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Querverweis
auf verwandte Anmeldungen
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Diese Patentanmeldung beansprucht
Priorität
und ist mit der vorläufigen
U.S.-Patentanmeldung
S/N 60/157,856 mit dem Titel „DIGITALE
AUSRICHTUNG IM OFF-SETDRUCK", angemeldet am 6.
Oktober 1999, verwandt. Diese vorläufige Patentanmeldung ist durch
Bezugnahme auf ihre Gesamtheit hierin einbezogen.
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Gebiet der
Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf Lithografie und insbesondere auf das Kompensieren von Deformationen
von Farbtrennungen beim Abbilden entsprechend deformierter Bilder
auf Druckplatten, so dass diese Platten die Farbtrennungen in Ausrichtung
drucken.
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Hintergrund
der Erfindung
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Konventionelle Lithografie verarbeitet
replizierte Bilder üblicherweise
durch das Übertragen
von Tinte von einer vorher vorbereiteten Platte auf einen Träger, typischerweise
Papier. Beim Offsetdrucken wird diese Übertragung indirekt, durch
ein Gummituch, das durch die Platte gestempelt wird, vorgenommen.
Dieses Gummituch druckt anschließend das Bild auf Papier.
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Farbbilder werden durch Trennen des
Bildes in vier Farbverarbeitungsplatten erreicht. Diese vier Farben
entsprechen Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz, allgemein als „CMYK" bekannt, die auf
dem Papier kombiniert werden. Wenn ein Bild genau dargestellt werden
soll, müssen
alle vier Farbtrennungen die gleiche Länge, Maßeinteilung und Position haben,
wenn sie auf das Papier gedruckt werden. Dies ist jedoch schwierig,
da Ausrichtungsfehler- und Maßeinteilungsfehler
auftreten können.
Diese Fehler werden entweder als Dauerfehler oder als Papierfehler
eingeordnet. Dauerfehler sind Fehler bei Ausrich tungen und bei Maßeinteilungen,
die sich von Bild zu Bild nicht verändern. Diese Fehler werden üblicherweise
durch Abweichungen der Bildgebungsvorrichtungen der Druckvorbereitung,
durch Fehler, die während
der Entwicklung der Druckplatten erzeugt werden, durch Fehler beim
Befestigen dieser Platten an den Druckzylindern und durch Fehler
des Druckmechanismus verursacht. Fehler des Druckmechanismus umfassen
typischerweise Plattenzylinder, die ihre Rundheit wegen Abnutzung
oder dergleichen verloren haben, und Lockerungen von Getrieben,
Lagerungen usw., üblicherweise
wegen Abnutzung mit der Zeit.
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Papierfehler resultieren typischerweise
aus dem Feuchtwerden des Papiers durch Feuchtmittel und Tinte und
aus den durch die Druckmaschine auf das Papier angelegten Kräften, die
dazu neigen, das Papier zu deformieren. Wenn das Papier deformiert
ist, werden Daten auf unerwünschten
oder auf unbeabsichtigten Positionen gedruckt. Selbst, wenn die
das Papier deformierenden Kräfte
freigegeben werden, kehrt das Papier üblicherweise nicht in seine
Originalanordnung zurück
und infolgedessen besteht ein Unterschied zwischen den Daten (auf
der Bildgebungsdruckplatte) und dem sich daraus ergebenden gedruckten
Bild.
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Effekte der Papierdeformation, die
in Papierfehlern resultieren, werden durch die 1A-1C erklärt. Die 1A zeigt die erwünschte Idealsituation, bei
der ein rechteckiges Bild 20, gebildet durch die Linien 20a und 20b,
auf den Träger 22, üblicherweise
Papier, zu drucken ist. In der 1B wurde
das Papier 22 mit einer ersten Trennung bedruckt, hier
ein Schwarzdruck 24 (K in CMYK). Dieser Druck 24 ist
als Resultat der Papierdeformation in der Druckmaschine trapezoid
in der Form (gebildet von den Linien 24a und 24b).
In der 1C wird anschließend eine
zweite Trennung, beispielsweise eine Cyan- oder „C"-Trennung, in einer Fehlausrichtung
auf dieses deformierte Papier 22 gedruckt, wie durch eine
unterbrochene Linie 26 dargestellt. Gleichermaßen werden
auf diese Art und Weise die nachfolgenden Gelb-„Y"- und Magenta-„M"-Trennungen entsprechend der Papierdeformation
fehlausgerichtet sein.
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Bei konventionellen Drucksystemen
sind einige der durch die Dauerfehler verursachten Fehlausrichtungen
durch den Operator, nach Prüfung
der Probedruckbögen,
mechanisch korrigierbar. In diesen Fällen passt der Operator die
relativen Positionen der Druckplatten manuell an oder verändert den
Druck auf den Druckträger.
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Diese durch den Operator manuell
durchgeführte
Anpassarbeit hat Nachteile. Zunächst
sind diese Anpassungen zeitaufwendig und erfordern beachtliche Fähigkeiten
des Operators. Zusätzlich
erfordert die Anpassung von Druckzylindern teure mechanische Einrichtungen.
Selbst bei konventionellen Druckmaschinen, bei denen die für die Anpassarbeit
erforderliche Zeit reduziert ist, ist die Ausrüstung für die Anpassarbeit teuer und
aufwendig.
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Einige Druckmaschinen wurden derartig
ausgeführt,
dass die Druckplatten direkt auf der Druckmaschine („on-press") bebildert werden,
wobei die Platten zur Bebilderung nicht aus der Druckmaschine entfernt werden.
Ein exemplarische Druckmaschine ist das Modell 74 KARAT,
Offset-Digital-Druckmaschine, von Karat-Digital-Druckmaschinen Herzlia,
Israel, hergestellt in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der KBA
(Koenig & Bauer
AG). Diese Ausführung
ermöglicht,
neben der Verkürzung
der Rüstzeit
oder der Vorbereitungszeit, die Beseitigung der meisten feststehenden
Ausrichtungsfehler.
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US-A-5365847 legt ein Steuerungssystem
für eine
Druckmaschine, das eine Vorrichtung zum Bestimmen eines Referenzdruckbildes
für die äußere Fläche eines
Druckzylinders und eine Vorrichtung zum Modifizieren des Referenzdruckbildes
enthält,
offen. Eine Vorrichtung zum Bilden des modifizierten Druckbildes
enthält
Einrichtungen zum Ermitteln einer Fehlausrichtung des Zylinders
relativ zu einem anderen Zylinder und Einrichtungen, die auf die
Fehlausrichtungs-Ermittlungseinrichtungen reagieren, zum Abwandeln
des Referenzdruckbildes in das nachfolgende Druckbild.
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EP-A-0770 legt ein digitales Druckmaschinensystem
mit einer Vielzahl von Bebilderungseinheiten, einem Rasterbildrechner,
einer Fehlererfassungseinrichtung und einem Bilddaten-Modifikationsschaltkreis
offen. Der Bilddaten-Modifikationsschaltkreis ist stromaufwärts des
Rasterbildrechners angeschlossen und kommuniziert mit der Fehlererfassungseinrichtung,
um die Bilddaten auf der Basis eines Ausrichtungsfehlersignals von
der Flächenerfassungseinrichtung
zu modifizieren.
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Die vorliegende Erfindung stellt
ein System zur Beseitigung von Druckausrichtungsfehlern, wie in
Anspruch 1 dargelegt, bereit. Die vorliegende Erfindung stellt ebenso
ein Ver fahren zum Eliminieren von Druckausrichtungsfehlern, wie
in Anspruch 5 dargelegt, bereit.
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Die vorliegende Erfindung verbessert
das Verfahren für
die Bebilderung von on-press Druckelementen, üblicherweise Druckplatten,
indem es einen automatischen Ablauf zur Plattenvorbereitung bereitstellt,
der Ausrichtungs- und Drucklängenfehler
kompensiert (das Befestigen der Platte wird vor der Bebilderung
durchgeführt
und deshalb wird die Positionsgenauigkeit durch das Bebilderungssystem
bestimmt). Das Verfahren der vorliegenden Erfindung erzeugt, während des
Stadiums der Bebilderung, deformierte Bilder auf den Druckelementen, üblicherweise
Platten, wobei diese deformierten Bilder derartig sind, dass die
Trennungen nach dem Drucken in Ausrichtung (koordiniert) sind. Die
vorliegende Erfindung bestimmt die genaue Position jedes Datenbildelementes
innerhalb des auf die Platten zu bringenden verzerrten Bildes. Diese
Position ist eine Summe der Dauerfehler und der mit der Streckung
des Trägers, üblicherweise
Papier, verbundenen Fehler. Die Erfindung stellt ebenso ein automatisches
Verfahren zum Vorhersagen von Papierstreckfehlern bereit.
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Das Korrekturverfahren benutzt das
Bild als einen Größenwert
der Verteilung der Tintenmenge und eines Sets fester Parameter (bestimmt
durch das Papier, die Tinte und andere Druckbedingungen), um eine Differenzialgleichung,
die die mit der Papierstreckung verbundenen Fehler berechnet, zu
lösen.
Diese Fehler werden der Fehler-Map hinzugefügt, um die endgültigen Fehler
zu erhalten. Das endgültige
Bildelementanordnungsabbild wird durch Umkehren des Prozesses abgeleitet,
das bedeutet, das Finden der Position eines Bildelementes auf eine
solche Art und Weise, dass, wenn der Positionsfehler dem Positions-Set
hinzugefügt
wird, die beim Drucken angeforderte Position erhalten wird. Das
sich daraus ergebende Abbild wird in Verbindung mit einer „Strobe"-Timing-Karte und/oder
einer Datenmanipulationskarte implementiert, um das verzerrte Plattenbild
zu erzeugen, woraus sich eine Druckplatte ergibt, die derartig bebildert
ist, dass die Fehlausrichtungen von Trennungen, die das gedruckte
Bild auf dem Träger
bilden, minimiert oder gänzlich
beseitigt werden.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Die vorliegende Erfindung wird im
Folgenden unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben,
wobei gleiche Referenzzahlen oder Referenzzeichen entsprechende
oder gleiche Komponenten kennzeichnen.
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1A-1C sind
Diagramme, die der Beschreibung von mit dem Stand der Technik verbundenen
Problemen dienen.
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2 ist
ein schematisches Diagramm des Bebilderungskopfes und der Strobe-Karte
und damit verbundener Systeme, entsprechend einer Ausführung der
vorliegenden Erfindung.
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3 ist
ein Fließdiagramm,
dass eine Ausführung
der vorliegenden Erfindung genau darstellt.
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4 ist
ein Diagramm eines Druckmusters, bei dem die Tintenmenge entlang
der y-Achse gleichförmig ist.
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5 ist
eine grafische Darstellung des Ausrichtungsfehlers entlang der x-Achse,
entsprechend dem Druckmuster der 4.
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6 ist
ein Diagramm eines Druckmusters, bei dem die Tintenmenge entlang
der x-Achse gleichförmig ist
und
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7 ist
eine grafische Darstellung des Ausrichtungsfehlers entlang der y-Achse,
entsprechend dem Druckmuster der 6.
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Ausführliche
Beschreibung der Zeichnungen
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Die vorliegende Erfindung wird auf
Druckmaschinen, üblicherweise
auf digitalen Offset-Druckmaschinen,
betriebsfähig.
Eine derartige digitale Druckmaschine ist im Handel zum Beispiel
als Quickmaster DI von der Heidelberg Druckmaschinen AG, Deutschland
erhältlich.
Die vorliegende Erfindung nutzt digitale Offset-Druckdeformationen,
die während
des Arbeitsganges der Bebilderung von Platten und/oder Zylindern
auftreten.
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Die vorliegende Erfindung verwendet
einen Mikroprozessor oder andere Rechenvorrichtungen, wie oben beschrieben,
um automatisch relevante Informationen, wie zum Beispiel die von
der Tintenmengeverteilung in dem zu druckenden Bild abgeleitete
Größe der Papierverzerrung,
zu beschaffen und wendet anschließend ein Strobe/Datenmanipulationsverfahren
an, wie im Folgenden ausführlich
beschrieben wird.
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Bezug nehmend auf die 2 wird ein exemplarisches
Bildtrommelsystem 40 gezeigt. Das System 40 enthält eine
durch einen Motor 44 über
eine Welle (nicht gezeigt) gedrehte Bildtrommel 42, die
durch die Trommelmotorsteuerung 48 gesteuert wird. Ein
Codierer 46 ist an die Trommelwelle gekoppelt, um digitale
Daten an die Bildträgersteuerung 60,
die Trommelmotorsteuerung 48 und die Strobe-Karte 72 zu
liefern. Ein durch die Bildträgersteuerung 60 gesteuerter
Bildträger 50 wird
durch eine Lasersteuerungskarte 52 und einen optischen
Kopf 54, der einen auf die Bildtrommel gerichteten hochintensiven
Laserstrahl 56 erzeugt, gebildet.
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Das Trägersteuerungssystem 60 wird
benutzt, den Bildträger 50 entlang
der Trommel 42 zu bewegen. Das Trägersystem 60 umfasst
eine Trägermotorsteuerung 62,
den Trägermotor 64 und üblicherweise
eine Kugelgewindespindel 66, die die Drehbewegung des Motors 64 in
eine Translationsbewegung entlang der Trommel 42 überträgt. Die
Strobe-Karte 72 verriegelt
bei der Frequenz des Signals des Codierers 46 und erzeugt einen
Hochfrequenzbelichtungstakt 74, der phasengleich mit der
Drehung der Trommel ist.
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Bei Normalbetrieb wird das Verhältnis zwischen
dem Hochfrequenzsignal und dem Signal des Codierers 46 konstant
gehalten. Ebenso ist die Strobe-Karte 72 so ausgelegt,
dass sie mit den Daten aus der Korrekturtabelle 70 vorgeladen
werden kann. Die Daten in der Korrekturtabelle 70 (üblicherweise
in einer Datenmanipulationskarte) sind derartige, dass kleinere
Modifikationen des Verhältnisses
zwischen dem Hochfrequenzsignal und dem Signal des Codierers leicht
möglich
sind.
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Im Ergebnis dieser Modifikation können die
Daten durch das Verlangsamen des Belichtungstakts 74 erweitert
werden oder durch das Erhöhen
des Belichtungstakts 74 komprimiert werden. Durch das Erweitern und
das Komprimieren der Daten werden Korrekturen der Bebilderungsplatten
erreicht, um jede Fehlausrichtung der Farbtrennung in einem gedruckten
Bild zu minimieren oder zu beseitigen. Dies deshalb, weil die Strobe-Karte 72 und
die Datenkorrekturtabelle so ausgelegt sind, dass sie die Geschwindigkeit
der Bebilderung ändern
können,
während
die Geschwindigkeit der Bebilderungstrommel 42 und die
Geschwindigkeit des Bildträgers 50 synchronisiert
sind und konstant gehalten werden.
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Die 3 zeigt
ein Fließdiagramm
des automatischen Korrektursystems der vorliegenden Erfindung. Anfänglich besteht
das Bild in Form einer Datei mit geringer Auflösung in dem Block 102. Üblicherweise
aus einer gespeicherten Datenbank bezogene Daten, wie die über die
zu benutzende Tinte und den zu benutzenden Träger, befinden sich in dem Block 104 und
die Druckparameter, wie zum Beispiel die Geschwindigkeit, die Aufdruckstärke und
die Tintentemperaturen, befinden sich in dem Block 106.
Eine Dauerfehler-Map 108 und
die Parameter für
den Prozess in Block 110 bilden weitere Elemente zum Ausführen der
vorliegenden Erfindung.
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Die Datei mit geringer Auflösung, Block 102,
hat üblicherweise
eine Auflösung
von einem Punkt pro Millimeter und ist somit für eine Fehlerevaluierung genau
genug. Die Datei mit geringer Auflösung kann Auflösungen bis
zu 10 Punkten pro Millimeter verwenden.
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Ein Beispiel einer Datei mit geringer
Auflösung
wurde durch InkProTM angefertigt und ist über die
Scitex Corporation, Herzelia, Israel zu beziehen. Bezug nehmend
auf den Prozess 110, ist dieser ausgelegt, den Fehler jedes
Bildelementes bei dem Bild geringer Auflösung für jede Trennung (üblicherweise
entsprechen die Trennungen 1-4 jeweils CMYK) in Bezug auf eine erste
Referenztrennung zu berechnen.
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Das Verfahren bezieht sich auf die
Relation zwischen den Fehlern und dem Bild, wobei ui(x,y)
als die Fehlausrichtung in der x-Richtung der Trennung i an einem
Punkt (x,y) auf dem Papier definiert ist. Hierbei ist x die Trommelumfangsachse
und y ist die Bildträgerschraubenachse.
Dabei ist hier nur die x-Komponente der Fehlausrichtung von Interesse,
da sie üblicherweise
wesentlich größer ist
als die entlang der y-Richtung. Die Größe von u(x,y) ist abhängig von
(x,y) und i. Diese Abhängigkeit
wird durch die Tintenmenge auf Papier fj (x,y) von
vorheriger Trennungen j ≤ i
bestimmt. Die Tintenmenge spielt in der Gleichung, die die Größe der Fehlausrichtung
beschreibt, die Rolle einer Fehlerquelle. Beim Berechnen der Tintenmengefunktion
müssen
der Punktzuwachs und die nicht lineare Reaktion des Papiers auf
die Tintenmenge durch das Durchlaufen jedes Bildpunktbereichs einer
1-D-LUT-(Nachschlagetabellen-)Korrektur berücksichtigt werden.
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Das Verfahren basiert auf Experimenten,
die das folgende Verhalten zeigen: Anfänglich wurde ein Muster gedruckt,
das entlang der y-Achse gleichförmig
war (4). Die Punkte 120a, 121a, 122a und 123a bezeichnen
Grenzen des Tintenbereichs. Insbesondere, wenn sich die Tintenmenge
entlang der x-Achse ändert,
wurde festgestellt, dass die Fehler der verschiedenen Trennungen
proportional zu der integralen Tintenmenge waren, wie in der 5 gezeichnet, bei der die
Punkte 120b, 121b, 122b und 123b die
Tintengrenzen entsprechend den Punkten in der 4 bezeichnen.
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Wenn ein Muster gedruckt wurde, das
entlang der x-Achse gleichförmig
war (6), d. h., wenn
sich die Tintenmenge entlang der y-Achse änderte, wurde festgestellt,
dass sich die Fehler der verschiedenen Trennungen verhalten, wie
in der 7 gezeichnet.
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Dieses Verhalten ist gleich dem einer
in der Technik bekannten Hitzegleichung mit Quelle gi(x,y), was zu
der Annahme führte,
dass die Fehler u
i(x,y) einer Diffusionsgleichung
folgen:
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Wobei D die Diffusionskonstante ist.
Es ist ersichtlich, dass, wenn sich die Tintenmenge g
i(x,y)
nicht mit y ändert,
das bedeutet g
i(x,y) = g
i(x),
als Lösung
ein Integral erhalten wird (⎕
2/⎕y
2 scheidet aus), folglich: ⎕u/⎕x
= g
i(x). Daher:
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Wenn y-Abhängigkeit eingeführt wird,
tritt ein „Hitzediffusionsprozess" ein, der einen Fehler
auf der mit Tinte behafteten Seite des Papiers, in die freien Bereiche „überzulaufen", verursacht.
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Beim Lösen der Gleichungen wird eine
konstante Matrix verwendet, um die zusätzlichen Effekte zu beschreiben,
z. B., der Fehler in Trennung 4 ist gleich der Summe der Fehler
in den Trennungen 1 bis 3. Es ist zu beachten, dass die Tintenmengefunktionen
fj(x,y) aus den CMYK-Dateiwerten, durch
deren Übertragung
an eine 1-D-LUT, die den Punktzu wachs und eine Korrektur der nicht
linearen Reaktion der Fehlausrichtung bei der Tintenabdeckung auf
Papier berücksichtigt,
abgeleitet wird.
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Die endgültige einen Vektor verwendende
Gleichung ist:
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Hierbei ist u = (uK,
uC, uM, uY) der Vier-Vektor des Fehlers und f = (fK, fC, fM,
fY) sind die Vier-Trennungs-Daten des Bildes
(die die 1-D-LUT-Korrektur berücksichtigen).
Aij ist die oben diskutierte Matrix, die die Relation zwischen den
Ausrichtungsfehlern und der Tintenmenge beschreibt, D ist der Diffusionsparameter und
Bij ist eine Matrix, die Korrekturen zweiter Ordnung beschreibt,
die Interaktionseffekte von Tinte-über-Tinte-Bereichen berücksichtigt.
In den meisten Fällen
sind diese Korrekturen gering und deshalb kann Bij üblicherweise
für alle
i,j auf Bij = 0 gesetzt werden. Die Parameter Aik, Bij und D sind
von dem Papier, der Tinte und den Maschinenparametern abhängig. Um
diese zu bestimmen, wird ein Kalibrierungsprozess vorgenommen und
die Parameter werden für
eine zukünftige
Nutzung in einer Datenbank gespeichert.
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Der Kalibrierungsprozess involviert
die Bebilderung und das Drucken von „synthetischen" Dateien für ein bestimmtes
Tinten-Set, für
das Papier und für
die Maschinenparameter. Die Parameter Aij, Bij und D werden angepasst,
bis die gemessenen Fehler identisch (oder innerhalb einer sehr geringen
Begrenzung) mit den durch das Modell vorhergesagten sind.
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Eine sorgfältige Ausführung der „synthetischen" Dateien ermöglicht,
durch das Bestimmen einige der Parameter unabhängig von den anderen, schnelleres
und leichteres Kalibrieren. Beispielsweise vereinfacht die Verwendung
eines Vollformats, gleichförmige
Abdeckung einer Trennung, die Gleichung durch das Entfernen der
y-Abhängigen
und der Interaktionsbedingungen zweiter Ordnung. Folglich ermöglicht es
ein einfaches Bestimmen einiger der Aij. Das Wiederholen des Prozesses
wird weitere Aij ergeben, bis alle davon beschafft sind. Anschließend können durch
die Verwendung komplexerer Dateien die Parameter D und Bij erhalten
werden.
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Um die Dauerfehler-Map zu erhalten,
wird das folgende Verfahren angewendet:
Dauerfehler werden
auf der Plattenoberfläche,
durch Bebildern und Drucken des gleichen Rastergitters für alle Trennungen
und anschließendes
Messen der relativen Verschiebungen in Bezug auf die erste Trennung
an jedem Punkt des Rastergitters, abgebildet, um die Dauerfehler-Map
zu erzeugen.
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Während
des Betriebs bestimmt der Benutzer die Druckvariablen, bevor er
mit der Bebilderung des nächsten
Auftrages beginnt. Die während
des Kalibrierungsstadiums definierten Parameter werden aus der Datenbank
aufgerufen und in den Algorithmus oder das Programm des Verfahrens
geladen. Die Datei mit niedriger Auflösung wird in ein Feld geladen
und die Differenzialgleichung wird in ein unterschiedliches Schema übertragen
und numerisch gelöst.
Die Resultate ergeben eine gute Schätzung der mit der Papierlast
verbundenen Papierstreckfehler.
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Wenn die endgültigen Fehler berechnet werden,
wird eine interpolierte Dauerfehler-Map den bildabhängigen Fehlern
hinzugefügt,
um die Gesamtfehlergröße als eine
Funktion der Position zu erhalten. Diese Interpolation ist erforderlich,
weil die typische Auflösung
der gemessenen Fehler-Map ungefähr
0,1 Punkt pro Millimeter ist, während
die bildabhängigen
Fehler auf einem Raster von 1 Punkt pro Millimeter berechnet werden.
Nachdem die Gesamtanzahl der Fehler bekannt ist, wird das Strobe-/Datensystem
optimiert, während
in Block 112 (3)
die Strobe-„Timing"-Karte 72 und/oder
die Datenmanipulationskarte, das sich daraus ergebende Bild durch
Steuerung der Bebilderungsgeschwindigkeit (üblicherweise durch Steuern
des oben genannten Laserstrahls 56), anpasst, erweitert
oder komprimiert. Auf diese Art und Weise sind die nach der Korrektur verbleibenden
Fehler minimal. Das jetzt durch den oben beschriebenen Prozess „verzerrte" Bild wird dann in dem
Block 114 (3)
auf die Druckelemente, üblicherweise
Platten oder Träger,
platziert.
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Das Verfahren ist für den Benutzer
vollständig
transparent (und erfordert keinen Eingriff des Operators, ausgenommen
bei dem Mapping des anfänglichen
Fehlers und dem Setup der Papier-/Tintenkalibrierung). Das Verfahren
erfordert keine teuren mechanischen Vorrichtungen, da die Korrektur
durch eine Software- bzw. elektronische Hardware-Einstellung vorgenommen wird.
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Obwohl die bevorzugte Ausführung der
vorliegenden Erfindung in Bezug auf digitales Offsetdrucken beschrieben
wurde, ist das Verfahren auf alle Drucktechnologien anwendbar, da
es die geometrischen Fehler mit dem zu druckenden Bild verbindet.
Insbesondere ist die Technik auf Druckvorbereitungs-Bebilderungsmaschinen
anwendbar, vorausgesetzt, dass die Tinten-/Papierkalibrierungsdaten
vorhanden sind.
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Die hierin offen gelegten Verfahren
und Vorrichtungen wurden ohne Bezugnahme auf spezielle Hardware
oder Software beschrieben. Stattdessen wurden die Verfahren und
Vorrichtungen auf eine Art und Weise beschrieben, die ausreichend
ist, um einen durchschnittlichen Fachmann auf diesem Gebiet in die
Lage zu versetzen, im Handel erhältliche
Hardware und Software leicht in dem Umfang anzupassen, der erforderlich
ist, um jede der Ausführungen
der vorliegenden Erfindung ohne unangemessene Experimente und bei
der Verwendung von konventionellen Techniken praktisch umzusetzen.
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Weiterhin wird durch Fachleute in
dieser Technik anerkannt werden, dass die hierin offen gelegten
Verfahren durch Software oder Softwareeinrichtungen (Daten) implementiert
werden können,
die in Recheneinrichtungen, wie zum Beispiel einer CPU, einem PC
oder anderen gleichartigen Datenrechnern, Mikroprozessoren, eingebetteten
Rechnern, Mikrocomputern, Mikrosteuerungen usw., implementiert werden
können.
Die Recheneinrichtung verarbeitet die eingegebenen Daten aus der
Vorrichtung mit dieser kommunizierend, um ein erwünschtes
Resultat zu berechnen. Die Verarbeitung umfasst das Durchführen von
Operationen, vorzugsweise in Form von Algorithmen oder Programmen
(wie oben beschrieben), zum Durchführen der einzelnen Verfahren
der vorliegenden Erfindung.
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Während
bevorzugte Ausführungen
der vorliegenden Erfindung so beschrieben wurden, dass ein Fachmann
auf diesem Gebiet in der Lage ist, die vorliegende Erfindung praktisch
auszuführen,
ist die vorhergehende Beschreibung ausschließlich als Beispiel beabsichtigt
und soll den Anwendungsbereich der Erfindung, der unter Bezugnahme
auf die folgenden Ansprüche
definiert wird, nicht beschränken.