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DE60011163T2 - Glassubstrat für ein magnetisches Medium und Herstellungsverfahren desselben - Google Patents

Glassubstrat für ein magnetisches Medium und Herstellungsverfahren desselben Download PDF

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DE60011163T2
DE60011163T2 DE60011163T DE60011163T DE60011163T2 DE 60011163 T2 DE60011163 T2 DE 60011163T2 DE 60011163 T DE60011163 T DE 60011163T DE 60011163 T DE60011163 T DE 60011163T DE 60011163 T2 DE60011163 T2 DE 60011163T2
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DE
Germany
Prior art keywords
blank
substrate
glass
polishing
thickness
Prior art date
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DE60011163T
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Christopher H. Bajorek
Michael C. Tolle
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AGC Inc
Original Assignee
Asahi Glass Co Ltd
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Publication date
Application filed by Asahi Glass Co Ltd filed Critical Asahi Glass Co Ltd
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Publication of DE60011163T2 publication Critical patent/DE60011163T2/de
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Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C19/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by mechanical means
    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B5/00Recording by magnetisation or demagnetisation of a record carrier; Reproducing by magnetic means; Record carriers therefor
    • G11B5/62Record carriers characterised by the selection of the material
    • G11B5/73Base layers, i.e. all non-magnetic layers lying under a lowermost magnetic recording layer, e.g. including any non-magnetic layer in between a first magnetic recording layer and either an underlying substrate or a soft magnetic underlayer
    • G11B5/739Magnetic recording media substrates
    • G11B5/73911Inorganic substrates
    • G11B5/73921Glass or ceramic substrates
    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B5/00Recording by magnetisation or demagnetisation of a record carrier; Reproducing by magnetic means; Record carriers therefor
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    • G11B5/8404Processes or apparatus specially adapted for manufacturing record carriers manufacturing base layers

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Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Festplattentreiber, die zum Speicher von Daten verwendet werden, und spezifischer auf ein Glassubstrat für Scheiben bzw. Disketten, die in Diskettentreibern inkorporiert bzw. aufgenommen sind, und ein Verfahren zur Herstellung des Substrats.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Auf dem Gebiet von Festplattenspeichersystemen waren die Substrate, auf welchen magnetische Aufzeichnungsmedien hergestellt wurden, um eine Festplatte auszubilden, für die meisten Diskettentreiberanwendungen traditionell aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gefertigt. Das Aluminium ist typischerweise mit einer plattierten Nickellegierungsschicht, wie Nickel-Phosphor (NiP) aus Härtegründen beschichtet, da Aluminium ein relativ weiches Material ist.
  • Kürzlich gab es bemerkenswerte Anstrengungen Glassubstrate extensiver zu verwenden (hierin wird der Ausdruck "Glas" verwendet, um jegliches Glas enthaltende oder davon abgeleitete Material, beinhaltend amorphes Glas und Glaskeramik zu bezeichnen). Es ist wünschenswert, Glas als ein Substratmaterial zu verwenden, da es widerstandsfähiger gegenüber einer Deformation bei einem plötzlichen Aufschlagen bzw. Auftreffen des Kopfs durch den Aufzeichnungskopf ist als mit NiP plattiertes Aluminium. Tatsächlich werden aus diesem Grund Glassubstrate häufig für Laptops oder Notebook-Computer verwendet. Zusätzlich haben Glassubstrate typischerweise weniger thermische Rauheiten aufgrund der ein gebetteten Teilchen als Aluminiumsubstrate. Glas hat auch eine größere Steifheit als Aluminium, was ein niedrigeres bzw. geringeres Flattern aufgrund einer niedrigeren Vibration zur Verfügung stellt bzw. bewirkt, wodurch eine größere Anzahl von Spuren pro Zoll sind somit eine größere Dichte möglich ist. Das geringe Flattern bzw. Vibrieren erlaubt auch größere Rotationsgeschwindigkeiten bzw. Drehzahlen während der Antriebstätigkeit, was eine niedrigere Zugriffszeiten und größere Datenübertragungsgeschwindigkeiten bzw. -raten zur Verfügung stellt.
  • Glassubstrate können in einer Vielzahl von Wegen hergestellt werden. 1 illustriert eine exemplarischen Verfahrensfluß bzw. Prozeßablauf zum Ausbilden von Glassubstraten. Zuerst wird in Schritt 101 ein Glaszuschnitt bzw. -rohling ausgebildet. In einem Verfahren wird das Glas gegossen oder gepreßt, um den Rohling auszubilden. In diesem Verfahren wird Glas in eine zylindrische Form gegossen. Das geschmolzene Glas wird dann gepreßt und gekühlt, um zu verfestigen. Als nächstes wird eine Innendurchmesser-(ID)-Öffnung in der Mitte des Rohlings ausgebildet.
  • In einem anderen Verfahren wird geschmolzenes Glas aus einem Pool bzw. Bad von geschmolzenem Glas durch Walzen gezogen, dann gekühlt und geschnitten, um Blätter aus Glas auszubilden. Das Blatt kann dann in kleinere quadratische, rechteckige oder ähnlich geformte Stücke geschnitten werden. Jedes Stück wird dann typischerweise einer "Kernbehandlung" unterworfen oder in zylindrische Zuschnitte oder Rohlinge, eine ID-Öffnung aufweisen, in einem oder mehreren Schneidverfahren geschnitten. In dem Kernbildungsverfahren werden sowohl der Außendurchmesser ("OD") als auch der ID grob dimensioniert.
  • Schließlich kann in einem weiteren Rohlingsausbildungsverfahren geschmolzenes Glas, z.B. auf geschmolzenem Zinn, aufschwimmen bzw. einem Floatverfahren unterworfen werden, um eine dünne Schicht aus geschmolzenem Glas auszubilden. Das geschmolzene Glas wird dann gekühlt, um ein Blatt auszubilden. Das Blatt wird grob in derselben Weise, wie das gezogene Glas, das oben beschrieben ist, bearbeitet, um den Zuschnitt bzw. Rohling auszubilden.
  • Ein repräsentativer Rohling bzw. Zuschnitt 200 ist in 2 gezeigt. Die ID-Öffnung ist in 2 nicht gezeigt. Der Zuschnitt 200 hat eine anfängliche, unmittelbar geformte Dicke, die mit 200t bezeichnet ist. Gegebenenfalls wird in den unten gezeigten Schritten ein Substrat 210, das eine Dicke 210t aufweist, geformt bzw. ausgebildet. Typischerweise werden etwa 20% bis mehr als 50% der Dicke 200t des Zuschnitts 200 entfernt, um das Substrat 210 auszubilden. Obwohl die Bezeichnungen "Substrat" und "Zuschnitt" bzw. "Rohling" manchmal verwendet werden können, um sich auf das Werkstück an einem bestimmten Punkt in der Herstellung zu beziehen, kann die Verwendung variieren. Beispielsweise kann der Ausdruck "Zuschnitt" so früh verwendet werden, wenn das Material zuerst in eine zylindrische Form geformt wird, und nachher verwendet werden, um das Material an anderen Stufen zu beschreiben, wie grobes Schneiden, Abschrägen bzw. Kanten bearbeiten, Kanten polieren usw. Der Ausdruck "Substrat" kann verwendet werden, um sich auf das Werkstück so früh wie nach dem(n) Polierschritt(en), der (die) unten beschrieben ist bzw. sind, zu beziehen und kann nachfolgend verwendet werden, um das Werkstück zu beschreiben (beinhaltend jegliche Schichten oder Merkmale, die in oder an dem Werkstück ausgebildet sind) an jedem Punkt wäh rend der Herstellung des magnetischen Aufzeichnungsmediums. Es wird erkannt werden, daß eine Verwendung der Ausdrücke "Zuschnitt" oder "Substrat" hier üblicherweise sich auf das Werkstück, wie es an dem zur Diskussion stehenden Punkt vorliegt, in Abhängigkeit von dem Kontext beziehen wird. Jedoch beschränkt die Verwendung von irgendeinem Ausdruck in keiner Weise das Werkstück oder den Rahmen der Erfindung auf irgendeinen spezifischen Punkt in der Sequenz oder auf irgendeinen Zustand des Werkstücks, da zahlreiche bzw. verschiedene Verfahrensschritte in einer unterschiedlichen Reihenfolge, als dies hier beschrieben ist, ausgeführt werden können, nicht unter jeden Umständen verwendet werden können bzw. müssen oder durch unterschiedliche und/oder zusätzliche Verfahrensschritte ersetzt sein können.
  • Nach einem Ausbilden eines Zuschnitts bzw. Rohlings kann das Glas einer thermischen Behandlung in Schritt 102 unterworfen werden. Die thermische Behandlung härtet bzw. glüht Spannungen aus und kann beim Einebenen des Zuschnitts helfen. Dann umfaßt Schritt 103 einen Schleifvorgang, wobei die OD- und ID-Kanten bzw. Ränder präzise auf die Größe des ID und OD geschliffen werden, und um eine Abschrägung zur Verfügung zu stellen. Da die Diskette bzw. Scheibe beträchtlich dicker als das Endsubstrat ist, muß der Schleifvorgang so ausgebildet bzw. entworfen sein, daß die gewünschte Abschrägung in dem fertiggestellten bzw. Endsubstrat vorhanden sein wird. Nach der Schleifarbeit bzw. dem Schleifvorgang können die Kanten poliert werden, falls dies nötig ist, auf eine Glätte, die ausreichend ist, um eine Handhabung mit Robotern, ein Halten in Klemmen oder ähnliche Operationen bzw. Vorgänge ohne eine Beschädigung entweder an der Scheibe oder einer derartigen Einrichtung und ohne Ausbildung von Schmutz zu erlauben.
  • Das Kantenpolieren kann durch eine Kombination von Schleif-, Läpp- und Polierschritten gefolgt sein. Obwohl eine Verwendung dieser Bezeichnungen variiert, bezieht sich ein Schleifen typischerweise auf ein primär, physikalisches Verfahren, wo der Zuschnitt gegen einen Schleifstein oder eine Platte mit eingebetteten Teilchen, wie Diamantteilchen, in der Anwesenheit eines Schleifmittels bzw. Schmiermittels oder Kühlmittels gepreßt wird. Schleifen ist ein relativ aggressiver Schritt dahingehend, daß eine große Menge an Material schnell entfernt wird. In diesem Schritt werden große Defekte und Oberflächenniveauvariationen großen Maßstabs (d.h. langer Wellenlänge) entfernt oder stark reduziert. Jedoch verbleiben kleinere Defekte und Oberflächenniveauvariationen kleineren Maßstabs.
  • Ein Polieren und Läppen beziehen sich normalerweise auf Schritte, welche sowohl chemisch als auch physikalisch sind, jedoch für Glassubstrate werden üblicherweise in erster Linie chemische verwendet. In diesen Schritten wird der Zuschnitt zwischen zwei Gewebepolierkissen angeordnet, welche eine Aufschlämmung aufweisen, die ein Ätzmittel (wie Ceroxid) und ein Schleifmittel enthält. Diese Schritte werden durchgeführt, indem eine aufeinanderfolgend weniger aggressive Bearbeitung (aufeinanderfolgend kleiner dimensionierte Schleifmittel und/oder weniger aggressive Chemikalien und/oder ein niedriger Kissendruck) verwendet wird. Auf diese Weise werden progressiv kleinere Defekte und Oberflächenniveauvariationen entfernt, was in einer sehr glatten Oberfläche mit wenigen Defekten resultiert. Obwohl ein Läppen und Polieren dieselbe Art von Einrichtung und Aufschlämmungen verwenden können, wird der Ausdruck Läppen typischerweise für ein aggressiveres Verfahren verwendet.
  • Tatsächlich wird in einigen Fällen kein Schleifen durchgeführt, und eine große Menge von Material wird stattdessen durch einen oder mehrere Läppschritte entfernt. Im Gegensatz dazu entfernen die Polierschritte typischerweise eine kleinere Materialmenge und werden in erster Linie durchgeführt, um zu bewirken, daß die Oberfläche frei von kleinen Defekten und Verunreinigungen ist, und um eine sehr glatte Oberfläche auszubilden.
  • In dem exemplarischen Verfahren gemäß dem Stand der Technik von 1 wird nach dem Schritt. 103 ein erstes Schleifverfahren 104 durchgeführt, gefolgt durch ein zweites Schleifverfahren 105. Zurückkehrend zu 2 werden Abschnitte 201 und 202 von beiden Seiten des Zuschnitts 200 durch Schleifverfahren bzw. -prozesse 104 bzw. 105 entfernt. Es wird erkannt bzw. geschätzt werden, daß die Figuren hier, während sie erläuternd bzw. illustrativ sind, nicht notwendigerweise maßstabgetreu gezeichnet sind. Wie dies gesehen werden kann, haben diese zwei Schleifverfahren die Masse des Gesamtmaterials, das zu entfernen ist, entfernt. Wie dies zuvor erwähnt wurde, kann bzw. können einer oder beide Schleifschritte durch einen oder mehrere aggressive Läppschritte ersetzt sein. In jedem Fall wird etwa 80% oder 95% oder mehr der Gesamtdicke, die zu entfernen ist, in den Schleif- und/oder Läppschritten vor einem Polieren entfernt.
  • Zurückkehrend zu 1 wird nach den Schleifschritten ein 1 Polierschritt 106, gefolgt durch einen 2 Polierschritt 107 durchgeführt. Wie bei den Schleif- und/oder Läppschritten werden die Polierschritte derart durchgeführt, daß jeder Schritt sukzessive weniger aggressiv ist und eine kleinere Materialmenge entfernt. In 2 ist der Abschnitt bzw. Bereich 205, der von beiden Seiten des Substrats 200 durch Polierschritte 106 und 107 entfernt wurde, gezeigt. Die kombinierten Polierschritte entfernen das verbleibende Material, das zu entfernen ist, um ein Substrat 210 zu bilden, d.h. etwa 5–20% des gesamten zu entfernenden Materials, welches typischerweise eine Menge von gleich etwa 1–10% der Gesamtdicke 200t ist bzw. wird. Von der Gesamtmenge 205, die in den Polierschritten entfernt ist, wird das meiste (etwa 85%) in dem 1 Polierschritt 106 in Standard-Glassubstrat-Herstellungsverfahren entfernt. Anders ausgedrückt, können typischerweise etwa 1–10% der Gesamtdicke 200t in dem 1 Polierschritt 106 entfernt werden, während etwa 0,1–1% der Gesamtdicke 200t in dem 2 Polierschritt 107 entfernt werden können. Selbstverständlich kann die tatsächliche Menge, die in jedem Schleif-, Läpp- und Polierschritt entfernt wird, von dem Vorhergehenden in unterschiedlichen Verfahren abweichen.
  • Nach dem abschließenden bzw. Endpolierschritt 107 wird der Zuschnitt in Schritt 108 gereinigt und dann in dem Fall von amorphem Glas chemisch gefestigt in Schritt 109. In Schritt 109 werden eine oder mehrere Chemikalien, wie Natriumnitrid und Kaliumnitrid in die Oberfläche des Substrats durch Tauchen in eine Hochtemperaturlösung eingebracht bzw. implantiert, um die Oberflächenschicht zu veranlassen, eine Kompressionsspannung aufzuweisen, was ein Fortlaufen von Sprüngen verhindert. Schließlich wird die Diskette bzw. Scheibe nochmals in Schritt 110 gereinigt.
  • Zahlreiche unterschiedliche Variationen des beispielhaften Verfahrens von 1 können verwendet werden, umfassend bzw. beinhaltend den Zusatz von. Schleif- und Läppschritten oder einen Ersatz von einem oder mehreren Schleifschritten durch Läppschritte. In diesem Hinblick wird eine große Menge an Material typischerweise in einem oder mehreren Schleif- und/oder Läppschritten entfernt, während eine relativ kleine Materialmenge in einem oder mehreren Polierschritten entfernt wird, um eine glatte Endbearbeitung bzw. ein Finish auszubilden und Oberflächeniveauänderungen kleiner Größe bzw. geringen Maßstabs oder andere Unregelmäßigkeiten zu entfernen. Falls gewünscht, kann bzw. können ein oder mehrere Reinigungsschritt e) zwischen aufeinanderfolgenden Polier- oder aufeinanderfolgenden Schleif/Läppschritten zusätzlich zu den gezeigten durchgeführt werden, während ein oder mehrere der gezeigten Reinigungsschritte nicht durchgeführt werden können.
  • Zusätzlich können andere Schritte an unterschiedlichen Stufen des Verfahrens weggelassen oder durchgeführt werden. Als ein Beispiel kann das Schleifen und Polieren der Kanten bzw. Ränder in Schritt 103 zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt in dem Verfahren durchgeführt werden, obwohl es typischerweise gewünscht ist, diese Arbeiten bzw. Vorgänge vor den Polierschritten durchzuführen, so daß sie die polierten Oberflächen der Scheibe nicht beschädigen. Zusätzlich müssen diese Arbeiten nicht aufeinanderfolgend ausgeführt werden und jede kann an einem unterschiedlichen Punkt des Verfahrens angeordnet werden.
  • Ein signifikanter Nachteil des Glassubstrats sind die gestiegenen Kosten im Vergleich zu Aluminiumsubstraten. Von den Gesamtkosten zum Herstellen eines Substrats umfassen die Schleif-, Läpp- und Polierschritte üblicherweise zwei Drittel der Kosten oder mehr. Häufig werden diese Kosten grob etwa gleich zwischen den Schleif/Läpp- und Polierschritten aufgeteilt, jedoch können sie tatsächlich in Ab hängigkeit von dem Ausmaß variieren, in welchem jeder durchgeführt wird.
  • Erforderlich ist ein Verfahren zum Ausbilden eines Glassubstrats, das ökonomisch ist, während es in einer glatten Oberfläche frei von Unregelmäßigkeiten, Kratzern, eingebetteten Teilchen oder anderen Defekten und frei von Verunreinigungen resultiert. oder mehrere Reinigungsschritt(e) zwischen aufeinanderfolgenden Polier- oder aufeinanderfolgenden Schleif/Läppschritten zusätzlich zu den gezeigten durchgeführt werden, während ein oder mehrere der gezeigten Reinigungsschritte nicht durchgeführt werden können.
  • Zusätzlich können andere Schritte an unterschiedlichen Stufen des Verfahrens weggelassen oder durchgeführt werden. Als ein Beispiel kann das Schleifen und Polieren der Kanten bzw. Ränder in Schritt 103 zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt in dem Verfahren durchgeführt werden, obwohl es typischerweise gewünscht ist, diese Arbeiten bzw. Vorgänge vor den Polierschritten durchzuführen, so daß sie die polierten Oberflächen der Scheibe nicht beschädigen. Zusätzlich müssen diese Arbeiten nicht aufeinanderfolgend ausgeführt werden und jede kann an einem unterschiedlichen Punkt des Verfahrens angeordnet werden.
  • Ein signifikanter Nachteil des Glassubstrats sind die gestiegenen Kosten im Vergleich zu Aluminiumsubstraten. Von den Gesamtkosten zum Herstellen eines Substrats umfassen die Schleif-, Läpp- und Polierschritte üblicherweise zwei Drittel der Kosten oder mehr. Häufig werden diese Kosten grob etwa gleich zwischen den Schleif/Läpp- und Polierschritten aufgeteilt, jedoch können sie tatsächlich in Ab hängigkeit von dem Ausmaß variieren, in welchem jeder durchgeführt wird.
  • US-A-5 268 071 offenbart ein Verfahren zum Herstellen eines Substrats für eine magnetische Diskette bzw. Scheibe, umfassend ein Ätzen der Oberfläche eines Glassubstrats, um kleine Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche davon auszubilden, indem geschmolzenes Salz, enthaltend wenigstens eine Art von Nitritkation, angewandt wird. Gemäß diesem Dokument kann ein derartiges Verfahren die Verschlechterung der mechanischen und magnetischen Eigenschaften des magnetischen, scheibenförmigen Glassubstrats für einen langen Zeitraum verhindern. Insbesondere bezieht sich die US-A-5 268 071 auf Natronkalkglas.
  • US-A-6 872 069 offenbart eine neue Serie von Glaskeramiken für eine Verwendung für magnetische Scheibensubstrate, welche eine Deformation des Substrats bei einer großen Temperaturveränderung verhindern kann und ein festes, kleines und kompaktes Substrat für magnetische Scheiben bzw. Platten zur Verfügung stellt.
  • Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Ausbilden eines Glassubstrats zur Verfügung zu stellen, welches ökonomisch ist, während es in einer glatten Oberfläche, die frei von Aspheritäten bzw. Abweichungen, Kratzern, eingebetteten Teilchen oder anderen Defekten und frei von Verunreinigungen ist.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Aufzeichnungsdiskette zur Verfügung gestellt, umfassend:
    Floaten bzw. Aufschwimmen von geschmolzenem Glas auf einem geschmolzenen Material;
    Verfestigen des geschmolzenen Glases, um ein Glasblatt auszubilden;
    Ausbilden wenigstens eines Zuschnitts bzw. Rohlings aus dem Glasblatt, wobei der Zuschnitt eine Dicke aufweist, worin der Schritt eines Ausbildens von wenigstens einem Zuschnitt ein Unterteilen eines Teils bzw. Abschnitts des Glasblatts und ein Entmischen bzw. Entkernen des unterteilten Stücks umfaßt;
    Durchführen von einer oder mehrerer Operation(en), um ein Substrat auszubilden, worin insgesamt 10% oder weniger der Dicke des Zuschnitts entfernt wird, während die eine oder mehreren Operation(en) ausgeführt werden, um das Substrat zu bilden, und worin die eine oder mehreren Operation(en) ein Feinpolieren des Substrats umfassen; und
    Abscheiden einer magnetischen Schicht über dem Substrat.
  • Das Verfahren einer Herstellung wird beschrieben. Zuerst wird geschmolzenes Glas auf einem geschmolzenem Material gefloatet bzw. aufschwimmen gelassen. Das Glas wird in ein Blatt bzw. eine Scheibe verfestigt, welches) unterteilt wird und entkernt, um einen zylindrischen Glaszuschnitt auszubilden, der ein Innendurchmesserloch aufweist. Nicht mehr als etwa 10% der Gesamtdicke des Zuschnitts werden beim Polier- oder Läpp- oder Schleifarbeiten bzw. -vorgängen entfernt. Vorzugsweise werden noch kleinere Materialmengen entfernt, in einem Beispiel etwa 5% oder weniger, in einem anderen Beispiel etwa 2–5% oder weniger, in einem weiteren Beispiel etwa 1% oder weniger. Schließlich werden in einigen Ausbildungen keine Schleif-, Polier- oder Läppschritte durchgeführt.
  • Andere Arbeiten bzw. Vorgänge, wie Dimensionieren, Kantenabschrägen und Polieren der Kanten bzw. Ränder können durchgeführt werden. In einer bevorzugten Ausbildung umfaßt das Verfahren die Schritte eines Abschrägens von einer oder beiden einer Außenseitendurchmesserkante des Zuschnitts und einer Innenseitendurchmesserkante des Zuschnitts und eines Polierens von einer oder beiden der Außenseitendurchmesserkante(n) und der Innenseitendurchmesserkante(n) des Zuschnitts. Eine oder mehrere Vorgänge, beispielsweise Polieren, können bis zu dem Ausmaß durchgeführt werden, das notwendig ist, um die Oberflächencharakteristika das Zuschnitts einzustellen, und nicht um überflüssiges Material von dem Zuschnitt zu entfernen, beispielsweise um zu erreichen: Entfernung von eingebetteten Teilchen, Entfernung von Oberflächenunebenheiten; Entfernung von Kratzern; Entfernung von chemischen Verunreinigungen an oder nahe der Oberfläche; Absenken der Rauheit der Oberfläche und jede Kombination der Vorhergehenden. Die Ra Rauheit der Oberfläche kann 0,20 nm (2 Å) oder weniger nach einer derartigen Arbeitsweise oder Arbeitsweisen betragen, welche nicht mehr als 10% der Dicke des Zuschnitts entfernen. Eine oder vorzugsweise mehrere magnetische Schichten sind bzw. werden auf dem Substrat abgeschieden, um eine magnetische Aufzeichnungsdiskette auszubilden.
  • Eine magnetische Aufzeichnungsdiskette wird durch das Verfahren der Erfindung ausgebildet. Eine derartige magneti sche Aufzeichnungsdiskette kann in einer entfernbaren Patrone bzw. Hülse enthalten sein.
  • Die Dicke des Glassubstrats ist 90% oder mehr der Dicke des Zuschnitts. Zusätzlich können verschiedene Reinigungsschritte während des Verfahrens verwendet werden.
  • Zusätzliche Ausbildungen und andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der detaillierten Beschreibung, den Figuren und Ansprüchen, welche folgen, offensichtlich werden.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 zeigt ein Blockdiagramm eines beispielhaften Verfahrens gemäß dem Stand der Technik.
  • 2 erläutert das Material, das von einem Zuschnitt zum Ausbilden eines Substrats in dem Verfahren gemäß dem Stand der Technik, das in 1 gezeigt ist, entfernt wurde.
  • 3 illustriert eine SIMS-Analyse eines Glaszuschnitts, der gemäß der vorliegenden Erfindung gebildet wurde.
  • 4A4C zeigen Blockdiagramme von Ausbildungen der vorliegenden Erfindung.
  • 5 illustriert das Material, das von einem Zuschnitt entfernt wurde, um ein Substrat gemäß einer der Ausbildungen von 4 auszubilden.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
  • Verfahren zum Herstellen eines Substrats, magnetischen Aufzeichnungsmedien und Speichervorrichtungen, ebenso wie das Substrat, Medien und Speichervorrichtungen werden geoffenbart. In der folgenden Beschreibung werden zahlreiche spe zifische Details angegeben, wie spezifische Abmessungen, Materialien, Betätigungsparameter, Verfahren, physikalische Charakteristika usw. Es wird jedoch erkannt werden, daß diese spezifischen Details nicht angewandt werden müssen, um die vorliegende Erfindung auszuführen. In anderen Fällen sind gut bekannte Verfahren und Vorrichtungen nicht im Detail beschrieben, um nicht die vorliegende Erfindung unnotwendiger Weise zu verschleiern.
  • Fortgeschrittene Medien erfordern eine extrem glatte Oberfläche. Allgemein können die Rauheit oder die Änderung im Oberflächenniveau von einer Änderung in kleinem Maßstab bzw. kleiner Größe über Distanzen, wie einigen Nanometern, bis zu Änderungen großer Größe über einen Abstand von bis zu mehreren Millimetern variieren. Allgemein werden derartige Variationen in bezug auf die Wellenlänge der Variation bzw. Änderung bzw. Abweichung klassifiziert. Rauheitmessungen werden nicht nur von der gewählten Wellenlängenbandbreite abhängen, sondern auch von der Definition der Rauheit. Beispielsweise beinhalten zwei gut bekannte Messungen einer Rauheit das arithmetische Mittel des Abstands der Peaks bzw. Spitzen und Täler jeweils über und unter dem mittleren Oberflächeniveau (Ra Rauheit), und die Wurzel der Standardabweichung von derartigen Änderungen (RMS Rauheit). Zusätzlich wird der Rauheitswert von der speziellen Art des verwendeten Systems abhängen, das verwendet wird, um die Rauheit zu messen, ebenso wie die verschiedenen Parameter, welche beim Betätigen des Systems verwendet werden können, und dem speziellen Verfahren, mit welchem das System die Rauheit berechnet.
  • Obwohl die Terminologie stark variieren kann und obwohl sowohl Ra als auch RMS Berechnungen für Rauheiten in jedem Wellenlängenbereich durchgeführt werden können, bezieht sich der Ausdruck "Ra Rauheit" selbst, wie er in der Diskettentreiberindustrie verwendet wird, typischer Weise auf die im Wellenlängenbereich von etwa unter 0,1 Mikrometer (μm)–10 μm gemessene Rauheit. RMS Rauheit kann typischerweise in einem geringfügig größeren Wellenlängenbereich, wie etwa unter 1 μm–50 μm gemessen werden. Am anderen Ende der Skala wird der Ausdruck Ebenheit oft verwendet, um sich auf Oberflächeniveauänderungen zu beziehen, die eine Wellenlänge in der Größenordnung von mehreren hundert Mikrometern bis zu einigen zehn Millimetern besitzen. Dazwischen können andere Wellenlängenbereiche überprüft werden, wie beispielsweise als "Niederfrequenz"-Rauheit, welche verwendet wird, um eine Ra Rauheit zu bezeichnet, die bei einer größeren Wellenlänge gemessen wird (z.B. zehn bis hundert Mikrometer), als jene, die verwendet wird, wenn eine Ra Rauheit spezifiziert wird.
  • In den Vorrichtungen gemäß dem Stand der Technik, die eine polierte Nickel-Phosphor-Schicht verwenden, liegt die Ra Rauheit, wie sie durch ein Rasterkraftmikroskop (AFM) gemessen wird, in der Größenordnung von etwa 2,5 Angstrom (Å) (0,25 Nanometer (nm)) oder darunter. Die Niedrigfrequenz-Rauheit, wie sie durch ein Zygo New View System unter Verwendung eines Hochpaß FFT-artigen feststehenden Filters gemessen ist, mit einer Wellenlänge von 250 μm und einer 300×240 Bildpunkte Tastgröße ist typischerweise etwa 6 Å (0,6 nm) oder weniger. Schließlich ist die Ebenheit, wie sie auf einem Phaseshift Optiflat unter Verwendung eines fliegenden Radius zwischen 14 mm und 47 mm gemessen ist, typischerweise in dem Bereich von etwa 4 μm oder weniger.
  • Wie in dem Abschnitt zum Stand der Technik erwähnt, werden Glaszuschnitte mit einer bedeutend größeren Dicke als das endgültige Substrat hergestellt, um ein extensives Schleifen, Läppen und Polieren zu ermöglichen, um sicherzustellen, daß die verschiedenen Oberflächencharakteristika bzw. -merkmale, die oben beschrieben sind, für fortgeschrittene bzw. spezifizierte Vorrichtungen akzeptabel sind. Beispielsweise kann, um ein Substrat auszubilden, das eine Dicke von 1 mm aufweist, der Zuschnitt ausgebildet werden, daß er eine Dicke von etwa 1,2 mm–2 mm oder mehr aufweist, so daß einige Hunderte bzw. ein Tausend oder noch mehr Mikrometer Material entfernt werden. Zusätzlich ist es in bezug auf Floatglas weiters beabsichtigt, daß übermäßiges Material entfernt werden muß, um sicherzustellen, daß keine Verunreinigung von dem Material (z.B. Zinn), auf welchem das Glas gefloatet ist, besteht.
  • Im Gegensatz zu dem Verständnis gemäß dem Stand der Technik wurde festgestellt bzw. entdeckt, daß Floatglas bzw. unmittelbar gefloatetes Glas exzellente Oberflächencharakteristika besitzt. Beispielsweise wurde in einer Probe für die Ra Rauheit, gemessen durch AFM, bei etwa 1,3 Å (0,13 nm) liegend gefunden wurde. Die Niederfrequenz-Rauheit, wie sie durch ein Zygo New View unter Verwendung des vorab geschriebenen Rezepts bzw. der Vorschrift gemessen wurde, war etwa 4 Å (0,4 nm). Schließlich war die Ebenheit bzw. Flachheit, wie sie durch ein Phaseshift Optiflat gemessen wurde, unter Verwendung des oben beschriebenen fliegenden Radius etwa 6 μm. Somit zeigen die Ergebnisse dieser Untersuchung, daß im Gegensatz zu dem allgemeinen Verständnis die Oberflächenqualität des unmittelbar gefloateten Materials extrem gut ist.
  • 3 zeigt eine zweite bzw. sekundäre Ionenmassen-Spektroskopieanalyse auf einem Floatglaszuschnitt. Die Y-Achse zeigt die Ionenzählungen und die X-Achse repräsentiert die Zeit, die der Strahl stationär an dem Einfallspunkt gehalten wurden, in Sekunden. Indem der Strahl stationär gehalten wird, wird ein Loch in das Substrat gebohrt, so daß die Analyse den Zinngehalt als eine Funktion der Tiefe ergibt. Eine Überprüfungszeit von 900 Sekunden ergab eine Lochtiefe von etwa 900 Å (90 nm). Wenn eine lineare Bohrrate angenommen wird, ist der Ausdruck von Signal gegen Zeit äquivalent zu einem Profil von Signal gegen Tiefe (in Angstrom (Nanometer)). Die Kurven 301, 302, 303 zeigen das Signal für drei unterschiedliche Zinnisotope, spezifisch Sn 116, Sn 118 bzw. Sn 120. Wie dies aus 3 ersehen werden kann, liegt nahezu das gesamte Zinn in den ersten 100 Å (10 nm) oder weniger der Oberfläche. Es sollte festgehalten werden, daß selbst die Mengen von Zinn, die nahe der Oberfläche vorhanden sind, nicht signifikant sind. Nicht desto trotz fällt das Signal extrem stark ab, was anzeigt, daß der relativ kleine Zinngehalt in erster Linie in den ersten hundert Angstrom (ersten 10 nm) und dgl. nahe der Oberfläche liegt.
  • Basierend auf der Erkenntnis des Fehlens von signifikantem Zinn, das in das gefloatete Glas diffundiert ist, und der hohen Qualität der Oberfläche, umfaßt die vorliegende Erfindung die Verwendung von Floatglas bzw. unmittelbar gefloatetem Glas als das Substrat für magnetische Aufzeichnungsmedien. Das Substrat kann in einem Verfahren geformt werden, welches nicht teure Schleif-, Läpp- und Polierschritte verwendet. Alternativ können diese Schritte in einem sehr eingeschränktem Ausmaß verwendet werden, um Kosten einzuschränken.
  • Bezugnehmend auf 4A ist ein Flußdiagramm eines exemplarischen bzw. beispielhaften Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt. In Schritt 401 wird eine Glasscheibe durch Floaten gebildet. In diesem Schritt wird geschmolzenes Glas auf geschmolzenes Zinn gefloatet bzw. aufschwimmen gelassen. Das geschmolzene Glas wird abgekühlt, um eine Glasplatte bzw. ein Glasblatt auszubilden. In dieser Ausbildung der vorliegenden Erfindung wird das geschmolzene Glas derartig gefloatet, daß seine Dicke im wesentlichen gleich der gewünschten abschließenden bzw. Endsubstratdicke ist. In Schritt 402 wird die Glasscheibe in kleinere Stücke unterteilt und dann wird es in zylindrische geformte Zuschnitte entkernt, die eine Innendurchmesseröffnung aufweisen. Nach diesem Schritt wurden der ID und OD grob dimensioniert.
  • Als nächstes wird in Schritt 403 ein Innendurchmesser- und Außendurchmesserschleifen durchgeführt, um eine gewünschte Abschrägung bzw. Anschrägung auszubilden und um präzise den ID und OD des Substrats zu dimensionieren. Da der Zuschnitt bzw. Rohling bei oder nahe der gewünschten Dicke in den Ausbildungen der vorliegenden Erfindung vorliegt, kann die Abschrägung daran ohne übermäßige Einstellung angebracht werden, um nachfolgende übermäßige Schleif-, Läpp- und/oder Poliervorgänge zu berücksichtigen. Da das Ausmaß an Material, das nach einem Anschrägen entfernt wird, nicht übermäßig ist, gibt es nur einen geringeren Effekt auf die Abschrägungslänge aufgrund einer Entfernungs-Nicht-Gleichmäßigkeit von Seite zu Seite, wodurch eine Abschrägungslängengleichmäßigkeit verbessert wird. Als nächstes kann ein Kantenpolieren durchgeführt werden, um sicherzustellen, daß die Kanten glatt sind. Dann wird in Schritt 404 eine Endreinigung durchgeführt.
  • Indem das in bezug auf 4A beschriebene Verfahren mit jenem verglichen wird, das in bezug auf 1 beschrieben wurde, kann gesehen werden, daß das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung bedeutend. weniger komplex ist. Daher stellen Ausbildungen der vorliegenden Erfindung, beinhaltend jene, die in 4A gezeigt ist, die Fähigkeit zur Verfügung, Glassubstrate mit wesentlich reduzierten Kosten herzustellen. Beispielsweise können etwa eine Hälfte bis zwei Drittel oder mehr der Kosten der Herstellung eines Substrats mit der vorliegenden Erfindung eliminiert werden.
  • Eine weitere Ausbildung der vorliegenden Erfindung ist in 4B gezeigt. In der Ausbildung, die in 4B gezeigt ist, wird ein Glasblatt durch ein Floaten in Schritt 411 gebildet und dann unterteilt und in Schritt 412 entkernt bzw. gelocht. ID und OD Schleifen und Polieren wird in Schritt 413 durchgeführt. Als nächstes wird in Schritt 414 eine Reinigung durchgeführt. Dann wird in Schritt 415 ein chemischer Verfestigungsschritt durchgeführt, um ein Fortschreiten bzw. -pflanzen von Mikrosprüngen zu verhindern. Als nächstes wird in Schritt 416 eine abschließende Reinigung durchgeführt. Auch das Verfahren von 4B ist bemerkenswert weniger komplex und kostenintensiv als das Verfahren gemäß dem Stand der Technik von 1.
  • 4C zeigt eine weitere Ausbildung der vorliegenden Erfindung. Ein Glasblatt wird durch Floaten in Schritt 421 ausgebildet, unterteilt und mit Loch versehen bzw. entkernt in Schritt 422. ID und OD Schleifen und Polieren wird in Schritt 423 durchgeführt. Als nächstes wird in Schritt 424 ein Reinigen an dem Zuschnitt durchgeführt.
  • Indem kurz auf 5 Bezug genommen wird, ist eine Darstellung bzw. Illustration eines Zuschnitts 500 gezeigt, der eine Dicke 500t aufweist, (die ID-Öffnung ist nicht in 5 gezeigt). Zurückkehrend zu 4C kann nach Schritt 424 der Zuschnitt in Schritt 425 poliert werden. Da die Oberfläche des gefloateten Glases von hoher Qualität ist und minimal Zinn enthält, ist es selbst in den Ausbildungen, die eine oder mehrere Polierschritte aufweisen, typischerweise nicht notwendig, ein übermäßiges Polieren durchzuführen. Tatsächlich kann Schritt 404 als ein "Kuß"-Polieren bezeichnet werden, um die nicht übermäßige Art dieses Schritts anzudeuten. Bezugnehmend auf 5 wird eine sehr dünne Schicht 505 in Ausbildungen entfernt, wo das Polierverfahren durchgeführt wird. Allgemein kann, wo ein Polieren durchgeführt wird, ein einziger Polierschritt verwendet werden, welcher typischerweise ähnlich dem Endpolierschritt ist, der in dem Verfahren gemäß dem Stand der Technik verwendet wird.
  • Nach dem Polierschritt 425 kann ein Reinigungsschritt 426 durchgeführt werden, gefolgt durch einen chemischen Verfestigungsschritt 427. Schließlich wird in Schritt 428 ein Reinigen durchgeführt, um die Be- bzw. Verarbeitung des Substrats zu beenden.
  • Wie dies zuvor beschrieben ist, haben sich Glassubstrate als ziemlich teuer zur Verwendung in Aufzeichnungsmedien erwiesen. Die meisten dieser Kosten liegen in den Schleif-, Läpp- und Polierschritten. Diese Schritte sind kostenintensiv aufgrund einer Vielzahl von Faktoren, beinhaltend Ko sten für die Haupteinrichtung, Materialverbrauch, Arbeit und Kosten, die mit dem erhöhten Durchgangszeiten assoziiert sind. In Ausbildungen, wo keine Schleif-, Läpp- oder Polierschritte durchgeführt werden, können diese Schritte und somit ihre Kosten im wesentlichen eliminiert werden. In dem Stand der Technik entfernen die kombinierten Schritte typischerweise wenigstens 20% der Rohlings- bzw. Zuschnittsdicke und oft 50% oder mehr der Zuschnittsdicke. Im Gegensatz dazu ist es in der vorliegenden Erfindung wünschenswert, nicht mehr als 10% der Dicke des Zuschnitts zu entfernen. Für ein 1 mm Substrat würde die anfängliche Zuschnittsdicke daher nicht mehr als etwa 1,1 mm betragen, was bedeutet, daß etwa 100 μ oder weniger Material entfernt werden müssen. Typischerweise werden weniger als 5% der Dicke des Zuschnitts entfernt und noch bevorzugter 2,5% oder weniger der Dicke des Zuschnitts in der vorliegenden Erfindung. In zahlreichen Fällen entspricht die Dicke des entfernten Zuschnitts nur jener, die in den Endpolierschritten gemäß dem Stand der Technik entfernt wurde, was typischerweise weniger als etwa 1% der Dicke des Zuschnitts ist. Indem das Ausmaß des Schleifens, Läppens und Polierens hinuntergesetzt werden, können die Kosten eines Herstellens des Zuschnitts signifikant reduziert werden.
  • Anders gesehen, umfaßt die vorliegende Erfindung das Durchführen von nur dem Ausmaß an Schleifen, Läppen und Polieren, das notwendig ist, um die Oberflächencharakteristika fein abzustimmen. Beispielsweise kann ein kleineres Ausmaß eines Schleifens oder Läppens durchgeführt werden, um die Ebenheit in großem Maßstab oder Mikrowelligkeit zu verbessern. Typischerweise ist nur ein sehr feines Polieren wünschenswert, um eine sehr feine Oberfläche in bezug auf eine Entfernung von Oberflächenunebenheiten, Kratzern, eingebet teten Teilchen oder anderen kleineren Effekten, Verunreinigungen zur Verfügung zu stellen, und um ein gutes Ausmaß an Glätte (d.h. niedrige Ra) zur Verfügung zu stellen. Es wird erkannt bzw. geschätzt werden, daß eine "Entfernung" eines Defekts, wie es hier verwendet wird, nicht notwendigerweise die vollständige Entfernung von allen derartigen Defekten bedeutet, sondern statt dessen eine Entfernung auf das Niveau, das für die Medien, die auszubilden sind, auf dem Substrat erforderlich ist.
  • Obwohl das Ausmaß an Zinn an oder in dem ersten Teil der Substratoberfläche klein ist, wird diese kleinere Menge Zinn selbst bei einem sehr leichten Polieren entfernt. Alternativ kann es bei Ausbildungen, in welchen kein Polieren durchgeführt wird, wünschenswert sein, das Reinigungsverfahren derart auszubilden, daß das Zinn von der Substratoberfläche durch chemische Einwirkung entfernt wird.
  • Es wird erkannt werden, daß die Verfahrensabläufe in 4A4C lediglich beispielhaft sind und daß einige Schritte, falls dies gewünscht ist, weggelassen werden können, oder die Schritte können in einer Reihenfolge unterschiedlich von derjenigen durchgeführt. werden, die in 4A4C gezeigt ist. Zusätzliche Schritte, wie zusätzliche reinigende Schleif-, Läpp- oder Polierschritte oder andere Schritte, wie ein thermischer Behandlungsschritt können zu jedem der Verfahrensabläufe von 4A4C hinzugefügt werden. Jedoch können, indem die Anwesenheit von Schleif-, Läpp- und/oder Polierschritten oder das Ausmaß von jeglichen derartigen Schritten, falls sie vorhanden sind, limitiert werden, die Kosten stark reduziert werden. Darüber hinaus tendiert, wie dies bekannt ist, ein Polieren zum Erzeugen eines Abrollens bzw. Roll-off (auch als "dub-off" bezeichnet), wodurch die Oberfläche der Diskette um mehrere hundert Angstrom vor dem Beginn des gewünschten Abschrägens abrollt. Indem das Ausmaß eines Polierens eliminiert oder stark reduziert wird, wird das Abrollen aufgrund eines Polierens entsprechend eliminiert oder reduziert.
  • Es wird erkannt werden, daß in einigen Fällen eine Vorrichtung unter Verwendung einer magnetischen Auszeichnungsdiskette weniger rigorose Erfordernisse bzw. Anforderungen besitzen kann als die höchste Anforderungen stellende Anwendung. Beispielsweise Vorrichtungen mit entfernbaren Kartuschen, die eine oder mehrere Disketten umfassen, weisen eine niedrigere Dichte auf als die fortschrittlichsten Nicht-Kartuschentreiber. Zur Verwendung in derartigen Antrieben bzw. Treibern ist Floatglas insbesondere geeignet, da eine gegebene Qualität von Floatglas bzw. unmittelbar gefloatetem Glas weniger Verarbeitung erfordert, als dies für dasselbe Material zur Verwendung in den fortschrittlichsten Treibern gefordert ist. Daher kann die vorliegende Erfindung insbesondere in derartigen Antrieben bzw. Treibern Anwendung finden.
  • Obwohl die Erfindung in bezug auf spezifische Ausbildungen davon beschrieben wurde, wird der Fachmann erkennen, daß Änderungen in der Form und im Detail durchgeführt werden, ohne den Geist und Rahmen der Erfindung zu verlassen. Obwohl spezifische Ausbildungen gezeigt wurden, können Aspekte von jeglicher Ausbildung in anderen verwendet werden. Mehrere Ausbildungen wurden hier beschrieben, wobei jedoch andere Ausbildungen, die Änderungen in der Form und im Detail aufweisen, dem Fachmann beim Lesen der vorliegenden Offenbarung leicht offensichtlich. werden.

Claims (8)

  1. Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Aufzeichnungsdiskette bzw. -scheibe, umfassend: Floaten bzw. Aufschwimmen von geschmolzenem Glas auf einem geschmolzenen Material; Verfestigen des geschmolzenen Glases, um ein Glasblatt auszubilden; Ausbilden wenigstens eines Zuschnitts bzw. Rohlings aus dem Glasblatt, wobei der Zuschnitt eine Dicke aufweist, worin der Schritt eines Ausbildens von wenigstens einem Zuschnitt ein Unterteilen eines Teils bzw. Abschnitts des Glasblatts und ein Entmischen bzw. Entkernen des unterteilten Stücks umfaßt; Durchführen von einer oder mehrerer Operation(en), um ein Substrat auszubilden, worin insgesamt 10% oder weniger der Dicke des Zuschnitts entfernt wird, während die eine oder mehreren Operationen) ausgeführt werden, um das Substrat zu bilden, und worin die eine oder mehreren Operationen) ein Feinpolieren des Substrats umfassen; und Abscheiden einer magnetischen Schicht über dem Substrat.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, worin die eine oder mehreren Operationen) 5% oder weniger der Dicke des Zuschnitts entfernt(en).
  3. Verfahren nach Anspruch 1, worin die eine oder mehrere Operationen) 2,5% oder weniger der Dicke des Zuschnitts entfernt(en).
  4. Verfahren nach Anspruch 1, worin die eine oder mehreren Operationen) 1% oder weniger der Dicke des Zuschnitts entfernt(en).
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin das Verfahren weiters die Schritte eines Anschrägens von einer oder beiden einer Außenseitendurchmesserkante des Zuschnitts und einer Innenseitendurchmesserkante des Zuschnitts und eines Polierens der einen oder beiden der Außenseitendurchmesserkante und Innendurchmesserkante des Zuschnitts umfaßt.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, worin die eine oder mehreren Operationen) weiters ein Reinigen des Substrats nach dem Feinpolieren des Substrats umfaßt (umfassen).
  7. Verfahren nach Anspruch 1, worin das Substrat eine Dicke von etwa 1 Millimeter aufweist.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Feinpolituroperation wirksam ist, um eines oder mehrere zu erreichen aus: Entfernen von eingebetteten Teilchen; Entfernen von Oberflächenunebenheiten; Entfernen von Kratzern; Entfernen von chemischen Verunreinigungen an oder nahe der Oberfläche; Absenken der Rauheit der Oberfläche; und jede Kombination der Vorhergehenden.
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