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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein oberflächenaktives
System zur allgemeinen Verwendung in landwirtschaftlichen Zusammensetzungen,
einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf herbizide, fungizide und Insektizide Formulierungen, die aus
zwei Komponenten bestehen: einem oberflächenaktiven Stoff in Form eines
alkoxylierten Polyarylphenolphosphatesters in Verbindung mit einem
oberflächenaktiven
Stoff in Form eines alkoxylierten Lignosulfonatsalzes.
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Hintergrund der Erfindung
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Alkylphenolethoxylate (APE's) und deren anionische
Derivate sind oberflächenaktive
Stoffe, die in der Industrie bekannt sind und auf die sich Hersteller
landwirtschaftlicher Chemikalien in der Geschichte gut verlassen
konnten. Jedoch liefern Formulierungen, die APEs enthalten nicht
immer die wünschenswerteste
Kombination von Gestaltungsspezifizierungen, zum Beispiel Produkteffizienz,
Betriebsparameter und Kosten. Traditionelle oberflächenaktive
Stoffe in Form von Nicht-APE-Systemen sind nicht ohne weiteres anpassungsfähige Ersatzstoffe
für oberflächenaktive
APEs gewesen. Beispielsweise ist bewiesen worden, daß, in Abhängigkeit
der Formulierungserfordernisse, Calciumdodecylbenzensulfonat, das
in Verbindung mit Fettsäureethoxylaten
verwendet wird, ein inakzeptabler APE-Ersatz ist, weil es innerhalb
eines oder mehrerer Gestaltungsparameter, wie zum Beispiel Emulsionsstabilität, akute
Toxizität,
temporale und thermische Stabilität, chemische und physikalische
Stabilität;
Lösungs-,
Suspensions- und Verdünnungsdynamik
und Viskositäts-
und Suspensionsstabilisierung schwache Leistung zeigt. Die Unfähigkeit
der Industrie, die existierende Technologie zur Verbesserung der
Merkmale von oberflächenaktiven
Systemen, die APEs enthalten, anzupassen, hat zur Entwicklung einer
vollständig
neuen Linie von oberflächenaktiven
APEs geführt.
Die zusätzliche
Aufgabe, die von der Scientific Community gestellt wurde, ist es
gewesen, neue oberflächenaktive
APEs zu entwickeln, die leicht aus ohne weiteres erhältlichen
und kostengünstigen
Rohmaterialien erzeugt werden können.
Demgemäß verbleibt
ein Bedarf an verbesserten oberflächenaktiven APEs.
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EP-A-0 224 845 offenbart
Wasser-dispergierbare Granulate zur Pestizidformulierung, die, zusätzlich zu
einem Wirkstoff, oberflächenaktive
Stoffe in Form von Styryl-substituierten, polyethoxylierten Phenolen,
wie Mono- oder Diester von Phosphorsäure mit 18 bis 20 Ethylenoxideinheiten
umfaßt,
wobei Natriummethoxylignosulfonat in der Zusammensetzung enthalten
sein kann.
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EP-A-0 190 995 offenbart
ein fließfähiges, herbizides
Mittel, das auf wässerigen
Suspensionskonzentraten basiert, das, zusätzlich zu einem Wirkstoff,
ein polyethoxyliertes Phosphat-Mono-
oder Diestersalz mit 4 bis 40 Ethylenoxideinheiten umfaßt, wobei
Lignosulfonate als Antischaummittel in der Zusammensetzung enthalten
sein können.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Überraschenderweise
ist nunmehr entdeckt worden, daß die
Kombination alkoxylierter Polyarylphenolphosphatester (oder Salzen
oder Säureformen
hiervon) mit alkoxylierten Lignosulfonatsalzen ein geeignetes oberflächenaktives
System zur allgemeinen Verwendung in landwirtschaftlichen Produkten
liefert. Es ist herausgefunden worden, daß das oberflächenaktive
System der vorliegenden Erfindung hervorragende Leistung in wässerigen
Suspensionskonzentraten von Pestiziden liefert. Die vorliegende
Erfindung umfaßt
die oberflächenaktive
Zusammensetzung, umfassend einen oder mehrere alkoxylierte Polyarylphenolphosphatester
(oder Salze oder Säureformen
hiervon) und ein oder mehrere alkoxylierte Lignosulfonatsalze. Die
Erfindung umfaßt
ebenso die agrochemischen Formulierungen, die das augenblicklich
offenbarte oberflächenaktive
System enthalten. In einer Ausführungsform
der Erfindung enthalten die Zusammensetzungen, die das vorliegende
oberflächenaktive
System enthalten, keine anderen bekannten APEs oder sind im wesentlichen
frei davon. Die oberflächenaktiven
Stoffe der vorliegenden Erfindung werden aus der Kombination des
entsprechenden alkoxylierten Polyarylphenolphosphatesters mit dem
entsprechenden alkoxylierten Lignosulfonatsalz erhalten.
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Die sterische Konfiguration der Polyarylphenolgruppe
scheint zusätzlich
die entsprechende oberflächenaktive,
alkoxylierte Polyarylphenolphosphatesterkomponente des oberflächenaktiven
Systems aus der hydrolytischen Spaltung, die normalerweise in anderen
bekannten anionischen Phosphat-basierenden, oberflächenaktiven
Systemen beobachtet wird, zu schützen.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Ein Aspekt der Erfindung ist das
oberflächenaktive
System, umfassend
- a) zumindest einen ethoxylierten
Polyarylphenolphosphatester der Formel (1): worin R3 und
R6 unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Wasserstoff,
Natrium, Kalium und und
- b) zumindest ein ethoxyliertes Lignosulfonatsalz mit einem Zahlenmittel
an Ethylenoxideinheiten (EO) gleich 1 bis 4.
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Die Erfindung umfaßt ebenso
das oberflächenaktive
System, worin Komponente (a) der Phosphatester der Formel:
ist, worin n wie oben definiert
ist, und R
3 und R
6 unabhängig voneinander
aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus Wasserstoff, Natrium, Kalium und
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Die Komponente (b) des oberflächenaktiven
Systems ist ein alkoxyliertes, sulfoniertes Kraft-Lignin, vorzugsweise
ein ethoxyliertes, sulfoniertes Kraftlignin, wobei die Komponente
(b) des oberflächenaktiven Systems
das Natriumsalz eines ethoxylierten, sulfonierten Kraft-Lignins mit einer
EO gleich 1 bis 4, vorzugsweise 3, ist.
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Ein anderer Aspekt der Erfindung
ist das Produkt, erhältlich
durch das Verfahren der Kombination der Komponenten:
- a) zumindest eines ethoxylierten Polyarylphenolphosphatesters
der Formel (1): worin R3 und
R6 unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Wasserstoff,
Natrium, Kalium und und
- b) zumindest eines ethoxylierten Lignosulfonatsalzes mit einem
Zahlenmittel an Ethylenoxideinheiten (EO) gleich 1 bis 4.
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Ein anderer Aspekt der Erfindung
ist die Pestizidformulierung, umfassend zumindest ein Pestizid und
- a) zumindest einen alkoxylierten Polyarylphenolphosphatester
der Formel (1), wie oben definiert, und
- b) zumindest ein alkoxyliertes Lignosulfonatsalz, wie oben definiert.
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Eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung ist die Pestizidformulierung, worin das Pestizid Verbindung
A mit der Formel:
ist.
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Ein anderes Merkmal der Erfindung
ist ein Verfahren zum Schutz von Nutzpflanzen, umfassend den Schritt
der Auftragung einer landwirtschaftlich wirksamen Menge einer oder
mehrerer der hierin offenbarten Zusammensetzungen auf die Pflanzstelle
der Nutzpflanzen, die geschützt
werden sollen.
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Der hierin offenbarte Umfang der
Erfindung sollte nicht so ausgelegt werden, daß er durch irgendeine besondere
chemische Theorie eingeschränkt
wird, die sich auf die Komplexierungs-, die Gleichgewichts-, Reaktions-
oder Säure-Base-Chemie
der zur Erzeugung oberflächenaktiver
Stoffe verwendeten Komponenten, oder anderer Inhaltsstoffe, die
zur Erzeugung anderer ultimativ nutzbarer Formulierungen (zum Beispiel
Pestizidformulierungen) verwendet wurden, bezieht. Diesbezüglich ist
ein anderer Aspekt der Erfindung das oberflächenaktive System, umfassend
einen oder mehrere alkoxylierte Polyarylphenolphosphatester (oder
Salze oder Säureformen
hiervon) und ein oder mehrere alkoxylierte Lignosulfonatsalze, worin
die Teilkomponenten chemisch interagieren können oder nicht, um so eine
Veränderung
der Form der Komponenten herbeizuführen. Die Erfindung umfaßt die statische
Zu sammensetzung der entsprechenden Komponenten, die miteinander
vermischt werden, ebenso wie die chemisch integrierte oberflächenaktive
Systemzusammensetzung, umfassend zumindest einen alkoxylierten Polyarylphenolphosphatester
und zumindest ein alkoxyliertes Lignosulfonat. „Statische Zusammensetzung" bezeichnet die Zusammensetzung,
die aus den Komponenten besteht, wobei sich die Komponenten aufgrund
ihrer Kombination mit anderen Zusammensetzungskomponenten im wesentlichen
nicht veränderten. "Chemisch integrierte
Zusammensetzung" bedeutet
eine Zusammensetzung, die aus dem natürlichen Gleichgewicht, der
Komplexierung, der Dissoziation oder anderen chemischen Umwandlungen
resultiert, wenn eine davon nach der Kombination der Komponenten
und vor der letztendlichen Verwendung des oberflächenaktiven Systems in einer
Pestizidformulierung stattfindet. Daher umfaßt die "chemisch integrierte Zusammensetzung" der vorliegenden
Endung definitionsgemäß die Situation,
in der es eine "statische
Zusammensetzung" gibt,
ebenso wie eine resultierende Zusammensetzung, die zu jedem Zeitpunkt zwischen
der anfänglichen
Gestaltung und der letztendlichen Verwendung im Bereich der Produkte,
die das oberflächenaktive
System enthalten, auftritt. Mit anderen Worten, die offenbarte Erfindung
ist nicht auf eine statische Zusammensetzung chemisch unveränderter
Teilkomponenten beschränkt.
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Die Erfindung umfaßt ebenso
ein Verfahren zur Verwendung des oberflächenaktiven Systems als ein Ersatzstoff
für bekannte
oberflächenaktive
APEs.
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Ein anderer Aspekt der Erfindung
ist die Zusammensetzung, umfassend die Formulierung des oben offenbarten
oberflächenaktiven
Systems in Pestizidformulierungen, die einen oder mehrere Wirkstoffe
enthalten. Die Erfindung ist jedoch nicht auf Pestizidformulierungen
beschränkt.
Andere nützliche
Formulierungen, die das augenblicklich offenbarte oberflächenaktive
System enthalten können,
umfassen Shampooformulierungen, Reinigungsmittelformulierungen allgemein
und Seifenformulierungen, die im Bergbau verwendet werden. Das derzeit
offenbarte oberflächenaktive
System ist dahingehend zu betrachten, daß es allgemein als ein Ersatzstoff
für bekannte
oberflächenaktive
APEs angewendet werden kann, und es kann daher erwartet werden,
daß es
in vielen anderen bekannten Formulierungen nützlich ist. Die Erfindung umfaßt jede
erhaltene Formulierung, in der das augenblicklich offenbarte oberflächenaktive
System andererseits die bekannten APEs ablöst. Die augenblicklich offenbarte
Erfindung umfaßt
ebenso jede Formulierung, die durch die Ergänzung von Zusammensetzungen,
die APEs enthalten, erhalten wurde. Im allgemeinen würde jede
Formulierung, die kon ventionell von oberflächenaktiven Zusatzstoffen Gebrauch
macht, einer Modifikation durch Austausch mit oder Ergänzung des
augenblicklich oberflächenaktiven
Systems unterzogen. Obgleich die Kombination des oberflächenaktiven
Stoffes hierin als ein oberflächenaktives
System offenbart wird, wird erwartet, daß sie ebenso andere nicht-oberflächenaktive
Eigenschaften aufweist, die unabhängig von jedweden inhärenten oberflächenaktiven
Eigenschaften nützlich
sein können.
In Abhängigkeit
der Anwendung der vorliegenden Erfindung kann sie zu erhöhter Bioeffizienz
und/oder verminderter Toxizität
und Reizung führen.
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Ein anderer Aspekt der Erfindung
ist die Zusammensetzung,umfassend die Formulierung des oben offenbarten
oberflächenaktiven
Systems in Formulierungen, die ein oder mehrere Herbizide und ein
oder mehrere Safener (Antidots) enthält. Werden Herbizide aufgetragen,
können
die kultivierten Pflanzen ebenso unter schwerer Zerstörung leiden,
die Faktoren zuzuschreiben sind, die die Konzentration des Herbizids
und die Art der Auftragung, die kultivierte Pflanze selbst, die
Art des Bodens und die klimatischen Bedingungen wie Lage, umfassen.
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Die alkoxylierten Polyarylphenolphosphatester
sind entweder kommerziell erhältlich,
werden durch bekannte Verfahren oder anderweitig unter Verwendung
bekannter Chemie hergestellt. Beispielsweise können ethoxylierte Tristyrylphenolphosphatester
aus dem entsprechenden Tristyrylphenolethoxylat durch die Umsetzung
mit Phosphorpentoxid, gelöst
in Phosphorsäure,
hergestellt werden. Im Gegensatz dazu kann das Tristyrylethoxylat
durch die Behandlung von Tristyrylphenol mit einer Base (zum Beispiel
Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid), gefolgt von der Zugabe der
gewünschten Äquivalente
an Ethylenoxid, hergestellt werden. Tristyrylphenol ist entweder
kommerziell erhältlich,
kann durch bekannte Verfahren oder anderweitig unter Verwendung
herkömmlicher
Chemiekenntnisse hergestellt werden. Es können ebenso Gemische verschiedener Phenole
(zum Beispiel Gemische von Tristyrylphenol und Distyrylohenol) als
Ausgangsmaterialien zur Herstellung der oberflächenaktiven Phosphatesterkomponenten
der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
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Die alkoxylierten Lignosulfonate
sind entweder kommerziell erhältlich,
werden durch bekannte Verfahren hergestellt oder anderweitig unter
Verwendung bekannter Chemie erhalten. Beispielsweise können die
alkoxylierten Lignosulfonate durch die Alkoxylierung der Lignosulfonate
unter Verwendung bekannter Alkylenoxidreagenzien, wie Ethylenoxid,
erhalten werden. Insbesondere werden die gewünschten alkoxylierten Lignosulfonate
aus der Gruppe ausgewählt,
bestehend aus ethoxylierten Lignosulfonaten, propoxylierten Lignosulfonaten
und butoxylierten Lignosulfonaten. Andere nützliche alkoxylierte Lignosulfonate
sind die Verbindungen, die beispielsweise aus gemischter Alkoxylierung
resultieren, wobei die eingeführten
Alkylenoxideinheiten zwischen Ethylenoxid und Propylenoxid variieren
oder wechseln. Der Alkoxylierungsgrad kann in Abhängigkeit der
gewünschten
Formulierungsgestaltungsparameter variieren, zum Beispiel Emulsionsstabilität der Pestizidformulierungen.
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Die Lignosulfonate oder sulfonierten
Lignine, die verwendet werden, um die alkoxylierten Lignosulfonate
zu erzeugen, sind in der Technik bekannt und stammen beispielsweise
aus der Sulfitaufspaltung von Holz und aus der Sulfonierung der
Lignine, die aus der Kraft-Aufspaltung
von Holz stammen. Die verwendeten Ligninmaterialien liegen normalerweise
in der Salzform vor (das heißt,
Natrium, Kalium usw.). Die Lignosulfonate, die zur Herstellung der
alkoxylierten, oberflächenaktiven
Lignosulfonate der vorliegenden Erfindung genutzt werden können, sind
kommerziell erhältlich,
können
aus bekannten Verfahren erhalten werden oder werden anderweitig
unter Verwendung bekannter Chemie hergestellt. Typische Lignosulfonate
können
durch die Sulfonierung verbrauchter Sulfitflüssigkeiten aus der Holzumwandlung
erhalten werden. Bevorzugt wird gereinigtes Lignosulfonatmaterial
verwendet, aus dem die Zucker- und andere Polysaccharidbestandteile
entfernt und/oder zerstört,
oder zusätzliche
anorganische Bestandteile teilweise oder vollständig entfernt worden sind.
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Die alkoxylierten Lignosulfonate,
die zur Herstellung des oberflächenaktiven
Systems der Erfindung verwendet wurden, sind vorzugsweise die Verbindungen,
die ohne weiteres erhältlich
und preisgünstig
sind. Die Kosten der Materialien sind jedoch nur ein Faktor bei
der Auswahl der alkoxylierten Lignosulfonat-Ausgangsmaterialien.
Nach der Erstellung einer Routine-Kosten-Nutzen-Analyse und unter
Berücksichtigung
anderer Gestaltungsparameter wird offensichtlich werden, daß preisintensivere
und weniger leicht erhältliche Ausgangsmaterialien
bevorzugt sein können.
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Normalerweise wird der Alkoxylierungsgrad
in dem alkoxylierten Polyarylphenolphosphatester und in dem alkoxylierten
Lignosulfonat unabhängig
voneinander hinsichtlich des Zahlenmittels der Alkylenoxideinheiten
darin gemessen. Das "Zahlenmittel
der Ethylenoxideinheiten" wird
als "EO"-Zahl bezeichnet.
Dem ähnlich wird
das Zahlenmittel der Propylenoxid- und Butylenoxideinheiten als "PO"- bzw. "BO"-Zahl bezeichnet. "Mittel" wird als das arithmetische
Mittel einer Gruppe realer Zahlen definiert. Ein bevorzugtes Merkmal
der Erfindung ist, wenn es eine kontinuierliche und symmetrische
Glockenkurven-Gesamtverteilung um die EO-, PO- oder BO-Zahl gibt.
Die alkoxylierten, oberflächenaktiven
Komponenten der Erfindung können
Gemische verschiedener Alkoxyeinheiten enthalten, zum Beispiel EO
+ PO + BO. Ebenso wünschenswert
ist, daß es
eine niedrige Dispersion gibt, vorzugsweise innerhalb einer Standardabweichung
(σ) des
Mittelwerts (mittlere EO). Tabelle
Alkoxylierungsgrad
in den Komponenten des oberflächenaktiven
Systems

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Unter "Alkyl" ist eine Alkylgruppe zu verstehen,
die linear oder verzweigt sein kann. Unter "Aryl" ist
entweder ein nicht-heteroaromatisches Ringsystem oder heteroaromatisches
Ringsystem zu verstehen. Unter "Alkylaryl" ist eine Arylgruppe
zu verstehen, die durch eine oder mehrere Alkylgruppen substituiert
ist, worin das "Aryl" entweder ein nichtheteroaromatisches
Ringsystem oder heteroaromatisches Ringsystem sein kann.
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Unter "Kraft-Lignin" ist ein Material zu verstehen, das
normalerweise aus der Alkaliaufspaltung schwarzer Flüssigkeiten,
wie sie in den Kraft-, Soda- oder anderen bekannten Alkaliaufspaltungsverfahren
erzeugt werden, gewonnen wird.
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Unter "sulfoniertem Lignin" ist das Produkt zu verstehen, das durch
die Einführung
von Sulfonsäuregruppen
in das Kraft-Ligninmolekül
erhalten wird, wie es durch die Umsetzung des Kraft-Lignins mit
Sulfit- oder Bisulfitverbindungen bewirkt wird, so daß das Kraft-Lignin
in Wasser löslich
gemacht wird.
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Unter "Sulfitlignin" ist das Reaktionsprodukt von Lignin
zu verstehen, das während
der Sulfitaufspaltung von Holz erhalten wird, und ein prinzipieller
Bestandteil verbrauchter Sulfitflüssigkeit ist.
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Unter "alkoxyliertem Lignosulfonat" ist das Reaktionsprodukt,
das durch die Alkoxylierung von Lignosulfonaten mit einem Alkylenoxid,
wie Ehtylenoxid, erhalten wird, zu verstehen.
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Ein anderes bevorzugtes Merkmal der
vorliegenden Erfindung ist die Kombination des derzeit offenbarten
oberflächenaktiven
Systems mit einem oder mehrerer Co-Tenside. Die Co-Tenside sind die
Verbindungen, die in der Technik zur Formulierung oberflächenaktiver
Systeme bekannt sind. Die Co-Tenside umfassen Polyglycolether, aliphatische
Alkohole, cycloaliphatische Alkohole, Alkylphenole (zum Beispiel
Nonylphenol), gesättigte
Fettsäuren,
ungesättigte
Fettsäuren,
Polyglycolether-Derivate aliphatischer oder cycloaliphatischer Alkohole,
oder gesättigte
oder ungesättigte
Fettsäuren.
Die Derivate enthalten 3 bis 30 Glycoletherguppen und 8 bis 20 Kohlenstoffatome
in der (aliphatischen) Kohlenwasserstoffeinheit. Ein stärker bevorzugtes
Co-Tensid ist ein nicht-ionisches Co-Tensid, insbesondere das nichtionische
Co-Tensid, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Ethylenglycol und Polyethylenglycol.
Andere bevorzugte oberflächenaktive
Stoffe können
Rizinusölethoxylate,
Tristyrylphenolethoxylate, Ethylenoxid/Propylenoxid-Blockcopolymere
(Pluronics) und/oder Ethylenoxid/Propylenoxid-Blockcopolymere aliphatischer
Alkohole umfassen.
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Ein bevorzugter Aspekt der Erfindung
umfaßt
die Kombination des oberflächenaktiven
Systems hierin mit einer flüssigen
Pestizidzusammensetzung, so daß eine
emulgierbare Konznetratformulierung erhalten wird, die direkt mit
Wasser oder anderen wässerigen
Lösungen
gemischt werden kann, was ohne spezielle Mischverfahren eine wässerige
Pestizidformulierung ergibt.
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Ein bevorzugter Aspekt der Erfindung
umfaßt
die Kombination des oberflächenaktiven
Systems hierin mit einer festen Pestizidzusammensetzung, so daß eine Suspensionskonzentratformulierung
erhalten wird, die direkt mit Wasser oder anderen wässerigen
Lösungen
gemischt werden kann, was ohne spezielle Mischverfahren eine wässerige
Pestizidformulierung ergibt.
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Ein bevorzugter Aspekt der Erfindung
umfaßt
die Kombination des oberflächenaktiven
Systems hierin mit einer flüssigen
Pestizidzusammensetzung und einer festen Pestizidzusammensetzung,
so daß eine
Suspoemulsionskonzentratformulierung erhalten wird, die direkt mit Wasser
oder anderen wässerigen
Lösungen gemischt
werden kann, was ohne spezielle Mischverfahren eine wässerige
Pestizidformulierung ergibt.
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Die folgenden Beispiele veranschaulichen
einige der speziellen Merkmale der Erfindung weiter, beabsichtigen
aber nicht, ihren Umfang einzuschränken. Sofern nicht anders spezifiziert,
beziehen sich durch diese Beschreibung und Ansprüche hindurch, Temperaturen
auf Grad Celsius.
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Ein bevorzugtes Merkmal der Erfindung
umfaßt
die Kombination des vorstehend beschriebenen oberflächenaktiven
Systems mit einem flüssigen
Wirkstoff, um eine emulgierbare Konzentratformulierung zu erhalten,
die leicht mit Wasser oder anderen flüssigen Trägern verdünnt werden kann, was keine
speziellen Handhabungen oder Mischverfahren erfordert. Ein Beispiel
einer solchen Formulierung folgt:
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Beispiel 1
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Ein wässeriges Emulsionskonzentrat,
enthaltend Verbindung A als Wirkstoff, wurde gemäß der folgenden Formulierung
hergestellt (angegebene Prozentsätze
sind Gewichtsprozentsätze):
- 47,6% Verbindung A (siehe Tabelle),
- 4,0% Tristyrylphenolethoxylatphosphatester (16EO),
- 2,0% ethoxyliertes Lignosulfonat (3EO),
- 5,0% Glycerin,
- 0,1% Xanthan,
- 0,1% Silikonantischaummittel,
- 0,05% Konservierungsmittel,
- 2,0% Attapulgit-Ton, und Wasser, um auf 100% zu vervollständigen.
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Die obigen Inhaltstoffe wurden wie
folgt formuliert: (1) Ein Vorgemisch aus Wasser, der Verbindung
A, dem ethoxylierten Tristyrylphenol und dem ethoxylierten Lignosulfonat
wird hergestellt. (2) Das Vorgemisch aus (1) wird auf eine feine
Teilchengröße gemahlen.
(3) Die verbleibenden Inhaltsstoffe werden zu dem Vorgemisch zugegeben,
gefolgt von Mischen, bis eine gleichmäßige Zusammensetzung erhalten
wird.
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Beispiel 2
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Ein wässeriges Emulsionskonzentrat,
enthaltend Verbindung A, Mefenoxam, Fludioxinil und Difenoconazol
als Wirkstoff, wurde gemäß der folgenden
Formulierung hergestellt (angegebene Prozentsätze sind Gewichtsprozentsätze):
- 20,6%
Verbindung A (siehe Tabelle 3),
- 0,35% Mefenoxam,
- 0,25% Fluidoxinil,
- 1,3% Difenoconazol,
- 4,0% Tristyrylphenolethoxylatphosphatester (16EO),
- 2,0% ethoxyliertes Lignosulfonat (3EO),
- 0,1% Natriumhydroxid (50%ige wässerige Lösung),
- 0,1% Nonylphenol,
- 20,0% Glycerin,
- 10,0% Titanoxid,
- 2,5% blaues Pigment,
- 0,75% Montmorillonit-Ton,
- 0,13% Xanthan,
- 0,06% Konservierungsmittel, und Wasser, um auf 100% zu vervollständigen.
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Die obigen Inhaltstoffe wurden wie
folgt formuliert: (1) Ein Vorgemisch aus Wasser, der Verbindung
A, dem Mefenoxam, dem Difenoconazol, dem ethoxylierten Tristyrylphenol
und dem ethoxylierten Lignosulfonat wird hergestellt. (2) Das Vorgemisch
aus (1) wird auf eine feine Teilchengröße gemahlen. (3) Die verbleibenden Inhaltsstoffe
werden zu dem Vorgemisch zugegeben, gefolgt von Mischen, bis eine
gleichmäßige Zusammensetzung
erhalten wird.
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Die Nutzpflanzenschutzzusammensetzungen,
die Teil der augenblicklich offenbarten Erfindung sind, können in
einer zur beabsichtigten Anwendung geeigneten Form formuliert werden.
Arten von Formulierungen umfassen beispielsweise ein Flowable (FL),
ein fließfähiges Konzentrat
zur Samenbehandlung (FS), benetzbare Pulver (WP), benetzbare Granulate
(WDG), mit Öl-mischbares,
fließfähiges Konzentrat
(OF), ein Suspensionskonzentrat (SC), ein emulgierbares Konzentrat
(EC), eine Flüssigkeit
(L), Wasser-in-Öl-Emulsionen (EW),
Granulate (GR), ein Wasser-dispergierbares Pulver zur Aufschlämmungsbehandlung
(WS) und Trockenflowable.
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Einige zusätzliche bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind in den nachstehenden Tabellen 1
und 2 enthalten. Tabelle
1
Nutzpflanzenschutzformulierungen die einen oberflächenaktiven
Stoff, spezielle Co Tensidkomponenten und eine oder mehrere wirksame
technische Komponenten enthalten
* umfaßt die racemischen
Gemische oder s-Metolachlor Alkoxylierungsgrad = Zahlenmittel der
Alkylenoxideinheiten
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Tabelle 2
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Nutzpflanzenschutzformulierungen:
verwendetes oberflächenaktives
System
plus ethoxyliertes Kraft-Lignosulfonatsalz
R
1, R
3, R
5 und
n sind wie oben definiert Verwendete
technische Inhaltsstoffe und Formulierungsart
Tabelle
3
Strukturen für
die Verbindungen A bis D
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Tabelle 4 zählt einige Beispiele nützlicher
Komponenten auf, die zur Formulierung der Zusammensetzungen der
vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Die Erfindung ist jedoch
nicht auf die Verwendung der angegebenen Komponenten in der Tabelle
beschränkt.
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Tabelle 5 liefert einige Quellen
für kommerziell
erhältliche
Materialien. Nichtsdestotrotz würde
ein Fachmann erkennen, daß viele
der Materialien, die zur Umsetzung der augenblicklich offenbarten
Erfindung verwendet werden könnten,
aus irgendeiner geeigneten Quelle erhalten werden können. Tabelle
4
Beispiele für
Komponenten, die zur Formulierung der Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können
Tabelle
5
Namen und Adressen der Lieferanten der Materialien