten Vorteile zu erreichen,
es versteht sich jedoch, dass er lediglich die gegenwärtig bevorzugten
Ausführungsformen
der Erfindung veranschaulichen soll und dass dadurch keinerlei Beschränkungen
in Bezug auf die hier gezeigten Entwurfs- und Konstruktionsdetails
beabsichtigt sind, mit Ausnahme jener, welche in den beigefügten Ansprüchen beschrieben
werden.