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DE60009952T2 - Digitale ausrichtung im offsetdruck - Google Patents

Digitale ausrichtung im offsetdruck Download PDF

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DE60009952T2
DE60009952T2 DE60009952T DE60009952T DE60009952T2 DE 60009952 T2 DE60009952 T2 DE 60009952T2 DE 60009952 T DE60009952 T DE 60009952T DE 60009952 T DE60009952 T DE 60009952T DE 60009952 T2 DE60009952 T2 DE 60009952T2
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DE
Germany
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image
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computer
calculating
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DE60009952T
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Ilan Ben-David
Moshe Ben-Chorin
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KBA Advanced Imaging Technology Ltd
Original Assignee
KBA Advanced Imaging Technology Ltd
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Publication date
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06TIMAGE DATA PROCESSING OR GENERATION, IN GENERAL
    • G06T3/00Geometric image transformations in the plane of the image
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41PINDEXING SCHEME RELATING TO PRINTING, LINING MACHINES, TYPEWRITERS, AND TO STAMPS
    • B41P2227/00Mounting or handling printing plates; Forming printing surfaces in situ
    • B41P2227/70Forming the printing surface directly on the form cylinder

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Image Processing (AREA)
  • Control Of Position Or Direction (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
  • Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)
  • Pens And Brushes (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Description

  • Querverweis auf verwandte Anmeldungen
  • Diese Patentanmeldung beansprucht Priorität und ist mit der vorläufigen U.S.-Patentanmeldung S/N 60/157,856 mit dem Titel „DIGITALE AUSRICHTUNG IM OFF-SETDRUCK", angemeldet am 6. Oktober 1999, verwandt. Diese vorläufige Patentanmeldung ist durch Bezugnahme auf ihre Gesamtheit hierin einbezogen.
  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Lithografie und insbesondere auf das Kompensieren von Deformationen von Farbtrennungen beim Abbilden entsprechend deformierter Bilder auf Druckplatten, so dass diese Platten die Farbtrennungen in Ausrichtung drucken.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Konventionelle Lithografie verarbeitet replizierte Bilder üblicherweise durch das Übertragen von Tinte von einer vorher vorbereiteten Platte auf einen Träger, typischerweise Papier. Beim Offsetdrucken wird diese Übertragung indirekt, durch ein Gummituch, das durch die Platte gestempelt wird, vorgenommen. Dieses Gummituch druckt anschließend das Bild auf Papier.
  • Farbbilder werden durch Trennen des Bildes in vier Farbverarbeitungsplatten erreicht. Diese vier Farben entsprechen Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz, allgemein als „CMYK" bekannt, die auf dem Papier kombiniert werden. Wenn ein Bild genau dargestellt werden soll, müssen alle vier Farbtrennungen die gleiche Länge, Maßeinteilung und Position haben, wenn sie auf das Papier gedruckt werden. Dies ist jedoch schwierig, da Ausrichtungsfehler- und Maßeinteilungsfehler auftreten können. Diese Fehler werden entweder als Dauerfehler oder als Papierfehler eingeordnet. Dauerfehler sind Fehler bei Ausrich tungen und bei Maßeinteilungen, die sich von Bild zu Bild nicht verändern. Diese Fehler werden üblicherweise durch Abweichungen der Bildgebungsvorrichtungen der Druckvorbereitung, durch Fehler, die während der Entwicklung der Druckplatten erzeugt werden, durch Fehler beim Befestigen dieser Platten an den Druckzylindern und durch Fehler des Druckmechanismus verursacht. Fehler des Druckmechanismus umfassen typischerweise Plattenzylinder, die ihre Rundheit wegen Abnutzung oder dergleichen verloren haben, und Lockerungen von Getrieben, Lagerungen usw., üblicherweise wegen Abnutzung mit der Zeit.
  • Papierfehler resultieren typischerweise aus dem Feuchtwerden des Papiers durch Feuchtmittel und Tinte und aus den durch die Druckmaschine auf das Papier angelegten Kräften, die dazu neigen, das Papier zu deformieren. Wenn das Papier deformiert ist, werden Daten auf unerwünschten oder auf unbeabsichtigten Positionen gedruckt. Selbst, wenn die das Papier deformierenden Kräfte freigegeben werden, kehrt das Papier üblicherweise nicht in seine Originalanordnung zurück und infolgedessen besteht ein Unterschied zwischen den Daten (auf der Bildgebungsdruckplatte) und dem sich daraus ergebenden gedruckten Bild.
  • Effekte der Papierdeformation, die in Papierfehlern resultieren, werden durch die 1A-1C erklärt. Die 1A zeigt die erwünschte Idealsituation, bei der ein rechteckiges Bild 20, gebildet durch die Linien 20a und 20b, auf den Träger 22, üblicherweise Papier, zu drucken ist. In der 1B wurde das Papier 22 mit einer ersten Trennung bedruckt, hier ein Schwarzdruck 24 (K in CMYK). Dieser Druck 24 ist als Resultat der Papierdeformation in der Druckmaschine trapezoid in der Form (gebildet von den Linien 24a und 24b). In der 1C wird anschließend eine zweite Trennung, beispielsweise eine Cyan- oder „C"-Trennung, in einer Fehlausrichtung auf dieses deformierte Papier 22 gedruckt, wie durch eine unterbrochene Linie 26 dargestellt. Gleichermaßen werden auf diese Art und Weise die nachfolgenden Gelb-„Y"- und Magenta-„M"-Trennungen entsprechend der Papierdeformation fehlausgerichtet sein.
  • Bei konventionellen Drucksystemen sind einige der durch die Dauerfehler verursachten Fehlausrichtungen durch den Operator, nach Prüfung der Probedruckbögen, mechanisch korrigierbar. In diesen Fällen passt der Operator die relativen Positionen der Druckplatten manuell an oder verändert den Druck auf den Druckträger.
  • Diese durch den Operator manuell durchgeführte Anpassarbeit hat Nachteile. Zunächst sind diese Anpassungen zeitaufwendig und erfordern beachtliche Fähigkeiten des Operators. Zusätzlich erfordert die Anpassung von Druckzylindern teure mechanische Einrichtungen. Selbst bei konventionellen Druckmaschinen, bei denen die für die Anpassarbeit erforderliche Zeit reduziert ist, ist die Ausrüstung für die Anpassarbeit teuer und aufwendig.
  • Einige Druckmaschinen wurden derartig ausgeführt, dass die Druckplatten direkt auf der Druckmaschine („on-press") bebildert werden, wobei die Platten zur Bebilderung nicht aus der Druckmaschine entfernt werden. Ein exemplarische Druckmaschine ist das Modell 74 KARAT, Offset-Digital-Druckmaschine, von Karat-Digital-Druckmaschinen Herzlia, Israel, hergestellt in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der KBA (Koenig & Bauer AG). Diese Ausführung ermöglicht, neben der Verkürzung der Rüstzeit oder der Vorbereitungszeit, die Beseitigung der meisten feststehenden Ausrichtungsfehler.
  • US-A-5365847 legt ein Steuerungssystem für eine Druckmaschine, das eine Vorrichtung zum Bestimmen eines Referenzdruckbildes für die äußere Fläche eines Druckzylinders und eine Vorrichtung zum Modifizieren des Referenzdruckbildes enthält, offen. Eine Vorrichtung zum Bilden des modifizierten Druckbildes enthält Einrichtungen zum Ermitteln einer Fehlausrichtung des Zylinders relativ zu einem anderen Zylinder und Einrichtungen, die auf die Fehlausrichtungs-Ermittlungseinrichtungen reagieren, zum Abwandeln des Referenzdruckbildes in das nachfolgende Druckbild.
  • EP-A-0770 legt ein digitales Druckmaschinensystem mit einer Vielzahl von Bebilderungseinheiten, einem Rasterbildrechner, einer Fehlererfassungseinrichtung und einem Bilddaten-Modifikationsschaltkreis offen. Der Bilddaten-Modifikationsschaltkreis ist stromaufwärts des Rasterbildrechners angeschlossen und kommuniziert mit der Fehlererfassungseinrichtung, um die Bilddaten auf der Basis eines Ausrichtungsfehlersignals von der Flächenerfassungseinrichtung zu modifizieren.
  • Die vorliegende Erfindung stellt ein System zur Beseitigung von Druckausrichtungsfehlern, wie in Anspruch 1 dargelegt, bereit. Die vorliegende Erfindung stellt ebenso ein Ver fahren zum Eliminieren von Druckausrichtungsfehlern, wie in Anspruch 5 dargelegt, bereit.
  • Die vorliegende Erfindung verbessert das Verfahren für die Bebilderung von on-press Druckelementen, üblicherweise Druckplatten, indem es einen automatischen Ablauf zur Plattenvorbereitung bereitstellt, der Ausrichtungs- und Drucklängenfehler kompensiert (das Befestigen der Platte wird vor der Bebilderung durchgeführt und deshalb wird die Positionsgenauigkeit durch das Bebilderungssystem bestimmt). Das Verfahren der vorliegenden Erfindung erzeugt, während des Stadiums der Bebilderung, deformierte Bilder auf den Druckelementen, üblicherweise Platten, wobei diese deformierten Bilder derartig sind, dass die Trennungen nach dem Drucken in Ausrichtung (koordiniert) sind. Die vorliegende Erfindung bestimmt die genaue Position jedes Datenbildelementes innerhalb des auf die Platten zu bringenden verzerrten Bildes. Diese Position ist eine Summe der Dauerfehler und der mit der Streckung des Trägers, üblicherweise Papier, verbundenen Fehler. Die Erfindung stellt ebenso ein automatisches Verfahren zum Vorhersagen von Papierstreckfehlern bereit.
  • Das Korrekturverfahren benutzt das Bild als einen Größenwert der Verteilung der Tintenmenge und eines Sets fester Parameter (bestimmt durch das Papier, die Tinte und andere Druckbedingungen), um eine Differenzialgleichung, die die mit der Papierstreckung verbundenen Fehler berechnet, zu lösen. Diese Fehler werden der Fehler-Map hinzugefügt, um die endgültigen Fehler zu erhalten. Das endgültige Bildelementanordnungsabbild wird durch Umkehren des Prozesses abgeleitet, das bedeutet, das Finden der Position eines Bildelementes auf eine solche Art und Weise, dass, wenn der Positionsfehler dem Positions-Set hinzugefügt wird, die beim Drucken angeforderte Position erhalten wird. Das sich daraus ergebende Abbild wird in Verbindung mit einer „Strobe"-Timing-Karte und/oder einer Datenmanipulationskarte implementiert, um das verzerrte Plattenbild zu erzeugen, woraus sich eine Druckplatte ergibt, die derartig bebildert ist, dass die Fehlausrichtungen von Trennungen, die das gedruckte Bild auf dem Träger bilden, minimiert oder gänzlich beseitigt werden.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, wobei gleiche Referenzzahlen oder Referenzzeichen entsprechende oder gleiche Komponenten kennzeichnen.
  • 1A-1C sind Diagramme, die der Beschreibung von mit dem Stand der Technik verbundenen Problemen dienen.
  • 2 ist ein schematisches Diagramm des Bebilderungskopfes und der Strobe-Karte und damit verbundener Systeme, entsprechend einer Ausführung der vorliegenden Erfindung.
  • 3 ist ein Fließdiagramm, dass eine Ausführung der vorliegenden Erfindung genau darstellt.
  • 4 ist ein Diagramm eines Druckmusters, bei dem die Tintenmenge entlang der y-Achse gleichförmig ist.
  • 5 ist eine grafische Darstellung des Ausrichtungsfehlers entlang der x-Achse, entsprechend dem Druckmuster der 4.
  • 6 ist ein Diagramm eines Druckmusters, bei dem die Tintenmenge entlang der x-Achse gleichförmig ist und
  • 7 ist eine grafische Darstellung des Ausrichtungsfehlers entlang der y-Achse, entsprechend dem Druckmuster der 6.
  • Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
  • Die vorliegende Erfindung wird auf Druckmaschinen, üblicherweise auf digitalen Offset-Druckmaschinen, betriebsfähig. Eine derartige digitale Druckmaschine ist im Handel zum Beispiel als Quickmaster DI von der Heidelberg Druckmaschinen AG, Deutschland erhältlich. Die vorliegende Erfindung nutzt digitale Offset-Druckdeformationen, die während des Arbeitsganges der Bebilderung von Platten und/oder Zylindern auftreten.
  • Die vorliegende Erfindung verwendet einen Mikroprozessor oder andere Rechenvorrichtungen, wie oben beschrieben, um automatisch relevante Informationen, wie zum Beispiel die von der Tintenmengeverteilung in dem zu druckenden Bild abgeleitete Größe der Papierverzerrung, zu beschaffen und wendet anschließend ein Strobe/Datenmanipulationsverfahren an, wie im Folgenden ausführlich beschrieben wird.
  • Bezug nehmend auf die 2 wird ein exemplarisches Bildtrommelsystem 40 gezeigt. Das System 40 enthält eine durch einen Motor 44 über eine Welle (nicht gezeigt) gedrehte Bildtrommel 42, die durch die Trommelmotorsteuerung 48 gesteuert wird. Ein Codierer 46 ist an die Trommelwelle gekoppelt, um digitale Daten an die Bildträgersteuerung 60, die Trommelmotorsteuerung 48 und die Strobe-Karte 72 zu liefern. Ein durch die Bildträgersteuerung 60 gesteuerter Bildträger 50 wird durch eine Lasersteuerungskarte 52 und einen optischen Kopf 54, der einen auf die Bildtrommel gerichteten hochintensiven Laserstrahl 56 erzeugt, gebildet.
  • Das Trägersteuerungssystem 60 wird benutzt, den Bildträger 50 entlang der Trommel 42 zu bewegen. Das Trägersystem 60 umfasst eine Trägermotorsteuerung 62, den Trägermotor 64 und üblicherweise eine Kugelgewindespindel 66, die die Drehbewegung des Motors 64 in eine Translationsbewegung entlang der Trommel 42 überträgt. Die Strobe-Karte 72 verriegelt bei der Frequenz des Signals des Codierers 46 und erzeugt einen Hochfrequenzbelichtungstakt 74, der phasengleich mit der Drehung der Trommel ist.
  • Bei Normalbetrieb wird das Verhältnis zwischen dem Hochfrequenzsignal und dem Signal des Codierers 46 konstant gehalten. Ebenso ist die Strobe-Karte 72 so ausgelegt, dass sie mit den Daten aus der Korrekturtabelle 70 vorgeladen werden kann. Die Daten in der Korrekturtabelle 70 (üblicherweise in einer Datenmanipulationskarte) sind derartige, dass kleinere Modifikationen des Verhältnisses zwischen dem Hochfrequenzsignal und dem Signal des Codierers leicht möglich sind.
  • Im Ergebnis dieser Modifikation können die Daten durch das Verlangsamen des Belichtungstakts 74 erweitert werden oder durch das Erhöhen des Belichtungstakts 74 komprimiert werden. Durch das Erweitern und das Komprimieren der Daten werden Korrekturen der Bebilderungsplatten erreicht, um jede Fehlausrichtung der Farbtrennung in einem gedruckten Bild zu minimieren oder zu beseitigen. Dies deshalb, weil die Strobe-Karte 72 und die Datenkorrekturtabelle so ausgelegt sind, dass sie die Geschwindigkeit der Bebilderung ändern können, während die Geschwindigkeit der Bebilderungstrommel 42 und die Geschwindigkeit des Bildträgers 50 synchronisiert sind und konstant gehalten werden.
  • Die 3 zeigt ein Fließdiagramm des automatischen Korrektursystems der vorliegenden Erfindung. Anfänglich besteht das Bild in Form einer Datei mit geringer Auflösung in dem Block 102. Üblicherweise aus einer gespeicherten Datenbank bezogene Daten, wie die über die zu benutzende Tinte und den zu benutzenden Träger, befinden sich in dem Block 104 und die Druckparameter, wie zum Beispiel die Geschwindigkeit, die Aufdruckstärke und die Tintentemperaturen, befinden sich in dem Block 106. Eine Dauerfehler-Map 108 und die Parameter für den Prozess in Block 110 bilden weitere Elemente zum Ausführen der vorliegenden Erfindung.
  • Die Datei mit geringer Auflösung, Block 102, hat üblicherweise eine Auflösung von einem Punkt pro Millimeter und ist somit für eine Fehlerevaluierung genau genug. Die Datei mit geringer Auflösung kann Auflösungen bis zu 10 Punkten pro Millimeter verwenden.
  • Ein Beispiel einer Datei mit geringer Auflösung wurde durch InkProTM angefertigt und ist über die Scitex Corporation, Herzelia, Israel zu beziehen. Bezug nehmend auf den Prozess 110, ist dieser ausgelegt, den Fehler jedes Bildelementes bei dem Bild geringer Auflösung für jede Trennung (üblicherweise entsprechen die Trennungen 1-4 jeweils CMYK) in Bezug auf eine erste Referenztrennung zu berechnen.
  • Das Verfahren bezieht sich auf die Relation zwischen den Fehlern und dem Bild, wobei ui(x,y) als die Fehlausrichtung in der x-Richtung der Trennung i an einem Punkt (x,y) auf dem Papier definiert ist. Hierbei ist x die Trommelumfangsachse und y ist die Bildträgerschraubenachse. Dabei ist hier nur die x-Komponente der Fehlausrichtung von Interesse, da sie üblicherweise wesentlich größer ist als die entlang der y-Richtung. Die Größe von u(x,y) ist abhängig von (x,y) und i. Diese Abhängigkeit wird durch die Tintenmenge auf Papier fj (x,y) von vorheriger Trennungen j ≤ i bestimmt. Die Tintenmenge spielt in der Gleichung, die die Größe der Fehlausrichtung beschreibt, die Rolle einer Fehlerquelle. Beim Berechnen der Tintenmengefunktion müssen der Punktzuwachs und die nicht lineare Reaktion des Papiers auf die Tintenmenge durch das Durchlaufen jedes Bildpunktbereichs einer 1-D-LUT-(Nachschlagetabellen-)Korrektur berücksichtigt werden.
  • Das Verfahren basiert auf Experimenten, die das folgende Verhalten zeigen: Anfänglich wurde ein Muster gedruckt, das entlang der y-Achse gleichförmig war (4). Die Punkte 120a, 121a, 122a und 123a bezeichnen Grenzen des Tintenbereichs. Insbesondere, wenn sich die Tintenmenge entlang der x-Achse ändert, wurde festgestellt, dass die Fehler der verschiedenen Trennungen proportional zu der integralen Tintenmenge waren, wie in der 5 gezeichnet, bei der die Punkte 120b, 121b, 122b und 123b die Tintengrenzen entsprechend den Punkten in der 4 bezeichnen.
  • Wenn ein Muster gedruckt wurde, das entlang der x-Achse gleichförmig war (6), d. h., wenn sich die Tintenmenge entlang der y-Achse änderte, wurde festgestellt, dass sich die Fehler der verschiedenen Trennungen verhalten, wie in der 7 gezeichnet.
  • Dieses Verhalten ist gleich dem einer in der Technik bekannten Hitzegleichung mit Quelle gi(x,y), was zu der Annahme führte, dass die Fehler ui(x,y) einer Diffusionsgleichung folgen:
    Figure 00080001
  • Wobei D die Diffusionskonstante ist. Es ist ersichtlich, dass, wenn sich die Tintenmenge gi(x,y) nicht mit y ändert, das bedeutet gi(x,y) = gi(x), als Lösung ein Integral erhalten wird (⎕2/⎕y2 scheidet aus), folglich: ⎕u/⎕x = gi(x). Daher:
    Figure 00080002
  • Wenn y-Abhängigkeit eingeführt wird, tritt ein „Hitzediffusionsprozess" ein, der einen Fehler auf der mit Tinte behafteten Seite des Papiers, in die freien Bereiche „überzulaufen", verursacht.
  • Deshalb:
    Figure 00080003
  • Beim Lösen der Gleichungen wird eine konstante Matrix verwendet, um die zusätzlichen Effekte zu beschreiben, z. B., der Fehler in Trennung 4 ist gleich der Summe der Fehler in den Trennungen 1 bis 3. Es ist zu beachten, dass die Tintenmengefunktionen fj(x,y) aus den CMYK-Dateiwerten, durch deren Übertragung an eine 1-D-LUT, die den Punktzu wachs und eine Korrektur der nicht linearen Reaktion der Fehlausrichtung bei der Tintenabdeckung auf Papier berücksichtigt, abgeleitet wird.
  • Die endgültige einen Vektor verwendende Gleichung ist:
    Figure 00090001
  • Hierbei ist u = (uK, uC, uM, uY) der Vier-Vektor des Fehlers und f = (fK, fC, fM, fY) sind die Vier-Trennungs-Daten des Bildes (die die 1-D-LUT-Korrektur berücksichtigen). Aij ist die oben diskutierte Matrix, die die Relation zwischen den Ausrichtungsfehlern und der Tintenmenge beschreibt, D ist der Diffusionsparameter und Bij ist eine Matrix, die Korrekturen zweiter Ordnung beschreibt, die Interaktionseffekte von Tinte-über-Tinte-Bereichen berücksichtigt. In den meisten Fällen sind diese Korrekturen gering und deshalb kann Bij üblicherweise für alle i,j auf Bij = 0 gesetzt werden. Die Parameter Aik, Bij und D sind von dem Papier, der Tinte und den Maschinenparametern abhängig. Um diese zu bestimmen, wird ein Kalibrierungsprozess vorgenommen und die Parameter werden für eine zukünftige Nutzung in einer Datenbank gespeichert.
  • Der Kalibrierungsprozess involviert die Bebilderung und das Drucken von „synthetischen" Dateien für ein bestimmtes Tinten-Set, für das Papier und für die Maschinenparameter. Die Parameter Aij, Bij und D werden angepasst, bis die gemessenen Fehler identisch (oder innerhalb einer sehr geringen Begrenzung) mit den durch das Modell vorhergesagten sind.
  • Eine sorgfältige Ausführung der „synthetischen" Dateien ermöglicht, durch das Bestimmen einige der Parameter unabhängig von den anderen, schnelleres und leichteres Kalibrieren. Beispielsweise vereinfacht die Verwendung eines Vollformats, gleichförmige Abdeckung einer Trennung, die Gleichung durch das Entfernen der y-Abhängigen und der Interaktionsbedingungen zweiter Ordnung. Folglich ermöglicht es ein einfaches Bestimmen einiger der Aij. Das Wiederholen des Prozesses wird weitere Aij ergeben, bis alle davon beschafft sind. Anschließend können durch die Verwendung komplexerer Dateien die Parameter D und Bij erhalten werden.
  • Um die Dauerfehler-Map zu erhalten, wird das folgende Verfahren angewendet:
    Dauerfehler werden auf der Plattenoberfläche, durch Bebildern und Drucken des gleichen Rastergitters für alle Trennungen und anschließendes Messen der relativen Verschiebungen in Bezug auf die erste Trennung an jedem Punkt des Rastergitters, abgebildet, um die Dauerfehler-Map zu erzeugen.
  • Während des Betriebs bestimmt der Benutzer die Druckvariablen, bevor er mit der Bebilderung des nächsten Auftrages beginnt. Die während des Kalibrierungsstadiums definierten Parameter werden aus der Datenbank aufgerufen und in den Algorithmus oder das Programm des Verfahrens geladen. Die Datei mit niedriger Auflösung wird in ein Feld geladen und die Differenzialgleichung wird in ein unterschiedliches Schema übertragen und numerisch gelöst. Die Resultate ergeben eine gute Schätzung der mit der Papierlast verbundenen Papierstreckfehler.
  • Wenn die endgültigen Fehler berechnet werden, wird eine interpolierte Dauerfehler-Map den bildabhängigen Fehlern hinzugefügt, um die Gesamtfehlergröße als eine Funktion der Position zu erhalten. Diese Interpolation ist erforderlich, weil die typische Auflösung der gemessenen Fehler-Map ungefähr 0,1 Punkt pro Millimeter ist, während die bildabhängigen Fehler auf einem Raster von 1 Punkt pro Millimeter berechnet werden. Nachdem die Gesamtanzahl der Fehler bekannt ist, wird das Strobe-/Datensystem optimiert, während in Block 112 (3) die Strobe-„Timing"-Karte 72 und/oder die Datenmanipulationskarte, das sich daraus ergebende Bild durch Steuerung der Bebilderungsgeschwindigkeit (üblicherweise durch Steuern des oben genannten Laserstrahls 56), anpasst, erweitert oder komprimiert. Auf diese Art und Weise sind die nach der Korrektur verbleibenden Fehler minimal. Das jetzt durch den oben beschriebenen Prozess „verzerrte" Bild wird dann in dem Block 114 (3) auf die Druckelemente, üblicherweise Platten oder Träger, platziert.
  • Das Verfahren ist für den Benutzer vollständig transparent (und erfordert keinen Eingriff des Operators, ausgenommen bei dem Mapping des anfänglichen Fehlers und dem Setup der Papier-/Tintenkalibrierung). Das Verfahren erfordert keine teuren mechanischen Vorrichtungen, da die Korrektur durch eine Software- bzw. elektronische Hardware-Einstellung vorgenommen wird.
  • Obwohl die bevorzugte Ausführung der vorliegenden Erfindung in Bezug auf digitales Offsetdrucken beschrieben wurde, ist das Verfahren auf alle Drucktechnologien anwendbar, da es die geometrischen Fehler mit dem zu druckenden Bild verbindet. Insbesondere ist die Technik auf Druckvorbereitungs-Bebilderungsmaschinen anwendbar, vorausgesetzt, dass die Tinten-/Papierkalibrierungsdaten vorhanden sind.
  • Die hierin offen gelegten Verfahren und Vorrichtungen wurden ohne Bezugnahme auf spezielle Hardware oder Software beschrieben. Stattdessen wurden die Verfahren und Vorrichtungen auf eine Art und Weise beschrieben, die ausreichend ist, um einen durchschnittlichen Fachmann auf diesem Gebiet in die Lage zu versetzen, im Handel erhältliche Hardware und Software leicht in dem Umfang anzupassen, der erforderlich ist, um jede der Ausführungen der vorliegenden Erfindung ohne unangemessene Experimente und bei der Verwendung von konventionellen Techniken praktisch umzusetzen.
  • Weiterhin wird durch Fachleute in dieser Technik anerkannt werden, dass die hierin offen gelegten Verfahren durch Software oder Softwareeinrichtungen (Daten) implementiert werden können, die in Recheneinrichtungen, wie zum Beispiel einer CPU, einem PC oder anderen gleichartigen Datenrechnern, Mikroprozessoren, eingebetteten Rechnern, Mikrocomputern, Mikrosteuerungen usw., implementiert werden können. Die Recheneinrichtung verarbeitet die eingegebenen Daten aus der Vorrichtung mit dieser kommunizierend, um ein erwünschtes Resultat zu berechnen. Die Verarbeitung umfasst das Durchführen von Operationen, vorzugsweise in Form von Algorithmen oder Programmen (wie oben beschrieben), zum Durchführen der einzelnen Verfahren der vorliegenden Erfindung.
  • Während bevorzugte Ausführungen der vorliegenden Erfindung so beschrieben wurden, dass ein Fachmann auf diesem Gebiet in der Lage ist, die vorliegende Erfindung praktisch auszuführen, ist die vorhergehende Beschreibung ausschließlich als Beispiel beabsichtigt und soll den Anwendungsbereich der Erfindung, der unter Bezugnahme auf die folgenden Ansprüche definiert wird, nicht beschränken.

Claims (8)

  1. System zum Beseitigen von Druck-Ausrichtungsfehlern, umfassend einen Rechner zum Berechnen von Verzerrungsparametern und ein mit dem Rechner kommunizierendes Bebilderungssystem und konfiguriert zum Belichten verzerrter Bilder, dadurch gekennzeichnet, dass der Rechner programmiert ist für: das Empfangen von Eingabedaten, einschließlich Papierdaten, wenigstens eines Maschinenparameters (106) und Tintenverteilungsdaten (102), wobei der Rechner bildabhängige Fehler aus den Eingabedaten berechnet, das Empfangen wenigstens einer Dauerfehler-Map (108), abhängig von Maschinenparametern und während eines Kalibrierungslaufs beschafft, und das Voraussagen von Ausrichtungsfehlern auf der Basis der Dauerfehler-Map (108) und der bildabhängigen Fehler und das Berechnen der Verzerrungsparameter auf der Basis der Ausrichtungsfehler zum Erzeugen verzerrter Bilder.
  2. System nach Anspruch 1, wobei die Tintenverteilungsdaten für eine zu belichtende Bilddatei durch eine von der Bilddatei abgeleitete Datei mit geringer Auflösung (102) bereitgestellt werden.
  3. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Bebilderungssystem eine für das Ändern der Timing-Signale konfigurierte Strobe-Karte (72) enthält.
  4. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Bebilderungssystem Einrichtungen für das Ändern der Auflösung eines Bildes enthält.
  5. Verfahren zum Beseitigen von Druck-Ausrichtungsfehlern in einem System, umfassend einen Rechner zum Berechnen von Verzerrungsparametern und ein mit dem Rechner kommunizierendes Bebilderungssystem und konfiguriert zum Belichten verzerrter Bilder, gekennzeichnet durch: das Empfangen von Eingabedaten, einschließlich Papierdaten, wenigstens eines Maschinenparameters (106) und Tintenverteilungsdaten (102), wobei der Rechner bildabhängige Fehler aus den Eingabedaten berechnet, das Empfangen wenigstens einer Dauerfehler-Map (108), abhängig von Maschinenparametern und während eines Kalibrierungslaufs beschafft, und das Voraussagen von Ausrichtungsfehlern auf der Basis der Dauerfehler-Map (108) und der bildabhängigen Fehler und das Berechnen der Verzerrungsparameter auf der Basis der Ausrichtungsfehler zum Erzeugen verzerrter Bilder.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Schritt des Berechnens Folgendes umfasst: das Bereitstellen eines Referenzbildes (102), das Berechnen von Fehlern für im Wesentlichen alle Bildelemente für wenigstens eine Farbtrennung in dem Referenzbild und das Verwenden wenigstens einer Strobe-Daten- oder Datenmanipulationskarte (72) kombiniert mit den berechneten Fehlern, um die Geschwindigkeit der Bebilderung zu steuern, um ein verzerrtes Bild zu erzeugen.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Schritt des Bereitstellens eines Referenzbildes das Bereitstellen des Referenzbildes in einer Datei mit niedriger Auflösung (102) enthält.
  8. Verfahren nach Anspruch 5, 6 oder 7, das zusätzlich das Bereitstellen eines Druckelements und das Platzieren des verzerrten Bildes auf diesem Druckelement umfasst.
DE60009952T 1999-10-06 2000-10-04 Digitale ausrichtung im offsetdruck Expired - Lifetime DE60009952T2 (de)

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Publications (2)

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DE60009952D1 DE60009952D1 (de) 2004-05-19
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