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DE60009783T2 - Druckgiessteile aus einer kriechbeständigen Magnesiumlegierung - Google Patents

Druckgiessteile aus einer kriechbeständigen Magnesiumlegierung Download PDF

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DE60009783T2
DE60009783T2 DE60009783T DE60009783T DE60009783T2 DE 60009783 T2 DE60009783 T2 DE 60009783T2 DE 60009783 T DE60009783 T DE 60009783T DE 60009783 T DE60009783 T DE 60009783T DE 60009783 T2 DE60009783 T2 DE 60009783T2
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alloy
creep
casting
magnesium
alloys
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DE60009783T
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Bob R. Birmingham Powell
Vadim Waterford Rezhets
Aihua A. Rochester Hills Luo
Basant L. Sterling Heights Tiwari
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Motors Liquidation Co
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General Motors Corp
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C23/00Alloys based on magnesium
    • C22C23/02Alloys based on magnesium with aluminium as the next major constituent

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Description

  • TECHNISCHES GEBIET
  • Die Erfindung betrifft den Druckguss von kriechbeständigen Magnesiumlegierungen. Insbesondere betrifft die Erfindung Magnesiumlegierungen, die erfolgreich als Flüssigkeiten in Druckgießformen oder Formen aus Metall gegossen werden können und Gussteile bereitstellen, die eine Kriechbeständigkeit für Anwendungen bei relativ hohen Temperaturen aufweisen.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die Verwendung von Magnesium zur Gewichtsreduktion bei Kraftfahrzeugen hat seit den frühen 1990er Jahren jährlich um ca. 20% zugenommen. Der Großteil dieser Zunahme erfolgte bei den Anwendungen für Innenbauteile, und derzeit sind die einzigen, hergestellten Kraftübertragungskomponenten nicht tragend und für Anwendungen bei relativ niedrigen Temperaturen. Volkswagen hat in den 1970er Jahren die Magnesiumlegierungen AS41A und AS21 (Mg-4% Al, 1% Si bzw. Mg-2% Al 1% Si) verwendet, um luftgekühlte Motorblöcke zu gießen. Die Verwendung dieser Legierungen endete, als die Betriebstemperaturen des Motors anstiegen und sich die Kosten für Magnesium erhöhten. Wenn die Vorteile des Magnesiums z. B. auf heutige Motoren und Komponenten von automatischen Getrieben ausgeweitet werden sollen, müssen verschiedene, bestehende Probleme überwunden werden.
  • Die vier Problemkreise bei der Verwendung von Dauerformen oder Druckgussteilen aus Magnesiumlegierungen für Kraftübertragungskomponenten sind: (1) Kriechen (d. h., fortgesetztes Verformen unter Belastung); (2) die Kosten; (3) die Gießbarkeit, und (4) die Korrosion. Beispielsweise sind die derzeit bei Kraftfahrzeugen verwendeten, handelsüblichen Druckgussteile aus Magnesiumlegierungen (AZ91D, das Aluminium, Zink und Mangan enthält; AM60 und AM50, die beide Aluminium und Mangan enthalten) auf raumtemperaturnahe Anwendungen begrenzt, da ihre mechanischen Eigenschaften bei höheren Temperaturen abnehmen, und sie dazu neigen, bei Betriebstemperaturen von Kraftübertragungen zu kriechen. AE42 ist eine Seltenerdmetalle enthaltende Druckgussmagnesiumlegierung (E bezeichnet ein Mischmetall), die eine für die Betriebstemperatur eines Automatikgetriebes (bis zu 150°C) ausreichende Kriechbeständigkeit aufweist, nicht jedoch für Motortemperaturen (über 150°C).
  • Einige zum Sand- oder Dauerformgießen bereitete Magnesiumlegierungen sorgen für gute Hochtemperatur-Eigenschaften und werden in der Raumfahrt und in Kernreaktoren verwendet. Die hohen Kosten für die in diesen Legierungen verwendeten, exotischen Elemente (Ag, Y, Zr und seltene Erden) verhindern deren Verwendung bei Kraftfahrzeugen.
  • Die Kosten sind auch ein größeres Hindernis bei der Überlegung, Magnesium für Kraftübertragungskomponenten zu verwenden. Der Kostenunterschied zwischen Magnesiumlegierungen und Aluminium oder Eisen ist jedoch nicht so groß wie angenommen, wenn die Kosten auf der Basis gleicher Volumina verglichen werden. Auf einer Basis je Pfund ist Magnesium wesentlich kostspieliger als Eisen und Aluminium. Berücksichtigt man jedoch die Dichte der Metalle und gleicht man die Kosten auf eine Basis pro Volumeneinheit an, so ist der Kostenunterschied viel geringer. Darüber hinaus wird bei Verwendung der manchmal geplanten Kosten von Magnesiumlegierungen der Unterschied je Pfund zwischen Magnesium und Aluminium sogar noch geringer sein als der Unterschied zwi schen Aluminium und Eisen. Unglücklicherweise ist die AE42 mit ihrem Anteil an seltenen Erden kostspieliger als die Niedertemperatur-Magnesiumlegierungen, wodurch die Kosten von hochtemperaturbeständigen Magnesiumlegierungen ein Problem bleiben.
  • Die Gießbarkeit war ein Vorteil der derzeitigen Niedertemperatur-Magnesiumlegierungen. Diese Legierungen sind flüssig und fließen leicht in dünne Formabschnitte hinein, um diese zu füllen. In vielen der Nicht-Kraftübertragungs-Anwendungen hat die Umstellung auf Mg eine Kostenreduktion durch Teilezusammenführung gebracht: Gießen komplexer Teile anstatt Zusammensetzen vieler einfacherer Teile. Die ausgezeichnete Gießbarkeit dieser Niedertemperatur-Magnesiumlegierungen hat auch die Flexibilität im Aufbau und die Verwendung dünnerer Wände erhöht, wobei diese beiden Eigenschaften bei Kraftübertragungskomponenten von Vorteil sein werden, wenn die kriechbeständige Legierung dieselbe, gute Gießbarkeit aufweist. Unglücklicherweise weisen die AE42 und andere vorgeschlagene, kriechbeständige Legierungen nicht dieselbe gute Gießbarkeit auf wie AZ91D, AM60 und AM50. Beispielsweise neigen einige ansonsten kriechbeständige Legierungen dazu, mit einer Metallform zu verschweißen oder darin hängen zu bleiben, oder ihre Gussteile bilden Risse und müssen ausgeschieden werden.
  • Ein viertes, größeres Problem bei Magnesiumkomponenten ist deren Korrosionsverhalten. Dies ist deshalb der Fall, da die Kraftübertragungskomponenten den Straßenverhältnissen und Salzsprühnebeln ausgesetzt sein werden. Korrosion wurde bei den Niedertemperaturlegierungen überwunden, da deren Reinheit sorgfältig gesteuert ist, und Befestigungstechniken, die eine galvanische Kopplung verhindern, eingeführt wurden. Jegliche Legierung für Kraftübertragungen wird denselben Grad an Korrosionsbeständigkeit benötigen.
  • Demzufolge kann man Kriechbeständigkeit, Kosten, Gießbarkeit und Korrosionsbeständigkeit als Schlüsselfaktoren für eine Mg-Legierung, die für einen Verbrennungsmotorblock oder -zylinderkopf oder für ein Getriebegehäuse geeignet ist, ansehen, und die Anforderungen an die Legierung, die verwendet werden soll, festsetzen, z.B.:
    • – Kriechfestigkeit – 20% höher als AE42 bei 150°C;
    • – Kosten, Gießbarkeit und Korrosionsbeständigkeit – gleich wie AZ91D.
  • Es bleibt ein Bedarf an einer Magnesiumlegierung, die als Flüssigkeit in eine Form gezwungen oder in eine Dauerform gegossen werden und erstarren kann, um einen Gussteil zu ergeben, der Kriechfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit bereitstellt.
  • Die EP 0 799 901 A1 offenbart ein hitzebeständiges Element aus einer Magnesiumlegierung mit 2–6% Aluminium, bezogen auf das Gewicht und 0,5 bis 4% Calcium, bezogen auf das Gewicht, und ein Verfahren zum Herstellen des hitzebeständigen Elements aus einer Magnesiumlegierung durch einen halbfesten Spritzguss.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung stellt eine Familie von Mg-Al-Ca-X-Legierungen (infolgedessen als ACX-Legierungen bezeichnet), die zum Druckguss oder Dauerformguss geeignet sind. Die Gussprodukte erfüllen die Ansprüche an tragende Teile, die bei Temperaturen von 150°C und mehr arbeiten, z. B. Kraftübertragungskomponenten von Kraftfahrzeugen. Die Legierungen der Erfindung stellen eine Kombination der nützlichen und vorteilhaften Eigenschaften der Gießbarkeit mit moderaten Kosten dar. Gussteile, die aus den Legierungen hergestellt werden, zeigen Kriech- und Korrosionsbe ständigkeit über eine anhaltende Zeitdauer, in der sie solchen Temperaturen und Umgebungsbedingungen, wie sie typischerweise für Kraftübertragungskomponenten erforderlich sind, ausgesetzt sind.
  • Wie angeführt, sind die gegenständlichen Legierungen im Allgemeinen für die Verwendung bei Gussverfahren geeignet, ob sie bei niedrigen Drücken, wie beim Dauerformguss oder bei hohen Drücken, wie beim Druckguss, durchgeführt werden. Die Legierungen sind aber besonders für die Verwendung beim Druckguss oder ähnlichen Gussverfahren, bei denen eine geschmolzene Magnesiumlegierung bei Temperaturen weit über ihrer Liquidus-Temperatur in eine Metallform (Hohlform) eingebracht und abgekühlt wird, und während die Schmelze erstarrt einem Pressen oder Druck unterzogen wird, geeignet. Solche Druck- oder Pressgussverfahren werden verwendet, um Gussteile von komplexer Form herzustellen, oft mit dünnen Wandabschnitten, wie z.B. Auto- und Lastwagenmotorblöcke und -köpfe sowie Getriebegehäuse.
  • Für einige solcher Gussteilanwendungen umfassen geeignete Legierungen, bezogen auf das Gewicht, etwa 3% bis 6% Aluminium, etwa 1,7% bis 3,3% Calcium, zufällige Anteile (z.B. bis zu 0,35%) Mangan zum Steuern des Eisengehaltes, minimale Anteile an üblicherweise vorhandenen Fremdstoffen, wie Eisen (< 0,004%), Nickel (< 0,001%) und Kupfer (< 0,08%), und der Rest ist Magnesium. Jeder Bestandteil kann innerhalb seines angegebenen Bereiches unabhängig von dem Gehalt der anderen Bestandteile variiert werden. Geringe Anteile an Silicium, z.B. bis zu etwa 0,35%, bezogen auf das Gewicht, können geeigneterweise ebenfalls verwendet werden. Diese Familie aus Magnesium-, Aluminium- und Calciumlegierungen erfüllt die Anforderungen an die Gießbarkeit, die Kriechbeständigkeit, Korrosionsbeständigkeit und die Kosten für viele Anwendungen von tragenden Hochtemperatur-Gussteilen. Die metallurgische Mikrostruktur ist durch das Vorhandensein einer magnesiumreichen Matrixphase mit einer eingebundenen oder Korngrenzphase von (Mg, Al)2Ca gekennzeichnet. Jedoch sorgt die Zugabe von Strontium in relativ kleinen Mengen, geeigneterweise etwa 0,01% bis 0,2%, bezogen auf das Gewicht und vorzugsweise 0,05% bis 0,15%, für eine deutliche Verbesserung der Kriechbeständigkeitseigenschaften der Legierungen, insbesondere bei Anwendungstemperaturen von 150°C bis 175°C und mehr. Diese Eigenschaft der gegenständlichen Mg-Al-Ca-Sr-Legierungen erlaubt, Gussteile, die aus diesen Zusammensetzungen bestehen, hunderte von Stunden solchen Temperaturen auszusetzen und ihren Nutzwert zu erhalten.
  • Weitere Ziele und Vorteile der gegenständlichen Erfindung werden aus der unten stehenden, detaillierten Beschreibung ersichtlich. Es wird auf die Zeichnungen Bezug genommen, die in folgendem Abschnitt beschrieben sind.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 ist eine grafische Darstellung von Kriechdehnungskurven für Magnesium-Aluminium (5%)-Calcium (2%)-Legierungen bei konstanten Temperaturen von 150°C, 175°C bzw. 200°C unter konstanten Belastungen von 82,8 N/mm2 (12 ksi); 69 N/mm2 (10 ksi) bzw. 55,2 N/mm2 (8 ksi).
  • 2 ist eine grafische Darstellung der Druckspannungsbeibehaltung einer handelsüblichen Druckguss-Aluminiumlegierung 380, der handelsüblichen Magnesiumlegierungen AE42 und AZ91D, und verschiedener ACX-Legierungen der Erfindung bei 150°C, über eine Zeit von bis zu 750 Stunden.
  • 3 ist eine grafische Darstellung der Druckspannungsbeibehaltung einer handelsüblichen Druckguss-Aluminiumlegierung 380, der handelsüblichen Magnesiumlegierungen AE42 und AZ91D, und von verschiedenen ACX-Legierungen der Erfindung bei 175°C, über eine Zeit von bis zu 750 Stunden.
  • 4 ist ein Blockdiagramm der Druckspannungsbeibehaltung verschiedener ACX-Gusslegierungen bei 150°C und 175°C über 750 Stunden.
  • 5 ist ein Blockdiagramm der Gießbarkeitsbewertungen (in Bezug auf Fehlguss, Kaltschweißstellen und Fleckenbildung) für AM50, eine handelsübliche Magnesiumlegierung, die sehr gute Gießeigenschaften haben soll, für eine AC51-Legierung, und für verschiedene ACX-Legierungen.
  • 6 ist ein Blockdiagramm der Gießbarkeitsbewertungen (in Bezug auf Schrumpfung und Rissbildung) für eine AM50-Legierung, eine AC51-Legierung und verschiedene ACX-Legierungen.
  • 7 ist ein Blockdiagramm der Gießbarkeitsbewertungen (in Bezug auf Festkleben und Verlöten) für eine AM50-Legierung, eine AC51-Legierung und verschiedene ACX-Legierungen.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
  • Wie vorstehend beschrieben wurde, weist die handelsübliche Druckguss-Magnesiumlegierung AE42, die etwa 4% Aluminium und 2% Mischmetall enthält, eine geeignete Kriechbeständigkeit für Anwendungen bei Automatikgetrieben auf. Da für Anwendungen bei Motorblöcken und dergleichen eine bessere Kriechbeständigkeit erforderlich ist, wurde in Druckspannungsbeibehaltungstests (CSR-Tests) eine Studie über die Metallurgie von AE42 bei erhöhten Temperaturen durchgeführt.
  • Kriechbeständigkeit, ob Zug- oder Druckspannung, ist ein wichtiges Erfordernis für die Verwendung von Mg-Legierungen bei Kraftübertragungskomponenten. Kriechbeständigkeit unter Druckbelastung ist erforderlich, um Schrauben-Anzugsmoment und Formbeständigkeit von Gusskörpern während eines Betriebes eines Kraftfahrzeuges aufrecht zu erhalten. Vom Einreicher der Erfindung wurde ein Funktionskriechtest entwickelt, der die Klemmbelastung simuliert, die ein Magnesiumflansch in einer verschraubten Baugruppe erfährt. Sieracke, E.G., Velazquez, J.J. und Kabri, K., "Compressive Stress Retention Characteristics of High Pressure Die Casting Magnesium Alloys" (Druckspannungsbeibehaltungseigenschaften von Hochdruckgussteilen aus Magnesiumlegierungen), SAE Technical Publication Nr. 960421 (1996). Ein Muster eines quadratischen CSR-Blocks aus einer Magnesiumlegierung wird zwischen Unterlegscheiben und Muttern auf einer Gewindestahlstange angeordnet, die durch eine gegossene Öffnung in dem Mg-Musterblock eingepasst ist. Durch Festziehen der Muttern an den Enden der Schrauben wird Belastung auf das Muster aufgebracht. Die Klemmbelastung (Druckspannung) kann durch Messen der Längenzunahme der Stahlstange bestimmt werden. Das Muster wird bis zu der gewünschten Druckspannung belastet und bis zu 750 bis 1000 Stunden in einem Bad mit konstanter Temperatur platziert. Selbstverständlich verkürzt sich die Stahlstange, wenn das Muster unter der Belastung fließt (d.h., kriecht).
  • Die Feinstrukturuntersuchung von Druckguss-CSR-Prüfkörpern aus AE42 ergab eine Korrelation zwischen der Kriechbeständigkeit bei der Druckspannungsbeibehaltung und der Feinstruktur nach den Tests. Die Feinstruktur von Druckguss-Prüfkörpern bestand im Wesentlichen aus Magnesium-Dendriten mit einer lamellaren Phase aus Al11E3 zwischen den Dendriten. Die lamellare Phase aus Al11E3 dominierte die Feinstruktur der CSR-Muster.
  • Oberhalb von 150°C verschlechterte sich die Kriechbeständigkeit.
  • Es wurde gezeigt, dass der Zusammenbruch der Kriechbeständigkeit von AE42 oberhalb von 150°C von einer Phasenumwandlung in der Feinstruktur dieser Legierung begleitet ist; insbesondere die Zersetzung von Al11E3 und die Bildung von Al2E und Mg17Al12. Mg17Al12 ist eine leicht schmelzende Phase, die in den handelsüblichen Legierungen AZ91D, AM60 und AM50 vorhanden ist, und diese wird für das schlechte Kriechverhalten dieser Legierungen verantwortlich gemacht. Die Ergebnisse legten nahe, dass ein Erhöhen der thermischen Stabilität von Al11E3 ein Mittel sein könnte, um die Kriechbeständigkeit von AE42 auf über 150°C auszudehnen. Sie legten auch die Möglichkeit nahe, kostengünstigere, kriechbeständige Legierungen zu entwickeln, indem die seltene Erde in AE42 durch ein kostengünstigeres Element ersetzt wird, das ebenfalls eine Verstärkungsphase vom Al11E3-Typ bildet.
  • Es wurde über Phasen vom Al11E3-Typ in Al-Erdalkali (Ca, Sr und Ba)-Verbindungen berichtet. Von den drei Erdalkalien ist Calcium auf einer Kosten-je-Pfund-Basis das kostengünstigste. Es weist auch die geringste Dichte und das geringste Atomgewicht auf, so dass die "Kosten je Ca-Atom" deutlich niedriger sind als jene von Sr oder Ba. Aus diesen Gründen wurde für diese Studie Ca ausgewählt. Die Studie umfasste Strontium und Silicium als mögliche Zugaben eines vierten Elementes, um Niederschläge zu modifizieren und die Legierung weiter zu verbessern.
  • Vorhergehende Arbeiten haben berichtet, dass Calcium Mg-Al-Legierungen Kriechbeständigkeit verleiht; es wurde jedoch auch berichtet, dass die resultierenden Legierungen schwierig zu gießen sind, da die Gussteile an der Druckgießform kleben und zu Heißrissbildung neigen. Einige Forscher haben das Festkleben an der Druckgießform und Heißrisse durch Begrenzen des Ca-Gehaltes auf unter 0,5% verhindert. Die Gießprobleme wurden auch durch die Zugabe von Zink verringert, aber die resultierende Legierung erzielte die zufriedenstellende Kriechbeständigkeit nur bis zu 150°C.
  • Um die Mängel von Legierungen nach dem Stand der Technik zu überwinden, wurde eine Gruppe von Legierungen auf Magnesium-Aluminium-Calcium-Basis hergestellt.
  • VERSUCHSVERFAHREN
  • Zusammensetzungsbereiche und Schmelzenherstellung
  • Die Legierungen wurden Kaltkammerdruckgegossen. Die Zusammensetzungen sind in Tabelle 1 dargestellt. Die beim Legieren verwendeten Metalle waren AM50, Mg, Al, Ca, Sr (als Sr10-Al) und Si (als AS41-Legierung mit etwa 1%Si). Die Rückverformung lag über 95%. Obwohl in der Tabelle nicht dargestellt, enthielt eine jede Legierung, bezogen auf das Gewicht, auch bis zu etwa 0,3% Mangan und sehr geringe Mengen an Eisen, Nickel und Kupfer: Tabelle 1A Zusammensetzungen der Magnesiumlegierung (Gewichtsprozent)
    Figure 00110001
  • Das Schmelzen und Legieren erfolgte mit SF6 als Schutzgas.
  • Konstruktion der Druckgießform und Druckgussbedingungen
  • Der erste Gesenkeinsatz für diese neuen und zuvor nicht gegossenen Legierungen enthielt vier Werkzeughohlräume: einen Zugstab mit 12 mm Durchmesser; einen Zugstab mit 6 mm Durchmesser, und zwei quadratische 12 mm bzw. 6 mm starke Druckspannungsbeibehaltungs(CSR)-Abschnitte mit 38 mm. Zu Beginn war es schwierig, die Form zu füllen. Beide Werkzeughohlräume der Zugstäbe zeigten Porosität und Fehlgüsse. Es wurden Änderungen am Einlaufsystem vorgenommen, aber die Befül lung verbesserte sich nicht. Nur die CSR-Abschnitte und eine geringe Anzahl von Zugstäben mit 6 mm waren zum Testen geeignet. Zusätzlich führten die Gießverfahren zu großen Einschlüssen in den Mustern.
  • Vor der zweiten Serie von Druckgussversuchen wurde der Gesenkeinsatz modifiziert. Insbesondere wurden die Zugstäbe am Ende des Einlaufs angeordnet, und der 6 mm starke CSR-Abschnitt wurde aus dem System ausgespart. Diese Änderungen wurden vorgenommen, um die Beschaffenheit der Gussteile zu verbessern. Eine unterschiedliche Druckgusseinheit (eine 700-Tonnen-Lester-Maschine), die besser instrumentiert war (QPC-Prince-Druckgießform-Temperatursteuerung) und eine bessere Steuerung der Gießbedingungen ermöglichte, wurde verwendet. Die Schmelztemperatur wurde auf 677°C (1250°F) plus/minus 5°C (5°F) gesteuert, und die Oberflächentemperatur wurde bei etwa 350°C (660°F) gehalten. Die Änderungen des Gesenkeinsatzaufbaus, der Gießbedingungen und der Verfahren resultierten in guten Gussteilen. Die in dieser Arbeit berichteten Eigenschaften wurden an einer zweiten Gruppe von Gussteilmustern gemessen.
  • Bei der dritten Serie von Gießversuchen wurde ein Notebook-Computergehäuse gegossen, wobei die unten stehend gezeigten Magnesiumlegierungen verwendet wurden: Tabelle 1B Zusammensetzungen der Magnesiumlegierungen (Gewichtsprozent), die in der Gießbarkeitsstudie verwendet wurden
    Figure 00130001
  • Diese Zusammensetzungen (die Legierungen sind mit * gekennzeichnet, um sie von den Legierungen in Tabelle 1A zu unterscheiden) wurden in der Schmelze legiert wie zuvor. Das Notebook-Computergehäuse wurde für Aluminium entworfen, aber etwas abgewandelt, um AZ91D zu gießen. Ohne die Konstruktion der Teile oder die des Einlass- und Zulaufsystems in der Druckgießform weiter zu verändern, wurden Gehäuse aus Legierungen bei einer Schmelztemperatur zwischen 677°C (1250°F) und 699°C (1290°F) gegossen.
  • Analyse der Prüfkörper
  • Die chemische Zusammensetzung der Muster wurde für jede Gussteilzusammensetzung unter Verwendung der induktiv gekoppelten Plasma/Atomemissionsspektrometrie (ICP/AES) gemessen. Die Röntgenbeugungsanalyse (XRD) wurde verwendet, um Phasen in der Feinstruktur zu erkennen. Die Gitterparameter und Gewichtsprozent von α-Magnesium wurden unter Verwendung der Rietveld-Methode berechnet. Eine zusätzliche Analyse der Feinstruktur wurde unter Verwendung der analytischen Elektronenmikroskopie mit energiedispersiver Spektrometrie und Elektronenbeugung (AEM) durchgeführt. Die AEM-Proben wurden durch Ionenätzen hergestellt.
  • Kriechtests
  • Die Kriechfestigkeit ist die Spannung, die erforderlich ist, um ein gewisses Ausmaß an Kriechen zu einer bestimmten Zeit und bei einer gegebenen Temperatur zu erzeugen. Sie ist ein Kriechparameter, der von Konstrukteuren oft benötigt wird, um das Kraftaufnahmevermögen eines Materials für eine begrenzte Kriechverformung über anhaltende Zeitperioden abzuschätzen. Es ist allgemeine Praxis, die Kriechfestigkeit als die Spannung zu bezeichnen, die bei einer gegebenen Temperatur über 100 Stunden eine gesamte Kriechdehnung von 0,1% erzeugt. Über diese und weitere Kriechdaten für Magnesiumlegierungen des Gegenstandes der Erfindung wird unten stehend berichtet.
  • Die Zugkriechtests wurden bei 150°C, 175°C und 200°C durchgeführt. Die Muster wurden auf Basis der Gussteilqualität, wie sie mit der Röntgenuntersuchung bestimmt wurde, ausgewählt. In die Einspannbereiche der Zugstäbe mit 6 mm Durchmesser wurden Gewinde geschnitten, so dass sie in den Versuchsspannvorrichtungen gehalten werden konnten. Die Zugkriechtests wurden unter konstanten Belastungs- und konstanten Temperaturbedingungen durchgeführt. Die gesamte Kriechdehnung in 100 Stunden bei der Testtemperatur sowie die Primär- und Sekundärbereiche der Kriechkurven wurden aufgezeichnet.
  • Das Kriechen unter Druck wurde durch Messungen der Druckspannungsbeibehaltung (CSR) bei 150°C und 175°C charakterisiert. Die CSR simuliert das Schraubenbelastungshaltevermögen der Legierung und ist ein kritischer Funktionstest für eine Kraftübertragungskomponente im Hinblick auf die Ganzheit der Teile, die mit der Komponente verschraubt sind.
  • Korrosionsverhalten
  • Die CSR-Muster wurden mittels eines beschleunigten Korrosions-Labortests unter Verwendung einer Kombination von zyklischen Bedingungen (Salzlösung, verschiedene Temperaturen, Feuchtigkeit und Umgebung) überprüft, um das Äquivalent einer Exposition gegenüber Korrosion über zehn Jahre zu simulieren (General Motors Test GM 9540P). Es wurde der Schluss gezogen, dass dieser Test als Basis zum Vergleichen des Korrosionsverhaltens der ACX-Legierungen mit AZ91D dienen würde.
  • Gießbarkeitsbewertung
  • Die Gussteile wurden sichtgeprüft und mittels Röntgenstrahlen untersucht. Einige Teile wurden zerteilt, um die Art des Fehlers zu bestätigen, z.B. Heißrissbildung vs. Kaltrissbildung. Jedem vorliegenden Fehler wurde ein Schweregrad im Bereich von 0 (am schwerwiegendsten) und 5 (kein Fehler vorhanden) zugewiesen.
  • ERGEBNISSE UND DISKUSSION
  • Zugkriechverhalten
  • 1 ist eine typische Kurve für Kriechformveränderung vs. Zeit, die aus dem Test mit konstanter Belastung und konstanter Temperatur für die Legierung AC52 erhalten wurde. Wie in 1 dargestellt, misst die gesamte Kriechdehnung (ε1) die gesamte, zeitabhängige Dehnung (Kriechdehnung) eines Materials unter konstanter Belastung bei einer gegebenen Temperatur über eine bestimmte Zeit, und sie ist der in der Literatur am häufigsten verwendete Parameter, um die Kriecheigenschaften von Magnesiumlegierungen darzustellen. 1 zeigt auch, dass die AC52-Legierung so wie die meisten anderen Metalle und Legierungen zwei Kriechstadien aufweist, d. h., ein primäres oder transientes und ein sekundäres oder stationäres Kriechen. Die primären und sekundären Kriechverformungen (ε1 bzw. ε2) für die gegenständlichen Legierungen können durch die folgenden Gleichungen beschrieben werden: ε1 = αtb, ε2 = c + dt,wobei t die Zeit und a, b, c und d Konstanten sind. Unter diesen vier Konstanten stellt d die sekundäre Kriechrate dar und ist der wichtigste aus der Kriechkurve abgeleitete Konstruktionsparameter. Die Daten für ε1 wie auch für d sind für die gegenständlichen Legierungen in der nachfolgenden Tabelle 2 dargestellt. Tabelle 3 stellt die Zugkriechfestigkeit bei 175°C dar. Tabelle 2 Daten gesamte Kriechdehnung und sekundäre Kriechrate
    Figure 00170001
    Tabelle 3 Kriechfestigkeit bei 175°C (Spannung, die 0,1% Kriechdehnung in 100 Stunden erzeugt)
    Figure 00180001
  • Wie aus den beiden oben stehenden Tabellen ersichtlich ist, sorgte jede ACX-Legierung für eine erhöhte Zugkriechfestigkeit im Vergleich mit AE42 und den AS-Legierungen. Jede neue Legierung wies bei 150°C eine um mindestens 20% höhere Kriechfestigkeit als AE42 auf. Die 0,1% Kriechfestigkeit von AE42 betragen bei dieser Temperatur 9,4 ksi; d.h., die Gesamtkriechdehnung von AE42 bei einer Belastung von 9,4 ksi und bei 150°C wird in 100 Stunden unter 0,1% liegen. Bei 12 ksi (um 28% höhere Belastung) beträgt die Kriechdehnung der ACX-Legierungen im Durchschnitt um 0,05% weniger als die Hälfte jener der AE42-Prüfkörper. Bei 175°C sind die ACX-Legierungen um beinahe 50% besser als AE42. Aus den Kriechdaten sind Anzeichen dafür erkennbar, dass Mikrolegieren mit mehr als etwa 0,15% Sr die Kriechbeständigkeit weiter verbessert, aber der Effekt ist sehr gering. Die begrenzten Daten, die für Si erhalten wurden, zeigen keine signifikanten Effekte.
  • Druckkriechverhalten
  • Wie festgestellt, ist die Druckkriechbeständigkeit ein wichtiges Kriterium für das Blockmaterial, da sie ein Maß dafür ist, wie fest die Schrauben in dem zusammengesetzten Motor bleiben. Wie durch die Druckspannungsbeibehaltung (CSR) gemessen, sind die ACX-Legierungen viel besser als AE42 (siehe 2 und 3). In diesen Abbildungen ist die CSR als Prozent Belastung (Spannung), die in den verschraubten Mustern noch vorhanden ist, als eine Funktion der Expositionszeit von bis zu 750 Stunden bei der angezeigten Temperatur dargestellt. Zu Vergleichszwecken umfassen die Abbildungen das zuvor veröffentlichte CSR-Verhalten von AZ91D und A380.
  • Bei 150°C und 750 Stunden hielt AE42 58% der anfänglichen Belastung stand, während ACX-Legierungen im Bereich von 68% bis 82% lagen, alle besser als AE42. Bei 175°C fiel das CSR von AE42 beträchtlich bis auf 40% ab. Dies geschieht wegen der Zersetzung von Al11E3 mit der nachfolgenden Bildung von Mg17Al12. Die ACX-Legierungen zeigen nicht die gleiche Verschlechterung mit steigender Temperatur. Sie halten beinahe so viel Belastung wie bei 150°C, 65% vs. 72%. Wie bei den Ergebnissen der Zugkriechtests zeigt sich, dass die Zugabe von Sr die Kriechbeständigkeit weiter erhöht, aber der Effekt ist bei den CSR-Ergebnissen viel deutlicher. Tatsächlich waren die Sr-mikrolegierten AC53-Muster von beinahe derselben Güte wie die handelsübliche Aluminiumgusslegierung A380.
  • 4 fasst die CSR-Testergebnisse über 750 Stunden für eine Sandguss- und eine Druckguss-AC53-Legierung zusammen. Auch die CSR-Daten für eine in einer Dauerform gegossene AC53 + 0,5-Si-Legierung wie auch für eine in einer Dauerform gegossene AC53 + 0,3-Si + 0,1-Sr-Legierung sind zusammengefasst. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die durch Sandguss- oder Dauerformgussverfahren hergestellten ACX-Legierungen eine ähnliche Kriechbeständigkeit aufweisen wie jene von Druckgusslegierungen.
  • Korrosionsverhalten
  • Die ACX-Legierungen besitzen eine ausgezeichnete Kriechbeständigkeit für den Einsatz bei Anwendungen für Motoren und Kraftübertragungen. Ein weiteres, wichtiges Gütemerkmal ist ihr Korrosionsverhalten. Die gegenständlichen ACX-Legierungen werden hierin in einem zehn Jahre äquivalenten, beschleunigten Korrosionstest mit AZ91 als Maßstab verglichen. Die Daten sind in der nachfolgenden Tabelle 4 zusammengefasst: Tabelle 4 Prozent Gewichtsverlust von Magnesium-Testabschnitten in einem zyklischen Salzsprühkorrosionstest
    Figure 00200001
  • Tabelle 4 zeigt, dass die mit Sr mikrolegierten ACX-Legierungen die gleiche Güte aufweisen wie AZ91D. Über zwei unabhängige Testreihen betrug der durchschnittliche Gewichtsverlust für AZ91D 0,5%. AM50 war beinahe so gut wie AZ91D. Die ACX-Legierungen mit X im Bereich von 0,05% bis 0,1% Sr erreichten ebenfalls diesen Grad an Korrosionsbeständigkeit. Die Daten zeigen, dass steigende Sr-Anteile die Korrosionsbeständigkeit verbesserten, und Si erwies sich als nachteilig. Der Effekt von 2% Ca vs. 3% Ca ist nicht deutlich, da die Streuung bei den einzelnen Ergebnissen größer war. Jeder dargestellte Wert in jeder Reihe war im Allgemeinen der Durchschnitt von drei Mustern.
  • Weitere Daten der Korrosionstests bestätigen neuerlich eine Lektion, die über die Wirkung des Eisengehalts auf die Korrosionsgeschwindigkeit von Mg gelernt werden muss. Eisen erhöht ebenso wie Ni und Cu wesentlich die Korrosionsgeschwindigkeit von AZ- und AM-Legierungen. Ein Schlüssel zum Minimieren der Korrosion von Magnesium besteht darin, das Vorhandensein von Eisen, Nickel und Kupfer zu minimieren.
  • Charakterisierung der Feinstruktur und der Gussteile
  • In einer frühen Phase dieser Studie wurde die Mg-Al-Ca-Dreistofflegierung durch Abziehen von Musterstiften aus einer Mg-4%-Al-Schmelze nach aufeinander folgenden Zugaben von Ca zur Schmelze auf feinstrukturelle Eigenschaften überprüft. Die Musterstifte wurden durch Vakuumsaugen aus der Schmelze in ein Glasrohr mit 5 mm Durchmesser gewonnen. Unter 1% Ca wurde im XRD-Muster nur α-Magnesium identifiziert. Bei und über 1% Ca wurde auch eine zweite Phase, Mg2Ca, identifiziert, deren Anteil mit zunehmendem Ca-Gehalt in der Schmelze anstieg. Die beobachteten Gitterverschiebungsparameter stimmen mit der Substitution von Al an Mg-Stellen (Mg, Al)2Ca in dieser Phase überein. Mit zunehmendem Ca-Gehalt in der Schmelze verschoben sich die Gitterparameter in Richtung geringerer Substitution, d.h., weniger Al in der Phase. Zugleich stieg jedoch der Anteil dieser Phase von Null auf beinahe 20% an. Dies würde in einer Verschiebung von Al von dem Primärmagnesium zu der Mg-Al-Ca-Dreistofflegierung resultieren.
  • Dementsprechend erfuhr die Mg-Phase, während der Ca-Gehalt anstieg und der Anteil an α-Mg von 100% auf 80% abnahm, ebenso eine Änderung ihrer Gitterparameter, die der Entfernung von Al aus der Lösung in der Phase entsprach.
  • Die neue, intermetallische Phase (Mg, Al)2Ca besitzt einen relativ hohen Schmelzpunkt (715°C), was eine gute, thermische Stabilität anzeigt. Sie besitzt die gleiche Kristallstruktur (hexagonal) wie die Magnesiummatrix mit einer kleinen Gitterabweichung (3% bis 7%) an der Mg/(Mg, Al)2Ca-Phasengrenzfläche, was zu einer kohärenten Phasengrenzfläche führt. Sowohl die thermische Stabilität wie auch die Phasengrenzflächen-Kohärenz von (Mg, Al)2Ca sorgen für die Haftwirkung an der Magnesiumkorngrenze, wodurch die Kriechbeständigkeit der Legierungen verbessert wird.
  • Es wurden keine weiteren Phasen identifiziert, und es konnte kein Beweis für das Vorhandensein von Al4Ca oder Mg17Al12 festgestellt werden. Diese Ergebnisse beruhten jedoch auf den Analysen von Musterstiften, die, wie oben stehend angemerkt, nur verwendet wurden, um Druckgusserstarrungsgeschwindigkeiten zu simulieren. Nachfolgende AEM-Analysen des Druckgusses AC53 zeigten deutlich das Dreistoff-Gitter in den eutektischen Bereichen der Legierungen. Diese Gitter wiesen die hexagonale Mg2Ca-Phasenstruktur auf, wobei annähernd die Hälfte der Mg-Atome durch Al ersetzt waren. Somit wurde weder Al4Ca noch Mg17Al12 nachgewiesen. Dies und das Nichtvorhandensein von Al-Mischkristallen in α-Mg weist darauf hin, dass Ca noch immer seine Rolle erfüllt, funktionsgemäß Al aus der Legierung zu entfernen und die Bildung von Mg17Al12 zu verhindern, wodurch es für die verbesserte Kriechbeständigkeit verantwortlich ist.
  • Gießbarkeit und Gussteilqualität
  • Die ACX-Legierungen der Erfindung weisen ausgezeichnete Kriechbeständigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Zugeigenschaften auf. Da sie keine Seltenerdmetalle benötigen, schätzt man, dass diese Legierungen weniger kostspielig sind als AZ91D. Die Gießbarkeit ist ein zusätzliches Erfordernis.
  • Nach den bisherigen Erfahrungen beim Gießen der ACX-Legierungen haben diese eine ausgezeichnete Gießbarkeit gezeigt. Obwohl die Arbeit auf das Gießen kleiner, einfacher Teile, z.B. Zugstäbe und Druckspannungsbeibehaltungsmuster, beschränkt war, erlauben diese Gussteile das Abschätzen solcher Gießbarkeits-Parameter, wie Festkleben an der Druckgießform, Heißrissbildung und Formfüllvermögen (ein Maß für die Fähigkeit, dünne Abschnitte der Druckgießform zu füllen). Das Kleben an der Druckgießform beschränkte sich auf Legierungszusammensetzungen mit wenig Ca und trat nicht bei Ca-Anteilen von über 2% auf. Selbst bei kleinen Mustern könnte die Heißrissbildung durch den Oberflächenzustand der Teile angezeigt werden. Alle Muster zeigten glatte Oberflächen und keine Anzeichen auf Rissbildung. Gelegentlich wurde bei Zugstäben eine Mittellinienporosität beobachtet; diese wurde jedoch durch Erhöhen der Temperatur der Druckgussform beseitigt. Ansonsten waren die Gussteile im Allgemeinen von guter Beschaffenheit.
  • Im Hinblick auf die Gießbarkeit der Legierung in der Druckgussform für das Computergehäuse wurden verschiedene Arten von Fehlern identifi ziert. Während viele der Fehler durch Änderungen der Teilekonstruktion, der Form des Einlaufsystems und des Zulaufsystems oder der Gießparameter beseitigt würden, wurden diese Faktoren alle konstant gehalten, um nur den Effekt der Legierungszusammensetzung auf die Gießbarkeit zu beurteilen. Die 57 zeigen, dass die Schwere der Fehler im Allgemeinen empfindlich gegenüber der Zusammensetzung ist. Insbesondere werden Kaltschweißstellen, die Fleckenbildung an der Gussteiloberfläche, die Heißrissbildung, das Festkleben an der Druckgießform und das Verlöten des Gussteiles mit der Druckgießform schwer wiegender, wenn der AM50 1% Ca zugefügt ist. Selbstverständlich ist AM50 eine Legierung, die als eine gute Legierung für Druckgussteile oder Dauerformgussteile anerkannt ist. Wenn aber der Ca-Anteil auf 2% erhöht wird, verringern sich die Fehler. Diese Ergebnisse stimmten mit vorhergehenden Gießversuchen überein, bei denen nur Zug- und Kriechprobekörper gegossen wurden. In den Fällen von Fehlgüssen und Schrumpfungen zeigt das Legieren mit Ca (mit oder ohne Sr) weniger Wirkung. Der optimale Ca-Anteil beträgt ca. 2%. Dieser Anteil ist auch optimal für die Kriech- und Korrosionsbeständigkeit. Während es sich gezeigt hat, dass Sr vorteilhaft für die Kriech- und Korrosionsbeständigkeit ist, ist seine Wirkung auf Gussteilfehler vernachlässigbar.
  • Auf der Grundlage dieser Versuche wurde der Schluss gezogen, dass die Gießbarkeit dieser Legierungen für kleine Teile ausgezeichnet ist, mindestens so gut wie jene der AZ91D, und dass für den dünnwandigen Teil, das Notebook-Computergehäuse, die Gießbarkeit der Legierungen etwa die selbe war wie jene der AM50. Bei den Notebook-Gießversuchen wurde keine AZ91D verwendet, obwohl der Lieferant bereits Erfahrungswerte besitzt, die darauf hinweisen, dass das Gehäuse mit AZ91D mit Erfolg gegossen werden könnte.
  • Während die Erfindung im Hinblick auf einige spezielle Ausführungsformen beschrieben wurde, wird einzusehen sein, dass vom Fachmann weitere Formen einfach adaptiert werden können. Demgemäß ist der Schutzbereich der Erfindung nur durch die folgenden Ansprüche begrenzt.

Claims (9)

  1. Verfahren zum Herstellen eines kriechbeständigen Gussteils aus einer Magnesiumlegierung in einer Metallform, mit den Schritten: Füllen der Form mit einer geschmolzenen Legierung bei einer Temperatur, ausreichend über ihrer Verflüssigungstemperatur, die im Wesentlichen, bezogen auf das Gewicht, aus 3% bis 6% Aluminium; 1,7% bis 3,3% Calcium; 0,05% bis 0,2% Strontium, und bis zu 0,35% Mangan besteht und der Rest, mit Ausnahme von unvermeidbaren Fremdstoffen, Magnesium ist, und Erstarren der Legierung in der Form, so dass das Gussteil eine (Mg, Al)2Ca-Phase umfasst.
  2. Verfahren zum Herstellen eines kriechbeständigen Gussteils aus einer Magnesiumlegierung nach Anspruch 1, bei dem die geschmolzene Legierung, bezogen auf das Gewicht, 2% bis 3% Calcium und 0,05% bis 0,15% Strontium umfasst.
  3. Verfahren zum Herstellen eines kriechbeständigen Gussteils aus einer Magnesiumlegierung nach Anspruch 1, bei dem die geschmolzene Legierung, bezogen auf das Gewicht, 3% bis 6% Aluminium; 1,7% bis 3,3% Calcium; 0,05% bis 0,2% Strontium; 0% bis 0,35% Silicium; weniger als 0,35% Mangan; weniger als 0,004% Eisen; weniger als 0,001% Nickel, und weniger als 0,8% Kupfer umfasst und der Rest, mit Ausnahme von unvermeidbaren Fremdstoffen, Magnesium ist.
  4. Verfahren zum Herstellen eines kriechbeständigen Gussteils aus einer Magnesiumlegierung, mit den Schritten: Drücken einer geschmolzenen Magnesiumlegierung bei einer Temperatur, ausreichend über ihrer Verflüssigungstemperatur in einen Formhohlraum; Abkühlen der Legierung in dem Hohlraum, um sie zu dem Gussteil zu erstarren, und Aufbringen von Druck auf die geschmolzene Legierung während eines derartigen Abkühlens und Erstarrens, wobei die Legierung eine Zusammensetzung aufweist, die, bezogen auf das Gewicht, 3% bis 6% Aluminium; 1,7% bis 3,3% Calcium; 0,05% bis 0,2% Strontium; 0% bis 0,35% Silicium; 0,1% bis 0,35% Mangan; weniger als 0,004% Eisen; weniger als 0,001% Nickel, und weniger als 0,08% Kupfer umfasst und der Rest, mit Ausnahme von unvermeidbaren Fremdstoffen, Magnesium ist, wobei das Gussteil eine (Mg, Al)2Ca-Phase umfasst.
  5. Verfahren zum Herstellen eines kriechbeständigen Gussteils aus einer Magnesiumlegierung nach Anspruch 4, bei dem die Legierung 0,05% bis 0,15% Strontium umfasst.
  6. Kriechbeständiges Druckgussteil aus einer Magnesiumlegierung, das hergestellt ist durch Drücken einer geschmolzenen Magnesiumlegierung bei einer Temperatur, ausreichend über ihrer Verflüssigungstemperatur, in einen Metallformhohlraum; Abkühlen der Legierung in dem Hohlraum, um sie zu dem Gussteil zu erstarren, und Aufbringen von Druck auf die geschmolzene Legierung während eines derartigen Abkühlens und Erstarrens, wobei die Legierung eine Zusammensetzung aufweist, die, bezogen auf das Gewicht, 3% bis 6% Aluminium; 1,7% bis 3,3% Calcium; 0,05% bis 0,2% Strontium; 0% bis 0,35% Silicium; 0,1% bis 0,35% Mangan; weniger als 0,004% Eisen; weniger als 0,001% Nickel, und weniger als 0,08% Kupfer um fasst und der Rest, mit Ausnahme von unvermeidbaren Fremdstoffen, Magnesium ist, wobei das Gussteil eine (Mg, Al)2Ca-Phase umfasst.
  7. Kriechbeständiges Druckgussteil aus einer Magnesiumlegierung nach Anspruch 6, das 0,05% bis 0,15% Strontium umfasst.
  8. Kriechbeständiges Druckgussteil aus einer Magnesiumlegierung, das hergestellt ist durch Gießen einer geschmolzenen Magnesiumlegierung bei einer Temperatur, ausreichend über ihrer Verflüssigungstemperatur, in einen Metallformhohlraum und Abkühlen der Legierung in dem Hohlraum, um sie zu dem Gussteil zu erstarren, wobei die Legierung eine Zusammensetzung aufweist, die, bezogen auf das Gewicht, 3% bis 6% Aluminium; 1,7% bis 3,3% Calcium; 0,05% bis 0,2% Strontium; 0% bis 0,35% Silicium; 0,1% bis 0,35% Mangan; weniger als 0,004% Eisen; weniger als 0,001% Nickel, und weniger als 0,08% Kupfer umfasst und der Rest, mit Ausnahme von unvermeidbaren Fremdstoffen, Magnesium ist, wobei das Gussteil eine (Mg, Al)2Ca-Phase umfasst.
  9. Kriechbeständiges Gussteil aus einer Magnesiumlegierung nach Anspruch 8, das 0,05% bis 0,15% Strontium umfasst.
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