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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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GEBIET DER ERFINDUNG
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Diese Erfindung betrifft ein System
und Verfahren zum automatischen Zugreifen, Bearbeiten und Rückübertragen
von Datenbank-Datensätzen wie
zum Beispiel Dokumente über
ein Netzwerk.
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BESCHREIBUNG DES STANDS
DER TECHNIK
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Die heutige Welt ist voller Formulare – Antragsformulare,
Bestellformulare, Antwortformulare, Versicherungsformulare, (oft
scheint es) ad Infinitum. Tatsächlich
gibt dieser Patenttext selbst Anlass zu immerhin einem von Hundertausenden
an Formularsätzen
allein dieses Jahrs, unter deren angehäuftem Gewicht die Regale des
Patentamts – und
diejenigen, deren Arbeit es ist, sie zu bearbeiten – stöhnen.
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Gemeinsam mit dem Aufkommen der Bürocomputer
kam das Versprechen des Shangri-Laähnlichen "papierfreien Büros". Jeder, der diesen Text liest und der
sich in seinem eigenen Arbeitsbereich umsieht, benötigt wahrscheinlich
keinen weiteren Beweis, dass dieses elektronische Paradies fern
der Verwirklichung ist.
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Eine Entwicklung, die zu großen Hoffnungen berechtigt,
um nicht nur die Menge an Unterlagen zu verringern sondern ebenso
um das Wegsteuern bzw. Routen der Unterlagen effizienter zu gestalten,
ist der weit verbreitete Gebrauch von Netzwerken wie zum Beispiel
das Internet. Im allgemeinen werden netzwerkbasierende Formulare
in der gleichen Weise wie elektronische Post (Emails) behandelt.
Wenn sagen wir zum Beispiel ein Buch über das Internet bestellt wird,
greift man auf ein Bestellformular und lädt es herunter, häufig einfach
durch Klicken auf ein Bildsymbol bzw. Icon, füllt das Formular aus und übermittelt
es dann unmittelbar an den gleichen Server zurück, von dem es heruntergeladen
wurde. Dieses Verfahren ist vereinfacht, gerade da die Rücksendeadresse
einfach die "Antwort"-Adresse des elektronisch
verschickten Formulars ist. In andern Anwendungen, wie zum Beispiel Übermitteln
von internen Formularen wie zum Beispiel Reisekostenberichte über firmenspezifische
Netzwerke, kann man nicht automatisch im Besitz der Rücksendeadresse
sein. In dem Maße,
in dem Formulare heutzutage über Netzwerke
verfügbar
gemacht werden, werden sie jedoch ähnlich nämlich wie irgendeine andere Email-Nachricht
behandelt.
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Diese herkömmliche Regelung weist einige Nachteile
auf. Zunächst
muss man häufig
den Empfänger
des Email manuell spezifizieren. Dies für häufig zu dem Problem, dass die
Email-Adresse des Empfängers falsch
geschrieben wird, insbesondere da die Adressen oftmals nicht intuitiv
sind. Ein anderer Nachteil besteht darin, dass ein Datenabruf auf der
Seite des Empfängers,
d.h. die Errichtung, von der das übersandte Formular empfangen
und verarbeitet wird, manuell gehandhabt werden muss.
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Noch ein weiterer Nachteil besteht
darin, dass es keine Automation für Empfangen von Daten von einem
Formular gibt, das an eine Email angehängt ist. Dies trifft selbst
dann zu, wenn das Formular unter Verwendung eines Textverarbeitungsprogramms
des gleichen Anbieters übersendet
wird, der die Email-Anwendung herstellt, wie zum Beispiel, wenn
eine Microsoft Word Datei an eine Email angehängt wird, die mittels Microsoft
Outlook versendet wird. Diese Notwendigkeit, die übermittelten
Daten entweder wieder einzugeben oder abzuschreiben, erhöht die Wahrscheinlichkeit
an Datenfehlern. Noch ein anderer Nachteil besteht darin, dass der
Erfolg des Benutzersystems, ein Formular überhaupt zu übersenden,
häufig
von der konkreten Email-Client Software
anhängig
sein wird. Es ist zudem in keiner Weise möglich, Daten in einem Email-Anhang online zu
handhaben.
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Noch ein weiterer gravierender Nachteil
existierender Systeme besteht darin, dass der Grad an Sicherheit,
den sie bieten, oftmals ungenügend
ist. Tatsächlich
umfassen viele Browser und Email Softwarepakete die Fähigkeit,
die Nachricht, die jemand sendet, zu verschlüsseln, jedoch ist diese Verschlüsselung
primär
dazu bestimmt, ein "Anzapfen
von Leitungen" eines
Netzwerks zu verhindern, d.h. das unbefugte Abfangen und Lesen der übersandten
Nachricht durch eine Partei außer
dem beabsichtigten Empfänger.
Der Empfänger
einer derartigen herkömmlich
verschlüsselten
Nachricht hat jedoch keine Möglichkeit,
den tatsächlichen
Absender eindeutig zu identifizieren.
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Aus D1 = "Super-forms: A security-enhanced smartelectronic
form management system",
A. Dayao et al, Global-telecommunications conference, 1990 and exhibition
Communications: Connecting the further, Globecom '90, IEEE'," 2//02-12-1990, 1079–1083, 05-12-1990 ist ein System
zum Zugreifen, Bearbeiten und Übermitteln
von Datendateien bekannt, das einen multifunktionellen Server mit
einem Datenbank-System und einem Transaktionsverfolgungs-System umfasst, der
mit einem lokalen Netzwerk verbunden ist. Ferner gibt es ebenfalls
lokale Verarbeitungssysteme, die mit dem Netzwerk verbunden sind.
Das Datenbank-System bildet ein Mittel zum Speichern einer Vielzahl
an vordefinierten Formularen. Mittels des Systems kann ein Nutzer Änderungen
an einem heruntergeladenen Formular registrieren, wobei das Formular danach über das Netzwerk
an einen vorbestimmten Knoten in dem Netzwerk über den Zentralserver übertragen
wird. Dieses bekannte System weist jedoch einige Nachteile auf.
Zunächst
ist es in seiner Verwendung durch die Verwendung von vordefinierten
Formularen/Dateien und die Verwendung eines/von lokalen Netzwerks(/en)
eingeschränkt. Überdies
ist das System aufgrund der Verwendung eines multifunktionellen Servers
unflexible und verwundbar.
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Was benötig wird, ist ein verbessertes
System, das einem Benutzer gestattet, auf ein benötigtes Formular
schnell zuzugreifen, es auszufüllen
und dann es mit minimalen Unannehmlichkeiten und Fehlerrisiko an
den richtigen Benutzer zu übermitteln.
Auf der Seite des Empfängers
sollte es möglich
sein, die Daten unmittelbar in eine Datenbank oder ein Arbeitsablaufsystem
einzugeben, ohne die Notwendigkeit, die übermittelten Daten wieder einzugeben
oder anzuschreiben. Das System sollte unabhängig von dem Email-Client und
dem Web-Browser sein, die verwendet werden. Das System sollte vorzugsweise in
der Lage sein, eine wirksame unmittelbare Empfangsbestätigung eines übermittelten
Formulars bereitstellen und es sollte vorzugsweise ebenfalls möglich sein,
nicht nur übermittelte
Daten zu verschlüsseln,
sondern ebenfalls die Identität
des Absenders eines Formulars eindeutig zu identifizieren und zu
authentifizieren. Diese Erfindung stellt ein derartiges System und
ein betreffendes Durchführungsverfahren
bereit.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die Erfindung stellt ein System zum
Zugreifen, Bearbeiten und Übermitteln
von Datendateien, insbesondere Dokumenten unter Verwendung eines Datennetzwerks
bereit. Ein Datenbank-System,
zumindest ein lokales Verarbeitungssystem, ein Notarserver und zumindest
ein Empfängersystem
bilden die Hauptkomponenten der Erfindung. Das Datenbank-System,
jedes lokale Verarbeitungssystem, der Notarserver und jedes Empfängersystem
sind vorzugsweise unabhängige
Systeme, die alle mit dem Netzwerk verbunden sind. Das Datenbank-System speichert
eine Vielzahl an Datendateien zum Beispiel Dokumente in irgendeinem
Standardformat. Jede Datendatei ist einem entsprechenden der Empfängersysteme
zugeordnet und kann durch das Datenbank-System über das Netzwerk zu dem lokalen
Verarbeitungssystem übermittelt
werden.
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Unter Verwendung von einem der lokalen Verarbeitungssysteme
adressiert der Benutzer das Datenbank-System und wählt eine
oder mehrere der gespeicherten Dateien aus, die über das Netzwerk von dem Datenbank-System
heruntergeladen wird. Der Benutzer bearbeitet – ändert, füllt ein etc – dann die
heruntergeladene(n) Datei(en), worauf der Benutzer durch Aktivieren
einer "Sende" oder ähnlichen Funktion,
die lokal in die oder zusammen mit der Datei eingefügt ist,
das Formular an einen Notarserver übermittelt. Der Notarserver
empfängt
jede übermittelte
Datendatei und sendet nach zusätzlicher
Verarbeitung, wie zum Beispiel Benutzerüberprüfung, Datensicherung, Zeitprotokollierung
und Übersendung einer
Empfangsbestätigung
zurück
an den Benutzer, das überprüfte Formular
an das entsprechende Empfängersystem.
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Jede Datendatei wird vorzugsweise
von dem lokalen Verarbeitungssystem and den Notarbenutzer in einer
verschlüsselten
Form übermittelt.
Eine digitale Unterschrift wird vorzugsweise ebenfalls an jede übermittelte
Datei angehängt.
Public-Key-Verschlüsselung
wird vorzugsweise eingesetzt, um sowohl übermittelte Formulare zu verschlüsseln als
auch die digitale Unterschrift zu erzeugen.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Blockdiagramm der Hauptkomponenten eines einfindungsgemäßen Systems
zum Zugreifen, Fertigstellen, Übermitteln, Überprüfen und Wegsteuern
(Routen) von Formularen über
ein Netzwerk.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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1 zeigt
die Hauptkomponenten der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems.
In der folgenden Erörterung
soll der Begriff "Formular" im Sinne irgendeines
Datensatzes oder Datei verstanden werden, auf die ein Benutzer zuzugreifen,
anzuzeigen, zu bearbeiten oder anderweitig zu ändern und dann an eine Empfangseinrichtung oder
System zu übertragen
wünschen
kann. Bei den meisten Anwendungen der Erfindung werden die Formulare
Dokumente sein, die aus bzw. in irgendeinem Standard-Textverarbeitungsformat
wie zum Beispiel Microsoft Word oder Corel Word Perfect oder aus
bzw. in irgendeinem anderen Format zusammengesetzt oder gespeichert
sind, das eine Benutzereingabe direkt in den Dokumententext ermöglicht,
wie zum Beispiel Adobe Acrobat PDF-Dateien. Die Erfindung ist jedoch
nicht auf irgendein spezielles Format beschränkt; tatsächlich ist dies einer der Vorteile
der Erfindung.
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Eine zentrale Datenbank 100 beinhaltet
sowohl einen Satz an elektronisch gespeicherten Formularen 102 als
auch die herkömmliche
Hardware (wie zum Beispiel ein Server) und Software, die notwenig
sind, um zu ermöglichen,
auf Datenbank-Datensätze
durch ein externes System, insbesondere über ein Netzwerk zuzugreifen.
In den meisten Fällen wird
die Erfindung verwendet werden, damit ein Benutzer auf ein oder
mehrere Formulare zugreifen, es ausfüllen oder es ändern und
dann es an den/die entsprechenden Empfänger übermitteln kann. Verschiedene
Empfänger
können,
und im allgemeinen werden, teilnehmen an oder Bestimmungsziel für das erfindungsgemäße System
sein. Jeder Empfänger kann
sein eigenes Formulardateiformat angeben; die Formulare 102 sind
in welchem Format auch immer jeder jeweilige Empfänger benutzt
gespeichert.
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Um die Datenbank 100 aufzubauen,
kann der Administrator des Systems entweder die Formulare direkt – zum Beispiel
auf einer Diskette oder indem sie zum Herunterladen verfügbar gemacht
werden – von,
welcher Stelle auch immer wünscht,
dass ihre Formulare zugreifbar sind, empfangen oder das System kann
in herkömmlicher
Weise öffentlich
zugreifbare Formulare von ausgewählten
Empfängersites
herunterladen oder beides.
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Die Stelle, die die Formulare bereitstellt
oder erzeugt, wird typischerweise die gleiche Stelle sein, die erwartet,
sie von Benutzern fertiggestellt zu empfangen. Dies ist jedoch erfindungsgemäß nicht
notwendig. Der Formularanbieter kann vielmehr verschieden von dem
beabsichtigten Empfänger
sind, wie es beispielsweise bei Firmen der Fall ist, die Standardrechtsformulare
zum Übermitteln
an Gerichte oder andere Regierungsstellen bereitstellen. In anderen
Worten, die Stelle, die die Formulare bereitstellt oder erzeugt,
die in der Datenbank 100 bespeichert sind, muss nicht notwendigerweise
die gleiche wie die unabhängige
Empfangesstelle sine, obwohl dies der häufigste Fall sein wird.
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Die Datenbank 100 ist mit
einem Netzwerk 200 verbunden. Ein Benutzer ist ebenfalls
in der Lage unter Verwendung irgendeines lokalen Verarbeitungssystems 300 wie
zum Beispiel eines Personalcomputers (PC) auf das Netzwerk zuzugreifen.
In 1 ist der Einfachheit
halber lediglich ein lokales Verarbeitungssystem gezeigt. Die Erfindung
arbeitet ebenfalls – ist
tatsächlich
am vorteilhaftesten – mit höheren Zahlen
an Benutzern, wobei jeder Zugriff auf das Netzwerk 200 und
somit auf die Datenbank 100 unter Verwendung entweder eines
speziellen oder eines gemeinsamen lokalen Verarbeitungssystems hat.
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In dem am meisten verbreiteten Einsatz
der Erfindung wird das Netzwerk 200 ein öffentliches Weitverkehrsnetzwerk,
vorzugsweise das Internet, sein. Dies ist ebenfalls nicht notwendig – das Netzwerk
kann irgendein Weitverkehrs- oder lokales Netzwerk sein und kann
ebenso ein proprietäres Netzwerk
wie zum Beispiel die Intra-Netzwerke sein, die in vielen Firmen
gefunden werden. Diese Intra-Netzwerke können wiederum durch herkömmliche Gateway-Server
mit dem öffentlichen
Netzwerk verbunden sein. Was erfindungsgemäß benötig wird, ist einfach, dass
Benutzer in der Lage sein sollten, die Datenbank 100 über das
Netzwerk zu kontaktieren, ein oder mehrere Formulare zu bezeichnen
und dann in der Lage zu sein, diese Formulare alle über das Netzwerk 200 zu
empfangen.
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In dem bevorzugten Fall, in dem das
Netzwerk das Internet ist, werden der Server oder ein anderes System,
durch das auf die Datenbank zugreifbar ist, die Datenbank oder irgendein
in sie zugreifendes Gateway einfach eine Standradnetzwerkadresse haben
wie zum Beispiel einen universellen Fundstellenanzeiger (universal
resource locator URL). Der Benutzer kann dann ein Formular bezeichnen,
um von der Datenbank entweder durch Auswählen aus irgendeinem standardmäßig angezeigten
Menü oder, wenn
bekannt, durch Bezeichnen einer Unteradresse, an der sich das Formular
befindet, übertragen
zu werden. Ein derartiges Anfordern von Dateien ist dem Entwurf
von Sites nicht nur für
das World-Wide-Web (WWW) sondern für andere hierarchisch oder
anderweitig verknüpfte
Dateien gemein, die ebenso durch andere Netzwerk zugreifbar sind.
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Es existieren mehrere Wege, durch
die Benutzer informiert werden könnten,
welche Formulare zum Herunterladen von der Datenbank 100 verfügbar sind.
Zum Beispiel könnte
der Benutzer einfach ein Online-Menü von verfügbaren Formularen durchsuchen,
das zum Beispiel nach Themengebieten oder Anbieterkategorien organisiert
ist. Das Site oder Gateway-Programm, das der Datenbank 100 zugeordnet
ist, könnte
ebenfalls mit einer herkömmlichen Suchmaschine
versehen sein, um zu vereinfachen, ein gewünschtes Formular zu finden.
Wenn jedes Formular durch eine spezielle URL identifizierbar ist, könnte ein
Anbieter von Formularen die verschiedenen URLs von verfügbaren Formularen
auf seiner eigenen Website bekannt machen, indem die Adresse des
geeigneten Formulars an den Benutzer zum Beispiel mittels Email
in Reaktion auf eine Anfrage oder in irgendeiner anderen herkömmlichen
Weise gesendet wird.
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Die Erfindung schließt ebenfalls
einen Notarserver 400 ein, der ebenfalls für Zwei-Wege-Datenübertragung
mit dem Netzwerk 200 verbunden ist. Die Funktion des Notarservers
wird bachstehend beschrieben.
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Schließlich sind ein oder mehrere
Empfängerserver
oder Systeme 500 ebenfalls mit dem Netzwerk 200 verbunden.
Wiederum ist in 1 lediglich der
Einfachheit halber nur ein derartiges System dargestellt; in den
meisten Anwendungen der Erfindung wird eine große Zahl an Empfängern existieren.
Ein Empfänger
kann irgendeiner der mehreren verschiedenen Einrichtungstypen sein,
die in der Lage sind, Dokumente oder andere Dateien über das
Netzwerk 200 zu empfangen. Systeme wie zum Beispiel externe
Datenbanken, Arbeitsablauf- oder Dokumentenveraltungs-Systeme oder Mail-Server
für Firmen oder
Regierungsstellen sind nur einige Beispiele.
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Vor dem Vertiefen in die Details
der Erfindung betrachtet man ein mögliches Verwendungsbeispiel,
um eine allgemeinere Vorstellung des Durchführungsverfahrens der Erfindung
zu erlangen. Nehmen wir an, dass ein Benutzer zum Beispiel wünscht, ein
Formular zur Änderung
der Korrespondenzadresse für
ein US-Patent zu übermitteln.
Bisher muss der Benutzer entweder einen Brief schreiben oder das geeignete
Antragsformular herunterladen, ausdrucken, fertig stellen und an
das Patentamt verschicken oder faxen. Zum 27. August 1999 ist dies
in den USA Formular PTO/SB/123, verfügbar im PDF-Format und von
der Netzwerkadresse http://www.uspto.gov/web/forms/sb0123.pdf herunterladbar.
Ein Papierformular ist derzeit notwendig, da das Patentamt durch
den Namen und die Unterschrift des Antragstellers bestätigen können muss,
dass die Person, die die Kopie beantragt, tatsächlich berechtigt ist, sie zu
empfangen.
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Stellen wir uns jetzt vor (man hofft,
dass Phantasie nicht mehr lange nötig ist), dass das Patentamt
einen Server hat, der mit dem Netzwerk 200 verbunden ist
und dass das Antragsformular als eine der Formulare 102 in
der Datenbank 100 beinhaltet ist. Es ist zu bemerken, dass
es als die gleiche PDF-Datei gespeichert sein könnte und dass der Datenbank-Administrator
das Formular einfach gemeinsam mit den anderen öffentlich verfügbaren Patentamts-Formularen
von der Website des Patentamts heruntergeladen haben könnte, durch
Abtasten der Formulare oder durch Empfangen von ihnen auf einem
lesbaren Standardmedium von dem Patentamt selbst. Formularanbieter
(die im allgemeinen auch ebenfalls die Empfänger 500 der Formulare
sind) könnten
wählen,
ihre Formulare in die Datenbank 100 aus irgendeinem zahlreicher
Gründe
aufgenommen zu haben – auch
wenn es notwendig wäre,
eine Teilnahmegebühr
an den Besitzer/Administrator der Datenbank zu bezahlen. Sie könnten erkennen,
dass elektronische Lieferung und Übermittlung von Formularen
effizienter ist und somit ihre eigene administrative Arbeitslast
verringert; sie könnten
bevorzugen, nicht ihre eigene Online-Datenbank warten zu müssen; oder
sie möchten
ihre Formulare als eine Annehmlichkeit für ihre Kunden oder für die Öffentlichkeit
fertig verfügbar
haben.
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Erfindungsgemäß greift der Benutzer ("meldet sich an") auf das Netzwerk 200 über das
lokale Verarbeitungssystem 300 in irgendeiner herkömmlichen
Wiese zu. Er spezifiziert dann die Netzwerkadresse der Datenbank 100 und
wählt das
Formular aus, das er zum Herunterladen benötigt, zu Beispiel das Formular
zur Änderung
der Adresse. Dieser Datenbank-Server überträgt dann die Datei, die dem
angeforderten Formular entspricht, über das Netzwerk 200 and
den lokalen Prozessor 300, der dann es dem Benutzer zum
Beispiel auf einen Standardmonitor 310 anzeigt. Solange
die das Formular enthaltende Datei Daten beinhaltet, die ihre Verwendung
in der Erfindung ermöglichen
(nachstehend beschrieben), könnte
dann der Benutzer alternativ das Formular mittels Email oder auf
einem lesbaren Medium empfangen. Es ist ebenso möglich, dass der Benutzer entweder über das
Netzwerk oder auf einem lesbaren Medium einen Satz Formulare empfangen
könnte,
die für
die Verwendung mit der Erfindung ermöglicht sind. Zum Beispiel könnten alle
Standardformulare des Patentamts für Benutzer entweder kostenlos oder
für eine
Gebühr
zusammen mit den Daten verfügbar
gemacht werden, die notwendigerweise einzuschließen sind, um in einem erfindungsgemäßen System
eingesetzt zu werden.
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Durch Verwendung von Standard-Eingabevorrichtungen
wie zum Beispiel eine Tastatur 312 und eine Cursor-Steuerung 314 wie
zum Beispiel eine Maus, ein Sensorfeld (Touchpad) oder ähnliches
gibt der Benutzer dann benötigte
Informationen in die jeweiligen Eingabefelder des angezeigten Formulars ein – er vervollständigt oder "füllt ein" das Formular auf dem Bildschirm aus.
Der Benutzer aktiviert dann eine "Sende"-Funktion zum Beispiel durch Anklicken eines "Sende"- oder "Übermittle"-Bildsymbols 316, das als ein
Teil von oder in Verbindung mit dem angezeigten Formular angezeigt
wird, oder durch bedienen einer zugewiesenen Funktionstaste. Das
lokale System verschlüsselt
dann vorzugsweise und übermittelt
dann das jetzt fertiggestellte Formular über das Netzwerk 200 zurück an den
Notarserver 400 zum Beispiel durch Weiterleiten an die
vorbestimmte Netzwerkadresse des Notarservers.
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Wenn der Notarserver 400 ein
Formular von einem Benutzer empfängt,
entschlüsselt
er das Formular, wenn es verschlüsselt
ist, überprüft die Identität des Benutzers
und überträgt (exportiert)
das Formular an den bezeichneten Empfänger des Formulars. Wie nachstehend
ferner beschrieben ist, wird vorzugsweise Public-Key-Verschlüsselung
während der Übertragung
eines Formulars von dem Benutzer zum Notarserver verwendet. In diesen
Fällen
kann der Schritt der Überprüfung der
Identität
des Benutzers Standardunterschritte wie zum Beispiel Überprüfen der
Echtheit des Public-Key-Zertifikats des Benutzers einschließen.
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Diese Funktionen werden vorzugsweise
in jeweiligen Softwaremodulen zum Empfang 410, Entschlüsselung 412,
Benutzer/Absender-Überprüfung 414 und
Dateiexport 416 ausgeführt
und können
in irgendeiner herkömmlichen
Weise entworfen sein. Vor dem Exportieren des Formulars an den Empfänger speichert
der Notarserver ebenfalls vorzugsweise eine Sicherungskopie in einem
Sicherungsspeicher 418 zusammen mit einer protokollierten
Zeit, die durch irgendeine herkömmliche
Weise in einem Zeitprotokollmodul 420 erzeugt wird. Andere
Softwaremodule wie zum Beispiel für administrative Funktionen
wie zum Beispiel Abrechnen 422 (in Anwendungen, bei denen
Benutzer bezahlen müssen,
um unter Verwendung der Erfindung Formulare zu übermitteln oder zu Empfangen)
können
ebenfalls wie benötigt enthalten
sein.
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Sobald der Notarserver das übermittelte
Formular an das geeignete Empfängersystem
exportiert hat (zum Beispiel indem es an die entsprechende Netzwerkadresse übermittelt
wird) überträgt der Notarserver
dann eine Übermittlungsempfangsbestätigung über das
Netzwerk zurück
an das lokale Verarbeitungssystem 300. Diese Übersendungsempfangsbestätigung identifiziert
vorzugsweise, welches Formular an welches Empfängersystem durch wen und zu
welcher Zeit übersendet
wurde. Wenn das Empfängersystem 500 ebenfalls
die Fähigkeit
aufweist, eine Empfangsbestätigungserwiderung
zu erzeugen und zurück
zu schicken, dann kann eine Kopie oder Anzeige dieser zu dem ursprünglichen
Benutzer als ein Teil der Empfangsbestätigung zurück geschickt werden. Eine andere
Empfangsbestätigungsoption
besteh darin, dass der Notarserver eine Email-Kopie des übermittelten
Formulars an den lokalen Prozessor des Benutzers zurücksendet,
die möglicherweise
um die Übermittlungsinformationen wie
obenstehend erwähnt
ergänzt
ist.
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Die Netzwerkadresse des Empfängersystems
für jedes
Formular kann auf verschiedene Arten aufgezeichnet werden. Zum Beispiel
kann ein Feld (eventuell versteckt, um das Fehlleitungsrisiko oder Fehler
aufgrund Benutzerbearbeitung) in dem Formular selbst enthalten sein.
In den meisten Anwendungen der Erfindung, wird der Notarserver irgendeine
Kennung bzw. Identifizierungsbezeichner wie zum Beispiel ein alphanumerischer
Code jedem in dem System enthaltenen Formular zuweisen. Der Notarserver
kann dann eine Tabelle unterhalten, die jedem Formular die richtige
Netzwerkadresse B des Empfängers
gegenüberstellt,
wobei, wenn ein Formular von einem Benutzer empfangen wird, der
Notarserver dann auf die Adresstabelle unter Verwendung der entsprechenden
Kennung des Formulars als das Argument zugreift und die entsprechende
richtige Netzwerkadresse des Empfängers abruft.
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Damit ein Benutzer ein Formular unter
Verwendung der Erfindung übermitteln
kann, muss das Formular, d.h. die Datendatei, die das zu übermittelnde
Dokument beinhaltet, gewisse Daten umfassen, die seine Verwendung
mit der Erfindung ermöglicht. Zum
Beispiel muss es mindestens irgendeine Kennung beinhalten, die es
seinem richtigen Empfänger zuordnet.
Solche Ergänzungen
können
in irgendeiner herkömmlichen
Weise zum Beispiel durch einfaches Anfügen von ihnen an die Formulardatei
gemäß irgendeinem
vorbestimmten Protokoll vorgenommen werden.
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Damit der lokale Prozessor des Benutzers derartig
angefügte
Daten erkenn kann, um derartige Gegenstände wie ein "Übertrage"-Bildsymbol zu erzeugen (wenn es nicht
in der heruntergeladenen Datei selbst enthalten ist) und um übermittelte
Daten zu verschlüsseln
(wenn diese Funktion enthalten ist), muss der Prozessor 300 dann
mit irgendeiner ermöglichenden
Software geladen werden. Diese ermöglichende Software kann zur
Installation auf dem lokalen Prozessor des Benutzers in irgendeiner
herkömmlichen
Weise, zum Beispiel entweder indem dem Benutzer eine Diskette ausgehändigt wird
oder indem das Programm zum Herunterladen in den Prozessor über das
Netzwerk verfügbar
gemacht ist, verfügbar
gemacht werden.
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Die Module der ermöglichenden
Software können
in irgendeiner herkömmlichen
Weise entworfen sein. Sie wird ein Standard-Anwendungsprogramm-Interface
(API) einschließen,
das vorzugsweise geöffnet
ist. Die Softwaremodule werden ein Modul zum Erzeugen einer Basismaske,
d.h. die Maske, die der Benutzer öffnet, um zu identifizieren, welches
Formular es wünscht;
eine Maschine (engine) zum automatischen Verbinden des lokalen Prozessors
mit dem Netzwerk 200 (oder zum Übermitteln einer Adresse, wenn
eine Netzwerkverbindung schon geöffnet
ist) und zum Herunterladen eines ausgewählten Formulars von der Datenbank 100;
ein Modul zum Formtieren und Anzeigen des heruntergeladenen Formulars
zusammen mit derartigen Gegenständen
wie ein "Übermittle"- oder "Sende"-Bildsymbol; ein
Modul zum Einfügen
von benutzereingegebenen Daten in die geeigneten Felder des angezeigten
Formulars; vorzugsweise ein Modul zum Verschlüsseln des Formulars vor Übermittlung
(wenn Verschlüsselung
beinhaltet ist); ein Modul zum Übermitteln
des Formulars über
das Netzwerk; und ein Modul zum Erkennen und dem Benutzer Vorlegen
einer Übertragungsempfangsbestätigung einschließen.
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Die verschiedenen Module können unter Verwendung
irgendeiner von mehreren bekannten Techniken oder in Verbindung
mit bestehender Software auf dem lokalen Prozessor entworfen werden. Zum
Beispiel können
die Module, die das Formular bearbeiten, in Java, C++ oder in HTML
(oder XML) oder sogar in HTML mit eingebetteten Java Applets geschrieben
sein; und die Verschlüsselungsroutine kann
Software eines Drittherstellers sein, die schon kommerziell verfügbar ist.
Die Software könnte
ebenfalls in bestehende Email- der Browser-Software integriert werden.
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Die Art der Software, die auf dem
lokalen Prozessor 300 installiert ist, wird ebenso bestimmen, in
welcher Art Formulare in der Datenbank 100 vorzugsweise
gespeichert sein sollten. Zum Beispiel, wenn angenommen wird, dass
Formulare in der Datenbank in den Formaten des Formularanbieters
zum Beispiel einige in Microsoft Word-Format, einige in Corel Word
Perfect-Format und
einige in PDF-Format, dann müssen
entweder alle gespeicherten Formulare durch das Datenbank-System 100 in
ein gemeinsames Format überführt werden,
das die Software des lokalen Prozessors lesen kann oder ansonsten
muss die lokale Bearbeitungssoftware die Routinen beinhalten, die
notwenig sind, um die Formulare in den Formaten zu lesen, anzuzeigen
und zu bearbeiten, die der Benutzer eventuell herunterladen will.
Es wird für
die Verwendung der Einfachheit halber daher bevorzugt, dass alle
Formulare in dem Datenbank-System 100 in einem vorbestimmten
Format vorliegen (oder überführt sein)
sollten, das die lokale Bearbeitungssoftware interpretieren kann.
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Date, die in übermittelte Formulare – tatsächlich die
Tatsache, dass der Benutzer wünscht,
ein bestimmtes Formular zu übermitteln – enthalten
sind, werden für
den Benutzer oftmals eine vertrauliche Angelegenheit sein. Die Erfindung
umfasst daher vorzugsweise eine Verschlüsselungsfunktion für übermittelte
Formulare. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden
die Formulare unter Verwendung der Public-Key-Verschlüsselung übermittelt.
Diese gestatten ebenfalls jedes Formular unter Verwendung einer
herkömmlichen "digitalen Unterschrift" zu identifizieren.
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Die Public-Key-Verschlüsselung
las solches ist bekannt. Sie verwendet zwei "Schlüssel": einen öffentlichen
Schlüssel,
der allen potentiellen Absendern verfügbar gemacht werden kann, und
einen entsprechenden privaten Schlüssel, der von dem Empfänger geheim
gehalten wird. In der Praxis besteht jedes öffentliche/private Schlüsselpaar
aus großen Primzahlen
in einer vorbestimmten funktionalen – und eindeutigen – Beziehung
zueinander. Der öffentliche
Schlüssel
ist ausreichend, eine Nachricht zum Übersenden zu verschlüsseln, während der
private Schlüssel
notwendig ist, sie zu entschlüsseln.
In anderen Worten, sobald ein Absender eine Nachricht unter Verwendung
des öffentlichen
Schlüssels
verschlüsselt,
dann kann er selbst sie nicht entschlüsseln.
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Nehmen wir jetzt an, dass ein Formularanbieter
(oder irgendeine andere Stelle) Identifikationsnummern an potentielle
Benutzer der Erfindung ausgibt. Wenn diese ID-Nummern ebenfalls
Verschlüsselungsschlüssel sind;
die registriert und eindeutig den individuellen Benutzern zugeordnet
sind, dann würde
eine eindeutige Datenzeichenfolge, die unter Verwendung eines dieser
Schlüssel
verschlüsselt wird
und zusammen mit der derzeitigen Nachricht übersendet wird, als eine "digitale Unterschrift" auf der Seite des
Empfängers
dienen. Dementsprechend umfasst das lokale Verarbeitungssystem 300 vorzugsweise
ein Softwaremodul, das eine derartige eindeutig verschlüsselte Datenzeichenfolge
("digitale Unterschrift") zusammen mit irgendeinem
Formular einschließt,
das es über
das Netzwerk an einen Empfänger übersendet.
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Aufgrund des Wesens des öffentlichen
und privaten Schlüssels – im Gegensatz
zu gewöhnlichen Passwörtern, bestehen
sie typischerweise aus Zeichenfolgen von Tausenden von vielbittigen
(zum Beispiel 24 oder mehr) Datenwörtern – ist es für den Benutzer nicht praktikabel,
sich einfach an die Schlüssel zu
erinnern. Wenn das lokale Verarbeitungssystem 300 eindeutig
einem bestimmten Benutzer zugeordnet ist, dann ist es möglich, den
Schlüssel
für die
digitale Unterschrift in dem Speicher des Systems selbst zu speichern.
Selbstverständlich
besteht nicht die Notwendigkeit der Besorgnis über die Schlüssel, die
verwendet werden, um Formulare zu verschlüsseln, die an bestimmte Formularempfänger übersendet
werden – nach
Definition werden dieses öffentliche
Schlüssel
sein.
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In den meisten Anwendungen ergibt
sich jedoch das Problem, dass lokale Computer selten derart sicher
sind, dass man einen privaten Schlüssel auf diesen speichern wollen
würde.
Wenn außerdem eine
digitaler Unterschriftsschlüssel
eines Benutzers in einem einzelnen Computer gespeichert ist, dann kann
es nicht die Erfindung auf anderen Computern benutzen, zumindest
nicht, wenn er wünscht
oder wenn es erforderlich ist, seine digitale Unterschrift in ein übermitteltes
Formular einzufügen.
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Verschlüsselung von Formularen wird
daher vorzugsweise unter Verwendung einer Lesevorrichtung 318 ausgeführt, die
mit bzw. in dem lokalen Verarbeitungssystem 300 verbunden
oder beinhaltet ist um eine herkömmliche
Chipkarte 320 oder eine ähnliche tragbare Speichervorrichtung
auszulesen. Die persönlichen
Benutzerparameter (die zum Beispiel die Schlüssel einschließen) des
Verschlüsselungsalgorithmus
sind dann auf der Chipkarte kodiert und können ausgelesen werden, wenn
ein Formular zu übermitteln
ist. Dies stellt sicher, dass nur der Benutzer in der Lage sein
wird, zu wissen, welche Formulare übermittelt werden und welche
persönlichen
Daten in ihnen enthalten sind, selbst wenn jemand anderes Zugang
zu dem lokalen Verarbeitungssystem selbst hat. Da Public-Key-Verschlüsselung
eine bekannte Technik ist, kann daher irgendeine herkömmliche
Software in Verbindung mit der Erfindung verwendet werden, um das
Verschlüsselungsmodul
in dem lokalen Verarbeitungssystem und das Entschlüsselungsmodul 412 des
Notarservers zu implementieren.
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Die Fähigkeit eines Benutzers, auf
Formulare gemäß der Einfindung
zuzugreifen, zu vervollständigen
und zu übermitteln
kann ebenfalls verwendet werden um eine Kommunikation mit einer
beliebigen durch das Netzwerk zugreifbaren Datenbank zu ermöglichen.
In diesem Fall, wenn der Benutzer ein Formular fertig stellt und über den
Notarserver übermittelt,
kann es ebenfalls Datenbankanfragen in geeignete, vorbestimmte Felder
in dem übermittelten Formular
eingeben. Wenn das Empfängersystem 500 dann
das Formular empfängt,
kann es die Anfrage automatisch (unter Verwendung von bekannten Routinen)
dekodieren und eine Antwort an den Absender über das Netzwerk zurück übertragen.
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Nehmen wir zum Beispiel an, dass
ein Bankkunde eine Kopie eines Kontoauszugs des vorigen Monats von
seinem Konto bekommen möchte.
Derzeit muss der Kunde für
diese Anfrage ein Kundenservicecenter anrufen, das dann das Recht
des Kunden auf die Informationen mündlich authentifiziert, seinem
Konto irgendeinen kleinen Betrag in Rechung stellt und dann den
Kontoauszug an den Kunden verschickt oder faxt. Dies benötigt nicht
nur dort einen Kundenservicemitarbeiter, sondern es bringt ebenfalls
gewöhnlicherweise
eine Verzögerung
von mehreren Tagen mit sich, da auf die Datenbank der Bank zugegriffen
werden muss und eine Papierkopie des Kontoauszugs (der als eine
Abbildung gespeichert sein kann oder nur durch Umwandlung von Mikrofilm zugreifbar
ist) ausgedruckt und an den beantragenden Kunden verschickt wird.
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Unter Verwendung dieser Ausführungsform der
Erfindung könnte
der Benutzer stattdessen in der Lage sein, auf ein Anfrageformular
in der Datenbank 100 zuzugreifen, die als ein Formulararchiv
dient, und dann es sicher an das Empfängersystem bei der Bank über den
Notarserver übermitteln.
Wenn das Empfängersystem
der Bank (unter Verwendung von Standardroutinen) programmiert ist,
unmittelbar Anfragen, die in dem übermittelten Formular beinhaltet sind,
zu interpretieren und darauf zu antworten, dann kann es auf die
Anforderung des Benutzers ohne weitere Komplikationen antworten.
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In vielen Fällen ist die in dem Empfängersystem
angeordnete Datenbank jedoch nicht eingerichtet, um Formulare zu
interpretieren, sondern antwortet eher nur auf Anfragen und Befehle,
die in einem Standard-Datenbank-Befehlsformat wie zum Beispiel ODBC
dargestellt sind. Ein Weg dies zu handhaben könnte für ODBC Software sein, in jedem
lokalen Verarbeitungssystem für
jeden Client/Benutzer installiert zu sein. Dies ist jedoch in den
meisten Fällen impraktikable
und fehleranfällig.
Erfindungsgemäß kann stattdessen
die Datenbank-Zugriffssoftware in dem Notarserver enthalten sein.
Wann immer ein übermitteltes
Formular für
ein Empfängersystem
bestimmt ist, das als eine Datenbank identifiziert wird, die auf
Anfragen antwortet, wandelt der Notarserver (wiederum unter Verwendung
bekannter Routinen) dann einfach die Felder des übermittelten Formulars, die
Datenbank-Zugriffsanforderungen entsprechen, in Datenbank-Befehle in dem geeigneten
Format wie zum Beispiel ODBC um. Der Client kann daher mit dem Notarserver
unter Verwendung eines allgemeineren Formats wie um Beispiel HTML
kommunizieren, während
die Kommunikation mit der Datenbank des Empfängersystems in einem spezialisierten
Datenbank-Zugriffsprotokoll ausgeführt werden kann, ohne die Notwendigkeit
für auf
dem lokalen Verarbeitungssystem des Clients installierter spezialisierter Software.
Es ist anzumerken, dass es ebenfalls unter Verwendung dieser gleichen
Anordnung für
den Client möglich
sein würde,
sowohl Daten in die Datenbank des Empfängersystems einzugeben als
auch Informationen von ihr herunterzuladen.
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Sicherheit ist natürlich sehr
wichtig, wenn auf Datenbanken zugegriffen wird, die private oder
proprietäre
Informationen enthalten. Zusammen mit der Zugriffsanforderung and
die Datenbank des Empfängersystems
wird der Benutzer daher in das übermittelte
Anfrageformular irgendwelche vorverabredete Echtheitsbestätigungs-
und Identifikationscodes einfügen,
die das Empfängersystem
gegen zuvor gespeicherte Datensätze
prüft,
um zu bestimmen, ob der Anfragende Benutzer berechtigt ist, die
angeforderten Informationen zu empfangen, bevor sie an den Benutzer übertragen
werden.
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Der Benutzer könnte als noch eine weitere Ergänzung dieser
Ausführungsform
Zugriff auf Datenbank-Informationen anfordern aber dann anweisen,
dass sie an noch einen anderen Empfänger übertragen werden, der mit dem
Netzwerk verbunden ist und Teil des gleichen Systems ist. Zum Beispiel
ist es für
einen Kreditgeber üblich,
Kopien der Bankkontoauszüge
von einem Kreditnehmer anzufordern, bevor ein Kredit bewilligt wird.
Wie die Dinge heutzutage stehen, muss der Kreditnehmer gewöhnlich entweder
dafür sorgen,
dass die Bank Kopien an den Kreditgeber sendet oder er muss irgendeine
Berechtigung für
den Kreditgeber unterzeichnen, diese Datensätze zu empfangen. Der potentielle
Kreditnehmer könnte
unter Verwendung der Erfindung ein Formular herunterladen, das einen
Kontoauszug von der Bank anfordert, aber dann in einem geeigneten
Feld die Netzwerkadresse des Kreditgebers einfügen, an den der Kontoauszug
weitergeleitet werden sollte.
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Dieses System würde ebenfalls die Übertragung
von Datensätzen
gestatten, auf die selbst der Benutzer keinen Zugriff hat. Zum Beispiel
werden medizinische Zentren normalerweise einem Patienten seine
eigenen medizinischen Unterlagen nicht geben. Lebens- und Gesundheitsversicherungsgesellschaften
benötigen
jedoch derartige Datensätze vor
Genehmigung der Deckung. Der Benutzer könnte unter Verwendung der Erfindung
ein Anforderungsformular für
medizinische Datensätze
herunterladen, dann es über
den Notarserver an das medizinische Zentrum zusammen mit einer Netzwerkadresse
der Versicherungsgesellschaft übermitteln.
Dies würde die Übermittlung
und den Auftragsvorgang stark beschleunigen, ohne dass irgendeine
Sicherheit kompromittiert wird.